Start für Sonntag geplant

So arbeitet das Corona-Impfzentrum des Landkreises Miesbach

Impfzentrum Landkreis Miesbach in Hausham
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Sind verantwortlich für das Impfzentrum in Hausham: (v.l.) Simon Horst (BRK), Thomas Strassmüller (ärztlicher Leiter), Christian Pölt (Katastrophenschutz), Martin Pemler (Verwaltungsdirektor) und Beate Faus (Leitung Impfzentrum) mit dem Miesbacher Landrat Olaf von Löwis.

Hausham/Landkreis – Das Corona-Impfzentrum für den Landkreis Miesbach ist bereit. Jeden Tag wird der Impfstoff von Biontech/Pfizer in Hausham erwartet.

Ab dem 27. Dezember sollen Menschen in Deutschland gegen das Coronavirus geimpft werden. So hat es Bundesgesundheitsminister Jens Spahn angekündigt. Bis dahin heißt es Geduld haben. Auch im Impfzentrum des Landkreises Miesbach, das in Hausham steht. Es ist einsatzbereit, aber noch nicht geöffnet – da der Impfstoff fehlt. Bei einem Pressetermin sind die Einrichtung und das Prozedere nun vorgestellt worden. Das Fazit: Sobald der Impfstoff da ist, kann es sofort losgehen.

Zunächst sollen über 80-Jährige sich impfen lassen können, hat der Gesundheitsminister erklärt. Auch wer in Alten- und Pflegeheimen lebt oder arbeitet, soll priorisiert werden, um besonders vulnerable Menschen zuerst zu schützen, sagte Jens Spahn. „Für die Pflegeeinrichtungen wird es mobile Teams aus Ärzten, medizinischem Personal und Verwaltungspersonal geben“, erklärte Mediziner Thomas Strassmüller, ärztlicher Leiter des Impfzentrums mit eigener Praxis in Gmund. Sobald ausreichend Dosen vorhanden sind, wird auch das stationäre Impfzentrum in Hausham geöffnet. Aber auch dort darf dann nur nach Priorisierung und Anmeldung geimpft werden.

Beate Faus übernimmt die Verwaltungsleitung des Impfzentrums und betont: „Es besteht keine Impfpflicht.“ Das Personal wird vom BRK-Kreisverband Miesbach gestellt. Das Impfzentrum befindet sich an der Alten Miesbacher Straße 11 in Hausham. Wenn der Impfstoff bereitsteht, wird es von Montag bis Freitag, von 13 bis 16.30 Uhr, sowie Samstag und Sonntag, von 10 bis 14 Uhr, geöffnet sein. Je nach Bedarf können diese Öffnungszeiten erweitert werden.

Erreichbar ist die Einrichtung per E-Mail an impfzentrum@lra-mb.de und unter Telefon 08025/7047777. „Die Hotline dient dazu, Fragen der Organisation des Impfzentrums zu klären“, erklärt Beate Faus. „Sie wird nicht zur Terminvergabe oder ärztlichen Aufklärung genutzt werden.“ Daher wird darum gebeten, von derlei Anrufen abzusehen. „Sobald dem Landratsamt Miesbach ein Impfstoff zur Verfügung steht, wird dies unverzüglich öffentlich bekanntgegeben und sofort mit den Impfungen begonnen“, erklärt Sprecherin Sophie-Marie Stadler.

Zudem ist geplant, dass das Impfzentrum ab Mitte Januar an den öffentlichen Personennahverkehr angebunden wird. Die genauen Verbindungen werden bekanntgegeben, sobald alle Vorbereitungen abgeschlossen sind. ksl

Station 1: Der Eingang

Der Eingang befindet sich an der rechten Seite des Gebäudes. Dort startet die Einbahnregelung, die durchs Impfzentrum führt. An einer Theke muss man sich anmelden. An dieser Stelle wird man auch gefragt, ob man sich fit genug fühlt für die Impfung. Bei Bedarf sind immer Ärzte da, die für Beratungsgespräche und Untersuchungen zur Verfügung stehen, falls man sich unwohl fühlt oder Bedenken hat.

Der Eingang zum Impfzentrum in Hausham befindet sich an der rechten Seite des Gebäudes.

Station 2: Der Wartebereich

Im Wartebereich wird darauf geachtet, dass Impfwillige genügend Abstand halten können. Generell gilt Maskenpflicht im gesamten Gebäude. Auch Handdesinfektion steht – ebenso wie im Eingangsbereich – bereit. Bevor man zum Impfen darf, muss man eine Einwilligungserklärung unterschreiben. Bis zum letzten Moment können es sich Impfwillige noch anders überlegen.

Im Wartebereich des Impfzentrums in Hausham wird darauf geachtet, dass Impfwillige genügend Abstand halten können.

Station 3: Die Impfkabine

In der Impfkabine gibt es eine Liege und diverses medizinisches Equipment, das zum Impfen nötig ist. Nach jedem Vorgang wird die Kabine desinfiziert, um das Infektionsrisiko so gering wie möglich zu halten. Insgesamt gibt es fünf Impfkabinen. Bis zu 350 Vorgänge pro Tag wären möglich. Um die Einbahnregelung zu befolgen, geht es auf der Rückseite weiter zum Ausgang.

Fünf Impfkabinen gibt es in Hausham, die jeweils eine Liege und diverses medizinisches Equipment enthalten.

Station 4: Der Ausgang

Am Ausgang an der Front des Gebäudes gibt es noch eine Station. Zum einen können Geimpfte sich dort noch einige Zeit aufhalten, um auszuschließen, dass sie auf den Impfstoff eine allergische Reaktion zeigen. Zum anderen erhalten sie dort einen zweiten Impftermin, der 14 bis 21 Tage nach der ersten Impfung nötig ist, um ausreichend gegen das Coronavirus geschützt zu sein.

Am Ausgang an der Front des Gebäudes gibt es noch eine Station. Zum einen können Geimpfte sich dort noch einige Zeit aufhalten, um auszuschließen, dass sie auf den Impfstoff eine allergische Reaktion zeigen. Zum anderen erhalten sie dort einen zweiten Impftermin, der 14 bis 21 Tage nach der ersten Impfung nötig ist, um ausreichend gegen das Coronavirus geschützt zu sein.

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