Aktuelle Infos im News-Ticker

Krematorien und Bestatter überlastet: Landkreis Miesbach bereitet Leichensammelstelle vor

Coronavirus - Corona-Regeln
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Eingang einer Gaststätte mit dem Hinweis auf die 3G-Regel.
  • VonKatja Schlenker
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Landkreis – Corona-Mutationen sind auch im Landkreis Miesbach aktiv. Aktuelle Infos zur 7-Tage-Inzidenz gibt es in unserem News-Ticker.

Das Wichtigste in Kürze:

  • 7-Tage-Inzidenz: 579,9; Auslastung der Intensivbetten: 81 Prozent (21 von 26 Betten)
  • Infektionen seit Beginn der Pandemie: 9.846; Todesfälle: 112
  • Vollständig Geimpfte: 65.892; Erstgeimpfte: 68.366; Auffrischung: 16.665

Service:

Update, 30. November, 15.05 Uhr: Neue Quarantäne

„Auch wenn die Zahl der Neuinfektionen erfreulicherweise in der vergangenen Woche im Vergleich zu den Vorwochen deutlich zurückgegangen ist, kann noch längst keine Entwarnung gegeben werden“, teilt das Landratsamt Miebach mit. „Alleine im November sind 23 Landkreisbürger im Zusammenhang mit dem Coronavirus verstorben.“ Es handelt sich um 13 Männer und 10 Frauen im Alter von 61 bis 92 Jahren.

Die im Zusammenhang mit Corona verstorbenen Landkreisbürger führen zusätzlich zu den mit andern Indikationen Verstorbenen dazu, dass Krematorien und Bestatter zunehmend überlastet sind. Der Katastrophenschutz am Landratsamt treffe daher erste vorsorgliche Vorbereitungen für eine Leichensammelstelle. „Das ist ein geschützter Ort, an dem Leichen gekühlt gelagert werden können, bis sie bestattet werden können“, heißt es dazu. „Aus Pietätsgründen können keine Angaben zum Ort oder der konkreten Ausgestaltung der Leichensammelstelle gemacht werden.“

Diese Grafik zeigt verschiedene Fakten zu Verstorbenen im Zusammenhang mit dem Coronavirus im Landkreis Miesbach.

„Eine Entlastung des Gesundheitssektors muss dringend herbeigeführt werden“, sagt Landrat Olaf von Löwis. Derzeit gehen ihm die Schritte, welche Staats- und Bundesregierung einleiten, zu langsam. Es gelte, in den nächsten Tagen sorgfältig abzuwägen, welche weiteren Schritte notwendig sind, um das Gesundheitswesen in der Region schnellstmöglich zu entlasten.

Neue Quarantäneregeln für Schüler

Bisher mussten Schüler, wenn zwei Klassenkameraden per Schnelltest positiv getestet wurden, für zehn Tage in vorläufige Quarantäne. Durch die wiedereingeführte Maskenpflicht und engmaschige Tests sei es laut Gesundheitsamt unwahrscheinlich, sich im Schulbetrieb anzustecken. Um diesen aufrechtzuerhalten sowie Eltern und Schüler zu entlasten, passt das Gesundheitsamt daher die Quarantäneregeln an:

Alle Schüler, deren Schnell- oder Pool-Test negativ ausfiel, nehmen weiterhin am Präsenzunterricht teil. Nur der Schüler, dessen Ergebnis positiv ist, werde umgehend nach Hause in vorläufige Quarantäne geschickt und aufgefordert, schnellstmöglich einen PCR-Test zu machen. Erst wenn dieser ebenfalls positiv ausfällt, gelte der Schüler offiziell als sogenannter Indexfall und müsse für 14 Tage in Quarantäne. Ab dem siebten Tag könne man sich freitesten, sofern man vollständig geimpft oder genesen und zusätzlich einfach geimpft sowie symptomfrei sei. Die bisherige Quarantäne für Banknachbarn entfalle.

„Die Klasse wird nach einem positiven Fall täglich über fünf Tage mittels Antigen-Selbsttest getestet, zusätzlich beziehungsweise unabhängig von der Teilnahme am Pool-Testverfahren“, erläutert das Landratsamt. „Falls weitere positive Schnelltests an den darauffolgenden Tagen aufgedeckt werden, wird jeweils nur derjenige Schüler mit dem positiven Testergebnis nach Hause geschickt.“ Beim Auftreten mehrerer PCR-bestätigter Fälle, die möglicherweise auf einen schulischen Kontakt zurückzuführen sind, ist von einem Ausbruchsgeschehen auszugehen, das weiterhin eine Klassenquarantäne für zehn Tage mit Freitestungsmöglichkeit nach sieben Tagen zur Folge hat.

Impfnachfrage weiter hoch

Die Nachfrage nach Impfungen ist nach wie vor hoch: 4.110 Impfungen wurden in der vergangenen Woche über das Impfzentrum in Hausham abgewickelt. 3.200 Dosen wurden direkt dort verabreicht, der Rest über das Angebot Impfbus plus. Spitzenreiter war die Station am Samstag im Holzkirchner Rathaus, wo 393 Personen geimpft wurden.

Impfbus plus mit Extrareihe für Ü70

Wo möglich gibt es ab sofort beim Impfbus plus eine Schnellspur für Landkreisbürger ab 70 Jahren. „Konkret bedeutet dies, dass Landkreisbürger über 70 eine extra Anstellspur vorfinden, damit die Wartezeiten für diese Personengruppe verkürzt werden“ erklärt das Landratsamt. „Etabliert hat sich das System bereits im Rathaus in Holzkirchen, wo sich aufgrund des barrierefreien Zugangs auch schwerbehinderte Landkreisbürger in die Reihe stellen können.“ Am Donnerstag, 2. Dezember, hält der Impfbus plus von 9 bis 13 Uhr am Rathaus in Bad Wiessee. Auch dort gebe es die Schnellspur für Senioren. Allerdings seien die Räume nicht barrierefrei.

Update, 29. November, 17 Uhr: Aktuelle Fallzahlen

Die 7-Tage-Inzidenz im Landkreis Miesbach liegt laut den aktuellen Zahlen des Robert-Koch-Instituts am Montag (29. November) bei 582,9 Fällen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen 7 Tagen. Die Zahl der positiv Getesteten liegt aktuell bei 9.846 – 582 davon aktiv. Diese verteilen sich auf den Landkreis Miesbach wie folgt:

  • Holzkirchen: 101 aktive Fälle
  • Miesbach: 63
  • Hausham: 48
  • Fischbachau: 40
  • Waakirchen: 33
  • Irschenberg: 32
  • Otterfing: 31
  • Schliersee: 30
  • Gmund: 28
  • Rottach-Egern: 27
  • Warngau: 26
  • Tegernsee und Valley: 25
  • Bad Wiessee: 22
  • Weyarn: 21
  • Bayrischzell und Kreuth 15

„Die Zahl der Verstorbenen hat sich um vier erhöht“, teilt das Landratsamt Miesbach zudem mit. „Dabei handelt es sich um zwei Frauen und zwei Männer im Alter von 60 bis 90 Jahren.“

Update, 16 Uhr: Impfaktion in Holzkirchen

Am Samstag, 27. November, steht von 9 bis 13 Uhr das mobile Impf-Team des Landkreises Miesbach im Saal des Rathauses der Marktgemeinde Holzkirchen für Impfungen zur Verfügung.

„Ob zur Erst-, Zweit- oder Booster-Impfung – jeder Bürger kann ohne Voranmeldung vorbeikommen“, teilt die Verwaltung mit. „Es gibt eine freie Impfstoffauswahl, auch bei der Auffrischungsimpfung, und viel Flexibilität bei der Terminplanung des Zweitimpftermins.“

Für Fragen oder eine Beratung zur Impfung im Allgemeinen oder zu Vor- und Nachteilen der verschiedenen Impfstoffe steht am Samstag, zwischen 9 und 13 Uhr, darüber hinaus Dr. Dirk Kreder, Virologe und Wissenschaftler in der pharmazeutischen Entwicklung, zur Verfügung. Zum einen ist der Holzkirchner persönlich im Rathaus, zum anderen telefonisch unter 08024/642109 zu erreichen.

Update, 26. November, 11.55 Uhr: Neue Variante

In Südafrika entdecken Virologen eine neue Variante des Coronavirus: B.1.1.529. Sie weist zahlreiche Veränderungen in ihrem Erbgut auf und scheint sich schnell auszubreiten. Die Folgen für den weiteren Verlauf der Pandemie sind derzeit nicht abzusehen. Mehr dazu hier.

Update, 25. November, 16.40 Uhr: Aktuelle Fallzahlen

Die 7-Tage-Inzidenz im Landkreis Miesbach liegt laut den aktuellen Zahlen des Robert-Koch-Instituts am Donnerstag (25. November) bei 731 Fällen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen 7 Tagen. Die Zahl der positiv Getesteten liegt aktuell bei 9.608 – 656 davon aktiv. Diese verteilen sich auf den Landkreis Miesbach wie folgt:

  • Holzkirchen: 100 aktive Fälle
  • Miesbach: 64
  • Fischbachau und Irschenberg: 49
  • Waakirchen: 42
  • Hausham: 40
  • Rottach-Egern und Warngau: 38
  • Gmund: 36
  • Schliersee: 34
  • Otterfing: 33
  • Weyarn: 29
  • Bad Wiessee: 28
  • Tegernsee: 25
  • Valley: 22
  • Kreuth: 15
  • Bayrischzell: 14

Update, 15.20 Uhr: Söder gesteht fatalen Fehler ein

Die Corona-Zahlen in Bayern zwingen die Regierung erneut zu drastischen Maßnahmen. Ministerpräsident Markus Söder lässt diese am Dienstag vom Landtag beschließen. Alles Weitere dazu in unserem Ticker.

Update, 23. November, 13.10 Uhr: Weitere Kontrollen, hohe Impfnachfrage

„Auch wenn die Zahl der täglich gemeldeten Neuinfektionen erfreulicherweise ein paar Tage in Folge vergleichsweise niedrig waren, gibt es noch keinen Grund, von einer Trendwende auszugehen“, informiert das Landratsamt Miesbach. „Es gibt noch keine Anhaltspunkte für eine nachhaltige Entspannung.“ Insbesondere die Lage in den Krankenhäusern sei nach wie vor angespannt.

Der Amtshilfeantrag für fünf Bundeswehrsoldaten, die das Gesundheitsamt beim Containment unterstützen, wurde bis 10. Dezember verlängert.

