Aktuelle Infos im News-Ticker

Coronavirus im Landkreis Miesbach: Wendelsteinbahn macht zu

Das RKI appelliert weiter an die gesamte Bevölkerung sich für den Infektionsschutz zu engagieren.
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Das RKI appelliert weiter an die gesamte Bevölkerung sich für den Infektionsschutz zu engagieren.

Landkreis – Der Landkreis Miesbach ist nach dem Frühjahr zum zweiten Mal Corona-Hotspot. Aktuelle Infos zu Covid-19 gibt es in unserem News-Ticker:

Das Wichtigste in Kürze:

  • Der Landkreis Miesbach überschreitet den Schwellenwert von 100 am Dienstag (27. Oktober) und erreicht die dunkelrote Stufe der Corona-Ampel. Ab Mittwoch (28. Oktober) gelten neue Einschränkungen.
  • Ziel der Maßnahmen ist, die Präsenzbetreuung an Schulen und Kindertageseinrichtungen so lange wie möglich aufrecht zu erhalten. Deswegen gilt die Maskenpflicht nun auch für Grundschüler und am Platz.
  • Es wird eine Sport-Ampel analog zur Corona-Ampel für Landkreis-Sporthallen eingeführt.
  • Zahlreiche Veranstaltungen sind abgesagt wegen der aktuellen Entwicklungen.

Service:

Update, 31. Oktober, 18.45 Uhr: Neuer News-Ticker

Hier geht es zum neuen Ticker mit allen aktuellen Informationen rund um das Coronavirus im Landkreis Miesbach.

Update, 12.15 Uhr: Spielbank macht dicht

Ab Sonntag, 1. November, bis voraussichtlich einschließlich Montag, 30. November, sind alle Spielbanken im Freistaat geschlossen, also auch die in Bad Wiessee.

Angesichts ansteigender Infektionszahlen haben Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Regierungschefs der Länder am 28. Oktober beschlossen, deutschlandweit abgestimmte und überall einheitlich durchzuführende Maßnahmen zu treffen. Der Ministerrat hat in einer Sondersitzung am 29. Oktober daher festgelegt, dass unter anderem Institutionen und Einrichtungen, die der Freizeitgestaltung zuzuordnen sind, ab 2. November geschlossen bleiben müssen. Dies umfasst auch die bayerischen Spielbanken. Aufgrund eines gesetzlichen Schließtages an Allerheiligen öffnen die bayerischen Spielbanken bereits am 1. November nicht mehr.

„Der Schritt ist leider nötig, um die vielen Besucher, die täglich unsere bayerischen Spielbanken besuchen, sowie unsere Mitarbeiter bestmöglich vor einer weiteren Verbreitung des Coronavirus zu schützen“, heißt es in einer Mitteilung.

Update, 11.05 Uhr: Lockdown bei der Wendelsteinbahn

Bund und Länder haben, um die Corona-Pandemie wieder einzudämmen, einen erneuten Lockdown unter anderem für Freizeiteinrichtungen und Gastronomiebetriebe beschlossen. Demzufolge stellen auch die Wendelsteinbahnen in Brannenburg und Bayrischzell ihren Betrieb wie gefordert ab Montag, 2. November, ein. Wer möchte, kann das für kommendes Wochenende vorhergesagte schöne Wetter noch einmal für eine vorläufig letzte Fahrt mit Zahnradbahn oder Seilbahn nutzen – selbstverständlich unter Einhaltung der bewährten Hygienemaßnahmen. Infos dazu unter www.wendelsteinbahn.de.

Update, 9.30 Uhr: Zurückhaltung an Halloween

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann hat angesichts des um diese Jahreszeit üblicherweise anstehenden Halloween-Schabernacks zur Zurückhaltung gemahnt und dazu aufgefordert, auf Grusel-Partys zu verzichten. Das gelte auch für die üblichen Kinderspäße an den Haustüren der Nachbarn: „Bitte bleiben Sie in diesem Jahr mit Ihren Kindern daheim.“

Herrmann appelliert an die Eltern: „Ein beliebtes Spiel bei Kindern ist es, an Halloween gemeinsam von Tür zu Tür zu ziehen, bei den Nachbarn zu klingeln und Süßigkeiten einzufordern. Besonders mit Blick auf die Infektionsgefahr für ältere Leute bitte ich sehr darum, diesen Spaß in diesem Jahr ausnahmsweise bleiben zu lassen. Wir müssen alles daran setzen, Infektionsschutzketten zu durchbrechen und keine neuen aufzubauen.“

Update, 30. Oktober, 8.40 Uhr: Rathaus Holzkirchen geschlossen

Nachdem ab Montag, 2. November, deutschlandweit zusätzliche Corona-Regeln gelten, passt die Gemeindeverwaltung Holzkirchen die Öffnungszeiten an: Das Rathaus Holzkirchen, insbesondere das Einwohneramt, bleibt ab Montag bis auf Weiteres für den Publikumsverkehr geschlossen.

Die Projekte und Arbeiten der Verwaltung stehen jedoch nicht still. Selbstverständlich sind die Mitarbeiter im Rathaus während der Öffnungszeiten per E-Mail beziehungsweise Telefon erreichbar. Die Bürger werden gebeten, Fragen und Rückrufbitten vorrangig per E-Mail an die zuständigen Abteilungen beziehungsweise Ansprechpartner zu richten. Wie bisher können nach vorheriger Vereinbarung persönliche Termine mit der zuständigen Abteilung im Rathaus stattfinden.

Update, 20.10 Uhr: Bibliothek bleibt geöffnet

Die Gemeindebücherei Holzkirchen hat weiterhin geöffnet, bittet ihre Besucher aber ab Dienstag, 3. November, um vorherige Terminvereinbarung unter Telefon 08024/2090. Beim Besuch gelten die bekannten Abstandsregeln und muss eine Maske getragen werden. Außerdem ist am Eingang eine Einwilligung personenbezogener Daten im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie zu unterzeichnen.

Da die Besucherzahl begrenzt ist, bittet die Bücherei zudem, Kinder unter 6 Jahren nicht mitzubringen. Kinder von 6 bis 12 Jahren dürfen nur in Begleitung eines Erziehungsberechtigten die Bücherei besuchen, Kinder ab 12 Jahre benötigen die Unterschrift eines Erziehungsberechtigten.

„Gerne stellen die Büchereimitarbeiterinnen für die Leser Medienpakete zusammen, die dann kontaktlos am Fenster abgeholt werden können“, teilt Monika Hollweck-Kraus von der Bücherei mit. „Die gewünschten Medien können über die Homepage der Bücherei www.gemeindebuecherei-holzkirchen.de vorgemerkt werden. Für verfügbare Medien ist dies kostenlos, für bereits entliehene Medien wird eine kleine Vormerkgebühr fällig.“

Update, 18.15 Uhr: Blutspendetermine finden weiterhin statt

Auch in Zeiten steigender Corona-Zahlen darf die dringende, regelmäßige Notwendigkeit der Blutspende nicht in Vergessenheit geraten. Blutspendetermine sind von den Kontaktbeschränkungen ausgenommen. Daher dürfen und müssen diese unter Einhaltung bestehender, strenger Hygienemaßnahmen weiterhin durchgeführt werden. 

Einmal mehr zählt es, füreinander einzustehen und gemeinsam dafür Sorge zu tragen, dass unsere Mitmenschen in den Krankenhäusern auch im Herbst und Winter lückenlos mit überlebenswichtigen Blutpräparaten versorgt werden können.

Der Blutspendedienst bietet im November mehr als 300 Gelegenheiten zur Blutspende. Alle Termine sowie eventuelle Änderungen, aktuelle Maßnahmen und Informationen rund um das Thema Blutspende in Zeiten von Corona sind unter Telefon 0800/1194911 zwischen 8 und 17 Uhr oder unter www.blutspendedienst.com tagesaktuell abrufbar.

Die aktuellen Termine im Landkreis Miesbach:

  • Donnerstag, 5. November, 16 bis 20 Uhr, Grundschule Gmund
  • Montag, 9. November, 16 bis 20 Uhr, Grund- und Mittelschule Hausham
  • Freitag, 13. November, 16 bis 20.30 Uhr, Mittelschule Holzkirchen
  • Freitag, 20. November, 16 bis 20.30 Uhr, Gymnasium Miesbach

Update, 17.40 Uhr: Vorzeitiges Saisonende

„Die Vorhersagen fürs Wochenende versprechen Sonnenschein bei bis zu 16 Grad Celsius. Ein perfekter Start in die Herbstferien“, schreibt das Markus-Wasmeier-Freilichtmuseum in Schliersee. „Leider müssen wir unser altbayerisches Dorf schon eine Woche früher schließen.“ Bis 1. November ist noch täglich, von 10 bis 17 Uhr, geöffnet. Der Biergarten im Wirtshaus „Zum Wofen“ hat bis Sonntag, 1. November, ebenfalls täglich, von 11 bis 16 Uhr, geöffnet.

Update, 16.35 Uhr: Weitere Maßnahmen ab Montag

Ab Montag, 2. November, gelten strengere Maßnahmen zur Pandemie-Bekämpfung, die am Mittwoch (28. Oktober) von Bundeskanzlerin Angela Merkel und den Ministerpräsidenten beschlossen wurden. Zusätzlich erklärte Ministerpräsident Markus Söder am Donnerstag (29. Oktober), dass für Bayern zusätzliche Maßnahmen eingeführt werden.

„Noch liegen den Landratsämtern keine Rechtsgrundlagen dazu vor“, teilt die Behörde in Miesbach mit. „Dementsprechend können noch keine detaillierten Auskünfte erteilt werden, wie sich die Maßnahmen konkret auf die Landkreisbevölkerung auswirken werden.“ Das Landratsamt Miesbach verweist auf die öffentlichen Statements der Bundesregierung und der Staatsregierung.

Am Freitag, 30. Oktober, folgen weitere Informationen zum aktuellen Infektionsgeschehen in den Schulen und Kindertageseinrichtungen im Landkreis Miesbach, heißt es weiter in einer Mitteilung.

Darin wird auch darüber informiert, dass die 7-Tage-Inzidenz aktuell 158 beträgt. 1.042 positive Corona-Fälle sind bisher im Landkreis Miesbach registriert – somit ist etwa 1 Prozent der gesamten Landkreisbevölkerung mittlerweile positiv getestet worden. Von den etwas mehr als 1.000 Fällen sind aktuell 190 aktiv. Diese verteilen sich auf den Landkreis wie folgt:

  • Rottach-Egern: 30 aktive Fälle
  • Hausham: 27
  • Miesbach: 21
  • Holzkirchen: 19
  • Gmund: 16
  • Otterfing: 14
  • Fischbachau: 11
  • Bad Wiessee: 10
  • Schliersee: 9
  • Irschenberg und Waakirchen: 8
  • Kreuth und Weyarn: 6
  • Valley: 2
  • Bayrischzell, Tegernsee und Warngau: 1

Update, 29. Oktober, 14.40 Uhr: Junge Union kritisiert zweiten Lockdown

Der Kreisausschuss der Jungen Union Miesbach hat am Mittwoch (28. Oktober) über die Beschlüsse der Bundeskanzlerin und der Ministerpräsidenten in einem Online-Meeting diskutiert. Eine überdeutliche Mehrheit des Gremiums hält den zweiten Lockdown, der am 2. November beginnen wird, für unverhältnismäßig. „Es trifft die Falschen“, findet der Kreisvorsitzende Thomas Klotz. „Die Gastronomen, Hoteliers, Fitnessstudios und viele mehr im Landkreis haben nach dem ersten Lockdown viel Geld in die Hand genommen, um praktikable Hygienekonzepte zu erarbeiten. Die finanziellen Verluste im Frühjahr konnten kaum wettgemacht werden. Der zweite Lockdown wird der Sargnagel für viele Wirte, Unternehmer und Künstler sein.“

Die Zahl der Corona-Infizierten steigt weiter an, auch im Landkreis Miesbach. Nach Angaben des Landratsamtes lag die 7-Tage-Inzidenz zuletzt bei 155 Infizierten. Die Zahl der im Krankenhaus Agatharied behandelten Covid-19-Patienten liegt bei 3. Keines der 26 bereitstehenden Intensivbetten wird derzeit benötigt. Hinzu kommt: Die offiziellen Zahlen des Robert-Koch-Instituts darüber, wo Infektionen stattgefunden haben, lassen keinen Rückschluss auf die Gastronomie oder Hotellerie als kritische Infektionsherde zu. Somit erscheint das faktische Berufsverbot für einen Monat als unverhältnismäßig. Zudem trifft es die Kultur- und Gesundheitsbranche hart. Seit Monaten verzeichnen sie kaum oder keine Einnahmen. Ihnen allen drohen Pleite und Arbeitsplatzverlust – gerade in unserem Landkreis, der vor allem vom Tourismus und Gesundheitswesen lebt.

