Aktuelle Infos im News-Ticker

Coronavirus im Landkreis Miesbach: Die wichtigsten Beschlüsse des Corona-Gipfels

Corona im Landkreis Miesbach am 25.9.2020
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Diese Grafik zeigt, wie sich die Fallzahlen in Sachen Coronavirus im Landkreis Miesbach entwickelt haben.

Landkreis – Die Zahl der am Coronavirus Erkrankten im Landkreis Miesbach steigt weiter. Aktuelle Infos zu Covid-19 gibt es in unserem News-Ticker:

Das Wichtigste in Kürze:

  • Am 5. März sind die ersten beiden Corona-Fälle im Landkreis Miesbach bekannt geworden. Am 26. März ist der erste Patient im Krankenhaus Agatharied an der Krankheit verstorben.
  • Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat am 16. März den Katastrophenfall ausgerufen, der inzwischen aufgehoben ist. Seit dem 27. April gibt es eine Maskenpflicht fürs Einkaufen und Benutzen der öffentlichen Verkehrsmittel.

Service:

Update, 30. September, 12.50 Uhr: Die wichtigsten Beschlüsse des Corona-Gipfels

  • Strafgelder: Wer beim Restaurantbesuch falsche Angaben beim Erfassen der persönlichen Daten macht, dem droht fortan ein Bußgeld in Höhe von mindestens 50 Euro. Gaststättenbetreiber sollen die Daten zudem prüfen.
  • Alkohol: Wenn die Infektionszahlen in einer bestimmten Region ansteigen, sollen dort „zeitlich eingegrenzte Ausschankverbote für Alkohol“ gelten, um Ansteckungen einzudämmen.
  • Feiern: Die Länder sollen Obergrenzen festlegen für die Teilnehmerzahl bei privaten Feiern. Dies soll in zwei Stufen geschehen: Gibt es an einem Ort binnen sieben Tagen mehr als 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner, sollen in Gaststätten und anderen Locations höchstens 50 Personen gemeinsam feiern dürfen. In Privaträumen wird eine Teilnehmerzahl von maximal 25 Menschen dringlich empfohlen, aber ist nicht verpflichtend.
  • Regionale Ausbrüche: Gibt es in einem Landkreis oder einer kreisfreien Stadt innerhalb von sieben Tagen mehr als 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner, soll „sofort ein konsequentes Beschränkungskonzept“ umgesetzt werden. Dieses könne sich zum Beispiel auch auf eine betroffene Einrichtung beschränken.
  • Frühwarnsystem: Die Länder sollen „ein geeignetes Frühwarnsystem einrichten“, damit die 50-Personen-Schwelle nicht überschritten wird. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) schlägt eine Corona-Warnampel vor, konnte sich mit diesem Vorschlag bislang aber nicht durchsetzen.

Update, 25. September, 15.05 Uhr: Keine verschärften Maßnahmen

Wie das Landratsamt mitteilt, ist eine Verschärfung der Corona-Maßnahmen im Landkreis derzeit kein Thema. Die Meldungen bezüglich der Situation in einigen bayerischen Städten und Regionen angesichts lokal stark steigender Infektionszahlen führte diese Woche auch am Corona-Bürgertelefon des Landratsamtes Miesbach zu einer Vielzahl verunsicherter Anrufe. „Stand heute gelten im Landkreis Miesbach jedoch keine weitergehenden Maßnahmen über die bekannten, in der 6. Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung verankerten Maßnahmen hinaus“, erklärt Behörden-Sprecherin Sophie-Marie Stadler..

Alle bayerischen Landkreise und kreisfreien Städte sind an die 6. Bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung gebunden. Diese kann immer in aktueller Fassung auf der Homepage des Landratsamtes oder der Homepage des Gesundheitsministeriums nachgelesen werden. Darüber hinaus sind die Kreise und Städte verpflichtet, lokal begrenzt schärfere Maßnahmen zu ergreifen, wenn die Infektionszahlen im Zuständigkeitsgebiet des eigenen Gesundheitsamtes über 35 (Signalwert) bzw. 50 (Schwellenwert) Neuinfektionen in sieben Tagen pro 100.000 Einwohner steigen.

Das Gesundheitsamt Miesbach hat zwischen Freitag, 18.09.2020, und Donnerstag, 24.09.2020, 17 Neuinfektionen an das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit gemeldet. Das LGL gibt für den Landkreis Miesbach eine 7-Tage-Inzidenz von 18,05 an. Das Robert-Koch-Institut meldet 16,0. Die Differenzen ergeben sich durch unterschiedliche Stichzeiten.

Diese Grafik zeigt, wie sich die Neuinfektionen in Sachen Coronavirus im Landkreis Miesbach entwickelt haben.

Der Landkreis Miesbach ist also momentan deutlich vom Signalwert (35 Neuinfektionen) entfernt, ab welchem Maßnahmen geplant werden müssen. Ab dem Schwellenwert (50 Neuinfektionen) sind Maßnahmen verpflichtend. Diese müssen mit den Oberbehörden, Regierung von Oberbayern und Gesundheitsministerium, abgestimmt werden. Sollten Maßnahmen im Landkreis Miesbach notwendig werden, orientieren sich diese an den umliegenden Regionen.

Prognosen, wie sich die Infektionszahlen in den kommenden Wochen und Monaten entwickeln, kann das Landratsamt nicht geben. „Dementsprechend können auch noch keine Aussagen zu möglichen Einschränkungen in der nächsten Zeit getroffen werden“, macht die Behörde klar. Sollten die Zahlen im Landkreis wieder steigen, ist das Landratsamt verpflichtet, sofort einschränkende Maßnahmen zu ergreifen und diese – bei Bedarf mit Unterstützung der Polizei – zu kontrollieren.

Update, 23. September, 10.25 Uhr: 48 Prozent weniger Gäste im Kreis Miesbach

Corona sorgt für Tourismus-Einbruch: Im ersten Halbjahr haben rund 179.000 Gäste den Landkreis Miesbach besucht – das sind 48 Prozent weniger als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Die Zahl der Übernachtungen sank um 43 Prozent auf etwa 588.000. Das teilt die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) mit. Die NGG beruft sich dabei auf Zahlen des Statistischen Landesamtes. „Die Pandemie hat zu einer beispiellosen Krise im heimischen Gastgewerbe geführt. Erst mussten Hotels, Gastwirtschaften, Biergärten und Restaurants über viele Wochen ganz zusperren. Und nach dem Lockdown läuft der Betrieb unter Auflagen nur langsam wieder an“, sagt Georg Schneider, Geschäftsführer der NGG-Region Rosenheim-Oberbayern.

