Aktuelle Infos im News-Ticker

Coronavirus im Landkreis Miesbach: Zahl der Neuinfektionen steigt weiter

Diese Grafik zeigt, wie sich die Fallzahlen in Sachen Coronavirus im Landkreis Miesbach entwickelt haben.
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Diese Grafik zeigt, wie sich die Fallzahlen in Sachen Coronavirus im Landkreis Miesbach entwickelt haben.

Landkreis – Die Zahl der am Coronavirus Erkrankten im Landkreis Miesbach steigt weiter. Aktuelle Infos zu Covid-19 gibt es in unserem News-Ticker:

Das Wichtigste in Kürze:

  • Am 5. März sind die ersten beiden Corona-Fälle im Landkreis Miesbach bekannt geworden. Am 26. März ist der erste Patient im Krankenhaus Agatharied an der Krankheit verstorben.
  • Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat am 16. März den Katastrophenfall ausgerufen, der inzwischen aufgehoben ist. Seit dem 27. April gibt es eine Maskenpflicht fürs Einkaufen und Benutzen der öffentlichen Verkehrsmittel.
  • Viele Veranstaltungen sind abgesagt worden. Großveranstaltungen sind weitestgehend verboten.

Service:

Update, 18.45 Uhr: Neuer News-Ticker

Hier geht es zum neuen Ticker mit allen aktuellen Informationen rund um das Coronavirus im Landkreis Miesbach.

Update, 31. August, 10.25 Uhr: Neuerungen im Bayernnetz

Mit einer Neuauflage der Fahrradkarte, einem neuen Internetangebot und einer überarbeiteten App bietet das Bayernnetz für Radler noch mehr Informationen und Tipps für den Radurlaub oder -ausflug im Freistaat. Bayerns Wirtschafts- und Tourismusminister Hubert Aiwanger hat die Neuerungen jüngst bei einem Termin vorgestellt.

Aiwanger: „Bayern ist auch bei Fahrradtouristen das Urlaubsland Nummer 1 in Deutschland. Das war schon vor Corona so, aber die Pandemie hat das Reiseverhalten und damit den Trend zum Urlaub, Wochenendtrip oder Tagesausflug zu Hause und mit dem Fahrrad nochmals verstärkt. Bayerischer Wald statt Ballermann, Allgäu statt Adria oder Mainfranken statt Mauritius ist die Devise vieler Bundesbürger in der Ferienzeit. Genau dafür ist unser Bayernnetz für Radler mit seinen rund 125 zertifizierten Fernradrouten über mehr als 9.000 Kilometer und seinem umfänglichen Informationsangebot mit Karte, Homepage und App der perfekte Wegweiser.“

Bayerns Wirtschafts- und Tourismusminister Hubert Aiwanger (2.v.l.) mit Vilsbiburgs Bürgermeisterin Sybille Entwistle (l.), Landrat Peter Dreier und Eva Brunner (Tourismus Landkreis Landshut).

Das Bayernnetz für Radler ist ein gemeinsames Projekt der bayerischen Staatsministerien für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie sowie Wohnen, Bau und Verkehr. Es bietet ein landesweites Netz mit rund 125 Fernradrouten über mehr als 9.000 Kilometer. Im Angebot sind Routen von unterschiedlicher Länge und Schwierigkeitsgrad. Eine durchgehende Wegweisung entlang der Strecken und Informationstafeln an zentralen Punkten sorgen für eine gute Orientierung. Einen Überblick bietet die kürzlich aktualisierte Fahrradkarte des Bayernnetzes für Radler. Die gedruckte Übersichtskarte liegt bayernweit in den Tourist-Informationen zur kostenfreien Mitnahme aus und ist auch im Bestellportal des Freistaates unter www.bestellen.bayern.de erhältlich.

Im Internet unter www.fernradnetz.bayern.de können alle Routen und viele weitere Informationen wie Höhenprofile, Sehenswürdigkeiten, Wegbeschaffenheit oder ÖPNV-Verknüpfungspunkte abgerufen werden. Die kostenlose App ermöglicht auch von unterwegs Zugriff auf alle wichtigen Informationen zu den Fernradwegen sowie eine individuelle Routenplanung. In das bundesweite Radwegenetz ist das Bayernnetz für Radler über den Radroutenplaner Deutschland und als Teil der D-Routen integriert. Auch der neue Ausflugsticker für Bayern verlinkt unter www.ausflugsticker.bayern auf das Bayernnetz für Radler. Tourismusminister Aiwanger: „Die intelligente Besucherlenkung mit digitalen Werkzeugen trägt dazu bei, den Urlaub oder Kurzausflug in der Heimat für Gäste noch erholsamer und stressfreier zu gestalten. Unser kürzlich gestarteter Ausflugsticker und das Bayernnetz für Radler ergänzen sich deshalb ideal und sind für radbegeisterte Urlauber die erste Adresse für hilfreiche Informationen.“

Viele weitere Tipps für den Radurlaub in Bayern erhalten Interessierte zudem online über die Bayern Tourismus GmbH und die bayerischen Tourismusverbände.

Bayern ist laut Radreiseanalyse des ADFC seit vielen Jahren die beliebteste Radreiseregion Deutschlands. Der Freistaat bietet mit seinen berühmten Sehenswürdigkeiten, aber auch einer Vielzahl weniger bekannter Attraktionen und seiner herrlichen Landschaft eine Fülle von Zielen für Radler. Auf familienfreundlichen und gut beschilderten Fernradrouten können Einheimische und Gäste aus dem In- und Ausland faszinierende Naturschönheiten, landestypische Kultur, kulinarische Schmankerl und bayerische Gastfreundlichkeit erleben.

Update, 28. August, 13.50 Uhr: Aktuelle Fallzahlen

Die Planungen für das Testzentrum als Drive-Through-Variante schreiten voran. Dabei gilt es zunächst, unabhängig davon, welches Gelände es werden wird, einen Stromanschluss zu gewährleisten, mobile Toiletten zu organisieren sowie einen Internetzugang verfügbar zu machen.

Container zu beschaffen, ist nunmehr die größte Herausforderung geworden: Für zwei benötigte und geeignete Container beträgt die Lieferzeit aufgrund der hohen Nachfrage 16 Wochen ab Bestellung. Da das reaktivierte Testzelt vor dem Gesundheitsamt aber die von der Staatsregierung geforderte Kapazität an Tests von zwei bis drei Promille der Landkreisbevölkerung pro Tag bewältigen kann, drohen keine Engpässe bei den durchzuführenden Tests.

Am Donnerstag (27. August) wurden zwei Unterkünfte erneut einem Reihentest unterzogen. Es handelt sich um die Gemeinschaftsunterkunft an der Münchner Straße in Holzkirchen, deren Bewohner sich unter Quarantäne befinden, und die Asylunterkunft in Otterfing, deren Bewohner ebenfalls noch unter Quarantäne stehen. Die Bewohner müssen laut Gesundheitsministerium kurz vor Ablauf der Quarantäne noch einmal getestet werden.

Diese Grafik zeigt, wie sich die Neuinfektionen in Sachen Coronavirus im Landkreis Miesbach entwickelt haben.

Es sind zehn Neuinfizierungen hinzugekommen. Vier Familienmitglieder in Holzkirchen sind betroffen und zwei Mitglieder einer Familie in Rottach-Egern. Drei weitere Personen aus Hausham erkrankten unabhängig voneinander. Die Neuerkrankung in Bad Wiessee ist auf das Zusammenleben mit einer positiv getesteten Person im selben Haushalt zurückzuführen. Bei den Neuerkrankungen fällt erneut auf, dass überdurchschnittlich viele junge Personen betroffen sind.

Update, 16.25 Uhr: Testzentrum geplant

Die Staatsregierung hat am 10. August beschlossen, das Testangebot für eine Untersuchung auf SARS-CoV-2 nochmals erheblich auszubauen. Speziell für Tests von Reiserückkehrern und Reihentests von Lehrkräften und Schulpersonal sowie von Erziehern soll eine hinreichende Infrastruktur geschaffen werden. Die Testzentren sollten eine Kapazität für die Testung von zwei bis drei Promille der Landkreisbevölkerung – zirka 200 bis 300 Personen – pro Tag verfügbar haben und von den Kreisverwaltungsbehörden betrieben werden. Die notwendigen und angemessenen Kosten für Einrichtung und Betrieb der Testzentren übernimmt der Freistaat Bayern.

Das Landratsamt Miesbach reaktiviert daher zunächst das ohnehin bestehende Testzelt vor dem Gesundheitsamt und treibt parallel dazu die Planungen für eine Drive-Through-Station voran. Die Tests im Testzelt und solche in der anschließenden Drive-Through-Lösung werden durch die niedergelassenen Ärzte des Landkreises erfolgen. Die Kapazitäten von 250 bis 300 Personen täglich sind zwar im Testzelt zu bewältigen. Auf Dauer wäre der Platz vor dem Gesundheitsamt für die Tests der Landkreisbürger jedoch zu klein. Zudem können Tests bei Drive-Through-Lösungen materialschonender durchgeführt werden.

Grundsätzlich sollen alle erforderlichen Tests wie anlassbezogene Reihentests in Pflegeeinrichtungen, Asylunterkünften, Schulen et cetera, aber auch diejenigen von Kontaktpersonen und Reiserückkehrern dort nach Terminierung und koordiniert durchgeführt werden. Daher lautet der Appell an alle Landkreisbürger: "Bitte vermeiden Sie die Risiken der möglichen Ansteckung und fahren nicht auf gut Glück zum Zelt", erklärt Sprecherin Beate Faus. "Privatpersonen wenden sich bitte vorerst weiterhin an ihren Hausarzt zum Testen."

Der Standort der Drive-Through-Lösung ist noch in Klärung. Es werden derzeit verschiedene Standorte geprüft. Dies gestaltet sich herausfordernd, da nicht klar ist, mit wie vielen wartenden Autos zu rechnen sein wird.

Es wird davon ausgegangen, dass das Testzentrum mindestens bis zum 31. Dezember gebraucht wird. Bis Donnerstag (27. August) muss der Vollzug durch das Landratsamt zur Errichtung eines Testzentrums bei der Regierung gemeldet werden.

Update, 26. August, 11.55 Uhr: Folgen der Corona-Pandemie

Die Folgen der Corona-Pandemie betreffen etwa 5.000 Beschäftigte im Landkreis Miesbach. Die NGG hat dazu nun eine Umfrage gestartet.

Update, 24. August, 16 Uhr: Aktuelle Fallzahlen

Am Freitagnachmittag (21. August) wurden in Holzkirchen zwei weitere Gemeinschaftsunterkünfte unter Quarantäne gestellt, in denen unter anderem einige positiv getestete Mitarbeiter der Holzkirchner Firma wohnen. Darüber informiert Sprecherin Sophie-Marie Stadler vom Landratsamt in Miesbach

Zur Erinnerung: In dem Holzkirchner Betrieb waren bisher 12 der 62 regulären beziehungsweise 46 der derzeit anwesenden Mitarbeiter infiziert worden. Da die häusliche Isolierung der positiven Fälle aufgrund der beengten Wohnverhältnisse mit Gemeinschaftsküchen und -bädern nicht möglich ist, müssen alle Bewohner der Unterkünfte in Quarantäne.

Die anwesenden Bewohner der beiden Sammelunterkünfte – 9 Personen in der einen Unterkunft und 4 Personen in der weiteren – wurden abgestrichen und warten derzeit auf die Ergebnisse. Diese liegen am Montag (24. August) noch nicht vor. Eine Verbreitung des Virus über die Mitbewohner in andere Firmen ist nicht ausgeschlossen.

Bereits am Samstag (22. August) mussten alle 19 Bewohner einer Sammelunterkunft an der Münchner Straße in Holzkirchen unter Quarantäne gestellt werden. Sechs der 19 Bewohner sind positiv, fünf davon arbeiten in der Firma.

Eine der beiden am Freitagnachmittag unter Quarantäne gestellten Unterkünfte befindet sich direkt neben der bereits unter Quarantäne gestellten Unterkunft an der Münchner Straße. Auch dort wurde ein Bauzaun aufgestellt, um den Bewohnern einen Aufenthalt an der frischen Luft zu ermöglichen. Im Erdgeschoss des Gebäudes befindet sich ein Lokal. Dieses kann von Gästen ohne Einschränkungen besucht werden.

Drei weitere positive Fälle sind nach aktuellem Stand zu verzeichnen. "Ob es sich dabei um Reiserückkehrer handelt, ist noch unklar", erklärt Sophie-Marie Stadler. "Bemerkenswert ist, dass alle drei neu erkrankten Personen Mitte/Ende 20 sind."

Update, 14.05 Uhr: Landratsamt nennt neue Zahlen

Seit Mittwoch (19. August) wurde dem Gesundheitsamt Miesbach nur eine neue Infektion mit dem Coronavirus bei einer Person aus Hausham gemeldet. In den vergangenen sieben Tagen erhielten 23 Personen im Landkreis Miesbach ein positives Testergebnis.

Zahlreiche Befunde stehen noch aus. Sowohl die Mitarbeiter und Bewohner einer Station einer Pflegeeinrichtung warten auf die Ergebnisse ihres zweiten Tests, als auch zahlreiche Mitarbeiter und Kontaktpersonen aus dem Infektionscluster rund um den Holzkirchner Betrieb, in dem bisher 12 der 62 regulären beziehungsweise 46 der derzeit anwesenden Mitarbeiter infiziert sind.

Vorsichtig positive Nachrichten gibt es aus der Asylunterkunft in Otterfing, deren Bewohner seit Ende Juli unter Quarantäne stehen: Beim erneuten Reihentest waren alle Bewohner negativ, sodass es dort zumindest aktuell keine Neuinfektionen gibt. Anlass für den wiederholten Reihentest war ein erneuter positiver Fall am Wochenende (15./16. August). Die Bewohner müssen laut Gesundheitsministerium kurz vor Ablauf der Quarantäne Ende des Monats noch einmal getestet werden.

Update, 13.25 Uhr: Angebote statt Wahlparolen

Noch bis Ende August bleiben die für Einzelhandelswerbung freigegebenen Wahlplakatständer in Hausham stehen. Das hat Bürgermeister Jens Zangenfeind jüngst im Gemeinderat bekanntgegeben.

Wie er sagte, wurden die von der Gemeinde nach dem Corona-Lockdown kurzfristig als Werbeportal freigegebenen Plakatständer von den Haushamer Geschäften zahlreich angenommen und entstand in kurzer Zeit eine breite Palette unterschiedlicher Angebote. „Wir haben nach einer positiven und pragmatischen Lösung gesucht, um unsere Geschäftsleute schnell zu unterstützen“, sagte er.

Ende August sollen die Ständer aber abgebaut werden. Dass die rasche Hilfsaktion ein Erfolg war, bestätigte auch Christan Baur (FWG). Er bedankte sich als Vorsitzender des Gewerbevereins Hausham bei der Gemeinde: „Das war eine wirklich gute Idee, die sehr gut ankam.“ Wie Baur sagte, denke der Verein darüber nach, wie die Werbeplattform künftig in anderer Form fortgeführt werden könnte.

Update, 11.30 Uhr: Dorfweihnacht fällt aus

Die Argeter Dorfweihnacht fällt 2020 aus. Darüber informiert Veranstalter Heinrich Reichel. Die Auswirkungen der Corona-Pandemie haben zu derart strikten Auflagen und Hygienevorschriften geführt, dass sie im Rahmen eines Weihnachtsmarktes kaum erfüllbar sind.

„Deshalb werde ich die Argeter Dorfweihnacht auf den ersten Advent 2021 verschieben“, erklärt Heinrich Reichel in einer Mitteilung. „Die Anlieger der Oberhamer Straße werden auch im nächsten Jahr Tür, Tor und manchmal sogar die gute Stube öffnen.“

Dann soll wieder im wunderschönen Ambiente der alten Bauernhäuser, dem Duft von Zimt und Glühwein sowie bei weihnachtlichen Klängen der Musikanten die Vorweihnachtszeit gefeiert werden. Bei der Argeter Dorfweihnacht zeigen auch viele Aussteller von Nah und Fern ihr Kunsthandwerk, Ideen und besondere Fertigkeiten. Die Vereine vor Ort sorgen für Getränke und kulinarische Schmankerln sowohl für große als auch kleine Besucher.

Der nächste Termin für die Argeter Dorfweihnacht ist also am Wochenende vom 27. bis 28. November 2021. Bewerber für den Weihnachtsmarkt können sich mit einer formlosen E-Mail an Heiner-51@gmx.de bereits jetzt dafür anmelden.

Update, 10.10 Uhr: Miesbacher helfen im Iran

Die Kreisgruppe von Amnesty International (AI) betreut seit einigen Jahren die iranische Menschenrechtlerin Narges Mohammadi. Sie war unter anderem in einer Kampagne engagiert, um die Todesstrafe abzuschaffen, und wurde wegen ihrer Menschenrechtsarbeit zu einer langjährigen Gefängnisstrafe verurteilt. Ihr Wille zum Widerstand ist auch im Gefängnis ungebrochen, ihre Gesundheit aber schon.

Seit Kurzem zeigt sie mit elf weiteren Frauen im Gefängnis von Zanjan Covid-19-Symptome. Trotz ihrer Vorerkrankungen scheint sie keine medizinische Versorgung zu erhalten.

Die AI-Gruppe hat ihretwegen eine Briefaktion an die Adresse des iranischen UN-Vertreters in Genf gestartet, um gegen die Behandlung von Narges Mohammadi zu protestieren und ihre Überlebenschancen zu erhöhen. Der Erfolg der Aktion hängt in hohem Maße von der Anzahl der Teilnehmer ab. Der Brief kann auf der Homepage der Gruppe abgerufen werden unter www.amnesty-miesbach.de.

Update, 21. August, 8.25 Uhr: BFV hofft auf Lockerung für den Amateurfußball

Der Bayerische Fußball-Verband (BFV) hält den für September geplanten Re-Start der Amateurfußballsaison mit einer zunächst begrenzten Zahl an Zuschauern für realistisch. Dem zuständigen Innenministerium hat der BFV dafür ein Hygienemusterkonzept vorgelegt. Eine Entscheidung wird spätestens für den 1. September erwartet, wenn der Ministerrat zu seiner nächsten turnusgemäßen Sitzung zusammenkommt.

