Chancen und Risiken erkennen

Medienkompetenz: „Smart Camp“ macht wieder Station im Gymnasium Holzkirchen

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Begeistert von der erneuten Ausrichtung des Smart Camps im Gymnasium Holzkirchen zeigten sich Schirmherrin und Staatsministerin Ilse Aigner (M.), Schulleiter Axel Kisters (2.v.r.), Vertreter der Initiative BG 3000, der Hanns-Seidel-Stiftung, der Kreissparkasse und vom Technik-Unternehmen Huawei sowie natürlich die Schüler selbst.

Holzkirchen – Ein Foto vom Mittagessen, ein Post zum Tagesgeschehen oder ein Kommentar unter dem neuesten Video des Lieblingsstars: Gerade Jugendliche leben heute sehr öffentlich und kommunizieren viel Privates im Internet. Die rasante Entwicklung der Smartphones hat das möglich gemacht – mit manchem Jugendlichen scheinen sie sogar regelrecht verwachsen zu sein. Diese ständige mediale Verbindung in die ganze Welt hat viele Vorteile und hat bei Youtubern, Bloggern und Co. sogar neue Berufe entstehen lassen. Aber es drohen auch Gefahren, zum Beispiel durch den allzu laxen Umgang mit sensiblen Daten oder durch allzeit drohende Hasskommentare. Die Initiative BG3000 möchte auf diese Chancen und Risiken aufmerksam machen. In dieser Woche fand deshalb im staatlichen Gymnasium Holzkirchen für die Schüler der neunten Klassen bereits zum zweiten Mal das sogenannte Smart Camp statt.

Gemeinsam mit der Hanns-Seidel-Stiftung, dem Sponsoring-Partner Huawei Technologies Deutschland sowie mit Unterstützung der Kreissparkasse Miesbach-Tegernsee hat BG3000 die für die Schule kostenfreien Projekttage im Gymnasium durchgeführt. Die Smart-Camp-Referenten waren allesamt Medienprofis, darunter die Blogger Irina Engelke und Laura Brodda, Fotograf Andy Hackl, Schauspieler Cedric Sprick und IT-Profi René Riedel. Auf dem Stundenplan standen interaktive Module zu Instagram, Bloggen, YouTube, Live-Hacking und Medienknigge. Klassischer Frontalunterricht war hier nicht geboten, vielmehr durften sich die Schüler ausprobieren. Besonders beim Thema Datenschutz konnten viele noch etwas lernen. Ein Konzept, das ankommt, wie Schulleiter Axel Kisters verriet: „Die Schüler vom vergangenen Jahr sprechen jetzt noch davon.“ Als er der jetzigen neunten Klasse davon erzählt habe, dass auch sie am Smart Camp teilnehmen dürfen, „sind gleich die Augen aufgegangen“. Schirmherrin und Staatsministerin für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie Ilse Aigner betonte, wie wichtig es sei, dass die Bildung entsprechend dem technischen Fortschritt gestaltet werde. Der Umgang mit den Medien sei mittlerweile eine Kulturtechnik wie Rechnen, Schreiben und Lesen. Besonders wichtig ist für die Ministerin der gute Umgang miteinander. Dies unterstrich auch Referent Cedric Sprick: „Der Ansatz liegt hier beim Menschen: Wie verhalte ich mich, dass ich sicher und fair bin“, fasste er zusammen. „Haten ist einfach, wenn man einander nicht ins Gesicht sehen muss. Das Bilden eines Bewusstseins für solche Fragen ist die beste Prävention.“

she

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