Bosch Engineering stellt Neubau-Pläne vor

800 neue Arbeitsplätze in Holzkirchen

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Grünes Licht für Berthold Steinmann (Standortleiter Bosch Engineering Holzkirchen) für den zweiten Neubau mit gut 800 weiteren Arbeitsplätzen.

Holzkirchen – Bosch Engineering schafft gut 800 neue Arbeitsplätze in Holzkirchen. Die Spezialisten für E-Mobilität, hochautomatisiertes Fahren und Assistenzsysteme haben vom Marktgemeinderat grünes Licht für den Neubau eines entsprechenden Bürogebäudes bekommen.

Das seit 1988 in Holzkirchen ansässige Unternehmen hat im Sommer 2015 mit 85 Mitarbeitern den ersten Neubau im Gewerbegebiet Holzkirchen-Nord bezogen, mittlerweile tüfteln dort 170 Köpfe an innovativen Antriebslösungen und am autonomen Fahren. Nun soll der zweite Streich folgen, Standortleiter Berthold Steinmann präsentierte die Pläne bei der jüngsten Gemeinderatssitzung. Mit dem zweiten Bau stockt Bosch auf 1000 moderne Arbeitsplätze auf. Dieser wird rechtwinklig zum ersten Bau ausgerichtet, im Nordteil der Fläche wird das Parkhaus entstehen. Zudem wird parallel zum Altbau eine kleine Teststrecke angelegt. Das Gebäude wird eine Holzfassade tragen, im Erdgeschoss befinden sich Empfang, Betriebsrestaurant, medizinischer Dienst, Sozialräume sowie ein Sport- und Fitnessangebot für die Mitarbeiter, während die beiden Obergeschosse für Arbeitsplätze und kleine Laborflächen vorgesehen sind. Dabei wird die konservative, starre Zuteilung von Büros durch das zeitgemäße Arbeitsplatzkonzept „inspiring working conditions“ abgelöst. Jeder Mitarbeiter sucht sich den für seine jeweilige Tätigkeit geeigneten Platz: Es gibt Kommunikationszonen zum Austausch, Projekträume für Entwicklungsteams und stille Zimmer für Telefonate. So bringt man trotz großzügig anmutender Raumaufteilung auf weniger Fläche mehr Mitarbeiter unter. Auch Werkszäune will Steinmann vermeiden, stattdessen schwebt ihm eine offene Gestaltung mit Campus-Charakter vor. Bei einem so großen Wurf sieht sich das Unternehmen durchaus in der Pflicht, sich in die Kommune einzubringen, etwa mit Ideen, wie eine Kita aufs Gelände bringen oder sich im Wohnungsbau zu engagieren, betonte der Standortleiter. Wenngleich der Tenor der Gemeinderäte in die Richtung schlug, dass man es begrüßt und auch stolz darauf sei, dass zukunftsweisende Technologien in Holzkirchen entwickelt werden, taten sich durchaus Bedenken wegen des höheren Verkehrsaufkommens auf. „Damit wird der Verkehr wieder durch Föching getrieben“, eigentlich sollte er auf die (bald) vierspurige Bundesstraße geführt werden, bedauerte Robert Wiechmann (Grüne), ebenso wie Herbert Gegenfurtner (CSU), „Föching wird im Verkehr ersticken“. Er bat die Verwaltung zu prüfen, ob denn der Stich von der Alten Au (bei der Geothermie) nicht zum Gewerbegebiet Nord weitergeführt werden könne. 75 Prozent der Bosch-Belegschaft käme derzeit mit dem Auto zur Arbeit, Steinmann hat sich auf die Fahne geschrieben, dies auf 50 Prozent zu senken, etwa durch E-Bike-Leasing, eine Mitarbeiter-Mitfahrbörse oder eine höhere Taktung der Busse. Das gemeindliche Einvernehmen zum Bauantrag von Bosch Engineering wurde erteilt, gegen die Stimmen von Karl Bär und Wiechmann (beide Grüne). Die Fertigstellung ist für 2021 geplant.    stg

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