Aktuelle Infos im News-Ticker

Coronavirus im Landkreis Miesbach: Datenpanne beim RKI und Appell an Impfwillige

Landkreis – Die Corona-Lage im Landkreis Miesbach beruhigt sich langsam. Aktuelle Infos zu Covid-19 gibt es in unserem News-Ticker:

Wer einen Impftermin hat, soll zwar pünktlich, aber nicht überpünktlich ins Impfzentrum nach Hausham kommen.

Das Wichtigste in Kürze:

  • 7-Tage-Inzidenz: 59; bislang infizierte Personen: 3.156; aktive Fälle: 103; Todesfälle: 56
  • Härtere Corona-Regeln sind seit Januar in Kraft – auch im Landkreis Miesbach. Die bayerische Staatsregierung hat erneut den Katastrophenfall ausgerufen.
  • Am 27. Dezember sind die ersten Personen im Landkreis Miesbach gegen das Coronavirus geimpft worden und am 19. Februar ist die 7-Tage-Inzidenz auf ein neues Tief seit 18. Oktober 2020 gesunken.

Service:

Update, 18.20 Uhr: Neuer News-Ticker

Hier geht es zum neuen Ticker mit allen aktuellen Informationen rund um das Coronavirus im Landkreis Miesbach.

Update, 28. Februar, 12.40 Uhr: Aktuelle Inzidenz

Die 7-Tage-Inzidenz für den Landkreis Miesbach steigt laut den aktuellen Zahlen des Robert-Koch-Instituts langsam wieder an. Am Sonntag (28. Februar) liegt der Wert bei 59. Zuletzt war die ausschlaggebende 7-Tage-Inzidenz bis auf 40 zurückgegangen.

Update, 12.15 Uhr: Dringender Appell

Einen dringenden Appell richtet das Team des Impfzentrums in Hausham an alle Impfwilligen: „Bitte nicht deutlich früher zum Impftermin im Impfzentrum kommen als zum vereinbarten Zeitpunkt.“ Anlass für diese Bitte ist: „Aktuell kommen einige Impfwillige über eine Stunde früher zum Termin. Das führt zu Verzögerungen im Impfablauf und Wartezeiten für alle“, erklärt Sprecherin Sophie-Marie Stadler vom Landratsamt in Miesbach. „Für Senioren wurde vor dem Impfzentrum zwar ein Wartebereich mit Sonnenschutz und Sitzgelegenheit eingerichtet, aber dieser hat nur sehr begrenzte Kapazitäten. Bitte daher unbedingt pünktlich, aber nicht deutlich zu früh zum Impfzentrum kommen.“

Update, 26. Februar, 8.10 Uhr: RKI meldet falsche Zahlen

Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet am Freitagmorgen (26. Februar) für den Landkreis Miesbach völlig falsche Zahlen. „Es ist bereits bekannt, dass das RKI bei der Abfrage der Zahlen der Gesundheitsämter oft ein wenig langsamer ist als die Gesundheitsämter vor Ort, aber die heutigen Zahlen sind schlichtweg völlig falsch“, teilt das Landratsamt mit.

Das RKI meldet eine Gesamtzahl an positiv getesteten Personen von 6.308, was eine Verdopplung der Fälle im Vergleich zum Vortag wäre. Die Inzidenz wird mit 104 angegeben und die Todesfälle mit 114 – jeweils ebenfalls eine Verdopplung zum Vortag.

Richtig sind folgende Zahlen des Gesundheitsamtes Miesbach: Gesamtzahl 3.156, Inzidenz 52 und Todesfälle 56. Die Minimalabweichung von einem Fall liegt am normalen Zeit- und Meldeverzug zwischen den Behörden.

Zu einer Datenpanne im Dashboard des Robert-Koch-Instituts ist es am Freitagmorgen gekommen. Die Corona-Werte für den Landkreis Miesbach hatten sich plötzlich verdoppelt.

Insbesondere der Inzidenz-Wert des RKI ist aber von höchster Relevanz, denn an eine Inzidenz von unter 100 sind unter anderem Schul- und Kitaöffnungen geknüpft. Diese Öffnungen sind aufgrund der Falschmeldung des RKI jedoch nicht in Gefahr, betont das Landratsamt

„Obwohl das RKI den Wert offiziell meldet, müsste die örtlich zuständige Behörde, in diesem Fall also das Landratsamt Miesbach, die Überschreitung und damit die erneuten Schließungen öffentlich bekanntgeben“, erklärt Sprecherin Sophie-Marie Stadler. „Das Landratsamt Miesbach wird die offensichtliche Falschmeldung des RKI nicht bestätigen.“ Damit gebe es auch keine Schul- und Kitaschließungen – der Betrieb laufe nächste Woche weiter wie diese. Gleiches gelte auch für die weiteren inzidenz-basierten Öffnungen.

Update, 25. Februar, 16.50 Uhr: Neue Impf-Infoseite

Die Corona-Impfungen im Landkreis Miesbach nehmen weiter Fahrt auf: 6.201 Menschen empfingen bereits mindestens eine der beiden Impfungen. 2.145 davon sind Landkreisbürger über 80 Jahren. Rund 61 Prozent der Geimpften – nämlich 3.766 Personen – sind weiblich. Für eine Impfung vorgemerkt haben sich bisher 15.604 impfwillige Landkreisbürger. „Bekanntermaßen ist die Registrierung im bayernweiten Portal www.impfzentren.bayern notwendig, damit Termine gemäß der Priorisierung des Bundes vergeben werden können“, erklärt Sprecherin Sophie-Marie Stadler vom Landratsamt in Miesbach.

In dieser Woche wurden 2.360 Impfdosen für Erst- und Zweitimpfungen geliefert. Die Lieferung teilt sich folgendermaßen nach Herstellern auf: 1.360 Biontech, 600 Astrazeneca und 400 Moderna. Für kommende Woche sind 1.800 Dosen angekündigt (1.200 Biontech, 600 Astrazeneca und 0 Moderna).

Aktuell werden nur Personen der höchsten Priorisierungsgruppe geimpft, wobei die Software des Freistaats auch vereinzelt Impfwillige der zweiten Priorisierungsgruppe einladen kann, wenn Impfstoff übrig bleibt oder zu verfallen droht. Der Algorithmus der Software für die Terminvergabe ist zentral vorgegeben und wird nicht vom Impfteam vor Ort bestimmt.

Erzieher sowie Grund- und Förderschullehrer sollen künftig in Priorisierungsgruppe 2 statt bisher 3 geimpft werden. Dazu wurde am Mittwoch (24. Februar) die Impfverordnung des Bundes geändert. „Jedoch fehlt noch das Update in der Software, das die Priorisierung vornehmen würde“, erklärt das Landratsamt. „Daher können bis zu dem Update keine Erzieher oder Lehrer in einer früheren Priorisierungsgruppe geimpft werden.“ Aufgrund der hohen öffentlichen Erwartung sei jedoch davon auszugehen, dass das Update zeitnah zentral eingespielt werde.

Um Verzögerungen im Impfzentrum zu vermeiden, appelliert das Impfteam noch einmal ausdrücklich, ein Dokument zum Nachweis der Priorisierung mitzubringen. Wer seinen Priorisierungsgrund nicht nachweisen kann, erhält keinen Zutritt zum Impfzentrum und wird nicht geimpft. Bei Senioren über 80 Jahren würde beispielsweise ein Ausweis reichen. Bei Menschen, die aufgrund ihres Berufes priorisiert geimpft werden, beispielsweise der Arbeitsvertrag.

Außerdem wurde die Informationsseite für das Impfzentrum komplett überarbeitet und erweitert: Auf www.landkreis-miesbach.de/impfzentrum finden alle Interessierten nun ein noch umfassenderes und übersichtlicheres Informationsangebot rund ums Thema Impfen im Landkreis.

Update, 15.50 Uhr: Härtefallkommission kommt

Die Diskussion um die Impfstoffe gegen das Coronavirus geht weiter – nun auch um die Verteilung. Diese ist durch die Impfverordnung des Bundes für alle Impfzentren vorgegeben und wurde durch die ständige Impfkommission des Robert-Koch-Instituts empfohlen. Es gibt jedoch auch Härtefälle, die aufgrund ihres Gesundheitszustandes früher als vorgesehen geimpft werden wollen. Meist handelt es sich um schwerst mehrfach behinderte oder erkrankte Menschen, die kaum einer der bestehenden Priorisierungsgruppen zugeordnet werden können.

„Für diese Menschen gibt es nun einen Hoffnungsschimmer“, teilt Sprecherin Sophie-Marie Stadler vom Landratsamt in Miesbach mit. Gesundheitsminister Klaus Holetschek hat Landrat Olaf von Löwis über Landtagspräsidentin Ilse Aigner ausrichten lassen, dass eine zentrale Impfkommission gebildet wurde und diese in den nächsten Tagen ihre Arbeit aufnehmen wird. „Das sind die besten Nachrichten des Tages“, erklärt Landrat Olaf von Löwis. Er hatte Aigner gebeten, sich bei Holetschek für eine schnelle Lösung einzusetzen. Gleichzeitig sprach er auch mit dem Fürstenfeldbrucker Landrat Thomas Karmasin, dem Vorsitzenden der oberbayerischen Landräte. „Dass nun so schnell eine Antwort über Ilse Aigner kam, freut mich besonders, weil das Thema wirklich drängt“, sagt von Löwis.

