Aktuelle Infos im News-Ticker

Coronavirus im Landkreis Miesbach: Berufsberatung jetzt via Youtube

Diese Grafik zeigt, wie sich die Fallzahlen in Sachen Coronavirus im Landkreis Miesbach entwickelt haben.
+
Diese Grafik zeigt, wie sich die Fallzahlen in Sachen Coronavirus im Landkreis Miesbach entwickelt haben.

Landkreis – Die Zahl der am Coronavirus Erkrankten im Landkreis Miesbach steigt weiter. Aktuelle Infos zu Covid-19 gibt es in unserem News-Ticker:

Das Wichtigste in Kürze:

  • Am 5. März sind die ersten beiden Corona-Fälle im Landkreis Miesbach bekannt geworden. Seitdem ist die Zahl der Erkrankten stetig gestiegen, aber auch die Zahl der aktiven Fälle extrem gesunken. Am 26. März ist der erste Patient im Krankenhaus Agatharied an der Krankheit verstorben.
  • Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat am 16. März den Katastrophenfall ausgerufen, seit 21. März gelten strenge Ausgangsregeln im Freistaat Bayern, die seit dem 20. April langsam gelockert werden. Seit dem 27. April gibt es zudem eine Maskenpflicht fürs Einkaufen und Benutzen der öffentlichen Verkehrsmittel.
  • Alle Veranstaltungen sind abgesagt worden, weil der Freistaat diese untersagt hat.

Service:

Update, 18.20 Uhr: Neuer News-Ticker

Hier geht es zum neuen Ticker mit allen aktuellen Informationen rund um das Coronavirus im Landkreis Miesbach.

Update, 17.05 Uhr: Firma Optosol spendet Antibeschlagmittel

Gerade jetzt, wenn Ärzte und Pfleger besonders gefordert sind, müssen sie sich ganz auf ihr Schutzmaterial verlassen können. Sie haben keine Zeit und keinen Nerv dafür, sich um beschlagene (Schutz-)Brillengläser oder Visiere zu kümmern. Die Miesbacher Firma Optosol spendet deshalb ihr Antibeschlagmittel „C-o-M antifog“ für Brillen und Visiere an den Krisenstab des Landkreises.

„Wir wollen unseren Teil dazu beitragen, dass medizinisches Personal in diesen schwierigen Zeiten bestmöglich arbeiten kann“, erklärt Juniorchef Alfred Hefft. Aus Infektionsschutzgründen muss medizinisches Personal beispielsweise bei Operationen oder bei einigen Behandlungen und in der Pflege einen Schutz vor den Augen tragen, um eine Infektion über die Augen zu vermeiden. Zusammen mit dem verpflichtenden Mundschutz kann der Augenschutz beschlagen und erschwert so das Arbeiten.

Marco Kuhn (M.) und Andreas Pohl (r.) nahmen das Antibeschlagmittel für den Krisenstab von Juniorchef Alfred Hefft entgegen.

Das Miesbacher Familienunternehmen Optosol stellt Medizin- und Sterilprodukte ausschließlich in Deutschland her. Marco Kuhn und Andreas Pohl nahmen das Antibeschlagmittel für den Krisenstab entgegen. Von dort aus wird es zentral weiter verteilt.

Die Führungsgruppe Katastrophenschutz im Landkreis Miesbach sagt Danke.

Update, 14.45 Uhr: Diese Gemeinden sind betroffen

Die Zahl der Corona-Erkrankten verteilt sich auf den Landkreis Miesbach wie folgt:

  • Bad Wiessee: 43 (aktiv: 1)
  • Bayrischzell: 16 (aktiv: 0)
  • Fischbachau: 53 (aktiv: 5)
  • Gmund: 48 (aktiv: 1)
  • Hausham: 29 (aktiv: 3)
  • Holzkirchen: 69 (aktiv: 3)
  • Irschenberg: 19 (aktiv: 1)
  • Kreuth: 14 (aktiv: 1)
  • Miesbach: 33 (aktiv: 3)
  • Otterfing: 16 (aktiv: 1)
  • Rottach-Egern: 34 (aktiv: 1)
  • Schliersee: 29 (aktiv: 9)
  • Tegernsee: 16 (aktiv: 0)
  • Valley: 13 (aktiv: 0)
  • Waakirchen: 23 (aktiv: 2)
  • Warngau: 10 (aktiv: 1)
  • Weyarn: 24 (aktiv: 2)
  • Sonstige: 25 (aktiv: 16)

Update, 12.40 Uhr: Vivo sammelt Problemmüll

Trotz Corona-Pandemie ist ab dem 15. Mai das Vivo-Kommunalunternehmen im Landkreis Miesbach mit der mobilen Problemmüllsammlung unterwegs. Die Termine finden Sie hier.

Update, 12 Uhr: Rathäuser öffnen wieder

Ab Montag (4. Mai) sind die Gemeindeverwaltung und das Tourismusbüro im Bayrischzeller Rathaus wieder für Besucher geöffnet. Öffnungszeiten: Montag bis Freitag, 8 bis 12 Uhr.

"Aufgrund der aktuellen Lage bitten wir die Bürger, sich vor dem Gang ins Rathaus nach Möglichkeit telefonisch oder per E-Mail anzumelden unter 08023/90760 oder verwaltung@bayrischzell.de", teilt die Verwaltung mit. "Außerdem sollten die Besuche auf dringende Fälle beschränkt werden."

Für alle Besucher ist das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes verbindlich vorgeschrieben. Außerdem sind die Sicherheitsabstände und allgemeinen Hygieneregeln einzuhalten.

Auch das Rathaus in Warngau ist ab Montag (4. Mai) wieder für Besucher geöffnet. Auch dort müssen sich Besucher per Telefon oder E-Mail vorab anmelden und zum Termin läuten. Sie werden dann vom zuständigen Sachbearbeiter abgeholt. Es dürfen sich maximal drei Besucher gleichzeitig im Rathaus aufhalten, teilt die Verwaltung mit. Es gelten die mittlerweile üblichen Hygieneregeln.

Update, 11.20 Uhr: Berufsberatung auf Youtube

Die Bundesagentur für Arbeit ist auch während der Corona-Krise live als Ansprechpartner für Jugendliche da und bietet einen Live-Chat mit einer Berufsberaterin an.

„Die Corona-Pandemie hat das wirtschaftliche und gesellschaftliche Leben in den vergangenen Wochen nahezu zum Erliegen gebracht und stellt uns alle weiterhin vor besonders große Herausforderungen. Die Situation trifft auch junge Menschen, die sich mit den wichtigen Fragen der Berufs- und Studienorientierung beschäftigen und in den vergangenen Wochen mit der Situation konfrontiert waren, dass sie nicht zur Schule gehen und auch keinen persönlichen Kontakt zu ihren Freunden haben konnten. Zudem waren die Berufsberater nur telefonisch oder per E-Mail zu erreichen und das Berufsinformationszentrum der Agentur für Arbeit war geschlossen“, sagt Michael Schankweiler, der Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Rosenheim.

„Uns ist es sehr wichtig, dass die Jugendlichen auch in dieser besonderen Situation direkten Kontakt zur Berufsberatung haben können. Deshalb findet am Donnerstag (30. April), von 16 bis 17 Uhr auf Youtube ein Chat statt, in dem Stefanie Rektorschek, eine Berufsberaterin aus München, die Fragen der jungen Leute direkt beantwortet. Interessierte sollten das Angebot auf jeden Fall nutzen“, sagt der Agenturleiter.

Weitere Termine sind für Donnerstag, 7. Mai, von 16 bis 17 Uhr, und Donnerstag, 14. Mai, von 17 bis 18 Uhr, geplant.

Update, 10.30 Uhr: Keine Freinachtstreiche

Auch wenn es eine jahrzehntelange bayerische Freinachtstradition ist: "Freinachtsscherzbolde müssen dieses Jahr leider zu Hause bleiben", erklärt Bayerns Innenminister Joachim Herrmann. "In der Nacht zum 1. Mai Unsinn zu veranstalten, ist kein triftiger Grund, die Wohnung zu verlassen."

Er appelliert an alle, sich unbedingt an die Ausgangsbeschränkung zu halten. "Nur dann haben wir die Chance, das Coronavirus bestmöglich einzudämmen. Da geht es um die Gesundheit vieler und viel zu oft auch um Leben und Tod. Gerade die Gruppenbildung und die Unterschreitung des Mindestabstands erhöhen deutlich das Risiko, das hochgefährliche Virus weiterzutragen."

Wie der Innenminister deutlich macht, werde die Polizei auch bei sonst harmlosem Schabernack in der Freinacht keinen Spaß verstehen: "Das Coronavirus kennt keine Gnade. Wir wollen unnötige Ansteckungen so gut es geht vermeiden."

Auch Eltern hätten dafür zu sorgen, dass sich ihre Kinder an die Corona-Regeln halten. "Wo es notwendig ist, gibt es mehr Polizeipräsenz und konsequente Kontrollen", kündigt Herrmann an. Dabei unterstützt auch die Bereitschaftspolizei.

Update, 9 Uhr: Neue Fälle in Otterfing

Am Mittwochmorgen (29. April) wurde eine Asylbewerberunterkunft in Otterfing unter Quarantäne gestellt. Ein Bewohner war positiv auf das Coronavirus getestet worden. "Er hat sich wohl an seiner Arbeitsstelle außerhalb des Landkreises angesteckt", teilt Sprecherin Sophie-Marie Stadler vom Landratsamt in Miesbach mit. "Er und sein direkter Mitbewohner wurden in eine freistehende Wohnung für Asylbewerber in Waakirchen umgezogen, wo sie die Quarantänezeit verbringen werden." Der Mitbewohner wartet noch auf das Testergebnis. Dass er infiziert ist, gilt aber als sehr wahrscheinlich.

Diese Grafik zeigt, wie sich die Neuinfektionen in Sachen Coronavirus im Landkreis Miesbach entwickelt haben.

Es ist in einer Sammelunterkunft kaum möglich, enge Kontaktpersonen zu identifizieren. Als solche gelten Familienangehörige und Personen in einem gemeinsamen Haushalt. Deshalb wurden vorsorglich alle Bewohner der Unterkunft getestet und unter Quarantäne gestellt. Das Gesundheitsamt und der Fachbereich Ausländer- und Asylangelegenheiten organisieren die Maßnahmen vor Ort.

Diese Grafik zeigt die Altersstruktur der positiv mit dem Coronavirus Getesteten im Landkreis Miesbach.

Die Bewohner haben die Möglichkeit, sich im Freien aufzuhalten. Dazu wurde die Unterkunft mit einem Bauzaun umzäunt. Mitarbeiter eines Sicherheitsdienstes achten darauf, dass die Quarantäne eingehalten wird. Die Bewohner werden versorgt. In der Unterkunft am Pitzarweg in Otterfing wohnen regulär 37 Einzelpersonen.

Update, 30. April, 7.10 Uhr: Maibockanstich im September?

Gleich drei neue Gesichter sind innerhalb kurzer Zeit beim Valleyer Schloss Bräu dazugekommen. So liefert die Brauerei fortan selbst Bier und Getränke aus. Doch beim Maibockanstich macht Corona einen Strich durch die Rechnung.

Update, 18 Uhr: Gmund Papier unterstützt Ärzte

40.000 Masken hat Gmund Papier über Geschäftspartner in China besorgen können. Diese sollen Ärzten im Landkreis Miesbach helfen. Wie, das lesen Sie in unserem Artikel.

Update, 16.05 Uhr: Tegernseer Woche fällt aus

Fast fünf Jahrzehnte lang zählt die Tegernseer Woche zu den kulturellen Höhepunkten des Herbstes und hat in der Vielfalt ihrer Veranstaltungen ein großes Stammpublikum und viele begeisterte Besucher gefunden.

Große Konzerte im Barocksaal und in der Kirche zählen ebenso dazu wie ganz speziell entwickelte Führungen, Vorträge oder musikalisch umrahmte Lesungen – einfach das Besondere, das es in der regionalen Kultur und Geschichte alljährlich wieder aufzuspüren gilt. Diese Qualität aufrecht zu erhalten, dazu gehört ein Organisationsteam, das neue Erkenntnisse zur Regionalgeschichte, aktuelle Jubiläen sowie Unbekanntes oder wenig Beachtetes, insbesondere aber auch Musik und Kunst für das Publikum bereitstellen. Dafür gilt es langfristig – über das Jahr hinweg – Ideen zu entwickeln.

"So waren die Vorarbeiten zur Organisation der Tegernseer Woche bereits am Laufen als Corona das Leben zu bestimmen begann", erklärt die Leiterin des Organisationsteams, Birgit Halmbacher. "Die derzeit nicht absehbaren Beschränkungen aller Aktivitäten des heurigen Jahres lassen eine zielführende Organisation nicht zu."

Die Stadt Tegernsee hat sich aufgrund dessen entschlossen, die 48. Tegernseer Woche erst im Herbst 2021 zu feiern. Teile des Programms können unverändert verschoben werden, aktuelle und zeitbedingt gestaltete Veranstaltungen werden neu geplant, um den Ansprüchen und Erwartungen der ausführenden Künstler ebenso wie den Erwartungen des Publikums zu entsprechen.

Die 48. Tegernseer Woche findet von 23. September bis 3. Oktober 2021 statt.

Update, 14.55 Uhr: Diese Gemeinden sind betroffen

Die Zahl der Corona-Erkrankten verteilt sich auf den Landkreis Miesbach wie folgt:

  • Bad Wiessee: 43 (aktiv: 1)
  • Bayrischzell: 16 (aktiv: 0)
  • Fischbachau: 52 (aktiv: 6)
  • Gmund: 48 (aktiv: 2)
  • Hausham: 28 (aktiv: 2)
  • Holzkirchen: 69 (aktiv: 5)
  • Irschenberg: 19 (aktiv: 1)
  • Kreuth: 14 (aktiv: 1)
  • Miesbach: 31 (aktiv: 2)
  • Otterfing: 16 (aktiv: 1)
  • Rottach-Egern: 34 (aktiv: 2)
  • Schliersee: 29 (aktiv: 9)
  • Tegernsee: 16 (aktiv: 1)
  • Valley: 13 (aktiv: 2)
  • Waakirchen: 23 (aktiv: 3)
  • Warngau: 10 (aktiv: 1)
  • Weyarn: 23 (aktiv: 2)
  • Sonstige: 26 (aktiv: 16)

Update, 13.40 Uhr: Rathaus Kreuth öffnet wieder

Die Gemeindeverwaltung Kreuth weist darauf hin, dass zum 4. Mai wieder eingeschränkter Publikumsverkehr im Rathaus möglich ist. Sowohl für Einwohnermelde-, Steuer- und Gewerbeamt, als auch die anderen Bereiche des Rathauses wurden jeweils Möglichkeiten im Eingangs- beziehungsweise rückwärtigen Bereich geschaffen, damit Mitarbeiter Bürger bedienen können.

Da zum Schutz vor dem Coronavirus jeweils nur eine Person die abgetrennten Bereiche betreten kann, bittet Bürgermeister Josef Bierschneider darum, längere Wartezeiten zu vermeiden, indem vorab telefonisch ein Termin vereinbart wird. Die Telefonnummern der einzelnen Sachbearbeiter können entweder dem Gemeindeboten oder der Homepage www.gemeinde.kreuth.de entnommen werden. Über die Sammelnummer 08029/180 werden Bürger auch weiter verbunden.

Update, 12.25 Uhr: Ab September auf dem Rasen?

Geht es nach dem Bayerischen Fußball-Verband (BFV) könnten die Spieler ab September wieder auf den Rasen zurückkehren. Der Vorschlag erhält breite Zustimmung. Mehr dazu lesen Sie hier.

Update, 12 Uhr: Aktion "Wir stehen zusammen"

Vier Unternehmen aus Deutschland –  darunter ein Messebauunternehmen, eine freischaffende Künstlerin, ein holzverarbeitender Betrieb und eine Druckerei – haben sich zusammengetan und überlegt, was sie tun können, um Menschen zu helfen, die durch Covid-19 in Not geraten sind, und wie sie gleichzeitig ihre Produktionen am Laufen und ihre Mitarbeiter in Arbeit halten können.

Gemeinsam haben die Unternehmer die Aktion www.wirstehenzusammen.com entwickelt. Dahinter steckt der Gedanke, dass nichts tun, nicht hilft. "Wir haben Verantwortung für unsere Firmen, unsere Mitarbeiter und unsere Familien", heißt es. "Die Angst vor Krankheit, aber auch die Angst vor den finanziellen Folgen ist immens. Aber wir lassen uns davon nicht lähmen. Wir möchten Menschen unterstützen, die durch Covid-19 in Bedrängnis geraten sind und der Forschung helfen, die derzeit unser aller Licht am Ende des Tunnels ist."

Die Idee der Kerze im Fenster als Solidaritätssymbol aufgreifend haben die Akteure ein Fensterbildmotiv entwickelt, das zum einen aus Holz gelasert und zum anderen als Aufkleber produziert wird.

Diese Produkte werden über den Online-Shop und den Handel vertrieben. Ein beachtlicher Teil des Verkaufserlöses wird an drei gemeinnützige Organisationen gespendet, die als Partner für die Aktion gewonnen werden konnten.

Update, 10.20 Uhr: Rathäuser öffnen wieder

Ab Montag (4. Mai) öffnet das Rathaus in Bad Wiessee für alle Bürger wieder zu den regulären Öffnungszeiten Montag bis Freitag, 8 bis 12 Uhr, und zusätzlich Donnerstag, 14 bis 17 Uhr.

"Wir bitten dennoch darum, soweit möglich Terminvereinbarungen durchzuführen, um den Besucherverkehr entzerren zu können", erklärt Geschäftsleiter Hilmar Danzinger.

Für die Zeit des Aufenthalts im Rathaus müssen die per Allgemeinverfügung festgeschriebenen Sicherheitsbestimmungen mit Abstandhalten und Mundschutz eingehalten werden.

Rathaus Gmund wieder geöffnet

Auch das Rathaus in Gmund ist ab Montag (4. Mai) wieder geöffnet. Es gelten jedoch folgende Einschränkungen: Eine vorherige telefonische Terminvereinbarung ist ausdrücklich erwünscht. Das Rathaus darf außerdem nur mit einem Mund-Nasen-Schutz betreten werden, wobei ein Mindestabstand von 1,5 Metern zu Angestellten sowie anderen Besuchern konsequent einzuhalten ist. Personen mit Erkältungs- oder Grippesymptomen dürfen das Rathaus nicht betreten.

Die Gemeindeverwaltung weist daraufhin, dass die derzeit geltenden gesetzlichen Bestimmungen weiterhin dazu ermahnen, die Kontakte zu Personen außerhalb des eigenen Hausstands auf ein absolut nötiges Minimum zu reduzieren. Für Verwaltungsangelegenheiten bedeutet dies: Wenn ein Anliegen auch telefonisch oder per E-Mail erledigt werden kann, liegt kein triftiger Grund für einen persönlichen Besuch im Rathaus vor.

„Wir bitten um Verständnis für die oben beschriebenen Maßnahmen, die vereinzelt zu etwas längeren Bearbeitungs- oder Wartezeiten führen können. Das Wichtigste ist, dass wir auf Ihre und unsere Gesundheit achten und die Corona-Fallzahlen weiterhin niedrig halten“, sagt Bürgermeister Alfons Besel.

Informationen zu Kindernotbetreuung und Seniorenbustickets

Die Seniorenbustickets werden in den nächsten Wochen per Post an die Antragsteller verschickt.

Die Kriterien für eine Berechtigung zur Kindernotbetreuung haben sich geändert: Prinzipiell haben erwerbstätige Alleinerziehende egal in welchem Berufsfeld sowie Eltern, bei denen eine Person in einem Tätigkeitsfeld der sogenannten kritischen Infrastruktur arbeitet einen Anspruch auf Notbetreuung für ihre Kinder. Letztere jedoch nur, wenn der andere Elternteil auch berufstätig ist beziehungsweise keine andere volljährige Betreuungsperson im selben Haushalt zur Verfügung steht. Außerdem sind Abschlussschüler berechtigt, ihr Kind in einer Notfallgruppe betreuen zu lassen.

Die genauen Voraussetzungen für eine Berechtigung zur Kindernotbetreuung finden Eltern auf der Website www.gemeinde.gmund.de unter Aktuelles. „Auch wenn die Situation derzeit für Familien alles andere als einfach ist, bitten wir sehr darum, diese Regelungen zu akzeptieren, denn sie sind derzeitiger Gesetzesstand und somit nicht verhandelbar“, wendet sich Bürgermeister Alfons Besel an die Eltern.

Endlich gibt es Rechtssicherheit hinsichtlich der Gebühren für die Kinderbetreuung: Für die Monate April, Mai und Juni müssen für Kinder, die in den gemeindlichen Kinderbetreuungseinrichtungen angemeldet sind, keine Gebühren gezahlt werden, sofern diese nicht die Notbetreuungsgruppen besuchen. Da die Beiträge für April schon eingezogen wurden, werden diese zurückerstattet. Für Kinder, die die Notbetreuungsgruppen besuchen, werden die regulären Gebühren fällig.

Update, 9 Uhr: Landratsamt bestätigt 510 positiv Getestete

Bisher wurde bei 510 Personen im Landkreis Miesbach das SARS-CoV-2-Virus bestätigt. 445 Personen davon sind allerdings wieder genesen, sodass nur 57 aktuell als aktive Fälle gelten. Stationär behandelt werden sechs Personen, drei davon intensivmedizinisch.

Die Bewohner der Einrichtung für Menschen mit Behinderung in Schliersee, in der am Wochenende mehrere Covid-Fälle bei Bewohnern und Mitarbeitern festgestellt wurden, bleiben vorerst in ihrer Einrichtung. Die schwer geistig behinderten Erwachsenen zu verlegen, wird medizinisch nicht für sinnvoll erachtet.

Zusätzlich zu den externen Pflegekräften, die von den Krisenstäben des Landkreises und des BRK seit dem Wochenende kurzfristig hinzugezogen wurden, unterstützt die kbo-Lech-Mangfall-Klinik Agatharied den Betrieb vor Ort mit Pflegepersonal. Zusammen mit den nicht-erkrankten Mitarbeitern der Einrichtung haben die Pflegekräfte die Lage im Griff.

Die Bewohner sind alle stabil, zeigen aber Krankheitssymptome. In der Einrichtung werden zahlreiche Sofortmaßnahmen umgesetzt, um die Infektionskette zu unterbrechen. Unter anderem werden alle Flächen desinfiziert, um die Bewohner bestmöglich versorgen zu können.

Gerade vor dem Hintergrund des Covid-Ausbruchs in einer besonders schutzbedürftigen Einrichtung bittet der Krisenstab die Bürger im Landkreis Miesbach noch einmal eindringlich darum, die Hygiene- und Abstandsregeln und das Maskengebot zu befolgen. Die persönliche Schutzausrüstung, die das Landratsamt zentral beschafft, soll medizinischem Personal vorbehalten werden. Dieses wird von Ärzten, Pflegern und Menschen benötigt, die den Abstand nicht wahren können.

Deshalb bitten der Krisenstab des Landkreises, der ärztliche Kreisverband unter Vorsitz von Thomas Straßmüller und Versorgungsarzt Florian Meier: Wer medizinische Leistungen – egal ob Arztbesuch, Physiotherapie oder medizinische Fußpflege – in Anspruch nimmt, soll bitte einen eigenen Mund-Nasen-Schutz verwenden. Einfache Masken, selbst genähte Baumwollmasken oder notfalls ein Schal oder Tuch reichen. Es obliegt dem Hausrecht, Patienten ohne Mund-Nasen-Schutz den Zutritt zu verweigern.

Besonders nachdenklich stimme den Krisenstab ein Fall aus Gmund: Eine Physiotherapie-Praxis habe die vom Katastrophenschutz zur Verfügung gestellten Masken offenbar gewinnbringend weiterverkauft, heißt es vom Landratsamt. Der Krisenstab prüfe rechtliche Schritte. Selbst wenn sich der Verkauf nicht mehr beweisen lassen sollte, sei das ein Vertrauensbruch gegenüber allen, die Tag und Nacht versuchen, Schutzausrüstung für besonders schutzbedürftige Bereiche wie Seniorenheime oder Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen zu beschaffen.

"Der Krisenstab bedankt sich in diesem Zusammenhang bei denjenigen ortsansässigen Unternehmern, die dem Landkreis in Zeiten größter Not mit Schutzausrüstung ausgeholfen haben", teilt Sprecherin Sophie-Marie Stadler vom Landratsamt. "Bekanntermaßen waren die staatlichen Lieferungen zu Beginn der Pandemie mehr als nur dürftig." Viele Unternehmer haben sich von sich aus an das Beschaffungsteam des Krisenstabs gewandt und ihre Geschäftskontakte im In- und Ausland zur Verfügung gestellt oder über diese Kanäle selbst die dringend benötigte Schutzausrüstung für den Krisenstab beschafft.

Ohne diese Unterstützung wäre die Situation vor allem in den Pflege-, Senioren- und Behinderteneinrichtungen im Landkreis nun sicher eine andere. Auch die Unterstützung der Bürgermeister für den Krisenstab ist groß: "Stellvertretend für alle möchte sich der Krisenstab speziell bei den Bürgermeistern Eglseder, Hallmannsecker und von Löwis bedanken, die in ihren Gemeinden besonders aktiv um die Akquise von Schutzmaterial geworben haben", heißt es weiter.

Update, 29. April, 8 Uhr: Großer Zuspruch für Laser-Kreuz am Wallberg

In Zeiten der Corona-Pandemie, die keine Gottesdienste zu Ostern erlaubte, wollte Monsignore Pfarrer Walter Waldschütz ein Zeichen der Hoffnung setzen. Wie das ankam, lesen Sie hier.

Update, 15 Uhr: Diese Gemeinden sind betroffen

Die Zahl der Corona-Erkrankten verteilt sich auf den Landkreis Miesbach wie folgt:

  • Bad Wiessee: 43 (aktiv: 1)
  • Bayrischzell: 16 (aktiv: 0)
  • Fischbachau: 52 (aktiv: 6)
  • Gmund: 48 (aktiv: 2)
  • Hausham: 28 (aktiv: 2)
  • Holzkirchen: 69 (aktiv: 5)
  • Irschenberg: 19 (aktiv: 1)
  • Kreuth: 14 (aktiv: 1)
  • Miesbach: 31 (aktiv: 2)
  • Otterfing: 15 (aktiv: 0)
  • Rottach-Egern: 34 (aktiv: 2)
  • Schliersee: 29 (aktiv: 9)
  • Tegernsee: 16 (aktiv: 1)
  • Valley: 13 (aktiv: 2)
  • Waakirchen: 23 (aktiv: 3)
  • Warngau: 10 (aktiv: 1)
  • Weyarn: 23 (aktiv: 2)
  • Sonstige: 26 (aktiv: 16)

Update, 14.25 Uhr: Gmunder Tafel fällt aus

In den vergangenen Wochen hat die Gmunder Tafel eine überwältigende Anzahl von Hilfsangeboten ehrenamtlicher neuer Helfer bekommen. Leiterin Petrika Kolodziezyk ist dafür sehr dankbar: „Viele unserer bisherigen Ehrenamtlichen zählen aufgrund ihres Alters zur Risikogruppe für Covid-19. Ohne die vielen neuen ehrenamtlichen Helfer hätten wir das Schicksal vieler anderer Tafeln teilen und zusperren müssen.“

Nun ergibt sich für den Brückentag am 2. Mai doch ein personeller Engpass und dieses eine Mal bleibt die Gmunder Tafel geschlossen, heißt es in einer Mitteilung.

Update, 13.45 Uhr: Wertstoffhof öffnet wieder

Ab Mittwoch, 6. Mai, ist die Problemmüllannahme für besonders gefährliche Problemstoffe im Wertstoffzentrum Warngau wieder von 13 bis 16.30 Uhr geöffnet. "Nach behördlichen Vorgaben darf auch die Problemmüllannahme derzeit wegen der Corona-Pandemie nur unter strikter Beachtung von Hygieneaspekten betrieben werden", teilt das Vivo-Kommunalunternehmen mit.

"Um vor allem einen ausreichenden Sicherheitsabstand von 1,5 bis 2 Metern unter den Anwesenden zu gewährleisten, ist eine Zugangsbeschränkung der Benutzer erforderlich", heißt es weiter. Es dürfen maximal zwei Personen gleichzeitig bei der Annahme von Problemstoffen anwesend sein.

Da die Beschränkungen zu Wartezeiten führen können, bittet die Vivo darum, nur in dringenden Entsorgungsfällen die Problemmüllannahme zu nutzen und eine Vorsortierung der Problemstoffe vorzunehmen. Die Annahme größerer, gewerblicher Mengen muss vorab mit der Abfallberatung der Vivo unter Telefon 08024/903886 vereinbart werden.

Wertstoffhof in Otterfing öffnet wieder

Der Otterfinger Wertstoffhof hat ebenfalls ab Mittwoch (29. April) wieder geöffnet. Die Öffnungszeiten sind bis auf Weiteres wie folgt:

  • Mittwoch und Freitag, 9 bis 12 Uhr und 13 bis 18 Uhr
  • Samstag geschlossen.

"Bitte beachten Sie, dass Freitag, 1. Mai, ein Feiertag ist", teilt die Gemeinde Otterfing mit. Der Einlass ist für maximal zwei Autos gleichzeitig möglich und wird durch Einlasskontrolle geregelt. "Bitte sortieren Sie das abzugebende Material so gut wie möglich vor, damit die Entsorgung im Wertstoffhof schnell erledigt werden kann", heißt es weiter. "Aus Sicherheitsgründen wird keine Ausladehilfe angeboten. Bitte stellen Sie sich auf Wartezeiten ein."

Update, 12 Uhr: Rathaus öffnet wieder

Das Rathaus Fischbachau ist ab Montag (4. Mai) wieder geöffnet. Aufgrund der aktuellen Situation werden alle Bürger gebeten, sich vor dem Besuch per E-Mail oder Telefon anzumelden. Der Besuch des Rathauses sollte auf dringende Fälle beschränkt werden. Beim Besuch des Rathauses gilt die Maskenpflicht. Die Büros dürfen jeweils nur von einer Person betreten werden. Der Mindestabstand ist einzuhalten.

Trotz Corona: Ramadama in Warngau

Unterdessen ruft der Förderverein der Warngauer Kinder und Jugend zum Ramadama auf – trotz Corona. "Bis zum 10. Mai mit der eigenen Familie Müll beim Spazierengehen aufsammeln", heißt es in einer Mitteilung. "Ein Foto in die Whatsapp-Gruppe des Fördervereins einstellen oder an info@fvwkj.de senden." Die Familie, die den meisten Müll aufgesammelt hat, bekommt einen Eis-Gutschein.

Update, 10.45 Uhr: Aktion für Gmunder Senioren

Von Donnerstag, 30. April, bis Sonntag, 10. Mai, findet in Gmund auf dem Volksfestplatz das „Volksfest zum Midnehma“ statt. Jeweils von 11 bis 20 Uhr verkaufen die Festwirtfamilie Fahrenschon und die Familie Lang Volksfestschmankerl wie Hendl, Steckerlfisch, gebrannte Mandeln oder Schokofrüchte zum Mit-nach-Hause-nehmen.