„Die Meldung der Neuinfektionen ist tagesaktuell, das heißt, es gibt keine Rückstände im Gesundheitsamt“, erklärt die Behörde weiter. „Es liegt aber in der Natur der Sache, dass das Kontaktieren der positiven Fälle deutlich länger dauert als die Meldung.“ Positiv bestätigte Fälle müssen also damit rechnen, dass sich das Gesundheitsamt erst nach mehreren Tagen bei ihnen meldet. Alle positiven Fälle erhalten bereits vorab einen Brief des Gesundheitsamts mit Informationen zu Quarantäne und Freitesten sowie dem Hinweis, dass sich das Gesundheitsamt zur Abfrage von Symptomen et cetera noch telefonisch melden werde.

Sogenannte Einrichtungen mit Clusters of Concern werden tagesaktuell von den Ärzten des Gesundheitsamtes betreut. Alleine in der vergangenen Woche gab es 106 solcher:

  • Kliniken: 6 Cluster in 4 Klinken
  • Kindergärten: 20 Cluster in 15 Kitas
  • Schulen: 72 Klassen an 26 Schulen
  • Pflege- und Behinderteneinrichtungen: 6 Cluster in 5 Einrichtungen
  • Asyl: 2 Cluster in 2 Unterkünften 

„Bei den genannten Einrichtungen wird deshalb so genau hingeschaut, weil es sich um Cluster of Concern handelt – also Cluster, die möglicherweise Grund zur Besorgnis geben könnten“, erläutert die Behörde. „Es ist besonders wichtig, dass das Gesundheitsamt diese intensiv betreut, um das Infektionsgeschehen rasch einzudämmen. Daher werden sie so detailliert aufgeschlüsselt.“

Die Nennung dieser Cluster bedeute nicht, dass von einer Personengruppe eine besondere Gefahr ausgehe. Es bedeute auch nicht, dass ganze Einrichtungen per se oder jede Klasse komplett unter Quarantäne gestellt werde, sondern einfach nur, dass es mehrere positiv bestätigte Fälle gebe und das Gesundheitsamt ein genaues Auge darauf habe, wie sich die Lage entwickle, um das Infektionsgeschehen so gut es geht einzudämmen.

In der vergangenen Woche wurde das Einhalten der Corona-Regeln in 32 Gaststättenbetrieben von Mitarbeitern des Landratsamtes sowie Beamten der Polizeidienststellen im Landkreis und der Bereitschaftspolizei kontrolliert. Dabei wurden drei Verstöße festgestellt, bei denen nun ein Ordnungswidrigkeitsverfahren und damit ein Bußgeld geprüft wird. Seit Beginn der Pandemie wurden rund 3.500 Ordnungswidrigkeitsverfahren im Landkreis Miesbach betreut und rund 245.000 Euro Bußgelder verhängt.

Die Nachfrage nach Impfungen ist sehr hoch: 3.739 Impfungen wurden in der vergangenen Woche über das Impfzentrum abgewickelt – 1.200 mehr als in der Vorwoche und so viele wie zuletzt im Frühsommer. Genau 3.000 Dosen wurden direkt am Impfzentrum in Hausham verabreicht, der Rest über das Angebot Impfbus plus. Spitzenreiter war hier die Station am Samstag im Holzkirchner Rathaus, wo 370 Personen geimpft wurden.

Am größten ist die Nachfrage nach Booster-Impfungen: 2.935-mal wurde in der vergangenen Woche aufgefrischt. Im Vergleich dazu: 5.746 Booster-Impfungen im gesamten vergangenen Monat. 564 Personen entschieden sich in der vergangenen Woche für eine Erstimpfung – gesamter vergangener Monat: 1.734.

„Darüber hinaus impfen bekanntlich viele Hausärzte fleißig mit“, erklärt das Landratsamt. „Leider erhält das Landratsamt nur summierte Zahlen von der Regierung von Oberbayern zu diesen Impfungen, sodass die Impfungen bei Hausärzten leider nicht so aufgeschlüsselt werden können wie die des Impfzentrums des Landkreises.“

Mit Abstand am meisten nachgefragt werde der Impfstoff von Biontech. Bedauerlicherweise würden die Impfstofflieferungen für dieses Produkt ab 1. Dezember vorerst zurückgefahren. Niedergelassene Ärzte erhalten nur noch 30 Dosen pro Woche. Das Impfzentrum 1.020 Dosen.

Das Impfzentrum ist wieder auf volle Kapazität hochgefahren, nachdem die Kapazitäten noch zum 1. Oktober auf Anweisung der Regierung von Oberbayern auf 25 Prozent zurückgefahren wurden. „Es ist dem höchst engagierten Team des Bayerischen Roten Kreuzes rund um die Verwaltungsleiterin Beate Faus und den ärztlichen Leiter Thomas Straßmüller zu verdanken, dass die Aufstockung so schnell möglich war“, erklärt die Behörde.

Aufgrund der hohen Nachfrage seien trotz der aufgestockten Kapazitäten Wartezeiten unvermeidbar. Das Impf-Team arbeite gerade an Möglichkeiten, ältere und gehbehinderte Impfwillige bei den Angeboten des Impfbus plus schneller zur Impfung zu verhelfen, denn gerade das mobile Impfangebot solle wenig mobilen Impfwilligen entgegenkommen. Je nach räumlichen Möglichkeiten vor Ort werde es beispielsweise eine Art Skilehrerspur geben, also eine zweite Schlange für Menschen ab 70 Jahren und Schwerbehinderte. Am Impfzentrum selbst sei das Aufteilen in separate Schlangen nicht möglich. Jedoch werde dort ein Wetterschutz aufgebaut.

Seit die Teststrategie wieder kostenlose Tests vorsehe, steige auch die Nachfrage nach Schnelltests. Über das landkreisweite Portal www.reihentestung.de werden täglich 600 bis 1.000 Schnelltests durchgeführt. Das kostenlose Testangebot für alle Bürger wird von der Koordinierungsgruppe begrüßt.

Update, 16.55 Uhr: Aktuelle Fallzahlen

Die 7-Tage-Inzidenz im Landkreis Miesbach liegt laut den aktuellen Zahlen des Robert-Koch-Instituts am Montag (22. November) bei 681 Fällen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen 7 Tagen. Die Zahl der positiv Getesteten liegt aktuell bei 9.274 – 686 davon aktiv. Diese verteilen sich auf den Landkreis Miesbach wie folgt:

  • Holzkirchen: 98 aktive Fälle
  • Miesbach: 80
  • Hausham: 56
  • Fischbachau, Irschenberg und Waakirchen: 49
  • Rottach-Egern: 44
  • Otterfing, Schliersee und Weyarn: 36
  • Gmund: 33
  • Warngau: 29
  • Tegernsee: 25
  • Bad Wiessee: 24
  • Valley: 21
  • Bayrischzell: 12
  • Kreuth: 9

„Die Zahl der Verstorbenen hat sich um 6 erhöht“, teilt das Landratsamt Miesbach zudem mit. „Dabei handelt es sich um zwei Frauen und vier Männer im Alter von 75 bis 90 Jahren.“

Update, 22. November, 11.20 Uhr: Jens Spahn wird deutlich

Gesundheitsminister Jens Spahn hat eine Pressekonferenz zu Booster-Impfungen gegeben und findet deutliche Worte. Mehr dazu in unserem News-Ticker.

Update, 14.30 Uhr: Aigner bei Booster-Impfung

Landtagspräsidentin Ilse Aigner hat in Hausham ihre Booster-Impfung erhalten. Ihren dritten Piks hat sie sich öffentlich verpassen lassen, um angesichts der stark gestiegenen 7-Tage-Inzidenzen viele Bürger zum Impfen zu motivieren.

Aigners Appell: „Lassen Sie sich impfen! Schützen Sie sich, aber auch Ihre Familie, Freunde und Kollegen.“ Da es die Wissenschaft geschafft habe, innerhalb sehr kurzer Zeit einen Impfstoff zu entwickeln, liege es nun „an uns allen, diese Pandemie schnellstmöglich in den Griff zu bekommen“, findet Aigner.

Landtagspräsidentin Ilse Aigner (l.) hat in Hausham ihre Booster-Impfung erhalten.

Besorgt zeigt sie sich auch, „dass Patienten mit anderen Erkrankungen teilweise nicht mehr behandelt werden können“. Die Impfung würde dazu beitragen, die Leistungsfähigkeit der Kliniken zu erhalten. Derzeit seien die Impfquoten in Oberbayern nicht ausreichend.

Sich impfen zu lassen, ist für die 56-Jährige aus Feldkirchen-Westerham zudem ein Zeichen des Respekts „gegenüber allen Ärzten und Pflegern, die seit mehr als eineinhalb Jahren alles geben, um Menschenleben in dieser Pandemie zu retten“.

Update, 19. November, 10.40 Uhr: Impfangebot in Holzkirchen

Gemeinsam mit der BRK-Bereitschaft Holzkirchen hat die Marktgemeinde weitere Impfangebote ins Leben gerufen, um der großen Nachfrage gerecht zu werden. Ab Samstag (20. November) wird das BRK für vier aufeinanderfolgende Samstage, von 9 bis 13 Uhr, im großen Saal des Rathauses impfen. Der Zutritt erfolgt über den Hintereingang am Herdergarten.

Ob zur Erst-, Zweit- oder Booster-Impfung – jeder Bürger kann ohne Voranmeldung vorbeikommen. Es gibt eine freie Impfstoffauswahl, auch bei der Auffrischungsimpfung, und viel Flexibilität bei der Terminplanung des Zweitimpftermins.

Für das Impfangebot ist das BRK mit zwölf Personen vor Ort, das heißt, mit doppelt so viel Kapazität im Vergleich zum Impfbus und mit mehr Personal als in jeder anderen Gemeinde. „Dennoch möchten wir darauf hinweisen, dass es speziell beim ersten Termin am 20. November aufgrund des erwarteten Andrangs zu verlängerten Wartezeiten kommen kann“, erklärt die Verwaltung.

Im Folgenden die wichtigsten Informationen im Überblick:

  • Es gilt die FFP2-Maskenpflicht.
  • Für das Impfangebot ist vorab keine Anmeldung oder Registrierung nötig.
  • Geimpft werden kann jeder Bürger mit gewöhnlichem Aufenthalt in Deutschland oder einer gesetzlichen/privaten Krankenversicherung in Deutschland.
  • Generell an Impfpass, Ausweis und möglicherweise relevante medizinische Dokumente denken. Bei einer Auffrischungsimpfung zudem alle Unterlagen zu den vorangegangenen Corona-Impfungen mitbringen.

