Aktuelle Infos im News-Ticker

Corona im Landkreis Miesbach: Diese neuen Regeln gelten ab Montag

Coronavirus
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Die bundesweite 7-Tage-Inzidenz steigt erneut deutlich an – auch im Landkreis Miesbach.
  • VonKatja Schlenker
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Landkreis – Corona-Mutationen sind auch im Landkreis Miesbach aktiv. Aktuelle Infos zur 7-Tage-Inzidenz gibt es in unserem News-Ticker.

Das Wichtigste in Kürze:

  • 7-Tage-Inzidenz: 567; Auslastung der Intensivbetten: 92 Prozent (22 von 24 Betten)
  • Infektionen seit Beginn der Pandemie: 6.500; Todesfälle: 87
  • Vollständig Geimpfte: 63.265; Erstgeimpfte: 65.101; Auffrischung: 2.235

Service:

Update, 18.20 Uhr: Neuer News-Ticker

Hier geht es zum neuen Ticker mit allen aktuellen Informationen rund um das Coronavirus im Landkreis Miesbach.

Update, 31. Oktober, 7.20 Uhr: Appell zu Herbstferien

Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek hat zum Beginn der Herbstferien zu besonderer Vorsicht zum Schutz vor Corona-Infektionen aufgerufen. „Die Zahlen steigen leider viel zu schnell“, sagt er. „Die 7-Tage-Inzidenz beträgt in Bayern inzwischen über 230. Bei den Hospitalisierungen liegt die Inzidenz bei rund 3,7.“ Übersetzt heiße das, dass innerhalb von sieben Tagen mehr als 480 Menschen mit einer Corona-Infektion neu in Krankenhäusern aufgenommen wurden.

„Der Trend der Infektionszahlen zeigt steil nach oben. Dass nun die epidemische Lage nationaler Tragweite bundesweit auslaufen soll, halte ich daher für falsch und passt nicht zum teils dramatischen Infektionsgeschehen“, fügt er hinzu. „Nach dem Motto Augen zu und durch zu handeln, ist keine Lösung! Wir dürfen uns nicht in falscher Sicherheit wiegen. Klar ist: Wir sind meilenweit von einem sogenannten Freedom-Day entfernt. Zurückhaltung und Besonnenheit sind weiter das Gebot der Stunde.“

Der Minister erklärt: „Wir werden für Corona-Hotspots, in denen sich die Lage in den Krankenhäusern zuspitzt, am Mittwoch im Kabinett weitere Maßnahmen diskutieren. Wir werden auch über eine bayernweite Maskenpflicht im Unterricht sprechen. Grundsätzlich müssen wir in den kommenden Wochen vor allem Schulen und Krankenhäusern die allergrößte Aufmerksamkeit widmen. Dazu sind wir etwa mit den Landkreisen und Krankenhäusern im regelmäßigen Austausch. Wichtig ist vor allem, dass wir auch auf regionale Entwicklungen reagieren können.“

Konkret gelten auch in den Herbstferien für öffentliche Orte und Veranstaltungen je nach Vorgabe 3G-, 3G-plus- und 2G-Regeln sowie AHA-Regeln und Maskengebot. Schüler, die normalerweise wöchentlich in der Schule getestet werden, können sich auch in den Ferien mit ihrem Schülerausweis ausweisen und müssen nur in Ausnahmefällen – etwa bei Besuchen in Alten- und Pflegeheimen – einen aktuellen Test vorlegen.

Eine Übersicht, für wen Corona-Tests weiterhin kostenfrei sind, findet sich hier. Zahlreiche hilfreiche Fragen und Antworten zu den aktuellen Corona-Regeln gibt es hier.

Holetschek verweist darauf, dass die Corona-Lage vor allem unter den noch nicht geimpften Bürgern dramatisch zunehme: „Die 7-Tage-Inzidenz der Geimpften beträgt in Bayern aktuell 50,9. Bei den Ungeimpften ist der Wert mit 451,5 neunmal so hoch. Vor einer Woche lag er noch bei knapp 300. Auf den Intensivstationen ringen vor allem die Ungeimpften um ihr Leben. Das muss ein Weckruf sein! Wenn wir diese Pandemie gemeinsam beenden wollen, dann sind jetzt die Ungeimpften besonders gefordert: Ärmel hoch und impfen!“

Mit Stand 29. Oktober sind in Bayern 66,3 Prozent der Menschen mindestens einmal gegen das Coronavirus geimpft. Das sind 8.714.884 Erstimpfungen. 64,5 Prozent haben den vollen Immunschutz. Das sind 8.471.141 Zweitimpfungen. 281.982 Bürger haben eine Auffrischungsimpfung erhalten.

Update, 15.55 Uhr: Besuchsverbot

Angesichts der aktuellen Corona-Lage in der Region erlässt das Krankenhaus Agatharied mit Wirkung zum Dienstag, 2. November, erneut ein Besuchsverbot für die gesamte Klinik. „Ausnahmen vom Besuchsverbot können nur in dringenden Notfällen gemacht werden“, teilt Sprecherin Melanie Speicher mit. Dazu zählen Besuche durch engste Angehörige bei Sterbenden sowie bei schwer dementen Patienten, Begleitpersonen von erkrankten Kindern sowie eine Begleitung werdender Mütter zur Geburt.

Bei diesen Ausnahmefällen werde weiterhin die 3G-Regel überprüft. Ein schriftlicher Nachweis über geimpft, genesen oder getestet müsse vorgezeigt werden, wobei ein Antigen-Schnelltest maximal 24 Stunden alt sein dürfe und ein PCR-Test maximal 48 Stunden. „Während des gesamten Besuchs ist eine FFP2-Maske zu tragen“, erklärt die Sprecherin abschließend.

Update, 12.45 Uhr: Neue Corona-Regeln

Die Landkreise Miesbach, Mühldorf, Altötting, Traunstein und Berchtesgadener Land sowie die Stadt und der Landkreis Rosenheim sind derzeit besonders stark von Corona-Neuinfektionen betroffen. Die Zahl der Behandlungsfälle von Covid-19-Patienten in den Kliniken der Region sei in den vergangenen Tagen schnell und deutlich gestiegen. Vor diesem Hintergrund hätten sich die Landräte der betroffenen Landkreise und der Oberbürgermeister der Stadt Rosenheim auf folgende Maßnahmen verständigt:

FFP2-Maske statt medizinischer Maske

In allen Bereichen, wo bisher die Pflicht zum Tragen einer medizinischen Maske galt, ist das Tragen einer FFP2-Maske Pflicht. Dazu zählen beispielsweise Supermärkte, Einzelhandel, Freizeiteinrichtungen und der öffentliche Personennahverkehr. Ausgenommen von der FFP2-Maskenpflicht bleiben Schulen und der Arbeitsplatz – dort gelten weiterhin die bayernweiten Regeln.

2G statt 3Gplus in Diskotheken und Clubs

Für den Zugang zu Diskotheken, Clubs und vergleichbaren Lokalen gilt anstelle der bisherigen 3Gplus- die 2G-Regel. Das heißt: Ein Besuch ist damit nur noch für geimpfte und genesene Personen möglich – Personal ausgenommen.

Statement von Landrat Olaf von Löwis:

„Es freut mich sehr, dass die Regierung unsere Anregung zur regionalen Krankenhausampel aufgegriffen hat und die Justierung dieses wichtigen Instruments hoffentlich bald umsetzen wird. Die Lage in unserem Landkreis und im umliegenden südlichen Bayern ist ernst. Innerhalb kürzester Zeit ist das gesamte Gesundheitssystem ans Limit gekommen. Unser regionales Gesundheitssystem ist überlastet! Zum Beispiel sind in unserem Krankenhaus in Agatharied, Stand Freitagvormittag, alle Covid-19-Betten belegt. Die Intensivstation ist voll. Aktuell kämpfen vier Patienten dort gegen das Virus, 26 Patienten sind auf Normalstation und weitere 2 werden auf der Intermediate-Care betreut. Im gesamten Rettungszweckverband gibt es kein Intensivbett für Covid-Patienten mehr. Es ist wichtig, dass man das große Ganze betrachtet. Wenn regional keine Kapazitäten mehr vorhanden sind, müssen andere lebensbedrohliche Gesundheitszustände wie Unfälle oder Herzinfarkte in weitergelegene Krankenhäuser gebracht werden, dringend notwendige Operationen zum Beispiel für Krebspatienten sind in Gefahr. Jetzt gilt es, die Kurve der vierten Welle gemeinsam zu brechen. Ich appelliere an alle Veranstalter und Besucher, geplante Großveranstaltungen zu überdenken. Bedenken Sie bitte: Nicht alles, was erlaubt ist, ist derzeit auch sinnvoll. Die zusätzlichen Maßnahmen, die wir gemeinsam mit den anderen stark betroffenen Landkreisen erarbeitet haben und welche ab Montag gelten, sind nur ein Puzzleteil im Kampf gegen die aktuelle Welle. Es bedarf der Eigenverantwortung jedes Einzelnen, um die Welle zu brechen!“

Die neuen Regeln gelten ab Montag, 1. November. Die vollständige Allgemeinverfügung mit den detaillierten Bestimmungen finden Sie hier.

