Im Rennen um die Wahl 2020

Bürgermeisterkandidat für Waakirchen: SPD-Ortsverein nominiert Andreas Kilian

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Der frisch gekürte Bürgermeisterkandidat Andreas Kilian (M.) mit einigen nominierten Gemeinderatskandidaten (v.l.): Jan Heiermann, Johann Schätzl, Hans Hartwich und Annelie Burghardt.

Waakirchen – Der SPD-Ortsverein Waakirchen hat seinen Bürgermeisterkandidaten für die Kommunalwahl 2020 gekürt. Bei der Aufstellungsversammlung am vergangenen Samstag im Christlwirt schickten die Genossen den 31-jährigen Andreas Kilian ins Rennen.

„Wir unterstützen Andi, wo es geht. Er hat gute Ideen und ist sehr kreativ“, sagte der SPD-Ortsvorsitzende Hans Hartwich. Er brachte seine Freude zum Ausdruck, dass sich Kilian, der stellvertretende Vorsitzende des aktuell 22 Mitglieder zählenden Ortsvereins, zu einer Kandidatur bereit erklärt hatte. Der SPD seit fünf Jahren angehörend, ist Kilian einer der beiden Juso-Sprecher im Landkreis Miesbach. In München geboren und in Ebersberg aufgewachsen, lebt er seit drei Jahren im Oberland. Nach Schaftlach ist der Sportfachverkäufer vor sieben Monaten gezogen.

In seiner Antrittsrede hob Kilian hervor: „Die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum ist eines meiner Hauptthemen.“ Gerade für junge Familien und ältere Menschen mit kleinerem Geldbeutel sei es schwierig, Wohnungen zu angemessenen Mietpreisen zu finden. Ebenso wichtig ist Kilian, „dass Kita-Plätze geschaffen werden, die sich den Bedürfnissen der Eltern anpassen“. Zudem will er sich für die Belange der Jugend, für Seniorenprojekte, zukunftsorientierte Mehrgenerationenmodelle und Nachbarschaftshilfe stark machen. Weit oben auf seiner Prioritätenliste stehen grüne Themen. Kilians Appell: „Wir müssen deutlich umweltfreundlicher werden.“ Wie der junge Sozialdemokrat auf Nachfrage erläuterte, wolle er beispielsweise in der Gemeinde Waakirchen erreichen, dass im Einzelhandel gänzlich auf Plastiktüten verzichtet wird. Auch eine sogenannte Mitfahrbank könnte sich Kilian gut vorstellen. Dabei handelt es sich um eine im öffentlichen Raum aufgestellte Sitzbank. Durch das Platznehmen auf dieser sig­nalisieren die Wartenden, dass sie auf eine kostenlose Mitfahrgelegenheit hoffen. „Eine tolle Idee ist auch ,Pflück-mich‘, bei der Bürger kostenlos Obst ernten können, sodass es nicht vergammelt“, zeigte Kilian weiter auf. Bei dieser Aktion gegen die Verschwendung von Lebensmitteln würden Obstbäume mit entsprechenden Banderolen gekennzeichnet. „Auf diese Weise können wir auch gleich dem Klima was Gutes tun“, machte Kilian deutlich.

Mit dem Bürgermeisterkandidaten wurden auch die Kandidaten für den Gemeinderat aufgestellt. „Wir belegen die Plätze doppelt“, erklärte Hartwich, dem es wichtig war, einen guten Querschnitt der Bevölkerung auf der Kandidatenliste zu präsentieren. Schließlich gehe es darum, aussichtsreiche Bewerber ins Rennen zu schicken. Dem Ortsvorsitzenden als Ältesten auf der Liste ist es ein großes Anliegen, dass auch der Nachwuchs zum Zug kommt. Sowohl der Bürgermeisterkandidat als auch die Gemeinderatskandidaten wurden bei der von Genosse Robert Kühn – der bei der Kommunalwahl 2020 selbst Bürgermeisterkandidat für die Gemeinde Bad Wiessee ist – geleiteten Versammlung einmütig nominiert. Hier die Reihenfolge: Andreas Kilian, Christine Mehl, Jan Heiermann, Petra Schäuble, Hans Hartwich, Sonja Rauscher, Vinzent Stillner, Annelie Burghardt, Werner Thamm und Johann Schätzl. „Wir haben heute sicherlich einige Wellen ausgelöst“, meinte der SPD-Kreisvorsitzende Hannes Gräbner abschließend.rei

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