Dem möchten Bundes- und Landesregierung nun mit einem historisch einmaligen Hilfspaket entgegentreten. „Wir sorgen uns nicht nur um die privatwirtschaftlichen Unternehmen, sondern auch um unseren Staatshaushalt“, erklärt Klotz. „Die vorhersehbaren Arbeitslosen- und Insolvenzzahlen lassen auch keine Hoffnung zu, dass die Schulden bald wieder zurückgezahlt werden können.“ Zwar haben Freistaat und Bund in den vergangenen Jahren gut gewirtschaftet, die Milliardenkredite wird jedoch die junge Generation zurückzahlen müssen, zumal einige Unternehmen – vor allem neu gegründete – keine Unterstützung erhalten.

Christian John, stellvertretender Kreisvorsitzender, ist als Hotelier in Bad Wiessee besonders betroffen: „Wir bedauern es sehr, dass trotz nachweislich erfolgreicher Hygienekonzepte und kostspieliger Investitionen, die uns nach dem ersten Lockdown auferlegt wurden, nun die Gastronomie wieder vollständig schließen muss. Leider kommen die finanziellen Hilfen des Bundes nicht bei jedem an. Wir haben Ende 2019 aus familiären Gründen eine Umfirmierung unseres seit 2004 bestehenden Hotels vorgenommen und fallen deswegen durch das Raster, denn die Überbrückungshilfen werden nur an Unternehmen ausgezahlt, die vor dem 1. November 2019 gegründet wurden.“

In den vergangenen sechs Monaten wurde vonseiten der Politik und des Gesundheitswesens gemahnt und appelliert. Dass eine sogenannte zweite Welle kommen würde, erschien allen klar. „Uns überrascht die Überraschung der Regierungsverantwortlichen. Ein Lockdown ist für die gesamte Gesellschaft das schlechteste aller Mittel zur Bekämpfung einer Pandemie. Dennoch wird dieser Weg nun ein zweites Mal gegangen“, sagt der JU-Kreisvorsitzende Thomas Klotz.

Überwachungen von Privatwohnungen, wie sie der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach indes vorschlägt, lehnen die jungen Konservativen im Landkreis kategorisch ab. Die Vorstandsmitglieder des Kreisverbandes sehen darin eine unverhältnismäßige Grundrechtsverletzung. „Das Ziel nachhaltiger, konservativer Politik geht zurück auf Aristoteles. Es heißt Maß und Mitte bewahren. Derzeit scheinen hier jedoch die Maßstäbe zu verrutschen“, erklärt Klotz abschließend.

Update, 16.50 Uhr: Aktuelle Corona-Zahlen

Das Coronavirus breitet sich weiter im Landkreis Miesbach aus. Auch am Mittwoch (28. Oktober) ist die ausschlaggebende 7-Tage-Inzidenz laut den aktuellen Zahlen des Landratsamtes gestiegen – auf 155. Somit hat sich der Wert innerhalb einer Woche fast verdreifacht.

Die Zahl der positiv Getesteten liegt aktuell bei 1.025 – 175 Fälle davon sind derzeit aktiv. Nachdem in Bayrischzell bisher keine Fälle angesiedelt waren, gibt es nun auch dort einen Corona-Fall. Folglich gibt es aktuell in allen Landkreiskommunen bestätigte aktive Fälle. Hier die Statistik:

  • Rottach-Egern: 25 aktive Fälle
  • Hausham: 23
  • Miesbach: 22
  • Holzkirchen: 18
  • Gmund: 15
  • Otterfing: 14
  • Bad Wiessee und Fischbachau: 10
  • Waakirchen: 9
  • Irschenberg: 7
  • Kreuth und Schliersee: 6
  • Weyarn: 5
  • Valley: 2
  • Bayrischzell, Tegernsee und Warngau: 1

Update, 12.35 Uhr: Rathaus in Miesbach zu

Aufgrund ausstehender Corona-Tests bleibt das Miesbacher Rathaus vorsorglich am Donnerstag und Freitag, 29. und 30. Oktober, für Besucher geschlossen. „In dringenden Fällen wenden sie sich bitte telefonisch an 08025/2830“, teilt die Verwaltung mit.

Ab Montag, 2. November, ist das Rathaus wieder zu folgenden Zeiten erreichbar:

  • Montag, Dienstag und Freitag, 9 bis 12 Uhr
  • Donnerstag, 15 bis 18 Uhr

Update, 9.45 Uhr: Halloween nur innerhalb der Familie

Bayerns Familienministerin Carolina Trautner appelliert an Eltern, wegen der Corona-Pandemie die Halloween-Bräuche nur im Familienkreis zu gestalten. „Gemeinsam basteln, verkleiden und Süßigkeiten naschen soll natürlich auch in diesem Jahr möglich sein, aber bitte nur innerhalb der Familie. Wir müssen jetzt alle die Kontakte zu anderen Menschen so gering wie möglich halten und vorsichtig sein. Mit Blick auf die derzeitigen Infektionszahlen rate ich deshalb von Halloween-Feiern außerhalb der Familie und vom von Tür zu Tür Gehen ab“, erklärt Trautner.

Update, 28. Oktober, 8.15 Uhr: Corona im Psychiatriebericht

Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml will die psychosozialen Auswirkungen der Corona-Pandemie stärker untersuchen. Huml sagt: „Das Thema soll in jedem Fall im bayerischen Psychiatriebericht aufgegriffen werden, der 2021 zum ersten Mal vorgelegt wird. Das ist wichtig, weil die Corona-Pandemie erhebliche Herausforderungen für die psychosoziale Versorgung verursacht.“

Die Ministerin ruft Bürger dazu auf, psychische Belastungen nicht zu unterschätzen. Huml appelliert: „Corona bringt viele Herausforderungen mit sich. Deshalb ist es wichtig, auf die seelische Gesundheit zu achten und sich bei Bedarf rechtzeitig fachkundige Unterstützung zu holen.“

Der Psychiatriebericht wird vom Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) erstellt. Ein unabhängiger Beirat bestehend aus 14 Vertretern unterschiedlicher Institutionen und Fachrichtungen soll dabei unterstützen. Der Beirat kam am Dienstag (27. Oktober) zu seiner ersten konstituierenden Sitzung zusammen.

Die Ministerin betont: „Ich freue mich sehr, dass wir ausgewiesene Experten für diese wichtige ehrenamtliche Aufgabe gewinnen konnten. Mit ihrem Fachwissen und ihrer Erfahrung können wir den Bericht auf einem breiten Fundament erstellen und somit hoffentlich weitere Impulse setzen für die Versorgung von Menschen mit psychischem Hilfsbedarf. Dafür danke ich den Beiratsmitgliedern schon jetzt vorab herzlich!“

Der Psychiatriebericht ist ein Novum in Bayern. Das bayerische Psychisch-Kranken-Hilfe-Gesetz sieht vor, dass der Bericht dem Landtag alle drei Jahre vorgelegt wird. Die erste Veröffentlichung ist im Laufe des Jahres 2021 geplant.

Huml erklärt: „Der Bericht soll die bestehende Versorgungslandschaft abbilden und Schlussfolgerungen für die künftige Ausgestaltung und Weiterentwicklung zulassen. Damit wollen wir informieren und die Grundlage schaffen, um auf Veränderungen möglichst früh reagieren zu können.“

Der Staatsregierung ist es schon lange ein zentrales Anliegen, psychische Erkrankungen aus der Tabuzone zu holen und Menschen in psychischen Krisen frühzeitig zu helfen. Dafür gibt es bereits eine Reihe von Angeboten. Von großer Bedeutung ist die landesweite Einführung von Krisendiensten für Menschen in psychischen Notlagen, die im Rahmen des bayerischen Psychisch-Kranken-Hilfe-Gesetzes vorgesehen ist. Dieses niedrigschwellige psychosoziale Hilfeangebot steht bereits in den Bezirken Oberbayern und Mittelfranken zur Verfügung. Von Juli 2021 an sollen die Krisendienste bayernweit und rund um die Uhr erreichbar sein.

Weitere Informationen und Kontaktmöglichkeiten zum Krisendienst Psychiatrie Oberbayern können der Website www.krisendienst-psychiatrie.de entnommen werden. Darüber hinaus hat das bayerische Gesundheitsministerium zusätzliche Hilfeangebote und Tipps rund um die seelische Gesundheit auf seiner Homepage zusammengestellt.

Update, 17.20 Uhr: Neue Corona-Fallzahlen

Das Landratsamt Miesbach meldet am Dienstag (27. Oktober) einen neuen Höchstwert bei der ausschlaggebenden 7-Tage-Inzidenz. Diese beträgt nun 142.

Die Zahl der gemeldeten Neuinfektionen liegt demnach aktuell bei 996 – davon 174 aktive Corona-Fälle. Diese verteilen sich über den Landkreis wie folgt:

  • Holzkirchen: 25 aktive Fälle
  • Rottach-Egern: 23
  • Miesbach und Hausham: 21
  • Gmund: 16
  • Otterfing: 13
  • Bad Wiessee: 11
  • Fischbachau: 10
  • Waakirchen: 8
  • Weyarn: 7
  • Kreuth: 6
  • Irschenberg und Schliersee: 5
  • Tegernsee, Valley und Warngau: 1
  • Bayrischzell: 0

Update, 15.10 Uhr: Quarantäne stoppt TuS-Kicker

Außer Training läuft bei den Landesliga-Kickern des TuS Holzkirchen zurzeit nichts. Die Absage des für Mittwoch, 28. Oktober, 19.30 Uhr, angesetzten Spiels gegen den FC Unterföhring kam zwar nicht plötzlich, aber sicher im unpassenden Moment.

Zweieinhalb Wochen ist es bereits her, da konnte der TuS seinen ersten Dreier nach dem Restart einpacken. Mit dem 3:2-Erfolg über den TSV Kastl hatten sich die Schützlinge von Torsten Spittler gerade im Abstiegskampf etwas freigeschwommen. Da legte die Corona-Krise den in Schwung gekommen TuS schon wieder lahm. Zuerst musste die darauffolgende Partie in Landshut verlegt werden. Dann fiel die geplante Partie gegen Unterföhring wegen eines Verdachtsfalls kurzfristig ins Wasser. Da Holzkirchen am Wochenende (24./25. Oktober) spielfrei war, ordnete Spittler am Samstag zumindest ein Training an. „Wir wollten möglichst gut vorbereitet die nächsten Punkte gegen den Abstieg einfahren“, erklärt Benedikt Gulielmo die Sonderschicht auf der Haid.

Doch daraus wird nun nichts: Beim FC Unterföhring gibt es einen neuerlichen Corona-Fall. Was ist passiert? Beim Testspiel gegen den FC Ismaning (0:4) kickte ein Unterföhringer Spieler mit, der sich dann am Abend danach schlechter fühlte. Nach einem Arztbesuch erhielt er das positive Ergebnis. Daraufhin standen die beiden Fußballvereine in engem Kontakt mit dem Gesundheitsamt. Die Unterföhringer sagten sofort ein am Wochenende geplantes Testspiel und nun auch die Partie in Holzkirchen ab. Mindestens drei Spieler mussten bisher in Quarantäne. „Das ist für uns in der momentan guten Verfassung natürlich sehr schade“, findet Coach Spittler.

Für den TuS bleibt nun nur mehr das regelmäßige Training aufrecht zu erhalten und die Hoffnung, dass bis zum Wochenende nichts mehr dazwischen kommt. Denn am Samstag, 31. Oktober, 14 Uhr, steht das nächste Heimspiel gegen den TuS Töging auf dem Programm.

Update, 13.20 Uhr: Schachwoche statt internationaler Meisterschaft

Vom 31. Oktober bis 8. November sollte die 24. Offene internationale bayerische Schachmeisterschaft (OIBM) auf Gut Kaltenbrunn stattfinden. Obwohl das Großturnier wegen der sprunghaft gestiegenen Infektionszahlen abgesagt werden musste, bedeutet dies nicht Schachmatt für die Veranstalter. Die alternativen Kleinformate sind ein Tegernsee-Masters mit zehn Großmeistern und Spitzenspielern sowie ein Programm für schachbegeisterte Urlaubsgäste.

Nach der Absage der Offenen internationalen bayerischen Schachmeisterschaft erarbeitete Großmeister Sebastian Siebrecht gemeinsam mit der Tegernseer Tal Tourismus GmbH (TTT) ein Alternativprogramm, das den neuen, strengen Hygienebestimmungen entspricht. In der geplanten Veranstaltungswoche vom 31. Oktober bis 8. November findet nun als einmaliges Event das Tegernsee-Masters mit zehn geladenen Großmeistern und Spitzenspielern statt – ohne Zuschauer vor Ort, dafür mit einer Übertragung über die größten Schachportale der Welt auf digitalen Brettern.

