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Corona: Omikron-Variante im Landkreis Miesbach angekommen

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Von: Katja Schlenker

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Corona-Regeln
Trotz Corona-Impfung gilt es, vorsichtig zu sein, um sich nicht mit Covid-19 anzustecken. © Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/dpa

Landkreis – Corona-Mutationen sind auch im Landkreis Miesbach aktiv. Aktuelle Infos zur 7-Tage-Inzidenz gibt es in unserem News-Ticker.

Das Wichtigste in Kürze:

Service:

Update, 31. Dezember, 18.25 Uhr: Neuer News-Ticker

Hier geht es zum neuen Ticker mit allen aktuellen Informationen rund um das Coronavirus im Landkreis Miesbach.

Update, 30. Dezember, 10.55 Uhr: Weitere Omikron-Fälle

Das Infektionsgeschehen im Landkreis ist weiterhin diffus. „Die niedrige Zahl der Neuinfektionen über die Weihnachtsfeiertage sind möglicherweise darauf zurückzuführen, dass an den Weihnachtsfeiertagen die Arztpraxen geschlossen haben und weniger getestet wird“, erklärt das Landratsamt. Die Omikron-Variante ist derweil im Landkreis angekommen.

Insgesamt wurden bisher 18 Fälle der Virus-Mutation offiziell bestätigt. „Die Fälle sind nicht mehr allein auf Reiserückkehrer zurückzuführen“, erklärt das Landrats­amt.

Bei der als ansteckender geltenden Mutation gebe es laut Gesundheitsamt teilweise bereits zwei bis drei Tage nach dem Kontakt zu einem Infizierten Krankheitssymptome bei engen Kontaktpersonen. „Daher raten die Ärzte bei klassischen Erkältungssymptomen und typischen Corona-Symptomen zeitnah mindestens einen Selbsttest, vorzugsweise einen PoC-Schnelltest zu veranlassen“, bittet das Landrats­amt.

Enge Kontaktpersonen zu mit Omikron infizierten Personen müssen unabhängig von ihrem G-Status in 14-tägige Quarantäne – ohne Möglichkeit sich vorher freizutesten.

Um die komplexen Abläufe der Quarantäneregelungen nachvollziehbar darzustellen, hat das Landratsamt die Handlungsempfehlung für Kontaktpersonen und positiv getestete Personen aktualisiert.

Seit einem Jahr wird im Landkreis gegen das Corona-Virus geimpft. Am 27. Dezember 2020 wurden die ersten Impfungen in Pflegeeinrichtungen verabreicht. Seither gab es (Stand 28. Dezember) im Landkreis 71.127 Erst-, 69.084 Zweit- und 41.053 Auffrischungsimpfungen. 

Allein in der Woche vom 20. Dezember wurden durch das Impfzentrum 2951 Erst-, Zweit- und Auffrischungsimpfungen vorgenommen. Spitzenreiter war der 22. Dezember mit 700 Impfungen. Aber auch an Weihnachten und an den Feiertagen war die Nachfrage groß: Am 24. Dezember waren es 142 Impfungen, am 25. Dezember erfolgten 303 Impfungen und am 26. Dezember wurden 425 Impfungen verabreicht.

Die Liefermengen des Impfstoffs BioNTech an die Impfzentren werden weiter durch die Regierung reglementiert, erklärt das Landratsamt.

Dies hat zur Folge, dass ab dem 1. Januar der BioNTech-Impfstoff für Auffrischungsimpfungen „nur noch für die von der STIKO empfohlenen Gruppen wie zum Beispiel Schwangere und Personen unter 30 Jahren verwendet werden kann und solche Personen, die die Erstimpfung mit BioNTech erhalten haben und die zweite Impfung der ,Serie‘ noch aussteht“.

Auffrischungsimpfungen und Erstimpfungen für Personen über 30 Jahren können nunmehr im Impfzentrum in Hausham ausschließlich mit dem Impfstoff von Moderna getätigt werden oder eben Johnson und Johnson bei Erstimpfungen.

Die STIKO empfiehlt derzeit Auffrischungsimpfungen nur für Personen über 18 Jahre. Ausgenommen sind im Einzelfall Immungeschwächte und Jugendliche, die zum Beispiel in der Pflege oder im Krankenhaus arbeiten.

Update, 28. Dezember, 9.55 Uhr: Verschärfte Kontaktbeschränkungen 

Am Dienstag treten in Bayern verschärfte Kontaktbeschränkungen in Kraft. Die 7-Tage-Inzidenz im Landkreis Miesbach ist auf 187,7 gefallen. Mehr dazu hier.

Update, 27. Dezember, 6.30 Uhr: Corona im Kreistag

Corona macht auch vor dem Miesbacher Kreistag nicht Halt. In der jüngsten Sitzung im Seeforum Rottach-Egern gab es klare Worte für eine Impfpflicht. Alles dazu finden Sie hier.

Update, 17.55 Uhr: Appell des Landrats

Die 7-Tage-Inzidenz im Landkreis Miesbach liegt laut den aktuellen Zahlen des Robert-Koch-Instituts am Donnerstag (23. Dezember) bei 239,6 Fällen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen 7 Tagen. Die Zahl der positiv Getesteten liegt aktuell bei 11.131 – 238 davon aktiv. Diese verteilen sich auf den Landkreis Miesbach wie folgt:

Landrat bittet um Vorsicht rund um Feiertage

Gerade vor dem Hintergrund der Virusmutation Omikron, die nun auch im Landkreis Miesbach angekommen ist, ruft Landrat Olaf von Löwis zu Vorsicht rund um die Feiertage auf: "Bitte feiern Sie Weihnachten und Silvester im kleinstmöglichen Kreis! Gehen Sie kein Risiko ein, meiden Sie Personenansammlungen und beachten Sie die Hygieneregeln! Experten gehen davon aus, dass die Weihnachtsfeiertage zukunftsweisend sein werden dafür, wie wir durch die Wintermonate kommen werden. Ich habe größte Befürchtungen vor einer besonders heftigen Infektionswelle, wenn wir jetzt nicht Acht geben. Bitte lassen Sie uns weiterhin zusammenhalten!"

Vor sämtlichen Treffen sollten alle Teilnehmer sicherheitshalber mindestens einen ordentlich ausgeführten Selbsttest durchführen, lautet der Hinweise des Landratsamtes. Das Testzentrum ist nur am 24. Dezember und 1. Januar geschlossen. Infos über Öffnungszeiten und Terminbuchungen gibt es hier.

Lage an den Schulen zu Beginn der Weihnachtsferien

„In der vergangenen Woche wurden nur 36 Schüler von 276 Landkreisbürgern positiv auf das Virus getestet“, teilt das Landratsamt mit. „Das Gesundheitsamt erachtet die Strategie des engmaschigen Testens und der Maskenpflicht als wirksam, um Folgeinfektionen im Klassenverband zu unterbinden.“ Inzwischen sei es die absolute Ausnahme, dass ganze Klassen in Quarantäne müssen.

Um auch nach den Weihnachtsferien daran anknüpfen zu können, rät das Gesundheitsamt zu engmaschigen (Selbst-)Tests für alle Schüler gegen Ende der Ferien.

Neuigkeiten rund ums Impfen

Über das Impfzentrum wurden in der vergangenen Woche genau 3.500 Erst-, Zweit- und Booster-Impfungen vorgenommen. Spitzenreiter war diese Woche der Freitag im Impfzentrum in Hausham mit 611 Impfungen. Insgesamt wurden 411 Erst-, 514 Zweit- und 2.575 Booster-Impfungen durchgeführt.

Organisatorische Anpassungen im Impfzentrum:

Öffnungszeiten während der Feiertage:

Nächste Haltestellen Impfbus plus:

Update, 16.50 Uhr: Post-Covid-Kinderambulanz

Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek will die Versorgung von Kindern und Jugendlichen verbessern, die unter Corona-Langzeitfolgen leiden. Der Minister sagte am Donnerstag bei einem Besuch der Kinderklinik Memmingen, die am Projekt „Post-Covid-Kids Bavaria“ teilnimmt: „Es ist wichtig, dass beim Thema Post-Covid-Syndrom auch die Diagnose und vor allem Versorgung von Kindern und Jugendlichen in den Fokus genommen wird. Hier in Memmingen wird einerseits eine erweiterte Diagnostik des noch nicht ausreichend erforschten Syndroms angeboten. Gleichzeitig wird hier eine altersgerechte und wohnortnahe Versorgung sichergestellt. Wir wollen kompetente Behandlung, Forschung und kurze Wege für die Familien mit erkrankten Kindern.“

Die Klinik Memmingen ist Kooperationspartner des Projekts des Zentrums für Kinder- und Jugendmedizin der München-Klinik und des Klinikums rechts der Isar der Technischen Universität München (TUM) sowie der Kinderuniversitätsklinik der Barmherzigen Brüder Regensburg. Der Freistaat fördert das Projekt, das im Oktober begonnen hat, mit rund 1,7 Millionen Euro. Es gehört zur Förderinitiative „Versorgungsforschung zum Post-Covid-Syndrom“, das Bayern im Juni mit einem Volumen von 5 Millionen Euro aufgelegt hat, um die Versorgung von Post-Covid-Patienten zu verbessern. Bayern will damit möglichst viele innovative und effiziente Möglichkeiten unterstützen, um Spät- und Langzeitfolgen einer Covid-19-Erkrankung zu behandeln.

Holetschek betonte: „Etliche der an Covid-19 erkrankten Erwachsenen kämpfen mit Spätfolgen. Die WHO schätzt, dass zirka 10 Prozent der Erwachsenen betroffen sind. Wie häufig die Langzeitfolgen bei Kindern und Jugendlichen auftreten – dazu gibt es noch keine gesicherten Erkenntnisse. Auch die jüngst erschienene Gutenberg-Studie der Universität Mainz hat nur Erwachsene ab dem 25. Lebensjahr in den Blick genommen. Fakt ist aber: Auch Kinder und Jugendliche können vom Post-Covid-Syndrom betroffen sein und hier besteht Behandlungsbedarf.“

Update, 23. Dezember, 5.55 Uhr: 2G in Miesbach

Seit Kurzem gilt die 2G-Regel, um die Corona-Pandemie weiter einzudämmen. Wie wirkt sich das auf das Weihnachtsgeschäft im Einzelhandel und Gasthöfe aus? Mehr dazu lesen Sie in unserem Artikel.

Update, 21.50 Uhr: Ergebnisse der GMK

Die Gesundheitsministerkonferenz (GMK) hat am Mittwochabend in einer Videoschalte die neue Empfehlung der Ständigen Impfkommission (Stiko) von Dienstag begrüßt, Auffrischungsimpfungen bereits nach drei Monaten anzubieten.

Der GMK-Vorsitzende, Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek, sagte in München: „Wir haben in der Vergangenheit immer wieder betont, wie wichtig es ist, dass die Stiko ihre Empfehlungen rasch ausspricht und möglichst schnell auf die sich ändernden Gegebenheiten in der Pandemie reagiert. Umso mehr freut es mich, dass die Stiko ihre Empfehlung zur Auffrischungsimpfung mit Blick auf die neue Omikron-Virusvariante so schnell angepasst hat. Boostern verringert das Infektionsrisiko erheblich. Daher sollte eine Auffrischung für alle, die das wünschen, so rasch wie möglich erfolgen. Nach dem jetzigen Beschluss der Stiko zu dem Thema können Bürger ab 18 Jahren in den Impfzentren und auch bei Ärzten grundsätzlich bereits drei Monate nach ihrer vollständigen Covid-19-Impfung eine Auffrischungsimpfung erhalten. Die impfenden Stellen sind beziehungsweise werden zeitnah entsprechend informiert.“

Der Bund wird überdies gebeten, das Programm „Containment-Scouts“ so zu verlängern, dass neu eingestellte Containment-Scouts den Gesundheitsämtern für jeweils sechs Monate zur Verfügung stehen. Gerade mit Blick auf die möglicherweise hohen Inzidenzen im Zusammenhang mit Omikron können sie die Gesundheitsämter weiter entlasten.

Zudem wird der Gemeinsame Bundesausschuss (GBA) gebeten, die bestehenden Regelungen zu verlängern beziehungsweise erweitern, um Zentren in einem intensivmedizinischen digital-gestützten Versorgungsnetzwerk (IDV-Zentren) über den 31. März hinaus für das gesamte Budgetjahr 2022 auszuweisen. Überdies wurde auch ein Beschluss zu regulatorischen Anforderungen der Medical-Device-Regulation (MDR) und Versorgungslage mit sicheren Medizinprodukten gefasst.

Update, 17.30 Uhr: Antikörpertherapiezentrum

Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek hat am Mittwoch das Antikörpertherapiezentrum am Klinikum rechts der Isar der Technischen Universität München besucht und sich dort über die Fortschritte in der monoklonalen Antikörpertherapie informiert.

Holetschek betonte aus diesem Anlass: „Neben der Impfung als wichtigstes Mittel zur Prävention gegen Covid-19 ist die Verbesserung der Therapiemöglichkeiten ein zentraler Baustein der Pandemie-Bekämpfung. Unsere Kliniken setzen bereits neutralisierende monoklonale Antikörper zur Behandlung von Covid-19-Erkrankten mit dem Risiko eines schweren Verlaufs ein. Werden sie rechtzeitig angewendet, können schwere Krankheitsverläufe verhindert werden. Darin steckt großes Potential – leider ist die Behandlungsmöglichkeit aber noch nicht so bekannt. Ich habe deshalb bei der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns, der bayerischen Landesärztekammer und dem bayerischen Hausärzteverband angeregt, dass Ärzte beispielsweise auch in Hausarztpraxen verstärkt darüber informieren.“

Holetschek sagte weiter: „Die Ergebnisse, von denen die Kliniken berichten, sind ermutigend. Deshalb setze ich mich dafür ein, dass künftig noch mehr Ärzte sowie Kliniken von diesen neuen Therapiemöglichkeiten Gebrauch machen können.“ Diese Form der Therapie kann unter anderem chronisch kranke Menschen, die auf eine aktive Impfung nicht ausreichend ansprechen, wirksam vor einem schweren Covid-19-Verlauf schützen.

