Aktuelle Infos im News-Ticker

Coronavirus im Landkreis Miesbach: Impf-Anschreiben an Über-80-Jährige

Die erste Corona-Impfung im Landkreis: Dr. Thomas Straßmüller impft Renate Zehetmeier, Bewohnervertreterin im Seniorenzentrum „Der Schwaighof“ in Tegernsee.
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Die erste Corona-Impfung im Landkreis: Dr. Thomas Straßmüller impft Renate Zehetmeier, Bewohnervertreterin im Seniorenzentrum „Der Schwaighof“ in Tegernsee.

Landkreis – Der Landkreis Miesbach ist nach dem Frühjahr zum zweiten Mal Corona-Hotspot. Aktuelle Infos zu Covid-19 gibt es in unserem News-Ticker:

Das Wichtigste in Kürze:

  • Neue Corona-Regeln treten am 9. Dezember in Kraft – auch im Landkreis Miesbach. Die bayerische Staatsregierung hat erneut den Katastrophenfall ausgerufen und den Lockdown verschärft.
  • Am 27. Dezember sind die ersten Personen im Landkreis Miesbach gegen das Coronavirus geimpft worden.
  • Zahlreiche Veranstaltungen sind abgesagt wegen der aktuellen Entwicklungen.

Service:

Update, 31. Dezember, 18.45 Uhr: Neuer News-Ticker

Hier geht es zum neuen Ticker mit allen aktuellen Informationen rund um das Coronavirus im Landkreis Miesbach.

Update, 30. Dezember, 16.25 Uhr: Impfungen schreiten gut voran

Mediziner Thomas Straßmüller ist derzeit täglich in einer anderen Pflegeeinrichtung im Landkreis Miesbach zu Gast und führt dort Corona-Schutzimpfungen durch. Am Sonntag (27. Dezember) wurden 100 Dosen verimpft, am Dienstag (29. Dezember) 159 Dosen und bis Mittwochabend kommen weitere etwa 100 Dosen hinzu. Geimpft werden jeweils alle Bewohner der Einrichtungen, die der Impfung freiwillig zustimmen, sowie das Personal in den Einrichtungen ebenfalls auf freiwilliger Basis.

Unterstützt wird der Arzt von einem kleinen Ärzteteam und Mitarbeitern des BRK-Kreisverbandes Miesbach. Ab 15. Januar starten die Reihentermine in den Einrichtungen für die notwendige zweite Impfung. „Der Plan wäre, dass wir bis Ende Januar alle Pflegeeinrichtungen mit Impfstoff versorgt haben. Dann können hoffentlich wir Ärzte und die Koordinierungsgruppe, vor allem aber die Angehörigen aufatmen, denn der Impfstoff soll schwere Krankheitsverläufe abmildern.“

Dieser Zeitplan wurde am Mittwochnachmittag durchkreuzt: Das Gesundheitsministerium teilte mit, dass in der ersten Januarwoche mit keinen Lieferungen zu rechnen ist. Der Zeitplan verzögert sich also dadurch voraussichtlich, teilt Sprecherin Sophie-Marie Stadler vom Landratsamt in Miesbach mit.

Der limitierende Faktor in den Planungen ist nach wie vor die Verfügbarkeit des Impfstoffs: Bis Ende 2020 werden dem Landkreis Miesbach 750 Impfdosen zugeteilt worden sein – 100 am 26. sowie jeweils 325 am 28. und 31. Dezember. Für das neue Jahr ist noch nicht bekannt, wie viele Dosen und wann diese zugeteilt werden.

Daher kann auch noch kein Impfstart für die priorisierte Gruppe der Bürger über 80 Jahren im Impfzentrum in Hausham benannt werden. Solange nicht klar ist, wann ausreichend Impfstoff zur Verfügung steht, können noch keine Termine vergeben werden. „Sobald absehbar ist, dass ausreichend Impfstoff zur Verfügung steht, werden alle Landkreisbürger über 80 Jahren unverzüglich per Post vom Impfzentrum angeschrieben und können dann einen Termin im Impfzentrum in Hausham vereinbaren. Sie können einen Termin auch ohne Anschreiben ausmachen, sobald das Impfzentrum geöffnet hat, wenn sie ihr Alter nachweisen. Die Briefe für die 7.500 Menschen über 80 Jahren werden zeitnah verschickt, sinnvollerweise dann, wenn ausreichend Impfstoff angekündigt ist und geliefert wird“, erklärt Impfzentrumsorganisatorin Beate Faus.

Anrufer an der Hotline des Impfzentrums würden zunehmend ungeduldig, dass noch keine Termine vereinbart werden können. Die Unsicherheit sei gerade bei älteren Menschen, bei denen ein schwerer Krankheitsverlauf wahrscheinlicher ist, absolut verständlich. Deshalb würden Menschen über 80 Jahren auch priorisiert und können zuerst Termine vereinbaren, sobald eben der Impfstoff verfügbar ist. Bereits jetzt können Menschen über 80 Jahren auf der Seite www.landkreis-miesbach.de/impfzentrum den Anamnesebogen herunterladen und ausfüllen. Auf diesem Blatt müssen die Krankengeschichte und mögliche Medikamente dokumentiert werden, bevor die Impfung durchgeführt wird. Angehörige werden gebeten, Menschen über 80 Jahren beim Ausfüllen zu unterstützen. Bei längeren Krankheitsgeschichten empfiehlt sich, den Hausarzt hinzuzuziehen.

Unterdessen sei noch keine Entlastung beim Ausflugstourismus zu spüren. Landrat Olaf von Löwis hatte sich am Montag (28. Dezember) per SMS an Landtagspräsidentin und Stimmkreisabgeordnete Ilse Aigner sowie an Ministerpräsident Markus Söder gewandt. Beide reagierten prompt auf seine Anfrage.

Söder riet von Löwis, Sperrungen und Betretungsverbote zu prüfen. „Das ist die ultima ratio“, betont von Löwis. Denn klar müsse auch sein: Sperrungen oder Betretungsverbote gelten für alle, auch für die Einheimischen. Rechtlich ist es nicht möglich, zwischen einem Landkreisbürger und einem Bewohner eines anderen Landkreises zu unterscheiden. Von Löwis lässt diese rechtlichen Möglichkeiten gerade prüfen.

„Der Ansturm, beispielsweise am Dienstag am Spitzingsee mit einem über dreieinhalb Kilometer langen Stau schon am Vormittag bestätigt, dass wir überrannt werden“, sagt er. Nicht nur auf den Straßen entwickelt sich der überbordende Ausflugstourismus zum Problem: Am Dienstagnachmittag (29. Dezember) sind innerhalb einer Stunde gleich vier Schlittenfahrer mit Knöchelbrüchen ins Krankenhaus Agatharied eingeliefert worden. Von Löwis und Aigner haben daher mit den umliegenden Landräten Kontakt gesucht. „Dort sagte man mir, dass der Druck in anderen Landkreisen aktuell nicht so stark sei wie speziell am Spitzingsee“, sagt von Löwis.

Update, 16.45 Uhr: Landrat mit Appell an Markus Söder

Dem Gesundheitsamt Miesbach wurden am 23. Dezember 48 Neuinfektionen und Heiligabend sogar 68 Neuinfektionen gemeldet – die zweit- und dritthöchste Anzahl an Neuinfektionen pro Tag seit Beginn der Pandemie. Mehr Fälle (98) wurden nur am 23. März gemeldet. Die 7-Tage-Inzidenz ist mit über 200 so hoch wie nie im Landkreis.

Seit Heiligabend wurden mit 51 Fällen in vier Tagen zwar wieder deutlich weniger Fälle gemeldet, aber Entwarnung gibt das Gesundheitsamt nicht – im Gegenteil. Weil viele Arztpraxen über die Feiertage geschlossen gehabt hätten, geht das Gesundheitsamt davon aus, dass viele erst jetzt zum Testen gehen und die Zahlen in den kommenden Tagen erneut steigen.

Das Infektionsgeschehen im Landkreis ist nach wie vor diffus, das heißt durch alle Gemeinden und Bevölkerungsgruppen verteilt. Jedoch sind kurz vor beziehungsweise an den Feiertagen einige größere Cluster aufgedeckt worden:

  • Ein Bewohner einer Asylgemeinschaftsunterkunft in Warngau wurde positiv auf das Virus getestet. Er und sein direkter Mitbewohner wurden daraufhin für die Quarantänezeit in eine andere, leer stehende Wohnung im Landkreis verlegt. Der anschließende Reihentest in der Einrichtung zeigte allerdings, dass das Virus schon weit verbreitet ist: 25 der 45 Getesteten sind positiv. Es macht infektiologisch keinen Sinn mehr, so viele positive Bewohner für die Quarantänezeit in andere Unterkünfte zu verlegen. Abgesehen davon, dass die freien Kapazitäten in der Unterbringung von Geflüchteten sehr begrenzt sind. Die Bewohner bleiben also in der Unterkunft. Ihnen wird dort der Aufenthalt im Freien durch die Abgrenzung des Grundstücks mit einem Bauzaun ermöglicht.
  • Weiter verantwortlich für den starken Anstieg der Zahlen sind vier Familien-Infektionscluster. In vier einzelnen Familienverbänden sind jeweils bis zu zehn Personen positiv getestet worden.
  • Bei den übrigen Fällen handelt es sich um Einzelfälle oder kleinere Haushalte.

Dem Gesundheitsamt wurden außerdem vier weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus gemeldet: Drei Männer und eine Frau, alle in sehr hohem Alter, verstarben an oder mit dem Virus. Insgesamt sind bisher 21 Personen an oder mit dem Virus verstorben, elf davon seit dem 8. Dezember.

Trotz steigender Infektionszahlen und hoher Inzidenz ordnet das Landratsamt Miesbach derzeit keine weiteren, verschärfenden Maßnahmen in Ergänzung zu den bekannten Maßnahmen der Staatsregierung an. Landrat Olaf von Löwis hat jedoch am Montag (28. Dezember) Ministerpräsident Markus Söder und Landtagspräsidentin Ilse Aigner um Unterstützung wegen des überbordenden Ausflugstourismus gebeten. Seine SMS an den Ministerpräsidenten im Wortlaut:

„Lieber Markus,

ich nerve dich nur sehr ungern per SMS. Aber bei uns ufert der Tagestourismus aus. Es brennt wirklich (Spitzingsee, Schliersee und andere). Was kann man tun, um die Ausflugswilligen zu sensibilisieren und zu informieren? Unser Krankenhaus befürchtet zurecht, dass die Notaufnahme durch die vermutlich vermehrt auftretenden Verletzungen überlastet wird. Auch unser Krankenhaus hat mit den Corona-Patienten, die zunehmen, mehr als genug zu tun. Der Appell „Bleibt zu Hause“ muss durch Regeln bei der Ausgangsbeschränkung untermauert werden. Die Polizei ist am Limit.

Danke und herzliche Grüße 

Dein Olaf“

Landrat von Löwis untermauert seinen Vorstoß: „Ich bin entsetzt, wenn ich die Bilder von den Autokolonnen und den überfüllten Parkplätzen vom Wochenende sehe. Ich verstehe ja, dass jeder bei schönem Wetter raus in die Natur will. Aber wir stecken mitten in einer weltweiten Pandemie! Dann muss man halt mal eine zeitlang nur von der eigenen Haustüre aus spazieren gehen und kann nicht aufs Land fahren. Man muss ja auch bedenken: Verletzt sich jemand beim Spaziergang, beim Wandern oder beim Schlittenfahren in unserem Landkreis, kommt er mit hoher Wahrscheinlichkeit in unser Kreiskrankenhaus Agatharied. Wir dürfen die lokalen Notaufnahmen nicht überlasten! Die Mitarbeiter des Krankenhauses arbeiten seit Monaten am Limit. Wir müssen alle Kräfte auf die Versorgung von Corona-Patienten und Notfällen konzentrieren. Ich bitte noch einmal alle Ausflügler: Bleiben Sie zu Hause! Seien Sie verantwortungsvoll den Landkreisen an der Alpenkette und deren Bewohnern gegenüber! Ich hoffe sehr auf die Unterstützung der Staatsregierung für uns und die umliegenden Landkreise und dass man uns die notwenigen Mittel an die Hand gibt, die wir brauchen, um den überbordenden Ausflugstourismus in den Griff zu bekommen. Wir brauchen eine gemeinsame Lösung!“

Ilse Aigner hat sich bereits telefonisch bei von Löwis zurückgemeldet und versprochen, das Thema auf Regierungsebene zu besprechen, teilt Sprecherin Sophie-Marie Stadler mit.