Der Spielort wurde von Gut Kaltenbrunn ins Hotel zur Post in Bad Wiessee verlegt, das seit neun Jahren Austragungsort des internationalen Schach-Senioren-Cups ist. Das Tegernsee-Masters-Rundenturnier wird unter anderem auch live auf www.schach-tegernsee.de übertragen. Die Schiedsrichter sind Ralph Alt und Gregor Johann. Parallel zur Kommentierung und Analyse der Partien per Live-Übertragung auf einer Leinwand gibt es ein Schachprogramm für bereits angemeldete Gäste der OIBM, bestehend aus täglich stattfindenden Schnell- und Blitzturnieren.

Pro Veranstaltung sind dabei jeweils zehn Personen zugelassen. Für die Kommentierung werden zwei Zeitfenster (16 bis 18 und 18 bis 20 Uhr) vergeben. Marc Lang, Fide-Meister und Weltrekordhalter im Blindschach, sowie Großmeister Sebastian Siebrecht führen vor Ort durch das Programm.

„Wir freuen uns, dass wir gemeinsam mit Sebastian Siebrecht so kurzfristig ein Alternativangebot schaffen konnten. So locken wir hoffentlich trotzdem Schachspieler in unsere Region und präsentieren uns gleichzeitig mit dem Tegernsee-Masters weltweit bei Schachfans“, fasst Peter Rie, Leiter der Veranstaltungsabteilung bei der TTT, das kurzfristig erarbeitete Konzept zusammen.

Update, 11.30 Uhr: Neue Corona-Regeln

Was sich am Montag (26. Oktober) bereits angekündigt hat, ist nun Gewissheit: Der Landkreis Miesbach überschreitet die Marke von 100 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen. Damit treten weitere verschärfende Maßnahmen zur Pandemie-Bekämpfung ab Mittwoch, 28. Oktober, in Kraft.

Die weiteren Verschärfungen sind verbindlich vorgegeben in der 7. Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung, teilt das Landratsamt Miesbach mit, und lauten:

  • maximal fünf Personen oder zwei Hausstände bei Kontakten, privaten Feiern und im öffentlichen Raum
  • Maskenpflicht, wo Menschen dicht und länger zusammen sind, unter anderem auf stark frequentierten öffentlichen Plätzen, in öffentlichen Gebäuden, Arbeitsstätten, Freizeiteinrichtungen, Kulturstätten, auch am Platz in Schulen aller Jahrgangsstufen und Hochschulen
  • Sperrstunde ab 21 Uhr, Alkoholverbot auf öffentlichen Plätzen ab 21 Uhr, Alkoholverkaufsverbot an Tankstellen ab 21 Uhr
  • maximal 50 Personen für Veranstaltungen aller Art mit Ausnahme von Kirchenveranstaltungen, Demonstrationen und Hochschulen

Trotz der weiteren Zuspitzung der Situation soll auch weiterhin am Präsenzunterricht festgehalten werden. Hier weicht Landrat Olaf von Löwis weiterhin von den Vorgaben der Staatsregierung ab. Präsenzunterricht wird also im Landkreis weiterhin stattfinden, auch wenn der von der Staatsregierung auf dieser Stufe vorgeschriebene Abstand von 1,5 Metern zwischen den Schülern im Klassenzimmer nicht gewahrt werden kann. Die Maskenpflicht besteht hier nach wie vor.

Damit die Maßnahmen Wirkung zeigen und ein Lockdown wie in anderen Landkreisen abgewendet werden kann, appelliert die Koordinierungsgruppe Corona unter der Leitung von Landrat Olaf von Löwis an die konsequente Einhaltung der Maßnahmen. Grundsätzlich appelliert von Löwis auch insbesondere an die Eltern, den Kindern beim Tragen der Maske ein Vorbild zu sein. So sei es zum Beispiel wichtig und konsequent, die Maske nicht nur während der Zug- und Bahnfahrt zu tragen, sondern auch im dichten Gedränge am Bahnhof und solange, bis man diesen vollständig verlassen hat.

Die Einhaltung der Maßnahmen erleichtert auch dem Gesundheitsamt und dem Contact-Tracing-Team die Kontaktnachverfolgung. Schon jetzt ist es kaum mehr möglich, alle Infektionsketten lückenlos nachzuvollziehen. Aus allen Bereichen des Landratsamtes wurden erneut Mitarbeiter zur Unterstützung ans Contact-Tracing-Team abgeordnet.

„Bitte halten Sie sich an die Regeln, sonst schaffen wir es nicht mehr, die Kontakte nachzuvollziehen. Haben wir einmal die Kontrolle über das Virus verloren, werden wir sie nur sehr schwierig wiedererlangen. Ich bin zuversichtlich, dass wir gut durch den Winter kommen, wenn sich alle an die Regeln halten und bitte Sie alle um Ihre Unterstützung“, bekräftigt von Löwis.

Die Einschränkungen gelten so lange, bis sieben Tage in Folge die nächstniedrige Stufe unterschritten wird.

Update, 10.45 Uhr: Inzidenz erreicht neuen Höchstwert

Seit Mitternacht ist auch der Landkreis Miesbach dunkelrot auf der Karte des Robert-Koch-Instituts. Dort wird aktuell eine 7-Tage-Inzidenz von 116 ausgewiesen. Folglich liegt der Wert der Neuinfektionen nun über 100 und damit in einem Bereich, in dem neue Corona-Regeln gelten.

Zum einen beginnt die Sperrstunde ab Mittwoch, 28. Oktober, bereits um 21 Uhr. In der roten Kategorie ist es 22 Uhr gewesen. Öffentliche Veranstaltungen werden außerdem auf 50 Teilnehmer begrenzt. Ausnahme bilden hier Demonstrationen und Gottesdienste. Ob noch weitere Maßnahmen inkraft treten sollen, muss das Landratsamt entscheiden.

Update, 27. Oktober, 8.35 Uhr: Zweite Corona-Welle mit zunehmender Wucht

Bayerns Gesundheits- und Pflegeministerin Melanie Huml hat anlässlich der Entscheidung zu Ausgangsbeschränkungen in einem weiteren Landkreis in Bayern dazu aufgerufen, konsequent die Schutzregeln gegen die Corona-Pandemie zu beachten. Huml erklärt: „Die zweite Corona-Welle kommt mit zunehmender Wucht. Deswegen müssen wir jetzt die Weichen dafür stellen, dass wir gut durch den Winter kommen.“

Die Ministerin sagt: „Die Maßnahmen in Rottal-Inn sind notwendig geworden, weil die Fallzahlen in den vergangenen Tagen noch einmal weiter in die Höhe geschnellt sind. Ich bin mir bewusst, dass es für die Bürger nicht leicht ist, erneute Einschränkungen zu ertragen. Jedoch bleibt uns keine andere Wahl. Wenn wir jetzt nicht entschieden in Hotspots vorgehen, kann es leicht zu einer weiteren Ausbreitung in ganz Bayern kommen. Das gilt es zu vermeiden.“ 

Die Ministerin ergänzt: „Jeder kann mithelfen, dass wir diese Phase der Pandemie so gut wie möglich meistern. Daher mein dringender Appell an alle Bürger: Halten Sie Abstand, tragen Sie eine Mund-Nasen-Bedeckung überall dort, wo Menschen dicht zusammenkommen, und verzichten Sie auf unnötige Kontakte und Begegnungen. Jetzt haben wir noch die Chance, durch unser aller Engagement einen flächendeckenden Lockdown zu vermeiden und die Infektionszahlen aus eigener Kraft wieder zu stabilisieren.“

Huml erläutert: „Jetzt ist auch der Zeitpunkt, da wir uns für kommende Phasen der Pandemie vorbereiten müssen. Unter Hochdruck arbeitet die Forschung zum Beispiel an einem Impfstoff, der hoffentlich bald zur Verfügung steht. Wir haben bereits damit begonnen, eine sinnvolle Verteilung des Impfstoffs zu planen und die Logistik zu organisieren. Wichtig ist zum Beispiel, die notwendigen Kühlketten bei Lagerung und Transport zu garantieren.“

Die Ministerin sagt: „Wichtig ist auch, dass wir genau prüfen, wie wir unser Gesundheitssystem stärken können. Wo brauchen die Krankenhäuser noch mehr Unterstützung? Wie können wir den Menschen noch besser helfen, die in der Pflege arbeiten und täglich alles dafür geben, dass es hilfs- und betreuungsbedürftigen Menschen gut geht? Wir haben schon viel in dieser Richtung getan und werden daran weiter anknüpfen.“

Update, 16.55 Uhr: Holzkirchner Kita öffnet wieder

Die Kindertagesstätte „Die kleinen Strolche“ in Holzkirchen öffnet wieder schrittweise ihre Türen. Bereits seit Montag (26. Oktober) ist die Krippengruppe „Ministrolche“ mit 16 Kindern wieder geöffnet. Am DIenstag folgt die „Sonnengruppe“ mit 25 Kindergartenkinder. Die „Sternengruppe“ mit 25 Kindergartenkindern kann ab Freitag, 30. Oktober, wieder von den Kindern besucht werden.

Update, 13.55 Uhr: Fazit der Kontrollen zur Maskenpflicht 

Die bayerische Polizei hat bei ihren Schwerpunktkontrollen zur Einhaltung der Maskenpflicht am Freitag (23. Oktober), von 7 bis 22 Uhr, 1.820 Verstöße geahndet – entweder mit einer Anzeige bei der zuständigen Kreisverwaltungsbehörde mit einer Bußgeldandrohung in Höhe von 250 Euro oder bei bestimmten geringfügigen Verstößen mit einer Verwarnung. In neun Fällen hatten die Kontrollbeamten den Verdacht, dass die vorgelegten Atteste zur Befreiung von der Maskenpflicht gefälscht sein könnten.

Rund 2.000 Polizisten waren für die Kontrollen eingesetzt. Diese fanden im öffentlichen Personenverkehr, bei dem die Maskenpflicht grundsätzlich gilt, sowie an stark frequentierten Plätzen statt, an denen eine Maskenpflicht aufgrund aktuell hoher Inzidenzwerte angeordnet wurde. „Auch wenn die weit überwiegende Mehrheit vorbildlich ist, sind immer noch viel zu viele Maskenmuffel unterwegs“, lautete das Fazit von Bayerns Innenminister Joachim Herrmann. „Die bayerische Polizei wird deshalb ihre verstärkten Maskenkontrollen bis auf Weiteres fortsetzen.“

Update, 26. Oktober, 12.50 Uhr: Aktuelle Fallzahlen

Das Landratsamt Miesbach meldet am Montag (26. Oktober) einen neuen Höchstwert bei der ausschlaggebenden 7-Tage-Inzidenz. Diese beträgt nun 95. Es wird damit gerechnet, dass die 7-Tage-Inzidenz am Dienstag oder Mittwoch den Schwellenwert von 100 überschreitet und die Region damit in die dunkelrote Kategorie rutscht. Dann würden weitere Einschränkungen in Kraft treten.

Die Zahl der gemeldeten Neuinfektionen liegt am Montag bei 934 – davon 112 aktive Corona-Fälle. Diese verteilen sich über den Landkreis wie folgt:

  • Holzkirchen: 19 aktive Fälle
  • Rottach-Egern: 16
  • Miesbach: 12
  • Gmund: 10
  • Hausham: 9
  • Bad Wiessee: 8
  • Otterfing: 7
  • Fischbachau und Weyarn: 6
  • Kreuth und Waakirchen: 5
  • Irschenberg: 4
  • Schliersee: 3
  • Tegernsee und Valley: 1
  • Bayrischzell und Warngau: 0

Update, 17.20 Uhr: Zahl der Neuinfektionen so hoch wie nie

Der Staatssekretär im bayerischen Gesundheitsministerium, Klaus Holetschek, wird künftig die Corona-Taskforce koordinieren. Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml erklärt: „Wir mussten in Bayern in den vergangenen Tagen die höchsten Neuinfektionszahlen seit Beginn der Corona-Pandemie verzeichnen. Mit über 2.000 Corona-Neuinfektionen waren die Zahlen so hoch wie noch nie. Mittlerweile weisen 20 Landkreise oder kreisfreie Städte in Bayern eine 7-Tage-Inzidenz von über 100 auf. Deshalb habe ich meinen Staatssekretär Klaus Holetschek vor allem mit Blick auf die Umsetzung der kommunalen Maßnahmen gebeten, die Corona-Taskforce zu betreuen. Amtschef Winfried Brechmann führt die operative Leitung der Corona-Taskforce in bewährter Weise fort.“

Gesundheitsstaatssekretär Holetschek sagt: „Die Aufgaben der Corona-Taskforce sind extrem vielfältig. Selbstverständlich komme ich dem Wunsch der Ministerin gerne nach. Die Taskforce-Corona-Pandemie wird sich in den nächsten Wochen vor allem mit der Weiterentwicklung der regionalen Beschränkungskonzepte beschäftigen und sich auch mit den Möglichkeiten der Vernetzung und Unterstützung der Kommunen befassen.“

In Ergänzung zu Amtschef Brechmann wird Holetschek die Umsetzung der Maßnahmen insbesondere durch eine intensive Abstimmung mit allen Beteiligten verstärken. Als ehemaliger Bürgermeister und stellvertretender Landrat weiß Holetschek um die entscheidende Rolle der Kommunen und Kreisverwaltungsbehörden, die die beschlossenen Beschränkungskonzepte und Quarantäneregeln auf lokaler Ebene in die Tat umsetzen. „Die Bürgermeister und Landräte sind wichtige Partner. Sie leisten in der Pandemie bisher hervorragende Arbeit und kennen die praktischen Herausforderungen vor Ort am besten. Ich werde die Aktivitäten der Taskforce-Corona deshalb in noch stärkerer Abstimmung mit den kommunalen Spitzenverbänden begleiten“, sagt Holetschek.