„Das Klinikum rechts der Isar ist stark in der Corona-Forschung und der Patientenversorgung engagiert“, erklärte Martin Siess, Ärztlicher Direktor des Universitätsklinikums. „Wir teilen unsere Kompetenz und Erfahrungen aus der Universitätsmedizin gerne, um gemeinsam mit anderen Kliniken, Ärzten sowie Partnern im Gesundheitswesen erfolgreich die Pandemie zu bekämpfen.“

Der Pandemie-Beauftragte des Klinikums, Christoph Spinner, sagte: „Mit steigenden Patientenzahlen ist die Antikörpertherapie für viele Menschen sinnvoll und sollte daher auch möglichst bald breitenwirksam verfügbar gemacht werden.“

In welchem Umfang die monoklonalen Antikörper auch gegen die Omikron-Variante des Coronavirus wirken, ist derzeit Gegenstand wissenschaftlicher Untersuchungen. Die bislang vorliegenden Ergebnisse weisen darauf hin, dass einzelne Präparate weiterhin gut wirksam sind, während andere in ihrer Wirksamkeit möglicherweise abgeschwächt sind.

Update, 16.55 Uhr: Regeln im Krankenhaus

Angesichts der bevorstehenden Feiertage lockert das Krankenhaus Agatharied seine Besuchszeiten. An Weihnachten und über Neujahr dürfen Patienten Angehörige und Freunde empfangen.

Es gelten aber Auflagen: Die Ausnahme des Besuchsverbots gilt ausschließlich für die Zeit vom 24. bis 26. Dezember sowie vom 31. Dezember bis 2. Januar. Besuchszeit ist an diesen Tagen von 11 bis 17 Uhr. Ein Patient darf pro Tag maximal zwei Besucher für bis zu einer Stunde empfangen. Jeder Gast muss einen aktuellen negativen Corona-Test vorlegen. Diesen im Krankenhaus durchzuführen, sei nicht möglich, heißt es in einer Mitteilung. Es gilt FFP2-Maskenpflicht im gesamten Gebäude.

„Da die Corona-Lage nach wie vor angespannt ist, ist darauf hinzuweisen, dass der Besuch auf eigenes Risiko erfolgt“, erklärt das Krankenhaus Agatharied zudem. „Besucher werden gebeten, zu ihrem eigenen und zum Schutz der Patienten, die gültigen Hygieneregeln einzuhalten“. Also Abstand halten, Niesetikette beachten, regelmäßiges Desinfizieren der Hände und Lüften des Patientenzimmers nicht vergessen.

Update, 14 Uhr: Runder Tisch Einzelhandel

Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger hat bei einem Runden Tisch Verständnis für die schwierige Lage des Einzelhandels gezeigt und mit Branchenvertretern Lösungsansätze diskutiert. "Insbesondere der Handel in den Innenstädten ist durch die Einführung von 2G im aktuellen Weihnachtsgeschäft stark betroffen. Diese Regelung muss überdacht werden. Kunden bleiben fern. Die Zutrittskontrollen sind kostenintensiv. Doch auch bei Läden des täglichen Bedarfs, die von 2G ausgenommen sind, wirken sich andere Corona-Maßnahmen wie die Absage der Weihnachtsmärkte sowie die Einschränkungen bei Gastronomie und Veranstaltungen negativ aus. Deshalb setze ich mich in Berlin für eine Verbesserung der Überbrückungshilfe IV ein: Der Höchstfördersatz für die Fixkostenerstattung muss auch 2022 bei 100 Prozent bleiben und soll nicht auf 90 Prozent gekürzt werden. Zudem soll der Wert von Saisonware, die nicht verkauft werden kann, wieder zu 100 Prozent erstattet werden können. Das hatte sich im vergangenen Winter bewährt und muss weitergeführt werden."

Zudem hat der Minister mit den Vertretern des Einzelhandels weitere Maßnahmen diskutiert, um den Handel zu fördern. Dazu zählt auch, die Innenstädte zu beleben, sobald es die Infektionszahlen im Frühjahr und Sommer erlauben. Aiwanger erklärt: "Wir müssen gemeinsam mit den Kommunen Konzepte überlegen, wie wir die Innenstädte beleben. Zum Beispiel mit Stadtteil- oder Bürgerfesten, die wir mit einer langen Verkaufsnacht vor Ort kombinieren. Die Menschen wollen konsumieren. Sie wollen es sich gut gehen lassen und auch dem Handel sowie der Gastro etwas Gutes tun. Hier unterstützen wir den Handel und die Wirtschaft vor Ort mit voller Kraft."

Update, 22. Dezember, 9.20 Uhr: Impfaufruf in 17 Sprachen

Von Türkisch über Rumänisch bis Farsi: Mit einem gemeinsamen Impfaufruf in 17 Sprachen wollen Kerstin Schreyer, bayerische Staatsministerin für Wohnen, Bau und Verkehr, sowie Gudrun Brendel-Fischer, Integrationsbeauftragte der bayerischen Staatsregierung, Busfahrer zu einer Impfung gegen das Coronavirus motivieren.

„In meinen regelmäßigen Schalten mit den verschiedenen Branchenvertretern haben wir festgestellt, dass bei Busfahrern die Impfbereitschaft leider noch nicht besonders hoch ist“, erklärt Schreyer die Idee hinter der Kampagne. „Wenn wir hier vorankommen wollen, ist es wichtig, dass wir die Menschen in ihrer jeweiligen Landessprache erreichen. Oft liegt es gar nicht an einer persönlichen Abneigung gegen die Impfung, sondern an fehlenden Informationen. Hier wollen wir gemeinsam Abhilfe schaffen.“

Brendel-Fischer ergänzt: „Wichtige Informationen müssen niederschwellig und vor Ort verfügbar sein. Diesen Anforderungen werden wir mit diesen Flyern gerecht. Gesundheit ist eines der höchsten Güter. Lassen Sie sich impfen und helfen Sie dabei mit, das Virus zu besiegen und unsere Gesellschaft wieder in die Normalität zurückzuführen. Es kommt auf jeden Einzelnen an.“

Kerstin Schreyer (r.) und Sandra Schnarrenberger
Kerstin Schreyer, Staatsministerin für Wohnen, Bau und Verkehr (r.), sowie Sandra Schnarrenberger präsentieren die verschiedensprachigen Corona-Impfaufrufe. © StMB

Der Aufruf an Busfahrer zielt nicht nur auf den persönlichen Gesundheitsschutz ab, sondern auch auf die besondere Verantwortung für Fahrgäste. Der Aufruf der beiden bereits selbst dreifach geimpften Politikerinnen lautet: „Lassen Sie sich impfen.“

Die Flyer entstanden in Zusammenarbeit mit dem Landesverband Bayerischer Omnibusunternehmen (LBO) und sollen von ihm an seine Mitglieder und von diesen wiederum an die Mitarbeiter weitergeleitet werden. LBO-Präsidentin Sandra Schnarrenberger: „Ich bin Frau Schreyer und Frau Brendel-Fischer ausgesprochen dankbar, dass Sie uns beim Werben für die Corona-Impfung in dieser Form unterstützen. Die Gesundheit unserer Fahrgäste und Mitarbeiter, aber auch deren Familien liegt uns sehr am Herzen.“

Die Handzettel können auch über die Internetauftritte des bayerischen Staatsministeriums für Wohnen, Bau und Verkehr, der Integrationsbeauftragten der bayerischen Staatsregierung sowie des Landesverbands Bayerischer Omnibusunternehmen heruntergeladen werden.

Update, 21. Dezember, 12.15 Uhr: Mutante nachgewiesen

Die Corona-Variante Omikron ist nun auch im Landkreis Miesbach angekommen: Viermal wurde die Virusmutation in den vergangenen Tagen bei Landkreisbürgern auf der Rückreise aus Südafrika und Großbritannien festgestellt. Alle vier Fälle wurden direkt am Einreiseflughafen festgestellt, sodass voraussichtlich nicht mit einem Eintrag beziehungsweise einer Weiterverbreitung durch diese vier Personen im Landkreis zu rechnen ist.

„Bedauerlicherweise werden längst nicht alle Abstriche von Laboren auf die Omikron-Variante untersucht, sodass möglicherweise bereits eine deutlich höhere Dunkelziffer besteht“, teilt die Behörde. „Offiziell bestätigt sind im Zuständigkeitsbereich des Gesundheitsamts Miesbach aber nur diese insgesamt vier Fälle.“

Alle positiv auf die Omikron-Variante getesteten Personen müssen unabhängig von ihrem G-Status für 14 Tage in Quarantäne. Für Einreisende aus Virusvariantengebieten gelten zudem spezielle Regeln.

Update, 18 Uhr: Aktuelle Fallzahlen

Die 7-Tage-Inzidenz im Landkreis Miesbach liegt laut den aktuellen Zahlen des Robert-Koch-Instituts am Montag (20. Dezember) bei 265,5 Fällen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen 7 Tagen. Die Zahl der positiv Getesteten liegt aktuell bei 11.003 – 276 davon aktiv. Diese verteilen sich auf den Landkreis Miesbach wie folgt:

Update, 20. Dezember, 16.05 Uhr: Corona-Hilfen für Profisport

Bayerns Innen- und Sportminister Joachim Herrmann spricht sich dafür aus, das Bundesprogramm der Corona-Hilfen im Profisport fortzusetzen. Das bisherige Bundesprogramm habe erheblich dazu beigetragen, dass Profivereine die Pandemiezeit bislang bewältigen konnten.

"Jedenfalls haben sich die noch vor einem Jahr befürchteten und prognostizierten Insolvenzen von Profivereinen oder gar die Einstellung des Profisports in bestimmten Sportarten bislang nicht bestätigt", sagt er. „Ich bitte deshalb nachdrücklich die neue Bundesregierung, gemeinsam mit dem Bundestag im Januar rasch wieder die Voraussetzungen für die Fortsetzung des Bundesprogramms Corona-Hilfen Profisport zu schaffen."

Herrmann sieht bei einem Andauern der Pandemie vor allem die bayerischen Profihallensportclubs mehr denn je vor große Herausforderungen gestellt. "Sollten deutliche Beschränkungen der Zuschauer für einen längeren Zeitraum wieder erforderlich werden, liegt es nahe, die bislang erfolgreichen und inhaltlich wie abwicklungstechnisch bewährten Programme fortzuführen“, sagt er.

Das Programm Corona-Hilfen Profisport stellt auf entgangene Ticketeinnahmen und Umsatzeinbußen ab und eignet sich deshalb für die in den Ländern unterschiedlichen Beschränkungshöhen bei Zuschauern. Darüber hinaus könnten Wettbewerbsverzerrungen vermieden werden, weil die Länder nicht unterschiedliche Leistungen für ihre Vereine anbieten würden.

Herrmann abschließend: "Wir dürfen vor allem jene Sportarten nicht aus dem Auge verlieren, die nicht so im Rampenlicht der Öffentlichkeit stehen wie etwa Vereine der Fußball-Bundesliga, die weniger stark von Zuschauereinnahmen abhängig sind.“

Update, 19. Dezember, 18.15 Uhr: Impfen in Schwangerschaft

Das Krankenhaus Agatharied appelliert an Schwangere, sich gegen Corona impfen zu lassen. So können sie sich und ihr Ungeborenes schützen.

Update, 18. Dezember, 14.25 Uhr: Omikron-Ausbreitung

Die Gesundheitsministerkonferenz (GMK) hat heute in einer Sondervideoschalte den Bund gebeten, die Coronavirus-Einreiseverordnung für Einreisende aus Virusvariantengebieten anzupassen. Der GMK-Vorsitzende und bayerische Gesundheitsminister Klaus Holetschek sagte am Samstag in München: "Wir müssen so lange wie möglich hinauszögern, dass sich die besorgniserregende Sars-CoV-2-Variante Omikron in Deutschland ausbreitet. Dass Omikron sehr ansteckend ist, ist mittlerweile wissenschaftlicher Konsens. Klar ist: Auf den Intensivstationen liegen immer noch sehr viele Patienten, die sich mit der Delta-Variante angesteckt haben. Daher müssen wir das Einschleppen der Variante Omikron aus den von der Bundesregierung als Virusvariantengebiet eingestuften Ländern bestmöglich verhindern."

Holetschek betont: "Von zentraler Bedeutung ist, die Bedingungen der Einreise aus Virusvariantengebieten nochmals deutlich zu verschärfen. Wir haben den Bund gebeten, die Coronavirus-Einreiseverordnung anzupassen: Künftig sollen Einreisende ab sechs Jahren schon vor Abreise aus diesen Gebieten dem Beförderer einen negativen PCR-Test vorlegen, der bei Abflug im Ausland höchstens 48 Stunden zurückliegen darf. Der Antigen-Schnelltest soll nicht mehr akzeptiert werden. Wir wollen zudem eine Regelungslücke schließen: Der PCR-Test muss auch von jenen Reisenden aus den Gebieten vorgelegt werden, die nur an einem deutschen Flughafen umsteigen. Die Passagiere sitzen teilweise stundenlang im selben Flieger und das Virus unterscheidet nicht zwischen Passagieren, die aus- oder umsteigen. Daher bitten wir den Bund, diese mögliche Infektionsquelle gerade bei Langstreckenflügen einzudämmen, indem alle Passagiere einen PCR-Test vorlegen müssen alles andere wäre absurd.“

Die Minister sowie Senatoren für Gesundheit der Länder haben überdies den Bund gebeten, sich kurzfristig dafür einzusetzen, Großbritannien als Virusvariantengebiet einzustufen. Holetschek sagt: "Die Ausbreitung von Omikron in Großbritannien ist sehr deutlich. Wir appellieren zudem an die Bevölkerung: Reisen Sie nicht in die Virusvariantengebiete, wenn es sich nicht vermeiden lässt. Wir müssen die Ausbreitung von Omikron so lange wie möglich verhindern und maximal verlangsamen, damit sich noch mehr Menschen impfen lassen können.“

Update, 14.55 Uhr: Virologe antwortet

Am Samstag, 18. Dezember, kommt von 9 bis 13 Uhr das mobile Impfteam ins Holzkirchner Rathaus. Ob Erst-, Zweit- oder Booster-Impfung gegen Corona – jeder kann ohne Voranmeldung vorbeikommen. Virologe Dirk Kreder berät vor Ort und ist während der Impfaktion unter Telefon 08024/642109 zu erreichen.

Eine Impfauffrischung ist frühestens fünf Monate nach der jüngsten Impfung möglich. Eine Ausnahme stellt Johnson&Johnson dar. Danach kann man bereits nach vier Wochen eine erneute Impfung erhalten. Generell wird darum gebeten, an Impfpass, Ausweis und mögliche relevante medizinische Dokumente zu denken.