Der Landrat erhielt in den vergangenen Tagen Rückmeldungen mehrerer Behindertenbeauftragter, die ihn baten, sich für eine Härtefallkommission einzusetzen. „Wir haben uns daraufhin überlegt, so eine Kommission in unserem Landkreis zu bilden“, erklärt von Löwis. Die Leiter des Impfzentrums in Hausham, Beate Faus und Thomas Straßmüller, erörterten zusammen mit dem Landrat die Möglichkeiten, aber auch die Risiken einer solchen eigenen Kommission. Auch die Koordinierungsgruppe beschäftigte sich damit.

Dabei kam heraus: Es ist quasi unmöglich, Einzelfälle auf Landkreisebene fair und transparent miteinander abzuwägen. Die Einzelschicksale würden möglicherweise von einem anderen Ärzteteam oder einer Kommission in einem anderen Landkreis oder der landesweiten Kommission anders bewertet werden. Schon jetzt merkt das Impfteam, dass einzelne Ärzte ihre eigenen Fälle teilweise unterschiedlich beurteilen. Aus diesem Grund sieht die Impf-Software des Freistaats, die die Impftermine vergibt, auch nicht vor, Härtefälle grundsätzlich vorzuziehen.

„Wir wollen die eigenen Bürger ja auch nicht schlechter stellen, als wie wenn sie in einem anderen Landkreis wohnen würden“, sagt von Löwis. Was würde passieren, wenn die Miesbacher Kommission einzelne Krankheitsbilder anders einordnen würde als die Tölzer oder die Rosenheimer?

„Uns geht es um die Fairness“, bekräftigt Faus. „Wir können das auf Landkreisebene nicht leisten. Es kann nicht sein, dass man Einzelfallentscheidungen auf uns abwälzt, das muss bayernweit einheitlich gelöst werden.“

Parallel dazu überlegte insbesondere Dr. Straßmüller, ob es einen Modus geben könnte, Härtefälle innerhalb ihrer eigentlichen Priorisierungsgruppe vorzuziehen. Aber auch da müsste eine Einzelfallentscheidung getroffen werden, die abwägt, ob die Priorisierung Einzelner fair wäre.

Umso wichtiger ist die Antwort des Gesundheitsministers über den Start der zentralen Impfkommission. Kontaktdaten und Anforderungen an Anträge sind noch nicht bekannt, werden aber nachgereicht, sobald diese feststehen, erklärt das Landratsamt.

Update 24. Februar, 12.05 Uhr: Wirtschaftshilfen ausgezahlt

Die ausgezahlten Corona-Wirtschaftshilfen für bayerische Unternehmen haben die Marke von 2 Milliarden Euro geknackt. Dazu Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Seit Juli 2020 wurden über 2 Milliarden Euro an die Unternehmen überwiesen. Jeder Euro davon ist gut investiert. Täglich werden über 1.000 Anträge zur Auszahlung angeordnet. Tag für Tag landet somit ein zweistelliger Millionenbetrag auf den Konten der Unternehmen. Dank der Abschlagszahlungen geht ein erheblicher Teil der beantragten Summe bereits kurz nach Antragseingang bei den Betrieben ein. Allein bei der Überbrückungshilfe III und den Neustarthilfen waren das 65 Millionen Euro in zwei Wochen. Diese Zahlen machen Mut.“

Im Rahmen der Überbrückungshilfen I, II und III sowie der November- und Dezemberhilfe und der Neustarthilfe für Soloselbstständige sind bisher über 2 Milliarden Euro an bayerische Unternehmen ausgezahlt worden. Bereits zwischen März und Mai 2020 wurden mehr als 2,2 Milliarden Euro an Soforthilfe an die Betriebe überwiesen. Über die LfA-Förderbank Bayern haben die Unternehmen zudem Corona-Darlehen und Bürgschaften in Höhe von mehr als 1,5 Milliarden Euro erhalten.

Aiwanger fordert vom Bund aber weiterhin Verbesserungen: „Leider fallen bestimmte Unternehmen noch immer durch das Raster. Mischbetriebe, Brauereigaststätten und 2020 neu gegründete Betriebe beispielsweise erhalten keine oder zu wenig finanzielle Unterstützung. Da muss nachgebessert werden – ob mit einem Härtefallfonds oder durch eine Anpassung der laufenden Programme. Wir brauchen eine klare Ansage aus Berlin.“

Update 23. Februar, 14.10 Uhr: Beitragsersatz bei Kinderbetreuung

Bayerns Familienministerin Carolina Trautner begrüßt die Kabinettsbeschlüsse zur Kinderbetreuung: „Der Beitragsersatz für den März durch Freistaat und Kommunen ist ein wichtiger Anreiz für Familien, die Kinderbetreuung sofern möglich anders zu organisieren. Wie schon im Januar und Februar gelten fünf Bagatelltage und Familien haben weiterhin die Möglichkeit zu wechselseitigen, privat organisierten, festen und unentgeltlichen Elternbetreuungsgruppen mit Kindern aus höchstens zwei Hausständen.

Die vorgezogene Impfung für unser pädagogisches Personal in der Kindertagesbetreuung ist ein wichtiges Zeichen der Wertschätzung. Wir wollen den Beschäftigten, die Herausragendes leisten, den bestmöglichen Schutz geben. Neben den Impfungen sind dabei umfangreiche Tests der Schlüssel für eine sichere Kinderbetreuung. Wir bereiten den Einsatz von Selbsttests vor und bieten für die Übergangszeit bis zur Zulassung dem Personal einen weiteren Reihentest an. Darüber hinaus stellen wir Beschäftigten in den Kindertageseinrichtungen und -pflegestellen sowie den heilpädagogischen Tagesstätten 20 medizinische Masken pro Person kostenfrei zur Verfügung.“

Update, 22. Februar, 16.10 Uhr: Aktuelle Infektionslage

Die 7-Tage-Inzidenz im Landkreis Miesbach ist mit einem Wert von 40 laut Robert-Koch-Institut weiterhin auf niedrigem Niveau. „Das Infektionsgeschehen ist jedoch weiterhin diffus, also über alle Orte und Bevölkerungsgruppen verteilt, und damit schwer eingrenzbar“, erklärt Sprecherin Sophie-Marie Stadler vom Landratsamt in Miesbach.

Es gibt keine größeren Infektionscluster. Jedoch haben sich inzwischen acht Personen mit der britischen Mutationsvariante angesteckt, die als besonders infektiös gilt. Es bleibe abzuwarten, wie diese sich auf die Zahl der Neuinfektionen in den kommenden Wochen auswirken.

Diese Grafik zeigt, wie sich die 7-Tage-Inzidenz im Landkreis Miesbach seit Beginn der Corona-Pandemie entwickelt hat.

Die ausschlaggebende 7-Tage-Inzidenz liegt laut den aktuellen Zahlen des Robert-Koch-Instituts am Montag (22. Februar) bei 40 Fällen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen 7 Tagen. Die Zahl der positiv Getesteten liegt aktuell bei 3.129 – 93 Fälle davon sind derzeit aktiv. Diese verteilen sich auf den Landkreis Miesbach wie folgt:

  • Rottach-Egern: 15 aktive Fälle
  • Holzkirchen: 12
  • Hausham und Miesbach: 9
  • Kreuth und Weyarn: 7
  • Gmund und Waakirchen: 6
  • Otterfing: 5
  • Fischbachau, Schliersee und Valley: 4
  • Bad Wiessee: 3
  • Warngau: 2
  • Bayrischzell, Irschenberg und Tegernsee: 0

Update, 16.15 Uhr: Schulen und Kitas öffnen wieder

„Bekanntermaßen entscheidet die Inzidenz von unter 100 in einem Landkreis, ob Schulen und Kindertagesstätten ab Montag, 22. Februar, mit Einschränkungen wieder öffnen dürfen“, erklärt Sprecherin Sophie-Marie Stadler vom Landratsamt in Miesbach.

Die 7-Tage-Inzidenz im Landkreis Miesbach liegt seit knapp einem Monat konstant rund um 50. Am Freitag (19. Februar) beträgt sie laut Robert-Koch-Institut 42. „Das Gesundheitsamt Miesbach hat daher festgestellt, was schon die ganze Woche absehbar war: Der Schul- und Kitabetrieb mit Einschränkungen kann ab Montag starten“, teilt sie mit. „Gleiches gilt auch für die weiteren inzidenz-basierten Lockerungen der beruflichen Aus-, Fort- und Weiterbildung.

Die gute Nachricht zum Start ins Wochenende: So niedrig war die Inzidenz im Landkreis Miesbach zuletzt am 18. Oktober 2020.

Update, 15 Uhr: Freiwillige Helfer für Schnelltests gesucht

Über die Bundesagentur für Arbeit werden in jedem Landkreis Helfer gesucht, die die neun Pflegeeinrichtungen im Landkreis Miesbach bei Schnelltests für Besucher, Bewohner und Mitarbeiter unterstützen. Die Resonanz für den Hilfeaufruf ist groß: 42 Personen haben sich bereits bei der Bundesagentur gemeldet.