Huml erläutert: „Uns allen steht ein intensiver Corona- Herbst und Corona-Winter bevor. Auch in den bayerischen Krankenhäusern müssen wieder mehr Covid-19-Patienten behandelt werden. Dies macht mir Sorge – auch wenn derzeit ausreichende Behandlungskapazitäten für die Patienten zur Verfügung stehen. Wir müssen strukturell und personell deshalb alle unsere Kräfte auf die Eindämmung der Corona-Pandemie konzentrieren. Ich freue mich, dass mit Klaus Holetschek ein erfahrener Gesundheitspolitiker diese wichtige Aufgabe übernommen hat.“ 

Holetschek ist seit Ende August als Staatssekretär im bayerischen Gesundheits- und Pflegeministerium tätig. 

Update, 25. Oktober, 8.40 Uhr: Bereits mehr als 700.000 Corona-Tests

Das bayerische Testangebot für jedermann wird stark nachgefragt. Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml teilt mit: „In den ersten drei Monaten haben in der ambulanten Versorgung allein knapp 710.000 Corona-Tests nach dem bayerischen Testprogramm stattgefunden. Das zeigt, dass wir mit unserem Angebot kostenfreier Tests für Menschen ohne Symptome richtig liegen.“ Gesundheitsstaatssekretär Klaus Holetschek erklärt: „Die große Nachfrage ist ein wichtiger Indikator für unseren Kampf gegen Corona. Deshalb wollen wir unser kostenloses Angebot für jedermann fortsetzen.“

Die Ministerin ergänzt: „Gerade jetzt in Zeiten wieder rasant steigender Infektionszahlen und eines immer diffuseren Infektionsgeschehens ist es wichtiger denn je, den Menschen Sicherheit zu geben. Wer Sorge hat, dass er sich infiziert haben könnte, soll sich Gewissheit verschaffen können. Auch wenn diese Tests immer nur eine Momentaufnahme sind: Sie sind ein nützliches Instrument, um Infektketten so früh wie möglich zu unterbrechen.“

Das Testangebot für jedermann wurde im Juli gestartet. Bis Ende September haben die Vertragsärzte 708.689 Tests an Bürger ohne Symptome vorgenommen. Die Zahl wurde von der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns (KVB) erhoben und resultiert aus den entsprechenden Labormeldungen. Die Kosten für diese Tests trägt der Freistaat. Dafür hat die Staatsregierung rund 100 Millionen Euro an Haushaltsmitteln bereitgestellt. Corona-Tests bei Patienten mit Symptomen werden über die Krankenkassen abgerechnet.

Staatssekretär Holetschek betont: „Bayernweit beteiligen sich nach Angaben der KVB rund 5.000 Arztpraxen an unserem Testangebot für jedermann. Ich danke den Ärzten für ihre Unterstützung im Kampf gegen die Pandemie. Sie leisten einen wichtigen Beitrag bei der Eindämmung des Virus.“

Huml erläutert: „Wir haben unsere Testkapazitäten seit Beginn der Pandemie massiv ausgebaut. Derzeit können wir in Bayern rund 80.000 Tests am Tag leisten. Abgerufen wurden zuletzt durchschnittlich etwa 30.000 pro Tag. Wir haben also noch einen Puffer, um auf steigende Infektionszahlen zu reagieren – und weiter präventiv zu testen.“ Seit Beginn der Pandemie wurden im Freistaat rund 5,2 Millionen Corona-Tests vorgenommen.

Wer das bayerische Testangebot nutzen möchte, kann sich an den Vertragsarzt seines Vertrauens wenden, um zu klären, ob der Test dort angeboten wird. Alternativ können teilnehmende Vertragsärzte über die Arztsuche-Funktion auf der Internetseite der KVB (www.kvb.de) gefunden werden. Für Terminabsprachen empfiehlt sich zunächst eine Anfrage per Telefon oder soweit angeboten auf elektronischem Weg.

Update, 11.50 Uhr: Aktuelle Fallzahlen

Nachdem der Schwellenwert von 50 am Mittwoch (21. Oktober) überschritten wurde, meldet das Landratsamt am Freitag (23. Oktober) einen neuen Höchstwert bei der ausschlaggebenden 7-Tage-Inzidenz. Diese beträgt nun 77.

Die Zahl der gemeldeten Neuinfektionen liegt demnach aktuell bei 897 – davon 87 aktive Corona-Fälle. Diese verteilen sich über den Landkreis wie folgt:

  • Holzkirchen: 21 aktive Fälle
  • Rottach-Egern: 15
  • Gmund: 9
  • Miesbach: 8
  • Bad Wiessee: 6
  • Hausham, Kreuth und Otterfing: 5
  • Weyarn: 4
  • Waakirchen: 3
  • Fischbachau und Schliersee: 2
  • Irschenberg und Valley: 1
  • Bayrischzell, Tegernsee und Warngau: 0

Update, 23. Oktober, 9.15 Uhr: Besondere Regeln in Holzkirchen

Der Vereinssport in Holzkirchen ist unter Einhaltung der Regelungen der aktuellen bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung und zusätzlicher Maßnahmen weiterhin möglich. Der Markt Holzkirchen schließt sich damit der Entscheidung des Landrates Olaf von Löwis an, die Regelungen der Corona-Ampel der bayerischen Staatsregierung in den Landkreishallen auch für den Vereinssport anzuwenden.

Seit Mittwoch liegt der Landkreis Miesbach über dem Inzidenzwert von 50 Covid-19-Fällen pro 100.000 Einwohnern in sieben Tagen. Vereinssport in den Landkreissporthallen und in den Hallen des Marktes Holzkirchen einschließlich des Mehrzweckraumes sowie anderen als Sportstätte genutzten Räumen ist weiterhin möglich, sofern die Regelungen der aktuellen bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung eingehalten werden. Zudem dürfen sich maximal fünf Sportler in einem Sporthallendrittel betätigen. Bei nicht-sportlicher Betätigung müssen sie eine Maske tragen. Zudem gilt eine Maskenpflicht auch für Zuschauer.

Update, 17.20 Uhr: Inzidenz steigt weiter

Die Corona-Pandemie ist im Landkreis Miesbach wieder voll angekommen: Nachdem der Schwellenwert von 50 am Mittwoch (21. Oktober) überschritten wurde, meldet das Landratsamt am Donnerstag eine neue 7-Tage-Inzidenz von 67.

Die Zahl der gemeldeten Neuinfektionen liegt demnach aktuell bei 883 – davon 75 aktive Corona-Fälle. Diese verteilen sich über den Landkreis wie folgt:

  • Holzkirchen: 19 aktive Fälle
  • Rottach-Egern: 12
  • Gmund: 10
  • Miesbach: 8
  • Hausham: 6
  • Bad Wiessee: 5
  • Kreuth, Otterfing und Weyarn: 3
  • Fischbachau und Waakirchen: 2
  • Irschenberg und Schliersee: 1
  • Bayrischzell, Tegernsee, Valley und Warngau: 0

Neben dem Mindestabstand von 1,5 Metern sowie den Hygieneregeln gelten daher weiterhin folgende Maßnahmen:

  • Private Feiern und Kontakte werden auf maximal fünf Personen oder zwei Haushalte begrenzt.
  • Sperrstunde, Alkoholverkaufsverbot an Tankstellen sowie Alkoholverbot auf öffentlichen Plätzen ab 22 Uhr.
  • Maskenpflicht am Platz für Schüler aller Jahrgangsstufen sowie am Platz bei Theatern, Kinos et cetera und auf allen Begegnungs- und Verkehrsflächen der Arbeitsstätte
  • Maskenpflicht an stark frequentierten Plätzen wie Bahnhöfen, Bushaltestellen oder Märkten

Update, 12.40 Uhr: Laptops für Schüler

Ob wegen eines Corona-Falls in der Klasse oder drastischen landesweiten Maßnahmen – obwohl derzeit der Präsenzunterricht läuft, droht Homeschooling. Und noch immer bestehe Bedarf an Laptops und Tablets für Schüler, um gegebenenfalls online zu Hause zu lernen, macht der Lions-Club Gmund-Oberland deutlich. Er hilft, die Ausstattung von Schulen zu verbessern.

Der Lions-Club sammelt Laptops und Tablets und gibt sie an Schulen weiter. Jüngst durfte sich Marianne Epp, Leiterin der Grundschule Bad Wiessee, freuen. Sie bekam Besuch von Sandra Zimmer, Activity-Beauftrage des Lions-Club Gmund-Oberland, die vier Laptops und ein iPad dabei hatte. Die Geräte stehen nun den Wiesseer Schülern zur Verfügung.

Und der Lions-Club sammelt weiter: Wer einen Laptop oder ein Tablet besitzt und nicht mehr braucht, kann es dem Lions-Club (E-Mail sandra.zimmer@lc-gmund-oberland.de) spenden, der gibt sie an Schulen und Familien weiter. Angenommen werden Tablets und Laptops mit Windows 8 oder höher, kein Windows XP. Apple-Laptops dürfen nicht älter als von 2014 sein. „Sehr hilfreich wäre es, wenn Sie alle Daten von Ihrem Gerät löschen“, erklärt der Lions-Club Gmund-Oberland.

Update, 22. Oktober, 9.55 Uhr: Aktion Wunschzettelbaum der Caritas

Damit Kinderaugen im Landkreis Miesbach zu Weihnachten leuchten, starten auch heuer wieder das Autohaus Weingärtner und das Caritas-Zentrum Miesbach die Aktion Wunschzettelbaum. Gerade in Zeiten von Corona ist es ihnen wichtig zu helfen. Denn die Pandemie bereitet gerade einkommensschwachen Familien große finanzielle Schwierigkeiten.

Deshalb wollen das Caritas-Zentrum Miesbach und die Familie Weingärtner dazu beizutragen, dass Weihnachten für alle ein schönes Fest wird, wie sie in einer Pressemitteilung erklären. Wie immer können Eltern mit geringem Einkommen mit den Caritas-Mitarbeitern Wunschzettel für ihre Kinder ausfüllen. Diese werden anonymisiert an einen Weihnachtsbaum im Autohaus Weingärtner gehängt, wo sie von Spendern abgenommen werden können. Die gekauften Geschenke werden verpackt wieder im Autohaus abgegeben und kurz vor Weihnachten von ehrenamtlichen Engeln der Caritas an die Familien verteilt.

Um die Sicherheit unter Pandemie-Bedingungen aufrecht zu erhalten, werden die Termine zum Ausfüllen der Wunschzettel so vergeben, dass möglichst wenig Begegnungen auf den Fluren stattfinden und ausreichend Zeit zwischen den Besuchen für Desinfektion und Lüften bleibt.

Mitmachen können alle Eltern und Alleinerziehende mit Kindern im Alter bis 16 Jahren, die Sozialleistungen erhalten oder ein geringfügig höheres Einkommen haben (bis zu 1,25-facher Regelsatz). Alle Angaben werden vertraulich behandelt und auf den Wunschzetteln anonymisiert.

Termine bei der Caritas sind nach telefonischer Anmeldung (08025/280620) ab sofort bis 20. November möglich. Danach warten die Wunschzettel am Weihnachtsbaum darauf, abgeholt und als Geschenk bis 14. Dezember zurückgebracht zu werden.