Da diesmal das Volksfest und somit auch der übliche Seniorennachmittag nicht stattfinden können, hat die Gemeinde beschlossen, Gmunder Senioren ab 65 Jahren zumindest ein Hendl zum Mitnehmen zu schenken. Am Donnerstag, zwischen 11 und 14 Uhr, können die Hendl abgeholt werden. Die Seniorenbeauftragte und Gemeinderätin Martina Ettstaller wird mit einer Liste der berechtigten Bürger vor Ort sein und abhaken. "Die Gemeinde weist darauf hin, dass die übliche Abstandsregel von eineinhalb Metern einzuhalten ist", heißt es in einer Mitteilung. "Außerdem sollten unbedingt Mundschutzmasken getragen werden."

„Da in diesem Jahr der Seniorennachmittag beim Volksfest und aller Voraussicht nach auch der alljährliche Seniorenausflug ausfallen müssen, möchten wir unseren älteren Bürgern zumindest mit einem knusprigen Hendl eine kleine Freude machen“, sagt Martina Ettstaller.

Update, 28. April, 9.05 Uhr: Mehrere Fälle in Schliersee

In einer Einrichtung für Menschen mit Behinderungen in Schliersee haben sich mehrere erwachsene Bewohner und Mitarbeiter mit dem SARS-CoV-2-Erreger infiziert. Acht der zehn Bewohner wurden bereits positiv auf Covid-19 getestet. Bei den beiden anderen Bewohnern gilt es ebenfalls als wahrscheinlich, dass sie infiziert sind. Außerdem wurden fünf Mitarbeiter positiv getestet. Weitere Fälle werden noch abgeklärt.

Der Krisenstab des Landkreises, das Gesundheitsamt und die Einrichtungsleitung arbeiten intensiv zusammen. Bereits am Wochenende wurden von Versorgungarzt Florian Meier, dem BRK-Kreisverband Miesbach und dem Krisenstab des Landkreises Sofortmaßnahmen eingeleitet.

Aktuell werden verschiedene Möglichkeiten geprüft, ob es sinnvoll ist, einige Bewohner zu verlegen, und wohin diese gegebenenfalls hingebracht werden könnten. Um die Mitarbeiter vor Ort zu unterstützen, helfen externe Pflegekräfte, die von den Krisenstäben des Landkreises und des BRK kurzfristig organisiert wurden. Sie werden mit persönlicher Schutzausrüstung durch die Führungsgruppe Katastrophenschutz und das Krankenhaus Agatharied ausgestattet.

Menschen mit Behinderungen zählen zu den besonders schutzbedürftigen Risikogruppen. Alle Beteiligten der Einsatzstäbe arbeiten deshalb zusammen mit der Einrichtung unter Hochdruck daran, die Situation so schnell wie möglich zu entspannen und die Bewohner bestmöglich zu versorgen.

Update, 17 Uhr: Mundschutzmasken für Gottesdienstbesucher

Derzeit wird davon ausgegangen, dass ab dem 4. Mai wieder Gottesdienste möglich sein werden. Aktuell gibt es zu den erwarteten Hygienevorschriften in der Kirche noch keine genauen Informationen. Man geht aber davon aus, dass in den Kirchenbänken Mindestabstände eingehalten werden müssen und auch dort eine Maskenpflicht gelten wird.

Der katholische Pfarrverband Tegernsee-Egern-Kreuth will sich beim Beschaffen von Mundschutzmasken engagieren. Über Pfarrgemeinderat, Frauenbund und Kolping, in denen auch schon einige eifrig am Nähen sind, sollen Gottesdienstbesuchern, welche noch keine Maske besitzen oder diese zu Hause vergessen haben, vor Gottesdienstbeginn Masken gestellt werden.

"Die Seelsorger, die Mitglieder in den Gremien und viele Gläubige im ganzen Pfarrverband freuen sich schon sehr, bald wieder gemeinsam Gottesdienste zu feiern, und wollen mit dieser Aktion ein Zeichen setzen", heißt es in einer Mitteilung. "Ein wertvoller Dienst von allen für alle."

Update, 13.25 Uhr: Unterricht startet wieder

Für die diesjährigen Abschlussklassen beginnt am Montag (27. April) wieder der Unterricht – auch am Gymnasium in Tegernsee. Doch Corona lässt Schule alles andere als normal sein, wie Sie in unserem Artikel nachlesen können.

Update, 11.10 Uhr: Bilanz der Polizei zu Corona-Kontrollen

Polizeipräsidium Oberbayern-Süd zieht positive Bilanz zu Corona-Kontrollen. Polizeipräsident Robert Kopp appelliert dennoch weiter an die Bevölkerung. Mehr dazu lesen Sie in unserem Artikel.

Update, 27. April, 9.15 Uhr: Johanniter geben Tipps

Die Zahl der am Coronavirus Erkrankten im Landkreis Miesbach bleibt weiterhin stabil. Auch die Zahl der Neuinfektionen hat sich übers Wochenende nicht signifikant verändert, teilt das Landratsamt Miesbach mit.

Tipps der Johanniter zum richtigen Umgang mit Mund-Nasen-Masken

Seit Montag (27. April) gilt für alle Menschen in Bayern ab sechs Jahren die Pflicht, Mund und Nase in öffentlichen Verkehrsmitteln, beim Einkaufen und in Geschäften zu bedecken. Die Johanniter weisen darauf hin, dass man sich mit dem richtigen Umgang mit Masken vertraut machen sollte und wiederverwendbare Stoffabdeckungen, die sogenannten Community-Masken, nach jeder Benutzung aufbereitet werden müssen.

„Für alle, die es nicht gewohnt sind, Mund-Nase-Masken zu tragen, fühlt es sich zunächst ungewohnt an – auch hat man in der Öffentlichkeit noch den Eindruck, angestarrt zu werden,“ erklärt Thomas Fuchs, Notfallsanitäter und Leiter der Aus- und Fortbildung bei den Johannitern. „Das wird sich schnell geben, wenn die Masken verbreitet genutzt werden. Wir alle sollten Nutzern von Masken dankbar sein, denn damit schützen die Träger primär ihr Gegenüber. Also uns.“

Wichtig ist die richtige Handhabung der Masken. „Eine Maske hilft wenig, wenn man durch unsachgemäßen Umgang Krankheitserreger von der Maske ins Gesicht bringt. Wer sich nicht gleich nach dem Abnehmen die Hände wäscht, überträgt durch unbewusste Bewegungen möglicherweise Bakterien und Viren ins Gesicht und damit über die Schleimhäute, wie zum Beispiel den Augen, in die Atemwege. Das gilt übrigens für wiederverwendbare Masken ebenso wir für Einmalmasken“, erklärt Thomas Fuchs.

Für den Umgang mit Masken gibt es fünf Regeln:

  1. Händewaschen: Vor dem Anlegen und unmittelbar nach dem Ablegen der Maske sollte man sich 20 bis 30 Sekunden gründlich die Hände mit Seife waschen. Ist dies nicht gleich möglich, lieber die Maske aufbehalten, bis man sich die Hände waschen kann.
  2. Sitz: Die Maske muss Nase und Mund bis zum Kinn abdecken und an den Rändern möglichst eng anliegen.
  3. Feuchtigkeit: Die Maske wechseln, wenn sie durch die Atemluft durchfeuchtet ist.
  4. Berühren verboten: Vermeiden Sie unbedingt, die Außenseite der Maske zu berühren oder diese zu verrutschen. Zum Abnehmen nur an den Schnüren anfassen.
  5. Aufbereitung: Mund-Nase-Masken aus Stoff müssen nach jeder Benutzung aufbereitet werden – dazu schnellstmöglich bei 60 bis 95 Grad Celsius waschen. Da auch gegebenenfalls auf den Herstellerhinweis achten. Bis zum Waschen sollte die Maske luftdicht aufbewahrt werden. Mindestens einmal pro Woche wird eine Kochwäsche der Masken bei 95 Grad Celsius empfohlen.
So geht es richtig: Die Johanniter geben Tipps, wie man die geforderten Gesichtsmasken korrekt anlegt.

Thomas Fuchs hat noch eine weitere Bitte: „Eine Mund-Nasen-Maske soll die Verbreitung von Tröpfchen durch den Träger reduzieren. Sie ist somit kein verlässlicher Eigenschutz. Achten Sie auch mit Maske darauf, mindestens 1,5 Meter Abstand zu anderen Menschen zu halten und sich beim Husten oder Niesen von Mitmenschen abzuwenden und in die Armbeuge zu husten oder zu niesen.“

Der richtige Umgang mit Masken ist – für Kinder und Erwachsene – im folgenden Video zu sehen:

Update, 19 Uhr: Neuer Fahrplan bei RVO

Ab Montag (27. April) wird die Regionalverkehr Oberbayern GmbH (RVO) in den Landkreisen Weilheim-Schongau, Garmisch-Partenkirchen, Bad Tölz-Wolfratshausen und Miesbach wieder zum Regel-Fahrplanangebot wie an Schultagen zurückkehren. Grenzüberschreitender Verkehr, bei dem Haltestellen in Österreich bedient werden, sind noch ausgenommen.

Die während der Sommersaison verstärkend eingesetzten Busse der RVO, die in den Landkreisen Garmisch-Partenkirchen, Bad Tölz-Wolfratshausen und Miesbach verkehren, fahren in diesem Jahr voraussichtlich ab Samstag, 30. Mai.

Die Fahrpläne und weitere Informationen rund um die RVO gibt es unter www.rvo-bus.de.

Update, 18.15 Uhr: Wichtiger Appell aus Krankenhaus

Die kbo-Lech-Mangfall-Klinik in Agatharied übergibt 1.000 Schutzvisiere aus einem Bastelprojekt. Unterdessen mahnen Mediziner, Schlaganfallsymptome trotz Corona-Pandemie ernst zu nehmen. Mehr dazu hier.

Update, 13.35 Uhr: Hilfe für Corona-Betroffene

Solidarität im Schulterschluss mit vielen Akteuren fordert Sozialministerin Carolina Trautner und sagt: „Das soziale Bayern ist in der Corona-Krise ein wertvoller Anker an Stabilität für unsere Gesellschaft.“ Mehr dazu lesen Sie in unserem Artikel.

Update, 12 Uhr: Frauenbund näht Gesichtsmasken

Ab Montag (27. April) gilt in ganz Bayern die Maskenpflicht. Derzeit ist jeder bemüht, sich mit mindestens einer Maske auszustatten. Doch diese zu beschaffen, ist nicht immer einfach. Aus diesem Grund nähen die Mitglieder des katholischen Frauenbundes in Holzkirchen Gesichtsmasken.

"Wenn jemand von unseren Mitgliedsfrauen, welche benötigt, sollen sie sich bei mir melden", berichtet Lisa Schlegl. "Wir bemühen uns, genügend zu nähen. Wenn der vereinsinterne Bedarf gedeckt ist, können wir gerne versuchen, auch weitere Personen zu versorgen." Kontakt unter Telefon 08024/3347.

Update, 26. April, 9.10 Uhr: Konsequentes Befolgen der Maskenpflicht

Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml hat dazu aufgerufen, die ab Montag (27. April) geltende Maskenpflicht im Freistaat konsequent zu befolgen: „Bayern hat im Kampf gegen die Corona-Pandemie schon Fortschritte erzielt. Es ist aber weiterhin wichtig, sich und andere vor einer Infektion zu schützen. Deshalb sollte jeder darauf achten, dass er zum Beispiel in Supermärkten und Geschäften sowie in Bus und Bahn eine Mund-Nasen-Bedeckung trägt.“

Die sogenannte Maskenpflicht gilt ab dem 27. April für Personen ab sechs Jahren beim Einkaufen sowie beim Nutzen von Verkehrsmitteln des öffentlichen Personennahverkehrs und der dazu gehörenden Einrichtungen. Eine Mund-Nasen-Bedeckung muss ab Montag auch das Personal von Geschäften tragen, die wie zum Beispiel Supermärkte bereits vorher geöffnet haben durften. Ab Montag dürfen zudem alle Einzelhandelsgeschäfte bis zu einer Verkaufsfläche von maximal 800 Quadratmetern öffnen, unabhängig von den verkauften Sortimenten.

"Medizinische Schutzmasken sind weiterhin nur für Ärzte oder Pflegekräfte gedacht. Die bayerische Staatsregierung arbeitet intensiv daran, noch mehr zertifizierte Schutzausrüstung zu besorgen. Außerdem treiben wir die Schaffung von zusätzlichen Produktionskapazitäten in Bayern in Kooperation mit den bayerischen Unternehmen weiter voran." Bislang wurden nach LGL-Angaben rund 25 Millionen Masken in Bayern ausgeliefert.

Um die Maskenpflicht zu erfüllen, reicht eine Alltagsmaske. Die Ministerin erläutert: „Es sollte aber zusätzlich darauf geachtet werden, möglichst einen Mindestabstand von 1,5 Metern zu anderen Personen einzuhalten. Außerdem gelten weiter die üblichen Hygieneregeln.“

Tipps zum richtigen Verwenden der Masken:

  • Einfache Mund-Nasen-Bedeckungen bestehen aus handelsüblichen Stoffen und können daher selbst genäht oder auch gekauft werden. Der Stoff sollte möglichst dicht sein und aus 100 Prozent Baumwolle bestehen. Ferner ist darauf zu achten, dass die Mund-Nasen-Bedeckung groß genug ist, um Mund, Nase und Wangen vollständig zu bedecken, und dass sie an den Rändern möglichst eng anliegt. Wenn ein Schal diese Bedingungen erfüllt, kann dieser auch verwendet werden. Andere Materialien wie zum Beispiel Staubsaugerbeutel oder Karton sind nicht geeignet.
  • Alltagsmasken kann man abhängig von der körperlichen Aktivität maximal drei bis vier Stunden tragen. Bei Durchfeuchtung sollten sie allerdings sofort gewechselt werden. Vorm erneuten Benutzen muss die Alltagsmaske bei 60 bis 90 Grad Celsius mit ausreichend Waschmittel gewaschen und anschließend vollständig getrocknet werden. Zusätzlich trägt das anschließende Bügeln der Maske bei mindestens 165 Grad Celsius zur Desinfektion bei.
  • Beim Anziehen einer Maske ist darauf zu achten, dass die Innenseite nicht kontaminiert wird. Daher sollten die Hände vorher gründlich mit Seife gewaschen werden. Die Alltagsmaske muss richtig über Mund, Nase und Wangen platziert sein und an den Rändern möglichst eng anliegen, um das Eindringen von Luft an den Seiten zu minimieren.
  • Die Alltagsmaske darf während des Tragens nicht zurecht gezupft werden und auch nicht um den Hals getragen werden. Beim Ablegen der Maske ist darauf zu achten, dass die Außenseite der Maske nicht berührt wird, da diese Erreger enthalten kann. Nach Absetzen der Maske sollten die Hände gründlich gewaschen werden. Die Masken sollten nach dem Abnehmen trocken an der Luft aufbewahrt und zwischengelagert werden, sodass Kontaminationen der Innenseite der Alltagsmaske, aber auch Verschleppungen auf andere Oberflächen vermieden werden.
  • Weitere Informationen gibt es online.

Update, 19.10 Uhr: Taxifahren in Zeiten von Corona

Mundschutz, häufiges Händewaschen, Niesen und Husten in die Ellenbeuge: Die üblichen Hygienehinweise, um das Coronavirus einzudämmen, gelten auch in Taxis und Mietwagen. Darüber hinaus haben der bayerische Taxi- und Mietwagenverband, Free Now, Uber, die Taxi München eG und Isar-Funk gemeinsam mit dem Verkehrsministerium weitere Maßnahmen entwickelt, um Fahrgäste sowie Fahrer zu schützen.

„Die Gesundheit steht jetzt an oberster Stelle“, betont Verkehrsstaatssekretär Klaus Holetschek. „Deshalb gibt es in immer mehr Fahrzeugen Trennvorrichtungen zwischen Fahrer und Fahrgast, die vor einer Ansteckung schützen sollen. Damit das funktioniert, sind wir auch auf die Mithilfe der Fahrgäste angewiesen: Bitte halten Sie Abstand und steigen Sie immer hinten ins Auto ein.“

Verkehrsstaatssekretär Klaus Holetschek bittet die Fahrgäste: „Halten Sie Abstand und steigen Sie immer hinten ins Auto ein.“

Wie im gesamten öffentlichen Nahverkehr wird auch in Taxis und Mietwagen mit Fahrern ab Montag (27. April) eine Pflicht zur Mund-Nasen-Bedeckung gelten. „Genau wie in Bus und Bahn gilt auch hier: Bedecken Sie Mund und Nase mit einer Maske, einem Tuch oder Schal“, erklärt Holetschek.

Um auf die neuen Regeln hinzuweisen, hat ein Großteil der Unternehmen an den Beifahrertüren Hinweise angebracht, die an den Einstieg im hinteren Teil des Fahrzeugs erinnern. Außerdem bitten Holetschek und die Unternehmer schon ab einer Gruppe von drei Personen ein Großraumfahrzeug zu rufen und möglichst bargeldlos zu bezahlen. Dafür haben die Unternehmen ihre Möglichkeiten zur bargeldlosen Bezahlung beispielsweise per App oder EC-Karte ausgeweitet.

Regeln fürs Taxifahren:

  1. Steigen Sie bitte hinten ein, um Abstand zu den Fahrern zu halten.
  2. Rufen Sie bereits ab einer Gruppe von drei Personen ein Großraumfahrzeug.
  3. Nutzen Sie die Möglichkeiten der bargeldlosen Bezahlung, gerne auch mit den verschiedenen Apps.
  4. Halten Sie sich an die allgemeinen Hygienemaßnahmen.
  5. Tragen Sie eine Mund-Nasen-Bedeckung.

Maßnahmen, um Fahrgäste und Fahrpersonal zu schützen:

  1. Wir statten unsere Fahrzeuge mit Trennwänden oder -folien zwischen Fahrer und Fahrgastraum aus.
  2. An den Beifahrertüren oder in der Kundenkommunikation weisen wir auf den hinteren Einstieg hin.
  3. Wir stellen (vermehrt) die bargeldlose Zahlung per App oder Karte zur Verfügung.
  4. Die Fahrer tragen – spätestens ab 27. April – eine Mund-Nasen-Bedeckung bei der Fahrgastbeförderung.
  5. Wir schützen das Fahrpersonal durch weitreichende Maßnahmen und achten auf die Einhaltung von Hygieneregeln.
  6. Wir haben die Reinigungsmaßnahmen in Bezug auf die Fahrzeuge intensiviert, um das Infektionsrisiko zu senken.

Update, 17.05 Uhr: Verkehrsministerin informiert

Verkehrsministerin Kerstin Schreyer informiert zur geplanten Mund-Nasen-Bedeckung im öffentlichen Personennahverkehr in Bayern ab Montag. Was das genau bedeutet, lesen Sie hier.

Update, 14.45 Uhr: Corona-Bußgeldkatalog erweitert

Das bayerische Innenministerium und das Gesundheitsministerium haben den Bußgeldkatalog bei Verstößen gegen die Regelungen zur Eindämmung des Coronavirus erweitert. Neu aufgenommen wurden Verstöße gegen die ab 27. April geltende Pflicht für Personen ab dem 7. Lebensjahr, beim Einkaufen und im öffentlichen Nahverkehr eine geeignete Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen. Medizinische Masken sind nicht notwendig. Eine selbst genähte Maske reicht, gegebenenfalls auch ein Tuch oder ein Schal.

"Wer gegen die Maskenpflicht verstößt, muss mit 150 Euro Geldbuße rechnen, die bei mehrmaligen Verstößen verdoppelt werden kann", erklärt Innenminister Joachim Herrmann. "Die Einhaltung wird selbstverständlich kontrolliert." Ladenbetreibern, die nicht sicherstellen, dass ihr Personal eine Mund-Nasen-Bedeckung trägt, drohen sogar 5.000 Euro Geldbuße.

Für Gesundheitsministerin Melanie Huml ist eine geeignete Mund-Nasen-Bedeckung unbedingt notwendig, um sich und andere vor Corona-Infektionen zu schützen. "Gerade beim Einkaufen und in öffentlichen Verkehrsmitteln sind sonst die Infektionsgefahren besonders hoch", sagt sie.

In Geschäften sind insbesondere die Ladenbetreiber als Hausrechtsinhaber gefordert, dafür zu sorgen, dass Schutz- und Hygienekonzepte erstellt werden. Schon jetzt nutzen viele Läden spezielles Sicherheitspersonal, um die Schutzmaßnahmen und Hygienevorschriften einzuhalten. "Wenn alle Appelle der Ladenbetreiber an uneinsichtige Kunden nichts nutzen, kann auch die Polizei einschreiten", erklärt Herrmann.

Außerdem kündigt der Innenminister an, dass die Polizei im öffentlichen Personennahverkehr ab Anfang kommender Woche bayernweit mehr Präsenz zeigen werde, um die Maskenpflicht zu kontrollieren. Kontrollschwerpunkte werden die Ballungsräume und stark frequentierte Verkehrsmittel sein. Dabei wird je nach Bedarf auch die Bereitschaftspolizei unterstützen. Darüber hinaus steht die Polizei in engem Kontakt mit der Bundespolizei, die für den Bahnverkehr zuständig ist.

Auch die Verkehrsverbünde und -betreiber stehen laut Herrmann in der Verantwortung. "In vielen Bereichen ist bereits spezielles Sicherheitspersonal unterwegs wie die U-Bahn-Wache", erläutert der Minister. Dabei gehe es nicht nur um abgestimmte Kontrollen, sondern auch um die umfassende Information der Fahrgäste.

Aktuelle Informationen sind unter www.stmgp.bayern.de/coronavirus/massnahmen, der Bußgeldkatalog unter www.stmi.bayern.de/miniwebs/coronavirus/faq/index.php abrufbar.

Update, 25. April, 10.45 Uhr: BOB informiert zu Maskenpflicht

Wie in anderen Bundesländern auch ist in Bayern das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung ab Montag (27. April) im ÖPNV verpflichtend. Demnach müssen Fahrgäste und Mitarbeitende sowohl an Bord eine geeignete Bedeckung tragen, als auch an Bahnsteigen. Diese Maßnahme geht mit der sukzessiven Rücknahme der Ausgangsbeschränkungen einher und gilt zusätzlich zu den nach wie vor einzuhaltenden Abstandsregeln.

An Bord der Züge von Bayerischer Oberlandbahn und Bayerischer Regiobahn wird mit einem sukzessiven Anstieg der Fahrgastzahlen gerechnet. Auch, da Schüler in Teilen ab 27. April beziehungsweise 4. Mai wieder regulär zur Schule gehen werden. Gemäß der Anordnung der Behörden kehren daher auch die BRB-Bahnen ab 27. April sukzessive zum Regelbetrieb zurück und auch die Fahrscheinkontrollen werden wieder verstärkt.

Davon unbenommen sind Fahrplanänderungen und eventuell Schienenersatzverkehre, die aufgrund von Baumaßnahmen der DB Netz AG nötig sind, oder kurzfristige Einschränkungen, die auf das Fehlen von Ersatzteilen zur Instandhaltung und Wartung der Züge zurückzuführen sind. Über jedwede Fahrplaneinschränkung werden auf der Unternehmenswebseite unter www. brb.de Informationen bereitstehen.

Ebenso stehen auf dieser Webseite Informationen zu den zu verwendenden Mund-Nasen-Bedeckungen bereit. Zusätzlich sind an Bord der Züge Plakate und an den Außentüren der Züge Aufkleber angebracht, die auf die Bedeckungspflicht hinweisen. Ferner sind in allen BRB-Bahnen Durchsagen programmiert, mit denen die Fahrgäste über die behördlichen Anordnungen, die im ÖPNV gelten, informiert werden.

Unterdessen verteilt sich die Zahl der Corona-Erkrankten auf den Landkreis Miesbach wie folgt:

  • Bad Wiessee: 43 (aktiv: 3)
  • Bayrischzell: 16 (aktiv: 0)
  • Fischbachau: 50 (aktiv: 5)
  • Gmund: 48 (aktiv: 2)
  • Hausham: 28 (aktiv: 2)
  • Holzkirchen: 68 (aktiv: 5)
  • Irschenberg: 19 (aktiv: 1)
  • Kreuth: 14 (aktiv: 1)
  • Miesbach: 30 (aktiv: 1)
  • Otterfing: 15 (aktiv: 1)
  • Rottach-Egern: 34 (aktiv: 2)
  • Schliersee: 20 (aktiv: 0)
  • Tegernsee: 16 (aktiv: 1)
  • Valley: 13 (aktiv: 2)
  • Waakirchen: 23 (aktiv: 3)
  • Warngau: 10 (aktiv: 1)
  • Weyarn: 23 (aktiv: 2)
  • Sonstige: 26 (aktiv: 16)

Update, 16 Uhr: Diese Gemeinden sind betroffen

Die Zahl der Corona-Erkrankten verteilt sich auf den Landkreis Miesbach wie folgt:

  • Bad Wiessee: 43 (aktiv: 7)
  • Bayrischzell: 16 (aktiv: 3)
  • Fischbachau: 50 (aktiv: 10)
  • Gmund: 47 (aktiv: 6)
  • Hausham: 28 (aktiv: 3)
  • Holzkirchen: 67 (aktiv: 10)
  • Irschenberg: 19 (aktiv: 2)
  • Kreuth: 14 (aktiv: 2)
  • Miesbach: 30 (aktiv: 4)
  • Otterfing: 15 (aktiv: 3)
  • Rottach-Egern: 35 (aktiv: 3)
  • Schliersee: 20 (aktiv: 3)
  • Tegernsee: 16 (aktiv: 1)
  • Valley: 13 (aktiv: 3)
  • Waakirchen: 23 (aktiv: 6)
  • Warngau: 10 (aktiv: 1)
  • Weyarn: 22 (aktiv: 5)
  • Sonstige: 25 (aktiv: 18)

Update, 13.10 Uhr: Kreistag gibt 2,5 Millionen frei

Selbst mit Gesichtsmasken ausgestattet und mit Abstand zueinander im Rottacher Seeforum sitzend, haben die Kreisräte am Mittwoch (22. April) 2,5 Millionen Euro für die Anschaffung von Schutzausrüstung freigegeben. Mit dem Geld sollen Masken, Handschuhe, Anzüge und Co. gekauft werden.

Denn vom Freistaat kommen kaum Lieferungen an, wie Landrat Wolfgang Rzehak erklärte. „Ganz so super läuft es da oben doch nicht“, kritisierte er. Wenig Unterstützung bekomme der Landkreis, der seinerseits „alles versucht, Material zu beschaffen“.

Um den Bedarf von Krankenhaus, niedergelassenen Ärzten, Rettungsorganisationen, Pflegeheimen und weiteren Einrichtungen decken zu können, ist der Landkreis gezwungen, die Schutzausrüstung zu teilweise sehr hohen Preisen einzukaufen. Ob er alles erstattet bekommt, ist nicht sicher. Zwar sei ein Corona-Schutzschirm angekündigt, aber ob damit alle Kosten gedeckt werden, sei fraglich.

Für die Kreisräte ist das aber auch zweitrangig. „Es geht um die Gesundheit“, brachte es Josef Lechner (CSU) auf den Punkt. „Da brauchen wir nicht diskutieren, ob wir auf einem Teil sitzen bleiben.“

Miesbacher Bücherei bleibt zu

Unterdessen  bleibt die Miesbacher Stadtbücherei bis voraussichtlich Montag, 4. Mai, geschlossen. Bereits entliehene Medien werden automatisch verlängert. Die Rückgabe ist bis zur Wiedereröffnung nicht möglich. Die Einrichtung hat zudem bis auf Weiteres alle Veranstaltungen abgesagt. Unter www.biblioplus-digital.de gibt es eBooks und eAudios auszuleihen.

Update, 12 Uhr: Rathäuser öffnen wieder

Bürger, die ab Montag (27. April) einen vorab vereinbarten Termin im Rathaus Holzkirchen wahrnehmen, werden darauf hingewiesen, einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen. Auch auf dem mittwochs und samstags stattfindenden Wochenmarkt muss ein derartiger Schutz verwendet werden. Einfache Tücher oder ein Schal sind dabei zur Abdeckung von Nase und Mund ausreichend.

Seit Dienstag (21. April) sind wieder persönliche Termine im Holzkirchner Rathaus möglich: Nach vorheriger Vereinbarung und in eingeschränktem Umfang. Allerdings weist die Marktgemeindeverwaltung darauf hin, dass Besucher einen Mund-Nasen-Schutz tragen müssen, wenn sie das Rathaus betreten. Das können auch einfache Tücher oder Schals zur Abdeckung von Nase und Mund sein. Dies dient – neben weiteren Maßnahmen wie zum Beispiel dem Anbringen von Plexiglaswänden an den Arbeitsplätzen und einer Besucherlenkung – dem Schutz der Mitarbeiter und der Bürger.

Auch die Besucher des Wochenmarktes sind angehalten, einen Mundschutz zu tragen und einen Abstand von mindestens 1,5 Metern zu anderen Personen einzuhalten. Dies gilt ab Mittwoch (29. April) verpflichtend.

Rathaus in Rottach-Egern wieder geöffnet

Ab Montag (27. April) ist auch die Gemeindeverwaltung in Rottach-Egern für Parteiverkehr zu den Öffnungszeiten (Montag bis Freitag, 8 bis 12 Uhr, sowie Montag bis Donnerstag, 14 bis 16 Uhr) wieder erreichbar. Jedoch ist das Tragen eines Mund- und Nasenschutzes unbedingt erforderlich. Auch auf die Hygieneregeln (Abstand, Desinfektionsmittel) wird größter Wert gelegt.

Update, 10.25 Uhr: Raiffeisenbank erweitert Öffnungszeiten

Ab Montag (27. April) werden wieder viele Geschäfte öffnen und es wird ein Stück Normalität in den Geschäftsalltag zurückkehren. "Wir folgen unseren Kunden und erweitern daher unsere Öffnungszeiten ab der kommenden Woche", teilt die Raiffeisenbank im Oberland mit. Ab 27. April gelten in allen Geschäftsstellen folgende Öffnungszeiten:

  • vormittags von 9 bis 12 Uhr
  • nachmittags von 14 bis 16 Uhr
  • Donnerstag bis 18 Uhr
  • Mittwochnachmittag ist geschlossen.

"Wir achten sehr auf die Einhaltung der allgemeinen Hygieneregeln und bitten unsere Kunden, diese auch zu beachten", heißt es weiter.