Unter der Situation litten aber nicht nur die Unternehmen. „Die Folgen sind auch für Köche, Kellner und Hotelangestellte dramatisch. Als Kurzarbeiter mussten sie deutliche Lohneinbußen in Kauf nehmen – in einer Branche, die ohnehin nur geringe Löhne zahlt“, betont Schneider. Nach dieser Durststrecke blicken viele Beschäftigte nun mit Sorge auf die Herbst- und Wintersaison. Nach Angaben der Arbeitsagentur beschäftigt das Hotel- und Gaststättengewerbe im Landkreis Miesbach rund 5.000 Menschen.

Allerdings habe die Kurzarbeit bislang einen massiven Anstieg der Arbeitslosigkeit verhindern können. Dank staatlicher Hilfen sei eine Pleitewelle im Gastgewerbe ausgeblieben. „Die Gewerkschaften haben sich in Berlin seit Beginn der Pandemie für das Kurzarbeitergeld stark gemacht und auch durchgesetzt, dass es bis Ende nächsten Jahres verlängert wird. So kommen Beschäftigte und Betriebe besser durch diese schwere Zeit“, sagt Schneider. Entscheidend sei zudem, dass die Leistung nach sieben Monaten auf 80 Prozent des Nettoverdienstes (für Eltern 87 Prozent) ansteige. „Am Ende steht fest: Jeder Kurzarbeiter ist ein möglicher Arbeitsloser weniger.“

Die Gewerkschaft NGG appelliert nun an die Unternehmen, die Kurzarbeit für die Qualifizierung ihrer Mitarbeiter zu nutzen. „Wer wegen Corona nicht arbeiten kann, sollte die Möglichkeit einer beruflichen Weiterbildung bekommen. Das ist ein Beitrag gegen den Fachkräftemangel, der in Hotels und Restaurants unabhängig von der Pandemie eklatant ist. Und Beschäftigte können einen Schritt auf der Karriereleiter machen – etwa von der Küchenhilfe zur Köchin, vom Restaurantfachmann zum Hotelfachmann“, unterstreicht Schneider. Zudem müssten Beschäftigte auch im Gastgewerbe für die Digitalisierung fit gemacht werden. Hier berge die Krise eine große Chance.

Nach Angaben des Münchner Ifo-Instituts waren im August bundesweit 377.000 Beschäftigte des Hotel- und Gaststättengewerbes in Kurzarbeit – das ist gut jeder dritte Arbeitnehmer (34 Prozent). In der gesamten Wirtschaft lag der Anteil der Kurzarbeitern zuletzt bei 14 Prozent. Während des Lockdowns zwischen Anfang März und Ende April wurde laut Arbeitsagentur für neun von zehn sozialversicherungspflichtige Beschäftige im Gastgewerbe Kurzarbeit beantragt.

Update, 15.10 Uhr: Die neuen Corona-Regeln im Überblick

  • Strengere Kontaktbeschränkungen: Aktuell dürfen sich im öffentlichen Raum zehn Menschen treffen, für private Räume gibt es keine definierte Obergrenze, sondern ein Abstandsgebot. In Corona-Hotspots sollen sich ab sofort maximal fünf Menschen treffen dürfen – sowohl öffentlich als auch privat. Wenn sich zwei Haushalte oder nahe Angehörige treffen, dürfen es auch mehr sein. Diese Beschränkung gilt auch in Restaurants und Cafés.
  • Private Feiern nur mit wenigen Gästen: Bei privaten Feiern in einem Corona-Hotspot darf maximal 25 Gäste in Innenräumen und 50 im Freien einladen. Für Kultur- und Sportveranstaltungen soll diese Beschränkung vorerst nicht gelten.
  • Maskenpflicht auf öffentlichen Plätzen: Auf öffentlichen Plätzen dürfen örtliche Behörden bei einem Inzidenzwert von 50 oder mehr Maskenpflicht anordnen.
  • Alkoholverbote auf bestimmten Plätzen: An Plätzen, wo sich zahlreiche Menschen abends treffen, sollen nächtliche Alkoholkonsum- und Verkaufsverbote angeordnet werden.
  • Längere Sperrzeiten: Für Gastronomiebetriebe in Corona-Hotspots sind vorgezogene Sperrstunden möglich. Wirtshäuser und Restaurants müssen dann bereits um 23 Uhr schließen.
  • Besuchsbeschränkungen in Pflegeheimen und Krankenhäusern: Ab einem Inzidenzwert von 50 soll in Corona-Hotspots der Besuch in Krankenhäusern, Alten- und Pflegeheimen sowie Behinderteneinrichtungen wieder eingeschränkt werden. Dann dürfte täglich nur noch eine Person während einer festen Besuchszeit kommen, bei Minderjährigen die Eltern oder Sorgeberechtigten auch gemeinsam.
  • Verschärfte Quarantäneregeln: Ab Montag (28. September) soll auch die Quarantänepflicht für Reiserückkehrer aus Risikogebieten im Ausland verschärft werden. Bisher können Reiserückkehrer diese umgehen, wenn sie kürzer als 48 Stunden im Ausland waren. Für Geschäftsreisende und Berufspendler soll die Ausnahme laut Ministerpräsident Markus Söder bestehen bleiben.

Update, 13 Uhr: Pressekonferenz mit Markus Söder

Update, 22. September, 12.20 Uhr: Zwei weitere Schulklassen in Quarantäne

Zwei weitere Schulklassen müssen wegen des positiven Corona-Tests eines Mitschülers in Quarantäne. Es handelt sich um je eine Klasse der Fachoberschule in Holzkirchen und des Beruflichen Schulzentrums in Miesbach.

