Hausanschlüsse sind Privatsache

Breitbandausbau in Waakirchen: Das ist der aktuelle Stand

Schnelles Internet
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Schnelleres Internet soll in Waakirchen für Bürger angeboten werden.

Waakirchen – Wie es um das Thema Breitbandausbau in Waakirchen steht, hat Geschäftsleiter Markus Liebl jüngst im Gemeinderat erläutert.

Sie sichert Arbeitsplätze, steigert das Wirtschaftswachstum, ist für die Bildung von enormer Bedeutung und schafft Anreize für Innovationen: Die Breitbandversorgung hat sich inzwischen zu einem Basisinfrastrukturthema entwickelt. Auch für die Gemeinde Waakirchen spielt der flächendeckende Glasfaserausbau für schnelles Internet eine wichtige Rolle. Über den bisherigen Verlauf und den aktuellen Sachstand informierte Geschäftsleiter Markus Liebl in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats.

„Der Ausbau in Waakirchen begann im Rahmen des ersten Förderverfahrens mit der Vertragsunterzeichnung zwischen der Gemeinde und den beiden Netzbetreibern Telekom und Vodafone Kabel Deutschland im Jahr 2016“, zeigte Liebl in seinem Rückblick auf und kam dabei auch auf die zeitliche Verzögerung beim Breitbandausbau in verschiedenen Erschließungsgebieten zu sprechen. Eine damals vereinbarte Inbetriebnahme nach zwölf Monaten habe von den Netzbetreibern wegen mangelnder Kapazitäten – hauptsächlich im Bereich Tiefbau – nicht eingehalten werden können. Liebl: „Die meisten Anlieger mussten sich ein Jahr länger gedulden.“

Am 7. Mai und 2. November 2019 seien laut dem Geschäftsleiter zwei weitere Ausbauverträge mit einer Fertigstellungsfrist von jeweils 48 Monaten geschlossen worden. „Wenn diese realisiert sind, haben alle Haushalte in der Gemeinde mindestens 30 Megabit pro Sekunde im Download zur Verfügung“, verkündete Liebl am Sitzungsabend.

Gleichzeitig gab er aber zu bedenken, dass aufgrund von Kapazitätsengpässen und pandemie-bedingten Auswirkungen zum jetzigen Zeitpunkt keine Prognose hinsichtlich des tatsächlichen weiteren Breitbandausbaus gewagt werden könne. „Hierauf hat die Gemeinde definitiv keinen Einfluss“, machte Liebl deutlich und wies auch ausdrücklich darauf hin, dass die Kommune für die Erstellung von Hausanschlüssen nicht zuständig sei.

Nachdem aktuell bei größeren Tiefbaumaßnahmen Leerrohre und sogenannte Speed-Pipes im Vorgriff auf den Glasfaserausbau mit verlegt werden können, hat nun Waakirchen einen Plan erstellt. „Entsprechendes Leitungsmaterial hat die Gemeinde bevorratet“, sagte Liebl und ließ ferner wissen: „Derzeit werden die Vorarbeiten zu weitergehenden geförderten Ausbaumaßnahmen getätigt und zwar für die Glasfaseranbindungen Rathaus und Schule sowie für das Förderverfahren nach neuer bayerischer Gigabit-Richtlinie.“ rei

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