Wichtig: Es ist zu beachten, dass eine Impfauffrischung frühestens 5 Monate nach der letzten Impfung möglich ist. Eine Ausnahme stellt die Erstimpfung mit Johnson&Johnson dar. Danach kann man bereits nach 4 Wochen eine erneute Impfung erhalten.

Update, 18. November, 18.10 Uhr: Aktuelle Fallzahlen

Die 7-Tage-Inzidenz im Landkreis Miesbach liegt laut den aktuellen Zahlen des Robert-Koch-Instituts am Donnerstag (18. November) bei 779,6 Fällen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen 7 Tagen. Die Zahl der positiv Getesteten liegt aktuell bei 8.962 – 701 davon aktiv. Diese verteilen sich auf den Landkreis Miesbach wie folgt:

  • Holzkirchen: 112 aktive Fälle
  • Miesbach: 83
  • Fischbachau: 66
  • Hausham: 61
  • Rottach-Egern: 48
  • Waakirchen: 46
  • Schliersee: 37
  • Irschenberg und Otterfing: 35
  • Weyarn: 29
  • Bad Wiessee und Gmund: 27
  • Warngau: 26
  • Valley: 23
  • Tegernsee: 21
  • Bayrischzell: 17
  • Kreuth: 8

„Die Zahl der Verstorbenen hat sich um 7 erhöht“, teilt das Landratsamt Miesbach zudem mit. „Dabei handelt es sich um drei Frauen und vier Männer im Alter von 70 bis 85 Jahren.“

Update, 17. November, 17 Uhr: Impfbus kommt

Das Impf-Team des Landkreises Miesbach legt einen Stopp in Bad Wiessee ein. Am Donnerstag, 18. November, von 9 bis 13 Uhr, wird im Rathaus geimpft.

Geimpft werden kann jeder Bürger mit gewöhnlichem Aufenthalt in Deutschland oder einer gesetzlichen oder privaten Krankenversicherung in Deutschland. Es gibt keine Priorisierung mehr. Es ist auch keine Anmeldung oder Registrierung mehr notwendig. Erst-, Zweit und Auffrischungsimpfungen sind möglich.

Um einen schnellen und reibungslosen Ablauf zu garantieren, wird darum gebeten, dass bei Auffrischungs-/Booster-Impfungen alle Unterlagen zu den vorangegangenen Corona-Impfungen mitzubringen, zudem Impfpass, Ausweis und möglicherweise relevante medizinische Dokumente.

„Ich rufe alle Bürger auf, sich impfen zu lassen“, teilt Bürgermeister Robert Kühn mit. „In Bad Wiessee wird alles dafür getan, so viele Impfangebote wie möglich anzubieten. Impfen ist alternativlos – das muss uns allen klar werden.“

Update, 13.40 Uhr: Das gilt in den Bundesländern

In Deutschland entsteht ein Flickenteppich an Regeln. Ein neuer Corona-Gipfel soll Klarheit bringen. Eine Übersicht, was in welchem Bundesland gilt.

Update, 16. November, 13.05 Uhr: Kleine Erfolgsmeldungen

Eine kleine Erfolgsmeldung aus dem Gesundheitsamt: „Dank eines großen Kraftaktes der Mitarbeiter können Fälle seit einigen Tagen wieder tagesaktuell an die Oberbehörden gemeldet werden“, berichtet das Landratsamt. „Im Gegensatz zu vielen anderen Städten und Landkreisen können Bürger also davon ausgehen, dass die vom Robert-Koch-Institut (RKI) angezeigte Inzidenz der Realität entspricht und nicht wie in anderen Gegenden von Medien vermeldet um ein Vielfaches höher als der gemeldete Wert liegt.“

Zeitintensiv sei nach wie vor, sogenannte Indexfälle zu kontaktieren, also positiv getestete Personen, deren Daten das Gesundheitsamt von den Laboren bekommt. „Zwar konnte am Wochenende, wenn wegen der geschlossenen Arztpraxen traditionell weniger neue Laborergebnisse eintreffen, ein Rückstand abgearbeitet werden“, teilt die Behörde mit. „Wegen der extrem hohen Zahl an Neuinfektionen in der vergangenen Woche schafft es das Gesundheitsamt aber nur, die Indexfälle mit mehreren Tagen Verspätung anzurufen.“

Es sei daher extrem wichtig, dass jeder, der ein positives Testergebnis erhalten habe, sich sofort in Quarantäne begebe. Alle Infos, wer wann in Quarantäne muss, gibt es noch einmal hier.

Nachfrage nach Impfungen steigt weiter

Eine weitere kleine Erfolgsmeldung – dieses Mal aus dem Impfzentrum: „Während manch anderer Landkreis gerade mit den Auffrischungsimpfungen in Pflegeeinrichtungen kämpft und sich mancherorts ein Wettlauf gegen die Zeit angebahnt hat, sind im Landkreis Miesbach die Impfauffrischungen in Pflegeeinrichtungen erfreulicherweise längst abgeschlossen“, teilt die Behörde mit. „Die letzte Pflegeeinrichtung wurde von mobilen Impf-Teams im Impfbus bereits vor vier Wochen besucht.“

In der vergangenen Woche wurden durch das Impfzentrum 2.518 Impfungen verabreicht – 2.056 davon direkt im Impfzentrum. Die Nachfrage habe sich damit im Vergleich zur Vorwoche fast verdoppelt (Vorwoche: 1.375). Aufgrund der großen Nachfrage könne es zu Wartezeiten kommen.

Auffrischungsimpfungen – für wen und ab wann?

Die Auffrischungsimpfung erfolgt regulär nach sechs Monaten, was den Herstellerangaben und der Empfehlung der Stiko entspricht. Im Rahmen der ärztlichen Therapiefreiheit kann diese aber auch schon nach fünf Monaten beziehungsweise bei Impfung mit Johnson&Johnson schon nach vier Wochen erfolgen. Nach dem Beschluss der bayerischen Staatsregierung können auch im Impfzentrum in Hausham Auffrischungen schon nach fünf Monaten nach der Zweitimpfung durchgeführt werden.

Dafür müssen alle Unterlagen zu den vorangegangenen Corona-Impfungen mitgebracht werden, zudem Impfpass, Ausweis und möglicherweise relevante medizinische Dokumente.

Der neue Impfbus Plus hatte am Dienstag (16. November) seinen ersten Einsatz in der Vitalwelt in Schliersee. Dort macht er immer dienstags Halt, außerdem donnerstags, zwischen 9 und 13 Uhr, an wechselnden Standorten im Landkreis – so am 18. November am Rathaus in Bad Wiessee – und samstags, von 9 bis 13 Uhr, immer am Rathaus in Holzkirchen/Großer Sitzungssaal/Eingang Nord/Herdergarten.

Das Impfzentrum in Hausham ist täglich von 14 bis 20 Uhr geöffnet. Genaue Informationen gibt es unter www.landkreis-miesbach.de/impfzentrum.

Schnelltests wieder kostenlos

Das Gesundheitsministerium hat erneut die Teststrategie angepasst. Damit haben wieder alle Bürger – unabhängig vom Impf- oder Genesenenstatus – Anspruch auf mindestens einen kostenlosen PoC-Schnelltest pro Woche. Die Kosten dafür trägt der Bund.

Kostenlose PoC-Schnelltests gibt es mit Terminbuchung beim Testzentrum des Landkreises und in zahlreichen Apotheken im Landkreis. Eine Auswahl der Teststationen findet man unter reihentestung.de.

Darüber hinaus gelten einige Ausnahmen:

  • Alle Bürger, die zum Zeitpunkt des Tests das 18. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, können sich noch bis zum 31. Dezember 2021 kostenlos testen lassen.
  • Schwangere haben bis 31. März 2022 die Möglichkeit eines kostenlosen PCR-Tests, sowohl in den lokalen Testzentren als auch bei niedergelassenen Ärzten.
  • Auch Stillende können sich bis auf Weiteres mit einem PCR-Test kostenlos in einem lokalen Testzentrum testen lassen.
  • Studenten können sich noch bis 30. November kostenlos testen lassen. Jene, bei denen eine Schutzimpfung mit nicht in Deutschland zugelassenen Impfstoffen erfolgt ist, haben sogar noch bis 31. Dezember 2021 Zeit, sich mit einem in Deutschland zugelassenen Impfstoff zu schützen und können sich bis dahin kostenlos testen lassen.

Kontrollen in Gaststätten

Am Wochenende fanden wie angekündigt zahlreiche Kontrollen in Gastronomiebetrieben statt. Kontrolliert wurden 31 Betriebe, gegen die zuvor Anzeigen von Bürgern eingegangen waren. Bei der überwiegenden Mehrheit der Gaststätten konnten keine Verstöße festgestellt werden. In sieben Betrieben wurden die Besucher jedoch nicht nach einem 3Gplus- oder 2G-Nachweis gefragt.

„Die Anzeigen, die vor Ort aufgenommen wurden, werden nun im Einzelfall geprüft“, erläutert das Landratsamt. Der gemeinsame Bußgeldkatalog des Innen- und Gesundheitsministeriums sieht ein Bußgeld in Höhe von bis zu 5.000 Euro pro Betrieb vor. Die gemeinsamen Kontrollen von Landratsamt, örtlichen Polizeidienststellen und Einheiten der Bereitschaftspolizei unter Federführung des Landratsamtes werden fortgesetzt.

Update, 15. November, 16.35 Uhr: Aktuelle Fallzahlen

Die 7-Tage-Inzidenz im Landkreis Miesbach liegt laut den aktuellen Zahlen des Robert-Koch-Instituts am Montag (15. November) bei 1098 Fällen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen 7 Tagen. Die Zahl der positiv Getesteten liegt aktuell bei 8.594 – 976 davon aktiv. Diese verteilen sich auf den Landkreis Miesbach wie folgt:

  • Holzkirchen: 145 aktive Fälle
  • Fischbachau: 99
  • Miesbach: 89
  • Waakirchen: 80
  • Hausham: 75
  • Schliersee: 66
  • Rottach-Egern: 55
  • Warngau: 54
  • Irschenberg: 53
  • Otterfing: 49
  • Valley: 44
  • Bad Wiessee: 38
  • Weyarn: 34
  • Gmund: 33
  • Bayrischzell: 28
  • Tegernsee: 23
  • Kreuth: 11

Update, 12.35 Uhr: Neue Zugangsbeschränkungen

Die Landkreise Mühldorf am Inn, Altötting, Traunstein, Berchtesgadener Land und Miesbach sowie die Stadt und der Landkreis Rosenheim sind weiterhin besonders stark von Corona-Neuinfektionen betroffen. Die Lage in den Kliniken der Region ist besorgniserregend. Ergänzend zum Katastrophenfall, den der Freistaat Bayern ausgerufen hat, haben sich die Landräte der betroffenen Landkreise und der Oberbürgermeister der Stadt Rosenheim mit der Regierung von Oberbayern abgestimmt und auf weitergehende Maßnahmen verständigt, die am Montag, 15. November, in Kraft treten.

