Aktuelle Infos im News-Ticker

Coronavirus im Landkreis Miesbach: Personal und Material werden knapp

Diese Grafik zeigt, wie sich die Fallzahlen in Sachen Coronavirus im Landkreis Miesbach entwickelt haben.
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Diese Grafik zeigt, wie sich die Fallzahlen in Sachen Coronavirus im Landkreis Miesbach entwickelt haben.

Landkreis – Die Zahl der am Coronavirus Infizierten im Landkreis Miesbach steigt weiter – und das Landratsamt geht von einer weit höheren Dunkelziffer aus.

Das Wichtigste in Kürze:

  • Am 5. März sind die ersten beiden Corona-Fälle im Landkreis Miesbach bekannt geworden. Seitdem ist die Zahl der Erkrankten stetig gestiegen. Am 26. März ist der erste Patient im Krankenhaus Agatharied an der Krankheit verstorben.
  • Die bayerische Staatsregierung hat angeordnet, alle Schulen sowie Kindertagesstätten bis nach den Osterferien (19. April) zu schließen.
  • Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat am 16. März den Katastrophenfall ausgerufen, seit 21. März gelten strenge Ausgangsregeln im Freistaat Bayern.
  • Alle Veranstaltungen sind abgesagt worden, weil der Freistaat diese untersagt hat.
  • Aufgrund der Grenzkontrollen seit 16. März muss die Bayerische Oberlandbahn den Zugverkehr nach Österreich weitestgehend einstellen.

Service:

Update, 18.20 Uhr: Neuer News-Ticker

Hier geht es zum neuen Ticker mit allen aktuellen Informationen rund um das Coronavirus im Landkreis Miesbach.

Update, 12 Uhr: Landratsamt fordert Personal und Ausrüstung an

Die Führungsgruppe Katastrophenschutz hat eine Liste mit dringendem Material- und Personalbedarf eingereicht, darunter Beatmungsgeräte plus Zubehör, Schutzausrüstung (unter anderem Kittel, Masken und Augenschutz), Testsets, pflegerisches und ärztliches Personal sowie Personal für das Gesundheitsamt. "Noch ist nicht bekannt, wann und was von der Anforderung in Miesbach ankommt", erklärt Sophie-Marie Stadler.

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hat in einer Pressekonferenz am Montag angekündigt, unter anderem den besonders vom Coronavirus betroffenen Landkreis Miesbach mit Material und Personal unterstützen zu wollen. Aktuell ist beides sehr knapp, heißt es weiter.

Alle Schutzmaterialien, die die Führungsgruppe Katastrophenschutz über die Oberbehörden erreichen oder auf eigenen Kanälen beschafft werden können, werden zentral verteilt. Dazu wurde ein Zentrallager eingerichtet, von wo aus Material durch den THW-Ortsverband Miesbach priorisiert verteilt wird. Krankenhaus, Ärzte und Seniorenpflege haben Vorrang. Die Disponierung der Materialien hat die Unterstützungsgruppe der Führungsgruppe Katastrophenschutz, bestehend aus freiwilligen Feuerwehrlern und THWlern, übernommen.

Update, 11.25 Uhr: Notarzt unterstützt Koordinierungsgruppe

Dr. Florian Meier ist Vertreter der niedergelassenen Ärzte im Landkreis Miesbach und unterstützt auch in der Corona-Krise.

Im Auftrag des Innenministeriums sind am Wochenende die Eckpunkte für das Errichten von Hilfskrankenhäusern festgelegt worden, teilt das Landratsamt mit. Florian Meier, stellvertretender Landesarzt des BRK und leitender Notarzt in Miesbach, leitet diese Arbeitsgruppe. Der Allgemeinmediziner sitzt außerdem seit dem ersten Tag als Vertreter der niedergelassenen Ärzte in der Koordinierungsgruppe Corona und später in der Führungsgruppe Katastrophenschutz. Er wird jeden Tag per Videokonferenz zur Lagebesprechung zugeschaltet. Doktor Meier konnte die Überlegungen zum Errichten eines Hilfskrankenhauses einbringen, die im Landkreis Miesbach vergleichsweise weit fortgeschritten sind.

Update, 10.15 Uhr: Landratsamt prüft alternative Krankenhäuser

Um das Krankenhaus in Agatharied zu ergänzen, werden derzeit Standorte für temporäre Hilfskrankenhäuser im Landkreis Miesbach gesucht. Dort sollen voraussichtlich Covid-19-Patienten post-stationär untergebracht werden. In anderen Häusern könnten Nicht-Covid-19-Patienten nach dem stationären Klinikaufenthalt gebündelt werden.

Das Krankenhaus soll damit entlastet werden. Fünf Standorte werden aktuell geprüft, erklärt Sprecherin Sophie-Marie Stadler vom Landratsamt in Miesbach. Es handele sich um zwei größere Hotels, zwei Reha-Kliniken und eine Schule.

Update, 9.45 Uhr: Diese Gemeinden sind von Corona-Fällen betroffen

Die Zahl der Corona-Erkrankten verteilt sich auf den Landkreis Miesbach wie folgt:

  • Bad Wiessee: 25
  • Bayrischzell: 14
  • Fischbachau: 26
  • Gmund: 32
  • Hausham: 12
  • Holzkirchen: 36
  • Irschenberg: 12
  • Kreuth: 8
  • Miesbach: 16
  • Otterfing: 11
  • Rottach-Egern: 15
  • Schliersee: 12
  • Tegernsee: 10
  • Valley: 7
  • Waakirchen: 13
  • Warngau: 6
  • Weyarn: 12
  • Sonstige: 34

Update, 8.45 Uhr: Ärztliche Leiter in der Führungsgruppe Katastrophenschutz

Aufgrund der Corona-Krise wird die medizinische Versorgung im Landkreis Miesbach derzeit umgestaltet. Seit Freitag (27. März) gibt es in jedem Leitstellenbereich Mediziner, die als ärztliche Leiter in der Führungsgruppe Katastrophenschutz der Landkreise mitarbeiten, berichtet Sprecherin Sophie-Marie Stadler vom Landratsamt. "Sie sollen Patientenströme in den Landkreisen und kreisfreien Städten dezentral innerhalb der regionalen Krankenhausstrukturen steuern", erklärt sie. Für den Bereich der Integrierten Leitstelle Rosenheim, die Stadt und Land Rosenheim sowie den Landkreis Miesbach umfasst, übernimmt Michael Städtler diese Aufgabe.

Dr. Michael Städtler ist ärztlicher Leiter in der Führungsgruppe Katastrophenschutz des Landkreises Miesbach.

Er ist Funktionsoberarzt und Facharzt für Anästhesiologie, Intensivmedizin und Notfallmedizin an der Rosenheimer Ro-Med-Klinik. Als ärztlicher Leiter für Rettungsdienst und leitender Notarzt im Landkreis Rosenheim sei er bestens für die bevorstehenden Aufgaben geeignet: Die ärztlichen Leiter der Führungsgruppe Katastrophenschutz steuern übergeordnet die Patientenströme. Sie entscheiden also über das Einrichten von Hilfskrankenhäusern und darüber, wie Akut- und Hilfskrankenhäuser belegt werden. Sie bestimmen auch über Krankenhäuser, die vorrangig Corona-Patienten versorgen sollen.

Update, 31. März, 8.10 Uhr: Landratsamt bestätigt über 300 Corona-Fälle

Die aktuellen Corona-Zahlen im Landkreis Miesbach: 301 positiv Getestete – plus 13 zum Vortag, 41 davon sind bereits wieder gesundet. Stationär werden 29 Personen betreut, 10 davon intensivmedizinisch, teilt das Landratsamt mit.

Update, 14.30 Uhr: IHK unterstützt bei Corona-Hilfen

Die Coronavirus-Pandemie und damit verbundene staatliche Vorgaben belasten die heimische Wirtschaft enorm. „Mit dem Hilfspaket der bayerischen Staatsregierung und den Bundeshilfen sind wichtige Maßnahmen auf den Weg gebracht, damit unsere Betriebe diese schwere Zeit überbrücken können“, sagt Petra Reindl, Vorsitzende des IHK-Regionalausschusses Miesbach. Sie ermutigt vor allem Selbstständige und Kleinunternehmer, sich zu informieren und alle Möglichkeiten der finanziellen Unterstützung auszuschöpfen – von der Steuerstundung über die Soforthilfe, die Aussetzung von Beiträgen zur Sozialversicherung bis hin zu Kreditbürgschaften. Damit können die unmittelbaren Auswirkungen wenigstens etwas abgefangen werden.

„Einige Landkreise und Städte in Oberbayern kommen den Unternehmen zusätzlich entgegen, zum Beispiel mit Stundungen bei der Gewerbesteuer, oder sie bieten eigene Hilfsprogramme für betroffene Betriebe an. Auch solche Maßnahmen sind eine echte finanzielle Erleichterung“, ergänzt die Vorsitzende.

Laut Reindl müsse die Corona-Krise trotz der enormen Belastungen aber auch als Chance begriffen werden. „Jetzt können wir Neues auf den Weg bringen, von dem wir nicht nur heute sondern langfristig nach der Krise profitieren." Wichtig sei, in dieser angespannten Situation mit Bedacht zu handeln, stets die Konsequenzen des eigenen Handelns zu hinterfragen und vor allem Solidarität zu üben.

Reindl appelliert zum Beispiel, Buchungen nicht überstürzt zu stornieren. „Wir alle hoffen, so schnell wie möglich wieder in normales Fahrwasser zu gelangen. Jetzt bereits Buchungen für Herbst abzusagen, demoralisiert unsere besonders stark gebeutelten Gastronomie- und Hotelleriebetriebe zusätzlich. Hier sollte jeder Einzelne zuerst das Gespräch mit seinem Vertragspartner suchen.“

Reindl verweist weiterhin auf das umfangreiche Beratungs- und Serviceangebot der IHK für München und Oberbayern. Unter www.ihk-muenchen.de/corona steht ein täglich aktualisierter Ratgeber für Unternehmen zur Verfügung. Dort finden sich unter anderem Informationen zu staatlichen Soforthilfen, zur Kreditabsicherung, Steuerstundung und Kurzarbeit, zu betrieblichen Präventionsmaßnahmen sowie Managementempfehlungen. Die Corona-Hotline der IHK ist unter Telefon 089/51160 erreichbar.

Update, 13.10 Uhr: Keine amerikanischen Studenten in Holzkirchen

Die Sommerschule 2020 in Holzkirchen fällt wegen der Corona-Situation aus, berichtet Lisa Schlegl, Schatzmeisterin des Vereins Freundeskreis der Universität Kansas. Davon seien alle diesjährigen Programme im Ausland betroffen.

"Wir hoffen aber, dass die Studenten nächsten Sommer wieder in Holzkirchen sein werden", erklärt sie. Organisatorin Andrea Meyertholen und der Verein haben den 14. Juni bis 26. Juli 2021 geplant.

Andrea Meyertholen schreibt dazu: „Die Situation in Kansas ist ziemlich chaotisch. So viele Corona-Fälle haben wir noch nicht, aber die Menschen sind im Einkaufsrausch und hamstern ihre Desinfektionsmittel, Toilettenpapier und Tiefkühlpizzen. Unsere Gouverneurin ergriff schon früh Maßnahmen, um die Ausbreitung des Virus zu verhindern: Öffentliche Veranstaltungen wurden verboten, Lebensmittelgeschäfte, Apotheken und Tankstellen bleiben jedoch geöffnet, während Restaurants nur Lieferservice oder Take-away anbieten dürfen.“

Update, 12.25 Uhr Pressekonferenz der Staatsregierung

Update, 11.45 Uhr: BOB schränkt Zugverkehr weiter ein

Meridian, BOB und BRB bieten als systemkritische Unternehmen auch während der Corona-Krise einen stabilen Grundfahrplan in Oberland und Mangfalltal an. Nun muss ab Mittwoch (1. April) bis voraussichtlich 19. April jedoch vorsorglich der Betrieb aufgrund der Personalsituation beim Infrastrukturbetreiber, der DB Netz AG, weiter eingeschränkt werden.

Um 80 bis 90 Prozent habe sich das Fahrgastaufkommen aufgrund der Corona-Krise reduziert, heißt es in einer Mitteilung. Ein stabiles und verlässliches Grundangebot für die Menschen in der Region, die auf Meridian, BOB und BRB angewiesen sind, solle weiterhin sichergestellt werden. Den bestätigten Fall einer Infektion mit dem Coronavirus gebe es in der gesamten Belegschaft der Unternehmen bisher nicht.

Auf allen Strecken von Meridian, BOB und BRB finden aktuell Fahrten mindestens im Stundentakt statt und die Fahrpläne stehen in allen üblichen Auskunftssystemen bereit.

Hinzu kommt, dass sich die DB Netz AG mit der Bayerischen Oberlandbahn vorsorglich auf reduzierte Betriebszeiten der Stellwerke in der Kernzeit von 5 bis 21 Uhr verständigt hat. So soll ein langfristig stabiles Verkehrsangebot ermöglicht werden, heißt es.

In diesem Zeitraum verkehren im Mangfalltal auf der Strecke Holzkirchen–Rosenheim und südlich von Holzkirchen im Oberland Züge. Die Fahrpläne stehen auf der Webseite www.meridian-bob-brb.de bereit und werden auch in die Online-Auskunftssysteme übernommen.

Außerhalb der Kernzeit werde es Busse im Schienenersatzverkehr geben, um das Grundangebot der Bayerischen Oberlandbahn aufrecht zu erhalten.

Update, 10.25 Uhr: Diese Gemeinden sind von Corona-Fällen betroffen

Die Zahl der Corona-Erkrankten verteilt sich auf den Landkreis Miesbach wie folgt:

  • Bad Wiessee: 22
  • Bayrischzell: 14
  • Fischbachau: 25
  • Gmund: 31
  • Hausham: 12
  • Holzkirchen: 35
  • Irschenberg: 12
  • Kreuth: 8
  • Miesbach: 16
  • Otterfing: 11
  • Rottach-Egern: 10
  • Schliersee: 12
  • Tegernsee: 10
  • Valley: 6
  • Waakirchen: 13
  • Warngau: 5
  • Weyarn: 12
  • Sonstige: 34

Update, 8.45 Uhr: Polizei führt fast 21.000 Kontrollen durch

Fast 21.000 Kontrollen hat die Polizei wegen des Coronavirus im südlichen Oberbayern durchgeführt. Weitere sollen folgen, denn noch immer halten sich nicht alle an die Ausgangsbeschränkung. Mehr dazu, gibt es hier.

Update, 30. März, 8 Uhr: Landratsamt bestätigt 288 Erkrankte

288 Personen sind inzwischen im Landkreis Miesbach an Covid-19 erkrankt, teilt das Landratsamt am Sonntagabend mit. Die Zahl der positiv Getesteten ist damit um 20 im Vergleich zum Vortag gestiegen. 34 Personen konnten die Quarantäne wieder verlassen und gelten als gesundet.

