Aktuelle Infos im News-Ticker

Coronavirus im Landkreis: Miesbacher SPD fordert Tests

Diese Grafik zeigt, wie sich die Fallzahlen in Sachen Coronavirus im Landkreis Miesbach entwickelt haben.
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Diese Grafik zeigt, wie sich die Fallzahlen in Sachen Coronavirus im Landkreis Miesbach entwickelt haben.

Landkreis – Die Zahl der am Coronavirus Erkrankten im Landkreis Miesbach stagniert. Aktuelle Infos zu Covid-19 gibt es in unserem News-Ticker:

Das Wichtigste in Kürze:

  • Am 5. März sind die ersten beiden Corona-Fälle im Landkreis Miesbach bekannt geworden. Am 26. März ist der erste Patient im Krankenhaus Agatharied an der Krankheit verstorben. Mittlerweile sind die Fallzahlen unter Kontrolle.
  • Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat am 16. März den Katastrophenfall ausgerufen, der inzwischen aufgehoben ist. Seit dem 27. April gibt es eine Maskenpflicht fürs Einkaufen und Benutzen der öffentlichen Verkehrsmittel.
  • Viele Veranstaltungen sind abgesagt worden. Großveranstaltungen sind weitestgehend verboten.

Service:

Update, 11. August, 17.30 Uhr: Corona-Tests gefordert

Die SPD-Kreistagsfraktion und der Kreisverband in Miesbach fordern, dass Corona-Tests auch an den Grenz­übergängen zwischen Österreich und Bayrischzell sowie Kreuth durchgeführt werden. In einem offenen Brief haben sich die Vorsitzenden an Landrat Olaf von Löwis gewandt.

Hintergrund ist, dass sich Rückkehrer aus internationalen Corona-Risikogebieten seit Samstag (8. August) bei ihrer Einreise nach Deutschland testen lassen müssen. Auch heimreisende Urlauber aus Gebieten, denen offizielle Stellen kein hohes Covid-19-Risiko attestiert haben, können sich freiwillig und kostenlos untersuchen lassen.

„Eine gute Sache für den Landkreis Miesbach. Aber reichen die vorhandenen Teststationen aus?“, fragen die Mitglieder der SPD und fordern in einem offenen Brief Landrat Olaf von Löwis eindringlich dazu auf, an den kleinen Grenz­übergängen in Bayrischzell und Kreuth Teststationen einzurichten.

„Der Landkreis Miesbach gehörte nach den Faschingsferien zu den Landkreisen mit einer hohen Covid-19-Infektionsrate“, heißt es in dem Schreiben. „Zurzeit haben wir viele Durchreisende aus Bundesländern, deren Schulferien enden. Auch Urlaubsrückkehrer, die die beiden ersten Wochen der bayerischen Ferien genutzt haben, fahren durch unseren Landkreis und machen hier Zwischenstation.“

Um Infektionsketten nachvollziehen und ein mögliches Wiederaufflammen der Pandemie rasch eindämmen zu können, seien die Teststationen aus Sicht der SPD dringend erforderlich. Denn: „Gerade jetzt in der Hauptreisezeit ist es wichtig, dass alle Maßnahmen ergriffen werden, um die Bevölkerung im Landkreis zu schützen“, erklärt der SPD-Kreisvorsitzende Hannes Gräbner.

Update, 10. August, 17.15 Uhr: Dank für Einsatz

Nachdem die BRK-Einsatzkräfte schon die Corona-Dankeschön-Taschen erhalten haben, waren nun alle Notärzte dran: Auch sie haben in der schwierigen Zeit, in der seit März das Coronavirus den Landkreis beschäftigt, ihren ganzen Einsatz gegeben und unter erschwerten Bedingungen eisern ihren Dienst am Patienten geleistet – auch mit dem persönlichen Risiko, sich anzustecken.

Übergabe der Dankeschön-Taschen mit dem Sprecher der Notarztgruppe, Thomas Straßmüller (l.), und dem leitenden Notarzt Christian Pawlak (r.). In der Mitte ist der Vorsitzende des Fördervereins, Ernst M. Albert, zu sehen.

