Bis zu 350 Vorgänge am Tag

Coronavirus im Landkreis Miesbach: Impfzentrum in Hausham startbereit

Impfzentrum in Hausham
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Landrat Olaf von Löwis (l.) und Beate Faus, die von Arzt Thomas Strassmüller einen besonderen Corona-Blumengruß erhalten hat, haben das Impfzentrum in Hausham vorgestellt.

Hausham – Das Corona-Impfzentrum in Hausham ist fristgerecht fertiggestellt worden. Bei einem Rundgang hat es einen ersten Einblick gegeben.

Jeden Moment kann es losgehen. Das Corona-Impfzentrum des Landkreises Miesbach ist eingerichtet und einsatzbereit. Am 23. Dezember soll der erste Impfstoff in Hausham eintreffen. Bei einem Pressetermin ist das Impfzentrum am Donnerstag (17. Dezember) vorgestellt worden.

„Ich bin stolz darauf, dass wir es geschafft haben, das Impfzentrum in so kurzer Zeit fristgerecht aufzubauen“, sagte Landrat Olaf von Löwis. „Sobald der Impfstoff da ist, kann es losgehen.“ Wie viel von dem ersehnten Impfstoff mit der ersten Lieferung kommt, ist noch ungewiss. Die Regierung von Oberbayern verteilt diesen auf die Landkreise. Zum Lagern des hochempfindlichen Impfstoffs der Firma Biontech/Pfizer ist extra ein Spezialkühlschrank angeschafft worden. Olaf von Löwis ist überzeugt, dass die Möglichkeit des Impfens weiterhelfen werde im Kampf gegen das Coronavirus, das seit März auch im Landkreis Miesbach für bislang rund 2.100 Infektionen gesorgt hat.

Beate Faus organisiert das Impfzentrum, verwaltet die Daten, koordiniert die Termine und vieles mehr. „Wichtig ist, dass die Menschen nicht herkommen, sondern sich vorher einen Termin holen“, betont sie. Jedoch bleibe zunächst abzuwarten, wie der Impfstoff priorisiert wird, also in welcher Reihenfolge geimpft wird. Die Termine werden erst vergeben, wenn größere Mengen des Impfstoffs in Hausham angekommen sind. Einen Probelauf hat es bereits gegeben, bei dem der Ablauf eines Impftermins durchgespielt worden ist, berichtete Beate Faus. Dabei habe alles geklappt.

Auf bis zu 350 Impfvorgänge pro Tag ist das Zentrum an der Alten Miesbacher Straße ausgerichtet. „Nicht wir sind momentan der limitierende Faktor, sondern die Menge an Impfstoff“, erklärte der koordinierende ärztliche Leiter, Thomas Strassmüller, der seine Praxis in Gmund hat. Er wird sich impfen lassen, sagte er. Seiner Meinung nach ist der Impfstoff derzeit alternativlos, um die Corona-Pandemie einzudämmen. ksl

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