„Leider sind die von den Oberbehörden vorgegebenen Maßnahmen, die von den Gesundheitsämtern bei einem positiven Fall in einer Schule ergriffen werden müssen, ziemlich komplex“, erklärt Sprecherin Sophie-Marie Stadler vom Landratsamt in Miesbach. Schüler und Lehrer aus einer betroffenen Klasse werden am erstem sowie am fünften bis siebten Tag nach Bekanntwerden der Infektion des Mitschülers getestet. Außerdem muss Quarantäne angeordnet werden:

  • Positiv getestete Schüler müssen zehn Tage in Quarantäne.
  • Negativ getestete Schüler (= Kontaktpersonen) mussten bisher 14 Tage in Quarantäne. Ende vergangener Woche wurden die Gesundheitsämter informiert, dass sie Schüler klassenweise früher aus der Quarantäne entlassen können, wenn von allen Schülern zwei negative Testergebnisse vorliegen.
  • Positiv getestete Lehrer müssen zehn Tage in Quarantäne.
  • Negativ getestete Lehrer müssen im Einzelfall beurteilt werden. Meist gilt eine Quarantäne bis zum Vorliegen des zweiten negativen Testergebnisses.

Die ersten der bisher acht unter Quarantäne gestellten Schulklassen dürfen Ende dieser Woche und Anfang nächster Woche wieder regulär in die Schule. Das Contact-Tracing-Team (CTT) arbeitet mit Hochdruck daran, unter Quarantäne gestellte Klassen früher als wie bisher nach 14 Tagen wieder in die Schule schicken zu können. Dazu bittet das CTT die Eltern um Mithilfe: Die beiden negativen Testergebnisse des Arztes müssen so schnell wie möglich an das Gesundheitsamt geschickt werden.

Das Gesundheitsamt und das Contact-Tracing-Team versuchen nach wie vor, mit so viel Fingerspitzengefühl wie möglich vorzugehen, um einerseits Infektionsketten zu unterbrechen und andererseits die Einschränkungen für die Schüler so gering wie möglich zu halten.

Die Infektionsketten wurden in den sechs in den vergangenen beiden Wochen betroffenen Klassen bisher sehr gut unterbrochen: Die sechs positiv getesteten Schüler steckten nach bisherigem Kenntnisstand keine Mitschüler und Lehrer an.

Etwa 180 Schüler mussten im Landkreis Miesbach seit Schuljahresbeginn in Quarantäne. Im Landkreis Miesbach gehen ungefähr 12.000 Schüler zur Schule.

Schüler nicht-betroffener Klassen können weiterhin ohne Sorge zur Schule gehen. Zur Entlastung des Gesundheitsamtes und der Schulleitungen werden alle nicht-betroffenen Eltern gebeten, von prophylaktischen Anrufen an diesen Stellen abzusehen. Eltern können versichert sein: Sollten weitere Klassen betroffen sein, werden Gesundheitsamt und Schulleitungen die jeweiligen Kinder und Eltern unverzüglich informieren.

Update, 18. September, 9.50 Uhr: Leonhardifahrt in Kreuth

Aufgrund der rechtlichen Vorgaben zu Veranstaltungen in Bezug auf die Corona-Pandemie ist es in diesem Jahr nicht möglich, die Leonhardifahrt in Kreuth im gewohnten Rahmen abzuhalten. Die Begrenzung der Teilnehmer beim Gottesdienst, die Vorgaben hinsichtlich Masken- und Abstandsgebot sowie die nur schwer durch die Veranstalter zu kontrollierende Einhaltung dieser Vorschriften erschwert eine würdige Gestaltung des Festes.

„Wir hoffen, dass im Jahr 2021 das Fest wieder im gewohnten Rahmen möglich ist“, teilt Kreuths Bürgermeister Josef Bierschneider im Namen der Gemeinde und des katholischen Pfarramts St. Leonhard mit. „Natürlich bleibt es jedem unbenommen, der am 6. November, dem Festtag des Heiligen Leonhard, seinen Dank und seine Bitte um die Fürsprache des Heiligen darbringen möchte, eine persönliche Wallfahrt zur Leonhardskirche nach Kreuth zu unternehmen.“

Update, 17. September, 16.10 Uhr: Testzentrum zieht um

Am Wochenende (19./20. September) zieht das Corona-Testzentrum vom Parkplatz am Gesundheitsamt an das Gelände vor dem Zuchtverband in Miesbach um. Eigentlich war der Umzug erst für die zweite Oktoberhälfte geplant, wenn die bestellte Drive-through-Station geliefert wird, teilt Sprecherin Sophie-Marie Stadler vom Landratsamt mit. Aus Platzgründen findet der Umzug nun schon früher statt. Bis zur Lieferung der Drive-through-Station wird ein Übergangstestzentrum beim Zuchtverband aufgebaut.

Die Terminvereinbarung ist ab sofort nur noch online über die Homepage des Landratsamtes möglich.

Es werden täglich – auch an Wochenenden – Termine vergeben. Bis einschließlich Sonntag (20. September) finden die Abstriche im Zelt vor dem Gesundheitsamt statt, ab Montag dann lückenlos am Zuchtverband. Die Terminvergabe für kommende Woche ist erst ab Sonntagnachmittag über die Homepage möglich.

Die Abstriche im Testzelt werden von niedergelassenen Ärzten genommen. Die Auswertung und Übermittlung der Testergebnisse wurde an einen externen Dienstleister vergeben. Dieser benachrichtigt Bürger per Mail über ihr Testergebnis. Wird bei der Anmeldung eine fehlerhafte Mail-Adresse angegeben, kann das Testergebnis nicht übermittelt werden. Spam-Ordner sollten überprüft werden. „Das Landratsamt/Gesundheitsamt erhält keine Kenntnis über den Bearbeitungsstatus des Tests, entsprechend können Fragen dazu leider grundsätzlich nicht beantwortet werden“, erklärt Sophie-Marie Stadler.

Es können nur Landkreisbürger ohne Symptome und mit Voranmeldung getestet werden. Grundsätzlich sollte man sich an seinen Hausarzt wenden, wenn man befürchtet, sich angesteckt zu haben, da dieser die individuelle Krankengeschichte kennt und im Falle einer Infektion optimal unterstützen kann.

In der zweiten Oktoberhälfte wird das Übergangstestzentrum durch die Drive-through-Station an gleicher Stelle ersetzt.

Update, 16. September, 10.20 Uhr: Bilanz für Badesaison

Der Sommer ist vorbei, zumindest im Warmbad Miesbach. Am Sonntag (13. September) endete die Saison. Die Einrichtung ist nun geschlossen. Badereferent Erhard Pohl blickte in der Stadtratssitzung am Donnerstag (10. September) zurück – auf eine besondere, aber auch zufriedenstellende Saison.