Update, 28. Dezember, 9.20 Uhr: Impfstart im Landkreis Miesbach

Die ersten 100 Dosen Impfstoff gegen das Coronavirus wurden am Sonntag (27. Dezember) im Landkreis Miesbach verimpft. 77 Bewohner und 19 Mitarbeiter aus dem Seniorenzentrum „Der Schwaighof“ in Tegernsee sowie vier Mitarbeiter des Impfteams vor Ort meldeten sich freiwillig zur ersten Impfung im Landkreis an, teilt Sprecherin Sophie-Marie Stadler vom Landratsamt in Miesbach mit. Damit sind etwa 75 Prozent aller Bewohner dieser Pflegeeinrichtung gegen das Virus geimpft.

Die Impfungen wurden durch Thomas Straßmüller, den ärztlichen Leiter des Impfzentrums im Landkreis, vorgenommen. Er wurde von mehreren Ärzten sowie von Mitarbeitern des BRK-Kreisverbands unterstützt.

„Der Impfstart ist geglückt“, resümiert Dr. Straßmüller. Es habe keine Probleme bei den Impfungen gegeben. Alle frisch Geimpften würden nun wie bei allen Impfungen üblich die nächsten Tage beobachtet. In genau 21 Tagen erfolgt dann die zweite Impfung. Der Impfstoff dafür wird nicht aufbewahrt, sondern soll bis dahin wieder frisch geliefert werden.

 „Mit der am 23. Dezember angekündigten, sehr überschaubare Menge von 100 Impfdosen konnten wir zum Start gut arbeiten. Spannend wird, wie viele Dosen in den nächsten Tagen kommen. Wir müssen sehr flexibel sein und die Planung bei Bedarf möglicherweise sehr kurzfristig anpassen“, sagt Dr. Straßmüller. Diese Mühe sei es aber wert: „Wenn wir es so schaffen, die Pflegeeinrichtungen im Landkreis gut durch die Krise zu bekommen, dann fällt uns ein großer Stein vom Herzen.“

Auch Landrat Olaf von Löwis ist zuversichtlich: „Das Team ist enorm engagiert und war auch über die Weihnachtsfeiertage jeden Tag im Dienst. Wir hängen in der weiteren Planung von der Verfügbarkeit des Impfstoffes ab. Aber bin ich sehr zuversichtlich, dass dank der hervorragenden Planung unserer Impfzentrumsverantwortlichen jeder Landkreisbürger, der möchte, bald geimpft werden kann.“

Beate Faus, die den Betrieb des Impfzentrums organisiert, umreißt – soweit das aktuell möglich ist – das weitere Vorgehen: „Für dieses Jahr sind noch zwei Lieferungen für alle Landkreise angekündigt. Beide Male sollen ungefähr 325 Dosen pro Landkreis geliefert werden, wobei sich Landkreise die Chargen teilen und daher einige Landkreise den Impfstoff in anderen Landkreisen abholen und ins eigene Impfzentrum verbringen müssen.“ Der Zeitplan für diese Aufteilung zwischen den Landkreisen wurde noch nicht bekanntgegeben. Die Planung für alle Beteiligten wird durch diese zeitliche Ungewissheit deutlich erschwert, weil der Impfstoff nur wenige Tage haltbar ist. Der Sonntag verwendete Impfstoff wurde am Samstag von Vertretern des Katastrophenschutzes beim Landratsamt von einer zentralen Verteilungsstelle der Staatsregierung abgeholt.

Die Bewohner und Mitarbeiter von Pflegeeinrichtungen sollen gemäß der Impfverordnung des Bundesgesundheitsministeriums zuerst die Möglichkeit haben, sich impfen zu lassen. Sobald also in den kommenden Tagen wieder Impfstoff zur Verfügung steht, besuchen die mobilen Impfteams nacheinander die weiteren acht Pflegeeinrichtungen im Landkreis. Vor dem Impftermin besuchen Ärzte die Einrichtungen und klären Fragen der Bewohner.

Die nächsten Einrichtungen wurden von Dr. Straßmüller schon festgelegt und die Aufklärung der Bewohner hat bereits begonnen. Die Einrichtungen werden jedoch nicht vorab öffentlich bekanntgegeben, um mögliche Begehrlichkeiten vom Impfstoff abzuwenden, der rund um die Uhr bewacht wird.

Sobald alle der zirka 850 Bewohner von Pflegeeinrichtungen, die sich impfen lassen wollen, sowie die Mitarbeiter der Pflegeeinrichtungen sich auf Wunsch haben impfen lassen, öffnet das Impfzentrum in Hausham. Dann können Menschen über 80 Jahren Termine im Impfzentrum vereinbaren. „Sobald klar ist, wann der Impfstoff kommt, geben wir unverzüglich alle Möglichkeiten der Terminvergabe bekannt“, verspricht Impfzentrumsorganisatorin Beate Faus.

Update, 27. Dezember, 14.50 Uhr: 3.500 FFP2-Masken für Krisenstab

Zahnarzt Siegfried Marquardt hat mit seiner Praxis „Zahngesundheit am Tegernsee“ 3.500 FFP2-Masken an den Krisenstab des Landkreises Miesbach gespendet.

Seine Motivation dazu ist vielschichtig: Zum einen möchte er dem Katastrophenschutz im Landkreis Danke sagen für die umgehende und unbürokratische Hilfe beim ersten Lockdown. Zum anderen empfinde er es als seine Bürgerpflicht, die staatlichen, aber knappen Zuwendungen über die Apotheken zu entlasten und zu unterstützen.

Die Masken werden für das Personal im Impf- und im Testzentrum verwendet sowie bei möglichen Ausbrüchen in Pflegeeinrichtungen. „Als Zahnärzte sind wir auch unabhängig von Corona bestens mit dem Thema Hygiene vertraut“, sagt Siegfried Marquardt. Er weiß, wie wichtig Masken sind, um die Pandemie zu bekämpfen. Es müsse also niemand Angst haben, während der Pandemie zum Zahnarzt zu gehen.

Die Praxis „Zahngesundheit am Tegernsee“ hat 3.500 FFP2-Masken an den Krisenstab im Landkreis Miesbach gespendet: (v.l.) Dr. Siegfried Marquardt, Landrat Olaf von Löwis und Christian Pölt, Leiter des Katastrophenschutzes.

Ganz im Gegenteil: „Die Hygienemaßnahmen sind bei Zahnärzten sowieso schon so hoch, dass so gut wie keine Ansteckungen bekannt sind, obwohl notwendigerweise ein enger Kontakt zwischen Arzt und Patient besteht“, erklärt Siegfried Marquardt. Weitere Vorkehrungen wie zum Beispiel hocheffiziente und unschädliche Plasmafeld-Luftdesinfektionsgeräte hat er zusätzlich angeschafft. Auch kommen inzwischen hochwirksame antivirale Mundspülungen regelmäßig zum Einsatz.

Landrat Olaf von Löwis holte die Spende zusammen mit Christian Pölt, Leiter des Katastrophenschutzes beim Landratsamt, persönlich in der Praxis ab. „Es ist wichtig, dass die Menschen trotz der Pandemie zum Zahnarzt gehen. Niemand muss sich aus Angst vor einer Ansteckung mit Zahnschmerzen durch die Pandemie quälen. Unsere Zahnärzte sind optimal vorbereitet. Herzlichen Dank an Dr. Marquardt für die großzügige Spende aus seinem Maskenvorrat.“

Update, 16.15 Uhr: Neue Plattform zum Impfzentrum

Für alle Informationen rund um die Corona-Schutzimpfung und das Impfzentrum im Landkreis Miesbach gibt es nun eine zentrale Plattform unter www.landkreis-miesbach.de/impfzentrum. Dort sind alle Informationen rund um Terminvereinbarung, Priorisierung des Impfstoffs sowie Fragen und Antworten rund um die Impfung übersichtlich und an einem Ort zusammengefasst.

Die ersten Impfungen starten am Sonntag, 27. Dezember, in einer Pflegeeinrichtung im Landkreis. Für Sonntagnachmittag kündigt das Landratsamt einen ausführlichen Bericht zum Impfstart an. 

Update, 23. Dezember, 13.05 Uhr: Besuchsverbot im Krankenhaus

Das Krankenhaus Agatharied erlässt mit sofortiger Wirkung ein Besuchsverbot für die gesamte Klinik. Diese Maßnahme wurde notwendig, nachdem seit Dienstagabend (22. Dezember) fünf Patienten positiv auf das SARS-CoV2-Virus getestet wurden, obwohl ein erster Test bei deren Aufnahme jeweils negativ ausgefallen war.

Zum Schutz der Patienten wurde neben dem Besuchsverbot auch ein partieller Aufnahmestopp für einzelne Stationen verhängt. Die Behandlung von Notfallpatienten ist nicht eingeschränkt. In dringenden Notfällen können Ausnahmen vom Besuchsverbot zugelassen werden. Diese sind in jedem Einzelfall mit der zuständigen Station abzustimmen.

Update, 16.45 Uhr: Asylunterkunft in Quarantäne

Eine Asylunterkunft für 52 Personen in der Gemeinde Warngau musste am Dienstag (22. Dezember) unter Quarantäne gestellt werden, nachdem ein Bewohner positiv auf das Coronavirus getestet wurde, teilt Sprecherin Sophie-Marie Stadler vom Landratsamt Miesbach mit. Der positiv getestete Bewohner und sein direkter Zimmernachbar verbringen die Quarantäne in einer anderen, aktuell leerstehenden Unterkunft im Landkreis. Für die übrigen 50 Bewohner, darunter 17 Kinder, gilt eine vorerst 14-tägige Quarantäne. Um den Bewohnern den Aufenthalt an der frischen Luft zu ermöglichen, wurde rund um die Einrichtung ein Bauzaun errichtet. 

Seit etwa einer Woche melden zudem unterschiedliche Behörden unterschiedliche Zahlen an im Zusammenhang mit dem Coronavirus verstorbenen Personen für den Landkreis Miesbach. Das Gesundheitsamt Miesbach konnte sich die unterschiedlichen Zahlen nicht erklären und ist daher in den vergangenen Tagen mit Hochdruck der Ursache auf den Grund gegangen. Dabei ist man auf folgendes Problem gestoßen: Bei zeitgleich mehreren Personen war die Meldeadresse und damit die Zuständigkeit des Gesundheitsamtes nicht klar. Inzwischen wurden die Zahlen korrigiert.

„Normalerweise werden alle Daten von dem Gesundheitsamt gemeldet, in dessen Zuständigkeitsbereich die Person ihren ersten Wohnsitz hat“, erklärt die Sprecherin. „Gerade aber, wenn sehr viele Zahlen gleichzeitig eintreffen oder es plötzlich zahlreiche Verstorbene gibt, ist es möglich, dass ein Gesundheitsamt versehentlich Fälle im Zuständigkeitsbereich eines anderen Gesundheitsamtes meldet.“ Dieses Problem tritt beispielsweise auch auf, wenn Bewohner von Pflegeeinrichtungen nicht in ihrer Pflegeeinrichtung, sondern an ihrer Heimatadresse gemeldet sind. Wenn der Landkreis der Pflegeeinrichtung nicht mit dem Heimat-Landkreis übereinstimmt, welches Gesundheitsamt ist dann zuständig?

