Aktuelle Infos im News-Ticker

Corona im Landkreis Miesbach: Impfzentrum räumt mit Fake-News auf

Ein Zettel mit der Aufschrift „Corona-Schutzimpfung: jetzt ganz praktisch in Ihrer Praxis“ hängt an einer Scheibe zum Eingang einer Hausarztpraxis
+
Ein Zettel mit der Aufschrift „Corona-Schutzimpfung: jetzt ganz praktisch in Ihrer Praxis“ hängt an einer Scheibe zum Eingang einer Hausarztpraxis.
  • VonKatja Schlenker
    schließen
  • Fridolin Thanner
    schließen

Landkreis – Corona-Mutationen gibt es auch im Landkreis Miesbach. Aktuelle Infos zu Covid-19 gibt es in unserem News-Ticker.

Das Wichtigste in Kürze:

  • 7-Tage-Inzidenz: 160; Genesene: 3.669; aktive Fälle: 332; Todesfälle: 72
  • Am Mittwoch, 14. April, hat der Landkreis Miesbach die Corona-Notbremse mit strengeren Maßnahmen gezogen.
  • Am 27. Dezember sind die ersten Personen im Landkreis Miesbach gegen das Coronavirus geimpft worden.

Service:

Update, 18.30 Uhr: Neuer News-Ticker

Hier geht es zum neuen Ticker mit allen aktuellen Informationen rund um das Coronavirus im Landkreis Miesbach.

Update, 30. April, 14.10 Uhr: Aktuelle Fallzahlen

Die ausschlaggebende 7-Tage-Inzidenz liegt laut den aktuellen Zahlen des Robert-Koch-Instituts am Freitag (30. April) bei 160 Fällen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen 7 Tagen. Die Zahl der positiv Getesteten liegt aktuell bei 4.001 – 332 Fälle davon sind derzeit aktiv. Diese verteilen sich auf den Landkreis Miesbach wie folgt:

  • Holzkirchen: 55 aktive Fälle
  • Miesbach: 49
  • Waakirchen: 38
  • Schliersee: 34
  • Hausham: 28
  • Bad Wiessee: 21
  • Gmund: 20
  • Weyarn: 18
  • Rottach-Egern: 15
  • Fischbachau und Warngau: 12
  • Bayrischzell: 11
  • Irschenberg: 7
  • Tegernsee: 5
  • Kreuth: 3
  • Otterfing und Valley: 2

Update, 16.30 Uhr: Mehr Impfstoff im Mai

„Aktuell kursiert bei einigen Messenger-Diensten ein Aufruf, sich unter Angabe der Handynummer für eine von 300 Biontech-Dosen in Miesbach zu melden“, teilt das Landratsamt mit. „Die Dosen würden andernfalls entsorgt werden. Dabei handelt es sich um Fake-News.“ Das Impfzentrum stehe in keinem Zusammenhang mit dieser Nachricht oder dem unbekannten Absender.

Beate Faus, Leiterin des Impfzentrums, erklärt: „Im Haushamer Impfzentrum liegen keine überschüssigen Impfstoffe herum, die kurzfristig verimpft werden müssten. Durch beste Organisation des Impf-Teams bleiben keine Impfdosen übrig und werden keine entsorgt. Es gibt keine Resterampe. Landkreisbürger die geimpft werden möchten, sollen sich bitte unter impfzentren.bayern registrieren.“

Durchgehend mehr Impfstoff im Mai:

29 Prozent der Landkreisbevölkerung sind bereits gegen das Coronavirus geimpft. 22.704 Personen erhielten ihre Impfung im Impfzentrum und 6.320 durch Hausärzte. Für kommende Woche stehen dem Impfzentrum 3.224 Impfdosen – 2.124 Biontech, 550 Moderna, 550 Astrazeneca für Zweitimpfungen – zur Verfügung. „Erfreulich ist, dass das Impfzentrum im Mai durchgehend mehr Impfstoff erwartet“, heißt es in einer Mitteilung. „Die genauen Mengen werden den Landkreisen immer eine Woche im Voraus mitgeteilt.“

Derzeit gibt es noch 16.502 online registrierte Impfwillige im Landkreis. Wer eine Impfung gegen das Coronavirus erhalten möchte, muss sich registrieren. „Es spielt keine Rolle, welcher Priorisierungsgruppe man angehört“, erklärt das Landratsamt. „Die Terminvergabe erfolgt autark durch das System und richtet sich nach den künftigen Liefermengen sowie der Impfbereitschaft priorisierter Gruppen.“

Inhaltliche Fragen zu den Impfungen beantworten die Callcenter-Mitarbeiter an der Impf-Hotline von Montag bis Sonntag, 9 bis 13 und 14 bis 18 Uhr, unter Telefon 08025/7047777. Fragen zum Impfen können nicht durch die Corona-Hotline, das Gesundheitsamt oder das Bürgertelefon beantwortet werden.

Infektionsgeschehen im Landkreis:

Das Infektionsgeschehen im Landkreis Miesbach ist nach wie vor diffus“, berichtet das Team. „Das Cluster rund um eine Kinderbetreuung im Nordlandkreis beschäftigt das Gesundheitsamt weiterhin. Es sind bereits mehrere Folgeinfektionen aufgetreten.“ Von 224 Neuinfektionen in den vergangenen zehn Tagen waren 118 auf die Mutation aus Großbritannien zurückzuführen.

Update, 29. April, 11.50 Uhr: Kritik an Ideen für Corona-Impfung

Als abwegig und nicht zielführend bezeichnet der Vorstand der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns (KVB) die jüngsten Ideen der bayerischen Staatsregierung, wonach künftig Corona-Schutzimpfungen auch in Supermärkten und Apotheken angeboten werden sollen. Die Praxen der niedergelassenen Haus- und Fachärzte sind aus Sicht des KVB-Vorstands in der Lage, rasch, effizient und in großem Maßstab die Impfungen durchzuführen. Voraussetzung dafür sei allerdings, dass von Politik und Großhandel endlich ausreichend Impfstoff für die Praxen zur Verfügung gestellt würde.

Der Vorstand der KVB – Wolfgang Krombholz, Pedro Schmelz und Claudia Ritter-Rupp – erklärt dazu: „Wir haben in Deutschland ein exzellent ausgebautes ambulantes Versorgungsangebot mit einer hohen Flächendeckung. Das ist nicht vergleichbar mit anderen Staaten, in denen weite Entfernungen zur nächsten Arztpraxis oder Klinik zurückgelegt werden müssen und in denen Hilfskonstruktionen wie die Impfung im Supermarkt durchaus Sinn machen können. Die niedergelassenen Haus- und Fachärzte in Bayern sind bereit, sich auch im Sinne einer umfassenden Betreuung ihrer Patienten weit mehr in der Impfkampagne zu engagieren, als dies bislang bereits der Fall ist. Dafür ist es allerdings unabdingbar, dass sie über die Apotheken endlich große und verlässlich kalkulierbare Mengen an Impfstoffen aller Hersteller erhalten, die auf dem Markt zugelassen sind.“

Allein am Mittwoch seien in bayerischen Praxen rund 118.000 Menschen gegen das Coronavirus geimpft worden. Insgesamt hätten die niedergelassenen Haus- und Fachärzte in Bayern seit dem Start der Covid-19-Schutzimpfungen in den Praxen im April über 700.000 Impfungen durchgeführt. Aktuell beteiligen sich rund 6.500 Praxen und damit rund 9.500 Ärzte an der Impfkampagne im Freistaat. Aus Sicht des Vorstands der KVB könnten es weit mehr sein, wenn endlich mehr Planbarkeit und Verlässlichkeit in Bezug auf die für die Praxen vorhandenen Impfstoffmengen vorhanden wären.

Update, 16.45 Uhr: Neuer Impfrekord in Bayern

Mehr als ein Viertel der Menschen in Bayern ist nun mindestens einmal gegen Corona geimpft. Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek betont: „25,5 Prozent der Menschen in Bayern haben bereits eine Impfung gegen das Coronavirus bekommen. Konkret wurden bis zum 28. April 4.274.324 Impfungen verabreicht. Davon sind 3.356.444 Erstimpfungen. 917.880 Menschen, also rund 7 Prozent, haben auch schon die zweite Impfung bekommen.“

Der Minister ergänzt: „Zudem haben wir einen neuen Impfrekord in Bayern verbucht. Für den 27. April haben wir 130.339 Impfungen registriert – 57.462 durch die Impfzentren und Krankenhäuser und 72.877 durch die Arztpraxen. Das zeigt: Wir sind auf dem richtigen Weg.“

Aktuellen Studien zufolge bestehe rund 14 Tage nach der ersten Impfung bereits eine hohe Schutzwirkung gegen Sars-CoV-2-Infektionen sowie einen schweren Krankheitsverlauf. Zu beachten sei jedoch, dass dieser Schutz nicht sofort nach der Impfung einsetze und auch nicht bei allen Geimpften gleichermaßen ausgeprägt sei. Deshalb sei es notwendig, auch weiterhin Abstands- und Hygieneregeln einzuhalten und dadurch sich selbst sowie andere zu schützen.

Holetschek fügt hinzu: „Mit der zunehmenden Verfügbarkeit von Impfstoff hat sich auch das Impftempo in Bayern stark gesteigert. Seit Beginn der Impfungen in Bayern am 27. Dezember haben wir die Zahl der täglichen Impfungen in den Impfzentren und Krankenhäusern beinahe verachtfacht und impfen jetzt durchschnittlich rund 64.000 Bürger pro Tag. Das ist Topniveau! Rein rechnerisch ist das eine Steigerung um mehr als 700 Prozent.“

Für weitere rund 3 Millionen Bürger seien darüber hinaus bereits konkrete Termine in den bayerischen Impfzentren und Krankenhäusern vereinbart. Dazu kommen zudem die vielen Terminvereinbarungen bei den Haus- und Facharztpraxen.

