Aktuelle Infos im News-Ticker

Coronavirus im Landkreis Miesbach: Kitas fordern rasch Tests

Diese Grafik zeigt, wie sich die Fallzahlen in Sachen Coronavirus im Landkreis Miesbach entwickelt haben.
+
Diese Grafik zeigt, wie sich die Fallzahlen in Sachen Coronavirus im Landkreis Miesbach entwickelt haben.

Landkreis – Die Zahl der am Coronavirus Erkrankten im Landkreis Miesbach stagniert. Aktuelle Infos zu Covid-19 gibt es in unserem News-Ticker:

Das Wichtigste in Kürze:

  • Am 5. März sind die ersten beiden Corona-Fälle im Landkreis Miesbach bekannt geworden. Seitdem ist die Zahl der Erkrankten zunächst stetig gestiegen, aber auch die Zahl der aktiven Fälle gesunken. Am 26. März ist der erste Patient im Krankenhaus Agatharied an der Krankheit verstorben.
  • Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat am 16. März den Katastrophenfall ausgerufen, seit 21. März galten strenge Ausgangsregeln im Freistaat Bayern, die seit dem 20. April langsam gelockert werden. Seit dem 27. April gibt es zudem eine Maskenpflicht fürs Einkaufen und Benutzen der öffentlichen Verkehrsmittel.
  • Viele Veranstaltungen sind abgesagt worden, weil der Freistaat diese untersagt hat. Mindestens bis 31. August sind Großveranstaltungen verboten.

Service:

Update, 18.20 Uhr: Neuer News-Ticker

Hier geht es zum neuen Ticker mit allen aktuellen Informationen rund um das Coronavirus im Landkreis Miesbach.

Update, 16.30 Uhr: Schnelle Umsetzung regelmäßiger Corona-Tests

Die Geschäftsführerin des Verbandes katholischer Kindertageseinrichtungen Bayern, Maria Magdalena Hellfritsch, begrüßt ausdrücklich die von Staatsministerin Melanie Huml angekündigte Übernahme der Kosten der Corona-Tests durch den Freistaat. Der katholische Kita-Verband erwartet nun die schnelle Umsetzung der Möglichkeit von regelmäßigen, kostenfreien Corona-Tests für pädagogisches Personal in Kindertageseinrichtungen. „Ab 1. Juli können wieder alle Kinder in den Einrichtungen betreut werden. Damit steigt die Notwendigkeit des erweiterten Risikoschutzes für pädagogisches Personal“, erklärt Hellfritsch.

Schließlich müssten die Kita-Beschäftigten ihrer Tätigkeit weitgehend ungeschützt nachgehen und strikte Abstands- sowie Hygieneregeln seien im pädagogischen Alltag nur eingeschränkt umsetzbar. „Jetzt kommt es darauf an, die Tests für Kita-Personal umgehend flächendeckend einzuführen", betont Maria Magdalena Hellfritsch. Zudem könnten über flächendeckende Tests in Kitas hilfreiche Daten zu Infektionsverläufen gesammelt werden.

Nicht ausreichend sei es, Tests erst dann durchzuführen, wenn bereits Fälle von Covid-19 aufgetreten sind beziehungsweise Kontakt mit Infizierten nachweisbar ist. Regelmäßige Tests seien nicht nur eine medizinische Notwendigkeit, sondern auch aus pädagogischen Gründen unabdingbar. „Erzieher wirken als Vorbilder. Regelmäßige Tests können dazu beitragen, Ängste abzubauen, und unterstützen einen reflektierten Umgang mit den neuen Herausforderungen. Dadurch vermindert sich die Übertragung von Ängsten auf Kinder“, sagt Hellfritsch.

In Bayern sind derzeit mehr als 30.000 Erzieher oder Kinderpfleger in einer der rund 2.770 katholischen Kindertageseinrichtungen tätig. Den Trägern und dem pädagogischen Personal gilt Dank und Anerkennung für den in den vergangenen Monaten geleisteten Einsatz in der gesamtgesellschaftlich benötigten Notbetreuung der Kinder. „Die Systemrelevanz der Kitas ist wohl inzwischen allen Beteiligten deutlich geworden“, betont Hellfritsch.

Update, 13.20 Uhr: Stunde der Lichter

Für längere Zeit hat die evangelisch-lutherische Kirchengemeinde in Bad Wiessee nun aufgrund der Corona-Pandemie kein ökumenisches Taizé-Gebet durchführen können. Bis jetzt.

Da die vorgegebenen Hygienevorschriften erfüllt würden, sei dies nun wieder möglich, teilt Pfarramtssekretärin Elisabeth Demmel mit. Am Dienstag, 14. Juli, findet in der evangelischen Friedenskirche in Bad Wiessee eine ökumenische Stunde der Lichter mit Liedern und Gebeten aus Taizé statt. Beginn ist um 19 Uhr für eine knappe Stunde Besinnung. „Bitte denken Sie daran, Ihren Mundschutz mitzubringen“, heißt es in einer Mitteilung der Kirchengemeinde.

Update, 10.55 Uhr: Jagerhaus wieder geöffnet

Erfreuliche Nachricht: Das Gmunder Heimatmuseum Jagerhaus an der Seestraße 2 ist – nachdem die Schutzmaßnahmen zur Corona-Pandemie umgesetzt wurden – ab Freitag, 3. Juli, wieder zu den gewohnten Zeiten geöffnet – und zwar montags, freitags und sonntags, jeweils von 14 bis 17 Uhr. Veranstaltungen, Ausstellungen und Führungen sind bis auf Weiteres nicht möglich.

Update, 30. Juni, 9.45 Uhr: Freude für Senioren

Nach mehr als drei Monaten lockern sich nun die corona-bedingten Beschränkungen endlich auch in Senioren- und Pflegeheimen sowie Einrichtungen für Menschen mit Behinderung.

Zum Dank fürs Durchhalten in der schwierigen Corona-Zeit gab ein beschwingtes Konzert mit der Rottacher Blasmusik für die Senioren der Gemeinde.

Zum Dank fürs Durchhalten der belastenden Maßnahmen sowohl für Bewohner und Angehörige, als auch Pflegekräfte organisierte die Rottacher Seniorenbeauftragte Marille Tipolt auf dem Parkplatz des Seniorenzentrums Schwaighof und dem Gelände der Seniorenresidenz Wallberg ein beschwingtes Konzert mit der Rottacher Blasmusik. „Der Dank geht an die Lichtblick-Seniorenhilfe für die finanzielle Unterstützung sowie an Hans Weber und seine Musiker für dieses Melodien-Potpourri“, teilt Marille Tipolt mit.

Update, 17 Uhr: Diese Gemeinden sind betroffen

Die Zahl der Corona-Erkrankten verteilt sich auf den Landkreis Miesbach wie folgt:

  • Bad Wiessee: 45 (aktiv: 0)
  • Bayrischzell: 16 (aktiv: 0)
  • Fischbachau: 57 (aktiv: 0)
  • Gmund: 54 (aktiv: 0)
  • Hausham: 33 (aktiv: 0)
  • Holzkirchen: 74 (aktiv: 2)
  • Irschenberg: 22 (aktiv: 0)
  • Kreuth: 15 (aktiv: 0)
  • Miesbach: 43 (aktiv: 0)
  • Otterfing: 19 (aktiv: 0)
  • Rottach-Egern: 37 (aktiv: 0)
  • Schliersee: 55 (aktiv: 0)
  • Tegernsee: 17 (aktiv: 0)
  • Valley: 13 (aktiv: 0)
  • Waakirchen: 25 (aktiv: 0)
  • Warngau: 10 (aktiv: 0)
  • Weyarn: 25 (aktiv: 0)
  • Sonstige: 26 (aktiv: 0)

Update, 12.15 Uhr: Gespräch mit der Politik

Margarete Bause, Bundestagsabgeordnete von Bündnis 90/Die Grünen, die zugleich Betreuungsabgeordnete des Agenturbezirks Rosenheim ist, sprach mit Michael Schankweiler, dem Vorsitzenden der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Rosenheim, über die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf den regionalen Arbeits- und Ausbildungsmarkt.

„Von heute auf morgen hat sich vieles geändert: Zum Schutz unserer Kundenen und Mitarbeiter mussten wir unsere Häuser für den Publikumsverkehr schließen. In diesem Zusammenhang haben wir schnell den Kundenzugang über die Telefonie beziehungsweise den Online-Kanal ausgebaut, um weiterhin gut für unsere Kunden erreichbar zu sein. Bei stark veränderten Rahmenbedingungen lag unser Aufgabenschwerpunkt in der Sicherung und schnellen Gewährung finanzieller Leistungen für die Unternehmen, deren Arbeitnehmer und die arbeitslosen Menschen in der Region. Sehr viele unserer Kunden nutzten unser Beratungsangebot zur Kurzarbeit und zum Arbeitslosengeld. Hier ging und geht es nach wie vor um schnelles Agieren“, sagt Michael Schankweiler, Leiter der Rosenheimer Arbeitsagentur. Er freut sich, dass es für seine Mitarbeiter eine Selbstverständlichkeit war, schnell ihr Aufgabengebiet zu verändern, und ist stolz auf deren mit viel Engagement erreichten Ergebnisse. „Für diese Einsatzbereitschaft möchte ich mich noch einmal bei allen bedanken“, sagt er gegenüber der Bundestagsabgeordneten, die um dieses Gespräch gebeten hatte.

Bundestagsabgeordnete Margarete Bause (Bündnis 90/Die Grünen) ist zugleich Betreuungsabgeordnete des Agenturbezirks Rosenheim und hat um ein Gespräch mit Michael Schankweiler, dem Vorsitzenden der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Rosenheim, gebeten. Thema waren die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf den regionalen Arbeits- und Ausbildungsmarkt.

Besonders interessiert zeigte sich Margarete Bause an den Auswirkungen der Corona-Pandemie auf den Arbeits- und Ausbildungsmarkt. „Mit 10.670 Betroffenen waren im Mai knapp 60 Prozent mehr Arbeitslose gemeldet als im Vergleichsmonat des Vorjahres. Jedoch ist die Arbeitslosenzahl im vergangenen Monat mit 840 Personen deutlich moderater angestiegen als im April, als der Wert noch um 1.940 geklettert ist. Wir sind deshalb vorsichtig optimistisch, dass die Arbeitslosenzahl nicht weiter übermäßig ansteigt“, sagt Schankweiler und fügt hinzu: „Ein gutes Instrument ist dabei die Kurzarbeit, die Betriebe anmelden können, um Entlassungen zu vermeiden. Bis zum Stichtag am 27. Mai sind in der Agentur für Arbeit Rosenheim 6.180 Anträge für 60.750 Beschäftigte eingegangen.“

Auf die Frage der Politikerin, welche Bereiche vom Anstieg der Arbeitslosigkeit stark betroffen seien, nennt Schankweiler unter anderem Tourismus, Gastronomie und Handel.

Ein besonderes Augenmerk legen Bause und Schankweiler bei ihrem Gespräch auch auf den Ausbildungsmarkt. Beide sind sich einig, dass die Unternehmen nach wie vor eine hohe Ausbildungsbereitschaft signalisieren. Der Agenturchef dazu: „Fast alle Betriebe wollen mit der geplanten Ausbildung im Herbst starten, um sich so die Fachkräfte von morgen zu sichern. Inwiefern der Ausbildungsstart im Herbst gelingt, wird jedoch auch stark von der weiteren Entwicklung der Pandemie abhängen. Bei den zuletzt veröffentlichten Zahlen standen knapp 1.600 offene Ausbildungsstellen mit Starttermin im Herbst 1.190 Jugendlichen gegenüber, die auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz sind. Pro Bewerber waren somit rein rechnerisch noch 1,35 unbesetzte Ausbildungsplätze gemeldet“, erklärt Schankweiler und fügt hinzu: „Aber es gibt natürlich Ausbildungsstellen, die nicht mit der Vorstellung oder Qualifikation der jungen Menschen übereinstimmen, oder die regional nicht erreicht werden können, sodass nicht jede offene Ausbildungsstelle zu jedem Bewerber passt.“ Er fügt hinzu, dass die im Konjunkturpaket enthaltene Ausbildungsprämie ein guter Anreiz sei, um die Ausbildungsbereitschaft der Betriebe weiterhin aufrecht zu erhalten.

Margarete Bause bekräftigt ihn darin und sagt: „Ja, es ist sehr wichtig die international anerkannte duale Ausbildung in Deutschland auch zu Corona-Zeiten weiterzuführen und so einen wichtigen Beitrag zur Fachkräftesicherung von morgen zu leisten.“

Am Ende sind sich beide einig, dass die Corona-Pandemie viele Herausforderungen mit sich bringt, dass dadurch aber auch positive Entwicklungen entstehen können. Als Beispiel dafür stehen exemplarisch die Flexibilisierung der Arbeitszeit und das Homeoffice – immer unter Berücksichtigung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

Update, 11.55 Uhr: Otterfing hadert mit Corona

Der Otterfinger Gemeinderat hat jüngst über Straßenbau an Schule und Nordsiedlung diskutiert. Nun sind Anwohner gefragt.

Update, 29. Juni, 10.35 Uhr: Neue Corona-Infektionen

Am Wochenende (27./28. Juni) wurden dem Gesundheitsamt Miesbach zwei neue Infektionen mit dem SARS-CoV-2-Virus gemeldet. Es handelt sich um zwei im gleichen Haushalt lebende Personen aus Holzkirchen. Die erste Person wurde von einem Holzkirchner Hausarzt Ende vergangener Woche getestet. Nachdem das positive Testergebnis an das Gesundheitsamt gemeldet wurde, wurden die beiden weiteren Haushaltsmitglieder am Wochenende vom Gesundheitsamt abgestrichen. Beide gelten als Kontaktperson 1, also als enge Kontaktpersonen. Dabei wurde die zweite infizierte Person festgestellt. Der Abstrich der dritten Person im Haushalt war zwar negativ, als Kontaktperson muss sie jedoch zusammen mit den anderen beiden in voraussichtlich 14-tägige, häusliche Quarantäne. Derzeit werden mögliche weitere Kontaktpersonen ermittelt. Die beiden positiv Getesteten sind inzwischen die einzigen aktiven Fälle im Landkreis.

Diese Grafik zeigt, wie sich die Neuinfektionen in Sachen Coronavirus im Landkreis Miesbach entwickelt haben.

Personen mit Krankheitssymptomen können nach Rücksprache mit dem Hausarzt von niedergelassenen Ärzten getestet werden. Kontaktpersonen werden vom Gesundheitsamt ermittelt und über dieses bei Bedarf am zentralen Testzelt des Landkreises abgestrichen. Da nur positive Befunde von Ärzten und Laboren an die Gesundheitsämter gemeldet werden müssen, ist es nicht möglich, eine Gesamtzahl aller Tests für den Landkreis zu beziffern. Vermutlich werden jede Woche Abstriche im zweistelligen Bereich genommen. Zwischen 28. Mai und 27. Juni waren alle Abstriche im Landkreis Miesbach negativ.

Update, 14.25 Uhr: Com-Team startet wieder

Das Consulting- und Trainingsunternehmen Com-Team nutzt die Chance und hat für das Programm 2020/2021 neue, der derzeitigen Corona-Situation entsprechende Formate weiter- oder neu entwickelt. Außerdem begrüßt das Com-Team-Hotel seine Gäste zurück in Gmund. Es nimmt den Hotel- und Akademiebetrieb wieder auf.

Oberste Priorität hat für Com-Team die Gesundheit der Kunden und Mitarbeiter: Mit einem detaillierten Hygienekonzept unter Einhaltung aller gesetzlich geltenden Richtlinien werden sichere Rahmenbedingungen für alle Seminare geschaffen. Formate, deren Durchführung aus Gründen des Infektionsschutzes nicht in Präsenz möglich ist, werden im geplanten Zeitraum virtuell stattfinden und bleiben somit planungssicher. Auch Inhouse-Seminare erweisen sich gerade in dieser Zeit als eine sowohl flexible als auch äußerst effektive Alternative.

Mehr zum Programm gibt es online.

Update, 28. Juni, 12.05 Uhr: Kultur im Oberbräu startet

Nach der Corona-Zwangspause kehrt das Kultur im Oberbräu in Holzkirchen zurück. Dieses spezielle Programm gibt es ab 4. Juli immer samstags.

Update, 14.55 Uhr: Rathaus öffnet wieder

Die Marktgemeindeverwaltung Holzkirchen probt die schrittweise Öffnung des Rathauses. Ab 1. Juli ist das Einwohneramt mittwochs am Vormittag, von 8 bis 12 Uhr für alle Besucher ohne vorherige Terminvereinbarung geöffnet. Für alle anderen Abteilungen ist es weiterhin notwendig, einen Termin zu vereinbaren.

Die Öffnung des Einwohneramtes ist ein erster Schritt in Richtung Normalbetrieb. Eine Terminvereinbarung für Erledigungen im Pass- und Meldewesen ist für Mittwochvormittag dann nicht mehr möglich.

Die Bürger sind angehalten, einzeln und ohne Begleitperson zu erscheinen. Außerdem gilt für alle Besuche im Rathaus das Abstandsgebot von mindestens 1,5 Metern sowie die Maskenpflicht. Die Marktgemeindeverwaltung bittet die Bürger, am Mittwoch für ihre Besuche im Einwohneramt den Haupteingang am Marktplatz zu nutzen und die Besucherlenkung im Rathaus zu beachten.

An allen anderen Tagen gilt für Erledigungen im Einwohneramt weiterhin die Terminregelung. Ebenso sind persönliche Vorsprachen in allen anderen Aufgabenbereichen des Rathauses wie gehabt nur mit vorheriger Terminvereinbarung möglich.

Zur Terminvereinbarung stehen den Bürgern die folgenden Telefonnummern beziehungsweise E-Mail-Adressen zur Verfügung:

  • Einwohneramt: 08024/6420; einwohneramt@holzkirchen.de
  • Soziales: 08024/6420; soziales@holzkirchen.de
  • Ordnungsamt: 08024/6420; ordnungsamt@holzkirchen.de
  • Standesamt: 08024/6420; standesamt@holzkirchen.de
  • Bauamt-Verwaltung: 08024/642310; bauamt-verwaltung@holzkirchen.de
  • Bauamt-Technik: 08024/642304; bauamt-technik@holzkirchen.de
  • Finanzverwaltung: 08024/642221; kaemmerei@holzkirchen.de
  • Weitere Aufgabenbereiche: 08024/6420; info@holzkirchen.de.

Viele Dinge lassen sich – unabhängig von Öffnungs- oder Arbeitszeiten – telefonisch oder per E-Mail bequem von zu Hause aus und ohne persönliche Vorsprache regeln. Aus diesem Grund bittet das Rathaus die Holzkirchner, auch weiterhin vorrangig diese Kommunikationswege zu nutzen.

Update, 27. Juni, 10.55 Uhr: Kinderbetreuung mit Umsicht

Zum 1. Juli startet der eingeschränkte Regelbetrieb in den bayerischen Kindertageseinrichtungen. Ab diesem Tag können alle gesunden Kinder wieder ihre Kinderkrippe oder ihren Kindergarten besuchen. Damit haben die Familien in Bayern eine verlässliche Perspektive. Darauf haben Bayerns Familienministerin Carolina Trautner und Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml nun beim Besuch der Kindertagesstätte "Flohkiste" in München hingewiesen, in der sowohl Krippen- als auch Kindergartenkinder betreut und gefördert werden.

Familienministerin Carolina Trautner dankt den bayerischen Erziehern für ihre herausragende Arbeit in den vergangenen Wochen und betont: "Der behutsame, schrittweise Weg in der Kinderbetreuung hat sich bewährt. Wir haben immer das Infektionsgeschehen im Blick behalten und schrittweise gelockert, um die erreichten Erfolge bei der Bekämpfung der Pandemie nicht zu gefährden. Dies diente nicht nur dem Gesundheitsschutz, sondern auch der Umsetzung der Hygienekonzepte vor Ort. Unsere Kitas hatten so die Möglichkeit, sich im Rhythmus von zwei Wochen auf die Betreuung mit schrittweise steigender Kinderzahl vorzubereiten."

Für die bayerische Staatsregierung stehen der Gesundheitsschutz der Kinder, ihrer Eltern und auch der Beschäftigten in den Kitas nach wie vor an erster Stelle. Die Ministerinnen haben sich deshalb im Austausch mit den Beschäftigten der Einrichtung ein Bild von der Betreuung der Kinder vor Ort und vom Hygienekonzept gemacht.

Gesundheitsministerin Melanie Huml unterstreicht: "Unsere bayerische Corona-Strategie der Umsicht und Vorsicht ist richtig. Durch unsere zielgerichteten Maßnahmen ist es in den vergangenen Wochen gelungen, die Ausbreitung des Coronavirus in Bayern wirkungsvoll einzudämmen und deutlich zu verlangsamen. Diesen Weg der stufenweisen Erleichterungen werden wir konsequent weitergehen. Denn jetzt geht es darum, die erzielten Erfolge bei der Eindämmung des Coronavirus nicht zu verspielen." Huml ergänzt: "Unverzichtbare Voraussetzung für eine strikte Eindämmung des Virus ist eine hohe Testkapazität. Deshalb weiten wir die Testmöglichkeiten im Freistaat massiv aus. So sieht unser bayerisches Testkonzept auch freiwillige Tests von Erziehern und Lehrkräften vor."

Huml verweist anlässlich des Kita-Besuchs auch auf aktuelle Zahlen der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns, denen zufolge bei Kindern und Jugendlichen die Zahl der U-Untersuchungen im März um rund 22 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gesunken ist. Sie betont: "Ich appelliere an die Eltern und Erziehungsberechtigten: Nehmen Sie trotz der Corona-Pandemie wichtige Vorsorgeuntersuchungen für Ihre Kinder wahr. Prävention ist wichtig – gerade auch während der Corona-Pandemie. Denn viele Krankheiten sind heilbar, wenn man sie früh genug erkennt."

Update, 18.10 Uhr: Live-Ticker für den Urlaub

Einen Live-Ticker für den Urlaub gibt es nun von der Alpenregion Tegernsee Schliersee (ATS). Wie Gäste in der Corona-Pandemie sensibilisiert und gelenkt werden sollen, lesen Sie hier.

Update, 14.45 Uhr: Rückblick auf den Corona-K-Fall

93 Tage Katastrophenfall liegen hinter den Mitgliedern des Krisenstabs. Eine mehr als nur turbulente Zeit: Als einer der ersten Hotspots in Deutschland wurde der Miesbacher Krisenstabs ins kalte Wasser geworfen. Das Krisenmanagement hat sich jedoch ausgezahlt: Beinahe einen Monat wurden keine Neuinfektionen mehr gemeldet. In der vorerst letzten von über 80 Lagebesprechungen zog der Krisenstab nun ein – vorläufiges – Fazit.

Die Stimmung bei der vorerst letzten Lagebesprechung des Krisenstabes ist beinahe schon ausgelassen: Der Katastrophenfall ist aufgehoben. Es gibt seit einigen Wochen keine Neuinfektionen und keine besonders betroffenen Einrichtungen mehr im Landkreis. Jetzt beginnen die Nacharbeiten und die Aufarbeitung. „Vor meiner ersten Lagebesprechung Anfang Mai hatte ich richtig Bedenken“, erklärt Landrat Olaf von Löwis. Es war der denkbar schwierigste Zeitpunkt für seinen Arbeitsbeginn. „Ich war froh und dankbar, gleich zu Beginn von so viel Fachkompetenz umgeben zu sein“, ergänzt er.

Seit Mitte Februar schon traf sich die Koordinierungsgruppe Corona, bestehend aus Vertretern der niedergelassenen Ärzte, des Krankenhauses Agatharied, des Gesundheitsamtes und des Katastrophenschutzes. Die ersten positiven Fälle – Urlaubsrückkehrer aus Ischgl – wurden in dieser Gruppe noch einzeln diskutiert. Wer saß in der Schule neben wem, wer hat welchen Nachbarn getroffen? Diese Erinnerung lässt die Mitglieder des Krisenstabs inzwischen schmunzeln: Längst hat man Meldeketten optimiert und Aufgaben effizient verteilt.

„Wir sind ins kalte Wasser geworfen worden“, sagt Christian Pölt. Als Einsatzleiter Katastrophenschutz hat er in den vergangenen Jahren mit den Mitarbeitern und Kollegen viele Katastrophenszenarien real mitgemacht oder zumindest regelmäßig geübt. Schneekatastrophe, Waldbrand, Hochwasser, Stromausfall – das sind die typischen Szenarien. Glücklicherweise nehmen etwa 40 Mitarbeiter des Landratsamtes derzeit an einer mehrjährigen Katastrophenschutz-Fortbildung teil, sodass sofort bestehende Strukturen hochgefahren werden konnten, als Ministerpräsident Söder am 16. März den Katastrophenfall feststellte. Pölts Team hat seitdem 116 Tage Katastrophenschutzbereitschaft geleistet und 121-mal bei der Regierung von Oberbayern Rapport abgeliefert. Der große Unterschied zu den Übungsszenarien: Plötzlich geht es um reale Menschenleben. „Die Anspannung bei jedem einzelnen war enorm“, sagt Pölt.