Dasselbe Problem existiert bei Schulen: Nicht jeder geht in seinem Heimat-Landkreis in die Schule. Das fordert sehr viel Zusammenarbeit über Landkreisgrenzen hinweg. „Die Gesundheitsämter versuchen ihr Möglichstes, aber leider funktioniert die gegenseitige Meldung nicht immer ganz reibungslos – daher kam es, dass erst LGL und RKI von mehreren im Zusammenhang mit dem Coronavirus Verstorbenen berichteten, bevor es das Gesundheitsamt Miesbach tat“, erklärt Sophie-Marie Stadler.

In der sogenannten zweiten Corona-Welle sind bisher sieben Personen an oder mit dem Coronavirus verstorben: zwei am 8. Dezember, eine am 15., zwei am 16., eine am 17. und eine am 21.. Es handelt sich um sechs Frauen und einen Mann im Alter von 70 bis 92 Jahren. Fünf von ihnen wohnten in unterschiedlichen Pflegeeinrichtungen im und außerhalb des Landkreises. Gemäß den Richtlinien von LGL und RKI wird nicht unterschieden, ob eine Person am oder mit dem Coronavirus verstirbt. Insbesondere die Bewohner von Pflegeeinrichtungen haben meist eine längere Krankheitsgeschichte hinter sich.

Wie bereits berichtet, war zuletzt auffällig, dass ältere Personen in den Pflegeeinrichtungen sehr lange positiv sind – teilweise mehrere Wochen. Zum Tod führen oft mehrere Gründe, wie das Gesundheitsamt erklärt: die Vorerkrankungen, die zusätzliche Belastung durch das Virus, letztendlich auch irgendwann der fehlende Lebenswille, noch weiter gegen die Krankheiten zu kämpfen.

Aktuell haben alle Pflegeeinrichtungen im Landkreis den Kampf gegen das Virus sehr gut im Griff. Es gibt nur noch vereinzelte Fälle im untersten einstelligen Bereich, die aktuell in Quarantäne sind, und keine Neuinfektionen.

Der Vollständigkeit halber sei erwähnt, dass im Sommer zwei Frauen und ein Mann im sehr hohen Alter verstorben sind, die sich im Frühjahr mit dem Virus infiziert hatten, erklärt die Sprecherin. Da zwischen Infektion und Tod mehrere Monate liegen, zählen sie nicht als Corona-Tote und werden auch nicht in der Statistik geführt.

„Es ist trotz größter Bemühungen leider nicht auszuschließen, dass auch künftig überregionaler Abstimmungsbedarf besteht bei der Meldung von Infizierten und Verstorbenen und dass es auch weiterhin zu kurzfristigen Korrekturen kommen muss“, teilt Sophie-Marie Stadler mit. „Auch wenn es sich vermeintlich leicht anhört, die Zahlen zu melden und den Überblick zu behalten, ist es das nicht. Der Teufel liegt im Detail: Jeder der 2.160 Fälle ist ein Einzelfall und wird vom Gesundheitsamt bestmöglich betreut. Sollte es dabei zu menschlichen oder der extrem hohen Arbeitsbelastung geschuldeten Fehlern kommen, bitten wir dies zu entschuldigen.“

Update, 22. Dezember, 15.40 Uhr: Besuchsverbot in kbo-Klinik

Ab sofort besteht ein Besuchsverbot in der kbo-Lech-Mangfall-Klinik Agatharied. Darüber informiert Sprecherin Barbara Falkenberg. Bei begründeten Ausnahmen ist vor dem Besuch der zuständige Arzt zu kontaktieren. Das Besuchsverbot gilt vorerst und bis auf Weiteres bis zum 10. Januar.

„Diese und alle weiteren Maßnahmen erfolgen in enger Absprache mit dem Gesundheitsamt Miesbach sowie in Kooperation mit dem Krankenhaus Agatharied“, heißt es in einer Mitteilung.

Update, 21. Dezember, 17.25 Uhr: Impfkonzept steht

Das Impfkonzept für den Landkreis Miesbach nimmt Gestalt an: Voraussichtlich kann am Sonntag, 27. Dezember, mit den ersten Impfungen begonnen werden. Voraussetzung dafür ist, dass bis dahin Impfstoff geliefert wird. „Die Anzahl der Personen, die gleich zu Beginn geimpft wird, wird voraussichtlich überschaubar sein, da einkalkuliert werden muss, dass auch ausreichend Dosen für die zweite Impfung nach 21 Tagen vorhanden sein müssen“, erklärt Sprecherin Sophie-Marie Stadler vom Landratsamt in Miesbach. „Wir gehen von einer Anzahl im niedrigen bis mittleren dreistelligen Bereich aus.“

Zuerst werden Bewohner der neun Pflegeeinrichtungen im Landkreis geimpft. Diese wurden bereits im Vorfeld abgefragt, ob sie eine Impfung gegen das Virus wünschen. Es gibt keine Impfpflicht. Auch die Bewohner von Pflegeeinrichtungen werden nur auf freiwilliger Basis geimpft. In den kommenden Tagen werden Ärzte die Einrichtungen besuchen und die Bewohner über die Impfung aufklären.

Klar ist inzwischen auch, dass die ersten Chargen nur von mobilen Impf-Teams verimpft werden, die die Pflegeeinrichtungen besuchen. Das Impfzentrum in Hausham wird also vorerst nicht geöffnet. Erst, wenn alle Bewohner von Pflegeeinrichtungen, die eine Impfung wünschen, versorgt sind, wird auch eine Impfung nach Terminvergabe vor Ort möglich sein. „Jedoch ist noch nicht sicher, wann ausreichende Mengen an Impfstoff vorhanden sind, sodass das Impfzentrum in Betrieb genommen werden kann“, erläutert Sophie-Marie Stadler. „Es wird mit großer Wahrscheinlichkeit aber nicht mehr in diesem Jahr sein.“ Die Öffentlichkeit werde unverzüglich informiert, wenn Termine vereinbart werden können.

Kurzfristig wird der Impfstoff keine Entlastung bringen. Die Inzidenz im Landkreis ist vermeintlich niedrig. Jedoch vermutet das Gesundheitsamt, dass einige Menschen sich nicht testen lassen, weil sie fürchten, über Weihnachten in Quarantäne zu müssen. Dafür, dass das Virus weit verbreitet ist, spricht, dass bei Reihentests anteilig viele positive Fälle aufgedeckt werden. Das Gesundheitsamt geht daher davon aus, dass die Zahlen nach den Feiertagen wieder deutlich ansteigen.

Landrat Olaf von Löwis wendet sich daher mit eindringlichen Worten an die Bürger:

„Viele Mensch sind sehr leichtfertig, vielleicht, weil sie die Lage erst dann ernst nehmen, wenn die Situation richtig schlimm ist. Für viele muss erst etwas passieren, bis sie die Maßnahmen akzeptieren. In den vergangenen zehn Tagen sind sieben Menschen an oder mit dem Virus verstorben. Natürlich kann man sagen: Die waren alle schon älter und hatten sicher Vorerkrankungen. Diesen Menschen entgegne ich: Bei den Verstorbenen war auch eine 70-jährige Frau dabei. Das ist kein Alter zum Sterben.

Ja, die Maßnahmen sind hart. Ja, die Maßnahmen schmerzen. Ja, viele haben Existenzängste, wie es nächstes Jahr weitergeht. Aber die Maßnahmen sind dringend erforderlich. Wenn wir uns alle in den nächsten Wochen diszipliniert und rücksichtsvoll verhalten, besteht die Hoffnung, dass die Infektionszahlen sinken und wir bald zur Normalität zurückkehren können. Das ist die Voraussetzung, dass unser Gesundheitssystem weiterhin funktioniert und jeder versorgt wird, auch wenn er lediglich einen Herzinfarkt oder einen Schlaganfall hat.

Ich habe keinerlei Verständnis für Menschen, die sich absichtlich den Regeln widersetzen. Vorbeugen scheint für viele zu mühsam zu sein. Natürlich herrscht auch ein großer Egoismus und eine Rücksichtslosigkeit – ging es uns in den vergangenen Jahrzehnten zu gut? Sind wir verwöhnt? Ja. Das Anspruchsdenken ist in unserer Gesellschaft weit verbreitet.

Selbstverantwortung ist für viele nur schwer umzusetzen. Gott sei Dank nehmen die meisten Menschen Rücksicht auf diejenigen, die eine Infektion mit großer Wahrscheinlichkeit nicht überleben würden. Das macht mir Hoffnung, dass es doch noch Toleranz, Empathie und Nächstenliebe gibt.

Ich bitte Sie wirklich inständig: Beschränken Sie auch zu den Feiertagen Ihre Kontakte so weit wie möglich. Ich weiß, dass es schwer ist. Ich weiß, dass niemand mehr Lust darauf hat. Ich auch nicht, das können Sie mir glauben. Aber es hilft nichts. Wenn uns die Situation einmal entglitten ist, ist es fast unmöglich, sie wieder zu beherrschen.

Ich wünsche Ihnen trotz allem ein schönes Weihnachtsfest und viel Gesundheit für das neue Jahr.“

Update, 18. Dezember, 14.45 Uhr: Aktuelle Fallzahlen

Die ausschlaggebende 7-Tage-Inzidenz liegt laut den aktuellen Zahlen des Landratsamtes Miesbach am Freitag (18. Dezember) bei 133 Fällen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen 7 Tagen. Die Zahl der positiv Getesteten liegt aktuell bei 2.115 – 250 Fälle davon sind derzeit aktiv. Diese verteilen sich auf den Landkreis Miesbach wie folgt:

  • Holzkirchen: 52 aktive Fälle
  • Miesbach: 36
  • Hausham: 26
  • Schliersee: 17
  • Otterfing: 16
  • Gmund und Valley: 13
  • Waakirchen: 12
  • Fischbachau: 11
  • Irschenberg: 10
  • Rottach-Egern und Warngau: 8
  • Weyarn: 7
  • Bad Wiessee, Kreuth und Tegernsee: 5
  • Bayrischzell: 3

Update, 15.15 Uhr: Was der Katastrophenfall bedeutet

Seit 9. Dezember gilt in Bayern erneut der Katastrophenfall. Daher ist auch im Landkreis Miesbach die Führungsgruppe Katastrophenschutz wieder zusammengetreten. Doch was ändert sich durch die Feststellung des K-Falls?

Das Landratsamt ist Untere Katastrophenschutzbehörde. Im dort eingerichteten Krisenstab laufen also, sobald der Katastrophenfall festgestellt wird, die Fäden zusammen. Der Vorteil des Katastrophenfalls ist die zentrale Bündelung von Kräften an einer Stelle, die die Übersicht über alle Maßnahmen und Einheiten im Landkreis behält.

Im Gegensatz zum Schnee-Katastrophenfall von 2019 wurde der K-Fall aber nicht auf Landkreis-Ebene, sondern für den gesamten Freistaat festgestellt. Die Kreisverwaltungsbehörden müssen Krisenstäbe einrichten und regelmäßig Meldung an den Krisenstab der Regierung von Oberbayern geben, die dann wiederum für ganz Oberbayern an den Krisenstab des Innenministeriums meldet.

Im Landkreis Miesbach gibt es aktuell zwei Gremien, die sich mit der Pandemie-Bekämpfung beschäftigen: Die Koordinierungsgruppe Corona, die schon seit dem Ende des letzten K-Falls besteht, und die Führungsgruppe Katastrophenschutz seit Feststellung des aktuellen K-Falls. Zuerst sollten beide Gruppen zusammengelegt werden, um Ressourcen zu sparen. Es ist jedoch sinnvoller, beide Gruppen vorerst parallel tagen zu lassen.

