Aktuelle Infos im News-Ticker

Corona: Landkreis Miesbach nennt aktuelle Fallzahlen

Coronavirus
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Da die 7-Tage-Inzidenz im Landkreis Miesbach weiter stabil niedrig ist, dürfen weitere Corona-Regeln gelockert werden.
  • vonKatja Schlenker
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  • Fridolin Thanner
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Landkreis – Corona-Mutationen sind auch im Landkreis Miesbach aktiv. Aktuelle Infos zur 7-Tage-Inzidenz gibt es in unserem News-Ticker.

Das Wichtigste in Kürze:

  • 7-Tage-Inzidenz: 46; Genesene: 4.327; aktive Fälle: 107; Todesfälle: 78
  • Am Samstag, 29. Mai, hat der Landkreis Miesbach die strengen Corona-Regeln wieder gelockert.
  • Am 27. Dezember sind die ersten Personen im Landkreis Miesbach gegen das Coronavirus geimpft worden.

Service:

Update, 18.20 Uhr: Neuer News-Ticker

Hier geht es zum neuen Ticker mit allen aktuellen Informationen rund um das Coronavirus im Landkreis Miesbach.

Update, 16.35 Uhr: Aktuelle Fallzahlen

Die ausschlaggebende 7-Tage-Inzidenz liegt laut den aktuellen Zahlen des Robert-Koch-Instituts am Monstag (31. Mai) bei 46 Fällen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen 7 Tagen. Die Zahl der positiv Getesteten liegt aktuell bei 4.434 – 107 Fälle davon sind derzeit aktiv.

  • Gmund: 22 aktive Fälle
  • Fischbachau: 12
  • Holzkirchen: 11
  • Hausham und Waakirchen: 10
  • Kreuth: 8
  • Warngau: 7
  • Miesbach: 6
  • Irschenberg und Weyarn: 4
  • Otterfing, Schliersee und Tegernsee: 3
  • Bayrischzell: 2
  • Bad Wiessee und Rottach-Egern: 1
  • Valley: 0

Update, 31. Mai, 5.15 Uhr: Hilfe bei Corona

Corona-Patienten werden in der Marianowicz-Medizin-Privatklinik Jägerwinkel am Tegernsee mit einem multimodalen Therapieansatz bei Post-Covid behandelt. Mehr zum Konzept lesen Sie hier.

Update, 29. Mai, 17.55 Uhr: Corona-Regeln angepasst

Mehrere Corona-Fälle nach der Sitzung der Gmunder Gemeinderäte haben auch in Rottach-Egern für schärfere Regeln gesorgt. Was jetzt gilt, lesen Sie hier.

Update, 14 Uhr: Luca-App kommt

Der Landkreis Miesbach, die Alpenregion Tegernsee Schliersee (ATS), die Tegernseer Tal Tourismus GmbH (TTT) und die Standortmarketing-Gesellschaft (SMG) sind gut vorbereitet auf die Corona-Lockerungen: Ein umfangreiches Schnelltestangebot samt digitaler Ergebnisübermittlung wurde geschaffen sowie die einfache und digitale Kontaktnachverfolgung über Luca ermöglicht, teilt das Landratsamt mit.

Zudem hat das Gesundheitsamt alle notwendigen Schnittstellen erstellt, damit alle Leistungsträger im Landkreis die Luca-App kostenfrei und freiwillig nutzen können. Jeder kann sich einfach unter https://www.luca-app.de/locations/ registrieren und für seinen Betrieb einen oder mehrere QR-Codes erstellen. Dieser ermöglicht dann jedem Gast und Kunden das komplett digitale Einchecken.

Im Fall von positiven Corona-Fällen ermöglicht dieses Vorgehen dem Gesundheitsamt eine effiziente Kontaktnachverfolgung und für den Leistungsträger entfällt die aufwendige Recherche der stattgefundenen Kontakte.

Update, 28. Mai, 6.15 Uhr: #wiesseerocks startet

Unter dem Hashtag #wiesseerocks bieten Gemeinde und TTT den Sommer über Corona zum Trotz zahlreiche Konzerte an. Die Premiere erfolgt nun als Live-Stream.

Update, 27. Mai, 12 Uhr: Neue Corona-Regeln

Aufgrund der seit Montag (24. Mai) im Landkreis Miesbach rapide fallenden 7-Tage-Inzidenz hat das Landratsamt beschlossen, ab Samstag, 29. Mai, Öffnungen zuzulassen.

Was bedeutet das im Landkreis Miesbach?

  • Außengastronomie: Ein Besuch der Außengastronomie ist möglich, wenn zuvor ein Termin gebucht wird und die Kontaktdaten erfasst werden. Sollten Personen aus mehreren Hausständen an einem Tisch sitzen, haben alle Personen am Tisch ein höchstens 24 Stunden altes Testergebnis vorzuweisen. Die Sperrstunde ist auf 22 Uhr festgesetzt. Erlaubt sind nach wie vor Lieferung und Abholung von Speisen für den Verzehr zu Hause.
  • Hotellerie: Übernachtungsangebote von Hotels, Beherbergungsbetrieben, Jugendherbergen und Campingplätzen für touristische Zwecke sind möglich. Voraussetzung ist ein Schutz- und Hygienekonzept sowie ein negativer Test der Gäste bei Ankunft und ein negatives Testergebnis der Gäste alle 48 Stunden.
  • Kultur- und Freizeiteinrichtungen: Theater, Konzerthäuser und Kinos dürfen bei fest zugewiesenen Sitzplätzen, einem Hygienekonzept und negativen Testergebnissen der Besucher ebenfalls öffnen. Auch kulturelle Außenveranstaltungen unter freiem Himmel können so durchgeführt werden. Öffnen dürfen auch Freibäder, wenn zuvor ein Termin gebucht wurde und ein negativer Corona-Test von den Besuchern vorgelegt wird. Musikalische oder kulturelle Proben von Laien- und Amateurensembles, bei denen ein Zusammenwirken mehrerer Personen erforderlich ist, sind ebenfalls wieder möglich. Wenn ein negatives Testergebnis von den Besuchern vorgelegt werden kann, ist der Betrieb von Seilbahnen, Fluss- und Seenschifffahrt im Ausflugsverkehr, touristischem Bahn- und Reisebusverkehr sowie Stadt- und Gästeführungen, Berg-, Kultur- und Naturführungen im Freien sowie das Öffnen von Außenbereichen in medizinischen Thermen erlaubt.
  • Sport: Erlaubt ist kontaktfreier Sport im Innenbereich inklusive der Öffnung von Innenbereichen von Sportstätten sowie Kontaktsport unter freiem Himmel. Voraussetzung ist auch hier, dass alle Teilnehmer über einen negativen Testnachweis verfügen.

Ab Sonntag, 30. Mai, gelten folgende Änderungen:

  • Kontaktbeschränkungen: Treffen darf man sich mit Angehörigen des eigenen Hausstands sowie Angehörigen eines weiteren Hausstands, solange dabei die Gesamtzahl von fünf Personen nicht überschritten wird. Kinder unter 14 Jahren und vollständig Geimpfte oder Genesene zählen nicht dazu.
  • Einzelhandel: Für den Einkauf im Einzelhandel muss zwar weiterhin ein Termin vereinbart werden. Ein negatives Testergebnis ist aber nicht mehr erforderlich.
  • Körpernahe Dienstleistungen: Dienstleistungen mit körperlicher Nähe zum Kunden sind erlaubt, wenn zuvor ein Termin gebucht wird und Kontaktdaten erhoben werden.
  • Sport: Gruppen von bis zu 20 Kindern unter 14 Jahren können unter freiem Himmel kontaktfreien Sport betreiben.
  • Museen und Ausstellungen: Museen und Ausstellungen dürfen mit Schutz- und Hygienekonzepten öffnen. Es ist erforderlich, einen Termin zu buchen.
  • Ausgangssperre: Die nächtliche Ausgangssperre von 22 bis 5 Uhr entfällt ebenfalls ab Sonntag.