Zwar fehlten noch konkrete Zahlen, dennoch zieht Pohl ein positives Fazit. Und das ist vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie ja nicht selbstverständlich. Das Virus hat zunächst den Start der Badesaison verzögert. Erst am 8. Juni ging es los – dann aber recht gut. Pohl hat festgestellt, „dass sehr viele Einheimische ihren Urlaub zu Hause verbrachten und das Warmbad zu ihrem Urlaubsziel machten“.

Wie er erklärte, haben die Besucher die Corona-Beschränkungen sowie die damit verbundenen Unbequemlichkeiten akzeptiert und beachtet. Für Pohl steht fest. Die Badegäste waren dankbar, „dass die Stadt keine Kosten und Mühen gescheut hat, das Warmbad bereits am ersten Tag der Lockerung den Badegästen zur Verfügung zu stellen“.

Da liegt die Frage nahe, warum trotz guten Wetters schon am Sonntag zugemacht wurde. Weil die Erfahrung gezeigt habe, dass die Menschen wenn es herbstelt nicht mehr so gerne baden wollen. Sie gehen dann lieber Wandern und Radfahren, weiß Pohl. Er sagt deshalb: „Wenn es am schönsten ist, soll man aufhören.“

Update, 15. September, 12.10 Uhr: Spielcafé in Tegernsee

Das Spielcafé des Kinderschutzbundes Miesbach findet ab dem 17. September wieder jeden Donnerstag, von 9 bis 12 Uhr, im evangelischen Gemeindesaal in Tegernsee statt. In Zusammenarbeit mit der evangelischen Kirchengemeinde können Mütter und Väter zwanglos zusammenkommen, Erfahrungen austauschen, Probleme besprechen, Spaß haben und Kontakte knüpfen. Sie können während der Öffnungszeiten kommen und gehen, wie es ihnen und den Bedürfnissen ihres Kindes am besten entspricht. Der Besuch ist kostenlos.

„Die Betreuerin ist offen für alle Fragen, Probleme und Informationen“, heißt es in einer Mitteilung des evangelisch-lutherischen Pfarramts Tegernsee–Rottach-Egern–Kreuth. „Eine Helferin kümmert sich um die Kinder, sodass die Eltern in Ruhe Kaffee trinken und sich unterhalten können.“

Weitere Informationen erhalten Interessierte im Tegernseer Pfarramt unter Telefon 08022/4430 und beim Kinderschutzbund Miesbach unter Telefon 08025/4444.

Update, 16.45 Uhr: Sechs Schulklassen in Quarantäne

Drei weitere Klassen müssen gleich nach der ersten Schulwoche in Quarantäne. Grund ist jeweils der positive Corona-Test eines Schülers, teilt Sprecherin Sophie-Marie Stadler vom Landratsamt in Miesbach mit.

Eine Klasse der Grundschule Schliersee sowie zwei Klassen der Mittelschule Holzkirchen müssen für 14 Tage in Quarantäne. Alle Schüler sowie die betroffenen Lehrer sind bereits informiert und wurden getestet. Viele von ihnen haben am Wochenende das Angebot am zentralen Testzentrum wahrgenommen.

Insgesamt sind somit inzwischen sechs Klassen in Quarantäne. Ende vergangener Woche mussten bereits je eine Klasse des Sonderpädagogischen Förderzentrums Hausham, der Grundschule Otterfing sowie der Oberland-Realschule Holzkirchen wegen der Quarantäneanordnung auf Homeschooling umsteigen.

Mitschüler und Lehrer mit direktem Kontakt zu nachweislich infizierten Schülern werden am ersten sowie am fünften bis siebten Tag nach Bekanntwerden der Infektion getestet. Im Laufe der Woche ist also mit sehr vielen Testergebnissen zu rechnen. Die genaue Zahl der genommenen Abstriche im Zusammenhang mit dem Infektionsgeschehen in den Schulen kann nicht beziffert werden, da in vielen Fällen nicht nur die betroffenen Kinder, sondern auch deren Eltern und Geschwister sich haben freiwillig von allen möglichen Stellen testen lassen.

Lehrer müssen nicht automatisch 14 Tage in Quarantäne. Mindestens bis zum Erhalt des ersten Testergebnisses müssen Lehrer auf jeden Fall zu Hause bleiben. Danach hängt es vom Einzelfall ab. „Das Gesundheitsamt beziehungsweise das Contact-Tracing-Team versucht mit sehr viel Fingerspitzengefühl vorzugehen, um den schwierigen Spagat zwischen Infektionsschutz und Aufrechterhaltung des Schulbetriebs für die anderen Klassen zu schaffen“, erklärt Sophie-Marie Stadler.

Update, 14. September, 10.44 Uhr: Testzentrum des Landkreises geöffnet

Für ihren Corona-Test können Bürger einen Termin im zentralen Testzelt des Landkreises vereinbaren. Dazu wird das Testzelt vor dem Gesundheitsamt genutzt. Die Abstriche im Testzelt werden von niedergelassenen Ärzten durchgeführt.

„Abstriche erfolgen nur nach vorheriger Terminvereinbarung“, erklärt Sprecherin Sophie-Marie Stadler vom Landratsamt Miesbach. „Es können nur Landkreisbürger ohne Symptome getestet werden.“

Grundsätzlich wird empfohlen, bei einem Verdacht auf eine Infektion den eigenen Hausarzt zu kontaktieren, da dieser die individuelle Krankengeschichte kennt und den Patienten im Falle einer Infektion optimal betreuen kann.

Die geplante Drive-through-Teststation wird voraussichtlich in der zweiten Oktoberhälfte geliefert und ersetzt das Testzelt am Gesundheitsamt.

Terminvereinbarung: Wochentags, zwischen 9 und 11 Uhr, unter Telefon 08025/7044445.

Update, 13. September, 14.10 Uhr: Hillary-Stiftung Deutschland hilft

„Wir sind froh und dankbar, dass nach wochenlangem Lockdown unser Paphlu-Hospital am Fuße des Mount Everest wieder geöffnet werden konnte“, berichtet die Wiesseerin Ingrid Versen als Vorsitzende der 1990 gegründeten Hillary-Stiftung Deutschland. Aufgrund der Ausbreitung von Covid-19 musste das Hospital auf 2.467 Metern Höhe viele Wochen völlig geschlossen bleiben und durfte auch keine Schwangeren aufnehmen, obwohl die Mütter viele Tagesmärsche auf sich nahmen, um ihr Kind dort zur Welt bringen zu können.