Update, 11.55 Uhr: Diese Gemeinden sind von Corona-Fällen betroffen

Die Zahl der Corona-Erkrankten verteilt sich auf den Landkreis Miesbach wie folgt:

  • Bad Wiessee: 22
  • Bayrischzell: 13
  • Fischbachau: 22
  • Gmund: 30
  • Hausham: 11
  • Holzkirchen: 33
  • Irschenberg: 12
  • Kreuth: 7
  • Miesbach: 16
  • Otterfing: 9
  • Rottach-Egern: 5
  • Schliersee: 12
  • Tegernsee: 8
  • Valley: 5
  • Waakirchen: 11
  • Warngau: 5
  • Weyarn: 12
  • Sonstige: 35

Update, 11.30 Uhr: Krankenhausbesuch bei Geburt trotz Corona möglich

Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml weist darauf hin, dass bei der Geburt von Kindern deren Väter und engste Angehörige trotz der Coronavirus-Schutzmaßnahmen in Krankenhäusern die Mutter besuchen können. „Die Geburt eines Kindes ist ein außergewöhnliches Ereignis. Deshalb haben wir dafür eine Ausnahme vorgesehen“, erklärt sie.

Die Hygieneabteilung des Krankenhauses habe festzulegen, welche Vorsichtsmaßnahmen gegen eine Ansteckung mit dem Coronavirus zu treffen sind. Dazu zählen insbesondere das Tragen von Schutzkleidung und zeitliche Vorgaben für den Besuch. Außerdem müsse der Gesundheitszustand des Besuchers überprüft werden. Es dürfe kein Hinweis auf einen respiratorischen Infekt vorliegen.

Auch für Besuche auf Palliativstationen und in Hospizen gibt es Ausnahmen. Die Angehörigen würden telefonisch über den Zustand des Patienten informiert. In der Sterbephase, in der das Team und der zuständige Arzt in Abhängigkeit vom Zustand des Patienten jeden Tag neu entscheiden, können ein bis zwei Besucher für eine Stunde pro Tag zugelassen werden, heißt es.

Update, 29. März, 11 Uhr: Landratsamt bestätigt 268 Erkrankte

Die Zahl der positiv auf das Coronavirus getesteten Personen im Landkreis Miesbach ist auf 268 gestiegen – Stand vom Vortag waren es 240. 34 davon konnten die Quarantäne bereits wieder verlassen, berichtet Sprecherin Sophie-Marie Stadler vom Landratsamt in Miesbach. 24 Personen werden stationär behandelt, acht davon intensivmedizinisch.

Am Donnerstag (26. März) verstarb der erste Patient im Landkreis Miesbach im Zusammenhang mit dem Coronavirus. Es handelt sich um einen über 80-Jährigen aus dem Landkreis München. Er verstarb im Krankenhaus Agatharied.

Update, 19 Uhr: So funktioniert Schule dahoam

Auch in Zeiten der Corona-Krise müssen Bayerns Schüler weiter lernen – wenn auch vom heimischen PC aus statt in der Schule. Wie das geht, erfahren Sie hier.

Update, 14.45 Uhr: Betrüger nutzen Corona-Pandemie aus

Wie Betrüger die aktuelle Corona-Krise ausnutzen, um abzukassieren, lesen Sie in unserem Artikel hier.

Update, 12.55 Uhr: Diese Gemeinden sind von Corona-Fällen betroffen

Die Zahl der Corona-Erkrankten verteilt sich auf den Landkreis Miesbach wie folgt:

  • Bad Wiessee: 19
  • Bayrischzell: 13
  • Fischbachau: 22
  • Gmund: 27
  • Hausham: 9
  • Holzkirchen: 28
  • Irschenberg: 9
  • Kreuth: 7
  • Miesbach: 14
  • Otterfing: 9
  • Rottach-Egern: 4
  • Schliersee: 12
  • Tegernsee: 5
  • Valley: 4
  • Waakirchen: 9
  • Warngau: 3
  • Weyarn: 10
  • Sonstige: 24

Update, 12.10 Uhr: Corona-Bußgeldkatalog erlassen

Das bayerische Gesundheitsministerium hat am Freitag (27. März) einen Bußgeldkatalog erlassen, der Verstöße gegen jene Regeln ahndet, die helfen sollen, das Coronavirus einzudämmen. Alle Kreisverwaltungsbehörden in Bayern und auch die bayerische Polizei dürfen ihn anwenden.

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann und Gesundheitsministerin Melanie Huml appellieren eindringlich, die Corona-Regeln unbedingt einzuhalten. "Wir alle müssen gemeinsam alles unternehmen, um das gefährliche Coronavirus bestmöglich einzudämmen", erklärt Huml. An die Unbelehrbaren richtet Herrmann die klare Botschaft: "Verstöße werden wir konsequent sanktionieren. Dort, wo notwendig, wird die bayerische Polizei die Kontrollen noch weiter verstärken."

Beide stellen klar, dass es nicht darum geht, Bürger zu kriminalisieren. "Aber jeder muss verstehen, dass es beim Coronavirus für viele Menschen um Leben und Tod gehen kann", erklärt Huml. Deshalb sei große Vorsicht und Rücksichtnahme erforderlich, um weitere Infektionen möglichst zu vermeiden.

"Der weit überwiegende Teil der Bevölkerung hält sich auch vorbildlich an unsere Schutzregeln", ergänzt Herrmann. Es seien aber auch Leute dabei, die aus Unwissenheit oder schlimmer noch aus Uneinsichtigkeit gegen die Vorgaben verstoßen. "Bitte suchen Sie nicht nach irgendwelchen Schlupflöchern, um beispielsweise die Ausgangsbeschränkung zu umgehen", rät Herrmann abschließend. "Damit können Sie sich und andere gefährden. Schalten Sie bitte immer Ihren gesunden Menschenverstand ein und bleiben Sie im Zweifel zu Hause!"

Der Bußgeldkatalog ist unter www.stmi.bayern.de/miniwebs/coronavirus/faq/index.php abrufbar.

Update, 28. März, 11.50 Uhr: Landratsamt bestätigt 240 Erkrankte

240 Personen sind bisher im Landkreis Miesbach positiv auf das Coronavirus getestet worden – plus 25 zum Vortag. 34 sind bereits wieder gesund und konnten die Quarantäne verlassen, teilt Sprecherin Sophie-Marie Stadler vom Landratsamt mit. 22 Personen werden stationär behandelt, sechs davon intensivmedizinisch.

Vor dem Hintergrund des schönen Wetters am Wochenende richten die Blaulichtorganisationen im Landkreis noch einmal einen Appell an die Bevölkerung:

Egal ob Bergwacht, Feuerwehr, THW oder Rettungsdienst – die Blaulichtorganisationen setzen sich 24 Stunden am Tag, 365 Tage im Jahr für die Bürger ein. Die Corona-Pandemie ist aber auch für sie sehr herausfordernd. Das Personal ist knapp, es gibt in einigen Organisationen bereits Ausfälle durch Quarantänemaßnahmen. Umso wichtiger ist es deshalb, dass die vorhandenen Kräfte sich auf ihre wichtigsten Aufgaben und die Bekämpfung der Verbreitung des Virus konzentrieren können.

Leichtsinnige Unfälle, beispielsweise durch waghalsige Sportunfälle oder überhöhte Geschwindigkeit im Straßenverkehr, belasten die Einsatzkräfte und das Gesundheitssystem zusätzlich. Ärzte und Pfleger in den Krankenhäusern arbeiten am Limit. Die Notaufnahmen sollten nicht durch vermeidbare Unfälle überstrapaziert werden.

Vor dem Hintergrund des schönen Wetters am Wochenende richten die Blaulichtorganisationen im Landkreis Miesbach noch einmal einen Appell an die Bevölkerung.

"Die Führungsgruppe Katastrophenschutz bittet deshalb alle Bürger ganz eindringlich: Bitte handeln Sie verantwortungsvoll für sich und Ihre Mitbürger! Helfen Sie mit, die Verbreitung des Virus einzudämmen und belasten Sie das Gesundheitssystem nicht zusätzlich", heißt es weiter.

„Es ist wichtig für die Gesundheit, auch mal an die frische Luft zu gehen“, erklärt Landrat Wolfgang Rzehak. „Aber bitte halten Sie sich an die Einschränkungen: Halten Sie Abstand zueinander und meiden Sie Menschenansammlungen.“

Update, 17 Uhr: Die Aktiven Wiesseer und Corona

Der Verein Aktive Wiesseer unterstützt seine Mitglieder, indem er in Zeiten der Corona-Pandemie für die Monate April und Mai keine Mitgliedsbeiträge einziehen wird, teilt der 1. Vorsitzende Robert Kühn mit.

"Sollte es die Situation erfordern, werden wir weitere Monate beitragsfrei stellen", erklärt er. "Mitglieder, die bereits den Jahresbeitrag bezahlt haben, bekommen eine entsprechende Gutschrift."

Update, 15.50 Uhr: Stiftung Obdachlosenhilfe unterstützt in Corona-Krise

Die Stiftung Obdachlosenhilfe Bayern fördert innovative und wegweisende Projekte der Wohnungs- und Obdachlosenhilfe mit bis zu 50.000 Euro. „Es gilt, Menschen, die in Wohnungs- oder Obdachlosigkeit geraten sind, zurück in ein geregeltes Leben zu helfen“, erklärt Sozialministerin Carolina Trautner. Bis zum 26. April können Anträge für eine Projektförderung gestellt werden. Träger können für ihre Vorhaben eine Förderung in Höhe von 1.000 Euro bis zu 50.000 Euro beantragen.

Im Zusammenhang mit der Corona-Krise wird die Stiftung Obdachlosenhilfe Bayern auch kurzfristig Projekte unterstützen. Bei speziell zu diesem Thema vorhandenen Ideen oder Projekten kann die Förderung ebenfalls über das Online-Formular auf der Homepage der Stiftung beantragt werden. Alle Informationen zu Projektausschreibung, Förderbedingungen und Antragsmodalitäten gibt es www.stiftung-obdachlosenhilfe.bayern.de.

Update, 14 Uhr: Rufnummern des THW freihalten

Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger hat angekündigt, über das THW Vliesstoff an die Landkreise zu verteilen, aus denen vor Ort Schutzmasken selbst genäht werden können. Nun appelliert das Landratsamt an die Bevölkerung, nicht beim THW anzurufen.

Sprecherin Sophie-Marie Stadler erklärt: "Das Vlies liegt bei uns (noch) nicht vor und wir wissen auch nicht, ob und wann wir welches bekommen. Bitte blockieren Sie nicht die Telefonnummern des THW-Ortsverbandes Miesbach – die Führungsgruppe Katastrophenschutz braucht diese Nummern ganz dringend, um über das THW die wenigen zur Verfügung stehenden Schutzmaterialien an Krankenhaus, Pflegedienste und Ärzte im Landkreis verteilen zu können! Wir informieren sofort, wenn wir Neuigkeiten über die Verteilung des Vlies haben."

Update, 11.30 Uhr: Fachambulanz Miesbach hilft telefonisch

Aufgrund der aktuellen Corona-Situation fällt die Angehörigengruppe der Fachambulanz Miesbach aus, die am Mittwoch, 1. April, in der Außenstelle Holzkirchen stattfinden sollte.

"Jedoch sind wir weiterhin Montag bis Donnerstag, 9 bis 12 Uhr und 13 bis 16 Uhr, beziehungsweise Freitag, von 9 bis 12 Uhr und 13 bis 14.30 Uhr, da und stehen telefonisch zur Seite", teilt die Caritas mit. "Wir sind erreichbar unter der Telefonnummer 08025/280660."

Update, 10.55 Uhr: Diese Gemeinden sind von Corona-Fällen betroffen

Die Zahl der Corona-Erkrankten verteilt sich auf den Landkreis Miesbach wie folgt:

  • Bad Wiessee: 14
  • Bayrischzell: 11
  • Fischbachau: 15
  • Gmund: 22
  • Hausham: 7
  • Holzkirchen: 27
  • Irschenberg: 9
  • Kreuth: 6
  • Miesbach: 12
  • Otterfing: 8
  • Rottach-Egern: 3
  • Schliersee: 10
  • Tegernsee: 5
  • Valley: 4
  • Waakirchen: 8
  • Warngau: 3
  • Weyarn: 10
  • Sonstige: 41

Update, 10.10 Uhr: Kerzen für mehr Hoffnung

Der Pfarrverband Tegernsee-Egern-Kreuth schließt sich der Aktion „Eine Kerze im Fenster“ des Deutschen liturgischen Instituts an. Fortan sind alle dazu aufgerufen, jeden Abend, um 19.30 Uhr, eine entzündete Kerze ins Fenster zu stellen. Dabei wird ein Vaterunser gebetet für alle, die in dieser Krisenzeit aufgrund des Coronavirus verunsichert sind und Angst haben sowie für alle Einsamen und Kranken und alle, die es jetzt besonders brauchen. Zugleich werden die Glocken der Pfarrkirchen läuten, teilt der Pfarrverband mit.

Auch die Mitglieder des katholischen Frauenbundes Tegernsee machen bei der Aktion mit. Dabei wird ein leuchtendes Zeichen der Hoffnung gesetzt, dass keiner alleine ist mit der aktuellen Situation in der Corona-Krise.

Update, 9.30 Uhr: Krankenhaus Agatharied sucht Helfer

Mit der Zahl der Infizierten steigt auch die Zahl der an Covid-19-Erkrankten, die stationär behandelt werden müssen. Für das höhere Aufkommen versucht sich das Krankenhaus Agatharied auch personell zu wappnen und startet einen Hilfeaufruf.

„Viele unserer Mitarbeiter arbeiten schon jetzt an ihrer Belastungsgrenze. Zur Verstärkung suchen wir Ehrenamtliche und Mitarbeitende jeglicher Qualifikation. Jeder wird gebraucht – wir finden den passenden Einsatzbereich“, richtet sich Krankenhaus-Geschäftsführer Michael Kelbel an die Bürger.

In der Mitteilung heißt es, für die nicht absehbare Herausforderung werde derzeit ein Pool an Mitarbeitern aufgestockt, um im Bedarfsfall die Belegschaft auf Abruf verstärken zu können. Eine Mithilfe sei in jeder Form möglich – ob kleine Einsätze im Ehrenamt, als 450-Euro-Job oder Festanstellung in Voll- und Teilzeit.

Die Bewerbung funktioniert über einen einfachen Anmeldevorgang telefonisch über die Rufnummer 08026/3934271 und online unter www.khagatharied.de/mithelfen.

