Kletterwand und Kiosk

So sehen die ersten Pläne für das neue Bayrischzeller Schwimmbad aus

Entwurf für Warmfreibad am Seeberg in Bayrischzell
+
Der Vorentwurf für ein neues Warmfreibad am Seeberg in Bayrischzell sieht unter anderem vier 25-Meter-Bahnen vor.

Bayrischzell – Pläne für das neue Warmfreibad am Seeberg in Bayrischzell sind nun im Gemeinderat präsentiert worden.

Das neue Warmfreibad, das die Gemeinde Bayrischzell vorzugsweise am Seeberg bauen will, nimmt Form an. Bürgermeister Georg Kittenrainer präsentierte in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats erste Vorpläne des Ingenieurbüros Sven Dachwald.

Während im Hintergrund das Bebauungsplanverfahren und die Anträge für eine Förderung laufen, stellte Kittenrainer erste Vorpläne der Außengestaltung des geplanten Warmfreibads vor. Ein modernes, beheiztes, barrierefreies Warmfreibad mit Edelstahlbecken soll entstehen. Die Technik kann durch die Hanglage im Untergeschoss verschwinden und wäre vom Parkplatz aus ebenerdig erreichbar. Duschen und Umkleiden sollen auch von außen zugänglich sein, etwa für den Wohnmobilstellplatz oder Langläufer im Winter.

Alleinstellungsmerkmal für Bayrischzell

Der Bürgermeister möchte es Schwimmern genauso recht machen wie Familien und Jugendlichen. So findet man in der Planung vier 25-Meter-Bahnen für sportliche Schwimmer und kleine Schwimm-Events. Für Familien soll ein Nichtschwimmerbereich mit Breitrutsche entstehen und für die Spaß-Fraktion ein Drei-Meter-Sprungturm sowie eine Kletterwand mit vier Metern Höhe.

Diese wollte Kittenrainer schon vor Jahren in das alte Schwimmbad integrieren, was aus baulichen Gründen nicht möglich war. Jetzt sieht er es als Chance und Alleinstellungsmerkmal für Bayrischzell. „Die Bayrischzeller haben damals mit dem Schwimmbad ein Aushängeschild geschaffen. Den Anspruch sollten wir jetzt auch haben“, sagte er. Er wies auch – trotz seiner Zuversicht – auf mögliche Unwägbarkeiten hin. „Die Bebauungsplanänderung ist noch nicht vollzogen“, betonte der Bürgermeister.

Erste Kostenschätzung bei 2,6 Millionen Euro

Eine erste Kostenschätzung des Projekts liegt bei 2,6 Millionen Euro – ohne Gastronomie. Für Kittenrainer würde aber an dieser Stelle ein Kiosk mit schwimmbadtypischen Speisen und Steckerleis völlig ausreichen. Eine Gastronomie wie das Strandbad Schliersee etwa kann er sich schon wegen der Lage nicht vorstellen.

Während Kittenrainer fest davon überzeugt ist, dass die Sonne für einen Schwimmbetrieb ausreichend ist, fehlt die Sonne in den Abendstunden für ein Strandbad-Feeling. Die Lage am Seeberg diesen Sommer noch einmal genau zu prüfen, wünscht sich Albert Jupé (FW). Seine Idee, zwei Wetterstationen aufzustellen, um die Wetterdaten am Ende des Sommers genau vergleichen zu können, kam gut an.

Bürgermeister räumt mit Gerüchten auf

Kittenrainer gab zu bedenken, dass man bei einer Sanierung des alten Schwimmbads im Ort nichts zum Gegenfinanzieren habe. Die Summe müsste rein aus dem Haushalt gestemmt werden. „Das hat Bayrischzell nicht im Kreuz“, betonte der Bürgermeister. Einfach planlos Schulden machen, kommt für ihn nicht infrage.

Gerüchte, die dann eventuell zu veräußernden Grundstücke des alten Schwimmbads im Ort seien bereits versprochen, wies der Bürgermeister verständnislos zurück. „Das ist lächerlich“, sagte er. Er verstehe die Diskussion zum jetzigen Zeitpunkt auch nicht. „Ich denke, dass wir etwas schaffen können, was die Bayrischzeller wieder liebgewinnen können“, freut sich Kittenrainer, dass die Pläne langsam konkreter werden. jw

Auch interessant

Mehr zum Thema:

Meistgelesene Artikel

Corona: Noch mehr Impfstoff für den Landkreis Miesbach
Corona: Noch mehr Impfstoff für den Landkreis Miesbach
Corona im Landkreis Miesbach: Impfzentrum räumt mit Fake-News auf
Corona im Landkreis Miesbach: Impfzentrum räumt mit Fake-News auf
Uneinigkeit wegen MVG-Rad: Gemeinderäte in Warngau gegen Mietsystem
Uneinigkeit wegen MVG-Rad: Gemeinderäte in Warngau gegen Mietsystem
Abstriche in Rottach: Corona-Testzentrum im früheren Postamt startet
Abstriche in Rottach: Corona-Testzentrum im früheren Postamt startet

Kommentare