Eine Zukunft im Freien

Bayrischzell prüft Bad-Varianten / Kittenrainer hofft auf Unterstützung durch Bürger

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Das Warmfreibad in Bayrischzell besteht in dieser Form seit über 60 Jahren. Jetzt werden Sanierungsmöglichkeiten geprüft.

Bayrischzell – Das Warmfreibad in Bayrischzell ist ein Thema, das die Einheimischen bewegt. Bürgermeister Georg Kittenrainer hat zuletzt viel Post bekommen. „Ich ärgere mich über die anonymen Briefe unter der Gürtellinie“, sagte Kittenrainer. Für sachliche Kritik und Anregungen hat er dagegen ein offenes Ohr.

In der jüngsten Gemeinderatssitzung verlas er einen Brief von Bürgern, die sich mit ihrem Wunsch das Schwimmbad zu erhalten von den Gemeinderäten ignoriert fühlen. Dagegen wehrte sich Kittenrainer vehement. „Seit Jahren versuchen wir zu flicken. Jetzt versuchen wir das Beste daraus zu machen“, sagte Kittenrainer in der Sitzung. Die Gemeinde Bayrischzell hatte vor ein paar Wochen die Idee einer Umwandlung des Schwimmbads in ein Naturfreibad in einer Info-Veranstaltung mit großer Bürgerbeteiligung vorgestellt. „Eigentlich muss das dann nicht Naturfreibad, sondern Freibad mit biologischer Wasseraufbereitung heißen“, erklärt Kittenrainer. Ökologisch gesehen wäre das eine optimale Lösung für die Zukunft. Mit einem Flachwasserbereich für Schilf, einem Trockenfilter und ohne Chlor und Heizung wäre das energetisch der richtige Schritt in die Zukunft. Trotzdem entstehen auch bei diesem Umbau Kosten von rund einer Million Euro und auch die Personalkosten bleiben, anders als gedacht, bestehen.

Auf vielfachen Wunsch aus der Bevölkerung lässt die Gemeinde aber auch die Variante, das Schwimmbad als Warmfreibad zu erhalten und komplett zu sanieren, von einem Ingenieurbüro nochmal genau prüfen. Dafür erteilte der Gemeinderat einstimmig die Zustimmung.

Einen Förderantrag hatte Kittenrainer, nach Bekanntwerden der Förderfähigkeit am Mittwoch, gleich am Freitag gestellt. Allerdings mit den Plänen des Naturfreibades. „Es musste schnell gehen. Wer zuerst kommt, mahlt zuerst bei solchen Förderungen“, sagte Kittenrainer. Und falls man sich später doch für eine Fortführung als Warmfreibad entscheide, dann könne man das abändern. Über Unterstützung aus der Bevölkerung würde der Bürgermeister sich freuen. Etwa einen Schwimmbadverein würde er sich wünschen. „Wir brauchen die Öffentlichkeit“, sagte er und ergänzte: „Wir versuchen das Beste daraus zu machen, aber es muss bezahlbar sein!“jw

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