BFV-Präsident Rainer Koch macht klar, dass die Gesundheit aller an oberster Stelle stehen müsse. Der BFV habe nun „einen Weg aufgezeigt, wie wir den Spielbetrieb mit einem Höchstmaß an Gesundheitsschutz umsetzen können – nicht nur im Fußball, sondern für alle Mannschaftssportarten mit Körperkontakt, die im Freien stattfinden“. In dem Ministeriumsschreiben verweist Koch unter anderem darauf, dass beispielsweise kulturelle oder religiöse Veranstaltungen unter freiem Himmel längst wieder stattfinden können und dabei bis zu 400 Besucher zugelassen sind. „Wir sind der festen Auffassung, dass zumindest diese Vorgaben, die sich als sicher erwiesen haben und mittlerweile etabliert sowie anerkannt sind, auch für den bayerischen Amateurfußball gelten müssen. Ein Fußballplatz bietet in den meisten Fällen weitaus mehr Platz, um Abstandsregelungen einhalten zu können als etwa eine Freilichtbühne“, sagt Koch.

Der BFV setzt sich auch dafür ein, dass kommunale Behörden auf Gegebenheiten vor Ort mit individuellen Regelungen reagieren können und hat ein umfassendes Hygiene- und Schutzkonzept für seine Vereine als Muster erarbeitet.

Update, 20. August, 15.25 Uhr: Benefiz-Golfturnier des Lions-Club am Tegernsee

Auf der Anlage des Golfclubs auf dem Margarethenhof in Marienstein veranstaltet der Lions-Club am Tegernsee am Samstag, 29. August, zum 23. Mal sein großes Benefiz-Golfturnier. Dafür konnte als Schirmherr der ehemalige Olympiasieger und fünffache Weltmeister im Diskuswerfen, Lars Riedel, gewonnen werden.

Wie jedes Jahr wird mit dem Reinerlös der Veranstaltung über das Familienhilfswerk des Clubs hilfsbedürftigen Menschen im Landkreis geholfen. Darüber hinaus werden das Projekt Schulschach im Landkreis und die Sparkassenstiftung Corona unterstützt. „Auch im Landkreis Miesbach nimmt wegen der Corona-Pandemie die Anzahl bedürftiger Menschen zu“, heißt es in einer Mitteilung. „Der Lions-Club ist im Rahmen seiner Möglichkeiten seit Jahren bemüht, dort zu helfen, wo besondere Notlagen entstehen. So auch jetzt in dieser schwierigen Zeit.“

Unter dem Motto „Zukunft durch Bildung“ fördert der Lions-Club von Anfang an das Projekt Schulschach im Landkreis, dessen Erfolge in Bildung und Erziehung bei Schülern, Lehrern und Eltern auf zunehmendes Interesse stoßen. Da wegen der Corona-Pandemie an den Schulen auch Schach nicht mehr unterrichtet werden konnte, wurden zunächst Onlineturniere und kurz darauf auch Schachunterricht mit erfahrenen Lehrern online angeboten. Überraschend viele Schüler nahmen dieses Bildungsangebot an. Begeisterung bei Lehrern und Schülern sowie viel Lob von den Eltern ließ die Anzahl der Teilnehmer bis heute wachsen.

Mit großem Interesse verfolgt der Lions-Club am Tegernsee auch, wie sich die Sparkassenstiftung Corona entwickelt, die unter dem Motto „Mia helfn zam für den Landkreis“ gegründet wurde. Die Stiftung der Kreissparkasse Miesbach-Tegernsee unterstützt gezielt Organisationen aus dem Landkreis, die sich mit den Folgen der Corona-Krise auseinandersetzen.

Der Lions-Club am Tegernsee lädt zur Teilnahme am 23. Benefiz-Golfturnier ein. Anmeldung bis Montag, 24. August, im Clubbüro Margarethenhof unter Telefon 08022/7506340 oder per E-Mail an golf@margarethenhof.com.

Update, 17.25 Uhr: Berufsmesse wird digital

Die Ausbildungsmesse Stuzubi ist inzwischen fester Bestandteil zur Berufsorientierung im Landkreis Miesbach. Im Vorjahr begrüßten über 60 regionale Aussteller 1.000 Besucher im Waitzinger Keller. Doch 2020 ist wegen der Corona-Pandemie alles anders.

Der Messeanbieter hat mit „Stuzubi digital“ eine eigene Plattform entwickelt und sein Angebot digitalisiert. Mit einer Kombination aus Live-Vorträgen und 1:1-Gesprächen können regionale Unternehmen mit potenziellen Auszubildenden aus dem Landkreis Miesbach auch in Zeiten der Corona-Pandemie direkt in Kontakt treten.

Bereits Mitte Juli hat die „Stuzubi digital München“ stattgefunden. Die SMG Miesbach, die Stuzubi GmbH und der AK Schulewirtschaft arbeiten mit Hochdruck daran, ein digitales Messeformat für den Landkreis Miesbach zu realisieren.

Sobald es dazu weitere Informationen gebe, würden diese der Öffentlichkeit verkündet, heißt es in einer Mitteilung der SMG.

Update, 15.15 Uhr: Landtagspräsidentin Ilse Aigner spendet

Starkes Zeichen: Die Abgeordneten der CSU-Fraktion im bayerischen Landtag haben kollektiv beschlossen, ihre diesjährige Diätenerhöhung zu spenden. Landtagspräsidentin Ilse Aigner hat sich dafür entschieden, ihre Spende an die Tafeln in ihrem Stimmkreis zu geben.

Den Betrag der Erhöhung hat sie aufgestockt und insgesamt 5.000 Euro gespendet. „Damit können bedürftige Bürger, die in Corona-Zeiten leider mehr geworden sind, wirkungsvoll vor Ort unterstützt werden“, erklärt Aigner.

Bei einer Führung durch die Räume der Tafel in Miesbach ließ sich Landtagspräsidentin und Stimmkreisabgeordnete Ilse Aigner (M.) die Abläufe bei der Ausgabe von (v.l.) Georg Stöckl (Tafel Miesbach), Mike Korinth (Tafel Hausham), Karlheinz Seybold (Leiter der Tafel Hausham), Ute Krause (Leiterin der Tafel Miesbach) und Boris Hitzwebel (Tafel Miesbach) erläutern.

Der Betrag verteilt sich auf die Tafeln Miesbach mit Hausham, Bruckmühl mit Feldkirchen-Westerham im Nachbarlandkreis Rosenheim sowie Gmund und Holzkirchen. Die Landtagspräsidentin besuchte stellvertretend die Tafel in Miesbach, die auch in Hausham eine Ausgabestelle unterhält.

Sie dankte den Ehrenamtlichen der Tafeln im Landkreis für ihr Engagement: „Ohne Ihren Einsatz wäre eine Spende bei Weitem nicht so wirkungsvoll. Denn was die Tafeln neben der Essensausgabe so wertvoll macht, ist die Zeit, die Nähe, das Verständnis und die Unterstützung, die Sie den Menschen geben.“

Update, 14.20 Uhr: Aktuelle Fallzahlen

"Wie befürchtet, hat sich ein beträchtlicher Teil der Arbeiterschaft in einem Holzkirchner Betrieb mit dem Coronavirus infiziert", teilt Sprecherin Sophie-Marie Stadler vom Landratsamt in Miesbach mit. Ausgangspunkt der Infektionen ist aber wohl nicht der Betrieb, sondern sind wahrscheinlich die beengten Unterkünfte der aus Osteuropa und den Balkanstaaten stammenden Arbeiter. Der Betrieb werde deshalb vorerst nicht geschlossen.

Wie berichtet, hat das Gesundheitsamt am Samstag (15. August) 19 Bewohner einer Gemeinschaftsunterkunft an der Münchner Straße unter Quarantäne gestellt, nachdem einer der Bewohner positiv getestet wurde. Seit Dienstag (18. August) liegen die Abstrichergebnisse der übrigen Bewohner vor: Fünf weitere Personen haben sich infiziert, sodass derzeit sechs der 19 Bewohner positiv bestätigt sind.

Da zwölf der 19 Bewohner der Gemeinschaftsunterkunft in derselben Firma arbeiten, ordnete das Gesundheitsamt an, alle Kollegen am Montagmorgen (17. August) zu testen. Von den 62 Mitarbeitern der Firma wurden zwischen Samstag und Montag 46 abgestrichen. Die 16 übrigen Mitarbeiter waren wegen Urlaubs oder Krankheit länger nicht im Betrieb und wurden deshalb nicht abgestrichen.

Stand Mittwochmittag (19. August) liegen dem Gesundheitsamt zwölf positive sowie 34 negative Fälle unter den Mitarbeitern vor. Die zwölf positiven Fälle setzen sich aus fünf Bewohnern der Gemeinschaftsunterkunft an der Münchner Straße, zwei Mitarbeitern aus Miesbach sowie fünf Mitarbeitern, die in anderen Unterkünften in Holzkirchen wohnen, zusammen.

Alle positiven Mitarbeiter wurden unter Quarantäne gestellt, genauso ihre engen Kontaktpersonen aus dem beruflichen und privaten Umfeld. Als enge Kontaktperson zählt, wer länger als 15 Minuten ohne Maske und Abstand Face-to-Face-Kontakt zu einem positiven Fall hatte.

Die Bewohner der Gemeinschaftsunterkunft wurden bereits erneut abgestrichen. Ende dieser Woche werden zusätzlich alle Mitarbeiter der Firma noch einmal abgestrichen. Es ist möglich, dass die Zahlen nach den erneuten Tests noch einmal steigen. Sollten sich weitere Mitarbeiter infiziert haben, müssen auch diese und ihre engen Kontaktpersonen unter Quarantäne – genau so, wie es seit Monaten praktiziert und vom Robert-Koch-Institut vorgegeben wird.

Eine Betriebsschließung steht nicht zur Debatte, da sich die Infektionen wohl in den Unterkünften und nicht im Betrieb ausgebreitet haben. Das Hygienekonzept des Betriebs konnte die Ausbreitung des Virus nicht mehr stoppen.

Vor allem durch das Ausbruchgeschehen in der Firma steigen die Infektionszahlen noch einmal deutlich an: In den vergangenen sieben Tagen haben sich 28 Personen im Landkreis angesteckt, alleine seit Sonntag kamen 15 neue Fälle hinzu.

Update, 13.15 Uhr: Neue Corona-Studie

Angst vor dem Altersheim, Umgang mit dem Erbe, Liquidität als Sicherheit: Die Corona-Pandemie beschäftigt gerade ältere Menschen sehr. Das zeigt eine repräsentativ quotierte Studie unter mehr als 1.000 Senioren, in Auftrag gegeben von der DEGIV, der Gesellschaft für Immobilienverrentung. „Die Corona-Krise hat ältere Menschen dazu bewegt, sich vermehrt mit essentiellen Lebensfragen zu beschäftigen. Knapp die Hälfte hat intensiv darüber nachgedacht, was im Leben wirklich zählt“, erklärt Özgün Imren, geschäftsführender Gesellschafter der DEGIV, zur Vorstellung der Studienergebnisse anlässlich des Tages der Senioren am 21. August.

Die Studie zeigt demnach, dass die von Corona hervorgerufene Angst und Unsicherheit die persönliche Lebenssituation und Planung der Rentner in Deutschland konkret beeinflussen. Knapp über 25 Prozent der befragten Senioren haben Angst und fühlen sich im Zuge der Corona-Krise zusätzlich verunsichert. Eine eigene Immobilie spendet indes das Gefühl von Sicherheit. Dies empfinden 74 Prozent der Eigentümer und 62 Prozent der Mieter.

Lebensabend im Altersheim – Nein, danke

Jeder vierte Befragte (26 Prozent) hat durch Corona Bedenken, den Lebensabend im Altersheim verbringen zu müssen. Bei dieser Aussage gibt es kaum Unterschied zwischen Eigentümern mit 27 Prozent und Mietern mit 25 Prozent. „Der Weg ins Altersheim wird nicht zuletzt oft durch fehlende finanzielle Möglichkeiten zur häuslichen Pflege ausgelöst. Eine Immobilienverrentung kann ein Ausweg sein, im gewohnten Zuhause zu bleiben und sich dort mit dem Erlös aus der Verrentung individuell pflegen zu lassen“, sagt Özgün Imren.

Jeder dritte Rentner denkt durch Corona vermehrt über den Tod nach

Durch Corona hat sich jeder dritte Rentner in Deutschland mit den Themen Endlichkeit, Sterblichkeit und dem eigenen Tod auseinandergesetzt. Das sind 32 Prozent der Mieter und 34 Prozent der Eigentümer. Konkret haben sich laut DEGIV jeweils 13 Prozent der Mieter und 25 Prozent der Eigentümer Gedanken darüber gemacht, was sie hinterlassen und was mit ihrem Vermögen nach ihrem Tod passiert. Eigentümer beschäftigt die Frage des Vererbens demnach fast doppelt so häufig. Mesut Yikilmaz, geschäftsführender Gesellschafter der DEGIV: „Es ist wichtig, sich frühzeitig mit den eigenen Finanzen und der Wohnsituation am Lebensabend zu beschäftigen. Bei Immobilien gibt es mehr Optionen als den Verkauf oder das Vererben. Senioren mit Immobilieneigentum und Liquiditätsbedarf sollten die Möglichkeit der Immobilienverrentung prüfen.“ Mit diesem Modell ist es älteren Immobilienbesitzern möglich, die gestiegenen Immobilienpreise in Vermögen zu verwandeln und dennoch lebenslang im eigenen Haus oder der eigenen Wohnung zu leben.

Viele kaufen anders ein – und wollen Bargeld

Knapp ein Fünftel aller befragten Senioren hat bereits sein Konsumverhalten wegen Corona angepasst oder wird dies künftig ändern. Verfügbare Bargeldreserven sind laut der Befragung wichtiger geworden: Das meinen 21 Prozent der Eigentümer und 26 Prozent der Mieter.

Die Erhebung wurde in den Monaten Mai und Juni von der DEGIV, der Gesellschaft für Immobilienverrentung, unter 1.067 Senioren, sowohl Eigentümern als auch Mietern, in Deutschland in Zusammenarbeit mit dem Hamburger Marktforschungsinstitut Consumerfieldwork GmbH durchgeführt.

Update, 19. August, 9.45 Uhr: Jugend-Digitalstudie

Bis zur Corona-Krise konnten sich Greta Thunberg & Co. auf die Unterstützung von deutschen Jugendlichen verlassen. Knapp ein Drittel der 16- bis 18-Jährigen hat schon einmal an einer Fridays-for-Future-Demo teilgenommen. Mädchen in diesem Alter sind in der Bewegung besonders aktiv. Während 34 Prozent von ihnen bereits für mehr Klimaschutz auf die Straße gegangen sind, gilt das nur für 28 Prozent der Jungen. Die Teenager setzten sich aber nicht nur bei Fridays for Future für die Umwelt ein, sondern auch auf andere Weise. Insgesamt engagierten sich vor der Corona-Krise 65 Prozent von ihnen für den Klimaschutz. Dies sind Ergebnisse der repräsentativen Postbank Jugend-Digitalstudie 2020, für die im April und Mai 1.000 Jugendliche im Alter zwischen 16 und 18 Jahren befragt wurden.

Seit Fridays for Future wegen Covid-19 den Protest von der Straße ins Netz verlagert hat, ist die Unterstützung der Teenager allerdings längst nicht mehr so groß. Lediglich 6 Prozent von ihnen haben bislang an einem Online-Streik teilgenommen. 36 Prozent sagen nun sogar, das Thema interessiere sie nicht. Das sind 5 Prozentpunkte mehr als vor der Pandemie. Darüber hinaus mangelt es den Online-Aktionen an Bekanntheit: Jeder vierte Jugendliche hat noch nichts davon gehört. Immerhin: Jeder Dritte möchte künftig gerne mal im Internet für das Klima demonstrieren. Das gilt vor allem für Mädchen. Während sich 38 Prozent von ihnen eine Teilnahme vorstellen können, sind es bei den Jungen nur 26 Prozent.

Teenagern ist Nachhaltigkeit vor allem beim Kauf von Kleidung und Schuhen wichtig

Auch wenn die Jugendlichen gerade weniger zahlreich protestieren als vor der Corona-Krise, bleiben Umweltschutz und Nachhaltigkeit wichtige Themen für sie – etwa beim Online-Shopping. 61 Prozent der Teenager achten beim Kauf von Kleidung und Schuhen auf Kriterien wie den Einsatz natürlicher Rohstoffe oder die Vermeidung von Plastik. Bei Kosmetika tun das 53 Prozent. Und bei modischen Accessoires wie Sonnenbrillen oder Taschen denken 42 Prozent beim Kauf an die Umwelt. Auch bei von Influencern empfohlenen Produkten ist es jedem Zweiten wichtig, dass diese umweltschonend hergestellt sind. Je älter die Jugendlichen sind, desto stärker ist ihr Bewusstsein für Nachhaltigkeit. 54 Prozent der 18-Jährigen, die Produkte auf Empfehlung von Influencern gekauft haben, achten auf den Klimaschutz. Unter den 17-Jährigen tun das 45 Prozent, unter den 16-Jährigen sind es nur 42 Prozent.

„Ob beim Klimastreik oder beim Online-Shopping: Die heutigen Jugendlichen sind politisch interessiert und haben einen klaren Kompass“, sagt Thomas Brosch, Chief Digital Officer der Postbank. „Auch wenn Fridays for Future derzeit bei Aktionen im Netz weniger Unterstützung durch die Jugend erhält als zuvor auf der Straße, spielt das Thema Nachhaltigkeit in dieser Altersgruppe weiterhin eine wichtige Rolle. Als Verbraucher sorgen die Teenager durch ihre Nachfrage schon jetzt dafür, dass Unternehmen immer mehr nachhaltige Produkte anbieten. Diese Entwicklung wird sich in Zukunft fortsetzen.“

Update, 16.55 Uhr: Arbeitslosmeldung mit Selfie-Ident-Verfahren

Das Selfie-Ident-Verfahren steht Kunden der Arbeitsagentur Rosenheim als freiwillige Online-Identifikationsmöglichkeit zur Verfügung, die ihre Arbeitslos- beziehungsweise Arbeitssuchendmeldung in der Corona-Zeit nicht persönlich vornehmen konnten.

