Spitze bleibt im Amt

BRK-Bereitschaft Miesbach blickt auf Corona-Jahr 2020 zurück

Krankenwagen des BRK im Einsatz
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Krankenwagen im Einsatz
  • vonFridolin Thanner
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Miesbach – Das Corona-Jahr 2020 liegt hinter der Miesbacher BRK-Bereitschaft. Zeit für einen Rückblick und Ausblick.

Bei der Jahreshauptversammlung der Bereitschaft Miesbach im Bayerischen Roten Kreuz (BRK) bekamen die Teilnehmer diesmal einen recht üppigen Bericht präsentiert. Weil die Versammlung 2020 ausgefallen war, blickte Bereitschaftsleiter Tobias Hammer auf 2019 und 2020 zurück. Besonders war auch das Format der 112. Jahreshauptversammlung: Sie fand aufgrund der Corona-Pandemie online statt.

Gemeinsam mit Johannes Köhler und Florian Gottstein berichtete Tobias Hammer von vielen Einsätzen. Die reichten von der Schneekatastrophe 2019 und Sanitätswachdiensten bei zahlreichen Veranstaltungen bis zum mittelalterlichen Klosterfest in Miesbach. Ein Höhepunkt, wie Hammer findet.

Geselligkeit kam 2019 noch nicht zu kurz

Die Geselligkeit kam 2019 auch noch nicht zu kurz. So besichtigte die Bereitschaft unter anderem einen Rettungshubschrauber und nahm mit vielen weiteren tausend Rotkreuzlern aus aller Welt an der Fackelwanderung in Solferino teil, dem Ort für jeden Rotkreuzler, wie Manfred Edenhofer, Zweiter Bereitschaftsleiter, betont.

In Solferino entstand 1859 der Grundgedanke zur Gründung des Roten Kreuzes. Dieses Feuer haben die Miesbacher Sanis geschafft, auch bei der Jugend zu entfachen. So wurde noch im Dezember 2019 eine Bereitschaftsjugend ins Leben gerufen, worauf die Miesbacher stolz sind.

110. Geburtstag der BRK-Bereitschaft gefeiert

2019 feierte die Bereitschaft auch ihren 110. Geburtstag mit vielen Miesbacher Vereinen und Hilfsorganisationen, witterungsbedingt allerdings im kleinen Rahmen. „Das Jahr 2019 hatte einiges zu bieten: viele Dienste und Einsätze kombiniert mit viel Geselligkeit“, fasst Edenhofer zusammen und erklärt gleich weiter: „Der Gegensatz kam 2020 mit Corona.“

Ausnahmsweise mussten nur wenige planbare Dienste besetzt werden. Die Ausbildung wurde auf ein absolutes Minimum beschränkt und größtenteils online abgehalten. Kameradschaftspflege entfiel komplett. Dennoch war die Bereitschaft nicht untätig: Unzählige Stunden wurden damit verbracht, die Ehrenamtlichen auf die Corona-Lage vorzubereiten, um jederzeit einsatzbereit zu sein.

Hoffnung auf Fackelwanderung 2022

„Die Einsätze wurden unter absolut erschwerten Bedingungen abgearbeitet“, berichtet Edenhofer. Von der Unterstützung des Rettungsdienstes bei Bränden und schweren Unfällen, dem Umsetzen von Hygienemaßnahmen in Einrichtungen, Evakuierungen und Abverlegungen aufgrund des Infektionsgeschehens über Corona-Tests für Besucher von Senioreneinrichtungen an den Weihnachtsfeiertagen war alles dabei. Auch die Jugend verlor trotz der massiven Einschränkungen nicht das Interesse. Die Gruppe verzeichnete sogar Zuwachs.

Der Ausblick ins Jahr 2021 gibt den Rotkreuzlern allerdings wieder Hoffnung: Der Mitgliederzuwachs soll weiter vorangetrieben werden und die Bereitschaftsjugend steckt voller Tatendrang. Ganz vorsichtig liebäugeln die Sanis mit der Teilnahme an der Fackelwanderung 2022.

Vorstand im Amt bestätigt

Zum Abschluss der Versammlung bestätigten die Miesbacher Sanis Bereitschaftsleiter Tobias Hammer für weitere vier Jahre in seinem Amt. Stellvertreter bleibt Manfred Edenhofer. Die Leitung der Schnelleinsatzgruppe (SEG) übernimmt in bewährter Weise Florian Gottstein senior. Die taktische Leitung bleibt bei Johannes Köhler. Florian Meier sowie die Brüder Thomas und Martin von Ahnen stellen sich weiterhin als Bereitschaftsärzte zur Verfügung. Neu in die Bereitschaftsleitung aufgenommen wurde Magdalena Rüppel als Gruppenleiterin der Bereitschaftsjugend sowie der stellvertretende Gruppenleiter Michael Zangenfeind.

Wer sich in der Bereitschaft oder der Bereitschaftsjugend engagieren möchte, ist willkommen: „Besucht uns auf unserem Facebook- oder Instagram-Account. Wir freuen uns auf euch – miteinander – füreinander.“

Ideen für neue Räume

Die Bereitschaft richtet noch einen Aufruf an die Bevölkerung: Die Jahre im aktuellen Bereitschaftsheim an der Bergwerkstraße sind gezählt. Technische Gegebenheiten, gesetzliche Vorgaben, Sicherheitsaspekte und nicht zuletzt die Etablierung der Jugendgruppe führen dazu, dass die Bereitschaft in ihrer jetzigen Unterkunft aus allen Nähten platzt.

Ideen für neue Räumlichkeiten sind da. Allerdings fehlt noch das passende Objekt beziehungsweise Grundstück in Miesbach, um das zu verwirklichen. Wer dazu Ideen oder Anregungen hat, kann sich per E-Mail an info@brk-bereitschaft-miesbach.de wenden. ft

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