Vorsichtig optimistisch

Corona und mehr: So steht es um Otterfings Finanzen

Haushalt in Corona-Zeiten
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Dank umsichtiger Planung steht der Otterfinger Haushalt trotz Corona-Pandemie solide da.

Otterfing – Heuer kommt Otterfing noch mit einem blauen Auge davon, aber die nächsten Jahre könnten wegen Corona zur Herausforderung werden.

Gemeindekassier Peter Kirschenhofer informierte in der jüngsten Sitzung des Otterfinger Gemeinderats über die Finanzsituation. Demnach kommt die Gemeinde heuer voraussichtlich mit einem blauen Auge davon. Die ersten finanziellen Auswirkungen der Corona-Pandemie können nach derzeitigen Schätzungen aufgefangen werden.

Wie Kirschenhofer sagte, kann die Gemeinde voraussichtlich die ursprünglich zum Haushaltsausgleich geplante Entnahme aus der allgemeinen Rücklage von zirka 2,95 Millionen Euro um geschätzt 326.000 Euro verringern. Somit ist die finanzielle Situation mit einem zum Jahresende errechneten Rücklagebestand von voraussichtlich rund 4,75 Millionen Euro als stabil einzuschätzen.

Die Einsparungen wurden, so Kirschenhofer, durch eine verantwortungsvolle und vorsichtige Haushaltsplanung möglich. Außerdem wurden für dieses Haushaltsjahr geplante, aber nicht dringend notwendige Investitionen wie etwa Baumaßnahmen in der Nordsiedlung erst einmal verschoben oder nicht getätigt. Über diese nicht umgesetzten Projekte soll dann der Gemeinderat im Zuge der Haushaltsplanung 2021 erneut entscheiden.

Als solide und gut bestätigte Bürgermeister Michael Falkenhahn die Aufstellung der Kämmerei: „Es war richtig, nach Corona vorsichtig zu handeln und einzelne Projekte auf den Prüfstand zu stellen.“ Dieser Kurs soll beibehalten werden, weil die steuerlichen Mindereinnahmen vermutlich erst in zwei oder drei Jahren richtig durchschlagen werden. Wobei Rathauschef Falkenhahn auch betonte, dass die notwendigen Investitionen natürlich getätigt werden und nicht nur auf Teufel komm raus gespart werden soll: „Das würde uns keinen guten Dienst erweisen.“ Wichtig sei außerdem, dass die Gemeinde weiterhin ihre Pflichtaufgaben erfüllen kann.

Zur Nachfrage von Josef Killer (FWG), wie es denn um staatliche Zuschüsse für die Entlastung der Kommunen stehe, bestätigten Kirschenhofer und Falkenhahn, dass die Anträge ab November gestellt werden können und das natürlich gemacht werde. Wie Falkenhahn sagte, habe er diesbezüglich bereits Rücksprache mit dem bayerischen Gemeindetag gehalten. Allzu große Erwartungen dämpfte er allerdings: „Wir müssen uns überraschen lassen. Die insgesamt verfügbare Geldsumme wird vermutlich nicht ausreichen, um alle Verluste auszugleichen.“ hac

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