Bürgermeister Olaf von Löwis probt den Anstich fürs Frühlingsfest

Zwei plus eins

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Gelungene Generalprobe: (v.l.) Bürgermeister Olaf von Löwis, Musikzugchef Andreas Forstner, die Gebietsverkaufsleiter der Schlossbrauerei Kaltenberg Reiner Bernhard und Johann Marx, Betriebsleiter Roland Pietz und zweiter Braumeister Thomas Kaffler.

Holzkirchen – An drei Holzfässern trainierte kürzlich Holzkirchens Bürgermeister Olaf von Löwis seinen Auftritt zum großen „O‘zapft is“ beim Frühlingsfest Holzkirchen, das am 24. Mai startet.

Die ersten beiden kleineren Fässer im Stüberl der König-Ludwig-Brauerei in Holzkirchen waren noch mit Wasser gefüllt. Erst im dritten, mit 30 Liter Inhalt, schlummerte das legendäre „Holzkirchner Gold“. Fotografisch festgehalten werden durfte dessen Anstich allerdings nicht. „Das wäre ein schlechtes Omen für die Premiere“, so der zweite Braumeister Thomas Kaffler. Demnach dürfte eigentlich beim Festauftakt nichts mehr schief gehen. Schließlich rückte von Löwis dem 30er Fassl routiniert mit Lederschaber und Zapfzeug zu Leibe und zapfte es mit zwei gut gezielten Hieben und einem Sicherheitsschlag souverän an. Bereits zum 43. Mal veranstaltet der Musikzug Holzkirchen heuer vom 24. bis 29. Mai im Herdergarten sein Frühlingsfest und genauso lange wird auch schon das Holzkirchner Gold als Festbier ausgeschenkt. „Das Holzkirchner Gold ist etabliert und hat Tradition. Es ist etwas stärker als unser Urtyp hell und wird von der Rezeptur her seit Jahrzehnten unverändert gebraut. Es ist also schon ein ganz besonders Bier. Wir brauchen deswegen also kein spezielles Bier für das Frühlingsfest brauen“, erklärte Roland Pietz, Braumeister und Betriebsleiter des Brauhauses Holzkirchen. 

Dem stimmte Andreas Forstner, Vorsitzender des Musikzuges, uneingeschränkt zu. Wie viel von dem edlen Gerstensaft im letzten Jahr ausgeschenkt wurde, wollte er aber nicht verraten: „Das haben wir im Vorstand so beschlossen und dabei bleibt es auch. Fakt ist allerdings, dass der Anteil vom eigentlichen Festbier rückläufig ist. Alternativ dazu werden natürlich Radler, alkoholfreies Bier von Warsteiner und andere alkoholfreie Getränke ausgeschenkt.“ Einen leichten Anstieg gibt es beim Bierpreis. Der wird heuer bei 8,60 Euro und damit 20 Cent über dem des Vorjahres liegen. „Das liegt aber nicht daran, dass wir mehr Gewinn machen möchten, sondern begründet sich in höheren Fixkosten wie als Beispiel Abgaben an die Künstlersozialkasse“, betonte Forstner. 

Gedanken machen sich sowohl Gemeinde als auch Musikzug über die Zukunft des Festes. Über kurz oder lang wird der Herdergarten als Veranstaltungsort nicht mehr zur Verfügung stehen. Als Alternative brachte von Löwis das Moarhölzl ins Gespräch: „Da das Moarhölzl vom Flächennutzungsplan her bereits als Sport- und Festplatz ausgewiesen ist, wäre das von der Seite her kein Problem. Allerdings bräuchte es da unter anderem schon einen sehr guten Shuttleservice. Das muss alles noch sehr gut durchdacht werden.“ Forstner scheint von dem Umzug nicht ganz so begeistert zu sein. „Ich befürchte, dass uns so weit weg vom Zentrum auch die Schaustellerbetriebe nicht mitspielen werden. Und nur ein Bierzelt hinzustellen ist nicht das, was wir wollen. Das Frühlingsfest soll ein Fest für die ganze Familie sein.“ Bleibt zu hoffen, dass bis 2019 eine für alle Seiten tragfähige Lösung gefunden wird. Denn dann soll das Jubiläum „50 Jahre Musikzug und 45 Jahre Frühlingsfest Holzkirchen“ steigen.

hac

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