Update, 16.20 Uhr: Neue Corona-Regeln

Am Dienstag (27. April) wurden im bayerischen Kabinett weitere Anpassungen der zwölften bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung beschlossen, die bereits ab Mittwoch, 28. April, gelten. Die wichtigsten Änderungen im Überblick:

Handels- und Dienstleistungsbetriebe:

  • Gartenmärkte, Blumenfachgeschäfte und Buchhandlungen dürfen analog zu Ladengeschäften der täglichen Regelversorgung inzidenzunabhängig unter den geltenden allgemeinen Maßgaben (Maskenpflicht, Personeneinlass entsprechend der Verkaufsfläche et cetera) öffnen. Ein negatives Testergebnis oder eine Terminvereinbarung sind nicht notwendig. Somit zieht die bayerische Verordnung hier dem Bundesgesetz gleich.
  • Wichtig ist, dass Kfz- und Fahrradwerkstätten, Banken und Sparkassen, Versicherungsbüros, Pfandleihhäuser, Filialen des Brief- und Versandhandels sowie Reinigungen und Waschsalons weiterhin geöffnet bleiben. Der Begriff in der Verordnung ändert sich. Sie werden nicht mehr dem täglichen Regelbedarf zugeordnet, sondern zählen ab jetzt zu Ladengeschäften mit Kundenverkehr für Dienstleistungs- und Handwerksbetriebe. Voraussetzung sind ein Schutz- und Hygienekonzept, die Sicherstellung des Mindestabstands von mindestens 1,5 Meter, FFP2-Maskenpflicht und eine an die Verkaufsfläche angepasste Personenzahl.

Kinder und Sport:

  • Kinder unter 14 Jahren dürfen in Gruppen von höchstens fünf Kindern auch bei einer 7-Tage-Inzidenz über 100 kontaktlosen Sport im Freien betreiben. Anleitungspersonen müssen ein höchstens 24 Stunden altes negatives Testergebnis nachweisen können.
  • Trotz der allgemeinen Kontaktbeschränkungen ist die wechselseitige, unentgeltliche, nicht geschäftsmäßige Beaufsichtigung von Kindern unter 14 Jahren in festen, familiär oder nachbarschaftlich organisierten Betreuungsgemeinschaften auch weiterhin zulässig, wenn sie Kinder aus dem eigenen und höchstens einem weiteren Hausstand umfasst.
  • Kinder bis zum sechsten Geburtstag sind analog zur Maskenpflicht von der Pflicht zur Vorlage eines negativen Testergebnisses befreit.

Normalität für Geimpfte:

  • Vollständig geimpfte Personen werden mit negativ Getesteten gleichgestellt. Konkret bedeutet dies, dass ab Tag 15 nach der abschließenden/zweiten Impfung gegen das Coronavirus der Impfnachweis den Einlass in Ladengeschäfte et cetera ohne Testergebnis ermöglicht. Als Nachweis gilt der Impfausweis. Ausgenommen ist dieses Privileg in Bezug auf Besuche von Patienten und Bewohnern von Krankenhäusern, Senioren- und Pflegeheimen sowie Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen. Dort ist weiterhin ein negatives Testergebnis notwendig.

Sport und Freizeit:

  • Außenbereiche von zoologischen und botanischen Gärten dürfen auch bei einer 7-Tage-Inzidenz über 100 öffnen. Voraussetzung ist ein Schutz- und Hygienekonzept, ein höchstens 24 Stunden alter negativer Test für alle Besucher ab sechs Jahren, FFP2-Maskenpflicht und die Kontaktdatenaufzeichnung durch den Betreiber.
  • Autokinos werden unter Voraussetzung eines Infektionsschutzkonzepts des Betreibers inzidenzunabhängig zugelassen.

Update, 28. April, 6.25 Uhr: Corona und Kultur

Die Kultur liegt brach während Corona – auch in Miesbach. Über die Auswirkungen der Pandemie wurde jüngst im Kultur- und Tourismusausschuss berichtet.

Update, 18.55 Uhr: Schilderaktion in MIesbach

Mit einer Schilderaktion im Waitzinger Park in Miesbach haben die Stadträtinnen Astrid Güldner und Malin Friese (Grüne) ein Zeichen in Corona-Zeiten gesetzt. Das steckt dahinter.

Update, 27. April, 14.10 Uhr: Aktuelle Fallzahlen

Die ausschlaggebende 7-Tage-Inzidenz liegt laut den aktuellen Zahlen des Robert-Koch-Instituts am Dienstag (27. April) bei 172 Fällen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen 7 Tagen. Die Zahl der positiv Getesteten liegt aktuell bei 3.958 – 323 Fälle davon sind derzeit aktiv. Diese verteilen sich auf den Landkreis Miesbach wie folgt:

  • Holzkirchen: 58 aktive Fälle
  • Miesbach: 47
  • Waakirchen: 36
  • Schliersee: 29
  • Hausham: 26
  • Bad Wiessee: 21
  • Gmund: 20
  • Rottach-Egern und Weyarn: 17
  • Warngau: 14
  • Bayrischzell und Fischbachau: 10
  • Irschenberg: 7
  • Tegernsee: 4
  • Kreuth und Valley: 3
  • Otterfing: 1

Update, 16.35 Uhr: Sonderimpfaktion erfolgreich

In den vergangenen Tagen hat sich einiges getan rund um das Infektionsgeschehen im Landkreis Miesbach: „Die Bewohner zweier größerer Asylunterkünfte stehen unter Quarantäne“, teilt das Landratsamt mit. „Zudem gibt es ein größeres Infektionscluster im Bereich der Kinderbetreuung.“ Die Zahlen würden durch diese Cluster aber noch nicht in die Höhe getrieben. Die überwiegende Mehrzahl der Fälle gehe nach wie vor auf Infektionen in Familienverbänden zurück.

Infektionsgeschehen in zwei Asylunterkünften:

In einer Asylunterkunft in Valley stehen 30 Bewohner unter Quarantäne, nachdem ein Bewohner positiv auf das Virus getestet wurde. Die infizierte Person verbringt die Quarantäne außerhalb der Einrichtung in einer für diesen Zweck vorgesehenen Wohnung.

Auch die 34 Bewohner einer Asylunterkunft in Otterfing müssen unter Quarantäne. Dort verbringen zwei Bewohner ihre Quarantäne in einer anderen Wohnung. Diese Einrichtung steht bereits zum vierten Mal seit Beginn der Pandemie unter Quarantäne.

Aktuell laufen Nachtestungen in beiden Einrichtungen, von deren Ergebnis die weitere Quarantänedauer abhängt. Durch am Freitagnachmittag aufgestellte Bauzäune ist es den Bewohnern in beiden Einrichtungen möglich, sich im Freien aufzuhalten.

Infektionsgeschehen in der Kinderbetreuung:

Im Norden des Landkreises gibt es ein großes Cluster rund um die Kinderbetreuung. „Mehrere Kinder haben sich unwissentlich untereinander angesteckt und das Virus in die Familien getragen, sodass nun durch Geschwisterkinder mehrere Einrichtungen betroffen sind“, erklärt das Landratsamt. Das Cluster umfasse bisher mindestens 15 positiv getestete Personen. Mit Folgeinfektionen sei zu rechnen.

Die Querverbindungen zwischen den Fällen und Einrichtungen seien zudem nicht mehr lückenlos durch das Contact-Tracing-Team nachzuvollziehen. Das Team vom Gesundheitsamt bittet daher alle Landkreisbürger, auf das umfassende, kostenlose Schnelltestangebot einzugehen. So wurden beispielsweise über www.reihentestung.de bereits 7.006 Schnelltests an 34 Teststationen durchgeführt. Täglich werden neue Teststationen angeschlossen.

Sonderimpfaktion am Wochenende:

Die Sonderimpfaktion am Wochenende in der Mittelschule in Holzkirchen war laut Landratsamt ein voller Erfolg: 1.986 Dosen Astrazeneca wurden an den drei Tagen verimpft. Die übrigen 14 Dosen werden für Zweitimpfungen im Impfzentrum verwendet. „Das Impfteam erreichen sehr viele positive Rückmeldungen zu Organisation und Abwicklung der Sonderaktion“, heißt es weiter.

Das Impfzentrum habe sich daher noch am Wochenende um weitere Sonderrationen Impfstoff bemüht. „Leider erteilte die Regierung von Oberbayern der Anfrage eine Absage“, lautet das Fazit. Das Team bleibe jedoch weiter dran und werde künftige Sonderrationen unverzüglich annehmen und mittels weiterer Sonderaktion an die Landkreisbürger verteilen.

Neue Regeln durch Bundesnotbremse:

Nachdem das Gesundheitsministerium über neue Regeln durch die Bundesnotbremse informiert hat, steht nun fest, dass ab Dienstag, 27. April, für alle Geschäfte, die nicht zum erweiterten täglichen Bedarf gehören, nur noch Click&Collect erlaubt ist, weil die 7-Tage-Inzidenz mehr als drei Tage in Folge über 150 lag. Im Detail bedeutet das:

„Die Öffnung von Ladengeschäften mit Kundenverkehr für Handels-, Dienstleistungs- und Handwerksbetriebe ist – abgesehen von Lebensmittelhandel inklusive Direktvermarktung, Lieferdiensten, Getränkemärkten, Reformhäusern, Babyfachmärkten, Apotheken, Sanitätshäusern, Drogerien, Optikern, Hörgeräteakustikern, Tankstellen, Kfz-Werkstätten, Fahrradwerkstätten, Banken und Sparkassen, Versicherungsbüros, Pfandleihhäusern, Filialen des Brief- und Versandhandels, Reinigungen und Waschsalons, Verkauf von Presseartikeln, Tierbedarf und Futtermitteln sowie der Großhandel – untersagt. Die Abholung vorbestellter Waren in Ladengeschäften ist zulässig.“

Update, 10.40 Uhr: Corona-Party am Schliersee

Gleich bei zwei Einsätzen musste die Polizei am Wochenende Menschenansammlungen im Landkreis Miesbach auflösen: ein Treffen in Schliersee und eine Grillfeier in Wörnsmühl. Alles dazu in unserem Artikel.

Update, 26. April, 5.50 Uhr: Weitere Corona-Teststation

Für ein schnelles Ergebnis vor dem Einkauf gibt es zahlreiche Corona-Testmöglichkeiten in Miesbach. In der Stadt wird nun eine zusätzliche Station eingerichtet. Mehr dazu hier.

Update, 25. April, 8.10 Uhr: Corona-Teststation im Postamt

Im früheren Postamt in Rottach-Egern entsteht ein Corona-Testzentrum. Damit sollen auch Gewerbe und Tourismus eine Perspektive erhalten. So funktioniert das Angebot.