Dafür sagte nun der Förderverein Notarztgruppe Tegernseer Tal-Waakirchen Danke und überreichte die Taschen stellvertretend für alle Notärzte an den Sprecher der Notarztgruppe, Thomas Straßmüller, und den leitenden Notarzt Christian Pawlak. Die Übergabe erfolgte natürlich mit dem notwendigen Corona-Abstand.

Update, 7. August, 16 Uhr: Aktuelle Fallzahlen

Für alle Bewohner der Asylunterkunft am Pitzarweg in Otterfing wurde erneut Quarantäne angeordnet, nachdem ein Bewohner positiv auf das Coronavirus getestet worden war. Alle weiteren Bewohner sind daraufhin vorsorglich ebenfalls auf das Virus getestet worden, wie das Landratsamt mitteilt. Das Ergebnis liegt nun vor: Drei weitere Bewohner sind positiv bestätigt, ein weiterer weist starke Symptome auf. Die vier Bewohner wurden sofort mittels Infekttransport in eine andere Unterkunft in Miesbach gebracht und unter Quarantäne gestellt.

Diese Grafik zeigt, wie sich die Neuinfektionen in Sachen Coronavirus im Landkreis Miesbach entwickelt haben.

Die Gesamtzahl der derzeit positiv bestätigten Fälle steigt an und liegt nun bei 15.

Die Zahl der Corona-Erkrankten verteilt sich auf den Landkreis Miesbach wie folgt:

  • Bad Wiessee: 45 (aktiv: 0)
  • Bayrischzell: 16 (aktiv: 0)
  • Fischbachau: 57 (aktiv: 0)
  • Gmund: 55 (aktiv: 1)
  • Hausham: 34 (aktiv: 1)
  • Holzkirchen: 76 (aktiv: 1)
  • Irschenberg: 23 (aktiv: 1)
  • Kreuth: 15 (aktiv: 0)
  • Miesbach: 44 (aktiv: 0)
  • Otterfing: 25 (aktiv: 4)
  • Rottach-Egern: 38 (aktiv: 1)
  • Schliersee: 61 (aktiv: 6)
  • Tegernsee: 17 (aktiv: 0)
  • Valley: 13 (aktiv: 0)
  • Waakirchen: 25 (aktiv: 0)
  • Warngau: 10 (aktiv: 0)
  • Weyarn: 26 (aktiv: 0)
  • Sonstige: 27 (aktiv: 0)

Update, 5. August, 12.50 Uhr: Entspannung auf dem Arbeitsmarkt

Die Corona-Krise macht sich weiterhin auf dem Arbeitsmarkt bemerkbar, wenn auch nicht mehr so stark wie in den Vormonaten. Im Landkreis Miesbach sind derzeit 1.664 Bürger arbeitslos gemeldet, was einer Quote von 3 Prozent entspricht. Zum Vergleich: Im Vormonat sind es 3,1 und im Juli 2019 2 Prozent gewesen.

Von den 1.664 Bürgern sind 1.212 arbeitslose Männer und Frauen bei der Agentur für Arbeit in Holzkirchen gemeldet – 58 weniger als im Vormonat. Darüber informiert die Agentur für Arbeit Rosenheim, die auch für den Landkreis Miesbach zuständig ist.

Für die Betreuung der Arbeitslosengeld-II–Empfänger nach dem SGB II ist der Landkreis Miesbach als zugelassener kommunaler Träger zuständig. Beim Jobcenter sind 452 Arbeitslose gemeldet – 19 weniger als im Juni. Insgesamt betreut das Jobcenter 1.248 erwerbsfähige Leistungsberechtigte, die in 986 sogenannten Bedarfsgemeinschaften leben.

Bis zum 26. Juli hat es zudem 1.405 Anzeigen für Kurzarbeit gegeben – 20 mehr als im Juni – für 13.437 Mitarbeiter – das sind 176 mehr als im Juni. Das Förderinstrument Kurzarbeit sei in dieser Zeit wichtig, damit Unternehmen an ihrem Personal festhalten können, sagt Agenturleiter Michael Schankweiler.