Update, 9 Uhr: Medical-Park in Bad Wiessee bereit für Akut-Patienten

Die Medical-Park-Klinikgruppe mit ihren 13 Kliniken und drei ambulanten Zentren, darunter auch drei Reha-Kliniken in Bad Wiessee, bereitet sich derzeit in enger Abstimmung mit den regionalen Behörden darauf vor, die Akutkliniken zu entlasten, indem Kapazitäten für Infizierte bereitgestellt werden, und somit den Versorgungsauftrag für die Stabilität des deutschen Gesundheitswesens zu sichern.

„Im weltweiten Kampf gegen die Corona-Pandemie kämpfen unsere rund 3.500 Mitarbeiter an vorderster Front und tragen in ganz besonderer Weise Verantwortung. Ich weiß, dass sie sich in diesen Tagen und Stunden auf vorbildliche Weise weit über die Grenzen normaler Pflichterfüllung für unsere Patienten einsetzen – jeder an seinem unverzichtbaren Platz im Organismus unserer Kliniken", erklärt Eigentümer Ernst Freiberger. „Dafür sind meine Familie und ich allen unendlich dankbar. Wir stehen zu 100 Prozent zu unserer Verantwortung als Unternehmer und für die Gesellschaft.“

Diese besondere Situation stelle auch die Rehabilitationskliniken vor große wirtschaftliche Herausforderungen, heißt es weiter. Sie halten bereits jetzt in großer Zahl Betten frei, um dann bei Bedarf schnell behandlungsbedürftige Patienten aus den Akuthäusern übernehmen zu können und somit dort Platz für die Behandlung schwerbetroffener Corona-Patienten zu schaffen.

Update, 27. März, 8.20 Uhr: Zahl der Erkrankten steigt auf über 200

Die Zahl der positiv auf das Coronavirus getesteten Personen im Landkreis Miesbach steigt weiter – nämlich um 30 auf 215, wie Sprecherin Sophie-Marie Stadler vom Landratsamt mitteilt. 18 Personen werden stationär betreut, sechs davon intensivmedizinisch. 25 Personen sind bereits wieder gesundet.

"Die steigenden Zahlen bestätigen: Der Landkreis Miesbach ist deutschlandweit weiterhin mitunter am stärksten von der Ausbreitung des Virus betroffen, wenn man die Zahl der positiv Getesteten in Relation zur Bevölkerungszahl setzt", heißt es weiter. "Grund dafür ist wahrscheinlich die Nähe zu Tirol und Südtirol, wo viele Landkreisbürger die Faschingsferien verbracht haben – mehr als aus den weiter entfernten nordeutschen Regionen."

Außerdem sei der Landkreis einer der ersten gewesen, der flächig Tests durchgeführt hat: Während andere Landkreise jetzt erst anfangen, Teststationen einzurichten, ist das gemeinsame Testzelt von Gesundheitsamt und Hausärzten schon drei Wochen mit einem täglichen Durchlauf von 100 bis 200 Personen in Betrieb. Je mehr Personen getestet werden, desto mehr Ergebnisse sind logischerweise positiv. Etwa jeder fünfte Abstrich, der im Testzelt genommen wurde, war bisher positiv. Es gibt weiterhin keine Hotspots im Landkreis.

Positiv Getestete und Kontaktpersonen müssen in häusliche Qurantäne, um die Ausbreitung des Virus einzudämmen. Außerdem sollen Risikogruppen Kontakt weitestmöglich meiden, um sich nicht zu infizieren. Diese Personen zu Hause zu versorgen, werde in den kommenden Wochen herausfordernd sein. Jedoch haben sich viele Gemeinden, Vereine und Initiativen bereit erklärt, Personen in Heimquarantäne zu versorgen. "Jeder, der sich nicht selbst versorgen kann, wird gebeten, sich direkt mit seiner Gemeindeverwaltung in Verbindung zu setzen – so kann Hilfe direkt vor Ort koordiniert werden", heißt es.

Update, 17.25 Uhr: OLW schließen ihre Betriebe

Die Oberland-Werkstätten GmbH (OLW) schließt ihre Betriebe, auch in Miesbach. Allerdings werde es überall „eine Betreuungsgruppe geben, um eine sogenannte Notfallbetreuung sicherzustellen“, teilen die OLW mit. Sollten Angehörige oder gesetzliche Betreuer auf diese Betreuungsgruppe angewiesen sein, sollen sie sich mit der jeweiligen Betriebsleitung in Verbindung setzen. Für systemrelevante Kunden werde die Produktion innerhalb der Oberland-Werkstätten im bestmöglichen Umfang aufrechterhalten.

„Wir werden selbstverständlich unsere Kunden nicht im Stich lassen, die gerade in dieser außergewöhnlichen Zeit eine wichtige Rolle in unserem System spielen. Insbesondere Krankenhäuser sowie Senioren- und Pflegeheime sind auf unsere Dienstleitung der Wäscherei angewiesen“, sagt Geschäftsführer Oliver Gosolits.

Update, 16.10 Uhr: Wichtiger Hinweis der Arbeitsagentur

Arbeitgeber haben aufgrund der Corona-Krise bis zum 30. Juni 2020 Zeit, die Beschäftigung schwerbehinderter Menschen bei der Agentur für Arbeit Rosenheim anzuzeigen. Gleiches gelte für die Zahlung der Ausgleichsabgabe, teilt Sprecherin Silke Stichaner.

"Die Bundesagentur für Arbeit (BA) sowie die Integrations- und Inklusionsämter akzeptieren, dass Anzeigen für 2019 auch nach dem 31. März bis spätestens 30. Juni abgegeben werden", heißt es. "Das bedeutet, dass die BA bis zu diesem Zeitpunkt keine Ordnungswidrigkeitsverfahren wegen einer verspäteten Abgabe einleiten wird sowie die Integrations- und Inklusionsämter für die Zeit vom 1. April bis zum 30. Juni keine Säumniszuschläge erheben werden."

Aktuell seien Arbeitgeber aufgrund der Corona-Pandemie mit einer Vielzahl unterschiedlicher Probleme beschäftigt, zum Beispiel Schließungen von Einrichtungen/Geschäften, Unterbrechung von Lieferketten, Mitarbeitende im Homeoffice. "Diese Widrigkeiten erschweren auch die fristgerechte Erstattung der Anzeige und Zahlung der Ausgleichsabgabe nach dem SGB IX", heißt es.

Update, 14.55 Uhr: Mehr als 150.000 Anträge auf Soforthilfe Corona

Das bayerische Förderprogramm "Soforthilfe Corona" hat innerhalb der ersten Woche eine Welle von Anträgen ausgelöst, teilt das Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie mit. Bis Mittwochmittag (25. März, 12 Uhr) sind bei den sieben Bezirksregierungen in Bayern sowie der Landeshauptstadt München mehr als 150.000 Anträge von Freiberuflern, Selbstständigen, kleinen und mittleren Unternehmen eingegangen. "Der Zuwendungsbedarf bei einer angenommenen durchschnittlichen Antragssumme von 7.500 Euro liegt inzwischen bei 1,1 Milliarden Euro", heißt es. "Zur Auszahlung angewiesen wurden knapp 56,5 Millionen Euro."

Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger dankt den Beamten an den Regierungen für die Arbeit auch übers Wochenende, die dafür sorgt, dass die betroffenen Betriebe möglichst schnell an die dringend benötigte Liquidität kommen, damit Insolvenzen verhindert werden können. „Jeder Tag zählt, um den Substanzschaden im bayerischen Mittelstand möglichst gering zu halten“, sagt er.

Für Oberbayern gibt es knapp 35.000 Anträge. Fast 262 Millionen Euro werden benötigt, um die Zahl der Anträge zu bewilligen. Rund 13 Millionen Euro sind bereits angewiesen.

Update, 13.35 Uhr: Stadt Miesbach schaltet Corona-Hotline

Die Stadt Miesbach hat eine Hotline "Corona: Miesbach hilft" unter der Rufnummer 08025/28322 eingerichtet. Bürger können sich bei Fragen und Hilfebedarf an diese zentrale Nummer wenden. Sie ist von Montag bis Freitag, von 8 bis 18 Uhr, erreichbar.

Partyservice Blümer wird zum Lieferservice

"Wenn die Menschen auch bei uns im Tegernseer Tal isoliert sind und wir Speisen, Getränke und Hilfe anbieten können, werden wir das tun", erklärt Peter Blümer, Inhaber des Partyservice & Catering Blümer. "Dabei setzen wir auf Blümers Lieferservice." Auch ein Einkaufsservice wird angeboten. Weitere Infos gibt es auf der Seite www.partyservice-bluemer.de.

Gasthaus zum Hirschberg mit neuem Service

"Wir vom Gasthaus zum Hirschberg haben uns Gedanken darüber gemacht, wie wir die Menschen rund um den See und vor allem die älteren Menschen in unserer unmittelbaren Umgebung unterstützen können", erklärt Daniel Bößhar vom Gasthaus zum Hirschberg in Kreuth.

So können zubereitete Speisen nicht nur abgeholt und geliefert werden, sondern auch Lebensmittel besorgt werden. Weitere Infos unter gasthaus-zum-hirschberg.de.

Update, 12.55 Uhr: Fahrservice auch während Corona

Auch der Fahrservice Reiss am Tegernsee bietet in dieser schwierigen Zeit einen Fahrservice mit Van und Limousine an. "Dies ist von den Behörden auch während der Ausgangseinschränkung entsprechend genehmigt", heißt es in einer Mitteilung. "Die Autos werden nach jeder Fahrt desinfiziert und gereinigt." Zudem sind die Fahrzeuge falls gewünscht mit Schutzmasken und speziellen Handschuhen ausgestattet. Kontakt unter Telefon 0177/1961961.

Update, 11.20 Uhr: Landrat besucht Krisenstab im Krankenhaus

Bei einem Besuch des Krisenstabes im Krankenhauses Agatharied am Mittwoch hat sich Landrat Wolfgang Rzehak beeindruckt vom Stand der Vorbereitungen gezeigt. Die meisten Vorgaben, die die bayerischen Krankenhäuser via Allgemeinverfügung von oben erhalten haben, sind in Agatharied schon längst umgesetzt und laufen stabil im Echtbetrieb.

Die bayerischen Staatsministerien für Inneres sowie Gesundheit haben am Dienstagnachmittag neue Vorgaben für Krankenhäuser herausgegeben. Diese greifen tief in die Organisationsstrukturen ein. Im Krankenhaus Agatharied hat der Krisenstab, der bereits im Februar eingesetzt wurde, das Krankenhaus seither quasi neu erfunden.

Frühzeitig wurden freie Kapazitäten für Covid19-Patienten geschaffen, indem alle Behandlungen, die nicht dringend erfolgen mussten, abgesagt beziehungsweise verschoben wurden. Danach wurden auch Operationssäle geschlossen und Plätze im Aufwachraum zu Beatmungsplätzen umfunktioniert. So konnten die Beatmungskapazitäten kurzfristig verdoppelt werden. Die Stationen im Krankenhaus wurden entweder dem roten oder dem grünen Bereich zugeordnet. So können die Patienten mit und ohne Infektion klar getrennt werden. Zum Schutz der Patienten und Mitarbeiter wurde noch vor der Allgemeinverfügung eine restriktive Besuchsregelung eingeführt. Somit erfüllt das Krankenhaus Agatharied bereits heute weitgehend die nun neu erlassenen Anforderungen.

Landrat Wolfgang Rzehak (M.) hat am Mittwoch das Krankenhaus Agatharied besucht.

Die Kommunikation mit den Mitarbeitern steht für den Stab mit an oberster Stelle. In den vergangenen Tagen wurden im Eilverfahren Dutzende neue Verfahrensanweisungen erstellt. Diese und viele relevante Informationen wie Kompakt-Schulungsunterlagen gelangen über das erst seit dem 1. Januar neu eingeführte Intranet des Krankenhauses schnell digital an die Belegschaft. Zusätzlich berichtet der Krisenstab zweimal täglich in einem Blog über neueste Maßnahmen und Patientenzahlen.

Für Geschäftsführer Michael Kelbel steht fest, dass medizinisches Personal der entscheidende Faktor in der Bewältigung der Krise sein wird: „Unsere Mitarbeiter leisten derzeit Großartiges um für die Landkreisbürger auch in diesen schwierigen Zeiten eine durchorganisierte, verlässliche stationäre Versorgung zu bieten. Ihnen gebührt größter Respekt und mein persönlicher Dank.“

Update, 10.40 Uhr: Bundespolizei stoppt weiterhin illegale Einreiseversuche

Trotz der wieder eingeführten Grenzkontrollen, um die Corona-Infektionsketten zu unterbrechen, gibt es noch Personen, die versuchen, illegal über die Grenze nach Deutschland zu kommen, berichtet die Bundespolizeiinspektion Rosenheim. So haben die Beamten zwischen Chiemsee und Zugspitze weiterhin einzelne illegale Einreiseversuche festgestellt – 14 binnen einer Woche.

Auch der Grenzübergang zwischen Bayrischzell in Deutschland und Thiersee in Österreich ist auf Höhe der Bäckeralm gesperrt worden.

Update, 10 Uhr: Landkreis sucht nach Alternativen für Krankenhaus

Wie mit den übergeordneten Krisenstäben bei der Regierung von Oberbayern und dem Innenministerium abgestimmt worden ist, stellt sich die Führungsgruppe im Landkreis Miesbach auf einen stark ansteigenden Bedarf an Intensivbetten ein, berichtet Sprecherin Sophie-Marie Stadler vom Landratsamt. "Regulär verfügt das kreiseigene Krankenhaus Agatharied über 13 Intensivbetten mit Beatmungsmöglichkeit", heißt es weiter. "Dank der frühzeitigen Vorbereitung konnten diese auf 25 fast verdoppelt werden." Hochrechnungen gehen aber von einem doppelt bis dreifach höherem Bedarf in den kommenden Wochen aus.

Die Suche nach einer Alternative zum Krankenhaus läuft deshalb unter Hochdruck. Drei Objekte sind bereits von einer Untergruppe der Führungsgruppe besichtigt worden. Bei allen Objekten handelt es sich um Häuser mit größerer Bettenkapazität.

"Für die Führungsgruppe ist es logistisch einfacher, wenige größere Ergänzungskrankenhäuser einzurichten, als mehrere kleine", erläutert Sophie-Marie Stadler. "Im Raum steht auch, Turnhallen zu Behelfskrankenhäusern umzufunktionieren."

Dabei stellen sich aber die gleichen Fragen wie bei größeren Bettenhäusern: Wer weist Patienten und Betten zu? Wer übernimmt die Pflege der Patienten? Wie wird bei Bedarf die Beatmung der Patienten organisiert? Die Führungsgruppe Katastrophenschutz arbeitet gerade mit Hochdruck daran, diese Fragen zu klären, damit erkrankte Bürger im Landkreis Miesbach auch während der Corona-Pandemie bestmöglich betreut werden können.