Update, 15.25 Uhr: Corona-Regeln für Wirtschaft

Die bayerische Staatsregierung setzt das auf Bundesebene beschlossene neue Infektionsschutzgesetz, die Corona-Notbremse, im Freistaat mit manchen weitergehenden Verschärfungen um. Vor allem für Einzelhändler und Anbieter von körpernahen Dienstleistungen gelten bereits seit Freitag, 23. April, neue Regeln.

Die bayerischen IHKs informieren über folgende wesentlichen Änderungen, die entsprechend der geänderten 12. bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung über die bisherigen Vorgaben hinausgehen:

Einzelhandel

  • Individuelles Termin-Shopping (Click&Meet mit Nachweis eines negativen Corona-Tests) ist nur noch in Landkreisen und kreisfreien Städten mit einer 7-Tage-Inzidenz bis 150 möglich.
  • Entgegen der neuen Regeln auf Bundesebene dürfen Blumenläden, Gärtnereien und der Buchhandel in Bayern nicht unabhängig von der 7-Tage-Inzidenz öffnen. Bis zu einer Inzidenz von 150 ist auch in diesen Geschäften nur Click&Meet erlaubt.
  • Geschäfte, die weiterhin unabhängig von der 7-Tage-Inzidenz öffnen dürfen, müssen zusätzlich zu den bestehenden Hygieneregeln weitere Auflagen einhalten. So muss die zulässige Kundenzahl halbiert werden: Bis maximal 800 Quadratmeter Verkaufsfläche ist nur noch 1 Kunde pro 20 Quadratmeter zulässig. Bei Verkaufsflächen, die 800 Quadratmeter übersteigen, gilt 1 Kunde pro 40 Quadratmeter.

Körpernahe Dienstleistungen

  • Hand-, Fingernagel- und Gesichtspflege ist auch zu medizinischen, therapeutischen und pflegerischen Zwecken nicht mehr gestattet.
  • Friseure und Fußpfleger in Landkreisen und kreisfreien Städten mit einer 7-Tage-Inzidenz über 100 müssen zusätzlich zu den bestehenden Hygieneregeln weitere Auflagen einhalten: Auch für Mitarbeiter gilt die Pflicht zum Tragen einer FFP2-Maske. Kunden bekommen nur noch Zutritt zum Geschäft, wenn sie einen aktuellen, maximal 24 Stunden alten, negativen Corona-Test vorlegen.

Die Industrie- und Handelskammern in Bayern setzen sich dafür ein, dass die bayerischen Infektionsschutzmaßnahmen zumindest an die bundesweite Regeln angeglichen werden.

Update, 12.30 Uhr: Schulen müssen öffnen

Trotz der guten Hygienemaßnahmen an Bayerns Schulen sind diese schon ab einer Inzidenz von 100 geschlossen. Würde die bundesweite Inzidenzgrenze von 165 gelten, würde statt in zwei Landkreisen immerhin in 43 Städten und Landkreisen in Bayern Wechselunterricht angeboten. Dass der Distanzunterricht auch nach einem Jahr Pandemie nicht wirklich funktioniere, wüssten nicht nur Schüler und deren Eltern, auch eine aktuelle Studie des Ifo-Instituts zeige dies, teilt die Initiative Familien mit.

Nachfragen beim Kultusministerium hätten zudem ergeben, dass inzwischen alle Grund- und Förderschullehrer ein Impfangebot erhalten haben und bereits die erste Dosis bekommen konnten. Trotzdem müssten auch die jüngsten Schulkinder weiterhin komplett zu Hause lernen.

„Warum weder Tests noch Masken, weder Abstand noch Impfungen dazu führen, dass mehr Unterricht an den Schulen stattfinden kann, weiß wahrscheinlich niemand mehr. Dass trotz geimpfter Lehrkräfte nicht einmal die Grundschüler eine Perspektive haben, den für sie unersetzlichen Präsenzunterricht zu erhalten, ist unfassbar“, erklärt Tobias Oelbaum von Initiative Familien. „In der Wirtschaft wird selbst eine Testpflicht mit der Begründung abgelehnt, dass dies ein unzulässiger Eingriff in die Persönlichkeitsrechte sei. Eine inzidenzabhängige Schließung gibt es dort allen Ausbrüchen zum Trotz erst recht nicht.“

Zahlen des Robert-Koch-Institut würden das seit Wochen hohe Ausbruchsgeschehen am Arbeitsplatz belegen. Rückmeldungen aus Gesundheitsämtern in ganz Bayern zeigten hingegen: Trotz hoher Inzidenzen bei Jugendlichen fänden so gut wie keine Übertragungen des Virus an Schulen statt. Nur selten gebe es mehr als einen Fall pro Klasse.

Update, 12.10 Uhr: Neue Corona-Regeln

„Keine Woche ohne neue Regeln: Eigentlich mussten die Landratsämter in den vergangenen Wochen jeweils am Freitag den 7-Tage-Inzidenzwert amtlich bekanntmachen“, teilt Sprecherin Sophie-Marie Stadler mit. „Aus dieser Inzidenzeinstufung folgten dann die Regeln für Schul- und Kitabetrieb in der darauffolgenden Woche.“

Diese Passage ist nun mit der Änderung der zwölften bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung entfallen, die wegen der sogenannten Bundesnotbremse notwendig war. „Stattdessen wird nun das Gesundheitsministerium den für Schulen und Kitas relevanten Wert bekanntmachen“, heißt es weiter. „Wann das passieren wird, entzieht sich ärgerlicherweise der Kenntnis der Landratsämter.“ Die Internetseite des Gesundheitsministeriums ist aktuell nicht erreichbar.

Aufgrund des eindeutigen Werts von 151 laut Robert-Koch-Institut eindeutig deshalb, weil deutlich über der bisher geltenden Grenze von 100) – werde sich aber voraussichtlich in der kommenden Woche nichts ändern.

Über Schul- und Kitabetrieb hinaus werde es weitere Anpassungen der Corona-Regeln durch die Bundenotbremse geben. „Leider sieht sich das Landratsamt jedoch außerstande, das Landkreis-Dashboard heute zu aktualisieren“, erklärt die Behörde. „Dazu fehlen Klarstellungen und Detailregelungen der Staatsregierung, um verlässliche Aussagen auf Landkreis-Ebene treffen zu können.“

Update, 10.35 Uhr: DGB fordert mehr Schutz

Mit dem Saisonstart in der Landwirtschaft kommen auch 2021 Tausende Erntehelfer nach Bayern. Ende Juni 2020 waren 8.649 von ihnen ohne Kranken-, Arbeitslosen- oder Rentenversicherung auf bayerischen Feldern beschäftigt. Auch in diesem zweiten Corona-Jahr hat die Bundesregierung die eigentlich auf 70 Tage begrenzte Frist, innerhalb der Erntehelfer sozialversicherungsfrei beschäftigt werden können, trotz Pandemie auf 102 Tage ausgeweitet.

„Ohne die Saisonbeschäftigten aus Rumänien, Polen oder Bulgarien gibt es keinen Spargel, keine Erdbeeren und keinen Wein. Aber in der Landwirtschaft gilt das Credo: Billig müssen die Arbeitskräfte sein“, kritisiert der bayerische DGB-Vorsitzende Matthias Jena. „Die Bundesregierung ist erneut vor der Landwirtschaftslobby eingeknickt und öffnet Tür und Tor, um die Sozialversicherungspflicht für vier Monate zu umgehen. Wir lehnen diese missbrauchsanfällige Regelung ab. Diese war ursprünglich für die Ferienzeit von Schülern und Studenten gedacht. Darauf muss sie auch wieder begrenzt werden.“

Darüber hinaus sei davon auszugehen, dass Hygiene- und Infektionsschutzregeln nicht eingehalten und zu wenig kontrolliert würden: „Wegen Corona müssen Schlafräume eigentlich einzeln belegt werden. Aber auch hier lässt die Bundesregierung Schlupflöcher: Wenn eine Einzelbelegung nicht möglich ist, darf mit einer halbierten Belegungsdichte einfach weitergearbeitet werden. Beschäftigte müssten nachts in einem Doppel- oder Vierbettzimmer schlafen, ohne zu wissen, ob ihre Kollegen sie vielleicht anstecken. Um Zustände wie in der Fleischwirtschaft zu vermeiden, müssen die Beschäftigten unbedingt besser geschützt werden. Zumindest für die Dauer der Pandemie muss eine zwingende Unterbringung in Einzelzimmern gelten.“

Der DGB fordert Sozialversicherungsschutz ab dem ersten Tag der Beschäftigung sowie einen schlagkräftigen Arbeits- und Infektionsschutz. „Zudem ist dem Mindestlohnbetrug ebenso wie den miesen, überteuerten Unterkünften endlich ein Ende zu bereiten“, sagt Matthias Jena. Der Gewerkschafter fordert, dass Arbeitgeber an den Verhandlungstisch mit der zuständigen Branchengewerkschaft IG BAU kommen: „Wir brauchen einen Flächentarifvertrag, in dem die Rechte der Beschäftigten verbindlich abgesichert sind.“

Update, 23. April, 9.50 Uhr: Neues Soforthilfeprogramm

Das bayerische Wirtschaftsministerium läutet die zweite Runde des Soforthilfeprogramms für Städte und Standortinitiativen ein. Ziel ist, Projektideen zum Beleben der Innenstädte nach der Corona-Krise durch eine gezielte Umsetzungsbegleitung zu fördern.

Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: "Die Kommunen brauchen nach dem Krisenjahr 2020 dringend Unterstützung. Mit unserem Programm wollen wir helfen, damit gute Projekte auch umgesetzt werden. Bayerns Innenstädte sind eine wichtige Heimat für Handel und Dienstleistung. Vor allem kleine und mittlere Betriebe hat die Krise aufgrund von häufig fehlenden finanziellen Polstern und mangelnden technischen Ressourcen überproportional stark getroffen. Wir ergreifen die Initiative, damit wieder Leben in die Innenstädte kommt, sobald sich die Pandemie abschwächt."