Insgesamt haben während des Katastrophenfalls 3.619 Einsatzkräfte im und in direkter Zusammenarbeit mit dem Krisenstab geholfen, die Krise im Landkreis zu bewältigen. Jede Person wird bei jedem Dienstantritt neu gezählt. Hinzu kommen die Helfer unabhängig vom Krisenstab, die beispielsweise im Landratsamt oder in den Gemeindeverwaltungen zusätzliche Aufgaben übernommen haben, um die besonders betroffenen Kollegen zu entlasten. „Jeder war an der Grenze der Leistungsfähigkeit“, sagt Landrat von Löwis.

69 Mitarbeiter aus dem Landratsamt und anderen Behörden meldeten sich freiwillig, um den Katastrophenschutz, das Gesundheitsamt und das Contact-Tracing-Team zu unterstützen. Zu Spitzenzeiten arbeiteten etwa 120 Personen in den Bereichen Katastrophenschutz und Gesundheitsamt. Eine der wichtigsten Aufgaben war das Bürgertelefon. Tausende Bürger aus dem Landkreis nahmen das Angebot der Verwaltung an und kontaktierten das Bürgertelefon bei Fragen oder Verunsicherung. 24 Mitarbeiter des Landratsamtes betreuten die Hotline an bisher über 2.000 Stunden an sieben Tagen pro Woche. 3.466 Überstunden häuften alleine die Mitarbeiter des Landratsamtes an, indem sie das Krisenmanagement unterstützten.

Mit zu den schwierigsten Herausforderungen zählte, persönliche Schutzausrüstung zu beschaffen und zu verteilen. 2.051.641,59 Euro investierte der Landkreis für den Einkauf von Masken, Visieren, Handschuhen und Kitteln für besonders schutzbedürftige Einrichtungen. Kurzfristig musste ein eigenes Team einberufen werden, das sich ausschließlich darum bemühte, auf der ganzen Welt Schutzausrüstung zu vertretbaren Preisen aufzutreiben. Martin Pemler, Leiter des Krisenstabs, leitete auch das Team Schutzausrüstung. Er betont: „Durch die guten Kontakte unserer Landkreis-Unternehmer, unter anderem nach Asien und in die Hygienebranche, und das hervorragende Netzwerk in unserem Landkreis konnten wir die Versorgung mit Schutzausrüstung zu jeder Zeit gewährleisten. Es ist dieser Unterstützung zu verdanken, dass die besonders schutzbedürftigen Einrichtungen wie Seniorenheime, Pflegedienste oder Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen, aber auch Ärzte, Pfleger und Arzthelfer stets ausreichend von uns mit dem überlebenswichtigen Schutzmaterial versorgt werden konnten.“

Die Unterstützungsgruppe örtlicher Einsatzleiter (UG) organisierte mit 25 freiwilligen Feuerwehrlern in 1.600 Arbeitsstunden im 24-Stunden-Schichtbetrieb die Verteilung der Schutzausrüstung. Passenderweise wurde das neue Einsatzauto der Unterstützungsgruppe genau eine Woche, bevor der K-Fall festgestellt wurde, geliefert. Durch den größten Einsatz in der Geschichte der UG wurde das Fahrzeug inzwischen auf Herz und Nieren geprüft.

Der THW-Ortsverband Miesbach übernahm den Transport und die Lagerung der Schutzausrüstung. 48 Einsatzkräfte legten 17.000 Kilometer zurück, um 43 Tonnen Waren einzulagern und 33 Tonnen Waren zu verteilen. 1.700 Lieferungen organisierte das THW in 5.200 ehrenamtlichen Arbeitsstunden. Mitten in der Krise mussten sie am ersten Aprilwochenende ihr Lager komplett neu aufbauen: Der Platz wurde zu klein, die Mengen zu groß.

Der BRK-Kreisverband Miesbach und das Krankenhaus Agatharied installierten eigene Krisenstäbe und organisierten die Patientenströme völlig neu. Die Integrierte Leitstelle Rosenheim disponierte von Mitte März bis Mitte Juni 291 Corona-Verdachtstransporte im Landkreis Miesbach.

Auch wenn der Katastrophenfall inzwischen aufgehoben ist und die Akut-Phase des Infektionsgeschehens überstanden ist, ist die Krise für den Krisenstab noch nicht beendet. Beispielsweise läuft das Kontaktpersonenmanagement weiter, wenn beispielsweise ein Landkreisbürger Kontakt mit einer positiv getesteten Person in einem anderen Landkreis hatte. Jetzt müssen die vergangenen Monate nachgearbeitet und Verbesserungen für eine mögliche zweite Welle eingearbeitet werden. „Die Zahlen suggerieren eine scheinbare Entspannung, aber die aktuelle Entwicklung in anderen Bundesländern zeigt, wie schnell sich wieder Brennpunkte entwickeln können“, sagt Landrat von Löwis. „Der Spagat zwischen der Verantwortung für die Gesundheit, vor allem die der besonders gefährdeten Mitbürger, und der verständliche Wunsch nach Lockerungen und Normalität ist sehr schwer zu finden.“ Der Krisenstab möchte einen erneuten Lockdown verhindern und bereitet sich deshalb auf frühzeitige, schnelle Eingriffe vor, sollten sich auch im Landkreis Miesbach wieder Hotspots abzeichnen. Der Krisenstab wird sich deshalb in kleinerer Runde weiterhin eng abstimmen.

Update, 12.20 Uhr: Fischbachau verschiebt Vorhaben

Fischbachau überdenkt einige Vorhaben. Der Pumptrack kommt nun erst 2021. Der Bauhof hingegen soll noch heuer fertig werden – trotz Corona.

Update, 9.55 Uhr: Wege aus der Arbeitslosigkeit

„Wir befinden uns aufgrund der Corona-Pandemie auf dem Arbeitsmarkt nach wie vor in einer Situation, wie wir sie zuvor noch nicht erlebt haben. Die Arbeitslosenzahl ist in unserem Agenturbezirk im April um 1.940 und bis Ende Mai um 840 weitere Betroffene auf zuletzt 10.670 Personen gestiegen“, erklärt Michael Schankweiler, der Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Rosenheim, und weiter: „Die schwierige aktuelle Lage auf dem Arbeitsmarkt kann aber auch als Chance genutzt werden, um eine berufliche Weiterbildung bis hin zum Berufsabschluss in Angriff zu nehmen – von digitale Fitness verbessern bis berufliche Neuorientierung.“

Der Vorsitzende der Geschäftsführung nennt als Möglichkeit den Bildungsgutschein. „Wenn alle Voraussetzungen für eine erforderliche Weiterbildung vorliegen, erhalten Arbeitnehmer oder Arbeitslose von ihrer Agentur für Arbeit oder ihrem Jobcenter einen Bildungsgutschein. Damit wird ihnen zugesichert, dass die Weiterbildungskosten übernommen werden und gegebenenfalls das Arbeitslosengeld weitergezahlt wird. Ziel ist es, dadurch eine Arbeitslosigkeit zu beenden, eine drohende Arbeitslosigkeit abzuwenden oder einen fehlenden Berufsabschluss nachzuholen. Mit dem Arbeit-von-morgen-Gesetz (AvmG) besteht seit Ende Mai ein Rechtsanspruch auf Förderung einer beruflichen Weiterbildung mit dem Ziel des Erreichens eines Berufsabschlusses für Arbeitslose und für beschäftigte Arbeitnehmer ohne Berufsabschluss. Informationen stehen online unter www.arbeitsagentur.de/karriere-und-weiterbildung.“

Als andere Option nennt Schankweiler den Gründungszuschuss. „Wenn die erforderlichen Voraussetzungen erfüllt sind, kann die Agentur für Arbeit Arbeitslose bei der Aufnahme einer selbständigen Tätigkeit finanziell unterstützen. Eine der Bedingungen ist, dass der Restanspruch auf Arbeitslosengeld noch mindestens 150 Tage beträgt. Dabei wird die verlängerte Anspruchsdauer des Arbeitslosengeldes um drei Monate, die mit Inkrafttreten des Gesetzes Personen betrifft, deren Anspruch auf Arbeitslosengeld zwischen dem 1. Mai und dem 31. Dezember auslaufen würde, nicht berücksichtigt. Der Betroffene bekommt sechs Monate den Gründungszuschuss in Höhe des zuletzt erhaltenen Arbeitslosengeldes zuzüglich 300 Euro für die Sozialversicherungsbeiträge“, erklärt der Vorsitzende der Geschäftsführung. Weitere Informationen stehen im Internet unter www.arbeitsagentur.de/existenzgruendung-gruendungszuschuss.

Schankweiler fügt hinzu: „Obwohl die Situation auf dem Arbeitsmarkt sehr schwierig ist, haben die Betriebe im Agenturbezirk dem Arbeitgeberservice im Mai 575 neue offene Stellen gemeldet, 100 mehr als im Vormonat. Die Anzahl der gemeldeten zu besetzenden Arbeitsstellen lag im Mai bei 3.450 und die Kollegen unterstützen unsere Kunden gerne mit offenen Stellenangeboten und Tipps zu Bewerbungen und Vorstellungsgesprächen“, erklärt der Vorsitzende der Geschäftsführung. Als Beispiele nennt er Förderinstrumente wie Probearbeit oder den Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein, den Bewerber bei einem privaten Jobcoach einlösen können, um sich bei der Stellensuche unterstützen zu lassen, beispielsweise zur Vorbereitung auf Telefon- oder Videobewerbung. Informationen stehen im Internet unter www.arbeitsagentur.de/arbeitslos-arbeit-finden/aktivierungs-vermittlungsgutschein-avgs-private-arbeitsvermittlung. Interessierte können sich unter der kostenlosen Servicenummer 0800/4555500 von Montag bis Freitag, 8 bis 18 Uhr, bei der Agentur für Arbeit melden.

Update, 26. Juni, 6.45 Uhr: Masken-Spende-Box in Holzkirchen

Toller Erfolg in Holzkirchen: 450 Masken und 1.735 Euro sind in der Masken-Spende-Box am Rathaus gelandet. Mehr zu der Aktion erfahren Sie hier.

Update, 17.45 Uhr: Gottesdienste ohne Anmeldung

Weil die Abstandsregeln für Kirchenräume seit dieser Woche gelockert sind, ist eine Anmeldung für die Gottesdienste in Miesbach und Parsberg ab sofort nicht mehr nötig. „Auch die Masken müssen nur noch zum Betreten und Verlassen der Kirche getragen werden, nicht mehr während des Gottesdienstes“, teilt die Pfarrgemeinde mit.

Update, 16.55 Uhr: Auftakt zu Veranstaltungsreihe

Viele bayerische Unternehmen standen bereits vor der Corona-Krise in einem umfassenden Transformationsprozess. Welche finanziellen Hilfeleistungen und Innovationsförderungen es für die Betriebe gibt, hat das bayerische Wirtschaftsministerium bei der Online-Veranstaltung "Unternehmen in der Transformation – Durchstarten trotz Corona-Krise" vorgestellt, die gemeinsam mit bayme, vbm und vbw organisiert wird. Kooperationspartner sind die LfA-Förderbank Bayern, Bayern Innovativ und die Regionaldirektion Bayern der Bundesagentur für Arbeit.

Von links: Sabine Jarothe (Amtschefin bayerisches Wirtschaftsministerium), Rainer Seßner (Geschäftsführer Bayern Innovativ), Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger, Hans Peter Göttler (stellvertretender Vorsitzender des Vorstandes LfA-Förderbank Bayern), Bertram Brossardt (Hauptgeschäftsführer bayme vbm und vbw) und Klaus Beier (Geschäftsführer Operativ Regionaldirektion Bayern der Agentur für Arbeit).

Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: "Corona hat viele Betriebe mitten in einem bestehenden Transformationsprozess getroffen. Mit 2,2 Milliarden Euro Soforthilfe und bisher rund 700 Millionen Euro Darlehen der LfA-Förderbank haben wir schnell reagiert, damit die Unternehmen Liquiditätsengpässe überbrücken können. Jetzt ist es wichtiger denn je, dass die Unternehmen den bereits begonnenen Wandel wieder aufnehmen und erfolgreich meistern. Bereits vor der Krise haben wir mit dem Zukunftsforum Automobil und der Hightech-Agenda Bayern die richtigen Instrumente und Hilfsmaßnahmen für die Wirtschaft entwickelt. Dabei wollen wir auch die regionalen Forschungsschwerpunkte weiter stärken und aufbauen."

Im Rahmen eines Live-Streams und ohne Publikum vor Ort haben die Experten ihre Hilfs- und Unterstützungsangebote vorgestellt. In den kommenden Wochen und Monaten finden Folgeveranstaltungen in allen bayerischen Regierungsbezirken statt.

Update, 11.55 Uhr: Hütten wieder geöffnet

Nach der Öffnung der Gastronomie- und Beherbergungsbetriebe freuen sich unter Einhaltung der vorgeschriebenen Auflagen auch die Hütten am Wilden Kaiser wieder auf ihre Gäste. Unter www.wilderkaiser.info sehen Biker und Wanderer auf einen Blick, in welchen der Betrieb bereits wieder läuft.

Die umgebaute Gruttenhütte in 1.620 Metern Höhe bei Ellmau ist eine der zahlreichen Almgasthöfe und Hütten in der Tourismusregion Wilder Kaiser/Tirol, die ihren Betrieb wieder aufgenommen haben.

Update, 25. Juni, 9.45 Uhr: Pilotprojekt

Sicherheitsplus für Gäste: In der Tiroler Region Wilder Kaiser werden Arbeitnehmer, die in der Tourismusbranche tätig sind, aktuell wöchentlich auf Covid-19 getestet. Die Gegend ist damit eine von fünf Pilotregionen in Österreich, wo derzeit flächendeckend Corona-Tests unter Angestellten von Beherbergungsbetrieben durchgeführt werden.

Gesundheitlich überprüft werden alle Mitarbeiter mit Gästekontakt in sogenannten Screening-Straßen. Mittels dieser Maßnahme will die Region Wilder Kaiser/Tirol für höchstmögliche Sicherheit sorgen.

Erst checken, dann arbeiten – in der Region Wilder Kaiser werden Mitarbeiter von Beherbergungsbetrieben wöchentlich in zwei Screening-Straßen auf Covid-19 getestet.

„Die vorsorglichen Tests von Tourismusmitarbeitern bieten Urlaubern Schutz, ohne ihnen selbst Einschränkungen abzuverlangen“, erklärt Lukas Krösslhuber, Geschäftsführer des Tourismusverbands Wilder Kaiser. „Im Ernstfall können wir direkt reagieren und eine Verbreitung von Anfang an verhindern. Dadurch haben wir beste Chancen, auch asymptomatisch verlaufende Infektionen schnellstmöglich zu erkennen und einzudämmen.“

Update, 17.35 Uhr: Anträge für Pflegebonus bis 30. Juni

Die Auszahlung des bayerischen Corona-Pflegebonus schreitet weiter zügig voran. Darauf hat Bayerns Gesundheits- und Pflegeministerin Melanie Huml jüngst hingewiesen. Mittlerweile liegen bereits fast 329.000 Anträge vor, über 110.000 davon sind bereits vollständig abgeschlossen.

Huml betont: "Gerade in der Corona-Pandemie hat das vorbildliche Engagement unserer Pflegekräfte erheblich dazu beigetragen, dass so vielen Erkrankten geholfen werden konnte. Dafür haben sie Dank und Anerkennung verdient. Ich freue mich sehr, dass wir Pflegende mit dem Corona-Pflegebonus als Zeichen unserer Wertschätzung unterstützen können. Bislang haben wir schon knapp 50 Millionen Euro an Pfleger ausbezahlt."

Der Corona-Pflegebonus wird einmalig gewährt und soll das besondere Engagement der Betroffenen würdigen. Begünstigte mit einer regelmäßigen wöchentlichen Arbeitszeit von mehr als 25 Stunden erhalten 500 Euro, alle anderen 300 Euro. Im Haushalt sind dafür 131,6 Millionen Euro veranschlagt.

Den Antrag auf den Corona-Pflegebonus können unter anderem Pflegende in Krankenhäusern, Rehabilitationskliniken, stationären Alten-, Pflege- und Behinderteneinrichtungen sowie ambulanten Pflegediensten stellen. Auch Rettungssanitäter, Rettungsassistenten, Notfallsanitäter und nichtärztliche Einsatzkräfte im Rettungsdienst gehören zum begünstigten Personenkreis.

Die Ministerin unterstreicht: "Pflegekräfte leisten tagtäglich Großartiges für unsere pflegebedürftigen Menschen – zu Hause, in einer stationären Einrichtung oder im Krankenhaus. Wir haben daher die Antragsfrist bis Ende Juni verlängert, damit jeder Berechtigte die Möglichkeit hat, noch rechtzeitig den Antrag zu stellen."

Anträge können beim bayerischen Landesamt für Pflege online unter www.corona-pflegebonus.bayern.de gestellt werden. Unter www.lfp.bayern.de finden Antragsteller weitere Informationen rund um den Corona-Pflegebonus sowie Antworten auf die häufigsten Fragen.

Update, 12.10 Uhr: Entlastung pflegender Angehöriger

Bayerns Gesundheits- und Pflegeministerin Melanie Huml setzt sich dafür ein, dass pflegende Angehörige entlastet werden. Huml betont: "Die Corona-Pandemie stellt häuslich Pflegende vor besondere Herausforderungen. Sie fühlen sich zum Beispiel verunsichert, wie sie mit dem Infektionsrisiko umgehen sollen. In Bayern haben wir ein in dieser Form bundesweit einzigartiges Beratungsnetzwerk. Fast in jedem Landkreis und in jeder kreisfreien Stadt gibt es eine Fachstelle für pflegende Angehörige. Wer Rat und Unterstützung braucht, kann sich an diese Fachstellen wenden."

Bayern fördert die rund 110 Fachstellen für pflegende Angehörige im Land mit 1,6 Millionen Euro jährlich. Die Fachstellen haben die Aufgabe durch Beratung sowie begleitende Unterstützung pflegende Angehörige psychosozial zu entlasten. Sie bieten auch eine telefonische Beratung sowie eine Beratung per E-Mail an. Einzelne Fachstellen für pflegende Angehörige sind dazu übergegangen, pflegende Angehörige proaktiv telefonisch zu kontaktieren, um diese entsprechend aufzufangen und zu unterstützen.

Eine Liste der geförderten Fachstellen und Angebote zur Unterstützung im Alltag kann online abgerufen werden.

Die Ministerin ergänzt: "Für die Entlastung pflegender Angehöriger stehen neben den Fachstellen für pflegende Angehörige auch weitere Anlaufstellen und Unterstützungsmöglichkeiten wie Pflegestützpunkte, ambulante Pflegedienste und die rund 1.270 Angebote zur Unterstützung im Alltag zur Verfügung."

Huml fügt hinzu: "Ich freue mich, dass im 2. Bevölkerungsschutzgesetz zunächst befristet bis Ende September weitere Erleichterungen für pflegende Angehörige und die Pflegebedürftigen vorgesehen sind. So können etwa Angehörige, wenn pandemiebedingt eine Versorgungslücke bei der Pflege zu Hause entsteht und sie daher der Arbeit fernbleiben müssen, bis zu 20 Tage lang das Pflegeunterstützungsgeld als Lohnersatzleistung bezahlt bekommen."

Das Gesetz sieht auch flexiblere Regelungen im Pflegezeit-und Familienpflegezeitgesetz sowie beim Entlastungsbetrag vor. Sofern der Entlastungsbetrag aus dem Jahr 2019 für Pflegebedürftige der Pflegegrade 1 bis 5 noch nicht für Angebote zur Unterstützung im Alltag in Anspruch genommen wurde, ist er über den 30. Juni hinaus bis zum 30. September übertragbar. Außerdem können Pflegebedürftige mit Pflegegrad 1 den Entlastungsbetrag auch für andere Hilfen einsetzen, wenn diese zur Überwindung von pandemiebedingten Versorgungsengpässen erforderlich sind.

Für häuslich versorgte Pflegebedürftige mit Pflegegrad 2 bis 5 waren bereits zusammen mit dem 1. Bevölkerungsschutzgesetz vom 27. März Sonderregelungen geschaffen worden, um pandemiebedingte Versorgungsengpässe zu vermeiden. Ab dem 1. April ist außerdem der Leistungsbetrag der sozialen Pflegeversicherung für zum Verbrauch bestimmte Pflegehilfsmittel bei häuslicher Pflege auf 60 Euro pro Monat erhöht worden, zunächst ebenfalls befristet bis 30. September.

Die Ministerin betont: "Mein besonderer Dank gilt neben den beruflich Tätigen insbesondere auch den vielen häuslich Pflegenden, die sich auch in diesen schwierigen Zeiten um ihre Angehörigen gekümmert haben. Außerdem danke ich den vielen Ehrenamtlichen für ihre Unterstützung älterer und pflegebedürftiger Menschen."

Update, 11.50 Uhr: Waitzinger Keller legt wieder los

Ein eher ruhiger Re-Start wird es nach der Corona-Zwangspause im Waitzinger Keller in Miesbach werden. Wie genau, lesen Sie hier.

Update, 9.25 Uhr: Night of Light

In rotes Licht haben die Weyarner Veranstaltungstechnik-Spezialisten von „Laut und Hell“ am Montagabend das Holzkirchner Kulturhaus getaucht. Das Kultur-Cafe servierte dazu rote Drinks. Der Zulauf im Kulturgarten des Kultur im Oberbräu war überraschend groß, berichtet Alexander Harlander.

Der Zulauf im Kultur-Cafe am Holzkirchner Kulturhaus war groß bei der "Night of Light".

Die bundesweite Aktion „Night of Light“ in der Nacht vom 22. auf den 23. Juni sollte für die Veranstaltungswirtschaft ein leuchtendes Mahnmal und ein flammender Appell sein, wie der Erhalt von bundesweit mehreren Hunderttausend Arbeitsplätzen gesichert werden kann.

In der Nacht zum Dienstag war das Kultur im Oberbräu bei der Aktion "Night of Light" dabei.

Update, 24. Juni, 6.45 Uhr: Badepark bleibt geschlossen

Zu öffnen wäre zu teuer in Zeiten von Corona, sagt der Bürgermeister. So bleibt der Badepark in Bad Wiessee trotz Erlaubnis geschlossen. Mehr dazu lesen Sie in unserem Artikel.

Update, 16.50 Uhr: Seenschifffahrt mit normalem Linien-Fahrplan

"Ab Donnerstag, 25. Juni, fahren die Schiffe der bayerischen Seenschifffahrt wieder im gewohnten Takt und legen an allen Stegen an“, kündigt Finanz- und Heimatminister Albert Füracker an. „Es freut mich, dass auf Grundlage der ersten Erfahrungen in den vergangenen Wochen jetzt zum gewohnten Normalbetrieb übergegangen werden kann. Aber natürlich gilt auch in Zukunft das Gebot der Vorsicht: Ich bitte alle an Bord, beim Genießen der Fahrt über den See weiterhin die notwendigen Hygieneregeln nicht zu vergessen.“

Insgesamt stehen damit wieder 33 Fahrgastschiffe an Königssee, Tegernsee, Starnberger See und Ammersee uneingeschränkt im Linienbetrieb für die Fahrgäste zur Verfügung. Seit 30. Mai fuhren die Schiffe bereits mit einem speziellen Rundfahrtangebot, das jetzt erweitert wird. Weiterhin gilt zum Schutz von Gästen und Besatzung eine Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung an Bord.

Unter normalen Umständen beginnt die Hauptsaison der bayerischen Seenschifffahrt traditionell immer zu Ostern. Ab diesem Zeitpunkt legen auch die Schiffe auf Starnberger und Ammersee erstmals wieder ab. Auf den anderen beiden Seen kann auch ein eingeschränkter Winterbetrieb angeboten werden. Um zu vermeiden, dass sich das Coronavirus weiter ausbreitet, blieben die Schiffe dieses Jahr aber bis 30. Mai überall in ihren Häfen.

Update, 15.45 Uhr: vhs meldet sich zurück

Nachdem es in jüngster Zeit recht still um die Volkshochschule im Tegernseer Tal geworden ist, kehrt diese nun nicht nur mit Sprach- und Fitnesskursen, sondern mit einem richtigen Urknall zurück. An den nächsten drei Donnerstagen bietet Werner Becker vom Max-Plank-Institut für extraterrestrische Physik einen Exkurs ins Weltall an vom Urknall bis zu unserem Sonnensystem.

Beginn der Einführung in die atemberaubende Welt der Astronomie ist am 25. Juni, um 19.30 Uhr, in der vhs Tegernsee. Dabei wird den Geheimnissen des Universums auf den Grund gegangen. Was sind schwarze Löcher oder Galaxien, was passierte zum Zeitpunkt des Urknalls und was sind überhaupt dunkle Energie und Materie?

Weitere Infos und Anmeldung bei der vhs unter Telefon 08022/1313 und www.vhs-imtal.de.

Update, 14 Uhr: Werke mit Tiefe

Nach längerer Zeit ist im Krankenhaus Agatharied wieder eine neue Ausstellung zu sehen: Martina Joachim zeigt dort ab sofort Werke. Zu sehen sind sie bis August – allerdings aufgrund der Beschränkungen vorerst nur von Patienten und deren Besuchern.

„Die Kunst und die Malerei begleiten mich schon mein ganzes Leben. Es war immer die Tiefe, die mich in der Kunst faszinierte, die Möglichkeit, Räume zu kreieren und eigene Welten zu erschaffen“, erklärt Joachim.