„Wir sind nun wieder voll belegt und versuchen, weitere Betten zu beschaffen“, berichtet Arzt Mingmar Gyalzen, der sich zugleich für die Zusatzspenden in Höhe von 10.000 Euro aus Deutschland bedankt, womit umfangreiche Hygienemittel besorgt werden konnten. Die Lage in Nepal sei nach wie vor sehr ernst, denn die Sherpas im Khumbu-Gebiet können ihren Lebensunterhalt nicht verdienen. Neben Covid-19 hat auch der heftige Monsun das Land voll im Griff. Keine Touristen – keine Arbeit – kein Lohn. Viele leben von nur einer Mahlzeit pro Tag.

Grenzüberschreitender Verkehr sowie nationale und internationale Flüge sind weiterhin nicht möglich. Doch die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt. „Unsere Sherpas sind sehr tapfer und geben nie auf, was unseren Stiftungsgründer Edmund Hillary stets imponiert hat“, berichtet Versen. Dank gilt allen, welche die Zusatzspenden ermöglicht haben. „Wir werden auch weiterhin alles tun, um vor allem die Mutter-Kind-Station in unserem Hospital offen zu halten“, versichert die Vorsitzende. Weitere Infos zur Arbeit der Hillary-Stiftung gibt es unter www.hillary-stiftung.de.

Update, 12. September, 11.25 Uhr: Michaelimarkt findet statt

Die Stadt Miesbach hält trotz der Corona-Pandemie am Michaelimarkt fest. Er soll am Sonntag, 27., und Montag, 28. September, stattfinden.

Bürgermeister Gerhard Braunmiller möchte laut Mitteilung der Stadt mit dem Michaelimarkt und dem einhergehenden verkaufsoffenen Sonntag die Geschäfte unterstützen, den Fieranten eine Möglichkeit zum Verkauf ihrer Waren und den Bürgern ein Stück Normalität zurückzugeben. „Der Markt findet unter strengster Einhaltung der Hygieneauflagen statt“, erklärt die Stadt. Sie schließt aber nicht aus, aufgrund aktueller Entwicklungen kurzfristig Änderungen oder sogar eine Absage vorzunehmen.

Update, 11. September, 12.30 Uhr: Aktuelle Fallzahlen

Gleich in der ersten Schulwoche müssen drei Schulklassen im Landkreis Miesbach in Quarantäne. Grund ist jeweils ein positiver Corona-Test eines Mitschülers. Die Schulen bieten während der 14-tägigen Quarantäne alternative Lernangebote für die betroffenen Schüler an. Schüler (und Eltern) aus anderen Klassen müssen sich keine Sorgen machen: Sie können den Unterricht normal besuchen. Eine Nachfrage beim Gesundheitsamt oder der Schulleitung ist nicht notwendig.

Bei den drei Klassen handelt es sich um eine Klasse der Grundschule Otterfing, eine Klasse der Oberland-Realschule Holzkirchen, sowie eine Klasse des Sonderpädagogischen Förderzentrums in Hausham. Alle betroffenen Schüler und Eltern wurden bereits informiert.

Schüler anderer Klassen dieser Schulen können ohne Sorge weiterhin den Unterricht besuchen. Alle Schulen haben ein Hygienekonzept, sodass eine Durchmischung der Klassen weitgehend ausgeschlossen werden kann. Zur Entlastung des Gesundheitsamtes und der Schulleitungen werden alle (nicht-betroffenen) Eltern gebeten, von prophylaktischen Anrufen an diesen Stellen abzusehen. Eltern können aber versichert sein: Sollten weitere Klassen betroffen sein, werden Gesundheitsamt und Schulleitungen die jeweiligen Kinder und Eltern unverzüglich informieren.

Das Gesundheitsamt steht in engem Austausch mit allen betroffenen Schulleitungen. Die Schulleitungen wiederum koordinieren die Maßnahmen an ihrer Schule und organisieren alternative Lernangebote, die in den vergangenen Wochen und Monaten erstellt wurden. Selbstverständlich werden diese so schnell wie möglich starten.

Das Contact-Tracing-Team (CTT), das beim Gesundheitsamt angesiedelt ist, hat alle Kontaktpersonen der positiv getesteten Kinder bereits identifiziert. Die Mitschüler und betroffenen Lehrer werden auf das Virus getestet. Nicht alle Lehrer, die die Klassen unterrichtet haben, müssen pauschal in Quarantäne: Das Gesundheitsamt trifft bei jedem Lehrer eine Einzelfallabwägung entsprechend der durch die Ermittlungen des CTT gewonnenen Erkenntnisse. Dieses für Gesundheitsamt und CTT sehr aufwendige Prozedere ist wichtig, um den Unterricht an den betroffenen Schulen nicht völlig lahmzulegen.

Im Landkreis Miesbach gibt es 47 Schulen, davon 19 Grundschulen. Etwa 7.200 Schüler besuchen eine weiterführende Schule und 4.600 Schüler eine Grund- oder Mittelschule.

Die Zahl der positiven Corona-Befunde ist im Lauf der Woche deutlich gestiegen: Seit Montag (7. September) wurden dem Gesundheitsamt 24 Neuinfektionen gemeldet. Seit Beginn der Pandemie wurden 697 Personen im Landkreis positiv auf das Coronavirus getestet, wovon jedoch 664 wieder als genesen und nur 20 als aktive Fälle gelten. Die Quarantäne kann durch neue wissenschaftliche Erkenntnisse in vielen Fällen inzwischen verkürzt werden. Daher steigt die Zahl der aktiven Fälle in der aktuellen Darstellung nicht gleichermaßen mit der Zahl der Neuinfektionen.

Bei allen Neuinfektionen handelt es sich um einzelne Personen beziehungsweise deren Familienverbände. In vielen Fällen steckt ein Infizierter mehrere Mitglieder seines Hausstandes an, bevor die Infektion entdeckt wird, was sich letztendlich natürlich in deutlich steigenden Fallzahlen in der Statistik niederschlägt.

Update, 10. September, 12.25 Uhr: Selfie-Ident-Verfahren für Arbeitslosmeldung

Kunden, die ihre Arbeitslos- beziehungsweise Arbeitssuchendmeldung in der Corona-Zeit nicht persönlich vornehmen konnten, können sich jetzt freiwillig online identifizieren.