Update, 17.45 Uhr: Landkreis stellt Antrag

Landrat Olaf von Löwis hat kurzfristig ein Gespräch mit dem bayerischen Gesundheitsminister Klaus Holetschek organisiert, an dem auch der Geschäftsführer der Tegernseer Tal Tourismus GmbH (TTT), Christian Kausch, der Vorstand der Alpenregion Tegernsee Schliersee (ATS), Harald Gmeiner, und der Geschäftsführer der Standortmarketinggesellschaft SMG, Alexander Schmid, teilgenommen haben.

Gemeinsam haben die Teilnehmer auf die schwierige Situation der touristischen Betriebe im Landkreis Miesbach hingewiesen. Insbesondere die nach wie vor fehlende Perspektive im weiteren Jahresverlauf, vor allem in puncto Personal und Materialeinkauf war Thema des Gesprächs, aber auch eine klare Forderung nach mehr Impfstoff.

Antrag auf Öffnungen ab Samstag gestellt

Zudem hat das Landratsamt einen Antrag bei der Regierung von Oberbayern gestellt, um die Corona-Regeln ab Samstag, 29. Mai, lockern zu können. Damit könnten unter anderem die Außengastronomie geöffnet werden sowie Seilbahnen und Seenschifffahrt den Betrieb aufnehmen.

„Die Antwort der Regierung steht derzeit noch aus“, erklärt das Landratsamt. „Es ist bis spätestens Freitag mit einer Antwort zu rechnen.“ Diese wird dann unverzüglich öffentlich gemacht.

Angestellte in der Gastronomie jetzt Prio 3

Des Weiteren gehören Angestellte der Gastronomie nun beim Impfen zur Prioritätsstufe 3. Die betreffenden Personen können sich unter https://impfzentren.bayern/ unter dem Oberbegriff „Ich habe eine besondere Kontaktsituation“ mit dem Punkt „Beschäftigt in Gastronomie oder Gastgewerbe“ anmelden und erhalten daraufhin einen Impftermin, sobald wieder Impfstoff im Impfzentrum verfügbar ist. Wer sich bereits registriert hat, muss im Bereich „Beschäftigt in der Gastronomie“ sein Benutzerkonto eigenständig aktualisieren.

Auch Kaminhandwerker werden priorisiert. Demnach sind Personen, die in besonders relevanter Position in den Verwaltungen tätig sind, in die Gruppe der erhöhten Priorität (Gruppe 3) einzustufen. Bevollmächtigte Kaminkehrer üben hoheitliche Tätigkeiten aus und sind als sogenannte „Beliehene“ Teil der Verwaltung. Kaminkehrer können sich unter Angabe ihrer Daten im Onlineportal www.impfzentren.bayern unter dem Oberbegriff „Ich arbeite in Einrichtungen zur Aufrechterhaltung des öffentlichen Lebens“ mit dem Punkt „Verfassungsorgane/Regierung/Verwaltung/Justiz“ anmelden. In die dritte Priorisierungsgruppe wird nur eingeordnet, wer zusätzlich „in leitender bzw. besonders relevanter Position in einer der o.g. Tätigkeiten“ angibt. Ein entsprechender Nachweis ist bei der Impfung vorzulegen.

Fast 50 Prozent im Landkreis geimpft

„Der Impffortschritt kann sich trotz der derzeitigen schlechten Verfügbarkeit der Impfstoffe sehen lassen“, teilt das Landratsamt mit. Demnach sind 45.083 Erstimpfungen und davon bereits 14.698 Zweitimpfungen absolviert worden.

Impfstoff nur für Zweitimpfungen

„Weiterhin steht dem Impfzentrum nur Impfstoff für Zweitimpfungen zur Verfügung“, heißt es weiter. „Angekündigt sind Lieferungen von 440 Dosen Moderna, 200 Dosen Astrazeneca und 1.883 Dosen Biontech.“

Update, 26. Mai, 12.10 Uhr: IHK zieht Bilanz

Laut Reinhold Krämmel, Sprecher des IHK-Forums Region Oberland, ist eine schnelle Impf- und Teststrategie für eine Rückkehr zur Normalität trotz Corona-Pandemie erforderlich.

Update, 25. Mai, 17.30 Uhr: Aktuelle Fallzahlen

Die ausschlaggebende 7-Tage-Inzidenz liegt laut den aktuellen Zahlen des Robert-Koch-Instituts am Dienstag (25. Mai) bei 79 Fällen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen 7 Tagen. Die Zahl der positiv Getesteten liegt aktuell bei 4.393 – 173 Fälle davon sind derzeit aktiv. Diese verteilen sich auf den Landkreis Miesbach wie folgt:

  • Gmund: 53 aktive Fälle
  • Waakirchen: 18
  • Holzkirchen: 14
  • Fischbachau: 12
  • Irschenberg und Warngau: 11
  • Weyarn: 10
  • Miesbach: 9
  • Hausham: 8
  • Kreuth, Otterfing und Tegernsee: 5
  • Bayrischzell und Schliersee: 4
  • Bad Wiessee und Rottach-Egern: 2
  • Valley: 0

Update, 14.30 Uhr: Inzidenz fällt unter 100

Der Landkreis Miesbach erscheint auf der Corona-Landkarte nicht mehr dunkelrot. Das Landratsamt meldet eine 7-Tage-Inzidenz von 99. Es kamen 13 positiv Getestete hinzu. Die Zahl der aktiven Fälle liegt nun bei 225.

Damit auch im Landkreis Miesbach weitere Öffnungen möglich werden, muss die 7-Tage-Inzidenz stabil unter dem Schwellenwert von 100 bleiben. Ist das fünf Tage in Folge der Fall, können ab dem siebten Tag Lockerungen erfolgen.

  • Gmund: 66 aktive Fälle
  • Waakirchen: 22
  • Fischbachau: 17
  • Irschenberg: 16
  • Weyarn: 14
  • Holzkirchen und Miesbach: 13
  • Hausham: 12
  • Schliersee: 11
  • Warngau: 9
  • Otterfing: 7
  • Kreuth, Rottach-Egern und Tegernsee: 5
  • Bayrischzell und Valley: 4
  • Bad Wiessee: 2

Update, 21. Mai, 9.50 Uhr: Landrat lässt Alkoholverbote prüfen

Landrat Olaf von Löwis hat in Auftrag gegeben, weitere Verschärfungen der Corona-Maßnahmen für den Landkreis Miesbach zu prüfen. So kann es laut Landratsamt bald zu Alkoholverboten an stark frequentierten Plätzen kommen.

„Wir werden uns genau ansehen, ob und gegebenenfalls wie Alkoholkonsum in öffentlichen Bereichen zum Infektionsgeschehen beiträgt und wenn nötig auch Schritte einleiten“, sagt von Löwis. Die kommunalrechtliche Prüfung der Gmunder Gemeinderatssitzung hat das Landratsamt bereits diese Woche bekanntgegeben.

Die strengen Vorgaben aus dem Bundesgesetz zum Infektionsschutz lassen gemeinsam mit der 12. Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung keinerlei Handlungsspielraum für die von der Öffentlichkeit geforderten außerordentlichen Lockerungen.

Olaf von Löwis macht klar: „Es ist nicht an der Zeit, über Sonderwege zu diskutieren. Wichtig ist, dass die derzeit erkrankten Landkreisbürger schnell und langfristig gesunden. Ich wünsche ihnen allen gute Genesung. Schuldzuweisungen sind in der jetzigen Situation nicht zielführend. Mir sind die Emotionen der Bürger bewusst. Neue Infektionen müssen unterbunden werden. Da kommt es auf jeden Einzelnen an. Egal ob Politiker, Privatperson, Tagestourist oder Gewerbetreibender.“

Update, 17.50 Uhr: Unter 100 lautet das Ziel

Die 7-Tage-Inzidenz fällt, aber noch ist der Landkreis Miesbach ein Stück vom Schwellenwert 100 entfernt. „Die derzeitige Landkreissituation hat weitreichende Folgen für die Landkreisbürger und alle Gewerbetreibenden. Leider verschärft sich die Situation für unsere Gastronomie und touristischen Betriebe zusehens: Rundherum machen alle auf, nur wir müssen noch warten. Gemeinsam müssen wir trotz allem nach vorne schauen. Oberstes Ziel muss es sein, die Inzidenz so schnell wie möglich konstant unter 100 zu bekommen. Jeder einzelne muss mithelfen und sein Handeln hinterfragen. Geschehnisse wie in der Gemeinderatssitzung und auch illegale private Feiern sowie partyähnliche Versammlungen an öffentlichen Plätzen können nicht hingenommen werden. Wir brauchen einen deutlichen Abwärtstrend bei den Neuinfektionen, um weitere Öffnungsschritte beantragen zu können“, erklärt Landrat Olaf von Löwis.