Auch im Januar wird das mobile Impfteam im Ratssaal zu Gast sein. Der vorerst nächste Termin ist am Samstag, 8. Januar, wie gewohnt von 9 bis 13 Uhr.

Update, 17. Dezember, 11.05 Uhr: Impfaufruf des BFV

Der Bayerische Fußballverband (BFV) hat seinen Impfaufruf in einem Schreiben an seine rund 1,6 Millionen Mitglieder in den fast 4.600 Vereinen nochmals erneuert und dabei auch ausdrücklich auf mögliche staatliche Maßgaben verwiesen, die sich auf den im Frühjahr 2022 wieder beginnenden Spielbetrieb im Freistaat auswirken könnten. Die Erklärung der Corona-Taskforce des BFV unter Vorsitz von Vizepräsident Robert Schraudner im Wortlaut:

„Es bleibt dabei: Wir wissen nicht, welchen Verlauf die Pandemie in den kommenden Wochen und Monaten noch nimmt. Und niemand vermag heute auch nur ansatzweise verlässlich zu sagen, wie stark unser Spielbetrieb im neuen Jahr durch das Virus beeinträchtigt sein oder durch staatliche Vorgaben reglementiert wird. Wir müssen das Beste hoffen, uns aber natürlich auch auf das Schlechte vorbereiten.

Wir folgen mit diesem neuerlichen Appell den Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (Stiko):

Sollten uns jedoch staatliche Vorgaben aufgezwungen werden und ein Spielbetrieb im Frühjahr 2022 ausschließlich für Geimpfte/Genesene (2G/2Gplus) möglich sein, auch wenn nachweislich der Sport im Freien kein Infektionstreiber ist, dann sind wir als Verband dazu verpflichtet, dies auch in unserer Spielorganisation umzusetzen – und wir werden dies schweren Herzens tun müssen. Wir sind aber nur dann wirklich gut vorbereitet, wenn maximal viele unserer Spieler und Zuschauer auch geimpft und geboostert sind.“

Die BFV-Impfaktion:

Der Bayerische Fußballverband und seine Mitgliedsvereine organisieren bereits seit Ende Juli zusätzlich zu den offiziellen Impfangeboten der Gesundheitsämter Aktionen vor Ort in den bayerischen Klubs. Insgesamt 50 bayerische Vereine von der A-Klasse bis zur Bundesliga haben bislang an Spieltagen oder vor dem Training mindestens eine mobile Impfaktion auf ihrem Vereinsgelände organisiert und damit schon über 4.000 Menschen zusätzlich erreicht, die mit der Impfung ihren Beitrag im Kampf gegen die Corona-Pandemie geleistet haben. Vereine können ihre Termine weiterhin per E-Mail an impfenhilft@bfv.de melden. Der BFV veröffentlicht diese gebündelt auf www.bfv.de/impfenhilft.

Update, 16.45 Uhr: Aktuelle Fallzahlen

Die 7-Tage-Inzidenz im Landkreis Miesbach liegt laut den aktuellen Zahlen des Robert-Koch-Instituts am Donnerstag (16. Dezember) bei 315,4 Fällen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen 7 Tagen. Die Zahl der positiv Getesteten liegt aktuell bei 10.894 – 305 davon aktiv. Diese verteilen sich auf den Landkreis Miesbach wie folgt:

Update, 12.35 Uhr: Offener Brief des BLVKK

Sehr geehrter Herr Ministerpräsident Dr. Söder, sehr geehrte Kabinettsmitglieder,

der Bayerische Landesverband für Kultur- und Kreativwirtschaft (BLVKK) fordert Sie in aller Form auf, den Kulturnotstand in Bayern zu beenden, indem Kunst und Kultur im Rahmen der Infektionsschutzmaßnahmen gegen Sars-CoV-2 nicht weiter gegenüber anderen Branchen und Bereichen des öffentlichen Lebens benachteiligt werden und die bestehenden Corona-Hilfsprogramme noch stärker auf die Bedarfe und Berufsrealität der Freien Szene ausgerichtet werden.

Die Ungleichbehandlung des Kulturbereichs bei den aktuellen Anti-Corona-Maßnahmen hat zu einem De-Facto-Lockdown in der Freien Kunst- und Kulturszene geführt, der die Existenzgrundlage von Soloselbständigen weiter gefährdet und das Recht auf kulturelle Teilhabe in Bayern unterminiert. Nur öffentlich hoch geförderte Träger können es sich unter den aktuellen Auflagen leisten, Kunst und Kultur zu veranstalten. Die klassische Kulturwirtschaft (Musikmarkt, Markt für darstellende Künste, Kunstmarkt, Buchmarkt und Filmmarkt) ist Leidtragende einer Corona-Politik, die wissenschaftliche Erkenntnisse zum geringen Infektionsrisiko im Kulturbereich nicht anerkennt. Vor diesem Hintergrund fordert der BLVKK im Zusammenschluss mit bayerischen Kultur- und Kunstverbänden die sofortige Nachbesserung folgender Punkte:

Wir fordern, die Ungleichbehandlung des Kulturbetriebs gegenüber vergleichbaren Bereichen von Wirtschaft und öffentlichem Leben sowie den Ausschluss ungeimpfter und nicht genesener Minderjähriger aus dem rezeptiven und partizipativen Kulturbetrieb schnellstmöglich zu beenden.

Kulturschaffenden aller Sparten und Kulturbürgern ist es nicht weiter vermittelbar, warum eine Kulturveranstaltung mit 2Gplus, FFP2-Maskenpflicht am Platz, 25 Prozent maximale Kapazitätsauslastung und Mindestabstandsgebot zwischen verschiedenen Haushalten belegt wird, während zum Beispiel die angeschlossene Gastronomie mit 2G, ohne Maske und Abstand arbeiten kann. Geradezu obszön ist die geltende 75-Prozent-Belegung von Gondelbahnen aus wirtschaftlichen Gründen, bei gleichzeitiger 25-Prozent-Belegung in der Oper oder auf freien Bühnen.

Wir fordern eine schnelle Nachbesserung der bestehenden Hilfsprogramme und einen Wiederaufbau des Kulturbereichs nach Corona mit sinnvollen Projektstipendien für die Freie Kunst- und Kulturszene. So sollten zum Beispiel die bewilligten und nicht abgerufenen Haushaltsmittel für das Stipendienprogramm „Junge Kunst und neue Wege“ für Projekte im Rahmen von „Bayern spielt 2022!“ verwendet werden.

Bisher sind insgesamt nur zirka 1.600 von 5.000 Stipendien für Berufsanfänger angefordert. Es besteht ein Restbudget von 12 Millionen Euro alleine bei dieser Förderlinie. Die Antragszahlen auf Soloselbstständigenhilfe liegen weit hinter der erwarteten Menge. Das hat Gründe: Zugangshürden, die einen Abruf der Programme durch die Betroffenen behindern, Künstlerhonorare werden nicht anerkannt, Hybridexistenzen fallen durchs Raster der Soloselbständigkeit, juristische Unsicherheiten bestehen fort. Der einst per Regierungserklärung angekündigte Rahmen von 370 Millionen Euro Corona-Soforthilfen für die Künste ist bei Weitem nicht ausgeschöpft, obgleich die Zeiträume mehrmals verlängert wurden.

Wir fordern die Aufstockung und Überarbeitung der Regelförderprogramme des StMWK, des StMUK und des Kulturfonds für Kulturprojekte mit den Schwerpunkten: Aufstockung der Förderung der Freien Szene – Einführung eines Mehrsäulensystems, das Produktion, Recherche, Austausch und Vermittlung der Künste stärkt – Innenstädte beleben – Kunst im öffentlichen Raum – Kultur im ländlichen Raum – kulturelle Bildung – politische Bildung.

Die gesellschaftlichen Herausforderungen nach der Pandemie sind unter anderem mit den Mitteln der Kultur lösbar. Reguläre Projektmittel im Bereich Kunst, Kultur und kulturelle Bildung – vor allem in freier Trägerschaft – sind in Bayern traditionell unterbudgetiert. Die dafür zur Verfügung stehenden Förderwerkzeuge müssen massiv ausgebaut und in Teilen an die künstlerische und kulturelle Praxis angepasst werden.

Wir fordern eine grundsätzliche Umorganisation der Förderlandschaft Bayerns: Weg von der Nothilfe – hin zu nachhaltigen Investitionen in eine lebensfähige Kultur in Bayern.

Wir brauchen einen neuen Fokus auf die Investition in kleinteilige und dezentrale Strukturen des Kunstsystems, angemessene Bezahlung kreativer freiberuflicher Leistung und eine gleichmäßige Übernahme der Verantwortung bei der Förderung von Kunst und Kultur zwischen Bund, Land, Kommunen und Privatwirtschaft.

Update, 11.05 Uhr: Aktuelle Erhebung

Laut einer aktuellen Erhebung der bayerischen Polizei zum 14. Dezember sind 92,9 Prozent der Polizeivollzugsbeamten vollständig geimpft oder genesen. Bei allen Beschäftigten der bayerischen Polizei inklusive der Verwaltungsbeamten und Arbeitnehmer, die der 3G-Regel am Arbeitsplatz unterliegen, beträgt die Quote 92 Prozent.

„Damit ist die Quote der geimpften und genesenen Polizisten seit der vorangegangenen Erhebung vor rund einem Monat deutlich gestiegen“, erklärt Bayerns Innenminister Joachim Herrmann. „Darüber hinaus haben uns die Polizeipräsidien mitgeteilt, dass sich die Quote durch weitere vollständig Geimpfte aufgrund von zusätzlichen Erst- oder Zweitimpfungen, bei denen jedoch die anschließend erforderlichen 14 Tage noch nicht vergangen sind, in den kommenden Wochen weiter erhöhen wird.“ Zum Stand 19. November galten rund 81 Prozent aller Polizeibeschäftigten als geimpft oder genesen.

Herrmann weist auch darauf hin, dass es auch bei der Polizei Kollegen gebe, die sich aus medizinischen Gründen nicht impfen lassen können, beispielsweise wegen der Gefahr erheblicher allergischer Reaktionen. „Wir gehen jedenfalls davon aus, dass bei planbaren Einsätzen der Impf- oder Genesenenstatus möglichst berücksichtigt wird“, erläutert der Innenminister. „Das haben wir mit den Polizeipräsidien besprochen.“

Laut Herrmann werden seit 22. November an eigenen Impfstandorten der bayerischen Polizei Auffrischungs- sowie erneut Erstimpfungen für Beschäftigte der bayerischen Polizei angeboten. Parallel dazu werden durch die kommunalen Impfzentren auch Impfungen in Kooperation mit den Polizeiverbänden durchgeführt.

Mit Stand 13. Dezember meldeten die Verbände der bayerischen Polizei 394 derzeit mit bestätigt positivem Corona-Test erkrankte Beschäftigte. Dazu kommen 179 Polizeibeschäftigte in Quarantäne. 4.118 Beschäftige bei der bayerischen Polizei wurden in Summe seit Beginn der Pandemie als wieder genesen erfasst.

Update, 16. Dezember, 8.40 Uhr: Forderung zu Corona

Bayerns Gesundheits- und Pflegeminister Klaus Holetschek dringt darauf, das verfügbare Nettoeinkommen von Intensivpflegekräften und Pflegekräften mit vergleichbarer Belastung im klinischen Bereich zu verdoppeln. Der Minister werde am Freitag (17. Dezember) im Bundesrat in Berlin eine entsprechende Initiative Bayerns einbringen.

Bayern hat im Ministerrat am 7. Dezember die entsprechende Bundesratsinitiative beschlossen. Damit wird die Bundesregierung aufgefordert, das Einkommen mindestens für das Jahr 2022 zu verdoppeln. Der Freistaat weist darin zudem eindringlich darauf hin, dass auch Langzeitpflege während der Corona-Pandemie große Herausforderungen zu meistern hatte. Bayern fordert daher, dass perspektivisch auch dort sowohl im stationären als auch im ambulanten Bereich Steuerbefreiungen zumindest von Zuschlägen und anderen Gehaltsbestandteilen realisiert werden.

Neben der konkreten Forderung wird Bayerns Gesundheits- und Pflegeminister im Bundesrat auch mögliche Vorschläge zur Umsetzung einbringen. Holetschek erläutert: „Wir schlagen dafür die Prüfung einer zeitlich befristeten Lohnsteuerbefreiung von Intensivpflegekräften und Pflegekräften in vergleichbaren klinischen Einsatzbereichen an Krankenhäusern vor. Eine Option wäre auch, die ohnehin angekündigte Pflegeprämie des Bundes wesentlich zu erweitern. Das könnte man dann noch mit einer vollständigen Steuerfreistellung der Prämie kombinieren.“

Update, 15.25 Uhr: Start der Kinderimpfungen

Nachdem der erste Kinderimpfstoff ausgeliefert wurde, beginnen in Bayern nun sukzessive die Impfungen in den Impfzentren. Der besondere Impfstoff wurde seit Montag (13. Dezember) an die bayerischen Impfzentren ausgeliefert. Alleine von ihnen wurden rund 24.000 Vials bestellt. Das entspricht rund zehnmal so vielen Impfdosen und ermöglicht rund 240.000 Impfungen. Hinzu kommen noch die Impfdosen für die Arztpraxen, die über die Apotheker im Zuge der Regelversorgung mit dem speziellen Kinderimpfstoff versorgt wurden.

Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek ergänzt: „Zentrale Akteure der bayerischen Kinderimpfkampagne sind neben den Impfzentren die Kinder-, Jugend- und Hausärzte. So sieht die angekündigte Stiko-Empfehlung vor, dass nach entsprechender ärztlicher Aufklärung und bei individuellem Wunsch auch all diejenigen Kinder gegen Covid-19 geimpft werden können, die nicht an besonderen Vorerkrankungen leiden oder keinen Kontakt zu vulnerablen Personen haben. Daher ist für viele Familien der Kinder- oder Hausarzt eine wichtige Anlaufstelle.“

Interessierte Eltern sollten telefonisch einen Termin für ihre Kinder im jeweiligen Impfzentrum vereinbaren. Einige Impfzentren bieten dafür auch eine digitale Anmeldung an. Eltern werden gebeten, sich auch auf den Internetseiten des jeweiligen Landratsamts beziehungsweise der Stadt oder des Impfzentrums zu informieren. Die Möglichkeit, einen Termin über die Plattform BayImco zu vereinbaren, werde ebenfalls vorbereitet.