Darüber hinaus gibt es unverändert folgenden Service:

  • Von 8 bis 18 Uhr telefonische Service- und Beratungsleistungen unter 08025/2840.
  • Alternativ ist Kontakt über das Online-Banking rund um die Uhr möglich.
  • Beratungstermine können individuell vereinbart werden.
  • Die Vermögensspezialisten stehen für alle Fragen zur Verfügung.
  • Lösungen zu Liquiditätsfragen für mittelständische Kunden, Handwerker und Landwirte.
  • Auf Anforderung wird älteren und nicht mobilen Kunden auch Bargeld kostenlos nach Hause gebracht.
  • Weitere Informationen zur aktuellen Situation auf der Internetseite www.oberlandbank.de.
  • Die Raiffeisen Bau- und Warencenter sind ebenfalls wieder geöffnet.

Update, 8.55 Uhr: Offene Ateliertage werden verschoben

113 Künstler aus den 17 Kommunen des Landkreises haben sich angemeldet, die an zwei Wochenenden im Mai ihre Arbeitsstätten für Besucher öffnen wollten. Nach den aktuellen politischen Entscheidungen und Gesprächen mit Künstlern ist es die sinnvollste Lösung, die Offenen Ateliertage um ein Jahr zu verschieben. Geplant ist nun, sie am 17. und 18. sowie 24. und 25. April 2021 durchzuführen.

Weil auch die große Kunstauktion am 6. März abgesagt wurde, hat sich Kulturvision etwas anderes einfallen lassen: Die Gebote sollen per E-Mail bis zum 30. Mai abgegeben werden. Der Erlös der Auktion wäre zu 50 Prozent in die Finanzierung des Katalogs geflossen, die anderen 50 Prozent hätten an den Künstler gehen sollen.

Stattdessen soll es nun noch dieses Jahr einen Online-Verkauf der Bilder geben, die ursprünglich für die Auktion bei der Eröffnungsveranstaltung gedacht waren. Die Mindestgebote stehen bereits fest und sind auf www.offene-ateliertage2020.de einsehbar. Interessenten haben die Möglichkeit, ihr Gebot per Mail an Kulturvision abzugeben. Der Höchstbietende erhält den Zuschlag.

So sieht er aus, der Katalog zu den Offenen Ateliertagen im Landkreis Miesbach, die nun auf 2021 verschoben werden.

Der Katalog, ein umfassendes Kompendium der Künstler im Landkreis Miesbach, der eigens für die Offenen Ateliertage geschaffen wurde, kann nach Absprache per Telefon 08024/9043094 oder E-Mail an mz@kulturvision-aktuell.de bei Kulturvision in Warngau abgeholt werden. "Wir bitten um eine Spende, um die Druckkosten in Höhe von 5 Euro pro Exemplar zu decken", heißt es in einer Mitteilung.

Update, 24. April, 8 Uhr: Landratsamt öffnet langsam wieder

Die Zahl der positiv auf das SARS-CoV-2-Virus getesteten Personen stagniert weiterhin bei 493. Gegenüber dem Vortag hat sich nichts geändert. Die Zahl der Genesenen liegt daher bei 395. Sieben Personen werden stationär behandelt, vier davon intensivmedizinisch.

Im Zuge der sukzessiven Wiederherstellung des öffentlichen Lebens werden ab Montag (27. April) Teile des Landratsamtes für den persönlichen Kundenverkehr öffnen:

Die Zulassungsstelle öffnet zu den regulären Öffnungszeiten. Es können nur Dienstleistungen für den Landkreis Miesbach vorgenommen werden, nicht aber im Rahmen der erweiterten Zuständigkeit für andere Landratsämter. Termine sind ausschließlich nach vorheriger Vereinbarung möglich über Telefon 08025/7042320, E-Mail an zulassung@lra-mb.bayern.de oder die Online-Reservierungsfunktion auf www.landkreis-miesbach.de.

Für die Führerscheinstelle können weiterhin Termine mit Dringlichkeitsnachweis am Notschalter unter Telefon 08025/7042330 oder E-Mail fahrerlaubnis@lra-mb.bayern.de vereinbart werden.

Ab Dienstag (28. April) können außerdem Termine für Ausländer- und Asylangelegenheiten ausgemacht werden. Auch da ist die persönliche Vorsprache nur nach vorheriger Terminvereinbarung und nur für unaufschiebbare Dienstleistungen durchführbar. Kunden können dazu ihren Sachbearbeiter oder die zentralen E-Mail-Adressen auslaenderangelegenheiten@lra-mb.bayern.de und asylangelegenheiten@lra-mb.bayern.de kontaktieren.

Der Zugang zu den entsprechenden Häusern wird nur mit Terminnachweis und bei Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes gewährt. Auf Hygieneregeln (Abstand, Desinfektionsmittel, Mund-Nase-Schutz) wird größter Wert gelegt.

Die übrigen Dienststellen des Landratsamtes sind weiterhin nur telefonisch oder elektronisch erreichbar.

Update, 16 Uhr: Diese Gemeinden sind betroffen

Die Zahl der Corona-Erkrankten verteilt sich auf den Landkreis Miesbach wie folgt:

  • Bad Wiessee: 43 (aktiv: 7)
  • Bayrischzell: 16 (aktiv: 3)
  • Fischbachau: 50 (aktiv: 10)
  • Gmund: 47 (aktiv: 6)
  • Hausham: 28 (aktiv: 3)
  • Holzkirchen: 67 (aktiv: 10)
  • Irschenberg: 19 (aktiv: 2)
  • Kreuth: 14 (aktiv: 2)
  • Miesbach: 30 (aktiv: 4)
  • Otterfing: 15 (aktiv: 3)
  • Rottach-Egern: 35 (aktiv: 3)
  • Schliersee: 20 (aktiv: 3)
  • Tegernsee: 16 (aktiv: 1)
  • Valley: 13 (aktiv: 3)
  • Waakirchen: 23 (aktiv: 6)
  • Warngau: 10 (aktiv: 1)
  • Weyarn: 22 (aktiv: 5)
  • Sonstige: 25 (aktiv: 18)

Update, 15.10 Uhr: Aufgehobenes Sonn- und Feiertagsfahrverbot für Lkw verlängert

Innenminister Joachim Herrmann hat das aufgrund der anhaltenden Corona-Krise aufgehobene Sonn- und Feiertagsfahrverbot für Lkw ab 7,5 Tonnen auf Bayerns Straßen nochmals bis einschließlich 1. Juni verlängert. Dies betrifft alle Güter einschließlich Leerfahrten.

"Unsere heimischen Geschäfte und Firmen sollen sieben Tag die Woche und rund um die Uhr mit Waren beliefert werden können", begründete Herrmann. "Wir wollen die bestmögliche Versorgung unserer Bevölkerung sicherstellen." Für einen optimalen Warenverkehr über die Grenze hat Herrmann den Schritt mit Österreich abgestimmt, das seine Ausnahme vom Lkw-Wochenendfahrverbot bis 17. Mai verlängert.

Das Sonn- und Feiertagsfahrverbot ist in Paragraf 30 der Straßenverkehrsordnung geregelt und gilt von 0 bis 22 Uhr für eine Vielzahl von Transportgütern mit schweren Lkw. Falls bei Transporten in andere Bundesländer eine Ausnahmegenehmigung erforderlich sein sollte, muss diese vom Transporteur dort eingeholt werden.

Update, 13.25 Uhr: Was sich im ÖPNV ändert

Genau wie Bayerns Geschäfte und Schulen Schritt für Schritt wieder öffnen, sollen künftig auch wieder mehr Züge und Busse durch Bayern fahren. Der Schienenpersonenverkehr (SPNV) und der öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) sollen bis Mitte Mai schrittweise auf die normalen Fahrpläne umgestellt werden. Zur Hauptverkehrszeit sollen zusätzliche Busse vor überfüllten Zügen und S-Bahnen schützen.

Seit Ende März fahren die Züge in Bayern einen reduzierten Fahrplan. Da mit der schrittweisen Öffnung der Geschäfte und Schulen auch die Zahl der Fahrgäste in den kommenden Wochen wieder ansteigen wird, wird das System nun wieder hochgefahren. Ziel ist, in den Zügen und Bussen wieder mehr Fahrgäste mit ausreichendem Abstand zu befördern.

Bayerns Verkehrsministerin Kerstin Schreyer steht dazu in ständigem Austausch mit den verschiedenen Aufgabenträgern, Verkehrsanbietern und Verbänden: „Genau wie beim Öffnen anderer Bereiche gilt auch beim Zug- und Busverkehr: Das Wiederhochfahren muss nach und nach erfolgen. Wir dürfen das System nicht überfordern, sondern müssen schrittweise wieder zu einem regulären Fahrplan kommen. Gerade die Entzerrung von Berufs- und Schülerverkehr ist dabei jetzt wichtig.“

Fahrpläne

Je nach Größe des Verkehrsnetzes und der verfügbaren Fahrzeuge kommt es in den kommenden Wochen zu regionalen Unterschieden. So plant die S-Bahn München, ab dem 18. Mai wieder nach Regelfahrplan unterwegs zu sein. Spätestens bis dahin soll auch der ganze bayernweite Regional- und S-Bahn-Verkehr wieder im Regelbetrieb laufen.

„Um gerade in der kritischen Phase des schrittweisen Hochfahrens trotzdem möglichst große Abstände der Fahrgäste zueinander zu ermöglichen, werden die Verkehrsunternehmen gezielt Verstärkerbusse einsetzen“, erklärt Schreyer. So sollen in den Außenästen des Münchner S-Bahn-Netzes 50 Regionalbusse zur Verstärkung der Schülerbeförderung unterwegs sein. Im ländlichen Bereich sollen für den Schülerverkehr zusätzlich 1.100 Reisebusse samt Fahrer eingesetzt werden, die aufgrund des derzeit nicht stattfindenden Reisebusverkehrs zur Verfügung stehen.

Mund-Nasen-Bedeckung und Hygienemaßnahmen

Unterstützt werden diese Maßnahmen durch verstärkte Hygienevorschriften, wie Schreyer erläutert: „Ab kommenden Montag müssen alle Fahrgäste im ÖPNV, also in den Fahrzeugen, in den Bahnhöfen, Reise- und Kundencentern, auf den Bahnsteigen und auch an überdachten Haltestellen eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen. Dabei kann es sich etwa um eine Schutzmaske, eine selbst genähte Stoffmaske oder auch einen Schal handeln, der Mund und Nase bedeckt. Solch einen Schutz kann jeder Bürger selbst organisieren.“

Zusätzlich sollen überall dort, wo es bei modernen S- und U-Bahnen und auch bei Straßenbahnen und Bussen möglich ist, alle Ein- und Ausstiegstüren automatisch öffnen. Bei bisher nicht abgetrennten Fahrerkabinen soll wie auch bei Taxis mit Plexiglasscheiben oder Folien für Infektionsschutz gesorgt werden. Begleitet wird die Umstellung mit einer Informationsoffensive im Internet, mit Anzeigen und Durchsagen in Zügen und Bahnhöfen sowie mit Plakaten und Flyern.

Meldestelle für volle Züge und Busse

Trotz der neuen Hygienevorschriften sollen Pendler, Schüler und alle anderen Reisenden weiterhin auf einen möglichst großen Sicherheitsabstand achten. Wo zu volle Züge und Busse festgestellt werden, kann das Verkehrsministerium ab sofort direkt informiert werden.

„Uns erreichen über die sozialen Medien und Journalisten immer wieder Bilder von vollen Zügen und Bussen. Wir sind auch bereits bisher allen Hinweisen nachgegangen, nun wollen wir die Meldungen für die Fahrgäste aber vereinfachen. Ab sofort möchten wir den Bürgern die Möglichkeit geben, sich direkt an uns zu wenden“, erklärt Bayerns Verkehrsministerin Kerstin Schreyer.

Fahrpläne, Mund-Nasen-Bedeckung, Meldestelle: Bayerns Verkehrsministerin Kerstin Schreyer informiert, was sich im öffentlichen Personennahverkehr ändert.

Unter der Nummer 089/21923020 ist die Hotline ab sofort Montag bis Freitag, von 8 bis 18 Uhr, erreichbar. Außerdem können Fahrgäste eine Meldung unter enge-im-nahverkehr@stmb.bayern.de per E-Mail abgeben. Wichtig ist dabei die Angabe von Datum, Uhrzeit, Verkehrsmittel, Linie und gegebenenfalls Haltestelle. Bilder können als Ergänzung hilfreich sein, dabei müssen jedoch immer die Persönlichkeitsrechte der anderen Fahrgäste gewahrt werden.

„Wir leiten die Meldungen direkt an die jeweiligen Verkehrsunternehmen beziehungsweise Verkehrsverbünde weiter“, sagte Schreyer. „So können wir sicherstellen, dass an den richtigen Stellen nachgebessert wird. Wir gehen dabei auch künftig jedem Hinweis nach. Wenn sich alle an die Hygienevorschriften halten und auch in den nächsten Wochen überflüssige Zug- und Busfahrten vermeiden, werden wir auch diese Herausforderung meistern“, appelliert die Ministerin abschließen.

Update, 12 Uhr: Sozialkaufhaus öffnet wieder

Die „Ringelsocke“, das kleine Sozialkaufhaus der Diakonie in Gmund, öffnet wieder am Montag (27. April) für Käufer und Spender. Die Mitarbeiterinnen der Diakonie stehen zu den gewohnten Zeiten montags bis freitags, von 9 bis 14 Uhr, im Laden und freuen sich darauf, dass es wieder losgeht.

Ein Hygiene-Sicherheitskonzept wird umgesetzt, unter anderem ist die Ringelsocke vergrößert und umgebaut worden, um die geforderten Mindestabstände einzuhalten. Mund-Nase-Schutz ist für alle Kunden Pflicht. Beim Betreten werden die Hände desinfiziert. Maximal vier Kunden dürfen gleichzeitig eintreten. Kinder müssen mit einer Begleitperson draußen warten.

„Gerne nehmen wir ab Montag zu den Öffnungszeiten auch wieder Spenden entgegen", sagt Monika Klöcker, Verwaltungsleiterin der Diakonie Tegernseer Tal. „Leider war dies während der viereinhalbwöchigen Schließungszeit nicht möglich. Bis auf wenige Ausnahmen haben sich auch alle Mitbürger an unsere Bitte gehalten, keine Säcke heimlich vor der Ringelsocke abzuladen.“

Die Diakonie bittet darum, nur sommerliche Bekleidung in gutem Zustand zu spenden. Es fehle schlichtweg der Platz, um Winterkleidung bis zur nächsten Saison aufzubewahren.

Update, 10.35 Uhr: Maskenpflicht im Krankenhaus Agatharied

Zum Schutz von Mitarbeitern, Patienten und Besuchern werden Personen im Krankenhaus Agatharied bereits seit Mittwoch (22. April) zum Tragen einer Schutzmaske auf dem gesamten Krankenhausgelände verpflichtet.

„Ein einfacher Mund-Nasenschutz ist zwar leider nicht ausreichend, um sich selbst vor einer Infektion zu schützen. Die Schutzmasken helfen uns aber, unser Gegenüber zu schützen und dadurch die Verbreitung des Virus einzudämmen“, erklärt Frank Langbein, leitender Fachkrankenpfleger für Krankenhaushygiene und Infektionsprävention am Krankenhaus Agatharied.

Das Kreiskrankenhaus führt damit bereits am Mittwoch eine Maskenpflicht für alle Mitarbeiter, Patienten und Besucher auf dem gesamten Campus ein. Dazu zählen neben dem Krankenhausgebäude und dem Freigelände auch die kbo-Lech-Mangfall-Klinik sowie die Berufsfachschulen für Krankenpflege und Krankenpflegehilfe.

Personal mit Publikumsverkehr wird durch das Krankenhaus mit chirurgischem Einweg-Mund-Nasenschutz ausgestattet, der regelmäßig entsorgt wird. In den Risikobereichen der Klinik werden die Mitarbeiter wie bisher mit FFP-Masken vor einer Ansteckung geschützt. „Das Tragen des Mund-Nasen-Schutzes ist lediglich eine zusätzliche Schutzmaßnahme“, appelliert Frank Langbein an die Disziplin. „Diese Maßnahme kann nur helfen, wenn weiterhin die Grundregeln der Hygiene beachtet werden: Abstand, Händehygiene und Hust- und Niesetikette. Darauf kommt es an.“

Die Ressourcen an Schutzmasken sind nach wie vor begrenzt. Patienten und Besucher werden daher gebeten, nach Möglichkeit ihre – gerne selbst gebastelten - eigenen Schutzmasken mitzubringen und beim Betreten des Krankenhauses bereits zu tragen. „Auch unsere Mitarbeiter ohne Publikumsverkehr dürfen ihre eigenen Stoffmasken verwenden. Wir haben eine Verfahrensanweisung zum Umgang und zur Reinigung der Stoffmasken entwickelt und über die Schwächen des Mund-Nasenschutzes aufgeklärt. Es ist uns wichtig, dass sich niemand durch die Verwendung der Masken in falscher Sicherheit wiegt, zur Eindämmung des Virus möchten wir aber keine Maßnahme ungenutzt lassen“, erklärt Langbein die Entscheidung für den Einsatz der Masken.

Update, 23. April, 9.25 Uhr: Landratsamt bestätigt weitere Genesene

Die Zahl der positiven Testergebnisse im Landkreis Miesbach stagniert beim Stand von 493 Personen. Gleichzeitig steigt die Zahl der Genesenen um 3 auf 395, berichtet Sprecherin Sophie-Marie Stadler vom Landratsamt in Miesbach.

Ab Montag (27. April) soll der Schulbetrieb beginnend mit den Abschlussklassen der weiterführenden und beruflichen Schulen unter strengen Vorsichtsmaßnahmen wieder aufgenommen werden. Dies verkündete Kultusminister Michael Piazolo am Mittwoch.

Der Krisenstab des Landkreises ist in engem Austausch mit dem staatlichen Schulamt und den Vertretern der weiterführenden Schulen bezüglich der schrittweisen Wiedereröffnung der Schulen. Vorgaben des Kultusministeriums sind verbindlich umzusetzen. Dennoch versuchen Krisenstab, Schulamt und die Vertreter der weiterführenden Schulen in der Schule vor Ort die bestmögliche Situation zu schaffen.

Um den Infektionsschutz sicherzustellen, sind schulorganisatorische sowie hygienische Maßnahmen vor Ort umzusetzen. Dazu gehören unter anderem das Einhalten der Abstandsvorgaben, insbesondere indem die Klassenstärken reduziert werden, das Anpassen von Stundenplänen und Raumbelegungsplänen sowie ein differenzierter Lehrereinsatz. Auch werden die Pausen entweder im Klassenzimmer stattfinden oder nach Gruppen zeitversetzt an verschiedenen Orten unter strenger Aufsicht. Der Toilettengang kann nur einzeln und beim Einhalten der Hygienemaßnahmen erfolgen.

Die wichtigsten und effektivsten Maßnahmen zum Schutz vor einer Ansteckung mit SARS-CoV-2 sind nach wie vor eine gute Händehygiene – Händewaschen mit Seife für 20 bis 30 Sekunden –, das Einhalten von Husten- und Niesetikette – Husten oder Niesen in die Armbeuge oder in ein Taschentuch – und das Abstandhalten – mindestens 1,5 Meter.

Festzuhalten bleibt, dass das Tragen von Mund-Nasen-Schutz während des Unterrichts grundsätzlich nicht erforderlich ist. Die Pflicht zum Tragen eines solchen Schutzes besteht aber umso mehr bei der An- und Abfahrt an die Schule mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Da aber Behelfs-Mund-Nasen-Masken keinen Schutz des Trägers vor Ansteckung bieten können, ist zwingend gerade auf dem Weg zum Unterricht auf den Abstand zueinander zu achten.

Wenn Desinfektionsmittel für die Hände an den Schulen zur Verfügung gestellt werden, dann geschieht dies als Zusatzmaßnahme – angeraten wird die regelmäßige Verwendung von Desinfektionsmitteln derzeit nicht. Vielmehr soll das Augenmerk auf Händehygiene gelegt werden.

Für folgende Jahrgangsstufen beginnt der Präsenzunterricht in reduzierter Form, zum Beispiel für Mittelschule mit 20 Wochenstunden sowie auf Abschlussfächer beschränkt ab 27. April:

  • An Mittelschulen in den Jahrgangsstufen 9 und 10 sowie in Vorbereitungsklassen 2 – für an Abschlussprüfungen teilnehmende Schüler,
  • an den sonderpädagogischen Förderzentren in den Jahrgangsstufen 9,
  • an Realschulen und den entsprechenden Schulen zur sonderpädagogischen Förderung in der Jahrgangsstufe 10,
  • an den drei und vierstufigen Wirtschaftsschulen in den Jahrgangsstufen 10 sowie an den zweistufigen Wirtschaftsschulen in den Jahrgangsstufen 11 sowie den entsprechenden Schulen zur sonderpädagogischen Förderung,
  • an Gymnasien in der Jahrgangsstufe 12,
  • an den beruflichen Oberschulen und den entsprechenden Schulen zur sonderpädagogischen Förderung in den Jahrgangsstufen 12 und 13,
  • an den Berufsschulen und den entsprechenden Schulen zur sonderpädagogischen Förderung in den Klassen mit anstehender Kammerprüfung im Jahr 2020, den Klassen des vollzeitschulischen Berufsgrundschuljahres (BGJ), für Schülern in Klassen zur Berufsvorbereitung, die für Prüfungen zur Erlangung eines weiterführenden Abschlusses angemeldet sind sowie für den Anteil des Kooperationspartners in kooperativen Klassen zur Berufsvorbereitung,
  • an allen Berufsfachschulen unabhängig von der Dauer der Ausbildung und ob Teilzeit oder Vollzeit jeweils in den Abschlussklassen sowie den entsprechenden Schulen zur sonderpädagogischen Förderung,
  • an allen Fachschulen unabhängig von der Dauer der Ausbildung und ob Teilzeit oder Vollzeit jeweils die Abschlussklassen sowie den entsprechenden Schulen zur sonderpädagogischen Förderung,
  • an allen Fachakademien unabhängig von der Dauer der Ausbildung und ob Teilzeit oder Vollzeit jeweils die Abschlussklassen sowie den entsprechenden Schulen zur sonderpädagogischen Förderung.

Ein Präsenzunterricht für weitere Jahrgangsstufen – zum Beispiel die Jahrgangsstufe 4 der Grundschule oder die Klassen, die im nächsten Jahr ihren Abschluss machen – kann frühestens ab dem 11. Mai beginnen. Wie und in welcher Form eine weitere Wiederaufnahme des Unterrichts erfolgen kann, wird anhand des Infektionsgeschehens in den kommenden Wochen noch entschieden werden. Zudem erfolgen alle Planungen unter dem Vorbehalt, dass sich die Maßnahmen zur Eindämmung der Infektion weiter als so wirksam wie bisher erweisen. Außerhalb der Abschlussklassen wird daher das Lernen zu Hause bis auf Weiteres fortgesetzt, wobei die Notfallbetreuung ausgeweitet werden soll.

Update, 18.45 Uhr: Rotary-Club Tegernsee hilft

Auch die Aktivitäten des Rotary-Club Tegernsee bekommen die Auswirkungen der Coronavirus-Krise zu spüren. „Mit Rücksicht auf die Gesundheit der Teilnehmer, der Unterstützer und der Helfer müssen wir das für den 29. Juli geplante Entenrennen absagen“, erklärt Rotary-Präsident Lars Hülsmann.

Die behördlichen Vorgaben, keine Großveranstaltungen bis Ende August durchzuführen, seien eindeutig. „Unser besonderer Dank gilt den Geschäftsleuten im Tal, die sich trotz großer aktueller Sorgen, bereit erklärt hätten, wie in den vergangenen Jahren das Entenrennen zu unterstützen. Wir hoffen, die schon traditionelle Veranstaltung auf dem Zeiselbach in Bad Wiessee zum siebten Mal in 2021 austragen zu können“, sagt der Rotary-Präsident.

Gleichzeitig hat der Club seine Unterstützungsaktivitäten im Tal an die besondere Lage angepasst: Bedürftige Schüler der Mittelschule in Rottach-Egern bekommen Laptops, um die alternativen Lehr- und Lernmethoden besser nutzen zu können. Es handelt sich um PC, die von den Rotariern gespendet und technisch von Experten aufbereitet wurden. „Gerade in Familien mit schulpflichtigen Kindern, in denen die Eltern im Homeoffice arbeiten, kann ein zusätzlicher Laptop für die notwendige Unterstützung sorgen“, erklärt Lars Hülsmann.

Angepasst hat der Rotary-Club Tegernsee auch seine Unterstützung für die unter besonderem Stress stehende Tafel in Hausham. „Wir lassen die Tafel nicht hängen und werden die Helfer entsprechend materiell unterstützen“, sagt Rotary-Präsident Hülsmann. In den wöchentlichen Zusammentreffen der Rotarier, die seit sechs Wochen als eMeetings stattfinden, sollen darüber hinaus aktuelle Maßnahmen zur Bewältigung der Herausforderungen durch die Coronavirus-Krise entwickelt werden.

Update, 14.15 Uhr: Hilfe für Sport- und Schützenvereine

Auf Vorschlag von Bayerns Innen- und Sportminister Joachim Herrmann hat der Ministerrat beschlossen, die Vereinspauschale in diesem Jahr auf 40 Millionen Euro zu verdoppeln. Laut Herrmann brauchen die bayerischen Sport- und Schützenvereine in der aktuellen Corona-Krise dringend Unterstützung. Sehr viele Vereine hätten derzeit mit harten finanziellen Einbußen zu kämpfen, weil etwa Veranstaltungen ausfallen oder Eintrittsgelder fehlen. Gleichzeitig würden viele Kosten weiterlaufen.

"Wir lassen unsere Vereine in dieser Ausnahmesituation nicht alleine. Mit der Verdopplung der diesjährigen Vereinspauschale kommt die Hilfe flächendeckend und schnell dort an, wo sie gebraucht wird", erklärt Joachim Herrmann. Wichtig war Bayerns Sportminister eine möglichst unbürokratische Unterstützung: "Jeder Verein, der heuer bereits die Vereinspauschale beantragt hat, erhält automatisch das Doppelte. Die Vereine müssen keine zusätzlichen Anträge stellen. Auch eine weitere zeitraubende Prüfung durch Behörden braucht es nicht."

Herrmann wies darauf hin, dass die derzeit geltenden Ausgangsbeschränkungen Sport und Bewegung an der frischen Luft ausdrücklich erlauben. Wichtig sei, unzulässige Gruppenbildungen zu vermeiden und den Mindestabstand zu wahren. "Derzeit arbeiten wir an einem Konzept für die Freigabe weiterer Sportarten ab Anfang Mai", erklärte der Sportminister. "Wir wollen den Menschen so viele Sportarten wie möglich erlauben. Dabei werden wir das aktuelle Infektionsgeschehen aber sehr genau im Blick behalten. Im Zweifel geht der Infektionsschutz vor."

Die Vereinspauschale wird jährlich anhand der Sportförderrichtlinien des Freistaats Bayern ausgereicht, um den Sportbetrieb der Vereine zu unterstützen. Die Höhe der den jeweiligen Vereinen zustehenden Pauschale wird mithilfe sogenannter Mitgliedereinheiten ermittelt, wobei Mitgliedschaften von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen sowie der Einsatz von Übungsleiterlizenzen besonders stark gewichtet werden. 2019 wurde eine Mitgliedereinheit mit 0,29 Euro bewertet.

Zusätzlich können Vereine Hilfen aus dem sogenannten Corona-Soforthilfeprogramm in Anspruch nehmen, sofern finanzielle Einbußen zum Beispiel durch die Absage von Wettkämpfen und Festen oder beim Sponsoring infolge der Corona-Pandemie entstehen. Die Corona-Soforthilfe kann beim bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie online beantragt werden.

Update, 13.05 Uhr: Wertstoffhof öffnet wieder

Der Wertstoffhof in Rottach-Egern – in den vergangenen Wochen wegen der Corona-Krise geschlossen – wird ab Montag, 27. April, eingeschränkt wieder öffnen. Darüber informiert das Vivo-Kommunalunternehmen. Montag sowie Donnerstag, von 8 bis 12 und 13 bis 18 Uhr, kann dort wieder Müll entsorgt werden.

Der Bedarf vor Ort sei da, erklärte Bürgermeister Christian Köck in der jüngsten Sitzung des Gemeinderates. Möglich wird das Öffnen des Wertstoffhofes auch, weil zwei Mitarbeiter der Gemeindeverwaltung dort mit aushelfen. Dafür ist extra ein kleiner Container als Aufenthaltsraum für die beiden Mitarbeiter aufgestellt worden, um diese separat von den Vivo-Mitarbeitern unterzubringen.

„Sie sorgen dafür, dass nur eine begrenzte Anzahl an Leuten auf das Gelände gelassen wird“, sagte der Bürgermeister, da die geltenden Abstandsregeln eingehalten werden müssen. Er zeigte sich erfreut über die Kooperation, da in den vergangenen Wochen fast alle Wertstoffhöfe im Tegernseer Tal aufgrund der Corona-Krise geschlossen waren und die Einwohner nun doch mal wieder ihren Müll entsorgen müssten, da sie mit Arbeiten im Garten beginnen und entrümpelt hätten.

Das Caritas-Mehrgenerationenhaus mit dem Begegnungszentrum Tegernseer Tal in Rottach-Egern hingegen bleibt infolge der aktuellen Gefährdungssituation durch das Coronavirus weiterhin bis einschließlich Mittwoch, 13. Mai, geschlossen. „Persönlich stehen wir Ihnen telefonisch unter 08022/24949 und 0151/57516443 zu folgenden Zeiten zur Verfügung: Montag bis Freitag, von 9 bis 12 Uhr, sowie Montag und Donnerstag, von 14 bis 16 Uhr“, heißt es in einer Mitteilung

Update, 11.35 Uhr: Diese Gemeinden sind betroffen

Die Zahl der Corona-Erkrankten verteilt sich auf den Landkreis Miesbach wie folgt:

  • Bad Wiessee: 43 (aktiv: 7)
  • Bayrischzell: 16 (aktiv: 3)
  • Fischbachau: 50 (aktiv: 11)
  • Gmund: 47 (aktiv: 6)
  • Hausham: 28 (aktiv: 3)
  • Holzkirchen: 67 (aktiv: 11)
  • Irschenberg: 19 (aktiv: 2)
  • Kreuth: 14 (aktiv: 2)
  • Miesbach: 30 (aktiv: 5)
  • Otterfing: 15 (aktiv: 3)
  • Rottach-Egern: 35 (aktiv: 3)
  • Schliersee: 20 (aktiv: 3)
  • Tegernsee: 16 (aktiv: 1)
  • Valley: 13 (aktiv: 3)
  • Waakirchen: 23 (aktiv: 6)
  • Warngau: 10 (aktiv: 1)
  • Weyarn: 22 (aktiv: 5)
  • Sonstige: 25 (aktiv: 18)

Update, 10.25 Uhr: Sparda-Bank startet Spendenaktion

Miteinander, Füreinander: Unter diesem Motto startet die Sparda-Bank München die Hilfsaktion „Ein Herz für Helfer“. Insgesamt stellt die Genossenschaftsbank über ihren Gewinn-Sparverein Fördergelder in Höhe von 100.000 Euro zur Verfügung. Mit den Spenden sollen Vereine und gemeinnützige Organisationen in ganz Oberbayern unterstützt werden, die von der Corona-Krise besonders betroffen sind und dringend Hilfe benötigen. Gefördert werden Projekte mit den Schwerpunkten Seniorenhilfe, Obdachlosenhilfe, Prävention von Gewalt gegen Frauen, Depressionsprävention sowie lokale Tafeln, die Lebensmittel an Bedürftige ausgeben.