2G in Gastronomie- und Beherbergungsbetrieben

Für Gastronomie- und Beherbergungsbetriebe wird die 2G-Regel angewendet. Der Zugang zu diesen Bereichen ist somit nur noch geimpften und genesenen Personen sowie Kindern unter 12 Jahren gestattet. Personen, die sich aus medizinischen Gründen nicht impfen lassen können, erhalten mit einem aktuellen PCR-Test Zutritt zur Einrichtung, wenn der Betreiber dies gestattet.

Anbieter, Veranstalter, Betreiber, Beschäftigte und ehrenamtlich Tätige mit Kundenkontakt, bei denen 2G gilt, müssen wöchentlich zwei PCR-Tests oder einen Schnell-/Selbsttest unter Aufsicht an jedem Arbeitstag vornehmen, wenn sie weder geimpft noch genesen sind.

Für bereits angereiste Übernachtungsgäste gilt die bisherige Regel der roten Ampel vorübergehend bis einschließlich 21. November weiter. Der Gastgeber kann dabei von dieser Übergangsregel Gebrauch machen oder die Verschärfung umgehend umsetzen.

3Gplus für Besucher von Pflegeeinrichtungen

Für Besucher von Pflege- und Behinderteneinrichtungen gilt 3Gplus. Die Sonderregel für Schüler besteht weiterhin: Diese können Pflegeeinrichtungen ohne aktuellen PCR-Test besuchen. Die Sterbebegleitung ist weiterhin jederzeit zulässig. Die Maskenpflicht für alle Besucher entsprechender Einrichtungen bleibt trotz der Vorlage eines PCR-Tests weiterhin bestehen.

3G-Regel für alle Betriebe

In allen Betrieben gilt für Beschäftigte mit Kontakt zu anderen Personen im Rahmen der Tätigkeit die 3G-Regel. Beschäftigte, die weder geimpft noch genesen sind, müssen somit an zwei Tagen pro Woche über einen Schnelltestnachweis verfügen. Damit wird die 3G-Regel am Arbeitsplatz auf ÖPNV, Handel sowie Betriebe mit weniger als 10 Beschäftigten ausgeweitet.

Sind gemäß der 14. Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung weitergehende Einschränkungen als die 3G-Regel für Beschäftigte festgelegt, bleiben diese unberührt. Die Allgemeinverfügung tritt am 15. November in Kraft. Sie gilt befristet bis zum Ablauf des 24. Novembers.

Dazu Landrat Olaf von Löwis:

„Wir tauschen uns im Kreise der Landratskollegen intensiv aus, wie diese Infektionswelle gebrochen werden kann, die unsere Landkreise gerade mit aller Wucht trifft. Die bisher in den Landkreisen und von der Staatsregierung getroffenen Maßnahmen reichen noch nicht aus, um unser Gesundheitssystem zu entlasten. Wir benötigen weitere Einschränkungen, auch wenn diese schmerzhaft und belastend für uns alle sind. Bitte lassen Sie uns alle an einem Strang ziehen, dass unser Landkreis diese Welle gut übersteht. Bitte denken Sie an die Mitarbeiter im Krankenhaus und im gesamten Gesundheitswesen. Sie brauchen jetzt dringend unsere Disziplin! Und bitte lassen Sie sich impfen – das ist der einzige Weg aus dieser Pandemie!“

Update, 10.45 Uhr: Pressekonferenz live

Die Corona-Fallzahlen in Deutschland erreichen stetig traurige neue Rekorde. Jens Spahn und Lothar Wieler erklären die Lage in einer Pressekonferenz. Hier im Live-Ticker.

Update, 10.35 Uhr: Neuer Impfbus

Der Impfbus fährt am Samstag (13. November) zu seinem letzten Einsatzort am Winklstüberl in Fischbachau, zu dem jeder Impfwillige zwischen 9 und 13 Uhr kommen kann. Ab nächster Woche ist nach knapp drei Monaten, 112 Einsätzen und fast 4.500 verabreichten Dosen erst einmal Schluss für den großen Impfbus, teilt das Landratsamt mit. „Das Wetter wird einfach zu kalt“, heißt es in einer Mitteilung. „Der Bus verfügt über keine Heizung und die Wartezeit vor dem Bus in der Kälte ist auch nicht besonders angenehm.“

Doch es gibt eine Alternative: Aus dem Impfbus wird der Impfbus Plus. „Das Team nutzt künftig einen kleineren Impfbus“, erklärt die Behörde. „Derzeit wird dieser umgerüstet und beklebt.“ Damit parkt das Team dann dienstags vor der Vitalwelt in Schliersee, am Donnerstag an wechselnden Standorten im Landkreis Miesbach und am Samstag immer am Rathaus in Holzkirchen. Am Donnerstag, 18. November, macht der Impfbus Plus Station am Rathaus in Bad Wiessee. Die aktuellen Haltestellen gibt es hier.

Geimpft werde immer zwischen 9 und 13 Uhr – jedoch nicht am Bus, sondern in Räumen der genannten Gebäude. Das Prinzip des Impfbusses, die Impfung zu den Bürgern zu bringen, bleibe also gleich – es werde dabei nur wärmer. Das Team werde zudem verdoppelt auf acht Personen: vier Ärzte und vier Verwaltungskräfte. Das Angebot soll vorerst wieder für zirka vier Wochen bis Mitte Dezember gelten.

Die Nachfrage nach Impfungen steigt weiter: Alleine von Montag bis Mittwoch (8. bis 10. November) verabreichte das Impf-Team 1.041 Dosen – fast so viele wie in der gesamten Woche zuvor (1.375 Dosen). Das Impfzentrum in Hausham ist weiterhin jeden Tag, von 14 bis 20 Uhr, geöffnet.

Booster-Impfung für Landrat

Landrat Olaf von Löwis hat diese Woche im Impfzentrum seine Auffrischungs- beziehungsweise Booster-Impfung erhalten. Sie wurde verabreicht vom ärztlichen Leiter des Impfzentrums, Thomas Straßmüller. Der Landrat ruft alle Bürger auf, sich impfen zu lassen: „Holen Sie sich jetzt Ihre Auffrischungsimpfung ab! Impfen hilft!“

Landrat Olaf von Löwis erhielt von Dr. Thomas Straßmüller seine Auffrischungsimpfung.

Update, 9.45 Uhr: Grafiken und Analysen

Was ist im Corona-Hotspot Miesbach los? Wie stark sind Drittimpfungen nachgefragt? Und haben wir gerade nur eine „Pandemie der Ungeimpften“? Eine Datenanalyse zum Corona-Herbst in Bayern.

Update, 12. November, 6.20 Uhr: IHK für München und Oberbayern

Die aktuelle Konjunkturumfrage der IHK für München und Oberbayern kommt zu dem Ergebnis, dass die Wirtschaft im Oberland zuversichtlich ist. Mehr dazu in unserem Artikel.

Update, 18.50 Uhr: Corona-Alarm in Bayern

Die Corona-Lage in Bayern bleibt angespannt: die Infektionen nehmen zu, die Intensivstationen laufen voll. Droht jetzt auch noch eine Impfstoff-Knappheit? Mehr dazu hier.

Update, 17.55 Uhr: Aktuelle Fallzahlen

Die 7-Tage-Inzidenz im Landkreis Miesbach liegt laut den aktuellen Zahlen des Robert-Koch-Instituts am Donnerstag (11. November) bei 1049,1 Fällen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen 7 Tagen. Die Zahl der positiv Getesteten liegt aktuell bei 8.263 – 1050 davon aktiv. Diese verteilen sich auf den Landkreis Miesbach wie folgt:

  • Holzkirchen: 134 aktive Fälle
  • Miesbach: 112
  • Fischbachau: 105
  • Waakirchen: 91
  • Hausham: 82
  • Irschenberg und Schliersee: 73
  • Warngau: 64
  • Rottach-Egern: 56
  • Otterfing: 44
  • Weyarn: 40
  • Gmund: 39
  • Valley: 38
  • Bad Wiessee: 35
  • Bayrischzell: 30
  • Tegernsee: 21
  • Kreuth: 13

Update, 16.35 Uhr: Impfung für Aiwanger

Seit Wochen hält die Diskussion um den Impfstatus von Freie-Wähler-Chef Hubert Aiwanger an. Jetzt hat sich Bayerns Vize impfen lassen. Warum, das lesen Sie hier.

Update, 11. November, 14.55 Uhr: Bußgelder und mehr

Bürger zeigten gerade in der vergangenen Woche vermehrt Verstöße gegen Corona-Regeln in Gastronomiebetrieben beim Landratsamt Miesbach an, wie die Behörde vermeldet. Parallel dazu habe das bayerische Kabinett jene Landkreise, in denen sich das Coronavirus aktuell besonders ausbreite, zu verstärkten Kontrollen bezüglich der aktuellen Regeln aufgefordert. Die Kreisverwaltungsbehörden sollen dabei zusätzlich durch Einheiten der bayerischen Polizei unterstützt werden. In den kommenden Wochen werden daher auch im Landkreis Miesbach wieder verstärkt Kontrollen in Gastronomiebetrieben durchgeführt.

„Bei den Kontrollen geht es nicht um die Gängelung einzelner Branchen, welche sowieso schon durch die Pandemie gebeutelt sind. Vielmehr bereiten uns die weiterhin stark steigenden Infektionszahlen und die damit einhergehende Überlastung unseres Gesundheitssystems, beginnend bei den Hausärzten bis hin in die regionalen Krankenhäuser, große Sorgen“, erklärt Landrat Olaf von Löwis. „Wir sitzen alle in einem Boot und können die Welle nur gemeinsam brechen. Jeder Einzelne ist aufgerufen, seinen Beitrag dazu zu leisten.“

Landratsamt und Polizei würden intensiv zusammenarbeiten, um die flächendeckende Einhaltung der geltenden Regeln für die maximale Sicherheit von Mitarbeitern, Gästen und Bevölkerung zu erzielen. Gleichzeitig gehe es auch um Fairness gegenüber den vielen Betrieben, die sich seit Monaten an alle Regeln halten. Unwissenheit schütze nicht vor Strafen. Alle festgestellten Verstöße würden zur Anzeige gebracht. Landrat von Löwis dankt nicht nur den eigenen Mitarbeitern, sondern auch allen Kräften der Polizei für ihren Einsatz und die Zusatzarbeit, um die Sicherheit im Landkreis zu gewährleisten.