Update, 4. August, 17.25 Uhr: Tegernseer Volkstheater startet

Noch immer gelten die von der bayerischen Staatsregierung und deren Behörden wegen der Corona-Pandemie erlassenen Auflagen beim Durchführen kultureller Veranstaltungen. Dennoch möchte das Team im Tegernseer Volkstheater Einheimischen und Gästen wieder die Möglichkeit bieten, einen unterhaltsamen und kurzweiligen Abend im Ludwig-Thoma-Saal zu genießen.

Dabei werden die aktuell geltenden Abstandsregeln und Hygienevorschriften berücksichtigt. Dies bedeutet auch, dass nur 60 Personen im Stammhaus in Tegernsee Platz finden. Dennoch möchte Theaterchef Andreas Kern zurück auf die Bühne. Besucher werden angehalten, sich an die Vorgaben zu halten. Mund- und Nasenschutz muss beim Betreten und Verlassen des Saales getragen werden. Am Platz darf er abgenommen werden. Durch die Vorgaben sind Einlass und Ausgang nur bedingt für eine Anzahl an Personen zugänglich. Ein Aufenthalt im Vorraum ist nur mit Maske und Abstand möglich. „Die Programme werden ohne Pause gespielt, da es auch da zu Problemen kommen könnte“, heißt es in einer Mitteilung. „Verkauf von Getränken ist auch nicht möglich.“ Auch wer die sanitären Einrichtungen nutzen möchte, muss gewisse Vorgaben einhalten.

Start im Saal ist am Samstag, 29. August, um 20 Uhr. Der bayerische Volksschauspieler Andreas Kern präsentiert „Wiener Lieder & Gschicht‘n“. Zu den einzelnen Liedern unterhält er die Besucher augenzwinkernd mit amüsanten Geschichten aus und über Wien, witzigen Anekdoten und lehrreichen Historien über die große Kaffeehaus-Tradition, die typischen Wiener Fiaker, die Weinseligkeit und natürlich die Liebe. Begleitet wird Andreas Kern dabei vom ebenso charmanten wie humorvollen Pianisten Alois Rettenaicher.

Am Freitag, 4. September, um 20 Uhr, startet das Theater dann mit dem Stück „Passwort zum Herzen“. Die Familie Kern spielt auf der Bühne dieses Stück als Ersatz für das geplante Programm „Herz auf der Flucht“. Da die Proben für das neueste Werk von Andreas Kern aufgrund der geltenden Corona-Bestimmungen nicht möglich waren, wird die Premiere ins Jahr 2021 verschoben. Dennoch wird das Familienensemble ein Stück präsentieren, das für Abwechslung vom Alltag und unterhaltsame Minuten sorgen soll.

Weitere Termine in Tegernsee sind der 11., 12., 18., 19. und 25. September, jeweils um 20 Uhr. Tickets für die Termine sind in allen Tourist-Informationen am Tegernsee und direkt beim Tegernseer Volkstheater erhältlich – auch online unter www.tegernseer-volkstheater.de.

Update, 3. August, 12.35 Uhr: Kampagne zu Hygienemaßnahmen

Am Dienstag, 4. August, startet bayernweit eine Aufklärungskampagne im öffentlichen Nahverkehr. Hinter der Kampagne mit dem Motto „Gemeinsam sicher ans Ziel“ steht die Bayerische Eisenbahngesellschaft (BEG), die den Regional- und S-Bahn-Verkehr im Auftrag des Freistaats plant, finanziert und kontrolliert. An der Entwicklung der Kampagne waren auch die bayerischen Verkehrsunternehmen und -verbünde beteiligt.

Um die Corona-Hygieneauflagen einzuhalten, wird auch auf verstärkte Innenreinigung in Bussen und Zügen gesetzt. Die Bayerische Eisenbahngesellschaft (BEG) macht nun in der Kampagne „Gemeinsam sicher ans Ziel“ darauf aufmerksam.