In der Koordinierungsgruppe wird beispielsweise besprochen, wie die von der Staatsregierung beschlossenen Maßnahmen umgesetzt werden können. Das Gesundheitsamt berichtet zudem immer über das aktuelle Infektionsgeschehen und welche Hotspots es möglicherweise gibt.

Die Führungsgruppe Katastrophenschutz arbeitet technischer: Dort sind neben der Katastrophenschutzbehörde alle Blaulicht- und Hilfsorganisationen (Feuerwehr, THW, BRK, Kreisverbindungskommando der Bundeswehr, Polizei und Integrierte Leitstelle) vertreten. Sie kümmern sich zusammen um die logistische Umsetzung, ganz aktuell beispielsweise um den Aufbau des Impfzentrums. Auch das Testzentrum wurde vom Katastrophenschutz aufgebaut. Am Donnerstag (17. Dezember) ist das Winterzelt angekommen, das ab Samstag, 19. Dezember, das bisherige Dach der Drive-through-Station ersetzen wird. Die Führungsgruppe Katastrophenschutz organisiert in diesem Fall die Bestellung und Abwicklung sowie die Installation des Daches. Auch das zentrale Katastrophenschutz-Lager, in dem unter anderem ein Vorrat persönlicher Schutzausrüstung lagert, wird vom Katastrophenschutz verwaltet.

Landrat Olaf von Löwis (l.) und Martin Pemler, leitender Verwaltungsdirektor beim Landratsamt und Leiter der Führungsgruppe Katastrophenschutz, während einer Lagebesprechung.

Landrat Olaf von Löwis nimmt an jeder Sitzung beider Gremien teil und leitet die Besprechungen. Aus Infektionsschutzgründen finden die Besprechungen großteils per Videokonferenz statt.

Als Vorteil der Feststellung des Katastrophenfalls wird oft die Abrechnung von Kosten genannt. Grundsätzlich bestünde nämlich die Möglichkeit, Kosten über die Regierung von Oberbayern aus dem Katastrophenschutz-Fonds des Innenministeriums erstatten zu lassen. Es erscheint jedoch unrealistisch, dass alle Kosten für ganz Bayern über diesen Fonds abgerechnet werden können. Bisher ist noch nicht klar, wie die Kostenerstattung erfolgen soll.

Im Frühjahr genehmigten Kreisausschuss und Kreistag 3 Millionen Euro zur Bewältigung des K-Falls, die hauptsächlich zur Beschaffung persönlicher Schutzausrüstung verwendet wurden. Die Kostenerstattung ist noch nicht abschließend geregelt.

Update, 17. Dezember, 13.15 Uhr: Corona-Management bei hoher Infektionszahl

„Das Coronavirus ist schlau“, erklärt Sprecherin Melanie Speicher vom Krankenhaus Agatharied. „Es kann sich sehr gut verstecken.“ Bis es mit einem Test nachweisbar sei, können einige Tage nach der eigentlichen Infektion vergehen. Deshalb könne jeder Test nur eine Momentaufnahme sein. Die Folge: Trotz ausgefeilten Sicherheitskonzepts könne ein zunächst unerkannter Eintrag der Infektion ins Krankenhaus nie komplett ausgeschlossen werden. Je höher die Anzahl der Infektionen in der Bevölkerung, desto größer werde die Herausforderung für das Krankenhaus.

In den vergangenen Wochen konnte zwar beobachtet werden, dass sich die Infektionszahlen im Landkreis Miesbach stabilisieren. Mit einer 7-Tages-Inzidenz von knapp 150 sei dies jedoch auf zu hohem Niveau. „Denn mit den steigenden Infektionszahlen steigt auch die Anzahl derer, die zwar infiziert sind, aber unerkannt bleiben, weil sie keine Symptome zeigen“, erläutert die Sprecherin.

Im Krankenhaus Agatharied gibt es strikte Regeln, um die Sicherheit von Patienten und Mitarbeitern zu gewährleisten. Eine aktuelle Maßnahme ist, dass die vorhandenen 2+2-Bett-Zimmer nun nur noch mit maximal zwei Patienten belegt werden. Mit steigenden Infektionszahlen rückt das sogenannte Ausbruch-Management in den Vordergrund. „Wenn schon nicht mit 100-prozentiger Sicherheit verhindert werden kann, dass sich das Virus unerkannt ins Krankenhaus einschleicht, müssen wenigstens die Folgen so gering wie möglich gehalten werden“, erklärt Melanie Speicher.

Sobald ein Patient, der zuvor wegen eines negativen Testergebnisses als nicht-infektiös geführt wurde, nun positiv auf das Virus getestet wird, läuft automatisch eine festgelegte Routine ab. Der Patient wird in ein Einzelzimmer auf der Covid-Station verlegt und alle Patienten der Station sowie alle Mitarbeiter, die auf dieser Station gearbeitet haben, auf das Virus getestet. Sofort wird für diese Station ein vorübergehender Aufnahmestopp verhängt. Bis der letzte Patient von dieser Station entlassen werden kann, wird die Station wie eine Covid-Station behandelt. Das bedeutet, dass nun alle Maßnahmen unter erhöhten Schutzbedingungen erfolgen. Ein ähnliches Prozedere gilt, wenn bei einem Mitarbeiter eine Infektion festgestellt wird. „Auf diese Weise kann größtmögliche Sicherheit gewährleistet werden“, sagt die Sprecherin. „Alle diese Maßnahmen erfolgen in enger Abstimmung mit dem Gesundheitsamt.“ So weitreichende Maßnahmen mussten seit dem Ausbruch der Pandemie im Frühjahr bisher erst viermal ergriffen werden.“

Das Krankenhaus Agatharied war und ist zu jeder Zeit handlungsfähig. Jeder Patient, der dringend eine stationäre Behandlung benötigt, kann versorgt werden. Auch wenn die Bettenkapazitäten aufgrund der Corona-Pandemie reduziert sind, kommt es im Moment weder auf der Intensivstation, noch in anderen Bereichen des Krankenhauses zu Engpässen bei der Behandlung von Notfällen. Um dies zu gewährleisten, mussten aktuell einzelne, planbare Behandlungen verschoben werden.

Doch das größte Problem bleibt: Wegen der hohen Infektionszahlen in der Bevölkerung sei das Krankenhaus Agatharied ständig in Hab-Acht-Stellung. Die Lage ändere sich täglich und halte alle Mitarbeiter auf Trab. Da für die nächsten zwei Wochen wegen des Nachlaufeffekts noch mit steigenden Infektionszahlen zu rechnen sei, steige auch das Risiko weiter, dass sich Mitarbeiter anstecken. Im besten Fall werde so eine Infektion sofort erkannt und ziehe keine weiteren Kreise. Denn dies hätte möglicherweise zur Folge, dass weitere Mitarbeiter in Quarantäne geschickt werden müssten. Aktuell befinden sich zur Sicherheit 18 Mitarbeiter des Krankenhauses in Quarantäne. Dies sei bezogen auf deutlich über 1.000 Mitarbeiter zwar eine sehr geringe Anzahl, mache die Aufstellung der Dienstpläne aber bereits jetzt zu einer echten Herausforderung.

Um die Handlungsfähigkeit des Krankenhauses auf Dauer zu sichern, kann es also nur ein Ziel geben: Die Infektionszahlen müssen gesenkt werden. „Gerade deshalb werden die nun endlich von Bund und Ländern beschlossenen, strikteren Maßnahmen zur Eindämmung der Infektionszahlen nach eigenen Angaben des Krankenhauses Agatharied ausdrücklich begrüßt“, erklärt Melanie Speicher. „Das Krankenhaus Agatharied wirbt darüber hinaus um Verständnis für die eigenen Schutzmaßnahmen, die restriktiven Besuchsregeln und auch dafür, wenn nicht dringende Behandlungen verschoben werden müssen.“

Geschäftsführer Michael Kelbel fasst die Marschrichtung für die nächsten Wochen so zusammen: „Unser oberstes Ziel ist es, die Versorgung der Bevölkerung zu jeder Zeit so breit wie möglich aufrecht zu erhalten. Gleichzeitig müssen wir mit den letzten Kräften unserer Mitarbeiter sorgfältig haushalten. Wir haben daher alle unsere Abteilungen ersucht, soweit medizinisch vertretbar, verschiebbare Leistungen nach hinten zu terminieren, um für akut notwendige Behandlungen Platz zu schaffen. Bei der Bevölkerung möchten wir uns für das große entgegengebrachte Verständnis und Vertrauen bedanken.“

Update, 16. Dezember, 15.55 Uhr: Weiterer Todesfall

Am Dienstag (15. Dezember) ist eine weitere Person aus dem Landkreis Miesbach im Zusammenhang mit dem Coronavirus verstorben. „Leider wurden vom Gesundheitsamt durch einen Übertragungsfehler zwei zusätzliche verstorbene Personen gemeldet“, erklärt Sprecherin Sophie-Marie Stadler vom Landratsamt in Miesbach. „Die bei LGL und RKI angegebene Zahl von 14 Verstorbenen im Zusammenhang mit dem Coronavirus stimmt also nicht.“ Das Gesundheitsamt versuche, die Falschmeldung zu beheben.

Im Landkreis Miesbach gibt es am Mittwoch (16. Dezember), um 16 Uhr, 265 aktive Corona-Fälle – also 265 Personen, die wegen eines positiven Polymerase-Chain-Reaction-Tests (PCR) derzeit unter Quarantäne stehen. Wie sich diese Fälle auf die Gemeinden verteilen, wird wochentags vom Landratsamt veröffentlicht. Jedoch können die absoluten Zahlen oft irreführend sein: 50 positiv Getestete in Holzkirchen mit 16.750 Einwohnern in der größten Kommune des Landkreises wirken sich anders aus als 50 positiv Getestete in Bayrischzell mit 1.608 Einwohnern in der kleinsten Gemeinde.

„Mit dem Programm, dass der Verein FabLab Oberland für das Landratsamt zur Auswertung der Corona-Zahlen geschrieben hat, ist genau das möglich: die Veranschaulichung der relativen Betroffenheit an der Ausbreitung des Virus nach Gemeinden“, erläutert Sophie-Marie Stadler. „Dazu wird die absolute Anzahl an positiv Getesteten für jede Gemeinde in Relation zur Einwohnerzahl gesetzt. Die Anzahl der positiv Getesteten stammt – selbstverständlich anonymisiert – vom Gesundheitsamt, die Einwohnerzahl vom statistischen Landesamt.“

Die Grafik zeigt, wie sich die aktiven Corona-Fälle auf den Landkreis Miesbach verteilen.

Für die Interpretation der Zahlen ist zu beachten: Es handelt sich um eine reine Momentaufnahme vom 16. Dezember. Die Grafik ist also nicht dazu geeignet, eine Aussage zu treffen, ob eine Gemeinde seit Beginn der Pandemie besonders von der Ausbreitung des Virus betroffen ist. Die Grafik ist auch nicht dazu geeignet, einzelne Gemeinden zu stigmatisieren: Nur, weil eine Gemeinde bei dieser Momentaufnahme besonders gut oder schlecht abschneidet, bedeutet dies nicht, dass sich die Gemeindebewohner besonders gut oder schlecht an die Maßnahmen zur Pandemiebekämpfung halten.

Die Farbskala der Grafik reicht von blau zu rot. Je rötlicher, desto höher ist die Betroffenheit. Am meisten von der relativen Ausbreitung des Virus ist also aktuell Hausham betroffen, gefolgt von Otterfing, Holzkirchen und Valley. Am wenigsten betroffen sind derzeit Bad Wiessee und Bayrischzell.