Christine Miedl, Direktorin Unternehmenskommunikation der Sparda-Bank München, erklärt: „Solidarität ist gerade mehr denn je gefragt und wir können diese Krise nur gemeinsam meistern. Deswegen möchten wir denen finanziell unter die Arme greifen, die eigentlich selbst helfen und durch die Corona-Pandemie an ihre Grenzen stoßen.“

Unter dem Motto "Ein Herz für Helfer" startet die Sparda-Bank eine umfangreiche Spendenaktion für Vereine in Oberbayern.

Alle gemeinnützigen Vereine und Organisationen, die ihren Sitz in Oberbayern haben und finanzielle Unterstützung benötigen, finden ab sofort unter der Adresse www.sparda-m.de/herzfuerhelfer alle wichtigen Informationen. Auf der Aktionswebsite stehen auch die erforderlichen Unterlagen zum Download bereit, um die Soforthilfe zu beantragen.

Christine Miedl: „Wir möchten schnell und unbürokratisch unterstützen und damit auch ein Zeichen setzen, dass die Region zusammenhält. Das ist auch ein großes Dankeschön an die zahlreichen wertvollen Helfer.“

Update, 22. April, 9.30 Uhr: Landratsamt stockt auf

Die Zahl der positiv auf das SARS-CoV-2-Virus getesteten Personen im Landkreis Miesbach steigt im Vergleich zum Vortag lediglich um zwei Personen auf 493. Gleichzeitig steigt aber auch die Zahl der Genesenen um 34 Personen, sodass nur noch 101 Fälle aktiv sind. Drei Personen werden stationär behandelt, zwei davon intensivmedizinisch.

Derweil schreiten die Vorbereitungen auf das Krisenmanagement in den kommenden Monaten im Landratsamt mit großen Schritten voran: Ziel ist es, nach der Anfangsphase in einen geregelten Betrieb überzugehen und dabei Gesundheitsamt und Katastrophenschutz weiterhin zu stärken.

Ein wichtiger Baustein dafür sind die Contact-Tracing-Teams, die von der Regierung von Oberbayern und dem Gesundheitsministerium zur Unterstützung der Gesundheitsämter vor Ort angekündigt wurden. "Erfreulicherweise konnten die Teams für den Landkreis Miesbach bereits am 20. April ihre Arbeit aufnehmen", berichtet Sprecherin Sophie-Marie Stadler. "Die Vorbereitung für die zahlreichen neuen Arbeitsplätze liefen reibungslos. Das eigene Ziel konnte übertroffen werden."

13 Beamtenanwärter aus den Bereichen Steuerverwaltung, Gerichtsvollzug, Rechtspflege und Kriminalpolizei traten am Montag ihren Dienst in den CT-Teams im Landkreis Miesbach an. Unterstützt werden sie von einem Containment-Scout des Robert-Koch-Instituts und sechs Mitarbeitern des Landratsamtes, die sich für die Aufgabe abstellen haben lassen.

Auf dem Parkplatz vor dem Gesundheitsamt in Miesbach wurden kurzfristig 34 Arbeitsplätze in 17 Containern geschaffen. Dort hat sich die schnelle Reaktion des Hauses, vor allem der Liegenschaftsverwaltung und der IT, ausgezahlt: Aufgrund der hohen Nachfrage sind Container, Büroeinrichtung und IT-Ausstattung inzwischen kaum mehr auf dem Markt verfügbar. Dass die schnelle Bereitstellung der CTT-Arbeitsplätze im Landkreis Miesbach so gut geklappt hat, ist deshalb besonders erfreulich.

Auf dem Parkplatz am Gesundheitsamt in Miesbach sind 34 Arbeitsplätze in 17 Containern entstanden.

Die neuen CTT-Mitarbeiter nehmen gerade an einer Online-Schulung teil. In den kommenden Wochen sollen sie positiv getestete Personen und enge Kontaktpersonen frühzeitig identifizieren, isolieren und überwachen und damit die Ausbreitung des Virus nachhaltig eindämmen. Wie lange die CTT-Mitarbeiter in Miesbach bleiben, hängt von der weiteren Entwicklung der Lage ab.

Auch das Gesundheitsamt und der Katastrophenschutz wurden personell aufgestockt: Zwei Lehrer, eine Mitarbeiterin des Vermessungsamtes und fünf Mitarbeiter der Spielbank Bad Wiessee haben sich freiwillig gemeldet und unterstützen bereits seit mehreren Wochen unter anderem an der Corona-Hotline. Von der Regierung von Oberbayern wurden mehrere Medizinstudenten eingestellt und an das Gesundheitsamt Miesbach abgeordnet. Ein Arzt im Ruhestand und ein Arzt des medizinischen Dienstes der Krankenversicherung in Bayern helfen ebenfalls. Für die Stabsarbeit im Krisenstab und die besonders personalintensive Betreuung der Corona-Hotline an sieben Tagen pro Woche haben sich viele Freiwillige aus dem Haus gemeldet.

Alles in allem unterstützen zur Bewältigung der Corona-Krise etwa 70 zusätzliche Personen von in- und extern die Mitarbeiter im Gesundheitsamt und im Katastrophenschutz. Das entspricht ungefähr 40 Vollzeitäquivalenten.

„Angesichts der Vielzahl an neuen Mitarbeitern und Aufgaben müssen wir vieles neu organisieren“, sagt Maria Rode, die am Landratsamt die Abteilung Verwaltungsmanagement und Kommunales leitet. „Wir versuchen, zusammen mit unseren bestehenden und neuen Mitarbeitern den bestmöglichen Weg aus der Corona-Krise zu finden. Wir sind sehr zuversichtlich, dass uns das mit unseren neuen Strukturen gelingt.“ Momentan reicht die Zahl der nicht-medizinischen Helfer aus. Allerdings hätte vor wenigen Wochen auch noch niemand gedacht, dass in absehbarer Zeit 70 zusätzliche Helfer zur Bewältigung einer Pandemie benötigt werden. „Sollte sich die Krise verschärfen, werden wir nochmal nachsteuern“, sagt Maria Rode.

Maria Rode leitet die Abteilung Verwaltungsmanagement und Kommunales beim Landratsamt in Miesbach.

Nicht jede Änderung, die durch Corona erzwungen wird, ist schlecht. Ganz im Gegenteil: Manches, was bis vor Kurzem undenkbar war, ist jetzt Normalität. So finden beispielsweise Bewerbungsgespräche im Landratsamt nun per Videokonferenz statt. Damit wurde aus der Not eine Tugend gemacht, schließlich ist das Amt wegen der Pandemie seit dem 16. März geschlossen. Einige wichtige Stellen müssen dennoch besetzt werden. Die Lösung: Bewerbungsgespräche per Videokonferenz.

Im Einzelnen erhalten die Bewerber eine Einladung per E-Mail mit der Anleitung zur Bedienung der Software. Diese kann sowohl mit dem Laptop, als auch mit dem Handy verwendet werden. Bei einer kurzen Test-Videokonferenz werden Abläufe besprochen und Fragen geklärt, damit das Bewerbungsgespräch reibungslos funktionieren kann.

Auch Bewerbungsgespräche führen die Mitarbeiter des Landratsamtes nun per Videokonferenz durch.

Schließlich findet das Bewerbungsgespräch statt, bei dem – wie beim normalen Bewerbungsgespräch – je ein Teilnehmer aus den Bereichen Personalservice, Personalrat und dem zuständigen Fachbereich sowie der Bewerber auf der anderen Seite teilnehmen.

Die Mitarbeiter im Personalservice haben mit dieser Methode bereits gute Erfahrungen gesammelt und freuen sich, auch trotz Corona-Krise neue Mitarbeiter gewinnen zu können.

Update, 17 Uhr: Schon jetzt Mund-Nasen-Bedeckung tragen

Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml hat die Menschen in Bayern dazu aufgerufen, wegen der Corona-Pandemie ab sofort insbesondere in Supermärkten sowie U-Bahnen, Bussen und S-Bahnen eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen. Huml betonte am Dienstag in München: "Die sogenannte Maskenpflicht beim Einkaufen und im öffentlichen Nahverkehr gilt zwar erst ab nächster Woche, aber es ist schon jetzt wichtig, sich und andere vor einer Ansteckung mit dem neuartigen Coronavirus zu schützen."

Die Ministerin fügte hinzu: "Dafür kann eine Alltagsmaske oder ein Schal vor Mund und Nase in bestimmten Situationen ein zusätzlicher Baustein sein. Allerdings sollte dennoch darauf geachtet werden, möglichst einen Abstand von mindestens 1,5 Metern zu anderen Personen einzuhalten. Außerdem bleibt es natürlich bei den üblichen Hygieneregeln."

Die sogenannte Maskenpflicht gilt ab dem 27. April für Personen ab dem siebten Lebensjahr beim Einkaufen sowie bei der Nutzung von Verkehrsmitteln des öffentlichen Personennahverkehrs und der dazu gehörenden Einrichtungen. Eine Mund-Nasen-Bedeckung muss ab dem kommenden Montag auch das Personal von Geschäften tragen, die bereits derzeit oder ab dem 27. April geöffnet haben dürfen.

Seit Montag dürfen Bau- und Gartenmärkte sowie Gärtnereien wieder öffnen. Ab dem 27. April folgen Kfz-Händler, Fahrradhändler und Buchhandlungen. Außerdem dürfen ab Montag alle Einzelhandelsgeschäfte bis zu einer Verkaufsfläche von maximal 800 Quadratmeter öffnen, unabhängig von den verkauften Sortimenten.

Huml erläutert: "Medizinische Schutzmasken sind weiterhin nur für Ärzte oder Pflegekräfte gedacht. Die bayerische Staatsregierung arbeitet intensiv daran, noch mehr zertifizierte Schutzausrüstung zu besorgen. Außerdem treiben wir die Schaffung von zusätzlichen Produktionskapazitäten in Bayern in Kooperation mit den bayerischen Unternehmen weiter voran."

Huml verwies zudem darauf, dass sich die Menschen in Bayern seit Montag in der Öffentlichkeit auch mit einer nicht im Haushalt lebenden Person aufhalten können. Das gilt für Sport und Bewegung an der frischen Luft, also zum Beispiel auch für Spaziergänge. Die Ministerin unterstrich: "Die Erleichterung ist vor allem für Alleinstehende gedacht, damit auch sie eine Kontaktperson treffen können. Ziel bleibt aber, Ansteckungen möglichst zu vermeiden. Deshalb gebieten es die Vernunft und die Rücksichtnahme auf andere Menschen, möglichst wenige unterschiedliche Kontaktpersonen außerhalb des eigenen Haushalts zu treffen."

Update, 13.55 Uhr: Bergzeit spendet 2.000 Schutzmasken

Die Bergzeit GmbH mit Sitz in Otterfing spendet 2.000 für den medizinischen Einsatz zertifizierte Mund-Nasen-Schutzmasken an ausgewählte Einrichtungen im Landkreis Miesbach. Das Bergsport-Unternehmen verwaltet die Geschäfte an seinem Hauptsitz in Otterfing und betreibt zwei Filialen in Gmund und Holzkirchen. Während die Ladengeschäfte aufgrund der Corona-Maßnahmen geschlossen sind und die Verwaltung größtenteils vom Homeoffice aus agiert, wurden 92 Logistik-Mitarbeiter mit Masken ausgerüstet.

Die beiden Bergzeit-Geschäftsführer Markus Zabel (l.) und Martin Stolzenberger mit den Masken.

„Wir haben in der Logistik bereits Mitte März ein Mehrschichtsystem eingeführt, um die Kontakte zwischen den Mitarbeitern zu minimieren. Um unsere Kollegen zusätzlich zu schützen und der von der Regierung angedachten Maskenpflicht Rechnung zu tragen, haben wir bei unseren Produzenten in China zertifizierte Mund-Nasen-Schutzmasken bestellt. Darüber hinaus wollen wir auch einen solidarischen Beitrag hier im Landkreis leisten und spenden weitere 2.000 Masken an lokale Einrichtungen“, erklärt Geschäftsführer Martin Stolzenberger.

Die Masken werden vom Katastrophenschutz des Landkreises Miesbach an Arztpraxen, Pflegedienste und Physiopraxen im Landkreis verteilt.

Oped stellt Mitarbeiter frei, um zu helfen

Unterdessen helfen auch die Oped-Außendienstlerinnen Ulrike Wagner und Birgit Geitlinger. Als gelernte Krankenschwester unterstützt Birgit Geitlinger seit mehr als zwei Wochen das Team der Notaufnahme in der Uniklinik Homburg an der Saar. Von ihrem eigentlichen Job freigestellt, empfängt und untersucht sie die Patienten, die in die zentrale Notaufnahme des Uniklinikums kommen.

Birgit Geitlinger zum Dienstantritt in der Notaufnahme der Uniklinik Homburg an der Saar.

Um möglichst früh Hochrisikopatienten zu erkennen und zu isolieren, hat das Klinikum noch vor dem Eingang zur Notaufnahme Zelte errichtet. Laut Sebastian Ewen, ärztlicher Leiter der zentralen Notaufnahme, werden dort folgende Fragen geklärt: Wie dringlich ist die Behandlung? Wie ist der Schweregrad der Verletzung? Besteht das Risiko einer Infektion mit Covid-19? Sobald etwas auf eine Ansteckung mit dem Virus hindeutet, werden die Patienten sofort isoliert und separat unterbracht bis eine endgültige Diagnose vorliegt. Die Kollegin ist also direkt an der Front unterwegs.

Ulrike Wagner näht sogenannte Behelfs-Mund-Nasen-Schutzmasken.

Auch Ulrike Wagner wollte helfen und nutzt die freigewordene Zeit um sogenannte Behelfs-Mund-Nasen-Schutzmasken zu nähen. Gemeinsam mit einer regional engagierten Gruppe hat sie mittlerweile Hunderte Masken für Pflegedienste, Altenheime und ähnliche Einrichtungen genäht. Sogar für die Materialien zur Herstellung ist die Gruppe in finanzielle Vorleistung gegangen. Der Aufruf dazu erreichte sie über die Plattform Pflegen-Online und die Anleitung stammt von der Feuerwehr der Stadt Essen.

Update, 11.45 Uhr: Schutzmaßnahmen gegen Corona-Pandemie

Seit Montag (20. April) gelten für die bayerische Wirtschaft neue Bestimmungen, die die Öffnung und den Betrieb während der Corona-Pandemie regeln. Das bayerische Staatsministerium für Gesundheit und Pflege hat eine aktualisierte Liste mit häufigen Fragen und Antworten veröffentlicht, die auch die Neuregelungen beinhaltet, die ab dem 27. April gelten.

Die Liste stellt klar, dass zum Beispiel Blumengeschäfte in dieser Woche noch nicht öffnen dürfen, jedoch nach telefonischer oder elektronischer Bestellung ausliefern können. Blumenhändler mit einer Geschäftsgröße bis zu 800 Quadratmetern dürfen ab dem 27. April öffnen.

Update, 11 Uhr: Festwoche zu 50 Jahre Wendelstein-Seilbahn abgesagt

Mit einer Festwoche vom 21. bis 25. Mai wollte die Wendelsteinbahn unter der Schirmherrschaft von Landtagspräsidentin Ilse Aigner demnächst den 50. Geburtstag der Seilbahn in Bayrischzell feiern. Da die behördlich angeordneten Einschränkungen, um die Corona-Pandemie einzudämmen, nun verlängert wurden und Großveranstaltungen mindestens bis 31. August generell untersagt sind, kann die Veranstaltungsreihe nicht wie bereits über Monate zuvor aufwendig geplant stattfinden.

"Die Wendelsteinbahn ist zuversichtlich, dass einzelne Aktionen wie beispielsweise ein Tag der offenen Tür mit Technik-Führungen und bereits fertig gestellter Ausstellung noch im Jubiläumsjahr zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt werden können", heißt es in einer Mitteilung. Ob die Festwoche zum 50. Geburtstag der Seilbahn mit allen ursprünglich geplanten Veranstaltungen inklusive Festzelt, Blasmusik und Kabarett auf Mitte Mai 2021 verschoben werden kann, werde aktuell mit den beteiligten Vereinen, Festwirt und Brauerei geklärt und zu gegebener Zeit bekannt gegeben.

Weitere Infos gibt es unter www.wendelsteinbahn.de.

Update, 21. April, 9.15 Uhr: Landratsamt meldet konstante Zahlen

Wie das Landratsamt Miesbach mitteilt, sind die Fallzahlen zum Coronavirus relativ konstant im Vergleich zum Vortag. Ähnlich ist es bei den Neuinfektionen:

Die Zahl der Corona-Erkrankten verteilt sich auf den Landkreis Miesbach wie folgt:

  • Bad Wiessee: 43 (aktiv: 8)
  • Bayrischzell: 16 (aktiv: 3)
  • Fischbachau: 50 (aktiv: 13)
  • Gmund: 47 (aktiv: 8)
  • Hausham: 28 (aktiv: 5)
  • Holzkirchen: 65 (aktiv: 15)
  • Irschenberg: 19 (aktiv: 3)
  • Kreuth: 14 (aktiv: 4)
  • Miesbach: 30 (aktiv: 10)
  • Otterfing: 15 (aktiv: 4)
  • Rottach-Egern: 35 (aktiv: 9)
  • Schliersee: 20 (aktiv: 3)
  • Tegernsee: 16 (aktiv: 1)
  • Valley: 13 (aktiv: 3)
  • Waakirchen: 23 (aktiv: 8)
  • Warngau: 10 (aktiv: 3)
  • Weyarn: 22 (aktiv: 7)
  • Sonstige: 25 (aktiv: 18)

Weitere Wertstoffhöfe werden geöffnet

Unterdessen meldet das Vivo-Kommunalunternehmen, dass von den wegen der Corona-Pandemie geschlossenen Wertstoffhöfen im Landkreis Miesbach folgende wieder geöffnet werden:

  • Hauserdörfl und Wall ab Dienstag (21. April)
  • Fischbachau ab Mittwoch (22. April).

Es gelten die regulären Öffnungszeiten.

Nach behördlichen Vorgaben dürfen Wertstoffhöfe derzeit nur unter strikter Beachtung von Hygieneaspekten betrieben werden. Um vor allem einen ausreichenden Sicherheitsabstand unter den Anwesenden zu gewährleisten, ist in Abhängigkeit der Größe des Wertstoffhofes eine Beschränkung der Benutzer erforderlich, die sich zur gleichen Zeit darin aufhalten.

Daher wurde eine Zugangsregelung bei allen offenen Wertstoffhöfen eingeführt. Die Beschränkungen können zu Wartezeiten und Staus führen. Das Vivo bittet daher, nur in wirklich dringenden Fällen die Wertstoffhöfe zu nutzen.

Weitere Informationen gibt es unter vivowarngau.de.

Update, 17.15 Uhr: Polizei zieht Bilanz zu Corona-Kontrollen

Erneut hat das Polizeipräsidium Oberbayern-Süd das Einhalten der Corona-Regeln kontrolliert. Und appelliert weiter an die Bevölkerung. Mehr dazu lesen Sie in unserem Artikel.

Update, 13.30 Uhr: Finanzamt zu erreichen

Um die Verbreitung des Coronavirus einzudämmen, bleibt der Publikumsverkehr in den Servicezentren der bayerischen Finanzämter weiterhin ausgesetzt. Das bedeutet, dass auch das Servicezentrum in Miesbach weiterhin geschlossen bleibt. Die Steuerverwaltung ist gleichwohl voll funktionsfähig und der Service der Finanzämter in vollem Umfang gewährleistet. Die Mitarbeiter sind per Telefon unter 08025/7090 und schriftlich zu erreichen. Das Onlineangebot der Steuerverwaltung ist unter www.elster.de zu finden. Infos und Formulare gibt es auch unter www.finanzamt.bayern.de.

Update, 12 Uhr: Gemeindebücherei Holzkirchen bietet Buchausleihe

Aufgrund der momentanen Situation bleibt die Gemeindebücherei Holzkirchen bis Anfang Mai geschlossen, bietet aber folgende Vorgehensweise zum Ausleihen von Medien an: Alle Leser können ab dem 20. April, von 9 bis 13 Uhr, telefonisch und über die Homepage der Bücherei gb-holzkirchen.lmscloud.net kostenlos verfügbare Medien auf den eigenen Namen vormerken. Das Team der Bücherei sucht diese dann heraus und vereinbart einen Termin für die kontaktlose Übergabe der Medien. Die Rückgabe erfolgt weiterhin über die graue Rückgabebox vor der Eingangstür der Bücherei.

Update, 20. April, 9.55 Uhr: Landratsamt bestätigt 491 positiv Getestete

Erneut steigt die Zahl der positiv auf das SARS-CoV-2-Virus getesteten Personen im Landkreis Miesbach nur um zwei Personen. Gleichzeitig bleibt die Zahl der Genesenen konstant, teilt das Landratsamt mit.

Update, 18 Uhr: Schwere Entscheidung für Chor- und Orchesterverein Miesbach

Der Chor- und Orchesterverein Miesbach hält seine Proben nun per Videokonferenz ab. Das geplante Jubiläum ist wegen Corona verschoben.

Update, 12 Uhr: Maskengebot im ÖPNV

Das öffentliche Leben in Bayern wird schrittweise wieder hochgefahren. Um dabei zu verhindern, dass sich das Coronavirus weiter ausbreitet, und um die erzielten Fortschritte nicht zu gefährden, hat die bayerische Staatsregierung umfassende Schutzmaßnahmen beschlossen. Im öffentlichen Personennahverkehr sollen Fahrgäste und Personal ab sofort mit sogenannten Community-Masken vor Ansteckung geschützt werden.

„Ich appelliere an alle, die mit den öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs sind: Tragen Sie bitte einen Mund-Nasen-Schutz“, erklärt Bayerns Verkehrsministerin Kerstin Schreyer. „Die Gesundheit steht an erster Stelle – sowohl für die Fahrgäste als auch für das Personal. Wenn alle eine Maske tragen, sind damit auch alle geschützt. Sie leisten damit einen wichtigen Beitrag zur Eindämmung der Corona-Pandemie und zur langsamen Rückkehr zur Normalität.“

Die sogenannten Community-Masken sind nicht-medizinische Masken für den alltäglichen Gebrauch, die Mund und Nase bedecken. Sie schützen zwar nicht den Träger selbst vor einer Ansteckung, wohl aber davor, andere Personen zu infizieren.

Neben dem Tragen von Schutzmasken gilt es auch weiterhin, Hygiene- und Abstandsregeln konsequent einzuhalten. Fahrgäste sollten sich schon beim Warten über die Bahnsteige verteilen und zum Einsteigen alle Türen benutzen. Vor unnötigen Fahrten, insbesondere in der Hauptverkehrszeit, sollte gänzlich abgesehen werden. Schreyer: „Weiterhin gilt natürlich: Wer die öffentlichen Verkehrsmittel nicht unbedingt nutzen muss, bleibt bitte zu Hause.“

Update, 19. April, 7.40 Uhr: Absage des Neugeborenenempfangs

Aufgrund der Corona-Pandemie musste der Neugeborenenempfang in Miesbach abgesagt werden. Doch nun gibt es die besonderen Kisserl als Präsente per Bote.

Update, 20 Uhr: BOB nimmt wieder Fahrt auf

Nach den angekündigten Lockerungen in der Corona-Krise möchte die Bayerische Oberlandbahn (BOB) zu einem weitgehenden Normalbetrieb zurückkehren. Ab Montag fahren wieder mehr Züge. Mehr dazu hier.

Update, 19 Uhr: Zahlreiche Verstöße gegen Ausgangsbeschränkungen

Erneut steigt die Zahl der positiv auf das SARS-CoV-2-Virus getesteten Personen im Landkreis Miesbach nur um fünf Personen. Gleichzeitig steigt die Zahl der Genesenen deutlich an, nämlich um 28 auf 348. Neun Personen werden stationär behandelt, zwei davon intensivmedizinisch.

Um die Corona-Pandemie einzudämmen, gilt seit dem 21. März eine Ausgangsbeschränkung für den Freistaat Bayern. Die überwiegende Mehrheit der Menschen im Landkreis Miesbach hält sich vorbildlich daran. Sie leisten damit einen wesentlichen Beitrag zur niedrigen Zahl der bestätigten Neuinfektionen im Landkreis.

"Leider gibt es aber auch einige Landkreisbürger, die die Gefahr noch nicht erkannt haben", berichtet Sprecherin Sophie-Marie Stadler vom Landratsamt in Miesbach. "Über 60 Ordnungswidrigkeitsverfahren wegen Verstößen gegen die Ausgangsbeschränkungen wurden vom Landratsamt bereits eingeleitet. Weitere 60 bis 80 Verfahren sind in Arbeit." Das Landratsamt ist dafür zuständig, diese Verstöße zu verfolgen und zu ahnden.

Kontrolliert wird das Einhalten der Ausgangsbeschränkungen von der Polizei. Die Beamten müssen außerdem Verstöße unterbinden und anzeigen. Über 60.000 Kontrollen hat die Polizei in den ersten drei Wochen im Raum Oberbayern-Süd in neun Landkreisen von Garmisch bis Berchtesgaden plus der Stadt Rosenheim durchgeführt und dabei gut 5.200 Verstöße gegen die Beschränkungen festgestellt. 4.100 davon wurden zur Anzeige gebracht.

Die Polizei meldet die Verstöße an die Kreisverwaltungsbehörden, die über ein Bußgeld entscheiden. Die Höhe des Bußgelds wird im Bußgeldkatalog zur Corona-Pandemie festgelegt, den Innen- und Gesundheitsministerium gemeinsam als Richtlinie für die Landratsämter erlassen haben.

Bei gravierenden Verstößen greift das Landratsamt Miesbach konsequent durch. So wird beispielsweise beim Prüfen der Ordnungswidrigkeitsverfahren gegen die Bergsteiger, die am Osterwochenende trotz aller Warnungen die beiden aufwendigen Bergwachteinsätze in Kreuth verursacht haben, der Bußgeldrahmen besonders genau geprüft. Bagatellverstöße werden hingegen mit Außenmaß betrachtet.

Zum Beispiel wurden fünf Männer zwischen 40 und 75 angezeigt, dich sich in Hausham am Samstagnachmittag in einer Werkstatt auf ein Bier trafen. In Kreuth veranstalteten sechs aus Rumänien stammende Männer auf dem Balkon eine Geburtstagsgrillparty. Und auch in Miesbach verabredeten sich mehrere Personen unerlaubterweise zu einer Feier im Garten. Gegen jede dieser Personen wurde gemäß Bußgeldkatalog ein Bußgeldbescheid in Höhe von 150 Euro erlassen. Für Wiederholungstäter fällt die Strafe höher aus: Ein Asylbewerber in Holzkirchen hatte an fünf aufeinanderfolgenden Tagen mehrere Besucher in seine Wohnung eingeladen. Er muss 300 Euro Bußgeld bezahlen. Gegen die Besucher wird ebenfalls ein Bußgeld folgen.

Auch vermeintliche Motorsportler wurden von der Polizei kontrolliert: In Bayrischzell hielten die Beamten einen 74-jährigen Münchner auf, der mit seinem Tesla ziellos durch die Gegend fuhr. Auch ein Motorradfahrer konnte nicht erklären, aus welchem triftigen Grund er seine Wohnung in München verließ, um zum Sudelfeld eine Ausflugsfahrt zu machen. Gegen beide wurde ein Bußgeldbescheid in Höhe von 150 Euro erlassen.

Ebenfalls jeweils 150 Euro müssen drei Somalier bezahlen, die sich am Bahnhof Holzkirchen zum Biertrinken getroffen hatten. Weil zwei von ihnen dafür extra aus Flensburg angereist waren, erhielten sie zusätzlich zum Platzverweis den Bußgeldbescheid.

Bei allen bisher erlassenen Ordnungswidrigkeiten handelt es sich um Verstöße gegen die Ausgangsbeschränkung, bei denen Personen ihre Wohnung ohne triftigen Grund verlassen hatten. Verstöße gegen Betriebsuntersagungen und Veranstaltungsverbote wurden bisher nicht festgestellt.

Die Zahl der Corona-Erkrankten verteilt sich auf den Landkreis Miesbach wie folgt:

  • Bad Wiessee: 43 (aktiv: 8)
  • Bayrischzell: 16 (aktiv: 3)
  • Fischbachau: 49 (aktiv: 12)
  • Gmund: 47 (aktiv: 8)
  • Hausham: 28 (aktiv: 7)
  • Holzkirchen: 64 (aktiv: 14)
  • Irschenberg: 19 (aktiv: 3)
  • Kreuth: 14 (aktiv: 4)
  • Miesbach: 30 (aktiv: 10)
  • Otterfing: 15 (aktiv: 4)
  • Rottach-Egern: 35 (aktiv: 15)
  • Schliersee: 20 (aktiv: 3)
  • Tegernsee: 16 (aktiv: 1)
  • Valley: 12 (aktiv: 2)
  • Waakirchen: 23 (aktiv: 9)
  • Warngau: 10 (aktiv: 3)
  • Weyarn: 22 (aktiv: 7)
  • Sonstige: 25 (aktiv: 19)

Update, 17.45 Uhr: Wie die Corona-Krise das Krankenhaus Agatharied belastet

Die anhaltende Corona-Krise verursacht im Krankenhaus Agatharied immense Kosten. Geschäftsführer Michael Kelbel übt Kritik an der Bürokratie. Mehr dazu lesen Sie in unserem Artikel.

Update, 11.55 Uhr: Bezirk Oberbayern unterstützt pragmatisch und unbürokratisch

„Unsere Partner sollen ihre Kräfte für die Notsituation einsetzen, ohne dabei ans Geld denken zu müssen.“ Mit diesen Worten hat Bezirkstagspräsident Josef Mederer bekräftigt, dass die Finanzierung der Einrichtungen und Dienste für Menschen mit Behinderungen wegen des Coronavirus vorerst gesichert ist. „Uns ist wichtig, dass wir in dieser Situation pragmatisch und unbürokratisch handeln“, sagt Mederer weiter.

Um die Verbreitung des Coronavirus einzudämmen, sind einige Einrichtungen und Dienste der Behindertenhilfe derzeit geschlossen oder arbeiten mit stark reduzierten Angeboten im Notbetrieb. Der Schutzschirm des Bezirks Oberbayern stelle sicher, „dass die Einrichtungen weiter finanziert werden, so als ob sie regulär geöffnet wären“.

Die Sozialverwaltung des Bezirks Oberbayern hat zu den wichtigsten Fragen für die Einrichtungen und Diensten unter www.bezirk-oberbayern.de/Schutzschirm aktuelle Informationen bereitgestellt. „Wir wollen keinesfalls, dass unsere Partner in dieser für uns alle schwierigen Zeit verunsichert sind“, erklärt Mederer dazu.