„Das Gesundheitsamt, die Heimaufsicht und der gesamte Krisenstab des Landkreises möchte sich bei diesen 42 Personen bedanken, dass sie den Bewohnern ein kleines Stück Normalität in dieser turbulenten Zeit ermöglichen“, teilt Sprecherin Sophie-Marie Stadler mit.

Im nächsten Schritt kontaktieren die Pflegeeinrichtungen die Helfer. Das Gesundheitsamt bittet um Geduld, bis die Freiwilligen einen Anruf von der Pflegeeinrichtung erhalten.

Sollten weitere Personen Interesse haben zu helfen, findet man alle Infos unter www.arbeitsagentur.de/corona-testhilfe.

Update, 19. Februar, 10.10 Uhr: Eingeschränkter Regelbetrieb

Ab 22. Februar können Kindertageseinrichtungen und -pflegestellen den eingeschränkten Regelbetrieb wieder aufnehmen. In Landkreisen und kreisfreien Städten mit einer 7-Tage-Inzidenz von über 100 ist dies jedoch nicht möglich. Dort soll weiterhin wie bisher auch eine Notbetreuung angeboten werden. Das bedeutet: Liegt die 7-Tage-Inzidenz unter 100 können grundsätzlich alle Kinder ihre Kindertageseinrichtung oder -pflegestelle wieder besuchen. Es bleibt den Eltern freigestellt, aus Gründen des Infektionsschutzes ihr Kind auch weiterhin zu Hause zu betreuen.

Ziel bleibt auch im eingeschränkten Regelbetrieb der Gesundheitsschutz der Beschäftigten. Diese können sich deshalb erneut in Reihentests auf das Coronavirus testen lassen. Außerdem halten die kommunalen Testzentren bestimmte Termine für Beschäftigte in der Kindertagesbetreuung vor. Sobald in Deutschland auch Antigen-Schnelltests für Selbsttests zugelassen sind, wird der Freistaat den Beschäftigten in der Kindertagesbetreuung zweimal wöchentlich einen kostenfreien Selbsttest ermöglichen. Zudem wird den Beschäftigten in den Kindertageseinrichtungen und -pflegestellen sowie den heilpädagogischen Tagesstätten empfohlen, medizinische Masken zu tragen. Dafür erhalten die Beschäftigten 20 medizinische Masken pro Person kostenfrei vom Freistaat.

Dazu Bayerns Familienministerin Carolina Trautner: „Die Öffnung der Kitas und Kindertagespflegestellen hat höchste Priorität. Damit haben Kinder und Eltern eine Perspektive. Denn Kinder brauchen Kinder und Eltern brauchen Kinderbetreuung. Unser pädagogisches Personal in den Kitas, das Herausragendes leistet, verdient den größtmöglichen Schutz. Wir bieten dem Personal einen weiteren Reihentest an und bereiten den Einsatz von Selbsttests vor. All diese Maßnahmen sind ein freiwilliges Zusatzangebot des Freistaats Bayern. Sie sind wichtige Zeichen der Wertschätzung. Ich danke allen für die herausragende Arbeit für unsere Kinder in dieser schwierigen Zeit. Zudem setzen wir uns auf Bundesebene dafür ein, dass die Beschäftigten in der Kinderbetreuung schneller geimpft werden können. Hier hoffe ich, dass der Bundesgesundheitsminister bald zu einem Ergebnis der vereinbarten Prüfung kommt.“

Update, 18. Februar, 16.10 Uhr: Zahlreiche Impfdosen im Zulauf

Ein Impftermin für alle Senioren über 80 Jahre rückt in greifbare Nähe: In der kommenden Woche erhält der Landkreis voraussichtlich über 2.000 Impfdosen. Diese Woche waren es bereits 1.500 Dosen. In den kommenden Tagen werden 500 Dosen des Moderna-Impfstoffs, 400 Dosen des Astrazeneca-Impfstoffs sowie 1.100 Biontech-Dosen geliefert, erklärt Sprecherin Sophie-Marie Stadler vom Landratsamt in Miesbach.

Der Impfstoff wird jeweils für Erst- und Zweitimpfungen verwendet. Aussuchen kann man sich den Impfstoff nicht. Jedoch erfährt man bei der Impfung, welches Produkt verwendet wird. Die Anamnese- und Aufklärungsbögen für alle Impfstoffe können vor dem Termin unter www.landkreis-miesbach.de/impfzentrum heruntergeladen und ausgefüllt werden. So bleibt mehr Zeit für das persönliche Gespräch mit dem Arzt im Impfzentrum.

Für eine Impfung haben sich bereits 14.700 Impfwillige aus dem Landkreis Miesbach im bayerischen Impfportal registriert. Geimpft wurden bereits 4.485 Personen. Von den rund 7.500 Personen im Landkreis über 80 Jahren wurde ein Fünftel bereits geimpft.

Zu einem Impftermin eingeladen wird bekanntermaßen nur, wer sich zuvor auf www.impfzentren.bayern registriert hat. Senioren ohne Internetzugang, die auch nicht durch Freunde und Bekannte registriert werden können, bekommen an der Hotline des Impfzentrums unter Telefon 08025/7047777 Hilfe bei der Registrierung.

Zusätzlich kündigt das Gesundheitsministerium an, vorgedruckte Postkarten mit Rückrufbitten an das örtliche Impfzentrum für Senioren bereitzustellen. Diese Postkarten wurden am Donnerstag (18. Februar) von drei freiwilligen Feuerwehrlern der Unterstützungsgruppe örtlicher Einsatzleiter an alle Rathäuser verteilt.

Ab Freitag, 19. Februar, können diese von und für über 80-Jährige nach telefonischer Voranmeldung an den Rathäusern abgeholt werden. Die Postkarten sind nur für Senioren gedacht, die sich noch nicht registriert und auch keine Möglichkeit haben, sich online zu registrieren. „Um einen reibungslosen Ablauf zugunsten der impfwilligen Senioren zu gewährleisten, bitten wir darum, keine Rückrufbitten für Fragen zum Bearbeitungsstand zu schicken“, erklärt Sophie-Marie Stadler. „Auch können bei dem Rückruf keine Termine vereinbart werden, sondern Senioren bekommen Hilfe bei der Online-Registrierung.“

Aufgrund der großen Zahl an Impfdosen im Zulauf ist das Impfteam zuversichtlich, bis Ende März jedem Impfwilligen über 80 Jahren ein Impfangebot machen zu können.

Das Ablaufschema für die Impfregistrierung wurde um die Postkarten-Aktion ergänzt:

Diese Checkliste zur Corona-Impfung hat das Landratsamt Miesbach erstellt.

Update, 16.40 Uhr: Aktuelle Fallzahlen

Die ausschlaggebende 7-Tage-Inzidenz liegt laut den aktuellen Zahlen des Robert-Koch-Instituts am Mittwoch (17. Februar) bei 56 Fällen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen 7 Tagen. Die Zahl der positiv Getesteten liegt aktuell bei 3.099 – 88 Fälle davon sind derzeit aktiv. Diese verteilen sich auf den Landkreis Miesbach wie folgt:

  • Rottach-Egern: 15 aktive Fälle
  • Hausham: 13
  • Fischbachau: 10
  • Miesbach: 8
  • Holzkirchen und Kreuth: 7
  • Schliersee: 5
  • Gmund, Otterfing, Waakirchen und Weyarn: 4
  • Bad Wiessee: 3
  • Valley: 2
  • Irschenberg und Tegernsee: 1
  • Bayrischzell und Warngau: 0

Update, 15.30 Uhr: Bescheinigungen für Grenzgänger ausgestellt

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann hat sich ausdrücklich bei den Kreisverwaltungsbehörden in Bayern für ihr schnelles Handeln bei der Ausstellung von Grenzgängerbescheinigungen an systemrelevante Betriebe bedankt. „Unsere Stadtverwaltungen und Landratsämter haben in einem spontanen Kraftakt ganze Arbeit geleistet und innerhalb von zwei Tagen Mitarbeitern von 2.467 bayerischen Unternehmen Bescheinigungen ausgestellt. Mit diesen Papieren kommen die Firmenmitarbeiter aus Tschechien und Tirol problemlos und schnell über die Grenze.“ Die Zwischenbilanz fällt für ihn deshalb auch positiv aus: „Insgesamt gibt es kaum mehr Probleme mit dem grenzüberschreitenden Verkehr weder an der Grenze zu Tirol noch an der zu Tschechien.“

Die Liste der bayerischen Unternehmen, die dringend erforderliche Grenzgänger aus Tschechien und Tirol beschäftigen und von den Kreisverwaltungsbehörden als systemrelevant eingestuft wurden, hat das Staatsministerium des Innern vereinbarungsgemäß an das Bundesinnenministerium übermittelt. Herrmann bedankt sich erneut bei den Nachbarländern Österreich und Tschechien, die vermehrt Corona-Testmöglichkeiten anbieten: „Auch das entspannt die Lage und trägt zu einem reibungsloseren Grenzverkehr bei.“

Bundespolizei und bayerische Grenzpolizei haben vom 14. bis 16. Februar an den bayerischen Landgrenzen bei rund 48.600 kontrollierten Personen 6.742 zurückweisen müssen, weil sie die Einreisevoraussetzungen nicht erfüllten. Darüber hinaus haben sie seit dem 27. Dezember direkt an der Grenze, im grenznahen Raum und an den Flughäfen München, Nürnberg und Memmingen bereits mehr als 266.000 Kontrollen durchgeführt. Bei 17.307 Personen wurde festgestellt, dass kein gültiger negativer Corona-Test vorlag. Bei mehr als 36.000 Einreisenden erfolgte eine Meldung an die zuständige Kreisverwaltungsbehörde, weil beispielsweise kein gültiger negativer Testnachweis vorgelegt wurde oder die digitale Einreiseanmeldung nicht vorlag.