Update, 17.05 Uhr: Landkreis überschreitet Schwellenwert

Nun hat der Landkreis Miesbach auch den Schwellenwert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen überschritten. Das Robert-Koch-Institut meldet eine 7-Tage-Inzidenz von 51 für den Landkreis. Amtsintern geht man jedoch von einem noch deutlich höheren Wert aus, weil nach der Stichzeit des RKI weitere Fälle beim Gesundheitsamt eingegangen sind. Verbindlich für die Anordnung von Maßnahmen ist der Wert von RKI oder LGL und falls diese sich wegen unterschiedlicher Stichzeiten unterscheiden, der höhere Wert von beiden.

Ab Donnerstag (22. Oktober) gelten daher folgende Maßnahmen über die 7. Bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung hinaus:

  • sämtliche private Kontakte und Feiern (zum Beispiel Geburtstagsfeier, Hochzeitsfeier oder Trauerfeier mit maximal fünf Personen oder zwei Haushalten (das heißt, mehr als fünf Personen nur, wenn aus maximal zwei Haushalten)
  • Maskenpflicht am Platz für Schüler aller Jahrgangsstufen inklusive Grundschule sowie am Platz bei Theatern, Kinos et cetera sowie auf allen Begegnungs- und Verkehrsflächen der Arbeitsstätte
  • Maskenpflicht an stark frequentierten Plätzen wie Bahnhöfen, Bushaltestellen oder Märkten
  • Sperrstunde ab 22 Uhr

Diese Maßnahmen sind durch die bayerische Corona-Ampel verbindlich vorgegeben. Ausnahmen könnten nur erteilt werden, wenn es ein abgrenzbares Infektionsgeschehen (zum Beispiel in einer Pflegeeinrichtung) gäbe. Das Infektionsgeschehen ist jedoch über den gesamten Landkreis, alle Gemeinden und alle Bevölkerungsgruppen verteilt, sodass von den Ausnahmemöglichkeiten kein Gebrauch gemacht werden kann.

„Leider kann auch von der Maskenpflicht am Platz, die nun auch für Grundschüler gilt, keine Ausnahme gemacht werden, da die Voraussetzung für die Ausnahmeerteilung ist, dass es ein abgrenzbares Infektionsgeschehen gibt“, erklärt Sprecherin Sophie-Marie Stadler vom Landratsamt. Aktuell stehen fünf Klassen (heute eine weitere am Gymnasium Tegernsee) und drei Kindertageseinrichtungen unter Quarantäne.

Die Koordinierungsgruppe hat sich Mittwochvormittag unter der Leitung von Landrat Olaf von Löwis sehr lange und ausführlich mit der Frage beschäftigt, wie Schulunterricht und Kindertagesbetreuung in den kommenden Wochen und Monaten möglich sein wird. Landrat Olaf von Löwis hat die Zielsetzung vorgegeben: „Kinder sollen so lange es irgendwie möglich ist, vor Ort in den Schulen und Kindertageseinrichtungen betreut werden.“ Der Landkreis weicht deshalb in zwei Punkten von den Vorgaben der Staatsregierung ab:

  • Eigentlich müssten Schüler ab der 50er-Inzidenz zusätzlich zu den Masken einen Abstand von 1,5 Metern im Klassenzimmer einhalten. Weil das aber räumlich in den meisten Schulen nicht möglich ist, würde diese Vorgabe einen Wechsel zwischen Präsenz- und Distanzunterricht bedeuten. Landrat von Löwis hat deshalb entschieden, dass Präsenzunterricht weiterhin stattfindet, auch wenn der Abstand im Klassenzimmer nicht gewahrt werden kann.
  • Bei den Kindertageseinrichtungen hat von Löwis entschieden, dass weiterhin Stufe 2 des dreistufigen Rahmenplans gilt. Gruppengrößen müssen also nicht reduziert werden. Kinder mit leichten Krankheitssymptomen wie Schnupfen und gelegentlichem Husten dürfen weiter in die Kindertageseinrichtung. In Stufe 3, die ab der 50er-Inzidenz aktiviert werden kann, müsste die Gruppengröße reduziert werden und ein negativer Corona-Test bei Krankheitssymptomen vorgelegt werden. Beides würde dazu führen, dass wieder mehr Kinder von der Kindertagesbetreuung ausgeschlossen werden würden.

Um die Maskenpflicht für alle Schüler und Lehrer aller Jahrgangsstufen und für die Mitarbeiter in Kindertageseinrichtungen kommt der Landkreis aber nicht herum. Landrat von Löwis: „Ich verstehe es persönlich sehr gut, dass sich viele Eltern Sorgen machen, wenn ihre Kinder nun Maske tragen müssen. Ich habe selbst zwei inzwischen erwachsene Söhne und Enkel, auch im Grundschulalter, und habe größtes Verständnis für alle Eltern, die mir schreiben. Ich versuche, jeden Brief so gut es geht selbst zu beantworten. Jedoch bleibt uns momentan nichts anderes übrig. Die Masken helfen uns dabei, Präsenzunterricht stattfinden zu lassen. Ohne Masken könnten wir an vielen Schulen keinen Präsenzunterricht mehr durchführen. Das wäre fatal für die Eltern. Die Ärzte im Gesundheitsamt und die Vertreter der niedergelassenen Ärzte in der Koordinierungsgruppe bestätigen mir, dass Masken keine gesundheitsschädigende Wirkung haben. Ich bitte also alle Eltern, unsere Linie zu unterstützen und an alle Großeltern und besonders gefährdete Menschen in ihrem Umfeld zu denken.“

Diese Grafik zeigt, wie sich die Fallzahlen in Sachen Coronavirus im Landkreis Miesbach entwickelt haben.

Nachdem Maskenpflicht nun für alle Schüler in der Schule sowie an den Bus- und Bahnhaltestellen gilt, bittet die Koordinierungsgruppe darum, dass die Kinder die Masken auch auf den stark frequentieren Schulwegen (beispielsweise auf dem Gehsteig zwischen Bahnhof und Schule) tragen.

In Anlehnung an die bayerische Corona-Ampel führt der Landkreis eine Sport-Ampel für die Landkreishallen ein:

  • Stufe grün: Es gelten die Regelungen der aktuellen bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung.
  • Stufe gelb: Es gelten die Regelungen der aktuellen bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung, darüber hinaus maximal zehn Sportler in einem Sporthallendrittel, Maskenpflicht bei nichtsportlicher Betätigung und Maskenpflicht für Zuschauer.
  • Stufe rot: Es gelten die Regelungen der aktuellen bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung, darüber hinaus maximal fünf Sportler in einem Sporthallendrittel, Maskenpflicht bei nichtsportlicher Betätigung und Maskenpflicht für Zuschauer.

Die Maßnahmen gelten so lange, bis der Inzidenz-Wert sechs aufeinanderfolgende Tage unter dem Schwellenwert beziehungsweise dem Signalwert liegt.

Update, 14.35 Uhr: Bayern verschärft Corona-Auflagen

Die Corona-Zahlen in Bayern und ganz Deutschland steigen rasant an. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hat am Mittwoch eine Regierungserklärung abgehalten. Hier die wichtigsten Punkte daraus:

  • Ab Donnerstag (22. Oktober) führt Bayern einen weiteren Corona-Grenzwert ein, der für zusätzliche Beschränkungen sorgt: Ab einem Inzidenzwert von 100 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen werden in einer Region Veranstaltungen mit über 50 Personen untersagt. Davon betroffen sind vor allem Kultur- und Vereinsveranstaltungen, die bislang mit einem Hygienekonzept für bis zu 200 Personen in Innenräumen und bis zu 400 Teilnehmer außen erlaubt waren. Gottesdienste, Hochschulveranstaltungen und Demonstrationen sind davon ausgenommen, ebenso Schulen und Kitas. In der Gastronomie wird die Sperrstunde hingegen auf 21 Uhr festgelegt.
  • Mitarbeiter des Gesundheitsdienstes sollen einen Bonus in Höhe von 500 Euro erhalten, kündigte Ministerpräsident Markus Söder an. Solo-Selbstständige wie freischaffende Künstler würden neue staatliche Hilfen wie Stipendien bekommen.
  • Eine Testpflicht für Berufspendler aus ausländischen Corona-Hotspots hat der Ministerpräsident ebenfalls zur Sprache gebracht. Wer sich binnen zwei Wochen vor der Einreise in einem Risikogebiet aufgehalten hat und nach Deutschland zur Arbeit pendelt, solle sich einmal pro Woche testen lassen müssen. Diese Maßnahme betrifft vor allem Berufspendler aus Österreich und der Tschechischen Republik.

Update, 21. Oktober, 13 Uhr: Regierungserklärung von Markus Söder

Update, 16.40 Uhr: Landkreis weiter über Signalwert

Die 7-Tage-Inzidenz liegt im Landkreis Miesbach weiter über dem Signalwert von 35. Damit gelten die aus der Corona-Ampel abgeleiteten Einschränkungen unverändert weiter.

Einige Schulklassen und Gruppen in Kindertageseinrichtungen mussten nach positiven Befunden von Mitschülern oder Mitarbeitern unter Quarantäne gestellt werden: Gymnasium Tegernsee, Realschule Gmund und Realschule Holzkirchen, Berufliches Schulzentrum sowie Kindergarten Kleine Strolche Holzkirchen, Betriebskindergarten Lou der Papierfabrik Louisenthal und Evangelische Kinderkrippe Rottach-Egern.

Für alle engen Kontaktpersonen, beispielsweise Mitschüler, Klassenlehrer oder Gruppenmitglieder, wurde Quarantäne angeordnet. Alle Eltern der betroffenen Kinder wurden bereits informiert und das weitere Vorgehen wurde besprochen. Eltern, die bisher nicht kontaktiert wurden, können also davon ausgehen, dass sie nicht betroffen sind. Zur Entlastung von Gesundheitsamt und Schulleitungen möge bitte von Rückfragen abgesehen werden.

Update, 20. Oktober, 11.35 Uhr: Holzkirchner Kita schließt

Die Kindertagesstätte „Die kleinen Strolche“ in Holzkirchen muss vorübergehend geschlossen werden. Grund ist ein bestätigter Corona-Fall unter den Kindern. Dies ist zum aktuellen Zeitpunkt eine reine Vorsichtsmaßnahme zur Sicherheit der Erzieherinnen, der Kinder und deren Eltern“, teilt die Marktgemeinde mit. Sie wartet auf weitere Anweisungen des Gesundheitsamtes, ob die Kinder und Erzieherinnen getestet werden müssen. In Absprache mit dem Gesundheitsamt werde festgelegt, wie lange die Einrichtung geschlossen bleiben muss.

Update, 18. Oktober, 12.30 Uhr: Landkreis überschreitet Signalwert

Am Wochenende trat ein, was viele vermuteten: Der Landkreis Miesbach überschritt laut Mitteilung des Landratsamtes den Signalwert von 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen. Die 7-Tage-Inzidenz liegt von Samstag auf Sonntag bei 40, sodass nun schärfere Maßnahmen zur Pandemiebekämpfung greifen. Diese sind in der Corona-Ampel der bayerischen Staatsregierung vorgegeben. Über die Maßnahmen der Siebten Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung gelten ab Montag, 19. Oktober, zusätzlich folgende Regeln aus dem gelben Kasten der Corona-Ampel:

  • sämtliche private Kontakte und Feiern (zum Beispiel Geburtstagsfeiern, Hochzeitsfeiern oder Trauerfeiern) mit maximal zehn Personen oder zwei Haushalten
  • Maskenpflicht am Platz für Schüler ab der fünften Klasse sowie am Platz bei Theatern, Kinos et cetera
  • zusätzliche Maskenpflicht an stark frequentierten Plätzen wie Bahnhöfen, Bushaltestellen oder Märkten
  • Sperrstunde ab 23 Uhr sowie Alkoholverbot an Tankstellen und öffentlichen Plätzen ab 23 Uhr

Bürger, die möglicherweise von Einschränkungen betroffen sein könnten, sollten zuerst auf der Homepage des Gesundheitsministeriums in der Siebten Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung nachlesen. Diese ist übersichtlich gegliedert, beispielsweise in Gottesdienste, Veranstaltungen et cetera. Darüber hinaus ist jedoch zu beachten, dass durch die Überschreitung des Signalwertes auch die in der Ampel genannten Verschärfungen zusätzlich zu beachten sind. Viele Fragen zu den Maßnahmen sind auf www.corona-katastrophenschutz.bayern.de bereits beantwortet.

Fakt ist aber: Die Vielzahl an Regelungen stellt Bürger, aber auch die Verwaltung vor enorme Herausforderungen. Das Landratsamt versucht mit dem Bürgertelefon sowie mit der komplett überarbeiteten Homepage mit vielen Grafiken die Lage für die Landkreisbürger so übersichtlich wie möglich zu gestalten.

Die neuen Regeln gelten so lange, bis der Inzidenz-Wert im Landkreis mindestens sieben Tage unter dem Signalwert liegt.