Update, 15. Dezember, 11.20 Uhr: Forderung zu Corona

Bayerns Gesundheits- und Pflegeminister Klaus Holetschek fordert den Bund erneut auf, allen medizinischen Fachangestellten einen Corona-Sonderbonus zu zahlen. Der Minister betonte am Mittwoch anlässlich eines virtuellen Gesprächs mit dem Verband der medizinischen Fachberufe in München: „Die medizinischen Fachangestellten leisten im Kampf gegen die Corona-Pandemie eine unverzichtbare Arbeit, die leider zu wenig Wertschätzung erfährt. Gemeinsam mit den Ärzten bilden sie seit Beginn der Pandemie ein wichtiges Bollwerk vor den Kliniken. Dabei sind die Arzthelfer in der Corona-Pandemie einer enormen Arbeitsbelastung ausgesetzt. Diese Leistung muss nun auch endlich finanziell anerkannt werden. Deshalb fordert Bayern den Bund auf, dieser Berufsgruppe einen Corona-Sonderbonus zu zahlen.“

Holetschek erklärt: „Durch ihren Einsatz helfen die medizinischen Fachangestellten maßgeblich mit, unser Gesundheitswesen vor einer Überlastung zu bewahren. Sie versorgen nicht nur Covid-19-Patienten ambulant, sondern testen auch Personen mit Symptomen. Darüber hinaus sind sie in die Impfkampagne eingebunden, die seit Dezember 2020 läuft.“

Update, 20.35 Uhr: Ergebnisse der GMK

Die Gesundheitsministerkonferenz (GMK) hat am Dienstag in einer Videoschalte beschlossen, dass Menschen mit einer Corona-Auffrischimpfung von der Testpflicht im Rahmen der 2G plus-Regel befreit werden sollen. Dies gilt jedoch nicht für den Zutritt zu medizinischen und pflegerischen Einrichtungen.

Der GMK-Vorsitzende und bayerische Gesundheitsminister Klaus Holetschek sagt nach den Beratungen: „Wer eine Corona-Auffrischungsimpfung erhalten hat, braucht künftig ab der vollständigen Wirksamkeit der Auffrischungsimpfung nach 15 Tagen keinen Test mehr im Rahmen der 2G plus-Regel. Experten zufolge geht von Geboosterten nur eine geringe Infektions- oder Übertragungsgefahr aus. Daher ist diese Maßnahme nach dem derzeitigen Kenntnisstand gerechtfertigt. Wir entlasten dadurch auch die derzeit stark beanspruchten Testkapazitäten.“

Holetschek unterstreicht: „Wenn sich – etwa im Hinblick auf Omikron – neue Erkenntnisse ergeben, werden wir den heutigen Beschluss auf den Prüfstand stellen. Spätestens in acht Wochen werden sich Bund und Länder noch einmal über die Regelung austauschen und sie dann an die neue Lagedynamik anpassen.“

Das Bundesgesundheitsministerium soll zudem prüfen, ob und inwieweit weitere Personengruppen in den Anwendungsbereich der Aufhebung der Testpflicht einbezogen werden, etwa Personen, die nach vollständiger Impfung infiziert wurden und genesen sind.

Update, 18.55 Uhr: Impfungen für Kinder

Der Trend sinkender Neuinfektionen im Landkreis Miesbach setzt sich weiterhin fort. „Auch wenn der Montag mit sechs Neuinfektionen wohl eher ein Ausreißer ist, weil die Arztpraxen am Wochenende geschlossen haben und daher weniger getestet wird, ist die Entwicklung positiv“, erklärt das Landratsamt. „Von einer Entwarnung kann man dennoch nicht sprechen, da das Gesundheitssystem weiterhin belastet ist.“ Der Bundeswehreinsatz von sieben Soldaten im Gesundheitsamt wurde bis zum 23. Dezember verlängert.

3.045 Impfungen wurden in der vergangenen Woche über das Impfzentrum vorgenommen. Die Angebote des Impfbus plus gehen mit 560 Impfungen in die Statistik ein. Dabei wurden wiederholt die meisten Impfungen in Holzkirchen verabreicht. Dort waren es am Samstag 293 Impfungen. In der Vitalwelt in Schliersee wurden am Dienstag 71 Impfungen und in Otterfing am Donnerstag 196 Impfungen verabreicht.

Kinderimpfangebote des Impfzentrums

Das Team des Impfzentrums in Hausham habe alles vorbereitet, um ab Mittwochnachmittag (15. Dezember) auch Kinder von 5 bis 11 Jahren impfen zu können. Zwei Behandlungsräume werden dafür kindgerecht gestaltet. Um alles vorbereiten zu können, ist das Impfzentrum am 15. Dezember vormittags geschlossen und öffnet erst ab 14 Uhr.

Für Familien mit Kindern gibt es folgende Impfangebote:

„Wie bei allen Impfangeboten erfolgt vorab eine ärztliche Aufklärung und gibt es die Möglichkeit, Fragen zu stellen“, erläutert das Landratsamt. „Alle Angebote unterliegen der Entscheidungsfreiheit der Eltern.“ Kinder erhalten bei den Angeboten des Impfzentrums den speziell für Kinder vorgesehenen Biontech-Impfstoff.

Seniorenvormittag wird zu Kinderimpfangebot

„Das Team des Impfzentrums steckt viel Energie in die angepasste Planung der Angebote“, erklärt das Landratsamt. „Da der sonntägliche Seniorenvormittag im Impfzentrum nur bedingt angenommen wurde, wird dieser nun exklusiv für Kinder beziehungsweise Eltern mit ihren Kindern umfunktioniert.“ Konkret bedeute dies, dass Eltern mit Kindern bis auf Weiteres immer sonntags, von 9 bis 13 Uhr, die Möglichkeit haben, ihren Nachwuchs impfen zu lassen. Es gibt keine Terminvergabe.

Haltestellen des Impfbus plus

Am Donnerstag, 16. Dezember, hält der Impfbus plus von 9 bis 13 Uhr erstmals am Seeforum in Rottach-Egern. Dort gibt es eine Schnelllinie für Landkreisbürger über 60 und Schwerbehinderte. Die Räume sind durch den Aufzug im Gebäude barrierefrei. Außerdem macht der Impfbus plus in dieser Woche am Dienstag Station bei der Vitalwelt in Schliersee und am Samstag in Holzkirchen am Rathaus.

Testzentrum geschlossen

„Die Nachfrage der Schnelltests geht analog zu den sinkenden Infektionszahlen zurück“, teilt das Landratsamt mit. Über www.reihentestung.de wurden in der vergangenen Woche im Durchschnitt täglich 1.100 PoC-Schnelltests durchgeführt. Das Testzentrum des Landkreises hat zwischen den Jahren an folgenden Tagen geschlossen: 24. Dezember und 1. Januar. Weitere Infos unter www.landkreis-miesbach.de.

Update, 15.10 Uhr: Gnadenfrist in Bayern?

Für viele Kinder, Jugendliche und Vereine sei es vordergründig eine gute Nachricht: Die Ausnahme, dass Kinder und Jugendliche unter 3G-Bedingungen Sport treiben, musizieren und Theaterspielen können, wurde um zwei Wochen verlängert, teilt die Initiative Familien mit. Bis zum 12. Januar sei damit auch für Kinder und Jugendliche, die (noch) nicht geimpft seien, zumindest etwas Teilhabe am sozialen Leben außerhalb der Schule möglich. Ob das dann nach den Weihnachtsferien aber immer noch gelte oder nur eine letzte Gnadenfrist für Kinder und Jugendliche in Bayern sei, bleibe abzuwarten.

Allerdings heiße das laut Initiative Familien auch: Geschäfte außerhalb des täglichen Bedarfs, etwa um Weihnachtsgeschenke zu besorgen, seien weiterhin tabu, ebenso außerschulische Bildungsangebote und Bibliotheken. Für viele Jugendliche sei es somit nicht nur ein Freizeit-, sondern auch ein Bildungslockdown. Hinzu kämen Kontaktbeschränkungen, die für ungeimpfte Kinder und Jugendliche genauso gelten wie für Erwachsene. Bayerns Kinder seien weiterhin mit den schärfsten Einschränkungen konfrontiert. Ab zwölf Jahren und drei Monaten würden sie größtenteils wie Erwachsene behandelt. 2G sei für sie oftmals eine unüberwindbare Hürde.

Sabine Kohwagner von Initiative Familien sagt dazu: „Kein Museum, keine zusätzliche Bildung. Einkaufen ist ebenso untersagt wie das Treffen mit mehr als einem Freund. In Bayern befinden sich ungeimpfte Kinder und Jugendliche faktisch im Lockdown. Was als Ausnahmeregelung verkauft wird, muss eine Selbstverständlichkeit sein: Kinder und Jugendliche müssen Sport treiben und musizieren dürfen. Kindern und Jugendlichen werden hier entgegen der Forderung der Stiko grundlegende Möglichkeiten zur Teilhabe verwehrt.“

Update, 14. Dezember, 14.35 Uhr: Geimpfte im Sport

Bayerns Innen- und Sportminister Joachim Herrmann bezeichnet die von der bayerischen Staatsregierung beschlossenen Anpassungen der Corona-Regeln als große Erleichterungen für alle Sporttreibenden, Verbände und Vereine. Für den Zugang zu Sportstätten unter freiem Himmel gilt nach Herrmanns Worten künftig statt der 2G-plus-Regel generell nur noch die 2G-Regel. Das führe zu einem Gleichklang mit dem alpinen Wintersportbetrieb.

Dazu kommt: "Alle Dreifachgeimpften benötigen ab dem 15. Tag nach der Auffrischungsimpfung keinen zusätzlichen Testnachweis mehr und haben somit freien Zugang zu allen Sportstätten – innen wie außen. Hoffentlich ist das für viele Sportbegeisterte ein Zusatzargument, sich boostern zu lassen."

Für Zuschauer bei Sportveranstaltungen gelte aber weiterhin die 2G-plus-Regel. Mit Blick auf die bevorstehende Weihnachtszeit ergänzt der Sportminister mit einem Augenzwinkern: "Damit hat man auch weniger Ausreden, gemütlich zu Hause zu sitzen, anstelle sich seine Weihnachtspfunde abzutrainieren."

Laut Herrmann ebenfalls wichtig: Das Kabinett hat darüber hinaus die Ausnahme für ungeimpfte Jugendliche zwischen zwölf Jahren und drei Monaten sowie unter 18 Jahren bis einschließlich 12. Januar 2022 verlängert. "Kinder und minderjährige Schüler, die regelmäßigen Tests im Rahmen des Schulbesuchs unterliegen, können weiterhin Sport treiben und selbstverständlich auch außerhalb eines Vereins ins Schwimmbad oder Fitnessstudio gehen", erklärt der Minister.

Update, 13. Dezember, 16.25 Uhr: Aktuelle Fallzahlen

Die 7-Tage-Inzidenz im Landkreis Miesbach liegt laut den aktuellen Zahlen des Robert-Koch-Instituts am Montag (13. Dezember) bei 358,3 Fällen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen 7 Tagen. Die Zahl der positiv Getesteten liegt aktuell bei 10.726 – 351 davon aktiv. Diese verteilen sich auf den Landkreis Miesbach wie folgt:

Update, 12. Dezember, 8.10 Uhr: Start der Kinderimpfung

Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek begrüßt den bevorstehenden Start der Corona-Impfungen für Kinder im Alter von 5 bis 11 Jahren in Bayern. „Ab dem 13. Dezember soll der Impfstoff an Deutschland ausgeliefert werden“, sagt er. „Nach Auslieferung des Impfstoffs an die Impfzentren und die Arztpraxen können die Kinderimpfungen starten. Wir haben die Impfzentren gebeten, frühestmöglich mit den Impfungen zu beginnen, möglichst schon ab dem 15. Dezember, und Sonderimpfaktionen beziehungsweise Sonderimpftermine so schnell wie möglich anzubieten. Klar ist: Wir wollen für viele Kinder die erste Impfung noch vor den Weihnachtsferien ermöglichen!“

Interessierte Eltern sollten telefonisch einen Termin für ihre Kinder im jeweiligen Impfzentrum ausmachen. Einige Impfzentren bieten dafür auch eine digitale Anmeldung an. Eltern werden gebeten, sich auch auf den Internetseiten des Landratsamts beziehungsweise der Stadt oder des Impfzentrums zu informieren. Die Möglichkeit, einen Termin über die Plattform BayImco zu vereinbaren, werde ebenfalls vorbereitet.

Der Minister erläutert: „Die Impfzentren und Ärzte konnten schon vor einigen Tagen Impfstoff bestellen. Alleine von den Impfzentren wurden rund 24.000 Vials des Kinderimpfstoffs bestellt. Das entspricht rund zehnmal so viele Impfdosen und ermöglicht also rund 240.000 Impfungen. Dazu kommen noch die Impfdosen für die Ärzte, die selbst bestellen konnten.“

Update, 16.45 Uhr: Treff mit Lauterbach

Zu einem ersten gemeinsamen Austausch über die drängende Lage der Corona-Pandemie sowie die Herausforderungen für Gesundheit und Pflege in der neuen Legislaturperiode sind der frisch ernannte Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach und der bayerische Gesundheitsminister sowie Vorsitzende der Gesundheitsministerkonferenz (GMK) Klaus Holetschek in Berlin zusammengekommen.

Holetschek sagt: „Um die Pandemie zu bewältigen, braucht es einen engen Schulterschluss zwischen Bund und Ländern. Ich habe dem Bundesgesundheitsminister dazu unsere volle Unterstützung zugesagt. Wir haben natürlich über die Omikron-Variante gesprochen. Sie bereitet uns allen Sorgen. Alleine in Bayern haben wir inzwischen 19 bestätigte Fälle.“

Der bayerische Gesundheitsminister ergänzt: „Bei den Auffrischimpfungen waren wir uns einig: Da müssen wir wirklich schnell sein und so rasch wie möglich jeden boostern, der in Frage kommt und dies möchte. Im Fokus stehen auch die Erstimpfungen: In Bayern haben wir heute einen Stand von 70 Prozent bei den Erstimpfungen und gestern wieder über 180.000 Impfungen, davon 150.000 Boosterimpfungen verabreicht. Wir treiben die Impfkampagne mit Nachdruck weiter voran.“

Neben den drängenden Fragen der aktuellen Lage haben die beiden Minister auch einen Blick auf die kommenden Jahre der neuen Legislaturperiode geworfen. Holetschek erneuerte seine Erwartungen an den Bund und die GMK für die kommende Zeit und sagte: „Es gilt unser klares Angebot einer guten Zusammenarbeit – in der GMK, aber auch mit mir persönlich. Aus meiner Sicht ist das Thema Pflege der zentrale Aspekt dieser Legislatur. Vor allem in der Pandemie können wir wie unter einem Brennglas sehen, wo es auch mangelt und wir Schwachpunkte haben."