Update, 8.50 Uhr: Initiative #Miazam – Gemeinsam gegen Corona

Während der aktuellen Corona-Krise stehen am Tegernsee viele Initiativen, Vereine, Unternehmen sowie Privatpersonen zusammen und unterstützen Betroffene sowie Hilfebedürftige. Mit der Kampagne #Miazam will die Tegernseer Tal Tourismus GmbH (TTT) die unterschiedlichen Informationsportale und Hilfsangebote der Region unter dem Motto „Unsere Region stärken, vor Ort einkaufen“ auf der Seite www.tegernsee.com/gemeinsam bündeln und für regionales Einkaufen sensibilisieren.

Update, 26. März, 8.10 Uhr: Landratsamt bestätigt 185 Erkrankte

Die Zahl der Corona-Patienten im Landkreis Miesbach ist über Nacht um 14 positiv Getestete auf 185 gestiegen, teilt Sprecherin Sophie-Marie Stadler vom Landratsamt mit. Gleichzeitig seien inzwischen 19 Personen wieder gesundet – plus acht zum Vortag. 19 Personen werden stationär behandelt, fünf davon intensivmedizinisch.

"Der relativ langsame Anstieg der Zahlen ist – vor allem was die stationär zu betreuenden Patienten betrifft – die Ruhe vor dem Sturm", heißt es weiter. "Die Führungsgruppe Katastrophenschutz geht davon aus, dass sich die Zahl der Patienten mit schwerem Krankheitsverlauf, die also stationär behandelt werden müssen, in den kommenden Tagen vervielfacht." Die Maßnahmen, um das Virus einzudämmen, greifen erst zeitverzögert. Wahrscheinlich sei auch, dass sich ein Großteil der jetzt Erkrankten bereits vor dem staatlich verfügten Kontaktverbot infiziert hat. Umso wichtiger ist es, dass dieses weiterhin streng eingehalten werde, um die Infektionskurve im Landkreis abzuflachen und das Gesundheitssystem vor Ort nicht zu überlasten.

Update, 15.50 Uhr: Benefiz-Geisterkonzert

Am Freitag (27. März) veranstalten Crossgammy GbR ein Benefiz-Geisterkonzert. Mit dabei sind unter anderem der Liedermacher Konstantin Wecker, der Pianist Jo Barnikel, Sarah Straub und die Cellistin Fany Kammerlander, teilt Kathrin Weimar mit. Gemeinsam spielen sie live via Internetstreaming.

"Die aktuelle Ausnahmesituation führt dazu, dass es leider viele Kulturschaffende geben wird, die in kurzer Zeit um ihren Lebensunterhalt bangen müssen", heißt es weiter. "Insbesondere für Kleinkünstler, Clubs, freiberufliche Techniker, Tourmanager und Merchandiser ist die aktuelle Lage bereits jetzt existenzgefährdend. Diese gilt es jetzt zu unterstützen."

Mit dem "Social Distancing Mit Herz"-Konzert am Freitag soll eine Plattform geschaffen werden, auf der mithilfe einer Spendenaktion geholfen wird.

Das Konzert wird live ab 19 Uhr auf dem Youtube-Kanal von Sarah Straub und auf der Facebook-Seite des Irschenberg-Festival gezeigt.

Update, 15 Uhr: Finanzielle Unterstützung für Landkreise

Um älteren Menschen und Menschen mit Vorerkrankungen zu Hause so zu unterstützen, wie sie es in Zeiten des Coronavirus benötigen, arbeiten Freistaat, Kommunen, Wohlfahrtsverbände, Hauptamtliche und ehrenamtlich Engagierte in den Organisationen und Verbänden eng zusammen. Die bayerischen Landkreise – also auch der Landkreis Miesbach – und kreisfreien Städte koordinieren diese Hilfen gemeindeübergreifend.

Das bayerische Sozialministerium unterstützt diese daher nun mit einem Pauschalbetrag in Höhe von 60.000 Euro. Bayerns Sozialministerin Carolina Trautner erklärt: „Der Not der älteren und hilfebedürftigen Menschen, sich im eigenen Zuhause allein gelassen und einsam zu fühlen, wollen wir mit unserer gemeinsamen Initiative ‚Unser Soziales Bayern: Wir helfen zusammen!‘ entgegenwirken. Wir können alle einen Beitrag dazu leisten, diese große Herausforderung gemeinsam als Gesellschaft zu stemmen.“

Der Pauschalbetrag wird schnellstmöglich und unkompliziert bereitgestellt. Informationen dazu, wie sich Bayern für seine älteren und hilfebedürftigen Mitbürger sozial engagiert, gibt es unter www.unser.soziales.bayern.de.

Update, 13.55 Uhr: Nachbarschaftshilfe Warngau im Einsatz

In der Gemeinde Warngau wird derzeit eine Nachbarschaftshilfe gegründet, berichtet die Schriftführerin des Vereins, Christa Hennerbichler. Damit sollen Senioren unterstützt werden, die sich aufgrund des Coronavirus nicht selbst mit Lebensmitteln und Medikamenten versorgen können. Wer Hilfe benötigt, kann sich bei Andreas Kiessler unter Telefon 08021/506977 und 0152/51484206.

Update, 13.05 Uhr: In eigener Sache

Die Corona-Krise stellt auch das Team vom Gelben Blatt vor neue und sich ständig ändernde Herausforderungen. Selbstverständlich wollen und werden wir Sie, liebe Leser, auch weiterhin umfassend informieren. Wir sind überzeugt, dass gerade in Krisenzeiten den Medien eine enorm wichtige Aufgabe zukommt. Um die Produktion der Zeitung aufrechtzuerhalten, sind aber auch Einschnitte unumgänglich. So werden vorerst keine Mittwochsausgaben mehr erscheinen. Mit dem Gelben Blatt am Samstag und unserem Internetauftritt www.dasgelbeblatt.de halten wir Sie auf dem Laufenden. Dort finden Sie auch alle Rufnummern und E-Mail-Adressen, um mit uns Kontakt aufzunehmen. Die Geschäftsstelle an der Schlierseer Straße 4 bleibt bis auf Weiteres für Publikumsverkehr geschlossen.

Update, 11.40 Uhr: Hilfsangebote der Gemeinde Gmund

Die Gemeinde Gmund bündelt Hilfsangebote sowie Informationen und steht Bürgern als Anlaufstelle zur Verfügung. Wer Hilfe bei Einkäufen oder Erledigungen braucht, kann sich an die Nachbarschaftshilfe Tegernseer Tal unter Telefon 08022/706563 wenden, bei der auch die Gemeinde Gmund Mitglied ist.

„Wenn Sie darüber hinaus Fragen haben, verunsichert sind oder etwas brauchen, melden Sie sich bitte telefonisch bei uns in der Gemeinde unter Telefon 08022/750526 oder bei unserer Gemeinderätin und Seniorenbeauftragten Martina Ettstaller unter Telefon 0171/3682022“, erläutert Bürgermeister Alfons Besel für Bürger, die zu den sogenannten Risikogruppen gehören.

Auf der Website www.gemeinde.gmund.de stellt die Gemeinde unter Gmund aktuell außerdem wichtige Informationen zur Corona-Epidemie bereit. Bürger finden dort unter anderem:

  • Informationen zur Kindernotbetreuung,
  • hilfreiche Links zu Soforthilfen und Unterstützungsleistungen für Unternehmen und Selbständige,
  • Hinweise zum Verhalten im Verdachtsfall,
  • eine Hotline für psychologische Beratung,
  • Tipps für den Erstkontakt für nicht-medizinische Einsatzkräfte
  • und natürlich wichtige aktuelle Hinweise der Gemeindeverwaltung Gmund.

"Zudem werden derzeit Lebensmittelhändler und Gastronomiebetriebe angefragt, die bereit beziehungsweise im Stande sind, Lebensmittel bei Bedarf an betroffene Personen auszuliefern", erklärt Sprecherin Stefanie Seidl. "Diese werden dann ebenso auf der Website veröffentlicht."

Update, 11 Uhr: Arbeitsagentur arbeitet weiter

"Wir werden alles dafür tun, um Ihre Grundsicherung durch Arbeitslosengeld I sicherzustellen und für Betriebe Kurzarbeitergeld zur Zahlung zu bringen", teilt Sprecherin Silke Stichaner von der Agentur für Arbeit Rosenheim mit. "Wir haben die Prozesse in der Agentur für Arbeit in der vergangenen Woche auf die dringendsten Anliegen priorisiert."

Jeder einzelne Mitarbeiter sei sich der Bedeutung dieser Aufgaben für Arbeitnehmer und Arbeitgeber bewusst und gebe alles dafür, dieser gesellschaftlich bedeutenden Rolle gerecht zu werden. Deshalb haben auch mehr als 80 Prozent der Mitarbeiter neue oder andere Aufgaben übernommen.

Die AG-Hotline 0800/4555520 wurde personell verstärkt und die Erreichbarkeit erhöht. Gleichzeitig gibt es neben der Nummer des Servicecenters 0800/4555500 für Kunden zwei neue regionale Rufkreise:

  • Stadt und Landkreis Rosenheim sowie Landkreis Miesbach: 08031/202555
  • Landkreis Bad Tölz/Wolfratshausen: 08041/7854555.

"Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass aufgrund der Vielzahl der Anliegen nicht immer eine unmittelbare Reaktion erfolgen oder dass es auch zu Wartezeiten bei der Telefonie kommen kann", heißt es weiter. "Die Personalverteilung zwischen Telefonie und Sachbearbeitung wird täglich neu justiert, um dies zu verbessern."

Um optimal arbeiten zu können, werden Kunden gebeten, von Anrufen oder Mailanfragen zu Bearbeitungsständen ihrer Anträge abzusehen sowie fehlende Unterlagen postalisch oder online nachzusenden. Kontakt über www.arbeitsagentur.de/eservices sowie Postanschrift Agentur für Arbeit Rosenheim, 83018 Rosenheim.

"Bitte vertrauen Sie darauf, dass es unser Anspruch ist, die Anträge so schnell wie derzeit möglich zu bearbeiten", erklärt Sprecherin Silke Stichaner. "Wenn Ihren Anträgen Angaben fehlen, werden wir auf Sie zukommen."

Update, 10.10 Uhr: Landkreis bereitet sich auf raschen Anstieg an Erkrankten vor

Wie das Landratsamt Miesbach informiert, hat inzwischen die Führungsgruppe Katastrophenschutz ihre Arbeit aufgenommen und trifft sich zweimal täglich zur Lagebesprechung. Seitdem der Katastrophenfall festgestellt worden ist, war die Führungsgruppe in Bereitschaft. Wegen des zunehmenden Koordinierungsbedarfs hat sie nun auch operativ die Federführung übernommen.

Geleitet wird der Krisenstab abwechselnd vom leitenden Verwaltungsdirektor Martin Pemler und der Abteilungsleiterin für öffentliche Sicherheit, Teresa Nitsch, erläutert Sprecherin Sophie-Marie Stadler vom Landratsamt in Miesbach. Landrat Wolfgang Rzehak sitzt den Besprechungen vor. Speziell geschulte Mitarbeiter des Landratsamtes führen die Lagekarte, dokumentieren alle Veränderungen und erfassen zentrale Daten, zum Beispiel die Abfrage der Bettenkapazitäten im Landkreis, Bedarfsabfrage für Schutzausrüstung für Pflegedienste.

"So ist sichergestellt, dass alle relevanten Informationen über die Organisationgrenzen hinweg an einem Ort gesammelt und den Entscheidungsträgern zur Verfügung gestellt werden", heißt es. "Anders formuliert: Die Führungsgruppe Katastrophenschutz ist dazu da, den Überblick zu behalten, auch wenn sich Informationen überörtlich schnell ändern, und muss daraus die bestmöglichen Entscheidungen für den ganzen Landkreis ableiten."

Vertreter der Blaulichtorganisationen wie Feuerwehr, BRK, THW und Polizei, der Integrierten Leitstelle Rosenheim, des Krisenstabs des Krankenhauses und der niedergelassenen Ärzte werden per Telefonkonferenz zugeschaltet, um das Infektionsrisiko für den Stab zu minimieren.

Unterstützt wird die Führungsgruppe durch die Unterstützungsgruppe des örtlichen Einsatzleiters. Diese setzt sich zusammen aus Freiwilligen der Feuerwehren und des THW, die sonst bei Großschadenlagen dem Kreisbrandrat oder einem seiner Vertreter zuarbeiten. Die Unterstützungsgruppe hilft bei der Verarbeitung der Vielzahl an Informationen.

„Ich danke allen, die bei der Bewältigung der Krise mithelfen“, erklärt Landrat Wolfgang Rzehak. Ziel der Führungsgruppe Katastrophenschutz ist es, den Landkreis möglichst gut auf einen raschen Anstieg der Zahlen vorzubereiten.

Update, 9.30 Uhr: Rathaus Gmund im Zweischichtbetrieb

Um zu verhindern, dass im Falle einer Corona-Erkrankung eines Mitarbeiters die gesamte Gemeindeverwaltung den Betrieb einstellen muss, stellt das Rathaus in Gmund ab Mittwoch (25. März) auf Zweischichtbetrieb um, teilt Sprecherin Stefanie Seidl mit. Dabei wird die Belegschaft in zwei getrennte Teams aufgeteilt, die jeweils wochenweise die Gemeindeverwaltung übernehmen.

„Wir bemühen uns, alle Bereiche abzudecken, bitten jedoch um Verständnis, wenn einzelne Anliegen nicht immer sofort bearbeitet werden können. In manchen Fällen wird es sich nicht vermeiden lassen, dass sich die Bearbeitung etwas nach hinten verschiebt“, erklärt Bürgermeister Alfons Besel.

Der Zweischichtbetrieb läuft zunächst bis zum 19. April und gilt auch für den Bauhof – dort jedoch im 14-tägigen Wechsel.

Auf der Website www.gemeinde.gmund.de stellt die Gemeinde unter Gmund aktuell wichtige Informationen in Zusammenhang mit der Corona-Epidemie bereit. Senioren und Personen mit Vorerkrankungen, die Unterstützung bei Einkäufen und ähnlichem benötigen, können sich unter der folgenden Rufnummer an die Nachbarschaftshilfe Tegernseer Tal wenden: 08022/706563.

Update, 25. März, 8.25 Uhr: 171 Erkrankte im Landkreis Miesbach

Aktuell sind 171 Personen im Landkreis Miesbach am Coronavirus erkrankt – Stand Dienstag sind es 158 gewesen. "Elf davon müssen stationär betreut werden, vier weitere intensivmedizinisch", erklärt Sprecherin Sophie-Marie Stadler vom Landratsamt in Miesbach. "Elf Personen konnten die häusliche Quarantäne schon wieder verlassen." Die positiv getesteten Personen sind zwischen vier und 97 Jahren alt. Alle Zahlen sind Momentaufnahmen, sie ändern sich fast täglich.