Update, 29. Oktober, 9.40 Uhr: Haltestellen Impfbus

  • Samstag, 30. Oktober: 14 bis 18 Uhr Holzkirchner Tafel, Am Ladehof 6
  • Dienstag, 2. November: 9 bis 13 Uhr Kreuth, Naturkäserei, Reißenbichlweg 1
  • Mittwoch, 3. November: 9 bis 13 Uhr Holzkirchen, Rathaus, Herdergarten
  • Donnerstag, 4. November: 9 bis 13 Uhr Bad Wiessee, Rathaus
  • Samstag, 6. November: 9 bis 13 Uhr Otterfing, Schulstraße 10

Update, 18.05 Uhr: Aktuelle Fallzahlen

„Leider handelt es sich bei der Zahl von 200 Neuinfektionen am heutigen Tag um keinen Fehler“, schreibt das Landratsamt Miesbach zu den aktuellen Corona-Zahlen. „Mit weiteren Informationen ist im Laufe des morgigen Freitags zu rechnen.“

Die 7-Tage-Inzidenz im Landkreis Miesbach liegt laut den aktuellen Zahlen des Robert-Koch-Instituts am Donnerstag (28. Oktober) bei 425,2 Fällen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen 7 Tagen. Die Zahl der positiv Getesteten liegt aktuell bei 6.500 – 571 davon aktiv. Diese verteilen sich auf den Landkreis Miesbach wie folgt:

  • Warngau: 68 aktive Fälle
  • Waakirchen: 55
  • Weyarn: 51
  • Miesbach: 49
  • Fischbachau: 46
  • Holzkirchen: 37
  • Irschenberg: 35
  • Rottach-Egern: 34
  • Hausham: 33
  • Valley: 31
  • Gmund: 28
  • Bad Wiessee: 26
  • Bayrischzell: 22
  • Schliersee: 18
  • Kreuth: 15
  • Otterfing: 12
  • Tegernsee: 11

Zum Vergleich: Vor einer Woche betrug die Zahl der aktiven Fälle im Landkreis Miesbach 342. Folglich hat sich die Zahl der Neuinfektionen innerhalb einer Woche fast verdoppelt.

Update, 14.15 Uhr: Landräte in Sorge

Neben Klimaschutz war Corona das prägende Thema der diesjährigen Tagung aller 71 bayerischen Landräte in Dachau. Die Landkreise in vielen Regionen sind in äußerster Alarmbereitschaft. Die Corona-Ampel bezieht sich auf ganz Bayern und steht auf Grün. Dabei gibt es Regionen, in denen sie längst dunkelrot leuchtet. Es gibt dort kein einziges freies Intensivbett mehr. Ärzte und Pfleger sind am Anschlag. Die Rufe nach neuen Regeln sind entsprechend laut.

Der Präsident des bayerischen Landkreistags, Christian Bernreiter, fordert im Namen aller Landräte: „Wir brauchen eine Regionalisierung der Krankenhausampel. Damit wäre es vor Ort möglich, FFP2-Maskenpflicht, Kontaktbeschränkungen und 3G-Plus-Regelung in Kraft zu setzen. Das bedeutet ausschließlich PCR-Test.“

Zudem sei das Personal in den Krankenhäusern am Anschlag. Bernreiter dazu: „Die Behandlung von Covid-Patienten ist wesentlich aufwendiger und zeitintensiver. Das belastet unsere Leute in den Krankenhäusern seit Monaten.“

Christian Bernreiter ist Präsident des bayerischen Landkreistags, dem 71 bayerische Landräte angehören.

Die Corona-Pandemie wirke sich zudem nach wie vor dramatisch auf die finanzielle Situation der Krankenhäuser aus. Die Corona-Hilfen seien im Juni ausgelaufen. Es gebe kein Geld vom Bund mehr. Damit drohen dramatische Erlöseinbrüche. Aufgrund der Corona-Pandemie können andere planbare Operationen gar nicht stattfinden. Entsprechend fehlen den Krankenhäusern notwendige Einnahmen. Präsident Bernreiter fordert deswegen: „Die neue Bundesregierung muss die Corona-Hilfen für die betroffenen Krankenhäuser wieder in Kraft setzen.“

In diesem Zusammenhang müsse auch auf Folgendes hingewiesen werden: Die vierte Welle treffe eher Jüngere. Die Gesundheitsämter seien nicht mehr in der Lage, die Kontaktnachverfolgung zu leisten. Im Unterschied zu Älteren hätten Jüngere ein anderes Freizeitverhalten. Ihre Kontakthäufigkeit sei viel höher und somit nicht mehr nachvollziehbar. „Die aktuelle Corona-Politik spiegelt das nicht wider. Die übergeordnete Politik muss jetzt gegensteuern“, sagt Bernreiter.

Zudem mahnt der Präsident: „Impfen ist die beste Medizin gegen das Virus. Die Impfquote muss rauf. 64,3 Prozent reichen nicht. Wer nicht geimpft ist, soll bitte noch einmal in sich gehen.“

Update, 9.20 Uhr: Soziale Distanz nach Corona

Junge Erwachsene wollen auf den nützlichen Effekt der AHA-Regeln auch nach der Corona-Pandemie nicht verzichten, zeigt die Studie „Zukunft Gesundheit 2021“. Acht von zehn Befragten möchten künftig weiter auf regelmäßige Handhygiene achten. Sieben von zehn planen, weiter Abstand zu anderen Personen zu halten. Frauen legen dabei deutlich mehr Wert auf Distanz als Männer. Für die repräsentative Studie der Vivida BKK und der Stiftung „Die Gesundarbeiter" wurden im Juli 2021 1.058 Bundesbürger zwischen 14 und 34 Jahren befragt.

Abstand, Hygiene, Alltagsmaske – die AHA-Regeln sind für junge Erwachsene zum Alltag geworden. „Die Mehrheit will die Regeln auch nach der Pandemie beibehalten“, sagt Tanja Katrin Hantke, Gesundheitsexpertin der Vivida BKK. „Jetzt im Herbst, wo sich zum Beispiel Rhinoviren verstärkt wieder ausbreiten, sind AHA-Regeln ein guter Beitrag, um sich besser vor Erkältungen zu schützen.“

AHA-Regeln als Teil bewusst gelebter Vorsicht

An erster Stelle stehe dabei häufiges intensives Händewaschen. Eine Maßnahme, die auch bei Schülern gut ankomme: 83 Prozent der 14- bis 17-Jährigen planen laut Studie, diese Maßnahme beizubehalten. „Das ist eine bedeutsame Verhaltensänderung“, sagt die Gesundheitsexpertin. „Vor der Pandemie haben viele Jugendliche der Handhygiene eher weniger Aufmerksamkeit geschenkt.“

Neben Händewaschen und größerem Abstand wollen drei Viertel der jungen Erwachsenen zudem weniger Händeschütteln. Tanja Hantke erklärt dazu: „Vor allem soziale Distanz bleibt bei 18- bis 34-Jährigen ein Teil ihres Alltags, zeigen die Ergebnisse der Studie. Sie ist Teil einer bewusst gelebten Vorsicht geworden. Die Ergebnisse zeigen auch, dass Frauen planen, vorsichtiger zu bleiben als Männer.“ Selbst auf gelegentliches Tragen einer Alltagsmaske wollen zwei Drittel der Befragten auch nach Corona nicht mehr verzichten.