Die Mitarbeiter des Landratsamts, die aus verschiedenen Bereichen des Amtes zusammengezogen werden, werden begleitet von Polizisten der lokalen Dienststellen und Unterstützungskräften der Bereitschaftspolizei. Die Kontrolleure sind in Teams unterwegs, tragen zivil oder Uniform und nehmen Anzeigen gegebenenfalls direkt vor Ort auf. Jeder Kontrolleur könne sich durch einen Dienstausweis ausweisen. Zur Dokumentation können Fotos gemacht werden. Wenn die Sachverhalte im Landratsamt eingehend geprüft worden, werde gegebenenfalls ein Ordnungswidrigkeitsverfahren mit einem Bußgeld eingeleitet. In keinem Fall werde ein Bußgeld sofort verlangt. Sollten vermeintliche Kontrolleure dies tun, sei sofort die Polizei zu verständigen.

Kontrolliert werde ausschließlich, ob die Corona-Bestimmungen gemäß der 14. Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung eingehalten werden. Gastwirte und Gäste müssen unter anderem folgende Regeln einhalten (jeweils dazu Bußgeld nach dem gemeinsamen Bußgeldkatalog von Innen- und Gesundheitsministerium):

  • Kontrolle des Nachweises von 3Gplus beziehungsweise 2G beim Zutritt zu den Räumen, also bevor die Gäste ihren Platz einnehmen):
  • Bußgeld: 250 Euro für Personen, die eine Einrichtung ohne erforderlichen Impf-, Genesenen- oder Testnachweis betreten
  • 5.000 Euro für Betreiber, die nicht sicherstellen, dass der Gast einen Impf-, Genesenen- oder Testnachweis vorlegt
  • Strafanzeige bei Vorlage von gefälschten Impf-, Genesenen- oder Testnachweisen
  • lückenlose Dokumentation und Umsetzung der 3G-Nachweise von Mitarbeitern und Betreiber (2 PCR-Tests pro Woche oder täglichen Schnelltest oder täglichen Selbsttest unter Aufsicht):
  • Bußgeld: 250 Euro für Betreiber, die den eigenen Testnachweis nicht 14 Tage aufbewahren
  • 250 Euro für Mitarbeiter, die den eigenen Nachweis nicht erbracht haben
  • 5.000 Euro für Betreiber, die nicht sicherstellen, dass der Beschäftigte einen erforderlichen Impf-, Genesenen- oder Testnachweis vorlegt
  • Strafanzeige bei Vorlage von gefälschten Impf-, Genesenen- oder Testnachweisen
  • Infektionsschutzkonzept für den Betrieb nach Rahmenkonzept für Gastronomie ist vorzuhalten:
  • Bußgeld: 5.000 Euro für Betreiber
  • Musikbeschallung nur als Hintergrundmusik zulässig (außer es handelt sich um eine zulässige Veranstaltung):
  • Bußgeld: 5.000 Euro für Betreiber
  • Tanzen in geschlossenen Räumen ist nicht gestattet (außer es handelt sich um eine zulässige Veranstaltung):
  • Bußgeld: 5.000 Euro für Betreiber
  • Maskenpflicht für Mitarbeiter und Gäste entfällt bei 3Gplus beziehungsweise 2G
  • Kontaktdaten müssen nicht mehr erfasst werden

Update, 18.45 Uhr: Lage in Österreich

In den österreichischen Bundesländern Salzburg und Oberösterreich explodieren die Corona-Zahlen. Kanzler Alexander Schallenberg schließt einen Lockdown für Ungeimpfte nicht mehr aus. Alles dazu lesen Sie in unserem Artikel.

Update, 15.05 Uhr: Katastrophenfall ausgerufen

Die Corona-Lage in Bayern verschärft sich. Das Kabinett um Ministerpräsident Markus Söder zieht die Zügel an. Der Katastrophenfall wurde ausgerufen. Mehr dazu lesen Sie hier.

Update, 14.35 Uhr: Absage für Adventsmärkte

Landrat Olaf von Löwis und die Bürgermeister im Landkreis Miesbach haben sich am Mittwoch (10. November) darauf geeinigt, alle kommunalen Veranstaltungen bis Ende 2021 ganz abzusagen oder, wenn das Durchführen zwingend geboten ist, auf das minimalste Maß herunterzufahren. Ziel der Abstimmung war für alle, ein einheitliches Vorgehen für alle Kommunen im Landkreis festzulegen.

Dies betreffe insbesondere die Märkte in der Vorweihnachtszeit: Der Landrat und die Bürgermeister empfehlen dringend, alle Märkte abzusagen – sowohl die, die von Gemeinden selbst veranstaltet werden, als auch die von privaten Veranstaltern. Das Gesundheitsamt rate aus infektiologischer Sicht unbedingt zur Absage.

„Angesichts dieser hohen Neuinfektionszahlen wäre es grob fahrlässig, Märkte und andere Massenveranstaltungen durchzuführen“, sagt Landrat von Löwis. Er dankt den Bürgermeistern ausdrücklich für ihre breite Unterstützung: „Ich verstehe, dass viele sich auf den Glühwein am Markt gefreut hätten, aber denken Sie bitte an die Mitarbeiter unseres Krankenhauses: Sie kämpfen jeden Tag bis zur völligen Erschöpfung, um die Gesundheitsversorgung in unserem Landkreis aufrechterhalten zu können. Mein Appell richtet sich deshalb auch an alle privaten Veranstalter: Bitte dieses Jahr keine Märkte in der Vorweihnachtszeit.“

Update, 10. November, 12.45 Uhr: Aktuelles Geschehen

Fünf weitere Personen sind im Zusammenhang mit dem Coronavirus verstorben, teilt das Landratsamt Miesbach mit. Es handele sich um drei männliche und zwei weibliche Landkreisbürger im Alter von 75 bis 92 Jahren. Die Zahl der im Zusammenhang mit einer Covid-Infektion Verstorbenen steige damit auf 92.

Zum Infektionsgeschehen lasse sich nichts Neues sagen: Die Zahl der Neuinfektionen sei weiterhin extrem hoch. Das Gesundheitsamt schaffe es trotz größter Bemühungen nicht mehr, alle positiven Laborbefunde tagesaktuell an das Robert-Koch-Institut zu melden. Wie in vielen anderen Landkreisen, deren Gesundheitsämter vor demselben Problem stünden, sei die Inzidenz wohl noch höher als sowieso schon angegeben.

„Die Mitarbeiter des Gesundheitsamtes geben das Menschenmöglichste, sich gegen die Pandemie zu stemmen, geraten aber zunehmend an ihre Grenzen“, erklärt die Behörde. „Kontaktpersonen können wie bereits mehrfach kommuniziert nicht mehr nachverfolgt werden.“ Positiv bestätigte Fälle zu kontaktieren, könne nur noch um einige Tage verzögert erfolgen.

„Das Gesundheitsamt bittet alle Landkreisbürger, sich verantwortungsbewusst gegenüber der eigenen Gesundheit und der ihrer Mitmenschen zu verhalten“, heißt es in einer Mitteilung. „Wer sich nicht an Quarantäneregeln hält und andere Menschen in Gefahr bringt, ist mitverantwortlich für die Überlastung des Gesundheitssystems.“ Bei Bekanntwerden von Verstößen gegen die Quarantäne drohe zudem ein Bußgeld in Höhe von mehreren Tausend Euro.

Um das Gesundheitsamt zu entlasten, verbessere das Landratsamt erneut die internen Arbeitsabläufe:

  • Es gibt neue, übersichtliche Schaubilder für Kontaktpersonen und Personen, die einen positiven Selbst-, Schnell- oder PCR-Test erhalten haben. Dort wird Schritt für Schritt erklärt, was zu tun ist. Es gibt außerdem eine neue Übersicht über alle Quarantäneregeln.
  • Es gibt ab sofort Testberechtigungsscheine für kostenlose Test für bestimmte Gruppen:
  • Testberechtigungsschein fürs Freitesten nach überstandener Infektion: Wer eine Infektion durchgemacht hat, muss sich aus der Quarantäne freitesten. Über den konkreten Zeitpunkt des Freitestens und die Anforderung an den Test informiert das Schaubild.
  • Testberechtigungsschein für enge Kontaktpersonen: Wer enge Kontaktperson ist, hat ebenso Anspruch auf einen kostenlosen Test, auch bei vollständigem Impfschutz. Dieser kann zum Freitesten und Beenden der Quarantäne verwendet werden. Wer als enge Kontaktperson zählt und gegebenenfalls in Quarantäne muss, ist auf diesem Schaubild nachzulesen.

Der Testberechtigungsschein könne nur beim Testzentrum des Landkreises am Zuchtverband in Miesbach verwendet werden. Über die Terminvereinbarungsmodalitäten informiere man hier. Im Testzentrum dürfen nur symptomfreie beziehungsweise Personen mit minimalen Symptomen getestet werden. Symptomatische Personen müssen nach wie vor zum Hausarzt.

Die Testberechtigung werde bei jeder zu testenden Person kontrolliert. Jeder Versuch, sich widerrechtlich einen Test zu erschleichen, werde zur Anzeige gebracht.

Testen

„Auch das Testzentrum des Landkreises passt Öffnungszeiten und Abläufe an, um der gestiegenen Nachfrage nachzukommen und die Hausärzte zu entlasten“, erklärt das Landratsamt. „Alle Tests sind nur noch nach vorheriger Terminvereinbarung möglich.“ Alle relevanten Links zur Terminvereinbarung und Registrierung seien hier abgebildet. Termine können Montag bis Freitag, von 13 bis 15 Uhr, sowie am Wochenende und an Feiertagen, von 10 bis 12 Uhr, gebucht werden. Das Testzentrum darf nur kostenfreie Tests durchführen, keine kostenpflichtigen Tests auf Wunsch.

Wer Anspruch auf einen kostenlosen Test hat, sei hier nachzulesen. Eindeutig symptomatische Personen können nicht im Testzentrum getestet werden. In diesem Fall sei der Hausarzt zu kontaktieren, auch wenn man dafür gegebenenfalls über das Wochenende warten müsse. Die Quarantäne beginne ab Symptombeginn. Daher müsse niemand befürchten, durch einen möglichen Verzug über das Wochenende länger als vorgeschrieben in Quarantäne zu sein.