Ab sofort können sich Standort- und Werbegemeinschaften für das Beratungspaket im Programm bewerben. Ob Sofortmaßnahmen oder Strategieentwicklung – das Spektrum der Betreuung wird nach den lokalen Handlungsbedarfen individuell gestaltet. Unterstützt wird das Wirtschaftsministerium bei dem Projekt vom Spezialisten CIMA Beratung + Management GmbH (Cima).

Die erste Stufe des Programms ist bereits 2020 durchgeführt worden. 26 Werbegemeinschaften und Standortinitiativen aus dem Freistaat wurden im Rahmen von konkreten Projekt- und Umsetzungsbegleitungen gefördert. Darunter war auch Miesbach.

"Das Coaching hat uns in kürzester Zeit in unserer Fragestellung entscheidend weitergebracht. Mit dazu gab es wertvolle Hinweise und Hilfestellungen zu weiteren Punkten unseres Tagesgeschäftes. Jetzt freuen wir uns darauf, die erarbeiteten Umsetzungsschritte gemeinsam mit der Stadt zu gehen", sagt Florian Brunner, Vorsitzender der Gemeinschaftswerbung Kreisstadt Miesbach.

Bewerbungsunterlagen gibt es unter bayern-hilft-haendlern.de/fuer-werbegemeinschaften.

Update, 22. April, 13.40 Uhr: Ohne Altersbeschränkung und Priorisierung

Der Impfstoff von Astrazeneca kann nun für Impfwillige aller Altersgruppen ohne Priorisierungsnachweis verwendet werden. Landrat Olaf von Löwis reagierte sofort und gab die Sonderimpfaktion am Wochenende in der Holzkirchner Mittelschule auch für Impfwillige unter 60 Jahren frei: „Ab sofort kann sich jeder volljährige Landkreisbürger unter www.terminland.de/Sonderaktion_Astra seine erste Dosis sichern.“

Von den ursprünglich 2.000 Impfdosen, die im Rahmen der Sonderaktion ohne Priorisierung verimpft werden, sei bereits die Hälfte an Über-60-Jährige vergeben, teilt das Landratsamt Miesbach mit. Die andere Hälfte sei nun ein Angebot an alle Jüngeren, die sich mit dem Produkt impfen lassen wollen. Sind alle Termine ausgebucht, werden keine mehr auf der Plattform angezeigt.

„Niemand muss sich impfen lassen, aber ich habe entschieden, alle unserem Landkreis zur Verfügung stehenden Dosen bei diesem Termin anzubieten. Es ist ein Angebot, das jeder Landkreisbürger annehmen kann, der möchte – unabhängig von Alter oder Priorisierung“, erläutert der Landrat.

Voraussetzung für die Impfung ist eine vorherige Registrierung auf www.impfzentren.bayern. Der Impfstoff kann nicht getauscht werden. Es steht ausschließlich Astrazeneca zur Verfügung. Die Zweitimpfung findet zur gleichen Uhrzeit und am gleichen Ort am Wochenende vom 16. bis 18. Juli statt.

Update, 19.30 Uhr: Astrazeneca für alle

Der Impfstoff Astrazeneca kann in den bayerischen Arztpraxen auch an Menschen unter 60 Jahren unabhängig von der Priorisierung verimpft werden. „Seit dem 19. April wird Astrazeneca für Erstimpfungen in Bayern nur in Haus- und Facharztpraxen verimpft“, erklärt Gesundheitsminister Klaus Holetschek. „Die Ärzte kennen ihre Patienten gut und wissen, wem sie aus dem Kreis der Unter-60-Jährigen unter Berücksichtigung der Vorgaben der Ständigen Impfkommission ein Impfangebot mit diesem Wirkstoff machen können und beraten dazu ausführlich. Dieses besondere Vertrauensverhältnis wollen wir nutzen, denn jede Dosis Impfstoff muss möglichst rasch verimpft werden.“

Der Minister betont: „Selbstverständlich werden auch weiterhin in allen Impfzentren Personen der ersten und zweiten Priorisierungsgruppen geimpft, wenn bisher nicht Geimpfte in diesen Priorisierungsgruppen sich nun auch für eine Impfung entscheiden und sich in BayIMCO registrieren oder wenn sie die ihnen angebotenen Termine annehmen.“

Update, 15.50 Uhr: Gesundheitsamt erklärt Testoffensive

„Das Testangebot wird im Landkreis Miesbach sehr gut angenommen: Viele Teststationen im Landkreis melden schon eine gute Auslastung“, teilt das Landratsamt mit. „Leider gibt es angesichts der vielen Stellen, die testen, und der Meldepflicht nur für positive Befunde keine Gesamtzahl an pro Tag durchgeführten Tests und dementsprechend auch keine daran anteilige Rate an positiven Tests.“

Exemplarisch können aber die Zahlen des Testzentrums beim Zuchtverband in Miesbach angeführt werden: Zwischen 1. April und 19. April wurden dort 1.220 PoC-Schnelltests durchgeführt. Nur neun davon waren positiv. „Ein positiver Schnelltest alleine reicht nicht, um als Fall in die Statistik einzugehen“, heißt es weiter. „Dazu ist eine Bestätigung durch einen PCR-Test notwendig.“ Im gleichen Zeitraum wurden im Testzentrum 1.831 PCR-Tests durchgeführt. 35 davon waren positiv. „Insgesamt meldete das Gesundheitsamt für den gesamten Landkreis in diesem Zeitraum 308 positive Fälle an das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit“, erklärt die Miesbacher Behörde.

Viele Bürger seien besorgt, dass die Inzidenz durch die Testoffensive künstlich in die Höhe getrieben werde. Oder positiv formuliert. Die Genauigkeit der Inzidenz mit einer niedrigeren Dunkelziffer steige. „Kurzfristig gesehen ist das auch richtig, denn wer viel testet, fischt auch viele Positive heraus“, erklärt das Gesundheitsamt.

Jedoch sei das Ziel hinter der Testoffensive ein Paradigmenwechsel: Statt Infektionsketten mühevoll zu unterbrechen, sollen diese künftig gar nicht erst entstehen. Dazu sei ein engmaschiges Testen notwendig, denn so sollen Infizierte entdeckt werden, bevor sie weitere Personen anstecken. „Würde man beispielsweise nur symptomatische Personen testen, könnten diese vorm Test das Virus ungehindert weiterverbreiten und es wäre schwierig bis unmöglich, diese Infektionsketten im Nachhinein zu unterbrechen“, berichtet das Landratsamt.

Gelinge der Paradigmenwechsel in der Teststrategie vom Rückwärtstesten hin zum Vorwärtstesten, werde die Inzidenz sinken, denn es sollte keine – oder bedeutend weniger – Infektionsketten und damit Infizierte geben.

Folglich hat die Gruppe der Schulkinder derzeit die höchste Inzidenz, da seit Mitte April die Pflicht besteht, sich zweimal pro Woche testen zu lassen. Dabei wurden in der Woche vom 12. bis 16. April elf Kinder im Landkreis bei einem Selbsttest in der Schule positiv getestet. Alle elf Fälle wurden durch einen positiven PCR-Test bestätigt. „Jedoch musste aufgrund des frühzeitigen Herausfilterns der Infizierten keine einzige Klasse in Quarantäne“, resümiert das Landratsamt.

Die nächsthöhere 7-Tage-Inzidenz haben die Altersgruppen der Arbeitenden, die sich je nach Beruf regelmäßig testen lassen. Zusätzlich trage der Impffortschritt in den älteren Bevölkerungsgruppen dazu bei, dass die Inzidenz dort besonders niedrig ist.

Update, 21. April, 6 Uhr: BRK zieht Corona-Bilanz

Die Corona-Pandemie hat 2020 auch die BRK-Bereitschaft Tegernsee geprägt. Der Jahresbericht 2020 zeigt, wie.

Update, 20. April, 14.45 Uhr: Aktuelle Fallzahlen

Die ausschlaggebende 7-Tage-Inzidenz liegt laut den aktuellen Zahlen des Robert-Koch-Instituts am Dienstag (20. April) bei 129 Fällen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen 7 Tagen. Die Zahl der positiv Getesteten liegt aktuell bei 3.834 – 253 Fälle davon sind derzeit aktiv. Diese verteilen sich auf den Landkreis Miesbach wie folgt:

  • Miesbach: 51 aktive Fälle
  • Holzkirchen: 40
  • Waakirchen: 31
  • Fischbachau: 23
  • Hausham: 16
  • Bad Wiessee und Rottach-Egern: 15
  • Schliersee: 12
  • Irschenberg: 10
  • Gmund und Valley: 8
  • Bayrischzell und Weyarn: 7
  • Warngau: 5
  • Tegernsee: 3
  • Kreuth und Otterfing: 1

Update, 19. April, 16.40 Uhr: Sonderaktion fürs Impfen

Dem Team des Haushamer Impfzentrums ist es gelungen, 2.000 Dosen Astrazeneca-Impfstoff zusätzlich zu den normalen Lieferungen für den Landkreis Miesbach zu sichern. „Dieser wird nun in einer einmaligen Aktion am kommenden Wochenende in der Mittelschule Holzkirchen verimpft“, teilt Sprecherin Sophie-Marie Stadler mit. „2.000 Landkreisbürger über 60 Jahren können sich einen Termin reservieren, ohne dass sie einen Priorisierungsgrund nachweisen müssen.“

Um bei der einmaligen Aktion mitzumachen, muss man auf www.impfzentren.bayern registriert sein und ab Dienstag, 20. April, 10 Uhr, einen Termin über den Link www.terminland.de/Sonderaktion_Astra buchen. Einen Termin zu buchen, ist nur online möglich. „Wenn keine Termine mehr angezeigt werden, sind alle ausgebucht“, erklärt das Landratsamt. „Dann müssen sich Impfwillige auf den bekannten Wegen für eine Impfung vormerken lassen und warten, bis sie an der Reihe sind.“

Die Zweitimpfungen finden am Wochenende 16. bis 18. Juli ebenfalls in der Mittelschule Holzkirchen statt, jeweils genau zur selben Uhrzeit wie die Erstimpfung. Bereits vereinbarte Termine im Impfzentrum in Hausham bleiben von der Sonderaktion unberührt. 

