Fragenkatalog für 2019

Bürgermeister Hagn sorgt für Gesprächsstoff bei Tegernseer Neujahrsempfang

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Statt näher auf die wichtigsten Tegernsee-Themen einzugehen, empfahl Bürgermeister Johannes Hagn beim traditionellen Neujahrsempfang das unkomplizierte Gespräch mit den Verantwortlichen aus dem Tal. Den möglichen Fragenkatalog lieferte er gleich dazu.

Tegernsee – Das Schneechaos und der K-Fall im Landkreis, der erst einen Tag zuvor aufgehoben wurde, waren nur zwei Themen, die auf dem Neujahrsempfang der Stadt Tegernsee für Gesprächsstoff sorgten. Bürgermeister Johannes Hagn hatte viele beispielhafte Fragen vorbereitet, über die sich die Gäste ganz unkompliziert austauschen konnten.

Unter den geladenen Gästen des traditionellen Empfangs im Café Kreutzkamm waren wie jedes Jahr auch IKH Anna in Bayern samt Gatte Andreas von Maltzan, die Stadträte sowie die Träger der Bürgermedaille der Stadt. In seiner kurzen Neujahrsrede – schließlich sollte es erneut keine „Bürgerversammlung light“ werden – stellte der Bürgermeister die Mitarbeiter der Stadt in den Fokus. Nach einem herzlich beklatschten „Vergelt‘s Gott“ für die Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr Tegernsee betonte der Rathauschef: „Dass es bei der Stadt Tegernsee so flutscht, liegt natürlich an den Mitarbeitern.“ Zu aller erst hob Hagn Geschäftsleiter Hans Staudacher hervor. Alle vier Adventswochenenden habe dieser am Schlossmarkt verbracht und sei für alle Angelegenheiten und Probleme parat gestanden. Wäre er nun nicht der Bürgermeister, hätte er folgende Fragen an den Geschäftsleiter: „Sind vier Wochenenden Schlossmarkt sinnvoll?“ Oder: „Wie gehen wir mit dem Waldbesitz der Stadt um?“ Außerdem schlug Hagn vor nachzuhaken, wie es momentan um das „Tegernseer Modell“ bestellt ist. „Haben wir tatsächlich die große Nachfrage, wie wir gehofft haben?“ Des Weiteren empfahl Hagn das Gespräch mit Bauhof-Chef Martin Ebele, der beantworten könne, ob es ein Schneechaos

in Tegernsee gewesen sei oder doch nur ein ganz normaler Winter, warum der Schneeräumer die „Schneewandl“ immer vor die Einfahrten schiebt oder warum Tegernsee noch eine eigene Müllabfuhr hat.

Franz Thun vom Feuerwehrverein – Kommandant Wolfgang Winkler räumte zu Empfangsbeginn noch Schnee – könne nicht nur berichten, wie der K-Fall für Tegernsee verlaufen ist, meinte der Bürgermeister. „Alle reden vom Feuerwehrhaus. Doch interessanter wäre die Frage: Was ist eigentlich mit den Fahrzeugen? Wir brauchen einige Fahrzeuge neu. Ich kann Ihnen sagen, wo die Roststellen vom Einsatzleitwagen sind, die hab ich mir schon angeschaut.“ In die Runde dankte Hagn dann allen Tegernseer Hausbesitzern, die jedes Jahr an den Feuerwehrverein spenden, der sich einen Großteil seiner professionellen Ausrüstung selbst beschafft.

Als wesentlich ernsteres Thema des Abends stufte der Bürgermeister den Brandschutz bei der Katholischen Pfarrkirche ein. „Die Stadt will versuchen, die Schlosskonzerte in irgendeiner Art zu retten“, kündigte Hagn an. Als Antwort auf Briefe sagte er: „Seit Bad Reichenhall (Eishalleneinsturz 2006) und seit Schneizlreuth (Pfarrbauernhofbrand 2015; Anm. d. Red.) wird man keinen Kommunalpolitiker mehr finden, der sich, bei aller Wertschätzung für die Kultur, das ans Bein bindet. Die Verantwortung kann keiner übernehmen. Insofern nehmen wir das Thema Brandschutz sehr ernst“, sagte Hagn.

Zum Schluss erzählte der Bürgermeister, dass er den neuen Stadtrat Markus Schertler, der seit einem schweren Unfall im Krankenhaus liegt, besucht hat. Es gehe ihm den Umständen entsprechend gut, er habe großes Glück gehabt. „Das Allerwichtigste, was ich Ihnen wünsche, bei allem beruflichen Streben, das wir alle haben, ist vor allem Gesundheit und das nötige Glück. Ohne Glück und Gesundheit wird‘s Jahr nix.“ sko

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