Holetschek traf auch die neue parlamentarische Staatssekretärin im Bundesgesundheitsministerium, Sabine Dittmar aus Bad Kissingen. „Vor allem die bessere Unterstützung der Reha-Kliniken stand im Fokus unseres Gesprächs“, resümiert er. „Diese leisten einen sehr wichtigen Beitrag zur Pandemie-Bekämpfung und zur Therapie von Long-Covid. Wir sprachen auch darüber, dass die Ausgleichszahlungen für Krankenhäuser über den 19. März 2022 hinaus verlängert werden sollten, um den Kliniken Planungssicherheit zu geben.“

Update, 16.35 Uhr: Impfpflicht beschlossen

Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek begrüßt das von Bundestag und Bundesrat beschlossene Maßnahmenpaket im Kampf gegen die Corona-Pandemie. „Die berufsbezogene Impfplicht für Beschäftigte von Kliniken, Pflegeheimen, Arztpraxen, Rettungsdiensten und Geburtshäusern kann nun kommen“, sagt er. „Damit können wir die vulnerabelsten Gruppen unserer Gesellschaft noch besser schützen. Es ist wichtig, dass Bund und Ländern hier der Schulterschluss gelungen ist.“

Das Gesetzespaket sieht unter anderem vor, dass Beschäftigte von Kliniken, Pflegeheimen, Arztpraxen, Rettungsdiensten und Geburtshäusern bis zum 15. März 2022 einen Corona-Impf- oder -Genesenennachweis oder ein ärztliches Attest, dass sie nicht geimpft werden können, vorlegen müssen. Auch sieht der Handlungskatalog vor, Sportveranstaltungen mit größerem Publikum, Versammlungen sowie Messen und Kongresse bei drohender Überlastung des Gesundheitssystems zu untersagen und gastronomische Einrichtungen, Freizeit- oder Kultureinrichtungen zu schließen. Schutzmaßnahmen, die vor dem 25. November erlassen wurden, können nun bis zum 19. März 2022 in Kraft bleiben.

Dazu sagt Holetschek: „Die neue Regelung bringt die Länder in eine komplizierte Lage: Erlaubt die Situation die Aufhebung von Maßnahmen, die vor dem 25. November 2021 beschlossen worden sind, muss dies nach dem Grundsatz der Verhältnismäßigkeit auch geschehen. Verschärft sich die Lage aber wieder, können diese Maßnahmen gegebenenfalls nicht erneut beschlossen werden, auch wenn sie nötig wären. Das ist paradox!“

Update, 10. Dezember, 11.30 Uhr: Aufruf zum Impfen

Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek und die beiden großen christlichen Kirchen rufen gemeinsam zur Corona-Schutzimpfung auf. Holetschek freut sich: „Die Kirchen in Bayern unterstützen unsere Impfkampagne und wollen Impfaktionen mit Räumen oder ehrenamtlicher Tätigkeit ermöglichen. Dafür bin ich sehr dankbar!“

Der bayerische evangelische Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm hat zum Beispiel in einem Schreiben darum gebeten, in allen 1.540 Kirchengemeinden zu prüfen, ob sie den örtlichen Impfzentren Räume oder ehrenamtlich Unterstützung anbieten können. Damit könne die evangelische Kirche ihren Beitrag zu dieser riesengroßen Kraftanstrengung leisten, denn jetzt komme alles darauf an, so schnell wie möglich eine große Zahl von Menschen neu zu impfen oder zu boostern.

Update, 19.05 Uhr: Stiko-Entscheidung

Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek begrüßt die Entscheidung der Ständigen Impfkommission (Stiko) zu Corona-Impfungen für Kinder. „Es ist wichtig, dass die Stiko jetzt eine Empfehlung für die Corona-Impfung für Kinder von 5 bis 11 Jahren mit Vorerkrankungen aussprechen will“, sagt er. „Auch Kinder mit Kontakt zu Risikopatienten werden in der Empfehlung besonders erwähnt, was mir sehr am Herzen liegt, denn dazu gehören oft die Großeltern. So werden auch Oma und Opa geschützt.“

Der Minister fügt hinzu: „Wichtig ist zudem, dass auch gesunde Kinder nach Wunsch und ärztlicher Aufklärung geimpft werden können. Diese sehr differenzierte Entscheidung der Stiko ist für viele Eltern und Ärzte ein wichtiges Signal und ich bin dankbar, dass die Stiko dem Wunsch so vieler besorgter Familien entspricht. Die Kinderimpfung kann die Sorge vieler Eltern vor einer Infektion der 5- bis 11-Jährigen endlich lindern.“

Der Gesundheitsminister ergänzt: „Ich freue mich, dass die Stiko-Empfehlung noch vor Auslieferung des Impfstoffs ab dem 13. Dezember erfolgen wird. Ich bin zuversichtlich, dass etliche Eltern ihre Kinder mit der Schutzimpfung vor einer Covid-19-Erkrankung schützen möchten und schon vor Weihnachten mit der Impfserie beginnen können. Für viele Eltern ist das sicher ein vorgezogenes Weihnachtsgeschenk.“

Der Minister erklärt: „Sollte der Bund seine Lieferzusagen einhalten, könnten die Impfzentren und die Arztpraxen schon ab dem 15. Dezember mit den Kinderimpfungen loslegen. Wir haben die Impfzentren bereits gebeten, spezielle Familienimpftermine anzubieten. Auch die Ärzte haben signalisiert, dass sie impfen wollen.“

Update, 18.55 Uhr: Neue Corona-Regeln

Bayerns Wirtschafts- und Tourismusminister Hubert Aiwanger und Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek haben die Infektionsschutzregeln in den Skigebieten des Freistaats angepasst.

Kleinere Liftanlagen in den bayerischen Wintersportgebieten dürfen ab Samstag, 11. Dezember, mit einer Personenauslastung von 75 Prozent betrieben werden. Die entsprechende Infektionsschutzmaßnahmenverordnung wird kurzfristig noch einmal geändert. Zu den kleineren Anlagen gehören alle Gondeln und geschlossenen Sessellifte bis zu zehn Plätzen. Nur bei größeren Seilbahnen mit einer Kapazität von mehr als zehn Personen bleibt es bei einer Beschränkung von 25 Prozent.

Zudem dürfen Familien und Personen aus einem Hausstand die Aufstiegshilfen ohne Beschränkungen gemeinsam nutzen. Keine Kapazitätsgrenzen bestehen mehr für Seilbahnen, bei denen die Benutzer unter freiem Himmel verbleiben, wie zum Beispiel Schlepplifte.

Bereits am Dienstag war die zunächst beschlossene 2G-plus-Regel in eine 2G-Lösung ohne Testnachweis für Geimpfte und Genesene umgewandelt worden. Damit wurde die Wettbewerbsfähigkeit der bayerischen Skigebiete im Vergleich zu Österreich, Südtirol und der Schweiz gewahrt.

Update, 17.15 Uhr: Aktuelle Fallzahlen

Die 7-Tage-Inzidenz im Landkreis Miesbach liegt laut den aktuellen Zahlen des Robert-Koch-Instituts am Donnertag (9. Dezember) bei 385,3 Fällen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen 7 Tagen. Die Zahl der positiv Getesteten liegt aktuell bei 10.591 – 426 davon aktiv. Diese verteilen sich auf den Landkreis Miesbach wie folgt:

„Die Zahl der Verstorbenen steigt leider weiter an“, teilt das Landratsamt Miesbach zudem mit. „Plus zwei in den vergangenen zwei Tagen – ein Mann und eine Frau im Alter von 65 bis 75 Jahren.“

Update, 11.25 Uhr: Neues Impfangebot

„Um das Impfangebot des Landkreises zu erweitern und zu unterstützen, haben mehrere Ärzte einen Booster-Advent organisiert“, teilt Sprecherin Vanessa Schallmoser vom Landratsamt in Miesbach mit. „Diese Angebote sind losgelöst von den Angeboten des Landratsamtes beziehungsweise Impfzentrums. Das Landratsamt begrüßt die Initiative der Ärzte sehr.“

Auch dabei sei das Ziel, Impfungen niederschwellig für die Bevölkerung zu ermöglichen. Die Termine und Anmeldemöglichkeiten sind online zu finden.

Zusätzlich zu den Impfsamstagen bei den Ärzten gibt es das Angebot eines Drive-through am Samstag, 11. Dezember, von 10 bis 14 Uhr, in der ehemaligen Viehzuchthalle am Volksfestplatz in Gmund. Dieses wird organisiert durch die Gmunder Ärzte Dr. Pawlak und Dr. Strassmüller. Geimpft wird ohne Termin aber NUR mit dem Impfstoff Moderna für Personen über 30 und nicht schwanger.

Die Details:

Update, 9. Dezember, 10 Uhr: Krankenhäuser entlasten

Bayerns Gesundheits- und Pflegeminister Klaus Holetschek will mit einem neuen Maßnahmenpaket der Staatsregierung die Krankenhäuser spürbar entlasten. „Wir haben mit dem Ministerratsbeschluss am Dienstag ein weiteres starkes Signal für die Krankenhäuser gesetzt“, sagt er. „Das Maßnahmenpaket im Umfang von rund 66 Millionen Euro soll insbesondere die Kapazitäten zur Behandlung von Intensivpatienten sichern. Zudem wollen wir so weitere Intensivkapazitäten schaffen.“

Der Minister ergänzt: „Bereits mit dem Ministerratsbeschluss vom 3. November 2021 haben wir insgesamt 35 Millionen Euro bereitgestellt, die für die Behandlung von Covid-19-Patienten im Zeitraum vom 1. November 2021 bis 30. April 2022 an die Krankenhäuser gezahlt werden. Mindestens die Hälfte dieser Zahlungen muss das Krankenhaus an die Klinikbeschäftigten weiterreichen, insbesondere an die Pflegekräfte, die durch die andauernde Pandemie besonders belastet sind.“ Eine erste Zahlung der bis dahin angefallenen Beträge an die Krankenhäuser kann voraussichtlich Ende Januar 2022 erfolgen.

Parallel zu diesen Maßnahmen soll ein Entschließungsantrag in den Bundesrat eingebracht werden. Durch die Bundesratsinitiative sollen ebenfalls insbesondere Pflegekräfte auf Intensivstationen sowie Pflegekräfte auf anderen klinischen Stationen mit vergleichbaren Einsatzbereichen ein höheres verfügbares Nettoeinkommen erhalten.

Update, 18.15 Uhr: 3G im Gemeinderat

„Ab Dezember 2021 muss jeder Bürger, der an einer öffentlichen Sitzung des Marktgemeinderats, eines Ausschusses oder der Bürgersprechstunde teilnehmen möchte, einen 3G-Nachweis vorlegen“, meldet das Holzkirchner Rathaus. Das bedeutet, der Teilnehmer ist entweder geimpft oder genesen oder kann ein aktuelles, negatives Schnelltestergebnis vorlegen.

Der Zutritt ist nur nach dem Schnelltest an einer offiziellen Teststation möglich. Der Nachweis kann sowohl digital als auch in Papierform über den QR-Code erfolgen und muss gemeinsam mit einem Ausweisdokument zur Identifikation vor der Sitzung vorgezeigt werden. Die Verwaltung überprüft den QR-Code per CovPass-App sowie die Personalien mithilfe eines Ausweisdokuments.

Das bisher angewandte Hygienekonzept für den Ratssaal gilt weiterhin. So muss während der gesamten Sitzung FFP2-Maske getragen werden. Die Sitzplatzanzahl ist auf zehn Besucherplätze begrenzt – sechs im Ratssaal und vier auf der Empore.

Update, 13.55 Uhr: Impftermin mit Virologe

Am Samstag, 11. Dezember, öffnet das Holzkirchner Rathaus von 9 bis 13 Uhr für eine Impfaktion. Der Zutritt erfolgt über den Hintereingang am Herdergarten. Jeder kann ohne Voranmeldung vorbeikommen. Für Fragen zur Impfung steht Dirk Kreder, Virologe und Wissenschaftler in der pharmazeutischen Entwicklung, zur Verfügung. Er ist auch telefonisch unter 08024/642109 zu erreichen.

Es gilt FFP2-Maskenpflicht. Impfpass, Ausweis und möglicherweise relevante medizinische Dokumente sollten mitgebracht werden, bei einer Auffrischungsimpfung zudem alle Unterlagen zu den vorangegangenen Corona-Impfungen. Wichtig: Eine Auffrischung ist frühestens fünf Monate nach der Zweitimpfung möglich. Eine Ausnahme stellt die Impfung mit Johnson & Johnson dar. Danach gibt es bereits nach vier Wochen eine erneute Impfung.

Update, 7.15 Uhr: Bayern verschärft Regeln

Seit Mittwoch (8. Dezember) gilt im Freistaat Bayern die 2G-Regel im Einzelhandel. Der Zugang ist damit nur noch für Geimpfte und Genesene möglich. Darauf weist das bayerische Gesundheitsministerium hin. Das bayerische Kabinett hat den entsprechenden Beschluss am 3. Dezember gefasst.

Für Bürger, die sich aus medizinischen Gründen nicht impfen lassen können und das insbesondere durch Vorlage eines schriftlichen ärztlichen Zeugnisses im Original, das den vollständigen Namen und das Geburtsdatum enthält, nachweisen können, bleibt der Zugang bei Vorlage eines Testnachweises weiterhin möglich. Auch Kinder unter 12 Jahren und drei Monaten erhalten nach wie vor Zugang zu Geschäften.