Das Contact-Tracing-Team (CTT) des Landkreises arbeitet seit Tagen mit Hochdruck an der Ermittlung der Kontaktpersonen rund um den Gmunder Hotspot. Laut Landratsamt gestaltet es sich aber äußert schwierig, alle Kontakte nachzuverfolgen. Die akribische Arbeit von Gesundheitsamts und CTT der vergangenen Tage habe ergeben, dass inzwischen mindestens 42 Infizierte direkt auf das Cluster zurückzuführen sind.

Konkret bedeutet dies: Zwölf infizierte Sitzungsteilnehmer und 30 Folgeinfektionen, die aus dem Kontakt zu den Sitzungsteilnehmern resultieren. Landrat Olaf von Löwis informierte den Gmunder Bürgermeister persönlich über die aktuellen Entwicklungen.

„Die Entwicklungen machen mich weiterhin tief betroffen. Über die ministeriellen Vorgaben hinaus erwarte ich von jedem Landkreisbürgermeister vollen Einsatz bei den Maßnahmen im Kampf gegen die Pandemie. So etwas hätte nicht passieren müssen“, bedauert Landrat Olaf von Löwis.

Das Virus hat sich in Gmund enorm schnell verbreitet. Täglich gibt es Neuinfektionen in der Gemeinde. Allerdings sind diese meist nicht mehr direkt auf das Cluster zurückzuführen.

Auch die Gemeinden Fischbachau, Irschenberg und Weyarn sowie Waakirchen und Bayrischzell haben im Verhältnis zur Einwohnerzahl verstärkt aktive Fälle. Allein die letzten fünf Tage kommen auf diese Gemeinden 29 Neuinfektionen. Clustergeschehen sind dem Gesundheitsamt offiziell keine bekannt. Das CTT arbeitet intensiv an der Ermittlung der Kontaktpersonen.

Update, 20. Mai, 10.40 Uhr: Aktion im Landkreis

Nummer-1-Corona-Hotspot in Oberbayern: Die Kampagne „Gemeinsam unter 100 im Landkreis Miesbach“ soll das nun ändern. Mehr dazu hier.

Update, 17.20 Uhr: Click & Meet möglich

Am Mittwoch (19. Mai) wurde für den Landkreis Miesbach an fünf aufeinander folgenden Tagen die 7-Tage-Inzidenz von 150 unterschritten. „Somit befindet sich der Landkreis ab Freitag, 21. Mai, in der Inzidenzphase 100 bis 150“, teilt die Behörde mit. „Für Ladengeschäfte ermöglicht dies ab Freitag Click & Meet, also Einkaufen mit vorheriger Terminbuchung und maximal 24 Stunden altem negativem Schnelltest des Kunden.“ Geschäfte des erweiterten täglichen Bedarfs sind wie bisher bekannt geöffnet.

Infektionsgeschehen im Landkreis:

„Es ist als Teilerfolg zu sehen, dass die Inzidenz fünf Tage in Folge unter 150 ist und somit zumindest für die Ladengeschäfte wieder ein wenig Erleichterung herrscht“, resümiert das Landratsamt. „Aber das diffuse Infektionsgeschehen im Landkreis kommt nicht zur Ruhe.“

Bisher sei kein konstanter Abwärtstrend bei den täglichen Neuinfektionen zu erkennen. Zwei kleinere Cluster in Landkreisbetrieben konnten frühzeitig erkannt werden. Es gebe dort keine weiteren Infizierten.

Im Landkreis Miesbach wurden bereits über 700 Infektionen mit der Variante aus Großbritannien sequenziert. Die Variante aus Südafrika wurde bisher nur einmal festgestellt. Die Tests an Schulen laufen reibungslos. „Erfreulich ist, dass an den Schulen keine Ausbruchsgeschehen zu vermelden sind“, heißt es weiter.

Landrat Olaf von Löwis zum Infektionsgeschehen: „Wir sind auf einem guten Weg. Ich hoffe, wir werden eine ähnliche Abwärtskurve wie unsere Nachbarlandkreise erleben. Wir dürfen uns nun aber nicht zur Unvorsichtigkeit verleiten lassen, sondern müssen – auf Abstand und mit Maske – zusammenstehen.“

Update, 19. Mai, 5.40 Uhr: Plakataktion in Miesbach

Statt überall in Miesbach verteilt, gibt es nun eine zentrale Corona-Teststation im Saal des Bräuwirt am Marktplatz. Alle Einzelheiten in unserem Artikel.

Update, 18. Mai, 16.30 Uhr: Ärztliche Beratung an der Hotline

„Ein voller Erfolg war die erste Sprechstunde im Impfzentrum“, teilt das Landratsamt Miesbach mit. „Das Angebot der ärztlichen Beratung gibt es seit dem 17. Mai nunmehr immer Montag, Mittwoch und Freitag, von 19 bis 20.30 Uhr.“ Ärzte des Impfzentrums geben Landkreisbürgern dabei Antworten auf medizinische Fragen.

Impfstofflieferungen: Jede Woche neues Lottospiel

Im Landkreis Miesbach konnte in den vergangenen Wochen ein guter Impffortschritt bei Erstimpfungen erzielt werden. Mittlerweile sind 42.532 Landkreisbürger erstgeimpft. Davon haben bereits 10.529 die zweite Impfung erhalten.

Dieser gute Fortschritt bei den Erstimpfungen werde kommende Woche aber ausgebremst: Da wurden 2.394 Dosen Biontech und 550 Dosen Moderna angekündigt. „Vom Staatsministerium für Gesundheit und Pflege erging zeitgleich die Information, dass die zu bewältigende Zahl an Zweitimpfungen, gerade mit dem Impfstoff Biontech/Pfizer sehr hoch sei“, erklärt das Landratsamt. „Beeinflusst wird die extrem hohe Menge auch durch den Umstand, dass dieser Impfstoff zum Teil zusätzlich zur Zweitimpfung der unter 60-Jährigen genutzt wird, die die Erstimpfungen mit Astrazeneca erhielten.“

Update, 17. Mai, 16.55 Uhr: Aktuelle Lage

Spitzenreiter in Oberbayern, das hat man sich im Landkreis Miesbach anders vorgestellt. Die 7-Tage-Inzidenz des Robert-Koch-Instituts beträgt am Montag, 17. Mai, 141. Damit ist der Landkreis zwar den dritten von fünf benötigten Tagen in Folge unter dem Schwellenwert von 150, aber noch weit entfernt vom ersehnten Schwellenwert von 100. In Oberbayern ist Miesbach der einzige Landkreis mit einer Inzidenz von über 100. Weitere Öffnungsschritte sind nicht in Sicht.

Was macht das aktuelle Infektionsgeschehen im Landkreis aus?

Durch das Gesundheitsamt wird das Infektionsgeschehen täglich bewertet. Den Landkreis beschäftigen derzeit verschiedene kleinere und größere Cluster. Dass sich das Virus in den Asylunterkünften in Valley und Otterfing weiter verbreitet, konnte trotz sofortiger Quarantänemaßnahmen erst jetzt gestoppt werden. „Die Quarantäne für beide Einrichtungen wird in den nächsten Tagen aufgehoben“, erklärt das Landratsamt. „Aufgrund einer Infektion in einer Kita-Gruppe in Schaftlach befinden sich diese und drei weitere Mitarbeiter in Quarantäne.“

Private Feiern tragen zum Infektionsgeschehen bei

„Ärgerlich ist, dass vermehrt private Feiern im größeren Stil stattfinden“, resümiert das Landratsamt. Maifeiern, Geburtstage und andere nicht erlaubte Zusammenkünfte, an denen unwissentlich infizierte Personen teilgenommen haben. Jede einzelne trage zum aktuellen Infektionsgeschehen in den Gemeinden und damit zur hohen Inzidenz bei.