Update, 14.50 Uhr: Valley hilft Einwohnern

Wer aufgrund der Corona-Situation Hilfe benötigt, um Grundnahrungsmittel zu beschaffen, kann dies über folgende Personen telefonisch beantragen, teilt die Gemeinde Valley mit:

  • Gemeinde Valley: 08024/477340,
  • Behindertenbeauftragter Johann Humer: 08020/1424 und 0170/4915285,
  • Seniorenbeauftragte Ursula Ransberger: 08020/1285.

Update, 14.10 Uhr: Verstoß gegen Infektionsschutzgesetz in Holzkirchen

Wie die Polizeiinspektion Holzkirchen am Dienstag mitteilt, ist am Wochenende eine Gruppe von vier Erwachsenen und einem Kind kontrolliert worden, die in Holzkirchen zusammen mit Gartenarbeiten beschäftigt war. Auf Grundlage der vorläufigen Ausgangsbeschränkung anlässlich der Corona-Pandemie ist die Zusammenkunft von mehreren Personen, die nicht zum engsten Familienkreis gehören, untersagt.

"Die vier Erwachsenen wurden wegen Verstoßes gegen das Infektionsschutzgesetz angezeigt", heißt es. "Zuwiderhandlungen werden von der Polizei geahndet. Fahrlässige beziehungsweise vorsätzliche Verstöße können mit Freiheits- und Geldstrafen bestraft werden."

Update, 12 Uhr: Landrat appelliert an Bürger

Landrat Wolfgang Rzehak appelliert an alle Bürger: „Bitte unterstützen Sie die Mitarbeiter im Gesundheitssektor und verhalten Sie sich kooperativ. Nur gemeinsam werden wir es schaffen, diese Krise zu bewältigen!“

Künftig werden vier Zahlen von der Koordinierungsgruppe Corona kommuniziert:

  • Zahl der positiv Getesteten: Diese Zahl beschreibt alle Erkrankten seit Beginn der Zählung. Sie kann also nur wachsen.
  • Zahl der Gesundeten: Anzahl aller Personen, die positiv getestet wurden, und nun wieder gesundet sind.
  • Zahl der aktiven Fälle: Zahl der positiv Getesteten minus Zahl der Gesundeten, also Anzahl derjenigen, die tagesaktuell noch erkrankt sind.
  • Zahl der Todesfälle: Zahl der Personen, die an der Virusinfektion gestorben sind.

„Die Zahl der Erkrankten ist nicht synonym zu verwenden mit der Zahl der Infizierten, da die Dunkelziffer der tatsächlich Infizierten wohl deutlich höher liegt", erklärt Sprecherin Sophie-Marie Stadler vom Landratsamt in Miesbach. „Es wird auch weiterhin Tage geben, an denen keine neuen Zahlen bekanntgegeben werden." Grund dafür ist, dass das Gesundheitsamt und die Ärzte vollständig von den Laborergebnissen abhängig sind, sodass sich die Situation auf Landkreis-Ebene kurzfristig nicht verbessern wird. „Weiterhin ist mit einem starken Anstieg der Erkrankten zu rechnen, da nach wie vor viele Testergebnisse ausstehen", heißt es weiter.

Update, 10.50 Uhr: Gemeinde Kreuth hilft Alleinstehenden

Die Gemeinde Kreuth hat auf ihrer Homepage www.gemeinde.kreuth.de gerade auch für Personen aus Risikogruppen wie Senioren und Personen mit Vorerkrankungen, die sich alleine mit Lebensmitteln versorgen müssen und keine Familie beziehungsweise Nachbarn haben, die für sie einkaufen gehen, eine Liste derjenigen Kreuther Betriebe aufgelistet, die

  • Lebensmittel liefern
  • Essen ausliefern und
  • Essen ausgeben.

"Personen, die keinen Internetzugang haben, können die Namen der Betriebe auch über die Telefonnummer der Gemeinde Kreuth 08029/180 erfragen", teilt Bürgermeister Josef Bierschneider mit.

Update, 9.50 Uhr: Landratsamt warnt vor ominösen Testern

Wie das Landratsamt Miesbach informiert, kursieren im Internet Meldungen, wonach einzelne Praxen oder ominöse Dienstleister schnellere Testergebnisse bei Corona-Verdacht garantieren würden. "Diese Informationen sind Fake News", erklärt Sprecherin Sophie-Marie Stadler vom Landratsamt in Miesbach. "Alle verlässlichen Labore arbeiten am Limit und brauchen mehrere Tage für Ergebnisse."

Das Gesundheitsamt Miesbach stehe diesbezüglich in sehr engem Austausch mit anderen Gesundheitsämtern, der Regierung von Oberbayern und dem Staatsministerium für Gesundheit und Pflege. "Das Gesundheitsamt bittet außerdem darum, sich nicht außerhalb des Landkreises testen zu lassen", heißt es weiter. "So wird den Mitarbeitern die Arbeit zusätzlich erschwert." Denn die außerhalb des Landkreises Getesteten können anschließend kaum oder nur unter sehr großem zusätzlichen Aufwand über das Gesundheitsamt Miesbach betreut werden.

Update, 9 Uhr: Vivo schließt mehrere Wertstoffhöfe

Infolge der in Bayern inzwischen verhängten Ausgangsbeschränkungen und der bundesweit geltenden Kontaktsperre wird ein Großteil der Wertstoffhöfe im Landkreis Miesbach geschlossen, teilt das Vivo-Kommunalunternehmen mit. Geöffnet haben nur noch

  • das Wertstoffzentrum in Warngau,
  • die Grüngutkompostieranlage in Hausham am Brenten sowie
  • die Wertstoffhöfe in Miesbach und Bad Wiessee.

Es gelten die bekannten Öffnungszeiten.

"Damit die sich aus den staatlichen Anordnungen ergebenden Verhaltensregeln insbesondere zum Mindestabstand zwischen Personen weitgehend eingehalten werden können, wird der Zugang zu den noch offenen Wertstoffhöfen beschränkt", heißt es weiter vonseiten der Vivo. "Grundsätzlich werden nicht mehr als zehn Personen zur gleichen Zeit eingelassen." Größere Mengen Sperrmüll und Altholz bittet die Vivo nur noch in Warngau und in Hausham am Brenten anzuliefern.

Update, 24. März, 8.20 Uhr: Landratsamt bestätigt 156 Infizierte

Die Zahl der Personen, die im Landkreis Miesbach positiv auf das Covid-19-Virus getestet wurden, ist über das Wochenende stark gestiegen, berichtet Sprecherin Sophie-Marie Stadler vom Landratsamt in Miesbach. Inzwischen wurden 156 Personen positiv getestet – am Freitag (20. März) waren es noch 58. "Der Grund für den starken Anstieg ist die gebündelte Übermittlung der Testergebnisse durch verschiedene Labore", heißt es. "Es gibt keine Hotspots im Landkreis, die den starken Anstieg rechtfertigen würden."

Aktuell werden sechs Personen im Landkreis stationär betreut. Es gibt aber auch Positives zu vermelden: Vier Personen sind bereits wieder gesund und können die häusliche Quarantäne verlassen.

"Leider sind alle Labore in Deutschland überlastet  – sowohl die staatlichen, die das Gesundheitsamt nutzt, als auch die privaten, die von Hausärzten bedient werden", berichtet Sophie-Marie Stadler. Daher dauert es inzwischen teilweise mehr als sieben Tage, ehe die Testergebnisse an die Gesundheitsämter übermittelt werden. "Viele Menschen reagieren gegenüber den Mitarbeitern verständnislos und erbost, wenn sie mehrere Tage auf das Testergebnis warten müssen", heißt es. "Angesichts der allgemeinen Anspannung ist das natürlich verständlich. Allerdings arbeiten die Mitarbeiter im Gesundheitsamt, bei den niedergelassenen Ärzten und in den Laboren unter Hochdruck bis spät in die Nacht hinein."

Update, 15.30 Uhr: LGL bestätigt 136 Corona-Infizierte

Laut aktuellen Zahlen des Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) beträgt die Zahl der Corona-Infizierten im Landkreis Miesbach aktuell 136 (Stand: 23. März). Somit hat sich die Zahl der bestätigten Fälle im Laufe des Wochenendes in etwa verdoppelt. Am Freitag hat das Landratsamt Miesbach noch von 58 bestätigten Infizierten berichtet, aber bereits darauf hingewiesen, dass noch Hunderte Testergebnisse ausstehen.

Update, 14.50 Uhr: Video-Appell der ATS

Die Corona-Krise hat nach wie vor auch den Tourismus im Landkreis Miesbach fest im Griff und wird die Branche nachhaltig beeinflussen, wie die Alpenregion Tegernsee Schliersee (ATS) mitteilt.

Zudem hat das Kommunalunternehmen gemeinsam mit einigen Persönlichkeiten ein Video erstellt, um an die Vernunft der Gäste und Einheimischen zu appellieren – mit dabei sind unter anderem Gela Allmann, Ben Blaskovic oder Helmfried von Lüttichau.

Update, 13.15 Uhr: Intensive Kontrollen der Polizei

Fast 5.000 Kontrollen hat die Polizei am Wochenende im südlichen Oberbayern durchgeführt. Welchen wichtigen Appell die Beamten an die Bevölkerung richten, lesen Sie hier.

Update, 12.30 Uhr: Bergwacht Bayern ruft zu Verzicht auf

"Die derzeit größte Herausforderung am Berg ist der Verzicht – übernehmen wir gemeinsam Verantwortung für Ältere, Kranke und alle Risikogruppen und bleiben daheim" – diesen Aufruf hat die Bergwacht Bayern am Wochenende gestartet. "Auch wenn freie Zeit, gutes Wetter und tolle Fernsicht uns zu Ausflügen ins Gebirge locken – das noch so kleine Risiko am Berg wird so zum Risiko für uns alle." Und das für Bergretter, Hubschrauberbesatzungen, Krankenhauspersonal, Angehörige und für alle Menschen im Land.

Die Wahrscheinlichkeit, bei einem Einsatz mit Infizierten in Kontakt zu kommen, steige täglich. In so einem Fall müssen alle Beteiligten in häusliche Quarantäne und fallen für zwei Wochen für die Bergrettung sowie für ihren ärztlichen Dienst aus. "Je mehr Leute jetzt auf den Berg gehen, desto größer das Risiko für Rettungseinsätze", heißt es weiter.

In den bayerischen Alpen habe es in der vergangenen Woche mehrere Rettungsaktionen gegeben, bei denen teils auch größere Gruppen blockiert vom Berg geholt werden mussten. "Das alles widerspricht dem großen Ziel, dem sich im Moment alles unterordnet – unser Gesundheitssystem zu entlasten", erklärt die Bergwacht.

Die Bergwacht Bayern ruft daher alle Bergfreunde zum gemeinsamen Verzicht auf Berg- und Skitouren auf.

Update, 9.50 Uhr: Couchkonzert mit Volker Camehn

Zahlreiche Couchkonzerte von Künstlern haben in den vergangenen Tagen bereits für frohe Stimmung in Zeiten der Corona-Krise gesorgt. Am Montagabend, ab zirka 18 Uhr, findet auch im Landkreis Miesbach ein solches Konzert statt, um für ein wenig Zerstreuung zu sorgen. "Prost & Prosa-Songs live, ohne Netz und doppelten Boden auf Instagram", berichtet der selbst ernannte Breitensportlyriker Volker Camehn aus Otterfing.

Unterdessen muss der Verein "Holzkirchen hilft" die geplante Osterpäckchenaktion aufgrund des Coronavirus und der damit verbundenen Auswirkungen auf einen späteren Termin verschieben. "Neue Ersatztermine werden rechtzeitig bekannt gegeben", berichtet Schriftführerin Sabine Gerster.

Update, 23. März, 7.35 Uhr: Schienennahverkehr läuft weitestgehend normal

Angehörige sogenannter systemrelevanter Berufsgruppen müssen auch während der Corona-Pandemie zuverlässig ihre Arbeitsplätze erreichen können. Stabile Fahrpläne bei Regionalzügen und S-Bahnen sind daher aktuell besonders wichtig für die Funktionsfähigkeit der Gesellschaft. „Unser Ziel ist, den Zugverkehr mit so wenig Einschränkungen wie möglich aufrecht zu erhalten", erklärt Verkehrsministerin Kerstin Schreyer. „Das gelingt aktuell hervorragend. Gleichzeitig haben wir Pläne für ein reduziertes Grundangebot in der Schublade.“

Gemeinsam mit allen in Bayern verkehrenden Eisenbahnverkehrsunternehmen (EVU) bereitet die Bayerische Eisenbahngesellschaft (BEG) derzeit Fahrplankonzepte für ein Grundangebot mit ausreichenden Platzkapazitäten vor. Dieses soll gewährleisten, dass den Fahrgästen auch bei einem größeren Ausfall von Mitarbeitern der EVU über einen längeren Zeitraum Verlässlichkeit geboten wird. Die Fahrpläne treten sukzessive in Kraft und werden situationsabhängig weiterentwickelt und aktualisiert.

„Dabei liegt der Fokus auf Streichung von vor allem vorwiegend freizeitorientierten Angeboten, Schülerzügen oder Taktverstärkern. Der Fahrplan für die Grundversorgung entspricht dann oft dem Samstags- oder Sonntagsfahrplan mit zusätzlichen Fahrten am frühen Morgen“, erklärt Verkehrsministerin Kerstin Schreyer. „Wir wollen lieber eine leichte Reduzierung, die stabil ist, als kurzfristige Ausfälle.“

Das Fahrplanangebot radikal zu reduzieren, sei aktuell nicht angebracht. Auch die angebotenen Kapazitäten der Züge sollen weitestgehend bestehen bleiben, damit unter anderem auch sichergestellt werden kann, dass die empfohlenen Mindestabstände von 1,5 Metern unter den Fahrgästen eingehalten werden können. Die Nachfrage in den Ballungsräumen sei immer noch hoch. „Mein dringender Appell ist: Bleiben Sie zu Hause", sagt die Ministerin. „Wenn das aus zwingenden Gründen nicht möglich ist und Sie damit nicht gegen die Ausgangsbeschränkungen verstoßen, halten Sie sich bitte auch im Zug an die bekannten Hygieneregeln. Husten und niesen Sie in die Armbeuge und waschen Sie sich häufig und gründlich die Hände.“

Alle Fahrplanänderungen werden von den Verkehrsunternehmen schnellstmöglich in die Auskunftssysteme eingepflegt. Fahrgäste werden gebeten, sich vor Fahrtantritt direkt auf den Seiten der Verkehrsunternehmen oder auf www.bayern-fahrplan.de über die aktuelle Lage zu informieren.

Update, 10.40 Uhr: Über 2.000 Einsätze und Kontrollen der Polizei

Warum die Corona-Krise auch für die Polizei ein Mehr an Einsätzen und Kontrollen bedeutet, lesen Sie in unserem Artikel.

