Mit breiter Unterstützung an die Aufgaben

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FRIDOLIN THANNER, Miesbach – Als „Jahr der Entscheidungen“ bezeichnete Bürgermeisterin Ingrid Pongratz das Jahr 2009 beim Miesbacher Neujahrsempfang im Waitzinger Keller. Dass Stadtratsbeschlüsse nur selten Zustimmung der gesamten Bevölkerung finden werden, weiß sie auch. Das Gremium habe aber „viele für die Stadt Miesbach positive Entscheidungen getroffen. Für diese gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit“ bedankte sich Pongratz bei ihren Stadträten. Sie schwor sie auch gleich darauf ein, an einer „eisernen und sparsamen Haushaltsführung festzuhalten. Denn die Stadt sei „noch weit entfernt von einer dauernden Leistungsfähigkeit“. Der leere Stadtsäckel ist auch der Knackpunkt beim Ringen um das Klostergelände. Mittlerweile liegen in Miesbacher Geschäften Unterschriftslisten aus. Wer unterschreibt, fordert von der Stadt, Verhandlungen zum Kauf des Geländes aufzunehmen. Die Rathauschefin will die Initiatoren der Aktion an der Lösungssuche beteiligen. Sie selbst könnte sich auch die Gründung einer Genossenschaft vorstellen. Mit Blick auf die Finanzlage der Kreisstadt forderte sie aber generell, dass alle Anträge, die sich auf die Finanzen der Stadt auswirken, mit Vorschlägen zur Gegenfinanzierung zu verbinden sind. „Sonst gehen wir mit wehenden Fahnen unter“, betonte sie. Mehr als der Blick in die Kasse freut Pongratz die Rückschau auf zahlreiche erfolgreiche Veranstaltungen und die Gemeinschaft in der Stadt. Sie bedauert, dass es bisher nicht gelungen ist, für die Fußballvereine einen Alternativ-standort zu finden. Denn mit dem Verkauf des Hartplatzes, wohin Rewe und Aldi umziehen, verloren die Kicker einen wichtigen Trainingsplatz. Aber die Hoffnung hat Pongratz noch nicht aufgegeben: „Die Fußballvereine und auch ich sind auf der Suche nach einer Wiese, die den Fußballern zur Verfügung gestellt werden kann.“ Einen Erfolg vermeldete sie hingegen für die so genannte Spinne. Der Bau des Kreisels soll im Mai oder Juni beginnen, zudem wird dann auch der Geh- und Radweg von Potzenberg nach Miesbach verlängert. Zuversichtlich ist Pongratz auch, mit dem Bau des Hochbehälters noch in diesem Jahr beginnen zu können, weil „alle für das Vorhaben notwendigen notariellen Verträge geschlossen sind“. Die Erweiterung des Gewerbegebiets Miesbach-Nord hat die Bürgermeisterin ebenso auf dem Plan wie die Neugestaltung des Bahnhofplatzes. Eine weitere Baustelle der Stadt ist der Zuchtverband, der nach wie vor eine Umsiedelung beabsichtigt. Die Entwicklungsmöglichkeiten des Geländes werden den Stadtrat ebenso wie Alternativstandorte beschäftigen. „Mein Ziel bleibt es jedoch, den Zuchtverband in Miesbach zu halten“, betonte Pongratz. Neben dem Dank an die vielen Vereine und Ehrenamtlichen für ihr Engagement, ehrte Pongratz fünf Miesbacher persönlich: Axel Meulemann für sein langjähriges verdienstvolles Wirken als Stadtpfarrer, Heidi Madlener für ihre vorbildliche Denkmalpflege an der Schmiedgasse 6 und ihr großes kulturelles Engagement im Rahmen der „Galerie auf der Grieser Schmid Point“, Monika Lechner und Sepp Tremmel für ihre jahrzehntelange vorbildliche Organisation des Volksfestes sowie Lechner für ihr großes Engagement in der Pfarrei Parsberg und Claudia Brodzinska-Behrend für ihr jahrzehntelanges beeindruckendes Wirken als Schauspielerin und für ihre unermüdliche Förderung junger Talente.

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