Die Kampagne rückt die Maßnahmen ins Rampenlicht, die von den Verkehrsunternehmen umgesetzt werden, um die Fahrt in Regionalzügen, S-Bahnen und Bussen so sicher wie möglich zu machen. Dazu zählen die verstärkte Innenreinigung in den Fahrzeugen, kürzere Reinigungs- und Desinfektionsintervalle sowie hohe Hygienevorgaben für Mitarbeiter. Thematisiert wird ebenso der Beitrag, den die Fahrgäste leisten, nämlich insbesondere das Tragen von Mund-Nasen-Bedeckungen im öffentlichen Nahverkehr sowie zum Beispiel die Entscheidung für den Kauf eines Online-Tickets. Das Motto der Kampagne – „Gemeinsam sicher ans Ziel“ – unterstreicht diese gemeinsame Verantwortung von Verkehrsunternehmen und Fahrgästen für die Sicherheit aller.

„Das Coronavirus ist nicht weg. Es ist nach wie vor wichtig, dass wir aufmerksam bleiben“, erklärt Bärbel Fuchs, Geschäftsführerin der BEG, den Ausgangspunkt der Kampagne. „Aber es ist ebenso wichtig, die Risiken im Alltag richtig einzuordnen. Angesichts der umfangreichen Schutzmaßnahmen der Verkehrsunternehmen einerseits sowie der Bedeckung von Mund und Nase durch Fahrgäste und Personal andererseits ist eine Fahrt mit den öffentlichen Verkehrsmitteln auch weiterhin eine sichere und umweltfreundliche Alternative zum Auto. Wenn wir Rücksicht aufeinander nehmen, erhöht das die Sicherheit für alle und bringt uns gemeinsam sicher ans Ziel.“

Mit der Kampagne „Gemeinsam sicher ans Ziel“ soll in Zeiten von Corona über Hygienemaßnahmen in Bussen und Bahnen aufgeklärt werden.

Die Kampagne läuft ab 4. August bis Mitte September schwerpunktmäßig in Form von Außenwerbung auf Großflächen, Citylights, Mega-Light-Postern und Infoscreens. Zusätzlich werden Online-Medien und soziale Netzwerke bespielt. Den Verkehrsunternehmen werden Scheibenaufkleber mit den wichtigen Kernbotschaften zu den Hygienemaßnahmen in den Verkehrsmitteln zur Verfügung gestellt. Außerdem bringt ein kurzer Film den Fahrgästen die Schutzmaßnahmen und Verhaltensregeln näher. Das Video, das die BEG gemeinsam mit den Eisenbahnverkehrsunternehmen entwickelt hat, und weitere Informationen zur Kampagne sind auf www.bahnland-bayern.de/sicher zu finden.

Update, 14.45 Uhr: Holzkirchner Zehner

Die „Holzkirchner Zehner“-Gutscheine im Wert von 10 Euro, um die örtliche Gastronomie zu unterstützen, werden von der Verwaltung der Marktgemeinde bis spätestens Freitag, 7. August, an alle Bürger mit Erstwohnsitz in Holzkirchen versendet. Der Marktgemeinderat hatte die Aktion Mitte Juli einstimmig beschlossen.

Die Holzkirchner Bürger können den Holzkirchner Zehner im Postkartenformat bis 31. Dezember 2020 in allen teilnehmenden gastronomischen Betrieben einlösen. Bisher beteiligen sich 25 Betriebe an der Aktion. Man erkennt sie am aufgehängten Poster im Eingangsbereich. Zudem sind sie auf der Internetseite der Gemeinde aufgelistet. Standortförderin Elisabeth Zehetmaier ist sich sicher: „Die Zahl der teilnehmenden Betriebe wird sich bestimmt noch deutlich erhöhen, wenn die Aktion erst einmal angelaufen ist.“

Was ist beim Einlösen des Gutscheins zu beachten?

Eine Barauszahlung ist nicht möglich. Der Gutschein kann nicht in Stücken eingelöst werden. Die Summe in Höhe von 10 Euro muss im Gesamten abgeleistet werden. Rückgeld oder Retourwert in Gutscheinform wird nicht zurückgegeben. Der Gastro-Gutschein ist innerhalb der Familie beziehungsweise eines Haushalts übertragbar. Dazu muss auf dem Anschriftenfeld der berechtigte Verwender des Gutscheins zusätzlich vermerkt werden.