Normalerweise ist es gesetzlich vorgeschrieben, dass man sich persönlich bei der Agentur für Arbeit arbeitslos melden muss, um den Anspruch auf Arbeitslosengeld geltend zu machen. In der Corona-Pandemie kann dies ausnahmsweise auch telefonisch oder online geschehen.

Die Identitätsprüfung muss aber in jedem Fall nachgeholt werden. Das Angebot ist befristet bis zum 30. September und gilt für Kunden, die sich seit dem 16. März arbeitslos beziehungsweise arbeitsuchend gemeldet haben. Damit kann die notwendige Identifikation über Handy oder Tablet erfolgen.

Alle Kunden, die das Verfahren nutzen können, bekommen ein Schreiben mit einem QR-Code. Betroffene müssen erst aktiv werden, wenn sie angeschrieben werden. Das neue Verfahren läuft unter Schutz der personenbezogenen Daten und ist freiwillig. Für die Online-Identifizierung brauchen Kunden ein App-fähiges Gerät mit Kamera, eine stabile Internetverbindung und ein gültiges Ausweisdokument.

Über den QR-Code gibt es weitere Informationen zum Verfahren. Weitere Infos unter www.arbeitsagentur.de/selfie-ident.

Update, 12.30 Uhr: Gerüchte zu angeblichen Kontrollen

Es halten sich aktuell hartnäckige Gerüchte im Landkreis, wonach dubiose Kontrolleure des Landratsamtes Freizeiteinrichtungen oder Gaststätten kontrollieren und dabei horrende Summen wegen angeblicher Verstöße gegen die Corona-Einschränkungen abkassieren würden. Das Landratsamt – zuständig für den Vollzug von Verstößen gegen die Infektionsschutzmaßnahmenverordnungen – distanziert sich nachdrücklich von einem derartigen Vorgehen und appelliert an den gesunden Menschenverstand, teilt Sprecherin Sophie-Marie Stadler mit.

Nach wie vor erreichen das Landratsamt täglich Beschwerden von Bürgern, die ein mögliches Fehlverhalten in Gaststätten oder Gewerbebetrieben feststellen. Eine Ahndung erfolgt jedoch nur, wenn belastbare Tatsachen oder Beweise vorliegen. Anonyme Anzeigen werden grundsätzlich nicht verfolgt. Die Kontrolle von Anzeigen findet durch die Polizei oder besonders geschultes Personal des Landratsamtes statt. "Es ist eine Selbstverständlichkeit, dass sich sowohl Polizeibeamte, als auch Mitarbeiter des Landratsamtes bei Kontrollen als solche zu erkennen geben", erklärt Sophie-Marie Stadler. "Bei jeder Kontrolle wird ein Dienstausweis mitgeführt und vorgezeigt."

Mögliche Bußgelder werden keinesfalls in bar vor Ort abkassiert. Jeder Verstoß zieht eine Einzelfallprüfung mit sich. Es ist also völlig unmöglich, dass der Kontrolleur aus dem Stegreif die Schwere des Verstoßes und die Höhe des Bußgelds festlegen könnte. Wird wegen eines Verstoßes ein Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet, ist dem Angezeigten verpflichtend die Möglichkeit des Rechtswegs einzuräumen.

Ganz unabhängig von den verwaltungsrechtlichen Vorgaben appelliert das Landratsamt an den gesunden Menschenverstand, bevor derartige Gerüchte weiterverbreitet werden: Erscheint es wirklich logisch, dass getarnte Beamte ohne Ausweis durch Gaststätten ziehen und ihnen dabei von den Betreibern freiwillig Bußgelder in Höhe eines Mittelklassewagens ausgehändigt werden, ohne dass irgendjemand nachfragt?

"Selbstverständlich kann es möglich sein, dass Kriminelle die Situation ausnutzen und sich als Kontrolleure ausgeben, um Geld zu erpressen", heißt es weiter. "Können sich angebliche Kontrolleure nicht ausweisen und verlangen sie die sofortige Begleichung hoher Bußgelder, sollte sofort die Polizei verständigt werden."

Beim Landratsamt als für den Vollzug der Infektionsschutzmaßnahmenverordnungen zuständige Behörde sind seit Beginn der Pandemie über 600 verfolgungspflichtige Anzeigen eingegangen. Zirka 13.000 Euro an Bußgeldern wurden bereits beglichen. Das höchste einzeln verhängte Bußgeld betrug 500 Euro. Die Höhe der Bußgelder orientiert sich am Bußgeldkatalog des Gesundheitsministeriums.

Update, 18. August, 11.50 Uhr: Besonderer Gottesdienst

In Corona-Zeiten leiden die Kinder besonders unter der Trennung von ihren Freunden. Im Kinderdorf Irschenberg wurde dies nun bei einem Gottesdienst thematisiert. Mehr dazu lesen Sie in unserem Artikel.

Update, 16.30 Uhr: Zahlen deutlich gestiegen

Die Zahl der positiv auf das Coronavirus getesteten Personen im Landkreis Miesbach steigt weiter deutlich an: Im Lauf der vergangenen Wochen haben sich 20 Personen mit dem Virus infiziert. Landrat Olaf von Löwis appelliert deshalb noch einmal eindringlich an die Bürger: „Corona ist nicht vorbei! Bei den aktuellen Ausbrüchen konnten wir glücklicherweise noch schnell reagieren, aber eine weitere Ausbreitung des Virus wird Einschränkungen für alle mit sich bringen. Ich bitte Sie deshalb von Herzen: Achten Sie auf Abstände, tragen Sie Mund-Nasen-Schutz und waschen Sie sich die Hände! Gerade auf privaten Feiern neigt man dazu, diese Vorgaben schnell zu vergessen. Der Wunsch nach Normalität ist verständlich – aber bitte bedenken Sie, welche Auswirkungen Ihr Handeln haben kann!“

Bei der überwiegenden Mehrheit aller Infizierten handelt es sich um einzelne Privatpersonen beziehungsweise deren enge Kontaktpersonen. Darüber hinaus beschäftigt das Gesundheitsamt:

  • Am Wochenende wurde eine Arbeiterunterkunft in Holzkirchen unter Quarantäne gestellt, nachdem ein Bewohner positiv getestet wurde. Alle 19 Bewohner, darunter ein Jugendlicher, wurden noch am Samstag vom Gesundheitsamt abgestrichen. Die Ergebnisse liegen noch nicht vor. Die Bewohner stammen vorrangig aus Kroatien, Serbien sowie Bosnien und Herzegowina. Möglicherweise könnte ein Bewohner das Virus aus dem Ausland eingeschleppt haben, aber die Infektionskette ist nicht mehr nachzuvollziehen. Vorsorglich wurden deshalb am Montag (17. August) alle 37 Kollegen der Bewohner in einem Holzkirchner Betrieb abgestrichen. Das Gesundheitsamt geht davon aus, dass alle in einem Betrieb arbeiten. Jedoch überprüft das Contact-Tracing-Team noch alle angegebenen privaten und beruflichen Kontakte. Ob Maßnahmen zur Eindämmung des Virus in dem Betrieb angeordnet werden, kann erst entschieden werden, wenn die Ergebnisse der Tests vorliegen.
  • Die Asylunterkunft in Otterfing steht weiter unter Quarantäne. Kurz vor Ablauf der Quarantäne wurde ein weiterer Bewohner positiv getestet, sodass sich nunmehr zwölf der 35 Männer in den vergangenen knapp drei Wochen bestätigtermaßen angesteckt haben. Alle positiven Fälle verbringen die Quarantäne außerhalb der Sammelunterkunft in einer anderen Unterkunft, wobei die meisten schon wieder aus der Quarantäne entlassen werden konnten. Durch den erneuten Fall verlängert sich die Quarantäne für die verbliebenen Personen in der Sammelunterkunft um weitere zwei Wochen. Die Fachbereiche Gesundheit und Asyl bemühen sich um eine mit dem Infektionsschutz vereinbare Lösung, um die Bewohner eventuell früher entlassen zu können. Jedoch schreibt das Gesundheitsministerium vor, dass bei jedem bestätigten Fall eine erneute Reihentestung aller Bewohner stattfinden muss und die Quarantäne jedes Mal von Neuem beginnt.
  • Eine Pflegehelferin in einer Pflegeeinrichtung wurde positiv getestet. Daraufhin wurden alle Kollegen und Bewohner ihrer Station getestet. Insgesamt wurden 40 Personen abgestrichen. Alle Befunde waren negativ. Alle Personen werden im Lauf der Woche erneut abgestrichen, um eine Weiterverbreitung des Virus auszuschließen. Um Nachfragen vorzubeugen: Es handelt sich nicht um die besonders in die Schlagzeilen geratene Pflegeeinrichtung in Schliersee.

Update, 11.20 Uhr: Quarantäne wegen Corona

Am Samstag (15. August) hat das Gesundheitsamt alle Bewohner einer Arbeiterunterkunft in Holzkirchen unter Quarantäne gestellt, nachdem einer der Bewohner positiv auf das Coronavirus getestet wurde. Die Mitbewohner wurden aufgrund der beengten Wohnverhältnisse als enge Kontaktpersonen eingestuft, abgestrichen und unter Quarantäne gestellt. Die Ergebnisse stehen noch aus, teilt Sprecherin Sophie-Marie Stadler vom Landratsamt mit.

Es handelt sich um 20 Arbeiter aus Balkanstaaten. Das Gesundheitsamt prüft zudem, ob es sich um Reiserückkehrer aus Risikogebieten handelt. Weitere Kontaktpersonen im beruflichen und privaten Umfeld werden derzeit ermittelt. Ebenfalls wird aktuell sorgfältig abgeklärt, ob Maßnahmen in den Betrieben, in denen die Arbeiter beschäftigt sind, erforderlich sind, um das Virus einzudämmen.

Die Bewohner haben die Möglichkeit, sich im Freien aufzuhalten. Dazu wurde die Unterkunft mit einem Bauzaun umzäunt. Mitarbeiter eines Sicherheitsdienstes achten darauf, dass die Quarantäne eingehalten wird.

Seit Beginn der Pandemie wurde das Coronavirus im Landkreis Miesbach bei 624 Personen bestätigt, wovon 592 als genesen gelten. 19 Fälle sind derzeit aktiv.

Update, 17. August, 5.35 Uhr: Adventszauber fällt aus

Der Tegernseer Adventszauber gehört seit Jahren zur Vorweihnachtszeit. Heuer muss er wegen Corona abgesagt werden.

Update, 16.55 Uhr: Reiserückkehrer ermittelt

Bei der Übermittlung von bayerischen Corona-Testergebnissen an Reiserückkehrer ist bis zum Sonntagmittag (16. August) der Großteil der positiv Getesteten erreicht worden. Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml betont: "Das bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) hat mit großartiger Unterstützung der bayerischen Bereitschaftspolizei unter Hochdruck daran gearbeitet, die positiven Befunde den Getesteten zuzuordnen. Das ist in den meisten Fällen gelungen."

Von rund 44.000 Tests aus dem Zeitraum bis zum 11. August, deren Ergebnisse zunächst nicht mitgeteilt werden konnten, waren 949 positiv. Es mussten Tausende Dokumente gesichtet werden, um die Getesteten ermitteln zu können. Dies gelang nun bei 903 Betroffenen, bei lediglich 46 positiven Befunden liegen keine passenden Personendaten vor. Auch bei den negativen Tests werden die Betroffenen ermittelt und informiert.

Huml betont: "Es war wichtig, dass nun möglichst viele Getestete ermittelt werden konnten. Ich danke allen Beteiligten für ihren Einsatz." Für weitere Fragen hat das LGL eine Hotline eingerichtet. Sie ist auch sonntags, von 8 bis 18 Uhr, zu erreichen unter der Telefonnummer 09131/68085101.

Huml dankt zudem erneut den ehrenamtlichen Helfern für die Unterstützung beim Betrieb der vorläufigen Testzentren. Sie unterstreicht: "Ohne unsere ehrenamtlichen Helfer wäre es nicht möglich gewesen, die Teststationen so schnell aufzubauen und in Betrieb zu nehmen. Es war entscheidend, möglichst schnell mit den Tests zu beginnen." Seit Aufnahme der bayerischen Tests für Reiserückkehrer am 25. Juli erfolgten nach LGL-Angaben 127.650 Tests. Darunter waren 1.802 positive Ergebnisse (Datenstand: 15. August).

Update, 16. August, 14 Uhr: Kurzarbeitergeld auf 24 Monate verlängern

Der bayerische Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger unterstützt das Vorhaben von Bundesfinanzminister Olaf Scholz, die Bezugsdauer des Kurzarbeitergeldes auf 24 Monate zu verlängern. Diese Forderung hat Aiwanger in der Vergangenheit schon mehrfach geäußert und hofft nun auf eine schnelle Umsetzung auf Bundesebene, um Planungssicherheit für Betriebe und Belegschaft zu bekommen.

Aiwanger: „Ohne die Kurzarbeit stünden wir jetzt mitten in einer Massenarbeitslosigkeit. Deshalb ist es zur Stabilisierung von Wirtschaft und Gesellschaft dringend nötig, die Kurzarbeit auf 24 Monate zu verlängern und die Überbrückungshilfe bis Ende 2020 zu zahlen. Zudem sollte die Aussetzung der Pflicht zur Insolvenzanmeldung bei Zahlungsunfähigkeit bis Jahresende, bei Überschuldung bis Ende März 2021 gelten. Es wäre fatal, bewährte Kriseninstrumente zu früh zu stoppen.“

Aiwanger hofft, dass sich die Wirtschaft im Schatten der Corona-Krise wieder schrittweise stabilisiert. In Bayern befinden sich rund 1,5 Millionen Menschen in Kurzarbeit, bundesweit über 6 Millionen. Zuletzt ist die Autoindustrie wieder weitgehend aus der Kurzarbeit in Vollbeschäftigung zurückgekehrt und die Produktionszahlen der Industrie haben sich deutlich verbessert.

Update, 15.25 Uhr: Kontrollaktion zur Maskenpflicht im ÖPNV

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann hat nach der Schwerpunktaktion der bayerischen Polizei am 13. August, bei der bayernweit das Einhalten der Maskenpflicht im ÖPNV kontrolliert wurde, das große Verantwortungsbewusstsein der Bevölkerung gelobt. Die Bürger im Freistaat, die mit dem ÖPNV unterwegs sind, verhielten sich vernünftig und achteten die bestehenden Regeln. Aus der Bilanz, die Herrmann gezogen hat, geht klar hervor, dass vergleichsweise nur wenige Uneinsichtige gegen die Maskenpflicht verstoßen haben: „Die Polizei hat lediglich 262 Verstöße gegen die Tragepflicht einer Mund-Nasen-Bedeckung zur Anzeige gebracht. Über 3.000 geringfügige Übertretungen wurden mit mündlichen Ermahnungen erledigt.“ In einem Fall wurde eine Strafanzeige wegen der Fälschung eines ärztlichen Attests zur Entbindung von der Tragepflicht erstattet. Herrmann: "Wenn jemand in einer überfüllten U-Bahn oder im Bus bewusst keine Maske trägt oder Mund und Nase nicht ausreichend bedeckt, drohen saftige Geldbußen. Der Schutz der Gesundheit geht in solch einem Fall klar vor. Wir dürfen hier nicht nachlässig werden, die Infektionsgefahr ist noch nicht gebannt."

Von 7 Uhr an waren am Donnerstag im Freistaat rund 1.500 Polizisten in Bussen, Trambahnen, Straßenbahnen und U-Bahnen sowie an den Bahnsteigen und Bauwerken des ÖPNV im Einsatz, um das Einhalten der Maskenpflicht zu kontrollieren. Herrmann: „Die Kontrollaktion ist offensichtlich auch bei der Bevölkerung, den Fahrgästen und Angehörigen des Betriebspersonals auf hohes Verständnis gestoßen.“ Das Ergebnis belege einerseits das hohe Verantwortungsbewusstsein der Bevölkerung, andererseits gelte nunmehr auch, verstärkt auf die korrekte Trageweise der Masken und das Einhalten der Tragepflicht im Bereich von Haltestellen zu achten.

Herrmann betont, dass das aktuelle Infektionsgeschehen nach wie vor größte Umsicht und Vorsicht durch jedermann verlange. Jeder Einzelne könne durch das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung einen wesentlichen Beitrag im Kampf gegen die Corona-Pandemie leisten. Insbesondere an Orten mit einer Vielzahl an Personen gelte es, vernünftig zu bleiben und weder die eigene Gesundheit, noch die anderer durch Nachlässigkeiten zu gefährden. Vor allem beim Nutzen von öffentlichen Verkehrsmitteln sei die Infektionsgefahr besonders hoch. "Mir fehlt deshalb für eine Missachtung der Vorschriften und der Einhaltung entsprechender Hygienemaßnahmen jegliches Verständnis. Wir werden weiterhin konsequent und beharrlich gegen jeden einschreiten, der sich nicht an die Regeln hält."

Abschließend sagt Herrmann, man müsse auch in den kommenden Wochen gemeinsam alles dafür tun, dass die Anzahl der Neuinfektionen möglichst gering bleibe. Die bayerische Polizei werde daher auch in Zukunft weiterhin entsprechend im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit sensibilisieren und die sichtbare Polizeipräsenz dort erhöhen, wo es notwendig ist.