Der Schutzschirm des Bezirks Oberbayern gilt für

  • Werk- und Förderstätten für Menschen mit Behinderungen,
  • Fahrdienste,
  • interdisziplinäre Frühförderstellen (IFS),
  • besondere Wohnformen,
  • heilpädagogische Tagesstätten (HPT),
  • inklusive Nachmittagsbetreuungen,
  • ambulant betreute Wohnangebote und ambulante Wohngemeinschaften,
  • Schul- und Individualbegleitungen,
  • Integrationsplätze in Kindertageseinrichtungen,
  • Tagesstätten, Sozialpsychiatrische und gerontopsychiatrische Dienste,
  • psychosoziale Beratungsstellen,
  • offene Behindertenarbeit,
  • tagesstrukturierende Angebote für Senioren mit Behinderungen sowie
  • weitere Hilfeangebote, die der Bezirk finanziert.

Update, 18. April, 8.30 Uhr: Jod-Schwefelbad kann nicht öffnen

Nach zwei Jahren Bauzeit ist das Jod-Schwefelbad in Bad Wiessee bereit für Gäste. Doch wegen der Corona-Pandemie muss die Eröffnung warten.

Update, 15.35 Uhr: Diese Gemeinden sind betroffen

Die Zahl der Corona-Erkrankten verteilt sich auf den Landkreis Miesbach wie folgt:

  • Bad Wiessee: 43 (aktiv: 9)
  • Bayrischzell: 16 (aktiv: 3)
  • Fischbachau: 48 (aktiv: 14)
  • Gmund: 47 (aktiv: 10)
  • Hausham: 28 (aktiv: 8)
  • Holzkirchen: 63 (aktiv: 18)
  • Irschenberg: 18 (aktiv: 3)
  • Kreuth: 14 (aktiv: 4)
  • Miesbach: 30 (aktiv: 13)
  • Otterfing: 15 (aktiv: 5)
  • Rottach-Egern: 34 (aktiv: 16)
  • Schliersee: 20 (aktiv: 7)
  • Tegernsee: 16 (aktiv: 3)
  • Valley: 11 (aktiv: 2)
  • Waakirchen: 23 (aktiv: 10)
  • Warngau: 10 (aktiv: 4)
  • Weyarn: 22 (aktiv: 7)
  • Sonstige: 25 (aktiv: 19)

Update, 12 Uhr: Rathäuser bleiben geschlossen

Wer vor Beginn der Corona-Pandemie in Otterfing Ausweisdokumente beantragt hat, kann diese nun – trotz geschlossenen Rathauses – mit Terminvergabe abholen. Um bereits beantragte Reisepässe und Personalausweise zu erhalten, muss unter der Telefonnummer 90630 ein Termin für den Zeitraum von Dienstag, 28., bis Donnerstag, 30. April, von 8.30 bis 12 Uhr, vereinbart werden. "Es wird gebeten, bei Terminen im Rathaus das Mundschutzgebot und die bekannten Hygienevorgaben einzuhalten", heißt es in einer Mitteilung.

Das Rathaus Otterfing bleibt generell vorerst bis einschließlich 30. April für Publikumsverkehr geschlossen. Die Ansprechpartner im Rathaus sind während der Geschäftszeiten von Montag bis Freitag, von 8.30 bis 12 Uhr, per E-Mail an gemeinde@otterfing.de und Telefon 90630 erreichbar.

Auch in Fischbachau bleiben aufgrund der aktuellen Corona-Entwicklung die Gemeindeverwaltung und das Tourismusbüro vorerst bis einschließlich Sonntag, 3. Mai, geschlossen. "In dringenden Fällen melden Sie sich bitte unter der Rufnummer 08028/90660", heißt es in einer Mitteilung.

Mit der Verlängerung der Ausgangsbeschränkungen durch die bayerische Staatsregierung bleibt auch das Landratsamt weiter für den Kundenverkehr geschlossen. Der Schutz der Gesundheit der Mitarbeiter und Kunden habe oberste Priorität, teilt Sprecherin Sophie-Marie Stadler mit.

Die Mitarbeiter des Landratsamtes beraten Kunden telefonisch und per E-Mail. Dazu sei die Kapazität der Telefonanlage verdoppelt und die Struktur des Landratsamtes, die sonst ganz auf Kundenverkehr ausgelegt ist, im Hintergrund an die neuen Bedürfnisse angepasst worden.

Die Schließung betrifft alle Dienststellen des Landratsamtes. Die Führerschein- und Zulassungsstelle hat einen Notschalter geöffnet. Termine sind nur nach vorheriger Vereinbarung und mit Dringlichkeitsnachweis möglich, um Infektionsherde zu vermeiden.

Im Zuge der sukzessiven Rückkehr zur Normalität in den kommenden Wochen werden auch Bereiche des Landratsamtes wieder öffnen. Nächste Woche werden Amtsleitung, Abteilungsleitungen und Personalvertretung dazu einen Fahrplan ausarbeiten.

Update, 11.25 Uhr: Absage der Saison 2020

Die Vorstandschaft des Schlierseer Bauerntheaters hat sich entschieden, die Saison 2020 und somit alle Termine bis zum 5. Januar 2021 komplett abzusagen. Der Kartenvorverkauf wird mit sofortiger Wirkung eingestellt. Bereits erworbene Eintrittskarten können an der Vorverkaufsstelle, bei der sie erworben wurden, zurückgegeben werden. Aufgrund der massiven Absagen könne es bei München-Ticket zu Verzögerungen bei der Kartenrückgabe kommen, teilt 1. Vorstand Florian Rheintaler mit.

"Aufgrund der aktuellen Corona-Entwicklung und zum Schutz unserer Spieler und Besucher sehen wir uns zu diesem Schritt gezwungen", erklärt er. "Auch gehen wir davon aus, dass die Corona-Pandemie uns noch weitere Monate beeinträchtigen wird, sodass ein normaler Theaterbetrieb in diesem Jahr nicht möglich sein wird."

Abschied von Pfarrer Voß entfällt

Ebenso entfällt der für Sonntag, 26. April, um 15 Uhr, geplante Abschiedsgottesdienst für Pfarrer Martin Voß in der Friedenskirche in Bad Wiessee. "Gottesdienst und Empfang fallen nun aufgrund der Corona-Regelungen aus", erklärt er. Der Pfarrer zieht in den letzten Apriltagen nach rund neun Jahren in Bad Wiessee um und beginnt seinen Dienst in Prichsenstadt am 1. Mai. Die Busfahrt am 3. Mai zum Einführungsgottesdienst von Pfarrer Voß, zu der sich schon 30 Teilnehmer angemeldet haben, entfällt aufgrund der weiterhin geltenden Ausgangsbeschränkungen ebenfalls. Die Fahrt soll im Herbst als Weinfahrt nachgeholt werden.

Update, 9.30 Uhr: Klare Tendenz der Fallzahlen

Die Zahl der positiv auf das Coronavirus getesteten Personen im Landkreis Miesbach steigt im Vergleich zum Vortag um sieben Personen auf 483. Gleichzeitig steigt aber auch die Zahl der Genesenen deutlich um 45 Personen, sodass nur noch 155 Fälle aktiv sind. 23 Personen werden stationär behandelt, drei davon intensivmedizinisch.

Das Schutzmaterial ist weiterhin knapp, wobei sich die Situation bei einigen Artikeln entspannt hat: Bisher wurden 7.000 Liter Desinfektionsmittel geliefert, 1.300 davon über den Freistaat. Bei einem wöchentlichen Erfordernis von etwa 500 Litern Desinfektionsmittel ist der Bedarf aktuell gut gedeckt. Auch Schutzbrillen und Visiere liegen in ausreichender Zahl vor: Etwa 100 Stück werden pro Woche gebraucht. 1.200 wurden vom Landkreis angeschafft, 50 vom Freistaat.

Schlecht sieht es mit Schutzanzügen aus: Ungefähr 1.600 Stück werden wöchentlich benötigt – genauso viele, wie bisher überhaupt angekommen sind. Etwa ein Drittel davon kam vom Freistaat. Ebenso sind Handschuhe nicht ausreichend vorhanden: 55.000 Stück würden gebraucht werden, 14.500 sind aktuell im Lager. 240.000 wurden bisher geliefert, 150.000 davon vom Freistaat.

Angespannt, aber nicht aussichtslos, ist die Lage bei Masken: 20.000 einfache OP-Masken werden pro Woche mindestens benötigt. 75.000 Stück kamen bisher im Landkreis an, 65.000 davon vom Freistaat. Der aktuelle Bestand im Lager reicht für knapp zwei Wochen. FFP2-Masken, die vorrangig im Krankenhaus oder in der Altenpflege verwendet werden, sind nach einer Lieferung aus Russland vom Osterwochenende aktuell genügend vorhanden. Der wöchentliche Bedarf liegt hier bei etwa 10.000 Stück.

Der Landkreis hat bisher Schutzmaterial im Wert von ungefähr 1,5 Millionen Euro bestellt. Die Mittel werden erst nach Erhalt der Ware abgerufen. "Leider sind schon mehrere Lieferungen ausgefallen oder auf einen späteren Zeitpunkt verschoben worden", erklärt Sprecherin Sophie-Marie Stadler vom Landratsamt.

Zur Bewältigung der Corona-Pandemie im Landkreis Miesbach werden der Kreisausschuss und der Kreistag in ihren Sitzungen in der kommenden Woche über eine außerordentliche Mittelbereitstellung in Höhe von 2,5 Millionen Euro entscheiden. Die Schutzmaterialbeschaffungen sollen über dieses Extrabudget abgewickelt werden. Der Freistaat ist bisher nicht in Vorleistung gegangen. Allerdings ist dem Landkreis ein Ersatz der entstehenden Kosten aus dem Corona-Schutzschirm beziehungsweise aus dem Katastrophenschutzfonds des Freistaats in noch unbekannter Höhe in Aussicht gestellt worden.

Alle Schutzmaterialien werden an besonders schutzbedürftige Einrichtungen im Landkreis verteilt. 192 Bedarfsträger werden aktuell versorgt, darunter das Krankenhaus, Ärzte und Pfleger, ambulante Pflegedienste, Alten- und Pflegeheime und Einrichtungen für Menschen mit Behinderung. Auch die Blaulichtorganisationen werden nach Bedarf versorgt.

Es ist angesichts des beschriebenen, kaum ausreichenden Bestands an Schutzmaterial nicht möglich, die Bevölkerung im Landkreis Miesbach flächendeckend zu versorgen. Die Schutzmaterialien, die der Krisenstab beschafft, sind auch nicht für den Alltagsgebrauch geeignet, sondern für die Versorgung und Betreuung von Risikogruppen.

Das Schutzmaterial wird von einer Task-Force innerhalb des Krisenstabs beschafft. Der Ortsverband Miesbach beim THW transportiert das Material und verwaltet das Zentrallager. Disponiert an die Bedarfsträger wird das Material von der Unterstützungsgruppe örtlicher Einsatzleiter, einer kleinen Gruppe besonders geschulter Feuerwehrler und THWler, die sonst bei Großschadenslagen den Kreisbrandrat oder seinen Stellvertreter unterstützt.

Update, 17. April, 7.30 Uhr: Vroni Ettstaller bleibt Bierkönigin

Wegen der Corona-Krise fällt die Wahl zur bayerischen Bierkönigin heuer aus. Somit wird die Amtszeit von Vroni Ettstaller aus Gmund verlängert. Was sie davon hält, lesen Sie in unserem Artikel.

Update, 17.05 Uhr: Johanniter bieten kostenlosen Online-Pflegekurs

Pflegebedürftige trifft die Coronavirus-Pandemie besonders empfindlich: Sie sind als Risikogruppe am meisten von einem schweren Verlauf der Erkrankung Covid-19 gefährdet. Angehörige stellt diese Situation vor besondere Herausforderungen: Betreuungsangebote fallen weg, viele müssen sogar von jetzt auf gleich selbst die Pflege in die Hand nehmen.

Die Johanniter-Unfall-Hilfe gibt auf der Homepage johanniter.de hilfreiche Praxistipps, wie die Pflege zu Hause gut gemeistert werden kann. Auf der Plattform johanniter-pflegecoach.de stellt sie zudem kostenlose Online-Pflegekurse bereit.

Vor Infektionen schützen

Ältere und pflegebedürftige Menschen sind besonders durch das neuartige Virus sowie andere Krankheitserreger gefährdet. Penible Hygieneregeln sind daher äußerst wichtig: Vor jedem Kontakt sollten die Hände mindestens 20 Sekunden lang mit Seife gewaschen und mit einem separaten Handtuch getrocknet werden. Wenn möglich, ist Husten und Niesen im gleichen Raum zu vermeiden, ansonsten bitte in die Armbeuge. „Abstand zu halten ist bei Pflegehandlungen nicht möglich. Empfehlenswert ist daher ein Mund-Nasen-Schutz, um das Risiko einer Tröpfcheninfektion zu senken“, erklärt Elisabeth Feustel, Gerontologin bei den Johannitern. Die Pflegeaufgaben sollten nach Möglichkeit von nur einer Person erbracht werden, die das Gebot des Social-Distancing streng befolgen soll – also möglichst zu Hause bleiben, Einkäufe gegebenenfalls liefern lassen und keine unnötigen Arztbesuche.

Alltag strukturieren und Aktivitäten ermöglichen

Die besondere Situation ist eine Belastung für uns alle. Auch bei älteren, pflegebedürftigen Menschen kann sie Sorgen und Ängste hervorrufen. Feste Rituale und eine Tagesstruktur vermitteln eine gewisse Sicherheit und sind insbesondere für Menschen mit Demenz sehr wichtig. „Schaffen Sie einen Rahmen, etwa mit festen Essenszeiten“, empfiehlt Elisabeth Feustel. „Etwas Abwechslung zwischendurch bringen Aktivitäten wie ein Gesellschaftsspiel, Musikhören oder der Videochat mit den Enkeln.“ Ein Spaziergang kann durch einen kleinen Ausflug auf den Balkon oder zum offenen Fenster ersetzt werden. Je nach körperlicher Verfassung ist es auch ratsam, die pflegebedürftige Person so weit wie möglich selbst aktiv werden zu lassen, anstatt alles abzunehmen.

Bewegung und Kommunikation

Die Aufgabe, eine pflegebedürftige Person zu versorgen, verlangt von den Pflegenden sehr viel ab, während die eigenen Bedürfnisse unter Umständen zu kurz kommen. In der aktuellen Lage fallen obendrein zahlreiche Möglichkeiten weg, etwas für die eigene Entspannung zu tun. „Achten Sie auf sich und suchen Sie nach kreativen Lösungen, sich selbst etwas Gutes zu tun“, rät Elisabeth Feustel. „Halten Sie Kontakt zu Freunden und Familie und planen Sie feste, kleine Auszeiten ein – für ein Sportprogramm, eine Meditationspause oder einen telefonischen Kaffeeklatsch.“

Update, 15.35 Uhr: Diese Gemeinden sind betroffen

Die Zahl der Corona-Erkrankten verteilt sich auf den Landkreis Miesbach wie folgt:

  • Bad Wiessee: 42 (aktiv: 15)
  • Bayrischzell: 16 (aktiv: 3)
  • Fischbachau: 47 (aktiv: 18)
  • Gmund: 47 (aktiv: 18)
  • Hausham: 27 (aktiv: 9)
  • Holzkirchen: 61 (aktiv: 18)
  • Irschenberg: 18 (aktiv: 4)
  • Kreuth: 14 (aktiv: 6)
  • Miesbach: 29 (aktiv: 13)
  • Otterfing: 15 (aktiv: 6)
  • Rottach-Egern: 34 (aktiv: 22)
  • Schliersee: 21 (aktiv: 9)
  • Tegernsee: 16 (aktiv: 6)
  • Valley: 11 (aktiv: 2)
  • Waakirchen: 23 (aktiv: 10)
  • Warngau: 9 (aktiv: 4)
  • Weyarn: 22 (aktiv: 11)
  • Sonstige: 24 (aktiv: 19)

Update, 13.15 Uhr: Rathaus Holzkirchen öffnet wieder eingeschränkt

Mit der Einrichtung von entsprechenden Schutzmaßnahmen erweitert das Rathaus Holzkirchen Schritt für Schritt das Serviceangebot für Bürger. Mit einem vorab vereinbarten Termin können ab Dienstag (21. April) Anliegen und Behördengänge wieder in einem gewissen Umfang erledigt werden.

Das Rathaus bleibt zwar geschlossen, jedoch sind persönliche Termine mit dem zuständigen Sachbearbeiter im Rathaus möglich. Die Termine müssen vorab telefonisch oder per E-Mail vereinbart werden. Die Bürger sind angehalten, einzeln und ohne Begleitperson zum Termin zu erscheinen. Abhängig davon, wie die Bürger das Angebot annehmen, wird die Gemeindeverwaltung die Termine in den einzelnen Aufgabengebieten nach Dringlichkeit und Verfügbarkeit der Mitarbeiter priorisieren.

Diese eingeschränkte Öffnung des Rathauses mit Terminvereinbarung sorgt dafür, dass sich nur eine begrenzte Anzahl von Besuchern im Rathaus bewegt – zum Schutz der Mitarbeiter und der Bürger. Als weitere Maßnahmen wurden zum Beispiel Plexiglaswände an den Arbeitsplätzen installiert und eine Besucherlenkung beschildert.

Zur Terminvereinbarung stehen den Bürgern die folgenden Telefonnummern beziehungsweise E-Mail-Adressen zur Verfügung:

  • Einwohnermeldeamt: 08024/642106 und einwohneramt@holzkirchen.de
  • Soziales: 08024/6420 und soziales@holzkirchen.de
  • Ordnungsamt: 08024/6420 und ordnungsamt@holzkirchen.de
  • Standesamt: 08024/6420 und standesamt@holzkirchen.de
  • Bauamt-Verwaltung: 08024/642310 und bauamt-verwaltung@holzkirchen.de
  • Bauamt-Technik: 08024/642304 und bauamt-technik@holzkirchen.de
  • Finanzverwaltung: 08024/642221 und kaemmerei@holzkirchen.de
  • Weitere Abteilungen: 08024/6420 und info@holzkirchen.de

Viele Dinge lassen sich auch telefonisch oder per E-Mail und ohne persönliche Vorsprache regeln. Das zeigte die vergangene gut vierwöchige Schließung für den Parteiverkehr. Aus diesem Grund bittet das Rathaus die Holzkirchner, auch weiterhin vorrangig und sofern möglich die Kommunikationswege per Telefon oder per E-Mail zu nutzen.

Update, 12 Uhr: Haushamer Teams in eFootball-League

In der Corona-Krise tritt Kicken mit Konsole in den Fokus. Mit dem FC Hausham 07 und Türk Spor Hausham sind zwei hiesige Mannschaften in der eFootball-League dabei. Wie das geht, lesen Sie hier.

Update, 11.20 Uhr: Zahl der Genesenen steigt

Die Zahl der aktiven Fälle sinkt im Landkreis weiter: Während nur ein zusätzlicher positiver Befund gemeldet wurde, stieg die Zahl der Genesenen um 24 im Vergleich zu Vortag. Eine weitere Person aus dem Landkreis Miesbach verstarb im Zusammenhang mit dem Coronavirus. Es handelt sich um eine 87-Jährige. 22 Personen werden stationär behandelt, drei davon intensivmedizinisch.

Der positive Trend der vergangenen Tage setzt sich also fort. Angesichts dieser stagnierenden Zahlen steht ein Hilfskrankenhaus für den Landkreis Miesbach derzeit nicht zur Debatte. Vor einigen Wochen, zu Beginn der Krise, waren die Rahmenbedingungen für mögliche Hilfskrankenhäuser vom Gesundheitsministerium gesetzt worden.

Ein mögliches Hilfskrankenhaus würde bei Bedarf für den gesamten Rettungszweckverband – in unserem Fall Stadt und Landkreis Rosenheim und Landkreis Miesbach – entschieden werden. Dazu müsste der ärztliche Leiter der Führungsgruppe Katastrophenschutz, Michael Städtler, über die Errichtung und den Standort entscheiden. Zwar wurde in den vergangenen Wochen vorsorglich ein Konzept für ein mögliches Hilfskrankenhaus innerhalb des Rettungszweckverbands ausgearbeitet, es gibt aber keinen Standort. Bisher sind etwa 65 Prozent der für die Behandlung von Covid-Patienten vorgesehenen Kapazitäten im Rettungszweckverband ausgelastet. Darüber hinaus wären kurzfristig zusätzlich weitere Kapazitäten möglich, die momentan aber nicht für die Covid-Behandlung vorgehalten werden.

Zur Entlastung der Akutkrankenhäuser werden sowohl Covid- als auch Nicht-Covid-Patienten verstärkt in andere Einrichtungen verlegt. Beispielsweise Reha-Kliniken eignen sich dafür gut, da sie im Gegensatz zu Hotels oder anderen Objekten bereits über eine medizinische Infrastruktur verfügen. Für den Landkreis Miesbach wurde die Klinik Medical-Park St. Hubertus in Bad Wiessee ausgewählt, die mit der Übernahme von post-stationären Covid-Patienten das Krankenhaus Agatharied entlasten soll. Etwa zehn Covid-Patienten wurden bereits verlegt. Die Klinik hat alle vom Gesundheitsamt geforderten Auflagen sofort umgesetzt. Die Isolierstation wurde in der Zwischenzeit zweimal ohne Beanstandungen kontrolliert.

Die Klinik Alpenpark in Bad Wiessee übernimmt künftig bei Bedarf Nicht-Covid-Patienten zur Entlastung des Krankenhauses Agatharied. Verlegt werden nur Patienten, die keine intensivmedizinische Betreuung benötigen, die aber aufgrund eines erhöhten Unterstützungsbedarfs noch nicht in ihre Pflegeheime, Kurzzeitpflege oder Familien zurückverlegt werden können.

Die Akutversorgung läuft unabhängig von Corona weiter in den Krankenhäusern: „Niemand muss Angst davor haben, ins Krankenhaus zu gehen“, erklärt Steffen Herdtle, der die zentrale Notaufnahme in Agatharied leitet. Rettungsdienst, Notarzt und Notaufnahme versorgen alle Patienten nach wie vor bestmöglich.

Update, 16. April, 9 Uhr: GWM erlässt Beiträge

Die Gemeinschaftswerbung Kreisstadt Miesbach (GWM) wird auf den Einzug beziehungsweise die Rechnungstellung für die Monate April, Mai und Juni verzichten. "Wir möchten uns damit als Verein unseren Mitgliedern gegenüber solidarisch zeigen und eine kleine finanzielle Erleichterung schaffen", erklärt 1. Vorstand Florian Brunner. Die monatlichen und quartalsweisen Rechnungen entfallen in diesem Zeitraum. Bei jährlicher Zahlung wird der Beitrag in der nächsten Rechnungstellung um 25 Prozent gekürzt – auf Nachfrage könne aber auch heute schon eine Gutschrift erteilt werden.

Der Verzicht erfolgt automatisch. "Sollte ihr Betrieb in dieser Situation erfreulicherweise nicht oder wenig betroffen sein, können Sie den Beitrag natürlich auch in diesen Monaten freiwillig leisten", erklärt er. "Für diesen Fall geben Sie uns bitte eine kurze Rückmeldung."

Update, 15.35 Uhr: Diese Gemeinden sind betroffen

Die Zahl der Corona-Erkrankten verteilt sich auf den Landkreis Miesbach wie folgt:

  • Bad Wiessee: 41 (aktiv: 17)
  • Bayrischzell: 16 (aktiv: 4)
  • Fischbachau: 47 (aktiv: 20)
  • Gmund: 47 (aktiv: 19)
  • Hausham: 27 (aktiv: 12)
  • Holzkirchen: 61 (aktiv: 22)
  • Irschenberg: 18 (aktiv: 4)
  • Kreuth: 14 (aktiv: 6)
  • Miesbach: 29 (aktiv: 14)
  • Otterfing: 15 (aktiv: 7)
  • Rottach-Egern: 34 (aktiv: 23)
  • Schliersee: 21 (aktiv: 10)
  • Tegernsee: 16 (aktiv: 8)
  • Valley: 11 (aktiv: 3)
  • Waakirchen: 23 (aktiv: 13)
  • Warngau: 9 (aktiv: 5)
  • Weyarn: 21 (aktiv: 11)
  • Sonstige: 25 (aktiv: 19)

Update, 11 Uhr: Regionaler Shop geht online

In Zeiten von Corona: Regional online einkaufen und heimische Produzenten bequem von zu Hause unterstützen, das geht jetzt problemlos. Ein regionaler Onlineshop geht dieser Tage an den Start.

Update, 15. April, 9.30 Uhr: Landratsamt bestätigt positive Tendenz

Die Zahl der positiven Testergebnisse, die aus den Laboren an das Gesundheitsamt Miesbach gemeldet werden, stagniert weiter: Von Montag (13. April) auf Dienstag (14. April) wurde erneut nur ein positiver Fall angezeigt – aktueller Stand 475. Zusammen mit dem leichten Anstieg der Zahl der Genesenen – plus neun auf 251 – sinkt die Zahl der aktiven Fälle auf 217. Stationär werden derzeit 13 Covid-Patienten betreut, drei davon intensivmedizinisch.

Fünf Landkreisbürger sind bisher im Zusammenhang mit dem Coronavirus verstorben. Es handelt sich um zwei Frauen und drei Männer zwischen 68 und 93 Jahren. Der jüngste bestätigte Covid-Infizierte ist wenige Monate alt, der älteste 93 Jahre. 45 Prozent aller positiv Getesteten im Landkreis Miesbach sind weiblich.

Im bayernweiten Vergleich der relativen Betroffenheit steht der Landkreis Miesbach inzwischen nur noch an 9. Stelle. Stadt und Landkreis Rosenheim, mit denen der Landkreis Miesbach zusammen den Rettungszweckverband bilden, rangieren jedoch auf den Plätzen 10 und 4.

"Als Ergänzung zu den bisher angebotenen Zahlen liefern wir nun auch die bestätigten Neuinfektionen pro Tag in der dritten Grafik", erklärt Sprecherin Sophie-Marie Stadler vom Landratsamt. "Der Ausreißer von 98 Fällen vom 22. auf den 23. März erklärt sich damit, dass zufällig gleich mehrere Labore erst nach dem Wochenende gleichzeitig ihre Befunde an das Gesundheitsamt gemeldet haben."

Generell sei die Tendenz der bestätigten Neuinfektionen erfreulich, heißt es weiter. Allerdings sei mit einem erneuten Anstieg in den kommenden Tagen zu rechnen, da einige Labore über die Osterfeiertage in kleinerer Besetzung gearbeitet haben.

Update, 15.20 Uhr: Blutspendetermine im April finden statt

Wie das Bayerische Rote Kreuz im Landkreis Miesbach mitteilt, werden die geplanten Blutspendetermine im April wie gewohnt stattfinden. Zwar ist Ende März ein Termin kurzfristig abgesagt worden, doch, wie Simon Horst vom BRK mitteilt, war dies ein Einzelfall. Im April werden im Landkreis zwei Termine stattfinden. Blutspender, die gesund sind, sich nicht in einem Risikogebiet aufhielten und an Corona nicht erkrankt oder deswegen in Quarantäne sind, können wie gewohnt zur Blutspende kommen. Zwar erfordert die aktuelle Situation zusätzliche Schutzmaßnahmen, ein Ausfall jedoch kommt für das BRK nicht infrage.

Aufgrund der besonderen Maßnahmen musste der Termin in Bad Wiessee in eine andere Örtlichkeit verlegt werden. Wie schon damals nach der schweren Brandkatastrophe im Hilfeleistungszentrum in Bad Wiessee hat der hiesige Gasthof zur Post seine Räume auch diesmal wieder bereitgestellt. „In den neuen Räumlichkeiten können die erforderlichen Abstände eingehalten werden.“, erklärt Simon Horst. Blutspender müssen sich auf etwas längere Wartezeiten einstellen, da bereits am Eingang zur Blutspende zusätzlich Fieber gemessen werden muss. Auch dürfen sich nicht zu viele Personen gleichzeitig in den Räumen aufhalten. „Diese Maßnahmen dienen der Sicherheit der Blutspender und des Personals. Wir sind aber sicher, dass alle Blutspender dafür Verständnis aufbringen werden und möchten uns schon jetzt für diese Unannehmlichkeiten entschuldigen.“, sagt er.

Termine im April:

  • Dienstag, 14. April, 16 bis 20 Uhr: Gasthof zur Post in Bad Wiessee
  • Freitag, 17. April, 16 bis 20.30 Uhr: Vitalwelt Schliersee

Unterdessen fällt der monatliche Kaffeenachmittag des VdK-Ortsverbandes Rottach-Egern/Kreuth wegen der anhaltenden Corona-Krise aus.

Update, 13.15 Uhr: Lösung für Hotels und Gaststätten

Gute Nachrichten für Gaststätten und Hotels in Bayern, die zwar über eine Betriebsschließungsversicherung verfügen, deren Anwendbarkeit im Rahmen der Corona-Pandemie allerdings strittig ist. Das bayerische Wirtschaftsministerium hat nun zusammen mit den Branchenverbänden und Versicherungsunternehmen eine Lösung ausgearbeitet. Die gemeinsame Empfehlung sieht vor, dass die Versicherer zwischen 10 und 15 Prozent der bei Betriebsschließungen jeweils vereinbarten Tagessätze übernehmen und an die Gaststätten und Hotels auszahlen.

Die Empfehlung wurde bisher von den folgenden Organisationen und Versicherungsunternehmen unterzeichnet:

  • Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie
  • Dehoga Bayern
  • Vereinigung der bayerischen Wirtschaft
  • Versicherungskammer Bayern
  • Allianz
  • Die Haftpflichtkasse VVaG.

Weitere Unternehmen haben ihre Unterstützung bereits signalisiert. Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Das heutige Ergebnis ist aus Sicht aller Beteiligten eine tragfähige und vernünftige Lösung für beide Branchen. Das Signal ist deutlich: Bayern lässt die Gastronomen und Hoteliers in der Krise nicht im Stich. Wir befinden uns in einer noch nie dagewesenen Situation. Deshalb bin ich sehr froh, dass Versicherungsunternehmen, die vbw und der Hotel- und Gaststättenverband sich auf dieses Vorgehen geeinigt haben. Angesichts der angespannten betriebswirtschaftlichen Lage vieler Betriebe wäre es äußerst wünschenswert, wenn sich nun weitere Versicherungsunternehmen dieser Empfehlung anschließen würden."

Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (M.) mit Vertretern von Dehoga Bayern, vbw und Versicherungskammer Bayern sowie den Versicherungsunternehmen Allianz und Die Haftpflichtkasse VVaG.