„Da das Landratsamt von einigen Feiern nicht durch die Betroffenen in Kenntnis gesetzt wurde, möchten wir nochmal ausdrücklich darauf hinweisen, dass die Aufgabe des Contact-Tracing-Teams die Ermittlung der Kontaktpersonen ist“, heißt es weiter. „Das CTT ist auf wahrheitsgemäße Angaben angewiesen.“ Nur so ließen sich Infektionsketten frühzeitig durchbrechen. Fehlende oder gar falsche Angaben bei den Gesprächen mit dem CTT hingegen ließen das Infektionsgeschehen wachsen.

Konsequenzen für Gemeinde Gmund

24 Infektionen sind auf das Cluster der Gemeinderatssitzung in Gmund zurückzuführen. Dabei sind aktuell zwölf Personen direkt der Sitzung und zwölf Infizierte dem familiären Umfeld der Sitzungsteilnehmer zuzuordnen. Die weiteren Neuinfektionen in Gmund sind keinem direkten Clustergeschehen zuordbar. Vielmehr zeigen die hohen Neuinfektionen im Gemeindebereich, wie leicht das Virus und seine Mutationen übertragbar ist.

Das Landratsamt hat eine kommunalrechtliche Prüfung der ausschlaggebenden Gemeinderatssitzung in Gmund veranlasst. Dabei wird geprüft, inwieweit gegen geltende Regeln verstoßen wurde und welche Konsequenzen dies nach sich zieht.

Britische Mutation hochansteckend

Einen weiteren Anteil der Infektionen im Landkreis machen Familien aus. Es sei zu beobachten, dass gerade die Mutation aus Großbritannien leicht übertragen werde. Habe das Virus ein Familienmitglied infiziert, sei die Wahrscheinlichkeit hoch, dass innerhalb weniger Tage die ganze Familie infiziert ist. Um das Gewicht dieser Aussage zu untermauern. Allein im Zeitraum 13. bis 16. Mai wurden neun infizierte Familien mit bis zu fünf Familienmitgliedern gemeldet.

Welche Altersklassen sind betroffen?

Die Infektionen ziehen sich durch alle Altersklassen. Stark vertreten sei die Altersgruppe 15 bis 59. „Bei den Landkreisbürgern über 80 Jahren gibt es nur sehr wenige Infektionen“, heißt es zudem. „Diese positive Entwicklung ist auf den Impffortschritt zurückzuführen.“

Landrat fordert mehr Impfstoff

Das langfristige Ziel müsse es sein, einen konstanten Wert unter 100 beziehungsweise sogar unter 50 zu erreichen. Kurzfristig gesehen, müsse ein rascher Abwärtstrend in den täglichen Neumeldungen einsetzen.

Als Reaktion auf die hohen Zahlen hat Landrat Olaf von Löwis im persönlichen Gespräch mit Gesundheitsminister Klaus Holetschek und in einer Videokonferenz mit Ministerpräsident Markus Söder und den Alpenlandkreisen mehr Impfstoff für den Landkreis gefordert.

Erste Rückmeldungen seien ernüchternd: Die Impfstoffverteilung erfolge durch den Bund und in nächster Zeit seien die Liefermengen für Bayern so gering, dass die Zweitimpfungen prioritär behandelt werden müssen.

Der Landrat lässt nicht locker: „Ziel muss es sein, die Infektionszahlen schnellstmöglich zu reduzieren. Mehr Impfstoff für den Landkreis ist ein wichtiger Schritt, um dauerhaft und langfristig niedrige Neuinfektionen zu erreichen. Kurzfristig hilft nur die Einhaltung der bekannten Hygieneregeln. Wir müssen auf die Umsicht und Vorsicht der Menschen vertrauen.“

Testnetzwerk trägt dazu bei, die Infektionszahlen langfristig zu senken

Jede erkannte Infektion vermeide weitere Neuinfektionen. Nur so könne die 7-Tage-Inzindenz dauerhaft sinken. Das Netzwerk aus Schnellteststationen im Landkreis sei gut ausgebaut. Allein bis Montagmittag wurden über www.reihentestung.de 550 PoC-Schnelltests durchgeführt.

Update, 16. Mai, 18.10 Uhr: Bilanz der Polizei

2020 war ein Ausnahmejahr für die Holzkirchner Polizei. Sie musste sich wegen Corona um Infektionsschutz kümmern. Doch auch Cyber-Kriminalität boomt.

Update, 15. Mai, 7.15 Uhr: Offener Brief

Auch Miesbach ist immer wieder Treff für Corona-Kritiker. Die Mehrheit der Stadträte wehrt sich nun gegen Hetze und Fake-News. Alles dazu in unserem Artikel.

Update, 14. Mai, 10.30 Uhr: Inzidenz übersteigt Schwellenwert

„Der Wert der 7-Tage-Inzidenz betrug an drei aufeinanderfolgenden Tagen über 150“, informiert Sprecherin Sophie-Marie Stadler vom Landratsamt in Miesbach. „Diese Überschreitung wird vom Landratsamt Miesbach wieder amtlich bekannt gemacht.“

Im Detail bedeutet das:

  • Ab Sonntag, 16. Mai, ist für alle Geschäfte, die nicht zum erweiterten täglichen Bedarf gehören, nur noch Click&collect erlaubt.
  • Die Öffnung von Ladengeschäften mit Kundenverkehr für Handels-, Dienstleistungs- und Handwerksbetriebe ist damit untersagt. Die Abholung vorbestellter Waren in Ladengeschäften (Click&collect) ist zulässig.
  • Ausnahmen gelten für den Lebensmittelhandel inklusive Direktvermarktung, Lieferdiensten, Getränkemärkten, Reformhäusern, Babyfachmärkten, Apotheken, Sanitätshäusern, Drogerien, Optikern, Hörgeräteakustikern, Tankstellen, Kfz-Werkstätten, Fahrradwerkstätten, Banken und Sparkassen, Versicherungsbüros, Pfandleihhäusern, Filialen des Brief- und Versandhandels, Reinigungen und Waschsalons, Verkauf von Presseartikeln, Tierbedarf und Futtermitteln sowie den Großhandel.

Update, 14.45 Uhr: Aktuelle Fallzahlen

Die ausschlaggebende 7-Tage-Inzidenz liegt laut den aktuellen Zahlen des Robert-Koch-Instituts am Mittwoch (12. Mai) bei 154 Fällen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen 7 Tagen. Die Zahl der positiv Getesteten liegt aktuell bei 4.247 – 302 Fälle davon sind derzeit aktiv. Diese verteilen sich auf den Landkreis Miesbach wie folgt:

  • Gmund: 50 aktive Fälle
  • Miesbach: 35
  • Schliersee und Weyarn: 30
  • Fischbachau: 24
  • Waakirchen: 23
  • Holzkirchen: 19
  • Hausham: 16
  • Valley: 15
  • Bayrischzell: 13
  • Irschenberg und Rottach-Egern: 11
  • Otterfing: 8
  • Bad Wiessee und Warngau: 5
  • Kreuth und Tegernsee: 3

Update, 12. Mai, 5.30 Uhr: Bilanz der Polizei

Die Polizeiinspektion Miesbach zieht Bilanz zum Corona-Jahr 2020. Neben vielen guten Nachrichten gibt es vor allem im Bereich Unfälle eher schlechte.

Update, 11. Mai, 16 Uhr: Aktuelle Lage

Mehr Impfdosen je Phiole:

Ab sofort ist es für Impfzentren möglich und rechtlich zulässig, zusätzliche Dosen je Phiole aufzuziehen. Konkret bedeute dies, dass der Landkreisbevölkerung mit der gleichen Liefermenge ab sofort mehr Dosen zur Verfügung stehen, teilt das Landratsamt Miesbach mit.

Sonderaktion für Astrazeneca:

Nach der Sonderimpfaktion mit Astrazeneca Ende April verschickt das Buchungssystem derzeit automatisch Aufforderungen, um einen Zweitimpftermin zu vereinbaren. Die Termine seien jedoch bereits mitgeteilt, erklärt das Landratsamt. „Die Zweitimpfung findet zur gleichen Uhrzeit und am gleichen Ort wie die Erstimpfung statt“, heißt es. „Die Impfungen werden am Wochenende vom 16. bis 18. Juli durchgeführt.“ Die Aufforderung des Systems könne daher ignoriert werden.

