Des Christkinds fleißige Helfer

25 ehrenamtliche Engel verteilen 165 Päckchen bei Wunschzettelbaum-Aktion

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Im Autohaus Weingärtner bedankten sich unter anderem Landrat Wolfgang Rzehak (6 v.l.), Martin (2.v.r.) und Andrea Weingärtner (4.v.r.) sowie Birgit Landthaler (5.v.r.) und Andrea Schneider (8.v.r.) von der Caritas bei den 25 Engeln der Weihnachtsaktion.

Miesbach – Insgesamt 31 Weihnachtsengel der Caritas haben mit Unterstützung des Autohauses Weingärtner und vieler spendenfreudiger Bürger zu Weihnachten ein Leuchten in Kinderaugen zaubern können. In Zahlen ausgedrückt haben dann 25 der Engel in den Tagen vor Weihnachten 165 Weihnachtspäckchen zu 73 Familien ausgeflogen. Kürzlich gab es in den Räumen des Autohauses ein kleines Dankeschön für die fleißigen Helfer des Innen- und Außendienstes der Aktion.

Martin Weingärtner ist eine imposante Erscheinung. Umso bescheidener waren seine kurzen Dankesworte an die Weihnachtsengel: „Ich freue mich einfach, dass es wieder so wunderbar geklappt hat. Ihnen allen und den Leuten, die uns fast die Türen eingerannt haben, um die Wünsche zu erfüllen ein herzliches Dankeschön.“ Dabei war er es selbst, der gemeinsam mit der Caritas diese Aktion vor neun Jahren mit ins Leben gerufen hatte, um zu Weihnachten Kindern aus nicht so gut situierten Familien, egal welcher Herkunft und Religion, ein Leuchten in die Augen zu zaubern. Seither steht in regelmäßiger Tradition im Advent im Weingärtner Ausstellungsraum ein großer geschmückter Christbaum. Daran hängen die von Kindern gebastelten und bunt bemalten Wunschzettel, die sich ein jeder abnehmen und erfüllen kann. Die besorgten Geschenke wandern zurück unter den Baum und werden zu Weihnachten verteilt.

Auch Landrat Wolfgang Rzehak war ob der Geschenkeflut und des Engagements begeistert: „Diese Aktion verkörpert Weihnachten. Sie zeigt auch, dass die Menschen in unserem Landkreis nicht vergessen haben, wie man ein klein wenig Licht ins Dunkel und ein echtes Strahlen in Kinderaugen bringen kann.“ Für Sozialarbeiterin Andrea Schneider ist die Aktion „eine wunderbare Angelegenheit. Wenn die Menschen die Wunschzettel ihrer Kinder vorbeibringen, kommen sie zumindest einmal im Jahr nicht mit Sorgen, sondern mit Vorfreude zu mir“. Als dann Andrea Weingärtner jeden Helfer noch geherzt und eine Tüte Süßigkeiten überreicht hatte, meinte sie emotional: „Noch nie durfte ich so viele Engel umarmen. Ich wünsche mir, sie bekämen alle einen kleinen Heiligenschein.“

Wie Schneider mitteilte, waren unter den 73 Familien heuer 21 das erste Mal dabei, wobei sich die Anzahl der herausgefallenen und hinzugekommenen Familien über die Jahre ziemlich die Waage gehalten hat. Seit dem Start der Aktion im Jahr 2009 konnte 231 Familien zu Geschenken für ihre Kinder verholfen werden. Die Geschenke hatten auch dieses Jahr wieder einen Wert von maximal 50 Euro. Thematisch blieb es über die Jahre relativ gleich. Sind es bei den Kleinsten Spieltische oder Lauflernwagen, wünschen sich Mädchen oft Puppen oder Ponys und die Jungs Lego oder Star-Wars-Artikel. Gleich beliebt waren 3D-Puzzels und Gesellschaftsspiele. Bei den etwas älteren Kindern war es oftmals einfach ein neues eigenes Kleidungsstück oder auch mal Kosmetikartikel.

Wenn es nach Birgit Landthaler von der Caritas geht, soll die Wunschzettelbaum-Aktion auch in diesem Advent wieder laufen und in ihr zehntes Jubiläum gehen. Lächelnd meinte Weingärtner nur: „Ich freue mich schon richtig auf den Anruf.“

hac

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