Update, 17. Februar, 11.10 Uhr: Anmeldeaktion zu Corona-Impfungen

Mit einer Kartenaktion will Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek den Über-80-Jährigen den Zugang zur Corona-Impfung weiter erleichtern. „Das Gesundheitsministerium verschickt ab dem 18. Februar an alle bayerischen Landkreise und kreisfreien Städte Karten, mit denen sich Menschen über 80 Jahren besonders leicht für die Corona-Impfung anmelden können“, erklärt er. „Auf den Karten können sie ihren Namen, ihre Telefonnummer und ihre Postleitzahl angeben und diese Infos mit einem beigefügten vorfrankierten Umschlag an das Impfzentrum zurückschicken. Anschließend ruft das Impfzentrum sie an, um einen Impftermin zu vereinbaren.“

Für die Aktion stellt das Gesundheitsministerium jedem Landkreis und jeder kreisfreien Stadt 5.000 Karten und Umschläge zur Verfügung. Die bisherigen Registrierungswege über das Portal BayIMCO sowie telefonisch beim Impfzentrum beziehungsweise über die Hotline 116117 bestehen weiter.

Holetschek dankt den Kreisverwaltungsbehörden für die Informationsarbeit, die diese bereits leisten: „Von einigen Landkreisen höre ich, dass die dortigen Angebote bereits gut angenommen werden und die Information der Senioren etwa über Hotlines oder die bereits verschickten Anschreiben funktioniert. Gleichzeitig erreichen mich immer wieder Berichte von Bürgern über 80 Jahren, die nach wie vor Unterstützung benötigen, um sich registrieren zu können. Da setzen wir an: Die Karten sollen ein Angebot sein, das die Kreisverwaltungsbehörden nach eigener Einschätzung nutzen können. Wir schlagen vor, sie etwa in öffentlichen Gebäuden, Apotheken oder Arztpraxen auszulegen, wo Betroffene sie sich nehmen können.“

Der Minister ergänzt: „Wir bieten Menschen über 80 Jahren mit der neuen Kampagne einen besonders leichten Zugang zur Impfung. Gerade für unsere ältesten Mitmenschen ist die Impfregistrierung eine besondere Herausforderung. Bislang haben sich mehr als 402.000 der rund 700.000 Über-80-Jährigen in Bayern, die nicht in einem Alten- oder Pflegeheim leben, bei ihrem Impfzentrum angemeldet. Mit der neuen Kartenkampagne wird die Registrierung weiter erleichtert.“

Seit Beginn der Impfungen Ende Dezember 2020 haben bereits 200.809 Menschen über 80 Jahren eine Erstimpfung erhalten. Den vollen Immunschutz mit einer Zweitimpfung haben 93.400 hochbetagte Bürger.

Das bayerische Gesundheitsministerium gibt außerdem eine Broschüre heraus, die in einfacher Sprache über die Corona-Schutzimpfung informiert. Sie wird in Impfzentren sowie bei ambulanten Pflegediensten, Apotheken, Arztpraxen und auch in einigen Kirchengemeinden erhältlich sein.

Update, 13.20 Uhr: Hochbetrieb im Impfzentrum

Der Betrieb im Haushamer Impfzentrum läuft nun richtig an: „Für diese Woche sind mindestens 1.500 Impfdosen für Erst- und Zweitimpfungen angekündigt“, teilt Sprecherin Sophie-Marie Stadler vom Landratsamt in Miesbach mit. „Im Impfzentrum werden täglich in drei Schichten 300 bis 420 Impfungen vorgenommen.“ Voraussichtlich könne jedem Impfwilligen über 80 Jahren, der registriert ist, bis spätestens Ende März ein Termin angeboten werden.

Bisher wurden 4.023 Personen im Landkreis Miesbach mindestens einmal geimpft, 1.954 davon sogar schon zweimal. 668 Personen aus der Gruppe der bereits doppelt Geimpften entfallen auf die Bewohner von Pflegeeinrichtungen.

„Ich bin sehr zuversichtlich, dass bald jeder, der geimpft werden möchte, seine Dosen bekommt“, sagt Impfzentrumsleiterin Beate Faus. „Wir werden kurzfristig noch einmal umbauen lassen im Impfzentrum, sodass wir dann mehr Menschen als ursprünglich vorgesehen vor Ort impfen können. Zudem planen wir für die kommenden Monate mit zusätzlichen dezentralen Lösungen, beispielweise mit mobilen Impf-Teams oder Terminen in ausgewählten Hausarztpraxen.“

Geliefert wird diese Woche Impfstoff der Firmen Biontech und Astrazeneca. Für nächste Woche ist zusätzlich Impfstoff der Firma Moderna angekündigt. Der Astrazeneca-Impfstoff ist nur für Personen unter 64 Jahren geeignet. Die Impf-Software des Freistaats unterscheidet inzwischen Altersgruppen der registrierten Personen, sodass Senioren keine Sorge haben müssen, versehentlich mit Astrazeneca geimpft zu werden. „Aussuchen kann man sich den Impfstoff jedoch nicht“, erklärt Sophie-Marie Stadler. „Die Mitarbeiter an der Hotline des Impfzentrums wissen nicht, welcher Impfstoff beim vereinbarten Termin verwendet wird, daher bittet das Impfteam darum, die Hotline nicht mit Fragen zum Impfstoff zu blockieren.“

Für einen Impftermin muss man sich über das Online-Portal www.impfzentren.bayern registrieren. Senioren, die keine Möglichkeit haben, sich über Freunde oder Familie online registrieren zu lassen, werden an der Impfzentrum-Hotline dabei unterstützt. Diese ist täglich, von 9 bis 13 und 14 bis 18 Uhr besetzt. „Die Hotline soll bitte nur für die Registrierung von Senioren genutzt werden, die sonst keine Möglichkeit haben, sich registrieren zu lassen“, teilt Sophie-Marie Stadler mit. „An der Hotline werden keine Termine vereinbart, sondern es wird nur bei der Registrierung geholfen.“ Der schnellere Weg sei die Online-Registrierung, da der Umweg über den Postversand der Unterlagen entfällt. Neuerdings können mit einer Mail-Adresse bis zu fünf Impfwillige einzeln angemeldet werden.

Zusätzlich hat das Gesundheitsministerium angekündigt, dass impfwilligen Senioren Postkarten zur Verfügung gestellt werden sollen, die sie mit ihren Kontaktdaten versehen kostenlos ans Impfzentrum schicken können. Die Mitarbeiter des Impfzentrums nehmen dann Kontakt auf und helfen bei der Registrierung. „Es können auch hier keine Termine vergeben werden, sondern lediglich bei der Registrierung unterstützt werden“, erklärt das Landratsamt. „Noch sind keine weiteren Details zu der Aktion an die Impfzentren gegeben worden. Wir informieren jedoch unverzüglich, sobald uns bekannt ist, wann und wie Senioren an die Postkarten gelangen.“

Alter der bereits geimpften Personen:

  • unter 20: 50
  • 20 bis 30: 282
  • 30 bis 40: 430
  • 40 bis 50: 580
  • 50 bis 60: 643
  • 60 bis 70: 359
  • 70 bis 80: 262
  • über 80: 1.417

Das Robert-Koch-Institut (RKI) gibt als 7-Tage-Inzidenz aktuell 55 an. Am Dienstag (16. Februar) wurden fünf weitere Fälle an das Gesundheitsamt gemeldet. „Wegen dringend notwendiger Wartungsarbeiten am Nachmittag kann es möglicherweise zu Nachmeldungen kommen“, erklärt Sophie-Marie Stadler.

Update, 16. Februar, 11.20 Uhr: Seilbahnen sind alarmiert

Der erste Lockdown Mitte März 2020 beendete die Wintersaison 2019/2020 für die Seilbahnbranche vorzeitig. Dadurch kam es auf wirtschaftlicher Seite zu enormen Einbußen. Im Vergleich zum Vorjahr brachen die Umsätze um fast 27 Prozent ein.

Der erneute Lockdown ab 2. November hat die Branche hart getroffen. Ein einzelner Stillstandtag im Februar bedeutet Umsatzeinbußen von rund 1 Million Euro in der Branche. Dazu kommt, dass die Betriebe umfangreich in Hygienekonzepte und in die Vorbereitung der Wintersaison investiert haben.

