Aktuelle Infos im News-Ticker

Coronavirus im Landkreis Miesbach: Fälle in einer Woche mehr als verdoppelt

Diese Grafik zeigt, wie sich die Fallzahlen in Sachen Coronavirus im Landkreis Miesbach entwickelt haben.
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Diese Grafik zeigt, wie sich die Fallzahlen in Sachen Coronavirus im Landkreis Miesbach entwickelt haben.

Landkreis – Die Zahl der am Coronavirus Erkrankten im Landkreis Miesbach stagniert. Aktuelle Infos zu Covid-19 gibt es in unserem News-Ticker:

Das Wichtigste in Kürze:

  • Am 5. März sind die ersten beiden Corona-Fälle im Landkreis Miesbach bekannt geworden. Am 26. März ist der erste Patient im Krankenhaus Agatharied an der Krankheit verstorben. Mittlerweile sind die Fallzahlen unter Kontrolle.
  • Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat am 16. März den Katastrophenfall ausgerufen, der inzwischen aufgehoben ist.
  • Seit dem 27. April gibt es eine Maskenpflicht fürs Einkaufen und Benutzen der öffentlichen Verkehrsmittel.
  • Viele Veranstaltungen sind abgesagt worden. Mindestens bis 31. August sind Großveranstaltungen verboten.

Service:

Update, 18.05 Uhr: Neuer News-Ticker

Hier geht es zum neuen Ticker mit allen aktuellen Informationen rund um das Coronavirus im Landkreis Miesbach.

Update, 10 Uhr: Asylunterkunft in Otterfing erneut unter Quarantäne

Für alle Bewohner der Asylunterkunft am Pitzarweg in Otterfing wurde erneut Quarantäne angeordnet, nachdem ein Bewohner positiv auf das Coronavirus getestet wurde. Darüber informiert Sprecherin Sophie-Marie Stadler vom Landratsamt in Miesbach. Bereits Ende April musste die Sammelunterkunft, in der regulär 37 Einzelpersonen leben, wegen drei positiven Fällen unter Quarantäne gestellt werden.

Der positiv getestete Bewohner und sein direkter Mitbewohner wurden in eine derzeit freistehende Wohnung für Asylbewerber in einem anderen Ort gebracht. Auch alle weiteren Bewohner wurden vorsorglich auf das Virus getestet. Die Abgrenzung von engen Kontaktpersonen in Sammelunterkünften ist kaum möglich. Deshalb müssen alle Bewohner des Objekts in Quarantäne. Das Gesundheitsamt und der Fachbereich Ausländer- und Asylangelegenheiten organisieren die Maßnahmen vor Ort.

Die Bewohner haben die Möglichkeit, sich im Freien aufzuhalten. Dazu wurde die Unterkunft mit einem Bauzaun umzäunt. Mitarbeiter eines Sicherheitsdienstes achten darauf, dass die Quarantäne eingehalten wird. Die Versorgung der Bewohner ist sichergestellt.

Diese Grafik zeigt, wie sich die Neuinfektionen in Sachen Coronavirus im Landkreis Miesbach entwickelt haben.

Darüber hinaus gestalten sich die Corona-Zahlen im Landkreis folgendermaßen: Auch wenn die Gesamtzahl der derzeit positiv bestätigten Fälle mit 9 im Vergleich zur Gesamtbevölkerung gering erscheinen mag, hat sich die Zahl der bestätigten Fälle in einer Woche mehr als verdoppelt. Das Kontaktpersonenmanagement des Gesundheitsamts betreut zudem etwa 50 Personen unter Quarantäne.

Das Gesundheitsamt appelliert deshalb noch einmal eindringlich an alle Bewohner des Landkreises Miesbach: Bei allem Verständnis für den Wunsch nach Lockerungen, bitte halten Sie Abstand, tragen Sie Mundschutz und waschen Sie sich regelmäßig und gründlich die Hände. Unverantwortliches Handeln riskiert erneute Einschränkungen für alle Landkreisbürger.

Die Zahl der Corona-Erkrankten verteilt sich auf den Landkreis Miesbach wie folgt:

  • Bad Wiessee: 45 (aktiv: 0)
  • Bayrischzell: 16 (aktiv: 0)
  • Fischbachau: 57 (aktiv: 0)
  • Gmund: 55 (aktiv: 1)
  • Hausham: 33 (aktiv: 0)
  • Holzkirchen: 75 (aktiv: 0)
  • Irschenberg: 23 (aktiv: 1)
  • Kreuth: 15 (aktiv: 0)
  • Miesbach: 44 (aktiv: 0)
  • Otterfing: 22 (aktiv: 1)
  • Rottach-Egern: 38 (aktiv: 1)
  • Schliersee: 60 (aktiv: 5)
  • Tegernsee: 17 (aktiv: 0)
  • Valley: 13 (aktiv: 0)
  • Waakirchen: 25 (aktiv: 0)
  • Warngau: 10 (aktiv: 0)
  • Weyarn: 26 (aktiv: 0)
  • Sonstige: 27 (aktiv: 0)

Update, 31. Juli, 6 Uhr: Kritik im Stadtrat

In Miesbach wird Kritik an der Corona-Strategie laut. Im Stadtentwicklungsausschuss hat nun Markus Seemüller gefordert, die strengen Regeln aufzuheben. Mehr dazu hier.

Update, 29. Juli, 18.20 Uhr: Abschlusszeugnisse in Gmund

Nicht einmal, sondern gleich viermal hat die Realschule Tegernseer Tal ihre 122 Absolventen zum Abschluss gefeiert. Alles nur wegen Corona.

Update, 28. Juli, 11.50 Uhr: Auszeit für Caritas-Pflegekräfte

Nach dem Corona-Stress haben Caritas-Pflegekräfte eine kleine Auszeit erhalten und Kamele, Lamas sowie Esel in Valley besucht. Wie das ablief, lesen Sie hier.

Update, 18 Uhr: Probenstart auf Abstand

Es wird dienstags gesungen im Bürgersaal. Nach vier Monaten Zwangspause trifft sich der Chor „Mundwerk“ des Musikvereins Hausham wieder zu gemeinsamen Proben. Arnim Wittich, der den gemischten Chor seit knapp zwei Jahren leitet, ist froh, dass es weitergeht – wenn auch unter erschwerten Bedingungen.

Sobald mehr als 21 Personen zur Probe angemeldet sind, wird diese im Zwei-Schicht-System durchgeführt. Grundlage dafür ist ein sorgsam ausgearbeitetes, vom Gesundheitsamt Miesbach genehmigtes Hygienekonzept. Mithilfe der festgelegten Abstandsregeln, passender Desinfektion und viel Zwischenlüften widmen sich die Sänger wieder dem Spaß am Klang der Crossover-Stücke von Pop über Rock bis Gospel.

Übrigens ist der Chor noch auf der Suche nach singbegeisterten Männern. Vorkenntnisse sind von Vorteil, aber kein Muss. Schnuppern ist immer dienstags, um 19.30 Uhr, im Haushamer Bürgersaal möglich. Bitte vorher unter Telefon 08041/7999512 anmelden.

Update, 27. Juli, 10.25 Uhr: Verantwortung für Natur

Die Sommerferien in Bayern sind am Wochenende gestartet. Für viele Urlauber sind wegen der Corona-Pandemie die bayerischen Regionen besonders attraktive Reiseziele. Umweltminister Thorsten Glauber hat zum Ferienauftakt eine Wanderung im Naturpark Fränkische Schweiz – Frankenjura unternommen.

Glauber: "Urlaub daheim ist das klare Motto in Corona-Zeiten. Bayerns beliebte Urlaubsregionen werden in diesen Ferien Zuspruch finden wie noch nie. Natururlaub in der Fränkischen Schweiz zum Beispiel bietet wunderbare Landschaft und ist pure Erholung. Urlaub daheim bedeutet aber auch eine ganz besondere Verantwortung und Wertschätzung für den Lebensraum Natur. Respektvolles und achtsames Verhalten in unserer Natur steht dabei im Mittelpunkt. Ich appelliere an alle Gäste, sorgsam mit unserer Natur und unserer Pflanzen- und Tierwelt umzugehen. Bitte nehmen Sie Rücksicht und achten Sie auf sich, andere Menschen und die Umwelt."