Update, 13.05 Uhr: Neue Corona-Regeln

Es hat sich in den vergangenen Tagen schon abgezeichnet: Am Freitag, 16. April, liegt die 7-Tage-Inzidenz laut Robert-Koch-Institut (RKI) für den Landkreis Miesbach bei 129. Ab Montag, 19. April, müssen wieder alle Schüler außer den Abschlussklassen in den Distanzunterricht.

„Für Schüler der Abschlussklassen aller Schularten inklusive den vierten Klassen der Grundschulen und der Q11 an Gymnasien sowie die Jahrgangsstufe 11 der FOS gibt es weiterhin Präsenzunterricht, wenn der Mindestabstand von 1,5 Meter dauerhaft eingehalten werden kann, oder sonst Wechselunterricht“, erklärt das Landratsamt. „Die Testpflicht bleibt für Schüler im Präsenz- oder Wechselunterricht bestehen.“ In den Kindertagesstätten und der -pflege gibt es nur noch Not-, keine Regelbetreuung mehr.

Zusätzlich müssen Schulkinder, die einen Hort, ein Haus für Kinder, eine altersgeöffnete Kita oder die Kindertagespflege besuchen, dort künftig verpflichtend einen negativen Test vorweisen oder diesen unter Aufsicht selbst durchführen. „Für Kinder, die am betreffenden Tag oder 24 Stunden vor Betreuungsbeginn am Präsenzunterricht oder der Notbetreuung in der Schule teilgenommen haben, ist kein zusätzlicher Test erforderlich“, erklärt das Landratsamt. „Eltern, die ihr Kind ohne Bescheinigung eines negativen Tests in den Hort schicken, erklären damit ihr Einverständnis, dass das Kind in der Einrichtung einen Selbsttest durchführt.“

Diese Regeln gelten nun bis einschließlich Sonntag, 25. April. „Selbst, wenn die 7-Tage-Inzidenz in der kommenden Woche unter 100 fallen sollte, bleiben sie bestehen“, heißt es weiter. „Am nächsten Freitag, 23. April, wird das Landratsamt erneut die Inzidenz feststellen und die dementsprechend geltenden Regeln für die darauffolgende Kalenderwoche kommunizieren.“

Update, 11.15 Uhr: Gedenken an Corona-Tote

Zum Gedenken an die Verstorbenen in der Corona-Pandemie richtet Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier am Sonntag, 18. April, eine zentrale Gedenkveranstaltung aus. Die Marktgemeinde Holzkirchen schließt sich diesem zentralen Gedenken an. Dafür werden die Fahnen am Rathaus auf Halbmast gesetzt. In der Messe der katholischen Kirche wird Bürgermeister Christoph Schmid eine Fürbitte für die Corona-Opfer sprechen.

Gleichzeitig bittet er alle Bürger, weiterhin zur Bewältigung der Krise beizutragen: „Durch die Einschränkung unserer Kontakte, das Tragen von Masken und die Einhaltung der Hygieneregeln tragen wir alle zur Eindämmung der Pandemie bei. Corona macht deutlich, wie wichtig gesellschaftlicher Zusammenhalt ist.“

Update, 16. April, 6.05 Uhr: Polizei zieht Corona-Bilanz

Die Corona-Pandemie hat auch die Arbeit der Polizei verändert. Polizeipräsident Robert Kopp berichtete jüngst, wie sicher der Landkreis Miesbach ist. Alles Weitere zum Thema lesen Sie hier.

Update, 16.40 Uhr: Pflegeeinrichtungen corona-sicher

Im Landkreis Miesbach sind bisher 64 Personen im Zusammenhang mit dem Coronavirus verstorben, darunter etwas mehr Frauen als Männer. Die meisten Todesfälle sind in der Gruppe der Über-80-Jährigen verzeichnet.

„Besonders positiv hervorzuheben ist, dass seit Mitte Februar kein einziger Bewohner einer Pflegeeinrichtung in Zusammenhang mit dem Virus verstorben ist“, teilt das Landratsamt mit. „Zwischen 27. Dezember und 11. Februar wurden alle impfwilligen Bewohner und Mitarbeiter der zehn stationären Pflegeeinrichtungen zweimal geimpft.“

In dieser Übersicht hat das Landratsamt die wichtigsten Informationen zu Corona-Toten im Landkreis Miesbach zusammengefasst.

Teilweise bis zu 90 Prozent aller Bewohner hätten sich für eine Impfung entschieden. „Nachdem der vollständige Impfschutz gegeben war, also sieben Tage nach der zweiten Impfung, ist kein Bewohner mehr im Zusammenhang mit dem Virus verstorben“, heißt es weiter. „Es kam auch, abgesehen von einigen wenigen Einzelfällen, zu keinem größeren Corona-Ausbruch mehr in den Einrichtungen.“

Update, 15. April, 5.15 Uhr: Initiative gegen Corona

Corona-Lockdown ohne Perspektive: Gastronomie und Hotellerie am Tegernsee waren beim bayernweiten Aktionstag „Lasstunsöffnen“ dabei. Alles dazu hier.

Update, 14. April, 16.10 Uhr: Landkreis sucht Schnelltest-Stationen

Der Landkreis Miesbach ist Vorreiter beim Testkonzept: Mit der Initiative www.reihentestung.de steht ein Netzwerk von 23 Schnelltest-Stationen bereit, an denen sich jeder Bürger schnell und kostenlos testen lassen kann. Für alle Teststationen ist nur die einmalige Registrierung beziehungsweise Generierung des QR-Codes auf der Internetseite notwendig.

„Insbesondere, um den Einzelhandel im Landkreis zu unterstützen, möchte dieser das Testkonzept weiter ausbauen und sucht dazu weitere Teststationen“, heißt es in einer Mitteilung. „So werden die niedergelassenen Ärzte und Apotheken beispielsweise schon durch eine Teststation bei der BRK-Bereitschaft Bad Wiessee oder beim Medius-Fitnessstudio in Tegernsee bestens ergänzt.“

Dies reiche aber noch nicht – der Landkreis brauche mehr Teststationen, um den Einzelhandel zu unterstützen und Voraussetzungen für Lockerungen zu schaffen. Daher sucht das Gesundheitsamt Miesbach zum nächstmöglichen Zeitpunkt Betreiber von Teststationen.

Kontakt per E-Mail an gesundheitsamt@lra-mb.bayern.de oder Telefon 08025/7044300. Weitere Infos unter www.reihentestung.de.

Update, 13. April, 16.40 Uhr: Herausforderung für Impf-Team

Der Impfprozess im Landkreis läuft: „Impfzentrum und Hausärzte verimpfen fleißig alle zur Verfügung stehenden Dosen“, teilt das Landratsamt Miesbach mit. „Die größte Herausforderung ist momentan die Unsicherheit rund um den Astrazeneca-Impfstoff.“ Noch sei kein Impfstoff liegen geblieben oder musste gar weggeworfen werden. Aber einige Menschen lehnen die Impfung mit diesem Produkt ab.

Gleichzeitig ist die Nachfrage nach einer Impfung in anderen Bevölkerungsgruppen hoch: Das Impfzentrum erhalte zahlreiche Anfragen von Impfwilligen aus Gruppen, die noch nicht an der Reihe sind, die sich gerne mit Astrazeneca impfen lassen würden.

„Leider gibt die Software des Freistaats, die die Termine vergibt, aber nicht her, dass Angebot und Nachfrage in diesem Fall zueinander geführt werden“, berichtet das Landratsamt. „Nach wie vor können Termine nur an Personen vergeben werden, die zu einer der höchsten Priorisierungsgruppen der Impfverordnung des Bundes gehören.“

„Das Impf-Team, insbesondere die Mitarbeiter an der Impf-Hotline, rotieren und versuchen ihr Möglichstes, den zur Verfügung stehenden Impfstoff so schnell wie möglich zu verteilen“, heißt es weiter. Zudem wird darum gebeten, von unnötigen Anfragen abzusehen. Terminstornierungen können über die Impf-Hotline unter 08025/7047777 vorgenommen werden.

„Immer wieder möchten Impfwillige ihren Termin stornieren, weil sie ein bestimmtes Produkt nicht möchten“, berichtet das Impf-Team. „Bei der Terminvereinbarung wird im letzten Schritt der Impfstoff angezeigt.“ Zudem könne jeder aufgrund des angebotenen Zweitimpfungstermins ausrechnen, welches Vakzin verwendet wird: Liegt der Zweittermin 12 Wochen nach dem Ersttermin, handele es sich um Astrazeneca. Liegen sechs Wochen zwischen den beiden Terminen, sei es Biontech oder Moderna.

„Es ist unmöglich, den Impfstoff zu tauschen“, heißt es weiter. „Möchte man also auf gar keinen Fall mit Astrazeneca geimpft werden, sollte man auch nicht einen Termin mit Astrazeneca annehmen.“ Der Termin muss dann nämlich über das Impf-Team storniert werden und der Impfwillige einen neuen Termin über die Software vereinbaren. Ein doppelter Aufwand auf allen Seiten.

Update, 12. April, 16.20 Uhr: Aktuelle Corona-Regeln

Die 7-Tage-Inzidenz liegt im Landkreis Miesbach drei Tage in Folge über 100. Damit greift ab Mittwoch, 14. April, 0 Uhr, die sogenannte Notbremse der bayerischen Staatsregierung.

Was ändert sich ab Mittwoch?

  • Kontaktbeschränkungen: ein Hausstand plus eine weitere Person. Kinder unter 14 Jahren werden nicht mitgezählt.
  • Sport: Kontaktfreier Individualsport im Freien unter Einhaltung der Regeln zur Kontaktbeschränkung. Alle Sportvereine im Landkreis erhalten vom Landratsamt separat ausführliche Informationen.
  • Einzelhandel: Wenn bisher Click&Meet erlaubt war, dann ist weiterhin Click&Meet erlaubt – allerdings zusätzlich mit einem aktuellen negativen Corona-Test. Bisher Geschlossenes bleibt weiterhin zu. Wo bisher keine Terminvereinbarung gefordert war, ist es auch weiterhin nicht.
  • Außerschulische Bildung darf nicht mehr in Präsenzform stattfinden. Auch Musikunterricht in Präsenzform ist untersagt. Erlaubt sind Erste-Hilfe-Kurse und die Ausbildung von Angehörigen der Feuerwehr, des Rettungsdienstes und des Technischen Hilfswerks sowie der theoretische und praktische Fahrschulunterricht.
  • Kulturstätten sind geschlossen.
  • Nächtliche Ausgangssperre von 22 bis 5 Uhr.
  • Schulen/Kitas: Für die Schulen und Kitas ändert sich in dieser Woche nichts mehr, weil immer freitags gesondert die tagesaktuelle Inzidenz bekannt gemacht werden muss, die anschließend die Regeln für die kommende Woche festlegt. Wie es also in der kommenden Woche für Schulen und Kitas weitergeht, steht erst am Freitag, 16. April, fest.