Ihre Arbeit hat sich über die Zeit aber verändert. „Nach langem Studium der gegenständlichen Darstellung war es nun die Abstraktion, welcher ich mich zu widmen begann“, erzählt sie. Ihr geht es um Mehrdimensionalität. Sie möchte nicht nur in der Fläche malen, sondern einen Raum und Tiefe schaffen.

Update, 12.20 Uhr: Elite golft beim GC Valley

Zumindest in dieser Woche ist der Nabel der deutschen Golfwelt in Valley. Von Dienstag (23. Juni) bis Donnerstag spielen die besten Golfer Deutschlands um die Preisgelder bei den „GSM Schäfflertanz International Open“. 144 Damen und Herren hat Valleys Golfdirektor Danny Wilde dazu eingeladen.

Nahezu die gesamte deutsche Golfelite und einige internationale Spitzenspieler haben spontan zugesagt, um im ersten Golfturnier nach Corona um wertvolle Weltranglistenpunkte zu kämpfen. Dabei sind natürlich auch Valleys Spitzenspieler wie Verena Gimmy, Chiarra Horder, Nicolas Horder und Johannes Hounsggaard.

„Leider findet die Sache aber hinter verschlossenen Türen statt“, bedauert Präsident Michael Weichselgartner die noch strengen Hygienevorgaben des Verbands einhalten zu müssen. Der Gedanke, wie einst bei der Pestepidemie die Schäffler wieder tanzen zu lassen, ist allerdings grandios. „Damit bieten wir den Athleten aber eine hoffnungsvolle Plattform, wieder ihren Zielen Richtung Weltspitze nachzukommen!“

Update, 23. Juni, 9.55 Uhr: Tausend Takte zum Start

Die Konzertsaison in Schliersee beginnt: Am Sonntag, 28. Juni, heißt es ab 11 Uhr im Kurpark „Tausend Takte gute Laune“. Die Unterleiten-Musikanten haben zusammen mit Bariton und Moderator Karl B. Kögl wieder ein buntes Programm zusammengestellt. Die fünf Solisten mit Akkordeon, Zither, Klarinette, Gitarre und Kontrabass sind dabei in verschiedenen Besetzungen zu hören. Kögl kündigt einen musikalischen Streifzug von der traditionellen Volksmusik bis zu internationalen Evergreens an. Wegen Corona kann die Veranstaltung jedoch nur bei günstiger Witterung im Konzertpavillon am See stattfinden.

Update, 16.45 Uhr: Night of Light

Das Kultur im Oberbräu erstrahlt rot in der „Night of Light“. Das Kultur-Cafe serviert dazu rote Drinks. Die bundesweite Aktion „Night of Light“ am Montag (22. Juni) soll ein leuchtendes Mahnmal und ein flammender Appell sein, wie der Erhalt von bundesweit mehreren hunderttausend Arbeitsplätzen in der Veranstaltungswirtschaft gesichert werden kann.

Mit der Aktion „Night of Light“ möchte die Veranstaltungswirtschaft auf die corona-bedingte dramatische Lage dieser Branche aufmerksam machen, die mit mehr als 300.000 Unternehmen mehr als 3 Millionen Menschen beschäftigt. Sie gerieten als erste in die Krise und werden als letzte wieder aus der Krise herauskommen.

Auch Unternehmen aus der Region machen bei der "Light of Night" mit, so zum Beispiel das Kultur im Oberbräu in Holzkirchen.

Das Kultur im Oberbräu unterstützt die Aktion. Das Holzkirchner Kulturhaus wird dazu am Montag abends von den Weyarner Veranstaltungstechnik-Spezialisten von „Laut und Hell“ rot beleuchtet. Passend dazu öffnet das Kultur-Cafe am Montag, von 21.30 bis 23 Uhr, und bietet Besuchern, die die Aktion unterstützen möchten, einen roten Drink an sowie natürlich auch andere Getränke.

Das Ziel der „Night of Light“: „Wir fordern einen Branchendialog mit der Politik, um gemeinsam einen Weg aus der Krise zu finden.“ In der Nacht vom 22. auf den 23. Juni werden dazu bundesweit Event-Locations und Spielstätten sowie ausgewählte Bauwerke rot illuminiert. „Die Farbe Rot steht für die Leidenschaft für unsere Profession. Wir brennen für das, was wir tun.“

"Night of Light" auch in Gmund

Auch der Firmensitz der Flowmotion GmbH in Gmund-Dürnbach wird ab 22 Uhr in rotes Licht getaucht. "Wir beteiligen uns damit an der bundesweiten Aktion „Night of Light“, die einen flammenden Appell und Hilferuf an die Politik zur Rettung der Veranstaltungswirtschaft richtet", teilt Geschäftsführerin Anja Freitag mit. "Wir teilen die Meinung der Veranstalter von „Night of Light“, dass die Veranstaltungswirtschaft die nächsten 100 Tage nicht überstehen wird. Um eine Insolvenzwelle in der Branche zu verhindern, muss die Bundesregierung tätig werden. Anstelle von Kredit-Programmen brauchen wir echte Hilfe, um Arbeitsplätze zu erhalten und nach überstandener Krise wieder besondere Event-Erlebnisse möglich zu machen."

Update, 22. Juni, 9.35 Uhr: Lage auf Hütten entspannt sich

Es ist ein wichtiger Schritt in Richtung Normalität: Nach einem Beschluss des bayerischen Kabinetts dürfen wieder mehr Gäste gemeinsam an einem Tisch sitzen und auch die Beherbergung größerer Gruppen ist nun gestattet. So sieht der Deutsche Alpenverein (DAV) die Lage:

Zehn Personen pro Raum – wirklich wichtige Lockerung

Seit 17. Juni gilt: Auf allen Hütten in Bayern dürfen bis zu zehn Personen aus unterschiedlichen Hausständen – ohne Mindestabstand – in einem Schlaflager oder Zimmer übernachten und gemeinsam die sanitären Einrichtungen nutzen. Auch Tagesgäste profitieren von dieser Regelung: Nun können auch größere Gruppen wieder gemeinsam an einem Tisch sitzen – und zwar ebenfalls ohne Mindestabstand. Allerdings: Die Zusammensetzung der Gruppe darf nicht wahllos erfolgen. Die Gruppe muss zusammen reserviert haben oder gemeinsam eine Tour unternehmen, zum Beispiel im Rahmen einer Sektionsveranstaltung.

"Dieser Schritt in Richtung einer neuen Normalität ist wirklich wichtig", sagt DAV-Präsident Josef Klenner. "Jetzt können viele Hütten wieder öffnen und ihre Funktion als Schutzhütten erfüllen." Mit den bisherigen Beschränkungen sei es für einige Hüttenwirte unmöglich gewesen, den Übernachtungsbetrieb aufzunehmen. Von der Regelung, dass maximal zwei Hausstände in einem Raum übernachten durften, waren insbesondere die ganz einfachen, hoch gelegenen und alpinistisch wichtigen Hütten betroffen. Diese Hütten verfügen oft nur über größere Matratzenlager. "Wir sind uns der großen Verantwortung für einen sicheren und gesunden Bergsport bewusst. Deshalb stehen der Bundesverband, die Sektionen und die Hüttenwirte im ständigen Austausch darüber, wie wir die behördlichen Vorgaben auf den Alpenvereinshütten bestmöglich umsetzen können."

Durch die weitere Normalisierung des Hüttenbetriebs erwartet der Präsident auch eine Entspannung für die Natur: "Uns haben in den vergangenen Wochen viele beunruhigende Nachrichten erreicht, dass Bergwiesen zu weitläufigen Picknickplätzen umgewandelt werden und mehr und mehr Leute verbotenerweise mit Zelt in die Berge ziehen. Die Öffnung der Grenzen und die weitere Erhöhung der Hüttenkapazitäten wird diesen Nutzungsdruck reduzieren, davon bin ich überzeugt", sagt der Präsident. Die Übernachtung auf einer Hütte sei immer noch die umweltverträglichste Möglichkeit, eine Nacht in den Bergen zu verbringen.

Selbstversorgung auf Hütten – ein Appell

"Alpenvereinsmitglieder dürfen sich auf unseren Hütten selbst versorgen, daran ändert sich auch in Corona-Zeiten nichts", erklärt DAV-Vizepräsident Roland Stierle. Allerdings haben Hüttenwirtsleute in diesem Jahr mit ganz besonderen Belastungen zu kämpfen: Zum einen stehen in den meisten Hütten nur verringerte Übernachtungskapazitäten zur Verfügung, zum anderen haben die Hüttenwirtsleute einen sehr viel höheren Aufwand, da zum Beispiel die Waschräume nach jeder Gruppe wieder gereinigt werden müssen. "Wir regen unsere Mitglieder deshalb dazu an, in diesem Jahr möglichst auf die Selbstversorgung zu verzichten und stattdessen die Speisen und Getränke auf der Hütte zu bestellen", sagt der Vizepräsident. Auf diese Weise unterstütze man die Wirtsleute in dieser schwierigen Zeit am besten.

Update, 21. Juni, 12.25 Uhr: Verkehrsministerin besichtigt Bauarbeiterunterkünfte

Trotz der Corona-Pandemie gehen die Arbeiten auf den Baustellen in Bayern weiter. Staatliche Baumaßnahmen sichern das Überleben vieler vorwiegend mittelständischer Unternehmen aus dem Baugewerbe und damit auch Tausende Arbeitsplätze. Dabei muss das Infektionsrisiko für die Beschäftigten so gering wie möglich gehalten werden – während der Bauarbeiten, aber auch bei der Unterbringung der Mitarbeiter auf Montage. Bayerns Bauministerin Kerstin Schreyer hat sich deshalb gemeinsam mit Thomas Schmid, Hauptgeschäftsführer des bayerischen Bauindustrieverbandes, in Donauwörth ein Bild von den Abstands- und Hygieneregeln bei der Unterbringung von Mitarbeitern auf dem Bau gemacht.

„Es ist vorbildlich, wie gut die Arbeitskräfte des eingesetzten Bauunternehmens hier bei den Arbeiten am Bahnhof in Donauwörth untergebracht sind“, sagte Schreyer. „Bei der Unterbringung von Mitarbeitern kann es schnell zu schwierigen Situationen kommen. Deshalb war es mir wichtig, mir das im Baubereich anzusehen. Und ich stelle fest: Die Baubranche ist sich ihrer großen Verantwortung für die Sicherheit ihrer Mitarbeiter bewusst.“

Bauministerin Kerstin Schreyer (v.l.), Ewald Weber, geschäftsführender Gesellschafter der Firma Kassecker, und Thomas Schmid, Hauptgeschäftsführer des bayerischen Bauindustrieverbands, beim Besuch einer Baustelle in Donauwörth.

Es ist sehr wichtig, dass die staatlichen Bauarbeiten trotz Corona weiterlaufen – auch für die Unternehmen und deren Mitarbeiter. Das funktioniert allerdings nur, wenn auch abseits der eigentlichen Arbeiten das Infektionsrisiko so gering wie möglich gehalten wird. Das gilt zum Beispiel bei den Brotzeiten, aber eben auch bei der Unterbringung auf Montage. „Es freut mich, dass dafür wie hier in Donauwörth mit Einzelunterbringung ein sehr hoher Ansteckungsschutz gewährleistet werden kann“, sagt Schreyer.

„Am Bau geht es um die Unterbringung von Facharbeitern, entweder der eigenen oder von Nachunternehmern“, sagt Schmid dazu. „Die Bauunternehmen haben daher ein großes Interesse, dass ihre wertvollen Mitarbeiter gut untergebracht sind. Mit Corona ist das natürlich aufwendiger und auch teurer geworden. Aber es funktioniert gut. Ich danke Staatsministerin Schreyer, dass sie sich heute persönlich davon überzeugt hat.“

Bauministerin Schreyer und die Vertreter der bayerischen Bauindustrie tauschen sich regelmäßig über die aktuelle Lage der Branche aus. „Eine der größten Sorgen war neben dem Schutz der Mitarbeiter auch die künftige Auftragslage nach Corona“, erläutert Schreyer. „Es ist auch der lauten Stimme Bayerns im Bund zu verdanken, dass Berlin nun ein großes Konjunkturpaket verabschiedet hat. Darin sind auch Mittel enthalten, von denen die Branche hier in Bayern profitieren wird.“ Arbeiten wie in Donauwörth können damit auch weiterhin sicher und zuverlässig durchgeführt werden.

Update, 18.10 Uhr: Jugendzentrum Sauerlach berichtet

Kreativ und digital ist das Jugendzentrum Sauerlach mit der Corona-Krise umgegangen und berichtet nun von der Sozialarbeit an Schulen. So lief das neue Konzept.

Update, 9.15 Uhr: Engagement der Tafeln

Bayerns Sozialministerin Carolina Trautner hat sich jüngst persönlich über die Arbeit der Tafel Augsburg gemeinsam mit Oberbürgermeisterin Eva Weber, Peter Zilles, dem Vorsitzenden der Tafel Bayern, und Max Strehle, dem Schirmherrn der Tafel Augsburg, informiert und das herausragende Engagement der vielen Ehrenamtlichen gewürdigt. Auch während der Corona-Pande-mie hat die Tafel Augsburg – mit einer kleinen Unterbrechung – ihre Kunden versorgt.

„Die Corona-Pandemie stellt unsere gesamte Gesellschaft vor enorme Herausforderungen. Es ist wichtig, dass gerade die Ärmsten in unserer Gesellschaft auch jetzt mit Lebensmitteln und Sachspenden versorgt werden. Dafür leisten die vielen freiwilligen Helfer und Hauptamtlichen bei den Tafeln Großartiges“, sagt die Ministerin.

Bei ihrer Arbeit standen und stehen die Tafeln vor besonderen Herausforderungen. Denn viele der dort ehrenamtlich tätigen Personen gehören selbst zu den Risikogruppen, etwa wegen ihres Alters oder chronischen Erkrankungen. Den Besuch bei der Essensausgabe der Tafel Augsburg nutzte die Ministerin, um sich insbesondere bei den vielen ehrenamtlichen Helfern für ihr aufopferungsvolles Engagement während der Corona-Pandemie zu bedanken.

Staatsministerin Carolina Trautner (M.) hat sich jüngst in Augsburg vom Engagement der Tafeln während der Corona-Pandemie überzeugt.

Trautner: „Die Tafeln sind ein großartiges Beispiel für die Bedeutung der ehrenamtlichen Arbeit in Bayern. Es beeindruckt mich, wie viele Menschen in Bayern sich freiwillig bei den Tafeln engagieren und dass sich so viele jetzt neu hier engagieren. Dafür danke ich Ihnen ganz herzlich!“

In Bayern unterstützen rund 7.000 Ehrenamtliche in 169 Tafeln weit über 200.000 Menschen, darunter etwa ein Drittel Kinder und Jugendliche. Einige Tafeln haben alternative Angebote geschaffen, um ihre Kunden während der Krise weiterhin versorgen zu können.

Der Tafel-Landesverband wird im aktuellen Doppelhaushalt mit bis zu maximal 100.000 Euro jährlich vom Sozialministerium gefördert. Die Unterstützung durch das Sozialministerium hilft den Tafeln bei Bewältigung der vielfältigen Aufgaben.

Update, 20. Juni, 7.35 Uhr: Jod-Schwefelbad eröffnet

Aufgrund der Corona-Beschränkungen ist das Jod-Schwefelbad in Bad Wiessee nun mit einer kleinen Feier statt wie geplant einer großen Einweihung eröffnet worden. Mehr dazu lesen Sie hier.

Update, 17.30 Uhr: Aktuelle Fallzahlen

Erneut keine Covid-Neuinfektionen im Landkreis Miesbach: Die letzte dem Gesundheitsamt Miesbach gemeldete Neuinfektion liegt über drei Wochen zurück und datiert auf den 28. Mai, teilt das Landratsamt Miesbach.

Zwei Personen sind nach wie vor positiv, jedoch wurde deren Infektion bereits vor mehr als 40 Tagen gemeldet. Es ist in Einzelfällen möglich, dass das Abstrichergebnis auch lange über die üblicherweise 14-tägige Inkubationszeit hinaus positiv ist. Beide Personen gelten aber als nicht mehr infektiös und stehen sind mehr unter Quarantäne.

Die Zahl der Corona-Erkrankten verteilt sich auf den Landkreis Miesbach wie folgt:

  • Bad Wiessee: 45 (aktiv: 0)
  • Bayrischzell: 16 (aktiv: 0)
  • Fischbachau: 57 (aktiv: 0)
  • Gmund: 54 (aktiv: 0)
  • Hausham: 33 (aktiv: 0)
  • Holzkirchen: 72 (aktiv: 0)
  • Irschenberg: 22 (aktiv: 0)
  • Kreuth: 15 (aktiv: 0)
  • Miesbach: 43 (aktiv: 0)
  • Otterfing: 19 (aktiv: 0)
  • Rottach-Egern: 37 (aktiv: 0)
  • Schliersee: 55 (aktiv: 2)
  • Tegernsee: 17 (aktiv: 0)
  • Valley: 13 (aktiv: 0)
  • Waakirchen: 25 (aktiv: 0)
  • Warngau: 10 (aktiv: 0)
  • Weyarn: 25 (aktiv: 0)
  • Sonstige: 26 (aktiv: 0)

Update, 14.25 Uhr: Blasmusik am Tegernsee in den Startlöchern

Nach den Lockerungen durch Ministerpräsident Markus Söder steht den Blasmusikkonzerten rings um den Tegernsee nichts mehr im Wege. Neben dem neu entwickelten Hygienekonzept werden vorhandene Synergien genutzt, um Gästen und Einheimischen den Musikgenuss der regelmäßigen Sommerkonzerte so angenehm wie möglich zu gestalten.

Sie sind nicht wegzudenken aus dem touristischen Kulturprogramm: Die Blasmusikkonzerte am Tegernsee genießen nicht nur bei Kurgästen große Beliebtheit. Jetzt ist es endlich wieder soweit: Die Tegernseer Tal Tourismus GmbH (TTT) hat ein detailliertes Hygienekonzept erarbeitet – und los geht es noch im Juni mit der Konzertreihe an der Seepromenade Bad Wiessee, im Kurpark Rottach-Egern und am Kreuther Kurpavillon.

Den Anfang von „Blasmusik am Tegernsee“ macht am 22. Juni die Blaskapelle Bad Wiessee. Um es den Gästen leichter zu machen, starten die Konzerte in allen drei Orten an unterschiedlichen Tagen immer zur gleichen Uhrzeit, um 18.30 Uhr. In Rottach-Egern gibt es ein zusätzliches Konzert am Sonntag, 28. Juni, um 10.30 Uhr. 

Neu ist auch, dass alle Konzerttermine der drei Orte übersichtlich auf einem gemeinsamen Plakat untergebracht sind. Das Hygienekonzept auf der Grundlage der bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung des Staatsministeriums hat die TTT in Abstimmung mit den Gemeinden erarbeitet. Jetzt, da die Regeln stehen und auch umsetzbar sind, kann es endlich losgehen.

Die Besucherobergrenze im Freien von derzeit 200 Personen wird bei den Blasmusikkonzerten eingehalten. Die Konzerte finden nur im Freien statt und entfallen bei Regen oder ungünstiger Witterung. Die Entscheidung für die witterungsbedingte Durchführung wird spätestens 1,5 Stunden vor Konzertbeginn durch den musikalischen Leiter getroffen.

„Voraussichtlich bis Ende Juli spielen die Blasmusikkapellen in reduzierter Besetzung von bis zu zehn Musikern, danach sehen wir weiter, ob wir aufstocken können“, erläutert Peter Rie, der das Konzept erstellt hat und sich optimistisch zeigt. Die Gemeinden haben dafür gesorgt, dass der Mindestabstand von 1,5 Metern zwischen den Bänken eingehalten wird. Die Mund-Nasenbedeckung auf dem Gang zum Sitzplatz, zur Gastronomie to go oder zum WC wird empfohlen und sollte auch umgesetzt werden. Am Sitzplatz selbst ist sie nicht erforderlich.

Auch die Musiker müssen sich an den Mindestabstand und die Hygieneregeln halten. Und wenn dann Petrus auch noch mitspielt, erschallt endlich wieder die Blasmusik über den abendlichen See. Die Wetterprognose für den Start stimmt optimistisch.

Update, 10.30 Uhr: 246 Gäste fürs Warmbad

Das Miesbacher Warmbad hat wieder geöffnet, täglich von 10 bis 20 Uhr. „Der Betrieb erfolgt allerdings unter Pandemie-Bedingungen und ist nicht mit anderen Badesaisons vergleichbar“, erklärt die Stadt auf ihrer Internetseite. So ist natürlich der Mindestabstand von 1,5 Metern einzuhalten, in geschlossenen Räumen gilt Maskenpflicht.

Um die Vorgaben einhalten zu können, dürfen maximal 246 Badegäste gleichzeitig im Warmbad sein. Dort sind Duschen und Umkleidekabinen im Innenbereich geschlossen. Es stehen lediglich die Kaltduschen und Umkleidekabinen im Außenbereich zur Verfügung.

Über die aktuelle Auslastung des Warmbads können sich Besucher unter Telefon 0152/02050905 informieren.

Update, 9.35 Uhr: Chöre beginnen wieder mit Proben

Die evangelische Kirchengemeinde freut sich über Lockerungen der Corona-Beschränkungen. So können Chöre wieder mit den Proben beginnen.

„Der Seniorenchor 65+ darf sich wieder zum Singen treffen“, teilt Kantorin Andrea Wehrmann mit. Die erste Probe nach der Corona-Pause findet am Dienstag, 23. Juni, um 10 Uhr, im Freien vor der Apostelkirche in Miesbach statt.

Außerdem freut sich Wehrmann auf die Sänger der verschiedenen Chöre der evangelischen Kirchengemeinde: Der Gospelchor „Rainbow Gospel Voices“ beginnt schon am Montag, 22. Juni, um 20 Uhr, zu proben. Der Kirchenchor startet am Mittwoch, 24. Juni, wieder. Beginn ist ebenfalls um 20 Uhr. Die Chöre singen in kleinen Gruppen mit mehr als zwei Metern Abstand in der Apostelkirche.

Update, 19. Juni, 6.55 Uhr: Warteschlangen am Wertstoffhof

Lediglich an zwei Tagen in der Woche ist der Wertstoffhof in Otterfing aktuell geöffnet. Das sorgt für teils lange Warteschlangen.

Update, 18.35 Uhr: Rückkehr zur Normalität gefordert

Mit einem offenen Brief setzt sich Anton Grafwallner, Beauftragter für Menschen mit Behinderung im Landkreis Miesbach, für eine Rückkehr zur Normalität in Heimen ein. Mehr dazu erfahren Sie hier.

Update, 17.45 Uhr: Batusa öffnet wieder

Nachdem das Kabinett am Donnerstag erlaubt hat, dass Hallenbäder wieder öffnen, planen die Gemeindewerke, das Batusa-Hallenbad in Holzkirchen voraussichtlich am Montag, 29. Juni, wieder zu eröffnen.

Da in den vergangenen Wochen corona-bedingt geschlossen war, wurde bereits die Revision durchgeführt, die normalerweise im August stattfindet. Diese Woche finden letzte Reinigungsarbeiten statt. Danach wird das Becken mit Wasser befüllt und die Chlorgasanlage in Betrieb genommen. Abschließend wird das Wasser noch auf eine angenehme Badetemperatur aufgeheizt.

Um die geforderten Mindestabstände einzuhalten, wurde ein Einbahnstraßensystem von der Kasse über die Umkleiden bis zum Ausgang entwickelt. Zudem wurden Abstandsmarkierungen angebracht. Maximal 50 Badegäste gleichzeitig dürfen sich im Schwimmbad aufhalten. Der Zutritt wird durch die Drehkreuze geregelt. Ein Reservierungssystem ist vorerst nicht geplant.

Die Corona-Verhaltensregeln wurden ausgehängt und die Belegschaft bittet die Badegäste, diese auch einzuhalten. Maskenpflicht besteht beim Betreten und Verlassen des Hallenbades. Der Betrieb der Haartrockner ist nicht möglich. Um das Einhalten der Abstandsregeln zu gewährleisten, wird mehr Personal eingesetzt und die Reinigung des Hallenbades intensiviert.

Ein Novum stellt die Öffnung des Hallenbades im August dar, da die Revisionsarbeiten bereits durchgeführt wurden. Die Cafeteria im Hallenbad öffnet bereits am Montag, 22.Juni.

Update, 13.55 Uhr: Mehr Geld für Bäcker

Ernährer in Krisenzeiten: Im Landkreis Miesbach sorgen rund 860 Beschäftigte in Bäckereien dafür, dass trotz Corona-Pandemie Brot und Brezn nicht knapp werden. Darauf weist die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) hin – und fordert für Bäcker und Verkäuferinnen nun höhere Löhne.

„Wer im Bäckerhandwerk arbeitet, macht einen systemrelevanten Job. Der ist aber bislang unterdurchschnittlich bezahlt“, sagt Georg Schneider, Geschäftsführer der NGG Rosenheim-Oberbayern. In der anstehenden Tarifrunde fordert die Gewerkschaft ein Lohn-Plus von 150 Euro im Monat für alle Berufsgruppen. Außerdem soll die vor allem weiblich geprägte Arbeit an Verkaufstheken aufgewertet werden. Die Verhandlungen beginnen am 24. Juni in München.