Update, 13.35 Uhr: Aktuelle Statistik

Nach den neuesten Zahlen des Statistischen Landesamts lag die bayerische Industrieproduktion im Juni nur noch um 2,3 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger sieht darin ein positives Signal: „Die bayerische Industrie kämpft sich zurück aus dem Corona-Tal. Nach Einbrüchen von über 30 Prozent im April und Mai nähern wir uns jetzt wieder dem Vorkrisenniveau. Besonders erfreuliche Zahlen kommen vom Maschinenbau, wo die Produktion im Juni um 22 Prozent über dem Vorjahresniveau gelegen hat. Auch in der Automobilproduktion scheinen die großen Einbrüche überwunden.“

Aiwanger mahnt jedoch: „Gerade in exportabhängigen Industriebranchen wird die Erholung noch Zeit brauchen. Um den Unternehmen die nötige Luft zum Atmen zu verschaffen, muss die Bundesregierung jetzt dringend das Kurzarbeitergeld auf 24 Monate verlängern. Nur so können Arbeitsplätze gesichert, Know-how in den Betrieben gehalten und den Unternehmen ein rasches Wiederhochfahren der Produktion ermöglicht werden. Außerdem müssen wir die wirtschaftliche Erholung durch gezielte Konjunkturimpulse flankieren.“

Aiwanger erneuert diesbezüglich seine Forderung nach einer Innovationsprämie als Kaufanreiz für alle modernen Antriebe, nicht nur für batteriebetriebene Autos: „Die Innovationsprämie muss kommen. Damit stimulieren wir die Binnennachfrage nach Neuwägen und kurbeln die Produktion bei den Herstellern an. Das stabilisiert auch die Auftragslage der Zulieferbetriebe.“

Update, 10.10 Uhr: Umfrage der TH Rosenheim

Die Corona-Pandemie hat nicht nur zu vorübergehend veränderten Gewohnheiten beim Einkaufen und in der Mediennutzung geführt, sondern wirkt sich offenbar auch noch auf längere Sicht aus. Zu diesem Ergebnis kommt eine Marktforschungsstudie der Technischen Hochschule Rosenheim. Ein studentisches Team der Fakultät für Betriebswirtschaft befragte in einer nicht repräsentativen Online-Umfrage dafür 465 Personen.

Etwa die Hälfte der Befragten gab an, im Zuge der Ausgangsbeschränkungen während der Corona-Pandemie insgesamt weniger eingekauft zu haben, insbesondere Bekleidung, Freizeitartikel und Einrichtungsbedarf. Auch nach den Lockerungen wurde weniger eingekauft. Gründe dafür waren vor allem die Maskenpflicht und längere Wartezeiten an der Kasse. Rund zwei Drittel der Umfrageteilnehmer gehen davon aus, dass sich ihr Einkaufsverhalten im Laufe der Zeit wieder normalisieren wird. Zugleich ist jeder Fünfte der Ansicht, dass er auch in Zukunft generell weniger einkaufen wird als vor Ausbruch der Pandemie.

Online-Handel profitiert stark

„Unsere Studie zeigt übereinstimmend mit anderen Untersuchungen, dass sich die Konsumlust nur langsam wieder stabilisiert. Es wird sicher noch länger dauern, bis das Niveau der vergangenen Jahre erreicht wird“, sagt Brigitte Kölzer, unter deren Leitung die Studie an der Fakultät für Betriebswirtschaft durchgeführt wurde. Ein Profiteur der Krise ist eindeutig der Online-Handel: Fast die Hälfte der Befragten kaufte in den vergangenen Monaten signifikant mehr übers Internet ein, besonders Bekleidung war sehr gefragt. Vor allem jüngere Konsumenten unter 40 Jahren gaben an, auch in Zukunft noch mehr Online-Shopping als früher betreiben zu wollen.

Viele Neuanmeldungen bei Streaming-Diensten

Der Online-Boom während der Corona-Krise hat auch die Dynamik in der Medienlandschaft verstärkt. Zwar wurden auch klassische Medien wie TV, Radio und Print etwas mehr genutzt, doch vor allem Streaming-Dienste und soziale Medien erfuhren deutlich Zuwachs. So gaben knapp 20 Prozent der Umfrageteilnehmer beispielsweise an, sich während der Pandemie neu bei einem Streaming-Anbieter registriert zu haben. Mehr als zwei Drittel davon wollen ihr Abonnement auch langfristig behalten. Von den Befragten gehen 70 Prozent davon aus, dass sie auch langfristig ihre verstärkte Mediennutzung beibehalten werden. „Die Pandemie hat die Veränderungen in der Medienlandschaft zusätzlich beschleunigt. Während sich die klassischen Medien immer schwerer tun, ein jüngeres Publikum zu erreichen, haben digitale Medien in den vergangenen Monaten weiter an Bedeutung gewonnen“, sagt Kölzer.

Die ausführlichen Ergebnisse der Studie lassen sich online herunterladen.

Update, 14. August, 8.35 Uhr: Aktualisierter Rahmen-Hygieneplan

Mit Beginn des neuen Kindergartenjahres zum 1. September dürfen Kinder mit milden Krankheitszeichen wie Schnupfen ohne Fieber oder gelegentlichem Husten in die Kindertageseinrichtung (Kita) gehen, solange die Zahl der Corona-Infektionen einen bestimmten Wert nicht überschreitet. Kinder mit Fieber, starkem Husten, Hals- oder Ohrenschmerzen, Bauchschmerzen, Erbrechen oder Durchfall müssen hingegen zu Hause bleiben. Darauf haben sich das bayerische Gesundheitsministerium und das bayerische Familienministerium verständigt. Grundlage dafür sind Leitlinien, die Ärzte sowie Infektionsschutzexperten unter Leitung des Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) entwickelt haben und die in den aktualisierten Rahmen-Hygieneplan Corona für die Kindertagesbetreuung und heilpädagogische Tagesstätten eingeflossen sind.

Bayerns Familienministerin Carolina Trautner erklärt: „Die Betretungsverbote während der Hochphase der Corona-Pandemie haben Eltern und Kinder vor große organisatorische Herausforderungen gestellt. Die vergangenen Wochen haben uns ganz deutlich vor Augen geführt, wie wichtig Kitas für die frühe Bildung der Kinder sind. Das pädagogische Personal leistet hier hervorragende Arbeit. Viele Familien wissen dies nun umso mehr zu schätzen. Denn die Kitas unterstützen die Familien auch bei der Vereinbarkeit von Erwerbs- und Familienleben. Das derzeitige Infektionsgeschehen lässt es nun zu, allen Familien zum Start des neuen Kita-Jahres wieder einen strukturierten und planbaren Alltag zu ermöglichen.“

Dafür hat das Expertenteam einen Drei-Stufen-Plan entworfen, der für Kitas, Eltern und Kinder klare Regeln schafft. „Unser Drei-Stufen-Plan sorgt dafür, dass Betretungsverbote künftig möglichst vermieden werden können oder nur lokal greifen müssen. Wichtig ist dabei aber auch die Verantwortung der Eltern, mit einem rücksichtsvollen Umgang auch die Erzieher in den Kitas zu schützen“, sagt Trautner.

Der Plan sieht je nach Infektionslage in einem Landkreis oder in einer Stadt unterschiedliche Maßnahmen in den Kindertageseinrichtungen vor. Die Stufen sollen sich dabei nach dem in Bayern geltenden Corona-Warnsystem richten. Die konkrete Entscheidung obliegt aber dem zuständigen Gesundheitsamt. Somit gilt Stufe 1 zum Beispiel bei weniger als 35 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner (7-Tages-Inzidenz). Stufe 2 greift bei 35 bis 50 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner. Liegt der Inzidenzwert über 50, ist Stufe 3 erreicht.

Dem Konzept zufolge dürfen Kinder mit leichten Erkältungssymptomen ohne Fieber und Kontakt zu Corona-Infizierten in den Stufen 1 und 2 weiterhin ihre Kindertagesstätte besuchen. In Stufe 3 ist dies nur möglich, wenn ein negativer Corona-Test (PCR-Test) vorgelegt wird. Darüber hinaus sieht das Konzept zum Beispiel abgestufte Regelungen für die Einteilung von Gruppen vor. Kinder bis sechs Jahre müssen keine Maske tragen. Bei Erreichen der Stufen 2 und 3 ist eine Mund-Nasen-Bedeckung für das Kita-Personal notwendig.

In vom Coronavirus stark betroffenen Gebieten bleibt eine teilweise Schließung der Einrichtung grundsätzlich möglich. Trautner bekräftigt aber: „Eine lokale Schließung von Einrichtungen kommt nur als letzte Möglichkeit in Betracht. Wir wissen, wie wichtig die Betreuung für erwerbstätige Eltern ist. Und Kinder brauchen andere Kinder für eine gesunde Entwicklung. Das liegt mir sehr am Herzen.“

Der Rahmen-Hygieneplan Corona für die Kindertagesbetreuung und heilpädagogische Tagesstätten ist in der ab 1. September gültigen Fassung online abrufbar.

Update, 14.55 Uhr: Aktuelle Fallzahlen

In der vergangenen Woche wurde bei 14 Personen aus dem Landkreis Miesbach das Coronavirus nachgewiesen. Dabei handelt es sich ausschließlich um Einzelpersonen beziehungsweise deren enge Kontaktpersonen. Das einzige größere Infektionscluster ist bekanntermaßen die Asylunterkunft in Otterfing, in der sich 11 der 35 Bewohner bestätigt infiziert haben. Die Quarantäne für die Bewohner gilt weiter.

"Bei allem Verständnis für das große Interesse an Informationen zum Corona-Thema können keine weiteren Details zu den einzelnen Infektionen bekanntgegeben werden – weder an die Presse, noch an besonders interessierte Bürger", erklärt Sprecherin Sophie-Marie Stadler. "Unabhängig davon, dass der Schutz persönlicher Daten für das Landratsamt ein hohes Gut ist, bitten wir darum, sich auch in die Position eines Infizierten zu versetzen: Es wäre einem selbst wohl auch nicht recht, wenn amtlich bestätigte Informationen zum eigenen Gesundheitszustand in der Nachbarschaft, bei Kollegen, im Verein oder in den Medien diskutiert werden würden."

Größere Infektionsausbrüche – beispielsweise in Asylbewerberunterkünften, Pflegeeinrichtungen oder größeren Betrieben – werden weiterhin proaktiv kommuniziert.

Die steigenden Infektionszahlen liegen wahrscheinlich auch daran, dass mehr Menschen sich testen lassen beispielsweise nach einer Reise. Eine Gesamtzahl der Tests kann nicht beziffert werden, da nur positive Befunde meldepflichtig sind und das Gesundheitsamt keine Kenntnis über negative Befunde in Hausarztpraxen erlangt.

Einige der derzeit 16 aktiven Fälle im Landkreis sind symptomatisch. Jedoch befindet sich keiner der Infizierten in einem akut lebensbedrohlichen Zustand. Eine amtlich angeordnete Quarantäne besteht aktuell bei etwa 50 Personen.

Das Contact-Tracing-Team telefoniert jeden Tag etwa 100 bis 150 Personen ab, die von Infizierten als Kontaktpersonen angegeben werden, und entscheiden, ob der Kontakt für eine mögliche Infektion ausreichend war. Viele geben an, kürzlich auf privaten Grillpartys oder ähnlichem gewesen zu sein.

Das Gesundheitsamt appelliert deshalb erneut, Abstand zu halten, Mund-Nasen-Schutz zu tragen und die Hände ausreichend zu waschen, um eine weitere Ausbreitung des Virus und damit einhergehende Einschränkungen für alle Landkreisbürger zu verhindern.

Die Zahl der Corona-Erkrankten verteilt sich auf den Landkreis Miesbach wie folgt:

  • Bad Wiessee: 45 (aktiv: 0)
  • Bayrischzell: 16 (aktiv: 0)
  • Fischbachau: 57 (aktiv: 0)
  • Gmund: 55 (aktiv: 0)
  • Hausham: 35 (aktiv: 1)
  • Holzkirchen: 79 (aktiv: 4)
  • Irschenberg: 23 (aktiv: 0)
  • Kreuth: 15 (aktiv: 0)
  • Miesbach: 47 (aktiv: 3)
  • Otterfing: 28 (aktiv: 3)
  • Rottach-Egern: 38 (aktiv: 0)
  • Schliersee: 62 (aktiv: 2)
  • Tegernsee: 17 (aktiv: 0)
  • Valley: 13 (aktiv: 0)
  • Waakirchen: 26 (aktiv: 1)
  • Warngau: 10 (aktiv: 0)
  • Weyarn: 28 (aktiv: 2)
  • Sonstige: 27 (aktiv: 0)

Update, 12.15 Uhr: Neuer Spielplatz gewünscht

Auf das Fehlen eines Spielplatzes für Kinder in der Ortsmitte von Rottach-Egern hat Josef Kaiser in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats hingewiesen.

Bewusst geworden sei ihm das Manko während der vergangenen Monate in der Corona-Pandemie. Viele Eltern hätten da ihre Kinder zu Hause gehabt. Ein Spielplatz im Zentrum, der zu Fuß problemlos erreichbar ist, wäre da ideal gewesen.

In Rottach-Egern gibt es aktuell zwei Spielplätze – einen an der Popperwiese in Richtung Kreuth und einen weiteren nahe dem Kutschenmuseum am Gsotthaber Hof. Beide sind gut ausgestattet, aber eher dezentral gelegen. Als Standort für eine dritte Anlage schlug Josef Kaiser eine Fläche am Parkplatz der Schönheitsfarm Gruber vor. Vielleicht fände sich auch ein Spender dafür, regte er an.

Bürgermeister Christian Köck zeigte sich grundsätzlich aufgeschlossen, einen weiteren Spielplatz zu errichten. Vor allem die Frage nach einem Standort müsse explizit geklärt werden. Am Ende schlug der Rathauschef vor, das Thema in einer der nächsten Sitzungen detaillierter zu besprechen. Nun ist allerdings erst einmal Sommerpause. Am Mittwoch, 16. September, um 19 Uhr, wird dann die nächste Sitzung abgehalten.

Update, 9.50 Uhr: Falschinformationen zur Corona-Pandemie

Ladeninhaber, Verkäufer, ja sogar die Ordnungsbehörden und die Polizei sind nicht befugt, sich Atteste zur Befreiung von der gesetzlichen Vorgabe zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung vorlegen zu lassen. Diese Falschinformation und weitere irreführende Aussagen sorgen vereinzelt bereits für Verunsicherung bei Geschäftsinhabern und in der Bevölkerung. Das Polizeipräsidium Oberbayern-Süd stellt die geltende Rechtslage klar.

Ein Informationsblatt, Urheber angeblich das Bundesministerium für Gesundheit, wurde einer Bäckereiverkäuferin vor wenigen Tagen in Rosenheim von einem Kunden vorgelegt. Der Mann hatte das Geschäft ohne die vorgeschriebene Mund-Nasen-Bedeckung betreten und auch auf Aufforderung das Tragen einer Maske strikt abgelehnt. Begründet hat er seine Weigerung mit der Vorlage eines vermeintlich amtlichen Schreibens des Bundesgesundheitsministeriums zur Rechtslage rund um die Maskenpflicht.

Geschäftsinhaber, deren Angestellte, wie auch Ordnungsbehörden und die Polizei hätten demzufolge kein Recht, Atteste einzusehen, die von der Maskenpflicht befreien. Darüber hinaus habe das Hausrecht des Ladeninhabers in solchen Fällen keine Gültigkeit. Vielmehr könne ein Kunde sogar Strafanzeige gegen die Verkäuferinnen erstatten, wenn diese ihn vermeintlich widerrechtlich zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung aufforderten.

Dass dem nicht so ist, musste der 56-jährige Rosenheimer kurz darauf erfahren. Die herbeigerufene Streifenwagenbesatzung der Polizeiinspektion Rosenheim nahm die Anzeige der Bäckerei wegen Hausfriedensbruchs entgegen, erteilte dem 56-Jährigen einen Platzverweis und prüft derzeit, ob der Mann tatsächlich ein gültiges Attest besitzt. Andernfalls wird die Polizei auch wegen eines Verstoßes gegen das Infektionsschutzgesetz Anzeige erstatten.

Das Polizeipräsidium Oberbayern-Süd nimmt den Fall zum Anlass, auf die tatsächlich geltenden Rechtsvorschriften im Zusammenhang mit der Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung hinzuweisen:

  • In Bayern besteht eine eingeschränkte Maskenpflicht, insbesondere bei der Benutzung des öffentlichen Nahverkehrs (ÖPNV), des öffentlichen Fernverkehrs und des Flugverkehrs sowie in Geschäften. Eine generelle Maskentragepflicht für jeglichen Aufenthalt im öffentlichen Raum besteht jedoch nicht.
  • Gewerbetreibende beziehungsweise Geschäftsinhaber haben gegenüber Maskenverweigerern selbstverständlich die Möglichkeit der Inanspruchnahme des Hausrechts.
  • Das Attest muss nicht ständig mitgeführt werden. Bei einer möglichen Kontrolle durch die Polizei erleichtert das Mitführen aber natürlich die Überprüfbarkeit und verhindert einen hohen Zeitaufwand bei der Überprüfung.
  • Beim Nichteinhalten der Maskenpflicht muss mit einem Bußgeld gerechnet werden. Nach dem zwischen Innen- und Gesundheitsministerium abgestimmten Bußgeldkatalog ist bei solchen Verstößen ein Bußgeld in Höhe von 150 Euro vorgesehen. Die Dienststellen des Polizeipräsidiums Oberbayern-Süd kontrollieren das Einhalten der gesetzlichen Pflicht derzeit verstärkt und werden Verstöße konsequent ahnden.
  • Das Tragen von Masken ist dringend notwendig. Die zuletzt gestiegenen Infektionszahlen belegen dies. Die Polizei appelliert deshalb an die Vernunft und den Gemeinsinn aller – wo und wann immer vorgeschrieben – eine geeignete Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen.

Update, 13. August, 8.35 Uhr: Mehr Zeit für Bewerbungen

Angesichts der besonderen Umstände durch die Corona-Pandemie haben Studieninteressierte 2020 mehr Zeit, sich um einen Studienplatz an der TH Rosenheim zu bewerben. Die Hochschule hat den ursprünglich Mitte August endenden Bewerbungszeitraum für die meisten Studiengänge kurzfristig bis zum 15. September verlängert.