Leicht symptomatische Personen mit einem positiven Schnell- oder Selbsttest können nach einer Klarstellung des Gesundheitsministeriums nun auch im Testzentrum getestet werden. Als Nachweis reiche der positive Test.

Impfen

1.375 Personen nahmen in der vergangenen Woche ein Impfangebot des Impfzentrums in Anspruch. Damit waren es 608 Impfungen mehr als in der vorherigen Woche. Im Impfzentrum wurden 939 Impfungen verabreicht, am letzten Tag des Angebots im Krankenhaus Agatharied 65 und an den vier Haltestellen des Impfbusses 371.

Im Impfbus wurden seit Einsatzbeginn Ende August 4.237 Impfungen an 108 Haltestellen verabreicht. Hier gibt es den aktuellen Fahrplan des Impfbusses.

Damit auch künftig ausreichend Impfkapazitäten für den Landkreis Miesbach vorhanden sind, erweitert das Impfzentrum die Öffnungszeiten. Dort kann man sich ab sofort täglich, von 14 bis 20 Uhr, eine Impfung gegen das Coronavirus sichern. Ohne Termin und mit freier Impfstoffwahl, auch für Auffrischungsimpfungen. Weil die Nachfrage nach Impfungen zuletzt deutlich gestiegen sei, könne es gerade zu Beginn der täglichen Öffnungszeiten zu längeren Wartezeiten kommen. Um diese zu verkürzen, empfehle das Team des Impfzentrums auch die weniger stark besuchten Zeiten gegen 17 oder 18 Uhr zu nutzen.

Für Auffrischungsimpfungen müssen unbedingt die Informationen zur Erst- und Zweitimpfung mitgebracht werden.

Update, 17.45 Uhr: Mehr 2G und 3Gplus

Ab Dienstag, 9. November, gelten in Bayern neue Regeln im Kampf gegen die Corona-Pandemie. Die bayerische Krankenhausampel steht auf Rot. „Insgesamt liegen derzeit 609 Patienten (Stand 8. November, 12.05 Uhr) mit einer Covid-19-Erkrankung auf den Intensivstationen der Kliniken im Freistaat – die meisten ungeimpft. Daher greifen nun weitere, noch schärfere Maßnahmen“, erklärt ein Sprecher des bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege. „Wir appellieren an jeden einzelnen Menschen: Tragen Sie dazu bei, dass die Lage nicht weiter eskaliert. Das Gesundheitssystem steht vor der Überlastung. Jeder Mensch in Bayern kann dazu beitragen, mit vorsichtigem Verhalten und der Bereitschaft zur zeitnahen Impfung.“

  • Ab Dienstag seien viele Einrichtungen und Veranstaltungen nur noch für Geimpfte und Genesene zugänglich. Der Freistaat schalte in vielen Bereichen auf 2G um und werde prüfen, ob diese Regel ausgeweitet werden muss.
  • Ausgenommen seien aktuell Gastronomie, Beherbergungsunternehmen und körpernahe Dienstleistungen. Da bleibe es bei 3Gplus, sodass der Zugang für Ungeimpfte mit PCR-Tests möglich ist.
  • In Hochschulen, außerschulischen Bildungsangeboten einschließlich der beruflichen Aus-, Fort- und Weiterbildung sowie Bibliotheken und Archiven gelte weiterhin die Zugangsmöglichkeit auch mit Schnelltest (3G).
  • Für Handel, öffentlichen Personennah- und -fernverkehr sowie Schülerbeförderung gelten keine Einschränkungen. Zudem werde geprüft, ob darüber hinaus Härten für Kinder und Jugendliche abgefedert werden können.
  • Für Betriebe mit mehr als zehn Beschäftigten gelte für alle ungeimpften und nicht genesenen Beschäftigten und Inhaber, die nicht bereits anderweitig 3G-Zutrittsregeln unterliegen und während ihrer Arbeit Kontakt zu anderen Personen haben, dass sie im Hinblick auf den Zutritt zu geschlossenen Räumen zweimal pro Woche einen Schnelltest machen müssen.

Der Sprecher fügt hinzu: „Das Kabinett wird am Dienstag nicht nur über die Lage, sondern auch über mögliche weitere Maßnahmen sprechen. Allen noch Ungeimpften muss klar sein: Sie haben, wie auch das Robert-Koch-Institut bestätigte, eine sehr hohe Wahrscheinlichkeit, sich mit dem Coronavirus anzustecken.“

  • Bereits am Sonntag (7. November) wurde mit Inkrafttreten der gelben Stufe der Maskenstandard auf FFP2 erhöht.
  • In den Schulen gilt zudem Maskenpflicht.
  • Überdies hat die Gesundheitsministerkonferenz entschieden, Auffrischungsimpfungen für alle Menschen anzubieten, bei denen die zweite Impfung 6 Monate zurückliegt.

Update, 8. November, 16.55 Uhr: Aktuelle Fallzahlen

Die 7-Tage-Inzidenz im Landkreis Miesbach liegt laut den aktuellen Zahlen des Robert-Koch-Instituts am Montag (8. November) bei 715,7 Fällen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen 7 Tagen. Die Zahl der positiv Getesteten liegt aktuell bei 7.622 – 871 davon aktiv. Diese verteilen sich auf den Landkreis Miesbach wie folgt:

  • Miesbach: 118 aktive Fälle
  • Fischbachau: 101
  • Holzkirchen: 74
  • Hausham und Irschenberg: 67
  • Waakirchen: 62
  • Rottach-Egern: 54
  • Warngau: 47
  • Bad Wiessee: 45
  • Weyarn: 44
  • Gmund und Schliersee: 43
  • Valley: 29
  • Kreuth: 25
  • Otterfing: 22
  • Bayrischzell: 16
  • Tegernsee: 14

Update, 6. November, 18 Uhr: Alarmstufe Rot

Die regionale Krankenhausampel für den Landkreis Miesbach steht auf Rot. Das macht das Landratsamt wie gesetzlich vorgesehen amtlich bekannt. Die regionale Ampel steht dann auf Rot, wenn die 7-Tage-Inzidenz über 300 liegt und die Intensivbetten im Rettungszweckverband des Landkreises Miesbach mit der Stadt und dem Landkreis Rosenheim über 80 Prozent belegt sind. Welche Regeln nun gelten, fasst das Gesundheitsministerium hier zusammen. 

Drei Maßnahmen sind es, die nun zusätzlich für die Bürger im Landkreis Miesbach gelten:

  1. Es gilt 3G am Arbeitsplatz. Bei zehn oder mehr Beschäftigten sind regelmäßige Tests bei Kontakt mit anderen Personen nötig.
  2. Für Gastronomie und körpernahe Dienstleistungen gilt 3Gplus.
  3. 2G wird ausgeweitet auf Veranstaltungen, Kultur und Sport.

Update, 13.25 Uhr: 2G für Veranstaltungen

Die Landkreise Miesbach und Mühldorf am Inn verfügen derzeit über die höchsten 7-Tage-Inzidenzen in ganz Deutschland. Obwohl die beiden Landkreise zusammen mit den umliegenden, derzeit besonders von der Ausbreitung des Coronavirus betroffenen Landkreisen bereits Einschränkungen erlassen haben, hat sich die Lage in den Kreisen weiter verschärft.

Ab dem Wochenende (6./7. November) gelten bayernweit schärfere Maßnahmen. In beiden Landkreisen steht die regionale Krankenhausampel auf Rot. Es gilt, keine weitere Zeit zu verlieren. Die Landräte Olaf von Löwis und Max Heimerl haben daher beschlossen, am Freitag (5. November) eine weitere Allgemeinverfügung zu erlassen, die bis 7. November, 24 Uhr, gilt: Für Besucher gilt bei allen öffentlichen und privaten Veranstaltungen in nicht-privaten Räumlichkeiten 2G. Veranstaltungen in der Gastronomie, zum Beispiel Hochzeiten, sind davon nicht betroffen.

Die Allgemeinverfügung greift der angekündigten Änderung der 14. bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung vor. Für Sport- und Kulturveranstaltungen gilt die 2G-Regel erst ab dem Geltungszeitpunkt der Verschärfung der Infektionsschutzmaßnahmenverordnung.

Dazu Landrat Olaf von Löwis: „Wir müssen sofort handeln, um unser Krankenhaus vor dem Kollaps zu schützen. Die Zahlen steigen täglich weiter an, deshalb können wir auch nicht auf die bayerischen Verschärfungen warten. Bei allen Veranstaltungen im nicht-privaten Bereich gilt daher ab sofort 2G. Das ist ein drastischer Schritt, aber es hilft nichts. Jetzt ist die Zeit zum Handeln. Ich danke allen Bürgern, die durch die Einhaltung der Regeln zur Bekämpfung der Pandemie beitragen.“

Update, 5. November, 10.45 Uhr: Sankt-Martins-Umzüge

Corona-bedingt mussten die vor allem bei Kindern so beliebten Sankt-Martins-Umzüge 2020 ausfallen oder konnten nur in kleinem, familieninternen Rahmen stattfinden. Dank der vielen Menschen, die sich inzwischen vollständig gegen das Coronavirus haben impfen lassen, sind Laternenumzüge am Martinstag 2021 wieder möglich und können gemeinsam von den Familien und Kindertageseinrichtungen veranstaltet werden.

Der Sankt-Martins-Tag geht zurück auf den heiligen Bischof Martin von Tours, der im Jahr 397 am 11. November beerdigt wurde. Der Legende nach ritt Martin an einem eisigen Wintertag an einem hungernden und frierenden Bettler vorbei und teilte seinen warmen Mantel mit ihm. Die Legende stellt also den gesellschaftlichen Zusammenhalt in den Fokus, der insbesondere in der Pandemie auf eine harte Probe gestellt wurde. Vor allem die Familien und die Beschäftigten in der Kindertagesbetreuung mussten sich von heute auf morgen neu organisieren und viel Flexibilität an den Tag legen.