Auch müssen die Maskenpflicht, die geforderten Mindestabstände sowie die weiteren aktuellen Regeln aufgrund der Corona-Pandemie eingehalten werden.

Bayern bietet zahlreiche vielfältige und wertvolle Natur- und Kulturlandschaften mit etwa 80.000 heimischen Tier-, Pflanzen- und Pilzarten. Für Touristen gibt es eine große Auswahl attraktiver Ziele – von den waldreichen Mittelgebirgen Nord- und Ostbayerns bis zu den Alpen im Süden. Freizeittipps für die ganze Familie hat das bayerische Umweltministerium unter www.natururlaub.bayern.de zusammengestellt. So lassen sich mit wenigen Klicks Radtouren entlang der schönsten Sehenswürdigkeiten Bayerns oder der Besuch eines Geo-Lehrpfads planen.

Mit corona-bedingter Verzögerung ist auch Deutschlands größte Natur- und Umweltbildungsaktion "Bayern-Tour-Natur" im Juli an den Start gegangen und bietet allen Naturfreunden über die Sommerferien bis in den Herbst hinein noch jede Menge spannende Freizeitaktivitäten, um Natur und Landschaft hautnah zu erleben.

Um im Urlaub die heimische Natur zu genießen und gleichzeitig zu schonen, bedarf es der Mithilfe aller Besucher. Viele Tiere und Pflanzen sind hochspezialisiert auf einen bestimmten Lebensraum und reagieren sensibel. Wer die wichtigsten Verhaltensregeln beachtet, kann Bayerns vielfältige Natur entdecken und zugleich bewahren.

Maßgeblich sind jeweils die näheren Bestimmungen vor Ort, die häufig auf Hinweistafeln und Bekanntmachungen zu finden sind. In einigen Gebieten, beispielsweise in Nationalparks, Biosphärenreservaten und vielen Naturparks, gibt es Informationseinrichtungen für Besucher und Ranger, die als Ansprechpartner vor Ort anzutreffen sind. Diese geben Auskunft zu besonderen Naturerlebnissen in der Region sowie Hinweise zu respektvollem Verhalten in der Natur.

Generell ist es beispielsweise wichtig, auf den markierten Wegen zu bleiben. Sperren sind zu beachten, auch um sich nicht selbst in Gefahr zu bringen. Tiere sollten nicht gefüttert werden. Zelten oder Grillen sollte man nur an den dafür vorgesehenen und entsprechend ausgewiesenen Plätzen, Abfälle jeglicher Art wieder mit nach Hause nehmen. Auf das Sammeln und Mitnehmen von Pflanzen und Tieren sollte verzichtet werden.

Mehr Hinweise gibt es im Online-Ratgeber "Freizeit und Natur".

Update, 18.14 Uhr: Digitaler Elternsprechtag

Neue Wege ist die Realschule Tegernseer Tal angesichts der Corona-Krise in Sachen Elternsprechtag gegangen. Ein Resümee lesen Sie hier.

Update, 26. Juli, 11.55 Uhr: Kostenlose Corona-Tests am Flughafen

Reiserückkehrer können sich am Flughafen München ab sofort kostenlos auf das neuartige Coronavirus testen lassen. Darauf weist Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml hin und betont: „Wir müssen aufpassen, dass Reiserückkehrer keine neuen Infektionen mit nach Hause bringen. Deshalb ist es sinnvoll, sich schon am Flughafen testen zu lassen. Mit der kostenlosen Testmöglichkeit für Reiserückkehrer setzen wir in Bayern den Beschluss der Gesundheitsministerkonferenz um. Denn klar ist: Der Schutz der Bevölkerung vor dem neuartigen Coronavirus hat für uns oberste Priorität.“ 

Die Ministerin hebt hervor: „Schon bisher hatten Passagiere am Münchner Flughafen die Möglichkeit, sich kostenpflichtig auf eine mögliche Coronavirus-Infektion testen zu lassen. Entsprechende Tests hatte die Tochtergesellschaft des Flughafens, Medi-Care, im medizinischen Zentrum des Flughafens angeboten. Dieses Angebot wird nun kostenfrei vom Freistaat zur Verfügung gestellt.“

Huml ergänzt: „Tests von Reiserückkehrern sind sinnvoll. In Bayern haben wir schon am 1. Juli die Möglichkeit geschaffen, dass jeder sich kostenlos beim Vertragsarzt testen lassen kann – auch ohne Symptome.“

Update, 18.25 Uhr: Bilanz zum Volksfest to go

Volks- und Habererfest sind in diesem Jahr corona-bedingt zum ersten Mal kombiniert worden. Statt gemütlichem Beisammensein gab es die Klassiker to go. Eine Bilanz gibt es hier.

Update, 14.55 Uhr: Clowns vor der Klinik

Seit über zwei Jahrzehnten besuchen die Klinik-Clowns kranke Kinder, Senioren sowie behinderte und schwer kranke Menschen in den entsprechenden Einrichtungen. Auch im Kreiskrankenhaus Agatharied gehen sie schon seit Langem auf Visite. In Zeiten von Corona, da Besuchseinschränkungen gelten, finden die Besuche hier wie an anderen Orten vor der Einrichtung statt.

Die Klinik-Clowns Dr. Lala Schubidu und Prof. Lupino erheitern die Patienten im Krankenhaus Agatharied.

Die Klinik-Clowns Dr. Lala Schubidu und Prof. Lupino, die normalerweise jede Woche in Agatharied auf der Kinderstation und auf verschiedenen Stationen für ältere Menschen für Freude sorgen, erfreuen derzeit Patienten, Angehörige und Krankenhausmitarbeiter aus der nötigen Distanz mit Clownerie und Luftballons in Form von Herzen und Blumen.

Update, 12.25 Uhr: Schliersee-Lauf 2020

Großveranstaltungen sind wegen Corona aktuell verboten. Der Schliersee-Lauf soll zeigen, wie es mit 1.200 Teilnehmern trotzdem geht. Wie, das lesen Sie hier.

Update, 25. Juli, 9.15 Uhr: Digitale Angebote

Ein digitaler Lotse, ein Chatbot, eine Kurzarbeitergeld-App: Innerhalb kürzester Zeit hat die Bundesagentur für Arbeit (BA) drei Online-Angebote in der Hochphase der Corona-Zeit entwickelt. Sie unterstützen Betroffene, in der Krisensituation schnell und unkompliziert Leistungen zu beantragen und Anliegen online zu klären.

Seit Beginn der Corona-Krise arbeitet der IT-Bereich der BA intensiv an der Weiterentwicklung seiner Online-Plattform, plant und konzipiert neue eServices und passt Leistungsverfahren an, um eine schnelle Bearbeitung der Kundenanliegen sicherzustellen.

