Für die Grünen

Holzkirchner Karl Bär nimmt zum vierten Mal Anlauf für den Bundestag

Wahlkreis Bad Tölz-Wolfratshausen–Miesbach
+
Karl Bär ist Grünen-Kandidat für den Wahlkreis Bad Tölz-Wolfratshausen–Miesbach. Er setzte sich gegen Nikolaus Hanus (o.l.) aus Lenggries und Martin Jordan aus Otterfing durch.

Landkreis – Der Holzkirchner Karl Bär (37) ist Direktkandidat der Grünen für die Bundestagswahl im September 2021. Im vierten Anlauf soll es klappen.

Update vom 28. April:

Die Landesdelegiertenkonferenz (LDK) der bayerischen Grünen war 2021 eine besondere: Nicht nur, weil die Landesliste für die anstehende Bundestagswahl gewählt wurde, sondern vor allem, weil die Delegierten aus ganz Bayern digital zugeschaltet waren. Thomas von Sarnowski wurde zum neuen Landesvorsitzenden gewählt, Claudia Roth als bayerische Spitzenkandidatin für den Bundestag.

Der Direktkandidat für den Wahlkreis Bad Tölz-Wolfratshausen–Miesbach, der Holzkirchner Karl Bär, steht auf der Landesliste an zwölfter Stelle und damit auf dem Platz, für den er sich beworben hatte, teilt Georg Kammholz vom Grünen-Kreisverband Miesbach mit. „Schafften bei der Bundestagswahl 2017 noch elf bayerische Grüne den Sprung in den Bundestag, prognostizieren Umfragen diesmal rund 25 Sitze“, erklärt er. „Karl Bär hat damit einen vielversprechenden Listenplatz.“

Am 11. April wurde der 36-Jährige mit 96,27 Prozent als Direktkandidat für den hiesigen Wahlkreis per Briefwahl bestätigt. „Wir müssen dafür sorgen, dass die natürlichen Lebensgrundlagen unseres Planeten für alle ein gutes Leben ermöglichen“, betonte der Referent für Agrar- und Handelspolitik beim Umweltinstitut München, in seiner Bewerbungsrede bei der LDK die zentrale Aufgabe einer zukunftsgewandten Politik.

Ebenfalls auf der bayerischen Landesliste steht Ruprecht Steinhübl aus Waakirchen. Der Diplom-Physiker und Studienrat an einem Gymnasium möchte sich nicht nur als Betroffener für die Behindertenpolitik einsetzen, sondern auch Erfahrungen aus den Gebieten Physik und Bildung einbringen. Mit einem Unterstützungsvotum des Grünen-Kreisverbands Miesbach wurde Ruprecht Steinhübl auf den 64. Platz der Landesliste gewählt, informiert Georg Kammholz.

Vorbericht vom 15. April:

Für die Grünen im Wahlkreis Bad Tölz-Wolfratshausen–Miesbach geht Karl Bär bei der Bundestagswahl im September ins Rennen. „Die zentrale Aufgabe für dieses Jahrhundert wird sein, eine lebenswerte Erde zu erhalten“, erklärte Karl Bär in seiner Bewerbungsrede um die Grünen-Bundestagsdirektkandidatur für den Wahlkreis.

Der erste Teil der Aufstellung fand ausschließlich digital statt: Die drei Bewerber stellten sich in einer Videokonferenz den rund 140 zugeschalteten Mitgliedern und Gästen vor und beantworteten deren Fragen, ehe – ebenfalls online – die Abstimmung über das Tool „Abstimmungsgrün“ erfolgte.

Kreisrat in Miesbach und Gemeinderat in Holzkirchen

83 Prozent der Stimmen entfielen auf den Miesbacher Kreis- und Holzkirchner Gemeinderat Karl Bär, der damit zum vierten Mal designierter Direktkandidat für den Wahlkreis Bad Tölz-Wolfratshausen–Miesbach ist. Offiziell wird seine Nominierung erst durch die parteiinterne Briefwahl, deren Frist am 10. April endete.

Karl Bär, 36 Jahre alt und Referent für Agrar- und Handelspolitik beim Umweltinstitut München, weiß um die großen Aufgaben für das Eindämmen des Klimawandels und den Erhalt der Biodiversität. Eine entscheidende Rolle kommt dabei der Landwirtschaft zu: „Sie hat gleichermaßen Anteil daran und leidet darunter.“

Straßenbauprojekte auf Schienen umwidmen

In Berlin möchte Karl Bär sich daher für ökologische, regionale, bäuerliche Strukturen und gesunde Lebensmittel ohne Gift und Gentechnik einsetzen. Die Landwirtschaft im Oberland könne dafür ein Beispiel sein.

Für die Region will Karl Bär Investitionen in zeitgemäße Schieneninfrastruktur erreichen, indem die rund 320 Millionen Euro des Bundesverkehrswegeplans für Straßenbauprojekte in den beiden Kreisen umgewidmet werden. „Und ich werde mich immer gegen eine Gesundheitspolitik stellen, die eine Privatisierung oder gar Schließung von Krankenhäusern in ländlichen Regionen zur Folge hätte“, sagt der Kandidat.

Bundestagswahl am 26. September

Neben Karl Bär hatten sich Zimmerermeister Klaus Hanus aus Lenggries und Martin Jordan aus Otterfing beworben. Wahlleiterin Jovana von Beckerath und Versammlungsleiter Georg Kammholz bedankten sich bei den Bewerbern für ihren fairen Wettbewerb und bei allen Mitwirkenden, die die erste rein digitale Aufstellungsversammlung im Wahlkreis 223 ermöglichten. „Es bedarf viel Zeit und Energie, eine solche Veranstaltung online auf die Beine zu stellen“, resümiert Jovana von Beckerath und Georg Kammholz ergänzt: „Ein hervorragendes Teamwork, das uns nun Rückenwind für einen erfolgreichen Wahlkampf geben wird.“

Als Nächstes steht für Karl Bär die Landesdelegiertenkonferenz an. Auch diese wird digital stattfinden. Die Kandidaten werden ihre Bewerbungsreden für die bayerische Landesliste in der Messehalle Augsburg halten. Bär sieht gute Chancen auf einen aussichtsreichen Listenplatz. eb

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Neuer Vorsitzender der DAV-Sektion Tegernsee
Neuer Vorsitzender der DAV-Sektion Tegernsee
Tödlicher Unfall an der Brecherspitz: Münchner (61) stürzt vor Augen seiner Familie ab
Tödlicher Unfall an der Brecherspitz: Münchner (61) stürzt vor Augen seiner Familie ab

Kommentare