„Unsere Kunden erhalten Briefe von der Agentur für Arbeit, da wir ihnen aufgrund der Corona-Krise eine Online-Identifizierung als Alternative zur persönlichen Identifizierung anbieten“, sagt Michael Vontra, Geschäftsführer des operativen Bereichs der Agentur für Arbeit Rosenheim. „Wir arbeiten dabei mit der Nect GmbH zusammen. Bei einigen Kunden sorgt das für Irritationen. Deshalb möchte ich an dieser Stelle betonen, dass das Schreiben von der Agentur für Arbeit vor Ort kommt.“ Das Selfie-Ident-Verfahren gilt noch bis zum 30. September. Die Teilnahme ist freiwillig. Weitere Infos unter www.arbeitsagentur.de/selfieident.

Update, 9. September, 9.55 Uhr: Sixtus-Lauf am Schliersee

Die Veranstalter des etablierten Sixtus-Laufs Schliersee haben zur neunten Auflage ein neues Organisationskonzept vorgestellt. Der Lauf findet am Samstag, 12. September, statt.

Nach Abstimmungen mit den Behörden, der Vorlage eines Hygienekonzeptes und Anpassungen im Ablauf der Veranstaltung freuen sich die Organisatoren um Florian Hornsteiner, Geschäftsführer der Flowmotion GmbH: „Wir haben sämtliche Hürden genommen, um die Laufveranstaltung durchführen zu können.“ Bereits Ende Juli hatten sich knapp 1.000 Läufer angemeldet. Das Teilnehmerlimit liegt bei 1.200.

Auf die Starter warten drei landschaftlich reizvolle Strecken zwischen See und umliegenden Bergen. Start ist zwischen 10 und 16 Uhr zum Halbmarathon (21,1 Kilometer), Zehn-Kilometer- sowie 7,5-Kilometer-Lauf. Um die geltenden Abstandsregeln während der kompletten Durchführung der Veranstaltung einzuhalten, werden die Läufer in etwa 120 Startblöcken zu zehn Personen auf die Strecke geschickt. Start- und Zielbereich befinden sich am Gelände der Vitalwelt Schliersee, werden dort aber als separate Bereiche ausgewiesen. Neben den Laufdis­tanzen wird es eine Walkingwertung für sportliche Geher geben.

Die drei Distanzen umrunden den idyllisch gelegenen Schliersee, wobei die Halbmarathon-Strecke durch das Filzmoos bei Aurach führt. Morgens ab 10 Uhr stehen die 7,5-Kilometer-Läufer und Walker in kleinen Gruppen am Start. Ab 11.15 Uhr öffnet das Startfenster für die Läufer der Zehn-Kilometer-Strecke. Die Halbmarathonisti dürfen ab 13 Uhr los. Kinder und Jugendliche dürfen diesmal nur zuschauen: Kinder-, Zwergerl- und Jugendlauf kann erst im kommenden Jahr zur 10. Auflage wieder stattfinden.

Die Teilnehmer werden von den Veranstaltern darum gebeten, startbereit zum Lauf zu kommen. Alle weiteren Infos sind im Internet unter www.schliersee-lauf.de zu finden.

Update, 8. September, 17.05 Uhr: Aktuelle Fallzahlen

Im Vergleich zum Vortag infizierten sich sechs weitere Personen im Landkreis Miesbach bestätigtermaßen mit dem Coronavirus (+2 in Miesbach, +2 in Holzkirchen und +2 in Weyarn). Es handelt sich jeweils um einzelne Personen, die sich wohl im häuslichen Umfeld angesteckt haben.

"In den vergangenen Tagen konnten einige Personen aus der Quarantäne entlassen werden, sodass im Landkreis derzeit erfreulicherweise nurmehr 16 aktive Fälle zu verzeichnen sind", teilt Sprecherin Sophie-Marie Stadler vom Landratsamt in Miesbach mit.

In den vergangen sieben Tagen kamen im Landkreis mit seinen 100.000 Einwohnern insgesamt 13 Neuinfektionen hinzu. Mögliche Abweichungen zur 7-Tage-Inzidenz des RKI ergeben sich durch unterschiedliche Stichzeiten.

Update, 7. September, 10.50 Uhr: Kein Elferrat der Crachia Hausham

Können Faschingsveranstaltungen stattfinden und wenn, in welcher Form? Alle Freunde der fünften Jahreszeit blicken dieser sorgenvoll entgegen. Und nun gibt es schon das erste prominente Opfer im Landkreis Miesbach: Die Crachia Hausham hat ihre weithin berühmten Elferratssitzungen abgesagt.

Der Faschingsauftakt in Hausham – der närrischen Hochburg im Landkreis – fällt also wegen der Corona-Pandemie aus, wie der Verein mitteilt. „Bis zuletzt haben wir gehofft, dass sich die Situation entscheidend bessert und wir unseren Saisonhöhepunkt wie gewohnt planen und dann auch durchführen können. Zu unserem Bedauern ist dies aber leider nicht der Fall“, erklärt das Präsidium in einer Stellungnahme. Deshalb verschiebt die Crachia ihre 61. Elferratssitzung, die mit vier Terminen vermutlich wieder für große Begeisterung gesorgt hätte, auf November 2021.

Die Entscheidung sei wahrlich nicht leicht gefallen, heißt es in der Erklärung. „Wir alle tragen eine gemeinsame Verantwortung gegenüber den Mitmenschen, unseren Mitgliedern und unserem Verein, die wir nicht leichtfertig außer Acht lassen dürfen“, schreibt das Präsidium weiter und verspricht den Faschingsfans: „Nichtsdestotrotz werden wir weiterhin alle Möglichkeiten prüfen, mit euch gemeinsam das Brauchtum Fasching zu feiern. In welcher Form auch immer.“

Update, 6. September, 9.25 Uhr: Mobilitätsumfrage in Holzkirchen

Am Montag, 7. September, präsentiert die Verwaltung der Marktgemeinde die ersten Ergebnisse der Mobilitätsumfrage „Sauber unterwegs in Holzkirchen“.