„Die Verlängerung des Lockdowns bis mindestens 7. März ist für die Seilbahnbranche Deutschlands existenzbedrohend“, erklärt der Verband deutscher Seilbahnen und Schlepplifte.

Der Verband deutscher Seilbahnen fordert endlich einen klaren Fahrplan von der Politik, der der Wirtschaft eine verlässliche Orientierung bietet. Es fehle weiterhin an jeglicher Planungssicherheit und seien keine nachhaltigen Strategien oder Perspektiven erkennbar.

„Es geht hier nicht alleine um die Seilbahnunternehmen, sondern um viele Arbeitsplätze und Existenzen in den angeschlossenen Branchen“, erklärt Matthias Stauch, Präsident des Verbandes deutscher Seilbahnen und Schlepplifte. Denn: „Ein Arbeitsplatz bei der Seilbahn schafft beziehungsweise sichert 5,1 Arbeitsplätze in der Region.“

Einige Unternehmen haben bereits das Ende der Wintersaison verkündet. Andere hoffen, im März zumindest für Fußgänger öffnen zu können.

Immer wieder hebt die Staatsregierung die großzügige und unbürokratische finanzielle Unterstützung für die betroffenen Unternehmen hervor. In der Praxis greifen diese Hilfen jedoch nicht.

Die Branche sei stark wetterabhängig. Damit sei der Vergleichszeitraum eines einzelnen Jahres als Berechnungsgrundlage für Wirtschaftshilfen nicht geeignet. Hier müsse ein Drei-Jahres-Durchschnitt herangezogen werden. Reine Wintersportbahnen erwirtschaften den Jahresumsatz in den Monaten Januar bis März. Es können keine Nachholeffekte realisiert werden.

Eine aktuelle Umfrage des Verbandes deutscher Seilbahnen belegt, die wirtschaftliche Lage ist dramatisch: Bei über 50 Prozent der Seilbahnen und 75 Prozent der Schlepplifte sind existenzbedrohende Liquiditätsengpässe zu erwarten oder bereits eingetreten.

Im Stillstand zeige sich die Bedeutung der deutschen Seilbahnen und Schlepplifte für die Freizeitgestaltung, als sportliches Kulturgut und lenkungsgebende Infrastruktur der Regionen. Das Bedürfnis der Menschen nach Bewegung und Sport an frischer Luft sei gerade in der aktuellen Pandemie nahezu grenzenlos. Wenn diese Unternehmen in der Corona-Pandemie ihre Existenz verlieren, sei das für die Zukunft von Freizeit und Sport in Deutschland ein unschätzbarer Verlust. Vor allem für Familien und Kinder gingen damit wohnortnahe Erholungsangebote unwiederbringlich verloren.

Update, 21 Uhr: SPD fordert verbindliche Impf-Nachrückerliste

Immer häufiger kommen Fälle von bereits geimpften Personen ans Licht, die nicht zur Prioritätsgruppe 1 und 2 gehören. Sie alle haben nach eigenen Angaben überzähligen Impfstoff erhalten, der sonst verfallen wäre. „Gleichzeitig warten immer noch Bürger, oft mit ernsthaften Begleiterkrankungen, auf ihre rettende Vakzindosis“, moniert die SPD im Landkreis Miesbach und möchte gegen diesen Missstand vorgehen.

Die Genossen möchten über das Gesundheitsministerium die vor Ort zuständigen Gesundheitsämter dazu bewegen, jedem Impfzentrum eine Liste gefährdeter Bürger vorzulegen. Diese soll ausschließlich aus Personen der Prioritätsgruppe 1 und 2 bestehen. Wenn sich abzeichnet, dass Impfstoff entgegen der Planungen übrig bleibt, sollen ausschließlich die Personen von dieser Liste verständigt werden. Ein schneller, unbürokratischer und im Bedarfsfall barrierefreier Transport zum Impfzentrum und wieder nach Hause sei in dem entwickelten Vorschlag enthalten. Die behandelnden Ärzte könnten nach Rücksprache mit den Betroffenen die Nachrücker für die Liste schnell und unbürokratisch melden.

„Auf der einen Seite hört man immer wieder von Leuten, die außer der Reihe bereits jetzt geimpft werden, auch wenn sie nicht zur Prioritätsgruppe 1 oder 2 gehören. Auf der anderen Seite treten viele Bürger an die Vertreter der Kommunalpolitik heran, weil sie Hilfe für sich oder ihre Angehörigen in der Impffrage benötigen. Wir müssen diesen Widerspruch dringend auflösen“, fordert Christine Negele, Fraktionsvorsitzende der SPD im Kreistag.

Der SPD-Kreisvorsitzender Hannes Gräbner ergänzt: „Unser Vorschlag ist ohne viel Mehraufwand umsetzbar. Wenn das Gesundheitsministerium mittels Anordnung an die örtlichen Gesundheitsämter dafür sorgt, dass jedem Impfzentrum eine solche Nachrückerliste vorliegt, können die entsprechenden Personen schnell im Ernstfall von den zuständigen Stellen benachrichtigt werden und eine Impfung erhalten.“

Update, 16.50 Uhr: Landkreis lockert

Der Landkreis Miesbach lockert einige Corona-Regeln. „Diese Lockerungen sind daran gekoppelt, dass die 7-Tage-Inzidenz 7 Tage in Folge unter 100 liegt“, erklärt Sophie-Marie Stadler vom Landratsamt in Miesbach. „Bekanntermaßen unterschreitet der Landkreis diesen Wert seit dem 20. Januar deutlich und zuverlässig.“

Konkret treten nun folgende Lockerungen in Kraft:

  • Die nächtliche Ausgangssperre entfällt ab sofort.
  • Präsenzunterricht, soweit der Mindestabstand von 1,5 Meter eingehalten werden kann, und sonst Wechselunterricht für die Jahrgangsstufen 1 bis 4 an Grund- und Förderschulen sowie für alle Abschlussklassen ab Montag, 22. Februar, wenn bis dahin die 100er-Marke nicht geknackt wird. Weitere Informationen des Kultusministeriums stehen noch aus.
  • Kinderbetreuung in Kindertageseinrichtungen, wenn Schutz- und Hygienekonzepte bestehen und Betreuung in festen Gruppen erfolgt, ab Montag, 22. Februar, wenn bis dahin die 100er-Marke nicht geknackt wird.
  • Berufliche Aus-, Fort- und Weiterbildung in Präsenzform, wenn der Mindestabstand von 1,5 Meter eingehalten werden kann.

„Für die Lockerungen ist der Inzidenz-Wert des Robert-Koch-Instituts (RKI) ausschlaggebend“, erklärt Sophie-Marie Stadler. „Die Landkreise sind deshalb angehalten, nur noch diese Wert zu verwenden und keine selbst berechneten Inzidenzen mehr anzugeben.“ Der vom RKI berechnete Inzidenzwert für den Landkreis Miesbach beträgt 54. Am Montag (15. Februar) wurden zwei weitere Fälle an das Gesundheitsamt Miesbach gemeldet.

Update, 15. Februar, 14.35 Uhr: Einreisebeschränkungen in Kraft

Damit unverzichtbare Arbeitskräfte aus der Tschechischen Republik und dem österreichischen Bundesland Tirol weiterhin nach Bayern einreisen können, will Innenminister Joachim Herrmann rasch Regeln für diese Berufspendler etablieren. „Wir müssen systemrelevante Betriebe und Einrichtungen in Bayern unbedingt am Laufen halten“, erklärt er. „Daher haben wir alle Landkreise und kreisfreien Städte aufgefordert, betroffenen Berufspendlern unverzüglich die notwendigen Bescheinigungen auszustellen und uns bis spätestens Dienstag systemrelevante Betriebe und dort ausgeübte relevante Tätigkeiten zu melden. Wir übermitteln die Gesamtliste für Bayern dann umgehend an das Bundesinnenministerium.“

Grundlage für die Beurteilung sind in Absprache mit dem Bundesinnenministerium Leitlinien der EU-Kommission. Darin sind unter anderem Arbeitskräfte der Arznei- und Lebensmittelproduktion, Mitarbeiter von Elektrizitäts- und Wasserwerken sowie Fachkräfte der Informations- und Kommunikationstechnologie aufgeführt.

Laut Joachim Herrmann werden Bundespolizei und bayerische Grenzpolizei ab Mittwoch, 17. Februar, 0 Uhr, nur noch Grenzgängern den Grenzübertritt erlauben, die über den Nachweis des vorgeschriebenen negativen Corona-Tests und eine amtliche Bescheinigung der zuständigen Kreisverwaltungsbehörde verfügen. Diese Bescheinigung darf nur Personen ausgestellt werden, die eine relevante Tätigkeit in einem systemrelevanten Betrieb entsprechend der an das Bundesinnenministerium übermittelten Gesamtliste ausüben.

Für die Übergangsphase bis einschließlich 16. Februar wird betroffenen Grenzgängern nach Herrmanns Worten die Einreise gewährt, wenn sie bei der Grenzkontrolle eine Kopie des Arbeitsvertrags vorweisen und glaubhaft machen, dass sie eine systemrelevante Tätigkeit ausüben. „Selbstverständlich ist auch hier ein gültiger negativer Corona-Test zwingend erforderlich“, ergänzt der Innenminister.