Zeitlicher Abstand bei Astrazeneca:

In Arztpraxen kann das Impfintervall bei Astrazeneca vier bis zwölf Wochen betragen. Für die mit Astrazeneca durchzuführenden Zweitimpfungen in den Impfzentren gelte weiterhin die Vorgabe von zwölf Wochen, erklärt das Landratsamt.

Terminen für Zweitimpfungen:

Die Termine für die Zweitimpfungen können in der Regel nur in dringenden persönlichen Ausnahmefällen, die auch durch geeignete Nachweise belegt werden müssen, verschoben werden. Dazu zählen zum Beispiel Erkrankungen, die einer Impfung zum gebuchten Termin entgegenstehen oder ein Todesfall im engen Familienkreis. Darauf weist das Landratsamt hin.

Update, 16.40 Uhr: Infektionsgeschehen weiter diffus

Die 7-Tage Inzidenz im Landkreis Miesbach bewegt sich seit einer Woche stabil unter 150. „Leider ist der ersehnte und dringend benötigte Abwärtstrend noch nicht erkennbar“, teilt Sprecherin Sophie-Marie Stadler mit. „Am Wochenende kamen 29 Neuinfektionen hinzu.“

Das Infektionsgeschehen im Landkreis sei weiterhin diffus. Das Cluster einer Kindertagesbetreuung habe keine Neuinfektionen ergeben. Hingegen wachsen die Cluster der Asylunterkünfte in Valley und Otterfing. In der vergangenen Woche wurden in Valley sechs Personen und in Otterfing fünf Personen positiv getestet. Alle Infizierten befinden sich in Isolation in eigens für diesen Fall vorgesehenen Wohnungen.

„Die Tendenz des Clusters rund um die Gemeinderatssitzung in Gmund ist bedauerlicherweise steigend“, heißt es weiter. „Stand Montagmittag gibt es dort eine weitere positiv getestete Person.“

Zu erkennen ist, dass die britische Variante im Landkreis stark vertreten ist. Seit Sequenzierung sind es 601 registrierte Fälle. Inzwischen gibt es auch einen Nachweis der südafrikanischen Variante.

Update, 10. Mai, 14.25 Uhr: Pendler-Corona-Studie

Regelmäßig öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen, ist im Vergleich zum Individualverkehr nicht mit einem höheren Risiko einer Sars-CoV-2-Infektion verbunden. Zu diesem Ergebnis kommt eine in dieser Form bisher einzigartige Studie der Charité Research Organisation (CRO).

Das renommierte Forschungsinstitut hat im Auftrag der Bundesländer und des Verbandes Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) das konkrete Ansteckungsrisiko von Fahrgästen in Bussen und Bahnen mit dem von Pendlern verglichen, die regelmäßig mit Pkw, Motorrad oder Fahrrad unterwegs sind.

Für die unabhängige epidemiologische Studie hat die Research Organisation der Berliner Charité seit Februar 2021 über fünf Wochen lang 681 freiwillige Teilnehmer im Alter von 16 bis 65 Jahren im Gebiet des Rhein-Main-Verkehrsverbundes (RMV) begleitet. Ziel war, die Infektionsgefahr von Fahrgästen im Rahmen der alltäglichen Fahrt zur Arbeit, Ausbildung oder Schule zu ermitteln. Ein solcher Ansatz ist im Rahmen von Covid-Untersuchungen im Mobilitätssektor bislang einzigartig.

„Bis die Pandemie vorüber ist, ist es natürlich trotzdem extrem wichtig, dass sich alle Fahrgäste an die Hygieneregeln wie Abstand und FFP2-Maske halten“, erklärt Bayerns Verkehrsministerin Kerstin Schreyer. „Nur, wenn alle mithelfen, kann das Ansteckungsrisiko gering gehalten werden.“

Ende 2020 hatten die Bundesländer gemeinsam mit dem VDV entschieden, diese Studie bei der CRO zu beauftragen, um damit eine Lücke bei den vorhandenen wissenschaftlichen Untersuchungen in diesem Bereich zu schließen. Finanziert wird dies von den Bundesländern Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und das Saarland. Die Federführung liegt bei Baden-Württemberg.

„Der ÖPNV hat sich in der Pandemie einmal mehr als Rückgrat der Mobilität erwiesen“, sagt Schreyer. „Die Ergebnisse der Studie sorgen hoffentlich dafür, dass die Fahrgäste wieder Vertrauen in die Sicherheit des ÖPNV zurückgewinnen. Wir als Freistaat Bayern haben sehr viel getan, dass der ÖPNV so sicher wie möglich ist. Daher freut es mich sehr, dass diese Anstrengungen nun auch wissenschaftlich belegt sind.“

Update, 9. Mai, 8 Uhr: Appell aus dem Tegernseer Tal

Der Corona-Lockdown dauert weiter an und die Verzweiflung unter Touristikern wächst. Aus dem Tegernseer Tal kommt nun ein Not-Appell an Landes- und Bundespolitiker. Mehr dazu in unserem Artikel.

Update, 17.15 Uhr: Eckpunkte für Öffnungen

Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger erwartet für den Neustart von Gastronomie, Hotellerie und Tourismus in Bayern einen Neustart mit klaren Regeln und guten Hygienekonzepten. Aiwanger: „Wir werden am Montag im Ministerrat ein gutes Regelwerk beschließen. Es wird ein Konzept mit einer Balance aus Schutz und Perspektive werden.“

Diese Eckpunkte des Regelwerks stehen bereits fest:

  • Fristen: Grundsätzlich sind Öffnungen möglich, wenn die 7-Tage-Inzidenz in Städten und Landkreisen fünf Tage nacheinander unterhalb von 100 liegt. Öffnungszeitpunkt ist dann der übernächste Tag nach dieser Frist. Sollte der Inzidenzwert die 100 an drei nacheinander folgenden Tagen wieder überschreiten, gelten ab dem übernächsten Tag wieder Regeln der Bundesnotbremse. Die Öffnungsentscheidung gibt die zuständige Kreisverwaltungsbehörde im Einvernehmen mit dem Staatsministerium für Gesundheit und Pflege bekannt.
  • Testpflichten: Bei einer 7-Tage-Inzidenz zwischen 50 und 100 dürfen Gäste oder Besucher nur eingelassen werden, wenn sie ein negatives Ergebnis eines vor höchstens 24 Stunden vorgenommenen PCR-Tests oder vor höchstens 24 Stunden vorgenommen POC-Antigentests oder eines aktuellen Selbsttests unter Aufsicht in Bezug auf eine Infektion mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 nachweisen. Von der Testpflicht ausgenommen sind geimpfte sowie genesene Personen entsprechend der landesrechtlichen Regeln. Unterschreitet ein Landkreis oder eine kreisfreie Stadt stabil die 7-Tage-Inzidenz von 50 Infektionen pro 100.000 Einwohner, entfällt die Testpflicht.
  • Gastronomie: Die Außengastronomie in Städten und Landkreisen kann bei einem stabilen Inzidenzwert unter 100 ab Montag, 10. Mai, wieder öffnen. Sperrstunde ist 22 Uhr.
  • Hotels: Beherbergungsbetriebe in bayerischen Städten und Landkreisen können bei einem stabilen Inzidenzwert unter 100 ab dem 21. Mai wieder öffnen. Dazu zählen Hotels, Feriendörfer, -wohnungen und -häuser sowie Campingplätze und vergleichbare Einrichtungen. Verpflegung von Gästen ist auch im Innenraum erlaubt. Sperrstunde ist 22 Uhr. Auch für Gäste geöffnet sind zum Betrieb gehörende Schwimmbäder, Wellness-Bereiche sowie Solarien und Fitnessräume. Der Nachweis eines Tests ist bei Ankunft erforderlich sowie bei längeren Aufenthalten alle 48 Stunden, sofern weitere Leistungen, insbesondere gastronomische Angebote, in Anspruch genommen werden. Die Testpflicht für Gäste in Beherbergungsbetrieben bleibt auch bei einer Inzidenz von unter 50 bestehen.
  • Touristische Einrichtungen, Dienstleistungen und Thermalanlagen: Seilbahnen, Fluss- und Seenschiffahrt im Ausflugsverkehr, touristische Bahnverkehre öffnen ab dem 21. Mai. Auch sollen touristische Dienstleistungen wie Stadt- und Gästeführungen, Berg-, Kultur- und Naturführungen im Freien zum gleichen Termin wieder zugelassen werden. Ebenso öffnen ab dem 21. Mai Thermenanlagen mit medizinisch-therapeutischem Schwerpunkt im Außenbereich.
  • Hygienekonzepte: Es kommen in allen Bereichen die überarbeiteten Hygienekonzepte aus 2020 zum Einsatz, die sich hervorragend bewährt haben und einen sehr hohen Infektionsschutz für Beschäftigte und Gäste gewährleisten.