Wie lange gilt die Notbremse?

„Die zusätzlichen Einschränkungen gelten so lange, bis die 7-Tage-Inzidenz wieder drei Tage in Folge unter 100 liegt“, erklärt das Landratsamt Miesbach. „Es reicht nicht, wenn die Inzidenz einmal oder zweimal darunter liegt.“ Nach den drei Tagen unter 100 muss das Landratsamt die Unterschreitung wieder amtlich bekannt machen. Anschließend gelten wieder die bisher bekannten Regeln.

Woran liegt die steigende Inzidenz?

„Es gibt kein großes Infektionscluster im Landkreis Miesbach, auch keinen Ausbruch in einer Pflege- oder anderen Einrichtung“, erläutert das Landratsamt. „Viele kleinere Cluster im häuslichen oder privaten Umfeld machen die Masse aus. Eine Entspannung der Lage ist noch nicht in Sicht, weil auch am Wochenende, wenn traditionell viele Arztpraxen geschlossen haben, viele Neuinfektionen gemeldet wurden.“ Aufgrund der Inkubationszeit von 14 Tagen seien auch mögliche Auswirkungen der Osterfeiertage noch nicht absehbar.

Update, 15.20 Uhr: Impfungen bei der Polizei

„Die Corona-Schutzimpfungen der bayerischen Polizei laufen wieder auf Hochtouren“, erklärt Bayerns Innenminister Joachim Herrmann. „Für die Unter-60-Jährigen nun mit dem Impfstoff von Moderna.“ Dafür stehen aktuell 6.000 Impfdosen zur Verfügung. Hinzu kommen 2.000 Impfdosen für Justizbeschäftigte, die ebenfalls über die polizeilichen Impfstandorte verimpft werden können.

Nach Herrmanns Worten können bei Bedarf auch weitere Impfdosen geordert werden. Bei drohendem Verfall von Impfstoff bestehe zudem die Möglichkeit, im Rahmen des sogenannten Hop-on-Konzepts ein Impfangebot bei kommunalen Impfzentren anzunehmen. Insgesamt wurden laut Herrmann mit Stand 9. April 20.548 der mehr als 44.000 Polizeibeschäftigten auf diesen beiden Wegen geimpft.

Herrmann kündigt zudem an, dass sich ab sofort auch alle über-60-jährigen Mitarbeiter der Führungsgruppen Katastrophenschutz (FüGK) der Regierungen und Kreisverwaltungsbehörden in den polizeilichen Impfstandorten mit Astrazeneca impfen lassen können.

Update, 14 Uhr: Schul- und Kitabetrieb ab 12. April

Ab Montag, 12. April, dürfen unabhängig von der 7-Tage-Inzidenz nur noch Schüler am Präsenzunterricht beziehungsweise den Präsenzphasen des Wechselunterrichts teilnehmen, die entweder in der Schule unter Aufsicht einen Corona-Selbsttest mit negativem Ergebnis gemacht oder einen aktuellen, negativen Covid-19-Test haben, der durch medizinisch geschultes Personal durchgeführt wurde. „Schnelltests können zum Beispiel im Testzentrum Miesbach, bei Ärzten oder Apotheken im Landkreis durchgeführt werden“, teilt das Landratsamt mit. Eine Liste der Teststellen gibt es unter www.landkreis-miesbach.de/coronavirus oder www.reihentestung.de. „Ein zu Hause durchgeführter Selbsttest reicht nicht aus.“

Bei einer 7-Tage-Inzidenz unter 100 gilt für Schüler eine zweimal wöchentliche Testpflicht an der Schule als Voraussetzung für eine Teilnahme am Präsenzunterricht, über 100 mindestens zweimal wöchentlich. „Die Selbsttests sind in ausreichender Stückzahl an den Schulen vorhanden“, erklärt das Landratsamt. „Die Tests wurden über das Team des Katastrophenschutzes an die Schulen verteilt.“

Am Freitag, 9. April, stellt das Landratsamt Miesbach zudem den Inzidenzwert von 95 laut Robert-Koch-Institut fest. Damit gelten ab Montag, 12. April, bis einschließlich Sonntag, 18. April, die Regeln für Schul- und Kitabetrieb der Inzidenzphase zwischen 50 und 100. Es ändert sich also nichts zur Vorwoche.

Das gilt vom 12. bis 18. April für Schulen und Kitas im Landkreis Miesbach.

Update, 9. April, 12.25 Uhr: Neuer Impfrekord in Bayern

In Bayern ist mit rund 115.000 Corona-Impfungen an einem Tag ein neuer Impfrekord aufgestellt worden. Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek sagt dazu: „Die Impfgeschwindigkeit in Bayern hat sich noch einmal deutlich erhöht. Konkret wurden am Donnerstag in Bayern 114.963 Menschen geimpft – davon 61.844 in Impfzentren und Krankenhäusern und 53.119 in Arztpraxen. Das ist ein großer Erfolg!“

Holetschek betont: „Der positive Trend hält an: Am Mittwoch dieser Woche wurde erstmal die 100.000er-Marke übersprungen. Am 7. April ließen sich 103.387 Menschen in Bayern impfen – davon 49.561 in Impfzentren und Krankenhäusern und 53.826 in Arztpraxen. “

Der Gesundheitsminister fügt hinzu: „Ich freue mich, dass auch der Auftakt der Impfungen bei den Ärzten gut verlaufen ist: Seit Beginn der Impfungen in den bayerischen Praxen am 31. März gab es dort bis einschließlich 8. April schon 143.337 Impfungen trotz der Osterfeiertage. Dies zeigt, dass es richtig war, noch vor Ostern in die Praxen zu gehen und das bayerische Impfbündnis mit den Ärzten noch schneller als von der Bundesregierung geplant an den Start zu bringen. Die zweite Säule der bayerischen Impfstrategie steht schon jetzt stabil!“

Der Minister verweist darauf, dass auch die bayerischen Impfzentren nach wie vor gut angenommen werden: „Inzwischen haben sich mehr als 4,1 Millionen Menschen über das Online-Portal BayIMCO für eine Corona-Impfung registriert. Die Impfzentren bleiben ein wichtiger Bestandteil der bayerischen Impfstrategie, gerade in der Fläche. Ich glaube, mit der Kombination aus Impfzentrum und Praxen können wir bald noch mehr Menschen ein Impfangebot machen.“

Mit Stand 9. April wurden in Bayern 2.758.151 Impfungen verabreicht – darunter 1.924.001 Erstimpfungen und 834.150 Zweitimpfungen. Im April sollen die Impfzentren pro Woche mit rund 350.000 Impfdosen beliefert werden. Alles, was darüber hinausgeht, wird vom Bund an die Arztpraxen geliefert.

In der Kalenderwoche 14 wurden durch den Bund 146.000 Impfdosen allein an die bayerischen Arztpraxen geliefert. Kommende Woche sollen es laut Lieferprognosen des Bundes rund 159.000 Impfdosen sein.

Update, 16.30 Uhr: Aktuelle Fallzahlen

„Wenig überraschend steigt die Zahl der Neuinfektionen nach den Osterfeiertagen deutlich an“, teilt das Landratsamt Miesbach mit. „Über die Osterfeiertage wurde weniger getestet, weil viele Praxen und Apotheken geschlossen waren. Der deutliche Anstieg von 35 Neuinfektionen am Donnerstag überrascht also nicht.“

Das Contact-Tracing-Team sei gerade dabei, die Kontakte nachzuvollziehen. Bisher liegen keine Erkenntnisse vor, dass eine größere Einrichtung betroffen wäre. Es scheine sich wie bisher um ein diffuses Infektionsgeschehen mit Einzelfällen und kleineren Clustern zu handeln, die sich im privaten oder beruflichen Umfeld angesteckt haben. Die 7-Tage-Inzidenz wird dadurch deutlich steigen und am Freitag, 9. April, wieder knapp unter 100 liegen.

Update, 10.10 Uhr: Umfrage zu Mobilität

Die Corona-Pandemie hat großen Einfluss auf das öffentliche und private Leben in Bayern und damit auch auf das Mobilitätsverhalten der Bürger. In einer Online-Befragung lässt das bayerische Verkehrsministerium nun untersuchen, wie sich die Wahl der Verkehrsmittel während der Pandemie verändert hat und wie sich die Menschen in Zukunft fortbewegen wollen.

„Corona wird im Verkehrsbereich vieles verändern“, erklärt Verkehrsministerin Kerstin Schreyer. „Die Antworten der 1.500 Befragten sollen ein Stimmungsbarometer zum Mobilitätsverhalten in Bayern ergeben. Diese Informationen werden wir nutzen, um die Mobilität der Zukunft zu gestalten und auf die Bedürfnisse der Bürger einzugehen.“

Die Befragung wird vom Institut für angewandte Sozialwissenschaft (Infas) durchgeführt und ausgewertet. Die Teilnehmer werden gebeten, zwölf Fragen zu ihrer Verkehrsmittelwahl vor und während der Pandemie sowie ihr zukünftiges Mobilitätsverhalten nach der Pandemie anzugeben. Die Antworten sollen Aufschluss darüber geben, welche pandemie-bedingten Anpassungen des Mobilitätsverhaltens dauerhaft bestehen bleiben.

Im Mittelpunkt der Befragung steht der öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV). „Die Fahrgastzahlen sind während der Pandemie teilweise deutlich zurückgegangen“, erläutert Kerstin Schreyer. „Wir wollen wissen, welche Aspekte wichtig sind, damit die Menschen die öffentlichen Verkehrsmittel nach Corona wieder bedenkenlos nutzen. Denn auch in Zukunft brauchen wir einen starken und attraktiven öffentlichen Personennahverkehr.“

Die Befragung wird voraussichtlich Ende April abgeschlossen sein. Danach folgt die Auswertung der Studie.