Die Holzkirchner waren im Frühsommer dazu aufgerufen, sich als Experten vor der eigenen Haustür in das Förderprojekt „Sauber unterwegs in Holzkirchen“ einzubringen. Ziel war es, neben Einblicken in das tägliche Verkehrsverhalten vor allem auch Informationen zu ihren Wünschen zu erhalten und mehr über die Herausforderungen an aktuelle sowie künftige Mobilitätsangebote zu erfahren. Aufbauend auf den Ergebnissen der Mobilitätsumfrage wurden erste Maßnahmen und Lösungsansätze erarbeitet, die in der Online-Präsentation des Planungsbüros Mobilitätswerk GmbH

öffentlich vorgestellt und diskutiert werden. Während der Online-Veranstaltung können Fragen, Kommentare und Hinweise über die Chat-Funktion gestellt werden. Ein Zwischenergebnis der Auswertung ist ab sofort auf der Internetseite der Gemeinde verfügbar.

Sollten bereits im Vorfeld der Online-Präsentation Fragen zu den Ergebnissen aufkommen, können diese schon jetzt an die E-Mail-Adresse mobilitaet@holzkirchen.de geschickt werden. Sie werden dann während der Online-Präsentation beantwortet. Diese findet zwischen 17.30 und 19 Uhr unter dem Link www.holzkirchen.mobilitaetswerk.de statt.

Update, 5. September, 11.55 Uhr: 150 Jahre Freiwillige Feuerwehr Holzkirchen

In diesem Jahr wollte die Freiwillige Feuerwehr Holzkirchen ihr 150-jähriges Bestehen groß feiern. Doch dann kam die Corona-Pandemie und brachte – wie bei vielen anderen Veranstaltungen auch – die Planungen durcheinander.

Alle geplanten Veranstaltungen, nicht nur die im Zusammenhang mit dem Jubiläum, mussten abgesagt beziehungsweise vorerst auf das Jahr 2021 verschoben werden. „Darüber sind die FFWler natürlich traurig, aber sie hoffen, dass die bereits geleistete Arbeit nicht umsonst war und 2021 alles nachgeholt werden kann“, berichten sie in einer Mitteilung.

Bis zum jetzigen Zeitpunkt hat auch die Generalversammlung für 2020 nicht stattfinden können und „es steht in den Sternen, ob diese in diesem Jahr noch abgehalten werden kann“. Es werde daher in nächster Zeit eine Kassenprüfung durchgeführt, damit die Feuerwehrler zumindest eine korrekte und ordentliche Kassenführung nachweisen können. Die Präsentation der Kassenprüfung und die damit einhergehende Entlastung des Vorstandes könnten dann gegebenenfalls erst im Jahr 2021 erfolgen, heißt es weiter in der Mitteilung.

„Drücken Sie den Holzkirchner Feuerwehrlern die Daumen, dass im nächsten Jahr Corona keine Rolle mehr spielt und alle vorgesehenen Veranstaltungen dann über die Bühne gehen können“, lautet der Wunsch der ehrenamtlichen Kameraden.

Update, 4. September, 14.30 Uhr: Aktuelle Informationen

Am Dienstagabend (1. September) konnten auch die bis dahin noch in Quarantäne befindlichen Personen in der Unterkunft an der Münchner Straße in Holzkirchen aus der Quarantäne entlassen werden. Der Reihentest vom 31. August fiel erneut bei allen Personen negativ aus.

Das Testzentrum nimmt konkretere Gestalt an. Die EDV-Lösung ist bestellt und sichert die elektronische Abwicklung bei den Tests. Von der Datenerfassung bis zur Rückmeldung an die Testperson und das zuständige Gesundheitsamt soll alles aus einer Hand stammen.

Die Bestellung der Container ist auch erfolgt. Da wird ein Gesamtpaket geliefert, das heißt, die beiden Container zusammen mit einem dazu passenden Mittelzeltteil. In sechs Wochen soll die Lieferung erfolgen – deutlich schneller als die zunächst dargestellten 16 Wochen.

Wo das Testzentrum aufgebaut werden soll, ist noch nicht abschließend geklärt. Dabei ist jedoch zeitnah mit einer endgültigen Entscheidung zu rechnen, berichtet Sprecherin Beate Faus vom Landratsamt in Miesbach.

Seit dem jüngsten Update am Montag (31. August) sind vier Personen positiv auf das Coronavirus getestet worden. Am 3. September lag die berechnete 7-Tage-Inzidenz für den Landkreis Miesbach bei 6,02, wobei alle Fälle der vergangenen sieben Tage berücksichtigt sind, die bis 3. September, 8 Uhr, übermittelt worden sind.

Seit Beginn der Pandemie wurde das Coronavirus im Landkreis Miesbach bei 674 Personen bestätigt, wovon 638 als genesen gelten. 23 Fälle sind derzeit aktiv.

Update, 14.45 Uhr: Arbeitsmarkt im August 2020

„Der Anstieg der Arbeitslosigkeit im Ferienmonat August ist nach dem Ende des Ausbildungsjahres und des Sommersemesters durchaus saisonüblich, aber nicht corona-bedingt. Wir müssen aber auch feststellen, dass die Auswirkungen der Corona-Pandemie den bayerischen Arbeitsmarkt nach wie vor belasten. Dies zeigt sich an der im Vergleich zum Vorjahr deutlich gestiegenen Zahl an Arbeitslosen“, erklärt Bayerns Arbeitsministerin Carolina Trautner anlässlich der aktuellen Arbeitsmarktzahlen und ergänzt: „Mit einer Arbeitslosenquote von 4,1 Prozent steht Bayern zwar im August im bundesweiten Vergleich erneut am besten da. Die Quote liegt aber auch sehr deutlich über der Vorjahresmarke von 2,9 Prozent im August 2019.“

Ein weiteres Indiz, dass die Corona-Pandemie den bayerischen Arbeitsmarkt weiter stark beeinflusst, ist die weiterhin hohe Inanspruchnahme des Kurzarbeitergeldes. „Dieses hat in den vergangenen Monaten eine bedeutende Rolle bei der Beschäftigungssicherung und Vermeidung noch höherer Arbeitslosigkeit gespielt. Dazu haben vor allem die Erleichterungen und Verbesserungen beim Kurzarbeitergeldbezug beigetragen, die insbesondere auf Initiative der bayerischen Staatsregierung im Frühjahr auf den Weg gebracht worden sind“, sagt die Ministerin. „Deshalb sind auch die nun vom Koalitionsausschuss beschlossenen Verlängerungen der Kurzarbeitergeld-Sonderregelungen ausdrücklich zu begrüßen. Diese Maßnahmen verschaffen jetzt Planungssicherheit und helfen Betrieben, weiter durch die Krise zu kommen und Beschäftigung zu stabilisieren“, stellt Trautner abschließend fest.