Desinfektion der Hände für ein gutes Gefühl

Schon vor der Pandemie sei zudem das Nutzen von Desinfektionsmitteln bei jungen Erwachsenen beliebt gewesen. So habe die Mehrheit der Befragten in der Umfrage „Gesundheit 2019 – Thema: Hygiene“ angegeben, dass Desinfektionsmittel ihnen ein gutes Gefühl geben. Daran habe die Pandemie nichts geändert. „71 Prozent wollen die häufige Benutzung von Handdesinfektionsmitteln beibehalten, zeigt die aktuelle Studie“, sagt Dr. Hantke. „Auch das kann prinzipiell gegen die Ausbreitung von Infektionskrankheiten helfen, ist aber im Alltag eigentlich nur notwendig, wenn keine Möglichkeit zum Händewaschen vorhanden ist.“

Allerdings könne häufiges Händewaschen und Nutzen von Desinfektionsmitteln zu trockener Haut an den Händen führen. „Besonders auf den Handrücken kann die Haut spannen, jucken oder sogar Risse zeigen“, sagt die Ärztin. „Deshalb sollten die Hände regelmäßig nach dem Waschen eingecremt werden. Besonders empfehlenswert sind Handcremes, die Urea enthalten, um die Feuchtigkeit in der Haut zu speichern.“

Die Studie „Zukunft Gesundheit 2021 – Jungen Bundesbürgern auf den Puls gefühlt“ finden Sie als PDF hier.

Update, 28. Oktober, 8.40 Uhr: BFV-Umfrage

Breite Zustimmung der Amateurfußballbasis im Freistaat für die aktuell von der bayerischen Staatsregierung erlassenen Corona-Regeln: Mit 69,6 Prozent beurteilen über zwei Drittel der 971 Umfrageteilnehmer die staatlichen Maßnahmen in Bezug auf den Amateurfußball als angemessen. 26,8 Prozent sehen die Regeln als zu hart an. Lediglich für 3,6 Prozent gehen diese nicht weit genug. Das sind die Ergebnisse einer repräsentativen Online-Umfrage, die das Nürnberger Marktforschungsunternehmen SLC Management im Auftrag des Bayerischen Fußball-Verbandes (BFV) durchgeführt hat. An der Umfrage vom 8. bis 14. Oktober haben 971 Personen mit Funktion in einem Fußballverein aus ganz Bayern teilgenommen. Alle Ergebnisse der Umfrage finden Sie hier.

Wichtigste Botschaft: Die überragende Mehrheit von 80,1 Prozent hält einen reibungslosen Trainings- und Spielbetrieb unter den aktuellen Rahmenbedingungen für möglich. Dies belegen auch die Erhebungen des BFV: Seit Beginn der Saison 2021/22 Mitte Juli 2021 mussten pandemie-bedingt gerade einmal 0,37 Prozent der Partien abgesetzt werden.

Hoher personeller und bürokratischer Aufwand

Die Resultate zeigen aber auch: Die jetzt erst bis zum 24. November verlängerte 14. bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung verlangt Ehrenamtlichen in den bayerischen Fußballklubs einiges ab: 55,5 Prozent der Umfrageteilnehmer sehen die Umsetzung der gültigen Verordnungen mit einem erhöhten personellen Aufwand im Verein verbunden. 47,1 Prozent führen einen erhöhten bürokratischen Aufwand ins Feld. Für 36,4 Prozent erschweren die lokal oftmals unterschiedliche Handhabung der Quarantäneregeln das Ausüben des Vereinssports – 29,8 Prozent machen dafür eine zu geringe Impfquote verantwortlich.

3.200 Menschen über Aktionen des BFV geimpft

Um die Impfkampagne der bayerischen Staatsregierung zu unterstützen und der aktuellen Impfmüdigkeit entgegenzutreten, organisieren der BFV und seine Mitgliedsvereine bereits seit Ende Juli zusätzlich zu den offiziellen und dauerhaften Impfangeboten der Gesundheitsämter Impfaktionen vor Ort in den bayerischen Fußballklubs. 44 bayerische Vereine von der A-Klasse bis zur Bundesliga haben bislang an Spieltagen oder vor dem Training mindestens eine mobile Impfaktionen auf ihrem Vereinsgelände organisiert, die Termine über www.bfv.de/impfenhilft publik gemacht und damit schon über 3.200 Menschen zusätzlich erreicht, die mit der Impfung ihren Beitrag im Kampf gegen die Corona-Pandemie geleistet haben.

Mehrheit der Partien verläuft reibungslos

„Nach wie vor gilt: Jede einzelne Impfung trägt dazu bei, die Ausbreitung des Virus und die damit verbundenen gesundheitlichen Risiken einzudämmen. Gleichzeitig hilft jede geimpfte Person auch, den Trainings- und Spielbetrieb aufrechtzuerhalten und gleichzeitig so sicher wie möglich zu gestalten. Das gelingt uns im Augenblick sehr gut. Die Zahlen zeigen auch, dass unsere frühzeitig in den Spielordnungen gemachten Regeln greifen und auf eine breite Akzeptanz stoßen. Nur durch das Zusammenwirken aller Beteiligter sind wir bis dato so gut durch die Saison gekommen“, erklärt BFV-Schatzmeister Jürgen Faltenbacher, der im BFV-Präsidium für den Spielbetrieb zuständig ist. Seit dem Start der Saison 2021/22 konnten im Erwachsenenbereich 51.856 Spiele ausgetragen werden. Im Vergleich dazu mussten lediglich 195 Partien corona-bedingt abgesagt werden. Das entspricht einem Prozentsatz von gerade einmal 0,37 Prozent.

Hintergrund der repräsentativen BFV-Umfragen

In Zusammenarbeit mit dem Sportberatungs- und Sportmarktforschungsunternehmen SLC Management führt der BFV seit 2018 regelmäßig repräsentative Online-Umfragen zu fußball- und verbandsspezifischen Themen durch. Teilnehmen und sich auf diese Weise aktiv in die Verbandsarbeit und die Entwicklung des Amateurfußballs in Bayern einbringen, kann sich jeder Interessierte nach einer kostenlosen Registrierung für das SLC-Umfrage-Tool. Die Umfragen flankieren das seit fast zehn Jahren bestehende Angebot des BFV für Vereinsmitarbeiter, sich bei Runden Tischen in ganz Bayern mit Verbandsvertretern zu bestimmten Themenschwerpunkten auszutauschen.

So läuft die BFV-Impfaktion:

  • Der Verein nimmt Kontakt zum Impfzentrum vor Ort auf.
  • Das Impfzentrum bespricht mit dem Klub alle Details und klärt alle Fragen rund um die Impfaktion. Es wird ein Sammeltermin im Impfzentrum oder der Einsatz mobiler Impf-Teams vor Ort im Verein vereinbart.
  • Der Verein meldet die Impfaktion an den Bayerischen Fußball-Verband (E-Mail: impfenhilft@bfv.de). Der BFV kommuniziert die Aktion über seine Ausspielwege und hilft damit, den Termin bekannt zu machen, um möglichst viele Menschen zu erreichen.
  • Die Impfungen werden durchgeführt. Entweder der Verein fährt zum Impfzentrum oder ein mobiles Impf-Team mit drei Personen, darunter ein Arzt kommt zum vereinbarten Termin und führt die Impfungen im vereinbarten Zeitraum zwischen drei und sechs Stunden durch. Die geimpften Personen verweilen noch mindestens 15 Minuten am Ort, um bei möglichen Impfreaktionen unterstützt werden zu können.

Update, 27. Oktober, 12.35 Uhr: Corona-Sonderfonds

Seit Montag (25. Oktober) sind Anmeldungen für den Corona-Sonderfonds für Messen und Ausstellungen möglich. Unternehmen können sich registrieren, um Entschädigungen für künftige, behördlich abgesagte gewerbliche Messen und Ausstellungen zu beantragen. Bundesweit stehen bis zu 600 Millionen Euro zur Verfügung. Abgesichert werden im Einzelfall 80 Prozent des entstandenen Schadens und bis zu 8 Millionen Euro je Veranstaltung.

Erstattungsfähig sind unter anderem Miet- und Pachtkosten für Veranstaltungsstätten, mobile Infrastruktur und veranstaltungsbezogene Kosten für Personal, Marketing und Kommunikation. Voraussetzung ist die Absage der gesamten Veranstaltung bis September 2022 infolge eines staatlichen oder regionalen Verbots. Einbußen durch Teilausfälle oder Reduzierung der Teilnehmerzahl sind nicht abgesichert.

Die Initiative des Bundeswirtschaftsministeriums geht zurück auf einen vom bayerischen Wirtschaftsministerium initiierten Beschluss der Wirtschaftsministerkonferenz. Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger erklärt dazu: „Der Standort Bayern lebt von einer starken Messewirtschaft. Ich freue mich deshalb sehr, dass der Bund endlich meinen Vorschlag über einen eigenen Corona-Ausfallfonds für Messen angenommen hat. Damit schaffen wir Planungssicherheit und Perspektiven bei Veranstaltern und Ausstellern.“

Anträge können nach Eintreten der Absage innerhalb von drei Monaten nach dem geplanten Durchführungsdatum der Veranstaltung, spätestens bis zum 15. November 2022, gestellt werden. Die Einreichung muss über einen prüfenden Dritten erfolgen. Bewilligungsstelle ist die mit der Abwicklung von Förderprogrammen bestens vertraute IHK für München und Oberbayern.

