Buntes Gemeinschaftswerk, von Beuys inspiriert

Neugestalteter Oskar-von-Miller-Platz in Holzkirchen eingeweiht

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Kollektiv stolz auf das nach beuys‘scher Art geschaffene Gesamtkunstwerk. In der Mitte mit Schirm Künstler Horst Hermenau, an seiner linken Seite Bürgermeister Olaf von Löwis und Sascha Castor sowie zahlreiche Mitgestalter des neuen Oskar-von-Miller-Platzes.

Holzkirchen – Im Beisein vieler Holzkirchner Marktgemeinderäte, Geschäftsleute und Mitwirkender wurde kürzlich der neu gestaltete Oskar-von-Miller-Platz offiziell seiner Bestimmung übergeben. Leider fanden allerdings ob des wolkenbruchartigen Regens nur wenige Zuschauer den Weg zu der Feier.

Dies war auch der eindeutige Wille des Bürgergutachtens“, sagte Bürgermeister Olaf von Löwis. Wegen der langen Diskussion kamen die Gemeindeoberen überein, die Öffentlichkeit über die künftige Gestaltung abstimmen zu lassen und baten dazu um Vorschläge. Mitte April wählte dann eine Jury den Vorschlag des Holzkirchner Künstlers und Kunstlehrers Horst Hermenau zum Sieger.

Zusammen mit Schülerinnen des Gymnasiums Hohenburg machte sich Hermenau an die Arbeit und bemalte rund 400 Platten in verschiedenen Farbtönen. Bei der Motiv- und Farbwahl hat sich der Künstler von der Farbtheorie Johannes Ittens inspirieren lassen. Die Ausgestaltung soll, wie Hermenau sagte, zu einem Einstieg in eine Farbmeditation inspirieren. Neben dem mit einem widerstandsfähigen Wasserlack bemalten Boden finden sich auf dem Platz geschwungen Sitzgelegenheiten und große Pflanzeneimer. Außerdem hat der Bund Naturschutz einen Fahrradständer spendiert. Der Randstreifen wurde hingegen bewusst ohne Farbe belassen, um sehbehinderten Menschen die Orientierung zu erleichtern. Er soll deswegen sogar noch besser hervorgehoben werden.

Das Gesamtwerk sieht Hermenau im Sinne von Joseph Beuys: „Es ist eigentlich keine Kunst, aber wiederum doch Kunst, weil sie anders ist. Durch die langen Diskussionen entstand ein Ensemble, das den von Beuys geprägten Begriff der sozialen Plastik gut wiedergibt.“

Fitnessstudio-Betreiber Sascha Castor wäre hingegen die Beibehaltung der Parkplätze vor seinem Geschäft lieber gewesen. „Trotzdem gefällt mir der Platz doch recht gut“, meinte er anerkennend. Bezüglich der Parkplätze appellierte von Löwis an die Holzkirchner: „Ich habe es eben ausprobiert, vom Parkplatz an der Baumgartenstraße bis hierher sind es nur rund 75 Schritte. Das ist nicht weit, um auf diesen jetzt so schönen Platz und in die anliegenden Geschäfte zu kommen.“

hac

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