Kein Rückhalt für Minister

Von Brunn: Landkreispolitiker melden sich zum umstrittenen Facebook-Post zu Wort / CSU fordert Entschuldigung

+
Ein Facebook-Post vom SPD-Landtagsabgeordneten Florian von Brunn schlägt hohe Wellen.

Landkreis – Auch in den sozialen Netzwerken schlägt das Thema mögliche Ausweitung der Wasserschutzzone hohe Wellen: SPD-Landtagsabgeordneter Florian von Brunn hat sich diesbezüglich auf Facebook zu Wort gemeldet (wir haben berichtet). Nun hat darauf ein Zusammenschluss von CSU- und JU-Mitgliedern aus dem Landkreis unter der Führung des CSU-Ortsverbandes Hausham reagiert und einen offenen Brief an die SPD-Landesvorsitzende Natascha Kohnen verfasst.

Von Brunn habe den Kritikern der Ausweitung des Wasserschutzgebietes im Landkreis pauschal „teilweise auch eine Großstadtfeindlichkeit, die eine bedenkliche Nähe zu antimodernen, völkisch-konservativen Ideen und zur Blut-und-Boden-Ideologie hat“, vorgeworfen. Zudem seien „kritische, sachliche Kommentare (wohlgemerkt nur kritisch und nicht! beleidigend) zu einem Statement zur Wasserschutzzone von Herrn von Brunn zunächst ohne Kommentar gelöscht“ worden, „dann mit folgender Erklärung im Nachhinein: ,Gelöscht werden dümmlich-beleidigende Kommentare‘.“ Von Brunn habe sich absolut im Ton vergriffen. „Eine solche Diffamierung, die hier in den Sozialen Netzwerken veröffentlicht wurde, halten wir für geschichtsvergessend und gefährlich. Das Demokratieverständnis von Ihrem Parteigenossen stellen wir in Frage und fordern eine öffentliche Entschuldigung!“

Auch die Kreis-SPD hat sich zur Causa gemeldet: „Für uns im Oberland ist die Diskussion um die Wasserschutzgebiete nichts Neues. Und doch wird dieses komplexe Thema seit einigen Tagen wieder mit einer Emotionalität diskutiert, die wir für nicht angebracht halten“, heißt es in einem gemeinsamen Schreiben. Der SPD-Kreisverband stellt fest: „Das schließt auch die getätigten Äußerungen des SPD-Landtagsabgeordneten Florian von Brunn zu der Sachlage mit ein. Für die SPD im Landkreis Miesbach ist klar, dass die berechtigten Interessen der betroffenen Bürger berücksichtigt werden müssen. Die Erweiterung muss auf das unbedingt notwendige Maß beschränkt bleiben.“ Für kommende Einschränkungen, müssen die Stadtwerke München vollen Ersatz leisten, betont der Kreisverband. München werde wahrscheinlich auch in Zukunft weiter wachsen, damit werde auch die Trinkwasser-Versorgungslage weiter Thema bleiben. „Umso wichtiger ist es jetzt, dass wir vernünftige Lösung herbeiführen. Die Art und Weise, wie die Diskussion von der CSU betrieben wird, halten wir für Landrats-Bashing – das heißen wir nicht gut. Deshalb fordern wir eine vernünftige Sachdiskussion, nicht mehr und nicht weniger“, lässt der SPD-Kreisverband verlauten. she

Auch interessant

Meistgelesen

Der neue SEAT Tarraco: Ab 23. Februar im Autohaus BaderMainzl
Der neue SEAT Tarraco: Ab 23. Februar im Autohaus BaderMainzl
Hessisches THW-Baufachberater-Team überreicht Andenken an Schneekatastrophe
Hessisches THW-Baufachberater-Team überreicht Andenken an Schneekatastrophe
Der Landkreis Miesbach will in den MVV: Votum für Verhandlungen
Der Landkreis Miesbach will in den MVV: Votum für Verhandlungen
Ende Februar ist Schluss: Wertstoffhof in Schaftlach schließt
Ende Februar ist Schluss: Wertstoffhof in Schaftlach schließt

Kommentare