25.000 Euro für zielführende Hinweise / Polizeipräsenz im Tal wird erhöht

Mit Belohnung Tat aufklären

Rottach-Egern – Nach dem brutalen Raubüberfall auf ein Ehepaar in Rottach-Egern Anfang Januar arbeitet die Ermittlungsgruppe „Villa“ weiter auf Hochtouren, um die flüchtigen, unbekannten Täter ausfindig zu machen. Zur Klärung des Verbrechens wurde nun eine Belohnung von 25.000 Euro ausgesetzt.

Wie die Polizei in einer Pressemitteilung schreibt, befinden sich die beiden Opfer der Tat nach den schweren körperlichen Misshandlungen auf dem Wege der Besserung, sind aber nach wie vor psychisch schwer belastet. Die 14-köpfige Ermittlungsgruppe der Kriminalpolizei Miesbach arbeitet weiter intensiv an der Klärung des Raubüberfalls. Nach den inzwischen vorliegenden Erkenntnissen haben die Täter aus dem Wohnhaus des Ehepaares neben Bargeld, hochwertigen Uhren und Familienschmuck auch mehrere kostbare Porzellanfiguren und Porzellandosen aus dem 18. Jahrhundert, sogenanntes Meißner Porzellan, gestohlen. Derzeit werden durch die Beamten insgesamt 30 Spurenkomplexe bearbeitet. Die Auswertung der gesicherten Spuren findet in enger Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Landeskriminalamt und dem Institut für Rechtsmedizin statt und dauert laut Polizeiinformationen noch weiter an. „Das Hinweisaufkommen aufgrund der Veröffentlichungen in den regionalen Medien ist als eher gering zu bezeichnen“, schreibt die Polizei. Nachdem aufgrund der bisherigen Ermittlungen noch keine entscheidende heiße Spur vorhanden ist, wurde nun von staatlicher und privater Seite eine Belohnung in Höhe von 25.000 Euro ausgesetzt, die zur Aufklärung der Tat oder Ergreifung der Täter führen soll. „Die Belohnung durch das Bayerische Landeskriminalamt, 5000 Euro, und der privaten Seite, 20.000 Euro, kann nur unter Ausschluss des Rechtsweges zuerkannt und verteilt werden. Die Belohnung ist ausschließlich für Privatpersonen bestimmt und nicht für Beamte, zu deren Berufspflicht die Verfolgung strafbarer Handlungen gehört“, erklärt die Polizei. Nach wie vor fehlt der Autoschlüssel des gestohlenen Audi A 4 und der Haustürschlüssel zum Wohnhaus. Außerdem sind auch ein Sicherheitsschlüssel mit blauem Schlüsselschutz und ein Chipanhänger abhanden gekommen. Die Gegenstände sind für die Täter inzwischen wertlos, weshalb die Polizei davon ausgeht, dass diese auf der Flucht weggeworfen und eventuell von Passanten gefunden wurden. Hinweise, die zur Aufklärung der Tat sowie zur Auffindung der entwendeten Gegenstände, insbesondere der Porzellanfiguren, führen, werden von der Kriminalpolizei Miesbach unter der Telefonnummer 08025/299299, sowie jeder anderen Polizeidienststelle, entgegen genommen. Laut Pressemitteilung wird mit Unterstützung der Operativen Ergänzungsdienste Rosenheim und der Bayerischen Bereitschaftspolizei die polizeilich Präsenz mit Schwerpunkt im Tegernseer Tal spürbar erhöht. „Durch diese temporäre Maßnahme sollen potentielle Täter überführt und abgeschreckt werden“, gibt die Polizei bekannt. Darüber hinaus bieten die kriminalpolizeilichen Beratungsstellen des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd eine umfangreiche und kostenlose Beratung zur Einbruchsvorsorge. Die Fachberater sind bei den regionalen Kripo-Stellen angesiedelt und stehen als Ratgeber für wirkungsvollen Einbruchsschutz zur Verfügung. Weitere Informationen sind auch im Internet unter www.polizeiberatung.de zu finden. os

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Coronavirus im Landkreis Miesbach: 7-Tage-Inzidenz in einer Woche verdreifacht
Coronavirus im Landkreis Miesbach: 7-Tage-Inzidenz in einer Woche verdreifacht
Coronavirus im Landkreis Miesbach: Die wichtigsten Beschlüsse des Corona-Gipfels
Coronavirus im Landkreis Miesbach: Die wichtigsten Beschlüsse des Corona-Gipfels
In Otterfing nach Hufeisen gesucht und Überraschendes gefunden
In Otterfing nach Hufeisen gesucht und Überraschendes gefunden
Warum Linksabbiegen an der Fehnbachstraße fortan verboten ist
Warum Linksabbiegen an der Fehnbachstraße fortan verboten ist

Kommentare