Update, 15.55 Uhr: Öffnungen ab Montag

Von Montag, 10. Mai, an dürfen in Bayern Landkreise und kreisfreie Städte bei einer stabilen 7-Tage-Inzidenz unter 100 bestimmte Öffnungsschritte umsetzen. Ein Sprecher des bayerischen Gesundheitsministeriums betont: „Unsere Corona-Schutzmaßnahmen wirken. Die Infektionszahlen sind seit knapp zwei Wochen rückläufig. Inzwischen liegt die 7-Tage-Inzidenz in 35 Stadt- und Landkreisen wieder unter 100 – und täglich werden es mehr.“

Möglich sind Öffnungen der Außengastronomie mit vorheriger Terminbuchung, Öffnungen von Theatern, Konzert- und Opernhäusern sowie Kinos. Außerdem ist kontaktfreier Sport im Innenbereich sowie Kontaktsport unter freiem Himmel erlaubt. Negative Testnachweise flankieren die Öffnungsstrategie. Ausnahmen gelten für vollständig Geimpfte und Genesene. Die jeweils erforderlichen Rahmenhygienekonzepte werden von den zuständigen Fachressorts im Einvernehmen mit dem Staatsministerium für Gesundheit und Pflege veröffentlicht.

Das Gesundheitsministerium informiert die Kreisverwaltungsbehörden über das konkrete Vorgehen und die Kriterien für eine stabile Inzidenz. Der Sprecher erläutert: „Die 7-Tage-Inzidenz muss fünf Tage in Folge unter 100 liegen. Anschließend sind zwei Tage zur Umsetzung vorgesehen. In der Summe betrachten wir also den Zeitraum einer Woche. Über Öffnungen ab Montag, 10. Mai, wird das Staatsministerium für Gesundheit und Pflege nun entscheiden. Wer seit Sonntag, 2. Mai, eine stabile Inzidenz unter 100 aufweist, kann Öffnungsschritte umsetzen.“ Über die jeweiligen Öffnungen informieren die Kreisverwaltungsbehörden.

Wichtig dabei ist: Die Öffnung ist kein Automatismus. Die Landkreise und kreisfreien Städte müssen entsprechende Allgemeinverfügungen bei der zuständigen Regierung vorlegen, die dann das Einvernehmen mit dem Staatsministerium für Gesundheit und Pflege einholt. Stand Freitagmittag sind 13 Anträge eingegangen und werden zeitnah geprüft und gebilligt.

Sollte die Inzidenz von 100 an drei Tagen in Folge wieder überschritten werden, müssen die Kreisverwaltungsbehörden wieder Schutzmaßnahmen ergreifen und reagieren. Am übernächsten Tag greifen wieder die strengeren Regeln der Bundesnotbreme. Grundsätzlich gelten die Inzidenzwerte des Robert-Koch-Instituts.

Die bayerische Staatsregierung hat zudem pünktlich zu den Pfingstferien ab 21. Mai Öffnungen für Hotels, Ferienwohnungen und Campingplätze in Aussicht gestellt. Das Gesundheits- und das Wirtschaftsministerium bereiten ein entsprechendes Konzept vor, über das in der nächsten Kabinettsitzung am 10. Mai entschieden werden soll.

Update, 7. Mai, 13.10 Uhr: Neue Corona-Regeln

Grund- und Förderschulen im Präsenzunterricht:

„Erfreulicherweise kann ab kommenden Montag (10. Mai) auch für die Jahrgänge 1 bis 3 der Grundschulen sowie die Jahrgänge 5 und 6 an Förderschulen wieder Präsenz- beziehungsweise Wechselunterricht stattfinden“, informiert das Landratsamt Miesbach. „Die aktuelle Anpassung der zwölften bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung ermöglicht diese Lockerungen an Grund- und Förderschulen bis zu einer 7-Tage-Inzidenz von 165.“

Ebenso sei der Bereich Hort und altersgeöffnete Kindertageseinrichtung nun an die 7-Tage-Inzidenz von bis zu 165 gekoppelt. Dies bedeute: Grundschulkinder dürfen ihren Hort, ihre altersgeöffnete Kindertageseinrichtung oder ihre Kindertagespflegestelle ab dem 10. Mai regulär besuchen, solange sich der 7-Tage-Inzidenzwert im Landkreis unter dem Wert von 165 bewegt.

Neuerungen für Ladengeschäfte:

Am Freitag (7. Mai) hat der Landkreis die 7-Tage-Inzidenz von 150 an fünf aufeinander folgenden Tagen unterschritten. Somit befinde sich dieser ab Samstag, 8. Mai, in der Inzidenzphase 100 bis 150. „Für Ladengeschäfte ermöglicht dies ab Samstag Click & meet, also Einkaufen mit vorheriger Terminbuchung und maximal 24 Stunden altem negativem Schnelltestergebnis des Kunden“, heißt es in einer Mitteilung. „Geschäfte des erweiterten täglichen Bedarfs sind wie bisher bekannt geöffnet.“

Update, 18 Uhr: Keine Priorisierung bei Astrazeneca

Die Gesundheitsministerkonferenz (GMK) hat die Weichen für Corona-Impfungen für 12- bis 18-Jährige gestellt. Der GMK-Vorsitzende, Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek, sagt nach einer Videoschalte: „Bis Ende August sollen alle Jugendlichen zwischen 12 und 18 Jahren ein Impfangebot mit dem Impfstoff von Biontech/Pfizer bekommen haben. Voraussetzung ist freilich, dass die Europäische Arzneimittelagentur (EMA) den Impfstoff bis spätestens Juni für diese Altersgruppe zulässt. Das haben wir heute in der GMK beschlossen und das ist unser gemeinsames Ziel.“

Holetschek erläutert: „Es ist wichtig, dass wir uns frühzeitig auf eine Zulassung vorbereiten und alles für eine rasche Impfung in die Wege leiten. Die Länder werden bis Ende Mai ein Konzept erstellen, wie sie das Impfangebot bis Ende August sicherstellen können. Der Bund kümmert sich um die Beschaffung des notwendigen Impfstoffs, der zusätzlich zur Verfügung gestellt wird. Im Juni soll das konkrete Vorgehen dann beschlossen werden.“

Der Minister betont: „Ich halte das für einen sehr wichtigen Schritt und ein Signal an die Jugend, dass sich das Durchhalten unter Pandemie-Bedingungen lohnt. Impfungen für diese Altersgruppe sind der Schlüssel zu einem geregelten Schulunterricht und zu mehr Sicherheit in der Freizeit.“

Darüber hinaus beschlossen die Mitglieder der GMK, dass die Priorisierung für den Impfstoff von Astrazeneca bundesweit aufgehoben wird. Holetschek fügt hinzu: „In den Arztpraxen kann der Impfstoff flexibel und nach ärztlichem Ermessen verimpft werden. In mehreren Bundesländern ist das schon geschehen. Es ist der konsequente nächste Schritt, dass wir das nun auf Bundesebene angleichen. Auch das wird das Impftempo erhöhen.“

Teil des Beschlusses ist auch, dass die Ärzte in Absprache mit dem Impfling frei über einen Intervall zwischen vier und zwölf Wochen zwischen Erst- und Zweitimpfung entscheiden können. Holetschek betont: „Man muss sich aber bewusst machen: Je länger der Abstand zwischen Erst- und Zweitimpfung, desto höher die nachgewiesene Wirkung. Wir sprechen uns hier aber für maximale Flexibilität aus, um die Impfung für alle so attraktiv wie möglich zu machen.“ Bis zum Ende des zweiten Quartals erwartet der Bund nach eigenen Angaben rund sechs bis acht Millionen Impfdosen von Astrazeneca.