„Es hat sich gezeigt, dass die Schulabgänger heuer aufgrund der späteren Abschlussprüfungen einfach mehr Zeit benötigen als in den Vorjahren, um sich hinsichtlich ihres Studiums zu orientieren und die erforderlichen Unterlagen zusammenzustellen“, sagt TH-Präsident Heinrich Köster. Den durch die Corona-Pandemie verursachten besonderen Umständen wolle man Rechnung tragen. „Unsere Planungen für das Wintersemester verschieben sich dadurch zwar nach hinten, aber wir wollen den Studieninteressierten noch etwas Luft verschaffen.“

Die verlängerte Bewerbungsfrist bis zum 15. September gilt für einen Großteil der Bachelor- und Master-Studiengänge an der TH Rosenheim. Ausgenommen sind lediglich diejenigen Studiengänge, die bereits voll belegt sind beziehungsweise deren Plätze von der Stiftung Hochschulzulassung vergeben werden. Eine Übersicht zum Thema Bewerbung für die Studiengänge bietet die Hochschule unter dem Link www.th-rosenheim.de/bewerbung.

Update, 17.55 Uhr: Umfrage unter Eltern

Eine umfassende Umfrage unter Eltern von schulpflichtigen Kindern in Deutschland von mehreren Initiativen liefert eindeutige Ergebnisse:

  • Über die Hälfte der Schüler wurde überhaupt nicht digital beschult und hat nur mit ausgedruckten Arbeitsblättern gearbeitet im Lockdown. Nur bei 5 Prozent der Schüler hat der digitale Unterricht von Anfang an gut funktioniert. Bei mehr als 40 Prozent haben Eltern und Kinder die Aufgaben überwiegend selbst korrigiert.
  • 75 Prozent der Befragten möchte den Regelbetrieb ohne flächendeckende Schulschließungen
  • Masken für Schüler im Klassenzimmer lehnen 80 Prozent der Eltern ab
  • Über 80 Prozent der Eltern empfinden Homeschooling als Belastung
  • Fast die Hälfte der Eltern sehen bereits jetzt eine große Lernlücke bei ihren Kindern

Eine umfassende Umfrage unter Eltern von schulpflichtigen Kindern in Deutschland liefert eindeutige Ergebnisse. Mit Blick auf den Herbst und die Eingrenzung des Infektionsgeschehens wollen die Befragten, dass die Fortführung der Beschulung oberste Priorität hat: 75 Prozent wünschen sich den Regelbetrieb ohne flächendeckende Schließung. Ein Stufenplan, bei dem wie in Bayern die Maßnahmen in Abhängigkeit vom allgemeinen Infektionsgeschehen verschärft werden, wird nur von einer kleinen Minderheit befürwortet. Erschreckend ist, dass über die Hälfte der Eltern angeben, ihre Kinder seien nicht digital beschult worden und hätten nur mit ausgedruckten Arbeitsblättern gearbeitet. Bereits jetzt sehen die befragten Eltern dadurch bei knapp der Hälfte der Kinder große oder sehr große Lernlücken. Zudem empfinden knapp 80 Prozent der Eltern das Homeschooling als große Belastung. Und nur 14 Prozent der Befragten sind der Meinung, dass ihr Kind durch das Homeschooling nicht belastet sei.

Auch beim Thema Maskenpflicht herrscht ein eindeutiges Bild: 81 Prozent der Eltern lehnen Masken am Platz für ihre Kinder ab. Nur 3 Prozent sehen ihre Kinder durch eine Maske im Unterricht nicht belastet. 58 Prozent der Eltern lehnen Masken auch auf dem Schulhof ab. Die hygienischen Voraussetzungen an den Schulen bewerten Eltern als mangelhaft: Nur ein Viertel der Eltern ist der Meinung, dass die hygienischen Bedingungen an den Schulen ihrer Kinder den geltenden Standards entsprechen. Bei den Kritikpunkten geht es um so grundlegende Aspekte wie Seife und warmes Wasser.

Die Umfrage, an der 1.300 Eltern schulpflichtiger Kinder aus ganz Deutschland teilnahmen, wurde gemeinsam von Sonja Alefi (Vorbildunternehmerin der Initiative des Wirtschaftsministeriums "Frauen unternehmen") und den beiden Initiativen "Familien in der Krise" und "Eltern in der Krise" durchgeführt.

Mit Blick auf die vorsichtigen Aussagen des Bundeselternbeirates und einiger Landeselternbeiräte zum Regelbetrieb und deren Forderung nach einer strengen Maskenpflicht sagt Sonja Alefi: „Diese Aussagen entsprechen nicht der Haltung der Mehrheit der Eltern. Das zeigt unsere Umfrage ganz deutlich. Wir fordern daher: Bevor Schulen geschlossen werden, müssen erst andere Bereiche des gesellschaftlichen Lebens stark einschränkt werden. Der Schaden, der durch flächendeckende Schulschließungen bei einem Anstieg des Infektionsgeschehens entsteht, ist unverhältnismäßig groß. Auch vor dem Hintergrund, dass das Argument von Kindern als Pandemietreiber mittlerweile durch viele Studien und die Erfahrungen in anderen europäischen Ländern widerlegt wurde.“

Karline Wenzel von der Initiative „Eltern in der Krise“ fügt hinzu: „Wir tragen die Bekämpfung des Infektionsgeschehens aktuell auf dem Rücken einer ganzen Generation aus – das darf nicht sein. Die Zahlen zeigen: Bereits jetzt sind die Lernlücken von Schülern gravierend. Kinder sind Zukunftsträger und Eltern ihre Schatzmeister – ihnen muss endlich oberste Priorität eingeräumt werden.“

Helen Zeidler von der Initiative „Familien in der Krise“ erklärt: „Eltern und Kinder haben sich im Lockdown de facto selbst beschult. Digitaler Fernunterricht hat kaum stattgefunden. Das muss sich ab Herbst ändern. Es muss daher sehr schnell und massiv in die Digitalisierung investiert werden, damit der Staat sicherstellen kann, dass auch Kinder aus Risikogruppen zumindest zeitweise digital am Unterricht teilnehmen können.“

Update, 11.15 Uhr: Kunststoff im Kampf gegen das Corona

Plastik hat in einer zunehmend umweltbewussten Gesellschaft einen schweren Stand. Doch die Corona-Pandemie führt die enorme Bedeutung von Kunststoff anschaulich vor Augen. Schutzausrüstung, Spritzen, Schläuche, Beatmungsgeräte und Teststäbchen: All das und noch viel mehr gäbe es ohne Kunststoff nicht. An der TH Rosenheim werden die Kunststoff-Experten für Unternehmen aus der Medizintechnik und vielen weiteren Branchen ausgebildet. Das Kriterium Nachhaltigkeit wird dabei immer wichtiger.

„Die Corona-Krise zeigt deutlich, wie wichtig Kunststoff im täglichen Leben ist. Man mag sich gar nicht ausmalen, wie die Pandemie verlaufen würde, wenn wir ohne diesen Werkstoff auskommen müssten“, sagt Peter Karlinger, Leiter des Studiengangs Kunststofftechnik. Man muss sich dabei nicht einmal auf die Medizintechnik beschränken. Auch die technische Ausstattung im Homeoffice, das für viele Arbeitnehmer zum Alltag geworden ist, wäre ohne Kunststoff nicht vorhanden. Und die hygienischen Verpackungen der Lebensmittel im Supermarkt sind ebenfalls nur mit Plastik möglich. Dort sind auch Einwegtüten den Tragetaschen aus Stoff hinsichtlich Infektionsschutz überlegen: Lebensmittel, Menschen und Mikroorganismen treffen beim Einkaufen aufeinander. Da nur wenige Kunden ihre Mehrwegtaschen waschen, können diese zu Virentransporteuren werden.

Eine Welt ohne Kunststoff ist nicht denkbar

Ausgerechnet das mit schlechtem Image behaftete Plastik beweist also in der Krise, wie unverzichtbar es ist. Dabei sollte ohnehin klar sein, dass eine Welt ohne Kunststoff nicht vorstellbar ist, so Karlinger: „Energie- und Kommunikationstechnik, Auto- oder Flugzeugteile, Baustoffe, elektronische Geräte, Hygieneartikel, Schuhe und Sportgeräte – die Liste ließe sich schier endlos fortsetzen. Unsere Gesellschaft ist auf die Verwendung von Kunststoff zwingend angewiesen.“ Und doch hat Plastik ein veritables Akzeptanzproblem, das auch Karlinger und seine Kollegen aus dem Studiengang Kunststofftechnik zu spüren bekommen. Der Kampf gegen Plastik ist modern, was auch das EU-Verbot von bestimmten Wegwerfartikeln und eine geplante europaweite Plastiksteuer ab 2021 beweisen.

Für Johannes Schroeter ist klar, wohin der Weg führt: „Wir müssen die Entwicklung und Wiederverwertung von Kunststoffen nachhaltig ausrichten. Das bedeutet, den Anteil nachwachsender Rohstoffe in Kunststoffprodukten zu erhöhen und die Wiederverwendung von Plastik zu verbessern.“ Er forscht und lehrt im Studiengang Kunststofftechnik unter anderem im Bereich Umwelt und Recycling. Der niedrige Ölpreis infolge der Corona-Krise entzieht den Herstellern aktuell jedoch die Reize, verstärkt auf Rezyklate zu setzen. Dort liegt für die Zukunft großes Potenzial, ist Schroeter überzeugt, aber dafür müsse auch die Abfalltrennung noch besser funktionieren.

Natürliche Polymere als Alternative

Bei der Forschung für nachhaltige Kunststoffe spielen auch natürliche Polymere verstärkt eine Rolle. „Cellulose hat den größten Anteil bei der jährlichen Bildung von Biomasse auf unserem Planeten. Damit ist der Stoff eine nahezu unerschöpfliche Ressource für den steigenden Bedarf an umweltgerechten und biokompatiblen Materialien“, erklärt Schroeter. Der Markt dafür wachse und ebenso die Forschungsaktivitäten zu bio-basierten Kunststoffen. „Wir erkunden fortwährend neue Werkstoffe und deren Anwendungs- und Verarbeitungsmöglichkeiten. Unsere Studierenden bekommen alle Kompetenzen vermittelt, die für die Entwicklung und Fertigung von zukunftsorientierten Produkten notwendig sind.“

Die Absolventen haben nach Worten von Studiengangsleiter Karlinger hervorragende Chancen im Arbeitsmarkt. Ingenieure der Kunststofftechnik seien in zahlreichen Branchen gefragt, beispielsweise in den Bereichen Medizintechnik, Bauwirtschaft, Verpackungstechnik, Freizeit, Mobilität und in der Elektroindustrie.

Update, 12. August, 10.05 Uhr: Corona-Kreditprogramm

Der bayerische Ministerrat hat ein Corona-Kreditprogramm für in Bayern ansässige gemeinnützige Organisationen jeglicher Art beschlossen. Der neue „Corona-Kredit – Gemeinnützige“ wird vom bayerischen Sozialministerium über die LfA-Förderbank Bayern (LfA) bereitgestellt.

Dazu Bayerns Sozialministerin Carolina Trautner: „Gemeinnützige Organisationen haben gerade in Krisenzeiten eine zentrale Bedeutung für die Gesellschaft. Sie können im Gegensatz zu Wirtschaftsunternehmen aber kaum Gewinne erwirtschaften und in aller Regel keine ausreichenden Rücklagen bilden. Mit dem neuen Kreditprogramm „Corona-Kredit – Gemeinnützige“ sollen sie ihre corona-bedingten Liquiditätsengpässe überbrücken können. Damit leistet der Freistaat Bayern einen wichtigen Beitrag zum Erhalt des Gemeinnützigkeitssektors in Bayern.“

Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger ergänzt: „Das ist auch eine Chance für unsere am Gemeinwohl orientierten Gründer. Daher haben wir uns für bestmögliche Zugangsbedingungen für gemeinnützige Start-ups eingesetzt.“

Hans Peter Göttler, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der LfA, erläutert: „Der neue Corona-Kredit – Gemeinnützige dient der Unterstützung von gemeinnützigen Organisationen, die sich im Zuge der Corona-Krise einem Liquiditätsbedarf gegenübersehen, zum Beispiel zur Finanzierung von laufenden Betriebskosten wie Löhnen und Gehältern. Damit haben wir unser Angebot an effektiven Finanzierungshilfen zur Bewältigung der wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie weiter ausgebaut und optimiert.“

Der „Corona-Kredit – Gemeinnützige“ soll neben den bisherigen Hilfsmaßnahmen dazu beitragen, dass gemeinnützige Organisationen vermehrt Kredite zu günstigen Konditionen bei ihren Hausbanken erhalten und so ihre Liquidität sichern können. Der neue Kredit ist mit einer 100-prozentigen Risikoentlastung durch den Bund und den Freistaat Bayern ausgestattet. Die Hausbanken tragen kein eigenes Haftungsrisiko. Der Kredit wird zu 80 Prozent aus Mitteln des KfW-Sonderprogramms „Globaldarlehen an Landesförderinstitute für gemeinnützige Organisationen“ refinanziert, für die eine Risikoübernahme durch den Bund erfolgt. 20 Prozent werden von der LfA refinanziert. Dafür erfolgt eine Risikoübernahme durch den Freistaat mit einer eigenen Globalbürgschaft in Höhe von 40 Millionen Euro.

Die gemeinnützigen Organisationen können ab sofort Anträge bei ihren Hausbanken stellen. Diese prüfen die Voraussetzungen und leiten den Antrag an die LfA weiter. Nachdem die LfA der Hausbank ein Darlehensangebot unterbreitet hat, schließt die Hausbank mit der Organisation einen Darlehensvertrag ab. Informationen zu den Fördervoraussetzungen des „Corona-Kredit – Gemeinnützige“ gibt es online.

Update, 17.30 Uhr: Corona-Tests gefordert

Die SPD-Kreistagsfraktion und der Kreisverband in Miesbach fordern, dass Corona-Tests auch an den Grenz­übergängen zwischen Österreich und Bayrischzell sowie Kreuth durchgeführt werden. In einem offenen Brief haben sich die Vorsitzenden an Landrat Olaf von Löwis gewandt.

Hintergrund ist, dass sich Rückkehrer aus internationalen Corona-Risikogebieten seit Samstag (8. August) bei ihrer Einreise nach Deutschland testen lassen müssen. Auch heimreisende Urlauber aus Gebieten, denen offizielle Stellen kein hohes Covid-19-Risiko attestiert haben, können sich freiwillig und kostenlos untersuchen lassen.

„Eine gute Sache für den Landkreis Miesbach. Aber reichen die vorhandenen Teststationen aus?“, fragen die Mitglieder der SPD und fordern in einem offenen Brief Landrat Olaf von Löwis eindringlich dazu auf, an den kleinen Grenz­übergängen in Bayrischzell und Kreuth Teststationen einzurichten.

„Der Landkreis Miesbach gehörte nach den Faschingsferien zu den Landkreisen mit einer hohen Covid-19-Infektionsrate“, heißt es in dem Schreiben. „Zurzeit haben wir viele Durchreisende aus Bundesländern, deren Schulferien enden. Auch Urlaubsrückkehrer, die die beiden ersten Wochen der bayerischen Ferien genutzt haben, fahren durch unseren Landkreis und machen hier Zwischenstation.“

Um Infektionsketten nachvollziehen und ein mögliches Wiederaufflammen der Pandemie rasch eindämmen zu können, seien die Teststationen aus Sicht der SPD dringend erforderlich. Denn: „Gerade jetzt in der Hauptreisezeit ist es wichtig, dass alle Maßnahmen ergriffen werden, um die Bevölkerung im Landkreis zu schützen“, erklärt der SPD-Kreisvorsitzende Hannes Gräbner.

Update, 16.25 Uhr: Testpflicht für Erntehelfer und Saisonarbeiter

Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml verstärkt die Schutzmaßnahmen für Erntehelfer und Saisonarbeiter mit einer Corona-Testpflicht. Huml kündigt an: „In landwirtschaftlichen Betrieben mit mehr als zehn Beschäftigten dürfen ab sofort nur noch Personen beschäftigt werden, die zu Beginn ihrer Tätigkeit einen negativen Corona-Test vorlegen können. Damit wollen wir lokalen Hotspots vorbeugen und die Betriebe vor einer möglichen Schließung schützen. Ziel ist, dass es gar nicht erst zu Ausbrüchen in Betrieben kommt. Denn klar ist: Der Schutz der Bevölkerung hat für uns oberste Priorität.“

Ein Baustein dafür ist die neue Testpflicht, die am Dienstag (11. August) in Kraft getreten ist. Gemeinsam mit den Staatsministerien für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten sowie Familie, Arbeit und Soziales hat das Staatsministerium für Gesundheit und Pflege nun für Bayern eine rechtsverbindliche Regelung für Saisonarbeiter geschaffen. Die Betriebe müssen demnach die Testpflicht durchsetzen und ihre Erntehelfer sowie Saisonarbeiter den zuständigen Kreisverwaltungsbehörden melden.

Nur wer einen negativen Corona-Test (PCR-Test) vorweisen kann, darf beschäftigt werden. Entweder bringen die Arbeitskräfte eine höchstens 48 Stunden alte Bescheinigung in deutscher oder englischer Sprache mit oder sie lassen sich vor Ort testen. Bis zum Vorliegen eines entsprechenden ärztlichen Zeugnisses sind sie von den übrigen auf dem Betrieb untergebrachten Personen zu trennen.

Darüber hinaus sind die Betriebe ab sofort verpflichtet, ihre Saisonarbeitskräfte 14 Tage vor Beschäftigungsbeginn bei der Kreisverwaltungsbehörde mit Name, Unterbringungsort, Art und Dauer der Beschäftigung sowie Kontaktdaten anzumelden. Eine kurzfristigere Anmeldung ist nur in Ausnahmefällen möglich. Betrieben, die der Anzeige- und Testpflicht nicht nachkommen, drohen bis zu 25.000 Euro Strafe.