„Grundsätzlich gibt es mehrere Infektionscluster im Landkreis, also Infektionsketten, die auf eine zusammenhängende Gruppe von Personen zurückzuführen sind beispielsweise Familienmitglieder oder Arbeitskollegen“, erklärt Sophie-Marie Stadler. „Die überwiegende Mehrheit der Infizierten kann jedoch keinem größeren Cluster zugeordnet werden. Das Gesundheitsamt spricht daher von einer diffusen Infektionslage.“ Über die aktiven Fälle hinaus befinden sich zirka 600 Personen als Kontaktpersonen in Quarantäne.

Update, 15.20 Uhr: Positiv getestete Patienten in kbo-Klinik

Aufgrund der stetig steigenden Fallzahlen sowie aktuell zwei positiv getesteter Patienten gelten ab sofort und bis auf Weiteres folgende Besuchsregeln in der kbo-Lech-Mangfall-Klinik Agatharied:

  • Jeder Patient erhält maximal zwei Besuche pro Woche für jeweils maximal eine Stunde.
  • Besuchszeiten sind Montag bis Sonntag, von 10 bis 15 Uhr.
  • Besucher dürfen die Klinik nur mit FFP2-Maske betreten. Diese ist erhältlich am Haupteingang des Krankenhauses Agatharied und auf Station beim Klinikpersonal.
  • Alle Besucher müssen sich am Haupteingang des Krankenhauses Agatharied screenen lassen.
  • Auf Station 16 gilt bis auf Weiteres ein absolutes Besuchsverbot.

„Diese und alle weiteren Maßnahmen erfolgen in enger Absprache mit dem Gesundheitsamt Miesbach sowie in Kooperation mit dem Krankenhaus Agatharied“, teilt Sprecherin Barbara Falkenberg von den kbo-Lech-Mangfall-Kliniken mit.

Update, 15. Dezember, 12.40 Uhr: Besuch bei Soldaten im Corona-Team

Florian Post, Bundestagsabgeordneter mit Stimmkreis in München, hat sich vor Ort über die Arbeit der Soldaten im Contact-Tracing-Team des Gesundheitsamts Miesbach informiert. Dort unterstützen seit Mitte November zehn Soldaten des Gebirgsjägerbataillons 233 Mittenwald dabei, Kontaktpersonen nachzuverfolgen.

Es ist nach der Aktion „Helfende Hände“ in einer nach einem Corona-Ausbruch in Schieflage geratenen Senioreneinrichtung in Schliersee sowie dem Einsatz von zwei Bundeswehrärztinnen zur Verstärkung der Amtsärztinnen im Gesundheitsamt der dritte Einsatz der Bundeswehr im Landkreis Miesbach.

Besuch aus Berlin: Florian Post (3.v.r.), SPD-Bundestagsabgeordneter Stimmkreis München, hat sich über die Arbeit der zehn Soldaten im Contact-Tracing-Team des Gesundheitsamts Miesbach informiert.

Post (3.v.r.), der seit 2013 für die SPD im Bundestag sitzt, wurde von (v.l.) Christian Pölt (Fachbereichsleiter Öffentliche Sicherheit), Stabsunteroffizier Florian Spieth, Oberstleutnant Thomas Weiß vom Kreisverbindungskommando Miesbach, dem stellvertretenden Landrat Jens Zangenfeind sowie Sarah Binneböse (stellvertretende Fachbereichsleitung Gesundheitsamt) herumgeführt.

Update, 14. Dezember, 17.05 Uhr: Inzidenz in Miesbach stabil

In der Corona-Lage im Landkreis Miesbach gibt es keine Änderung: Der 7-Tage-Inzidenz-Wert pendelt nun seit mehreren Wochen stabil zwischen 135 und 150, teilt Sprecherin Sophie-Marie Stadler mit. Es gibt keine größeren Ausreißer der Kurve – weder nach unten, noch nach oben. „Natürlich kann man nun kritisieren, dass die Zahlen nicht deutlich sinken“, erklärt sie. „Es ist jedoch durchaus positiv hervorzuheben, dass die Zahlen im Landkreis Miesbach im Vergleich zu anderen Landkreisen nicht deutlich steigen. Dass das nur eine Momentaufnahme ist und diese sich jederzeit ändern kann, muss jedem klar sein.“

Dennoch stimme es die Koordinierungsgruppe aktuell recht positiv, dass im Landkreis Miesbach keine Pflege- oder Behinderteneinrichtungen mit einem Corona-Ausbruch zu kämpfen habe. Die drei Einrichtungen, die im November mit einem Ausbruch kämpften, laborieren zwar noch an den Nachwehen des Ausbruchs, haben das Infektionsgeschehen aber inzwischen gut im Griff. Auch das sei aber nur eine Momentaufnahme und könne nicht stark genug betont werden. 

Über die intensivmedizinischen Behandlungskapazitäten in Deutschland informiert zudem das DIVI (Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin)-Intensivregister. Dort gibt es landkreis-genaue Karten zur Auslastung der Intensivbetten.

Update, 11. Dezember, 14.55 Uhr: Neues Programm für Corona-Zahlen

Landrat Olaf von Löwis fordert Transparenz – nicht nur, aber besonders im Hinblick auf die Corona-Pandemie. „Es muss nicht jeder die gleiche Meinung haben, jedoch sollte jeder alle Informationen haben, um sich selbst eine Meinung bilden zu können“, betont er. Daher hat er gleich zu seinem Amtsantritt die Pressesprecherin des Landkreises, Sophie Stadler, beauftragt, eine Corona-Homepage und einen Corona-Newsletter einzurichten, um die Informationen des Gesundheits- und Landratsamtes vor Ort an die Bürger weiterzugeben.

Als nächster Schritt erfolgte nun die Aufarbeitung der Corona-Zahlen, die das Landratsamt jeden Wochentag auf seiner Homepage vermeldet. Der Verein „FabLab Oberland e.V.“ hat im Auftrag des Landratsamtes ein Programm geschrieben, das die Rohdaten des Gesundheitsamtes auswertet und zu übersichtlichen Grafiken zusammenfügt. Selbstverständlich werden keinerlei personenbezogene Daten verwendet, die Auswertung erfolgt anonymisiert.

Die Grafik zeigt, wie sich die Corona-Fälle auf den Landkreis Miesbach verteilen.

Bisher erfolgte die Auswertung manuell beziehungsweise über Excel – sehr zeitaufwendig, angesichts der immer wieder stark steigenden Infektionszahlen. Das Programm bringt nun eine große Arbeitserleichterung. Gleichzeitig ist durch die Computerverarbeitung sichergestellt, dass bei der Auszählung keine Fehler passieren.

Im ersten Schritt wurden die Grafiken mit allen relevanten Kennzahlen, die die Pressestelle bisher schon veröffentlicht, in das Programm überführt. Zusätzlich wurden einige Spezialfunktionen eingearbeitet. Beispielsweise kann die Betroffenheit am Infektionsgeschehen pro Gemeinde oder relativ zur Einwohnerzahl angegeben werden. Weitere Funktionen beispielsweise eine Darstellung der Betroffenheit nach Altersgruppen oder eine Übersicht für jede Gemeinde seit Beginn der Pandemie sind in Arbeit. Es ist sehr aufwendig, die inzwischen 2.000 bestätigten Corona-Fälle im Landkreis datenschutzkonform so aufzubereiten, dass sie für den Bürger spannend und aussagekräftig sind. Aber Fablab und Pressestelle arbeiten stetig an weiteren Verbesserungen und werden in den kommenden Wochen immer wieder neue Grafiken präsentieren. 

Diese Grafik zeigt, wie sich die 7-Tage-Inzidenz im Landkreis Miesbach entwickelt hat.

„Ich bin kein Arzt oder Pfleger, kann also wenig zur Pandemiebekämpfung beitragen“, sagt Bernhard Findeiss, der sich als stellvertretender Vereinsvorsitzender des „FabLab Oberland e.V.“ sehr für die Programmentwicklung eingesetzt hat. „Aber ich bin Software-Entwickler und kann helfen, Informationen rund um Corona übersichtlich und bürgerfreundlich darzustellen.“ Auch Alexander Kutschera, Geschäftsführer des Vereins und gleichzeitig Mint-Manager im Landkreis, hat seine Hilfe angeboten, um dem Landkreis zu unterstützen: „Wir als Verein haben uns gefragt: Was können wir dazu beitragen, damit wir im Landkreis gut durch die Pandemie kommen. Das Programm ist eine tolle Möglichkeit, alle zur Verfügung stehenden Zahlen greifbar zu machen.“ Der gelernte molekulare Biotechnologe hatte bereits zu Beginn der Covid-19-Pandemie am Institut für Mikrobiologie der Bundeswehr die Laborarbeit und Weiterentwicklung von innovativen Anwendungen für die Diagnostik unterstützt.

Landrat Olaf von Löwis war begeistert bei der Präsentation des Programms: „Ich bin fasziniert, wie schnell und übersichtlich die Zahlenflut dargestellt werden kann. Das ist genau der richtige Weg: Information und Transparenz, so kann sich jeder Landkreisbürger immer über die aktuelle Corona-Lage auf dem Laufenden halten.“

Update, 20.50 Uhr: Ausgangssperre in 30 bayerischen Landkreisen

In 30 bayerischen Landkreisen und Städten gilt von 21 bis 5 Uhr zusätzlich zu den landesweiten Ausgangsbeschränkungen eine Ausgangssperre. Das hat Bayerns Innenminister Joachim Herrmann mitgeteilt. Maßgeblich für diese Verschärfung der Ausgangsbeschränkungen ist, ob ein Landkreis oder eine kreisfreie Stadt nach den Zahlen des Robert-Koch-Instituts (RKI) die 7-Tage-Inzidenz von 200 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner überschritten hat. Die Maßnahmen gelten dann bis zur Aufhebung durch die Kreisverwaltungsbehörde.

Herrmann kündigt die strikte Kontrolle der Maßnahmen durch die bayerische Polizei an. „Wir forcieren den Kampf gegen das Virus weiter. Das wird uns nur gelingen, wenn sich alle an die Regeln halten. Deshalb werden wir das auch konsequent kontrollieren, auch mit Unterstützung der Bereitschaftspolizei. Insbesondere in den Hotspots gilt: Bleiben Sie daheim!“

Demnach gilt auf Grundlage der RKI-Zahlen für folgende Landkreise und kreisfreien Städte ab sofort eine Ausgangssperre:

  • Landkreise: Altötting, Augsburg, Coburg, Erding, Freyung-Grafenau, Günzburg, Hof, Landshut, Main-Spessart, Mühldorf am Inn, Neumarkt in der Oberpfalz, Neu-Ulm, Nürnberger Land, Passau, Regen, Roth, Straubing-Bogen, Traunstein und Wunsiedel im Fichtelgebirge
  • Städte: Augsburg, Coburg, Fürth, Hof, Kaufbeuren, Landshut, München, Nürnberg, Passau, Rosenheim und Schwabach
  • Darüber hinaus gilt ab 11. Dezember in folgenden Landkreisen eine Ausgangssperre: Amberg-Sulzbach, Dachau, Deggendorf und Pfaffenhofen an der Ilm

In den genannten Kommunen ist damit der Aufenthalt außerhalb der eigenen Wohnung in dieser Zeit grundsätzlich untersagt. Weitergehende Regelungen der zuständigen Kreisverwaltungsbehörden bleiben davon unberührt.

Update, 17.40 Uhr: Ärztliche Leiter erhalten erweiterte Befugnisse

Bayern hat das System der Patientensteuerung in der stationären Versorgung auf die weiterhin steigenden Belegungszahlen in den Krankenhäusern ausgerichtet. Die entsprechende Anpassung der Allgemeinverfügung zur Bewältigung erheblicher Patientenzahlen wurde am Tag der Feststellung des erneuten Katastrophenfalls in Bayern, am 9. Dezember, veröffentlicht. Sie ist am Donnerstag (10. Dezember) in Kraft getreten. Darauf weisen Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml und Innenminister Joachim Herrmann.