Generell ausgenommen von der 2G-Regel sind Geschäfte des täglichen Bedarfs. Dazu zählen unter anderem:

Geschäfte, die neben Artikeln des täglichen Bedarfs auch weitere Waren wie Kleidung anbieten, können nur dann ohne 2G-Erfordernis öffnen, wenn die nicht zum täglichen Bedarf gehörenden Produkte innerhalb des Warensortiments des jeweiligen Geschäfts eine ganz untergeordnete Bedeutung haben. Andernfalls ist entweder ein Verzicht auf den Vertrieb der nicht zum täglichen Bedarf gehörenden Produkte, eine generelle Öffnung unter 2G-Bedingungen oder eine räumliche Trennung zwischen dem Geschäftsbereich mit Waren des täglichen Bedarfs und dem Geschäftsbereich mit sonstigen Waren erforderlich. Dabei muss zugleich sichergestellt sein, dass den räumlich getrennten Geschäftsbereich mit Waren, die nicht zum täglichen Bedarf gehören, nur Kunden betreten können, die nachweislich die 2G-Voraussetzungen erfüllen.

Zudem bleibt es im Handel überall bei der FFP2-Maskenpflicht und dem Abstandsgebot. So müssen die Betreiber sicherstellen, dass grundsätzlich ein Mindestabstand von 1,5 Metern zwischen den Kunden eingehalten werden kann. Daher gilt: Nicht mehr als ein Kunde pro 10 Quadratmeter Verkaufsfläche. In Hotspots, also Landkreisen und kreisfreien Städten mit einer Inzidenz über 1.000, bleibt es bei einem Kunden pro 20 Quadratmeter Verkaufsfläche.

Für Mitarbeiter des Handels gilt weiterhin die 3G-Regel. Sie müssen also entweder geimpft, genesen oder negativ getestet sein. Weitere Informationen zur 2G-Regel im Einzelhandel sind unter www.stmgp.bayern.de zu finden.

Update, 8. Dezember, 5.35 Uhr: Neues Impfzentrum

Ein Impfzentrum wird ab Mitte Dezember im Seeforum in Rottach-Egern eingerichtet. So kann sich jeder ohne großen Aufwand vor Corona schützen. Mehr dazu in unserem Artikel.

Update, 17.05 Uhr: Testnachweispflicht in Kita

Der Verband katholischer Kindertageseinrichtungen Bayern begrüßt im Grundsatz die Testnachweispflicht für Kita-Kinder, die der bayerische Ministerrat am 7. Dezember beschlossen hat. „Das ist zumindest ein Schritt in die richtige Richtung. Unser oberstes Ziel muss die Gesundheit der Kinder und ihrer Familien sowie die des Kita-Personals sein“, betont Geschäftsführerin Maria Magdalena Hellfritsch. Ab dem 10. Januar 2022 muss eine Rückmeldung der Testergebnisse erfolgen. „Aufgrund der aktuell bestehenden eingeschränkten Verfügbarkeit der Schnelltests bleibt zu hoffen, dass der Beschluss dann entsprechend umgesetzt werden kann“, sagt Hellfritsch.

In diesem Zusammenhang bedauert Hellfritsch, dass die bayerische Staatsregierung kein praktikables Konzept vorgelegt hat, um die PCR-Pooltests flächendeckend in Kindertageseinrichtungen umzusetzen. Seit dem Frühsommer setze sich der Verband katholischer Kindertageseinrichtungen Bayern dafür ein, PCR-Pooltests in bayerischen Kindertageseinrichtungen einzuführen.

Update, 16.35 Uhr: Versprechen von Aiwanger

Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger begrüßt, dass die Corona-Hilfen verlängert werden, welche die bayerische Staatsregierung beschlossen hat: „Leider hat uns Corona einen Strich durch die Rechnung gemacht, die Hilfen zum Ende 2021 auslaufen lassen zu können.“

Das Überbrückungsprogramm IV hat der Bund bereits bis Ende März verlängert. Zusätzlich hat der Freistaat ein Sonderhilfsprogramm für Schausteller und Marktkaufleute aufgelegt. Noch im Dezember sollen dazu Anträge gestellt werden können. Das Volumen beträgt 30 Millionen Euro und dient dazu, Schaustellern und Marktkaufleuten, die von der Absage der Weihnachtsmärkte betroffen sind, monatlich 1.500 Euro als Unternehmerlohn für den Förderzeitraum November 2021 bis März 2022 zukommen zu lassen, zusätzlich zur Überbrückungshilfe. Anträge müssen über einen prüfenden Dritten, beispielsweise Steuerberater, gestellt werden.

Verlängert wurden auch die Unterstützungsinstrumente der LfA-Förderbank Bayern, die bisher knapp 2 Milliarden Euro an Krediten und Bürgschaften zugesagt hat. Diese Kredite und Risikoentlastungen können jetzt bis Mitte 2022 angeboten werden. „So wird die LfA zusammen mit den Hausbanken sicherstellen, dass unsere Betriebe liquide bleiben“, erklärt der Staatsminister. Insgesamt könne der Freistaat für LfA-Kredite bis zu 12 Milliarden Euro bürgen.

Auch der Bayern-Fonds, der nur dann greift, wenn alle anderen Corona-Hilfsmaßnahmen nicht zum Tragen kommen, wird verlängert. Da wurden bisher 38 Millionen Euro in Anspruch genommen. Da dies deutlich weniger ist, als zu Beginn der Corona-Krise angenommen, wurde das Kreditvolumen von 20 auf 10 Milliarden Euro gekürzt, ebenso die Garantien von 26 Milliarden auf 6,5 Milliarden Euro. „Der Bayernfonds hätte Massenarbeitslosigkeit verhindert, wenn ganze Branchen in die Knie gegangen wären. Dies war Gott sei Dank nicht der Fall. Aber mit der Verlängerung haben wir auch für die kommenden Monate abgesichert, dass alle Unternehmen unterstützt werden soweit irgend möglich“, erklärt Aiwanger.

Das Fazit des Staatsministers: „All diese Maßnahmen werden die bayerische Wirtschaft hoffentlich gut über den Corona-Winter 2021/22 bringen, damit sie im Frühjahr wieder durchstarten kann. Die quasi Vollbeschäftigung mit nur 2,9 Prozent Arbeitslosigkeit und sehr wenig Kurzarbeit in Bayern stimmen mich optimistisch. Es bleiben die Probleme Fachkräftemangel und Rohstoffknappheit, die wir beherzt angehen müssen, um die Wirtschaft am Laufen zu halten.“

Update, 15.55 Uhr: 2G für bayerische Skilifte

Die IHK für München und Oberbayern begrüßt die Beschlüsse der bayerischen Staatsregierung. „Heute ist ein guter Tag für unsere bayerischen Skigebiete sowie Skifahrer, denn mit 2G gelten nunmehr in Bayern die gleichen Zugangsbedingungen für das Liftfahren wie in unseren Nachbarländern. Ebenfalls positiv ist, dass für Kunden im Einzelhandel, wenn es um Warenabholung außerhalb von geschlossenen Räumen geht, kein 2G-Status gelten muss“, erklärt Manfred Gößl, Hauptgeschäftsführer der IHK.

„Für unsere Skigebiete ist es eine gute Nachricht, dass in Bergbahnen und Liften künftig nur noch 2G und kein 2Gplus mehr gelten wird. Für die Tourismusregionen in Oberbayern ist das eine extrem wichtige Entscheidung, da in den nur wenigen Kilometern entfernt liegenden Skigebieten in den Nachbarländern wie auch im gesamten sonstigen Alpenraum die 2G-Regel gilt. Einen zweiten Winter mit eingebrochenen Gästezahlen hätten zahlreiche Skigebiete sowie Hotellerie, Gastronomie und Handel in den Winterorten nicht verkraftet“, sagt Gößl.

Wichtig sei nun, dass Kunden mit sogenannter Booster-Impfung der Besuch in Freizeiteinrichtungen wie zum Beispiel Fitness- oder Solarstudios ohne weitere Testpflicht gestattet werden würde. Auch dies hatte die IHK im Vorfeld politisch adressiert. Die bayerische Staatsregierung möchte dies kurzfristig aufgreifen. „Die Studios brauchen dringend mehr Auslastung, um ihr Geschäft wirtschaftlich bei zugleich hohem Schutzniveau betreiben zu können“, fordert Gößl.

Die IHK betont, dass das Weihnachtsgeschäft für den stationären Einzelhandel von überlebenswichtiger Bedeutung sei. Bis zu 50 Prozent des Umsatzes hänge mit Weihnachtsgeschenken zusammen. Zwar hatten 14 andere Bundesländer schon früher als Bayern die Zugangsregelung im Einzelhandel auf 2G verschärft. Trotzdem werde die ab morgen greifende 2G-Einschränkung beim Kauf von Gütern des nicht-täglichen Bedarfs zu hohen Umsatzverlusten bei erheblichen Kontrollkosten führen. Deshalb plädiere die IHK für eine vereinfachte Zugangsmöglichkeit wie zum Beispiel eine sogenannte Bändchenlösung. Diese würde gerade die so stark gebeutelten kleinen Fachgeschäfte in Ortskernen und Innenstädten von übermäßigen Kontrollaufwänden entlasten. „Die Landeshauptstadt und andere bayerische Kommunen stehen als Teil der Lösung schon bereit“, stellt Gößl fest.

Außerdem begrüße die IHK, dass die Staatsregierung die Kreditprogramme der LfA-Förderbank sowie den Bayern-Fonds verlängert. „In dieser schweren Zeit darf die Politik die Unternehmen nicht im Stich lassen“, mahnt Gößl. Auch die IHK werde ihren Beitrag leisten, damit die bis Ende März 2022 verlängerten Überbrückungshilfen sowie die bayerische Zusatzhilfe für Marktkaufleute und Schausteller in bewährter Form geprüft und ausbezahlt würden.

Update, 12.30 Uhr: Landrat lobt Bürger

„Die Zahl der Neuinfektionen weist erfreulicherweise auch in der vergangenen Woche im Vergleich zu den Vorwochen eine gleichbleibende beziehungsweise sinkende Tendenz auf“, teilt das Landratsamt Miesbach mit.

„Ich denke, dass das ein gemeinsamer Erfolg der Landkreisbürger ist, dass die Zahlen im Landkreis rückläufig sind“, sagt Landrat Olaf von Löwis dazu. „Angesichts der sehr hohen Inzidenz in unserem Landkreis im Oktober und November haben viele ihr eigenes Handeln überdacht und sind vorsichtiger geworden.“

Der Landrat geht zudem davon aus, dass das frühzeitige Eingreifen sinnvoll war. „Wir waren mit unseren Maßnahmen zusammen mit den Landkreisen Altötting, Mühldorf, Berchtesgaden, Traunstein und Rosenheim immer ein paar Tage früher dran als der Rest Bayerns“, resümiert der Landrat. „Das ist mein Ziel: Endlich vor die Lage kommen. Deshalb möchte ich auch weiterhin einen Weg der Vorsicht gehen und rate eher zu weiteren Einschränkungen, um die Lage endlich in den Griff zu bekommen.“

Das Gesundheitsamt erhalte allerdings nahezu täglich neue Meldungen von im Zusammenhang mit Corona verstorbenen Landkreisbürgern. Im Zeitraum November bis heute seien 29 Landkreisbürger im Zusammenhang damit verstorben. Es handele sich um 19 Männer und zehn Frauen im Alter von 60 bis 95 Jahren. In den Vormonaten September und Oktober seien jeweils nur drei Landkreisbürger im Zusammenhang mit dem Virus verstorben.

Nachfrage nach Impfungen gleichbleibend

3.492 Impfungen wurden in der vergangenen Woche über die Angebote des Impfzentrums vorgenommen, erklärt der Landkreis Miesbach. Zusätzlich zu den Auffrischungsimpfungen wurden 470 Erst- und 620 Zweitimpfungen verabreicht. Die Angebote des Impfbus plus fallen mit 591 Impfungen in die Statistik. Von den mobilen Angeboten werden wiederholt die meisten Impfungen in Holzkirchen verabreicht. Dort waren es am Samstag (4. Dezember) 290 Impfungen.

Besondere Angebote für Landkreisbürger über 60

Das Team des Impfzentrums passt sich der dynamischen Lage an und damit gilt das Angebot der Fast-Lane am Impfbus plus ab sofort für Landkreisbürger über 60 statt zuvor über 70.

„Auch die Seniorenvormittage im Impfzentrum, immer sonntags, jeweils von 9 bis 12 Uhr, stehen ab sofort für Landkreisbürger über 60 zur Verfügung“, heißt es weiter. „Das Angebot des Seniorenvormittags ist ab sofort auch für Landkreisbürger über 60 ohne Terminreservierung möglich, weil die Terminvereinbarung über das starre Impfportal des Freistaats gerade für ältere Menschen herausfordernd ist.“ Bereits gebuchte Termine für Landkreisbürger über 70 bleiben bestehen. Die Behörde bittet um Verständnis, dass am Eingang Alter und Wohnort kontrolliert werden und nicht berechtigte Personen zu diesem Zeitpunkt keine Impfung erhalten können.

Haltestellen des Impfbus plus

Am Donnerstag, 9. Dezember, hält der Impfbus plus von 9 bis 13 Uhr in Otterfing an der Turnhalle am Nordring 39. „Derzeit laufen Planungen für die Haltestellen in den kommenden Wochen“, teilt das Landratsamt mit. „Erfreulich ist, dass als weitere Haltestelle das Seeforum in Rottach-Egern gewonnen werden konnte“. Der Impfbus plus hält dort am 16., 23. und 30. Dezember sowie 13., 20. und 27. Januar, jeweils von 9 bis 13 Uhr. Während des Impfzeitraums könne der große Parkplatz gegenüber dem Seeforum kostenlos genutzt werden.

Der Impfbus plus hält derzeit zudem dienstags immer vor der Vitalwelt in Schliersee und samstags vor dem Rathaus in Holzkirchen. Geimpft wird im Inneren des Hauses, vor dem der Impfbus parkt, weil das aufgrund der kalten Witterung angenehmer ist als im unbeheizten Impfbus, der im Sommer und Herbst unterwegs war.

Testen

Die Nachfrage für Schnelltests sei erwartungsgemäß gestiegen. Alleine über www.reihentestung.de wurden in der vergangenen Woche im Durchschnitt täglich 1.800 PoC-Schnelltests durchgeführt – dreimal so viele wie zu der Zeit, als die Tests noch kostenpflichtig waren. Alle Infos zum Testen im Testzentrum und die Links zur Terminbuchung gibt es unter www.landkreis-miesbach.de/testzentrum.