Die Testpflicht ergänzt die Reihentests bei Erntebetrieben. Zusätzlich lässt die Staatsregierung das Einhalten der Schutz- und Hygienekonzepte in landwirtschaftlichen Betrieben mit Erntehelfern und Saisonarbeitskräften kontrollieren. Dazu wurden Teams bestehend aus Vertretern der örtlichen Gesundheitsämter, der Landwirtschaftsämter sowie der Gewerbeaufsichtsämter beziehungsweise der Sozialversicherung Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG) gebildet. Huml betont: „Das Ergebnis ist erfreulich, in allen Regierungsbezirken sind die Teams etabliert. 100 Prüfungen wurden bayernweit schon vorgenommen.“

Update, 11. August, 5.10 Uhr: Corona in Miesbach

Die Stadt Miesbach bleibt bei ihrem strengen Corona-Kurs: Bolzplatz und Funcourt bleiben zu – trotz guter Ideen im Stadtrat.

Update, 17.15 Uhr: Dank für Einsatz

Nachdem die BRK-Einsatzkräfte schon die Corona-Dankeschön-Taschen erhalten haben, waren nun alle Notärzte dran: Auch sie haben in der schwierigen Zeit, in der seit März das Coronavirus den Landkreis beschäftigt, ihren ganzen Einsatz gegeben und unter erschwerten Bedingungen eisern ihren Dienst am Patienten geleistet – auch mit dem persönlichen Risiko, sich anzustecken.

Übergabe der Dankeschön-Taschen mit dem Sprecher der Notarztgruppe, Thomas Straßmüller (l.), und dem leitenden Notarzt Christian Pawlak (r.). In der Mitte ist der Vorsitzende des Fördervereins, Ernst M. Albert, zu sehen.

Dafür sagte nun der Förderverein Notarztgruppe Tegernseer Tal-Waakirchen Danke und überreichte die Taschen stellvertretend für alle Notärzte an den Sprecher der Notarztgruppe, Thomas Straßmüller, und den leitenden Notarzt Christian Pawlak. Die Übergabe erfolgte natürlich mit dem notwendigen Corona-Abstand.

Update, 10. August, 13.50 Uhr: Tag der Jugend am 12. August

„Die Stimme der Jugend muss auch in diesen schwierigen Zeiten gehört werden, denn die jungen Menschen haben sich nicht nur solidarisch in der Krise gezeigt, sondern sie geben auch wertvolle Impulse und machen unsere Gesellschaft lebenswert und zukunftsfähig“, sagt Bayerns Familienministerin Carolina Trautner anlässlich des Internationalen Tags der Jugend am 12. August.

Auch Kinder und Jugendliche mussten sich verschiedenen Herausforderungen der Corona-Pandemie stellen. Treffen mit Gleichaltrigen waren über eine sehr lange Zeit hinweg ebenso untersagt wie der Besuch des Jugendzentrums nebenan. Darüber hinaus mussten zahlreiche Veranstaltungen abgesagt werden.

Und dennoch fand die Jugendarbeit kreative Lösungen, um mit Jugendlichen in Kontakt zu bleiben und neue Formen der Aktivitäten zu entwickeln. Neben zahlreichen digitalen Formaten fanden auch Hilfsaktionen statt. Die Jugend unterstützte aktiv Mitmenschen: So startete zum Beispiel der bayerische Jugendring (BJR) unter dem Hashtag #jugendarbeithältzusammen schon ab Anfang April Aktionen für ein solidarisches Miteinander. Darüber hinaus schloss sich der BJR der gemeinsamen Initiative des bayerischen Sozialministeriums „Unser soziales Bayern: Wir helfen zusammen!“ an. Nun sind seit einigen Wochen auch wieder Präsenzangebote der Jugendarbeit möglich. Der BJR entwickelte Empfehlungen, um Mitarbeitern vor Ort praktische Hinweise und Hilfen zu geben, um ein Hygienekonzept zu erstellen.

„Jugendarbeit ist ein wichtiger Baustein unserer Gesellschaft und fördert die Entwicklung der Jugendlichen zu eigenständigen Persönlichkeiten. Die junge Generation hat in der Corona-Pandemie bewiesen, dass man auf sie zählen kann. Die jungen Menschen und alle in der Jugendarbeit Tätigen haben mit viel Engagement, Rücksicht und Kreativität Großartiges während der Corona-Pandemie geleistet. Dafür möchte ich ganz herzlich Danke sagen“, sagt Trautner.

Update, 9. August, 17.35 Uhr: Auswirkungen des Corona-Lockdowns

Immer wieder gibt es Ausflüglerchaos an Schliersee und Tegernsee. Da sehnt sich mancher den Corona-Lockdown zurück. Eine aktuelle Studie zeigt, was der die Region gekostet hat.

Update, 8. August, 14.05 Uhr: Tourismuszahlen in Bayern

Wie das bayerische Landesamt für Statistik mitteilt, wurden im Juni 1,8 Millionen Gäste sowie 5,5 Millionen Übernachtungen im Freistaat gezählt. 92 Prozent der Touristen kamen aus Deutschland. Dazu Tourismusminister Hubert Aiwanger: "Nach dem corona-bedingt völligen Tiefpunkt im Frühjahr kommen jetzt wieder mehr Gäste nach Bayern. Urlaub in Bayern ist 2020 die richtige Wahl. Damit entdeckt man die Vielfalt und Schönheit Bayerns und unterstützt gleichzeitig die heimische Wirtschaft. In vielen Städten und Gemeinden haben auch die Schausteller ihre Attraktionen und Fahrgeschäfte aufgebaut und freuen sich auf Besucher. Und um Staus und lange Wartezeiten zu vermeiden, schaut man am besten vor dem Start in den Ausflugsticker Bayern. Dort finden sich beispielsweise aktuelle Informationen zum aktuellen Besucherandrang und zur Verkehrslage."

Urlaub und Ausflugsgeschehen in ländlichen Regionen haben sich dabei schneller erholt als in den Städten, welche über eine nur geringe Auslastung ihrer Hotelkapazitäten klagen. In München liegt die Auslastung der Beherbergungsbetriebe laut Dehoga beispielsweise bei nur rund 20 Prozent, vor Corona waren es etwa 85 Prozent. Die Städte versuchen deshalb, auch mit Aktionen wie "Sommer in der Stadt" Besucher anzusprechen.

Sowohl die Zahl der Gästeankünfte als auch die Zahl der Übernachtungen war im Juni mit 54,7 beziehungsweise 44,6 Prozent deutlich geringer als im Vorjahreszeitraum. Im gesamten ersten Halbjahr wurden laut dem statistischen Landesamt im Freistaat nur halb so viele Gäste gezählt wie in den ersten sechs Monaten 2019.

Update, 17.25 Uhr: Testpflicht für Reiserückkehrer

Ergänzend zum freiwilligen Testangebot für alle Bürger im Freistaat setzt Bayern die vom Bund beschlossene Testpflicht für Reiserückkehrer aus Risikogebieten von Samstag (8. August) an um. Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml erklärt anlässlich eines Besuchs im Testzentrum am Münchner Flughafen: „Wir müssen aufpassen, dass Reiserückkehrer keine neuen Infektionen mit nach Hause bringen. Zum Schutz der Bevölkerung haben wir deshalb schon früh dafür geworben, dass die Verpflichtung zum Test bundeseinheitlich geregelt wird. Die vom Bund erlassene Verordnung schafft jetzt Klarheit.“

An den Flughäfen München, Nürnberg und Memmingen werden alle Flugreisenden, die direkt aus einem Risikogebiet kommen und kein entsprechendes ärztliches Zeugnis vorlegen können, bereits bei der Einreise zu der ärztlichen Untersuchung aufgefordert.

Für Reisende aus Risikogebieten, die auf andere Weise einreisen, gilt ebenso die Pflicht, auf Anforderung ein ärztliches Zeugnis vorzulegen. Diese Pflicht kann sowohl durch die Polizei bei Einreise, als auch nach der Einreise durch die örtlich zuständigen Gesundheitsämter stichprobenartig kontrolliert werden. Einreisende, die zum Beispiel mit dem Auto fahren, können sich innerhalb von 72 Stunden nach Einreise zu Lasten der gesetzlichen Krankenversicherung testen lassen, zu einem späteren Zeitpunkt im Rahmen des bayerischen Testangebots zu Lasten des Freistaats.

Huml verweist darauf, dass das ärztliche Zeugnis in deutscher oder englischer Sprache verfasst sein und sich auf einen molekularbiologischen Test stützen muss, der höchstens 48 Stunden vor der Einreise in die Bundesrepublik Deutschland in einem Mitgliedstaat der Europäischen Union oder einem sonstigen Staat vorgenommen wurde, der auf einer Liste des Robert-Koch-Instituts (RKI) aufgelistet ist. Wer kein entsprechendes ärztliches Zeugnis vorlegen kann, ist nach dem Infektionsschutzgesetz des Bundes verpflichtet, eine ärztliche Untersuchung, insbesondere einen molekularbiologischen Test einschließlich der Abstrichnahme, zur Gewinnung des Probenmaterials zu dulden.

Die Ministerin betont: „Auf die Umsetzung der Testpflicht sind wir vorbereitet. Mit unserem bisherigen freiwilligen Testangebot für Reiserückkehrer haben wir im Freistaat schon in den vergangenen Tagen die Infrastruktur für möglichst hohe Testkapazitäten an den Flughäfen, Bahnhöfen und an drei Autobahnraststätten in Grenznähe aufgebaut.“

Um der Testpflicht nachzukommen, können Reiserückkehrer alle Möglichkeiten des bayerischen Testangebots nutzen. In Bayern können sich alle Reisenden seit dem 25. Juli bei der Ankunft an den Flughäfen München und Nürnberg freiwillig auf eine SARS-CoV-2-Infektion testen lassen. Das Angebot gilt auch für Rückkehrer aus Nicht-Risikogebieten. Anfang August wurde auch ein Testzentrum am Flughafen Memmingen eingerichtet. Seit dem 30. Juli gibt es zudem ein Angebot für freiwillige Tests an den Hauptbahnhöfen München und Nürnberg sowie an den Autobahnraststätten Hochfelln-Nord (A8), Inntal-Ost (A93) und Donautal-Ost (A3).

Die Ministerin ergänzt: „Insgesamt haben sich bis zum 6. August knapp 50.000 Menschen testen lassen. Neben dem Flughafen München mit 13.771 Abstrichen ist die Nachfrage an den Autobahnraststätten besonders groß. Allein an der Raststätte Donautal-Ost haben sich in den vergangenen Tagen täglich rund 2.000 Menschen testen lassen, gestern sogar 2.769.“ Bei der Berechnung der Gesamtzahl fehlen die jüngsten Daten der Flughäfen Nürnberg und Memmingen.

Das bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) hat eine Hotline eingerichtet, über die sich Reisende über das Verfahren bei den Tests für Rückkehrer informieren können. Huml erläutert: „Es ist wichtig, dass wir so umfassend wie möglich über die Abläufe und unser Testangebot informieren. In den vergangenen Tagen sind viele Fragen zu den neuen Testmöglichkeiten aufgekommen. Hier möchten wir den Bürgern eine Hilfestellung bieten.“ Die Hotline kann auch bezüglich der Tests an den Autobahnraststätten und Bahnhöfen kontaktiert werden. Die Bürger-Hotline des LGL ist montags bis freitags, von 8 bis 18 Uhr, sowie samstags und sonntags, von 10 bis 15 Uhr, unter der Nummer 09131/68085101 erreichbar.

Huml erläutert: „Ziel unserer bayerischen Teststrategie ist es, Infizierte so früh wie möglich zu erkennen und so Infektionsketten zu unterbrechen oder bestenfalls gar nicht erst entstehen zu lassen. Deswegen haben wir das kostenlose Testangebot für Reiserückkehrer so schnell vorangetrieben. Darüber hinaus können sich schon seit Anfang Juli alle Bürger im Freistaat kostenlos auf Corona testen lassen – auch wenn sie keine Symptome haben. Bei der Umsetzung unterstützen uns zahlreiche Vertragsärzte. Dafür möchte ich allen Beteiligten von Herzen danken.“ Über die Arztsuche auf der Webseite der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns (www.kvb.de) kann sich jeder informieren, welcher Vertragsarzt in seiner Nähe Tests nach dem bayerischen Testangebot anbietet. Dazu muss nur das Kästchen „Arzt für Coronavirus Test“ ausgewählt werden.

Die Ministerin verweist darauf, dass weiterhin auch die Einreise-Quarantäneverordnung (EQV) gilt. „Wer sich innerhalb der vergangenen zwei Wochen in einem Risikogebiet aufgehalten hat, muss nach der EQV für 14 Tage in Quarantäne und sich bei seinem zuständigen Gesundheitsamt melden. Das gilt solange, bis ein negatives Testergebnis vorliegt, also auch für die Wartezeit bis der Befund des Pflichttests vorliegt“, sagt Huml. Über die aktuell als Risikogebiet eingestuften Länder und Regionen weltweit informiert das RKI auf seiner Internetseite.

Huml ergänzt: „Klar ist: Die Testpflicht ist immer auch ein Eingriff in Freiheitsrechte. Aber klar ist auch: Zum Schutz der Allgemeinheit ist sie notwendig.“

Update, 7. August, 16 Uhr: Aktuelle Fallzahlen

Für alle Bewohner der Asylunterkunft am Pitzarweg in Otterfing wurde erneut Quarantäne angeordnet, nachdem ein Bewohner positiv auf das Coronavirus getestet worden war. Alle weiteren Bewohner sind daraufhin vorsorglich ebenfalls auf das Virus getestet worden, wie das Landratsamt mitteilt. Das Ergebnis liegt nun vor: Drei weitere Bewohner sind positiv bestätigt, ein weiterer weist starke Symptome auf. Die vier Bewohner wurden sofort mittels Infekttransport in eine andere Unterkunft in Miesbach gebracht und unter Quarantäne gestellt.

Die Gesamtzahl der derzeit positiv bestätigten Fälle steigt an und liegt nun bei 15.

Die Zahl der Corona-Erkrankten verteilt sich auf den Landkreis Miesbach wie folgt:

  • Bad Wiessee: 45 (aktiv: 0)
  • Bayrischzell: 16 (aktiv: 0)
  • Fischbachau: 57 (aktiv: 0)
  • Gmund: 55 (aktiv: 1)
  • Hausham: 34 (aktiv: 1)
  • Holzkirchen: 76 (aktiv: 1)
  • Irschenberg: 23 (aktiv: 1)
  • Kreuth: 15 (aktiv: 0)
  • Miesbach: 44 (aktiv: 0)
  • Otterfing: 25 (aktiv: 4)
  • Rottach-Egern: 38 (aktiv: 1)
  • Schliersee: 61 (aktiv: 6)
  • Tegernsee: 17 (aktiv: 0)
  • Valley: 13 (aktiv: 0)
  • Waakirchen: 25 (aktiv: 0)
  • Warngau: 10 (aktiv: 0)
  • Weyarn: 26 (aktiv: 0)
  • Sonstige: 27 (aktiv: 0)

Update, 15.15 Uhr: Corona-Hilfen für Unternehmen

Die LfA-Förderbank Bayern bietet im Auftrag der Staatsregierung ein umfassendes Förder- und Finanzierungsangebot für von der Corona-Krise betroffene bayerische Unternehmen an. Neben den neu eingeführten LfA-Produkten wie LfA-Schnellkredit und Corona-Schutzschirm-Kredit kommen insbesondere auch Bürgschaften zum Einsatz.

Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger zieht eine erste Zwischenbilanz: „Über die LfA konnten bislang an mehr als 5.000 betroffene bayerische Unternehmen Darlehen und Bürgschaften ausgereicht werden. Das durch eine Rückbürgschaft des Freistaats unterlegte Zusagevolumen hat sich inzwischen auf mehr als 1 Milliarde Euro summiert. Unsere zielgerichtete Hilfe wirkt und kommt schnell bei den Unternehmen an. Die große Nachfrage zeigt, wie wichtig die LfA-Produkte sind, um Liquiditätsengpässe in den Betrieben zu überbrücken.“

Die Krise sei damit aber noch lange nicht überwunden, ist Aiwanger überzeugt: „Die Corona-Pandemie verlangt von uns auch weiterhin Disziplin und harte Arbeit. Die bayerischen Unternehmen können unverändert auf den Freistaat zählen. Ziel ist, die Substanz unserer Wirtschaft sowie die damit verbundenen Arbeitsplätze über die Krise hinaus zu retten.“

Update, 13.45 Uhr: Jugend-Digitalstudie 2020

Der Shutdown während der Corona-Krise hat Spuren hinterlassen – auch im Einkaufsverhalten Jugendlicher. 35 Prozent der 16- bis 18-Jährigen sagen, dass sie seitdem mehr online bestellen. Im Schnitt geben sie 77 Euro aus, das sind 42 Prozent mehr als im Vorjahr. Dies sind Ergebnisse der repräsentativen Postbank-Jugend-Digitalstudie 2020, für die im April und Mai 1.000 Jugendliche im Alter zwischen 16 und 18 Jahren befragt wurden.

Zwölf Prozent der Jugendlichen wiederum shoppen aufgrund von Corona gezielter und versuchen, kleine und lokale Geschäfte zu unterstützen, die ihr Sortiment nun auch online anbieten. Doch es gibt auch Teenager, die aktuell weniger Geld ausgeben: Acht Prozent der 16- bis 18-Jährigen geben an, insgesamt, also auch online, weniger einzukaufen, da sie nicht mehr so viel Geld zur Verfügung haben.

Kleidung, Schminke, Ernährung: Insbesondere weibliche Teenager lassen sich beim Kauf im Netz von Youtubern und Co. beeinflussen. Fast die Hälfte von ihnen hat ein Produkt schon einmal nach Empfehlung eines Influencers bestellt. Von den Jungen sind es ein Drittel. 41 Prozent der 16- bis 18-Jährigen geben an, nach der Werbung durch einen Influencer ein bestimmtes Produkt im Netz geordert zu haben.

Insgesamt kaufen neun von zehn Teenagern im Internet ein. Bei männlichen Jugendlichen sitzt das Geld allerdings lockerer: Sie geben im Schnitt 92 Euro pro Monat aus, Mädchen hingegen nur 63 Euro. Die Studie gibt auch Hinweise, was dahinterstecken könnte: Jungen haben monatlich deutlich mehr Geld zur Verfügung, nämlich durchschnittlich 272 Euro. Mädchen hingegen nur 165 Euro.

