Zahl der Straftaten sinkt / Höhere Aufklärungsquote / Weniger Verkehrsunfälle

Die Bürger im Landkreis Miesbach leben sicher

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Den Sicherheitsbericht 2018 für den Landkreis Miesbach präsentierten Polizeipräsident Robert Kopp und Stellvertreterin Eva Schichl, die guten Zahlen freuten auch Teresa Nitsch (Landratsamt) und Landrat Wolfgang Rzehak.

Miesbach/Landkreis – Wer im Landkreis Miesbach wohnt, lebt sehr sicher. Das war das Fazit des jährlichen Sicherheitsgesprächs zwischen dem Polizeipräsidium Oberbayern Süd, den Polizeidienststellen im Landkreis und dem Landratsamt Miesbach als Sicherheitsbehörde.

„Die Kriminalität ist in fast allen Deliktsbereichen rückläufig, gleichzeitig konnte die Aufklärungsquote erheblich gesteigert werden“, berichtet das Landratsamt von dem Gespräch in Miesbach. „Diese Zahlen können sich sehen lassen“, kommentierte Landrat Wolfgang Rzehak die von Polizeipräsident Robert Kopp präsentierte Statistik zur Sicherheitslage 2018 im Landkreis. Und der Chef des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd hatte fast nur Positives zu berichten: Insgesamt hat die Polizei im Landkreis Miesbach im vergangenen Jahr 3821 Straftaten in der Kriminalitätsstatistik erfasst, 400 weniger als im Jahr zuvor. Das bedeutet einen Rückgang um 9,5 Prozent. Die Häufigkeitszahl, also die Straftaten je 100.000 Einwohner liegt damit im Landkreis Miesbach bei 3852 und deutlich unter dem bayerischen Durchschnitt (4889). Ohne ausländerrechtliche Delikte verzeichnet die Kriminalitätsstatistik 3764 Straftaten (2017: 4143) im Landkreis. Die Zahl der Straftaten ist nicht nur gegenüber den beiden Vorjahren deutlich gesunken, sondern liegt auch unter dem Niveau von vor zehn Jahren. Zugleich stieg die Aufklärungsquote im vergangenen Jahr um 2,5 Prozent auf 68 Prozent. „Im Landkreis Miesbach werden mehr als zwei von drei Straftaten aufgeklärt, darauf können wir sehr stolz sein“, freut sich Kopp. In Bayern und speziell im Bereich des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd würde sowieso ein vergleichsweise sehr hoher Maßstab angelegt, aber der Landkreis Miesbach sei dieses Jahr besonders aufgefallen: „In fast allen Bereichen ist die Kriminalität zurückgegangen und widerspricht damit überregionalen Trends.“ Nur die Rauschgiftdelikte (plus 0,5 Prozent) und Delikte aus dem Bereich strafrechtlicher Nebengesetze (plus 0,7 Prozent) stagnierten auf Vorjahrsniveau. Auch in der Verkehrsunfallbilanz deutet der Trend nach unten: 2018 ereigneten sich im Landkreis Miesbach 3196 Verkehrsunfälle, sechs Prozent weniger als im Vorjahr. Dabei wurden 619 Menschen verletzt (2017: 785), sechs getötet (2017: sechs). „Die erfreulichen Zahlen zeigen, dass wir in den letzten Jahren die richtigen Schwerpunkte in der Kriminalitätsbekämpfung gesetzt haben“, sagt Polizeipräsident Kopp. Gleichzeitig rief er dazu auf, an der Fortsetzung dieser positiven Trends zu arbeiten und gerade bei Einbrüchen – wenngleich die Zahl der Wohnungseinbrüche um die Hälfte auf 22 gesunken ist – wachsam zu bleiben. Auch vor dem Phänomen „Callcenterbetrug“ warnt das Polizeipräsidium. In dessen Gebiet sind 2018 581 Fälle mit falschen Polizeibeamten (2017: 391) und 44 sogenannte Enkeltrickbetrügereien (2017: 40) aktenkundig geworden. Die Betrüger erbeuteten eine Schadenssumme von 351.000 Euro.

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