„Bäckereien haben schon seit Jahren mit der Abwanderung von Fachkräften zu kämpfen. Besonders das Verkaufspersonal wechselt häufig in den Lebensmitteleinzelhandel. Denn Supermärkte zahlen für die gleiche Arbeit rund 1 Euro mehr pro Stunde“, berichtet Schneider. Höhere Löhne seien ein wichtiger Beitrag, um diesen Trend zu stoppen. Gelernte Bäckereifachverkäuferinnen würden mit dem geforderten Plus künftig 14,05 Euro statt wie bisher 13,18 Euro pro Stunde bekommen.

Außerdem soll sich die Branchentreue auszahlen: Die NGG fordert eine neue Lohngruppe für Beschäftigte, die seit mindestens fünf Jahren im Bäckerhandwerk arbeiten. Für Azubis soll es eine Übernahmegarantie geben.

Mit Blick auf die Covid-19-Situation weist Gewerkschafter Schneider auf zusätzliche Belastungen hin. „Maskenpflicht und Abstandsregeln erschweren besonders die Arbeit an der Theke. Neben dem Verkauf, dem Saubermachen und dem Semmeln-Schmieren müssen sich die Beschäftigten auch noch um die Einhaltung der Hygieneregeln kümmern. Dafür erwarten sie eine Anerkennung.“

Update, 18. Juni, 12.40 Uhr: Vorsorgeuntersuchungen trotz Corona

Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml hat dazu aufgerufen, auch in Corona-Zeiten wichtige Vorsorgeuntersuchungen wahrzunehmen. Sie sagt: "Vorsorge sollte nicht aus Angst vor dem Coronavirus auf die lange Bank geschoben werden. Denn viele Krankheiten sind heilbar, wenn man sie früh genug erkennt – auch manche Krebsarten. Außerdem ist es wichtig, Hinweise auf einen möglichen Schlaganfall oder Herzinfarkt sofort vom Arzt prüfen zu lassen."

Vorläufige Zahlen der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns (KVB) legen nahe, dass viele Menschen Arztpraxen seit dem Ausbruch der Corona-Pandemie meiden und zentrale Vorsorge-, Früherkennungs- und Präventionsmaßnahmen aufschieben. So konstatiert die KVB zum Beispiel, dass die Arztbesuche von Patienten über 60 Jahren mit einer diagnostizierten Herzinsuffizienz Ende März um knapp ein Drittel (rund 30 Prozent) im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zurückgegangen seien.

Allgemein brachen demnach die Früherkennungsuntersuchungen bei Hausärzten in der letzten Märzwoche um mehr als 80 Prozent ein, auch bei Fachärzten, zum Beispiel Urologen (minus 60,5 Prozent) und Frauenärzten (minus 53,9 Prozent), ließ sich ein ähnlicher Trend beobachten. Bei Kindern und Jugendlichen sank der Erhebung zufolge die Zahl der U-Untersuchungen im März um rund 22 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die KVB befürchtet, dass sich der Trend im April und Mai über alle Arztgruppen hinweg verstetigt haben dürfte.

"Das ist sehr gefährlich", warnt Huml. "Prävention ist wichtig. Mein Ziel war immer, mehr Menschen zur Wahrnehmung der Vorsorgeangebote zu bewegen. In der Corona-Pandemie ist das umso wichtiger, denn wer aus Furcht vor einer Infektion nicht zum Arzt geht, läuft Gefahr, andere schlimme Krankheiten zu verschleppen. Die niedergelassenen Ärzte haben Vorkehrungen getroffen, um sicher zu behandeln."

Die Ministerin wirbt zugleich für den sogenannten Check-up-35 – ein Vorsorgeprogramm für Erwachsene, bei dem wichtige gesundheitliche Risiken und Belastungen erfasst und der Impfstatus überprüft werden. "Ich hoffe, dass der Check-up künftig von möglichst vielen Männern und Frauen wahrgenommen wird. Zuletzt (2016) hat deutschlandweit nur etwa ein Viertel der Berechtigten teilgenommen", sagt Huml.

Der Check-up-35 kann ab dem Alter von 35 Jahren alle drei Jahre in Anspruch genommen werden. Patienten zwischen 18 und 34 Jahren können sich einmalig untersuchen lassen. Die Kosten tragen die gesetzlichen Krankenkassen.

Update, 17.05 Uhr: Keine Musik bei Kerzenschein

Die evangelische Kirchengemeinde Schliersee-Neuhaus muss die Konzert­reihe „Musik bei Kerzenschein“ im Sommer absagen. „Selbst mit veränderten Rahmenbedingungen kann die Reihe nach Absprache mit Landeskirchenmusikdirektor Ulrich Knörr nicht stattfinden“, teilt Kantorin Andrea Wehrmann mit.

Update, 14.45 Uhr: Neue Corona-Regeln

Update, 17. Juni, 12.25 Uhr: Rechtssicherheit für Engagement

Bayern geht den Weg der behutsamen Lockerung weiter. Neben den Erleichterungen für Gastronomie und Handel können nun auch Bayerns Vereine ein Stück weit aufatmen. Ab Montag, 22. Juni, können sich etwa anlässlich einer Versammlung oder einer Vorstandssitzung bis zu 50 Personen innerhalb und 100 Personen außerhalb eines Gebäudes treffen.

Die Beauftragte der bayerischen Staatsregierung für das Ehrenamt: Eva Gottstein.

„Als Ehrenamtsbeauftragte freut es mich ganz besonders, dass die Staatsregierung meine Anregung zur weiteren Öffnung des Ehrenamts angenommen hat“, erklärt Eva Gottstein. Es sei an der Zeit gewesen, wieder mehr bürgerschaftliches Engagement zu ermöglichen und Bayerns Zivilgesellschaft ein weiteres Stück Normalität zu verschaffen. „Die nun kommende Rechtssicherheit wird den ehrenamtlich Tätigen die Unsicherheit nehmen und Vereinsleben in großen Teilen wieder ermöglichen“, zeigt sich die Beauftragte überzeugt.

Update, 18.40 Uhr: SV Warngau braucht Finanzspritze

Vorerst kein Geld erhält der SV Warngau von der Gemeinde. Warum sich der Verein für eine Finanzspritze bis zum Jahresende gedulden muss, lesen Sie in unserem Artikel.

Update, 16.55 Uhr: Ende des Katastrophenfalls

Der am 16. März festgestellte Katastrophenfall zur Corona-Pandemie endet mit Ablauf des 16. Juni. Das hat Bayerns Innenminister Joachim Herrmann bekannt gegeben. "Unsere zahlreichen Schutzmaßnahmen haben die Ausbreitung des hochgefährlichen Coronavirus deutlich gebremst", betont er. So sind in den vergangenen Wochen insbesondere die Neuinfektionszahlen stark gesunken und verharren derzeit auf niedrigem Niveau. Außerdem wurden mittlerweile wirkungsvolle Vorsorgestrukturen zum Schutz der Bevölkerung etabliert, beispielsweise mit Blick auf Testkapazitäten und ausreichend Schutzausrüstung wie Masken und Desinfektionsmittel.

"Die Corona-Gefahr ist aber noch nicht gebannt", warnt der Innenminister. "Wir werden daher die weitere Entwicklung sehr genau im Blick behalten." Wenn sich die Lage erneut verschärfe, könne vor Ort in bewährter Weise auf die während der Katastrophe gebildeten Strukturen und erarbeiteten Konzepte zurückgegriffen werden. Außerdem appelliert Herrmann an alle Bürger, unbedingt weiterhin die Corona-Schutzregeln strikt einzuhalten.

Mit der Feststellung der Katastrophe wurden in den 96 Kreisverwaltungsbehörden, bei den sieben Regierungen und im bayerischen Innenministerium die Führungsgruppen Katastrophenschutz (FÜGK) einberufen. "Von Beginn an handelte es sich um eine Katastrophe in einer noch nie dagewesenen Dimension", verdeutlicht Herrmann. Die bisher in Bayern festgestellten Katastrophen betrafen einzelne Kreisverwaltungsbehörden und dauerten in der Regel nur wenige Tage. Seit dem 16. März haben in den 104 FÜGK bislang mehr als 22.000 Personen weit mehr als 1,7 Millionen Stunden daran gearbeitet, die Pandemie zu bekämpfen.

Einen herzlichen Dank für die hervorragende Arbeit richtet der Innenminister an alle Beteiligten: "Ihr ausgezeichnetes Engagement war eine wesentliche Voraussetzung für unsere Erfolge bei der Corona-Bekämpfung." Besonders hebt Herrmann die sehr gute Zusammenarbeit mit den freiwilligen Hilfsorganisationen, dem Technischen Hilfswerk, dem Bayerischen Roten Kreuz, dem Landesfeuerwehrverband, der Bundeswehr und der Bundespolizei hervor, von der er sich auch in den regelmäßigen FÜGK-Sitzungen im Innenministerium überzeugen konnte: "Gemeinsam haben wir die Krise bislang besser als viele andere gemeistert."

Update, 12.35 Uhr: Jugendherbergen wieder offen

Das Deutsche Jugendherbergswerk Landesverband Bayern (DJH) hat aus dem Corona-Programm Soziales der bayerischen Staatsregierung rund 5,8 Millionen Euro erhalten, um seine Existenz und die der bayerischen Jugendherbergen zu sichern.

Bei der Übergabe des symbolischen Schecks in der Jugendherberge München-Park erklärte Bayerns Sozialministerin Carolina Trautner: „Es freut mich sehr, dass die Finanzhilfen in Höhe von 31 Millionen Euro aus dem Corona-Programm Soziales genau dort ankommen, wo sie gebraucht werden. Damit helfen wir den Jugendhilfeeinrichtungen in Bayern, die für unsere Gesellschaft einen wichtigen sozialen und bildungspolitischen Auftrag erfüllen. Auch die Existenz des DJH sichern wir daraus ab. Die Jugendherbergen bieten jungen Menschen wertvolle Begegnungsmöglichkeiten und verrichten wichtige Bildungsarbeit. Dieser gesellschaftliche Beitrag darf dem Freistaat und den jungen Menschen in dieser herausfordernden Zeit nicht verloren gehen.“

Sozialministerin Carolina Trautner und Präsident Klaus Umbach bei der Übergabe des symbolischen Schecks an den Landesverband Bayern.

Klaus Umbach, Präsident des DJH, der den symbolischen Scheck entgegennahm, betonte: „Die Unterstützung hilft uns enorm, den Betrieb unserer Häuser wieder aufzunehmen. Vor allem junge Familien können nun ein paar unbeschwerte Tage in einer Jugendherberge genießen. Wir hoffen, dass bald auch Gruppen und vor allem Schulklassen wieder zu uns kommen, um dort Gemeinschaft erleben zu können."

Das Corona-Programm Soziales sieht eine subsidiäre Entschädigung in Höhe von bis zu 60 Prozent der entfallenden Einnahmen bis Ende Juli sowie weitere Notmaßnahmen vor. „Damit greifen wir Jugendherbergen, Schullandheimen, Jugendbildungsstätten und Familienferienstätten sowie zahlreichen kleineren Trägern zusätzlich finanziell unter die Arme und unterstützen sie wirksam“, sagte Trautner.

Seit 30. Mai sind die Jugendherbergen in Bayern wieder geöffnet und können Gäste empfangen. Dadurch werden auch wieder Einnahmen generiert. Um das Infektionsrisiko einzudämmen, beachten die Einrichtungen das Hygienekonzept „Beherbergung“. Sozialministerin Trautner hob hervor: „Die vom bayerischen Ministerrat beschlossene Öffnung der Beherbergungseinrichtungen zeitgleich mit den Hotels war mir ein besonderes Anliegen. Die Einrichtungen können damit einen wichtigen Beitrag zur Unterstützung der von der Corona-Krise besonders betroffenen jungen Menschen leisten.“

Informationen sowie Antragsformulare zum Programm Soziales sind auf der Homepage der Landesbehörde Zentrum Bayern Familie und Soziales (ZBFS) abrufbar.

Update, 16. Juni, 9.25 Uhr: Rheuma-Liga ist für Betroffene da

Zahlreiche Hilfen für Rheumakranke bietet die bayerische Rheuma-Liga während der Corona-Pandemie an: Online-Bewegungsangebote auf Youtube und die Rheuma-App „Auszeit“ laden zu virenfreier Aktivität ein, die individuelle Beratung erfolgt telefonisch oder per E-Mail, vielfältiges Informationsmaterial zu Krankheitsbildern, Hilfsmitteln und Therapien steht allen Interessierten kostenlos zur Verfügung. In regelmäßigen Online-Foren antworten Experten auf Fragen der Betroffenen.

„Wir hoffen, dass wir auch bald wieder persönliche Treffen und gemeinsame Begegnungen anbieten können, wir werden dabei vorsichtig vorgehen, denn die Gesundheit aller geht vor“, sagt Susanne R. Schwarzkopf, Präsidentin des Landesverbandes Bayern in der Deutschen Rheuma-Liga.

Rheuma-Betroffene erhalten Informationen und persönliche Beratung unter:

  • Landesgeschäftsstelle München: Telefon 089/589885680
  • Regionalbüro Nordbayern in Würzburg: Telefon 0931/78486528
  • Regionalbüro Ostbayern in Regensburg: Telefon 0941/59997617
  • E-Mail: info@rheuma-liga-bayern.de

Update, 15.10 Uhr: IHK-Abschlussprüfungen beginnen

Nach der corona-bedingten Verzögerung von sieben Wochen beginnen am Dienstag (16. Juni) im Landkreis Miesbach für viele Azubis die IHK-Abschlussprüfungen, wie die IHK für München und Oberbayern mitteilt. Petra Reindl, Vorsitzende des IHK-Regionalausschusses wünscht dem Fachkräftenachwuchs viel Erfolg im Namen der über 220 Ausbildungsbetriebe aus Industrie, Handel und Dienstleistungen.

„Eine erfolgreich abgeschlossene Ausbildung ist selbst in schwierigen Zeiten ein ausgezeichneter Karrierestart“, sagt die Vorsitzende. „Die Unternehmen denken langfristig und setzen stark auf den eigenen Fachkräftenachwuchs. Für die Absolventen ergeben sich auch heuer vielfältige Karriere- und Aufstiegschancen.“

Zuerst stehen am 16. und 17. Juni die schriftlichen Abschlussprüfungen für rund 40 Prüflinge in den gewerblich-technischen Berufen auf dem Programm. Dazu gehören Industriemechaniker, Mechatroniker und Elektroniker. Ab 18. Juni folgen die Prüfungen in den kaufmännischen und verwandten Berufen. In ihnen stellen über 160 Absolventen ihr Wissen unter Beweis, darunter angehende Einzelhandels-, Bank- und Industriekaufleute.

Mit einem umfassenden Hygienekonzept sorgt die IHK für einen sicheren Ablauf. Zudem finden die Prüfungen heuer an deutlich mehr Orten statt. Dadurch sind große Sitzabstände möglich und es besteht während der Prüfung keine Mundschutzpflicht, jedoch beim Betreten und Verlassen der Räume. Wichtigster Prüfungsort für die Absolventen der Betriebe aus dem Landkreis ist der Waitzinger Keller in Miesbach.

Die schriftlichen IHK-Abschlussprüfungen finden bundesweit gleichzeitig statt. Um den IHK-Berufsabschluss zu erreichen, müssen die Azubis später noch mündliche oder praktische Prüfungen meistern. Knapp 8.000 ehrenamtliche Prüfer aus oberbayerischen Unternehmen sowie Lehrkräfte aus den Berufsschulen unterstützen die IHK bei den Prüfungen. Die IHK steht für mehr als 60 Prozent aller Ausbildungsverhältnisse.

Update, 12.15 Uhr: Neue Pläne für Kurmusik

Aufgrund der Corona-Krise und deren finanzieller Auswirkungen muss Bad Wiessee die Kosten bei der Organisationsstruktur der Kurmusik senken. Mehr dazu lesen Sie in unserem Artikel.

Update, 11.55 Uhr: Untersagte Außenbewirtschaftung rechtswidrig

Nachdem die Gastronomie wegen der Corona-Pandemie schließen musste, gelten bei der Öffnung unterschiedliche Regelungen. Zunächst durften Restaurants ihre Innen- und Außenbereiche wieder öffnen. Bars und Kneipen mussten nach wie vor geschlossen bleiben. Dies ist aber zumindest im Hinblick auf die Untersagung der Außenbewirtschaftung gleichheitswidrig. Dafür gibt es keinen sachlichen Grund, so der Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg. Zumindest für dieses Bundesland war die Differenzierung rechtswidrig, erläutert das Rechtsportal anwaltauskunft.de.

Der Inhaber einer Bar südlich von Freiburg wehrte sich dagegen. Seine Bar hat einen Schankraum von knapp 100 Quadratmeter und eine Außengastronomiefläche von weiteren knapp 100 Quadratmeter. Zu essen gibt es bei ihm nichts, und er darf aufgrund seiner Erlaubnis auch keine Speisen anbieten. Seine Bar war aufgrund der Corona-Verordnung seit Mitte Mai 2020 geschlossen.

Mit seinem Antrag ist er teilweise erfolgreich. Der Verwaltungsgerichtshof in Mannheim hielt es für nicht gerechtfertigt, dass er seinen Außenbereich über den 29. Mai hinaus nicht bewirtschaften dürfe.

Nach Auffassung des Verwaltungsgerichtshofes sind die Corona-Verordnungen insgesamt von der Annahme geprägt, dass Infektionsgefahren unter freiem Himmel im Vergleich zu Innenräumen wesentlich geringer seien. Zumindest dann, wenn die Hygiene- und insbesondere Abstandsvorgaben eingehalten würden. Speisegaststätten sei eine Innen- und Außenbewirtschaftung mittlerweile gestattet, Bars und Kneipen jedoch nicht. Dies sei nicht gerechtfertigt, zumindest nicht für den Außenbereich.

Zwar weise der Antragsgegner nachvollziehbar darauf hin, dass der Konsum von alkoholischen Getränken wegen der enthemmenden Wirkung dazu geeignet sei, Infektionsgefahren zu erhöhen. Allerdings würden auch in Biergärten oder anderen Außengastronomiebereichen von Speisewirtschaften alkoholische Getränke zu sich genommen. Gleichzeitig würden in Außenbereichen von Schankwirtschaften teils weniger Getränke als in Betrieben konsumiert, die allein auf eine Innengastronomie ausgerichtet seien.

Der Antragsteller könne aber keine Freigabe der Innenbewirtschaftung verlangen. Da gebe es im Vergleich zu Speise- und Schankwirtschaften erhebliche Unterschiede. Es gebe typischerweise eine andere räumliche Gestaltung, Unterschiede bei den Belüftungssituationen sowie bei den Betriebskonzepten. In Bars und Kneipen seien diese mehr auf eine Kontaktaufnahme unter den Gästen ausgelegt. Dadurch gebe es dort eine erhöhte Infektionsgefahr.

Die Untersagung des Betriebs von Shisha-Bars, Clubs und Diskotheken hielt das Gericht jedoch für gerechtfertigt. Dort bestünden erhöhte Infektionsgefahren. Das Angebot von Shishas sei in besonderem Maße mit einem Ausstoß und Austausch von Atemluft verbunden. Diskotheken und Clubs wären durch die angebotenen Tanzgelegenheiten geprägt.

Update, 15. Juni, 10.10 Uhr: Wirtschaftsminister zu Arbeitsmarktzahlen

„Die Kurzarbeit hat unseren Betrieben und Beschäftigten geholfen, die vergangenen Wochen zu überbrücken. Jetzt gilt es, die Kurzarbeiter wieder in volle Beschäftigung zu bringen. Gleichzeitig müssen wir es für die Betriebe attraktiv machen, neue Arbeitsplätze zu schaffen“, kommentiert Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger die jüngst vorgelegten Zahlen der Bundesagentur für Arbeit. Im Mai lag die Arbeitslosenquote mit 3,8 Prozent um 1,1 Prozentpunkte deutlich über dem Vorjahresmonat. Kurzarbeit wurde seit März für 139.362 Betriebe angezeigt.

Der Wirtschaftsminister weiter: „Mit unserem Soforthilfeprogramm und den vielfältigen Krediterleichterungen der LfA-Förderbank Bayern haben wir schnell gehandelt und erste Hilfe geleistet. Die Wirtschaftskreisläufe kommen mit der schrittweisen Öffnung jetzt langsam wieder in Schwung. Für eine nachhaltige Erholung brauchen wir jetzt ein passgenaues Konjunktur- und Strukturprogramm mit einer wachstumsfreundlichen Steuerpolitik und gezielten Investitionen sowie die Stärkung regionaler Wirtschaftskreisläufe und mehr Produktion lebensnotwendiger Güter in Bayern. Am Arbeitsmarkt sind auch mehr Flexibilität bei Arbeitszeiten und Beschäftigungsmöglichkeiten das Gebot der Stunde statt Regulierungen und Einschränkungen. Damit sichern wir Arbeitsplätze und verhindern Arbeitslosigkeit.“

In den bayerischen Regierungsbezirken lagen im Mai 2020 die Arbeitslosenquoten zwischen 3,3 Prozent in der Oberpfalz und 4,4 Prozent in Mittelfranken und somit überall weit unter dem Bundesdurchschnitt von 6,1 Prozent.

Update, 14. Juni, 16.55 Uhr: Hilfe für stationäre Einrichtungen

In Bayern sind im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie jetzt drei Hilfsprogramme für stationäre Einrichtungen gestartet. Darauf weist Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml hin. Sie betont: "Die Krankenhäuser und Reha-Einrichtungen leisten Großartiges bei der Behandlung der Covid-19-Patienten. Allerdings gleicht der Bund die damit verbundenen Mehrbelastungen nur teilweise aus. Wir lassen jedoch die besonders betroffenen Einrichtungen nicht alleine: Der Freistaat stellt für deren Unterstützung zunächst 138 Millionen Euro aus eigenen Mitteln zur Verfügung."

Konkret bekommen solche Einrichtungen Unterstützung, die zur Bewältigung der Corona-Pandemie bereitstehen, aber keine oder nicht ausreichende Ausgleichszahlungen vom Bund erhalten. Das betrifft Reha-Einrichtungen oder reine Privatkliniken. Zugleich werden die Leistungen aller Einrichtungen bei der Versorgung von Covid-19-Erkrankten mit einer Sonderzahlung besonders gewürdigt. Dies geschieht über drei Hilfsprogramme:

  1. Einrichtungen der Vorsorge und Rehabilitation, die abhängig vom Infektionsgeschehen mit einer jederzeitigen Rückholung in die Bereithaltepflicht für die akutstationäre Versorgung rechnen müssen, erleiden für die Vorhaltung von Kapazitäten finanzielle Einbußen, die vom Bund nur teilweise ausgeglichen werden. Für die Kosten der Vorhaltung von personellen und sachlichen Mitteln sollen die Einrichtungen mit Verträgen mit der gesetzlichen Krankenversicherung eine Vorhaltepauschale in Höhe von 50 Euro pro Tag und nicht behandelten Patienten ab dem 25. März bis zum 31. Juli als Ergänzung der bundesseitigen Ausgleichszahlungen erhalten – jedoch begrenzt auf 90 Prozent des individuellen Regelentgelts (Volumen: 63 Millionen Euro).
  2. Für reine Privatkliniken, die eine akutstationäre medizinische Behandlung und Versorgung leisten und keinerlei Ausgleichszahlungen vom Bund erhalten, sind Ausgleichszahlungen in Höhe von 280 Euro pro Tag und nicht behandelten Patienten vorgesehen (Volumen: 47 Millionen Euro). Die Abwicklung soll dabei in Anlehnung an das Verfahren des Bundes erfolgen. Beantragt werden können die Ausgleichszahlungen für den Zeitraum ab dem 25. März und solange sie für die Bewältigung der Corona-Pandemie zur Vorhaltung von Kapazitäten herangezogen wurden – sowie bis zu drei weitere Wochen, längstens jedoch bis zum 31. Juli.
  3. Alle Einrichtungen, die mit der Behandlung von Covid-19-Erkrankten betraut waren und sind, sollen weiterhin in Anerkennung dieser besonderen Leistungen für jeden Covid-19-Patienten und Tag eine Sonderzahlung von 70 Euro erhalten (Volumen: 28 Millionen Euro). Huml betont: "Ich bin dankbar, dass sich alle Kliniken ohne weiteres Aufheben zur Behandlung der Covid-19-Erkrankten bereit erklärt haben. Der mit den Behandlungen verbundene Mehraufwand ist besonderer Anerkennung durch den Freistaat wert." Mit dem Vollzug dieses Hilfsprogramms sind die örtlich zuständigen Regierungen beauftragt.

Anträge für die ersten beiden Hilfsprogramme sind an das auch für den Vollzug der Bundeszahlungen zuständige Landesamt für Pflege zu stellen. Die Zuwendungsrichtlinie, die Antragsunterlagen und weitere Informationen sind auf der Internetseite des bayerischen Gesundheitsministeriums abrufbar.