  1. Der digitale Lotse: Kunden, die während der Corona-Krise in finanzielle Nöte geraten, können Unterstützungsleistungen der Grundsicherung (Arbeitslosengeld II) beantragen. Seit zirka zwei Monaten können Betroffene ihren Anspruch in einem neuen eService überprüfen. In fünf einfachen Schritten lässt sich in einem Chatbot ermitteln, ob möglicherweise ein Anspruch besteht. Sollte dies der Fall sein, erfolgt eine automatische Weiterleitung zum Antrag auf Arbeitslosengeld II. Der sogenannte digitale Lotse ist auf den Internetseiten der Grundsicherung zu finden und wird in den kommenden Monaten kontinuierlich optimiert. Die Ergebnisse des Chatbot-Dialogs sind rechtlich nicht bindend. Kunden können sich weiterhin telefonisch an ihr zuständiges Jobcenter wenden und sich beraten lassen.
  2. Der Chatbot UDO – Kurzarbeit einfach erklärt und beantragt: Im Rahmen des #WirVsVirus-Hackathons der Bundesregierung entwickelte ein ehrenamtlich tätiges Projektteam einen Chatbot, der Arbeitgeber von Anfang bis Ende durch den Prozess der Anzeige von Kurzarbeit führt. Seit Anfang April ist die Internetseite kurzarbeit-einfach.de online, auf der Arbeitgeber sich nicht nur über die Grundlagen von Kurzarbeit informieren können. Chatbot UDO ermöglicht von der Krise betroffenen Arbeitgebern auch, mit Hilfe eines Fragenkataloges Kurzarbeit anzuzeigen. UDO unterstützt jetzt auch beim zweiten wichtigen Schritt, Kurzarbeitergeld erstattet zu bekommen: Dafür muss der Kurzarbeitergeldantrag plus Abrechnungsliste bei der zuständigen Agentur für Arbeit eingehen. Der Chatbot hilft Schritt für Schritt beim Ausfüllen des gesamten Antrags und unterstützt bei aufkommenden Fragen. Markus Schmitz, Generalbevollmächtigter der BA: „Ich freue mich sehr, dass wir mit UDO ein zusätzliches Online-Angebot bereitstellen können, das Unternehmen in der Krisensituation hilft, schnell und unkompliziert Kurzarbeit anzuzeigen und zu beantragen. UDO ermöglicht es, per Online-Chat in leicht verständlicher Sprache Kurzarbeit anzuzeigen und das ist ab jetzt neu auch den Leistungsantrag digital zu erstellen. Innerhalb von nur 48 Stunden ist es dem Entwickler-Team beim #WirVsVirus-Hackathon der Bundesregierung gelungen, den dynamischen Chatbot mit intuitiver Nutzerführung zu entwickeln. Eine großartige Leistung, die es zurecht in die Top 20 des Hackathons geschafft hat.“
  3. Die Kug-App der BA: Die im Zuge der Corona-Krise speziell für Arbeitgeber neu entwickelte App ermöglicht es, Unterlagen und Nachweise zum Kurzarbeitergeld (KUG) digital an die zuständige Agentur für Arbeit zu senden. Nutzer müssen sich dafür in den Onlinedienstleistungen der BA nicht zusätzlich anmelden beziehungsweise registrieren. Nach dem Herunterladen der App können Arbeitgeber Unterlagen und Dokumente zu KUG-Anträgen per Smartphone-Kamera einscannen, hochladen und elektronisch an die zuständige Agentur für Arbeit versenden. Über die eingegebene Postleitzahl wird der Betriebssitz ermittelt und die Dokumente automatisch an die richtige Stelle weitergeleitet. Seit Anfang Juni ist die KUG-App in den App-Stores von Apple und Google zu finden.

Update, 24. Juli, 13.45 Uhr: Aktuelle Fallzahlen

Die Zahl der Neuinfektionen ist weiterhin stabil, berichtet Sprecherin Sophie-Marie Stadler vom Landratsamt in Miesbach. Lediglich bei vier Personen wurde im Laufe der Woche eine Infektion bestätigt. Die vier Neuinfizierten sind die einzigen aktiven Fälle im Landkreis.

Die Zahl der Corona-Erkrankten verteilt sich auf den Landkreis Miesbach wie folgt:

  • Bad Wiessee: 45 (aktiv: 0)
  • Bayrischzell: 16 (aktiv: 0)
  • Fischbachau: 57 (aktiv: 0)
  • Gmund: 55 (aktiv: 1)
  • Hausham: 33 (aktiv: 0)
  • Holzkirchen: 75 (aktiv: 0)
  • Irschenberg: 22 (aktiv: 0)
  • Kreuth: 15 (aktiv: 0)
  • Miesbach: 44 (aktiv: 0)
  • Otterfing: 21 (aktiv: 0)
  • Rottach-Egern: 37 (aktiv: 0)
  • Schliersee: 58 (aktiv: 3)
  • Tegernsee: 17 (aktiv: 0)
  • Valley: 13 (aktiv: 0)
  • Waakirchen: 25 (aktiv: 0)
  • Warngau: 10 (aktiv: 0)
  • Weyarn: 26 (aktiv: 0)
  • Sonstige: 27 (aktiv: 0)

Update, 23. Juli, 16.25 Uhr: Appell aus dem Krankenhaus

Seit Wochen gibt es in ganz Deutschland immer mehr Corona-Lockerungen: Schulen haben geöffnet, der Biergarten- und Friseurbesuch ist wieder erlaubt und auch Versammlungen dürfen immer größer werden. Dies passt hervorragend zur Sommer- und Urlaubslaune und die Menschen freuen sich, wieder den so notwendigen sozialen Kontakten nachgehen zu können. Dies macht sich auch an den Besucherzahlen im Krankenhaus Agatharied bemerkbar – leider aber nicht nur positiv.

Durch die Pandemie waren und sind die Besuche mittels Besuchsregelungen im Krankenhäusern deutlich eingeschränkt worden. Viele nicht dringend notwendige Kontakte können dadurch vermieden und Infektionsketten unterbrochen werden. Gleichzeitig wird im Krankenhaus immer versucht, den Aufenthalt für Patienten möglichst angenehm zu gestalten, wozu selbstverständlich auch der Besuch von Familie und Freunden zählt. Die tägliche Besuchszeit wurde bereits von 30 auf 60 Minuten pro Patient erhöht und die Stationen versuchen trotz aller Einschränkungen individuelle Lösungen zu finden.

"Dennoch verschwindet durch den erfreulichen Rückgang der Fallzahlen in den vergangenen Wochen gleichzeitig auch die Wichtigkeit der weiteren Einhaltung einiger Vorschriften – vor allem im Krankenhaus – immer mehr aus dem Gedächtnis der Menschen", erklärt Krankenhaus-Sprecherin Rosa Gerg. "Die Besuchsregeln werden möglichst ausgereizt und teilweise wird sogar getrickst, um noch länger oder öfter die Liebsten im Krankenhaus besuchen zu können." Dies ist aus menschlicher Sicht höchst verständlich, aber aus medizinischer Sicht und zum Wohle der Allgemeinheit nicht erstrebenswert. Vor allem an den Wochenenden werden im Krankenhaus Agatharied immer mehr und mehr Besucher registriert.

Warum sind seit dem Coronavirus Besucher eine Belastung für das Krankenhaus?

Jeder Kontakt beinhaltet eine potenzielle Gefahr der Ansteckung oder Übertragung des Covid-19-Virus. Damit riskiert jeder Besucher und jeder Patient, das Auslösen einer zusätzlichen Infektionsausbreitung. Zudem haben viele Patienten im Krankenhaus ein schlechteres Immunsystem, was zusätzlich zu einem erhöhten Übertragungsrisiko führt.

Aktuell darf jeder Patient im Krankenhaus pro Tag einen Besucher für 60 Minuten empfangen. Die gewünschte Besuchsperson wird bei der Aufnahme vom Patienten angegeben.

Um gegebenenfalls Infektionsketten nachvollziehen zu können, ist das Krankenhaus verpflichtet auch von allen Besuchern die Personalien und die zu besuchende Person aufzunehmen und dies mit den Angaben des Patienten zu vergleichen. Außerdem wird im System vermerkt, an welchem Tag und zu welcher Uhrzeit der Besucher erscheint. Dieser wird angehalten, die aktuellen Hygienemaßnahmen, wie die Einhaltung des Mindestabstandes, Maskenpflicht im gesamten Haus und Händedesinfektion zu berücksichtigen. Zusätzlich muss jeder Besucher vom ärztlichen Personal über den aktuellen Gesundheitszustand oder mögliche Symptome befragt werden und eine Temperaturmessung wird vorgenommen. Selbstverständlich haben viele Besucher noch zusätzliche Fragen, welche natürlich ausführlich beantwortet werden.

All diese dringend notwendigen Maßnahmen führen zu einem erheblichen administrativen und personellen Mehraufwand, der bei den stetig steigenden Patienten und Besucherzahlen das Krankenhaus an die Belastungsgrenze bringt.

Was können Patienten und Besucher konkret tun, um die Situation zu verbessern?

Die einzige wirklich effiziente Lösung ist, die Besuche auf ein absolutes Minimum zu reduzieren.

"Die große Bitte an alle Mitmenschen ist daher, sich nicht nur an die vorgegebenen Hygiene- und Besuchsregelungen zu halten, sondern generell jeden Besuch nochmal zu überdenken", heißt es weiter. "Vor allem im Falle von nur kurzen Patientenverweildauern von ein bis drei Tagen ist es im Hinblick auf die Pandemie-Situation aus Sicht des Krankenhauses zumutbar, auf einen Besuch komplett zu verzichten und Alternativen zu nutzen." Zum Beispiel können Patienten im Krankenhaus kostenlos das Bayern-WLAN nutzen, was auch wunderbar für Videotelefonate oder ähnliches mit den Liebsten zu Hause verwendet werden kann.