Von den Einreisebeschränkungen grundsätzlich ausgenommen sind:

  • Deutsche und Unionsbürger sowie Drittstaatsangehörige mit Wohnsitz und Aufenthaltsrecht in Deutschland
  • Personal im Gütertransport und sonstiges erforderliches Transportpersonal
  • Gesundheitspersonal wie Ärzte, Gesundheits-, Kranken- und Altenpfleger mit einer Bescheinigung der Einrichtung, dass die Einreise im Interesse der öffentlichen Gesundheit erforderlich ist
  • darüber hinaus fallen erforderliches Begleitpersonal für Ambulanzflüge und Flüge zum Transport von Transplantationsorganen sowie Personal für Hersteller von Medizingeräten und –produkten darunter

Update, 14. Februar, 13.40 Uhr: Berufliche Bildung wieder im Präsenzunterricht

Neben den Prüfungsvorbereitungen ist in Bayern ab dem 22. Februar in allen Jahrgängen der beruflichen Aus-, Fort-, und Weiterbildung wieder Präsenzunterricht zugelassen. Voraussetzung ist eine 7-Tage-Inzidenz von unter 100.

Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger hatte sich für diese Regelung eingesetzt: „Vor allem für junge Handwerker, aber auch für die gesamte Berufsbildung ist das ein wichtiger Schritt zurück in Richtung Normalität. Gerade die praktische Ausbildung konnte im Distanzunterricht nicht die Qualität erreichen wie an den Werkbänken.“

Die Ausbildung in den IHK- und Handwerksberufen hatte in den vergangenen Monaten durch den Distanzunterricht gelitten. Dem Wirtschaftsminister war es zunächst gelungen, dass sich ab dem 1. Februar Abschlussjahrgänge wieder im Präsenzunterricht auf Prüfungen vorbereiten können.

Update, 14.50 Uhr: Aktuelles Infektionsgeschehen

Das Infektionsgeschehen ist nach wie vor diffus im Landkreis, das heißt, dass es viele Einzelfälle und kleinere Infektionscluster im gesamten Landkreis verteilt gibt, erklärt Sprecherin Sophie-Marie Stadler vom Landratsamt in Miesbach. „Im südlichen Tegernseer Tal haben sich wohl mehrere Personen am Arbeitsplatz angesteckt, was sich eventuell zu einem größeren Cluster entwickeln könnte“, teilt sie mit. „Abschließende Zahlen liegen dem Gesundheitsamt dazu noch nicht vor.“

Gesundheitsdaten sind besonders sensible Daten, daher dürfen aus Datenschutzgründen grundsätzlich keine Angaben zu einzelnen Infektionsfällen gemacht werden, die einen Rückschluss auf einzelne Personen zulassen. „Daher können wir nur abstrakt über Infektionscluster informieren“, erklärt die Sprecherin.

Aktuell gibt es keine weiteren Verstorbenen im Zusammenhang mit dem Coronavirus. Zudem liefert das Landratsamt einen Überblick über die bisher verstorbenen Personen seit Beginn der Corona-Pandemie:

Diese Übersicht gibt einen Überblick zu im Zusammenhang mit dem Coronavirus Verstorbene.

Die ausschlaggebende 7-Tage-Inzidenz liegt laut den aktuellen Zahlen des Landratsamtes Miesbach am Freitag (12. Februar) bei 54 Fällen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen 7 Tagen. Die Zahl der positiv Getesteten liegt aktuell bei 3.070 – 95 Fälle davon sind derzeit aktiv.

Update, 12. Februar, 10.20 Uhr: Impfportal verbessert

Bayern hat die Anmeldungen für Corona-Impfungen im Internet vereinfacht. Seit Freitag (12. Februar) können sich bis zu fünf Menschen mit einer einzigen E-Mail-Adresse für eine Impfung registrieren. Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek erklärt: „Das ist ein wichtiger Schritt, um gerade Senioren mit wenig Routine im Umgang mit digitaler Kommunikation den Weg zum Impfen zu erleichtern. Mir war es wichtig, die Nutzung einer gemeinsamen E-Mail-Adresse für mehrere Menschen zuzulassen. Deshalb habe ich eine Anpassung der Software im Registrierungsportal BayIMCO angestoßen.“

Bislang konnte sich pro E-Mail-Adresse nur ein Mensch registrieren. BayIMCO steht für Bayerisches Impfmanagement gegen Corona und ist der Name der Software, die der Freistaat für das Impfmanagement entwickelt hat. Über BayIMCO können sich Impfwillige online registrieren und bekommen dann je nach Zugehörigkeit zu den Priorisierungsgruppen einen Impftermin angeboten.

Der Minister erläutert: „Mit der Änderung können nun zum Beispiel Kinder oder Enkelkinder für ihre Angehörigen Impftermine vereinbaren. Ich rufe alle Bürger auf: Helfen Sie Ihren Angehörigen bei der Registrierung. Denn eine Impfung darf nicht an technischen Voraussetzungen scheitern.“

Update, 11. Februar, 15.35 Uhr: Aktuelle Fallzahlen

Die ausschlaggebende 7-Tage-Inzidenz liegt laut den aktuellen Zahlen des Landratsamtes Miesbach am Donnerstag (11. Februar) bei 60 Fällen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen 7 Tagen. Die Zahl der positiv Getesteten liegt aktuell bei 3.064 – 106 Fälle davon sind derzeit aktiv. Diese verteilen sich auf den Landkreis Miesbach wie folgt:

  • Hausham: 17 aktive Fälle
  • Fischbachau: 16
  • Miesbach: 14
  • Rottach-Egern: 11
  • Holzkirchen: 10
  • Weyarn: 9
  • Schliersee: 7
  • Kreuth: 6
  • Waakirchen: 5
  • Bayrischzell und Irschenberg: 3
  • Bad Wiessee und Otterfing: 2
  • Tegernsee: 1
  • Gmund, Valley und Warngau: 0

Update, 17.40 Uhr: Wieder Präsenzgottesdienste

Da im Januar die Corona-Zahlen in Miesbach sehr hoch waren, hatte der Kirchenvorstand der evangelischen Gemeinde in Miesbach beschlossen, ab Mitte Januar nur noch Online-Gottesdienste anzubieten. Die Situation hat sich nun verbessert und ab Sonntag, 14. Februar, gibt es in der Apostelkirche wieder Präsenzgottesdienste um 9 und 10.30 Uhr.

Das Hygienekonzept erfordert das Tragen einer FFP2-Maske. „Gemeindegesang ist noch nicht erlaubt und auch Abendmahl wird momentan nicht gefeiert“, erklärt Kantorin Andrea Wehrmann. „Dafür gibt es wohltuende Musik für Harfe und Orgel. Drei Damen aus dem Gospelchor singen die Gemeindelieder und liturgische Stücke. Die Predigt hält Pfarrerin Anika Sergel-Kohls.“

Update, 10. Februar, 9.30 Uhr: Blumenverkauf am Valentinstag

Für die meisten Paare gehören sie einfach dazu: üppige Blumensträuße am Valentinstag. Da der Tag der Liebenden dieses Jahr auf einen Sonntag fällt, dürfen am 14. Februar für vier Stunden Blumen abgeholt werden. Die Blumen müssen vorbestellt sein, beispielsweise per Click&Collect oder telefonisch.

Bayerns Sozialministerin Carolina Trautner: „Vorbestellte Blumen können am Valentinstag abgeholt werden. Die Abholzeit beträgt bis zu vier Stunden. So kann trotz aller Schwierigkeiten durch die Corona-Pandemie an diesem Tag ein bisschen Normalität einkehren. Gerade in diesen herausfordernden Zeiten ist es wichtig, dem Partner oder der Partnerin Wertschätzung zu zeigen und zu verwöhnen.“

Die Ausnahmebewilligung gilt nur für Verkaufsstellen, deren Kerngeschäft die Abgabe von Blumen ist. Dabei sind zwingend die geltenden Infektionsschutzmaßnahmen zu beachten. Am Valentinstag dürfen daher nur vorbestellte Blumen ausgeliefert oder abgeholt werden.

Update, 9. Februar, 15.55 Uhr: Impfstoff weiterhin Mangelware

Die Impfstoffversorgung im Landkreis Miesbach bleibt angespannt: Vom Biontech/Pfizer-Impfstoff werden nach wie vor nur die Dosen für die Zweitimpfungen und in unregelmäßigen Abständen kleine Mengen für die Erstimpfung geliefert. Die Zusage für den Moderna-Impfstoff wurde wieder zurückgezogen. Jedoch bekommt der Landkreis diese Woche Astrazeneca-Impfstoff, wie das Landratsamt in Miesbach berichtet.

Das Produkt von Astrazeneca ist bekanntermaßen nur für Personen unter 64 Jahre geeignet. Der Bund hat daher die Impfverordnung geändert, in der die Priorisierung des knappen Impfstoffes festgelegt ist. Zu den bereits bekannten priorisierten Gruppen kommt nun der Zusatz, dass nur der jeweils für die Altersgruppe geeignete Impfstoff verwendet werden soll, was zu einer zusätzlichen logistischen Herausforderung für die Impfzentren wird.

