Bilanz des Polizeipräsidiums Oberbayern-Süd

"Vorbildlich und beispielhaft": Polizei lobt Bürger nach erneuten Corona-Kontrollen

Auch mit dem Hubschrauber haben die Beamten des Polizeipräsidiums Oberbayern-Süd in der vergangenen Woche das Einhalten der Corona-Regeln kontrolliert.
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Auch mit dem Hubschrauber haben die Beamten des Polizeipräsidiums Oberbayern-Süd in der vergangenen Woche das Einhalten der Corona-Regeln kontrolliert.

Landkreis – Erneut hat die Polizei über 20.000 Kontrollen in Bezug auf die Corona-Pandemie innerhalb einer Woche durchgeführt. Die Zwischenbilanz fällt positiv aus.

Seit Sonntag (29. März) bis einschließlich Sonntag (5. April) hat die Polizei im südlichen Oberbayern erneut über 20.000-mal kontrolliert, ob die Regeln der geltenden Ausgangsbeschränkung eingehalten werden. In der Gesamtheit falle die Zwischenbilanz erneut positiv aus. Die Regeln würden von den meisten Menschen in der Region akzeptiert und beachtet. Dennoch hat das Bilderbuchwetter am Wochenende dafür gesorgt, dass im südlichen Oberbayern vermehrt von der Polizei kontrolliert und überwacht werden musste.

Im Verlauf der vergangenen Woche hat die Polizei im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Oberbayern-Süd 20.125 Kontrollen durchgeführt, um die Verordnung der bayerischen Staatsregierung anlässlich der Covid-19-Pandemie durchzusetzen. Dabei sind 2.151 Verstöße festgestellt worden. 2.064 davon haben sich auf das Missachten der Ausgangsbeschränkung bezogen. In 1.325 Fällen ist Anzeige erstattet worden.

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Insgesamt haben die Beamten im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Oberbayern-Süd in der vergangenen Woche 1.407 Verstöße gegen die Rechtsverordnung der bayerischen Staatsregierung zur Anzeige gebracht. Dazu Polizeipräsident Robert Kopp: „Mit den polizeilichen Kontrollen und der Durchsetzung der Ausgangsbeschränkung wollen wir dazu beitragen, dass nicht wegen der Unvernunft einer Minderheit der Fall eintritt und irgendwann jeder einen kennt, der am Coronavirus verstorben ist.“

Vor allem an den Wochenendtagen ist kontrolliert worden. Nicht zuletzt aufgrund des herrlichen Frühlingswetters hat sich die Polizei auf mehr Kontrollen auf den Straßen in die beliebten Ausflugsziele im Alpenvor- beziehungsweise im Bergland vorbereitet. Unterstützt von Kräften der bayerischen Bereitschaftspolizei sind beispielsweise am Samstag und Sonntag (4./5. April) mehrere Kontrollstellen auf überregionalen Straßen durchgeführt worden. Im Ergebnis hat sich eine überwältigen Mehrheit an die Empfehlung gehalten, die gerade bei schönem Wetter stark frequentierten touristischen Hotspots zu meiden.

Motorräder blieben in Garagen

Die verbandseigene Kontrollgruppe Motorrad hat den Ausflugsverkehr vor allem auf den bei Bikern beliebten Bergstrecken ins Visier genommen. Großes Lob gelte den Motorradfahrern – obwohl bestimmt unzählige Biker nicht erst seit Anfang April auf die erste Ausfahrt warten, musste lediglich einer angezeigt werden, der auf der Kesselbergstrecke eine verbotene Ausflugsrunde drehte, berichtet Sprecher Martin Emig vom Polizeipräsidium Oberbayern-Süd.

Überwachung des alpinen Geländes

Um das alpine Gelände zu überwachen, durchstreiften Einsatzkräfte der alpinen Einsatzgruppe die Wanderwege in den heimischen Bergen und kontrollierten das Einhalten der Rechtsverordnung unter anderem auf den geschlossenen Zustand von Berghütten und ähnlichen Ausflugslokalen hin. Unterstützt wurden die Alpinbeamten dabei aus der Luft mit einem Hubschrauber der Polizeihubschrauberstaffel, stellten aber nur ganz vereinzelt Wanderer fest.

Heimische Gewässer im Visier

Die heimischen Gewässer sind bei den Kontrollen nicht außer Acht gelassen worden. Gewässer sowie deren Uferbereiche – insbesondere des Starnberger Sees, des Tegernsees, des Königssees und des Waginger Sees – sind unterstützt von Diensthundeführern und der Reiterstaffel des Polizeipräsidiums sowie den jeweils zuständigen Polizeiinspektionen von Land aus überwacht worden. Es wurden nur wenige Personen angetroffen.

Viele Anzeigen am Samstag

Wenngleich die Bevölkerung den beliebten Ausflugszielen überwiegend fernblieb, musste die Polizei im südlichen Oberbayern alleine am Samstag 480 Personen wegen Verstößen gegen die derzeit geltende Ausgangsbeschränkung anzeigen. Dabei waren vermehrt Verstöße zu verzeichnen, bei denen die Personen die mittlerweile allseits bekannten Auflagen – unter anderem keine Gruppenbildung, Mindestabstand von 1,50 Meter, sozialer Kontakt nur mit im selben Hausstand lebenden Angehörigen – missachteten.

Ruhige Verkehrs- und Einsatzlage am Sonntag

"Für Sonntag zeichnet sich ein ähnlich ruhiges Lagebild wie für Samstag ab", erklärt Martin Emig. "Mit Stand 13 Uhr stellte die Polizei ein geringes Verkehrsaufkommen auf den Straßen in die allseits beliebten Ausflugsziele fest. Ab Mittag füllten sich dennoch die Wanderparkplätze mit Fahrzeugen sowohl von Einheimischen als auch von Auswärtigen." Nennenswerte Verstöße im Rahmen der Kontrollen waren nicht zu verzeichnen.

Polizeipräsident Robert Kopp und Polizeivizepräsidentin Eva Schichl: "Der überwiegende Teil der Bevölkerung hat erkannt, dass es um mehr geht, als um ein paar schöne Stunden Freizeit und hat sich verantwortungsvoll und vorbildlich verhalten." Dennoch werde die Polizei im südlichen Oberbayern weiterhin intensiv kontrollieren, Verstöße konsequent unterbinden und zur Anzeige bringen. ksl

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