Familienministerin Carolina Trautner erklärt: „Unsere Kindertageseinrichtungen und Familien waren besonders stark von den erforderlichen Einschränkungen während der Hochphase der Pandemie betroffen. Ich möchte den Kindern, den Beschäftigten in der Kindertagesbetreuung sowie den Eltern meinen ausdrücklichen Respekt für den Umgang mit dieser schwierigen Zeit zollen und wünsche einen unvergesslichen Sankt-Martins-Umzug.“

Da am Sankt-Martins-Tag traditionell die Laternenumzüge im Mittelpunkt stehen und diese im Freien stattfinden, können Martinsfeste auch mit verhältnismäßig wenigen Einschränkungen durchgeführt werden. Selbstverständlich wird – auch hinsichtlich steigender Corona-Zahlen – weiterhin empfohlen, die allgemein gültigen Hygienemaßnahmen einzuhalten, um vor allem auch die Kinder zu schützen, die noch nicht von einer Impfung gegen das Coronavirus profitieren können.

Update, 18.15 Uhr: Aktuelle Fallzahlen

Die 7-Tage-Inzidenz im Landkreis Miesbach liegt laut den aktuellen Zahlen des Robert-Koch-Instituts am Donnerstag (4. November) bei 715,7 Fällen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen 7 Tagen. Die Zahl der positiv Getesteten liegt aktuell bei 7.216 – 717 davon aktiv. Diese verteilen sich auf den Landkreis Miesbach wie folgt:

  • Miesbach: 93 aktive Fälle
  • Fischbachau und Irschenberg: 73
  • Holzkirchen: 59
  • Warngau: 52
  • Hausham: 51
  • Bad Wiessee: 48
  • Waakirchen: 41
  • Rottach-Egern: 39
  • Valley und Weyarn: 35
  • Schliersee: 28
  • Gmund: 27
  • Kreuth und Otterfing: 20
  • Tegernsee: 15
  • Bayrischzell: 8

Update, 4. November, 14.25 Uhr: Studierverbot für Schwangere

Das aktuelle Infektionsschutzkonzept der Hochschule München sehe vor, dass schwangere Studentinnen am Präsenzbetrieb nicht teilnehmen dürfen, unabhängig vom 3G-Status. Mit Beginn des Wintersemesters kehrten so zwar die Lehrveranstaltungen wieder in den Präsenzbetrieb zurück. Schwangere Studentinnen würden aber faktisch vom Studium ausgeschlossen.

„Hier wird den Studentinnen eine Entscheidung vorweggenommen, wie sie ihr Studium zu gestalten haben“, erklärt David Berends, Bezirksvorsitzender der Jungen Liberalen Oberbayern. „Eine Teilnahme am Präsenzbetrieb sollte von der persönlichen Risikobewertung abhängig gemacht werden und nicht durch die Hochschulleitung pauschal entschieden werden. Für andere Risikogruppen werden individuelle Lösungen in den Raum gestellt. Warum soll das für Schwangere nicht gehen?“

Die Jungen Liberalen Oberbayern fordern die Hochschule daher auf, diese Diskriminierung durch eine Anpassung der Regelung aufzuheben und für alle Risikogruppen einheitliche Standards zu setzen.

Update, 15.20 Uhr: Anpassung der Quarantänedauer

In den vergangenen Wochen konnten sich asymptomatische Kontaktpersonen nach fünf Tagen mit einem negativen PCR-Test aus der Quarantäne heraustesten. Zahlreiche Gesundheitsämter, so auch das Miesbacher, stellten aber fest, dass das zu früh ist und viele Kontaktpersonen erst nach sechs, sieben oder mehr Tagen positiv werden. Landrat Olaf von Löwis hat daher in der Kabinettssitzung, zu der er vergangene Woche von Ministerpräsident Markus Söder eingeladen wurde, eine Verlängerung der Quarantäne vorgeschlagen.

Das Gesundheitsministerium hat unverzüglich reagiert: Seit dem Wochenende können sich asymptomatische Kontaktpersonen erst nach sieben Tagen aus der Quarantäne heraustesten. Zudem stellte das Gesundheitsministerium heraus, dass in Hotspot-Regionen, zu denen der Landkreis Miesbach derzeit zweifelsohne gehört, eine weitere Verlängerung der Quarantäne auf zehn Tage möglich und sinnvoll sei.

Das Landratsamt Miesbach erlässt daher – wie zahlreiche weitere stark betroffene Landkreise in Bayern, unter anderem die Stadt und der Landkreis Rosenheim sowie der Landkreis Mühldorf am Inn – am Mittwoch, 3. November, eine Allgemeinverfügung zur Anpassung der Dauer der Quarantäne. Die Quarantäne für enge Kontaktpersonen – Geimpfte und Genesene ausgenommen – wird generell auf mindestens zehn Tage mit Abschlusstest verlängert. Es besteht dann keine Möglichkeit mehr zum Freitesten nach sieben Tagen. Die Allgemeinverfügung gilt ab Donnerstag, 4. November, bis vorerst 24. November.

Betroffen sind alle engen Kontaktpersonen, die auf positiv bestätigte Fälle ab dem 4. November, zurückgehen. Kontaktpersonen, die auf positiv betätigte Fälle einschließlich dem 3. November zurückgehen, können sich nach sieben Tagen freitesten.

Die Quarantäne kann nach zehn Tagen nur durch einen negativen PCR- oder Schnelltest beendet werden, dessen Ergebnis an das Gesundheitsamt geschickt werden muss.

Bundeswehr unterstützt im Containment

Seit Mittwoch unterstützen fünf Soldaten der Bundewehr das Gesundheitsamt. Der Amtshilfeantrag, den Landrat Olaf von Löwis am Wochenende gestellt hatte, wurde am Dienstag genehmigt – bis vorerst 20. November.

Zusammen mit Mitarbeitern des Landratsamtes, die kurzfristig ins Gesundheitsamt beordert wurden, wurde das Contact-Tracing-Team auf knapp 30 Personen verdoppelt.

„Dennoch ist es angesichts der weiterhin extrem hohen Zahl an Neuinfektionen nicht möglich, Kontaktpersonen zu informieren“, erklärt die Behörde. „Jeder positiv bestätigte Fall muss seine Kontaktpersonen selbst informieren.“ Das Gesundheitsamt melde sich bei jedem positiv bestätigten Fall. Jedoch könne dies wegen der vielen Fälle inzwischen einige Tage dauern.

Um zumindest ein bisschen Klarheit in unsicheren Zeiten zu bieten, hat die Pressestelle des Landratsamtes diese Handlungsempfehlung für Kontaktpersonen und positiv bestätigte Fälle zusammengestellt.

Update, 13.50 Uhr: Bayern verschärft Regeln

Die Staatsregierung um Markus Söder hat am Mittwoch (3. November) auf die steigenden Corona-Zahlen reagiert. Die Krankenhausampel wurde neu definiert. Es gibt strengere Regeln.

Update, 3. November, 12.15 Uhr: Appell des Landrats

„Das Infektionsgeschehen ist ungebrochen hoch: Auch wenn am Wochenende vergleichsweise wenige Neuinfektionen gemeldet wurden, täuscht das Bild, denn am Montag und Dienstag erreichten das Gesundheitsamt schon wieder 80 beziehungsweise 157 positive Befunde“, informiert das Landratsamt Miesbach. Damit ist der Landkreis laut Robert-Koch-Institut aktuell der Spitzenreiter unter den Corona-Hotspots in Deutschland.

Insbesondere für den Bereich Schulen erhoffe man sich aber, dass sich die Situation durch die Herbstferien in dieser Woche entspanne. In der Woche vor den Ferien seien 143 Kinder und Jugendliche im Landkreis Miesbach positiv auf das Coronavirus getestet worden. Dies entspreche etwa einem Viertel aller gemeldeter Fälle.

Gehe man von einer Klassen- beziehungsweise Gruppenstärke von 30 Kindern in Schulen und Kitas aus, hätte das Gesundheitsamt in der vergangenen Woche alleine im Bereich Schulen und Kitas 4.290 Kontaktpersonen informieren müssen. „Es ist absolut utopisch, davon auszugehen, dass dies trotz des unglaublichen Engagements und Einsatzes des Contact-Tracing-Teams (CTT) stemmbar wäre“, resümiert die Behörde.

Das CTT wurde erneut kurzfristig mit Personal aus dem Landratsamt aufgestockt. Es könne daher in anderen Bereichen des Amtes zu längeren Bearbeitungszeiten kommen. Zudem wurde am Wochenende die Bundeswehr erneut um Amtshilfe gebeten. Fünf Soldaten sollen das CTT beim sogenannten Containment unterstützen. Das Gesundheitsamt wartet auf die Rückmeldung der Bundeswehr, ob und ab wann der Antrag gegebenenfalls bewilligt wird.

Jeder positive Fall muss sich sofort in Quarantäne begeben und seine Kontaktpersonen selbst informieren. Hier nochmal das Vorgehen für Kontaktpersonen und bestätigte Fälle:

Wer gilt als mögliche Kontaktperson?
Kontaktperson ist, wer länger als 10 Minuten in einem geschlossenen Raum ohne Maske und/oder ausreichendem Abstand Kontakt zu einer Person hatte, die per PCR-Test positiv getestet wird oder typische Krankheitssymptome bekommt. Es zählen die Kontakte innerhalb von 48 Stunden vor dem positiven PCR-Test oder dem Auftreten der Krankheitssymptome.
Was tun, wenn man Kontaktperson ist?
Wer nur abstrakt befürchten muss, sich angesteckt zu haben, sollte sofort einen Selbsttest durchführen. Diese sind in Apotheken oder im Einzelhandel zu erwerben. Ist dieser positiv, sollte der Hausarzt kontaktiert und ein Termin für einen PCR-Test vereinbart werden. Ist der Selbsttest negativ, sollte über den Zeitraum von 7 Tagen täglich ein Selbsttest durchgeführt und auf möglicherweise auftretende Krankheitssymptome achtgegeben werden. Kontakte sollten in dieser Zeit auf ein Minimum reduziert werden.
Wer auf jeden Fall Kontaktperson ist, muss sich sofort für 10 Tage in Quarantäne begeben und kann sich nach dem 7. Tag per Schnelltest heraustesten, wenn keine Symptome auftreten. Vorsicht: Heraustesten nicht mehr nach dem 5., sondern nur noch frühestens nach dem 7. Tag möglich! Geimpfte und Genesene müssen nicht in Quarantäne, sollten aber unbedingt auf Krankheitssymptome achten und sich bei solchen ebenfalls testen lassen.
Was tun, wenn man einen positiven Selbst- oder Schnelltest hat?
In diesem Fall sollte beim Hausarzt ein Termin für einen PCR-Test vereinbart werden. Wer Krankheitssymptome hat, kann nicht im Testzentrum getestet werden, sondern muss zwingend zum Arzt. Wer also am Wochenende einen positiven Schnelltest hat, muss bis zum nächsten Arbeitstag in Quarantäne warten und dann beim Hausarzt zur Terminvereinbarung anrufen. Die Quarantäne startet ab Symptombeginn, sodass niemand befürchten muss, durch die Verzögerung über das Wochenende länger in Quarantäne bleiben zu müssen.
Fällt der PCR-Test positiv aus, meldet das Labor den Befund an das Gesundheitsamt. Aufgrund des sehr hohen Arbeitsaufkommens kann es momentan mehrere Tage dauern, bis das CTT anruft. Das Gesundheitsamt meldet sich aber verlässlich bei jedem positiven Fall. Das Gesundheitsamt bittet dringend darum, sich sofort – noch vor dem Anruf des Gesundheitsamtes – in Quarantäne zu begeben und alle Kontaktpersonen zu informieren.

