Bequem radln in der Marktgemeinde: Es geht voran

Holzkirchen als vorläufiges AGFK-Mitglied empfohlen / Vier Jahre bis zur Aufnahme

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Wie steht es um die Radlfreundlichkeit der Marktgemeinde? Johannes Ziegler (r., Staatsministerium Wohnen, Bau und Verkehr) besprach mit den Teilnehmern der sogenannten Vorbereisung, darunter (v.l.) AGFK-Bayern-Geschäftsführerin Sarah Guttenberger, Bürgermeister Olaf von Löwis und Radlbeauftragter Hartmut Romanski, Positives und Verbesserungswürdiges.

Holzkirchen – Die Städte Bad Tölz, Wolfratshausen, der Landkreis Starnberg, die Marktgemeinde Murnau und viele weitere haben es vorgemacht: Sie sind Teil der Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundliche Kommunen in Bayern (AGFK). Diese hat sich zum Ziel gesetzt, das Fahrrad als Verkehrsmittel zu stärken. Die Mitglieder können sich untereinander über neueste Ideen und Projekte austauschen. Da will auch der Markt Holzkirchen mitmischen, schließlich ist das Thema „Rad“ eines der zentralen Elemente des Integrierten Mobilitäts- und Ortsentwicklungskonzepts. Am vergangenen Mittwoch hat sich eine Bewertungskommission unter anderem mit Bürgermeister Olaf von Löwis und Radlbeauftragtem Hartmut Romanski auf Tour durch Holzkirchen begeben. Die Fahrt hat der Kommission gefallen, der Markt wurde als vorläufiges Mitglied empfohlen. Bis zur endgültigen Aufnahme in vier Jahren gibt‘s aber noch Hausaufgaben zu erledigen.

Auf Antrag des Runden Tisches Rad wurde kürzlich die Mitgliedschaft im AGFK Bayern im Orts- und Verkehrsausschuss behandelt. Die Marktgemeinde verspricht sich dadurch Synergien mit Förderstellen und anderen Institutionen sowie den leichteren Austausch mit anderen Mitgliedern. Voraussetzung für eine dauerhafte Mitgliedschaft ist die Auszeichnung als „Fahrradfreundliche Kommune in Bayern“. Der Preis wird vom Bayerischen Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr nur auf Vorschlag des AGFK-Vorstandes und nach Erfüllung aller Aufnahmekriterien verliehen. Rund fünf Kilometer ging es deshalb vergangene Woche mit der Beratungskommission durch die Marktgemeinde – freilich auf dem Rad. Der Fokus lag auf Straßenführungen, Markierungen und Baustellen. Anschließend zog sich das Gremium zur Beratung zurück. Ergebnis: Der Markt wird als vorläufiges AGFK-Mitglied empfohlen. „Wir konnten uns ein umfassendes Bild machen“, sagte Sarah Guttenberger, Geschäftsführerin AGFK Bayern. „Wir haben viele positive Aspekte gefunden, möchten Ihnen aber auch Hausaufgaben mit auf den Weg geben.“ Positiv war der Bewertungskommission vor allem das hohe Engagement aufgefallen, mit der die Marktgemeinde an das Thema Verbesserung des Radverkehrs herangehe – samt gut vernetztem Fahrradbeauftragten. Ebenfalls gelobt wurden unter anderem die neuen Reparaturstationen an Bahnhof und Rathaus (wir haben berichtet), nutzerfreundliche Absperranlagen, das Mobilitätskonzept, der interkommunale Austausch, Planungs- und Personalressourcen, Leih-E-Bikes im Rathaus und Angebote wie die Neubürger-Radtour.

Auf die To-Do-Liste setzte das Gremium dem Markt, Unfallschwerpunkte im Ort noch eingehender zu prüfen, am Baustellenmanagement zu arbeiten und die Radwegeführung zu optimieren. Das Budget soll in Zukunft genauer geprüft werden. „In den letzten fünf Jahren stellte die Gemeinde im Durchschnitt rund 22.000 Euro für die Radverkehrsförderung jährlich bereit, die Investitionen für Baumaßnahmen nicht eingerechnet“, heißt es vonseiten der Marktgemeinde. Angeraten wurde auch, den Modal-Split, also den Anteil der Verkehrsträger, auf Basis der Vorarbeit vom Verkehrsplanungs-Büro Kaulen zum integrierten Orts- und Mobilitätskonzept eingehender zu betrachten und daraus messbare Zielvereinbarungen herauszuarbeiten. „Uns ist bewusst, dass das Thema Radverkehrsförderung ein laufender Prozess ist. Ein Prozess, an dem wir in Zukunft noch intensiver arbeiten wollen. Wir freuen uns über die Unterstützung der AGFK und den Schulterschluss zu den anderen Mitgliedern. Das klingt für mich nach dem Beginn einer wunderbaren Freundschaft“, sagte Bürgermeister Olaf von Löwis.

she

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