Die Ministerin erläutert: "In Bayern leisten auch Reha-Einrichtungen und reine Privatkliniken einen wesentlichen Beitrag bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie. Durch dieses Engagement erleiden die Einrichtungen erhebliche finanzielle Nachteile, die in Einzelfällen liquiditäts- und existenzgefährdend sein können."

Das Hilfsprogramm Krankenversorgung geht auf den Beschluss des Ministerrats vom 21. April zurück.

Update, 18.20 Uhr: So funktioniert Kurzarbeit

In Kurzarbeit heißt es für viele Betrieb derzeit. Die Agentur für Arbeit erklärt, was sich mit der Corona-Krise alles geändert hat.

Update, 14.40 Uhr: Spielbanken öffnen wieder

„Ich freue mich, dass das große Spiel in allen bayerischen Spielbanken wieder starten kann“, erklärt Finanz- und Heimatminister Albert Füracker. Die positiven Entwicklungen zum Corona-Infektionsgeschehen ließen dies zu. Ab dem 15. Juni kann in den bayerischen Spielbanken wieder am Roulette- und Black-Jack-Tisch gespielt werden. Dazu wurde ein spezielles Schutz- und Hygienekonzept erarbeitet und dieses eng mit den Gesundheitsbehörden vor Ort abgestimmt. „Die Sicherheit der Gäste und Mitarbeiter der Spielbanken hat höchste Priorität“, betont Füracker. Das Automatenspiel der Spielbanken Bayern ist bereits seit 11. Mai wieder möglich.

Für Gäste sowie Mitarbeiter besteht Maskenpflicht. Zusätzlich schützen Vorrichtungen aus Plexiglas die Gäste und Mitarbeiter an den Spieltischen untereinander. Für die erforderliche Handdesinfektion vor Spielbeginn werden Spender mit Desinfektionsmitteln bereitgestellt. Zudem werden Jetons und Chips regelmäßig desinfiziert. Die Öffnungszeiten des großen Spiels und weitere Informationen zu den geltenden Schutzmaßnahmen können auf www.spielbanken-bayern.de eingesehen werden. Das Spielangebot ist vorerst auf die beliebtesten Spiele der Spielbanken – American Roulette und Black Jack – beschränkt.

In Bayern gibt es neun Spielbanken in Bad Füssing, Bad Kissingen, Bad Kötzting, Bad Reichenhall, Bad Steben, Bad Wiessee, Feuchtwangen, Garmisch-Partenkirchen und Lindau. Die staatliche Lotterieverwaltung, die die Spielbanken betreut, gehört zum Geschäftsbereich des bayerischen Staatsministeriums der Finanzen und für Heimat.

Update, 13. Juni, 11.55 Uhr: Konjunkturpaket ermöglicht Neustart

Die bayerische Wirtschaft begrüßt das geplante milliardenschwere Konjunkturpaket der großen Koalition. „Wir sind mit den Ergebnissen des Koalitionsausschusses zufrieden. Die Regierungsparteien haben nicht gespart, sondern ein wuchtiges Maßnahmenpaket abgeliefert, mit dem die Unternehmen in Bayern auf einen Neustart aus der Corona-Krise hoffen können. Ganz wichtig ist, dass von den Milliardenhilfen nicht nur einzelne Branchen profitieren, sondern die ganze Wirtschaft einen Anschub erfährt“, erklärt Eberhard Sasse, Präsident des Bayerischen Industrie- und Handelskammertags (BIHK). Damit sieht er grundlegende Forderungen der Wirtschaft im Freistaat umgesetzt. „Die Politik hat zugehört und auf die Sorgen sowie Forderungen der Geschäftsleute reagiert.“

Der BIHK bewertet den abgewogenen Maßnahmenmix aus steuerlichen Erleichterungen und Investitionen in Innovationen und Digitalisierung als richtigen Schritt zur schnellen Erholung und langfristigen Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft.

BIHK-Präsident Sasse lobt, dass die bayerischen Unternehmen durch die verbesserte Verlustverrechnung, die degressive Abschreibung, die Senkung der EEG-Umlage und einem geplanten europäischen Programm zur Entbürokratisierung entlastet werden. „Die angestrebte Beschleunigung des Planungsrechts innerhalb Europas und die Anpassungen bei der Mehrwertsteuer sind weitere richtige Schritte, die Wirtschaft wieder zum Laufen zu bringen“, ergänzt Sasse.

Die beschlossenen Investitionen in Milliardenhöhe für digitale und grüne Zukunftstechnologien, Forschung und Mobilität stärken aus Sicht des BIHK den erfolgreichen Wirtschaftsstandort Bayern und die globale Wettbewerbsfähigkeit der hiesigen Unternehmen. „Seit Jahren fordern wir, dass der Staat mehr Geld für den Ausbau der digitalen Infrastruktur in die Hand nehmen muss. Im Konjunkturpaket finden sich endlich mutige Investitionspläne in die Digitalisierung und den Ausbau von E-Government. In der Corona-Krise haben wir gesehen, dass viele Firmen noch immer schlecht an das Internet angebunden sind und Homeoffice kaum oder gar nicht möglich ist. Die Milliarden sind jetzt die Gelegenheit, dass wir in Sachen Digitalisierung endlich einen Sprung nach vorne machen und im weltweiten Vergleich aufholen“, sagt Sasse.

Keinerlei Verbesserungen sieht der BIHK bei der längst überfälligen Absenkung der Unternehmenssteuern auf international wettbewerbsfähige 25 Prozent oder der Einführung eines Industriestrompreises von unter 4 Cent. Sasse fordert weiteren politischen Handlungsbedarf, damit Bayern als Standort gegenüber den wichtigsten Wettbewerbern attraktiv bleibt.

Als wahren Rettungsring in der Krise bezeichnet der BIHK-Präsident die angekündigten Überbrückungshilfen mit einem Volumen von bis zu 25 Milliarden Euro für besonders betroffene kleine und mittelständische Unternehmen. „Die Gelder sichern branchenübergreifend Existenzen und federn die corona-bedingten Umsatzausfälle ab. Ohne diese Hilfe wären zahlreiche Geschäftsleute von Insolvenz bedroht. Damit bleibt die Vielfalt unserer Wirtschaftszweige erhalten.“ Der BIHK hatte sich seit Beginn der Corona-Krise für Hilfen für die besonders schwer gebeutelten Branchen wie Hotellerie, Tourismusbranche, Gastronomie, Messe-, Event-, und Veranstaltungsgeschäft stark gemacht und finanzielle Unterstützung des Staates eingefordert.

Update, 18.20 Uhr: Lions-Club sammelt

In Zeiten von Corona: Als Hilfe beim Lernen zu Hause sammelt der Lions-Club Gmund-Oberland derzeit Laptops für Schulen im Landkreis Miesbach. So kann man mitmachen.

Update, 16.20 Uhr: Weiterhin Grenzkontrollen

Die im März vorübergehend wiedereingeführten Binnengrenzkontrollen, um die Corona-Pandemie einzudämmen, enden gemäß der Anordnung des Bundesinnenministeriums mit Ablauf des 15. Juni. Damit wird der aktuellen Entwicklung des Corona-Infektionsgeschehens Rechnung getragen.

An der deutsch-österreichischen Landesgrenze wird die Bundespolizei aus migrations- und sicherheitspolitischen Gründen jedoch vorerst weiterhin Grenzkontrollen durchführen. Dies sei, so das Bundesinnenministerium, aufgrund der fortbestehenden höchst fragilen Situation an der Grenze zwischen der Türkei und Griechenland sowie aufgrund des fortbestehenden illegalen Migrationspotenzials auf der Balkanroute unverändert erforderlich.

Die corona-bedingten Grenzkontrollen enden. Um illegale Migration und Kriminalität zu verhindern, werden die Grenzkontrollen jedoch vorerst fortgesetzt wie hier an der A93 bei Kiefersfelden.

Der Bundesinnenminister hat die Binnengrenzkontrollen an der deutsch-österreichischen Landgrenze zuletzt mit Wirkung bis 12. November auf Grundlage des Schengener Grenzkodex neu angeordnet. Dies betrifft sowohl die stationären Kontrollen an den großen Autobahn-Grenzübergängen wie auf der A93, als auch mobile Kontrollen an allen anderen grenzüberschreitenden Verkehrswegen und Schleierfahndung.

Es handelt sich dabei um flexible Maßnahmen der Bundespolizei, um illegale Migration zu verhindern und grenzüberschreitende Kriminalität zu bekämpfen. Demnach müssen Reisende etwa zwischen Tirol und Oberbayern zumindest bis zum 12. November beim Grenzübertritt mit Kontrollen der Rosenheimer Bundespolizei rechnen.

Update, 14.10 Uhr: ADAC-Rallye Oberland abgesagt

Es hätte das große Saisonfinale der deutschen Rallye-Meisterschaft (DRM) und des ADAC-Rallye-Masters werden sollen: Die ADAC-Rallye Oberland rund um Weilheim stand für den 25. und 26. September erstmals seit 2009 wieder auf dem Terminplan der Serie. Doch wegen der Corona-Pandemie kann die Veranstaltung heuer nicht stattfinden.

Die virusbedingte, unklare Lage sorgt dafür, dass das Landratsamt Weilheim-Schongau als für die Rallye Oberland zuständige Genehmigungsbehörde aktuell keinen positiven Bescheid ausstellen kann. Wegen der geltenden Bestimmungen ist nicht vor September mit einer klaren Vorgabe zu rechnen, wie und in welcher Form sportliche Großveranstaltungen in Bayern über die Bühne gehen können.

„Somit steht unsere Rallye sowohl genehmigungstechnisch, aber natürlich auch finanziell auf wackeligen Beinen“, sagen Organisationsleiter Oliver Ahl und Fritz Schadeck, Vorstand für Jugend und Sport beim ADAC Südbayern. „Wenn wir vielleicht erst Anfang September einen positiven Bescheid bekommen, ist die Zeit bis zum Termin zu knapp. Und falls wir keine Genehmigung kriegen, tragen wir dennoch alle bis dato auflaufenden Kosten.“

Zudem sei es laut aktueller Lage mehr als fraglich, ob bei einer Rallye überhaupt Zuschauer zugelassen werden dürfen. Im schlimmsten Fall droht eine Geisterveranstaltung. Aufgrund dieser vielen Unwägbarkeiten folgt nun der unausweichliche Schritt der Absage.

Wie es mit der ADAC-Rallye Oberland weitergeht, soll in den nächsten Wochen und Monaten erörtert werden.

Update, 11.25 Uhr: Fachambulanz der Caritas in Rottach

Schon seit Längerem bietet die Fachambulanz für Suchterkrankung und -gefährdung sowie Essstörungen im Caritas-Beratungszentrum Rottach Informationen für alle Fragen rund um Suchtprobleme für Betroffene, Angehörige, Freunde und Bekannte an. So geht es nun in Zeiten der Corona-Pandemie weiter.

Seit Jahresbeginn gibt es die offene Beratungs- und Orientierungsgruppe im Zentrum. In dieser Gruppe kann sich jeder kostenlos und ohne Anmeldung über suchtspezifische Fragen und mögliche Hilfsangebote informieren. „Wir sind nicht nur Experten für Alkoholprobleme, sondern auch für alle anderen Suchtstoffe wie Medikamente, Drogen und Nikotin“, heißt es in einer Mitteilung. „Auch zu problematischen Verhaltensweisen wie exzessivem Glücksspiel und Internetnutzung oder bei Essstörungen bekommen Betroffene sowie Ratsuchende umfassende fachliche Beratung.“

Manchmal helfen schon ein klärendes Gespräch und der Austausch mit anderen Menschen mit ähnlichen Erfahrungen. Manchmal braucht es aber auch mehr und längere Hilfe, um wieder gesund zu werden. „Da kann unsere ambulante Suchttherapie oder ein stationärer Aufenthalt in einer Suchtfachklinik von mehreren Wochen das Richtige sein“, berichtet das Team.

So biete die Orientierungsgruppe Beratung und Begleitung bei der oft schwierigen Phase der Entscheidungsfindung für das richtige Hilfsangebot. Auch werde beim Antragsverfahren und der Kostenklärung Unterstützung gegeben. „Ergänzend zur Gruppe bieten wir individuelle Einzel-, Paar- oder Familiengespräche an“, heißt es.

Die Gruppe findet immer montags – außer an Feiertagen – von 17.30 bis 18.30 Uhr statt. Kontakt zur Fachambulanz der Caritas gibt es unter Telefon 08025/280660 und fachambulanz-mb@caritasmuenchen.de. Als neues Angebot wird zudem kostenlose und anonyme Online-Beratung unter www.caritas.de/suchtberatung angeboten.

Update, 9.35 Uhr: Corona-Krise in Tegernsee

Nachdem das Rathaus in Tegernsee über mehrere Wochen geschlossen werden musste und der Kontakt nur über Telefon, E-Mail und in dringenden Fällen nach Terminvereinbarung erfolgen konnte, normalisiert sich der Betrieb langsam wieder.

Dank einer neuen, barrierefreien Türschließanlage mit Gegensprechanlage kann der Parteiverkehr derzeit gut geregelt werden, teilt die Verwaltung auf ihrer Internetseite mit. Termine telefonisch zu vereinbaren, ist weiterhin möglich und erwünscht. „Die Gefahr, dass sich zu viele Personen in den engen Rathausgängen aufhalten, kann somit minimiert werden“, heißt es in einer Mitteilung. „Für die Besucher gilt Maskenpflicht.“

Die Sitzungen des Stadtrats finden derzeit im Quirinal statt, da dort der Hygieneabstand gewahrt werden kann. Die Verwaltung dankt Monsignore Pfarrer Walter Waldschütz, der das Pfarrzentrum Quirinal sofort zur Verfügung stellte und dem neuen Stadtrat auch noch seinen Segen mit auf den Weg gab. „Zu den öffentlichen Sitzungen können bis zu zehn Zuhörer mit Mundschutz kommen“, heißt es weiter. Die Sitzungen der Ausschüsse finden wie gewohnt im Sitzungssaal des Rathauses statt.

„Bei Hochzeiten ist die Situation derzeit so, dass Trauungen stattfinden“, erklärt die Verwaltung. „Die Zahl der im Trauzimmer anwesenden Personen ist auf zehn begrenzt.“

Des Weiteren hat die Bücherei zu den bekannten Zeiten wieder geöffnet. Auch hier gilt wie im Rathaus Maskenpflicht. „Zutritt kann gleichzeitig nur für zwei Personen gewährt werden“, heißt es. „Die Aufenthaltsdauer ist auf 20 Minuten begrenzt.“ Die zurückgegebenen Bücher werden desinfiziert und können erst am kommenden Tag wieder ausgeliehen werden. Der Lesesaal muss bis auf Weiteres geschlossen bleiben.

„Wir danken allen Bürgern für das bisher gezeigte Verständnis und hoffen, alle gemeinsam gesund durch diese Krise zu kommen“, so die Verwaltung.

Update, 12. Juni, 6.30 Uhr: So geht vhs dahoam

Danielle Döbbener von der vhs in Hausham berichtete kürzlich im Gemeinderat, wie es den Volkshochschulen im Landkreis Miesbach mit der Corona-Krise geht.

Update, 17.55 Uhr: Agentur für Arbeit informiert

Arbeitgeber können Anzeigen für die Beschäftigung schwerbehinderter Menschen weiterhin bis zum 30. Juni erstatten. Gleiches gilt für die Zahlung der Ausgleichsabgabe.

Gemeinsam unterstützen die Bundesagentur für Arbeit (BA) sowie die Integrations- und Inklusionsämter Arbeitgeber in der aktuellen Situation bei den Anzeigen zur Beschäftigung schwerbehinderter Menschen. Arbeitgeber mit durchschnittlich mindestens 20 Arbeitsplätzen sind gesetzlich verpflichtet, auf mindestens fünf Prozent der Arbeitsplätze schwerbehinderte Menschen zu beschäftigen.

Zur Überprüfung der Beschäftigungspflicht haben diese Arbeitgeber ihre Beschäftigungsdaten jährlich bis 31. März der Agentur für Arbeit anzuzeigen. Sofern die Beschäftigungsquote nicht erfüllt ist, müssen Arbeitgeber gleichzeitig eine Ausgleichsabgabe an die Integrations-/Inklusionsämter zahlen.

Aufgrund der aktuellen Situation infolge der Corona-Pandemie akzeptieren die BA sowie die Integrations- und Inklusionsämter, dass Anzeigen für das Anzeigenjahr 2019 auch nach dem 31. März bis spätestens 30. Juni abgegeben werden. Gleiches gilt für die Zahlung der Ausgleichsabgabe.

Erstatten Arbeitgeber bis spätestens 30. Juni Anzeige, wird das Versäumen der Anzeigepflicht zum 31. März für das Anzeigejahr 2019 nicht als Ordnungswidrigkeit verfolgt. Ebenfalls werden von den Integrations-/ Inklusionsämtern bei Erstatten der Anzeige für das Anzeigejahr 2019 bis spätestens 30. Juni keine Säumniszuschläge erhoben. Die Förderung der Beschäftigung von Menschen mit Behinderungen wird dadurch nicht beeinträchtigt werden.

Update, 12.35 Uhr: KBW Miesbach startet wieder

Das Katholische Bildungswerk im Landkreis Miesbach startet neu nach der Corona-Zwangspause. So soll die Wiederaufnahme der Erwachsenenbildung klappen.

Update, 11.55 Uhr: Pfarrbüros wieder geöffnet

Die Pfarrbüros des Pfarrverbands Miesbach in Miesbach und Hausham haben nach den Pfingstferien wieder zu den gewohnten Bürozeiten unter der gegebenen Hygieneverordnung mit Mund-Nasen-Schutz geöffnet.

Update, 9.05 Uhr: Aktuelle Fallzahlen

"Weiterhin eine tolle Entwicklung der Fallzahlen im Landkreis Miesbach", teilt Sprecherin Sophie-Marie Stadler vom Landratsamt mit. "Keine bestätigten Neuinfektionen seit fast zwei Wochen und nur noch zwei aktive Fälle."

Aufgrund der weiterhin stabilen Corona-Fallzahlen wird die Erreichbarkeit des Bürgertelefons zum Coronavirus ab sofort insoweit eingeschränkt, dass dieses nunmehr zu den normalen Öffnungszeiten des Landratsamtes besetzt ist. Die Besetzung am Wochenende entfällt.

Das Bürgertelefon ist unter der Telefonnummer 08025/7044444 erreichbar und stellt ein Angebot ausschließlich für Bürger aus dem Landkreis Miesbach dar.

Es ist zu den normalen Öffnungszeiten zu erreichen:

  • Montag bis Mittwoch, von 7.30 bis 17 Uhr,
  • Donnerstag, von 7.30 bis 18 Uhr,
  • Freitag, von 7.30 bis 12.30 Uhr.

Des Weiteren können Fragen nunmehr auch per E-Mail gestellt werden an die Adresse coronaanfragen@lra-mb.bayern.de.

Das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LfL) bietet bayernweit weiterhin täglich eine Hotline für Fragen von Bürgern zum Coronavirus von 8 bis 18 Uhr unter der Telefonnummer 09131/68085101 an.

Die Zahl der Corona-Erkrankten verteilt sich auf den Landkreis Miesbach wie folgt:

  • Bad Wiessee: 45 (aktiv: 0)
  • Bayrischzell: 16 (aktiv: 0)
  • Fischbachau: 57 (aktiv: 0)
  • Gmund: 54 (aktiv: 0)
  • Hausham: 33 (aktiv: 0)
  • Holzkirchen: 72 (aktiv: 0)
  • Irschenberg: 22 (aktiv: 0)
  • Kreuth: 15 (aktiv: 0)
  • Miesbach: 43 (aktiv: 0)
  • Otterfing: 19 (aktiv: 0)
  • Rottach-Egern: 37 (aktiv: 0)
  • Schliersee: 55 (aktiv: 2)
  • Tegernsee: 17 (aktiv: 0)
  • Valley: 13 (aktiv: 0)
  • Waakirchen: 25 (aktiv: 0)
  • Warngau: 10 (aktiv: 0)
  • Weyarn: 25 (aktiv: 0)
  • Sonstige: 26 (aktiv: 0)

Update, 11. Juni, 6.50 Uhr: Aktion im Kindergarten

Eine Schatzkiste voller kreativer Ideen präsentieren die Erzieherinnen des Kindergartens St. Martin in Zeiten von Corona ihren Schützlingen. Mehr dazu in unserem Artikel.

Update, 18.40 Uhr: FSJ goes digital

Aufgrund der Corona-Pandemie hat der Kreisjugendring in Miesbach erstmals ein fünftägiges Online-Seminar durchgeführt. Wie das funktioniert hat, lesen Sie in unserem Artikel.

Update, 17.35 Uhr: Spendenaktion erfolgreich abgeschlossen

Die Sparda-Bank München hatte im April kurzfristig eine Hilfsaktion für Vereine aus Oberbayern gestartet, die von der Corona-Krise besonders betroffen sind. Insgesamt standen 100.000 Euro Fördergelder aus dem Gewinn-Sparverein der Sparda-Bank München zur Verfügung.

Was in der aktuellen Corona-Krise gerade immer offensichtlicher wird: Die Pandemie hat auch eine umfassende soziale Komponente. So brachten die massiven Ausgangsbeschränkungen der vergangenen Wochen verstärkt psychische Belastungen mit sich. Besonders ältere Menschen wurden mit Alleinsein und Einsamkeit konfrontiert. Experten gehen davon aus, dass auch die häusliche Gewalt in Familien angestiegen ist. Gleichzeitig mussten viele Hilfsangebote zum Schutz der Gesundheit eingeschränkt oder temporär sogar eingestellt werden, zum Beispiel die lokalen Lebensmittelausgaben für Bedürftige oder Projekte für Obdachlose.

100.000 Euro für Corona-Helden

Die Sparda-Bank München wollte in Oberbayern gerade jene Vereine, die sich um besonders betroffene Zielgruppen kümmern, kurzfristig unterstützen und hat deswegen bereits im April die große Spendenaktion „Ein Herz für Helfer“ gestartet. Dafür stellte die Genossenschaftsbank über ihren Gewinn-Sparverein ein Sonderbudget in Höhe von 100.000 Euro bereit.

Christine Miedl, Direktorin Unternehmenskommunikation der Sparda-Bank München, erklärt: „So viele Vereine leisten für die Schwächsten unserer Gesellschaft Tag für Tag großartige Arbeit und haben sich auch durch die Einschränkungen nicht entmutigen lassen. Diesen Corona-Helden wollten wir Danke sagen und mit ‚Ein Herz für Helfer‘ ein Zeichen der Solidarität setzen.“

Vom Maskennähen bis zu Online-Trauerbegleitung

Interessierte Einrichtungen konnten über eine Aktionswebsite eine finanzielle Unterstützung beantragen. Die Nachfrage war groß, sodass die Spendengelder bereits jetzt – nach rund 1,5 Monaten – komplett verteilt sind. Insgesamt 45 Vereine aus ganz Oberbayern dürfen sich nun über Spenden freuen. Dazu zählt unter anderem der Verein „Mammalade für Karla“ aus München, der soziale Einrichtungen mit selbstgenähten Masken unterstützt.

Weitere Spendenempfänger sind beispielsweise die Straßenambulanz St. Franziskus aus Ingolstadt, die Obdachlose mit Mahlzeiten versorgt, und der ambulante Hospizdienst Gauting, der neuerdings eine Online-Trauerbegleitung anbietet.

Christine Miedl: „Wenn diese Krise überhaupt eine positive Seite hat, dann die, dass sich die Menschen in diesen schwierigen Zeiten gegenseitig mit sehr viel Engagement und Ideenreichtum unterstützen. Das macht Hoffnung für den gesellschaftlichen Zusammenhalt.“

Update, 12.15 Uhr: Lob für BRK

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann hat im Rahmen einer Gesprächsrunde mit dem Präsidenten des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK), Theo Zellner, dem Landesgeschäftsführer Leonhard Stärk, dem Leiter des Krisenstabs, Daniel Pröbstl, sowie zwei Rettungskräften die große Bedeutung des BRK im aktuell bayernweiten Katastrophenfall betont.

"Sie sind seit der Feststellung des Katastrophenfalls am 16. März eine wichtige Stütze und tragen neben den weiteren freiwilligen Hilfsorganisationen, der bayerischen Polizei und der Bundespolizei, dem Technischen Hilfswerk und der Bundeswehr maßgeblich zur Aufrechterhaltung des sozialen Lebens und der gesundheitlichen Versorgung im Freistaat bei", sagt er.

Laut Minister leistet das BRK seit jeher einen bedeutsamen Beitrag in der Wohlfahrtspflege, im Rettungsdienst sowie Katastrophenschutz und ist aus dem starken Netz der Gefahrenabwehr nicht mehr wegzudenken.

Herrmann mahnt auch zur Vorsicht: "Die Gefahr durch Corona ist noch nicht vorüber. Oberstes Gebot ist weiterhin nicht übermütig zu werden." Ein Blick auf die Zahlen anderer westlicher Industrieländer ohne Ausgangsbeschränkungen zeige deutlich, dass Bayern in der Krise gut aufgestellt sei.

"Unser Weg des Krisenmanagements ist der richtige", sagt Herrmann. In der Gesprächsrunde ging es um bisherige Erfahrungen und Eindrücke des BRK in Zeiten der Corona-Krise.