Es gibt keinen einzelnen Infektionsherd im Landkreis, der für die stark steigenden Neuinfektionen verantwortlich ist. Viel eher verteilt sich das Infektionsgeschehen auf mehrere kleinere Cluster über den gesamten Landkreis verteilt. Ursache für die Cluster sind fast immer kleinere private Feiern. Zwar kann das Gesundheitsamt die Infektionsketten noch gut nachvollziehen, jedoch ist es inzwischen fast unmöglich, den Ursprung der Infektion des Indexpatienten herauszufinden.

Diese Grafik zeigt, wie sich die Neuinfektionen mit dem Coronavirus im Landkreis Miesbach entwickelt haben.

„Das Gebot der Stunde lautet: Vorsicht, Rücksicht, Umsicht!“, sagt Landrat Olaf von Löwis. „Ich bitte erneut alle Bürger, sich an die Regeln zu halten, auch wenn ich sehr gut verstehe, dass jeder sich nach Normalität sehnt. Aber bitte achten Sie auf diejenigen Mitglieder unserer Gesellschaft, die eine Infektion möglicherweise nicht überleben würden. Nur gemeinsam sind wir stark!“

Update, 15. Oktober, 14 Uhr: Inzidenz sinkt leicht

Das Landratsamt berichtet eine leicht gesunkene Sieben-Tage-Inzidenz. Sie liegt jetzt bei 29. Die schlechte Nachricht: Eine Klasse des Gymnasiums Tegernsee musste in Quarantäne. Und eine Sporthalle steht vorübergehend nicht mehr zur Verfügung.

Schrammte der Landkreis Miesbach am Montag mit einer Inzidenz von 34 noch knapp am Signalwert (35) vorbei, sank der Wert seither wieder leicht auf 29. „Der Inzidenz-Wert bleibt eine Momentaufnahme, da er schon morgen wieder deutlich steigen kann, wenn mehr Fälle an das Gesundheitsamt gemeldet werden“, erklärt Sophie-Marie Stadler, Sprecherin des Landratsamtes.

Von der 7-Tage-Inzidenz ist abhängig, welche Maßnahmen zur Pandemie-Bekämpfung ergriffen werden. Das Landratsamt Miesbach wird nicht müde, zu betonen, dass im Kreis Miesbach bisher keine verschärfenden Maßnahmen über die Siebte Bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung hinaus gelten. Leider kann auch nicht abgesehen werden, ob und wann in den kommenden Monaten verschärfende Maßnahmen ergriffen werden müssen. „Wir müssen, genauso wie alle anderen Landkreise und Städte, auf Sicht fahren“, macht Stadler deutlich.

Von den Ergebnissen des Treffens zwischen Kanzlerin und Ministerpräsidenten ist bisher noch keine Information an die Landratsämter ergangen. Insofern kann die Miesbacher Behörde auch noch nicht verbindlich beurteilen, welche Neuerungen für die Bürger gelten.

Eine weitere Klasse, dieses Mal am Gymnasium Tegernsee, musste nach dem positiven Befund eines Mitschülers für 14 Tage unter Quarantäne gestellt werden. Betroffen sind auch die Schüler des klassenübergreifenden Religions- und Sportunterrichts, an dem der Schüler teilgenommen hat. Alle 37 unter Quarantäne gestellten Schüler sind auf Distanzunterricht umgestiegen. Bei den Lehrern wird im Einzelfall entschieden, je nach Kontakt mit den Schülern. Insgesamt wurden bisher 13 Klassen seit Schuljahresbeginn unter Quarantäne gestellt.

Eine weitere Hiobsbotschaft im Zusammenhang mit Corona und Schulen: Die kreiseigene Halle bei der Realschule Miesbach musste gesperrt werden, weil die Steuerungstechnik der Lüftungsanlage nicht mehr funktioniert. Betroffen ist der Schul- und der Vereinssport. Die Halle ist bis zum Austausch der Steuerung durch die Fachfirma voraussichtlich zu Beginn der kommenden Woche gesperrt. Der Luftaustausch muss gemäß „Rahmenhygienekonzept Sport“ des Innen- und des Gesundheitsministeriums gewährleistet werden, um das mögliche Ansteckungsrisiko zu verringern.

Update, 13. Oktober, 14.55 Uhr: Inzidenz nahe am Signalwert

Das Landratsamt hat die neuen Corona-Infektionszahlen bekanntgegeben. Sie steigen. „Am Montag schrammte der Landkreis Miesbach am Signalwert von 35 Neuinfektionen pro sieben Tagen pro 100.000 Einwohnern vorbei: Die sogenannte 7-Tage-Inzidenz stieg auf 34“, teilt das Landratsamt mit. Inzwischen sei sie wieder gesunken: Dienstagmittag laut RKI auf 27, Dienstagnachmittag laut LGL liegt sie noch bei 34. Die unterschiedlichen Werte liegen an späteren Stichzeiten und der Aktualisierung der Homepages.

Ab einer 7-Tages-Inzidenz von 35 muss das Gesundheitsamt das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) sowie das Gesundheitsministerium über das Infektionsgeschehen vor Ort detailliert informieren. Es müssen noch keine verschärfenden Maßnahmen ergriffen werden. Sie wären optional, müssen verhältnismäßig und auf das Infektionsgeschehen abgestimmt sein. Erst ab einer Inzidenz von 50 („Schwellenwert“) sind Maßnahmen verpflichtend.

Bei den Maßnahmen, die bei steigenden Infektionszahlen angeordnet werden könnten, orientiert sich Miesbach an anderen Landkreisen und Städten, die die Marken bereits überschritten haben. Da die Infektionszahlen im Landkreis schon mehrmals in Richtung des Signalwerts von 35 stiegen, diesen aber nie erreicht haben, ist man in der Koordinierungsgruppe bereits gut vorbereitet. Mögliche Maßnahmen, die ab 50 Neuinfektionen ergriffen werden könnten, wären die Einschränkung der Teilnehmerzahl bei Veranstaltungen, Maskenpflicht in weiterführenden Schulen und Alkoholverbote. „Die Maßnahmen müssen zum Infektionsgeschehen vor Ort passen, sonst bringen sie nicht den gewünschten Erfolg“, erklärt das Landratsamt. Angenommen es gäbe ein größeres Infektionsgeschehen in einer Pflegeeinrichtung, wäre es wenig sinnvoll, Maskenpflicht für Schüler anzuordnen.

Es gibt also keine Blaupause für einschränkende Maßnahmen. Stattdessen muss bei Erreichen des Signalwerts entschieden werden, welche der vorbereiteten Maßnahmen sinnvoll ist, um das Infektionsgeschehen im Landkreis wieder in den Griff zu bekommen. Aktuell gelten im Landkreis keine Einschränkungen über die für ganz Bayern geltende Siebte Bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung hinaus.

Das Infektionsgeschehen im Landkreis konzentriert sich aktuell hauptsächlich auf zwei Kommunen: Miesbach und Irschenberg. Das Landratsamt ist in engem Austausch mit den beiden Bürgermeistern. Im gesamten Landkreis schlagen mehrere Familienverbände zu Buche, die sich gegenseitig infiziert haben. Dass Personen im gleichen Haushalt sich gegenseitig anstecken, ist nicht überraschend. In vielen Fällen wird das Infektionscluster durch ein Familienmitglied aufgedeckt, das sich wegen Krankheitssymptomen testen lässt. Die übrigen Haushaltsmitglieder gelten dann als enge Kontaktpersonen und müssen ebenfalls getestet werden. Auf diese Weise sind mehrere Cluster im Landkreis entstanden.

Die Situation und auch der Inzidenz-Wert sind sehr dynamisch: Wird ein Cluster aufgedeckt, steigen die Zahlen sofort deutlich an. Dieselbe Zahl sinkt aber auch schnell wieder, wenn keine neuen Infektionen hinzukommen. Die Inzidenz ist also eher eine Momentaufnahme. Das Gesundheitsamt merkt aber darüber hinaus schon, dass die Anzahl der positiven Befunde insgesamt steigt. Die Tendenz geht insgesamt nach oben.

Die Situation an den Schulen hat sich kurzfristig etwas entspannt: Alle zwölf seit Schuljahresbeginn unter Quarantäne gestellten Schulklassen konnten wieder aus der Quarantäne entlassen werden. Aber auch dabei handelt es sich nur um eine Momentaufnahme: Jeden Moment können neue positive Befunde von Schülern zu weiteren Quarantänemaßnahmen führen.

Positiv ist dem Gesundheitsamt zuletzt aufgefallen, dass viele Hygienekonzepte sehr gut halten und Ansteckungen tatsächlich verhindern. Bei einigen Veranstaltungen in Schulen oder Vereinen, in denen kürzlich ein positiver Fall aufgetreten ist, und die sich an ihr sauber ausgearbeitetes Hygienekonzept gehalten haben, ist keine weitere Streuung aufgetreten.

Update, 12. Oktober, 16 Uhr: Schachmeisterschaft abgesagt

Vom 31. Oktober bis 8. November hätte die 24. Offene internationale bayerische Schachmeisterschaft (OIBM) auf Gut Kaltenbrunn stattgefunden. Die sprunghaft steigenden Infektionszahlen haben der Veranstaltung nun trotz monatelanger Arbeit an aufwendigen Hygienekonzepten einen Strich durch die Rechnung gemacht. Die Tegernseer Tal Tourismus GmbH (TTT) plant jetzt gemeinsam mit Turnierdirektor Sebastian Siebrecht eine Schachwoche mit Kleinstformaten, um die Spieler dennoch an den Tegernsee zu holen.

„Eine Durchführung der Veranstaltung in dieser Größenordnung war mit den Entwicklungen der vergangenen Tage nicht mehr zu verantworten“, erklärt TTT-Geschäftsführer Christian Kausch. Er hebt auch die touristische Bedeutung des Turniers für das Tegernseer Tal in einer übernachtungsschwachen Zeit hervor. Bis zuletzt sei deshalb in enger Absprache mit dem Landratsamt am Hygienekonzept gearbeitet worden, um die Umsetzung eines sicheren Turniers für alle Beteiligten zu gewährleisten.

Mit der Absage des Formats erhalten nun alle für die Veranstaltung angemeldeten Schachspieler die Möglichkeit, im gleichen Zeitraum kostenfrei an verschiedenen Kleinformaten am Tegernsee teilzunehmen. Unter der Leitung von Turnierdirektor und Großmeister Sebastian Siebrecht konnten kurzfristig Schach-Workshops, Trainings mit Analysen und Kommentierung, Simultan-, Blitz-, und Schnellschachturniere für kleine Gruppen auf den Weg gebracht werden. Die genauen Inhalte werden derzeit in Abstimmung mit Turnierdirektor Sebastian Siebrecht erarbeitet und zeitnah auf www.schach-tegernsee.de eingestellt.

Update, 11. Oktober, 17. 25 Uhr: Polizei löst Feier in Schliersee auf

Die Miesbacher Polizei hat am Samstagabend (10. Oktober) eine private Geburtstagsfeier mit etwa 50 Gästen aufgelöst. Wie die Inspektion berichtet, feierte ein 30-jähriger Schlierseer in einer Lagerhalle. Aufgrund einer Mitteilung aus der Bevölkerung wurde die Feier von einer Streife der Polizeiinspektion Miesbach zirka 22.30 Uhr überprüft. Der Veranstalter konnte kein erforderliches Hygienekonzept vorlegen. Es wurde weder eine Gästeliste geführt, noch waren Desinfektionsspender oder ähnliches aufgestellt. Die Sitzgarnituren waren ohne ausreichenden Abstand zueinander. Außerdem trugen die Gäste abseits der Tische keine vorgeschriebenen Mund-Nase-Bedeckungen. Auch der Mindestabstand wurde größtenteils nicht eingehalten.

Die Polizei nahm die Personalien aller noch bei der Veranstaltung befindlichen Personen auf und löste die Feier um 0.45 Uhr auf. „Die Personen verhielten sich bei den getroffenen polizeilichen Maßnahmen stets kooperativ“, teilt die Polizei mit. Den Veranstalter erwartet eine Anzeige nach dem Infektionsschutzgesetz.

Update, 9. Oktober, 10.15 Uhr: Bad Wiessee schließt Rathaus

Aufgrund der erneut ansteigenden Infektionszahlen schränkt die Gemeinde Bad Wiessee ab Montag, 12. Oktober, den Publikumsverkehr im Rathaus wieder ein. Ab diesem Tag werden Besucher ausschließlich dann eingelassen, wenn im Rathaus eine telefonische Voranmeldung vorliegt. Diese Verfügung betrifft auch die Inanspruchnahme von Dienstleistungen des Kommunalunternehmens Bad Wiessee.