Update, 8. April, 9.25 Uhr: Kein Verbot von Behandlungen

Im Rahmen der Corona-Maßnahmen hat das Land Berlin Notfallkrankenhäusern untersagt, nicht dringliche Behandlungen durchzuführen. Dafür habe das Land aber keine Kompetenz. Um Krankenhauskapazitäten freizuhalten, gebe es keine Ermächtigungsgrundlage. Angesichts der Einnahmeausfälle für den Krankenhausbetreiber konnte diese Anordnung im Eilverfahren angegriffen werden. Die Arbeitsgemeinschaft Medizinrecht des Deutschen Anwaltvereins (DAV) informiert über mehrere Entscheidungen des Verwaltungsgerichts Berlin vom 11. Februar 2021.

Das Verwaltungsgericht gab den Anträgen auf Erlass einstweiliger Anordnungen statt. Die „Krankenhaus-Covid-19-Verordnung“ sei unwirksam. Neben der Eilentscheidung werde sich diese Verordnung in einem Hauptsacheverfahren mit hoher Wahrscheinlichkeit als rechtswidrig und nichtig erweisen.

Update, 17 Uhr: Hausärzte in Impfprozess integriert

13,20 Prozent der Landkreisbevölkerung geimpft:

Mit knapp über 3.000 Impfdosen (2.016 Dosen Biontech, 400 Dosen Moderna und 700 Dosen Astrazeneca) können in Kürze bereits rund 15 Prozent der Landkreisbevölkerung geimpft sein. Hoch motiviert plant das Team des Impfzentrums die Termine der kommenden Woche. „Wir sind noch lange nicht an der Auslastungsgrenze des Impfzentrums, da geht noch mehr“, erklärt Beate Faus, Leiterin des Impfzentrums in Hausham. 13,2 Prozent der Bürger des Landkreises wurden inzwischen mindestens einmal geimpft.

Corona-Impfungen bei Hausärzten:

In der Zeit vom 1. bis 5. April wurden bereits 235 Dosen von niedergelassenen Ärzten verimpft. Organisatorischer Ansprechpartner für die Ärzte ist die KVB, bestellt wird der Impfstoff über die Apotheken. Die Regierung von Oberbayern übermittelt den Kreisverwaltungsbehörden regelmäßig eine Aufstellung der in Arztpraxen verabreichten Dosen, die mit den im Impfzentrum verabreichten Dosen addiert die angegebene Gesamtzahl ergeben.

Astrazeneca für Hausärzte:

„Nachdem Astrazeneca in den vergangenen Wochen mehrmals in der Priorisierung angepasst wurde, hat die Regierung entschieden, den Impfstoff in naher Zukunft nur noch gemeinsam mit dem Hausarzt zu verabreichen“, teilt das Landratsamt mit. Dies habe zur Folge, dass ab dem 19. April in den Impfzentren keine Termine zur Erstimpfung mit Astrazeneca mehr möglich sind. Impfstoff für bereits terminierte Zweitimpfungen mit Astrazeneca werden von den Impfzentren zurückgestellt. Registrierten Impfwilligen über 60 Jahren wird die Erstimpfung mit Astrazeneca bis mindestens 19. April im Impfzentrum verabreicht.

Alle Impfwilligen sollen sich registrieren:

Wer eine Impfung gegen das Coronavirus erhalten möchte, kann sich unter www.impfzentren.bayern registrieren. „Es spielt keine Rolle mehr, ob Personen einer Priorisierungsgruppe angehören oder nicht“, erklärt das Landratsamt. „Eine Registrierung ohne Priorisierung bedeutet aber noch nicht, dass innerhalb kurzer Zeit ein Termin zugeteilt wird.“ Ob Termine verfügbar sind, richte sich nach den künftigen Liefermengen und der Impfbereitschaft priorisierter Gruppen.

Update, 7. April, 16.10 Uhr: Bayern sichert sich Sputnik

Das bayerische Gesundheitsministerium hat sich bis zu 2,5 Millionen Dosen des russischen Impfstoffs Sputnik V gesichert. Die entsprechende Absichtserklärung wird am Mittwoch (7. April) vom Gesundheitsministerium und dem russischen Direktinvestmentfond und Vertriebspartner RDIF unterschrieben.

Kern des Vorvertrags ist der schnellstmögliche Zugang der bayerischen Bevölkerung zum russischen Impfstoff Sputnik V. Gesundheitsminister Klaus Holetschek erläutert: „Hintergrund ist die Tatsache, dass in Deutschland bei hohen Infektionszahlen auf absehbare Zeit noch nicht ausreichend Impfstoff gegen das Sars-CoV-2-Virus zur Verfügung stehen wird. Bayern setzt deshalb auch auf den Kauf und Einsatz des russischen Impfstoffs Sputnik V, sobald dieser durch die Europäische Kommission zugelassen ist oder durch ein anderes durch die Bundesrepublik durchgeführtes Zulassungsverfahren in Deutschland rechtmäßig genutzt werden darf. Die Menge soll bei bis zu 2,5 Millionen Impfdosen liegen.“

Neben der Option auf eine direkte Einfuhr des Impfstoffs aus Russland soll auch eine biotechnische Produktionsstätte durch die Firma R-Pharm Germany GmbH in Illertissen aufgebaut werden. Aus Sicht des Gesundheitsministeriums zeigen die jüngsten Erfahrungen im Bereich der Impfstoffversorgung, dass es wichtig sei, regionale Herstellungskapazitäten auch in Deutschland zu schaffen.

Update, 16.20 Uhr: Neue Teststrategie

Der Landkreis Miesbach, das Krankenhaus Agatharied, die Stiftung der Kreissparkasse Miesbach-Tegernsee „Corona – Mia helfn zam für den Landkreis“, der ärztliche Kreisverband, der bayerische Apothekerverband und die Gemeinde Hausham haben gemeinsam in eine Software investiert, die Schnelltestergebnisse schnell und einfach per Smartphone zugänglich macht.

„Diese Software wurde am langen Osterwochenende im Miesbacher Testzentrum getestet“, erklärt Sprecherin Sophie-Marie Stadler vom Landratsamt. „Dort war sie ein voller Erfolg: 350 Landkreisbürger nutzten das Angebot an den vier Ostertagen für ein Stück Sicherheit vor dem Besuch bei der Familie.“ Nur ein einziger Schnelltest sei am Wochenende positiv gewesen. Die Schnelltests wurden von der DLRG im Landkreis Miesbach durchgeführt.

Mit einer QR-Code-Lösung für Corona-Schnelltests soll sich die Situation im Landkreis Miesbach weiter verbessern.

Ab Dienstag (6. April) wird das Konzept auf den gesamten Landkreis ausgedehnt. „In den kommenden Tagen und Wochen werden sich zahlreiche niedergelassene Ärzte und Apotheker anschließen, um die flächendeckende Verfügbarkeit von Schnelltests sicherzustellen“, heißt es weiter. Getestet wird bis Freitag, 9. April, von 13 bis 15.30 Uhr, und am Wochenende von 9.30 bis 12 Uhr.

Im Landkreis Miesbach gibt es ab sofort für jeden bayerischen Bürger folgendes Angebot:

  • Registrierung auf www.reihentestung.de
  • QR-Code generieren
  • alle teilnehmenden Teststationen im Landkreis anzeigen lassen – inklusive Öffnungszeiten, Adresse und Routenplaner
  • QR-Code in einer der teilnehmenden Teststationen scannen lassen
  • Alle für den Test erforderlichen Daten sind an der Teststation verfügbar. Es müssen keine Dokumente mehr ausgefüllt werden.
  • Zustellung des Testzertifikats automatisch per E-Mail nach etwa 15 Minuten (kein Warten notwendig)
  • Positive Schnelltestergebnisse werden automatisch an das Gesundheitsamt gemeldet.

„Ursprünglich wurde die Software mit dem Krankenhaus Agatharied entwickelt, um die Dokumentation der Testergebnisse und deren Abrechnung zu erleichtern“, erläutert Sophie-Marie Stadler. „Insbesondere für die krisengeplagten Unternehmen im Landkreis will die Initiative mit der QR-Code-Lösung eine Perspektive bieten.“ Wann Unternehmen im Landkreis Miesbach wieder öffnen können, hängt aber weiterhin von den Vorgaben der Staatsregierung ab.

Update, 10.30 Uhr: KVB zu Impfstart in Praxen

Mit dem am Mittwoch, 7. April, beginnenden Impfstart in allen impfbereiten Arztpraxen in Bayern beginnt für den Vorstand der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns (KVB) eine neue Zeitrechnung im Kampf gegen Covid-19. Der Vorstand der KVB – Wolfgang Krombholz, Pedro Schmelz und Claudia Ritter-Rupp – erklärt dazu: „Mit dem Beginn der Kampagne in allen impfbereiten bayerischen Praxen beginnt nun eine neue Phase, um Covid-19 nachhaltig bekämpfen zu können. Die Zahl der gelieferten Impfdosen wird sich im kommenden zweiten Quartal im Vergleich zum ersten Quartal deutlich erhöhen, sodass der erfolgreiche Abschluss der größten Impfkampagnein der Geschichte Bayerns nur über uns Niedergelassene führt – zunächst mehrheitlich über Hausärzte und mit steigender Anzahl der Impfdosen im April auch zunehmend über Fachärzte.“

In diesem Zusammenhang appelliert der Vorstand der KVB an alle bei Haus- und Fachärzten geimpften Bürger, sich sofort nach der in der Praxis erfolgten Erstimpfung aus dem Meldeportal BayIMCO auszutragen. Und auch eine weitere Botschaft ist dem Vorstand der KVB wichtig: Nachsicht mit dem Personal der impfenden Praxen und damit verbunden zwischenzeitliche Geduld bei den Patienten.

„Wir hoffen, dass die Impfzusagen der Hersteller in Zukunft eingehalten werden, da die Impfstofflieferungen bis auf Weiteres der Flaschenhals der Impfkampagne bleiben. Ist die kontinuierliche Versorgung mit Vakzinen sichergestellt, ist der schnellste Weg zur sogenannten Herdenimmunität die Verimpfung aller verfügbaren Impfstoffe über uns Niedergelassene“, erklärt der Vorstand der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns.