Das BRK ist mit seinen rund 26.500 hauptamtlich Beschäftigten, 180.000 ehrenamtlichen Mitgliedern und 758.000 Fördermitgliedern die größte Hilfsorganisation in Bayern.

Update, 9.25 Uhr: Gemeinsame Erklärung zur Corona-Pandemie

Das Bündnis für frühkindliche Bildung in Bayern hat eine gemeinsame Erklärung zur Corona-Pandemie unterzeichnet. Bayerns Familienministerin Carolina Trautner freut sich über diesen breiten gesellschaftlichen Konsens: „Die gemeinsame Erklärung des Bündnisses für frühkindliche Bildung in Bayern zeigt, Familienministerium und die weiteren Unterzeichnenden ziehen an einem Strang, um gemeinsam die Herausforderungen der Corona-Pandemie jetzt und für die Zukunft zu bewältigen. Wir bekennen uns zur Bedeutung der frühkindlichen Bildung als eine wichtige Grundlage für Entwicklung, Chancengerechtigkeit und gesellschaftliche Teilhabe von Kindern sowie zur herausragenden Leistung der Beschäftigten in der Kindertagesbetreuung. Das ist ein klares Signal der Anerkennung und Wertschätzung an die Erzieher, Kinderpfleger und weiteren Fachkräfte der Kinder- und Jugendhilfe.“

Wesentliche Punkte der gemeinsamen Erklärung zur Corona-Pandemie sind:

  • Wertschätzung und Anerkennung der Leistungen der Beschäftigten in der Kindertagesbetreuung und anderen Bereichen der Kinder- und Jugendhilfe
  • Schutz der Beschäftigten und Kinder in den Einrichtungen
  • Gewährleistung der Notbetreuung von Anfang an
  • Gewährung der gesetzlichen Leistungen der kindbezogenen Förderung durch die Kommunen und den Freistaat Bayern
  • pauschale Beitragserstattung des Freistaats Bayern für erlassene Elternbeiträge an die Träger der Kindertageseinrichtungen sowie die Übernahme der ausfallenden Elternbeiträge, die nicht durch die vom Freistaat übernommenen Pauschalen gedeckt sind, durch die Träger

Update, 10. Juni, 7.05 Uhr: Kreisausschuss bewilligt weitere Mittel

Erneut hat der Kreisausschuss Mittel bewilligt, um die Corona-Pandemie im Landkreis Miesbach zu bewältigen. Diesmal ging es um 500.000 Euro.

Update, 18.05 Uhr: AMC Holzkirchen trainiert wieder

Mittlerweile trainieren die Gleichgewichtskünstler des AMC Holzkirchen wieder. Die Titelserien sind jedoch wegen der Corona-Krise abgesagt.

Update, 17.25 Uhr: Offener Brief

In einem offenen Brief haben sich Anton Grafwallner und alle 17 Behindertenbeauftragten aus dem Landkreis Miesbach nun an die Staatsregierung gewandt:

"Nach den monatelangen massiven Einschränkungen durch das Coronavirus erfolgt nun Stück für Stück die Rückkehr unter bestimmten Voraussetzungen zur Normalität. Bedingt durch die Corona-Lockerungen in Bayern und angesichts des schönen Wetters ist es in den vergangenen Tagen zu einem Ansturm in die Berge und zu den Seen gekommen. Aber nicht alle Menschen konnten diese Freiheiten genießen: Menschen in Pflege- und Behinderten­einrichtungen mussten dort bleiben, weil sie einer Risikogruppe angehören. Für diese Einrichtungen gelten immer noch ein Besuchs- und ein Ausgehverbot – nicht einmal Spaziergänge sind erlaubt.

Die Eindämmung des Coronavirus hat die Gesellschaft in den vergangenen acht Wochen intensiv gefordert. Oberste Prämisse war dabei, sich vor einer Ansteckung zu schützen. Vorübergehend schränkt dieser Shutdown unsere Grundrechte ein. Alte Menschen und Menschen mit Behinderungen zählen zur Risikogruppe. Sie gelten durch das Coronavirus als besonders gefährdet. Es darf aber nicht sein, diese Personen weiter vorsorglich wegzusperren, um sie zu schützen. Es mag zwar für manche sicher scheinen, aber für die Betroffenen ist es eine Zumutung und aus menschenrechtlicher Perspektive absolut inakzeptabel.

Um den Menschen in diesen Einrichtungen wieder mehr Normalität zu ermöglichen, sollte unter Verwendung einer FFP2-Maske und bestimmten Voraussetzungen wieder ein Spaziergang mit Angehörigen außerhalb der Einrichtungen ermöglicht werden. Es gibt weiterhin zu berücksichtigen, dass vor allem in Behinderteneinrichtungen viele – vor allem junge – Erwachsene leben und diese bisher alle zwei Wochen nach Hause gefahren sind. Dies ist seit dem Besuchs- und Betretungsverbot nicht mehr möglich. Ein Besuch ist für viele dieser Bewohner keine Lösung, weil das Verständnis fehlt, warum ein Nachhausefahren weiterhin verboten ist. Auch diese Menschen brauchen eine langfristige Perspektive! Wir fordern deshalb mehr Normalität für Menschen in den Pflege- und Behinderteneinrichtungen sowie neue kreative Lösungen. Schützen darf nicht einsperren bedeuten.“

Update, 15.35 Uhr: Neuer Zeitplan für Bahnhofsareal

Am 8. Juli war ein weiterer Meilenstein im Projekt Bahnhofsareal Holzkirchen geplant: Ein Workshop, bei dem der Auslobungsentwurf für den städtebaulichen Wettbewerb mit ausgewählten Bürgern diskutiert wird. Aufgrund der Corona-Pandemie muss der Termin verschoben werden.

„Leider waren die Abstimmungsmöglichkeiten in den vergangenen Wochen aufgrund der Corona-Pandemie zwischen den Projektpartnern eingeschränkt, sodass wichtige Hinweise der Deutschen Bahn erst Mitte Mai beim Markt Holzkirchen eingegangen sind“, sagt Bürgermeister Christoph Schmid. Die Projektbeteiligten und die Marktgemeinde sehen daraufhin noch weiteren internen Klärungsbedarf. Daher wird der nächste Schritt der Bürgerbeteiligung vorerst auf unbestimmte Zeit verschoben. Derzeit wird der ambitionierte Zeitplan überarbeitet und mit den beteiligten Projektpartnern abgestimmt.

Ein neuer Termin für den Auslobungsworkshop wird sobald wie möglich bekannt gegeben. Dieser ist unter anderem abhängig von den Entwicklungen rund um die Corona-Pandemie sowie den notwendigen Sitzungen mit der Projekt-Lenkungsrunde und dem Marktgemeinderat. Die Teilnehmer, die sich nach dem Aufruf zum Auslobungsworkshop bereits bei der Marktgemeinde Holzkirchen gemeldet hatten, wurden bereits von der Bauverwaltung benachrichtigt und die Anmeldungen werden – sofern gewünscht – auch für den späteren Termin aufrechterhalten, teilt die Verwaltung mit.

Update, 13.55 Uhr: Neue Hotline

Jugendliche sollen auch in dieser schwierigen Zeit bei ihrer Studien- und Berufswahl sowie bei der Ausbildungsplatzsuche und bei Bewerbungen unterstützt werden, teilt die Agentur für Arbeit Rosenheim mit, die auch den Landkreis Miesbach betreut.

Die Agentur für Arbeit möchte junge Menschen in dieser schweren Zeit, in der persönliche Gespräche in den Schulen und in der Arbeitsagentur nicht möglich sind, nicht alleine lassen. Jugendliche aus dem gesamten Agenturbezirk – aus der Stadt Rosenheim sowie den Landkreisen Rosenheim, Miesbach und Bad Tölz-Wolfratshausen – können ihre Berufsberater unter der neu eingerichteten Rufnummer 08031/202222 anrufen. Diese ist montags bis donnerstags, von 8 bis 12 Uhr und von 13 bis 16 Uhr, sowie freitags, von 8 bis 12 Uhr, besetzt. Alternativ ist die Kontaktaufnahme per E-Mail an Rosenheim.Berufsberatung@arbeitsagentur.de oder eine Terminanfrage unter www.arbeitsagentur.de/eservices und dort Kachel „Termin zur Berufsberatung anfragen“ möglich.

Update, 13 Uhr: SMG verschiebt Wirtschaftsempfang

Der Wirtschaftsempfang des Landkreises Miesbach ist wegen der Corona-Krise zunächst abgesagt. Die SMG verschiebt das Treffen auf 2021.

Update, 12.10 Uhr: Sonn- und Feiertagsfahrverbot für Lkw

Um eine optimale Versorgungssicherheit zu gewährleisten, hat Bayerns Innenminister Joachim Herrmann das Sonn- und Feiertagsfahrverbot für Lkw ab 7,5 Tonnen auf Bayerns Straßen nochmals bis einschließlich 14. Juni aufgehoben. Dies betrifft alle Güter einschließlich Leerfahrten. "Wir haben das Infektionsgeschehen mehr und mehr unter Kontrolle. Aber auch in dieser Phase der Corona-Pandemie gilt es sicherzustellen, dass heimische Geschäfte und Firmen bestmöglich mit Waren beliefert werden können", macht der Innenminister deutlich. "In Bayern darf daher der Warenverkehr bis 14. Juni weiterhin sieben Tage die Woche und rund um die Uhr rollen."

Der Innenminister weist nochmals darauf hin, dass Österreich den corona-bedingten Stopp des Wochenend- und Feiertagsfahrverbots für Schwerfahrzeuge auf Österreichs Straßen bereits zum 17. Mai beendet hat. Ein Grenzübertritt nach Österreich sei daher an Sonn- und Feiertagen nicht möglich. Bislang sei es deswegen zu keinen Schwierigkeiten oder Staus gekommen. Damit dies so bleibt, rät Herrmann den Lkw-Fahrern: "Wer sonn- oder feiertags auf dem Weg nach Österreich ist, sollte weiterhin möglichst frühzeitig geeignete Parkplätze anfahren, um Engpässe bei den Park- und Rastplätzen in unmittelbarer Grenznähe zu vermeiden."

Das Sonn- und Feiertagsfahrverbot ist in Paragraf 30 der Straßenverkehrsordnung geregelt und gilt von 0 bis 22 Uhr für eine Vielzahl von Transportgütern mit schweren Lkw. Falls bei Transporten in andere Bundesländer eine Ausnahmegenehmigung erforderlich sein sollte, muss diese vom Transporteur dort eingeholt werden.

Update, 9. Juni, 9.15 Uhr: Unsicherheit bei Ehrenamtlichen

Nach langen Wochen des Lockdowns öffnet sich Bayern langsam aber sicher. Seit dem 8. Juni können nun unter anderem auch Fitnessstudios und Freibäder wieder Gäste begrüßen. Während nun in vielen Bereichen die Corona-Beschränkungen gelockert werden, bleibt das Ehrenamt in Teilen jedoch weiterhin außen vor.

So vergeht kaum ein Tag, an dem die Beauftragte der bayerischen Staatsregierung für das Ehrenamt, Eva Gottstein, keine Anfrage von verunsicherten Ehrenamtlichen erhält. Zentrale Frage dabei: Darf ich mein Ehrenamt derzeit ausüben?

„Es ist an der Zeit, den ehrenamtlich Tätigen ihre Unsicherheit zu nehmen und Rechtssicherheit zu schaffen“, appelliert die Ehrenamtsbeauftragte. „Ich gehe davon aus, dass die Staatsregierung dafür Verständnis hat, dass Ehrenamtliche bei ihrem Engagement nicht Gefahr laufen sollen, gegen die bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung zu verstoßen. Es ist sicher möglich – unter Einhaltung der Hygiene- und Abstandsregeln – alle ehrenamtlichen Tätigkeiten zu gestatten.“

Die Beauftragte der bayerischen Staatsregierung für das Ehrenamt: Eva Gottstein.

Sie hoffe daher, dass das Ehrenamt in seiner ganzen Breite von der Selbsthilfegruppe über das ad-hoc-Engagement bis zum klassischen Verein in der kommenden Verordnung Berücksichtigung findet.

Aktuelle Informationen zum bürgerschaftlichen Engagement in Corona-Zeiten gibt es auf der Homepage der Ehrenamtsbeauftragten.

Update, 17.25 Uhr: Seniorennachmittag in Gmund

Endlich kann wieder ein Seniorennachmittag in Gmund stattfinden – wenn auch in veränderter Form. Der geplante Vortrag der Polizei über raffinierte Betrugsmaschen wird erst zu einem späteren Zeitpunkt stattfinden, da es den Repräsentanten der Polizei noch nicht gestattet ist, Vorträge zu halten, teilt die Diakonie im Tegernseer Tal mit.

Der Seniorennachmittag findet am Dienstag, 9. Juni, um 14.30 Uhr, im Gasthof Maximilian in Gmund als geselliger Austausch bei Kaffee und Kuchen statt.

Dabei sind natürlich die Auflagen in der Gastronomie zu beachten. Martina Gartenleitner, Wirtin des Gasthof Maximilian, erklärt das Hygienekonzept: „Die Höchstzahl Gäste im separaten Gastraum sind 20 Personen. Wenn mehr als eine Person aus einem gemeinsamen Haushalt kommt, können es auch 25 Gäste sein. Beim Betreten des Gasthofes ist ein Mund-Nasen-Schutz zu tragen. Der Sitzplatz sollte nicht gewechselt werden. Am Sitzplatz werden die persönlichen Daten aufgeschrieben. Auf dem Weg zu den Sanitärräumen muss die Maske getragen werden. Der Kuchen wird nicht am Kuchenbufett verteilt, sondern an den Sitzplatz gebracht.“

"Mit diesen Maßnahmen sollte der Seniorennachmittag ohne Gefahr für die Senioren stattfinden können", erklärt Monika Klöcker, Verwaltungsleiterin beim Diakonieverein. "Die Zeit der sozialen Isolation war für die älteren Mitbürger schwer zu ertragen. So ist der erste Seniorennachmittag nach langer Zeit ein Lichtblick, auch wenn er vorerst unter veränderten Bedingungen stattfinden muss."

Update, 14.45 Uhr: Landkreishallen bleiben zu

Der Landkreis Miesbach lässt seine Sportstätten für den Trainingsbetrieb geschlossen. Dieser ist in geschlossenen Räumen – also Sporthallen – unter anderem nur zulässig, wenn der Mindestabstand von anderthalb Metern zwischen zwei Personen eingehalten wird. Der Betreiber hat weiter die Auflagen des Rahmenhygienekonzepts Sport einzuhalten.

„Nach reiflicher Überlegung mussten wir feststellen, dass wir die Einhaltung dieser Anforderungen, insbesondere die Belüftung und die Desinfektionen unmittelbar nach jedem Training, nach dem aktuellen Stand nicht gewährleisten können“, heißt es in einer Mitteilung des Landratsamtes. „Zudem besteht die Gefahr, dass – sollte im Vereinssport auch nur ein positiv getesteter Corona-Fall auftreten – die gesamte Schule mitsamt der Halle gesperrt würde.“

Auch, um dieses Szenario zu verhindern, habe man sich entschlossen, die Landkreishallen bis auf Weiteres nicht zu öffnen. Generell würden nur drei von acht Landkreishallen überhaupt für den Vereinssport zur Verfügung stehen. Jedoch seien die Außensportanlagen einiger Schulen für Vereinssport geöffnet.

Update, 11.55 Uhr: Weniger neue Coronavirus-Infektionen

In Bayern gibt es aktuell immer mehr Landkreise und Städte ohne neue Coronavirus-Infektionen. Darauf weist Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml hin und betont: „Nach heutigem Stand weisen derzeit 31 Landkreise und kreisfreie Städte nach dem Datenstand des RKI vom 4. Juni eine sogenannte 7-Tage-Null-Inzidenz auf – das heißt: Dort sind innerhalb einer Woche keine neuen Corona-Infektionen bekannt geworden. Dies ist eine sehr positive Nachricht. Ich setze daher weiter auf unsere erfolgreiche Strategie, Infektionsketten so schnell wie möglich zu erkennen und zu durchbrechen. Denn damit können wir das Coronavirus zurückdrängen.“

Die Ministerin hebt hervor: „In Bayern meistern wir Herausforderungen gemeinsam. Solidarität ist gerade auch jetzt während der Corona-Pandemie ganz entscheidend. Dem verantwortungsvollen Handeln der großen Mehrheit der bayerischen Bevölkerung ist es zu verdanken, dass sich die Infektionszahlen derzeit auf einem erfreulich niedrigen Niveau bewegen. Deshalb können wir weitere Erleichterungen bei den Beschränkungen zulassen.“

Huml ergänzt: „Ganz wichtig ist dabei, dass die erforderlichen Abstandsregelungen und Hygienekonzepte sowie die Maskenpflicht eingehalten werden. Umsicht und Vorsicht müssen weiter unser Handeln bestimmen. Wir dürfen die erzielten Erfolge nicht verspielen.“

Die Ministerin unterstreicht: „Mit unserer strikten Containment- und Tracing-Strategie zur Eindämmung der Corona-Pandemie liegen wir richtig. Im Zentrum stehen die frühzeitige Erkennung und Isolierung der Covid-19-Patienten und ihrer engen Kontaktpersonen. Durch das konsequent umgesetzte Containment konnten wir auch die Erleichterung der weitreichenden Ausgangsbeschränkungen zulassen, um zugleich die Übertragung des neuartigen Coronavirus in der Bevölkerung so weit wie möglich einzugrenzen.“

Huml erläutert: „Unverzichtbare Voraussetzung für eine strikte Eindämmung ist eine hohe Testkapazität. Wir haben daher eine weitere massive Ausweitung der Tests beschlossen. Diese sollen insbesondere für Personengruppen, die besonders vulnerablen Gruppen oder der kritischen Infrastruktur angehören, nochmals deutlich verstärkt werden. Darüber hinaus sollen im Freistaat Bayern auch Personen, die keine typischen Symptome einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus zeigen, dennoch die Möglichkeit erhalten, sich testen zu lassen. Wir erarbeiten derzeit die weiteren Details dazu.“

Weitere Daten sind online abrufbar.

Update, 8. Juni, 10.15 Uhr: Dank für Corona-Einsatz

Bürgermeister Christian Köck hat in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats ein großes Dankeschön an alle Helfer in der Corona-Krise ausgesprochen. Insbesondere ging es um die Aktion „Was Warm‘s für dahoam“ in Rottach-Egern. Die Seniorenresidenz Wallberg habe das Essen geliefert, die Seniorenbeauftragte der Gemeinde, Marille Tipolt, Spenden organisiert und die Fußballer hätten ehrenamtlich das Essen ausgefahren. „Sie haben 42 Personen in Kreuth, Bad Wiessee, Tegernsee und Rottach-Egern mit über 500 Essen bedient“, erklärte Christian Köck.

Seit dem 15. Mai ist die Aktion, bei der Senioren mit einer kostenlosen Mahlzeit am Tag versorgt wurden, nun beendet. Rund 2.000 Euro an Spenden seien übrig geblieben und werden nun von der Gemeinde an den Fußballverein weitergereicht. Dieser werde das Geld für die Jugendarbeit nutzen, berichtete der Bürgermeister. Die anwesenden Gemeinderäte hatten nichts dagegen.

Update, 14.35 Uhr: Massive Auswirkungen von Corona

Der durch die Corona-Pandemie verursachte Stillstand in der Wirtschaft hat die Stimmung bei den Unternehmern in den Landkreisen Garmisch-Partenkirchen, Weilheim-Schongau, Bad Tölz-Wolfratshausen und Miesbach auf einen Tiefpunkt sinken lassen. Laut der aktuellen Frühjahrsumfrage der IHK für München und Oberbayern ist der IHK-Konjunkturindex für das Oberland von 127 auf 87 Punkte eingebrochen. Zwar liegt der Indexwert damit höher als zur Finanzkrise 2009 mit 81 Punkten, jedoch ist er noch nie so stark innerhalb von zwei Umfragen abgestürzt.

Zur aktuellen Geschäftslage befragt bezeichnet diese knapp die Hälfte der Unternehmen als schlecht. Immerhin 29 Prozent betrachten sie als gut. Damit entsprechen die Lagebewertungen dem bayerischen Durchschnitt. In Bezug auf die Wirtschaftsentwicklung in den kommenden 12 Monaten sind die Meinungen nicht ganz so pessimistisch wie im restlichen Bayern. 32 Prozent der Befragten gehen von einer Verschlechterung aus (Bayern: 40 Prozent). Jedes vierte Unternehmen rechnet mit einer Belebung (Bayern: 20 Prozent). Dieses Ergebnis bringt jedoch nicht zum Ausdruck, wie unterschiedlich je nach Branche die Aussagen der Unternehmer ausfallen. Vor allem der innerörtliche Nichtlebensmittel-Einzelhandel sowie das gesamte Kultur- und Tourismusgewerbe in der Region erleiden derzeit massive Einbußen. Dem gegenüber sind Bauwirtschaft und Teile des verarbeitenden Gewerbes nicht so stark betroffen.

Der Stimmungsabsturz in der Wirtschaft spiegelt sich auch in der Umsatzentwicklung der Unternehmen wider: Im Vergleich zu den ersten vier Monaten 2019 verzeichneten rund 60 Prozent der befragten Unternehmen einen Umsatzrückgang. Immerhin 10 Prozent der Betriebe konnten ein Umsatzplus erzielen und knapp 30 Prozent ihre Umsätze im Vergleich zum Vorjahr stabil halten.

Fehlende Nachfrage sowie unterbrochene Absatzwege und Lieferketten sind aktuell die größten Probleme für die Unternehmen in der Region. Rund ein Fünftel berichtet darüber hinaus von finanziellen Engpässen. Einen existenzbedrohenden Liquiditäts-status vermeldeten 9 Prozent der Betriebe.

Sparmaßnahmen sind in nahezu jedem Unternehmen das Gebot der Stunde. Daher werden fast 60 Prozent der Unternehmen in den kommenden 12 Monaten weniger oder gar nicht investieren. Rund jedes vierte Unternehmen will Arbeitsplätze reduzieren. Zwei Drittel wollen ihre Stellenanzahl immerhin konstant halten

Laut Peter Lingg, Vorsitzendem des IHK-Regionalausschusses Garmisch-Partenkirchen, sind die wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Krise auf die Region massiv. Lingg zeigt sich dennoch zuversichtlich und betont: „Dank der fortschreitenden Lockerungen scheint die Talsohle durchschritten zu sein. Der Weg nach oben wird steinig, aber die Unternehmen sind fest entschlossen, nach vorne zu sehen. Wichtig ist jetzt, dass ihnen keine neuen bürokratischen Hürden in den Weg gestellt werden und sich die Politik ernsthaft über Steuererleichterungen Gedanken macht. Auf die Liquidität der Unternehmen würde sich eine Ausweitung der Verlustverrechnungen positiv auswirken. Von der Politik fordern wir ein Belastungsmoratorium bis 2021, also einen Stopp für neue, die Wirtschaft zusätzlich belastende Gesetze, Verordnungen oder Regularien.“

Update, 7. Juni, 9.55 Uhr: Arbeitsmarkt im Mai

„Auf dem bayerischen Arbeitsmarkt sind die Auswirkungen der Corona-Pandemie weiterhin deutlich zu spüren“, stellt Bayerns Arbeitsministerin Carolina Trautner angesichts der Arbeitsmarktzahlen für den Monat Mai fest. Mit 290.580 Arbeitslosen steigt die Arbeitslosigkeit im Vormonatsvergleich zum zweiten Mal infolge der Einschränkungen auf dem Arbeitsmarkt durch die Corona-Pandemie an. Die Arbeitslosenquote liegt im Mai bei 3,8 Prozent und damit um 1,1 Prozentpunkte über dem Vorjahreswert. Ministerin Trautner: „Bayern behauptet dennoch weiterhin seinen Spitzenplatz im bundesweiten Vergleich und kann als einziges Bundesland auf eine Arbeitslosenquote von deutlich unter vier Prozent verweisen.“

Weiter sagt sie: „Die vorliegenden Zahlen der Bundesagentur für Arbeit belegen, dass sich die Auswirkungen auf den Ausbildungsstellenmarkt noch in Grenzen halten, und das, obwohl in den Schulen keine Berufsorientierung durchgeführt und in den Betrieben keine Praktika stattfinden konnten. Es freut mich, dass wir nach wie vor einen Überhang an freien Ausbildungsplätzen im Vergleich zu den Bewerbern zu verzeichnen haben. So entfallen auf 100 Bewerber rund 170 unbesetzte Stellen. Daher möchte ich alle jungen Menschen ermuntern, sich auch in Zeiten von Corona für eine Berufsausbildung mit ihren vielen Karrieremöglichkeiten zu entscheiden und nicht abzuwarten. Der Fachkräftebedarf der ausbildungsbereiten Unternehmen ist immer noch ungebrochen und wird es erst recht in einer Nach-Corona-Zeit sein. Gleichwohl wird die Staatsregierung die Entwicklung auf dem Stellenmarkt genau beobachten.“

Update, 19.15 Uhr: Weitere Lockerungen im Kita-Bereich

Ab dem 15. Juni können erneut mehr Kinder ihre Kindertageseinrichtung wieder besuchen. Bayerns Familienministerin Carolina Trautner: „Kinder brauchen Kinder. Auch den Eltern wollen wir eine Perspektive geben. Daher steht nun die nächste Ausweitung der Notbetreuung bevor: Ab dem 15. Juni können auch Kinder, die im Schuljahr 2021/2022 schulpflichtig werden, wieder in ihre Kitas gehen. Gleiches gilt für die Kinder, die am Übergang von der Krippe zum Kindergarten stehen. Damit können dann rund 80 Prozent der Kinder wieder ihre Einrichtungen besuchen. Ab dem 1. Juli wird das dann, wenn es das Infektionsgeschehen zulässt, wieder allen Kindern möglich sein.“

Für die erneuten Lockerungen im Kita-Bereich waren die Bedürfnisse der Kinder ausschlaggebend. Denn mit zunehmendem Alter der Kinder sind themenbezogene Bildungs- und Erziehungsziele wichtig und Kompetenzen mit Blick auf den Übergang in die Schule treten in den Vordergrund. Deshalb wurde bereits den Vorschulkindern zum 25. Mai die Möglichkeit zum Kita-Besuch gegeben. Entsprechend folgt nun der nächstjüngere Jahrgang.