Veranstaltungen können online registriert werden unter www.sonderfonds-messe.de.

Update, 26. Oktober, 15.05 Uhr: Neue Öffnungszeiten

In der vergangenen Woche wurden 513 Impfungen über die Angebote des Impfzentrums durchgeführt – 125 im Impfbus, 247 in der Happy-Hour des Impfzentrums, wobei alleine am Freitag 99 Impflinge die Happy-Hour nutzen, sowie im Krankenhaus Agatharied 141.

Ab Montag, 1. November, passt das Impfzentrum die stationären Angebote an. Die Räume zur Impfung im Krankenhaus waren in den Sommermonaten ideal, seien aber nicht für herbstliche beziehungsweise winterliche Temperaturen ausgelegt. Daher seien ab Montag keine Impfungen von Bürgern im Krankenhaus möglich. Um der nach wie vor starken Nachfrage weiterhin gerecht zu werden, werden die Öffnungszeiten des Impfzentrums wie folgt angepasst:

  • Montag, 14 bis 20 Uhr
  • Dienstag, 14 bis 16.30 Uhr
  • Mittwoch, 14 bis 20 Uhr
  • Donnerstag, 14 bis 16.30 Uhr
  • Freitag, 14 bis 20 Uhr
  • Samstag: geschlossen
  • Sonntag, 14 bis 20 Uhr

Der Impfbus ist weiterhin im Landkreis Miesbach unterwegs. Den aktuellen Haltestellenplan gibt es unter www.landkreis-miesbach.de.

Fragen rund um die Impfungen gegen das Coronavirus können täglich, von 9 bis 13 Uhr, an das Call-Center des Impfzentrums gerichtet werden unter Telefon 08025/7047777.

Update, 25. Oktober, 17.55 Uhr: Aktuelle Fallzahlen

Die 7-Tage-Inzidenz im Landkreis Miesbach liegt laut den aktuellen Zahlen des Robert-Koch-Instituts am Montag (25. Oktober) bei 434,2 Fällen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen 7 Tagen. Die Zahl der positiv Getesteten liegt aktuell bei 6.133 – 426 davon aktiv. Diese verteilen sich auf den Landkreis Miesbach wie folgt:

  • Waakirchen und Warngau: 34 aktive Fälle
  • Holzkirchen: 33
  • Fischbachau: 28
  • Miesbach: 27
  • Weyarn: 26
  • Gmund: 23
  • Hausham, Irschenberg und Valley: 22
  • Rottach-Egern: 20
  • Bayrischzell: 19
  • Schliersee: 11
  • Otterfing: 10
  • Bad Wiessee: 8
  • Tegernsee: 7
  • Kreuth: 5

Update, 11.50 Uhr: Appell an Bürger

Die 7-Tage-Inzidenz im Landkreis Miesbach liegt am Freitag (22. Oktober) fast bei 350. Das Gesundheitsamt ist am Limit und appelliert nun an die Bürger. Was das bedeutet, lesen Sie hier.

Update, 9.55 Uhr: Neue Corona-Hotline

Da das Contact-Tracing-Team (CTT) angesichts der vielen neuen Corona-Fälle im Landkreis Miesbach dringend personelle Unterstützung benötigt, um die Infektionsketten noch nachvollziehen zu können, werden ab Montag, 25. Oktober, die Mitarbeiter der Corona-Hotline im CTT helfen. Die Hotline ist ab Montag zu erreichen:

  • Montag bis Freitag, von 7.30 bis 12.30 Uhr
  • Donnerstag zusätzlich von 13.30 bis 17 Uhr

Das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit betreibt eine Corona-Hotline unter 09131/68085101. „Außerdem gibt es umfangreiche Online-Angebote auf der Internetseite des Landratsamtes und bei allen Gesundheitsbehörden, die für eine erste Information in Anspruch genommen werden sollten“, teilt Landkreis-Sprecherin Sophie-Marie Stadler mit.

Update, 22. Oktober, 7.50 Uhr: Haltestellen Impfbus

Der Corona-Impfbus hält in den nächsten Tagen an folgenden Orten im Landkreis Miesbach:

  • Samstag, 23. Oktober: 9 bis 13 Uhr Bayrischzell, Schulstraße 5
  • Dienstag, 26. Oktober: 9 bis 13 Uhr Schliersee, Seminarraum der Gästeinformation in der Vitalwelt, Perfallstraße 4
  • Mittwoch, 27. Oktober: 9 bis 13 Uhr Holzkirchen, Rathaus, Herdergarten
  • Donnerstag, 28. Oktober: 9 bis 13 Uhr Gmund, Gut Kaltenbrunn
  • Samstag, 30. Oktober: 14 bis 18 Uhr Holzkirchner Tafel, Am Ladehof 6

Update, 17.55 Uhr: Aktuelle Fallzahlen

Die 7-Tage-Inzidenz im Landkreis Miesbach liegt laut den aktuellen Zahlen des Robert-Koch-Instituts am Donnerstag (21. Oktober) bei 322,4 Fällen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen 7 Tagen. Die Zahl der positiv Getesteten liegt aktuell bei 5.933 – 342 davon aktiv. Diese verteilen sich auf den Landkreis Miesbach wie folgt:

  • Waakirchen: 40 aktive Fälle
  • Holzkirchen: 35
  • Bayrischzell: 29
  • Rottach-Egern: 26
  • Fischbachau: 25
  • Gmund, Miesbach und Valley: 24
  • Warngau: 23
  • Irschenberg: 21
  • Hausham und Kreuth: 12
  • Bad Wiessee und Schliersee: 11
  • Weyarn: 10
  • Otterfing: 9
  • Tegernsee: 6

Update, 21. Oktober, 9.55 Uhr: Symptome in der Kita

Nicht eingeschulte Kita-Kinder seien aktuell im Vergleich zur Gesamtbevölkerung und zu Schulkindern in geringem Maße vom Coronavirus Sars-CoV-2 betroffen. Dies erlaube, für Kita-Kinder den Umgang mit Krankheitssymptomen in der Betreuung zu erleichtern und Familien dadurch zu entlasten.

Benötigten Kinder bislang einen negativen PCR- oder PoC-Antigen-Schnelltest, wenn sie die Kita trotz leichter Krankheitssymptome wie Schnupfen besuchen wollten, genügt für nicht eingeschulte Kinder künftig ab sofort eine Bestätigung der Eltern, dass vor dem Kita-Besuch zu Hause ein Selbsttest durchgeführt wurde, der negativ ausgefallen ist. Dafür können die Selbsttests genutzt werden, die die Familien über die Berechtigungsscheine kostenfrei in den Apotheken für ihre Kinder erhalten. Eine Musterbestätigung für einen durchgeführten Test stellt das Familienministerium den Kinderbetreuungseinrichtungen zur Verfügung.

Erkranke ein Kind hingegen schwerer, habe es beispielsweise Fieber, Hals- oder Ohrenschmerzen oder starken Husten, sei weiterhin ein PCR- oder PoC-Antigen-Test erforderlich, um das Kind wieder in der Kita zuzulassen. PCR-Tests sind für Personen mit einschlägigen Symptomen kostenfrei. Kinder mit (nur noch) leichten Symptomen würden auch künftig in den lokalen Testzentren kostenfrei mittels PoC-Antigen-Schnelltest auf eine Infektion mit dem Coronavirus getestet. Ein ärztliches Attest sei hingegen nicht nötig.

Für Schulkinder gelten – analog zum Schulbereich – die bereits bestehenden Regeln vorerst fort: Das heißt, ein Hortbesuch trotz leichter Symptome ist nur mit negativem PCR- oder PoC-Antigen-Schnelltest möglich. Darüber informiert das bayerische Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales.

Update, 19. Oktober, 12.20 Uhr: Inzidenz hoch wie nie

Die 7-Tage-Inzidenz ist mit 230,6 so hoch wie nie zuvor im Landkreis Miesbach. „Einen speziellen Grund, beispielsweise eine betroffene Einrichtung, gibt es dafür nach wie vor nicht“, teilt das Landratsamt mit.