Die Zahl der Arbeitslosen hat sich in Bayern im August 2020 gegenüber dem Vormonat um rund 12.200 oder 4,1 Prozent sowie gegenüber dem Vorjahresmonat um rund 88.700 oder 40,5 Prozent auf 307.909 erhöht.

Update, 2. September, 10.35 Uhr: Aktuelle Arbeitslosenzahlen

Im Landkreis Miesbach sind derzeit 1.642 Bürger arbeitslos gemeldet, was einer Quote von 3,0 Prozent (Vormonat: 3,0; August 2019: 2,2 Prozent) entspricht. Davon sind 1.213 arbeitslose Männer und Frauen bei der Agentur für Arbeit in Holzkirchen gemeldet, einer mehr als im Vormonat.

Für die Betreuung der Arbeitslosengeld-II-Empfänger nach dem SGB II ist der Landkreis Miesbach als zugelassener kommunaler Träger zuständig. Beim Jobcenter sind 429 Arbeitslose gemeldet, 23 weniger als im Juli. Insgesamt betreut das Jobcenter 1.226 erwerbsfähige Leistungsberechtigte, die in 979 sogenannten Bedarfsgemeinschaften leben.

Bis zum 26. August gab es 1.416 Anzeigen für Kurzarbeit für 13.528 Mitarbeiter.

Ein kurzer Blick auf den Ausbildungsmarkt: Zum Stichtag 11. August waren im Landkreis Miesbach noch 56 junge Menschen gemeldet, die nach einem Ausbildungsplatz mit Starttermin im Herbst suchen. Dem gegenüber standen 247 unbesetzte Lehrstellen. Die meisten Angebote gab es noch in den Berufsgruppen Verkauf (67), Koch/Köchin (17) und Handelsfachwirt/in (Ausbildung) (15).

Update, 16.10 Uhr: Malerei im Kulturhaus

Nach langer Corona-Pause findet in den kommenden Tagen wieder eine Ausstellung im Kunst- und Kulturhaus in Hausham statt. Rita Höhlein, Manfred Priller und Traudl Saller vom Kunstkreis Hausham zeigen ab Samstag, 5. September, ihre Werke. Eine Vernissage gibt es aufgrund der Corona-Pandemie nicht. Bis Sonntag, 20. September, ist die Ausstellung täglich, von 15 bis 18 Uhr, geöffnet.

„Die gezeigten Bilder in verschiedenen Techniken wie Aquarell, Acryl und Öl umfassen ein breites Spektrum von modern, abstrakt bis gegenständlich“, kündigt Hubert Lacrouts, Kulturreferent der Gemeinde, an.

Beim Betreten der Ausstellung herrscht Maskenpflicht. Es gelten zudem die üblichen Corona-Abstandsregeln.

Update, 11.50 Uhr: Aktuelle Fallzahlen

Die Testergebnisse der am 27. August abgestrichenen Personen liegen nunmehr vor: Im Ergebnis konnten alle in der Gemeinschaftsunterkunft an der Münchner Straße in Holzkirchen lebenden Personen am Wochenende aus der Quarantäne entlassen werden. Auch die Testergebnisse der Bewohner, die seit dem 30. Juli in der Asylbewerberunterkunft in Otterfing unter Quarantäne stehen, fielen nunmehr wiederholt negativ aus. Somit wurde auch für die Bewohner dieser Unterkunft die Quarantäne am Wochenende aufgehoben. Die Zäune müssen jedoch noch abgebaut und abgeholt werden.

Die Testergebnisse der Kontaktpersonen in der weiteren Unterkunft in Holzkirchen waren ebenfalls negativ. Die beiden ursprünglich positiv getesteten Personen gelten gemäß RKI-Kriterien als nicht mehr infektiös. Somit ist auch für alle dort lebenden Personen die Quarantäne ab diesem Wochenende aufgehoben worden.

Für die Bewohner einer weiteren Unterkunft an der Münchner Straße in Holzkirchen hingegen bleibt die Quarantäne angeordnet – mit Ausnahme der beiden bislang nachweislich positiv getesteten, jedoch nicht mehr infektiösen Personen. Ein Reihentest der übrigen Bewohner, die als Kontaktpersonen der Kategorie 1 gelten, wurde am Montag (31. August) erneut durchgeführt.

Das geplante Testzentrum soll nun auf dem Gelände des Krankenhauses Agatharied aufgestellt und betrieben werden, teilt Sprecherin Beate Faus vom Landratsamt in Miesbach zudem mit. Und: "Bei drei weiteren Personen im Landkreis Miesbach wurde eine Infektion mit dem SARS-CoV-2-Virus festgestellt."

Vorbericht vom 1. September:

Die bayerischen Corona-Tests von Reiserückkehrern sind am Wochenende (29./30. August) erfolgreich verlaufen. Bis Sonntagmittag wurden an den Autobahnteststationen Heuberg, Hochfelln-Nord und Donautal-Ost mehrere tausend Personen getestet. Genaue Zahlen werden in den nächsten Tagen vorliegen. Auch die Teststation am zentralen Omnibusbahnhof in München ist am Samstag erfolgreich gestartet. Dort wurden rund 200 Personen getestet.

Bei den Tests an den Teststationen an den Bundesautobahnen kam es zwar in Einzelfällen auch zu kurzen Wartezeiten, die sich aber nach Auskunft durch den Dienstleister Eurofins meistens in Grenzen hielten. Nur zu Stoßzeiten mussten an den Teststationen alle jeweils vorhandenen Teststraßen geöffnet werden, um einen permanenten Durchfluss bei hohem Aufkommen zu gewährleisten.

Dazu begleitend hatte Eurofins sein Personal entsprechend aufgestockt und Vorsorge für mögliche Engpässe getroffen. Zur Unterstützung beim Verkehrsfluss und der Logistik, zum Beispiel Witterungsschutz bei Starkregen, wurden neben Kräften der Bundeswehr, die auch bei den Tests unterstützten, auch Personal des Technischen Hilfswerks, der Polizei, der staatlichen Feuerwehrschulen und der Autobahnmeisterei eingesetzt.

ft; ksl

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