Gleiches gilt für den Krippenbereich. „Aus pädagogischer Sicht wollen wir auch die Krippenkinder auf den Übergang in den Kindergarten vorbereiten und ihnen den Abschied von ihrer Einrichtung ermöglichen“, erklärt Trautner. Auch Kinder, die im selben Haushalt leben und dieselbe Einrichtung besuchen, wie die jetzt für den Einrichtungsbesuch zugelassenen Kinder, können ebenfalls wieder betreut werden. Sie stellen kein zusätzliches Infektionsrisiko dar.

Familienministerin Trautner dankt den Beschäftigten in den Einrichtungen: „Die Corona-Pandemie macht erneut deutlich, welch tragende Säule die Kitas in unserer Gesellschaft darstellen. Die Beschäftigten leisten dort täglich wertvolle und besonders verantwortungsvolle Arbeit. Dafür danke ich Ihnen ausdrücklich!“

Update, 18.10 Uhr: Mehr Arbeitslose

Mehr Arbeitslose hat es wegen der Corona-Krise auch im vergangenen Monat wieder gegeben. Die Quote steigt auf 3,4 Prozent. Dennoch gibt es gute Aussichten.

Update, 14.25 Uhr: Corona auf Arbeitsmarkt unübersehbar

Anlässlich der nun veröffentlichten Arbeitsmarktzahlen kommentiert Matthias Jena, Vorsitzender des DGB Bayern: „Die Corona-Bremsspur auf dem bayerischen Arbeitsmarkt ist unübersehbar. Wir sehen steigende Arbeitslosigkeit auf breiter Front – und zwar sowohl bei der Grundsicherung als auch der Arbeitslosenversicherung.“

Die Beschäftigungssicherung bleibt für den DGB Bayern weiterhin die zentrale Herausforderung. „Die bayerische Staatsregierung und in erster Linie die Unternehmer selbst sind nun aufgerufen, ein Einbrechen des Arbeitsmarktes zu verhindern. Die Zahlen zum Kurzarbeitergeld zeigen, dass diese Brandmauer derzeit ein gutes Stück trägt. Entlassungen müssen weiter verhindert werden. Die Staatsregierung ist nun gefordert, sich auf Bundesebene für ein schnelles und starkes Konjunkturprogramm einzusetzen. Auch auf bayerischer Ebene bedarf es massiver Impulse sowie kluger ordnungspolitischer Korrekturen, um Wachstum und Beschäftigung zu generieren und die begonnene sozial-ökologische Transformation zum Erfolg zu führen“, sagt Jena.

Mit Sorge blickt der DGB-Vorsitzende auf das corona-bedingte Absacken der Teilnehmerzahlen an Maßnahmen zur beruflichen Weiterbildung. Jena dazu: „Neben der Beschäftigungssicherung muss nun die Qualifizierung von Arbeitslosen und Beschäftigten ins Zentrum rücken. Herausforderungen, wie die Digitalisierung sowie die Dekarbonisierung der Wirtschaft, bestanden bereits vor der Corona-Pandemie. Diese werden nicht verschwinden, sondern verstärkt fortwirken. Wir müssen nun die positiven Erfahrungen der vergangenen Wirtschaftskrise in Bezug auf Qualifizierung nutzen und alles dafür tun, damit Erwerbslose und Beschäftigte mit neuem Wissen gestärkt aus diesem Abschwung hervorgehen.“

Update, 12 Uhr: DAV gibt Tipps

Seit einer Woche dürfen Berghütten in Bayern wieder Übernachtungsgäste empfangen. Der DAV hat die ersten Erfahrungen gesammelt und gibt diese Tipps.

Update, 6. Juni, 10.55 Uhr: Aktuelle Fallzahlen

"Tolle Entwicklung der Fallzahlen im Landkreis Miesbach", berichtet Sprecherin Sophie-Marie Stadler vom Landratsamt in Miesbach. "Keine bestätigten Neuinfektionen seit acht Tagen und nur noch drei aktive Fälle."

Die Zahl der Corona-Erkrankten verteilt sich auf den Landkreis Miesbach wie folgt:

  • Bad Wiessee: 45 (aktiv: 0)
  • Bayrischzell: 16 (aktiv: 0)
  • Fischbachau: 57 (aktiv: 0)
  • Gmund: 54 (aktiv: 0)
  • Hausham: 33 (aktiv: 0)
  • Holzkirchen: 72 (aktiv: 0)
  • Irschenberg: 22 (aktiv: 0)
  • Kreuth: 15 (aktiv: 0)
  • Miesbach: 43 (aktiv: 0)
  • Otterfing: 19 (aktiv: 0)
  • Rottach-Egern: 37 (aktiv: 0)
  • Schliersee: 55 (aktiv: 3)
  • Tegernsee: 17 (aktiv: 0)
  • Valley: 13 (aktiv: 0)
  • Waakirchen: 25 (aktiv: 0)
  • Warngau: 10 (aktiv: 0)
  • Weyarn: 25 (aktiv: 0)
  • Sonstige: 26 (aktiv: 0)

Update, 18.40 Uhr: Packerl zum Saisonstart

Infos und Tipps bietet die Alpenregion Tegernsee-Schliersee (ATS) in einem Saisonstart-Packerl für Gastgeber in Zeiten von Corona. Was Gastgeber nun wissen müssen, erfahren Sie hier.

Update, 16.25 Uhr: Lage der Apotheken

Am Sonntag, 7. Juni, ist der Tag der Apotheke. Die Bayerische Landesapothekerkammer (BLAK) und der Bayerische Apothekerverband (BAV) machen wie auch die ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände an diesem Datum seit 1998 auf das Leistungsspektrum und die Bedeutung der öffentlichen Apotheken vor Ort aufmerksam. In diesem Jahr steht der Tag der Apotheke ganz im Zeichen der Corona-Pandemie. Gerade in der aktuellen Krise haben sich die Vorteile der Arzneimittelversorgung durch die Apotheke vor Ort in besonderem Maße gezeigt.

„Wir Apotheker stehen den Menschen immer mit Rat und Tat zur Seite, ob bei der Beratung zu abgegebenen Arzneimitteln, bei der Herstellung von Individualrezepturen oder im Nacht- und Notdienst“, sagt Thomas Benkert, Präsident der BLAK. „Die Vor-Ort-Apotheken im Freistaat haben sich einmal mehr als unverzichtbar erwiesen“, ergänzt Hans-Peter Hubmann, 1. Vorsitzender des BAV. „Sie konnten die Patienten in Bayern auch in der Krise jeden Tag zuverlässig versorgen, weil sie höchst flexibel auf die schwierige Situation reagiert haben.“

Botendiensteinsätze um die Hälfte erhöht

Äußerst flexibel haben die Vor-Ort-Apotheken auf dem Höhepunkt der Corona-Krise beispielsweise den meist schon zuvor angebotenen Botendienst ausgeweitet. Einer bundesweiten Umfrage der ABDA zufolge haben sie ihre Botendienste von 300.000 pro Tag im Januar um die Hälfte auf 450.000 pro Tag im März erhöht, um in Quarantäne befindliche Personen zu versorgen und zu Risikogruppen gehörende Patienten vor Covid-19 zu schützen. Aber auch beim Besuch ihrer Vor-Ort-Apotheke müssen sich die Menschen im Freistaat keine Sorgen vor einer Infektion machen. Die Apotheken haben sich mit ihren Hygienekonzepten umgehend auf die aktuelle Lage eingestellt. Patienten werden dort so kompetent und freundlich beraten, wie sie es seit eh und je gewohnt sind.

Aus Pandemie die richtigen Lehren ziehen

Dass die Apotheken die Bewährungsprobe Corona so bravourös meistern konnten, wurde auch durch richtige, aber in der Regel zeitlich befristete Maßnahmen von Regierungsseite unterstützt. So ermöglichte es eine Ausnahmeregelung von der Biozid-Verordnung den Apotheken, in großem Umfang die dringend benötigten Desinfektionsmittel für Hände und Flächen herzustellen. „Die Politik muss jetzt die richtigen Lehren aus der Pandemie ziehen und sinnvolle Maßnahmen auch unbefristet einführen“, sagt der BAV-Vorsitzende Hubmann. „Dazu gehört unter anderem der jetzt eingeführte Zuschuss zum Botendienst.“ BLAK-Präsident Benkert: „Vor allem muss dringend die Festpreisbindung für rezeptpflichtige Medikamente wiederhergestellt werden, damit der Fortbestand der bewährten wohnortnahen Versorgung sichergestellt bleibt.“ Ist dies nicht zeitnah mit der EU machbar, ist das im Koalitionsvertrag verankerte Verbot des Versandhandels mit verschreibungspflichtigen Arzneimitteln die Alternative.

Apothekenzahl sinkt weiter

Denn ein Blick in die aktuelle Statistik zeigt, dass sich der Rückgang der Apothekenbetriebsstätten fortsetzt. So gab es 2009 in Bayern noch 3.439 öffentliche Apotheken, Ende 2019 waren es nur noch 3.073. Der konstant rückläufige Trend ist weiterhin ungebrochen: Seit dem Jahreswechsel ist die Apothekenzahl im Freistaat um weitere 14 Stück auf 3.057 zum 31. Mai gesunken.

Update, 12.35 Uhr: Kunden helfen sofort

In Zeiten der Corona-Krise helfen Anton Lehners Kunden sofort. Der Holzkirchner Friseurmeister ist überwältigt von dieser Hilfsbereitschaft. Mehr dazu lesen Sie in unserem Artikel.

Update, 11.55 Uhr: Hohe Nachfrage nach LfA-Schnellkredit

Der Schnellkredit der LfA-Förderbank Bayern (LfA) für Unternehmen mit bis zu zehn Mitarbeitern wird stark nachgefragt. Vier Wochen nach dem Start wurden bereits über 1.100 Schnellkredite mit einem Gesamtvolumen von fast 55 Millionen Euro beantragt und zugesagt.

Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Die Einführung des LfA-Schnellkredits mit einer Haftungsfreistellung von 100 Prozent erweist sich als richtige Entscheidung. Wir haben damit als einziges Bundesland eine Förderlücke des Bundes geschlossen und, was viel entscheidender ist, wir unterstützen unsere kleinen Unternehmen in der Corona-Krise rasch und verlässlich mit der lebensnotwendigen Liquidität. Der LfA-Schnellkredit ist ein wichtiger Baustein der bayerischen Stabilisierungsstrategie. So sichern wir den Fortbestand vieler Firmen und erhalten zahlreiche Arbeitsplätze.“

Otto Beierl, Vorstandsvorsitzender der LfA, ergänzt: „Unsere Finanzierungshilfen zur Bewältigung der Corona-Krise sind beim bayerischen Mittelstand gefragt. Der LfA-Schnellkredit ist ein einfaches und wirksames Kreditprodukt speziell für kleine Betriebe. Darüber hinaus haben wir mit dem Corona-Schutzschirm-Kredit und dem optimierten Universalkredit mit 90- beziehungsweise 80-prozentigen Haftungsfreistellungen, dem Akutkredit, der Ausweitung und Vereinfachung von Bürgschaften sowie den unkomplizierten Tilgungsaussetzungen unser Instrumentarium zur Unterstützung auch der größeren Betriebe deutlich erweitert. In der bewährten Partnerschaft mit den Hausbanken setzt die LfA alles daran, dass die Unternehmen mit unseren Finanzierungshilfen die schwierige Situation gut meistern.“

Der LfA-Schnellkredit ist ein Angebot an bayerische Kleinunternehmen. Firmen mit bis zu fünf Mitarbeitern erhalten maximal 50.000 Euro, mit bis zu zehn Mitarbeitern maximal 100.000 Euro. Corona-Soforthilfe wird von der Höchstsumme des Kredits abgezogen. Die frei wählbare Kreditlaufzeit beträgt fünf oder zehn Jahre. Die Zinsen sind auf jährlich drei Prozent festgelegt. Der Schnellkredit ist jederzeit rückzahlbar und es wird keine Sicherheit des Kreditnehmers gefordert. Der Freistaat Bayern bürgt zu 100 Prozent der Kreditsumme. Bei größeren Firmen ab elf Mitarbeitern greift der Schnellkredit der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW). Dieser ist zu ähnlichen Konditionen verfügbar und ebenfalls mit einer 100-prozentigen Haftungsfreistellung ausgestattet.

Update, 5. Juni, 9.45 Uhr: Weitere Corona-Erleichterungen ab 8. Juni

Am Montag, 8. Juni, treten in Bayern weitere Erleichterungen im Zusammenhang mit dem Vorgehen gegen die Corona-Pandemie in Kraft. Darauf weisen Bayerns Innen- und Sportminister Joachim Herrmann sowie Gesundheitsministerin Melanie Huml hin. So kann ab 8. Juni insbesondere der Betrieb von Freibädern wieder aufgenommen werden – das gilt auch für den Außenbereich von Schwimmbädern, Kureinrichtungen und Hotels. Auch kontaktfreie Indoorsportarten sind wieder zulässig, wie etwa das Training in Fitnessstudios. Der Outdoor-Trainingsbetrieb darf kontaktfrei nun für alle Sportarten in Gruppen von bis zu 20 Personen starten.

Ministerin Huml erläutert: „Die Erleichterungen sind möglich, weil die Corona-Lage derzeit in Bayern erfreulich stabil ist. Klar ist aber: Erforderliche Abstandsregelungen und Hygienekonzepte müssen immer eingehalten werden.“ Sportminister Herrmann ergänzt: "Sport ist gesund und hat eine herausragende Bedeutung für das Miteinander der Menschen in Bayern. Wir wollen daher so viel Sport wie möglich erlauben. Mögliche Infektionsgefahren und die weitere Entwicklung der Pandemie haben wir dabei aber klar im Blick."

Wie Herrmann weiter erklärt, sind ab 8. Juni auch das Training von Rehabilitationssportgruppen etwa für chronisch Kranke und Menschen mit Behinderung sowie der Trainingsbetrieb für National- bis einschließlich Landeskaderathleten sogenannter nicht-olympischer Sportarten in Sportstätten wieder erlaubt. Ferner ist der Wettkampfbetrieb für kontaktlos ausführbare Sportarten im Freien wie Leichtathletik, Tennis und Golf wieder zulässig. Auch das Tanzen in Tanzschulen ist ab 8. Juni wieder möglich, solange mit festem Partner, also immer dem gleichen, und entsprechendem Abstand zu den anderen getanzt wird.

Ein gemeinsames Rahmenhygienekonzept Sport des Innen- und Gesundheitsministeriums gibt im Bereich des organisierten Sports einen klaren und verbindlichen Rahmen vor für bestmöglichen Infektionsschutz. "Wir haben die Corona-Lage mehr und mehr im Griff, das erlaubt uns eine vorsichtige und schrittweise Rückkehr in die sportliche Normalität", sagt Herrmann mit Blick auf die anstehenden Lockerungen.

Huml ruft erneut dazu auf, sich an das Mindestabstandsgebot zu anderen Personen zu halten. Die Ministerin betont: „Es ist sehr wichtig, neue Infektionen möglichst zu vermeiden. Deshalb sollte jeder darauf achten, möglichst einen Abstand von mindestens 1,5 Metern einzuhalten. Außerdem bleibt es natürlich bei den üblichen Hygieneregeln.“

Die Ministerin verweist außerdem auf weitere Erleichterungen, die ab dem 15. Juni geplant sind, darunter unter anderem die Wiederaufnahme des Theater-, Konzert- und weiteren kulturellen Veranstaltungsbetriebs. Außerdem soll ab dem 15. Juni die Wiederaufnahme des Kinobetriebs grundsätzlich möglich sein.

Huml ergänzt: „Um sich auf mögliche Aufführungen vorbereiten zu können, besteht auch für den Bereich der Laienmusik Interesse daran, den Probenbetrieb bereits vor dem 15. Juni wieder aufnehmen zu können. Ab dem 8. Juni wird daher das gemeinsame Üben und Proben von Instrumentalmusik in Gruppen von höchstens zehn Personen inklusive Leiter möglich sein.“ Der Mindestabstand zwischen den Musikern muss 2 Meter, bei Blasinstrumenten 3 Meter betragen. Eine Mund-Nasen-Bedeckung müssen alle Musiker tragen – außer bei Blasinstrumenten. Außerdem sollen die Proben nach Möglichkeit im Freien stattfinden.

Fragen und Antworten, das Rahmenhygienekonzept Sport sowie weitere Informationen gibt es online.

Update, 18.45 Uhr: Start für Autokino am Tegernsee

Die Kinosaison im Sommer 2020 hat für Liebhaber der großen Leinwand eine besondere Attraktion parat. Was corona-bedingt als Idee zur Rettung der Kultur und des Kinos entstand, könnte sich schließlich, auch wenn die Kinos unter Einhaltung strenger Hygienekonzepte wieder starten dürfen, als Sommerhit erweisen: Am 11. Juni startet die erste Staffel der Autokino-Vorstellungen auf dem Parkdeck der Spielbank in Bad Wiessee.

Die Kulturveranstalter müssen in der Corona-Krise am längsten auf die Öffnungen warten. Darum wurde zwischenzeitlich an Ideen für alternative Konzepte gestrickt. Mit Unterstützung der Tegernseer Tal Tourismus GmbH und dem Kooperationspartner Spielbank Bad Wiessee hat Kinobetreiberin Carmen Obermüller vom Kino am Tegernsee in Weißach das Konzept eines Autokinos am Tegernsee entwickelt.

Das oberste Parkdeck der Spielbank in Bad Wiessee wird kurzerhand zum Kinosaal gestaltet – mit Aussicht auf den Tegernsee.

Am Donnerstag, 11. Juni, pünktlich zum Start in die neue Kinowoche, läuft der erste der zehntägigen Programmblöcke auf dem obersten Parkdeck der Spielbank mit Aussicht auf den Tegernsee an. Die Folgetermine sind vom 16. bis 25. Juli und vom 20. bis 29. August, mit Option einer Verlängerung im September. Auf dem Parkdeck haben 40 bis 50 Fahrzeuge Platz. Der Ton wird über die Frequenz des Autoradios empfangen. Wegen der Bildqualität können die Vorstellungen frühestens 21 Uhr starten, wenn der Abendhimmel sich verdunkelt.

Für jeden Geschmack soll etwas dabei sein, deshalb wird es ein bunt gemischtes Sommerprogramm von Kinder- und Familienfilmen über Arthouse- und Musikfilmen bis zum beliebten Klassiker geben und natürlich fehlt auch Actionkino nicht. Das detaillierte Programm für die erste Staffel ist ab Sonntag auf der Webseite des Kinos zu sehen.

„Wir sind froh, dass wir endlich wieder Kino machen dürfen, und freuen wir uns auf unsere Gäste“, sagt Carmen Obermüller und hofft, dass das Autokino gut angenommen wird. Verhungern und verdursten braucht indes niemand – Snacks und Getränke wird es unter Einhaltung der Hygienevorschriften geben. Die Tickets für die Vorstellungen sind nur Online unter www.kino-tegernsee.de erhältlich.

Update, 16.05 Uhr: Bücherei mahnt zur Rückgabe

Die Bücherei in Weyarn ist seit mehreren Wochen wieder geöffnet. Daher bittet Leiterin Barbara Stutzmann nun darum, dass vor der Corona-Krise ausgeliehene Medien wieder abgegeben werden. Ab Dienstag, 23. Juni, werden auch für diese Medien wieder Versäumnisgebühren berechnet.

Update, 13.55 Uhr: Kampagne zur psychischen Gesundheit

Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml will die Menschen im Freistaat dafür sensibilisieren, während der Corona-Pandemie auf ihre psychische Gesundheit zu achten. Huml betont: "Jeden Einzelnen von uns stellt die Corona-Pandemie vor ganz persönliche Herausforderungen. Corona hat unser Leben stark verändert. Die meiste Zeit zu Hause zu verbringen, eventuell nicht mehr zur Arbeit gehen zu können und nur noch eingeschränkte Kontaktmöglichkeiten zu haben, war und ist für alle Menschen eine neue, zum Teil psychisch sehr belastende Situation."

Die Ministerin ergänzt: "Deshalb ist es wichtig, jetzt ganz besonders auf die eigene psychische Gesundheit zu achten. Bei Menschen mit psychischen Erkrankungen können während dieser Zeit Ängste oder depressive Beschwerden noch zunehmen. Deshalb wollen wir die Öffentlichkeit verstärkt für mögliche psychische Folgen der Corona-Pandemie sensibilisieren und motivieren, aktiv etwas für die eigene psychische Gesundheit zu tun sowie auf unsere Mitmenschen zu achten."

Huml unterstreicht: "Aus diesem Grund weiten wir unsere erfolgreiche Kampagne 'Bitte stör' mich – Aktiv gegen Depressionen' aus dem Jahr 2016 auf das Thema Corona aus. Über Social-Media, Fernsehen, Radio, digitale Außenwerbung und Printmedien laufen seit 28. Mai bayernweit unser Kampagnenfilm sowie Anzeigentexte. Damit wollen wir verdeutlichen: Wir lassen Sie auch während der Corona-Pandemie nicht alleine!"

Huml fügt hinzu: "Gerade Menschen mit psychischen Störungen können durch die momentane Ausnahmesituation besonders gefordert sein. Deshalb ist es sehr wichtig, dass wir diesen Menschen verstärkt Hilfe und Unterstützung anbieten."

Die Ministerin betont: "Der bayerischen Staatsregierung ist es seit Jahren ein wichtiges Anliegen, psychische Erkrankungen aus der Tabuzone zu holen und Menschen in psychischen Krisen frühzeitig zu helfen. Dafür gibt es bereits jetzt eine Reihe von Angeboten. Von zentraler Bedeutung ist die landesweite Einführung von Krisendiensten für Menschen in psychischen Notlagen, die im Rahmen des bayerischen Psychisch-Kranken-Hilfe-Gesetzes vorgesehen ist. Bislang steht dieses niedrigschwellige, psychosoziale Hilfeangebot bereits in den Bezirken Oberbayern und Mittelfranken zur Verfügung. Ab Juli 2021 sollen die Krisendienste bayernweit und rund um die Uhr erreichbar sein."

In jedem Bezirk besteht der Krisendienst dabei aus einer Leitstelle sowie mobilen Einsatzteams. Die Kosten für den Betrieb der sieben Leitstellen werden auf jährlich bis zu 8,5 Millionen Euro geschätzt und zusätzlich zu den Aufbaukosten vom Freistaat getragen, während die Kosten der mobilen Krisenteams von den Bezirken übernommen werden.

Weitere Informationen und Kontaktmöglichkeiten zum Krisendienst Psychiatrie Oberbayern können der Internetseite www.krisendienst-psychiatrie.de entnommen werden. Darüber hinaus hat das bayerische Gesundheitsministerium einige zusätzliche Hilfeangebote und Tipps auf seiner Homepage zusammengestellt. Weitere Informationen zu der Kampagne "Bitte stör' mich – Aktiv gegen Depressionen" finden Sie auch im Internet unter www.bitte-stoer-mich.de.

Update, 4. Juni, 11.15 Uhr: Bayern unterstützt Krankenhäuser

Bayerns Gesundheitsministerium unterstützt die Krankenhäuser bei der Rückkehr in den Regelbetrieb. Gesundheitsministerin Melanie Huml erklärt: „Die bayerischen Krankenhäuser haben bei der Corona-Pandemie enorme Herausforderungen bewältigt. Umso wichtiger ist, dass nun schrittweise zur Normalität im Krankenhausbetrieb zurückgekehrt werden kann.“

Huml verweist darauf, dass seit dem 9. Mai wieder planbare Behandlungen in bayerischen Krankenhäusern möglich sind. Dabei gilt grundsätzlich, dass 30 Prozent der Intensivkapazitäten mit Möglichkeit zur invasiven Beatmung und 25 Prozent der Normalkapazitäten für die Behandlung von Covid-19-Erkrankten zur Verfügung stehen.