Medizinisch notwendige Begleitpersonen, wie zum Beispiel Angehörige dementer Patienten, Eltern von kleinen Kindern oder Dolmetscher sind selbstverständlich willkommen.

Update, 22. Juli, 18.15 Uhr: Unternehmen in der Transformation

Viele bayerische Unternehmen müssen sich verändern, um nachhaltig erfolgreich zu sein. Die Corona-Krise hat die Transformation oft noch dringlicher gemacht. Welche finanziellen Hilfeleistungen und Innovationsförderungen es für die Betriebe gibt, hat das bayerische Wirtschaftsministerium bei der Veranstaltung "Unternehmen in der Transformation – Durchstarten trotz Corona-Krise" in Würzburg vorgestellt. Die Veranstaltungsreihe wird gemeinsam mit den bayerischen Arbeitgeberverbänden bayme vbm und vbw organisiert, mit dabei sind Referenten der LfA-Förderbank Bayern, Bayern-Innovativ und der Regionaldirektion Bayern der Bundesagentur für Arbeit.

In den kommenden Wochen und Monaten finden Folgeveranstaltungen in allen bayerischen Regierungsbezirken statt. Alle Termine sowie die Anmeldungsmöglichkeiten zu den künftigen Veranstaltungen gibt es online unter www.unternehmenstransformation.bayern.

Update, 19.30 Uhr: Bessere Zeiten für die Kultur

Auf bessere Zeiten nach dem Corona-Lockdown hofft man im Kulturbereich auch im Waitzinger Keller in Miesbach. Mehr dazu lesen Sie hier.

Update, 20. Juli, 8.25 Uhr: Umfrage zu Urlaub

Eine aktuelle YouGov-Umfrage im Auftrag der DEVK-Versicherungen zeigt, welche Auswirkungen die Corona-Pandemie auf die Urlaubspläne der Deutschen hat. In Bayern haben die meisten Befragten ihre Reisepläne geändert. Sie verbringen ihren Urlaub jetzt voraussichtlich in Deutschland oder bleiben zu Hause.

Mitte Juni hat das Auswärtige Amt die Reisewarnung für die meisten Länder aufgehoben. Dennoch verbringen gut die Hälfte der Deutschen die Sommerferien voraussichtlich zu Hause. In Bayern sind es 48 Prozent. Im eigenen Land wollen gerade einmal 18 Prozent der Bayern Urlaub machen. Vergleichsweise viele Befragte geben das in Thüringen an (42 Prozent). Das zeigt eine aktuelle YouGov-Umfrage im Auftrag der DEVK-Versicherungen mit mehr als 2.000 Befragten. Aus Bayern verreisen demnach 26 Prozent innerhalb der EU – im bundesweiten Vergleich sind es nur 16 Prozent. 35 Prozent der Deutschen bevorzugen dabei Südeuropa – das heißt Italien, Kroatien, Malta, Portugal, Slowenien und Spanien. Auch die mitteleuropäischen Länder wie Luxemburg, Österreich, Polen oder Ungarn sind beliebte Ziele (23 Prozent).

Junge Leute trauen sich ins Ausland

Vor allem junge Leute bis 24 Jahre sind dem Ausland positiv gewogen: 27 Prozent wollen diesen Sommer Urlaub innerhalb der EU machen, 8 Prozent möchten sogar ins außereuropäische Ausland reisen. In Bayern wagt das nur 1 Prozent aller Befragten. Die ältere Generation ab 45 Jahre geht ebenfalls kein Risiko ein und bleibt lieber mehrheitlich zu Hause. Bei den über 55-Jährigen geben das 56 Prozent der Deutschen an. Auch Frauen sind vorsichtiger und bleiben in Deutschland (22 Prozent) oder ganz zu Hause (56 Prozent). Bei den Männern sind es nur 45 Prozent, die den Sommer zu Hause verbringen.

Berge und Meer locken Touristen

Für diejenigen, die in Deutschland Sommerurlaub machen, ist Bayern mit 17 Prozent das Top-Reiseziel. Mecklenburg-Vorpommern musste sich mit 16 Prozent knapp geschlagen geben. Insgesamt machen die Deutschen gerne Urlaub im Norden: Je 11 Prozent der Befragten wollen nach Niedersachsen und Schleswig-Holstein reisen. Starke Touristenmagneten dürften dort die Küsten an Nord- und Ostsee sein.

Laut Umfrage verbringen die meisten Bayern diesen Sommer zu Hause.

Auch schon vor der Corona-Krise haben deutsche Urlauber ihr Heimatland als Reiseziel bevorzugt. Laut der jährlichen Reiseanalyse der Forschungsgemeinschaft Urlaub und Reisen ist Deutschland nach wie vor Urlaubsziel Nummer 1: 26 Prozent der Deutschen sind 2019 im eigenen Land verreist – ähnlich viele wie diesen Sommer. Auf Platz 2 landete im Vorjahr Spanien mit 12,7 Prozent, gefolgt von Italien mit 8,7 Prozent.

Corona stellt Pläne auf den Kopf

Doch dieses Jahr ist vieles anders: Knapp die Hälfte der Befragten haben ihre Reisepläne aufgrund der Corona-Krise geändert. In Bayern geben 28 Prozent an, außerplanmäßig zu Hause zu bleiben. 16 Prozent haben das ursprüngliche Ziel verworfen und verbringen ihren Urlaub jetzt woanders. Immerhin 31 Prozent der Bayern werden ihre Reise wie geplant antreten. Zum Vergleich: Von den Befragten aus Nordrhein-Westfalen machen lediglich 22 Prozent planmäßig Urlaub.

Versichert reisen

Nicht nur bei der Urlaubsplanung gehen die Deutschen auf Nummer sicher: Wer trotz Corona verreist, macht sich besonders Gedanken über die richtige Absicherung. Für 24 Prozent der Deutschen ist die Reiserücktrittversicherung entscheidend. Sie zahlt allerdings nicht, wenn man aus Sorge über die Auswirkungen der Pandemie den Urlaub nicht antreten will. Aber sie übernimmt die Stornierungskosten, wenn Reisende oder nahe Angehörige zum Beispiel an Corona erkranken.

Nicht überraschend: 22 Prozent finden eine Auslandsreise-Krankenversicherung wichtig. Denn wer außerhalb Deutschlands erkrankt oder einen Unfall hat, ist damit medizinisch gut abgesichert.

Update, 17. Juli, 13.35 Uhr: Landratsamt nennt aktuelle Zahlen

"Die Zahl der Neuinfektionen ist im Landkreis weiter stabil", teilt das Landratsamt Miesbach mit. In Holzkirchen kam zwar ein weiterer bestätigter Fall hinzu. Da die Person aber im gleichen Hausstand wie die beiden zuvor infizierten Personen lebt, sei das Infektionsgeschehen bereits unter Kontrolle.

Im Laufe der Woche konnten bis auf zwei Männer in Otterfing und die Neuinfektion in Holzkirchen alle Personen aus der Quarantäne entlassen werden. Damit gibt es derzeit drei aktive Fälle im Landkreis.

Diese Woche wurden 23 Bewohner und 23 Mitarbeiter einer Pflegeeinrichtung abgestrichen, nachdem ein Mitarbeiter, der in einer Gemeinschaftsunterkunft für Asylsuchende in Bad Tölz wohnt, positiv getestet wurde. Die Abstrichergebnisse aller Bewohner und Kollegen waren negativ.

Update, 16. Juli, 10.25 Uhr: Gsotthaber Hof öffnet wieder

Das Museum im Gsotthaber Hof in Rottach-Egern öffnet am Freitag, 17. Juli, wieder seine Türen. Von Dienstag bis Sonntag, 10 bis 17 Uhr, haben Besucher die Möglichkeit, bäuerliche Lebensweise und Brauchtum kennen zu lernen. Als besonderes Zuckerl stellt der Reichersbeurer Künstler Werner Härtl seine Bilder „Landleben in Mist“ bis Ende 2020 im gesamten Gsotthaber Hof aus. 

Update, 15. Juli, 17.15 Uhr: Landräte-Tagung in Rottach-Egern

Die Corona-Pandemie und die Kosten waren dominierendes Thema der Tagung der Landräte im Rottacher Seeforum. Worum es konkret ging, lesen Sie in unserem Artikel.

