Vom Bräustüberl nach Brüssel

CSU-Spitzenkandidat Manfred Weber startet Europa-Wahlkampf in Tegernsee

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Manfred Weber (2.v.r.) möchte Kommissionspräsident der Europäischen Union werden. Beim Wahlkampfauftakt saß auch Ex-Ministerpräsident Edmund Stoiber mit ihm am Europa-Stammtisch.

Tegernsee – Im Mai sind die Bürger der Europäischen Union aufgerufen, eine neues EU-Parlament zu wählen. Dem gehört der Niederbayer Manfred Weber bereits an, der CSU-Mann ist EVP-Fraktionsvorsitzender. Nun möchte der Spitzenkandidat  Kommissionspräsident werden.

Auch Monsignore Walter Waldschütz und Landtagspräsidentin Ilse Aigner waren dabei.

Seinen Wahlkampf, eine „Zuhörtour“, die ihn in europäische Großstädte führt, hat Weber in Tegernsee gestartet, im Bräustüberl. Für seinen Wahlkampfauftakt hatte er CSU-Prominenz an seinen Europastammtisch geholt. So nahmen neben ihm, hinter einer deftigen Brotzeit und CSU-EU-Maßkrügen, Landtagspräsidentin Ilse Aigner und Ex-Ministerpräsident Edmund Stoiber Platz. Zum Gespräch über Europa geladen waren zudem Monsignore Walter Waldschütz, Petra Reindl (Vorsitzende des IHK-Regionalausschusses) und Kabarettist Jürgen Kirner (Couplet AG). Als vehementer Fürsprecher Europas trat der ehemalige Ministerpräsident und CSU-Ehrenvorsitzende auf. Er redete sich beinahe in Rage, wenn er im Hinblick auf die Großmächte USA und Russland sowie China darauf verwies, wie wichtig ein Gegengewicht sei, eins, das nur ein geeintes Europa darstellen könne. Dass die EU eine bessere Außendarstellung benötige, hat Weber erkannt. Er möchte das „Raumschiff erden“, die Bürger sollten wissen, was auf EU-Ebene entschieden werde. Und die Politiker müssten auch offen erklären, wie sie abstimmen und wofür sie stehen. Dass die Wahrnehmung alles andere als ideal ist, sieht Anton Stetter hausgemacht. Der Unternehmer (Lantenhammer) meldete sich zu Wort und wurde deutlich: „Ihr verkauft euch so schlecht. Ihr seid Amateure im Marketing.“ Dass es im EU-Parlament wie auf kommunaler, Landes- und Bundesebene um Mehrheiten geht, erklärte Weber – und warnte. Ein Drittel der Abgeordneten seien radikaleren – linken und rechten – Kräften zuzuordnen. Daraus könne schnell eine Mehrheit werden. Weber sprach sich für Transparenz aus und für einen „fairen Umgang mit Europa“, die Basis für ein besseres Image der EU. ft

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