Im Fokus stehen weiterhin Schulen und Kitas. „Weil dort viel getestet wird, werden auch viele Fälle entdeckt“, erklärt die Behörde. Momentan gebe es Fälle in drei Schulklassen an drei verschiedenen Schulen mit acht positiv getesteten Schülern. Außerdem seien zwei Kindertagesstätten betroffen mit drei Gruppen und fünf positiven Fällen. Das einzige größere Cluster sei eine Hochzeitsfeier mit 14 positiv getesteten Personen.

„Diese Cluster machen aber natürlich nicht die hohe Inzidenz aus“, resümiert das Landratsamt. „Hauptsächlich wird die Infektion unbemerkt im Familienkreis, bei privaten Treffen oder am Arbeitsplatz übertragen.“ Eine Aufschlüsselung nach Infektionsgrund gebe es nicht. Einige Infektionen könnten auch gar nicht nachverfolgt werden, weil es keine Anhaltspunkte für die Infektion gebe.

Das Contact-Tracing-Team versuche das Möglichste, Kontakte noch nachverfolgen zu können.

„Die Anzahl der Tests, die im Testzentrum in Miesbach durchgeführt werden, hat rapide abgenommen, seit diese nicht mehr für jeden kostenlos sind“, berichtet die Behörde zudem. „Täglich werden ungefähr 15 PCR- und 25 Schnelltests im Testzentrum gemacht.“ Selbstzahler-Tests werden dort nicht durchgeführt.

Über das landkreisweite Portal www.reihentestung.de würden täglich etwa 600 Schnelltests abgewickelt, aber es sei keine Auswertung möglich, ob diese gegen Bezahlung oder wegen des kostenlosen Anspruchs nach der Testverordnung durchgeführt werden.

In der vergangenen Woche wurden zudem 630 Impfungen über die Impfangebote des Impfzentrums durchgeführt. Diese teilen sich wie folgt auf:

  • 108 im Krankenhaus Agatharied
  • 245 während Happy-Hour und Familientag im Impfzentrum
  • 277 im Impfbus
  • Spitzenreiter war der Mittwoch mit 130 Impfungen an der Impfbus-Station Herdergarten in Holzkirchen.

Update, 18. Oktober, 17.50 Uhr: Aktuelle Fallzahlen

Die 7-Tage-Inzidenz im Landkreis Miesbach liegt laut den aktuellen Zahlen des Robert-Koch-Instituts am Montag (18. Oktober) bei 214,6 Fällen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen 7 Tagen. Die Zahl der positiv Getesteten liegt aktuell bei 5.680 – 204 davon aktiv. Diese verteilen sich auf den Landkreis Miesbach wie folgt:

  • Holzkirchen und Waakirchen: 23 aktive Fälle
  • Irschenberg: 22
  • Warngau: 19
  • Fischbachau und Rottach-Egern: 15
  • Valley: 12
  • Gmund, Miesbach und Schliersee: 10
  • Weyarn: 9
  • Bad Wiessee und Hausham: 8
  • Bayrischzell und Otterfing: 7
  • Kreuth und Tegernsee: 3

Update, 11.55 Uhr: Corona-Langzeitfolgen mildern

Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek will die Versorgung von Kindern und Jugendlichen mit Corona-Langzeitfolgen verbessern. Er sagte dazu bei der Übergabe der ersten beiden Förderbescheide einer neu aufgelegten Förderinitiative: „Wir unterstützen das gemeinsame Projekt Post-Covid Kids Bavaria des Zentrums für Kinder- und Jugendmedizin der München Klinik und des Klinikums rechts der Isar der Technischen Universität München (TUM) sowie der Kinderuniversitätsklinik der Barmherzigen Brüder Regensburg mit rund 1,7 Millionen Euro. Ich freue mich besonders, dass unsere ersten Förderbescheide zum wichtigen Thema Post-Covid-Syndrom die Versorgung von Kindern und Jugendlichen in den Fokus nehmen.“

Bayern hat im Juni die Förderinitiative „Versorgungsforschung zum Post-Covid-Syndrom“ mit einem Volumen von 5 Millionen Euro aufgelegt, um die Versorgung von Post-Covid-Patienten zu verbessern. Bayern will damit möglichst viele innovative und effiziente Wege etablieren, um Spät- und Langzeitfolgen einer Covid-19-Erkrankung zu behandeln.

Der Minister sagt: „Corona-Langzeitfolgen wie das Post-Covid-Syndrom haben massive Auswirkungen auf den Alltag und die Lebensqualität der Betroffenen. Genau deshalb haben wir bereits im Juni unseren Fokus auf eine Förderinitiative zur Versorgungsforschung gelegt. Denn klar ist: Wir müssen dringend die Erkenntnisse und das Wissen über das Krankheitsbild und die Versorgung der Betroffenen verbessern.“

Holetschek erklärt: „Etwa 10 Prozent aller an Covid-19 erkrankten Erwachsenen kämpfen nach Expertenschätzungen mit Spätfolgen. Das entspräche in Bayern derzeit rund 74.000 Betroffenen. Wie häufig die Langzeitfolgen bei Kindern und Jugendlichen auftreten – dazu gibt es noch keine gesicherten Erkenntnisse. Fakt ist aber: Auch Kinder und Jugendliche können vom Post-Covid-Syndrom betroffen sein.“

Und weiter: „Das Modellprojekt ist einzigartig in ganz Deutschland und Vorbild für künftige Versorgungsstrukturen für das Post-Covid-Syndrom. Wir tragen damit ganz entscheidend zur Verbesserung der Versorgung von betroffenen Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen bei. Nur mit vereinten Kräften können wir die gesundheitlichen Folgen der Pandemie wirksam bekämpfen.“

Weitere Informationen gibt es unter www.stmgp.bayern.de und www.lgl.bayern.de.

Update, 15. Oktober, 11.35 Uhr: Haltestellen Impfbus

„Pünktlich zum Wochenende gibt es einen neuen Fahrplan des Impfbusses“, teilt Sprecherin Vanessa Schallmoser. „Bitte beachten Sie, dass die Happy-Hour ab Montag, 18. Oktober, nur noch an folgenden Wochentagen stattfindet: Montag, Freitag und Sonntag.“

  • Freitag, 15. Oktober: 8.30 bis 17.30 Uhr Miesbach, Rewe, Am Windfeld 19
  • Samstag, 16. Oktober: 14 bis 18 Uhr Gmunder Tafel, Wiesseer Straße 18
  • Dienstag, 19. Oktober: 9 bis 13 Uhr Vitalwelt Schliersee, Perfallstraße 4
  • Mittwoch, 20. Oktober: 9 bis 13 Uhr Holzkirchen, Herdergarten
  • Donnerstag, 21. Oktober: 9 bis 13 Uhr Irschenberg, FCB-Shop, Wendling 16
  • Samstag, 23. Oktober: 9 bis 13 Uhr Bayrischzell, Schulstraße 5

Update, 16.55 Uhr: Aktuelle Fallzahlen

Die 7-Tage-Inzidenz im Landkreis Miesbach liegt laut den aktuellen Zahlen des Robert-Koch-Instituts am Donnerstag (14. Oktober) bei 187,7 Fällen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen 7 Tagen. Die Zahl der positiv Getesteten liegt aktuell bei 5.591 – 187 davon aktiv. Diese verteilen sich auf den Landkreis Miesbach wie folgt:

  • Holzkirchen: 29 aktive Fälle
  • Irschenberg und Warngau: 17
  • Waakirchen: 14
  • Fischbachau, Gmund und Rottach-Egern: 13
  • Bad Wiessee und Weyarn: 12
  • Miesbach: 11
  • Schliersee: 9
  • Hausham: 8
  • Valley: 7
  • Otterfing: 5
  • Bayrischzell und Kreuth: 3
  • Tegernsee: 1

Update, 14. Oktober, 9.45 Uhr: Pflegekassen verweigern Corona-Sonderregeln

Der Bundesrat hat beschlossen, dass bisher befristete Unterstützungsleistungen für Pflegebedürftige bis Ende Dezember 2021 verlängert werden. „Somit gelten nun alle Sonderregeln für Pflege zu Hause noch bis Ende des Jahres“, erklärt Sibell Turus vom Verbund Pflegehilfe. „Bei vielen Pflegekassen scheitern Betroffene jedoch, wenn sie die Leistungen beanspruchen wollen.“

Vermehrt komme es beim Verbund Pflegehilfe zu Anrufen wegen abgelehnter Sonderleistungen oder sogar Rückforderungen seitens der Pflegekasse. Verschiedene Kassen behaupten, die Corona-Sonderregeln für Pflege seien ausgelaufen. „Das ist nicht korrekt”, versichert Johannes Haas, Geschäftsführer des Verbunds Pflegehilfe. „Wir befinden uns noch immer in einer Pandemie. Wenn manche Pflegekassen etwas anderes behaupten und berechtige Leistungen streichen, dann ist das nicht tragbar.“

Pflegebedürftige sähen sich mit Abflachen der Pandemie mit noch größeren Herausforderungen konfrontiert als zu Lockdown-Zeiten. Sowohl ambulant als auch stationär fehle es mehr als je zuvor an Pflegeplätzen. Der Personalengpass habe sich durch Corona weiter verschärft. Statt aufatmen heiße es also für viele weiter bangen, während die Politik es versäume, die Bedingungen in der Pflege zu verbessern. Der Auftrag an die neue Regierung sei klar: Pflegebedürftige müssen endlich wieder eine Perspektive für ein würdevolles Leben im Alter erhalten.