Update, 13. Juli, 13.35 Uhr: Kunstworkshop „Zusammen stark“

Eigentlich sollte Anfang Mai ein Kunstworkshop mit dem Titel „Zusammen stark“ im Atelier Farbenspiel starten. Da dies wegen der Kontaktbeschränkungen nicht möglich war, haben sich der veranstaltende Verein "Hilfe von Mensch zu Mensch" und Künstlerin Barbara Gerbl vom Atelier Farbenspiel in Miesbach kurzerhand dazu entschlossen, Kunstaktionen für zu Hause anzubieten.

Über vier Wochen bekamen die Kinder aus dem Landkreis Miesbach jede Woche eine neue Malaufgabe. „Zahlreiche Bilder wurden zurückgeschickt und mit Unterstützung des Waitzinger Kellers in Miesbach auf ein großes Banner und drei Plakate gedruckt“, berichtet Projektleiterin Mareike Paulus.

Das farbenfrohe Ergebnis ist nun an der Außenwand und in den Schaukästen des Waitzinger Kellers zu bestaunen, ebenso wie in der Grundschule an der Baumgartenstraße in Holzkirchen. Auch das Projektbüro von "Hilfe von Mensch zu Mensch" in Miesbach zieren die fröhlichen Kinderbilder. „Die Banner verbildlichen das Motto des Projekts besonders anschaulich: Zusammen stark“, freut sich Paulus.

Das Ergebnis des Kunstworkshops ist am Waitzinger Keller zu sehen.

Update, 12.55 Uhr: Spielarena öffnet wieder

Nach dem Corona-Lockdown öffnet um 14 Uhr die Spielarena in Bad Wiessee erstmals wieder. Auch am Samstag, 11., am Sonntag, 12. Juli, und an den kommenden beiden Wochenenden plant Betreiber Sepp Niedermayer zu öffnen. Mehr zum Thema hier.

Update, 10. Juli, 10 Uhr: Zwei weitere Neuinfektionen

Das Landratsamt Miesbach meldet zwei weitere Neuinfektionen. Zwei Männer sind positiv auf das Coronavirus getestet worden. Sie wohnen in zwei benachbarten Wohnungen in der Gemeinde Otterfing. "Es ist davon auszugehen, dass der eine den anderen angesteckt hat", erklärt Landratsamt-Sprecherin Sophie-Marie Stadler.

Inzwischen sind die Testergebnisse aller engen Kontaktpersonen, die in den beiden Haushalten leben, im Gesundheitsamt eingetroffen: Alle Haushaltsmitglieder sind negativ, stehen aber weiterhin unter Quarantäne. Weitere mögliche Kontaktpersonen werden durch das Contact-Tracing-Team derzeit ermittelt.

Die Zahl der aktiven Fälle im Landkreis steigt damit auf sieben Personen.

Update, 14.45 Uhr: Veranstaltungsreihe „Gut Kaltenbrunn Open-Air“

Die Veranstaltungsreihe „Gut Kaltenbrunn Open-Air“ wird bei der 2. Ausgabe seit dem Neustart ausgebremst. Das Open-Air gibt es erst 2021 wieder. Konzerte von „Best of Austropop“ und Konstantin Wecker sollten am 7. und 8. August stattfinden. Aufgrund von Corona hat der Münchner Veranstalter Kulturgipfel sie aber abgesagt.

Für den neuen Termin im kommenden Jahr gibt es eine Änderung im Programm: Konstantin Wecker ist nicht dabei. Stattdessen wird laut Veranstalter mit dem Herbert-Pixner-Projekt ein idealer Ersatz auf der Bühne zu erleben sein. Das Konzert findet am Donnerstag, 5. August 2021, statt.

Das für heuer geplante Konzert „Best of Austropop“ wird auf den 6. August 2021 verlegt. Dafür gekaufte Eintrittskarten behalten ihre Gültigkeit für den Ersatztermin. Tickets für das Konzert von Konstantin Wecker können an der Vorverkaufsstelle zurückgegeben werden, bei der die Karten gekauft wurden. Der Vorverkauf für das Herbert-Pixner-Projekt beginnt im August.

Update, 8. Juli, 10 Uhr: Neue Lockerungen beim Sport

Der Ministerrat hat weitere Lockerungen im Sport beschlossen. Wie Bayerns Innenminister Joachim Herrmann mitteilt, können Wettkämpfe in kontaktfrei betriebenen Sportarten unter Beachtung der Hygiene- und Schutzmaßnahmen auch in geschlossenen Räumen durchgeführt werden. "Außerdem ist auch Training mit Körperkontakt zugelassen, sofern in festen Trainingsgruppen trainiert wird", sagt der Sportminister. 

Der Wettkampfbetrieb für kontaktfrei betriebene Sportarten in geschlossenen Räumen soll dem Wettkampf unter freiem Himmel gleichgestellt werden. Neben den erforderlichen Hygiene- und Schutzmaßnahmen des Indoorsportbetriebs ist zur weiteren Verringerung des Infektionsrisikos die Teilnehmerzahl auf höchstens 100 Personen zu begrenzen. Herrmann: "Wenn ausreichend Abstand gehalten werden kann, dürfen sogar bis zu 200 Teilnehmer oder Funktionäre dabei sein."

Sport mit Körperkontakt ist bisher nur zugelassen für das Training der Berufssportler und Kaderathleten sowie für den Tanzsport mit festem Tanzpartner. Jetzt sollen nach dem Vorschlag des Sportministers aber auch Fußballer, Handballer und andere Mannschaftssportler wieder voll trainieren dürfen.

Herrmann: "Insbesondere während der Ferienzeit wollen wir Kindern und Jugendlichen ermöglichen, im Mannschaftssport das spielerische Moment auszuleben und wieder sportarttypische Inhalte aufzunehmen. Das heißt zum Beispiel für Fußballer nicht nur kontaktloses Training, sondern auch Training mit Zweikampf und Körperkontakt.“ Voraussetzung ist allerdings eine möglichst feste, überschaubare und überwiegend gleichbleibende Gruppe, um eine Kontaktnachverfolgung im Falle einer Corona-Infektion möglich zu machen. 

Auch bei Kampfsportarten greifen Neuerungen: Hier wird wegen des grundsätzlich höheren Infektionsrisikos künftig eine Trainingsgruppe in Kampfsportarten, wie zum Beispiel Judo, mit maximal fünf Personen wieder zulässig sein. Der Ministerrat hat das Staatsministerium für Gesundheit und Pflege damit beauftragt, die notwendigen Änderungen in der entsprechenden Infektionsschutzmaßnahmenverordnung umzusetzen, damit die Lockerungsschritte schon ab 8. Juli gelten.

Update, 18.45 Uhr: Ratschkathl in Holzkirchen

Unter dem Motto "Pack ma‘s wieder" startet die Ratschkathl nach der Corona-Pause wieder ihre Touren durch Holzkirchen. Mehr dazu erfahren Sie in unserem Artikel.

Update, 11 Uhr: Oberland-Kinocenter in Hausham bleibt zu

Filmfans brauchen noch ein wenig Geduld: Das Oberland-Kinocenter in Hausham bleibt weiter geschlossen. Die Kinobetriebe Wolf haben den geplanten Eröffnungstermin am 16. Juli verschoben. Als Grund nennt Katha Sohnius, Marketingleiterin der Kinobetriebe Wolf, die erneuten Startverschiebungen von "Tenet" und "Mulan" als erste große Neustarts seit dem Corona-Lockdown. Diese hätten das Familienunternehmen dazu gezwungen, von einer Wiedereröffnung ihrer Mainstream-Kinos – darunter Hausham – vorerst abzusehen.

"Natürlich verstehen wir die große Enttäuschung unserer treuen Gäste. Wir haben viel Zuspruch erhalten, nachdem wir den Wiedereröffnungstermin bekannt gegeben haben", erklärt Sohnius. Mit Hochdruck sei an einem Hygienekonzept gearbeitet und seien weitere Maßnahmen zum Schutz von Gästen und Mitarbeitern – etwa durch freie Plätze zwischen einzelnen Buchungen und Desinfektionsspender – ergriffen worden.