Die Ministerin hebt hervor: „Diese Regeln haben wir jedoch bewusst flexibel ausgestaltet, weil wir wissen, dass es regional unterschiedliche Bedarfe gibt. Die Untergrenze bleibt aber bei 15 Prozent der Kapazitäten. Diese müssen in jedem Fall für die Behandlung von Covid-19-Patienten zur Verfügung stehen. Das heißt: 85 Prozent der Kapazitäten können wieder vollständig genutzt werden.“

Anträge auf Reduzierung der Vorhaltepflicht können bei der jeweils örtlich zuständigen Regierung gestellt werden. Huml erläutert: „Die Regierungen können mit unserer Zustimmung bereits jetzt auf Antrag von Kliniken jederzeit Änderungen dieser Vorhaltepflicht gestatten oder aber – im Fall einer Verschlechterung des Infektionsgeschehens – wieder umfangreichere Vorhaltepflichten anordnen. Konkret hat bereits eine ganze Reihe einzelner Krankenhäuser diese Erleichterungen in Anspruch genommen. Andererseits musste manche Regierung wegen lokaler Infektionsgeschehen und der damit verbundenen Auslastungszahlen aber auch bereits Anträge ablehnen.“

Die Ministerin unterstreicht: „In der derzeitigen Situation müssen wir wachsam sein, um nicht vorschnell die Erfolge der bisherigen Vorgehensweise zu gefährden. Die Entscheidung, ob und wann eine vollständige Rückkehr in den Regelbetrieb der Krankenhäuser möglich sein wird, müssen wir immer von der Entwicklung der Infektionszahlen abhängig machen.“

Huml ergänzt: „Ich bin zuversichtlich, dass die bayerischen Krankenhäuser diese enorme Herausforderung durch die Pandemie meistern werden. Vor allem die für die Patientensteuerung im Pandemiefall neu geschaffenen Organisationsstrukturen vor Ort haben sich bewährt.“

Die Ministerin betont: „Ich danke allen Beteiligten in den Kliniken, den anderen stationären Einrichtungen und den ärztlichen Leitern in den Führungsgruppen Katastrophenschutz für ihr herausragendes Engagement in den vergangenen Wochen.“

Update, 17.50 Uhr: Fischbachauer Warmbad öffnet seine Pforten

Am Montag, 8. Juni, ist es endlich soweit: Das Fischbachauer Warmbad wird geöffnet. Besucher können das Badevergnügen mit gewohnter Wassertemperatur von zirka 24 Grad Celsius zu den üblichen Öffnungszeiten genießen. Allerdings geht es aufgrund der gesetzlichen Vorschriften nicht ohne Einschränkungen.

Insbesondere gibt es Einlassbeschränkungen mit maximal 200 Badegästen und die bereits bekannte Erfassung der Kontaktdaten. Selbstverständlich sind jeweils der Mindestabstand von 1,50 Meter und besondere Hygienevorschriften zu beachten. "Bitte folgen Sie dazu den Anweisungen des Badepersonals", erklärt die Gemeinde Fischbachau. "Leider können auch nicht alle Aktivitäten angeboten werden."

Update, 17 Uhr: Wendelstein-Seilbahn wieder in Betrieb

Nach der Wiederaufnahme des Zahnradbahnbetriebs am 30. Mai kann am 6. Juni nun auch die Wendelstein-Seilbahn in Bayrischzell verspätet in die Sommersaison starten. „Die Erfahrung aus der vergangenen Woche hat gezeigt, dass sich die Besucherströme am Berg ausreichend verteilen und das Abstandsgebot eingehalten wird, sodass wir die Beförderungskapazitäten am Wendelstein erweitern können“, erklärt Florian Vogt, Geschäftsführer der Wendelsteinbahn.

Auch bei der Seilbahn gilt für Fahrgäste ab sechs Jahren eine Maskenpflicht. Pro Großkabine wird jeweils nur eine begrenzte Zahl an Passagieren befördert. Fahrzeiten sind von 9 bis 17 Uhr. Tagesaktuelle Infos und mehr zu den Hygienemaßnahmen der Wendelsteinbahn gibt es unter www.wendelsteinbahn.de.

Update, 14.45 Uhr: München verbietet gelben Stern bei Corona-Demos

Florian Streibl, Vorsitzender der Freie-Wähler-Landtagsfraktion, begrüßt, dass München den gelben Stern bei Corona-Demos verbietet. „Dass Verschwörungstheoretiker in Krisenzeiten die Angst und Verunsicherung vieler Menschen für die Verbreitung ihrer wirren Anschuldigungen und Thesen ausnutzen, ist leider ein bekanntes und kaum verhinderbares Phänomen. Es ist aber nicht hinnehmbar, dass sich im Schatten der Corona-Pandemie vermehrt antisemitisches Gedankengut in diese Theorien mischt, welches sich dann in entsprechenden Handlungen und Hassbotschaften entlädt. Denn auch in Krisenzeiten gilt: Für Antisemitismus gibt es keinerlei Rechtfertigung. Ebenso unerträglich ist es, dass Corona-Leugner und Impfgegner ein vom NS-Regime eingeführtes Zwangskennzeichen für ihre Polemik missbrauchen und so Millionen jüdischer Opfer des Nationalsozialismus und ihre Angehörigen verhöhnen. Hier zeigt sich einmal mehr, dass diese Krise nicht nur ein Stresstest für unsere Wirtschaft, sondern auch ein Charaktertest für unsere Gesellschaft ist. Die Entscheidung der Stadt München ist daher nur zu begrüßen.“

Update, 13.25 Uhr: Mehr als 610 Millionen Euro Soforthilfe ausgezahlt

Bis Ende Mai hat die Regierung von Oberbayern mehr als 610 Millionen Euro Soforthilfe an oberbayerische Betriebe und Freiberufler ausgezahlt. Seit Beginn des Programms, das die bayerische Staatsregierung Mitte März aufgelegt hat, sind rund 110.000 Anträge bei der Behörde eingegangen, die nun bearbeitet sind. In rund 90.000 Fällen konnte der Antrag bewilligt werden. Nicht berücksichtigt sind dabei Antragsteller aus der Landeshauptstadt München, deren Anträge vom dortigen Wirtschaftsreferat bearbeitet wurden.

„Wir freuen uns sehr, dass wir für die klein- und mittelständischen Unternehmer der gewerblichen Wirtschaft in Oberbayern, die durch die Corona-Krise in einen existenzbedrohlichen Liquiditätsengpass geraten sind, einen wichtigen Beitrag zur Überbrückung der schwierigen Situation leisten konnten“, erklärt Regierungspräsidentin Maria Els. „Ich bin froh und stolz, dass unsere Mitarbeiter durch ihren unermüdlichen Einsatz diese große Zahl an Anträgen innerhalb weniger Wochen abgearbeitet haben.“

Anträge auf Soforthilfe konnten bis 31. Mai über ein Online-Formular eingereicht werden. Für Unternehmen in Oberbayern, die ihre Betriebs- beziehungsweise Arbeitsstätte außerhalb der Landeshauptstadt München haben, ist die Regierung von Oberbayern zuständige Bewilligungsbehörde gewesen, für Betriebe mit Sitz im Stadtgebiet von München die Landeshauptstadt.

Update, 11.35 Uhr: Treffs öffnen wieder

Ab Mittwoch, 10. Juni, sind die Jugendzentren im Landkreis Miesbach – im Einzelnen das JUZ in Holzkirchen, der Freizeit- und Kulturkeller in Miesbach, das Planet X in Tegernsee sowie das Jute in Hausham – wieder für Kinder und Jugendliche geöffnet. Darüber informiert Silke Mann von der Geschäftsführung des Kreisjugendrings Miesbach.

Update, 3. Juni, 9.10 Uhr: Aktuelle Fallzahlen

Zum vorerst letzten Mal hat das Landratsamt Miesbach ein tägliches Update zu den Corona-Zahlen im Landkreis veröffentlicht. "Aufgrund der anhaltenden Stagnation der Zahlen verzichten wir vorerst auf eine weitere tägliche Meldung", erklärt Sprecherin Sophie-Marie Stadler. "Die Zahlen werden wir künftig voraussichtlich einmal wöchentlich herausgeben. Darüber hinaus werden wir über alle weiteren, gravierenden Änderungen anlassbezogen informieren."

Die Zahl der Corona-Erkrankten verteilt sich auf den Landkreis Miesbach wie folgt:

  • Bad Wiessee: 45 (aktiv: 1)
  • Bayrischzell: 16 (aktiv: 0)
  • Fischbachau: 57 (aktiv: 2)
  • Gmund: 54 (aktiv: 1)
  • Hausham: 33 (aktiv: 1)
  • Holzkirchen: 72 (aktiv: 0)
  • Irschenberg: 22 (aktiv: 0)
  • Kreuth: 15 (aktiv: 1)
  • Miesbach: 43 (aktiv: 3)
  • Otterfing: 19 (aktiv: 0)
  • Rottach-Egern: 37 (aktiv: 1)
  • Schliersee: 55 (aktiv: 5)
  • Tegernsee: 17 (aktiv: 1)
  • Valley: 13 (aktiv: 0)
  • Waakirchen: 25 (aktiv: 1)
  • Warngau: 10 (aktiv: 0)
  • Weyarn: 25 (aktiv: 0)
  • Sonstige: 26 (aktiv: 0)

Update, 14.50 Uhr: Heimaufsicht übergibt Unterlagen

Im Zuge der Ermittlungen rund um die besonders von der Ausbreitung von Covid-19 betroffenen Pflegeeinrichtung in Schliersee waren Dienstagvormittag Mitarbeiter von Kriminalpolizei und Staatsanwaltschaft im Gesundheitsamt Miesbach vor Ort. Die Ermittlungsbehörden sind für die weiteren Ermittlungen auf die Unterlagen der Fachstelle für Pflege- und Behinderteneinrichtungen – Qualitätsentwicklung und Aufsicht angewiesen. Diese werden selbstverständlich zur Verfügung gestellt.

Derzeit unterstützen die Mitarbeiter des Gesundheitsamtes und der Heimaufsicht die Ermittlungsbehörden als Zeugen bei der Aufklärung der Vorwürfe. Das Landratsamt selbst hatte unverzüglich Anzeige erstattet, als Missstände durch den Corona-Ausbruch in der Einrichtung bekannt wurden. Die Einrichtung wurde in den vergangenen Jahren von der Heimaufsicht und dem Medizinischen Dienst der Krankenkassen (MDK) vorschriftsgemäß kontrolliert.

Update, 12.20 Uhr: Absagen beim Oberlandler Gauverband

Absagen wegen Corona gibt es nun auch für Veranstaltungen des Oberlandler Gauverbands. Mehr dazu hier.

Update, 11.55 Uhr: Kostenlose Energieberatung startet wieder

Die Verbraucherzentrale Bayern bietet eine Energieberatung an unter dem Motto „Unabhängig, kompetent und nah.“. Beraterin Maleen Holm kommt dazu ins Landratsamt an jedem vierten Mittwoch im Monat. Das Angebot ist kostenlos. Der nächste Termin findet am Mittwoch, 24. Juni, statt.

Es wird um Anmeldung bei der Klimaschutzmanagerin des Landkreises, Mona Dürrschmidt, gebeten unter Telefon 08025/7043315 oder klimaschutz@lra-mb.bayern.de.

Maleen Holm von der Verbraucherzentrale Bayern kommt zur kostenlosen Energieberatung ins Landratsamt nach Miesbach.

Inhaltlich deckt die Beratung ein breites Spektrum ab: Für alle, die ein Haus sanieren oder erneuerbare Energien nutzen möchten, oder die ihre Abrechnung zu hoch finden, ist die kostenlose Expertise der Verbraucherzentrale genau richtig. Andere mögliche Themen sind Energiesparen, Heizen und Lüften, Stromspeicherung, Fördermittel oder generelle Informationen über erneuerbare Energie wie Solarwärme, Photovoltaik, Wärmepumpen und Holzpellets.

Update, 2. Juni, 9.45 Uhr: Aktuelle Besuchsregeln im Krankenhaus

Das Krankenhaus Agatharied verschärft seine Besuchsregeln mit sofortiger Wirkung und untersagt Besuche bei Covid-19-Patienten grundsätzlich. „Die Sicherheit unserer Patienten und Mitarbeiter steht absolut im Vordergrund“, daran lässt Geschäftsführer Michael Kelbel keinen Zweifel aufkommen. „Wenn wir diese Sicherheit nur durch einschneidende Maßnahmen gewährleisten können, führt an diesen Maßnahmen kein Weg vorbei.“

Seitdem das absolute Besuchsverbot vor rund zwei Wochen gelockert wurde, verzeichnet das Krankenhaus einen deutlichen Anstieg des Besucheraufkommens. Gerade auf den Stationen, auf denen aufgrund der Corona-Pandemie besondere hygienische Verhaltensregeln eingehalten werden müssen, bereitet dieser Ansturm enorme Schwierigkeiten. So berichtet eine Pflegekraft von Besuchern, die die ausgehändigte Schutzausrüstung eigenmächtig noch auf der Station ablegen und von Situationen, wo in den Patientenzimmern weder der geforderte Mindestabstand eingehalten wird, noch Besucher oder Patient den zwingend erforderlichen Mundschutz tragen. Das Risiko, das Virus zu übertragen, kann aber nur dann relativ sicher ausgeschlossen werden, wenn diese Sicherheitsmaßnahmen konsequent umgesetzt werden.

Da das Krankenhaus nicht über die Möglichkeiten verfügt, das Einhalten dieser Maßnahmen in jedem Einzelfall zu kontrollieren und sicherzustellen, wird nun ab sofort die Besuchsregelung eingeschränkt. Patienten mit bestätigter Covid-19-Erkrankung und solche, bei der diese noch nicht sicher ausgeschlossen werden kann, dürfen grundsätzlich keine Besuche mehr empfangen. Es gibt nur eine sehr begrenzte Anzahl von Ausnahmen, die aber in jedem Einzelfall vorher abgesprochen sein müssen.

Etwas lockerer sind die Vorschriften für Patienten, für die bereits ein negatives Testergebnis vorliegt. Sie können einmal am Tag für die Dauer von 30 Minuten Besuch empfangen. Wichtig ist dabei, die Besuchszeiten zwischen 15 und 19 Uhr einzuhalten. Auch ist nur eine, für die Dauer des Aufenthalts fest definierte Person als Besucher zugelassen. Diese wird in der Patientenakte hinterlegt und erhält einen Besucherausweis. So können – falls nötig – Infektionsketten schnell nachvollzogen und die Besucherströme im Haus gering und geregelt gehalten werden.

Grundsätzlich gilt bei allen Besuchen: Patient und Besucher haben während der gesamten Dauer die grundlegenden Hygieneregeln einzuhalten. Sorgfältige Händedesinfektion, Mundschutz und der Mindestabstand von 1,5 Metern sind obligatorisch. Im Einzelfall ist darüber hinaus die angeordnete persönliche Schutzausrüstung zu tragen.

„Es tut uns leid, dass die Umstände solch restriktive Maßnahmen erfordern. Aber das sind wir unseren Patienten und Mitarbeitern schuldig“, erklärt Michael Kelbel. Das Krankenhaus Agatharied dankt für das Verständnis aller Besucher und Patienten.

Update, 18 Uhr: Corona und die Finanzen

Ein Antrag der Grünen zum laufenden Haushalt hat die Gemüter im Stadtrat Tegernsee erhitzt. Es ging um die Corona-Pandemie.

Update, 14.45 Uhr: Corona-Sicherheitskonzept in allen Medical-Park-Reha-Kliniken

Als Träger von Reha-Kliniken in Deutschland hat Medical-Park ein umfassendes Corona-Sicherheitskonzept für die medizinische Rehabilitation entwickelt. „Wir wollen, dass Menschen, die eine Rehabilitation benötigen, diese ohne Angst vor Ansteckung mit dem Coronavirus in Anspruch nehmen können“, erklärt CEO Ulf Ludwig. Dabei liege die eigentliche Herausforderung darin, die Therapiedichte und Wirksamkeit der Therapien durch die Schutzmaßnahmen nicht zu beeinträchtigen, aber den Infektionsschutz dennoch sicherzustellen, sagt Ludwig.

Das Konzept „Sichere Reha“ von Medical-Park leiste das und berücksichtige noch eine weitere Komponente: „Die Patienten kommen mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen zum Beispiel nach einer Operation, einem Eingriff am Herzen oder nach einem Schlaganfall zu uns. Sie kämpfen um ihre Gesundheit und müssen oft auch noch seelisch verarbeiten, was da gerade mit ihnen passiert. Dafür benötigen sie eine angenehme Atmosphäre, die das Erreichen dieser Ziele unterstützt.“ Auch das könne Medical-Park gewährleisten, ist sich Ludwig sicher.

Drei Sicherheitsbausteine

  1. Aufnahmemanagement mit klinischer Untersuchung
  2. Reguläre Reha-Phase mit speziellem Therapiekonzept
  3. Infektionsschutz für Mitarbeiter durch Anpassung aller Klinik-Abläufe

Das Konzept „Sichere Reha bei Medical-Park“ besteht aus drei Komponenten in Verbindung mit einem Fallback-Management. Ein spezielles Aufnahmemanagement mit klinischer Untersuchung, Patientengespräch und verbindlichem Abstrich auf SARS-CoV2 soll das Risiko minimieren, dass das Virus von außen in die Klinik eingetragen wird. Die Patienten verbringen die Zeit bis zum Vorliegen des Testergebnisses alleine im Einzelzimmer. Dort werden auch die Mahlzeiten serviert und unter Umständen erste Therapien als Einzeltherapie unter Einhaltung verschiedener Schutzmaßnahmen durchgeführt.

Fällt der Test negativ aus und sind weiterhin keine Symptome einer Covid-19-Erkrankung sichtbar, beginnt die reguläre Reha-Phase. In dieser stehen vor allem die Schutzmaßnahmen wie das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes sowohl von Patienten als auch Therapeuten, das Einhalten von Abstandsregelungen bei den Therapien und in der Freizeit sowie Hygiene- und Desinfektionsmaßnahmen im Mittelpunkt.

Das speziell entwickelte Therapiekonzept soll gleichzeitig die Wirksamkeit der Behandlungen und den Schutz vor Ansteckung gewährleisten. Das beginnt bei einem ausgeklügelten Nutzungsplan für Therapieräume und -kabinen, geht über die Anpassung von Gruppengrößen, veränderte Wechselzeiten und die verstärkte Nutzung von Apps und anderen Online-Angeboten bis hin zu extra entwickelten Schutzvorrichtungen für Einzeltherapien. Klare Besuchs- und Aufenthaltsregelungen runden die Sicherheitsmaßnahmen ab.

Ulf Ludwig ist CEO der MP Medical Park Holding SE, die auch in Bad Wiessee tätig ist.

Komponente 3 betrifft die Klinik und die Mitarbeiter selbst. Alle Abläufe, Strukturen und Arbeitsvorgaben wurden an die Erfordernisse eines umfassenden Infektionsschutzes angepasst. Das reicht vom Tragen des Mund-Nasen-Schutzes während der gesamten Arbeitszeit und das Anlegen weiterer Schutzkleidung bei Bedarf über die räumliche Neuordnung der Therapiebereiche beziehungsweise der einzelnen Therapiegeräte bis hin zum Vermeiden von Besprechungen.

Das Fallback-Management tritt in Kraft, sobald ein positiver Test auf das Virus erfolgt ist, oder wenn Patienten oder Mitarbeiter Symptome einer Covid-19-Erkrankung zeigen. In solchen Fällen werden die Betroffenen und die Kontaktpersonen umgehend isoliert und erneut getestet. Alle weiteren Maßnahmen erfolgen auf Anordnung beziehungsweise in Abstimmung mit dem zuständigen Gesundheitsamt.

Patienten und Mitarbeiter werden immer wieder geschult, damit sie die Maßnahmen verstehen, akzeptieren und umsetzen. Die Mitarbeiter erhalten auch Unterstützung für die Einhaltung der Hygienevorschriften zu Hause. Medical-Park stellt ihnen dafür Mund-Nasen-Schutz und Desinfektionsmittel kostenfrei zur Verfügung. Darüber hinaus gibt es ein Konzept zur strukturierten Testung der Mitarbeiter auf eine mögliche Infektion. Das Konzept ist an die jeweilige Risikolage vor Ort angepasst. Auf Wunsch der Mitarbeiter werden auch zusätzliche Tests auf Kosten der Klinik durchgeführt.

Höchste Sicherheitsmaßnahmen

Ulf Ludwig ist sicher, dass man ein Maximum an Sicherheit in Bezug auf eine mögliche Ansteckung mit dem Coronavirus erreicht hat: „Eine 100-prozentige Sicherheit wird es nicht geben. Dazu gibt es zu viele Aspekte, die wir als Klinik und Klinikträger gar nicht beeinflussen können. Aber eines können wir mit Sicherheit sagen: Wir haben alles getan, was steuerbar und machbar ist.“

Ludwig lobt auch den Erfindergeist vieler Mitarbeiter. „Es gibt Therapien, bei denen man den Mund und die Gesichtszüge des Therapeuten und des Patienten sehen muss. Also haben unsere Mitarbeiter Schutzvorrichtungen gebaut, die das ermöglichen und dennoch eine Ansteckung verhindern.“ Andere hätten eine Therapie-App entwickelt, mit der Behandlungen aus der Distanz mit Hilfe von Tablet-PC möglich seien. Unterweisungen und Vorträge würden als Videofilme zur Verfügung gestellt. Und natürlich erstreckten sich die Schutzmaßnahmen und Hygienevorschriften auf alle Bereiche der Kliniken und der Verwaltung. „Unser Housekeeping- und Servicepersonal hält diese Sicherheitsmaßnahmen ebenso ein wie unsere Mitarbeiter in der Küche“, erläutert Ludwig.

Bisher hat das Konzept „Sichere Reha bei Medical-Park“ gewirkt. Seit Anfang April wird das Konzept deutschlandweit umgesetzt, überprüft und gegebenenfalls angepasst. Es gab seit Einführung keine neuen Ansteckungen in den Kliniken. Wenn Patienten oder Mitarbeiter das Virus mitbrachten, wurden sie durch die engmaschigen Tests und Maßnahmen schnell identifiziert und entsprechend isoliert.

Finanzierung der Mehrkosten noch offen

Natürlich kostet das Umsetzen eines solchen Konzepts viel Geld. „Die monatlichen Kosten für den medizinischen Bedarf haben sich alleine durch die Schutzkleidung und das zusätzlich benötigte Desinfektionsmittel verfünffacht“, rechnet Ulf Ludwig vor. „Hinzu kommen ein höherer Zeitaufwand bei der Aufnahme, der Pflege und der Therapie, ein höherer Personalaufwand im Service sowie der Rückgang der Belegungskapazität durch das Aufnahmemanagement und das Vorhalten der Isolationsbereiche.“ Die Finanzierung dieser Mehrkosten sei völlig offen.

Wichtig sei aber, sagt Ludwig, dass alle Patienten ihre medizinische Reha bekämen, damit sich keine langfristigen gesundheitlichen Negativfolgen einstellten: „Wir wollen Menschen dabei helfen, gesund zu werden. Hinter diesem Ziel müssen sich alle anderen Aspekte einordnen. In Zeiten einer Pandemie gehören erweiterte Schutzmaßnahmen eben dazu. Die Frage der Kosten müssen wir mit den Kostenträgern lösen.“

Vorbericht vom 1. Juni:

Noch vor seinem Amtsantritt als Landrat hatte Olaf von Löwis – damals Bürgermeister-Sprecher – angesichts der Corona-Krise eine Task-Force „Tourismus und Gastronomie“ ins Leben gerufen. Das war Ende April. Seither bespricht sich die Arbeitsgruppe, der als Gastro-Experte auch Bräustüberl-Wirt Peter Hubert angehört, regelmäßig. Zuletzt fand eine Videokonferenz mit dem Beauftragten der Bundesregierung für Tourismus, Thomas Bareiß, Landtagspräsidentin Ilse Aigner und dem Bundestagsabgeordneten Alexander Radwan statt.

Landrat Olaf von Löwis (hinten) macht sich gemeinsam mit Wirt Peter Hubert im Tegernseer Bräustüberl ein Bild von den aktuellen Anforderungen im Bereich Gastronomie.

Nun machte sich von Löwis bei einem Besuch im Tegernseer Bräustüberl ein Bild von der aktuellen Situation und insbesondere von den Anforderungen, die Gastronomen wie Peter Hubert derzeit zu bewältigen haben. Konkret geht es um aktuell drängende Fragen wie einheitliche abendliche Öffnungszeiten und das Bewirten von kleinen, familiären Gruppen, zum Beispiel bei Hochzeiten und Trauerfeiern, aber auch um Themen wie Bus- und Gruppenreisen, staatliche Zuschüsse und einen Rettungsschirm für den Tourismus.

ft; ksl

Auch interessant

Mehr zum Thema:

Meistgelesene Artikel

Unfall an Schranke in Schliersee – Bahnstrecke zwischenzeitlich gesperrt
Unfall an Schranke in Schliersee – Bahnstrecke zwischenzeitlich gesperrt
Coronavirus: Landkreis Miesbach gibt keine Entwarnung
Coronavirus: Landkreis Miesbach gibt keine Entwarnung
Coronavirus: Landkreis Miesbach nennt neue Fallzahlen
Coronavirus: Landkreis Miesbach nennt neue Fallzahlen
Trotz Corona: Raiffeisenbank bietet Gmundart Platz für Kunstwerke
Trotz Corona: Raiffeisenbank bietet Gmundart Platz für Kunstwerke

Kommentare