Update, 6. Mai, 17.05 Uhr: Mehr Impfstoff

Das weiterhin diffuse Infektionsgeschehen im Landkreis Miesbach betrifft zahlreiche einzelne Familien. „Darüber hinaus bereitet ein neues Cluster rund um die jüngste Gemeinderatssitzung in Gmund dem Gesundheitsamt und dem Contact-Tracing-Team derzeit viel Arbeit“, teilt das Landratsamt mit. „Bereits ein Drittel der bekannten Anwesenden (8 von 24) wurde im Nachhinein positiv auf das Coronavirus getestet.“ Auch die Familie eines Teilnehmers sei bereits positiv und mit weiteren Folgeinfektionen zu rechnen.

„Aufgrund der Häufung an positiven Fällen unter den Gemeinderäten ist davon auszugehen, dass an der Sitzung eine oder mehrere asymptomatische infizierte Personen teilgenommen haben“, heißt es in einer Mitteilung. „Wahrscheinlich ist die Mutation aus Großbritannien verantwortlich für die Häufung an Fällen.“

Da die Besucher weit weg von den Gemeinderäten gesessen und wohl durchgehend FFP2-Maske getragen haben, scheine eine Infektion unwahrscheinlich. „Um möglichst schnell einen Kontakt zwischen allen Zuhörern und dem Gesundheitsamt herzustellen, werden diese gebeten, sich schnellstmöglich mit ihren Kontaktdaten ans Gesundheitsamt unter gesundheitsamt@lra-mb.bayern.de zu wenden“, teilt die Behörde mit.

Größere Impfstofflieferung für die kommende Woche:

33,76 Prozent der Landkreisbevölkerung sind bereits mindestens einmal gegen das Coronavirus geimpft. „Erfreulich ist, dass auch kommende Woche eine größere Menge Impfstoff im Impfzentrum eintrifft“, berichtet das Team aus Hausham. 2.292 Dosen Biontech und 500 Impfdosen Moderna werden erwartet.

Impfnachweise für mehr Normalität:

Seit Donnerstag (6. Mai) genießen vollständig Geimpfte und Genesene weitere Lockerungen. Als vollständig geimpft gelten Bürger, deren Zweitimpfung mit einem in der Europäischen Union zugelassenen Impfstoff mindestens 14 Tage zurückliegt. Das Bundesministerium arbeite an einer einheitlichen und fälschungssicheren Lösung für einen digitalen Impfausweis.

Als genesen gelten Bürger, die per eindeutig zuordenbarem PCR-Testergebnis nachweisen können, dass sie mindestens vor 28 Tagen, höchstens aber sechs Monaten eine Corona-Infektion durchgemacht haben. Landkreisbürger, die ihre Quarantänebestätigung vom Gesundheitsamt verloren haben, können eine formlose E-Mail mit ihren vollständigen Kontaktdaten, ihrem Geburtsdatum und ihrem Quarantänezeitraum an coronaanfragen@lra-mb.bayern.de schicken.

Genesene und vollständig Geimpfte, die aktuell keine Symptome haben, müssen sich in Bayern nicht mehr nach der Ausgangssperre richten. Die Kontaktbeschränkungen werden für diese Personen insofern angepasst, dass sie bei Treffen mit anderen Personen nicht mehr zur Gesamtzahl zählen. Auch die Testpflicht für den Besuch von Ladengeschäften entfällt für vollständig Geimpfte und Genesene.

Update, 14.45 Uhr: Aktuelle Fallzahlen

Die ausschlaggebende 7-Tage-Inzidenz liegt laut den aktuellen Zahlen des Robert-Koch-Instituts am Mittwoch (5. Mai) bei 138 Fällen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen 7 Tagen. Die Zahl der positiv Getesteten liegt aktuell bei 4.092 – 347 Fälle davon sind derzeit aktiv. Diese verteilen sich auf den Landkreis Miesbach wie folgt:

  • Miesbach: 54 aktive Fälle
  • Holzkirchen: 42
  • Schliersee: 40
  • Gmund: 31
  • Weyarn: 29
  • Waakirchen: 24
  • Hausham: 23
  • Bad Wiessee: 18
  • Fischbachau: 17
  • Bayrischzell und Warngau: 13
  • Rottach-Egern: 12
  • Irschenberg: 11
  • Otterfing und Valley: 7
  • Tegernsee: 4
  • Kreuth: 2

Update, 12 Uhr: KVB-Vorstand sieht Meilenstein

Die Zahl der Corona-Schutzimpfungen in den Praxen im Freistaat hat am Mittwoch, 5. Mai, die Millionenmarke überschritten. Dies teilt die Kassenärztliche Vereinigung Bayerns (KVB) mit. Allein am Dienstag, 4. Mai, wurden 81.495 Menschen von den niedergelassenen Ärzten geimpft. Bisher beteiligten sich bereits über 6.800 Praxen – und damit rund 10.000 Ärzte – an der Impfkampagne. Limitierender Faktor war und ist dabei bislang die Knappheit der zur Verfügung stehenden Impfstoffe. Noch ist die vom Bund vorgegebene Bestellmenge stark reglementiert und ist auch nicht gewährleistet, dass jede Praxis das von ihr bei der Apotheke georderte Kontingent auch wirklich in vollem Umfang erhält.

Der Vorstand der KVB – Wolfgang Krombholz, Pedro Schmelz und Claudia Ritter-Rupp – erklärt dazu: „Dank des großen Engagements der niedergelassenen Ärzte und ihrer Teams konnten in Bayern seit 31. März über 1 Million Menschen in den Praxen geimpft werden. Nach wie vor greifen dabei im Regelfall die vom Bund definierten Vorgaben der Priorisierung. Insofern macht es für Interessierte, die nicht zu den Priorisierungsgruppen 1 bis 3 gehören, aktuell überhaupt keinen Sinn, in den Praxen aktiv eine Corona-Schutzimpfung nachzufragen oder gar auf eine solche zu drängen. Außerdem ist sehr wichtig, dass die Regelversorgung der Patienten weiterhin in vollem Umfang gewährleistet bleibt.“

Nachdem davon auszugehen ist, dass sich die zur Verfügung stehende Impfstoffmenge weiterhin deutlich erhöhen wird und dass auch weitere Impfstoffe in Kürze zur Verfügung stehen werden, ist es aus Sicht des Vorstands der KVB wahrscheinlich, dass alle an einer Corona-Schutzimpfung interessierten Bürger in absehbarer Zeit ein Impfangebot erhalten können. Wie die Rückmeldungen aus den Praxen zeigen, ist das Interesse an einer Impfung nach wie vor sehr groß. Es ist deshalb auch nach Einschätzung des Vorstands der KVB nun von entscheidender Bedeutung für die weitere Eindämmung der Verbreitung des Coronavirus, dass dieser Schwung nicht verpufft, sondern dass jeder, der eine Impfung wünscht, diese auch zeitnah erhalten kann.

Update, 5. Mai, 5.50 Uhr: Besuch im Corona-Testzentrum

Ingo Flechsenhar, Präsident der DLRG Bayern, hat das Miesbacher Testzentrum beim Zuchtverband besucht – und dabei ein wichtiges Problem abseits Corona angesprochen.