Update, 6. April, 9.40 Uhr: Jobcenter muss PC zahlen

Der Regelbetrag bei Hartz-IV-Empfängern deckt nicht die Kosten für die Teilnahme am Homeschooling ab. Betroffene haben einen Anspruch darauf, einen internetfähigen Computern nebst Drucker und Zubehör wie Bildschirm, Tastatur und Maus bereitgestellt zu bekommen. Dies ergibt sich aus einer Entscheidung des Thüringer Landessozialgerichts vom 8. Januar 2021. Alternativ könne das Jobcenter dies auch bis zu einem Betrag von 500 Euro finanzieren, erläutert die Arbeitsgemeinschaft Sozialrecht des Deutschen Anwaltvereins (DAV).

„Die geltend gemachten Kosten stellten einen anzuerkennenden laufenden Mehrbedarf dar“, heißt es in einer Mitteilung. „Die Kosten für einen Computer nebst Zubehör zur Teilnahme am Homeschooling seien im Regelbedarf nicht berücksichtigt.“ Daher entspreche dieser jedenfalls unter den gegenwärtigen Umständen der Corona-Pandemie nicht mehr den realistischen Bedürfnissen. Durch die Schulschließungen sei ein internetfähiges Endgerät erforderlich, um das Recht auf Bildung und Chancengleichheit zu verwirklichen.

Es bestehe jedoch laut Gericht kein Anspruch auf bestmögliche Versorgung, sondern nur auf Befriedigung einfacher und grundlegender Bedürfnisse. Daher müsse im Einzelfall auch ein kostengünstiges und gegebenenfalls gebrauchtes Gerät genügen.

Update, 13.25 Uhr: Innenminister zu Ostern

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann zieht eine positive Bilanz: „Die Corona-Regeln wurden am langen Osterwochenende vorbildlich eingehalten. Die Allermeisten haben den Ernst der Lage erkannt und trotz des schönen Osterwetters die Corona-Schutzmaßnahmen beachtet."

Laut Herrmann gab es lediglich vereinzelte Vorfälle in der Party- und Event-Szene wie größere Ansammlungen an öffentlichen Plätzen. „Bei den meisten der festgestellten Verstöße wurde gegen die Kontaktbeschränkungen oder die geltende nächtliche Ausgangssperre verstoßen“, erklärt der Minister.

An allen Tagen sei auch der Ausflugsverkehr in den Naherholungsgebieten in geregelten Bahnen verlaufen. Ebenfalls seien bislang beim Demonstrationsgeschehen keine besonderen Vorkommnisse zu verzeichnen. Herrmann: „Trotz dieser erfreulichen Bilanz bleibt es wichtig, auch weiterhin konsequent Kontrollen durchzuführen, um die Ausbreitung des hochgefährlichen Coronavirus einzudämmen.“

Die bayerische Polizei habe verstärkt kontrolliert, ob die Corona-Regeln vor allem an beliebten Treffpunkten und Ausflugsorten eingehalten werden. Unterstützt wurden die örtlichen Polizeiinspektionen von Kollegen der Bereitschaftspolizei. Herrmann: „Die Polizei kontrollierte dabei immer mit Augenmaß und Fingerspitzengefühl. Entscheidend für das Einschreiten der Polizei ist das Infektionsrisiko.“

Update, 5. April, 7.05 Uhr: Oberland-Werkstätten und Corona

Corona hat die Arbeit in den Oberland-Werkstätten für Menschen mit Behinderung in Miesbach verändert. Aber auch Nachhaltigkeit ist ein großes Thema. Mehr dazu in unserem Artikel.

Update, 17.45 Uhr: Keine Einschränkungen über Ostern

Das Landratsamt meldet am Donnerstag (1. April) 24 neu positiv Getestete. Damit steigt die 7-Tage-Inzidenz weiter und wird in der Berechnung des Robert-Koch-Instituts (RKI) am Freitag ganz knapp unter 100 landen. In den vergangenen fünf Tagen meldete das RKI für den Landkreis Miesbach eine 7-Tage-Inzidenz zwischen 86 und 98. „Das Infektionsgeschehen im Landkreis ist weiterhin völlig diffus. Auffällig sind lediglich mehrere über den Landkreis verteilte Familien-Cluster“, teilt das Landratsamt mit. Es erwartet, dass die Familien-Cluster nach den Osterfeiertagen weiter zunehmen werden.

Was gilt für den Landkreis, wenn an Ostern die 7-Tage-Inzidenz über 100 steigt?

Eine Änderung der Inzidenzphase tritt erst in Kraft, wenn der Wert der Inzidenz an drei aufeinanderfolgenden Tagen über 100 liegt. Am vierten Tag muss das Landratsamt die Überschreitung dann amtlich bekanntmachen. Die neuen Einschränkungen gelten dann ab dem fünften Tag nach der erstmaligen Überschreitung. Weil die 7-Tage-Inzidenz am Karfreitag unter 100 liegt, gibt es über das Osterwochenende sicher keine weiteren Einschränkungen.

Impfzahlen

Inzwischen erhielten bereits 5.391 Landkreisbürger über 80 Jahre eine Corona-Impfung (entspricht 72 Prozent). Insgesamt wurden bisher 12.684 Landkreisbürger (12,68 Prozent) geimpft. Für die kommende Woche erwartet das Impfteam erst am MIttwoch eine überschaubare Impfstofflieferung.

Kita-Betrieb in der kommenden Woche

Aufgrund des Feiertags am Karfreitag gelten die Inzidenzwerte von Gründonnerstag für die amtliche Bekanntmachung der Landratsämter. „Es ändert sich in der kommenden Woche nichts für die Kitas, weil der heutige Inzidenzwert von 89 laut RKI zwar im Vergleich zur Vorwoche (77) deutlich höher ist, aber nach wie vor unter der Grenze von 100 liegt“, erklärt das Landratsamt.

Ab Montag, 5. April, gilt daher weiterhin: Betreuung aller Kinder in festen Gruppen (eingeschränkter Regelbetrieb). Gleiches gilt für organisierte Spielgruppen und Maßnahmen zur Ferientagesbetreuung. Selbst wenn also die Inzidenz in der kommenden Woche über 100 steigen würde, würden die genannten Regeln bis einschließlich Sonntag, 11. April, gelten.

Update, 16 Uhr: Corona-Schnelltests als Erfolgsmodell

Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek sieht in den Corona-Schnelltests in Apotheken ein Erfolgsmodell. Er erklärt: „Schon in rund 900 Apotheken in Bayern können sich die Bürger mit einem Antigen-Schnelltest mindestens einmal in der Woche kostenlos testen lassen. Damit wächst unser Gratis-Testangebot noch weiter.“

Der Gesundheitsminister macht klar: „Ein negativer Test ist allerdings nur eine Momentaufnahme. Auch mit negativem Testergebnis gelten nach wie vor die Abstands-und Hygieneregeln – das ist gerade vor den Osterfeiertagen besonders wichtig. Ich appelliere an alle Bürger, die Kontakte möglichst einzuschränken. Dennoch wird sich der eine oder andere überlegen, die Familie zu besuchen. Umso wichtiger ist es, durch umfassendes Testen auch asymptomatische Erkrankte zu erkennen und so die weitere Ausbreitung zu verhindern.“

Auch im Landkreis Miesbach bieten zahlreiche Apotheken Corona-Schnelltests an. Eine Übersicht über alle Testmöglichkeiten im Landkreis sind unter www.landkreis-miesbach.de zu finden.

Vorbericht vom 1. April:

  • In Bayern gelten auch an den Ostertagen die derzeit üblichen Kontaktbeschränkungen je nach 7-Tage-Inzidenz: Bis 100 dürfen maximal fünf Personen aus zwei Haushalten zusammenkommen, Kinder unter 14 Jahren nicht mitgerechnet. Steigt der Wert über 100, dürfen Angehörige eines Haushalts sich nur noch mit einer weiteren Person treffen.
  • Reisen im Inland und auch ins Ausland sind nicht verboten, aber unerwünscht. Laut Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) stehen die Ostertage Anfang April unter der Devise „Wir bleiben zu Hause“. In Deutschland bleiben Hotels, Pensionen, Ferienwohnungen und Campingplätze weiterhin für touristische Übernachtungen geschlossen. Wer ins Ausland fährt, muss anschließend mit Tests und Quarantäne rechnen.
  • Gründonnerstag und Karsamstag sind normale Werktage, an denen – wo vorgesehen – gearbeitet wird und man problemlos seine Einkäufe erledigen kann. Die zunächst beschlossene Ruhezeit vom 1. bis 5. April wurde wieder zurückgenommen.
  • Präsenzgottesdienste zu Ostern sind per se nicht verboten, aber ebenfalls unerwünscht. Bund und Länder appellieren an die Kirchengemeinden, jegliche Treffen virtuell durchzuführen.
  • In Landkreisen und kreisfreien Städten mit einer 7-Tage-Inzidenz über 100 gelten Ausgangssperren von 22 bis 5 Uhr. Dann darf die Wohnstätte nur noch aus wenigen triftigen Gründen verlassen werden.

ft; ksl

Auch interessant

Mehr zum Thema:

Meistgelesene Artikel

Corona im Landkreis Miesbach: Zahl der Neuinfektionen steigt rasant
Miesbach
Corona im Landkreis Miesbach: Zahl der Neuinfektionen steigt rasant
Corona im Landkreis Miesbach: Zahl der Neuinfektionen steigt rasant
Stadtradeln 2021: Sieger aus Stadt und Landkreis Miesbach geehrt
Miesbach
Stadtradeln 2021: Sieger aus Stadt und Landkreis Miesbach geehrt
Stadtradeln 2021: Sieger aus Stadt und Landkreis Miesbach geehrt
Medical Park Bad Feilnbach lädt zum persönlichen Kennenlernen ein
Miesbach
Medical Park Bad Feilnbach lädt zum persönlichen Kennenlernen ein
Medical Park Bad Feilnbach lädt zum persönlichen Kennenlernen ein
Gmunds Bürgermeister beglückwünscht herausragende Absolventen
Miesbach
Gmunds Bürgermeister beglückwünscht herausragende Absolventen
Gmunds Bürgermeister beglückwünscht herausragende Absolventen

Kommentare