Solidarität und Vernunft

Corona in Miesbach: Schilderaktion als Gegenentwurf zu Bürgerstammtisch und Protest

Schilderaktion im Waitzinger Park
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Miesbachs Vize-Bürgermeisterin Astrid Güldner (r.) und Familienreferentin Malin Friese (2.v.l.) haben die Schilderaktion im Waitzinger Park initiiert.
  • VonFridolin Thanner
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Miesbach – Mit einer Schilderaktion im Waitzinger Park in Miesbach haben die Stadträtinnen Astrid Güldner und Malin Friese (Grüne) ein Zeichen in Corona-Zeiten gesetzt.

„Gemeinsam gut durch die Pandemie“ – diese Botschaft, die neben ein Regenbogensymbol auf ein Schild geschrieben stand, bringt gut zum Ausdruck, was Malin Friese und Astrid Güldner mit ihrer Aktion bezwecken wollten. Die Grünen-Stadträtinnen, Familienreferentin und Vize-Bürgermeisterin in Miesbach, hatten dazu aufgerufen, im Waitzinger Park Schilder aufzustellen. Um an Solidarität und Vernunft zu appellieren und den Dialog zu suchen.

„Wir müssen wieder ins Gespräch kommen“, findet Güldner. Die Sorgen und Verunsicherung in der Corona-Krise würden zunehmend instrumentalisiert, sind sich Güldner und Friese einig. Ihre Aktion sollte deshalb auch ein Gegenentwurf zu „Bürgerstammtisch“, „Aktion Kindermund“ und „Demo gegen Testpflicht und Maskenzwang an Schulen“ sein.

Mit Falschinformationen Panik verbreiten

Vielfach werde mit Falschinformationen Panik verbreitet. „Corona zehrt an den Nerven und stellt eine enorme Belastungsprobe für uns alle dar“, machen die Initiatorinnen klar. Es sei auch das Recht eines jeden, Maßnahmen der aktuellen Pandemie-Bekämpfung zu hinterfragen. „Doch Kritik und Sorgen müssen mit fundiertem Wissen, Einfühlungsvermögen und Lösungsvorschlägen begegnet werden“, erklären die Stadträtinnen.

In sozialen Netzwerken und auf entsprechenden Veranstaltungen hingegen würden Verschwörungstheorien laut. Destabilisieren und radikalisieren sei das Ziel. Zeichen von Rassismus und Antisemitismus seien wahrzunehmen. Dem gelte es entgegenzutreten und eine Grenze zu ziehen.

Gefahren durch das Coronavirus

Gleichzeitig weisen die Initiatorinnen auf die Gefahren durch das Coronavirus auch für Kinder und Jugendliche hin sowie auf Langzeitschäden für Infizierte. Sie erklären: „Wer angesichts der klaren Fakten fordert, Schulen ohne Masken, Testung und ohne Abstand zu öffnen, nimmt mutwillig schwere Erkrankungen und Todesfälle in Kauf.“

Die Aktion war somit gleichermaßen Appell, sich solidarisch zu zeigen zum Wohl der Gemeinschaft – und ein voller Erfolg, wie Friese und Güldner nach zahlreichen Gesprächen finden.

Während die Schilder im Park standen, trafen sich auf der Volksfestwiese Teilnehmer des Bürgerstammtischs. Mit eigenen Tafeln marschierten sie über den Habererplatz, um sich an mehreren Straßen und Kreuzungen im Stadtgebiet aufzustellen und ihre Botschaften zu verbreiten. ft

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