Update, 22. März, 10 Uhr: Polizei informiert zu Coronavirus

"Uns erreicht derzeit eine Vielzahl an unterschiedlichen Fragen", teilt das Polizeipräsidium Oberbayern-Süd auf seiner Facebook-Seite mit. "Die meisten davon lassen sich mit einer einfachen Fragestellung sogar selbst beantworten: Gibt es für mich einen triftigen Grund, das Haus zu verlassen?" Darunter falle laut Polizei zum Beispiel

  • Versorgung mit Lebensmitteln
  • Beruf
  • notwendige ärztliche Versorgung/Behandlung
  • Hilfe/Unterstützung für Personen, die dringend darauf angewiesen sind.

"Selbstverständlich sind Sport, Spazieren gehen und Bewegung an der frischen Luft auch weiterhin problemlos möglich, solange ein paar wichtige Grundsätze dabei beachtet werden", heißt es weiter. Also ausschließlich alleine unterwegs zu sein oder mit Angehörigen des eigenen Hausstandes und ohne jede sonstige Gruppenbildung. Viele Antworten auf häufig gestellte Fragen gibt es auch unter www.corona-katastrophenschutz.bayern.de/faq/index.php

"Bei manchen Fragen haben wir den Eindruck, dass es darum geht, irgendwelche Schlupflöcher zur Umgehung der Ausgangsbeschränkung zu finden", erklären die Polizisten. Als Orientierungshilfe haben sie daher eine nicht ganz ernst gemeinte Entscheidungshilfe für eine sehr häufige Frage erstellt.

Update, 19.40 Uhr: Landkreis und Krankenhaus bereiten sich auf weitere Infizierte vor

Die Zahl der am neuartigen Coronavirus Erkrankten steigt weiter im Landkreis Miesbach. Landratsamt und Krankenhaus Agatharied bereiten sich auf weitere Infizierte vor. Wie, das lesen Sie in unserem Artikel.

Update, 12.35 Uhr: Arbeitsagentur Holzkirchen besser erreichbar

Die Agentur für Arbeit Rosenheim mit ihrer Hauptagentur in Rosenheim sowie den Geschäftsstellen in Holzkirchen, Bad Tölz und Wolfratshausen sowie die Jobcenter Stadt und Landkreis Rosenheim und Bad Tölz-Wolfratshausen erfahren aktuell aufgrund der Schließung der Häuser ein verstärktes Anrufaufkommen.

Es sind zahlreiche Rufnummern vorhanden und weitere eingerichtet worden, um dieser verstärkten Nachfrage gerecht zu werden. Für den Landkreis Miesbach gilt für Kunden die Rufnummer 08031/202555. Für die Kunden aus Holzkirchen gilt damit auch die Nummer mit Rosenheimer Vorwahl, teilt Sprecherin Silke Stichaner mit. Zusätzlich gilt die kostenlose Servicenummer 0800/4555500.

Arbeitgeber erreichen die Agentur für Arbeit Rosenheim unter der kostenlosen Servicenummer 0800/4555520, die auch personell verstärkt worden ist.

"Sollten Sie uns aktuell telefonisch nicht erreichen, bitten wir dies zu entschuldigen", erklärt Silke Stichaner. "Wir sind nach allen Kräften darum bemüht, die Erreichbarkeit sicherzustellen." Zahlreiche Anliegen wie Arbeitslosengeld I und II beantragen und Kurzarbeit anzeigen sowie Kurzarbeitergeld beantragen, ist jederzeit auch online unter www.arbeitsagentur.de möglich.

Update, 11.05 Uhr: BOB schränkt Zugverkehr ein

Der öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) – und damit auch die Unternehmen Bayerische Oberlandbahn GmbH und Bayerische Regiobahn GmbH – gilt als systemkritische Infrastruktur. Daher ist bisher der Fahrplan weitestgehend aufrecht erhalten worden. Ab kommender Woche muss der Betrieb jedoch eingeschränkt werden. Nötig machen dies unter anderem vorsorgliche Freistellungen von Mitarbeitern und Krankmeldungen.

Auf allen Strecken von Meridian, BOB und BRB wird das Zugangebot ab Mittwoch (25. März) zunächst bis 19. April auf stündliche Angebote reduziert. Ausnahmen beziehungsweise Besonderheiten sind wie folgt:

  • Meridian: Auf den Strecken München–Rosenheim–Salzburg/Kufstein ist der grenzüberschreitende Verkehr weiterhin unterbrochen. Meridian-Züge enden und wenden in Freilassing beziehungsweise Kiefersfelden. In Absprache mit den darüber entscheidenden Behören wird ab Mittwoch der grenzüberschreitende Verkehr zwischen Freilassing und Salzburg wieder aufgenommen, nachdem kurzfristig mit den Polizeibehörden praktikable Lösungen gefunden werden konnten, um Grenzkontrollen durchzuführen. Der grenzüberschreitende Verkehr zwischen Kiefersfelden und Kufstein bleibt ausgesetzt. Ferner entfallen die Pendelfahrten zwischen München und Deisenhofen.
  • BRB: Bereits seit 18. März verkehren die Züge der BRB nur noch im Stundentakt. Dieser wird bis voraussichtlich 19. April verlängert.

Weitere sogenannte Rückfallkonzepte würden derzeit vorbereitet für den Fall, dass diese Maßnahmen aufgrund weiterer Einschränkungen nötig werden sollten. Die genannten Maßnahmen werden bedingt durch Personalmangel und wegen der Corona-Krise durchgeführt. Vorerkrankte Mitarbeiter, die das Infektionsrisiko erhöhen, sind angehalten, den Bahnarzt zu kontaktieren, um zu klären, ob sie freigestellt werden müssen. Auch Krankschreibungen sind die Folge. Den bestätigten Fall einer Infektion mit dem Coronavirus gibt es in der gesamten Belegschaft der Unternehmen jedoch bisher nicht.

„Wir bedauern die Einschränkungen außerordentlich, sind uns jedoch auch der Tatsache bewusst, dass wir einen wichtigen Beitrag dazu leisten müssen, um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen, obwohl wir zur systemkritischen Infrastruktur gehören“, erläutert Fabian Amini, Vorsitzender der Geschäftsführung der Bayerischen Oberlandbahn GmbH und Bayerischen Regiobahn GmbH. „Unseren Mitarbeitenden gegenüber lassen wir die größtmögliche Fürsorgepflicht walten: Sei es aus gesundheitlichen oder anderen wichtigen Gründen notwendige Freistellungen. Ich möchte mich herzlich bei all unseren Mitarbeitern bedanken, die tagtäglich mit großer Besonnenheit und verantwortungsvollem Umgang in dieser herausfordernden Situation ihren Dienst leisten, um unseren öffentlichen Nahverkehr, der auch eine der wesentlichen Säulen unserer Gesellschaft ist, aufrecht zu erhalten.“

Wie lange die Einschränkungen bestehen bleiben oder diese künftig ausgeweitet werden müssen, ist derzeit nicht mit Gewissheit abzusehen. Bayerische Oberlandbahn GmbH und Bayerische Regiobahn GmbH sind dazu in stetem Austausch mit den zuständigen Behörden und werden ihren Betrieb je nachdem anpassen, wenn dies angeordnet wird.

Update, 21. März, 9 Uhr: Landratsamt erwartet Hunderte Testergebnisse

Das Gesundheitsamt Miesbach wartet weiter auf zahlreiche Laborergebnisse: Am Freitag (20. März) ging nur ein einziges Testergebnis ein, berichtet Sprecherin Sophie-Marie Stadler. "Dieses war positiv, sodass die Zahl der Erkrankten im Landkreis auf 58 steigt." Hunderte Testergebnisse stehen jedoch noch immer aus. "Nach wie vor bereitet sich der Landkreis auf eine rasche Ausbreitung des Virus in den kommenden Tagen und Wochen vor", heißt es. "Die stockenden Zahlen der vergangenen Tage sind ausschließlich den ausstehenden Laborergebnissen zuzurechnen."

Im zentralen Testzelt, das das Gesundheitsamt und die niedergelassenen Ärzte gemeinsam betreiben, werden jeden Tag zwischen 170 und 250 Personen abgestrichen. Hinzu kommen die Tests, die Hausärzte in ihren Praxen selbst durchführen. "Zahlen, wie viele Ergebnisse noch ausstehen, können also kaum geschätzt werden", erklärt die Sprecherin. Die Abstriche des Gesundheitsamtes werden an das Labor des Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit geschickt. Hausärzte nutzen private Labore. Egal ob privat oder staatlich – alle Labore sind derzeit völlig überlastet. Mittlerweile dauern Ergebnisse bis zu sieben Tage.

Von den 58 erkrankten Personen werden aktuell vier stationär behandelt. Der jüngste Patient im Landkreis ist vier Jahre alt, der älteste 70. Es sind etwas mehr Männer als Frauen betroffen. In 13 der 17 Landkreis-Gemeinden wurde das Virus bereits nachgewiesen. Sehr oft haben sich mehrere Mitglieder einer Familie gegenseitig angesteckt. Gesundet ist im Landkreis Miesbach noch niemand.

Um das Verbreiten des Virus einzudämmen, wird das öffentliche Leben auch im Landkreis weiter heruntergefahren. Landrat Wolfgang Rzehak begrüßt die Allgemeinverfügungen der Staatsregierung. „Diese Einschränkungen sind sehr schmerzhaft für uns alle. Aber in dieser Ausnahmesituation hilft nichts anderes“, sagt er und ruft erneut zum freiwilligen Einhalten der Regeln auf. „Sonst kommen wir um eine richtige Ausgangssperre nicht mehr herum. Wir müssen in dieser schwierigen Situation zusammenhalten und ich bin fest davon überzeugt, dass wir das im Landkreis Miesbach schaffen!“

Gemeinden, Vereine und Nachbarschaftshilfen starten bereits mit Hilfsangeboten. Die Koordinierungsgruppe Corona begrüßt diese Initiativen sehr. In den kommenden Wochen wird es nicht nur darum gehen, die Erkrankten und Isolierten mit materiellen Gütern zu versorgen, sondern auch darum, diese psychologisch zu betreuen. Das Landratsamt und einige Gemeinden haben bereits einzelne verzweifelte Anrufe erreicht von Bürgern, die den wirtschaftlichen Ruin fürchten oder mit der sozialen Isolation nicht zurechtkommen. Diese Probleme dürfen nicht unterschätzt werden. Der Krisendienst Psychiatrie berät unter Telefon 0180/6553000.

Update, 15.40 Uhr: Ausgangssperre in Bayern ab Samstag

Nachdem Bayerns Ministerpräsident Markus Söder am Freitag eine Ausgangssperre für Bayern, also auch den Landkreis Miesbach, verkündet hat, hat das öffentliche Leben in und rund um Miesbach nochmal zugenommen. Jeder scheint nochmal im Café sitzen oder Einkaufen gehen zu wollen. Ab Samstag (21. März) gelten folgende Regeln zunächst für 14 Tage:

  • Physische und soziale Kontakte zu anderen Menschen außerhalb des eigenen Haushalts sind auf ein absolutes Minimum zu reduzieren.
  • Wenn möglich ist ein Mindestabstand zwischen zwei Personen von 1,5 Metern einzuhalten.
  • Nur in begründeten Ausnahmen darf die eigene Wohnung noch verlassen werden, zum Beispiel um zur Arbeit zu kommen und danach wieder nach Hause sowie für Einkäufe, Arzt-, und Apothekenbesuche.
  • Spazieren gehen und Sport an der frischen Luft sind weiterhin erlaubt – dürfen aber nur noch alleine und mit Personen ausgeübt werden, mit denen man zusammenlebt.
  • Die Lebensmittelversorgung ist weiterhin gesichert.
  • Restaurants und andere Betriebe aus dem gastronomischen Bereich dürfen Gerichte nur noch zum Mitnehmen anbieten.
  • Geschäfte wie Bau- und Gartenmärkte müssen nun ebenfalls schließen, Friseurgeschäfte ebenso.
  • Besuche in Krankenhäusern und Pflegeheimen sind untersagt – Ausnahme bilden Geburten, Sterbefällen und Kinder, die im Krankenhaus behandelt und von ihren Eltern besucht werden.
  • Wer dagegen verstößt, dem drohen hohe Bußgelder in Höhe von bis zu 25.000 Euro.

Auch die Kolpingsfamilie Waakirchen-Schaftlach folgt den Anordnungen der bayerischen Landesregierung und hat ihr gesamtes Programm bis zum 19. April abgesagt. Auch der Emmausgang zu Ostern findet nicht statt. Wenn sich etwas am Status quo ändert, wird unter anderem auf der Homepage unter www.erzbistum-muenchen.de/pfarrei/pv-waakirchen-schaftlach/gemeindeleben/kolpingsfamilie informiert. "Wir bieten für unsere Mitglieder ein Telefonangebot", heißt es weiter. "Wer Ansprache möchte, darf anrufen und ratschen." Sollte gerade besetzt sein, einfach eine Nachricht hinterlassen bei Monika Finger unter Telefon 08021/2083635, bei Sonja Still unter der Nummer 08021/9015670 oder bei Inge Lösch unter 08021/7738.

Zudem weist der VdK-Ortsverband Holzkirchen darauf hin, dass bis auf Weiteres die monatlichen Stammtischtreffen entfallen.

Des Weiteren informiert die Gemeinde Valley, dass das Rathaus ab sofort bis auf Weiteres zum Schutz vor Ausbreitung des Coronavirus für jeglichen Parteiverkehr geschlossen ist. Ebenso finden die Gemeinderatsitzung am 31. März sowie sonstige gemeindliche Veranstaltungen nicht statt.

Update, 13.25 Uhr: Polizei greift in Sachen Corona durch

Am Donnerstagnachmittag (19. März) wurden vier Jugendliche im Alter von 13 bis 17 Jahren am Spielplatz im Krankenhauspark in Holzkirchen angetroffen, wie die Polizei berichtet. "Die Jugendlichen aus Holzkirchen und Weyarn befanden sich auf dem Klettergerüst und auf der Schaukel", heißt es. "Sie wurden wegen Verstoßes gegen das Infektionsschutzgesetz angezeigt."

Derzeit ist der Aufenthalt auf Spielplätzen untersagt, betont die Polizei nochmals. Zuwiderhandlungen werden von der Polizei geahndet. Fahrlässige beziehungsweise vorsätzliche Verstöße können mit Freiheitsstrafen und Geldstrafen bestraft werden.