Pro Person und Essen kann nur ein Gastro-Gutschein eingelöst werden. Ein Beispiel: Vier Personen bestellen vier Essen. Es kann mit vier Gutscheinen bezahlt werden. Der Gastro-Gutschein kann für den guten Zweck auch beim Rathaus am Briefkasten gespendet werden, erklärt Elisabeth Zehetmaier.

Die teilnehmenden Betriebe und Richtlinien werden laufend aktualisiert. Weitere Infos sind online zu finden.

Update, 2. August, 9.25 Uhr: Badeweiher geschlossen

Der Badeweiher in Osterwarngau wird bis auf Weiteres nicht geöffnet. Darüber informiert Bürgermeister Klaus Thurnhuber auf der Internetseite der Gemeinde. Anlass sind die derzeit geltenden Corona-Regeln, wonach ein Hygienekonzept umgesetzt werden müsste. „Die Überwachung und Durchsetzung dieser Regeln ist mit dem verfügbaren Personal der Gemeinde nicht zu gewährleisten“, heißt es weiter. „Wir können unter diesen Umständen nicht verantworten, den Badeweiher zu befüllen.“

Update, 12.20 Uhr: Badespaß trotz Corona

Nachdem enorme Hitzerekorde in diesem Sommer bislang ausgeblieben sind, rechnen Meteorologen zu diesem Wochenende mit steigenden Temperaturen und reichlich Sonnenstunden. „Bestes Badewetter also für alle Wasserratten“, sagt Andreas Heiß vom Serviceteam der KKH Kaufmännische Krankenkasse in Rosenheim. „Poolparty für die Kids im eigenen Garten, Ausdauerschwimmen im Freibadbecken oder Relaxen am Badesee – Planschvergnügen gibt es vielerorts für Groß und Klein. Doch nicht nur wegen der Corona-Infektionsgefahr sollten beim Baden einige Regeln beachtet werden.“

Freibäder mit Hygienekonzept

Alle öffentlichen Freibäder mussten aufgrund der Corona-Auflagen ein Hygienekonzept vorlegen und entsprechende Maßnahmen zum Schutz der Badegäste umsetzen. „Die Regeln können vielerorts unterschiedlich ausfallen. Einheitliche Standards bis auf das Einhalten des Abstandsgebotes gibt es nicht“, erklärt Andreas Heiß.

Die Auflagen variieren vom Kauf von Online-Tickets, die vorab gebucht werden müssen, bis hin zu gesperrten Rutschen oder Duschen. „Auch die Zahl der erlaubten Badegäste, die sich zeitgleich im Wasserbecken aufhalten dürfen, hängt von der Größe des Schwimmbades ab und wird unterschiedlich, zum Beispiel über das Anlegen von Armbändern, geregelt“, sagt Andreas Heiß.

Eine direkte Infektionsgefahr mit Covid-19 über das Badewasser, das in Freibädern über Filteranlagen und Chemikalien wie Chlor intensiv gereinigt wird, schätzt das Umweltbundesamt als höchst unwahrscheinlich ein.

Abstandhalten an Badesee oder Strand

Wer natürliche Gewässer bevorzugt, findet an Badeseen und Stränden von Ost- und Nordsee Alternativen für eine Abkühlung. „Aber gerade weil sich viele Menschen den Badespaß durch Corona-Auflagen in Freibädern nicht vermiesen lassen möchten, erleben Badeseen und Strände aktuell einen enormen Zulauf. Deshalb sollte hier beim Sprung ins kühle Nass vor allem auf das Einhalten der Abstandsregeln geachtet werden“, erinnert Andreas Heiß.

In manchen Regionen mussten Seen und Strandabschnitte aufgrund von Besucheranstürmen bereits zeitweise gesperrt werden. In anderen Teilen der Bundesrepublik wie Mecklenburg-Vorpommern sind an der Küste Tagestouristen erst gar nicht zugelassen.