Unter Berücksichtigung der statistischen Durchschnittswerte für die Zusammensetzung der Betriebsaufwände im Hotel- und Gaststättengewerbe reduziert sich durch zahlreiche Unterstützungsmaßnahmen wie Kurzarbeitergeld und Soforthilfen aus Bund und Land sowie durch die ersparten Aufwendungen zum Beispiel für Materialkosten der wirtschaftliche Schaden eines Unternehmens im Durchschnitt um rund 70 Prozent. Im Hinblick auf die verbleibenden Einbußen in Höhe von zirka 30 Prozent sind die Versicherer bereit, einen freiwilligen Beitrag zu leisten und ihren Kunden dadurch kurzfristig weitere Liquidität zur Verfügung zu stellen.

Update, 12.15 Uhr: Osterbilanz der Polizei

Den Charaktertest habe die Bevölkerung bestanden, heißt es von der Polizei, denn auch über die Osterfeiertage habe sich eine hohe Akzeptanz der Corona-Maßnahmen gezeigt. Ein Rettungseinsatz in Kreuth hat die Bilanz jedoch getrübt.

Update, 14. April, 9.15 Uhr: Positive Bilanz zum Osterwochenende

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) zieht eine positive erste Bilanz, wie die Ausgangsbeschränkung zum Eindämmen des Coronavirus am langen Osterwochenende eingehalten wurde: "Die allermeisten haben sich bislang sehr vorbildlich an unsere Schutzregeln gehalten, trotz schönstem Osterwetter."

Laut Herrmann gab es an allen Tagen nur einen geringen bis mäßigen Ausflugsverkehr. In den Naherholungsgebieten waren vor allem nachmittags viele Fußgänger und Radfahrer an der frischen Luft unterwegs. In den Bergen gab es nur wenige Wanderer.

Für die gezeigte Vernunft und Disziplin ist Herrmann außerordentlich dankbar, denn nur mit größter Vorsicht und Rücksichtnahme könne verlangsamt werden, dass sich das hochgefährliche Coronavirus ausbreitet. "Die Infektionslage hat sich bislang bereits leicht entspannt", erklärt der Minister. "Darauf müssen wir auch die kommenden Tage aufbauen."

Die bayerische Polizei hat das Einhalten der Ausgangsbeschränkung vor allem an beliebten Treffpunkten und Ausflugsorten verstärkt kontrolliert. Dabei wurden die örtlichen Polizeiinspektionen täglich mit bis zu 400 Kollegen der Bereitschaftspolizei unterstützt. Wie Herrmann erläuterte, hat die Polizei am Osterwochenende von Freitag, 10. April, 6 Uhr, bis Montag, 13. April, 6 Uhr, rund 78.000 Kontrollen durchgeführt, die nicht nur die Ausgangsbeschränkung selbst umfassten, sondern beispielsweise auch Kontrollen der Gastronomie und Ladengeschäfte.

Dabei mussten die Polizisten bislang rund 10.000 Verstöße verzeichnen. Am meisten war am Ostersamstag (11. April) mit rund 27.000 Kontrollen und zirka 3.800 Verstößen los, am wenigsten am Ostersonntag (12. April) mit etwa 24.000 Kontrollen und rund 3.100 Verstößen. Seit dem Beginn der Ausgangsbeschränkung am 21. März gab es bayernweit bereits etwa 591.000 Kontrollen sowie 73.000 festgestellte Verstöße.

Wichtige Informationen rund um die Schutzmaßnahmen gegen das Coronavirus gibt es unter www.innenministerium.bayern.de.

Update, 19 Uhr: Otterfinger Firma spendet Atemmasken

Ein Aufruf an die Belegschaft der Firma Vermes-Microdispensing in Otterfing hat eine spontane Spende von 1.000 Atemmasken für den Landkreis Miesbach ergeben. Mehr dazu lesen Sie hier.

Update, 17.20 Uhr: Landratsamt bestätigt 242 Gesundete

Die Zahl der Covid-Fälle im Landkreis Miesbach steigt weiter leicht an, nämlich auf 474. Gleichzeitig wächst aber die Zahl der Gesundeten auf 242, sodass die Zahl der aktiven Fälle weiter sinkt.

Update, 12 Uhr: Harte Zeiten für Einzelhändler und Gewerbetreibende

Trist und traurig präsentiert sich derzeit die regionale Kauf-lokal-Welt. Die Idee entstand im Zuge der Mach-mit-Kauf-lokal-Aktion bereits vor einiger Zeit durch die Initiative von Mario Haitzer, dem hiesigen Immobilienmakler von Rimaldi. Die Kaufkraft soll im Ort bleiben und nicht im Internet versickern. Denn Amazon, Zalando und Co. tun nichts für unsere Region, außer sie mit Lieferverkehr zu belasten.

Für 2020 war angedacht, alle Läden in Holzkirchen für einen Tag zu schließen. Die Schaufenster verdunkelt. Quasi eine Simulation, wie unser schöner Ort ohne seine Geschäfte aussieht. „Zappenduster“ sollte die Aktion heißen.

"Dieses Geisterstadt-Szenario erleben wir nun alle aus anderem Grund – und das noch eindrucksvoller", heißt es in einer Mitteilung. Die Läden sind voller von den Händlern bezahlter Waren, aber nahezu jeder Laden musste schließen. "Die gute Nachricht ist, dass wir uns die leere Straßen und die geschlossenen Geschäfte nicht mehr lange ansehen müssen."

Die Einzelhändler hätten mittlerweile „Des back ma scho“ hinter sich gelassen. Aktuell herrsche die pure Panik mit Existenzangst. "Zeit zum Nachdenken haben wir jetzt: Muss alles immer und ständig übers Netz gehen?", heißt es weiter. "Unsere Läden sind voll mit (Frühlings)-Ware und warten nach Beendung der erzwungenen Schließung nur auf kauffreudige Kundschaft."

Mario Haitzer sendet daher einen Appell an alle Verbraucher, Käufer und Besteller. „Stärkt den regionalen Einzelhandel und kauft lokal! Stellt Euch die wichtige Frage bei Eurer nächsten Internet-Bestellung: Geht das nicht auch lokal im nächsten Laden mit persönlicher und netter Beratung? Unsere Einzelhändler können nur mit dieser Einstellung weiter- und überleben. Sozial und solidarisch – das können wir doch!“

Alle, die bei der Kauf-lokal-Aktion mitmachen, erkennt man am blauen oder orangefarbenen Aufkleber „In Hoizkiacha dahoam. Ich kauf lokal!“ oder „In Warngau dahoam“, zum Beispiel an der Ladentür oder am Schaufenster. Viele Bürger setzen die Idee schon um und nutzen die Aufkleber auf ihrem Auto, Rad, Briefkasten oder ihrer Einkaufstasche. Sie zeigen damit, dass ihnen ihr Dahaom was bedeutet.

Update, 13. April, 8.45 Uhr: Innenminister und Landtagspräsidentin in Miesbach

Innenminister Joachim Herrmann und Landtagspräsidentin Ilse Aigner (beide CSU) haben sich jüngst über den Corona-Hotspot Miesbach informiert. Welche Hilfe sie zugesagt haben, erfahren Sie hier.

Update, 16.10 Uhr: Online-Suchtberatung der Caritas-Fachambulanz

Die Caritas-Fachambulanz für Suchterkrankung und -gefährdung bietet ab sofort Online-Beratung an. „Wir möchten auch in dieser Krisensituation für Ratsuchende erreichbar sein und schaffen mit der kostenlosen Online-Beratung eine gute Möglichkeit, Kontakt zu uns aufzunehmen“, heißt es. „Außerdem erhoffen wir uns, Menschen zu erreichen, die nicht mit dem Auto oder öffentlichen Verkehrsmitteln zu uns kommen können oder deren Scham zu hoch ist, Hilfe in Anspruch zu nehmen.“

Durch die Online-Beratung könne diese erste Hürde leichter überwunden werden. Alle Anfragen bleiben anonym und Ratsuchende können selbst entscheiden, welche Informationen sie von sich preisgeben möchten. Weitere Infos unter caritas.de/onlineberatung.

Update, 12.25 Uhr: Hospizkreis berät per Telefon

Die Corona-Pandemie bestimmt derzeit das Leben fast aller. Dennoch hören die Helfer des Hospizkreises weiterhin zu – auch in Zeiten der Isolation, wenn Schmerz und Trauer nur still und alleine gelebt werden können. Derzeit wird aufgrund der Corona-Krise verstärkt telefonische Begleitung für Angehörige von sterbenden Menschen und für trauernde Menschen angeboten.

Menschen werden nur im engsten Familienkreis beerdigt. Trauerfeiern für liebe und nahestehende Menschen müssen auf unbestimmte Zeit verschoben werden. Kranke und sterbende Menschen können nur begrenzt besucht und begleitet werden. „In Zeiten von Corona sind wir mit einer ganz neuen Situation konfrontiert“, heißt es in einer Mitteilung. Das Abschiednehmen findet aufgrund der Infektionsgefahr oft nur in einem begrenzten Rahmen statt, sterbende Menschen können teilweise nicht persönlich begleitet werden. Trauerkultur, stärkende Rituale, tragende Gemeinschaften und eine enge Begleitung können nur eingeschränkt gelebt werden. Manche Menschen sind gezwungen, den Verlust eines lieben Menschen in sozialer Isolation alleine und einsam erleben und tragen zu müssen.

Besonders trauernde Menschen und Menschen, die sich aktuell von einem lieben Nahestehenden verabschieden müssen, brauchen ein Gegenüber, um erzählen zu können, was sie erlebt haben, was sie bedrückt und ängstigt. „Wir vom Hospizkreis möchten Sie in dieser schweren Zeit und der notwendigen, sozialen Distanz nicht alleine lassen“, heißt es weiter. „Wir begleiten Sie telefonisch oder über Videoanruf in dieser schweren Zeit.“

Die Gespräche sind kostenfrei und unverbindlich. Erreichbar ist das Team des Hospizkreises werktags, von 9 bis 12 Uhr, unter Telefon 08024/4779855. Es wird auch auf jeden Anruf geantwortet, der auf dem Anrufbeantworter vorgefunden wird.

Update, 10.55 Uhr: Virtuelle Kulturbühne etabliert

Wie die Kulturschaffende im Landkreis Miesbach der Corona-Krise trotzen, lesen Sie in unserem Artikel.

Update, 12. April, 9 Uhr: DAV appelliert zu Verzicht auf Bergtouren

Das gute Wetter der Osterfeiertage verlockt nach draußen. In normalen Zeiten würde der Deutsche Alpenverein (DAV) Tipps und Infos rund um den Bergsport herausgeben. Angesichts der Corona-Krise appelliert der DAV hingegen eindringlich, keine Bergtouren zu unternehmen.

Der DAV bedankt sich bei allen, die am vergangenen Wochenende und an den letzten sonnigen Tagen nicht Richtung Berge aufgebrochen sind, sondern auf die Berge warten.

Für die Osterfeiertage weist der DAV nochmals auf seinen Appell hin, keine Bergtouren zu unternehmen. Es geht dabei sowohl um Bergtouren in den bayerischen Alpen, als auch um Wanderungen in den deutschen Mittelgebirgen oder Kletterausflüge am Fels. In Bewegung zu bleiben ist natürlich wichtig, doch dabei sollte man sich an die Kontaktbeschränkungen halten und im näheren Umfeld des Aufenthaltsortes bleiben – auf jeden Fall nirgends hingehen, wo eine Verletzung einen schwierigen Abtransport erfordern würde. Gemeinsam könne man ein Zeichen setzen und einen Beitrag leisten für eine Lockerung der aktuell geltenden Bestimmungen und damit für eine Rückkehr zur Normalität.

Es gehe darum, erklärt DAV-Präsident Josef Klenner, alpine Notfälle zu verhindern und dadurch sowohl das Rettungswesen als auch die Krankenhäuser zu entlasten. Mit Blick auf die Situation an zurückliegenden schönen Tagen nennt er einen weiteren Grund für seinen Appell: „Besonders beliebte Wanderziele können so stark frequentiert sein, dass auch ein Infektionsrisiko besteht.“

Rettungs- und Gesundheitssystem entlasten

Bergsport ist gesund, Unfälle und Notfälle sind auf einzelne Aktive gerechnet sehr selten. Wo viele Menschen unterwegs sind, sieht das aber ganz anders aus: An schönen Wochenende im Frühjahr sind 40 Einsätze und mehr für die Bergwacht in den bayerischen Alpen keine Seltenheit. Normalerweise sind solche Einsatzzahlen zu bewältigen, in Zeiten von Corona aber kaum. Zum einen ist der Aufwand pro Rettung wegen der Pflicht zum Einsatz von Infektionsschutz-Ausrüstung erheblich größer. Zum anderen können einzelne Covid-19-Infizierte ganze Rettungsteams in Quarantäne zwingen. Diese beiden Aspekte zeigen: Das alpine Rettungssystem steht in Corona-Zeiten bereits bei wenigen Einsätzen erheblich unter Druck. Hinzu kommt die zusätzliche Belastung der Krankenhäuser. Es ist eine Frage der gesellschaftlichen Solidarität, ob Freizeitunfälle in Krisenzeiten die Belastung des Gesundheitssystems erhöhen sollten.

Auch das Team der Öffentlichkeitsarbeit beim DAV schließt sich dem Slogan "Die Berge warten, wir auch" an. Das gilt auch für die Osterfeiertage.

Übrigens: Viele Bergsportler sind – möglicherweise zu Recht – davon überzeugt, ihre Touren besonders sorgfältig und defensiv zu planen und der Bergwacht sicherlich nicht zur Last zu fallen. Trotzdem sollten sie sich fragen, ob sie gegen Fehleinschätzungen, Blackouts oder einfach Pech gefeit sind. Hinzu kommt: Es ist zwar Frühling, aber in den Bergen herrscht noch Winter. An diesem Wochenende wird der jüngste Neuschnee noch nicht abgetaut sein. Es besteht also eine erhöhte Gefahr von Abrutschen und Steinschlag.

Infektionsrisiko auch in den Bergen

Bei einem Großteil der Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Krise geht es um die Reduzierung der sozialen Kontakte mit dem Ziel, die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen. Eine Bergtour steht diesem Ziel zunächst nicht entgegen, solange man alleine oder nur innerhalb der jeweiligen häuslichen Gemeinschaften unterwegs ist. Anders sieht es aus, wenn Wanderungen überlaufen sind: An den oftmals kleinräumigen Gipfeln kommen sich die Menschen zwangsläufig näher, als es sein sollte. Am Weg dorthin sind viele nach oben unterwegs, andere gehen bergab. Wer aneinander vorbei will, muss den Sicherheitsabstand verletzen, weil Bergwege oftmals schmal sind, insbesondere jetzt im Frühjahr, wo teils noch Schnee liegt. Dabei müssten Bergsportler eigentlich mehr Abstand halten. Schließlich atmen sie öfters und tiefer ein und aus.

Klettern und Bouldern

Kletterhallen sind inzwischen flächendeckend geschlossen. Es liegt nun freilich nahe, dass viele Aktive an die Kletterfelsen in den Mittelgebirgen ausweichen. Wie bei den Bergtouren lautet der Appell des DAV allerdings: Bitte geht nicht klettern! Die Gründe sind die gleichen wie beim Bergwandern. Unfälle können passieren, ein gewisses Infektionsrisiko besteht. Im angehenden Frühling drängen sich die Kletterer an den sonnigen und bekannten Felsen – und das umso mehr, weil eben die Hallen geschlossen sind.

In Bewegung bleiben

Bergsport im engeren Sinne ist also derzeit nicht empfehlenswert. Durchaus sinnvoll ist es hingegen, in Bewegung zu bleiben. Das kann ein Spaziergang im Wald um die Ecke sein, vielleicht auch eine leichte Wanderung am nahe gelegenen Hügel oder eine Joggingrunde im Park. Wichtig ist dabei nur, soziale Kontakte über die häusliche Gemeinschaft hinaus zu vermeiden. „An die frische Luft gehen ist wichtig, um gesund und fit zu bleiben“ sagt Josef Klenner und schaut dabei auch in die Zukunft. „Die Zeit der Bergtouren wird wieder kommen.“ Bis dahin gibt der DAV unter alpenverein.de/berge-zuhause viele Tipps, wie man der Bergsehnsucht begegnen kann, ohne dorthin fahren zu müssen.

Bergsport und Corona – die rechtliche Situation

In Bayern gilt eine relativ weitgehende Ausgangsbeschränkung, das Verlassen der eigenen Wohnung ist nur aus triftigen Gründen erlaubt. Zu diesen triftigen Gründen gehören explizit „Sport und Spazierengehen an der frischen Luft“. Das bedeutet: Bergsport ist nicht verboten. Allerdings heißt es in den Empfehlungen des bayerischen Innenministeriums: „Unter dem Aspekt des Gemeinwohls möchten wir Sie bitten, zu Hause zu bleiben beziehungsweise Bewegung an der frischen Luft in der unmittelbaren näheren Umgebung durchzuführen. Es wird dringend davon abgeraten, am Wochenende Ausflüge in die Berge zu unternehmen.“

Update, 19.10 Uhr: kbo-Lech-Mangfall-Klinik unterstützt Krankenhaus Agatharied

In der Corona-Krise kooperiert die kbo-Lech-Mangfall-Klinik noch enger mit dem Krankenhaus Agatharied. Das hilft vor allem den Patienten, aber auch den Mitarbeitern. Wie, das lesen Sie in unserem Artikel.

Update, 13.35 Uhr: Kreuz aus Licht am Wallberg

"Vielleicht haben sich einige gewundert, dass hier plötzlich ein Kreuz am Wallberg kurzfristig angestrahlt war mit Laser", berichtet Monsignore Pfarrer Walter Waldschütz vom Pfarrverband Tegernsee–Egern–Kreuth. Es soll ein Zeichen der Hoffnung setzen in dieser unwirklichen Zeit, in der Ostern zum ersten Mal ohne gemeinschaftlichen Gottesdienst gefeiert werden muss.

Der Wallberg wird anlässlich der Ostertage von einem Kreuz als Zeichen der Hoffnung erhellt.

Zumal der bayerische Verwaltungsgerichtshof vergangene Woche einen Eilantrag gegen das Verbot des Gottesdienstbesuchs abgelehnt hat. "Die vom Staatsministerium für Gesundheit und Pflege erlassene Verordnung untersagt landesweit Veranstaltungen und Versammlungen", heißt es in der Begründung. "Dies gilt auch für Zusammenkünfte in Kirchen, Moscheen und Synagogen sowie anderer Glaubensgemeinschaften."

Der Antragsteller fühlte sich als gläubiger Katholik in seiner Religionsausübungsfreiheit als Teil seiner grundrechtlich geschützten Glaubensfreiheit verletzt. Das Erzbistum München und Freising, dem derjenige angehört, hat alle gemeinschaftlichen Gottesdienste hingegen aus freien Stücken abgesagt. Somit bestehe gar nicht die Möglichkeit, an einem solchen teilzunehmen.

Update, 12 Uhr: Landratsamt bestätigt 458 Fälle

Die Zahl der Covid-Fälle im Landkreis Miesbach steigt weiter leicht an, nämlich um plus neun auf 458. Gleichzeitig bleibt aber die Zahl der Gesundeten stabil bei 229.

Parallel dazu hat Bayerns Innenminister Joachim Herrmann aufgrund der Corona-Ausgangsbeschränkungen rund um Ostern polizeiliche Kontrollen mit Augenmaß und Fingerspitzengefühl angekündigt. Das Sitzen auf Parkbänken sei unproblematisch, nur eines sei entscheidend: Abstand wahren.

"Die Freiheit der Menschen ist ein überragendes Gut, niemand soll in Bayern das Gefühl haben, er würde unnötig gegängelt", heißt es. Im Zentrum aller Bemühungen stehe stets der Schutz vor Infektionen. "Es spricht daher überhaupt nichts dagegen, wenn sich jemand im Rahmen seines Spaziergangs allein, mit der Familie oder sonstigen Angehörigen seines Hausstandes zwischendurch auf eine Parkbank in die Sonne setzt", stellt Joachim Herrmann nochmals richtig. "Es spielt für das Infektionsrisiko auch keinerlei Rolle, ob jemand dabei ein Buch oder eine Zeitung liest oder etwa ein Eis isst." Dasselbe gelte für ein Sonnenbad im Park oder auf einer Wiese. "Entscheidend ist am Ende des Tages, Gruppenbildungen zu vermeiden und mindestens 1,5 Meter Abstand zu anderen zu wahren."

Sogenannte Corona-Partys, Grillfeiern im Park oder sonstige Gruppenbildungen außerhalb des eigenen Hausstandes sind hingegen weiterhin nicht erlaubt. Den allermeisten Menschen sei nach dem gesunden Menschenverstand völlig klar, welche Situationen unbedingt zu meiden sind. "Nach wie vor halten sich die allermeisten vorbildlich an die bestehenden Beschränkungen", lobt der Innenminister. Wer sich dagegen bewusst über die Regeln hinwegsetze und damit sich und andere gefährde, müsse weiterhin mit saftigen Geldbußen rechnen.

Update, 9.25 Uhr: Kar- und Ostertage im Pfarrverband Tegernsee–Egern–Kreuth

Die Kirchen des Pfarrverbands Tegernsee–Egern–Kreuth sind während der Ostertage täglich geöffnet und an den Kar- und Ostertagen werden sie zusätzlich passend zur Tagesliturgie gestaltet und laden zum Gebet und zum Innehalten ein. Bilder davon werden auch auf der Homepage präsentiert.

Am Karsamstag können Osterkörbchen mit Speisen von 16 bis 18 Uhr in die Pfarrkirchen gebracht werden. Diese werden dort unter Ausschluss der Öffentlichkeit gesegnet. Das Exultet, gesungen von einem Jugendlichen aus dem Pfarrverband, wird auf der Homepage www.pv-tek.de übertragen. Zwischen 19 und 21 Uhr können die Körbe wieder abgeholt werden.

Am Ostersonntag kann während der Öffnungszeiten das Osterlicht aus der Kirche nach Hause geholt werden. "Bitte schützen Sie sich und andere, indem Sie die Sicherheitsabstände einhalten und die bekannten Hygienevorschriften beachten", teilt der Pfarrverband mit.

Update, 11. April, 7.30 Uhr: Johanniter mit neuem Angebot

Ein offenes Ohr hat die Johanniter-Unfall-Hilfe vor allem über die Ostertage. Wem es aufgrund der Corona-Ausgangsbeschränkungen zu ruhig wird, der kann anrufen. Mehr dazu hier.

Update, 18.40 Uhr: Regionale Gutschein-Plattform "Jetzt zamhelfen"

Die Gutschein-Plattform "Jetzt zamhelfen" ermöglicht es Betrieben, alpenweit Einkommen zu erwirtschaften. Wie die Aktion funktioniert, lesen Sie in unserem Artikel.

Update, 17.05 Uhr: Diese Gemeinden sind betroffen

Die Zahl der Corona-Erkrankten verteilt sich auf den Landkreis Miesbach wie folgt:

  • Bad Wiessee: 39 (aktiv: 16)
  • Bayrischzell: 17 (aktiv: 6)
  • Fischbachau: 45 (aktiv: 20)
  • Gmund: 44 (aktiv: 17)
  • Hausham: 24 (aktiv: 13)
  • Holzkirchen: 56 (aktiv: 22)
  • Irschenberg: 18 (aktiv: 4)
  • Kreuth: 13 (aktiv: 6)
  • Miesbach: 25 (aktiv: 10)
  • Otterfing: 13 (aktiv: 5)
  • Rottach-Egern: 33 (aktiv: 23)
  • Schliersee: 21 (aktiv: 12)
  • Tegernsee: 16 (aktiv: 8)
  • Valley: 11 (aktiv: 4)
  • Waakirchen: 20 (aktiv: 11)
  • Warngau: 9 (aktiv: 6)
  • Weyarn: 19 (aktiv: 12)
  • Sonstige: 26 (aktiv: 21)

Update, 11.55 Uhr: Osteraktion des Kinderhauses Bayrischzell

Ein wenig Aufmunterung und gute Laune sind gerade in dieser schwierigen Zeit äußerst wertvoll. So ist auch eine Aktion des Kinderhauses St. Margareth in Bayrischzell eine tolle Aktion. Das Team um Kinderhausleiterein Bettina Winkel hat Osterüberraschungen für alle Kinder verteilt. Die Mädchen und Buben durften sich über Bastelanleitungen, Backrezepte, Spiele und Ostergeschichten freuen. „Dabei haben wir auch versucht, mit der Zeit zu gehen“, erklärt Bettina Winkel zu der Aktion und schreibt: „Falls sich also jemand in Deutschland wundert, wo das ganze Klopapier hin ist: Der Osterhase hat es!“ oder besser gesagt: jetzt die Bayrischzeller Kinder.

Nette Aktion: Das Kinderhaus St. Margareth in Bayrischzell hat Osterüberraschungen gepackt und verteilt.

Update, 11.05 Uhr: Landratsamt bestätigt 229 Gesundete

Die Zahl der Covid-Fälle im Landkreis Miesbach steigt weiter leicht an, nämlich um plus zwölf auf 449. Gleichzeitig wächst aber die Zahl der Gesundeten um 25 auf 229, sodass die Zahl der aktiven Fälle weiter sinkt. 17 Personen werden stationär betreut, sechs davon intensivmedizinisch.

Die Corona-Pandemie stellt auch das Landratsamt vor riesige Herausforderungen. „Die Handlungsfähigkeit der Verwaltung muss unbedingt erhalten bleiben“, hieß es seit Beginn der Krise von der Staatsregierung. Doch warum eigentlich? Einige Dienste, zu denen das Landratsamt in der Doppelfunktion als Untere Staatsbehörde und Kreisbehörde verpflichtet ist, können nicht verschoben werden: Inobhutnahmen bei Kindeswohlgefährdung können nicht warten, bis Corona vorbei ist, gerade jetzt, wenn viele Familien zu Hause sind und sich angespannte Situationen ergeben können. Zahlungsläufe für Leistungsempfänger können nicht warten, da viele Landkreisbürger auf die monatlichen Zahlungen angewiesen sind. Beschaffungen für den Katastrophenschutz können nicht warten.

Andererseits können doch einige Dienste verschoben werden, die nicht zeitkritisch sind. So hat beispielsweise die Führerschein- und Zulassungsstelle nur einen Notschalter geöffnet. Termine sind nur nach vorheriger Terminvereinbarung und mit Dringlichkeitsnachweis möglich, um Infektionsherde zu vermeiden. Alle Dienststellen des Landratsamtes sind bis vorerst 19. April für den Kundenverkehr geschlossen.

Beratungen müssen nun telefonisch stattfinden. Dazu wurden die Kapazitäten der zentralen Telefonanlage in der vergangenen Woche verdoppelt. Die Zahl an Briefen an das und aus dem Landratsamt ist um etwa ein Drittel gestiegen. Die Struktur des Landratsamtes, die sonst ganz auf Kundenverkehr ausgelegt ist, musste im Hintergrund schnell an die neuen Bedürfnisse angepasst werden.

Vor allem das Gesundheitsamt und der Katastrophenschutz sind im Vergleich zu vorher kaum wieder zu erkennen: Mitarbeiter aus fast allen Bereichen wurden zur Unterstützung dorthin gesendet. Besonders personalintensiv ist die Betreuung der Corona-Hotline an sieben Tagen pro Woche und das Kontaktpersonenmanagement. Zahlreiche neue Arbeitsplätze mussten an allen zur Verfügung stehenden Orten eingerichtet werden. So wurde beispielsweise ein Sitzungssaal im Untergeschoss des Gesundheitsamtes kurzerhand zur Telefonzentrale umgebaut.

In der Führungsgruppe Katastrophenschutz wurden extra Stäbe eingerichtet für die Beschaffung von Schutzmaterial und die Koordinierung des Personals. Täglich werden eine Vielzahl von Daten von allen derzeit als besonders sensibel zu betrachtenden Einrichtungen wie Krankenhaus, Seniorenheime, Einrichtungen für Menschen mit Behinderung und Kliniken erhoben und dokumentiert, damit die Führungsgruppe Katastrophenschutz bei Bedarf rechtzeitig auf Veränderungen reagieren kann.

Durch Corona-Folgen werden aber auch Bereiche über Gesundheitsamt und Katastrophenschutz hinaus stark gefordert: Im Jobcenter Landkreis Miesbach gingen in der vergangenen Woche innerhalb von fünf Tagen 90 Erstanträge auf Arbeitslosengeld II („Hartz IV“) ein – mehr als doppelt so viele wie sonst innerhalb eines ganzen Monats. Für das sogenannte Kurzarbeitergeld, das momentan in aller Munde ist, ist zwar nicht unser kommunales Jobcenter zuständig, sondern die Agentur für Arbeit. In den kommenden Wochen werden aber viele Aufstocker in die Zuständigkeit des Landkreises fallen, also Menschen, die vom Kurzarbeitergeld alleine nicht leben können und zusätzliche Unterstützung des Kreises benötigen.

In allen 14 Fachbereichen des Landratsamtes wurden Lösungen gefunden, um den Dienstbetrieb sicherzustellen, auch wenn Mitarbeiter durch Quarantänemaßnahmen ausfallen sollten. In einigen Bereichen wurden verstärkt Mitarbeiter ins Homeoffice geschickt, andere Bereiche haben auf kontaktarmen Zwei-Schicht-Betrieb umgestellt. Die Zahl der Homeoffice-Arbeitsplätze wurde im Vergleich zu vorher verfünffacht. Gerade Mitarbeitern mit Kindern wurde nach Möglichkeit ein Homeoffice-Arbeitsplatz eingerichtet.

Nicht alle Umstellungen, die durch die Corona-Krise erforderlich wurden, sind negativ. Manche Veränderungen waren vor Corona beinahe undenkbar und gehören jetzt zum Alltag. So sind Telefonkonferenzen inzwischen Normalität, nicht jede Vorsprache muss mehr persönlich erfolgen und Vorstellungsgespräche finden per Videokonferenz statt. Weitere Maßnahmen zu möglichst bürgerfreundlichen, digitalen Angeboten sind in Arbeit.

Update, 10.10 Uhr: Beratung nur am Telefon

Die Versichertenberater der Deutschen Rentenversicherung sind weiterhin erreichbar. Allerdings finden aufgrund der Corona-Krise die Beratungen nur am Telefon statt. Unter der Rufnummer 08025/91421 ist auch Andreas Nüßlein aus Miesbach weiter zu erreichen. „Die Versichertenberatung bleibt auch in Zeiten der aktuellen Pandemie-Situation ein verlässliches Bindeglied zwischen der gesetzlichen Rentenversicherung und den Versicherten sowie Rentnern“, erklärt er.

Die Deutsche Rentenversicherung weist zudem darauf hin, dass auch telefonisch, schriftlich und über die Online-Dienste „fristwahrend Anträge gestellt werden können, damit finanzielle Nachteile ausgeschlossen werden“. Alle Infos dazu sowie die Kontaktdaten des Versichertenberaters sind im Internet unter www.deutsche-rentenversicherung-bund.de zu finden.

