Beschluss im Gemeinderat

Brückenbau vertagt: Warum Fischbachau einige Projekte aufschieben muss

Brücke über die Leitzach in Trach
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Der Ersatz für die gesperrte Brücke über die Leitzach in Trach muss wegen fehlender bezahlbarer Angebote warten.

Fischbachau – Über den Neubau von zwei Brücken hat der Gemeinderat Fischbachau jüngst diskutiert. Wann diese Projekte umgesetzt werden, ist noch offen.

In ihrer jüngsten Sitzung haben die Gemeinderäte in Fischbachau die Ersatzneubauten für die Brücke in Trach und die Heißenbrücke zurückgestellt. Grund dafür war, dass das einzige eingegangene Angebot die Kostenschätzung um rund das Doppelte überstieg. Nun soll neu ausgeschrieben werden. Außerdem wird über eine provisorische Lösung in Trach nachgedacht.

Eigentlich war der Neubau beider Brücken eine im Gemeinderat bereits 2020 beschlossene Sache. Die Kosten dafür schätzte das Ingenieurbüro BGT aus Traunstein auf jeweils gut 221.000 Euro. Auch das Wasserwirtschaftsamt Rosenheim hatte sein Okay gegeben und zugesagt, sich an den Kosten zu beteiligen.

Teure Überraschung bei Submission

Bei der Ende Mai durchgeführten Submission gab es aber eine teure Überraschung: „Es gab nur ein einziges Angebot – und das ist unwirtschaftlich“, informierte Vize-Bürgermeister Hans Seemüller das Gremium. Demnach verlange das Unternehmen für die Brücke in Trach gut 514.000 Euro und für die Heißenbrücke knapp 443.000 Euro.

Seemüller, der die Sitzung leitete, gab für die Kostenexplosion dem Bauboom eine Mitschuld. Auch die relativ kurze Ausschreibungsfrist habe sich negativ auswirken können. So oder so habe das Wasserwirtschaftsamt Seemüller bereits eine Absage erteilt.

Premium-Wanderweg Leitzachtaler Bergblick

Um nicht den qualifizierten Premium-Wanderweg Leitzachtaler Bergblick zu verlieren, wollte Michael Gartmaier (CSU) wissen, ob denn zumindest für die seit über einem Jahr gesperrte Brücke in Trach eine Übergangslösung möglich wäre. Laut Bauamtsleiter Werner Wagner gibt es dazu Überlegungen: „Natürlich muss das Bauwerk sicher sein und sie soll auch keinen Ersatz darstellen.“ Eva Köhler (Grüne) bat darum, die Planungen dafür nicht zu überdimensionieren. Ohnehin muss der Gemeinderat darüber zu gegebener Zeit separat abstimmen.

Mit einer Gegenstimme von Martin Bacher (FWG) wurde beschlossen, die Ausschreibung aufzuheben und das weitere Vorgehen für die Neubauten mit dem Ingenieurbüro BGT und dem Wasserwirtschaftsamt zu besprechen. Gebaut werden sollen die Brücken aber auf jeden Fall und so schnell als möglich. hac

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