Offiziell bleiben folgende Sonderregeln bis 31. Dezember 2021 gültig:

  • flexiblere Nutzung des Entlastungsbetrags in Höhe von 125 Euro für notwendige Hilfen zum Beispiel durch Nachbarn (gilt bei Pflegegrad 1 in häuslicher Pflege)
  • Nicht genutzte Entlastungsbeträge aus 2019/2020 können noch bis zum 31. Dezember 2021 verwendet werden und verfallen nicht wie normalerweise.
  • Die Pflegegradbestimmung findet wieder vor Ort statt, kann jedoch im Einzelfall auch weiterhin telefonisch erfolgen.
  • Beratungsbesuche für Pflegegeldempfänger müssen verpflichtend abgerufen werden, dürfen allerdings auch weiterhin telefonisch stattfinden.
  • 20 statt 10 Tage Freistellung, um die Pflege eines Angehörigen zu organisieren. Das Pflegeunterstützungsgeld dient als Lohnersatz.
  • kurzfristige und flexible Reduzierung der Arbeitszeit zugunsten der Familienpflegezeit
  • 60 statt 40 Euro für Pflegehilfsmittel zum Verbrauch wie Mundschutz und Desinfektionsmittel.

Update, 13. Oktober, 12.15 Uhr: PCR-Pool-Tests in Kindertagesbetreuung

Die umfassenden Hygienemaßnahmen in der Kindertagesbetreuung zeigen Wirkung. Das Infektionsgeschehen in bayerischen Kindertageseinrichtungen sei nach wie vor gering. Das passgenaue Testkonzept für Beschäftigte und Kinder leiste einen großen Beitrag für mehr Infektionsschutz in den Kitas: Beschäftigte in Kindertagesbetreuung erhalten kostenfreie Selbsttests und können damit auch ihrer bestehenden Testnachweispflicht nachkommen. Schulkinder werden im Rahmen ihres Schulbesuchs mittels PCR-Pooling getestet und nicht eingeschulte Kinder können sich mit vom Freistaat zur Verfügung gestellten Berechtigungsscheinen über die Apotheken mit kostenfreien und geeigneten Selbsttests versorgen.

Um für den bevorstehenden Winter 2021/2022 bestmöglich gewappnet zu sein, wurde das freiwillige Testkonzept für nicht eingeschulte Kinder bereits Mitte September um die Möglichkeit von PCR-Pool-Tests ergänzt. Der Freistaat unterstützt die Landkreise und kreisfreien Städte beim Einführen von PCR-Pool-Tests in der Kindertagesbetreuung und hat ein entsprechendes Förderprogramm geschaffen. War der Bewilligungszeitraum zunächst auf den 31. Dezember 2021 befristet, wurde dieser nun auf Anregung insbesondere größerer Kommunen analog zum Schulbereich bis Ende Februar 2022 verlängert.

Bayerns Familienministerin Carolina Trautner betont: „Die nun beschlossene Verlängerung des Bewilligungszeitraums gibt insbesondere auch den großen Kommunen die entsprechende Wahlfreiheit, das bereits bestehende Testkonzept in der Kindertagesbetreuung um PCR-Pooling zu ergänzen. Damit bietet der Freistaat größtmögliche Flexibilität – für die Kommunen, die Träger sowie die Familien.“

Update, 12. Oktober, 15.55 Uhr: Ausnahmezustand

„Die Zahl der täglich gemeldeten Neuinfektionen ist bedauerlicherweise immer noch sehr hoch“, teilt das Landratsamt mit. „Der Landkreis Miesbach gehört mit einer 7-Tage-Inzidenz von 178,7 nach wie vor zu den Top 10 der höchsten Inzidenzen in Deutschland.“

Es gebe keine Einrichtung, Gruppe, Veranstaltung oder ähnliches, auf die die hohen Infektionszahlen zurückzuführen wären. Bei einer Hochzeitsfeier haben sich 12 Personen angesteckt. Darüber hinaus gebe es nur kleine Cluster mit Infizierten im einstelligen Bereich.

Ein besonderes Augenmerk liege weiterhin auf Schulen und Kitas: Weil dort viel getestet wird und gleichzeitig eine Impfempfehlung erst für Kinder ab 12 Jahren besteht, ist es nur logisch, dass bei Kindern vermeintlich viele Infektionen aufgedeckt werden. Aktuell seien drei Kita-Gruppen an zwei verschiedenen Einrichtungen im Landkreis Miesbach in Quarantäne, nachdem je eine Person positiv getestet wurde. Zudem sind Schüler aus fünf Klassen an zwei verschiedenen Schulen in Quarantäne, nachdem pro Klasse zwei beziehungsweise drei Schüler positiv getestet wurden.

„Die scheinbare Häufung von Fällen an Kitas oder Schulen ist kein Zufall“, erklärt das Landratsamt „Oft sind einfach Geschwisterkinder oder Freunde betroffen, mit denen privater Kontakt bestand.“

Das Gesundheitsamt versuche das Möglichste, Infektionsketten zu unterbrechen, gelange jedoch zunehmend an seine Grenzen. Alleine schon, wenn man bedenke, dass bei einem positiven Schüler alle zirka 30 Klassenkameraden abtelefoniert werden müssen, werde klar, dass die schiere Anzahl an Kontaktpersonen nicht mehr tagesaktuell kontaktiert werden könne. Umso wichtiger sei ein verantwortungsvoller, selbstverantwortlicher Umgang mit einem potenziell infektiösen Kontakt.

PCR- und Schnelltests sind seit Montag (11. Oktober) nicht mehr für jeden kostenlos, sondern nur noch, wenn ein Anspruch nach der neuen bundesweiten Testverordnung besteht. Es gebe keine behördlichen Vorgaben, wie viel ein PCR- oder Schnelltest auf Wunsch kosten dürfe. Angelehnt an die Erstattungsrichtlinie für Dienstleister, die die kostenfreien Tests für Bürger mit Anspruch darauf durchführen, könne man als Richtwert für Schnelltests von 15 bis 25 Euro ausgehen und bei PCR-Tests je nach Labor von 60 bis 80 Euro.

Zudem hat Landrat Olaf von Löwis entschieden, das Impfbusangebot um vier Wochen über den 15. Oktober hinaus zu verlängern. Ab Samstag, 16. Oktober, ist der Bus immer dienstags, mittwochs, donnerstags und samstags unterwegs. Das Impfzentrum öffnet für die Happy-Hour montags und freitags, von 17 bis 20 Uhr, sowie für den Familientag mit Beratung durch Kinderärzte und Gynäkologen sonntags, ab 13.30 Uhr. Außerdem impft das Krankenhaus Agatharied täglich, von 14 bis 16.30 Uhr.

In der vergangenen Woche wurden über die verschiedenen Angebote des Impfzentrums 712 Impfdosen verabreicht, davon 106 im Krankenhaus, 273 während Happy-Hour und Familientag sowie 333 im Impfbus. Am meisten Impfdosen auf einmal wurden vergangene Woche an der Impfbus-Haltestelle am Rathaus Holzkirchen am Mittwoch, 6. Oktober, mit 58 Impfungen sowie an der Haltestelle der Tafel Holzkirchen am Samstag, 9. Oktober, mit 53 Impfungen verabreicht. Seit der Inbetriebnahme des Impfbusses am 11. August wurden dort über 2.100 Spritzen gesetzt.

Update, 11. Oktober, 16.40 Uhr: Impfbus wird verlängert

Miesbachs Landrat Olaf von Löwis hat am Montag (11. Oktober) darüber informiert, dass der Impfbus als Angebot verlängert wird. In einer Videobotschaft nennt er weitere Details.