Das Impf-Team des Landkreises hat beschlossen: Das Astrazeneca-Produkt wird exklusiv Ärzten und Mitarbeitern im medizinischen Sektor angeboten, die aufgrund ihres Berufs ein erhöhtes Infektionsrisiko haben. Dieser Vorschlag werde gut angenommen. Die Termine seien schon fast ausgebucht.

Dieser Impfstoff ist nicht für die besonders priorisierte Gruppe der Über-80-Jährigen geeignet, obwohl die Nachfrage in dieser Gruppe hoch ist. Aufgrund dieser Knappheit können nach wie vor nur wenige Termine vergeben werden. Bisher wurde nur der Biontech/Pfizer-Impfstoff verwendet. Wird in Zukunft Moderna-Impfstoff geliefert, der ebenfalls für Senioren geeignet ist, kann man sich das Produkt nicht aussuchen.

Termine können ausschließlich nach vorheriger Registrierung im bayerischen Impfportal www.impfzentren.bayern vergeben werden. Hinterlegt man dort seine Daten, wird man per Algorithmus ausgewählt, sobald Impfstoff bereitsteht, und dann benachrichtigt, um einen Termin zu vereinbaren. Zur Unterstützung von Menschen, die keinen Internetzugang haben, steht im Impfzentrum nun die Hotline 08025/7047777 bereit, die bei der Registrierung unterstützt. An der Hotline können keine Termine vereinbart werden, denn die Terminvergabe erfolgt wie beschrieben automatisch per Algorithmus.

„Die Mitarbeiter an der Hotline können keine medizinischen Fragen beantworten“, erklärt das Landratsamt. „Dazu nimmt sich ein Arzt vor der Impfung individuell Zeit.“

Jedoch lässt es die Software des Freistaats nicht zu, an der Hotline Termine zu ändern oder zu bestätigen. Die Mitarbeiter können nicht einsehen, wann Termine vergeben werden oder ob die Online-Registrierung erfolgreich war. Impfwillige können aber unbesorgt sein: Wer sich online registriert hat, hat alles richtig gemacht und wird automatisch kontaktiert, sobald Impfstoff bereitsteht.

Die Terminvergabe wird durch die telefonische Anmeldung über die Hotline nicht beschleunigt. Viel eher dauert es durch den Postversand der Unterlagen tendenziell länger. „Daher bittet das Impf-Team im eigenen Interesse der Impfwilligen darum, lieber den Weg über Freunde, Familie oder Bekannte zu wählen, die Senioren per Mail-Adresse anmelden könnten“, erklärt das Landratsamt.

Im Landkreis Miesbach wurden bisher 3.345 Personen mindestens einmal geimpft. 2.136 waren weiblich, 1.205 männlich und 4 divers.

Altersverteilung:

  • jünger als 20: 32
  • 20 bis 30: 220
  • 30 bis 40: 358
  • 40 bis 50: 490
  • 50 bis 60: 554
  • 60 bis 70: 331
  • 70 bis 80: 248
  • älter als 80: 1.112

Die Zweitimpfungen in den Pflegeeinrichtungen werden diese Woche abgeschlossen. Damit sind dann alle imfwilligen Bewohner und Mitarbeiter in allen Pflegeeinrichtungen im Landkreis Miesbach zweimal geimpft.

Update, 8. Februar, 16.40 Uhr: Aktuelle Fallzahlen

Die ausschlaggebende 7-Tage-Inzidenz liegt laut den aktuellen Zahlen des Landratsamtes Miesbach am Montag (8. Februar) bei 49 Fällen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen 7 Tagen. Die Zahl der positiv Getesteten liegt aktuell bei 3.028 – 95 Fälle davon sind derzeit aktiv. Diese verteilen sich auf den Landkreis Miesbach wie folgt:

  • Miesbach: 13 aktive Fälle
  • Fischbachau und Hausham: 12
  • Weyarn: 10
  • Holzkirchen, Rottach-Egern und Schliersee: 7
  • Bayrischzell, Irschenberg und Waakirchen: 6
  • Otterfing: 4
  • Bad Wiessee: 3
  • Kreuth: 2
  • Gmund, Tegernsee, Valley und Warngau: 0

Update, 4. Februar, 17 Uhr: Erstes Mal Realbetrieb im Impfzentrum

Donnerstagfrüh, um 9.30 Uhr, war es endlich soweit: Das Impfzentrum in Hausham öffnete für die ersten Impfwilligen die Pforten, die sich über das bayerische Portal „BayIMCO“ registriert haben. Insgesamt 107 Personen der höchsten Priorisierungsgruppe erhielten in zwei Schichten ihre erste Dosis.

Die Auswahl der Impfwilligen erfolgt durch einen automatisierten Algorithmus innerhalb der höchst priorisierten Gruppe, der von der Regierung vorgegeben ist. Berücksichtigt werden Menschen über 80 Jahren, aber auch einige Mitarbeiter von medizinischen Einrichtungen, die regelmäßig Kontakt zu Personen mit sehr hohem Risiko schwerer Corona-Verläufe haben, erhielten am Donnerstag die erste Dosis.

So läuft der Termin im Zentrum ab:

Bürger, die einen Impftermin erhalten haben, weisen sich zum vereinbarten Termin am Empfang des Zentrums aus. Dort wird der Grund für die Priorisierung überprüft, also beispielsweise das Alter auf dem Personalausweis nachgesehen. Dann erhält man Unterlagen zur Aufklärung. Diese kann man sich erst selbst kurz ansehen, bevor man von einem von drei Ärzteteams abgeholt wird. Der Arzt klärt offene Fragen. Danach geht es eine Station weiter zur eigentlichen Impfung. Diese wird in einem Patientenzimmer direkt in den Muskel des Oberarms verabreicht. Anschließend steht ein Ruheraum zur Verfügung, in dem man zirka 30 Minuten verweilt, bis das Impfzentrum verlassen werden kann. Den Termin für die Zweitimpfung erhält man bereits bei der Terminbuchung.

Die Mitarbeiter des Impfzentrums sind zufrieden mit dem ersten Tag im Realbetrieb: Dank mehrerer Testläufe mit priorisiertem Personal aus den Krankenhäusern im Landkreis waren die Abläufe bereits eingespielt. Es entstanden keine langen Wartezeiten, die Handgriffe saßen.

„Ich bin sehr zufrieden mit dem heutigen Tag. Die Atmosphäre war ruhig und entspannt. Ich hoffe, wir konnten das auch an die Senioren weitergeben, die teilweise recht nervös waren. Alle zusammen waren aber sehr dankbar, einen Termin bekommen zu haben“, sagt Impfzentrumsleiterin Beate Faus.

Zwei unschöne Vorfälle vor dem Impfzentrum:

Eine Person konnte am Empfang nicht ihren gewöhnlichen Aufenthaltsort im Landkreis nachweisen. Sie muss an ihrem Heimatort – in diesem Fall München – geimpft werden. Eine zweite Person hat ohne Termin versucht, sich gewaltsam Zutritt zum Impfzentrum zu verschaffen. Der Sicherheitsdienst musste einschreiten. Zusätzlich musste die Polizei gerufen werden, da der Mann auch weiterhin nicht von seinem Vorhaben abzubringen war. Die beiden Impfdosen wurden kurzfristig an andere hochpriorisierte Personen vergeben.

„In diesem Zusammenhang möchte ich noch einmal ganz ausdrücklich darum bitten, wahrheitsgemäße Angaben bei der Registrierung zu machen und auch nicht ohne Termin zum Zentrum zu kommen“, sagt Beate Faus. „Ich weiß, dass viele Menschen verzweifelt auf einen Termin warten, aber auf diese Weise kann man die Terminvergabe keinesfalls beschleunigen.“

Für die Terminvergabe ist weiterhin Geduld gefordert. In den kommenden Tagen finden im Zentrum einige Zweitimpfungen statt. „Wann es mit den Erstimpfungen weitergehen kann, bleibt weiterhin unklar“, erklärt Sprecherin Sophie-Marie Stadler vom Landratsamt in Miesbach. „Sobald Impfstoff geliefert wird, werden wieder Termine an Personen vergeben, die sich über www.impfzentren.bayern registriert haben.“

Senioren, die mit der Online-Registrierung Probleme haben, mögen bitte Verwandte oder Freunde um Hilfe fragen. Der Landkreis plant zudem eine Telefon-Hotline, die bei der Terminvereinbarung unterstützen kann. Das Impfzentrum-Team wartet noch auf ein Update der Software des Freistaats, die die Einbuchung per Telefon überhaupt erst ermöglicht. Zudem fehlt bekanntermaßen weiterhin der Impfstoff, um überhaupt Termine vergeben zu können.

„Es bleibt uns nichts anderes übrig, als weiterhin um Geduld zu bitten. Wir sitzen auf heißen Kohlen und sind bereit, durchzustarten, sobald Impfstoff geliefert wird. Jeder Impfwillige, der sich auf www.impfzentren.bayern.de registriert, hat alles richtig gemacht. Nachfragen sind dann nicht nötig. Die Impfwilligen werden automatisch kontaktiert, sobald es Termine gibt“, sagt Beate Faus.