Update, 16.10 Uhr: Inzidenz sinkt

Die 7-Tage-Inzidenz sinkt in den vergangenen Tagen deutlich: Nach 144 am Sonntag und 128 am Montag liegt die Inzidenz am Dienstag (4. Mai) mit 130 zum dritten Mal in Folge unter dem Schwellenwert von 150. „Zumindest kleine Lockerungen sind damit schon fast in greifbarer Nähe: Bleibt die Inzidenz auch die nächsten beiden Tage, also Mittwoch und Donnerstag, unter 150, gilt ab Samstag, 8. Mai, wieder Click&Meet in Ladengeschäften mit Kundenverkehr“, teilt das Landratsamt Miesbach mit. „Vor dem Einkauf ist ein höchstens 24 Stunden alter, negativer Schnell- oder PCR-Test oder ein Selbsttest vor Ort notwendig.“

Die Regeln in den anderen Bereichen bleiben vorerst gleich. Aber das sei nur eine Momentaufnahme: Weitere Lockerungen wurden bereits von der Staatsregierung in Aussicht gestellt, sodass sich in den nächsten Tagen sowieso wieder neue Regeln ergeben dürften.

Hinsichtlich des Infektionsgeschehens im Landkreis gibt es kaum Neuigkeiten: Die größten Infektionscluster seien bereits bekannt, nämlich zwei Asylunterkünfte in Otterfing und Valley sowie ein größeres Cluster rund um Kinderbetreuung im Nordlandkreis. „Leider wurden in beiden Asylunterkünften weitere Bewohner positiv getestet, sodass derzeit von den in beiden Einrichtungen gemeinsam 60 Bewohnern zwölf ihre Quarantäne in anderen, dafür vorgehaltenen Einrichtungen verbringen“, heißt es weiter.

Auch beim Kinderbetreuungscluster gibt es weitere Infektionen: Insgesamt wurden 20 Personen in mehreren Einrichtungen und mehreren Gemeinden positiv getestet. „Jedoch scheint das Cluster momentan gut im Griff beziehungsweise scheinen die Infektionsketten (vorerst) unterbrochen zu sein“, erklärt die Behörde.

Darüber hinaus gebe es keine größeren Infektionscluster im Landkreis. Die Masse an Fällen machen nach wie vor Infektionen im häuslich-familiären Umfeld aus.

Update, 4. Mai, 15.40 Uhr: Ausrüstung gekauft

Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek hat die Mitglieder des Gesundheitsausschusses im bayerischen Landtag umfassend über die Beschaffung von medizinischer Schutzausrüstung zu Beginn der Corona-Pandemie informiert.

„Zu Beginn der Pandemie war das Thema Beschaffung durch zwei Aspekte geprägt: Größte Eilbedürftigkeit und leere Märkte“, erklärt der Minister. „In dieser Zeit haben unsere Verantwortlichen für die Beschaffung von Schutzgütern Unvorstellbares geleistet. Das Gesundheitsministerium hat zwischen Februar und Juni 2020 Schutzausrüstung im Wert von 400 Millionen Euro beschafft.“

Unter anderem seien das mehr als 150 Millionen Schutz- und OP-Masken sowie rund 84 Millionen Einmalhandschuhe gewesen. Dabei sei ihm das Thema Transparenz wichtig. „Klar ist: Oberstes Gebot war für das bayerische Gesundheitsministerium immer der schnelle und größtmögliche Schutz der Menschen vor Infektionen, insbesondere bei Pflegekräften und Medizinern“, sagt er.

Holetschek erläutert: „Der Beginn der Pandemie war eine überaus komplexe und neuartige Herausforderung, für die es keine Blaupause gab. Die Nachfrage nach Schutzausrüstung stieg damals weltweit sprunghaft an, viele Staaten sprachen Exportverbote aus. Deshalb wurden medizinische Schutzartikel quasi über Nacht zur Mangelware, die Preise explodierten phasenweise. Das Gebot der Stunde war daher schnelles, effizientes und unbürokratisches Handeln zum Wohle aller.“

Unter Aufsicht des Gesundheitsministeriums übernahm im März 2020 das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) die zentrale Beschaffung. Vor allem die staatliche Feuerwehrschule Geretsried, die Polizei und das Technische Hilfswerk unterstützten das LGL bei der Organisation und Logistik.

Zwischen Februar und Juni 2020 seien 243 Beschaffungsverträge zustande gekommen. Holetschek habe für die Mitglieder des Gesundheitsausschusses auf eigene Initiative eine entsprechende Liste zusammengestellt. Diese enthalte unter anderem das Bestelldatum, Hinweise zum Produkt, Mengenangaben und Preise. Derzeit prüfe das bayerische Gesundheitsministerium zudem die Beschaffungsvorgänge darauf, ob Mandatsträger im Einzelfall beteiligt waren.

In den vergangenen Wochen hatte es staatsanwaltliche Ermittlungen wegen mutmaßlicher Vorteilsnahme von Abgeordneten bei der Vermittlung von Schutzausrüstung gegeben. Holetschek, der seit Januar 2021 im Amt ist, bekräftigt: „Es ist mir ein persönliches Anliegen, zur Aufklärung beizutragen. Zugleich kann ich versichern, dass im Verantwortungsbereich des bayerischen Gesundheitsministeriums keine Vermittlungsprovisionen an Mandatsträger geflossen sind.“

Holetschek weist erneut die Kritik aus den Reihen der SPD an den Preisen für gekaufte FFP2-Masken zurück. Der Minister erläutert: „Wir haben zwischen Februar und Juni in 59 Fällen FFP2- beziehungsweise KN95-Masken gekauft. Davon lagen 58 Verträge zwischen weniger als 3 und 5,99 Euro je Maske. Lediglich bei einem Vertrag lag der Preis zwischen 8 und 8,99 Euro je Maske, weil zu diesem Zeitpunkt aufgrund des faktisch zusammengebrochenen Weltmarktes eine echte Not- und Zwangslage bestand und auch vom bayerischen Gesundheitsministerium kein günstigerer Preis zu erzielen war.“

Holetschek ergänzt: „Die vom Bundesgesundheitsministerium in diesem Zeitraum ermittelten Durchschnittspreise lagen teils um ein Vielfaches höher. Der Preis war aber nicht das einzige Auswahlkriterium. Eine Rolle haben auch die Dringlichkeit des Bedarfs und die Lieferfristen gespielt.“ Um sich angesichts der schwankenden Preise damals ein Bild zu machen, habe das bayerische Gesundheitsministerium regelmäßig die Durchschnittspreise aus den eingehenden Angeboten ermittelt.

Der Minister ergänzt: „Wir haben bereits früh aus den Erfahrungen zu Beginn der Pandemie Konsequenzen gezogen und ein Zentrallager errichtet. Der Freistaat hält dort seit Sommer 2020 Schutzausrüstung bereit, um die Versorgung im medizinischen Krisenfall für ein halbes Jahr gewährleisten zu können. So haben wir für künftige Lieferengpässe und Knappheiten vorgesorgt.“

Update, 16.45 Uhr: Aktuelle Fallzahlen

Die ausschlaggebende 7-Tage-Inzidenz liegt laut den aktuellen Zahlen des Robert-Koch-Instituts am Montag (3. Mai) bei 128 Fällen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen 7 Tagen. Die Zahl der positiv Getesteten liegt aktuell bei 4.109 – 335 Fälle davon sind derzeit aktiv. Diese verteilen sich auf den Landkreis Miesbach wie folgt:

  • Miesbach: 50 aktive Fälle
  • Holzkirchen: 49
  • Schliersee: 38
  • Waakirchen: 35
  • Hausham: 27
  • Weyarn: 22
  • Bad Wiessee und Gmund: 19
  • Fischbachau: 14
  • Rottach-Egern: 13
  • Bayrischzell: 12
  • Irschenberg und Warngau: 11
  • Valley: 6
  • Tegernsee: 5
  • Kreuth und Otterfing: 2

Mit 128 sinkt die 7-Tage-Inzidenz somit wieder leicht, nachdem sie laut Robert-Koch-Institut am Samstag, 1., und Sonntag, 2. Mai, bei 150 beziehungsweise 144 gelegen hatte. Eine Woche zuvor war die 7-Tage-Inzidenz für den Landkreis Miesbach auf über 170 geschnellt. Wenn der Wert drei Tage in Folge unter 100 gemeldet wurde, kann der Landkreis Miesbach über Lockerungen entscheiden.

Vorbericht vom 3. Mai:

Das Corona-Jahr 2020 liegt hinter der Miesbacher BRK-Bereitschaft. Zeit für einen Rückblick und Ausblick.

ft; ksl

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