Die 7-Tage-Inzidenz im Landkreis Miesbach liegt laut den aktuellen Zahlen des Robert-Koch-Instituts am Montag (11. Oktober) bei 176,7 Fällen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen 7 Tagen. Die Zahl der positiv Getesteten liegt aktuell bei 5.405 – 180 davon aktiv. Diese verteilen sich auf den Landkreis Miesbach wie folgt:

  • Miesbach: 30 aktive Fälle
  • Weyarn: 25
  • Bad Wiessee und Holzkirchen: 17
  • Fischbachau und Irschenberg: 13
  • Hausham: 12
  • Waakirchen: 10
  • Gmund, Rottach-Egern und Warngau: 9
  • Schliersee und Valley: 4
  • Kreuth und Otterfing: 3
  • Bayrischzell und Tegernsee: 1

Update, 8. Oktober, 14 Uhr: Haltestellen Impfbus

  • Samstag, 9. Oktober: 8.30 bis 17.30 Uhr Holzkirchner Tafel, Am Ladehof 6
  • Sonntag, 10. Oktober: 8.30 bis 17.30 Uhr Schliersee, Vitalwelt, Perfallstraße 4
  • Montag, 11. Oktober: 8.30 bis 17.30 Uhr Kreuth, Naturkäserei, Reißenbichlweg 1
  • Dienstag, 12. Oktober: 11 bis 17.30 Uhr Weyarn, Edeka, Kugelpoint 1
  • Mittwoch, 13. Oktober: 11 bis 17.30 Uhr Holzkirchen, Rathaus, Herdergarten
  • Donnerstag, 14. Oktober: 8.30 bis 17.30 Uhr Fischbachau, Winklstüberl, Leitzachtalstraße 68
  • Freitag, 15. Oktober: 8.30 bis 17.30 Uhr Miesbach, Rewe, Am Windfeld 19

Update, 17.20 Uhr: Aktuelle Fallzahlen

Die 7-Tage-Inzidenz liegt laut den aktuellen Zahlen des Robert-Koch-Instituts am Donnerstag (7. Oktober) bei 148,7 Fällen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen 7 Tagen. Die Zahl der positiv Getesteten liegt aktuell bei 5.405 – 172 davon aktiv. Diese verteilen sich auf den Landkreis Miesbach wie folgt:

  • Weyarn: 34 aktive Fälle
  • Miesbach: 31
  • Hausham: 16
  • Bad Wiessee und Irschenberg: 13
  • Warngau: 12
  • Fischbachau: 9
  • Rottach-Egern und Waakirchen: 8
  • Holzkirchen: 7
  • Gmund: 5
  • Otterfing und Tegernsee: 4
  • Schliersee: 3
  • Kreuth und Valley: 2
  • Bayrischzell: 1

Update, 7. Oktober, 12.10 Uhr: Kostenlose Corona-Tests

Bayern bietet auch über das geplante Ende der kostenfreien Bürgertests hinaus unter bestimmten Voraussetzungen kostenlose Corona-Tests an. Gesundheitsminister Klaus Holetschek sagt dazu: „Tests sind auch weiterhin zentraler Bestandteil unserer Corona-Strategie. Sie sind für uns entscheidend, um das Infektionsgeschehen erfassen zu können. Deshalb ist klar: Wo sie notwendig und sinnvoll sind, bleiben Corona-Tests für betroffene Bürger kostenfrei – auch nach dem Ende der vom Bund bis zum 10. Oktober finanzierten Bürgertests.“

Der Minister erläutert: „Fest steht: Wer Symptome hat, zum Arzt geht und sich testen lässt, muss diese Tests auch in Zukunft nicht selbst zahlen. Auch in weiteren Fällen sind nach dem 10. Oktober kostenlose Tests für Menschen ohne Symptome möglich: für Kinder unter 12 Jahren und Menschen, die sich nicht impfen lassen können etwa aus medizinischen Gründen.“

Bis zum 31. Dezember gilt dies auch für Menschen, die zum Zeitpunkt des Tests das 18. Lebensjahr noch nicht vollendet haben und für Schwangere. Da der Zeitraum seit der Empfehlung der Ständigen Impfkommission noch nicht ausreichend lang ist, um Stillenden beide Impfungen zu ermöglichen, gilt hier im Rahmen der Testverordnung des Bundes eine Übergangsfrist bis zum 10. Dezember. Anschließend, ab dem 11. Dezember, entfällt auch für Stillende der Anspruch auf kostenlose Tests.

Holetschek ergänzt: „Kostenlose Tests gibt es auch weiterhin für Menschen, die in Pflegeeinrichtungen und Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen arbeiten oder diese besuchen. Sie erhalten von den Einrichtungen Berechtigungsscheine, mit denen sie sich in den rund 100 lokalen Testzentren kostenlos testen lassen können. Noch eine Ausnahme gibt es für Studenten: Für sie haben wir eine Verlängerung der kostenfreien Tests bis zum 30. November geplant. Die Kosten für die Tests trägt der Freistaat.“

Update, 17.10 Uhr: Lockerung der Corona-Regeln

Bayerns Innen- und Sportminister Joachim Herrmann begrüßt den Beschluss des Ministerrats, weitere Corona-Regeln zu lockern: „Ich freue mich nicht nur auf volle Stadien, sondern auch über einen großen Schritt in Richtung Normalität.“

Veranstalter können in allen Sportstätten ab dem 6. Oktober entscheiden, ob sie nur Geimpfte und Genesene sowie Schulkinder unter 12 Jahren einlassen (2G). Dann können sie auch die Maskenpflicht und das Gebot des Mindestabstands sowie die Personenobergrenze aufheben. Auch das Alkoholverbot bei Sportveranstaltungen mit mehr als 1.000 Personen ist dann aufgehoben.

Möglich sind die Lockerungen auch, wenn Veranstalter darüber hinaus Getestete mit PCR-Nachweis einlassen (3G plus). Auch Schüler, die älter als 12 Jahre sind, können dann ins Stadion, weil diese ohnehin regelmäßig getestet werden.

Zwar sei kein Veranstalter dazu gezwungen, dann gelte aber nach wie vor die Personenobergrenze je nach Stadiongröße, das Alkoholverbot bei größeren Veranstaltungen sowie die Abstands- und Maskenpflicht. „Es gibt hier keinen staatlichen Zwang“, erklärt Herrmann und appelliert dennoch an alle Nichtgeimpften, die ein Stadion besuchen wollen: „Lassen Sie sich impfen und genießen Sie die wiedergewonnene Freiheit.“

Voraussetzung für den Einlass zu einer Sportveranstaltung nach den gelockerten Regeln sind strenge Zugangskontrollen durch den Veranstalter. Es müsse sichergestellt sein, dass der Eintritt in eine Sportstätte nicht unkontrolliert möglich ist. Bei den Kontrollen muss die Identität der Besucher mit Impfzertifikat oder Nachweis einer Genesung (2G) oder PCR-Testnachweis (3G) festgestellt werden. Herrmann kündigt an: „Wir werden das engmaschig kontrollieren. Fehlende Nachweise können mit einem Bußgeld geahndet werden.“

Der Minister ist sich aber sicher, dass die Sportveranstalter verantwortungsbewusst mit den neuen Freiheiten umgehen: „Die Erfahrungen aus den Lockdowns haben uns gezeigt, dass nahezu alle Veranstalter klug und verantwortungsvoll mit den Regeln umgehen. Ich bin zuversichtlich, dass dem Zuschauervergnügen wie in früheren Jahren nichts mehr entgegensteht.“

Update, 5. Oktober, 14.25 Uhr: Aktuelles Infektionsgeschehen

Die Inzidenz im Landkreis Miesbach ist nach wie vor hoch, aber es gibt keinen wirklichen Hotspot, der dafür verantwortlich wäre. „Das Infektionsgeschehen ist weiterhin diffus – auch wenn das Landratsamt Miesbach nachvollziehen kann, dass diese Aussage für viele zunehmend unzufriedenstellend ist“, teilt die Behörde mit.

Es gebe zahlreiche Infektionen bei Schülern und Kindergartenkindern. Aktuell seien mindestens drei Schulen und fünf Kindergärten betroffen, meist jeweils mehrere Klassen oder Gruppen. „Glücklicherweise zeigen Kinder bisher kaum oder nur leichte Krankheitssymptome“, heißt es in einer Mitteilung.