Warnung vor Anrufen von angeblichen Corona-Testern

Bundesweit gibt es zudem bereits erste Fälle, in denen sich Betrüger als angebliche Corona-Tester ausgegeben haben und mit dieser neuen Masche versuchen, Menschen um ihr Geld zu bringen. "Die Täter gehen dabei mit unterschiedlichen Legenden vor", berichtet die Holzkirchner Polizei. "In einem Fall nahmen die unbekannten Täter mit unterdrückter Rufnummer Kontakt auf und teilten dem Angerufenen mit, dass ein Bekannter mit einer Corona-Infektion im Krankenhaus liege und er deshalb umgehend getestet werden müsse." Daraufhin erschienen zwei mit Schutzanzügen und Schutzmasken maskierte Personen in seiner Wohnung und nahmen angebliche Abstriche vor. "In einem anderen Fall gaben sich die Anrufer als Angehörige aus, die aufgrund einer Corona-Infektion in einem Krankenhaus lägen und dringend Geld für teure Medikamente benötigten", heißt es weiter.

Die Polizei rät: Seien Sie kritisch am Telefon, geben Sie keine persönlichen oder finanziellen Verhältnisse preis und informieren Sie die Polizei unter der Notrufnummer 110 oder die Polizeiinspektion Holzkirchen unter Telefon 08024/90740.

Update, 11.35 Uhr: Bad Wiesseer Verwaltung umstrukturiert 

Bad Wiessees Bürgermeister Peter Höß hat verfügt, dass die Mitarbeiter des Rathauses und des Bauhofs ab Montag (23. März) bis Freitag, 17. April, im Zweischichtbetrieb arbeiten werden. Das bedeutet, dass in jeder der kommenden vier Arbeitswochen jeweils nur eine Hälfte der Mitarbeiter beider Einrichtungen Dienst verrichten wird.

"Die Mitarbeiter beider Gruppen überschneiden sich hinsichtlich ihrer gleichzeitigen Anwesenheit in diesem Zeitraum weder im Dienstbetrieb noch bei der Auszählung der Stichwahlen am 29. März", heißt es. "Auf diese Weise ist gewährleistet, dass beide systemrelevanten Betriebe einsatzfähig bleiben können, falls es zu einem Infektionsfall kommen sollte."

So kann verhindert werden – wie etwa in der Gemeinde Ottobrunn geschehen –, dass das Rathaus komplett schließen muss und somit einer der wichtigsten Ansprechpartner vor Ort, die Gemeindeverwaltung, nicht mehr zur Verfügung steht. "Damit wurde eine verantwortungsbewusste Lösung bezüglich der derzeitigen Infektionsgefahr gefunden", heißt es.

Update, 9.25 Uhr: Vivo informiert über Abfallentsorgung in der Corona-Krise

Das Vivo-Kommunalunternehmen informiert darüber, wie sich das Coronavirus auf die Abfallentsorgung auswirkt. Folgende Punkte sind zu beachten:

  • Derzeit gibt es keine Änderungen bei der Leerung der Restmüll, Bio- und Papiertonnen. Die Abfuhrtermine ergeben sich aus der Viva-Zeitschrift, dem Abfuhrkalender auf der Internetseite des Unternehmens oder können über die Vivo- Abfall-App abgefragt werden.
  • Der Flohmarkt im Vivo-Wertstoffzentrum in Warngau ist geschlossen.
  • Die Annahme von Problemmüll im Vivo-Wertstoffzentrum an Mittwochnachmittagen wird eingestellt.
  • Abgesagt ist die für Mai und Juni geplante Aktion „Gebraucht und Gut“.
  • Mit Ausnahme der Stadt Miesbach findet die Häckselaktion an den bekanntgegebenen Terminen statt.

Die Wertstoffhöfe bleiben zunächst geöffnet. Dabei gelten folgende Einschränkungen:

  • Größere Mengen, insbesondere an Sperrmüll und Altholz, werden nur noch im Wertstoffzentrum Warngau und an der Kompostieranlage Am Brenten in Hausham angenommen. Die Wertstoffhofmitarbeiter sind insoweit berechtigt, Großmengen abzuweisen.
  • Grundsätzlich sollen sich nicht mehr als zehn Personen zur gleichen Zeiten in den Wertstoffhöfen aufhalten. Der empfohlene Sicherheitsabstand von rund zwei Metern soll dabei möglichst eingehalten werden.
  • Um die Beschränkung zu gewährleisten, können die Wertstoffhofbetreuer den Zugang regeln und die Anlage bei Bedarf kurzfristig schließen.

"Das Vivo-Kommunalunternehmen bittet darum, Abfälle nur in zwingend notwendigen Fällen zu den Wertstoffhöfen zu bringen und die Beschränkungen zu beachten", heißt es in einer Mitteilung. "Sie dienen dem Schutz der Gesundheit aller. Bein Nichtbeachten wäre die Schließung von Wertstoffhöfen die Folge."

Update, 20. März, 7.30 Uhr: Landratsamt bestätigt 57 Infizierte

Die Zahl der Personen, die sich mit dem neuartigen Coronavirus infiziert haben, ist in den vergangenen fünf Tagen im Landkreis Miesbach um das 2,5-fache gestiegen. Inzwischen wurden 57 Personen positiv getestet (Stand: 19. März), vergangenen Samstag sind es noch 23 Personen gewesen. "Nach wie vor stehen zahlreiche Testergebnisse aus den völlig überlasteten Laboren aus", erklärt Sprecherin Sophie-Marie Stadler vom Landratsamt. "Die Zahl der Infizierten wird wohl in den kommenden Tagen weiter stark ansteigen."

Ärzte gehen zudem von einer vielfach höheren Dunkelziffer an bereits Erkrankten im Landkreis aus. Ungefähr 300 Kontaktpersonen der Kategorie 1 wurden von Mitarbeitern des Gesundheitsamtes bisher ermittelt, zum Beispiel Personen im gleichen Haushalt. Dass diese das Virus ebenfalls in sich tragen, ist wahrscheinlich.

Inzwischen geht das Gesundheitsamt davon aus, dass Menschen sich innerhalb des Landkreises angesteckt haben. Nicht mehr alle Infizierten waren zuvor in einem Risikogebiet. Es gibt bereits mehrere Infektionsketten innerhalb des Landkreises.

"Damit diese Infektionsketten überhaupt noch unterbrochen werden können, müssen alle sozialen Kontakte möglichst unterbunden werden", appelliert das Landratsamt. "Dazu gehört auch, dass Spiel- und Sportplätze gesperrt werden." Es gehe nicht darum, Familien zu bestrafen. Aber das Infektionsrisiko sei schlichtweg viel zu hoch – von Kindern zu Eltern zu Großeltern zu Nachbarn und Kollegen. Entstehe einmal eine Infektionskette, sei diese kaum mehr zu unterbrechen.

"Das Landratsamt Miesbach wird deshalb die Allgemeinverfügung des Staatministeriums für Gesundheit und Pflege konkretisieren und damit allen Gemeinden entgegenkommen, die diese öffentlichen Einrichtungen in der Regel betreiben", teilt Sophie-Marie Stadler mit. Bürgermeister-Sprecher Olaf von Löwis hat in der Koordinierungsgruppe den Wunsch der Gemeinden vorgetragen, einheitliche und verbindliche Lösungen auf Landkreis-Ebene zu schaffen. Mit der Konkretisierung ist voraussichtlich am Freitag zu rechnen.

Auch das Staatsministerium für Gesundheit und Pflege konkretisiert: Mittlerweile gibt es eine Positivliste, welche Geschäfte trotz der Allgemeinverfügung zur Aufrechterhaltung der öffentlichen Infrastruktur weiterhin öffnen dürfen. "Diese Liste ist sehr begrüßenswert, denn allein am Donnerstag riefen beim Landratsamt etwa 120 Ladenbesitzer an, die unschlüssig waren, ob sie öffnen dürfen", erklärt das Landratsamt. Zu finden ist die Liste auf der Homepage des Landratsamtes oder direkt beim Ministerium.

Viele besorgte Bürger fragen auch zu einer möglichen Ausgangssperre nach. Ob oder wann diese kommt, ist jedoch auch für die Koordinierungsgruppe ungewiss. „Ich appelliere an die Vernunft eines jeden Bürgers, dass die Regeln befolgt werden und dadurch die Ausbreitung des Virus eingedämmt wird“, erklärt Landrat Wolfgang Rzehak.

Update, 15.40 Uhr: Holzkirchen unterstützt Mitbürger

Das Holzkirchner Rathaus möchte hilfsbedürftige und ältere Mitbürger unterstützen und richtet dafür ab Donnerstag (19. März) eine Telefonhotline ein. Dort werden betroffene Bürger bei Erledigungen und Einkäufen unterstützt, die die Grundversorgung betreffen, und die Anfragen koordiniert. Von Montag bis Freitag, 8 bis 12 Uhr, ist ein Mitarbeiter des Rathauses für Anliegen unter der Nummer 0151/17936203 erreichbar.

"Dort können sich Personen melden, die aufgrund der aktuellen Ereignisse rund um das Coronavirus ihre Erledigungen, die die Grundversorgung betreffen, nicht mehr selbst durchführen können", erklärt Sprecherin Cornelia Weber. "Der Service betrifft insbesondere Einkäufe und die Abholung von Medikamenten und wird von engagierten Mitarbeitern der gemeindlichen Kindertagesstätten durchgeführt. Die Gemeinde stellt dafür ein Fahrzeug aus dem Fuhrpark bereit."

Zudem bieten auch viele Holzkirchner Einzelhändler, Apotheken und Supermärkte für ihre Kunden aktuell Lieferservice an.

Kirchengemeinde Tegernsee, Rottach-Egern und Kreuth trotzt Corona-Krise

"Auch in schwierigen Zeiten ist die evangelische Kirchengemeinde Tegernsee, Rottach-Egern und Kreuth für die Menschen da", teilt Pfarrer Martin Weber mit. "Es werden alle Möglichkeiten genutzt, um in Kontakt zu bleiben und zur Seite zu stehen."

  • Die evangelischen Kirchen in Tegernsee, Rottach-Egern und Kreuth sind 24 Stunden geöffnet und können unter Beachtung der üblichen Hygieneregeln jederzeit zu Besinnung und Gebet genutzt werden.
  • Als Ersatz für die Sonntagsgottesdienste wird jede Woche ein Video mit einer etwa 15-minütigen Andacht und der aktuellen Predigt auf der Internetseite unter www.tegernsee-evangelisch.de eingestellt. In den Kirchen selbst werden diese Andachten immer am Samstag und Sonntag von 10 bis 15 Uhr als Dauerschleife zu hören sein, sodass man auch ohne Internet in der Kirche teilhaben kann.
  • Auf Anfrage wird auch der aktuelle Predigttext per Post oder Mail zugesandt, Kontakt über Telefon 08022/4430 und per E-Mail an pfarramt.tegernsee@elkb.de.
  • Für Gespräche – persönlich oder telefonisch – steht Pfarrer Weber auch weiterhin zur Verfügung. Wenn er unter Telefon 08022/4713 nicht sofort erreichbar ist, bitte eine Nachricht aufsprechen.
  • Sollten praktische Hilfen beim Einkaufen benötigt werden, bitte bei der Nachbarschaftshilfe unter Telefon 08022/706563 melden. Der Einkaufsdienst wurde erweitert.

Update, 14.05 Uhr: Mitarbeiter im Krankenhaus mit dringendem Appell

Die Mitarbeiter aus drei Teams der Bereiche Aufwachraum, Station 9 und Intensiv halten momentan die Stellung im Krankenhaus Agatharied und richten derzeit einen dringenden Appell an alle Bürger und Besucher des Landkreises Miesbach: Wer kann, soll zu Hause bleiben!

Mit der Aktion „#Wir bleiben für Sie hier #Bleiben Sie für uns zu Hause“ stimmen die Mitarbeiter in den Aufruf an die Bevölkerung ein, zum eigenen Schutz, zum Schutz geschwächter Mitbürger und zum Schutz derer, die für die Gesundheit aller momentan im Dienst sind, zu Hause zu bleiben.

"Aus gegebenem Anlass weisen wir nochmals auf das durch den Freistaat Bayern verhängte Besuchsverbot hin", teilt Sprecherin Melanie Neumayr vom Krankenhaus Agatharied mit. "Das bedeutet, dass Besuche im Krankenhaus nur in Ausnahmefällen gestattet sind." Solche Ausnahmen sind lediglich Väter, die ihren Nachwuchs besuchen wollen, die engsten Angehörigen sterbender Patienten sowie notwendige Besucher dementer Patienten.

Update, 12.45 Uhr: Bergzeit reagiert auf Corona-Krise

Auch das Team des Bergsport-Spezialisten Bergzeit mit Sitz in Otterfing reagiert auf die vorherrschende Corona-Krise. Das Unternehmen hat dazu folgende Maßnahmen ergriffen:

  • Die beiden Filialen in Großhartpenning und Gmund sind vorübergehend geschlossen und alle dort geplanten Veranstaltungen bis auf Weiteres abgesagt sowie alle Reisen und Touren von Bergzeit-Erlebnis bis einschließlich 30. April storniert.
  • Auch am Hauptsitz in Otterfing wurden Sicherheitsvorkehrungen getroffen, um das Verbreiten des Coronavirus bestmöglich einzudämmen: Die Verwaltungsmitarbeiter arbeiten bereits seit vergangener Woche im Homeoffice. Alle Besprechungen intern sowie auch mit externen Partnern finden virtuell statt.
  • Damit die Logistik weiterhin funktioniert und trotz der äußeren Umstände zuverlässig an Kunden geliefert werden kann, ist die Logistik so organisiert, dass in kleinen Gruppen im Mehrschichtsystem gearbeitet wird.
  • Zudem ist die Rückgabefrist auf 100 Tage verlängert, um die Notwendigkeit schneller Rücksendungen zu vermeiden.

Weitere Informationen gibt es unter www.bergzeit.de/bergzeitdaheim.

Update, 10.50 Uhr: Staatsministerium gibt steuerliche Soforthilfen

„Schnelle und möglichst unbürokratische Hilfen für unmittelbar Betroffene sind das Gebot der Stunde“, erklärt Finanz- und Heimatminister Albert Füracker. „Dies gilt auch für den Bereich der Steuern.“ Daher hat er mit sofortiger Wirkung folgende Maßnahmen in Kraft gesetzt:

Fällige Steuerzahlungen werden – soweit diese aufgrund der wirtschaftlichen Folgen der Pandemie nicht geleistet werden können – auf Antrag befristet zinsfrei gestundet. In solchen Fällen können die Betroffenen bis zum 31. Dezember 2020 entsprechende Anträge stellen. Dies betrifft die Einkommen- und Körperschaftssteuer sowie die Umsatzsteuer. Daneben kann auf Antrag die Höhe der Vorauszahlungen angepasst werden. Dafür werden vereinfachte Formblätter zum Beantragen von Steuererleichterungen zum Download auf den Seiten der Steuerverwaltung bereitgestellt.

Bei unmittelbarer Betroffenheit will der Freistaat zudem grundsätzlich bis zum Ende des Jahres von Vollstreckungsmaßnahmen absehen. Dabei wird auch auf gesetzlich anfallende Säumniszuschläge in dieser Zeit verzichtet werden.