Update, 3. Februar, 17.25 Uhr: Aktuelle Fallzahlen

Die ausschlaggebende 7-Tage-Inzidenz liegt laut den aktuellen Zahlen des Landratsamtes Miesbach am Mittwoch (3. Februar) bei 47 Fällen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen 7 Tagen. Die Zahl der positiv Getesteten liegt aktuell bei 2.986 – 87 Fälle davon sind derzeit aktiv. Diese verteilen sich auf den Landkreis Miesbach wie folgt:

  • Hausham: 15 aktive Fälle
  • Rottach-Egern und Weyarn: 10
  • Fischbachau, Irschenberg und Waakirchen: 7
  • Bayrischzell, Holzkirchen und Miesbach: 6
  • Schliersee: 5
  • Bad Wiessee: 3
  • Kreuth und Otterfing: 2
  • Warngau: 1
  • Gmund, Tegernsee und Valley: 0

„Die Koordinierungsgruppe beschäftigt sich am Montag, 8. Februar, mit möglichen Lockerungen, wenn die 7-Tage-Inzidenz weiterhin unter 50 bleibt“, teilt Sprecherin Sophie-Marie Stadler vom Landratsamt in Miesbach mit. 

Update, 17.25 Uhr: Aktuelle Fallzahlen

Die ausschlaggebende 7-Tage-Inzidenz liegt laut den aktuellen Zahlen des Landratsamtes Miesbach am Dienstag (2. Februar) bei 57 Fällen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen 7 Tagen. Die Zahl der positiv Getesteten liegt aktuell bei 2.984 – 101 Fälle davon sind derzeit aktiv. Diese verteilen sich auf den Landkreis Miesbach wie folgt:

  • Hausham: 21 aktive Fälle
  • Rottach-Egern: 12
  • Weyarn: 10
  • Waakirchen: 8
  • Fischbachau, Holzkirchen und Miesbach: 7
  • Bayrischzell und Irschenberg: 6
  • Bad Wiessee und Schliersee: 5
  • Warngau: 3
  • Kreuth und Otterfing: 2
  • Gmund, Tegernsee und Valley: 0

Update, 2. Februar, 13.30 Uhr: Plus bei Unternehmensgründungen

Trotz der wirtschaftlichen Krise infolge der Corona-Pandemie wurden in Bayern 2020 mehr gewerbliche Unternehmen neu gegründet als 2019. Das geht aus den vom Landesamts für Statistik veröffentlichten Jahreszahlen zu Gewerbean- und -abmeldungen hervor. Dazu Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Obwohl viele Unternehmen unter den Folgen der Pandemie leiden, verzeichnen wir bei den Existenzgründungen im Freistaat 2020 ein deutliches Plus von 5,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr. In einer so herausfordernden Zeit ist das ein erfreuliches Signal. Bayerns Nachwuchsunternehmer stemmen sich mit Erfindergeist tatkräftig gegen die Krise. Mit innovativen Ideen, Produkten, Dienstleistungen und Geschäftsmodellen schaffen sie jetzt die Grundlage für wirtschaftliches Wachstum und neue Arbeitsplätze.“

Nach Angaben des statistischen Landesamtes wagten viele Menschen nach einem pandemie-bedingt deutlichen Rückgang im März ab Mai den Schritt in die Existenzgründung. „Dort, wo sich die Marktbedingungen ändern, geht es um schnelle Anpassungsfähigkeit. Die bayerischen Gründer haben sich rasch aus der Schockstarre des ersten Lockdowns befreit und die Zeichen der Zeit erkannt. Viele nutzen die Krise als Chance für innovative Lösungen und Geschäftsideen, gerade im digitalen Bereich“, beurteilt Aiwanger die hohe Gründungsdynamik.

Der Freistaat unterstützt die Existenzgründer mit innovationsfreundlichen Rahmenbedingungen und einer Reihe von passgenauen Instrumenten. Aiwanger: „Start-ups und neue Unternehmen sind die Mittelständler und Arbeitgeber von morgen. Mit ihrer Innovationskraft sichern sie die künftige Wettbewerbsfähigkeit unserer Wirtschaft. Deshalb helfen wir unseren Gründern, wo wir nur können. Angefangen vom bayerischen Vorgründungscoachingprogramm über zahlreiche Gründerzentren mit ihren Netzwerken bis hin zu unserem Förderprogramm Start?Zuschuss! und umfassenden Finanzierungsmöglichkeiten. Unter dem Dach unserer Gründerland-Bayern-Initiative finden Gründer das, was sie für einen erfolgreichen Start brauchen.“

Vorbericht vom 1. Februar:

Die ausschlaggebende 7-Tage-Inzidenz liegt laut den aktuellen Zahlen des Landratsamtes Miesbach am Montag (1. Februar) bei 63 Fällen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen 7 Tagen. Die Zahl der positiv Getesteten liegt aktuell bei 2.979 – 123 Fälle davon sind derzeit aktiv.

Aber die Freude beim Impfteam ist groß: Diese Woche werden am Donnerstag und Freitag die ersten Über-80-Jährigen im Impfzentrum des Landkreises in Hausham geimpft, die sich über das bayerische Impfportal registriert haben. „Grund dafür ist, dass einige Impfdosen, die eigentlich für Zweitimpfungen vorgesehen waren, nicht vollständig abgerufen wurden“, erklärt Sophie-Marie Stadler vom Landratsamt in Miesbach. „Zudem erhielt der Landkreis eine zusätzliche Lieferung einer äußerst überschaubaren Anzahl an Dosen.“ Alle verfügbaren Dosen wurden nun unverzüglich an die besonders priorisierte Gruppe der Über-80-Jährigen vergeben. Alle Termine sind bereits vergeben. Die Termine finden im Impfzentrum statt. Hausbesuche sind noch nicht möglich.

Die Anzahl an Dosen ist nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Die Terminvergabe kann ausschließlich über das Impfportal des Freistaats www.impfzentren.bayern geschehen. Knapp 9.000 Impfwillige aus dem Landkreis Miesbach haben sich dort bereits für eine Impfung registriert. Registrieren kann sich jeder, auch wenn man keine Benachrichtigung per Post erhalten oder diese verloren hat. Es ist den Landkreisen nicht möglich, andere oder parallele Systeme zu verwenden.

Zur Anmeldung ist eine Mail-Adresse notwendig, was die Registrierung für viele Senioren erschwert oder unmöglich macht. Der Freistaat hat versprochen, die Software noch einmal nachzubessern, sodass es in absehbarer Zeit zumindest den Mitarbeitern im Impfzentrum möglich sein soll, Termine für Anrufer zu vereinbaren. „Leider ist die Software aber noch nicht so weit entwickelt“, sagt Sophie-Marie Stadler. „Daher können bis auf Weiteres nur Online-Termine vereinbart werden. Das Impfteam bittet Kinder, Enkel, Nachbarn und Freunde, impfwillige Senioren bei der Anmeldung zu unterstützen.“

Nach erfolgreicher Registrierung wird man benachrichtigt, sobald Impfstoff und damit Termine zur Verfügung stehen. Die Vergabe erfolgt durch einen Algorithmus, das heißt, die Mitarbeiter im Impfzentrum haben keinen Einfluss auf die Terminvergabe im Einzelfall. Um zu vermeiden, dass Dosen weggeworfen werden müssen, werden Anmelder gebeten, wahrheitsgemäße Angaben zu machen. So wird beispielsweise das Alter beim Zutritt zum Impfzentrum kontrolliert. Wer nicht nachweislich zur priorisierten Gruppe gehört, wird nicht geimpft.

„Leider ist der Impfstoff weiterhin Mangelware: Bis mindestens 19. Februar ist nur Impfstoff für die Zweitimpfungen zugesichert“, teilt Sophie-Marie Stadler mit. „Das Impfzentrum bekommt von Ministerium und Regierung weder Impfstoff noch Informationen über mögliche weitere Lieferungen. Das Team bittet daher alle Impfwilligen, sich auf www.impfzentren.bayern anzumelden und von Nachfragen abzusehen.“

Im Zentrum bereitet man sich derweil darauf vor, dass bald große Mengen an Impfstoff geliefert werden. Das Problem wird dann wohl sein, so viele Dosen wie möglich am Tag verimpfen zu können. Es laufen schon Vorbereitungen für einen Ausbau der Impfkapazitäten vor Ort, aber realistischerweise muss man schon jetzt betonen, dass auch dieser Kapazität Grenzen gesetzt sind und die bundesweiten Versäumnisse durch den ausbleibenden Impfstoff trotz aller Bemühungen nicht innerhalb weniger Tage nachgeholt werden können. Weitere Impfzentren sind vonseiten der Regierung nicht vorgesehen, aber es wird über Außenstellen und mobile Teams im Landkreis nachgedacht.

„Die Situation ist unbefriedigend für alle, die sich gerne impfen lassen würden“, erklärt Sophie-Marie Stadler. „Das Impfteam des Landkreises gibt sein Möglichstes, um in den kommenden Wochen jede verfügbare Dosis an priorisierte Senioren zu verimpfen. Leider ist aber auf allen Seiten noch Geduld notwendig, bis jeder Impfwillige an einen Termin kommt.“

ft; ksl

Rubriklistenbild: © Friso Gentsch/dpa

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