Huml betont: „Es ist besorgniserregend, dass die Zahl der Covid-19-Erkrankten in den bayerischen Krankenhäusern erheblich ansteigt. Derzeit werden 3.839 Corona-Patienten in unseren Kliniken behandelt, davon 658 in Intensivbetten mit invasiver Beatmungsmöglichkeit. Vor einem Monat, am 10. November, waren es noch 2.140 Covid-19-Patienten in den Krankenhäusern. 395 dieser Patienten mussten auf Intensivstationen in Betten mit invasiver Beatmungsmöglichkeit behandelt werden. Vor zwei Monaten lagen diese Zahlen noch deutlich darunter.“ Die Ministerin ergänzt: „Deshalb ist es wichtig, dass wir in unseren Krankenhäusern mit dem Notfallplan Corona-Pandemie die bewährten Organisations- und Entscheidungsstrukturen stärken, die in der Hochphase des Krisengeschehens von März bis Juni einen in allen Landesteilen geordneten und stets der aktuellen Situation angepassten Krankenhausbetrieb ermöglicht haben. Denn unser Ziel ist es, die akutstationäre Versorgung der Bevölkerung weiterhin bestmöglich zu gewährleisten.“

Minister Herrmann unterstreicht: „Kernstücke sind die Einbeziehung der ärztlichen Leiter Krankenhauskoordinierung in die Struktur des Katastrophenschutzes und damit die Herstellung einer straffen Organisationsstruktur mit klaren Weisungsketten sowie eine Erweiterung der Befugnisse der ärztlichen Leiter. So können sie etwa den vorübergehenden Einsatz von Personal einer Einrichtung in einer anderen Einrichtung anordnen oder Krankenhäusern die Durchführung aufschiebbarer Behandlungen untersagen, damit diese mit ihren Kapazitäten vorrangig zur Versorgung von Covid-19-Patienten herangezogen werden können.“

Ministerin Huml fügt hinzu: „Für die Zeit der Krise gilt eine weitreichende Kooperationspflicht. Krankenhäuser, die zunächst nicht vorrangig mit der Behandlung von Corona-Fällen betraut werden, müssen die anderen Krankenhäuser mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln entlasten. Das bedeutet in erster Linie, dass Patienten übernommen werden. Es kann aber auch darum gehen, mit Personal oder Ausstattung zu helfen.“

Herrmann ergänzt: „Darüber hinaus erhalten die Kreisverwaltungsbehörden die Aufgabe, die Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass Personen, die keiner akutstationären Versorgung mehr bedürfen, nicht bis zum Ablauf ihrer Quarantänepflicht im Krankenhaus bleiben müssen und dort wertvolle Kapazitäten binden. Dazu können geeignete Einrichtungen beauftragt werden, Personen aufzunehmen, die zwar nicht mehr akutstationär behandelt werden müssen, bei denen aber die Gefahr einer Erregerübertragung noch nicht auszuschließen ist.“

Update, 15.55 Uhr: Aktuelles zum Impfzentrum

Beate Faus organisiert das Impfzentrum des Landkreises Miesbach. Vielen ist die Juristin bereits bekannt als Leiterin der Vergabestelle des Landratsamtes und stellvertretende Pressesprecherin. So ist der aktuelle Stand der Planungen für das Impfzentrum in Hausham:

Das Impfzentrum des Landkreises Miesbach zur Schutzimpfung gegen das Coronavirus SARS-CoV-2 nimmt Gestalt an. Es entsteht in Hausham an der Alten Miesbacher Straße. Die Vorgabe der Regierung von Oberbayern lautet, den Betrieb ab dem 15. Dezember zu gewährleisten – unabhängig davon, ob ein Impfstoff dann bereits zur Verfügung steht.

„Zunächst galt es, ein Gebäude zu finden, das geeignet ist, diese Aufgabe bis zum 30. Juni 2021 mit Option auf Verlängerung zu erfüllen“, erklärt Beate Faus. „Dann musste das gefundene, ehemalige Autohaus so umgebaut werden, dass die einzelnen, zur Impfung erforderlichen Schritte – insbesondere Anmeldung, Beratung und der Impfvorgang selbst – durchgeführt werden können.“

Die Firma Messebau Schneider GmbH aus Miesbach hat sich dazu im Vergabeverfahren durchgesetzt und bekam den Zuschlag für den Innenausbau, das heißt, die Wandbauten und die Möblierung des Impfzentrums. Die Fertigstellung soll bis Sonntag, 13. Dezember, erfolgen, sodass die bestellte Impf-Erstausstattung anschließend wie geplant geliefert werden kann. Grundsätzlich erfolgt die Materialbeschaffung in Zukunft über das Krankenhaus Agatharied und die Zustellung durch den THW-Ortsverband Miesbach.

Um die Umsetzung im Vorfeld des Betriebs, das heißt den Aufbau, die Beschaffung der Erstausstattung und von Bannern, die Organisation einer Zufahrtsrampe et cetera kümmert sich das inzwischen krisenerprobte Team Katastrophenschutz im Fachbereich Öffentliche Sicherheit des Landratsamts Miesbach. Eine Lösung zum digitalen und telefonischen Terminmanagement soll von der Kassenärztlichen Bundesvereinigung gestellt werden. Alle erforderlichen Leitungen für Strom und IT wurden bereits installiert.

Im Bereich der medizinischen Assistenz beim Impfen und der Verwaltungskräfte bekam der BRK-Kreisverband Miesbach den Zuschlag. Die Aufgaben verteilen sich auf die Unterstützung der Ärzte im Impfzentrum und der mobilen Teams, die vom Impfzentrum aus ausschwärmen, um besonders vulnerable Personengruppen in Pflegeeinrichtungen zu impfen. 

Die koordinierende ärztliche Leitung des Impfzentrums obliegt Thomas Strassmüller, niedergelassenem Arzt in Gmund. Die Verwaltungsleitung Impfzentrum und zentrale Organisation hat Beate Faus, Juristin und Leiterin der Vergabestelle des Landratsamts Miesbach, übernommen.

„Eine Besonderheit, zu der sich das Landratsamt Miesbach entschieden hat, ist die Beschaffung eines Spezialkühlschranks, der die Lagerung des hochempfindlichen Impfstoffs der Firma BionTech/Pfizer ermöglicht“, erklärt sie. „Auch der Transport des Impfstoffs nach Entnahme aus dem Zentrallager ist darstellbar, sodass der Landkreis flexibler sein wird, was die Beschaffungsmengen angeht und das Zeitfenster, in dem der Impfstoff verabreicht werden kann.“ Es wird davon ausgegangen, dass im Laufe der nächsten Wochen und Monate die Zulassung für weitere Impfstoffe beantragt wird, die leichter zu handhaben sind, sodass sukzessive auf eine Impfung im Rahmen der Regelversorgung durch Hausärzte umgestellt werden kann.

Landrat Olaf von Löwis nimmt das Impfzentrum Mitte Dezember feierlich in Betrieb. Aufgrund der geltenden Kontaktbeschränkungen sei kein Tag der offenen Tür möglich, heißt es in einer Mitteilung.

Sobald ein Impfstoff verfügbar ist, wird das Impfzentrum montags bis freitags, von 13 bis 16.30 Uhr, und samstags, sonntags sowie an Feiertagen, von 10 bis 14 Uhr, geöffnet sein. Diese Öffnungszeiten werden sofort erweitert, wenn erforderlich. Alle Kräfte stehen dazu bereit.

Ab dem 15. Dezember werden zwei Verwaltungskräfte des BRK im Impfzentrum präsent sein, um die eingerichtete Hotline zu bedienen. Diese dient dazu, Fragen der Organisation des Impfzentrums zu klären. Sie wird nicht zur Terminvergabe oder ärztlichen Aufklärung genutzt werden. „Von Anrufen zu diesen Themen wird bereits jetzt dringend abgeraten“, erklärt Beate Faus. Sobald dem Landratsamt Miesbach ein Impfstoff zur Verfügung steht, wird dies unverzüglich öffentlich bekanntgegeben und sofort mit den Impfungen begonnen. „Vorsorglich wird noch einmal darauf hingewiesen, dass es sich um eine freiwillige Impfung handelt“, erklärt sie. „Es besteht keine Impfverpflichtung.“

Update, 10. Dezember, 12.55 Uhr: Lieferung von Impfmaterial hat begonnen

Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml treibt die Vorbereitungen der Corona-Impfzentren weiter voran. „Seit Dienstag wird im großen Stil Impfmaterial angeliefert. Diese und kommende Woche werden laufend neue Lieferungen erwartet. Das ist ein weiterer wichtiger Schritt, um wie vom Bund gefordert bis Mitte Dezember die Impfzentren vorzubereiten“, sagt sie.

Die Ministerin ergänzt: „Das Technische Hilfswerk (THW) unterstützt uns auch in diesem Bereich tatkräftig und effizient. Die ehrenamtlichen und hauptamtlichen Einsatzkräfte kümmern sich darum, die Pakete mit Material für die einzelnen Landkreise bedarfsgerecht aufzuteilen und dorthin auszuliefern. Ich danke dem THW und seinen Mitarbeitern für ihr Engagement. Sie sind uns damit ein weiteres Mal eine große Hilfe im Kampf gegen die Corona-Pandemie.“

Stellvertretend für die Einsatzkräfte des THW dankt die Ministerin dem Landesbeauftragten für Bayern, Fritz-Helge Voß. Dieser sagt: „Wir freuen uns sehr über das große Lob der Ministerin. Die ehrenamtlichen Einsatzkräfte leisten seit Wochen intensive und zuverlässige Arbeit, um die zentrale Logistik für die Impfzentren sicherzustellen.“ Insgesamt hat das Gesundheitsministerium bereits 40 Ultratiefkühlschränke sowie 34 Millionen Spritzen und 58 Millionen Kanülen bestellt. Weitere Beschaffungsvorgänge laufen noch.

Huml ergänzt: „Wichtig ist auch die persönliche Schutzausrüstung für die Mitarbeiter in den Impfzentren. Dieses Material liegt in unserem Pandemie-Zentrallager in Garching bereit und wird von dort ebenfalls vom THW an die Impfzentren geliefert. Ab kommender Woche werden somit die Impfzentren fortlaufend sowohl mit Impfzubehör als auch entsprechender Schutzausrüstung beliefert.“

Huml bekräftigt: „Wenn der Impfstoff da ist, wollen wir so schnell es geht mit dem Impfen beginnen. In der Anfangsphase wollen wir daher sieben Tage die Woche impfen. Wann wir konkret mit dem Impfen beginnen können, hängt aber davon ab, wann ein Impfstoff zugelassen und geliefert wird. Wir tun alles dafür, dass wir organisatorisch bis dahin vorbereitet sind.“

Neben dem Impfmaterial wurde am Mittwoch auch eine weitere Tranche von 900.000 Antigen-Schnelltests angeliefert. Auch diese Lieferung wird die nächsten Tage umgehend nach einem Verteilschlüssel durch das THW konfektioniert und zur Auslieferung vorbereitet. Zeitgleich wurden zu diesem Wareneingang knapp 500.000 Schnelltests parallel aus an 42 Kreise und Städte in Bayern ausgeliefert.