„Menschenansammlungen sind zurecht wegen der Infektionsgefahr mit Covid-19 unbedingt zu vermeiden“, appelliert Andreas Heiß an das Gewissen der Badegäste.

Wasserqualität: Gesundheitsgefahr durch Keime

Wer sich am Badesee erfrischen will, muss zudem auf die Wasserqualität acht geben. „Wenn der See faulig riecht oder auf der Wasseroberfläche grün-blau schimmernde Schlieren zu erkennen sind, sollte man besser nicht darin baden. Denn wer Keime und Bakterien wie Blaualgen verschluckt, riskiert Übelkeit, Durchfallerkrankungen und Hautirritationen“, erklärt Andreas Heiß.

Am besten ist es, sich vor dem Badesee-Besuch über die Wasserqualität im Internet beim Umweltbundesamt zu erkundigen. Bade-Verbotsschilder sind unbedingt zu beachten.

Sorgen vor einer Infizierung mit Covid-19-Erregern über natürliche Gewässer, die nicht wie im Freibad mit Chemikalien desinfiziert werden können, müssen Besucher aber nicht haben. Laut Umweltbundesamt gibt es keine Hinweise darauf, dass das Coronavirus über das Wasser übertragen wird.

Badeunfälle: Ungeübte Schwimmer beaufsichtigen!

Während des Lockdowns mussten zahlreiche Schwimmkurse pausieren. Die Folge: Viele Kinder konnten in der Corona-Krise nicht schwimmen lernen und ihr Seepferdchen- oder Bronze-Abzeichen ablegen. „Den Kindern fehlt vor allem die Praxis und Kontinuität“, sagt Andreas Heiß.

Damit steigt die Gefahr für tödliche Badeunfälle. Deshalb sollten Eltern ihren Nachwuchs auch beim Spielen am Badestrand oder im flachen Wasserbecken unbedingt beaufsichtigen. Ebenso sollten aber auch Erwachsene ihre Kräfte nicht überschätzen: „Das gilt vor allem beim Schwimmen in unbewachten Gewässern.“

Sicherheit auch im Gartenpool

Um Hygiene-Auflagen und Menschenansammlungen an Bade-Hotspots zu umgehen, haben sich viele Gartenbesitzer in der Corona-Krise einen eigenen Pool gekauft. Aber auch diese können für Nichtschwimmer zur tödlichen Gefahr werden. „Deshalb sind Grundstückseigentümer verpflichtet, den Zugang zu Schwimmbecken oder Gartenteichen abzusichern“, sagt Andreas Heiß.

Für einen ungetrübten Badespaß müssen Poolbesitzer das Badewasser regelmäßig über eine Filteranlage und mithilfe von Chlortabletten oder Sauerstoff-Tabs reinigen. Über den pH-Wert lässt sich die Wasserqualität regelmäßig überprüfen.

Vorbericht vom 1. August:

Die Marktgemeinde Holzkirchen baut die Öffnungszeiten des Einwohneramtes unter Corona-Bedingungen weiter aus. Ab Montag, 3. August, ist das Einwohneramt auch wieder montags, von 8 bis 12 Uhr und von 14 bis 16 Uhr, ohne Terminvereinbarung geöffnet. Bereits seit 1. Juli können Besucher mittwochvormittags ohne Terminvereinbarung ins Einwohneramt kommen.

An allen anderen Tagen gilt für Erledigungen im Einwohneramt weiterhin die Terminregelung. Ebenso sind persönliche Vorsprachen in den anderen Abteilungen des Rathauses wie gehabt nur mit vorheriger Terminvereinbarung möglich. Viele Anliegen lassen sich unabhängig von Öffnungszeiten telefonisch oder per E-Mail regeln. Deshalb die Bitte, auch weiterhin vorrangig diese Kommunikationswege zu nutzen.

Beim Besuch des Rathauses sind die Bürger angehalten, einzeln und ohne Begleitperson zu erscheinen. Es gilt ein Abstandsgebot von mindestens 1,5 Metern sowie die Maskenpflicht. Außerdem ist die Besucherlenkung im Rathaus zu beachten.

ft; ksl

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