"Aber natürlich muss auch das Filmprogramm entsprechend attraktiv für einen Kinobesuch sein, bei den aktuellen Zeiten noch mehr als sonst", weiß Sohnius. "Ausschließlich mit älterem Repertoire oder kleineren Nischenfilmen im Programm können wir unseren Gästen kein schönes Kinoerlebnis bieten. Auch ein kostendeckender Spielbetrieb ist so kaum möglich. Wir hoffen, dass die Gründe für die Verschiebung der Wiedereröffnung nachvollziehbar sind und freuen uns schon sehr darauf, die Türen bald wieder aufzumachen." 

Update, 7. Juli, 6.10 Uhr: Umbau der Tegernseer Hütte

Der Umbau der Tegernseer Hütte macht gute Fortschritte. Der neue Quergiebel ist fertig, sodass wohl bald auch wieder Gäste bewirtet werden können. Mehr dazu lesen Sie hier.

Update, 6. Juli, 9.40 Uhr: Drei weitere Infizierte

Das Landratsamt Miesbach meldet drei weitere mit dem SARS-CoV-2-Virus Infizierte. Somit ist die Zahl der aktiven Fälle im Landkreis wieder auf fünf gestiegen, wie Sprecherin Sophie-Marie Stadler erklärt. Die drei jüngst positiv Getesteten hielten sich zuletzt dauerhaft im gleichen Haushalt in Weyarn auf. „Eine der drei infizierten Personen ist in Weyarn gemeldet, die zweite in Miesbach und die dritte im Landkreis Dachau“, berichtet Stadler.

Um die Infektionsketten möglichst zu unterbrechen, wurde die häusliche Quarantäne für alle in der Weyarner Wohnung angeordnet. Die Infektion wurde bei einem der Bewohner zufällig vom Hausarzt festgestellt, woraufhin die Haushaltsmitglieder ebenfalls abgestrichen wurden.

Die vierte im Haushalt lebende Person verbringt die Quarantäne trotz eines negativen Testergebnisses als enge Kontaktperson ebenfalls in der Wohnung. Das Gesundheitsamt ermittelt mögliche weitere Kontaktpersonen.

Update, 5. Juli, 17.55 Uhr: Zahlen und Fakten zum Tourismus

Laut einer Studie hat die Corona-Krise im Tegernseer Tal bisher knapp 50 Millionen Euro Minus im Tourismus verursacht. Ein Ende ist noch nicht in Sicht.

Update, 16.10 Uhr: Corona-Helden auf dem Prüfstand

Deutschlands Krankenhäuser haben die erste Welle der Corona-Pandemie trotz vieler Widrigkeiten bewundernswert gemeistert. Es gab keine Engpässe in der stationären Versorgung der Covid-19-Patienten und die Sterberate war hierzulande deutlich niedriger als in anderen betroffenen Regionen. Die beispiellose Einsatzbereitschaft bescherte allen Beteiligten großen Dank und täglichen Applaus. Debatten über eine notwendige Krankenhausreform sind vorerst verstummt. Aber was folgt nach dem Ausnahmezustand?

Nicht nur der Vorsitzende des Weltärztebundes, Frank Ulrich Montgomery, hat seiner Hoffnung Ausdruck verliehen, dass all diejenigen, die „uns in den vergangenen Jahren die Betten streichen und Krankenhäuser schließen wollten, nun gesehen haben, wie gut es war, dass wir unsere Kapazitäten haben".

Eine weitere Debatte zur künftigen Krankenhauslandschaft in Deutschland erwartet auch Michael Kelbel, Geschäftsführer des Krankenhauses Agatharied: „In den vergangenen Jahren kreisten die Diskussionen über die richtige Krankenhausstruktur in unserem Land stets um Effizienz und Ökonomie. Die angebliche Sorge um die Qualität der Patientenversorgung war stets vorgeschoben, um damit das eigentliche Vorhaben der Reduzierung der Krankenhäuser und der Krankenhausbetten zu begründen. Dass wir uns jetzt in der Pandemie dennoch so gut behaupten können, ist der Kompetenz, Kreativität und Einsatzbereitschaft unserer Mitarbeiter in den verschiedenen Bereichen zu verdanken – aber nicht zuletzt auch der Tatsache, dass uns noch ausreichend Krankenhausbetten zur Verfügung stehen.“

Sollen Krankenhäuser trotz der Pandemie schließen?

Bereits 2016 hat die Leopoldina-Akademie der Wissenschaften in einem umfassenden Thesenpapier zur Genesung der Krankenhauslandschaft die Ansicht vertreten, von den mehr als 1.600 allgemeinen Krankenhäusern in Deutschland könnten die meisten geschlossen werden. Die Wissenschaftler waren der Meinung, eine bessere und effizientere Versorgung sei bundesweit mit 330 Klinikzentren umzusetzen. Auch die vielzitierte Studie der Bertelsmann-Stiftung aus dem Juli 2019 führt aus, dass sich viele Komplikationen und Todesfälle durch eine Konzentration auf deutlich unter 600 statt heute knapp 1.400 Kliniken vermeiden ließen. Ebenso gingen damit eine bessere Ausstattung, eine höhere Spezialisierung sowie eine bessere Betreuung durch Fachärzte und Pflegekräfte einher.

Im Krankenhaus Agatharied sind bislang knapp 100 Covid-19-Patienten stationär behandelt worden, 16 wurden intensivmedizinisch versorgt. Aktuell ist kein Covid-19-Patient mehr im Haus. Die Sicherheitsvorkehrungen bei der Patientenaufnahme aber werden weiterhin mit höchster Sorgfalt eingehalten. Besucher des Hauses müssen sich sogar strengeren Regeln fügen, als sie die bayerische Staatsregierung vorgibt. Patienten, bei denen eine Covid-19-Erkrankung nicht durch Test ausgeschlossen werden kann, werden zunächst in Einzelzimmern isoliert. Diese Vorgehensweise in Verbindung mit einer Vorhaltung für den Fall, dass es eine zweite Welle oder aber ein regionales Ereignis zu meistern gilt, führt zu einer deutlichen Kapazitätseinschränkung. Dem Krankenhaus stehen derzeit weit weniger Betten zur Verfügung als vor der Krise. Ein echter Normalbetrieb ist in weiter Ferne.

Das Krankenhaus der Zukunft wird eine Herausforderung

„Wir haben in den vergangenen Monaten vieles gelernt“, sagt Michael Kelbel und mutmaßt, „dass wir einen vernünftigen Weg finden müssen, dauerhaft mit dieser Pandemie umzugehen und vermutlich auch mit vielen weiteren.“ Es wird zum Krankenhausalltag gehören, jeden neuen Patienten, Mitarbeiter und auch Besucher auf eine mögliche Virusinfektion hin zu überprüfen und Infizierte sicher isolieren zu können. Krankenhausstrukturen, Bauvorhaben, Bedarfspläne und Abläufe müssten angepasst, neue Finanzierungsmaßnahmen entwickelt werden. Auch Bundesärztekammer-Präsident Klaus Reinhardt fordert eine Neuregelung der Klinikfinanzierung in Deutschland. Krankenhäuser seien keine Unternehmen, in denen man wie in einem produzierenden Betrieb nur die Auslastung optimieren könne. In den vergangenen Jahren sei die Investitionsfinanzierung völlig unzureichend gewesen.