Nicht einmal zwei Drittel aller Teenager besitzen allerdings auch ein eigenes Girokonto unter ihrem Namen. „Auch wenn sich auf dem ersten eigenen Konto meist noch keine großen Summen befinden, sollten Jugendliche lernen, verantwortungsbewusst mit ihrem Geld umzugehen“, sagt Thomas Brosch, Chief-Digital-Officer der Postbank. „Dazu gehört, die zur Verfügung stehenden Beträge sinnvoll einzuteilen, Rücklagen zu bilden und sich darüber zu informieren, welche Bankprodukte und Möglichkeiten zur Geldanlage es auch für kleinere Beträge gibt. Das hilft jungen Leuten, jetzt und später die richtigen finanziellen Entscheidungen zu treffen.“

Nachhaltigkeit beim Online-Einkauf spielt bei den Teenagern eine große Rolle: Besonders wichtig ist es Jugendlichen, dass Kleidung und Schuhe Nachhaltigkeitskriterien wie umweltfreundliche Produktion oder klimaneutralen Versand erfüllen. Das sagen 61 Prozent. Fast ebenso relevant ist es den Jugendlichen bei Körperpflege- und Kosmetikartikeln: Hier geben 53 Prozent der Teenager an, dass sie zumindest gelegentlich auf die Nachhaltigkeit der Produkte achten. Übrigens: Je älter die Jugendlichen, desto höher der Stellenwert von Nachhaltigkeit beim Einkauf.

Update, 11.25 Uhr: Mehr Baugenehmigungen

Im ersten Halbjahr 2020 wurden in Bayern für 37.178 Wohnungen Baugenehmigungen erteilt oder Genehmigungsfreistellungsverfahren abgeschlossen. Das bedeutet im Vergleich zum Vorjahr eine Zunahme um 4,3 Prozent. Bayerns Bauministerin Kerstin Schreyer: „Corona hat uns gezeigt, wie wichtig es ist, dass alle Menschen in Bayern eine Wohnung haben, die ihren Bedürfnissen entspricht.“

Die Corona-Krise stellt auch die Bau- und Wohnungswirtschaft vor große Herausforderungen, da Baustellen unter erschwerten Bedingungen fortgeführt werden mussten. „Die Bauwirtschaft hat gezeigt, dass die Hygieneregeln auf den Baustellen funktionieren. Das ist natürlich nicht immer leicht, aber am Ende profitieren alle davon: die Unternehmen, die Auftraggeber und alle, die neuen Wohnraum suchen“, sagt Ministerin Schreyer anlässlich der veröffentlichten Statistik zu den Baugenehmigungen für Wohnungen im ersten Halbjahr 2020 in Bayern.

„Diese Zahlen belegen: Die Bauaufsichtsbehörden sind weiterhin voll funktionsfähig. Das sichert in der Corona-Krise, die bei so manchem Betrieb zu hohen Umsatzeinbußen führte, das Überleben der meist mittelständischen Bauunternehmen und von zahlreichen Jobs. Damit ist der Wohnungsbau heute wichtiger als je zuvor", erklärt die Ministerin. „Jetzt kommt es entscheidend darauf an, die Baufreigaben schnell umzusetzen. Das gibt nicht nur der Bauwirtschaft nach der Corona-Krise den notwendigen neuen Schwung, sondern trägt auch zur nach wie vor nötigen Entlastung der angespannten Wohnungsmärkte bei.“

Update, 6. August, 9.55 Uhr: Stellungnahme im Wortlaut

Das Kultusministerium hat einen Vier-Stufen-Plan vorgelegt, um die Schulen zu öffnen, und die Maskenpflicht in Schulen angekündigt. Grundsätzlich begrüßen die Initiativen "Kinder brauchen Kinder – die Petition", "Initiative Familien in der Krise (FidK)" und "MIA Bayern | Mütterinitiative für Alleinerziehende" die Vorlage eines konkreten Plans. Rechtzeitige, konkrete und verbindliche Vorgaben der Politik seien dringend notwendig. Jedoch werde bei zentralen Punkten dringender Nachbesserungsbedarf gesehen.

Zusammenfassung:

Es braucht einen grundsätzlichen Prioritätenwechsel. Schulen und Kitas sind nicht nur äußerst systemrelevant, sie sind zukunftsrelevant für diese Gesellschaft. Deshalb darf ein qualitativer und 100-prozentiger Präsenzunterricht grundsätzlich nicht weiterhin vom allgemeinen Infektionsgeschehen abhängen. Bei allgemein steigenden Infektionszahlen dürfen Maskenpflicht und Abstandsregeln im Klassenverband nicht die erste Alternative, sondern müssen das allerletzte Mittel sein. Zuvor müssen andere Bereiche des gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Lebens wenn nötig stark eingeschränkt werden. Maßnahmen an einer Schule dürfen grundsätzlich nur abhängig vom Infektionsgeschehen an dieser Schule sein. Sie dürfen nicht pauschal auf alle Schülergruppen angewendet werden, sondern müssen nach Alter und Bedürfnissen differenziert sein. Durch den Einsatz massiver finanzieller Mittel muss die kurzfristige Personal- und Raumsituation an bayerischen Schulen und die Hygieneausstattung extrem verbessert werden.

Begründung:

  1. Schulen sind zukunftsrelevant: 100 Prozent qualitativ wertvoller Präsenzunterricht muss ermöglicht werden. 71 Prozent der Eltern haben im letzten Bayerntrend angegeben, dass sie sich große Sorgen um ihre Kinder ob der Schulschließungen machen. Die Studie des UKE zeigt bereits die enormen psychologischen und gesundheitlichen Belastungen für Kinder durch Kita- und Schulschließungen. Ob es einen baldigen Impfstoff geben wird, ist ungewiss. Vielleicht muss über Jahre hinweg mit dem Virus gelebt werden. Es ist daher aus Sicht der Initiativen die einzig nachhaltige Option für Kinder, Familien und die gesamte Gesellschaft, Schulen nicht grundsätzlich weiterhin in Abhängigkeit des allgemeinen Infektionsgeschehens zu betrachten, sondern zu sagen: Schulen und Kitas sind nicht nur äußerst systemrelevante Einrichtungen, sie sind zukunftsrelevant. Sie dürfen nur als letzte Option geschlossen und müssen zuerst wieder geöffnet werden. Jedoch ist nicht nur entscheidend, dass Schüler wieder zu 100 Prozent Präsenzunterricht in der Schule erhalten, sondern auch, dass dieser Unterricht qualitativ wertvoll ist und Schule als sozialen Raum auch in Pandemiezeiten ermöglicht. In dem Vier-Stufen Plan wird der Unterricht jedoch bereits schon ab Stufe 2 durch die Einführung einer Maskenpflicht nicht nur auf den Gängen, sondern auch im Unterricht erheblich beeinträchtigt. Stufe 2 greift bereits bei 20 Infizierten/100.000 Einwohner. Stufe 3 sieht bereits bei 35 Infizierten/100.000 Einwohner einen Wechsel von Präsenz- und Fernunterricht vor. Alle anderen Bereiche des öffentlichen Lebens würden bei diesem Infektionsgeschehen vollkommen unberührt bleiben. Ähnliche stufenweise Schließpläne gibt es für keinen anderen Bereich des gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Lebens. Die Initiativen sagen deshalb: Maßnahmen an einer Schule dürfen grundsätzlich nur abhängig vom Infektionsgeschehen an dieser Schule selbst sein. Auch aus medizinischer Sicht sei der Vier-Stufen-Plan vollkommen unverhältnismäßig, wie die neueste Stellungnahme der medizinischen Fachgesellschaften vom 3. August zeige.
  2. Differenzierung zwischen Grund- und weiterführenden Schulen: Eine Vielzahl von Verbänden und Wissenschaftlern weist darauf hin, dass pädagogisch wertvoller und interaktiver Präsenzunterricht kritisch für den Lernerfolg und die soziale Entwicklung insbesondere von jüngeren Schülern ist. Ein qualitativer Unterricht mit Maske und ohne jeden Körperkontakt sei kaum möglich – gerade in der Grundschule, in der Schüler das Lesen und Schreiben lernen und das O oder A auch sehen müssen und in der sie erfahren, wie man beziehungsorientiert im Team Lösungen erarbeitet. Anstatt Maßnahmen pauschal für alle Schülergruppen zu definieren, sei es notwendig, differenzierte und den altersentsprechenden Bedürfnissen der Schülergruppen angepasste Konzepte zu erarbeiten. Auch die medizinischen Fachgesellschaften halten diese Differenzierung in ihrer neuesten gemeinsamen Stellungnahme für absolut notwendig.

Forderungen:

  1. Einen Prioritätenwechsel: Ein qualitativer und 100-prozentiger Präsenzunterricht darf grundsätzlich nicht weiterhin vom allgemeinen Infektionsgeschehen abhängig sein. Schulschließungen müssen die Ultima Ratio sein. Zuvor müssen andere Bereiche des gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Lebens wenn nötig stark eingeschränkt werden. Es darf keine prophylaktischen Schulschließungen geben. Maßnahmen an einer Schule dürfen grundsätzlich nur abhängig vom Infektionsgeschehen an dieser Schule selbst sein.
  2. Masken und Abstandsregeln innerhalb des Klassenverbandes dürfen nur als letztes Mittel eingesetzt werden. Sie müssen so kurz und differenziert nach Alter und Bedürfnissen wie möglich sein. Es muss stets die Verhältnismäßigkeit der pädagogisch und psychisch extrem belastenden Maßnahmen betrachtet werden.
  3. Es muss jetzt extrem viel Geld in die Hand genommen werden: Für die Einstellung von zusätzlichem Lehrpersonal und die Anmietung zusätzlicher Räumlichkeiten, um bei Bedarf kleinere Klassen zu ermöglichen. Es muss jetzt massiv in Schulgebäude investiert werden, um wesentlich mehr Sauberkeit und Hygiene zu ermöglichen.

Update, 13.35 Uhr: Verstärkte Corona-Tests

Im Kampf gegen die Corona-Pandemie verstärkt Bayern auch Tests in Krankenhäusern und Rehabilitationseinrichtungen. Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml sagt: „Zum Schutz der Patienten sowie der Beschäftigten sollen zunehmend auch asymptomatische Mitarbeiter in Krankenhäusern und Rehabilitationseinrichtungen getestet werden. Das ist ein wichtiger strategischer Baustein in unserer Teststrategie. Außerdem ist der Bund unserer Initiative gefolgt, auch Tests bei Patienten in Rehabilitationseinrichtungen in die entsprechende Bundesverordnung aufzunehmen.“

Auch bevor die Bundesverordnung veröffentlicht wurde, gab es schon Tests für Mitarbeiter in Krankenhäusern, die aber von den Einrichtungen selbst getragen wurden. Die Ministerin ergänzt: „Wir haben nun offene Kostenfragen gelöst und damit die Basis für kostenlose Tests in Krankenhäusern und Rehabilitationseinrichtungen geschaffen.“

Das Bundesgesundheitsministerium hatte zuvor eine Verordnung vorgelegt, die zunächst nur Krankenhäuser umfassend berücksichtigt hatte. Nun wurden unter anderem auf Drängen Bayerns auch Rehabilitationseinrichtungen umfassender berücksichtigt.

Die Verordnung sieht vor, dass bei Tests in Krankenhäusern und Rehabilitationseinrichtungen nur die Laborkosten durch die GKV übernommen werden. Die Kosten für den Abstrich übernimmt der Freistaat und schließt damit die Finanzlücke.

Der konkrete Ablauf ist folgendermaßen vorgesehen: Krankenhäuser und Rehabilitationseinrichtungen, die ihre Mitarbeiter beziehungsweise Patienten testen möchten, schließen mit ihrem zuständigen Gesundheitsamt einen Vertrag ab und können dann in dem vereinbarten Rahmen eigenverantwortlich testen. Die Tests können durch krankenhauseigene Labore oder durch Rückgriff auf vertragsärztliche Labore ausgewertet werden. Für den Vertragsschluss mit den Einrichtungen wurden den Gesundheitsämtern Vertragsmuster zur Verfügung gestellt.

Huml ergänzt: „Wir wollen vor allem Reihentestungen von Beschäftigten in besonders infektionsanfälligen beziehungsweise infektionsempfindlichen Bereichen ermöglichen, zum Beispiel in der Geriatrie und in der Dialyse. Auch neue Mitarbeiter sollen vor dem Start in ihren Job getestet werden können.“

Darüber hinaus sieht das Konzept insbesondere vor, Mitarbeiter zu testen, die sich in Risikogebieten aufgehalten haben. Die entsprechenden Risikogebiete weist das Robert-Koch-Institut aus. Bei den Rehabilitationseinrichtungen sind mit der jüngsten Verordnung des BMG nun auch Tests bei der Aufnahme von Patienten enthalten. Die Krankenhäuser können Patienten bereits seit Längerem testen und erhalten dafür ein Zusatzentgelt von den Krankenkassen.

Die Ministerin erklärt: „Sowohl die Krankenhäuser als auch die Rehabilitationseinrichtungen haben mit ihren Mitarbeitern herausragende Arbeit im Kampf gegen die Corona-Pandemie geleistet. Viele von ihnen waren und sind dabei täglich den Gefahren dieser neuen Krankheit ausgesetzt. Ihnen und damit auch den Patienten größtmögliche Sicherheit zu geben, ist nicht nur zentral für unser Gesundheitssystem, sondern auch unsere zwischenmenschliche Pflicht.“

Weiterführende Informationen gibt es online:

Update, 5. August, 12.50 Uhr: Entspannung auf dem Arbeitsmarkt

Die Corona-Krise macht sich weiterhin auf dem Arbeitsmarkt bemerkbar, wenn auch nicht mehr so stark wie in den Vormonaten. Im Landkreis Miesbach sind derzeit 1.664 Bürger arbeitslos gemeldet, was einer Quote von 3 Prozent entspricht. Zum Vergleich: Im Vormonat sind es 3,1 und im Juli 2019 2 Prozent gewesen.

Von den 1.664 Bürgern sind 1.212 arbeitslose Männer und Frauen bei der Agentur für Arbeit in Holzkirchen gemeldet – 58 weniger als im Vormonat. Darüber informiert die Agentur für Arbeit Rosenheim, die auch für den Landkreis Miesbach zuständig ist.

Für die Betreuung der Arbeitslosengeld-II–Empfänger nach dem SGB II ist der Landkreis Miesbach als zugelassener kommunaler Träger zuständig. Beim Jobcenter sind 452 Arbeitslose gemeldet – 19 weniger als im Juni. Insgesamt betreut das Jobcenter 1.248 erwerbsfähige Leistungsberechtigte, die in 986 sogenannten Bedarfsgemeinschaften leben.

Bis zum 26. Juli hat es zudem 1.405 Anzeigen für Kurzarbeit gegeben – 20 mehr als im Juni – für 13.437 Mitarbeiter – das sind 176 mehr als im Juni. Das Förderinstrument Kurzarbeit sei in dieser Zeit wichtig, damit Unternehmen an ihrem Personal festhalten können, sagt Agenturleiter Michael Schankweiler.

Update, 17.25 Uhr: Tegernseer Volkstheater startet

Noch immer gelten die von der bayerischen Staatsregierung und deren Behörden wegen der Corona-Pandemie erlassenen Auflagen beim Durchführen kultureller Veranstaltungen. Dennoch möchte das Team im Tegernseer Volkstheater Einheimischen und Gästen wieder die Möglichkeit bieten, einen unterhaltsamen und kurzweiligen Abend im Ludwig-Thoma-Saal zu genießen.

Dabei werden die aktuell geltenden Abstandsregeln und Hygienevorschriften berücksichtigt. Dies bedeutet auch, dass nur 60 Personen im Stammhaus in Tegernsee Platz finden. Dennoch möchte Theaterchef Andreas Kern zurück auf die Bühne. Besucher werden angehalten, sich an die Vorgaben zu halten. Mund- und Nasenschutz muss beim Betreten und Verlassen des Saales getragen werden. Am Platz darf er abgenommen werden. Durch die Vorgaben sind Einlass und Ausgang nur bedingt für eine Anzahl an Personen zugänglich. Ein Aufenthalt im Vorraum ist nur mit Maske und Abstand möglich. „Die Programme werden ohne Pause gespielt, da es auch da zu Problemen kommen könnte“, heißt es in einer Mitteilung. „Verkauf von Getränken ist auch nicht möglich.“ Auch wer die sanitären Einrichtungen nutzen möchte, muss gewisse Vorgaben einhalten.

Start im Saal ist am Samstag, 29. August, um 20 Uhr. Der bayerische Volksschauspieler Andreas Kern präsentiert „Wiener Lieder & Gschicht‘n“. Zu den einzelnen Liedern unterhält er die Besucher augenzwinkernd mit amüsanten Geschichten aus und über Wien, witzigen Anekdoten und lehrreichen Historien über die große Kaffeehaus-Tradition, die typischen Wiener Fiaker, die Weinseligkeit und natürlich die Liebe. Begleitet wird Andreas Kern dabei vom ebenso charmanten wie humorvollen Pianisten Alois Rettenaicher.

Am Freitag, 4. September, um 20 Uhr, startet das Theater dann mit dem Stück „Passwort zum Herzen“. Die Familie Kern spielt auf der Bühne dieses Stück als Ersatz für das geplante Programm „Herz auf der Flucht“. Da die Proben für das neueste Werk von Andreas Kern aufgrund der geltenden Corona-Bestimmungen nicht möglich waren, wird die Premiere ins Jahr 2021 verschoben. Dennoch wird das Familienensemble ein Stück präsentieren, das für Abwechslung vom Alltag und unterhaltsame Minuten sorgen soll.

Weitere Termine in Tegernsee sind der 11., 12., 18., 19. und 25. September, jeweils um 20 Uhr. Tickets für die Termine sind in allen Tourist-Informationen am Tegernsee und direkt beim Tegernseer Volkstheater erhältlich – auch online unter www.tegernseer-volkstheater.de.