Update, 10. April, 8 Uhr: Tafel Holzkirchen startet wieder

Die Lebensmittelausgabe der Tafel in Holzkirchen kann mithilfe zahlreichen Einsatzes nun wieder samstags öffnen. Wenn auch unter besonderen Bedingungen in der Corona-Krise.

Update, 18.40 Uhr: Holzkirchens Spitzenlangläufer Lucas Bögl zu Corona

Holzkirchens Spitzenlangläufer Lucas Bögl zu einer Saison wie keiner anderen und dem Coronavirus, das so manchen Plan durcheinander bringt.

Update, 17.05 Uhr: Diese Gemeinden sind betroffen

Die Zahl der Corona-Erkrankten verteilt sich auf den Landkreis Miesbach wie folgt:

  • Bad Wiessee: 38 (aktiv: 18)
  • Bayrischzell: 14 (aktiv: 4)
  • Fischbachau: 41 (aktiv: 20)
  • Gmund: 44 (aktiv: 20)
  • Hausham: 24 (aktiv: 13)
  • Holzkirchen: 54 (aktiv: 21)
  • Irschenberg: 18 (aktiv: 7)
  • Kreuth: 13 (aktiv: 6)
  • Miesbach: 25 (aktiv: 10)
  • Otterfing: 13 (aktiv: 5)
  • Rottach-Egern: 32 (aktiv: 25)
  • Schliersee: 21 (aktiv: 13)
  • Tegernsee: 16 (aktiv: 11)
  • Valley: 11 (aktiv: 5)
  • Waakirchen: 18 (aktiv: 9)
  • Warngau: 9 (aktiv: 6)
  • Weyarn: 19 (aktiv: 12)
  • Sonstige: 27 (aktiv: 24)

Update, 15.45 Uhr: Krankenhaus Agatharied freut sich über breite Unterstützung

Während der Corona-Krise erfährt das Krankenhaus Agatharied zahlreiche Spenden und bedankt sich für diese Form der Anerkennung. Mehr dazu lesen Sie hier.

Update, 14.35 Uhr: Virtuell in Birkenstein

Die Pfarrgemeinden haben sich für die Gläubigen einiges einfallen lassen als Ersatz dafür, dass in den Gotteshäusern derzeit keine Messen gefeiert werden. Ganz verzichten braucht niemand – und zumindest virtuell ist seit dieser Woche der Besuch von Gottesdiensten im Wallfahrtskircherl Birkenstein wieder möglich.

Solange die Ausgangsbeschränkungen bestehen, werden mittwochs, 19 Uhr, und sonntags, 10 Uhr, – also auch am Ostersonntag – sowie am Ostermontag, um 10 Uhr, die Messen live im Internet übertragen. Der Link ist unter www.fischbachau.de und der Rubrik „Rathaus“ zu finden. Wer nicht live dabei sein kann, findet die Übertragung später auch auf Youtube, wo Fischbachau nun einen eigenen Kanal hat.

Mit dem Angebot reagiert die Gemeinde laut Bürgermeister Josef Lechner auch auf zahlreiche Anfragen für Wallfahrten im Mai. Vor dem Ende der Osterferien und bevor nicht bekannt ist, ob Kirchen danach öffnen dürfen, sollten nach Lechners Meinung keine Genehmigungen erteilt werden. Es sei illusorisch zu glauben, in Birkenstein könne der Sicherheitsabstand eingehalten werden.

Update, 13 Uhr: Unterstützung für Gesundheitsamt

Im Landratsamt werden derweil Vorbereitungen getroffen für die personelle Unterstützung des Gesundheitsamtes, die von der Regierung von Oberbayern und der Staatsregierung angekündigt wurde. In allen Hotspots sollen sogenannte Contact-Tracing-Teams eingesetzt werden.

"Diese Teams sollen die Mitarbeiter der Gesundheitsämter in den kommenden Monaten dabei unterstützen, positiv getestete Personen und enge Kontaktpersonen frühzeitig zu identifizieren, zu isolieren und zu überwachen und damit die Ausbreitung des Virus nachhaltig eindämmen", berichtet Sprecherin Sophie-Marie Stadler vom Landratsamt.

Vom Gesundheitsministerium vorgesehen sind jeweils fünfköpfige Teams pro 20.000 Einwohnern. Für den Landkreis Miesbach sind also fünf Teams zu je fünf Personen vorgesehen. Ein Teil der CTT-Mitarbeiter wird vom Landratsamt gestellt, der Großteil wird aber über die Regierung von Oberbayern zugeteilt. Die Teams sollen so bald wie möglich, auf jeden Fall aber noch im April, die Arbeit aufnehmen.

Für die personelle Aufstockung des Gesundheitsamtes werden derzeit unter Hochdruck zusätzliche Arbeitsplätze am Landratsamt geschaffen. Auf dem Parkplatz vor dem Gesundheitsamt an der Wendelsteinstraße in Miesbach werden deshalb seit Mittwoch (8. April) Container aufgestellt. Das zentrale Corona-Testzelt wurde dafür kurzfristig auf einen benachbarten Parkplatz versetzt und wird nach Abschluss der Baumaßnahmen wieder zurückversetzt. 30 Arbeitsplätze sollen in diesen Containern bis Ende April entstehen. Die Nähe zum Gesundheitsamt soll die Kommunikations- und Arbeitswege kurz halten.

Wie lange die CTT-Mitarbeiter in Miesbach bleiben, ist noch unklar und hängt von der weiteren Entwicklung der Lage ab.

Update, 11.55 Uhr: Nachbarschaftshilfe sagt Danke

"Angesichts der Corona-Krise ist es wichtig, dass wir in der Gemeinschaft füreinander da sind", berichtet die Nachbarschaftshilfe Sauerlach. Besonders Risikogruppen können nur so vor dem Virus geschützt werden. "Seit Tagen liegt uns dieses eine kleine Wort schon auf den Lippen: Herzlichen Dank!", heißt es weiter. "Danke an alle unsere vielen freiwilligen Helfer, Studenten, Mitarbeiter und Bürger, die sich auch im Homeoffice die Zeit nehmen, um kostenlos zu helfen. Sie erledigen, ohne zu klagen, mit viel Umsicht und Freundlichkeit kleinere Einkäufe und liefern warmes Mittagessen aus, das von der Firma Asenbrunner zubereitet wird."

Update, 11 Uhr: Schliersee-Lauf auf September verschoben

Aufgrund der anhaltenden Corona-Krise muss der Schliersee-Lauf 2020 verschoben werden. Was das genau bedeutet, erfahren Sie in unserem Artikel.

Update, 10.10 Uhr: Kleine Rituale für Ostern

Auf der Internetseite des Pfarrverbands Miesbach und Hausham gibt es zahlreiche Ideen und Anregungen, wie am Osterwochenende gebastelt werden kann. Es gibt ein Oster-Care-Paket für Familien, das Ideen enthält, wie Familien zu Hause die Karwoche und Ostern feiern können. Auch einen Familienbrief mit kleinen Ritualen für zu Hause gibt es.

Update, 9. April, 8.45 Uhr: Landratsamt bestätigt 437 Erkrankte

Die aktuellen Corona-Zahlen aus dem Landkreis Miesbach: 437 Personen wurden bisher positiv auf das SARS-CoV2-Virus getestet – plus 13 zum Vortag. 204 Personen konnten die Quarantäne wieder verlassen, was ein deutliches Plus von 43 Personen im Vergleich zum Vortag ausmacht. Insgesamt 21 Personen werden stationär betreut, sieben davon intensivmedizinisch.

Zwei weitere Personen im hohen Alter verstarben im Zusammenhang mit dem Coronavirus, teilt das Landratsamt mit. Einer der beiden Verstorbenen lebte im Landkreis Miesbach und wird deshalb in der Statistik geführt, der andere lebte in der Stadt München.

Update, 19.10 Uhr: Fragen und Antworten für Waldbesitzer

Das AELF Holzkirchen gibt Antworten auf Fragen, die Waldbesitzer aufgrund des Coronavirus haben.

Update, 17.05 Uhr: Diese Gemeinden sind betroffen

Die Zahl der Corona-Erkrankten verteilt sich auf den Landkreis Miesbach wie folgt:

  • Bad Wiessee: 37 (aktiv: 20)
  • Bayrischzell: 14 (aktiv: 8)
  • Fischbachau: 38 (aktiv: 22)
  • Gmund: 43 (aktiv: 22)
  • Hausham: 22 (aktiv: 13)
  • Holzkirchen: 54 (aktiv: 26)
  • Irschenberg: 17 (aktiv: 9)
  • Kreuth: 13 (aktiv: 6)
  • Miesbach: 23 (aktiv: 11)
  • Otterfing: 13 (aktiv: 7)
  • Rottach-Egern: 32 (aktiv: 26)
  • Schliersee: 20 (aktiv: 13)
  • Tegernsee: 14 (aktiv: 10)
  • Valley: 11 (aktiv: 6)
  • Waakirchen: 18 (aktiv: 14)
  • Warngau: 9 (aktiv: 7)
  • Weyarn: 19 (aktiv: 16)
  • Sonstige: 27 (aktiv: 24)

Update, 16 Uhr: Neue Ideen für hilfsbedürftige Mitbürger

Das Angebot für hilfsbedürftige Mitbürger in Holzkirchen wird noch einmal weiterentwickelt. Wie eine Online-Plattform für Helfer das möglich macht, lesen Sie hier.

Update, 15.25 Uhr: Keine Ausflüge zu Ostern

Der Aufenthalt im Freien ist vorerst bis zum 19. April unverändert nur bei Vorliegen triftiger Gründe zulässig. „Dazu gehören natürlich weiterhin auch Sport, Spazierengehen und Bewegung an der frischen Luft entweder alleine oder zusammen mit Angehörigen des eigenen Hausstands“, erklärt Bayerns Verkehrsministerin Kerstin Schreyer. „Ich bitte Sie aber dringend: Verzichten Sie in der aktuellen Lage auch Ostern darauf, Ausflüge zum Beispiel an die Seen oder in die Berge oder Verwandtenbesuche zu machen."

Die Ausgangsbeschränkungen sind eine wichtige Maßnahme, damit das Coronavirus sich langsamer ausbreitet und das Gesundheitssystem nicht überfordert wird. Die Ministerin bedankt sich bei allen Bürgern für deren Verständnis und Kooperation. Im Hinblick auf die bevorstehenden Osterfeiertage warnt die Ministerin aber davor, jetzt nachzulassen.

Eindringlich bittet sie darum, auch über die Feiertage auf größere Ausflüge und Verwandtenbesuche zu verzichten. Spaziergänge oder sportliche Aktivitäten sollten stattdessen in der näheren Umgebung der eigenen Wohnung unternommen werden. Auf diese Weise sollen zu große Menschenansammlungen sowie volle Busse und Züge vermieden werden, durch die die erforderlichen Abstandsregeln nur schwer befolgt werden könnten. Zudem soll verhindert werden, dass Rettungskräfte durch Unfälle auf den Straßen oder in den Ausflugsgebieten gebunden und dort auch einem erhöhten Ansteckungsrisiko ausgesetzt werden, obwohl sie in der aktuellen Situation an anderer Stelle dringend gebraucht werden. Zahlreiche Parkplätze in den Wandergebieten wurden vor diesem Hintergrund vorsorglich gesperrt.

Da die bayerischen Bahnen aufgrund der aktuellen Situation lediglich eine Grundversorgung sicherstellen können, appelliert die Ministerin, nur dann Zug zu fahren, wenn es unbedingt notwendig ist. Sie bittet alle Bürger um Geduld: Je konsequenter jetzt alle zusammen die getroffenen Maßnahmen befolgten, desto besser werde es gelingen, die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen, und desto schneller werde es möglich sein, die aktuelle Ausnahmesituation zu überwinden.

Update, 12.10 Uhr: Ökumenisches Läuten zum Osterfest

Die beiden Kirchen in Bad Wiessee läuten in Zeiten der Corona-Krise an Ostern gemeinsam in der evangelischen Friedenskirche und der katholischen Kirche Maria Himmelfahrt am Ostersonntag, um 6 Uhr, die Festglocken zum Beginn des Osterfestes. Davor ruhen die Glocken wie üblich seit dem Abend des Gründonnerstag.

Pfarrer Martin Voß stellt zusätzlich an den besonderen Feiertagen ein Bild oder einen Film aus seiner Kirche ins Netz. Den Altar mit Brot und Wein am Gründonnerstag zum Gedenken an das letzte Mahl Jesu. Den leeren Altar mit Dornenkrone und Ewigem Licht am Karfreitag zum Gedenken an den Kreuzestod Jesu.

Am Ostersonntag, um 6 Uhr, entzündet Pfarrer Voß die neue Osterkerze in der dunklen Kirche, dazu erklingt an der Orgel „Christ ist erstanden“ bei vollem Glockengeläut. So können die Gläubigen trotz verbotener Gottesdienste an der feierlichen Auferstehungsliturgie Anteil haben.

Update, 9.10 Uhr: Vermieter und Gastrobetriebe schlagen Alarm

Vermieter und Gastrobetriebe fordern von der Gemeinde Bad Wiessee Unterstützung. Wie diese aussehen soll, erfahren Sie in unserem Artikel.

Update, 8. April, 8.20 Uhr: Landratsamt bestätigt 424 Erkrankte

424 Personen wurden bisher positiv auf das SARS-CoV2-Virus getestet – plus sechs zum Vortag. 161 davon konnten bereits wieder aus der Quarantäne entlassen werden. In stationärer Behandlung befinden sich 23 Personen, sieben auf Intensivstation.

Viele Landkreisbürger stellen sich momentan offenbar die gleiche Frage: Was bedeuten diese ganzen Corona-Zahlen eigentlich, die von unterschiedlichen Stellen – auch vom Landratsamt – derzeit täglich kommuniziert werden? Der Landkreis Miesbach ist seit einer guten Woche Hotspot – also ein Gebiet, das von der Ausbreitung des Coronavirus stärker betroffen ist als andere.

Aber was heißt es eigentlich, dass in Miesbach 419,15 Fälle auf 100.000 Einwohner kommen, im Landkreis Bad Tölz aber nur 216,94, im Landkreis Rosenheim hingegen wiederum 455,59? Warum gibt es in manchen Gemeinden mehr positiv Getestete als in anderen Gemeinden? Diese Frage bewegt nicht nur einige Bürgermeister. Auch viele Bürger sind verunsichert, was diese Zahlen aussagen sollen. Und Verschwörungstheoretiker fragen täglich nach, warum diese und nicht jene Zahl veröffentlicht wird. Die kommenden Zeilen sollen deshalb ein wenig Licht ins Dunkel bringen, was die Zahlen des Landkreises Miesbach tatsächlich bedeuten.

"Wir haben viele sehr bemühte Mitarbeiter im Gesundheitsamt, die seit Wochen nichts anderes tun, als zu versuchen, die unglaubliche Datenmenge in irgendeine Struktur zu gießen", erklärt Sprecherin Sophie-Marie Stadler vom Landratsamt. "Die Situation ist neu für uns, genauso neu ist sie aber für die Kollegen in Tölz oder Rosenheim oder Köln oder Berlin. Wir alle zusammen bitten deshalb um Verständnis, wenn nicht jede Zahl auf Knopfdruck vorliegt."

Manche Zahlen können tatsächlich nicht geliefert werden. Die Dunkelziffer aller Infizierten beispielsweise. Diese liegt um ein Vielfaches höher als die Zahl derjenigen, die durch einen Abstrich positiv getestet werden. "Deshalb sprechen wir nur von der Zahl der positiv Getesteten", sagt sie. "Diese Zahl kann nur wachsen, denn wer einmal positiv getestet wurde, wird es immer sein."

Genauso wenig könne man sagen, wie viele Personen insgesamt schon getestet wurden. Eine Gesamtzahl existiert nicht, da Gesundheitsamt, niedergelassene Ärzte, kassenärztliche Vereinigung und das Krankenhaus parallel zueinander testen. Gemeldet werden nach dem Infektionsschutzgesetz müssen nur positive Befunde. Die Zahl der Tests ist auch wenig aussagekräftig. Manche Menschen werden mehrmals getestet. Medizinisches Personal braucht beispielsweise zwei negative Tests, bevor es nach einem positiven Befund wieder arbeiten darf.

Interessanter ist die Zahl, wie groß der Anteil an positiven Befunden ist. Im gemeinsamen Testzelt von Gesundheitsamt und niedergelassenen Ärzten ist etwa jeder fünfte Test positiv. Diese Zahl dient aber nur der Orientierung und kann nicht sicher auf den gesamten Landkreis verallgemeinert werden.

Spannend ist die Zahl der Personen, die bereits wieder aus der Quarantäne entlassen werden konnten. Als gesund gilt nach Robert-Koch-Institut, wer nach 14-tägiger Quarantäne mindestens 48 Stunden symptomfrei ist. Nur bei medizinischem Personal wird erneut getestet. Auch die Zahl der genesenen Personen kann nur steigen, denn wer einmal gesund ist, ist laut aktuellem Forschungsstand immun gegen das SARS-CoV2-Virus.

Zieht man die Zahl der Gesundeten von der Zahl der positiv Getesteten ab, erhält man die Zahl der aktiven Fälle, also die Zahl derer, von denen derzeit noch ein Infektionsrisiko ausgeht und die deshalb isoliert werden müssen. Ziel ist es, irgendwann gar keine aktiven Fälle mehr zu haben.

Um nicht nur den Landkreis in seiner Gesamtheit darzustellen, sondern dem gesteigerten Informationsbedürfnis nachzukommen, veröffentlichen wir täglich auch die Zahl der positiv Getesteten nach Gemeinden. Ab Mittwoch (8. April) ergänzen wir die Zahl der aktiven Fälle nach Gemeinde, da diese wie beschrieben aussagekräftiger ist als die Zahl der Positiven seit Beginn der Pandemie. Manche Gemeinden erscheinen mehr betroffen als andere von der Ausbreitung des Virus. Setzt man die Zahl der positiv Getesteten in Relation zur Einwohnerzahl pro Gemeinde, ist es tatsächlich so, dass einige Gemeinden mehr betroffen sind. Es zeichnet sich aber kein Muster ab. Es gibt keine Hotspot-Gemeinden im Landkreis-Hotspot. Aber wenn natürlich teilweise ganze Familien oder größere Hausstände betroffen sind, schlägt sich das in der Statistik nieder.

Nicht jede Person kann einer Gemeinde im Landkreis zugeordnet werden. Wer kurz vor Ausbruch der Pandemie in den Landkreis gezogen ist und noch nicht umgemeldet ist, gilt beispielsweise als Wohnsitz außerhalb Landkreis. Wer bei einem Aufenthalt in einer Reha-Klinik positiv getestet wurde oder im Krankenhaus liegt, wird keiner Gemeinde zugeordnet.

Auch Todesfälle erscheinen in der täglichen Statistik des Landkreises. Personen versterben immer im Zusammenhang mit dem Coronavirus, da das Virus meist nicht als alleinige Todesursache auszumachen ist. Fünf Personen verstarben bisher im Zusammenhang mit dem Coronavirus. Zwei Personen wohnten außerhalb des Landkreises, deshalb werden sie von uns zwar vermeldet, aber nach Gesundheitsministeriumsvorgabe nicht in die Statistik mit aufgenommen.

Alle vom Gesundheitsamt erfassten Zahlen werden einmal täglich an das Landesamt für Gesundheit gemeldet und von dort aus an das Robert-Koch-Institut. Unterschiedliche Stichzeiten führen gegebenenfalls zu unterschiedlichen Zahlen. Stichzeit für die vom Landratsamt veröffentlichten Zahlen ist für gewöhnlich 14 Uhr. Werden von den Laboren keine Befunde an das Gesundheitsamt gemeldet, gelten die Zahlen vom Vortag.

Im Vergleich zu anderen Landkreisen ist der Landkreis Miesbach mehr betroffen. Gleich zu Beginn der Pandemie wurden einige positive Fälle an das Gesundheitsamt gemeldet, die zu Folgeinfektionen führten. Der Eintrag von außerhalb durch Landkreisbürger, die die Faschingsferien beim Skifahren in Tirol oder Südtirol verbracht haben, war von Anfang an hoch. Deshalb haben Gesundheitsamt und niedergelassene Ärzte recht schnell ein zentrales Testzelt eingerichtet, um möglichst zeitnah viele Menschen testen zu können. Wer viel testet, bekommt auch viele positive Ergebnisse zurück. Inzwischen haben viele andere Landkreise ebenfalls zentrale Teststellen eingerichtet. Die besondere Betroffenheit des Landkreises Miesbach relativierte sich damit ein wenig.

Ziel ist es nach wie vor, die Ausbreitung des Virus einzudämmen und zu verlangsamen. Dazu sind Zahlen natürlich ein wichtiger Anhaltspunkt. "Betrachtet man im Diagramm die Zahlen der vergangenen Wochen, so scheinen die vielen Maßnahmen, die von der Staatsregierung, aber vor allem von der Führungsgruppe Katastrophenschutz und den Gemeinden eingeleitet wurden, Wirkung zu zeigen", erklärt Sophie-Marie Stadler. "Sicher darf man die aktuellen Entwicklungen noch nicht überbewerten. Aber die Tendenz wäre die richtige."

Update, 14.30 Uhr: Schulschachverein mit neuem Angebot für Kinder

Wegen der Corona-Krise stellt der Schulschachverein im Landkreis Miesbach auf ein neues Angebot um und bietet Online-Spiele für Kinder. In unserem Artikel erfahren Sie, wie das funktioniert.

Update, 14 Uhr: Osterkerzen trotz Corona

Seit Jahren trägt der Verkauf von schön verzierten Osterkerzen und Palmbuschen einen Teil zu den Unterbringungskosten für zehn Schüler des Nepalhilfe-Tegernsee-Schulfond bei. In Zeiten von Corona musste auch dafür ein neuer Vertriebsweg gesucht werden, um die behinderten Kinder in Kathmandu weiterhin unterstützen zu können.

Nun gibt es Palmbuschen und Kerzen bei Familie Höß an der Münchner Straße 2 in Tegernsee direkt im Schaufenster neben der Haustür zu kaufen, berichtet die Kolpingfamilie Tegernseer Tal. Völlig sicher und kontaktlos sei dies. "Auch wenn heuer die Feierlichkeiten der Karwoche und Ostern in ungewohnter Form begangen werden müssen, bringen die Kerzen ein Stück Vertrautheit zurück", heißt es weiter. "Der Erlös geht zur Gänze an die Nepalhilfe. Gerne können auch Spenden im Fenster deponiert werden."

Update, 13.05 Uhr: Material weiter knapp

"Was die Versorgung mit medizinischem Material angeht, konnte über das Wochenende noch kein deutlicher Fortschritt verzeichnet werden", teilt Sprecherin Sophie-Marie Stadler vom Landratsamt in Miesbach mit. "Auch wenn sich das von der Führungsgruppe Katastrophenschutz bestellte Material bereits auf verschiedenen Kanälen auf dem Weg nach Miesbach befindet, kann sich bis zur tatsächlichen Ankunft keine Entspannung einstellen."

Weiterhin wartet der Krisenstab auf die versprochene Unterstützung der Staatsregierung, die Innenminister Joachim Herrmann bei seinem Besuch am Samstag (4. April) noch einmal persönlich versprochen hat. Solange nicht ausreichend Material vorhanden ist, muss Material weiter streng priorisiert vergeben werden. 172 Empfänger stehen derzeit auf der Liste des Krisenstabs, die mit Material versorgt werden, sofern es welches gibt.

Mit den Schutzmaterialien werden vorrangig Personen und Einrichtungen versorgt, wie Ärzte und Pfleger im Krankenhaus, Altenpflegedienste und Seniorenresidenzen oder Einrichtungen für Menschen mit Behinderung. Weitere Berufsgruppen mit viel Körperkontakt wie Physiotherapeuten, Kinderpfleger und Kassierer hat der Krisenstab keineswegs vergessen. Im Gegenteil: Weiterhin werden Tausende Schutzmaterialien bestellt, um so viele Bürger des Landkreises zu versorgen wie möglich.

Update, 12 Uhr: Führungsgruppe Katastrophenschutz zieht Bilanz

Zusammenfassend kann die Führungsgruppe Katastrophenschutz zum zurückliegenden Frühlingswochenende sagen, dass es für die Einsatzkräfte ohne Vorkommnisse blieb und die Allgemeinverfügungen zu Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen beachtet wurden, teilt das Landratsamt mit. Sowohl auf den Bergen, als auch auf den Seen des Landkreises blieb es ruhig.

Lediglich Angler waren aktiv. Das dürfen diese auch sein, wenn sie das Grundsätzliche beachten:

  • Gehen Sie alleine oder allenfalls mit Familienangehörigen zum Fischen.
  • Verabreden Sie sich nicht mit Vereinskameraden zum Angeln.
  • Halten Sie mehr als den Mindestabstand von 1,5 Metern zu anderen Personen ein. Lassen Sie sich lieber in einer Entfernung von 20 oder 30 Metern vom nächsten Angler nieder.
  • Angeln Sie wohnortnah. Für die Vorgabe in der unmittelbaren näheren Umgebung gibt es keine zahlenmäßige Definition, die sich in Kilometerangaben ausdrückt. Hier bedarf es einer verantwortungsbewussten Interpretation.

Update, 10.05 Uhr: Diese Gemeinden sind betroffen

Die Zahl der Corona-Erkrankten verteilt sich auf den Landkreis Miesbach wie folgt:

  • Bad Wiessee: 37
  • Bayrischzell: 13
  • Fischbachau: 38
  • Gmund: 42
  • Hausham: 22
  • Holzkirchen: 52
  • Irschenberg: 15
  • Kreuth: 13
  • Miesbach: 23
  • Otterfing: 13
  • Rottach-Egern: 32
  • Schliersee: 19
  • Tegernsee: 14
  • Valley: 11
  • Waakirchen: 18
  • Warngau: 9
  • Weyarn: 19
  • Sonstige: 28

Update, 7. April, 9 Uhr: Landratsamt bestätigt 418 Erkrankte

Zum Anfang der neuen Woche werden 21 neu positiv auf das SARS-CoV-2-Virus getestete Personen verzeichnet, sodass die Gesamtzahl nunmehr bei 418 Personen liegt. Die Zahl der gesundeten Personen steigt deutlich auf 150 an – plus 22 zum Vortag, sodass die Zahl der aktiven Fälle auf 265 sinkt. 29 Personen werden stationär behandelt, sieben davon intensivmedizinisch.

Eine dritte Person aus dem Landkreis verstarb im Zusammenhang mit dem Coronavirus, berichtet das Landratsamt zudem. Die Frau in hohem Alter hielt sich zu einer Reha-Behandlung in einer Klinik im Landkreis Rosenheim auf.

Update, 18.55 Uhr: Maßnahmen im Krankenhaus Agatharied

In der Corona-Krise im Landkreis Miesbach steht vor allem das Krankenhaus Agatharied im Fokus. In unserem Artikel erklärt Chefarzt Steffen Herdtle, welche Maßnahmen gegen das Virus dort ergriffen wurden.

Update, 15.30 Uhr: Mehr als 100 Millionen Euro Soforthilfe ausgezahlt

Die Regierung von Oberbayern hat bereits mehr als 100 Millionen Euro an Betriebe und Freiberufler ausgezahlt. Die Staatsregierung hatte das Programm „Soforthilfe Corona“ Mitte März aufgelegt, um schnelle und unbürokratische Hilfe für von der Corona-Krise besonders Betroffene zu leisten. Seit dem Start des Programms sind mehr als 42.000 Anträge bei der Regierung von Oberbayern eingegangen. Mittlerweile können Soloselbstständige, Freiberufler, kleine und mittlere Unternehmen sowie Landwirte ihren Antrag online stellen. Dies werde das Verfahren nochmals beschleunigen, heißt es in einer Mitteilung.

Das Soforthilfeprogramm richtet sich an Betriebe und Freiberufler, die durch die Corona-Krise in einen existenzbedrohlichen Liquiditätsengpass geraten sind. Betroffene Betriebe können unbürokratisch zwischen 9.000 und 50.000 Euro – abhängig von der jeweiligen Mitarbeiterzahl – erhalten. Anträge auf Soforthilfe können schnell und unkompliziert über ein Online-Formular unter www.stmwi.bayern.de/soforthilfe-corona eingereicht werden. "Die Regierung von Oberbayern bittet um Verständnis, dass aufgrund der hohen Anzahl eingehender Anträge keine Rückfragen zum Bearbeitungsstand beantwortet werden können", heißt es weiter.

Für Fragen gibt es eine Hotline. Diese ist von Montag bis Donnerstag, 8 bis 18 Uhr, sowie am Freitag, 8 bis 16 Uhr, unter der Rufnummer 089/51160 erreichbar. Ausführliche Informationen zur Soforthilfe sind außerdem auf der Internetseite der Regierung von Oberbayern unter www.regierung.oberbayern.bayern.de abrufbar.

Update, 13.20 Uhr: Zwischenbilanz der Polizei zu Corona-Kontrollen

Erneut hat die Polizei über 20.000 Kontrollen in Bezug auf die Corona-Pandemie innerhalb einer Woche durchgeführt. Wie die Zwischenbilanz ausfällt, lesen Sie in unserem Artikel

Update, 10.50 Uhr: Konzept für Corona-Hilfskrankenhäuser

Der Freistaat Bayern ist für den Fall einer massiven Zunahme stationär behandlungsbedürftiger Covid-19-Patienten durch Hilfskrankenhäuser in allen Landesteilen gewappnet. Darauf weisen Gesundheitsministerin Melanie Huml und Innenminister Joachim Herrmann hin.

Gesundheitsministerin Huml erläutert: " Ein Hilfskrankenhaus soll zusätzliche stationäre Kapazitäten in bevölkerungsreichen Regionen, Regionen mit hoher Zahl Erkrankter oder regionaler Überlastung der Krankenhäuser erschließen. Es soll möglichst in örtlicher Nähe zu einem bestehenden Krankenhaus eingerichtet werden und wird dem jeweils nächstgelegenen Krankenhaus organisatorisch zugeordnet."

Innenminister Herrmann erklärt, dass die Kapazität eines Hilfskrankenhauses mindestens 90 Betten betragen soll. "Grundsätzlich hat die Einrichtung in einem festen Gebäude zu erfolgen, das über ausreichende Infrastruktur mit Strom, Kommunikation, Sanitäranlagen, geeignete Transportwege und eine möglichst hygienegerechte Raumbeschaffenheit verfügt", sagt er.

Besonders geeignet sind dafür bestehende Reha-Kliniken und ähnliche Einrichtungen. Die Entscheidung, wo und wann welche Einrichtung in Betrieb genommen werden muss, trifft letztendlich der jeweilige ärztliche Leiter der Führungsgruppe Katastrophenschutz im Bereich jeder Integrierten Leitstelle in Abstimmung mit dem Innen- und dem Gesundheitsministerium. Das Konzept sei in enger Abstimmung mit den Hilfsorganisationen, der Bundeswehr und dem THW entstanden.