Schon heute liegen die Ausgaben, die im Krankenhaus Agatharied für die zahlreichen außerordentlichen Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie aufgewendet werden mussten, im siebenstelligen Bereich. Die finanziellen Hilfen, die das Krankenhausentlastungsgesetz und die spezifisch bayerischen Unterstützungspakete dafür vorsehen, können die tatsächlichen Ausgaben voraussichtlich nicht vollständig decken. Noch viel problematischer ist aus der Sicht des Geschäftsführers jedoch die überbordende Bürokratie des DRG-Systems (Diagnosis Related Groups/diagnosebezogene Fallgruppen), das als auf Wettbewerb ausgerichtetes Finanzierungssystem für solche Ausnahmezustände nicht gedacht und gemacht ist. Dass es nicht gelungen ist, dieses System zumindest vorübergehend auszusetzen, findet Michael Kelbel bedenklich, denn so seien bestandsgefährdende Folgen der Pandemie nicht auszuschließen. Sein Fazit: „Das Krankenhaus der Zukunft zu gestalten, wird eine echte Herausforderung.“

Inwieweit die Bestrebungen zur Schließung eines Großteils der Kliniken dazu geeignet sein werden, den besonderen Anforderungen des künftigen Gesundheitssystems gerecht zu werden, bleibt abzuwarten. Die Bertelsmann-Stiftung präsentiert ihre Studie aktuell mit einem Update aus dem Jahr 2020, in dem es heißt: „In einer Situation, in der sowohl Wissenschaft wie Politik auf Sicht fahren und kaum länger als von Woche zu Woche agieren können, ist es viel zu früh, um aus einer unvorhersehbaren Krise grundlegende Schlussfolgerungen für die künftige Krankenhausstruktur abzuleiten. Erst im Rückblick wird deutlich werden, welche Konsequenzen aus der Corona-Pandemie für die Neuausrichtung unserer Versorgungslandschaft ambulant wie stationär zu ziehen sind.“

Michael Kelbel sieht das ähnlich und verweist darauf, dass eine reine Krankenhausstrukturdebatte das Ziel immer verfehlen wird. „Nur, wenn alle Sektoren des Gesundheitswesens in ihrem Zusammenspiel auf den Prüfstand gestellt werden, besteht die Chance, am Ende etwas Sinnvolles zu gestalten.“ Ausgangspunkt der Diskussionen über eine neue Krankenhausstruktur in Deutschland sei schließlich gewesen, dass in unserem Land deutlich mehr Patienten stationär behandelt werden und dies im Durchschnitt auch noch länger als in anderen vergleichbaren Ländern. „Wenn in Zukunft die Patienten nicht in langen Warteschlangen vor den Kliniken stehen sollen, dann muss der Politik etwas Intelligenteres einfallen, als lediglich die Krankenhaus-Kapazitäten zu verknappen.“ Die Erkenntnisse aus der Corona-Krise seien hier nur ein weiterer Punkt, der bei der Strukturdiskussion zu bedenken sei.

Update, 10.55 Uhr: KJR erhält 8.000 Euro

Der Kreisjugendring (KJR) Miesbach möchte als Erleichterung in der Corona-Krise, Familien entlasten und Jugendlichen Möglichkeiten bieten, soziale Kontakte zu pflegen. Das Vorhaben unterstützt der Landkreis mit 8.000 Euro. Den entsprechenden Beschluss fasste der Kreisausschuss in seiner jüngsten Sitzung einstimmig.

Das Geld war ursprünglich als Zuschuss für die Berufsorientierungstage des Kreisjugendrings vorgesehen und sollte über die Standortmarketing-Gesellschaft SMG ausbezahlt werden. Aufgrund der Corona-Krise ist das Projekt für Realschüler aber abgesagt.

Wie Simon Orlando, stellvertretender KJR-Vorsitzender, dem Kreisausschuss erläuterte, plane der Kreisjugendring nun unter anderem ein fünfwöchiges Ferienprogramm an den Standorten Holzkirchen, Miesbach und Neuhaus. Zudem möchte der KJR die Social-Media-Plattform für die Jugendarbeit im Landkreis ausbauen und eine digitale Jugendarbeit aufbauen. „Wir würden dieses Wissen dann gerne an Vereine und Verbände weitergeben“, sagte Orlando.

„Eine grundsätzlich gute Sache“, urteilte Josef Bierschneider (CSU) und brachte damit die allgemeine Einschätzung im Gremium auf den Punkt. Dem Bürgermeister von Kreuth fehlte aber das Tegernseer Tal im Ferienangebot. Das Jugendzentrum Planet X in Tegernsee habe ein eigenes Programm erarbeitet, erklärte Orlando. Für Betreuung und Abwechslung sei also durchaus im gesamten Landkreis gesorgt.

Bierschneiders Haushamer Bürgermeisterkollege Jens Zangenfeind (FWG) ist bewusst, dass für die Angebote auch mal Räumlichkeiten fehlen können. „Die Gemeinden sind gerne bereit, bei Bedarf zu helfen“, sagte er. Landrat Olaf von Löwis blickte weiter voraus und hofft, „dass wir das Ferienprogramm mit dem KJR beibehalten können“.

Update, 9.40 Uhr: Unterstützer für Corona-Stiftung

Anfang Mai gab die Kreissparkasse mit einer Spende den Startschuss für die eigene Corona-Stiftung. Mittlerweile sind über 17.000 Euro zusammengekommen, wie die Bank mitteilt. „Wir sind begeistert von so viel Unterstützung aus dem Landkreis“, freut sich Luitpold Grabmeyer, Stiftungsspezialist der Kreissparkasse.

„Mia helfn zam für den Landkreis“ – mit diesem Slogan macht die Kreissparkasse in den sozialen Medien auf die Stiftung aufmerksam. In kurzen Videos erklären Empfänger, wie sie die Spende verwenden, und bedanken sich für die Mithilfe aus dem Landkreis. Aber nicht nur sie haben die Möglichkeit, ein Video an die Sparkasse zu senden. Auch Spender können mit einer kurzen Aufnahme die Stiftung unterstützen, so wie Landrat Olaf von Löwis. Er hat der Kreissparkasse ein Video zukommen lassen, um im Netz auf die Stiftung aufmerksam zu machen.

„Mia helfn zam für den Landkreis“: Auf den Social-Media-Kanälen der Kreissparkasse sind Videos vom BRK-Kreisverband Miesbach (l.), Landrat Olaf von Löwis (oben r.) und Sparkassenchef Martin Mihalovits zu sehen.

Die Gelder der Stiftung werden ausschließlich an Organisationen aus dem Landkreis verteilt. Spenden gingen bereits an das BRK Miesbach, die DLRG Tegernsee, den Kreisjugendring Miesbach und die Musikschule Tegernseer Tal. „Wir warten täglich auf weitere Anfragen, um unsere Unterstützung über die Corona-Stiftung anbieten zu können“, erklärt Grabmeyer. Soziale Einrichtungen können ihre Spendenanfrage direkt an die Kreissparkasse senden. Alle Informationen dazu gibt es unter www.ksk-mbteg.de/stiftung.

Update, 2. Juli, 7 Uhr: BRK braucht Hilfe

Auch wegen Corona fehlen im Kleiderladen in Hausham die Ehrenamtlichen. Das BRK bittet dringend um Hilfe – sonst droht dem Laden das Aus.

Update, 17.35 Uhr: Neue Corona-Regeln

Um Mitarbeiter und Kunden vor einer möglichen Virusübertragung zu schützen, hat das Landratsamt Miesbach Schutzvorkehrungen getroffen, teilt Sprecherin Sophie-Marie Stadler mit. Persönliche Termine sind wieder in allen Bereichen möglich, jedoch nur nach vorheriger Terminvereinbarung.

Die zuständigen Mitarbeiter holen die Kunden an der Eingangstür des jeweiligen Hauses ab. Kunden können auch am Haupteingang (Haus A gegenüber dem Zulassungsstellen-Parkplatz an der Rosenheimer Straße) klingeln und werden dann über den Bürgerservice zum zuständigen Mitarbeiter gelotst. Die Eingangstüren bleiben zur Kontrolle der Besucherströme noch verschlossen.

In den öffentlichen Bereichen des Landratsamtes muss Mund-Nasen-Schutz getragen werden, wenn der Mindestabstand von 1,5 Metern nicht eingehalten werden kann. Auch beim persönlichen Gespräch muss der Mindestabstand beachtet werden, sonst muss auch hier der Mund-Nasen-Schutz getragen werden.

Die üblichen Öffnungszeiten des Landratsamtes sind:

  • Montag bis Freitag, 7.30 bis 12.30 Uhr
  • Donnerstag, 13.30 bis 18 Uhr.

Update, 15.40 Uhr: Comeback des Turniersports

Mit den GSM-Schäfflertanz-Open startet der GC Valley wieder durch. Bei den Frauen gab es ein klares Ergebnis, die Herren machten es spannend.

Update, 14.45 Uhr: Richtiges Recycling

Der Welt-Umwelttag hat auch das Thema Müll in den Fokus gerückt: Seit Corona gehen bei vielen Haushalten die Restmülltonnen über. Denn, wer mehr Zeit zu Hause verbringt, produziert auch mehr Müll. Richtiges Recycling hilft Müll einzusparen. Denn, je mehr Verpackungen getrennt entsorgt werden, desto weniger Restmüll fällt an. Ein echter Wertstoffkreislauf kann jedoch nur gelingen, wenn Verbraucher die Verpackungen auch richtig entsorgen. Dabei setzt die Molkerei Berchtesgadener Land auf Information und startet eine entsprechende Infokampagne auf den Milchpackungen.