Update, 15.45 Uhr: Landratsamt überarbeitet Ersatzbau

Mehr Homeoffice, mehr Digitalisierung, weniger Präsenz-Arbeitsplätze, weniger Bedarf für Wartebereiche – Corona zwingt das Planungsteam für den Ersatzbau des Landratsamtes die Pläne zu überarbeiten. Landrat Olaf von Löwis hat zusammen mit den verantwortlichen Mitarbeitern entschieden: Der Baukörper soll in der bisher geplanten Weise nicht realisiert werden. Stattdessen soll eine flexiblere, kleinere Lösung gefunden werden. Dass ein Ersatzbau aufgrund der Raumnot für die Mitarbeiter unbedingt notwendig ist, bleibt unbestritten. Den Kreisgremien soll dazu ein neues Konzept vorgelegt werden.

Die Kreisgremien und die Verwaltung beschäftigen sich schon einige Jahre mit Digitalisierung und Homeoffice. Corona ist nun ein Katalysator für diese Themen: Während des Corona-Lockdowns waren etwa 100 Landratsamt-Mitarbeiter, also ein Viertel der gesamten Belegschaft, im Homeoffice. „Diese Entwicklung können wir nicht unberücksichtigt lassen“, sagt Landrat Olaf von Löwis. „Wir müssen jetzt mutig sein und noch einmal neu anfangen zu denken und zu planen. Es wäre geradezu verantwortungslos, jetzt einen großen, kostspieligen Baukörper hinzustellen, der in dieser Form nicht mehr den Bedürfnissen der Bürger und der Verwaltung entspricht.“ Ursprünglich war ein z-förmiges, zum Teil vierstöckiges Bauwerk zwischen Münchner- und Riezlerstraße geplant, das die dann nur noch drei Standorte durch einen Campus verbindet.

Der Landrat hat das Planungsteam am Landratsamt mit der Überarbeitung der Pläne beauftragt. Die Kreisgremien müssen anschließend noch einmal über den Entwurf und das Gesamtkonzept entscheiden. Dass ein Ersatzbau kommt, steht jedoch außer Frage. Aktuell sind die Mitarbeiter über elf Häuser in der Kreisstadt verteilt. Viel Zeit bleibe im wahrsten Sinne des Wortes auf der Strecke. Zwei der Häuser, das ehemalige Landwirtschaftsamt und das zugehörige Wohnheim, sind größtenteils nicht mehr nutzbar und nicht mehr wirtschaftlich zu renovieren.

Maria Rode, zuständige Abteilungsleiterin für Verwaltungsmanagement und Kommunales, bekräftigt: „Wir müssen das Landratsamt der Zukunft neu denken. Natürlich werden weiterhin persönliche Gespräche und Beratungen vor Ort stattfinden, aber ein Großteil der Behördengänge soll im Sinne der Bürgerfreundlichkeit bis 2024 digital stattfinden.“ Die Überarbeitung der Ersatzbaupläne erlaubt außerdem eine flexiblere Reaktion, wenn beispielsweise künftig Aufgaben von anderen staatlichen Behörden an die Landratsämter delegiert werden. Außerdem soll Homeoffice wo sinnvoll ermöglicht werden, gerade für berufstätige Eltern mit Kindern im Homeschooling. Arbeiten am Landratsamt soll für die Mitarbeiter flexibler und damit noch attraktiver werden.

Update, 7. Oktober, 11.40 Uhr: Angebot im Testzentrum wird gut angenommen

Das Landratsamt hat die aktuellen Corona-Zahlen bekannt gegeben. Demnach sind im Landkreis Miesbach derzeit 39 aktive Fälle registriert. Die bleibe weitgehend unverändert, teilt die Behörde mit. Zwar steigt die absolute Zahl an Neuinfektionen kontinuierlich an (plus 28 Neuinfektionen in sieben Tagen), doch die Infektionscluster können bisher noch alle gut unterbrochen werden.

Im Corona-Testzentrum an der Oberlandhalle werden durchschnittlich 60 Abstriche pro Tag genommen.

Das Angebot im Testzentrum an der Oberlandhalle wird gut angenommen: Täglich werden durchschnittlich 60 Abstriche genommen. Theoretisch wäre eine Kapazität von etwa 300 Tests pro Tag (drei Promille der Landkreisbevölkerung) möglich. Derzeit ist der Bedarf nicht da, um die volle Kapazität des Testzentrums auszuschöpfen, eine Aufstockung ist aber kurzfristig möglich. Die Analyse der Tests und die Benachrichtigung der Personen ist an einen externen Dienstleister vergeben. Neben dem Testzentrum führen auch niedergelassene Ärzte Corona-Tests durch. Menschen mit Krankheitssymptomen können nur beim Hausarzt getestet werden, da diese sowieso eine medizinische Betreuung und Krankschreibung brauchen.

Update, 6. Oktober 10.25 Uhr: Testmöglichkeiten enden

Zum planmäßigen Ende des Testangebots für Reiserückkehrer an Autobahnen und Bahnhöfen erklärt Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml: „Unser Testangebot für Reiserückkehrer hat sich als wichtiger Faktor in der Bekämpfung der Corona-Pandemie in Bayern erwiesen. Bei rund 669.000 durchgeführten Tests konnten rund 7.700 Menschen so von ihrer Corona-Infektion erfahren. Damit konnten sie auch andere Menschen vor einer Ansteckung schützen.“

Die besonderen Testangebote für Reiserückkehrer an den bayerischen Autobahnen und den Hauptbahnhöfen München und Nürnberg endeten wie geplant. Dies galt auch für die Testmöglichkeiten am Fernbushaltepunkt in München. Darauf hat Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml hingewiesen. Dagegen läuft der Betrieb der Teststationen an den drei bayerischen Flughäfen München, Nürnberg und Memmingen wie vorgesehen bis zunächst zum 15. Oktober weiter.

Huml erläutert: „Beim Infektionsgeschehen in Bayern ist der Anteil der Reiserückkehrer an den bekannten Neuinfektionen in den vergangenen zwei Wochen kontinuierlich zurückgegangen. Gleichzeitig ist der Reise- und Urlaubsverkehr vorbei, der traditionell zu den Sommerferien seinen Höhepunkt hat. Wichtig ist bei dieser Entscheidung auch die Erkenntnis, dass sich Neuinfektionen in Bayern vor allem regional neu entwickeln. Um nun Test- und Laborressourcen passend umschichten zu können, bleibt es daher beim planmäßigen Ende des Testangebots für Reiserückkehrer zum 30. September.“

Update, 5. Oktober, 14.40 Uhr: Folgen für Menschen mit Behinderung

Die steigende Zahl an Corona-Infektionen macht Ulla Schmidt, Bundesvorsitzende der Lebenshilfe, große Sorgen: „Nun beraten wir wieder über Regeln, um Kontakte und Infektionen zu vermeiden. Dass Menschen mit Behinderung und ihre Familien besondere Bedarfe haben, wurde im Lockdown zur Bekämpfung der Corona-Krise zunächst nicht berücksichtigt. Das darf nicht noch einmal passieren“, betont die Bundestagsabgeordnete und ehemalige Gesundheitsministerin. Der Bundesvorstand der Lebenshilfe hat deshalb ein Positionspapier mit einer Reihe von Forderungen verabschiedet.

Menschen mit Behinderung sind häufig besonderen Risiken ausgesetzt, da sie teils wegen bestehender Vorerkrankungen eine erhöhte Wahrscheinlichkeit für schwere Krankheitsverläufe haben. Auch können sie präventive Maßnahmen wie Abstandhalten oft schwieriger umsetzen, da sie häufig auch auf körpernahe Unterstützung angewiesen sind. Mit der Schließung von Tagesstätten, Schulen wie auch Werkstätten für behinderte Menschen und mit Besuchsverboten im gemeinschaftlichen Wohnen waren sie lange Zeit in Wohnstätten und Familien von der Außenwelt abgeschnitten und isoliert.

Alle müssen aus diesen Erfahrungen lernen. Daher fordert die Bundesvereinigung Lebenshilfe in ihrem Positionspapier, dass bei allen staatlichen Maßnahmen vorab überprüft wird, welche Auswirkungen sie auf Menschen mit Behinderung und ihre Familien haben. Es darf nicht sein, dass durch Corona die mühsam erreichte Teilhabe und Selbstbestimmung von Menschen mit Behinderung in Frage gestellt wird und sie von dringend notwendigen sozialen Kontakten abgeschnitten werden.

Ulla Schmidt: „Die Corona-Pandemie und ihre Folgen stellen uns alle vor noch nie gekannte Herausforderungen. Wir müssen aber unbedingt verhindern, dass Menschen mit Behinderung und ihre gleichberechtigte Teilhabe auf der Strecke bleiben.“

Update, 4. Oktober, 17.45 Uhr: Ausgleich der Gewerbesteuerausfälle

Die Corona-Pandemie setzt die private Wirtschaft und die öffentliche Verwaltung nach wie vor unter enormen Druck. Das durch den Bund Anfang Juni beschlossene Konjunkturpaket wurde in den Reihen der bayerischen Kommunen mit Erleichterung aufgenommen, werden damit wenigstens in 2020 Teile der krisenbedingt ausgefallenen Gewerbesteuereinnahmen kompensiert. Bundesweit beläuft sich das Volumen auf 11,8 Milliarden Euro. Für die bayerischen Städte und Gemeinden werden 2,4 Milliarden Euro finanziert von Bund und Land zur Verfügung stehen.

Allerdings brauchen die Kommunen auch für 2021 verlässliche Auffanglösungen für Gewerbesteuerausfälle, um ihre immensen Herausforderungen in Angriff nehmen, ihre Aufgaben weiter erfüllen und die Wirtschaft ankurbeln zu können. So lagen die Gewerbesteuereinnahmen der bayerischen Gemeinden und Städte alleine im zweiten Quartal 2020 um 33,6 Prozent unter denen des Vorjahresquartals. Die Präsidenten und Vorsitzenden der vier kommunalen Spitzenverbände in Bayern richten deswegen einen gemeinsamen Appell an den Bund.

Uwe Brandl, Präsident des bayerischen Gemeindetags: „Die Entscheidung der Bundesregierung, den Gewerbesteuerausfall 2020 der Kommunen zusammen mit den Ländern zu kompensieren, ist ein wichtiges und kraftvolles Signal, die Handlungsfähigkeit der Kommunen zu erhalten. Die Steuerschätzung vom September lässt jedoch erkennen, dass die Kommunen auch in den Jahren 2021 und 2022 mit zum Teil erheblichen Ausfällen zu rechnen haben. Es ist deshalb dringend erforderlich, die Steuerausfälle der Kommunen auch über die Gewerbesteuer hinaus in den Folgejahren zu kompensieren.“

Der Vorsitzende des bayerischen Städtetags, Markus Pannermayr: „Die Kompensation der Gewerbesteuerausfälle im Jahr 2020 verschafft den Kommunen zumindest für kurze Zeit eine wichtige Verschnaufpause. Dafür sind wir dankbar. Städte und Gemeinden haben aber auch in den kommenden Haushaltsjahren eine Durststrecke zu bewältigen. Das Aufkommen der Gewerbesteuer bricht in einzelnen Städten und Gemeinden teilweise dramatisch ein. Die Gewerbesteuer ist eine der wichtigsten Säulen im kommunalen Steueraufkommen. Wenn Kommunen weiter in Bauprojekte, Schulen oder Infrastruktur investieren sollen und wenn sie weiterhin für ihre Bürger eine funktionsfähige Daseinsvorsorge bieten sollen, brauchen sie dauerhaft die nötigen finanziellen Spielräume. Wir brauchen daher auch 2021 und in den Folgejahren eine Kompensation fehlender Einnahmen.“

Christian Bernreiter, Präsident des bayerischen Landkreistags: „Wir sind dem Bund für sein 2020er Konjunktur- und Krisenbewältigungspaket dankbar. Hilfe bei den zu erwartenden Mehrkosten bei Hartz IV durch eine Erhöhung der Bundesbeteiligung von 50 auf bis zu 75 Prozent an den Kosten der Unterkunft, eine massive Beschleunigung des 5G-Ausbaus, die Stärkung des öffentlichen Gesundheitsdienstes und 2,5 Milliarden Euro für die Ausfälle im öffentlichen Nahverkehr waren wichtige Stützen, um kurzfristig und schnelle erste Antworten auf die Corona-Krise geben zu können. Dafür sind wir dankbar. Wir sind damit aber längst nicht über den Berg. Alle politischen Ebenen brauchen einen mittelfristigen gemeinsamen Ansatz, um Herr der Lage zu bleiben. Das bedeutet insbesondere, dass die Gewerbesteuerausfälle über 2020 hinaus ausgeglichen werden müssen. Auch 2021 müssen wir weiter investieren in Schulbauten, Straßeninstandsetzungen und die Digitalisierung.“

Franz Löffler, Präsident des bayerischen Bezirketags: „Der Einbruch der kommunalen Steuereinnahmen durch die Corona-Pandemie ist auch für die bayerischen Bezirke eine große Belastung. Wir kämpfen ohnehin seit Jahren mit steigenden Kosten, was zum Beispiel mit Gesetzesänderungen im Bereich der Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderung und der Hilfe zur Pflege zusammenhängt. Die Bezirke, die weitestgehend über kommunale Umlagen finanziert werden, sind auf solide Verwaltungshaushalte von Gemeinden, Städten und Landkreisen angewiesen. Nur so können sie ihre Aufgaben in der sozialen Daseinsvorsorge auch künftig zuverlässig erledigen. Ohne weitere Hilfsmaßnahmen würde das System der Kommunalfinanzierung schnell an seine Grenzen kommen. Deshalb unterstützt der bayerische Bezirketag ausdrücklich den gemeinsamen Appell der kommunalen Spitzenverbände an den Bund, über das Jahr 2020 hinaus eine Ausgleichslösung für die Gewerbesteuerausfälle zu finden.“

Update, 3. Oktober, 12.20 Uhr: Erleichterter Zugang zur Grundsicherung

Der Gesetzgeber hat aufgrund der Corona-Pandemie den vereinfachten Zugang zu Leistungen der Grundsicherung bis zum Jahresende verlängert, teilt die Agentur für Arbeit Rosenheim mit.