Update, 7. Dezember, 11.20 Uhr: Lebenshilfe für Impfpflicht

Die Bundesvereinigung Lebenshilfe fordert, eine allgemeine Impfpflicht zügig einzuführen, um Menschen mit Behinderung wirksam davor zu schützen, sich mit Covid-19 anzustecken, und ihre Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu sichern.

„In den ersten Corona-Wellen haben Menschen mit Beeinträchtigung unglaublich unter Absonderung und Isolation leiden müssen. Dass sie ihre Wohneinrichtungen nicht mehr verlassen dürfen, dass Werkstätten, Schulen und Kitas geschlossen und so die Familien mit der Betreuung und Pflege ihrer behinderten Angehörigen allein gelassen werden, darf auf gar keinen Fall noch einmal passieren“, sagt Ulla Schmidt, Bundesvorsitzende der Lebenshilfe. „Damit Teilhabe für alle funktioniert, muss die ganze Gesellschaft Verantwortung übernehmen. Deshalb setzt sich die Lebenshilfe für eine allgemeine Impflicht ein.“

Weil Menschen mit Behinderung ein größeres Risiko tragen, schwer an Covid-19 zu erkranken, fordert die Lebenshilfe darüber hinaus umgehende Auffrischungsimpfungen für Menschen mit Behinderung wie für Mitarbeiter in der Behindertenhilfe. Dafür müsse es niedrigschwellige und flächendeckende Impfangebote geben, vor allem durch mobile Impfteams in den Diensten und Einrichtungen der Behindertenhilfe.

Für die überwiegende Mehrheit der Beschäftigten, die Menschen mit Behinderung im Alltag unterstützen, sei eine Impfung selbstverständlich. Sie sähen sich dem Wohl der ihnen anvertrauten Menschen in besonderer Weise verpflichtet. Den Mitarbeitern, die noch unsicher sind, empfehle die Lebenshilfe dringend, sich zeitnah impfen und auch boostern zu lassen.

Auch um weitere Engpässe bei der medizinischen Versorgung insgesamt zu vermeiden, halte die Bundesvereinigung Lebenshilfe die Maßnahmen für erforderlich. Ulla Schmidt erklärt: „Dass bereits jetzt in einigen Regionen Deutschland Intensivbetten fehlen, Corona-Kranke mit Flugzeugen verlegt und planbare Operationen verschoben werden müssen, macht uns große Sorgen.“

Alle Forderungen der Lebenshilfe sind in einem Positionspapier zusammengefasst, das im Internet unter www.lebenshilfe.de zur Verfügung steht.

Update, 20.25 Uhr: Ergebnisse der GMK

Die Gesundheitsministerkonferenz (GMK) hat am Montag in einer Videoschalte den geschäftsführenden Bundesgesundheitsminister Jens Spahn verabschiedet und den designierten Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach begrüßt. Er nahm erstmals an der GMK-Schalte teil.

Der GMK-Vorsitzende und zugleich bayerische Gesundheitsminister Klaus Holetschek sagt dazu: "Wir haben heute mit Karl Lauterbach auch darüber gesprochen, ob die Testpflicht bei 2G+ für Geboosterte ab Tag 15 nach der Auffrischungsimpfung aufgehoben werden kann. Aus seiner Sicht besteht ein hervorragender Schutz nach zwei Wochen, sodass dies durchaus eine ernsthafte Option für alle Länder sein kann. Auch Bayern prüft diese Möglichkeit gerade.“

Er betont: „Wir müssen die Auffrischungsimpfungen stark vorantreiben. Das Bundesministerium für Gesundheit hat zugesagt, eine Sonderlieferung Biontech noch diese Woche auszuliefern. Das ist ein gutes Signal, denn beispielsweise für Unter-30-Jährige ist nur dieser mRNA-Impfstoff empfohlen. Klar ist aber ebenfalls: Auch Moderna ist ein hervorragender Impfstoff."

Holetschek berichtet weiter: „Wir haben auch mit dem Vorsitzenden der Ständigen Impfkommission, Thomas Mertens, über die Kommunikation in der Pandemie und Kinderimpfungen gesprochen. Wir brauchen rasch eine Empfehlung der Stiko für die Impfung der 5- bis 11-Jährigen, um Eltern und Ärzten im Land Sicherheit zu geben. Die EU hat erste Lieferungen für den 13. Dezember angekündigt. Daher begrüßen wir, wenn eine Empfehlung davor ausgesprochen wird. Die Stiko hat eine Empfehlung noch in dieser Woche in Aussicht gestellt."

Auch Beschlüsse wurden heute gefasst. So wird das BMG gebeten, eine Rechtsänderung vorzubereiten, mit der die Verpflichtung zur Vorlage eines digital auslesbaren Impfnachweises (QR-Code) im Rahmen von Zutrittskontrollen zu Veranstaltungen, Einrichtungen und Angeboten nach den Corona-Verordnungen der Länder auf eine sichere Rechtsgrundlage gestellt wird.

Die Minister und Senatoren für Gesundheit der Länder bitten überdies das BMG darum, die Coronavirusimpfverordnung dahingehend zu ändern, dass die Länder auch über den 28. Februar 2022 hinaus Abrechnungen für erstattungsfähige Kosten einreichen können.

Update, 17.10 Uhr: Aktuelle Fallzahlen

Die 7-Tage-Inzidenz im Landkreis Miesbach liegt laut den aktuellen Zahlen des Robert-Koch-Instituts am Montag (6. Dezember) bei 561 Fällen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen 7 Tagen. Die Zahl der positiv Getesteten liegt aktuell bei 10.382 – 538 davon aktiv. Diese verteilen sich auf den Landkreis Miesbach wie folgt:

„Die Zahl der Verstorbenen steigt leider weiter an“, teilt das Landratsamt Miesbach zudem mit. „Plus 2 in den vergangenen drei Tagen – zwei Männer im Alter von 80 bis 85 Jahren.“

Update, 6. Dezember, 13.25 Uhr: Bessere Diagnostik

Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek unterstützt die Verbesserung der Diagnostik und Versorgung von Corona-Langzeitfolgen bei Kindern und Jugendlichen. Anlässlich seines Besuchs in der Kinderuniversitätsklinik St. Hedwig der Barmherzigen Brüder Regensburg sagt er: „Wir haben bei Kindern und Jugendlichen aktuell leider sehr hohe Infektionszahlen. Die Inzidenzen liegen derzeit bei Kindern von sechs bis elf Jahren bei rund 1.284, bei Jugendlichen von 12 bis 15 bei 1.036 sowie bei 16- bis 19-Jährigen bei 795 (Stand: 5. Dezember, 8 Uhr). Auch wenn Kinder und Jugendliche, die an Sars-Cov-2 erkrankt sind, seltener von schweren Verläufen und Langzeitfolgen betroffen sind, hat das Krankheitsbild häufig massive Auswirkungen auf den Alltag und die Lebensqualität. Das dürfen wir nicht unterschätzen. Deshalb ist es mir ein Herzensanliegen, das Regensburger Teilprojekt von Post-Covid-Kids Bavaria mit rund 830.000 Euro zu unterstützen.“

Bei Post-Covid-Kids Bavaria handele es sich um ein gemeinsames Projekt der Kinderuniversitätsklinik St. Hedwig der Barmherzigen Brüder Regensburg sowie des Zentrums für Kinder- und Jugendmedizin der München-Klinik und des Klinikums rechts der Isar der Technischen Universität München (TUM), das mit rund 1,7 Millionen Euro unterstützt werde. Neben der Erforschung von Langzeitfolgen sei das Ziel, die Versorgung von Kindern und Jugendlichen mit Corona-Langzeitfolgen zu verbessern. Gerade in einem Flächenland wie Bayern sei eine Versorgung in Netzwerkstrukturen wichtig. Eltern mit Kindern bräuchten kurze Wege zu einer kompetenten Behandlung.

Michael Kabesch, Projektleiter und ärztlicher Direktor der Kuno-Klinik St. Hedwig, erklärt: „Wir haben seit dem Sommer mit Hochdruck daran gearbeitet, um die Voraussetzungen dafür zu schaffen, Kinder und Jugendliche in diesem Herbst und Winter auch beim Auftreten vom Post-Covid-Syndrom in ganz Bayern gut versorgen zu können. Das gelingt uns nur in der bayernweiten Kooperation von derzeit 15 Kinderkliniken sowie den Kinderärzten in den Praxen, die in den vergangenen Monaten entsprechend geschult wurden und weiter geschult werden.“

In einigen schweren Fällen von Post-Covid liegt das Vollbild eines postviralen chronischen Erschöpfungssyndroms (Chronisches Fatigue-Syndrom/CFS) vor. Diese Erkrankung ist durch extreme Abgeschlagenheit und sehr geringe Belastbarkeit gekennzeichnet. Im zweiten Teil des Modellprojekts, der von Uta Behrends an der Kinderklinik Schwabing der Technischen Universität München geleitet wird, steht daher eine hochspezialisierte und bundesweit anerkannte Spezialabteilung für CFS bereit.

In beiden Teilen des Modellprojekts werden spezielle Therapien für Kinder und Jugendliche zusammen mit Spezialisten aus unterschiedlichen Bereichen entwickelt und fortlaufend verbessert. Das geht von der telemedizinischen Anleitung über Heim-Reha und Therapiemöglichkeiten in speziellen Einrichtungen wie die Rehaklinik für Kinder und Jugendliche in Berchtesgaden (CJD) und das Zentrum für Schmerztherapie junger Menschen in Garmisch-Partenkirchen.

Gefördert wird das Projekt im Rahmen der Initiative „Versorgungsforschung zum Post-Covid-Syndrom“, die im Juni 2021 mit einem Volumen von 5 Millionen Euro aufgelegt wurde, um die Versorgung von Post-Covid-Patienten zu verbessern.

Update, 5. Dezember, 11 Uhr: Tests im Bräuwirt

In Miesbach gibt es ab Montag zusätzliche Möglichkeiten, sich auf das Coronavirus testen zu lassen – und zwar täglich in der Innenstadt. Bienen-, Spitzweg- und Alte Stadtapotheke öffnen aufgrund der hohen Nachfrage und des zu erwartenden hohen Bedarfs an Schnelltests während der Adventszeit.

„Tests werden ohne Terminreservierung oder Voranmeldung durchgeführt“, teilen die drei Apotheken mit, hoffen aber, dass sich möglichst viele unter www.reihentestung.de registrieren, bevor sie zum Testzentrum in der Miesbacher Innenstadt gehen.

Update, 18.55 Uhr: DHU appelliert

Um die Corona-Pandemie einzudämmen, ist die Immunisierung der Bevölkerung mit zugelassenen Impfstoffen aus Sicht der Deutsche Homöopathie-Union (DHU) der einzige Weg. Das Karlsruher Unternehmen ruft deshalb in einer breit angelegten, bundesweiten Kampagne dazu auf, die Ärmel hochzukrempeln. DHU-Geschäftsführer Frank Waimer sagt: „Wir kommen hier nur gemeinsam durch. Lassen Sie sich deshalb impfen, zu Ihrem Schutz und dem Ihrer Mitmenschen.“

Die Kampagne kommuniziert dabei genau das, was die DHU von Beginn der Pandemie an konsequent vorgelebt hat: Verantwortungsvoller Umgang mit der Gesundheit der Mitarbeiter, ohne den Geschäftsbetrieb aus den Augen zu verlieren. Durch schnelles Umstellen auf Homeoffice, umfassende Betreuung seitens des betriebsärztlichen Dienstes, frühestmöglichen Aufbau eigener Impfzentren und konsequentes Impfen von Mitarbeitern sowie deren Angehörigen.

„Wir kommen damit unserer besonderen gesellschaftlichen Verantwortung als Unternehmen der Gesundheitswirtschaft nach“, sagt Waimer. „Uns ist es wichtig, in dieser für uns alle sehr herausfordernden Situation unsere klare Haltung auch in die Öffentlichkeit zu tragen. Wir würden uns wünschen, damit einen Impuls zu geben, der uns gemeinsam schneller aus der Pandemie führt.“

Update, 15.40 Uhr: Keine Teilhabe

Die Stiko spreche sich ausdrücklich dagegen aus, dass bei Kindern und Jugendlichen eine Corona-Impfung zur Voraussetzung für soziale Teilhabe gemacht werde, erklärt die Initiative Familien. Während andere Bundesländer sich klar an dieser Vorgabe orientieren und Kinder sowie Jugendliche von der 2G-Regel ausnehmen, verkündet Bayern weitere Einschränkungen für ungeimpfte Jugendliche ab zwölf Jahren und drei Monaten.

„Theater, Kino und Konzerte sind für ungeimpfte Kinder und Jugendliche ab zwölf Jahren und drei Monaten schon unerreichbar, ebenso Bibliotheken oder außerschulische Bildungsangebote“, heißt es in einer Mitteilung. „In Zukunft dürfen sie auch nur noch Geschäfte des täglichen Bedarfs betreten. Weihnachtsgeschenke müssen sie jetzt im Internet bestellen, obwohl sie minderjährig sind. Auch Winterschuhe im Geschäft anprobieren, geht nicht mehr.“

Gleichzeitig sei es für Kinder und Jugendliche nahezu unmöglich, zeitnah einen Impftermin zu bekommen. Wer eine Erstimpfung ergattert habe, müsse danach mindestens fünf Wochen warten, bis wieder eine Teilnahme am normalen Leben möglich sei. Bis dahin sei Weihnachten vorbei und das Winterwetter längst angekommen.

Sabine Kohwagner von Initiative Familien erklärt dazu: „Dass Kinder und Jugendliche in Bayern entgegen der Forderung der Stiko und der Mahnungen der Kinder- und Jugendärzte sowie der Kinder- und Jugendpsychologen immer stärker eingeschränkt werden, ist ein Armutszeugnis für diese Regierung. Kinder und Jugendliche haben sich mehr als eineinhalb Jahre lang fremdnützig eingeschränkt. Alle Erwachsenen können sich mit einer Impfung schützen. Trotzdem wird Kindern und Jugendlichen jede Möglichkeit zur Teilhabe genommen, obwohl sie selber nur in sehr seltenen Fällen schwer erkranken. Dies zeigt, dass in Bayern nicht von einer Priorität für Kinder und Jugendliche gesprochen werden kann.”