Update, 16.25 Uhr: Aktuelle Fallzahlen

Die ausschlaggebende 7-Tage-Inzidenz liegt laut den aktuellen Zahlen des Landratsamtes Miesbach am Mittwoch (9. Dezember) bei 137 Fällen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen 7 Tagen. Die Zahl der positiv Getesteten liegt aktuell bei 1.929 – 225 Fälle davon sind derzeit aktiv. Diese verteilen sich auf den Landkreis Miesbach wie folgt:

  • Holzkirchen: 50 aktive Fälle
  • Miesbach: 29
  • Hausham: 27
  • Warngau: 17
  • Otterfing: 14
  • Fischbachau: 13
  • Gmund: 12
  • Schliersee: 11
  • Bad Wiessee: 10
  • Kreuth: 8
  • Rottach-Egern, Valley und Waakirchen: 7
  • Irschenberg: 6
  • Tegernsee und Weyarn: 3
  • Bayrischzell: 1

Update, 11 Uhr: Ultratiefkühlschränke ausgeliefert

Die Vorbereitungen für Corona-Impfungen in Bayern schreiten weiter voran. Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml betont: "Die bayernweite Auslieferung der Ultratiefkühlschränke an die entsprechenden Lagerzentren in den Regierungsbezirken ist in vollem Gange. Sie hat am Montag in Oberfranken begonnen und wird am Freitag abgeschlossen sein. Diese sind nur ein Teil der vielfältigen Vorbereitungen, die gerade auf allen Ebenen stattfinden. Bayern hat bereits frühzeitig mit der Beschaffung wichtiger Sachmittel für die Corona-Impfungen begonnen, damit wir nach der für den Dezember oder Januar erwarteten Auslieferung des Impfstoffs direkt loslegen können."

Huml fügt hinzu: "Ich möchte, dass Bayern Mitte Dezember ein solides Fundament für die Impfungen geschaffen hat. Dazu gehört nicht nur der unermüdliche und hoch engagierte Einsatz der Verantwortlichen in den Kreisen und Städten sowie der Verbände und Organisationen, sondern auch kluge und rechtzeitige Beschaffungen."

Die Ultratiefkühlschränke gewährleisten bayernweit die Möglichkeit einer gleichzeitigen Einlagerung von bis zu 3 Millionen Impfdosen mit einem entsprechenden Kühlbedarf. Die 40 Ultratiefkühlschränke verfügen über besondere Schutzmaßnahmen zur Ausfallsicherheit und sind in den Lieferzentren an ein entsprechendes Überwachungssystem angeschlossen. Die Belieferung und Inbetriebnahme an den Standorten erfolgt bis zum 11. Dezember.

Update, 9. Dezember, 9.35 Uhr: Herrmann stellt Katastrophenfall fest

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann hat aufgrund der aktuellen Corona-Pandemie den Katastrophenfall ab dem 9. Dezember festgestellt. „Ziel ist eine koordinierte und strukturierte Vorgehensweise aller im Katastrophenschutz mitwirkenden Behörden, Dienststellen und Organisationen. Nur so können die Gefahren der Corona-Pandemie abgewehrt werden. Wir haben nunmehr klare Steuerungs- und Eingriffsmöglichkeiten“, erläutert Herrmann. „Zur Eindämmung der Pandemie und des aktuell diffusen Infektionsgeschehens ist dies ein wichtiges Instrument, das uns mehr Handlungsspielräume und Befugnisse eröffnet.“

Wie Herrmann erläutert, obliegt dem Innenministerium damit die Führung aller Einsatzkräfte. Insbesondere in der aktuellen Situation können unter anderem für die medizinische Versorgung Dienstleistungen in Anspruch genommen und konkrete Steuerungsprozesse verfügt werden.

Update, 17 Uhr: Erster Todesfall seit Mai

Am Dienstag (8. Dezember) ist die Bewohnerin einer Pflegeeinrichtung verstorben, die positiv auf das Coronavirus getestet wurde. In der Pflegeeinrichtung wurden elf der 120 Bewohner positiv auf das Virus getestet, berichtet Sprecherin Sophie-Marie Stadler vom Landratsamt in Miesbach. Es handele sich um die erste mit oder an Covid-19 verstorbene Person im Landkreis seit dem 28. Mai. „Bis dahin verstarben zehn Personen im Zusammenhang mit dem Virus, fünf davon in Pflegeeinrichtungen“, erklärt sie. „Es handelt sich um fünf Frauen und fünf Männer im Alter zwischen 68 und 96 Jahren.“ Drei weitere Männer verstarben zwar im Landkreis Miesbach, wohnten jedoch außerhalb des Landkreises und werden daher in der Statistik ihrer Heimatlandkreise gezählt. 

Die ausschlaggebende 7-Tage-Inzidenz liegt laut den aktuellen Zahlen des Landratsamtes Miesbach am Dienstag (8. Dezember) bei 134 Fällen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen 7 Tagen. Die Zahl der positiv Getesteten liegt aktuell bei 1.898 – 222 Fälle davon sind derzeit aktiv. Diese verteilen sich auf den Landkreis Miesbach wie folgt:

  • Holzkirchen: 53 aktive Fälle
  • Miesbach: 27
  • Hausham: 24
  • Warngau: 17
  • Fischbachau und Gmund: 13
  • Bad Wiessee und Schliersee: 11
  • Kreuth und Rottach-Egern: 9
  • Otterfing und Waakirchen: 8
  • Irschenberg und Valley: 5
  • Tegernsee und Weyarn: 4
  • Bayrischzell: 1

Update, 13.30 Uhr: Schnell hohe Liquiditätshilfen

Die Auszahlung der Novemberhilfen verzögert sich. Der Bund kann den Ländern die dafür notwendige Software noch nicht zur Verfügung stellen. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Auch in Bayern warten viele Unternehmen händeringend auf die Novemberhilfen. Die Abschlagszahlungen bis zu 10.000 Euro fließen schnell, aber vor allem für größere Betriebe ist das nicht ausreichend, um die Fixkosten zu decken. Deshalb fordere ich bei größeren Betrieben mindestens bis zu 100.000 Euro schnell aufs Konto und zeitnahe Endabrechnung. Außerdem brauchen wir vom Bund schnellstens die Abrechnungssoftware, damit die Länder damit arbeiten können. Nicht erst irgendwann, sondern hoffentlich noch im Januar.“

Update, 8. Dezember, 12.55 Uhr: Neue Corona-Regeln

  • Katastrophenfall: Dieser wird in Bayern vom 9. Dezember bis voraussichtlich 5. Januar ausgerufen.
  • Kontaktbeschränkung: Nur vom 23. bis 26. Dezember, also über die Weihnachtsfeiertage, dürfen sich bis zu zehn Personen unabhängig von den Hausständen treffen. Die ursprünglich geplante Lockerung zu Silvester ist in Bayern aufgehoben. Generell gilt derzeit, dass sich bis zu fünf Personen aus zwei Hausständen treffen dürfen – Kinder bis 14 Jahre ausgenommen.
  • Ausgangsbeschränkung: Das Verlassen der eigenen Wohnstätte ist nur noch aus triftigem Grund erlaubt, zum Beispiel für Arbeit, Arztbesuche und Einkäufe.
  • Ausgangssperre: Ab einer 7-Tage-Inzidenz von über 200 gilt eine nächtliche Ausgangssperre von 21 bis 5 Uhr.
  • Schule: An Berufsschulen gibt es fortan generell Distanzunterricht, in Corona-Hotspots ab einer 7-Tage-Inzidenz von 200 und mehr auch ab der 8. Klasse. In allen Klassenstufen wird sogenannter Wechselunterricht durchgeführt.
  • Alkoholverbot: Das Konsumieren von Alkohol unter freiem Himmel ist verboten. Davon betroffen ist zum Beispiel auch Glühwein-to-go.

Update, 7. Dezember, 16.35 Uhr: Schule geschlossen

Während sich die Corona-Lage in den drei von einem Corona-Ausbruch betroffenen Pflege- und Behinderteneinrichtungen vorsichtig zu entspannen scheint, kämpfen Schulen weiter mit neuen Infektionen und neuen Regeln, teilt Sprecherin Sophie-Marie Stadler vom Landratsamt in Miesbach mit. „Die Oberland-Realschule in Holzkirchen musste als erste Schule im Schuljahr innerhalb des Landkreises ihren Betrieb einstellen und unterrichtet bis zu den Weihnachtsferien nur noch im Distanzunterricht“, erklärt sie. „Die Quarantäne für Schüler kann verkürzt werden. Jedoch stellt diese neue Regel Schulen, Ärzte und Gesundheitsamt vor Herausforderungen.“

Die Entscheidung fiel am Freitagnachmittag (4. Dezember): Die Oberland-Realschule muss von Montag (7. Dezember) bis zu den Weihnachtsferien auf Distanzunterricht in allen Jahrgangsstufen umstellen, weil zu diesem Zeitpunkt bereits sieben Klassen, drei halbe Klassen sowie mindestens fünf Lehrkräfte in Quarantäne waren. Um die unübersichtlichen Infektionsketten zu unterbrechen, muss der Präsenzunterricht ausgesetzt werden, entschied das Gesundheitsamt.

„Offenbar kursieren Gerüchte, wonach sich die Lehrer im Lehrerzimmer angesteckt haben“, sagt Sophie-Marie Stadler. „Dies ist zwar theoretisch möglich, jedoch keinesfalls bewiesen.“ Das Landratsamt habe keinerlei Anhaltspunkte, dass ein Verschulden der Schule vorliege. Es sei theoretisch genauso möglich, dass sich die Lehrer alle außerhalb der Schule angesteckt haben.

Die Oberland-Realschule schreibt dazu in einem Elternbrief: „Da die Hygienemaßnahmen im Lehrerzimmer genauso gelten wie im gesamten Schulhaus ist die Ansteckungsgefahr dort nicht größer gewesen als irgendwo anders auch. Außerdem haben die Lehrer, die positiv getestet wurden, nur ganz wenig miteinander zu tun und sitzen auch nicht im Lehrerzimmer nebeneinander. Ausschließen kann ich natürlich nichts, aber es könnte genauso sein, dass sich die Lehrer auch außerhalb der Schule angesteckt haben. Alle weiteren Tests der Lehrer waren bisher negativ, auch die von Lehrern, die mit den betroffenen Lehrern im Alltag näher zusammenarbeiten, da sie in der gleichen Klasse unterrichten oder das gleiche Fach haben.“ Eben weil die Infektionsketten ungeklärt sind, müssen die schulischen Kontakte unterbrochen werden.

Inzwischen wurde die angekündigte Quarantäne-Verkürzung für Schüler vom Gesundheitsministerium auch formal bestätigt. Statt bisher 14 Tage müssen Schüler, die einen positiven Fall in der Klasse haben, nur fünf Tage in Quarantäne, wenn sie am fünften Tag ein negatives Testergebnis vorlegen können. Schüler, die sich nicht testen lassen wollen, müssen weiterhin 14 Tage in Quarantäne. Vom Ministerium wird ein Schnelltest empfohlen, aber auch ein PCR-Test ist möglich. Ein PCR-Test kann beispielsweise im Testzentrum des Landkreises gemacht werden. Das Ergebnis dort dauert etwa 14 Stunden. Schnelltests und PCR-Tests werden außerdem von vielen Hausarztpraxen angeboten.

„Die Regelung des Ministeriums sieht außerdem vor, dass Lehrer, die Kontaktperson sind, zehn Tage in Quarantäne müssen“, erklärt Sophie-Marie Stadler. „Die unterschiedlichen Quarantänezeiten stellen die Schulleitungen vor sehr große organisatorische Herausforderungen.“

Obendrein wurden für Mittwoch, 9. Dezember, weitere Änderungen angekündigt, die jedoch noch nicht schriftlich in Miesbach vorliegen. „Es ist davon auszugehen, dass diese erst am Dienstagabend nach der Landtagsdebatte an die Gesundheits- und Schulämter ausgegeben werden“, sagt die Sprecherin. „Es wurde angekündigt, dass diese neuen Regeln unter anderem vorsehen, dass ab Jahrgangsstufe 8 alle Klassen in den Wechselunterricht gehen müssen. Ob diese Regel auch gilt, wenn der Mindestabstand von 1,5 Meter im Klassenzimmer eingehalten werden kann, oder welche Ausnahmen es für Abschlussklassen gibt, ist bisher nicht bekannt.“

Vorsichtig positive Nachrichten gebe es hingegen von den drei betroffenen Pflege- und Behinderteneinrichtungen: Über das Wochenende kamen keine neuen Infektionen hinzu. Es scheint, dass die Einrichtungen langsam zur Ruhe kommen. In allen drei Einrichtungen habe es keine schweren Verläufe und dementsprechend keine am oder mit dem Virus verstorbenen Bewohner gegeben. Im Laufe der Woche sollen abschließende Reihentests in allen drei Einrichtungen stattfinden.