Insgesamt wurden über die diversen Angebote des Impfzentrums in der vergangenen Woche 621 Impfungen vorgenommen:

  • 24 am Drive-in (Angebot zum 1. Oktober eingestellt)
  • 94 im Krankenhaus Agatharied
  • 252 während der Happy-Hour und dem Familientag
  • 251 im Impfbus
  • Freitag wurden mit 76 Impfdosen am meisten Personen an einem Tag geimpft seit Beginn des Impfbus-Angebots

Im Landkreis wurden bisher über das Impfzentrum und die niedergelassenen Ärzte 63.930 Erst- und 61.356 Zweitimpfungen vorgenommen. Das würde bei einer Einwohnerzahl von ziemlich genau 100.000 Bewohnern einer Impfquote von 63,9 Prozent Erstgeimpften und 61,4 Prozent vollständig Geimpften bedeuten.

„Jedoch stehen alle Impfangebote grundsätzlich allen Bürgern mit gewöhnlichem Aufenthalt in Deutschland oder einer gesetzlichen oder privaten Krankenversicherung in Deutschland zur Verfügung“, erklärt die Behörde. „Auf Basis dieser zur Verfügung stehenden Informationen ist es nicht möglich, zu ermitteln, wie viele Landkreisbürger genau geimpft wurden, wie viele vielleicht ein Angebot in einem anderen Landkreis in Anspruch genommen haben oder wie viele Bürger von außerhalb des Landkreises sich hier haben impfen lassen.“

Update, 4. Oktober, 16.45 Uhr: Aktuelle Fallzahlen

Die 7-Tage-Inzidenz liegt laut den aktuellen Zahlen des Robert-Koch-Instituts am Montag (4. Oktober) bei 155,7 Fällen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen 7 Tagen. Die Zahl der positiv Getesteten liegt aktuell bei 5.233 – 155 davon aktiv. Diese verteilen sich auf den Landkreis Miesbach wie folgt:

  • Miesbach: 29 aktive Fälle
  • Weyarn: 27
  • Hausham: 19
  • Fischbachau und Holzkirchen: 12
  • Rottach-Egern: 11
  • Warngau: 10
  • Bad Wiessee: 7
  • Irschenberg: 5
  • Tegernsee, Valley und Waakirchen: 4
  • Bayrischzell, Kreuth und Otterfing: 3
  • Gmund: 2

Update, 11.25 Uhr: Appell an Studenten

Zum Beginn des Wintersemesters 2021/2022 am 1. Oktober rufen Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek und Wissenschaftsminister Bernd Sibler die Studenten dazu auf, sich gegen Covid-19 impfen zu lassen. An den Hochschulen sind zum Semesterbeginn niederschwellige Impfaktionen geplant, bei denen sich die Studenten und das Hochschulpersonal unkompliziert eine Schutzimpfung gegen Covid-19 geben lassen können. Geplant sind etwa Impfbusse vor Hochschulen, mobile Teams oder gesonderte Aktionen in den Impfzentren.

Ab einer 7-Tage-Inzidenz von 35 gilt auch an den Hochschulen die 3G-Regel. Der Zugang ist also nur für Genesene, Geimpfte oder Getestete möglich. Für Studenten sind die Tests während einer Übergangsphase bis zum 30. November kostenfrei. Durchgeführt werden diese bei durch die Hochschulen beauftragten Dienstleistern, teilweise an den Hochschulen selbst sowie – im Rahmen der Verfügbarkeit – in lokalen Testzentren und Schnelltestzentren der Kreisverwaltungsbehörden.

Gemäß der unterschiedlichen lokalen Gegebenheiten wie etwa der Hochschulgröße oder Lage bieten die Hochschulen mit Unterstützung der beiden Ministerien passgenaue und individuelle Testangebote an. Als Nachweis in Testzentren gilt der Studentenausweis.

Nach dem 30. November sind die Tests nur noch für diejenigen kostenlos, die unabhängig von ihrem Status unter andere Ausnahmeregeln wie etwa medizinische Kontraindikationen fallen und sich deshalb aus gesundheitlichen Gründen nicht impfen lassen können. Kostenlose Tests erhalten außerdem weiterhin ausländische Studenten, die mit einem anderen als von der Europäischen Arzneimittelbehörde zugelassenen Impfstoff geimpft sind und daher in der EU nicht als immunisiert gelten, sich aber auch nicht erneut impfen lassen können.

Update, 10.10 Uhr: Haltestellen des Impfbusses

Das Landratsamt Miesbach weist darauf hin, dass die Impfzentrum-Hotline 08025/7047777 nur noch vormittags täglich, von 9 bis 13 Uhr, besetzt ist. Der Impfbus hält in den nächsten Tagen an folgenden Haltestellen:

  • Freitag, 1. Oktober: 11 bis 17.30 Uhr Holzkirchen, Rathaus, Herdergarten
  • Samstag, 2. Oktober: 8.30 bis 17.30 Uhr Gmunder Tafel, Wiesseer Straße 10
  • Sonntag, 3. Oktober: 8.30 bis 12 Uhr Irschenberg, FC-Bayern-Fanshop
  • Montag, 4. Oktober: 11 bis 17.30 Uhr Gmund, Gut Kaltenbrunn
  • Dienstag, 5. Oktober: 11 bis 17.30 Uhr Fischbachau, Winklstüberl, Leitzachtalstraße 68
  • Mittwoch, 6. Oktober: 8.30 bis 17.30 Uhr Holzkirchen, Rathaus, Herdergarten
  • Donnerstag, 7. Oktober: 13.30 bis 17.30 Uhr Fischbachau, Rathaus, Kirchplatz 10
  • Freitag, 8. Oktober: 8.30 bis 17.30 Uhr Tegernsee, Bräustüberl, Schlossplatz 1
  • Samstag, 9. Oktober: 8.30 bis 17.30 Uhr Holzkirchner Tafel, Am Ladehof 6
  • Sonntag, 10. Oktober: 8.30 bis 17.30 Uhr Schliersee, Vitalwelt, Perfallstraße 4

Vorbericht vom 1. Oktober:

Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek weist darauf hin, dass die Impfzentren ab dem 1. Oktober den Fokus ihrer Arbeit verändern. Er erläutert: „Wir richten die bayerische Impfstrategie neu aus: Ab Oktober steht das Impfangebot der niedergelassenen Ärzte sowie Betriebsärzte im Vordergrund. Das ergänzende staatliche Impfangebot setzt dann den Schwerpunkt auf die mobilen Impfteams im Einsatz für Auffrischungsimpfungen vulnerabler Gruppen wie in Alten- und Pflegeheimen sowie für Sonderimpfaktionen.“

Der Minister erklärt: „Pro Landkreis und kreisfreier Stadt soll bis Ende April 2022 in der Regel höchstens ein reduziertes stationäres Impfzentrum betrieben werden – finanziert wie bisher vom Freistaat Bayern beziehungsweise vom Bund. Die Impfzentren dienen als koordinierende Stelle und Basisstation für die mobilen Impfteams. Auch die beliebten niederschwelligen Sonderimpfaktionen werden fortgeführt.“

Holetschek fügt hinzu: „Die Impfzentren bieten als ergänzendes Impfangebot mindestens einmal wöchentlich eine Impfsprechstunde an. Bei Bedarf kann auch die Kapazität wieder hochgefahren werden. Klar ist: Wer sich impfen lassen möchte, kann den Piks bei niedergelassenen Ärzten, Betriebsärzten, bei den mobilen Teams und im Rahmen der Impfsprechstunde bekommen.“

Er zog nach rund neun Monaten Corona-Impfkampagne eine positive Zwischenbilanz der bisherigen Arbeit der bayerischen Impfzentren: „Die Impfzentren in Bayern waren und sind eine tragende Säule unserer Impfstrategie. Die Zahlen machen den großen Erfolg deutlich: Seit Ende Dezember 2020 wurden in den Zentren und von den zugehörigen mobilen Teams rund 8,8 Millionen Impfungen verabreicht. Das sind rund 54 Prozent der Gesamtimpfungen in Bayern. Davon sind rund 4,6 Millionen Erstimpfungen, rund 4,2 Millionen Zweitimpfungen und rund 38.000 Auffrischungsimpfungen (Stand: 29. September).“

Der Minister erklärt: „Die Impfzentren waren von Anfang an ein essentieller Bestandteil der bayerischen Impfstrategie: Als klar wurde, dass die Impfstoffe zugelassen würden, stand Bayern als Flächenstaat vor ganz besonderen Herausforderungen. Wichtig war es, den Menschen in Bayern, egal ob Stadt oder Land, einen Zugang zu den Impfungen zu ermöglichen. Dass innerhalb kurzer Zeit 100 Impfzentren, eine hochkomplexe Transportlogistik und auch noch das eigene Einladungsmanagement BayIMCO entstanden sind, ist nur dem außerordentlichen Engagement von sehr vielen Menschen zu verdanken!“

ft; ksl

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