In einem offenen Brief fordert Initiative Familien daher, dass Kinder und Jugendliche unter 3G-Bedingungen dauerhaft und uneingeschränkt Zugang zu allen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens haben müssen und sich auch mit mehreren Freunden treffen dürfen. Unterzeichnet haben den offenen Brief seit Beginn der Aktion über 11.000 Personen. Unterstützt werde die Aktion nicht nur von der Opposition in Bayern, sondern vor allem von vielen namhaften Kinderärzten, allen voran dem Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) mit deutschlandweit zirka 12.000 Mitgliedern.

Update, 15.05 Uhr: Fazit zu Corona

Der 1992 von den Vereinten Nationen ausgerufene Internationale Tag der Menschen mit Behinderung soll jedes Jahr weltweit das Bewusstsein für ihre Belange schärfen und den Einsatz für ihre Würde sowie Rechte fördern. Unter dem Vorsitz von Bayerns Sozialministerin Carolina Trautner fand an diesem Tag die 34. Sitzung des Landesbehindertenrats digital statt.

In einer regen Diskussion wurden erste Lehren aus der Pandemie mit Blick auf die Lebenssituation von Menschen mit Behinderung gezogen.

Carolina Trautner lobte das vorbildliche Verhalten der Menschen mit Behinderung in der Corona Pandemie: „Die Corona-Krise bedeutet an vielen Stellen eine außergewöhnliche Herausforderung für die gesamte Gesellschaft. In besonderer Weise können Menschen mit Behinderung davon betroffen sein. Ich spreche den Menschen mit Behinderung und ihren Angehörigen meinen tiefsten Respekt für ihr vorbildliches Verhalten in der Corona-Krise aus.“

Außerdem dankte die Ministerin dem Landesbehindertenrat für seine engagierte Arbeit in der Corona-Pandemie: „Ich bin sehr dankbar, so kompetente und verantwortungsbewusste Partner an meiner Seite zu wissen, die mit ihrer Expertise die Herausforderungen der Corona-Pandemie begleiten. Mir ist es wichtig, die Belange der Menschen mit Behinderung auch weiterhin im Blick zu behalten. Der Bayerische Landesbehindertenrat unterstützt und berät die Staatsregierung in allen Fragen der Behindertenpolitik und trägt mit seiner wertvollen Arbeit zu mehr Inklusion sowie Teilhabe bei.“

Die 16 Mitglieder des Landesbehindertenrats setzen ihr umfangreiches Wissen aus den verschiedenen Lebensbereichen von Menschen mit Behinderung ein. „Gerade in diesen herausfordernden Zeiten ist die Zusammenarbeit mit dem Landesbehindertenrat von unschätzbarer Bedeutung für mich“, sagt Sozialministerin Trautner abschließend.

Nach einem Impulsreferat des Behindertenbeauftragten der Staatsregierung, Holger Kiesel, fand die Aussprache in offener und vertrauensvoller Atmosphäre statt. Die besondere Betroffenheit von Menschen mit Behinderung in der Corona-Pandemie wurde in den Fokus gerückt mit dem Ziel, die Lebenssituation von Menschen mit Behinderung weiter zu verbessern und ihre Bedürfnisse auch in Krisenzeiten nicht aus dem Blick zu verlieren.

Update, 3. Dezember, 14.30 Uhr: Aktuelle Impfangebote

Diese Impfangebote gibt es in der kommenden Woche im Landkreis Miesbach:

Impfzentrum Alte Miesbacher Straße 11 in Hausham

Impfbus plus

Bitte daran denken:

Update, 17.55 Uhr: Aktuelle Fallzahlen

Die 7-Tage-Inzidenz im Landkreis Miesbach liegt laut den aktuellen Zahlen des Robert-Koch-Instituts am Donnerstag (2. Dezember) bei 517,1 Fällen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen 7 Tagen. Die Zahl der positiv Getesteten liegt aktuell bei 10.169 – 568 davon aktiv. Diese verteilen sich auf den Landkreis Miesbach wie folgt:

„Die Zahl der Verstorbenen steigt leider weiter an“, teilt das Landratsamt Miesbach zudem mit. „Plus sieben in den vergangenen sieben Tagen – vier Frauen und drei Männer im Alter von 60 bis 90 Jahren.“

Update, 16.45 Uhr: 3G beim Blutspenden

Aufgrund der bundesweit rasant ansteigenden Neuinfektionen mit dem Coronavirus sowie der damit verbundenen Hospitalisierungsrate wird der BRK-Blutspendedienst sein bisheriges Sicherheitskonzept weiter verstärken. Ab sofort gilt bei den Terminen fürs Blutspenden die 3G-Regel.

„Zutritt erhalten ausschließlich Menschen, die den Status geimpft, genesen oder getestet vorweisen können“, teilt Sprecher Patric Nohe mit. „Um Wartezeiten und größere Menschenansammlungen vor Ort zu vermeiden, kann der für nicht geimpfte und nicht genesene Personen erforderliche Antigen-Schnelltest oder PCR-Test nicht unmittelbar vor den Spendelokalen erfolgen.“

Außerdem wird darum gebeten, weiterhin Termine fürs Blutspenden zu reservieren. Die nächsten Möglichkeiten im Landkreis Miesbach:

Update, 16 Uhr: Mehr Impfangebote

„In der vergangenen Woche hat sich das Team des Impfzentrums viele Gedanken gemacht, wie das Impfangebot mit den vorhandenen Kapazitäten an die hohe Nachfrage angepasst werden kann“, teilt das Landratsamt Miesbach mit. „Gerade die vulnerablen Gruppen liegen dem Team am Herzen und deshalb wurden verschiedene Maßnahmen getroffen, um das Impfangebot zu erweitern und die Impfungen für Senioren voranzutreiben.“ Diese sind:

Erweiterte Öffnungszeiten im Impfzentrum

Ab Mittwoch, 1. Dezember, erweitert das Impfzentrum die Öffnungszeiten wie folgt:

Impfen mit Termin für Landkreisbürger über 70

Um Wartezeiten für Landkreisbürger über 70 Jahren zu verkürzen, bietet das Impfzentrum in Hausham an Sonntagen, jeweils von 9 bis 12 Uhr, feste Termine für diese Personengruppe an. Die Terminreservierung für den 5., 12. und 19. Dezember sowie 2. Januar 2022 erfolgt ausschließlich über www.impfzentren.bayern. Wer bereits Erst- und/oder Zweitimpfung über das Portal abgewickelt hat, muss sich erneut registrieren. „Bitte unterstützen Sie in Familie und Nachbarschaft bei der Registrierung der Personen, wenn dies erforderlich ist“, appelliert das Landratsamt. „Die Terminreservierung ist ausschließlich für das Portal möglich, nicht über die Hotline oder per E-Mail.“ Senioren, die sich nicht registrieren können, sollten einen Termin beim Hausarzt vereinbaren oder die Schnellspur bei den mobilen Impfangeboten nutzen.

Die Termine seien ausschließlich für Landkreisbürger über 70 Jahren reserviert. Es erfolge eine strenge Kontrolle vor dem Impfzentrum. „Geimpft werden in diesem Zeitraum nur Personen, die über 70 Jahre alt sind und Im Landkreis Miesbach wohnen“, betont das Landratsamt. Um eindeutig identifiziert werden zu können, sei ein Personalausweis vorzuzeigen. Alle gebuchten Termine für Personen, welche die beiden Kriterien nicht erfüllen, würden konsequent storniert beziehungsweise werde am Impfzentrum kein Einlass gewährt.

Informationen zur Auffrischungsimpfung

Landkreisbürger erhalten bald Post vom Impfzentrum. Das Anschreiben erinnert an die Auffrischungsimpfung und erläutert die Impfangebote im Landkreis Miesbach. „Es handelt sich um ein standardisiertes Schreiben aller Impfzentren, das noch zu einem Zeitpunkt in Auftrag gegeben und versendet wurde, als Booster-Impfungen erst ab sechs Monaten nach der Zweitimpfung empfohlen wurden“, erläutert das Landratsamt. „Jeder kann sich seine Booster-Impfung inzwischen nach fünf Monaten abholen.“

Keine freie Impfstoffwahl

Die Liefermengen des Impfstoffs Biontech an die Impfzentren werden durch die Regierung reglementiert. Dies habe zur Folge, dass ab Mittwoch, 1. Dezember, der Biontech-Impfstoff für Auffrischungsimpfungen nur noch an die von der Stiko empfohlenen Gruppen wie zum Beispiel Schwangere und Personen unter 30 verwendet werden kann. Auffrischungsimpfungen für Personen über 30 Jahren können im Impfzentrum ausschließlich mit dem Impfstoff von Moderna getätigt werden.

Testen

Das Testzentrum des Landkreises Miesbach passt seine Öffnungszeiten ab Mittwoch, 1. Dezember, an:

Sowohl Schnell- als auch PCR-Tests sind nur nach vorheriger Anmeldung unter www.landkreis-miesbach.de/testzentrum möglich. Am Freitag, 24. Dezember, und am Samstag, 1. Januar 2022, ist das Testzentrum geschlossen.

Update, 12.35 Uhr: Impfen in Apotheken

„Es fehlt an planbaren Impfstofflieferungen und nicht an Impfmöglichkeiten. Mit dem Vorstoß, Impfen auch in Apotheken zuzulassen, baut die Politik potemkinsche Dörfer auf, um vom eigenen Versagen abzulenken. Schlimmer noch: Apotheken jetzt als weitere Impforte einzuführen, werden das vom Staat zu verantwortende Verteilungschaos beim Impfstoff nur vergrößern“, erklärt Markus Beier, Landesvorsitzender des Bayerischen Hausärzteverbandes.

„Obwohl uns Hausärzten von der Politik laufend Knüppel zwischen die Beine geworfen werden, kämpfen wir Tag für Tag mit unseren Praxisteams in vorderster Front gegen die Corona-Pandemie“, erklärt Dr. Beier und verweist auf aktuelle Zahlen der Kassenärztlichen Bundesvereinigung: Von den über 10,4 Millionen Booster-Impfungen sind 7,5 Millionen in den Praxen erfolgt.

„Der Vorschlag aus der Politik, das Impfen unter anderem auf die Apotheken auszuweiten, ist ein reines Ablenkungsmanöver, um das eigene Versagen zu kaschieren, und ein Schlag ins Gesicht für alle Praxen und Impfzentren“, stellt Dr. Beier klar. Beim Impfen sei es nicht damit getan, eine Spritze zu setzen. „Die Verantwortung gegenüber dem Patienten verlangt, auch beim Impfen immer den ganzen Menschen im Blick zu haben. Deshalb haben insbesondere die Praxen der hausärztlichen Versorgung auch die Kompetenz beim Impfen“, sagt der Landesvorsitzende des Bayerischen Hausärzteverbandes.

Update, 2. Dezember, 9.25 Uhr: Projektstart an LMU

Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek setzt sich für eine bessere interdisziplinäre Vernetzung ein, um die Versorgung von schwer kranken Post-Covid-Patienten zu optimieren. Anlässlich des Projektstarts „Post-Covid LMU“ an der Ludwig-Maximilians-Universität in München sagt der Minister: „Mit steigenden Inzidenzen steigt auch die Zahl derjenigen, die mit teilweise gravierenden Beschwerden zu kämpfen haben – über die akute Erkrankung hinaus. Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts benötigen zirka 40 Prozent der in einer Klinik behandelten Covid19-Patienten längerfristig medizinische Unterstützung.“

Der Minister ergänzt: „Es gibt derzeit noch zu wenige Erkenntnisse zu diesem neuen Krankheitsbild und dessen Behandlung. Klar ist jedoch, dass häufig eine multidisziplinäre Versorgung zur Behandlung der vielfältigen Symptome notwendig ist.“ Da setze das Projekt der Ludwig-Maximilians-Universität an, das seinen Schwerpunkt auf die bessere interdisziplinäre Vernetzung und den Wissenstransfer lege. Es soll ein Behandlernetzwerk zwischen niedergelassenen Bereichen und Post-Covid LMU etabliert werden, um die Versorgung von schwerkranken Post-Covid-Patienten zu verbessern. Das Projekt werde vom Freistaat mit 578.279 Euro unterstützt.

Die Förderung für das Projekt erfolgt im Rahmen der Förderinitiative „Versorgungsforschung zum Post-Covid-Syndrom“, das der Freistaat im Juni mit einem Volumen von 5 Millionen Euro aufgelegt hat, um die Versorgung von Post-Covid-Patienten zu verbessern. Bayern will damit möglichst viele innovative und effiziente Wege etablieren, um Spät- und Langzeitfolgen einer Covid19-Erkrankung zu behandeln.

Update, 14 Uhr: Corona-Chaos an Unis

Nach einem hoffnungsvollen Semesterstart herrscht an vielen Universitäten und Fachhochschulen Corona-Chaos. Vor allem Studentinnen haben nun Bedenken, dass der Pandemie-Stress samt Kontaktbeschränkungen wieder deutlich zunimmt. Wie eine Forsa-Umfrage im Auftrag der Kaufmännischen Krankenkasse (KKH) zeigt, hat die Krise Studenten bereits enorm belastet, vor allem Frauen. So gibt die Hälfte von ihnen an, besonders während des jüngsten Lockdowns unter Anspannung und hohem Druck gestanden zu haben. Studenten gehen offenbar etwas gelassener mit der Corona-Situation um als ihre Kommilitoninnen: Unter den Männern fühlte sich jeder Dritte durch den Lockdown gestresst.

Deutlich mehr Studentinnen reagieren demnach auch sensibler auf den Verlust an Sicherheit sowie Planbarkeit und haben dementsprechend mehr mit psychischen Folgen der Pandemie zu kämpfen:

Wie weitere Umfragedaten zeigen, haben Studentinnen auch eher mit einer vierten Welle gerechnet als ihre Kommilitonen:

Doch wie mit solchen psychischen Belastungen und Beschwerden umgehen? Hier unterscheiden sich die Vorgehensweisen von Frauen und Männern ebenfalls deutlich:

Vorbericht vom 1. Dezember:

Am Donnerstag, 2. Dezember, ist das Impf-Team des Landkreises Miesbach im Rathaus in Bad Wiessee zu Gast und wird von 9 bis 13 Uhr im Sitzungssaal Corona-Impfungen verabreichen. „Wie bereits bei den beiden vorhergehenden Impfaktionen werden keine Termine vergeben, sondern wird darum gebeten, ein großzügiges Zeitfenster einzuplanen – je nachdem wie stark der Andrang an diesem Tag sein wird“, teilt die Verwaltung mit. Der Zugang ins Rathaus werde ausschließlich über den Nordeingang möglich sein.

ksl

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