Update, 6. April, 8.30 Uhr: Notbetreuung auch in den Osterferien

Die Notbetreuung in Kindertageseinrichtungen und Schulen funktioniert auch in der dritten Woche zuverlässig. Die Quote liegt aktuell bei 1,49 Prozent der regulär betreuten Kinder, teilt das bayerische Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales mit. Das sind rund 10.000 Kinder in ganz Bayern. In den Schulen nutzen derzeit 4.600 Schüler die Notbetreuung.

Das Angebot gibt es auch an den Werktagen der zweiwöchigen Osterferien. Es kann von Eltern genutzt werden, die in Bereichen der kritischen Infrastruktur arbeiten und deswegen ihre Kinder nicht selbst betreuen können. Bei einer Tätigkeit in der Gesundheitsversorgung oder Pflege genügt es, wenn nur ein Elternteil in einem dieser beiden Bereiche arbeitet.

„Viele Menschen leisten in diesen Tagen Enormes, um unsere Gesellschaft und die Versorgung am Laufen zu halten und in unseren Krankenhäusern Leben zu retten“, erklärt Familienministerin Carolina Trautner. „Wir wollen diese Familien weiterhin bestmöglich unterstützen.“

Kultusminister Michael Piazolo fügt hinzu: „Die Notbetreuung für die Kinder von Eltern in systemkritischen Berufen funktioniert gut. Damit in dieser Ausnahmesituation das Land weiter funktionieren kann, bieten wir die Notbetreuung auch in den Osterferien an.“

Um besser planen zu können, sollten sich Eltern möglichst früh anmelden. Weitere Informationen gibt es unter www.stmas.bayern.de/coronavirus-info/corona-kindertagesbetreuung.php.

Update, 11 Uhr: Ilse Aigner mit Innenminister zu Besuch in Miesbach

Der Landkreis Miesbach ist von der Ausbreitung des Coronavirus weiterhin stark betroffen. Innenminister Joachim Herrmann und Landtagspräsidentin Ilse Aigner haben die Region deshalb am Samstag (4. April) persönlich besucht und an einer Lagebesprechung des Krisenstabs teilgenommen. Sie haben außerdem das gemeinsame Testzelt von Gesundheitsamt und Hausärzten sowie das Spezialfahrzeug der Unterstützungsgruppe örtlicher Einsatzleiter besucht, von wo aus alle Hilfsgüter für den Landkreis zentral disponiert werden.

Landtagspräsidentin Ilse Aigner unterstützt Innenminister Joachim Herrmann beim Anlegen eines Mundschutzes, bevor sie das Spezialfahrzeug der Unterstützungsgruppe örtliche Einsatzleitung besichtigen.

Wichtigstes Thema der Lagebesprechung war das derzeit äußerst knappe Schutzmaterial für Ärzte, besonders schutzbedürftige Menschen und Einsatzkräfte bei den Blaulichtorganisationen. Sowohl die Führungsgruppe vor Ort, als auch die per Videokonferenz zugeschalteten Fachdienste baten den Innenminister um dringende Unterstützung bei der Zuteilung von Schutzmaterial und Beatmungsgeräten.

„Miesbach ist ein Corona-Hotspot in Bayern. Deswegen müssen wir hier besonderes Augenmerk darauf legen, die Zahl der Neuinfektionen zu minimieren“, erklärt Ilse Aigner. „Ein großes Lob gilt hier Verwaltung, Feuerwehr, Polizei, Ärzten, Bereitschaftsdiensten und den Ehrenamtlichen, die alles daran setzen, die Auswirkungen der Corona-Pandemie so gering wie möglich zu halten.“

Ein ausführlicher Bericht des Besuchs von Landtagspräsidentin Ilse Aigner und Innenminister Joachim Herrmann folgt.

Update, 5. April, 10.10 Uhr: Landratsamt bestätigt fast 400 Corona-Fälle

Am Wochenende steigt die Zahl der positiv auf das SARS-CoV-2-Virus getesteten Personen im Landkreis wieder deutlich, nämlich um 33 auf 397. Gleichzeitig steigt die Zahl der Gesundeten, allerdings mit nur neun Personen (aktuell 128) weniger deutlich als die Zahl der Neuinfektionen.

Update, 19.15 Uhr: Kirchen feiern Ostern

Wie kann Ostern in Zeiten von Corona angemessen gefeiert werden? Welche kreativen Ideen die Kirchgemeinden des Landkreises Miesbach haben, lesen Sie in unserem Artikel.

Update, 15.25 Uhr: Diese Gemeinden sind betroffen

Die Zahl der Corona-Erkrankten verteilt sich auf den Landkreis Miesbach wie folgt:

  • Bad Wiessee: 33
  • Bayrischzell: 13
  • Fischbachau: 35
  • Gmund: 37
  • Hausham: 17
  • Holzkirchen: 49
  • Irschenberg: 12
  • Kreuth: 13
  • Miesbach: 19
  • Otterfing: 11
  • Rottach-Egern: 20
  • Schliersee: 16
  • Tegernsee: 13
  • Valley: 9
  • Waakirchen: 14
  • Warngau: 7
  • Weyarn: 14
  • Sonstige: 32

Update, 14 Uhr: Zugfahrten mit Sicherheitspersonal

Traditionell zählen die Ostertage zu den reisestärksten in Deutschland: In diesem Jahr ist die Ausflugsvorfreude aufgrund der Coronavirus-Pandemie und der geltenden Ausgangsbeschränkungen geschmälert. Im Hinblick auf das angekündigte schöne Wetter bittet die Bayerische Oberlandbahn darum, auf Ausflüge und Verwandtenbesuche zu verzichten.

Mit Meridian, BOB und BRB sind viele der schönsten Ausflugsziele Bayerns schnell und bequem zu erreichen. Wegen des Coronavirus haben die Unternehmen gemeinsam mit der Bayerischen Eisenbahngesellschaft (BEG), die den Regional- und S-Bahn-Verkehr im Freistaat plant, finanziert und kontrolliert, auf einigen Strecken sukzessive das bisherige Fahrplanangebot reduziert. Nur so könne dauerhaft ein stabiles Grundangebot aufrechterhalten werden.

An den kommenden Wochenenden und Feiertagen werden im Netz von Meridian auf der Strecke Holzkirchen–Rosenheim sowie von BOB auf den Strecken München–Holzkirchen–Bayrischzell/Tegernsee/Lenggries aufgrund der Personalsituation bei der DB Netz AG vorsorglich die Stellwerksbetriebszeiten eingeschränkt.

In der Kernzeit zwischen 5 und 19.30 Uhr verkehrt die Bayerische Oberlandbahn auf diesen Strecken in einem stabilen Grundtakt. Außerhalb der Kernzeit werden Busse im Schienenersatzverkehr eingesetzt. Zusätzlich werden die Unternehmen einen Sicherheitsdienst einsetzen, um im Interesse und zum Schutz aller die geforderten Abstandsregeln zu kontrollieren. Das Sicherheitspersonal werde an ausgewählten Punkten im Streckennetz von Meridian und BOB den Zustieg und das Einhalten der Abstandsregeln an Bord der Züge kontrollieren.

Update, 13.10 Uhr: Bereits rund 25.000 Corona-Verstöße

Mit Blick auf das schöne Wetter dieser Tage appelliert Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) erneut an alle Bürger, sich unbedingt an die Ausgangsbeschränkung zu halten: "Nur bei größter Vorsicht und Rücksichtnahme können wir die Ausbreitung des hochgefährlichen Coronavirus einbremsen", erklärt er und warnt: "Jede Unachtsamkeit kann zu Infektionen mit schlimmsten Folgen führen. Bitte bleiben Sie zu Hause, um sich und andere zu schützen!"

Der Innenminister rät eindringlich davon ab, zig Kilometer an einen beliebten Ausflugsort zu fahren: "Bleiben Sie lieber im heimischen Umfeld, das Sie gut kennen und wo Sie auch wissen, dass an einem bestimmten Ort nicht mit vielen Menschen zu rechnen ist." Gegen einen Spaziergang auf einem einsamen Waldweg spreche nichts. Dies gelte auch für ein kurzzeitiges Verweilen oder eine Verschnaufpause auf einer Parkbank, sofern die notwendigen Mindestabstände eingehalten werden.

"Völlig verfehlt wäre es aber, in dieser Zeit ausgerechnet in ein Gebiet zu fahren, wo ein weit überdurchschnittliches Infektionsrisiko besteht. Das gilt für den Landkreis Tirschenreuth und Umgebung genauso wie für die Landkreise Rosenheim und Miesbach", heißt es weiter.

Sollten die Schutzregeln nicht eingehalten werden, müsse die Polizei einschreiten, um das Infektionsrisiko einzudämmen. Er habe die bayerische Polizei angewiesen, das Einhalten der Ausgangsbeschränkung am Wochenende vor allem an Hotspots und beliebten Ausflugsorten verstärkt zu kontrollieren, teilt Joachim Herrmann mit.

"Meine Warnung an die Unbelehrbaren: Verstöße werden wir konsequent sanktionieren. Der Bußgeldkatalog sieht saftige Geldbußen vor", erklärt der Innenminister. Es gehe nicht darum, jemanden zu kriminalisieren, "aber jeder muss verstehen, dass es beim Coronavirus für viel zu viele Menschen um Leben und Tod gehen kann."

Seit Inkrafttreten der Ausgangsbeschränkung am 21. März hat die bayerische Polizei rund 300.000 Kontrollen durchgeführt, die nicht nur die Ausgangsbeschränkung selbst umfassten, sondern beispielsweise auch Kontrollen von Gastronomie und Geschäften. Alleine beim Überwachen der Ausgangsbeschränkung haben die Polizisten rund 25.000 Verstöße festgestellt.

Update, 4. April, 12.50 Uhr: Landratsamt bestätigt 364 positiv Getestete

Die aktuellen Corona-Zahlen aus dem Landkreis Miesbach lassen eine positive Tendenz vermuten: Zwar stieg die Zahl der positiv getesteten Personen um zehn auf 364. Da gleichzeitig die Zahl der Gesundeten von 84 auf 119 steigt, sinkt die Zahl der aktiven Fälle auf 243, teilt das Landratsamt mit. "Leider wird diese Tendenz aber voraussichtlich noch nicht von Dauer sein: Die ersten Fälle – die auch zuerst wieder die Quarantäne verlassen können – waren hauptsächlich jüngere Menschen, die beispielsweise beim Skifahren in Südtirol angesteckt wurden", berichtet Sprecherin Sophie-Marie Stadler. "Diese jungen Menschen gesunden in der Regel schneller als ältere Menschen, weil die Wahrscheinlichkeit für einen schweren Krankheitsverlauf mit zunehmendem Alter steigt." 26 Personen werden aktuell stationär betreut, sechs davon intensivmedizinisch.

Pünktlich zum Wochenende appelliert die Wasserwacht in Bayern zudem an alle Wassersportler: Um die Mitarbeiter im Gesundheitssektor zu entlasten, solle auf Wassersport verzichtet werden. Gleichermaßen wie beispielsweise die Bergwachten müssen auch die Wasserwachten sich während der Corona-Pandemie vorrangig darauf konzentrieren, ihre Pflichtaufgaben zu erfüllen. "Auch die folgenden Einheiten von der Polizei über die Feuerwehr bis zur Notaufnahme dürfen durch waghalsige oder fahrlässige Sportunfälle nicht überlastet werden", heißt es weiter.

Zwar sind Sport und Bewegung an der frischen Luft trotz Ausgangsbeschränkung erlaubt, allerdings wiegt der Schutzzweck der Allgemeinverfügung höher, nämlich das Coronavirus einzudämmen, damit es sich nicht weiter ausbreitet. Das Innenministerium hat deshalb eine Auslegung der Allgemeinverfügung veranlasst und die Regelungen konkretisiert.

Zulässig sind weiterhin sportliche Betätigungen auf den Seen, die alleine oder mit Personen des eigenen Hausstands ausgeübt werden, zum Beispiel Angeln und Stand-up-Paddeln. Sportboothäfen und Bootsverleihbetriebe müssen allerdings geschlossen bleiben.

"Auch wenn Sport an der frischen Luft grundsätzlich erlaubt und medizinisch sinnvoll ist, appelliert die Führungsgruppe Katastrophenschutz im Sinne aller Blaulichtorganisationen und Mitarbeiter im Gesundheitssektor an die Vernunft der Bürger", heißt es weiter.

Update, 18.25 Uhr: Diese Gemeinden sind betroffen

Die Zahl der Corona-Erkrankten verteilt sich auf den Landkreis Miesbach wie folgt:

  • Bad Wiessee: 32
  • Bayrischzell: 13
  • Fischbachau: 34
  • Gmund: 35
  • Hausham: 18
  • Holzkirchen: 46
  • Irschenberg: 12
  • Kreuth: 11
  • Miesbach: 19
  • Otterfing: 11
  • Rottach-Egern: 19
  • Schliersee: 15
  • Tegernsee: 12
  • Valley: 9
  • Waakirchen: 14
  • Warngau: 7
  • Weyarn: 14
  • Sonstige: 33

Update, 15.15 Uhr: Mehr Beatmungsplätze im Krankenhaus Agatharied

Seit zwei Wochen sind die ersten zwölf zusätzlichen Beatmungsplätze in Betrieb. Nun will das Krankenhaus Agatharied erneut die intensivmedizinischen Behandlungsmöglichkeiten erweitern. Wie, das lesen Sie in unserem Artikel.

Update, 13.30 Uhr: Landratsamt gibt Tipps für Mundschutz

Vom angekündigten Aiwanger-Vlies ist noch nicht viel im Landkreis Miesbach angekommen: zwei Rollen á 400 Meter. Der THW-Ortsverband Miesbach hat das Vlies zerteilt, Probe-Mundschutze gefertigt und eine Anleitung erstellt. Dieses Vlies wurde an einige wenige Schneidereien verteilt, die nun im Auftrag des Krisenstabs Mundschutze nähen, erklärt Sprecherin Sophie-Marie Stadler vom Landratsamt.

"Es ist logistisch leider schlichtweg nicht möglich, zahlreiche einzelne Helfer einzubinden, obwohl sich viele freiwillig beim Krisenstab gemeldet haben", heißt es weiter. "Das Vlies muss portioniert werden, dann ausgefahren, dann unabhängig von verschiedenen Schneidern genau gleich verarbeitet und anschließend wieder eingesammelt werden." Diese logistische Herausforderung – noch dazu unter den derzeit sehr hohen Hygieneanforderungen und Infektionsschutzmaßnahmen – kann die Führungsgruppe Katastrophenschutz derzeit nicht für mehrere Hundert freiwillige Schneider leisten. Daher muss die überhaupt vorhandene Menge an Vlies momentan von professionellen Schneidereien verarbeitet werden.

Mit allen Schutzmaterialien werden Personen und Einrichtungen versorgt, die eines besonderen Schutzes bedürfen, zum Beispiel Ärzte und Pfleger im Krankenhaus, Altenpflegedienste und Seniorenresidenzen oder Einrichtungen für Menschen mit Behinderung.

Die Meinungen, ob angesichts der Pandemie grundsätzlich Mundschutz getragen werden sollte, gehen auseinander, heißt es weiter. Ein einfacher Mundschutz schützt bei einer Infektion vorrangig andere Personen, nicht einen selbst, da Speicheltröpfchen im Mundschutz hängen bleiben. Außerdem hält der Mundschutz Menschen davon ab, sich unbewusst mit verunreinigten Händen ins Gesicht zu fassen. Beides reduziere die Infektionsgefahr deutlich.

Allerdings verleitet das Tragen eines Mundschutzes zu einem trügerischen Sicherheitsgefühl: Einfache Mundschutze sind keine Atemschutzmasken, Viren können trotzdem übertragen werden. Handhygiene, Abstand halten und Lüften dürfen nicht vernachlässigt werden. Noch schlimmer ist jedoch, dass diese Mundschutze an anderer Stelle fehlen, wo sie lebensnotwendig sind, nämlich beispielsweise im Krankenhaus oder in Arztpraxen.

Viele besorgte Bürger haben sich bereits einfache Mundschutze selbst genäht. Dagegen spricht grundsätzlich nichts. Allerdings müssen beim Tragen mehrere Punkte bedacht werden:

  • Wird der Mundschutz nicht mindestens einmal am Tag ausgekocht, wird der Mundschutz selbst zum Infektionsherd.
  • Ein Mundschutz schützt nicht vor Infektionen – er vermindert das Risiko, andere anzustecken, wenn man selbst bereits erkrankt ist.
  • Mundschutze vermitteln ein trügerisches Sicherheitsgefühl. Handhygiene und Sicherheitsabstand sind die wirksamsten Mittel gegen die Weiterverbreitung des Virus.

Update, 10.50 Uhr: Weiteres Material angefordert

Da erwartet wird, dass sich die Situation mit dem Coronavirus weiter zuspitzen wird, unternimmt die Führungsgruppe Katastrophenschutz alles in ihrer Macht Stehende, die von Ministerpräsident Markus Söder angekündigten Unterstützungsleistungen für den Landkreis Miesbach zeitnah zu erhalten, teilt das Landratsamt mit. "Insbesondere Schutzkleidung, Beatmungsgeräte nebst Zubehör, Schutzausrüstung wie zum Beispiel Kittel, Masken sowie Augenschutz werden dringend benötigt", heißt es weiter. "Erst wenn das Material im Zentrallager im Landkreis angekommen ist, kann es priorisiert verteilt werden."

Die Unterstützungsleistungen, die den Landkreis bisher erreicht haben, decken nur einen Bruchteil des Bedarfs. Die Führungsgruppe Katastrophenschutz hofft deshalb sehr, dass in den kommenden Tagen mehr Material ankommt.

Die Führungsgruppe versucht außerdem weiterhin auf allen Kanälen, selbst Schutzmaterialien heranzuschaffen. Mittlerweile wurde Schutzmaterial für mehrere hunderttausend Euro bestellt, das ab kommendem Montag eintreffen soll. "Aufgrund der äußerst dynamischen Lage kann aber niemand garantieren, ob und wann das Material tatsächlich ankommt", heißt es. "Die Rechnungen werden selbstverständlich erst nach Erhalt der Ware beglichen." Ob und in welcher Höhe der bayerische Katastrophenschutzfonds die Kosten erstattet, werde geprüft.

„Die Gesundheit der Bürger ist unser oberstes Gut und wir müssen alles dafür tun, ältere und schwächere Mitbürger zu schützen“, erklärt Landrat Wolfgang Rzehak. Er steht im ständigen Austausch mit Regierungspräsidentin Maria Els. Sie verspricht für die kommenden Wochen vor allem personelle Unterstützung für das Gesundheitsamt Miesbach.

Update, 3. April, 8.30 Uhr: Landratsamt bestätigt 354 Erkrankte

Stand 2. April sind 354 Personen im Landkreis Miesbach positiv auf das SARS-CoV-2-Virus getestet worden – plus 16 zum Vortag. 84 Personen konnten die Quarantäne bereits wieder verlassen. 25 Personen werden stationär betreut, sieben davon intensivmedizinisch.

"Am Donnerstag sind zwei weitere Personen im Zusammenhang mit dem Coronavirus verstorben", berichtet Sprecherin Sophie-Marie Stadler vom Landratsamt. "Beide verstarben im hohen Alter." Einer der beiden Verstorbenen habe im Landkreis Miesbach gelebt, einer außerhalb des Landkreises.

Die Zahl der Verstorbenen im Zusammenhang mit dem Coronavirus steige somit auf je zwei Personen aus dem Landkreis und von außerhalb.

Update, 15.25 Uhr: Debatte um Ausgangsverbot am Tegernsee

In der Corona-Krise fordern die Bürgermeister im Tegernseer Tal, dass Münchnern Ausflüge an den See verboten werden. Was das konkret bedeutet, lesen Sie in unserem Artikel.

Update, 13 Uhr: Tegernsee-Bahn ändert Öffnungszeiten

Die Tegernsee-Bahn (TBG) passt die Öffnungszeiten ihrer Fahrscheinverkaufsstelle an. Grund ist, dass durch die Corona-Krise kurzzeitig der Zugverkehr im Oberland nach 21 Uhr eingestellt wird.

Ab sofort können Kunden zu folgenden Zeiten Fahrkarten erwerben:

  • Montag bis Freitag, von 5 bis 13.50 Uhr und 14.20 bis 22.30 Uhr,
  • Samstag, von 4.45 bis 13.50 und 14.20 bis 22.30 Uhr und
  • Sonntag, von 5.45 bis 13.50 Uhr und 14.20 bis 22.30 Uhr.

Weiter teilt die TBG mit: "Zusätzlich ist auch die Zugleitung nur noch zu folgenden Zeiten besetzt: Montag bis Freitag, 4.50 bis 22.45 Uhr, Samstag, 4.35 bis 22.45 Uhr und Sonntag, 5.35 bis 22.45 Uhr. Die geänderten Zeiten gelten vorerst bis einschließlich 19. April."

Update, 10.25 Uhr: Diese Gemeinden sind betroffen

Die Zahl der Corona-Erkrankten verteilt sich auf den Landkreis Miesbach wie folgt:

  • Bad Wiessee: 30
  • Bayrischzell: 13
  • Fischbachau: 33
  • Gmund: 34
  • Hausham: 18
  • Holzkirchen: 42
  • Irschenberg: 12
  • Kreuth: 11
  • Miesbach: 18
  • Otterfing: 11
  • Rottach-Egern: 16
  • Schliersee: 13
  • Tegernsee: 12
  • Valley: 9
  • Waakirchen: 14
  • Warngau: 6
  • Weyarn: 13
  • Sonstige: 33

Update, 2. April, 8 Uhr: Corona-Patient im Krankenhaus stirbt

Die aktuellen Zahlen aus dem Landkreis Miesbach: Am Mittwoch (1. April) haben 22 weitere positive Corona-Tests den Landkreis erreicht, die Infiziertenzahl stieg damit auf 338. Erfreulich: Genesen sind 79, sodass die Zahl der aktiven Fälle auf 258 gefallen ist. Stationär werden 28 Menschen betreut, neun davon intensivmedizinisch.

"Leider ist am Mittwochnachmittag ein Patient höheren Alters im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben", berichtet Sprecherin Sophie-Marie Stadler vom Landratsamt. "Er wurde zuvor stationär behandelt und er ist der erste Verstorbene im Zusammenhang mit dem Coronavirus aus dem Landkreis Miesbach." 

Update, 18.10 Uhr: Caritas-Kinderdorf Irschenberg von Corona-Pandemie betroffen

Auch das Caritas-Kinderdorf in Irschenberg ist von der Corona-Pandemie betroffen und hat nun einige Maßnahmen umgesetzt, um die Kleinen zu schützen. Was genau, erfahren Sie in unserem Artikel.

Update, 14.55 Uhr: Hilfe für gewaltbetroffene Frauen

Die Corona-Pandemie beschränkt das öffentliche Leben. Durch die gestiegene Nähe im häuslichen Bereich können sich Konflikte zwischen Partnern verstärken. „Gewaltbetroffene Frauen und ihre Kinder müssen auch weiterhin und gerade jetzt zuverlässig unsere Hilfe erhalten“, erklärt Bayerns Sozialministerin Carolina Trautner. „Das bedeutet: Selbstverständlich kann trotz der geltenden Ausgangsbeschränkungen die eigene Wohnung verlassen werden, um Hilfsangebote aufzusuchen! Wir haben ein gut funktionierendes, flächendeckendes Netz an allgemeinen, niedrigschwelligen Beratungsangeboten wie Ehe- und Familienberatungsstellen sowie Erziehungsberatungsstellen.“

Geht es nicht nur um Konflikte, sondern um häusliche Gewalt stehen die 33 speziellen staatlich geförderten Fachberatungsstellen für von häuslicher Gewalt betroffene Frauen sowie das Bundeshilfetelefon "Gewalt gegen Frauen" unter der Nummer 08000/116016 zur Verfügung. Auch via Online-Beratung unterstützen die Beratenden dort Betroffene aller Nationalitäten, mit und ohne Behinderung. Die Unterstützung ist anonym, kostenlos und findet an 365 Tage im Jahr rund um die Uhr statt.

Auch der Austausch zwischen den Behörden ist wichtig: Wenn es zu einer Zunahme von Fällen kommt, in denen die Notwendigkeit besteht, Opfer und Täter eine gewisse Zeit oder dauerhaft zu trennen, wird wie üblich zunächst die Polizei die rechtlichen Möglichkeiten gegen den Aggressor voll ausschöpfen. Dies bedeutet: Wenn möglich, werden die Täter der Wohnung verwiesen.

Für die Fälle, in denen die einzig mögliche Lösung darin besteht, dass das Opfer die gemeinsam genutzte Wohnung verlässt, prüft das Sozialministerium derzeit, inwiefern zusätzliche Unterbringungskapazitäten geschaffen werden können und klärt die damit in Zusammenhang stehenden Finanzierungsfragen. Dabei werden auch die kommunalen Spitzenverbände eingebunden, da es in erster Linie Aufgabe der Kommunen ist, eine ausreichende Zahl an Hilfsangeboten für von häuslicher Gewalt betroffene Frauen und deren Kinder zur Verfügung zu stellen. Dabei ist auch zu klären, welche Arten von Unterkünften überhaupt vor Ort und für diese spezielle Zielgruppe geeignet sind.

Update, 11.55 Uhr: Rathaus und Bücherei in Holzkirchen bleiben geschlossen

Nachdem die Corona-Maßnahmen bis einschließlich 19. April durch die bayerische Staatsregierung verlängert wurden, passt die Gemeindeverwaltung Holzkirchen die Schließzeiten an: Das Rathaus Holzkirchen sowie die Gemeindebücherei bleiben bis zum Ende der Osterferien für den Publikumsverkehr geschlossen.

"Die Verwaltungsarbeiten und Projekte im Rathaus laufen selbstverständlich in dieser Zeit weiter", berichtet Sprecherin Cornelia Weber. Bis zum 19. April sind die Ansprechpartner im Rathaus während der Öffnungszeiten per E-Mail und Telefon erreichbar. "Wir bitten jedoch darum, Fragen und Rückrufbitten vorrangig per E-Mail an die zuständigen Abteilungen und Ansprechpartner zu richten", heißt es weiter. "Ist eine persönliche Vorsprache zwingend erforderlich, können nach vorheriger schriftlicher Vereinbarung mit der zuständigen Abteilung persönliche Termine im Rathaus stattfinden."

Die Gemeindebücherei bleibt bis zum 20. April geschlossen. Medien, die nach dem 16. März zur Rückgabe fällig wurden, werden automatisch verlängert. Alternativ kann jederzeit die Rückgabebox genutzt werden. Für diejenigen, die noch Lesebedarf haben, steht eine Kiste mit Flohmarktbüchern vor dem Eingang der Gemeindebücherei bereit. Dort könne sich jeder kostenlos bedienen. Die Kiste werde bei Bedarf regelmäßig nachgefüllt.

Update, 9.35 Uhr: Schienenverkehr mit verlässlichem Fahrplan

Aufgrund der anhaltenden Corona-Krise, die auch vor den Eisenbahnunternehmen nicht Halt macht, ist das bereits geltende Fahrplan-Grundangebot im bayerischen Schienenpersonennahverkehr (SPNV) weiter angepasst worden, wie die Bayerische Eisenbahngesellschaft (BEG) mitteilt. Der Freistaat verfolgt weiterhin das Ziel, die Grundversorgung aufrechtzuerhalten. Denn nach wie vor gilt, dass Angehörige systemrelevanter Berufe aus den Bereichen der Pflegedienste, Medizin, inneren Sicherheit und Lebensmittelversorgung zu ihren Arbeitsstellen gelangen müssen.

BEG-Aufsichtsratsvorsitzender Klaus Holetschek: „Das Verkehrsministerium, die BEG und die in Bayern tätigen Eisenbahnunternehmen befinden sich im permanenten Austausch, um ein angemessenes und zugleich verlässliches Fahrplanangebot bereitzuhalten, das ausreichend Platzkapazitäten zum Einhalten des empfohlenen Mindestabstands vorsieht. Die Gesundheit der Menschen steht für uns an erster Stelle.“

Die BEG, die den Regional- und S-Bahn-Verkehr im Auftrag des Freistaats plant, finanziert und kontrolliert, hat eine weitere Stufe des reduzierten Grundkonzeptes mit allen Beteiligten abgestimmt. In einigen Netzen wird das bisherige Fahrplanangebot reduziert, auf einzelnen Nebenstrecken mit geringer Nachfrage kann ab sofort nur noch eine Grundversorgung angeboten werden. Das bedeutet, dass dort der Takt ausgedünnt wird und es zu Ersatzverkehr mit Bussen kommt. Fahrgäste sollten sich vor einer Fahrt unter www.bayern-fahrplan.de informieren.

Wichtiges Ziel: Fahrgäste sollen den Mindestabstand von 1,5 Metern einhalten können. Bärbel Fuchs, Geschäftsführerin der BEG, bittet zudem die Fahrgäste um Mithilfe: „Einige Reisende steigen aus Gewohnheit in die vorderen oder hinteren Zugteile ein, wohingegen andere Bereiche oftmals noch mehr Platz bieten. Bitte verteilen Sie sich, wo immer möglich, auf den gesamten Zug und halten Sie die Eingangsbereiche frei.“

Vorbericht vom 1. April:

Hier die aktuellen Zahlen zum Coronavirus im Landkreis Miesbach: An das Gesundheitsamt sind am Dienstag 15 weitere positive Fälle gemeldet worden, sodass es nun 316 bestätigte Corona-Fälle im Landkreis gibt, teilt Sprecherin Sophie-Marie Stadler vom Landratsamt mit. "48 Personen sind genesen und konnten die häusliche Quarantäne verlassen", heißt es weiter. "Stationär werden 27 Personen betreut, zehn davon intensivmedizinisch."

Die Zahl der Corona-Erkrankten verteilt sich auf den Landkreis Miesbach wie folgt:

  • Bad Wiessee: 29
  • Bayrischzell: 13
  • Fischbachau: 32
  • Gmund: 33
  • Hausham: 17
  • Holzkirchen: 36
  • Irschenberg: 12
  • Kreuth: 10
  • Miesbach: 17
  • Otterfing: 11
  • Rottach-Egern: 15
  • Schliersee: 12
  • Tegernsee: 12
  • Valley: 7
  • Waakirchen: 13
  • Warngau: 6
  • Weyarn: 12
  • Sonstige: 29

ft; ksl

Auch interessant

Mehr zum Thema:

Meistgelesene Artikel

Coronavirus im Landkreis Miesbach: Wendelsteinbahn macht zu
Coronavirus im Landkreis Miesbach: Wendelsteinbahn macht zu
Was sich an den Bahnübergängen in Schliersee ändern soll
Was sich an den Bahnübergängen in Schliersee ändern soll
Coronavirus im Landkreis Miesbach: Die wichtigsten Beschlüsse des Corona-Gipfels
Coronavirus im Landkreis Miesbach: Die wichtigsten Beschlüsse des Corona-Gipfels
Corona bremst Oldtimerfreunde: So feiern sie dennoch ihr 5-jähriges Bestehen
Corona bremst Oldtimerfreunde: So feiern sie dennoch ihr 5-jähriges Bestehen

Kommentare