Die ausschlaggebende 7-Tage-Inzidenz liegt laut den aktuellen Zahlen des Landratsamtes Miesbach am Montag (7. Dezember) bei 150 Fällen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen 7 Tagen. Die Zahl der positiv Getesteten liegt aktuell bei 1.885 – 226 Fälle davon sind derzeit aktiv. Diese verteilen sich auf den Landkreis Miesbach wie folgt:

  • Holzkirchen: 55 aktive Fälle
  • Miesbach: 29
  • Hausham: 25
  • Warngau: 16
  • Fischbachau: 13
  • Bad Wiessee: 12
  • Gmund: 11
  • Otterfing und Schliersee: 10
  • Waakirchen: 9
  • Kreuth und Rottach-Egern: 8
  • Irschenberg, Weyarn und Valley: 5
  • Tegernsee: 4
  • Bayrischzell: 1

Update, 3. Dezember, 17.10 Uhr: Standort fürs Impfzentrum

Dass das Impfzentrum des Landkreises nach Hausham kommen soll, war bereits bekannt. Am Mittwoch (2. Dezember) hat Landrat Olaf von Löwis im Rahmen der Kreistagssitzung in Rottach-Egern den genauen Standort öffentlich gemacht: das ehemalige Auto­haus Kober, zuvor Hanke.

Nun gehe es an die Akquise von Personal. Die Stelle des ärztlichen Leiters werde eher extern besetzt, sagte von Löwis. Beim Posten des Verwaltungsleiters setzt er hingegen auf eine interne Lösung. Der Landrat ist zuversichtlich, den anvisierten Starttermin am 15. Dezember einhalten zu können: „Wir machen unsere Hausaufgaben“, sagte er.

Update, 2. Dezember, 16.35 Uhr: Aktuelle Fallzahlen

Die ausschlaggebende 7-Tage-Inzidenz liegt laut den aktuellen Zahlen des Landratsamtes Miesbach am Mittwoch (2. Dezember) bei 146 Fällen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen 7 Tagen. Die Zahl der positiv Getesteten liegt aktuell bei 1.792 – 271 Fälle davon sind derzeit aktiv. Diese verteilen sich auf den Landkreis Miesbach wie folgt:

  • Holzkirchen: 52 aktive Fälle
  • Miesbach: 33
  • Schliersee: 22
  • Fischbachau und Hausham: 21
  • Rottach-Egern: 18
  • Warngau: 16
  • Bad Wiessee: 14
  • Otterfing: 13
  • Gmund: 12
  • Waakirchen und Tegernsee: 11
  • Kreuth und Valley: 7
  • Irschenberg und Weyarn: 6
  • Bayrischzell: 1

Update, 16.25 Uhr: Schulbetrieb läuft weiter

Diese Maßnahmen gelten im Dezember in den Schulen des Landkreises Miesbach:

  • Der Präsenzunterricht ist so lange wie möglich aufrechtzuerhalten.
  • Die Maskenpflicht auch am Platz gilt unverändert für alle Jahrgangsstufen.
  • Für Landkreise und kreisfreie Städte mit einer 7-Tage-Inzidenz von über 200 beziehungsweise 300 gelten weitergehende Maßnahmen („Hotspot-Strategie“):
  • Über 200: An allen weiterführenden und beruflichen Schulen wird ab der Jahrgangsstufe 8 ein Mindestabstand von 1,5 Metern auch im Klassenzimmer eingeführt. In aller Regel wird dies zum Wechsel von Präsenz- und Distanzunterricht mit geteilten Lerngruppen führen, wenn der Mindestabstand sonst nicht eingehalten werden kann. Ausgenommen sind Förderschulen und Abschlussklassen aller Schularten.
  • Über 300: Weitergehende Einschränkungen im Schulbetrieb können angeordnet werden, beispielsweise das Einhalten des Mindestabstands in weiteren Jahrgangsstufen, um Schulschließungen zu vermeiden.
  • Staatliches Schulamt und Gesundheitsamt müssen sich bei der Anordnung von Maßnahmen eng abstimmen und diese auf das aktuelle Infektionsgeschehen anpassen.
  • Der letzte Schultag vor den Weihnachtsferien ist Freitag, 18. Dezember. Der Unterricht am 21. und 22. Dezember entfällt. An den Schulen wird jedoch eine Notbetreuung eingerichtet.
  • Die Schulen erhalten FFP2-Masken, die Lehrer bei Bedarf verwenden können.

Diese Neuerungen sind verbindlich in allen Landkreisen und kreisfreien Städten in Bayern umzusetzen. Wie betreffen diese Regeln nun die Schulen im Landkreis Miesbach?

Der Präsenzunterricht wird so lange wie möglich aufrechterhalten – daran hält Landrat Olaf von Löwis weiterhin fest. Schon seit Beginn des Schuljahres hat er der Koordinierungsgruppe die klare Zielrichtung vorgegeben, nämlich die Schulen so lange wie möglich offen zu halten. Bisher musste keine Schule ganz geschlossen werden. Jedoch müssen immer wieder Klassen in Quarantäne, wenn ein Mitschüler positiv getestet wird. Aktuell sind 19 Klassen vorübergehend in Quarantäne.

Es gibt aktuell keinen weiteren Handlungsbedarf, weil die 7-Tage-Inzidenz im Landkreis mit 144 (29. November), 138 (30. November) und 141 (1. Dezember) weit weg von der Grenze von 200 ist, ab der die Hotspot-Strategie gelten würde. Dennoch bereiten sich die Schulen intensiv auf möglicherweise wieder steigende Infektionszahlen und die daraus resultierende mögliche Klassenteilung vor.

Kann in den Klassen ab Jahrgangsstufe 8 nicht der Mindestabstand von 1,5 Metern zwischen den Schülern eingehalten werden, müssen auch im Landkreis Miesbach die Klassen geteilt werden und abwechselnd präsenz- und distanzbeschult werden. An den Mittelschulen würde diese Regelung vorerst nur die 8. Klassen betreffen, weil die 9. und 10. Klassen als Abschlussklassen ausgenommen sind. Nicht in allen, aber in vielen Fällen wird es möglich sein, dass diese betroffenen 8. Klassen in einen größeren Raum, zum Beispiel die Aula umziehen. Wenn dann der Abstand eingehalten werden kann, ist weiterhin Präsenzunterricht für die gesamte Klasse mit Mund-Nasen-Bedeckung möglich.

An den elf anderen weiterführenden Schulen in Landkreis-Trägerschaft ist die Situation schwieriger: Dort wären aufgrund der längeren Schullaufbahn viel mehr Klassen betroffen. Es wird nicht möglich sein, alle Klassen im Bedarfsfall in größere Zimmer umziehen zu lassen, sodass davon auszugehen ist, dass Klassen ab Jahrgangsstufe 8 an weiterführenden Schulen geteilt werden müssen, wenn die Inzidenz von 200 überschritten wird. Die Organisationshoheit obliegt dem Schulleiter, der auf die jeweilige Schulsituation angepasste Konzepte unter Berücksichtigung der festgelegten Rahmenbedingungen erstellen kann.

„Ganz explizit betont werden soll noch einmal, dass es für die Schüler aktuell keine Änderungen gibt“, erklärt Sprecherin Sophie-Marie Stadler vom Landratsamt in Miesbach. „Erst wenn die Inzidenz von 200 überschritten wird, greifen die neuen Regeln.“ In diesem Fall wird die Koordinierungsgruppe des Landkreises zusammentreten und zusammen mit Gesundheitsamt und Staatlichem Schulamt noch einmal das weitere Vorgehen besprechen. Anschließend informiert das Staatliche Schulamt alle Schulleitungen im Landkreis. Parallel dazu wird die Öffentlichkeit informiert. Bis dahin gibt es keine Änderungen.

Die FFP2-Masken für Lehrer werden auf Schulgrößen proportioniert und in den kommenden Tagen über das Staatliche Schulamt an die Schulen vergeben. Lehrer können die FFP2-Masken freiwillig tragen. Es besteht keine Verpflichtung dazu.

Vorbericht vom 1. Dezember: Neue Corona-Regeln

Ab dem 1. Dezember werden die Corona-Regeln in Bayern zum Teil nochmal verschärft. Ein Überblick:

  • Teil-Lockdown: Die aktuellen Maßnahmen werden zunächst bis 20. Dezember verlängert. Ministerpräsident Markus Söder (CSU) geht jedoch davon aus, dass diese bis in den Januar hinein nötig sein werden. So bleiben auch im Dezember zunächst alle Kulturstätten und Freizeiteinrichtungen geschlossen, Messen, Kongresse und Tagungen untersagt. Freizeit- und Amateursport darf nur alleine, zu zweit oder mit Angehörigen des eigenen Haushalts betrieben werden. Gasthäuser dürfen Essen liefern oder zum Verzehr zu Hause verkaufen. Touristische Übernachtungen in Hotels und Pensionen sind verboten, ebenso Veranstaltungen – ausgenommen Gottesdienste und Demonstrationen.
  • Kontaktbeschränkungen: Ab 1. Dezember dürfen sich maximal fünf Personen aus zwei Haushalten treffen – Kinder bis 14 Jahre sind davon ausgenommen. Um Weihnachten im Familienkreis zu ermöglichen, soll diese Regel für die Feiertage etwas gelockert werden: Vom 23. Dezember bis 1. Januar 2021 sollen Treffen bis maximal zehn Personen – Kinder bis 14 Jahren sind auch hier davon ausgenommen. Die Weihnachtsferien beginnen bereits am 19. statt dem 22. Dezember.
  • Silvester: Raketen und Böller an Silvester abzuschießen, soll in Bayern erlaubt bleiben. Er sei zwar kein Fan von Böllern, erklärte Söder dazu, ein generelles Verbot halte er aber für eine wenig sinnvolle Maßnahme. Die Staatsregierung empfiehlt jedoch den Verzicht. Auf belebten Plätzen und Straßen wird Böllern hingegen untersagt, damit sich keine Gruppen bilden.
  • Hochschulen und Universitäten: An Hochschulen und Universitäten darf es ab 1. Dezember keine Präsenzveranstaltungen mehr geben. Alle Vorlesungen und Seminare müssen digital angeboten werden. Ausnahmen bilden hier Labortätigkeiten, Praktika und Prüfungen. Volkshochschulen und ähnliche Angebote für Erwachsenenbildung müssen ebenso auf virtuelle Vorträge oder Kurse umsteigen.
  • Bibliotheken: Nach Angaben der Staatskanzlei müssen ab dem 1. Dezember auch Bibliotheken und Archive schließen – mit Ausnahme der Hochschulbibliotheken.
  • Einkaufen: Im Dezember ist beim Einkaufen bis zu einer Verkaufsfläche von 800 Quadratmetern maximal ein Kunde pro 10 Quadratmeter erlaubt. Für größere Geschäfte gilt ein Kunde pro 20 Quadratmeter.
  • Maskenpflicht: Die Maskenpflicht wird noch einmal ausgeweitet. In Innenstädten soll an allen Orten mit Publikumsverkehr ein Mund-Nasen-Schutz verpflichtend sein. Festgelegt werden die Bereiche durch die Kommunen. Neu ist ebenfalls, dass vor allen Geschäften und auf deren Parkplätzen die Maskenpflicht gilt.
  • Quarantänepflicht: Um Tagestouren zum Beispiel nach Österreich vorzubeugen, gilt künftig bereits nach Tagesausflügen zu touristischen oder sportlichen Zwecken eine zehntägige Pflichtquarantäne.

ft; ksl

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