Update, 4. August, 11.55 Uhr: Verfassungsschutzinformationen vorgestellt

Im Rahmen der aktuellen Corona-Pandemie instrumentalisieren Extremisten aller Phänomenbereiche die Corona-Pandemie, um ihre demokratiefeindlichen Ideologien zu verbreiten. Das sagt Bayerns Innenminister Joachim Herrmann, als er jüngst die Verfassungsschutzinformationen für das erste Halbjahr 2020 vorgestellt hat.

"Selbst die absurdesten Verschwörungsmythen haben momentan regelrecht Hochkonjunktur. Sie entbehren jeder Faktenbasis, sind aber geeignet, größere Bevölkerungskreise mit einer grundlegenden Unzufriedenheit mit dem Rechtsstaat zu infizieren", erklärt er.

Extremisten knüpfen – wenn auch mit unterschiedlichen Zielsetzungen und Erklärungsmustern – vor allem an die im Netz kursierenden Verschwörungsmythen über den Ursprung der Pandemie an. "Sie wollen auf allen Ebenen die Unzufriedenheit mit dem demokratischen System weiter schüren und so mehr Zustimmung für ihre extremistischen Ziele erreichen", sagt Herrmann.

Die Bandbreite reiche dabei von Schuldzuweisungen an bestimmte Bevölkerungsgruppen wie Migranten oder Juden bis hin zu einer angeblichen geheimen Weltregierung. Dabei würden auch wie beim aus den USA stammenden Verschwörungsmythos Qanon antisemitische Vorurteile geschürt. Rechtsextremistische Akteure hätten das Potenzial dieser Verschwörungsmythen und ihrer viralen Verbreitung im Netz rasch erkannt. So wollen sie neue Anhänger gewinnen.

"Unter dem Stichwort 'Corona-Diktatur' werfen sie staatlichen Stellen vor, im Schatten der Pandemie die Bevölkerung völlig zu entrechten und gleichzeitig unbemerkt eine Massenimmigration mit dem Ziel der Marginalisierung des deutschen Volkes zu betreiben“, erklärt Herrmann.

Neben rassistisch motivierten Schuldzuweisungen an Ausländer und Asylbewerber als Überträger des Virus würden auch antisemitische Stereotype verbreitet. So würden Personen jüdischen Glaubens als Drahtzieher und Nutznießer der Pandemie bezichtigt.

Ziel der Linksextremisten sei ebenfalls, ihre demokratie- und rechtstaatsfeindliche Ideologie auf eine größere Bühne zu tragen und über ihr eigenes Kernklientel hinaus neue Anhänger zu finden. Die Maßnahmen, um die Pandemie einzudämmen, würden von der Szene als ein Vorwand zum angeblichen Ausbau staatlicher Repression gewertet, die jeden Einzelnen seiner Freiheitsrechte berauben wolle. Die bestehenden Ängste vor einer Rezession und dem Verlust von Arbeitsplätzen würden darüber hinaus instrumentalisiert, um gegen eine angebliche Kumpanei zwischen Politik und Kapital zu hetzen.

Als Patent-Lösung aller Probleme propagiere die Szene auch angesichts der Pandemie, das bestehende unterdrückerische, kapitalistische System zu zerstören. "Linksextremisten begreifen die Situation als Chance, den Systemwechsel zu erzwingen, auch mit Gewalt", sagt Herrmann.

In diesen Zusammenhang seien auch die Brandanschläge auf Mobilfunkmasten einzuordnen. Diese Aktionen richten sich gegen die neue 5G-Technologie als Technik-Gefängnis-Welt, mit der die Menschen mehr als je zuvor überwacht werden sollen. In der Szene sinkt die Hemmschwelle, Gewalt gegen Personen anzuwenden oder zumindest als Kollateralschaden bei Sachbeschädigungen in Kauf zu nehmen. Die Aggression richte sich dabei in jüngster Zeit auch gegen Medienvertreter.

Auch Islamisten reagieren auf die Corona-Pandemie. Für die Sicherheit westlicher Staaten sei laut Herrmann dabei weniger die vorgenommene propagandistische Umdeutung der Pandemie eine Gefahr, sondern vielmehr die Schlussfolgerung, die vor allem Jihadisten aus der aktuellen globalen Krise ziehen: "Die Corona-Pandemie hat aufgezeigt, wie verwundbar Staaten, Gesellschaften und die Weltwirtschaft angesichts einer solchen Notlage sind. Vor diesem Hintergrund könnte das Bedrohungsszenario des Bioterrorismus neue Aktualität entfalten."

Der islamistische Terrorismus stelle weiterhin eine Bedrohung für die Sicherheit dar. "Leider zeigen die Anschläge im ersten Halbjahr 2020 in Frankreich und Großbritannien, dass Europa und damit auch Deutschland weiterhin im Zielspektrum jihadistischer Organisationen und radikalisierter Einzelpersonen stehen", sagt Herrmann.

Im Übrigen sei feststellbar, dass die Grenzen zwischen dem sogenannten legalistischen Islamismus und dem Salafismus zunehmend verschwimmen und sich die einzelnen islamistischen Strömungen gegenseitig beeinflussen und letztlich transformieren können. Die übergeordnete Zielsetzung und das verbindende Kernelement der Errichtung eines scharia-basierten Staats bleibe dabei weiterhin bestehen.

"Die Aufgabe von uns allen muss weiterhin sein, unsere Demokratie zu schützen und zu verteidigen – ganz besonders in der heutigen Zeit", erklärt Herrmann.

Update, 3. August, 12.35 Uhr: Kampagne zu Hygienemaßnahmen

Am Dienstag, 4. August, startet bayernweit eine Aufklärungskampagne im öffentlichen Nahverkehr. Hinter der Kampagne mit dem Motto „Gemeinsam sicher ans Ziel“ steht die Bayerische Eisenbahngesellschaft (BEG), die den Regional- und S-Bahn-Verkehr im Auftrag des Freistaats plant, finanziert und kontrolliert. An der Entwicklung der Kampagne waren auch die bayerischen Verkehrsunternehmen und -verbünde beteiligt.

Um die Corona-Hygieneauflagen einzuhalten, wird auch auf verstärkte Innenreinigung in Bussen und Zügen gesetzt. Die Bayerische Eisenbahngesellschaft (BEG) macht nun in der Kampagne „Gemeinsam sicher ans Ziel“ darauf aufmerksam.

Die Kampagne rückt die Maßnahmen ins Rampenlicht, die von den Verkehrsunternehmen umgesetzt werden, um die Fahrt in Regionalzügen, S-Bahnen und Bussen so sicher wie möglich zu machen. Dazu zählen die verstärkte Innenreinigung in den Fahrzeugen, kürzere Reinigungs- und Desinfektionsintervalle sowie hohe Hygienevorgaben für Mitarbeiter. Thematisiert wird ebenso der Beitrag, den die Fahrgäste leisten, nämlich insbesondere das Tragen von Mund-Nasen-Bedeckungen im öffentlichen Nahverkehr sowie zum Beispiel die Entscheidung für den Kauf eines Online-Tickets. Das Motto der Kampagne – „Gemeinsam sicher ans Ziel“ – unterstreicht diese gemeinsame Verantwortung von Verkehrsunternehmen und Fahrgästen für die Sicherheit aller.

„Das Coronavirus ist nicht weg. Es ist nach wie vor wichtig, dass wir aufmerksam bleiben“, erklärt Bärbel Fuchs, Geschäftsführerin der BEG, den Ausgangspunkt der Kampagne. „Aber es ist ebenso wichtig, die Risiken im Alltag richtig einzuordnen. Angesichts der umfangreichen Schutzmaßnahmen der Verkehrsunternehmen einerseits sowie der Bedeckung von Mund und Nase durch Fahrgäste und Personal andererseits ist eine Fahrt mit den öffentlichen Verkehrsmitteln auch weiterhin eine sichere und umweltfreundliche Alternative zum Auto. Wenn wir Rücksicht aufeinander nehmen, erhöht das die Sicherheit für alle und bringt uns gemeinsam sicher ans Ziel.“

Mit der Kampagne „Gemeinsam sicher ans Ziel“ soll in Zeiten von Corona über Hygienemaßnahmen in Bussen und Bahnen aufgeklärt werden.

Die Kampagne läuft ab 4. August bis Mitte September schwerpunktmäßig in Form von Außenwerbung auf Großflächen, Citylights, Mega-Light-Postern und Infoscreens. Zusätzlich werden Online-Medien und soziale Netzwerke bespielt. Den Verkehrsunternehmen werden Scheibenaufkleber mit den wichtigen Kernbotschaften zu den Hygienemaßnahmen in den Verkehrsmitteln zur Verfügung gestellt. Außerdem bringt ein kurzer Film den Fahrgästen die Schutzmaßnahmen und Verhaltensregeln näher. Das Video, das die BEG gemeinsam mit den Eisenbahnverkehrsunternehmen entwickelt hat, und weitere Informationen zur Kampagne sind auf www.bahnland-bayern.de/sicher zu finden.

Update, 14.45 Uhr: Holzkirchner Zehner

Die „Holzkirchner Zehner“-Gutscheine im Wert von 10 Euro, um die örtliche Gastronomie zu unterstützen, werden von der Verwaltung der Marktgemeinde bis spätestens Freitag, 7. August, an alle Bürger mit Erstwohnsitz in Holzkirchen versendet. Der Marktgemeinderat hatte die Aktion Mitte Juli einstimmig beschlossen.

Die Holzkirchner Bürger können den Holzkirchner Zehner im Postkartenformat bis 31. Dezember 2020 in allen teilnehmenden gastronomischen Betrieben einlösen. Bisher beteiligen sich 25 Betriebe an der Aktion. Man erkennt sie am aufgehängten Poster im Eingangsbereich. Zudem sind sie auf der Internetseite der Gemeinde aufgelistet. Standortförderin Elisabeth Zehetmaier ist sich sicher: „Die Zahl der teilnehmenden Betriebe wird sich bestimmt noch deutlich erhöhen, wenn die Aktion erst einmal angelaufen ist.“

Was ist beim Einlösen des Gutscheins zu beachten?

Eine Barauszahlung ist nicht möglich. Der Gutschein kann nicht in Stücken eingelöst werden. Die Summe in Höhe von 10 Euro muss im Gesamten abgeleistet werden. Rückgeld oder Retourwert in Gutscheinform wird nicht zurückgegeben. Der Gastro-Gutschein ist innerhalb der Familie beziehungsweise eines Haushalts übertragbar. Dazu muss auf dem Anschriftenfeld der berechtigte Verwender des Gutscheins zusätzlich vermerkt werden.

Pro Person und Essen kann nur ein Gastro-Gutschein eingelöst werden. Ein Beispiel: Vier Personen bestellen vier Essen. Es kann mit vier Gutscheinen bezahlt werden. Der Gastro-Gutschein kann für den guten Zweck auch beim Rathaus am Briefkasten gespendet werden, erklärt Elisabeth Zehetmaier.

Die teilnehmenden Betriebe und Richtlinien werden laufend aktualisiert. Weitere Infos sind online zu finden.

Update, 2. August, 9.25 Uhr: Badeweiher geschlossen

Der Badeweiher in Osterwarngau wird bis auf Weiteres nicht geöffnet. Darüber informiert Bürgermeister Klaus Thurnhuber auf der Internetseite der Gemeinde. Anlass sind die derzeit geltenden Corona-Regeln, wonach ein Hygienekonzept umgesetzt werden müsste. „Die Überwachung und Durchsetzung dieser Regeln ist mit dem verfügbaren Personal der Gemeinde nicht zu gewährleisten“, heißt es weiter. „Wir können unter diesen Umständen nicht verantworten, den Badeweiher zu befüllen.“

Update, 12.20 Uhr: Badespaß trotz Corona

Nachdem enorme Hitzerekorde in diesem Sommer bislang ausgeblieben sind, rechnen Meteorologen zu diesem Wochenende mit steigenden Temperaturen und reichlich Sonnenstunden. „Bestes Badewetter also für alle Wasserratten“, sagt Andreas Heiß vom Serviceteam der KKH Kaufmännische Krankenkasse in Rosenheim. „Poolparty für die Kids im eigenen Garten, Ausdauerschwimmen im Freibadbecken oder Relaxen am Badesee – Planschvergnügen gibt es vielerorts für Groß und Klein. Doch nicht nur wegen der Corona-Infektionsgefahr sollten beim Baden einige Regeln beachtet werden.“

Freibäder mit Hygienekonzept

Alle öffentlichen Freibäder mussten aufgrund der Corona-Auflagen ein Hygienekonzept vorlegen und entsprechende Maßnahmen zum Schutz der Badegäste umsetzen. „Die Regeln können vielerorts unterschiedlich ausfallen. Einheitliche Standards bis auf das Einhalten des Abstandsgebotes gibt es nicht“, erklärt Andreas Heiß.

Die Auflagen variieren vom Kauf von Online-Tickets, die vorab gebucht werden müssen, bis hin zu gesperrten Rutschen oder Duschen. „Auch die Zahl der erlaubten Badegäste, die sich zeitgleich im Wasserbecken aufhalten dürfen, hängt von der Größe des Schwimmbades ab und wird unterschiedlich, zum Beispiel über das Anlegen von Armbändern, geregelt“, sagt Andreas Heiß.

Eine direkte Infektionsgefahr mit Covid-19 über das Badewasser, das in Freibädern über Filteranlagen und Chemikalien wie Chlor intensiv gereinigt wird, schätzt das Umweltbundesamt als höchst unwahrscheinlich ein.

Abstandhalten an Badesee oder Strand

Wer natürliche Gewässer bevorzugt, findet an Badeseen und Stränden von Ost- und Nordsee Alternativen für eine Abkühlung. „Aber gerade weil sich viele Menschen den Badespaß durch Corona-Auflagen in Freibädern nicht vermiesen lassen möchten, erleben Badeseen und Strände aktuell einen enormen Zulauf. Deshalb sollte hier beim Sprung ins kühle Nass vor allem auf das Einhalten der Abstandsregeln geachtet werden“, erinnert Andreas Heiß.

In manchen Regionen mussten Seen und Strandabschnitte aufgrund von Besucheranstürmen bereits zeitweise gesperrt werden. In anderen Teilen der Bundesrepublik wie Mecklenburg-Vorpommern sind an der Küste Tagestouristen erst gar nicht zugelassen.

„Menschenansammlungen sind zurecht wegen der Infektionsgefahr mit Covid-19 unbedingt zu vermeiden“, appelliert Andreas Heiß an das Gewissen der Badegäste.

Wasserqualität: Gesundheitsgefahr durch Keime

Wer sich am Badesee erfrischen will, muss zudem auf die Wasserqualität acht geben. „Wenn der See faulig riecht oder auf der Wasseroberfläche grün-blau schimmernde Schlieren zu erkennen sind, sollte man besser nicht darin baden. Denn wer Keime und Bakterien wie Blaualgen verschluckt, riskiert Übelkeit, Durchfallerkrankungen und Hautirritationen“, erklärt Andreas Heiß.

Am besten ist es, sich vor dem Badesee-Besuch über die Wasserqualität im Internet beim Umweltbundesamt zu erkundigen. Bade-Verbotsschilder sind unbedingt zu beachten.

Sorgen vor einer Infizierung mit Covid-19-Erregern über natürliche Gewässer, die nicht wie im Freibad mit Chemikalien desinfiziert werden können, müssen Besucher aber nicht haben. Laut Umweltbundesamt gibt es keine Hinweise darauf, dass das Coronavirus über das Wasser übertragen wird.

Badeunfälle: Ungeübte Schwimmer beaufsichtigen!

Während des Lockdowns mussten zahlreiche Schwimmkurse pausieren. Die Folge: Viele Kinder konnten in der Corona-Krise nicht schwimmen lernen und ihr Seepferdchen- oder Bronze-Abzeichen ablegen. „Den Kindern fehlt vor allem die Praxis und Kontinuität“, sagt Andreas Heiß.

Damit steigt die Gefahr für tödliche Badeunfälle. Deshalb sollten Eltern ihren Nachwuchs auch beim Spielen am Badestrand oder im flachen Wasserbecken unbedingt beaufsichtigen. Ebenso sollten aber auch Erwachsene ihre Kräfte nicht überschätzen: „Das gilt vor allem beim Schwimmen in unbewachten Gewässern.“

Sicherheit auch im Gartenpool

Um Hygiene-Auflagen und Menschenansammlungen an Bade-Hotspots zu umgehen, haben sich viele Gartenbesitzer in der Corona-Krise einen eigenen Pool gekauft. Aber auch diese können für Nichtschwimmer zur tödlichen Gefahr werden. „Deshalb sind Grundstückseigentümer verpflichtet, den Zugang zu Schwimmbecken oder Gartenteichen abzusichern“, sagt Andreas Heiß.

Für einen ungetrübten Badespaß müssen Poolbesitzer das Badewasser regelmäßig über eine Filteranlage und mithilfe von Chlortabletten oder Sauerstoff-Tabs reinigen. Über den pH-Wert lässt sich die Wasserqualität regelmäßig überprüfen.

Vorbericht vom 1. August:

Die Marktgemeinde Holzkirchen baut die Öffnungszeiten des Einwohneramtes unter Corona-Bedingungen weiter aus. Ab Montag, 3. August, ist das Einwohneramt auch wieder montags, von 8 bis 12 Uhr und von 14 bis 16 Uhr, ohne Terminvereinbarung geöffnet. Bereits seit 1. Juli können Besucher mittwochvormittags ohne Terminvereinbarung ins Einwohneramt kommen.

An allen anderen Tagen gilt für Erledigungen im Einwohneramt weiterhin die Terminregelung. Ebenso sind persönliche Vorsprachen in den anderen Abteilungen des Rathauses wie gehabt nur mit vorheriger Terminvereinbarung möglich. Viele Anliegen lassen sich unabhängig von Öffnungszeiten telefonisch oder per E-Mail regeln. Deshalb die Bitte, auch weiterhin vorrangig diese Kommunikationswege zu nutzen.

Beim Besuch des Rathauses sind die Bürger angehalten, einzeln und ohne Begleitperson zu erscheinen. Es gilt ein Abstandsgebot von mindestens 1,5 Metern sowie die Maskenpflicht. Außerdem ist die Besucherlenkung im Rathaus zu beachten.

ft; ksl

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