Messe zum Start

Caritas Miesbach begrüßt neue Geschäftsführerin: Diese hohen Ziele hat sie sich gesteckt

Blumen zum Start gab es von Caritas-Vorständin Gabriele Stark-Angermeier (l.) für Kreisgeschäftsführerin Petra Schubert
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Blumen zum Start gab es von Caritas-Vorständin Gabriele Stark-Angermeier (l.) für Kreisgeschäftsführerin Petra Schubert.

Miesbach – Petra Schubert leitet fortan das Caritas-Zentrum in Miesbach. Sie folgt auf Beate Haslinger-Naß und ist keine Unbekannte beim Kreisverband.

Das Caritas-Zentrum Miesbach steht unter neuer Leitung: Petra Schubert (53) hat die Kreisgeschäftsführung übernommen. Für sie begann der neue Lebensabschnitt vor Kurzem mit einem Gottesdienst in der Stadtpfarrkirche Mariä Himmelfahrt, bei dem sie offiziell an neuer Stelle begrüßt wurde. Pfarrer Augustinus Bauer, Präses des Caritas-Verbands der Erzdiözese München und Freising, fand vor einem kleinen Kreis von handverlesenen Gästen bewegende und stärkende Worte.

Der Gottesdienst zu Beginn der komplexen Aufgabe, ein Caritas-Haus im Sinne der christlichen Botschaft zu leiten, hat Tradition. Tradition hat auch die Arbeit der Caritas in Miesbach. Was 1957 mit der Beratung der Vertriebenen begann, ist heute zu einer Anlaufstelle für Menschen in den unterschiedlichsten Lebenssituationen geworden. Von der Schuldenberatung über den sozialpsychiatrischen Dienst bis zur Suchtberatung bietet die Caritas in Miesbach aktive Hilfe – wobei der Schwerpunkt im Pflegedienst liegt.

Eine vielfältige Aufgabe wartet auf Petra Schubert, die zudem für die Führung aller Mitarbeiter, für die Verwaltung und für die wirtschaftliche Seite zuständig sein wird. Viel Verantwortung also, für die es Macherqualitäten, Zuverlässigkeit und Willenskraft braucht. Dass Schubert diese Qualitäten in hohem Maße besitzt und im Laufe der Interimsführung bereits erfolgreich unter Beweis stellen konnte, hob Gabriele Stark-Angermaier, Vorständin des Diözesan-Caritas-Verbands München, in ihrem Grußwort hervor. Sie dankte auch Vorgängerin Beate Haslinger-Naß, die den Miesbacher Standort kontinuierlich ausgebaut und in der Öffentlichkeit präsent gemacht habe.

Diese Arbeit effektiv weiterzuführen, sei eine Aufgabe, für die Schubert bestens geeignet sei: Die Mutter zweier erwachsener Kinder begann ihre berufliche Laufbahn im Handwerk, bildete sich aus eigenem Antrieb kontinuierlich weiter, bis sie in der Tätigkeit mit und für den Menschen ihre Erfüllung fand. Seit September 2014 gehört die gebürtige Münchnerin zum Führungsteam der Caritas, leitete bis April 2020 das Caritas-Kinderhaus Farbenfroh Irschenberg, seit 2017 zudem parallel zweimal interimsmäßig das Miesbacher Zentrum.

„Sie ist nicht nur vielseitig, sondern Gott sei Dank auch belastbar, hat Ideen und weiß das Team mitzunehmen – dies alles zum Wohle der Menschen“, lobte Stark-Angermaier die bisherige Leistung. Und gab, auch im Namen des erkrankten Axel Hannemann, Geschäftsführer der Caritas-Zentren Oberbayern, Petra Schubert für die Zukunft die besten Wünsche mit. Die anschließenden Grußworte von Melanie Niedermaier, Schuberts Nachfolgerin als Leitung im Kinderhaus in Irschenberg, und Stellvertreter Florian Rausch, zeigten, wie viel Begeisterung und Unterstützung die neue Leiterin im internen Netzwerk erworben hat. Dass auch Michael Mannhardt, Dekan des erzbischöflichen Dekanats Miesbach, einen Blumenstrauß überreichte, war ein deutliches Zeichen dafür, dass Schubert schon längst in Miesbach angekommen ist.

Dass das Team und viele andere so hinter ihr stehen, könne man gar nicht hoch genug schätzen, weiß Schubert. Deshalb galt ihr ausdrücklicher Dank allen, auf die sie sich in den vergangenen Jahren verlassen konnte. „Der 3. Dezember war schon einmal in meinem Leben ein ganz besonderer Tag“, erzählte sie. Da brachte sie ihre Tochter zur Welt, später folgte ihr Sohn. Beide Kinder hat die stets berufstätige Mutter teils alleine aufgezogen.

Sie weiß aus eigener Erfahrung, dass das Leben für jeden große Herausforderungen bereit hält. Sie weiß aber auch, wie wertvoll Solidarität und Hilfe sind. So stehe sie für drei Dinge: Für ein gutes Miteinander, für Weiterentwicklung und Veränderung sowie nicht zuletzt für die Balance aus wirtschaftlichem Handeln bei hoher Qualität in der sozialen Arbeit. Petra Schubert hat sich selbst hohe Ziele gesteckt. Das Caritas-Leitwort „Nah. Am Nächsten“ wird sie mit neuem Leben erfüllen – es nimmt aber auch die Gesellschaft in die Pflicht. vwo

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