Breitbandausbau in Irschenberg: „Vorerst mit Mischlösungen leben“

Tiefbau ist der Flaschenhals

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Michael Müller von der Firma Corwese (l.) erläuterte die Pläne zum Breitband-Ausbau.

Irschenberg – Viele Bürger der Gemeinde Irschenberg warten sehnsüchtig auf eine vernünftige Anbindung an das Internet. Das Ziel einer flächendeckenden Breitbandversorgung im gesamten Bereich der Gemeinde ist nun ein Stück näher gerückt.

Das versprach zumindest Michael Müller von der Firma Corwese, der als Gastredner bei der jüngsten Bürgerversammlung vor das Publikum trat. Einen kleinen Dämpfer gab es allerdings gleich vorweg: Wer bislang davon ausgegangen war, dass jeder Haushalt sofort mit einer Glasfaserleitung angebunden wird, muss seine Erwartungen eventuell erst einmal herunterfahren. „Eine sofortige Anbindung jedes Endverbrauchers mit Glasfaser ist aus Kosten- und Arbeitsaufwand schlicht nicht möglich. Wir werden daher vorerst mit Mischlösungen leben müssen“, sagte Müller. Die Gemeinderatsentscheidung, bei künftigen Tiefbaumaßnahmen gleich Leerrohre für eine zukünftige Glasfaserinfrastruktur zu legen sei aber, wie Müller sagte, „eine wesentliche Weiche für den zukünftigen Ausbau von Glasfaser in jedes Haus.“ Nachdem jetzt auch die Bereiche Niklasreuth und Buchbichl/Jedling mit in das Förderprogramm aufgenommen werden können, steht der flächendeckenden Planung nichts mehr im Wege. Bisher war dies durch den Vectoring-Eintrag eines Netzbetreibers nicht möglich, was letztlich zu erheblichen Verzögerungen führte. Insgesamt wurden Irschenberg Fördermittel in Höhe von 940.000 Euro bewilligt. „Das liegt nur 10.000 Euro unter der Höchstgrenze“, erklärte Müller. 

Eine besondere Herausforderung stellt die großflächige Struktur der Gemeinde Irschenberg mit 144 Ortschaften und Weilern sowie der Vielzahl von Telefonvorwahlnummern dar. „Was ich hier vorgefunden habe, ist der schwierigste Bereich, den ich je hatte. Aber sobald der Frost weg ist, können wir nun endlich loslegen“, versprach Müller. Ende dieses Jahres, Anfang nächsten Jahres sollte alles erledigt sein. 

Auf die Frage, wann es denn definitiv soweit ist und was man als Nutzer dann machen müsse, antwortete Müller: „Der Flaschenhals ist der Tiefbau. Momentan sind 2100 Gemeinden im Förderprogramm und jede möchte natürlich als erste fertig sein. Aber erst wenn alles im Ganzen komplett fertig und buchbar ist, wird das Paket an die Gemeinde übergeben. Es hilft also nichts, wenn sie von einem einzelnen Bautrupp gesagt bekommen, unser Abschnitt ist fertig. Parallel zu den Bauarbeiten wird sicherlich eine entsprechende Bürgerinformation erarbeitet.“

hac

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