Nächster Auftritt am Ostersonntag

So trotzen Kulturschaffende im Landkreis Miesbach der Corona-Krise

Mit einer virtuellen Sonntagsmatinee wird ein Zeichen für lebendige Kultur in Krisenzeiten gesetzt.
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Mit einer virtuellen Sonntagsmatinee wird ein Zeichen für lebendige Kultur in Krisenzeiten gesetzt.

Landkreis – Nach der Premiere der neuen virtuellen Kulturbühne im Landkreis Miesbach mit einer Sonntagsmatinee geht es am Ostersonntag weiter mit dem Projekt.

Nach der Premiere der neuen virtuellen Kulturbühne im Landkreis Miesbach mit einer Sonntagsmatinee am 5. April  geht es am Ostersonntag weiter mit dem Projekt. Mit dabei sind Malerin Sabine Kühner, Autor Bernhard Hoffmann, Tänzerin Isabella Winkler und Theresa Bichlmeier am Hackbrett.

Fast 20 Beiträge haben Theaterspieler, Musiker, Dichter und viele mehr extra für die Kulturbühne produziert und warten auf das Go im Laufe der nächsten Sonntage. Mit der virtuellen Bühne wollen drei Kulturinitiativen des Landkreises eine Plattform bieten, da Veranstaltungen wegbrechen und es für Kultur keinen öffentlichen Präsenzraum mehr gibt.

Kultur Valley sowie die Vereine Kulturwerkstatt im Oberland und Kulturvision haben sich zusammengeschlossen, um ein gemeinsames Portal für die Kulturschaffenden der Region zu eröffnen und mit der virtuellen Sonntagsmatinee um 11 Uhr ein Zeichen für lebendige Kultur in Krisenzeiten setzen. Die von der Öffentlichkeit abgeschnittenen Künstler erhalten damit eine Präsentationsmöglichkeit.

Das Konzept sieht vor, dass jeder Künstler die Möglichkeit hat, sich mit einem maximal dreiminütigen Video mit selbst gespielter Musik, einem Minitheaterstück, einer Lesung, einer Malerei, einer Skulptur oder was immer auch zu präsentieren. Die Videos bleiben jeweils eine Woche im Netz und werden dann auf einem geschützten Youtube-Kanal bei Anfrage zur Verfügung gestellt.

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Mit jedem Sonntag werden neue Beiträge dargeboten. Bei der Auswahl der Videos geht es einerseits um den regionalen Bezug, andererseits um kulturelle Vielfalt. Die Initiatoren denken darüber nach, diese Initiative auch nach der Corona-Krise weiter lebendig zu halten. Rolf Brandthaus von der Kulturwerkstatt im Oberland hat dafür auf seiner Webseite www.kulturforum-oberland.de einen Link „Kulturbühne“ integriert. Die Nutzer kommen auf eine Seite mit einem Videoplayer, über den jeden Sonntag, um 11 Uhr, vier Videos eingespielt werden. Zusätzlich gibt es Kurzinfos zu den einzelnen Kulturschaffenden, die von Monika Ziegler verfasst werden.

Natürlich funktioniert diese Initiative nur durch die aktive Teilnahme der Künstler. Viele haben bereits Videos im Netz. Wer noch kein Video hat, kann einfach per Handy, Kamera oder Webcam eines aufnehmen und zusenden. Auch sollten einige Stichworte, geeignet für eine Kurzbiografie, zur Gruppe beziehungsweise zum Künstler und zum Beitrag mitgeliefert werden.

Für Fragen sind die Initiatoren per E-Mail zu erreichen: Rolf Brandthaus unter rolf@brandthaus.de, Anja Gild unter gild.mpm@web.de und Monika Ziegler unter mz@kulturvision-aktuell.de. "Insgesamt soll die Initiative ein Statement sein, dass Kultur immer stattfinden wird – mit oder ohne öffentlichem Raum", erklärt Anja Gild. Kultur sei zum Überleben notwendig, weshalb die drei Initiatoren "damit auch ein Zeichen der Gemeinsamkeit und des Zusammenhalts in kulturell schwierigen Zeiten" setzen wollen. gb

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