Bewilligungszeiträume, die bis zum 31. Dezember 2020 beginnen, werden auch wei­terhin unter den erleichterten Bedingungen bearbeitet. Wer in diesem Zeitraum erklärt, über kein erhebliches Vermögen zu verfügen, darf Erspartes in den ersten sechs Mo­naten des Bewilligungszeitraumes behalten. Erhebliches Vermögen bedeutet 60.000 Euro für das erste und 30.000 Euro für jedes weitere zu berücksichtigende Haushalts­mitglied. Für die Prüfung, ob die Grenzbeträge überschritten wurden, muss im Antrag die Frage bezüglich des erheblichen Vermögens mit Ja oder Nein beantwortet werden.

Vorübergehend prüfen die Jobcenter nicht, ob Wohnungsgröße und -kosten ange­messen sind. Die Antragsteller müssen aber weiterhin für die entstandenen Wohnungs­kosten Nachweise wie Mietvertrag, Abrechnungen der Nebenkosten und gegebenenfalls Kontobelege erbringen, um diese erstattet zu bekommen.

Diese Regelungen greifen auch für Weiterbewilligungsanträge, bei denen der Bewilli­gungszeitraum spätestens am 31. Dezember 2020 beginnt. Der vereinfachte Antrag auf Grundsicherung ist online unter Vereinfachter Antrag ALG II abrufbar. Die Möglichkeit, den Antrag online einzureichen, besteht bei Jobcentern, die von Kommune und Bundesagentur für Arbeit gemeinsam getragen werden.

Update, 2. Oktober, 9.20 Uhr: Studie bestätigt bayerisches Vorgehen

Die Covid-19-Pandemie hat die organisierte Zivilgesellschaft vor gewaltige Herausforderungen gestellt. Das ist das Ergebnis einer Befragung unter Verbänden und Infrastruktureinrichtungen der Zivilgesellschaft, die das unabhängige Forschungs- und Beratungshaus Ziviz im Stifterverband im Rahmen einer Studie durchgeführt hat. Die Studie, die unter anderem durch das bayerische Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales unterstützt wird, verweist beispielsweise auf die Verantwortung von Ländern und Kommunen und auf eine engere Vernetzung zwischen Verbänden und Infrastruktureinrichtungen.

Damit bestätigt die Studie den Weg des bayerischen Sozialministeriums, das Ehrenamt in Bayern weiter zu stärken. „Die Auswirkungen der Covid-19-Pandemie haben wieder deutlich gezeigt, wie wichtig und unverzichtbar ehrenamtliches Engagement für unsere Gesellschaft ist“, erklärt Sozialministerin Carolina Trautner. „Dabei wurde auch ersichtlich, wie wertvoll gut funktionierende Strukturen vor Ort für die Bewältigung der Folgen der Pandemie sind. Die bestehenden Einrichtungen haben in ihrer Funktion als Ansprechpartner und Kümmerer einen wesentlichen Beitrag für das freiwillige Engagement geleistet.“

Deshalb will das Sozialministerium in einem Modellprojekt den Ausbau von bestehenden Einrichtungen für bürgerschaftliches Engagement zu Zentren für lokales Freiwilligenmanagement fördern. Zurzeit läuft dafür ein sogenanntes Interessenbekundungsverfahren, das sich an alle Landkreise und kreisfreien Städte sowie an bestehende Einrichtungen für bürgerschaftliches Engagement wie Freiwilligenagenturen, Freiwilligenzentren und Koordinierungszentren bürgerschaftliches Engagement richtet.

„Die Freiwilligenagenturen und Koordinierungszentren vor Ort stehen vor vielfältigen Herausforderungen. Hier ist vor allem die Digitalisierung zu nennen, die grundlegende Veränderungen auch für das bürgerschaftliche Engagement erfasst“, sagt Trautner und weiter: „Bayerische Politik setzt auf den weiteren Ausbau der deutschlandweit einmaligen Infrastruktur für das Ehrenamt und ist damit auf dem richtigen Weg: Ehrenamtliche, Vereine sowie zivilgesellschaftliche Initiativen und Organisationen werden davon profitieren.“

Ziviz im Stifterverband hat im Sommer 2020 Führungskräfte aus Infrastruktureinrichtungen sowie Landes- und Bundesverbände gemeinnütziger Organisationen zu den Auswirkungen der Covid-19-Pandemie auf das freiwillige Engagement befragt. Sie hat damit die Ergebnisse aus einer ersten Befragung fortgeschrieben, die im Mai 2020 veröffentlicht wurde. Weitere Zahlen und Ergebnisse dieses neuen Engagement-Barometers finden sich auf der Ziviz-Homepage unter www.ziviz.de/corona. Um ein Stimmungsbild im zeitlichen Verlauf zu ermöglichen, ist noch in diesem Jahr eine weitere Befragung geplant.

Update, 15.35 Uhr: Arbeitslosigkeit leicht gesunken

Im Landkreis Miesbach sind derzeit 1.535 Bürger arbeitslos gemeldet, was einer Quote von 2,8 Prozent entspricht. Zum Vergleich: Im Vormonat hat diese noch bei 3 Prozent gelegen, im September 2019 bei 2 Prozent. Von den 1.535 sind 1.127 arbeitslose Männer und Frauen bei der Arbeitsagentur in Holzkirchen gemeldet – 86 weniger als im Vormonat.

Für die Betreuung der Arbeitslosengeld-II-Empfänger nach dem SGB II ist der Landkreis Miesbach als zugelassener kommunaler Träger zuständig. Beim Jobcenter sind 408 Arbeitslose gemeldet – 21 weniger als im August. Insgesamt betreut das Jobcenter 1.139 erwerbsfähige Leistungsberechtigte, die in 919 sogenannten Bedarfsgemeinschaften leben.

Bis zum 24. September sind 1.432 Anzeigen für Kurzarbeit für 13.636 Mitarbeiter eingegangen. „Es kommt – obwohl die Corona-Pandemie den Arbeitsmarkt noch immer stark beeinflusst – vermehrt zu Einstellungen“, erklärt Michael Schankweiler, der Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Rosenheim, die auch für den Landkreis Miesbach zuständig ist.

Update, 11.55 Uhr: Erneut zwei Klassen unter Quarantäne

Zwei weitere Schulklassen müssen in Quarantäne, weil jeweils ein Mitschüler positiv auf das Coronavirus getestet wurde. Dieses Mal trifft es zwei Klassen der Mittelschule Fischbachau, teilt Sprecherin Sophie-Marie Stadler vom Landratsamt mit. Die Schüler müssen für 14 Tage ab dem letzten Kontakt mit den infizierten Mitschülern in Quarantäne. Eine Quarantäne-Verkürzung von 14 auf zirka zehn Tage nach Vorlage von zwei negativen Testergebnissen ist inzwischen nicht mehr erlaubt. Das Gesundheitsministerium hat diese Regel, die noch bei den letzten Klassen galt, die das Gesundheitsamt Miesbach in Quarantäne schicken musste, mittlerweile wieder zurückgenommen. Bei Lehrern muss weiterhin eine Einzelfallentscheidung getroffen werden. Seit Beginn des Schuljahres wurden im Landkreis Miesbach insgesamt zehn Klassen wegen eines positiven Corona-Befundes eines Mitschülers unter Quarantäne gestellt.

Darüber hinaus halten mehrere Infektionscluster das Contact-Tracing-Team des Gesundheitsamts in Atem: Gleich an mehreren Stellen im Landkreis haben sogenannte Indexfälle mehrere Kollegen, Freunde oder den ganzen Familienverband angesteckt. Das Contact-Tracing-Team muss bei jedem bestätigten Fall sehr schnell reagieren, um die Infektionsketten zu unterbrechen. Dazu nimmt ein Mitarbeiter des Contact-Tracing-Teams unverzüglich Kontakt mit der infizierten Person auf, wenn ein Labor oder Arzt einen positiven Befund an das Gesundheitsamt meldet. Zusammen mit der Person werden dann die vergangenen Tage rekonstruiert und alle Kontaktpersonen in Kategorien eingeteilt. Die Quarantäne wird angeordnet und die Maßnahmen durchgesprochen. Anschließend werden alle engen Kontaktpersonen (mehr als 15 Minuten Face-to-Face-Kontakt) abtelefoniert und zum Testen geschickt.

Die Zeit spielt gegen das Contact-Tracing-Team: Reagiert es nicht schnell genug, kann das Virus sich ungehindert ausbreiten, die Zahlen schießen eventuell in die Höhe und Einschränkungen für alle müssen ergriffen werden. In den vergangenen sieben Tagen wurden 24 Neuinfektionen im Landkreis gemeldet. Ab 35 müssen einschränkende Maßnahmen geplant werden.

Update, 10.35 Uhr: Lesekönig unter Corona-Regeln

Wegen der Corona-Einschränkungen kann 2020 keine Feier zum Ende des Sommerferien-Leseclubs stattfinden. Dafür wird es vom 6. bis 17. Oktober im Erdgeschoss der Gemeindebücherei Holzkirchen ein Glücksrad geben. Jedes Mitglied des Sommerferien-Leseclubs darf, je nachdem, wie viele Bewertungskarten es bis zum 30. September abgegeben hat, ein-, zwei- oder dreimal drehen.

Wer am meisten Bücher gelesen hat, wird zum Lesekönig ernannt und erhält auch einen Preis. Außerdem bekommen alle Leser mit mindestens drei abgegebenen Bewertungskarten eine Urkunde, teilt Monika Hollweck-Kraus vom Bibliotheks-Team mit.

Vorbericht vom 1. Oktober: Junge Musiker helfen Lions-Club

Junge Musiker spielen für den guten Zweck: Das Hilfswerk des Lions-Club am Tegernsee veranstaltet Benefiz-Konzerte am Sonntag, 11. Oktober, um 11 und 19 Uhr.

Die Tegernseerin Anna-Theresa Sehmer, Geigerin bei den Münchner Symphonikern, und ihre Freunde Ellen Seidel am Klavier, Nina Popotnik an der Viola und Hugo Smit am Violoncello stellen sich in den Dienst einer guten Sache und gastieren im Barocksaal am Tegernsee mit einem Kammerkonzert, das vom Hilfswerk des Lions-Clubs am Tegernsee veranstaltet wird. Es kommen Klavierquartette von Robert Schumann und Anton Dvorak zur Aufführung.

Der Reinerlös des Konzerts soll dem Hilfswerk des Lions-Clubs helfen, trotz der finanziellen Einbußen durch die Corona-Pandemie weiterhin im Landkreis zu helfen, wo Hilfe benötigt wird, heißt es in einer Mitteilung. So unterstützen die Lions unter anderem in Not geratene Mitbürger im Tegernseer Tal, das therapeutische Reiten und das pädagogisch wertvolle Projekt Schulschach.

Persönliche Eintrittskarten sind in der Tourist-Information in Tegernsee – auch unter Telefon 08022/92738 – erhältlich. Es gibt keine Abendkasse. Zudem wird darauf hingewiesen, dass die aktuellen geltenden Hygienevorschriften der bayerischen Staatsregierung einzuhalten sind. Zudem besteht Maskenpflicht beim Betreten des Gymnasiums und des Barocksaals. Nachdem die Plätze eingenommen sind, kann die Maske abgenommen werden.

ft; ksl

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