Begeisterung für die kalte Saison

Kongress „Dein Winter. Dein Sport.“: 50 Referenten und 350 Teilnehmer

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Begeisterte Skifahrerin: Wirtschaftsministerin Ilse Aigner eröffnete den zweiten Kongresstag.

Rottach-Egern – Die Veränderungen und Chancen sind groß: Sie heißen gesättigter Markt, demografischer Wandel und sich verändernde Winter. Das bedeutet, dass für die Zukunft des Wintersports Weichenstellungen erfolgen müssen. Den Fragen, wie diese Zukunft gestaltet werden kann, stellten sich am vergangenen Donnerstag und Freitag 50 Referenten und 350 Teilnehmer beim zweiten „Dein Winter. Dein Sport.“-Kongress im Rottacher Seeforum. Die gemeinsame Initiative des Deutschen Skiverbands (DSV), Deutschen Skilehrerverbands (DSLV) und des Snowboard Verbands Deutschland (SVD) bringt die Branche zusammen – über Grenzen hinweg. Es trafen sich Wissenschaftler, Unternehmer, aktuelle und ehemalige Sportstars, Verbandsvertreter sowie Experten aus den Bereichen Tourismus, Politik und Medien.

Zum Auftakt des von der Kommunikationsagentur TOC veranstalteten Kongresses präsentierte Ralf Roth von der Deutschen Sporthochschule Köln aktuelle Zahlen aus der Neuauflage der Grundlagenstudie „Wintersport Deutschland“. Ein wichtiges Resultat: Die Zahl der aktiven Wintersportler ist stabil. Zwei Drittel der sportlich aktiven Deutschen betreiben Wintersport. Auch der Nachwuchs soll sich dafür begeistern. Über welche Kanäle und Angebote junge Zielgruppen besser erreicht werden können, war ebenfalls Thema. Als Resultat des ersten Wintersport-Kongresses vor zwei Jahren, ebenfalls in Rottach-Egern, wurde die Plattform Wintersportschule gestartet. Damit hat die Stiftung Sicherheit im Skisport gemeinsam mit DSV, DSLV, SVD und dem Verein „Dein Winter. Dein Sport.“ eine deutschlandweite Online-Plattform für Wintersport an Schulen geschaffen. Sie bietet Lehrkräften und Schülern der weiterführenden Schulen Informationen sowie konkrete Organisationshilfen, um Wintersport zu fördern.

Unter dem Titel „Ist Image alles?“ diskutierte eine Runde um Ex-Skistar Christian Neureuther, inwieweit das Bild vom Wintersport-Tourismus und seine Wahrnehmung in der Öffentlichkeit Einfluss bei Kauf- und Investitionsentscheidungen sowie bei politischen Entscheidungsträgern haben. Weitere Themen waren die Zukunft der Mobilität und die richtige Art der Kommunikation. Ein Star-Talk mit Verena Bentele und Markus Wasmeier zum Thema: „Eine Leidenschaft, die verbindet“ stand ebenfalls auf dem Programm. Den zweiten Kongress­tag eröffnete Bayerns Wirtschaftsministerin Ilse Aigner. Dem Titel ihres Vortrags „Bayern sorgt für Bewegung – ein Bekenntnis zum Wintersport!“ fügte die Ministerin auch ein persönliches Bekenntnis hinzu. Als begeisterte Skifahrerin schwärmte sie von „unglaublichen Momenten“ und „wunderbaren Erlebnissen“. Aigner verwies auf die große Wertschöpfung, 40 Prozent werde im Winter generiert. „Was den Menschen im Winter Spaß macht, dient uns als Tourismusdestination“, sagte sie. Investitionen in Seilbahnen sieht sie positiv, sie könnten das ganze Jahr Gäste anlocken. „Wir brauchen die Infrastruktur“, betonte Aigner.

Investitionen waren auch in anderen Runden noch Thema und Experten setzten sich mit Fragen der Zukunft auseinander: Wie sehen Skigebiete in 20 Jahren aus? Und wie macht man sie fit für 2037?

Dass es gute Beispiele für Engagement und Nachwuchsförderung gibt, zeigte die Verleihung von vier „Dein Winter. Dein Sport.“-Awards. Sie sind mit jeweils 5000 Euro dotiert. Der Vereinsvorstand um Stefan Schwarzbach (DSV), Peter Hennekes (DSLV), Hanns-Michael Hölz (SVD) und TOC-Chef Thomas Ammer übergaben die Auszeichnungen.Neben dem Förderverein Schneesport im Tegernseer Tal mit dem Sonnenbichl durften sich „HighBlackForest#Shreddinis“ (Shredden am Feldberg), der Trägerverein Schwarzwald Nordic-Center Notschrei und das Projekt „Nordic für alle: Unterricht in der Loipe statt im Klassenzimmer“ aus dem Allgäu freuen. 

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