Neues Zuhause für „WSP 44“ – nur die Fenster fehlen noch

Bootshaus der Wiesseer Polizei eingeweiht

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Bei der Übergabe des Bootshauses waren unter anderem Uli Hoeneß (l.), Ilse Aigner und Joachim Herrmann (v.r.) dabei.

Bad Wiessee – Seit Anfang September hat das Schnellboot der Wiesseer Polizei mit der Kennung WSP 44 seinen Liegeplatz im neuen Bootshaus neben dem Jachthafen. Um das neue Domizil einzuweihen, war neben Bayerns Innenminister Joachim Herrmann und Landtagspräsidentin Ilse Aigner auch Herzog Max in Bayern gekommen. Selbst FC-Bayern-Präsident Uli Hoeneß mischte sich unter die zahlreichen prominenten Gäste. Letztlich waren alle Anwesenden zufrieden, auch wenn das von der Polizei lange ersehnte Bauwerk weit teurer wurde als erwartet. Geplant war es als sogenannte kleine Baumaßnahme. Da die Baukosten zum Schluss bei 980.000 Euro lagen, sind sie gerade einmal so an dem für eine solche Maßnahme von der Bayerischen Haushaltsordnung vorgegeben Limit von einer Million Euro vorbeigeschrammt.

Ehe es an die Reden ging, hat das Bootshaus den kirchlichen Segen erhalten, den der katholische Pfarrer Wieland Steinmetz und sein evangelischer Kollege Martin Weber vornahmen. Im Gasthof zur Post betonte Innenminister Herrmann anschließend, dass es wichtig sei, auch auf den Gewässern in Bayern polizeilich präsent zu sein: „Auch wenn die Seen noch so malerisch sind wie der Tegernsee, kommt es doch zu Unfällen mit Booten und Schiffen, Umweltverstößen oder Eigentumsdelikten rund ums Boot.“

Bisher war der Einsatz des Polizeibootes umständlich, weil die Beamten erst von der Inspektion in Bad Wiessee zum alten Bootshaus am Rottacher Schorn ausrücken mussten. Dass das neue Bootshaus in nur 600 Metern Luftlinie errichtet werden konnte, ist mit ein Verdienst von Herzog Max in Bayern, der das Grundstück in Absprache mit dem Jachtclub zur Verfügung stellte. „Damit haben sich die Arbeitsbedingungen und die Einsatzbereitschaft der Wasserschutzpolizei in Bad Wiessee erheblich verbessert“, dankte Herrmann dem Herzog.

Dass die Kosten von den ursprünglich kalkulierten 470.000 auf satte 980.000 Euro gestiegen sind, erklärt Doris Lackerbauer, Leiterin des Staatlichen Bauamts Rosenheim, mit dem schwierigen Terrain: „Das Tegernsee-Ufer ist kein einfacher Baugrund. Damit wir das 15,50 Meter lange und 7,60 Meter breite Bauwerk aufstellen konnten, mussten zwölf Meter lange Pfähle und Spundwände in den Boden getrieben werden. Allein das verschlang schon gut die Hälfte der Baukosten.“ Das von außen in einer schlichten Holzfassade gehaltene Bootshaus hätte dann aber auch nicht mehr recht viel teurer werden dürfen. Nun fehlen nur noch die Fenster, die bis Ende September eingebaut sein sollen. Da am selben Tag der Einweihung auch Wilhelm Sigel, langjähriger Leiter der Inspektion Bad Wiessee und eiserner Verfechter des neuen Bootshauses, in den Ruhestand versetzt wurde (wir haben berichtet), konnte er Nachfolgerin Veronika Reitschuh nicht nur die symbolischen Schlüssel für die Polizeiinspektion, sondern auch die für das Bootshaus übergeben. hac

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