Besonders Familien haben es gemerkt: Wenn alle zu Hause sind, müssen mehr Lebensmittel eingekauft werden. Damit steigt auch die Menge an Verpackungen und die Müllmenge, die entsorgt werden muss. An die Umwelt gedacht, setzen viele Haushalte daher auf Mehrwegverpackungen, denn dabei geht die eigene Tonne bekannterweise leer aus.

Was viele Verbraucher in diesem Zusammenhang nicht wissen: Bereits 2000 hat das Umweltbundesamt in einer offiziellen Ökobilanz für Getränkeverpackungen auch den Getränkekarton als ökologisch vorteilhafte Verpackung bewertet. Das heißt, ihn der 1-Liter-Glas-Mehrwegflasche aus Umweltsicht gleichgestellt.

Gründe dafür sind unter anderem das geringe Gewicht, der hohe Anteil an nachwachsenden Rohstoffen der im Karton steckt und zum Beispiel die hohe Auslastung der Lkw beim Transport aufgrund der eckigen, gut stapelbaren Form.

Seither hat sich der Getränkekarton zudem fortlaufend nachhaltig weiterentwickelt. Der eingesetzte Karton stammt heute meist aus nachhaltiger, FSC-zertifizierter Waldwirtschaft und anderen kontrollierten Quellen. Bei den Frischmilchkartons der Molkerei Berchtesgadener Land besteht die Kunststoffbeschichtung inzwischen sogar aus dem pflanzlich nachwachsenden Rohstoff Zuckerrohr.

Mit der Einführung des gelben Sacks und verbindlicher Recyclingquoten in Deutschland hat die Wertstoffindustrie reagiert. Sie hat neue Technologien zum Recycling für den Getränkekarton entwickelt und die dafür nötigen Anlagenkapazitäten aufgebaut. Heute wird der Getränkekarton als wichtiger Wertstoff gehandelt und erreicht eine Recyclingquote von 75 Prozent in Deutschland.

Viele dieser Fakten zur Nachhaltigkeit des Getränkekartons sind beim Verbraucher jedoch noch zu wenig bekannt. Deshalb informiert die Molkerei Berchtesgadener Land ab sofort auf den Milchpackungen über nachwachsende Rohstoffe, FSC-zertifizierten Rohstoff und richtiges Recycling. Interessierte Verbraucher können außerdem den auf den Packungen abgedruckten QR-Code einscannen und an einem Quiz teilnehmen.

Ziel ist es, den Verbraucher zum Mitmachen, also zum richtigen Entsorgen der Verpackung zu animieren, um die Recyclingquote noch weiter zu steigern. Schon seit den 1990er Jahren werden aus Getränkekartons wieder Wertstoffe gewonnen. So dienen die Kartonfasern beispielsweise als Rohmaterial für hochwertige Kartonprodukte. Die Kunststoff- und Aluminiumfolien werden derzeit in der Zementindustrie verwertet.

Update, 13.55 Uhr: Kitas öffnen wieder

Zum 1. Juli startet der eingeschränkte Regelbetrieb in den bayerischen Kindertageseinrichtungen. Ab diesem Tag können alle gesunden Kinder wieder ihre Kinderkrippe oder ihren Kindergarten besuchen. Damit haben die Familien in Bayern eine verlässliche Perspektive. Darauf haben Bayerns Familienministerin Carolina Trautner und Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml beim Besuch der Kindertageseinrichtung "Flohkiste" in München hingewiesen, in der sowohl Krippen- als auch Kindergartenkinder betreut und gefördert werden.

Familienministerin Carolina Trautner dankt den bayerischen Erziehern für ihre herausragende Arbeit in den vergangenen Wochen und betont: „Der behutsame, schrittweise Weg in der Kinderbetreuung hat sich bewährt. Wir haben immer das Infektionsgeschehen im Blick behalten und schrittweise gelockert, um die erreichten Erfolge bei der Bekämpfung der Pandemie nicht zu gefährden. Dies diente nicht nur dem Gesundheitsschutz, sondern auch der Umsetzung der Hygienekonzepte vor Ort. Unsere Kitas hatten so die Möglichkeit, sich im Rhythmus von zwei Wochen auf die Betreuung mit schrittweise steigenden Kinderzahlen vorzubereiten.“

Für die bayerische Staatsregierung stehen der Gesundheitsschutz der Kinder, ihrer Eltern und auch der Beschäftigten in den Kitas nach wie vor an erster Stelle. Die Ministerinnen haben sich deshalb im Austausch mit den Beschäftigten der Einrichtung ein Bild von der Betreuung der Kinder vor Ort und vom Hygienekonzept gemacht.

Zu Besuch: (v.l.) Gesundheitsministerin Melanie Huml, Geschäftsführer Paritätische Kindertagesbetreuung, Raymond Walke, und Familienministerin Carolina Trautner.

Gesundheitsministerin Melanie Huml unterstreicht: „Unsere bayerische Corona-Strategie der Umsicht und Vorsicht ist richtig. Durch unsere zielgerichteten Maßnahmen ist es in den vergangenen Wochen gelungen, die Ausbreitung des Coronavirus in Bayern wirkungsvoll einzudämmen und deutlich zu verlangsamen. Diesen Weg der stufenweisen Erleichterungen werden wir konsequent weitergehen. Denn jetzt geht es darum, die erzielten Erfolge bei der Eindämmung des Coronavirus nicht zu verspielen.“

Huml ergänzt: „Unverzichtbare Voraussetzung für eine strikte Eindämmung des Virus ist eine hohe Testkapazität. Deshalb weiten wir die Testmöglichkeiten im Freistaat massiv aus. So sieht unser bayerisches Testkonzept auch freiwillige Tests von Erziehern oder Lehrkräften vor.“

Huml verweist anlässlich des Kita-Besuchs auch auf aktuelle Zahlen der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns, denen zufolge bei Kindern und Jugendlichen die Zahl der U-Untersuchungen im März um rund 22 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gesunken ist. Sie betont: „Ich appelliere an die Eltern und Erziehungsberechtigten: Nehmen Sie trotz der Corona-Pandemie wichtige Vorsorgeuntersuchungen für Ihre Kinder wahr. Prävention ist wichtig – gerade auch während der Corona-Pandemie. Denn viele Krankheiten sind heilbar, wenn man sie früh genug erkennt.“

Vorbericht vom 1. Juli:

Der Hospizkreis im Landkreis Miesbach hat dem Krankenhaus Agatharied wie auch bereits mehreren Pflegeheimen zwei Tablets gespendet. Durch diese digitale Lösung können Patienten in dieser Zeit corona-bedingter Besuchereinschränkungen und auch darüber hinaus ab sofort online mit ihren Angehörigen kommunizieren.

Freuen sich über die Tablets: (v.l.) Ulrich Brunner als Vertreter des ärztlichen Direktors im Krankenhaus Agatharied, Joachim Groh, Chefarzt für Palliativmedizin, Franziska Gräfin von Drechsel, Vorsitzende des Hospizkreises im Landkreis Miesbach, Ines Groh, Oberärztin für Palliativmedizin, Sarah Konert und Sabine Kahl, Mitarbeiterinnen der Palliativstation.

Ermöglicht wurde die Spende durch die großzügige Unterstützung der Professor-Otto-Beisheim-Stiftung, die bereit war, die Tablets zu finanzieren. „Der Kontakt zu ihren Angehörigen ist für unsere Patienten enorm wichtig. Es ist schön, dass wir ihnen jetzt zusätzlich einen digitalen Weg anbieten können, um mit ihren Angehörigen in Kontakt zu bleiben.“, erklärt Joachim Groh, Chefarzt der Palliativmedizin im Krankenhaus Agatharied.

Franziska Gräfin von Drechsel, die Vorsitzende des Hospizkreises im Landkreis Miesbach, übergab die Tablets jüngst an Ulrich Brunner als Vertreter des ärztlichen Direktors im Krankenhaus Agatharied, Chefarzt Joachim Groh, Oberärztin Ines Groh sowie Sarah Konert und Sabine Kahl von der Palliativstation.

ft; ksl

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