Booster-Impfungen und mehr

767 Personen nahmen in der vergangenen Woche ein Impfangebot des Impfzentrums in Anspruch. Diese teilen sich wie folgt auf:

  • 228 Impfungen im Krankenhaus Agatharied (Vorsicht: Angebot eingestellt, jetzt erweiterte Öffnungszeiten im Impfzentrum)
  • 313 im Impfzentrum
  • 226 im Impfbus
  • Spitzenreiter war die Happy-Hour im Impfzentrum am Freitag (29. Oktober) mit 124 Impfungen.
  • So viele Impfungen wie in der vergangenen Woche wurden zuletzt Anfang September vorgenommen.

In Impfzentrum und Impfbus werden Auffrischungsimpfungen für alle Interessierten sechs Monate nach der letzten Impfung angeboten – außer bei Personen, die mit Johnson & Johnson geimpft wurden und bei denen eine Auffrischungsimpfung schon nach vier Wochen möglich ist. Die Ärzte des Impfzentrums beraten zu möglichen Fragen.

Landrat Olaf von Löwis sagt zu sogenannten Booster-Impfungen: „Impfen schützt, das steht außer Frage. Die Folgen einer Corona-Erkrankung für Ungeimpfte sind nicht abschätzbar. Geimpfte sind nachweislich weniger infektiös und es gibt kaum schwere Fälle unter Geimpften. Unser Landkreis bietet ein herausragendes Angebot an mobilen und stationären Impfmöglichkeiten. Ich bitte Sie, nutzen Sie die Angebote und lassen Sie sich impfen! Die Ärzte in Impfzentrum und Impfbus beraten zur Auffrischungsimpfung und können diese auch direkt verabreichen. Zögern Sie nicht und lassen Sie sich boostern! Ich werde mich auf jeden Fall in Kürze boostern lassen.“

Aktuelle Zahlen:

Die 7-Tage-Inzidenz im Landkreis Miesbach liegt laut den aktuellen Zahlen des Robert-Koch-Instituts am Mittwoch (3. November) bei 682,8 Fällen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen 7 Tagen. Die Zahl der positiv Getesteten liegt aktuell bei 6.909 – 684 davon aktiv. Diese verteilen sich auf den Landkreis Miesbach wie folgt:

  • Warngau: 76 aktive Fälle
  • Miesbach: 70
  • Irschenberg: 66
  • Fischbachau: 62
  • Holzkirchen: 51
  • Waakirchen: 44
  • Bad Wiessee: 42
  • Hausham: 39
  • Rottach-Egern: 38
  • Valley: 35
  • Weyarn: 34
  • Gmund: 31
  • Kreuth: 24
  • Schliersee: 22
  • Bayrischzell und Otterfing: 18
  • Tegernsee: 14

Vorbericht vom 2. November:

Die Corona-Infektionszahlen im Landkreis Miesbach befinden sich auf einem Rekordhoch. Das wirkt sich unmittelbar auf die Zahl der belegten Betten im Krankenhaus Agatharied aus. Zunehmend besorgniserregend scheine die Zahlen der Geimpften unter den Patienten, was aber eine detailliertere Betrachtung der Situation notwendig mache, teilt Sprecherin Melanie Speicher mit.

Wie ist die aktuelle Lage im Krankenhaus Agatharied?

Das Krankenhaus Agatharied verzeichne aktuell eine Bettenauslastung am absoluten Rande der Kapazitäten, wie Vorstand Michael Kelbel sagt. „Die Erkältungs- und Grippezeit hat schon begonnen. Dazu beschert uns das gute Wanderwetter viele unfallchirurgische Patienten. Auf diese Patientenklientel waren wir einmal ausgelegt“, erklärt er. „Doch jetzt geht es mit Corona in den dritten Winter. Unser Personal zerbricht daran, unsere Bettenkapazitäten platzen aus allen Nähten. Was uns gerade am meisten beunruhigt, ist, dass wir durch diese Situation die medizinische Qualität, die wir für uns beanspruchen, als bedroht sehen und vorerst keine Erleichterung in Sicht ist.“

Wie dem Intensivregister DIVI zu entnehmen sei, steigen die Zahlen der Corona-Patienten auf der Intensivstation kontinuierlich an. Inzwischen sei dort die Hälfte mit Covid-19-Patienten belegt. Das schränke bereits jetzt die Handlungsfähigkeit des Krankenhauses massiv ein. Operative Eingriffe, die einen Beatmungsplatz erfordern, konkurrieren mit Notfallpatienten, die einen Platz auf der Intensivstation benötigen. Wie schon in den ersten Wellen können nur noch Patienten aufgenommen werden, deren Behandlung dringend ist und keinen weiteren Aufschub duldet.

Aber die Situation auf der Normalstation sei nicht besser. „Zum Wochenende haben wir die zweite Station als Covid-Bereich definieren müssen – Platz, der dann zwar für Corona-Patienten genutzt werden kann, aber an anderen, nicht minder wichtigen Stellen fehlt. Durch eine Reduzierung von Ein- und Zwei-Bett-Zimmern schaffen wir zwar kurzfristig etwas Platz, aber auch gleichzeitig weitere Last auf den Schultern der Pflegekräfte und Ärzte“, schildert Pflegdirektor Sven Steppat die Situation vor Ort. „Dass auch unser eigenes Personal weder vor der Grippe, noch vor Covid verschont wird, macht die Sache zusätzlich schwierig.“

Laut Vorstand Michael Kelbel sei der Betrieb der Betten in diesen Tagen ein Drahtseilakt wie nie zuvor. Der Betrieb jedes dringend notwendigen Bettes sei derzeit sorgfältig auch unter dem Gesichtspunkt zu betrachten, was das für die erschöpfte Mannschaft bedeute. „Unsere Mitarbeiter in der Patientenversorgung leisten gerade Übermenschliches. Nur durch ihren unermüdlichen Einsatz und Teamgeist können wir die Krankenhausversorgung im Landkreis noch aufrechterhalten“, sagt er. „Wir alle sind gerade auf ihr Durchhalten angewiesen – und es wird ja erst einmal nicht besser werden. Wenn wir auch die noch vor uns liegenden Herausforderungen meistern wollen, dann müssen wir jetzt gut darauf achten, unser Personal nicht vollends zu überlasten.“

Auch Geimpfte unter Corona-Patienten

Ein weiteres Problem, da sind sich alle Mitglieder des Krisenstabs des Krankenhauses einig, sei, dass es vorerst keine Aussicht auf ein Abflachen der Kurve gebe. Wohingegen während der schweren Welle im Winter 2020/2021 ein Lockdown die Zahlen in kurzer Zeit zurückgehen ließ, sei in diesem Jahr tendenziell mit einem weiteren Anstieg zu rechnen. „Auch wir beobachten mit Sorge, dass zunehmend nicht mehr nur ungeimpfte Covid-Patienten eine stationäre Versorgung benötigen“, sagt der Klinikvorstand.

Laut Michael Kelbel lasse sich die steigende Hospitalisierungsrate der Geimpften damit begründen, dass in den Krankenhäusern grundsätzlich nur kranke und behandlungsbedürftige Patienten zu finden seien. Auch seien darunter viele Menschen hohen Alters oder mit vielen Vorerkrankungen, was sich ebenfalls auf eine schlechtere Impfreaktion und folglich geschwächte Abwehrlage auswirken könne. Die Situation, dass im Krankenhaus nun vermehrt Covid-Patienten vorstellig würden, die eigentlich über einen Impfschutz verfügen, sei nicht gleichbedeutend mit der Aussage, dass die Impfung keinen Schutz böte. Schließlich bezöge sich die Quote der Impfdurchbrecher nicht auf die Zahl der Erkrankten, sondern auf die Gesamtzahl der Geimpften.

Ein nicht unwesentlicher Aspekt: Von den laut Robert-Koch-Institut (RKI) bisweilen 55,4 Millionen vollständig Geimpften in Deutschland sind derzeit (Stand: 28. Oktober) rund 118.000 Impfdurchbrüche dokumentiert. Diese Zahl beinhalte alle Personen, die trotz Impfung positiv getestet wurden – sowohl um Zufallsbefunde und leichte Erkrankungen als auch um solche Patienten, die im Krankenhaus behandelt werden müssen.

Bezogen auf die bis heute in Deutschland geimpften Bürger bedeute dies eine Quote von lediglich 0,22 Prozent. Die Annahme, dass ein nicht geringer Anteil der in den Krankenhäusern behandelten Covid-Patienten eigentlich über einen Impfschutz verfügen sollte, dürfe also nicht zu der Aussage verleiten, die Impfung würde nicht wirken. Vielmehr bestätige diese Zahl lediglich, was von Anfang an festgestanden habe: Dass die Impfstoffe gegen das Coronavirus, wie auch bei bekannten Impfstoffen gegen andere Erkrankungen zu beobachten, keinen 100-prozentigen Schutz leisten können.

Wie bekannt, beträgt die Wirksamkeit des Biontech-Impfstoffs rund 95 Prozent, die des Impfstoffs von Johnson & Johnson etwa 65 Prozent. Diese Wirksamkeit hänge von vielen, insbesondere individuellen Faktoren ab. Zusätzlich lasse sie im Laufe der Zeit nach. Auch dieser Effekt sei bereits von anderen Schutzimpfungen bekannt.

„Auch uns schockiert, dass wir jetzt in den Krankenhäusern zunehmend Covid-Patienten sehen, die eigentlich über einen Impfschutz verfügen sollten, doch darf uns das nicht verwundern und es darf uns erst recht nicht an der Sinnhaftigkeit der Impfung zweifeln lassen – im Gegenteil: das spricht alles für eine schnelle Auffrischimpfung“, appelliert Michael Kelbel ob der angespannten Lage an den Selbstschutz der Bürger.

ksl

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