Soweit daneben pandemiebedingt Probleme bestehen, Steuererklärungen fristgerecht abzugeben, wird auch hier geholfen „Die bayerischen Finanzämter werden mit Anträgen auf Fristverlängerungen wegen Corona großzügig und möglichst unbürokratisch verfahren“, teilt Albert Füracker mit.

Betroffene können sich wegen der für sie im Einzelfall in Betracht kommenden Hilfsmaßnahmen schriftlich, telefonisch oder per E-Mail umgehend mit ihrem zuständigen Finanzamt in Verbindung setzen. Auf diesem Wege können auch persönliche Termine vereinbart werden. Die Servicezentren der Finanzämter sind vorübergehend geschlossen.

Update, 9.25 Uhr: Zusätzliche Rufnummern bei Agentur für Arbeit und Jobcenter

Die Agentur für Arbeit Rosenheim mit ihrer Hauptagentur in Rosenheim sowie den Geschäftsstellen in Holzkirchen, Bad Tölz und Wolfratshausen sowie die Jobcenter Stadt und Landkreis Rosenheim und Bad Tölz-Wolfratshausen erfahren aktuell aufgrund der Schließung der Häuser ein verstärktes Anrufaufkommen. Es sind zahlreiche Rufnummern vorhanden und weitere eingerichtet worden, um dieser verstärkten Nachfrage gerecht zu werden. Hier ein Überblick:

Für Arbeitnehmer:

  • Agentur für Arbeit Rosenheim und Holzkirchen: 08031/202555
  • Agentur für Arbeit Bad Tölz und Wolfratshausen: 08041/7854555

Für Kunden der Arbeitsagentur zusätzlich die kostenlose Servicenummer 0800/4555500.

  • Jobcenter Stadt Rosenheim: 08031/40894333 und 08031/408940
  • Jobcenter Landkreis Rosenheim: 08031/9015200 und 08031/90150
  • Jobcenter Bad Tölz-Wolfratshausen: 08041/7854777

Arbeitgeber

erreichen die Agentur für Arbeit unter der kostenlosen Servicenummer 0800/4555520, die nun auch personell verstärkt worden ist.

"Sollten Sie uns aktuell telefonisch nicht erreichen können, bitten wir dies zu entschuldigen", teilt Sprecherin Silke Stichaner von der Agentur für Arbeit Rosenheim mit. "Wir sind nach allen Kräften darum bemüht, die Erreichbarkeit sicherzustellen."

Über zahlreiche Anliegen wie Arbeitslosengeld I und Arbeitslosengeld II oder Kurzarbeitergeld kann man sich auch jederzeit bequem online unter www.arbeitsagentur.de informieren. Auch Anträge stehen dort zur Verfügung.

Update, 19. März, 7.45 Uhr: Landratsamt bestätigt 44 Infizierte

Die Zahl der mit dem Coronavirus Infizierten im Landkreis Miesbach ist im Vergleich zum Vortag leicht gestiegen von 40 auf 44 Personen, teilt Sprecherin Sophie-Marie Stadler vom Landratsamt mit. "In den nächsten Tagen ist mit einem sprunghaften Anstieg der Zahlen zu rechnen, da zahlreiche Abstrichergebnisse von den überlasteten Laboren noch ausstehen."

Unterdessen schränkt die Allgemeinverfügung des Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege seit Mittwoch (18. März) das öffentliche Leben auch im Landkreis Miesbach stark ein. "Da die Allgemeinverfügung in vielen Punkten nicht abschließend ist, erreichen das Landratsamt weiterhin sehr viele Anrufe besorgter oder erzürnter Bürger", heißt es. "Die Ausnahmesituation ist für alle derzeit sehr ungewiss: Arbeitgeber sorgen sich ums wirtschaftliche Überleben, Arbeitnehmer befürchten Arbeitslosigkeit und Kurzarbeit." Die Mitarbeiter des Landratsamtes können jedoch nur begrenzt weiterhelfen, weil andere Behörden zuständig sind. Als Serviceleistung hat das Landratsamt auf seiner Homepage alle Seiten und Ansprechpartner zusammengefasst.

Trotz der schmerzhaften Einschränkungen bittet die Koordinierungsgruppe Corona unter der Leitung von Landrat Wolfgang Rzehak darum, die Regeln streng zu befolgen. „Nur so bekommen wir die Lage schnell in den Griff“, sagt der Landrat. „Auch wenn die Einschränkungen kurzfristig allen sehr weh tun, sind sie unsere einzige Chance. Wir halten zusammen!“

Zum Schutz aller werden die Vorschriften der Allgemeinverfügung streng umgesetzt. Die Polizei hat am Mittwoch bereits erste Kontrollen durchgeführt. Die Gemeinden werden angehalten, die gemeindeeigenen Einrichtungen ebenfalls zu kontrollieren. Verstöße gegen die Allgemeinverfügung können mit Bußgeldern geahndet werden.

Zudem werden im Landratsamt ab Donnerstag (19. März) alle Bereiche für Publikumsverkehr geschlossen also auch die Zulassungs- und Führerscheinstelle sowie die Kundencenter der Fachbereiche Arbeit und Soziales sowie Ausländer- und Asylangelegenheiten, ebenso wie der Bürgerservice. Alle Fachbereiche stehen telefonisch, elektronisch oder postalisch weiter für Beratungen zur Verfügung. Für die Zulassungs- und Führerscheinstelle ist ein Notschalter eingerichtet, an dem Dienstleistungen erbracht werden, die zur Aufrechterhaltung der Infrastruktur unbedingt notwendig sind. Zum Beispiel wenn ein Krankenwagen oder ein Lebensmitteltransporter zugelassen sowie eine Lkw-Fahrerlaubnis für Berufskraftfahrer verlängert werden müssen. Zuvor muss ein Termin für die Zulassungsstelle unter Telefon 08025/7042320 oder per E-Mail anzulassung@lra-mb.bayern.de sowie für die Führerscheinstelle unter Telefon 08025/7042330 oder per E-Mail an fahrerlaubnis@lra-mb.bayern.de vereinbart werden.

Update, 15.25 Uhr: Angebot an Einkaufshilfen wird erweitert

Der Vorsitzende der Nachbarschaftshilfe Tegernseer Tal, Pfarrer Martin Weber, teilt mit, dass der Verein das Angebot für Einkaufsfahrten ausbaut. Anlässlich der Corona-Krise stellt die Nachbarschaftshilfe im Tegernseer Tal ihre Hilfe um.

Falls jemand Einkäufe benötigt, kann dieser unbürokratisch bei der Leiterin und deren Einsatzleitung unter Telefon 08022/706563 anrufen und eine Liste der gewünschten Artikel durchgeben. Die Einkäufe werden dann von den Helfern vor die Tür gebracht. Die genauen Modalitäten werden telefonisch besprochen. Diese unbürokratische und schnelle Hilfestellung bei Einkäufen wird möglich, weil andere Hilfsangebote wie Besuche bei älteren und kranken Menschen erst einmal eingestellt werden.

Update, 14.50 Uhr: Tüv setzt Fahrerlaubnisprüfungen aus

Nach intensiven Beratungen mit den zuständigen Ministerien setzt Tüv Süd seinen Fahrerlaubnisbetrieb in Bayern und Baden-Württemberg aus. Das heißt, bis zum 19. April wird es keine Theorie- und Praxisprüfungen geben. „Wir alle haben derzeit die Verpflichtung, der Verbreitung des Coronavirus soweit wie möglich Einhalt zu gebieten. Mit der vorübergehenden Aussetzung der Fahrerlaubnisprüfung leisten wir unseren Beitrag zu unser aller Schutz und kommen damit der Fürsorgepflicht für die Fahrerlaubnisbewerber und unsere Mitarbeiter nach“, sagt Jürgen Wolz, Chief Operating Officer der Tüv Süd Auto Service GmbH.

Bereits vereinbarte Prüfungstermine werden abgesagt. Mit den beteiligten Fahrschulen wird dazu Kontakt aufgenommen. Den Bewerbern werden die gezahlten Gebühren angerechnet und keinerlei Stornokosten berechnet. Eine Notfallversorgung wird es weiter geben mit Prüfungen für Bewerber, die dringend eine Fahrerlaubnis benötigen, um die öffentliche Ordnung sicherzustellen. Dies betrifft unter anderem Feuerwehr, THW, Polizei und Rotes Kreuz.

Vivo und Caritas mit Einschränkungen

Unterdessen informiert das Vivo-Kommunalunternehmen, dass die Sammelaktion "Gebraucht & Gut", die für Mai und Juni geplant war, wegen der Corona-Pandemie verschoben wird. Derzeit steht noch kein neuer Termin fest. Es wird zeitnah informiert, wenn dieser festgelegt wird.

Auch das Caritas-Zentrum in Miesbach schließt vorübergehend. "Wir bitten um Verständnis, dass aufgrund der Corona-Krise persönliche Beratungen auf das Nötigste reduziert werden", heißt es. "Die einzelnen Fachdienste sind weiterhin telefonisch und per E-Mail erreichbar." Vereinbarte Termine werden überwiegend telefonisch stattfinden. Weitere Informationen gibt es unter www.caritas-miesbach.de sowie per Telefon 08025/28060 und E-Mail an caritas-miesbach@caritasmuenchen.de.

Update, 14.05 Uhr: Persönliche Energieberatung fällt aus

Die Verbraucherzentrale Bayern hat bisher auch im Landratsamt Miesbach eine persönliche Energieberatung angeboten. Diese fällt nun aus – voraussichtlich bis zum 20. April, teilt Sprecher Birger Nemitz mit. "Ratsuchende, die bereits einen persönlichen Termin vereinbart haben, werden kontaktiert, um Alternativen über andere Beratungswege zu finden", heißt es. Die kostenlose Telefonberatung wurde verstärkt und ist unter der Nummer 0800/809802400 von Montag bis Donnerstag, 8 bis 18 Uhr, und Freitag, 8 bis 16 Uhr, besetzt. Die Online-Energieberatung ist ebenfalls kostenlos und erreichbar unter www.verbraucherzentrale-energieberatung.de.

Zusätzlich bietet die Energieberatung der Verbraucherzentrale kostenlose Online-Vorträge an. Die nächsten Termine sind:

  • 24. März, 18 bis 19 Uhr: Solarwärmeanlagen: Steck die Sonne ein! Solarstrom von Balkon und Terrasse.
  • 24. März, 18.30 bis 19.30 Uhr: Stromanbieterwechsel – so geht’s.
  • 30. April, 17.30 bis 18.15 Uhr: Aktuelle Fördermittel fürs Haus (insbesondere Heizungstausch, energetische Sanierung).

Die Anmeldung ist möglich unter verbraucherzentrale-energieberatung.de/veranstaltungen. Die Bundesförderung für Energieberatung der Verbraucherzentrale erfolgt durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie.

Update, 12.15 Uhr: Neue Regeln im Medical-Park Bad Wiessee

Im Kampf gegen das neuartige Coronavirus ergreift auch die Medical-Park-Klinikgruppe umfassende Maßnahmen, um Patienten und Mitarbeitende bestmöglich zu schützen und somit den Versorgungsauftrag für die Stabilität des Gesundheitswesens zu sichern. Dazu gehören unter anderem folgende Regelungen:

  • Alle Patienten werden vor ihrer Anreise telefonisch kontaktiert, um zum Beispiel den Aufenthalt in einem Risikogebiet oder den Kontakt mit einer (potenziell) infizierten Person auszuschließen.
  • Bis auf Weiteres haben nur Patienten Zutritt zu den Medical-Park-Einrichtungen. Diese werden gebeten, das Klinikgelände nach Möglichkeit nicht zu verlassen.
  • Therapien werden möglichst in der Gruppe angeboten. Dabei wird auf einen großen Abstand der Teilnehmer untereinander geachtet. Bei schönem Wetter können sich die Patienten als willkommene Abwechslung auf Therapien im Außengelände freuen.
  • Angeleitete Bewegungsangebote im Schwimmbad werden mit der gebotenen Distanz der Teilnehmer durchgeführt.
  • Im Restaurant und in den Cafés wurden die Sitzabstände vergrößert sowie das Serviceangebot am Platz erweitert.
  • Alle Patienten wurden ausführlich über geeignete Hygiene-Maßnahmen wie Händewaschen, Husten- und Niesetikette sowie den Verzicht auf Händeschütteln aufgeklärt.
  • Die Mitarbeiter-Teams achten auf kurze Meetings mit ausreichender Distanz.
Auch für den Medical-Park St. Hubertus in Bad Wiessee gelten in Zeiten des Coronavirus besondere Regeln.

Ziel der Maßnahmen ist es, zum einen den reibungslosen medizinisch-therapeutischen Betrieb innerhalb der Häuser zu gewährleisten und zum anderen die Ansteckungsgefahr von außen zu minimieren. „Alle Medical-Park-Einrichtungen sind umfassend auf einen solchen Fall vorbereitet. Wir kommen vollumfänglich und mit vereinten Kräften unserem Versorgungsauftrag nach, den wir insbesondere auch gegenüber unseren schwer betroffenen neurologischen Patienten haben“, sagt Ulf Ludwig, CEO der Medical-Park-Gruppe.

Chefarzt Christian Firschke ergänzt: „Unsere oberste Maxime ist es, besonnen auf diese besondere Situation zu reagieren. Das machen unsere Mitarbeitenden vorbildlich. Mit unseren Krisenplänen folgen wir den Leitlinien der Politik und der führenden Virologen, nach denen die Eindämmung des Virus höchste Priorität hat.“

Update, 10.10 Uhr: Aktuelles zur Mehrfachantragstellung 2020

Aufgrund der aktuellen Lage weist das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) Holzkirchen darauf hin, dass die Antragsteller zur Mehrfachantragstellung nicht zwingend persönlich in der Förderabteilung vorsprechen müssen. Ebenso möglich ist die telefonische Beratung beim persönlichen Berater. Das Amt bittet diese Möglichkeit verstärkt zu nutzen, um mitzuhelfen, die Ausbreitung des Coranavirus zu verlangsamen.

"Wie auch schon in den vergangenen Jahren steht ihnen zusätzlich die Hotline unter Telefon 08024/460393333 bei der Erfassung Ihres Mehrfachantrags während der normalen Dienstzeiten zur Verfügung", heißt es.

Update, 8.40 Uhr: Weyarn sagt Trauungen und Sitzungen ab

"Neben der vorübergehenden Schließung der Rathäuser für den Publikumsverkehr und Absagen von Sitzungen werden vorerst auch Trauungen nicht mehr stattfinden", berichtet Bürgermeister Leonhard Wöhr. "In besonders gelagerten Fällen kann eine Trauung nur vollzogen werden, wenn ausschließlich das Brautpaar anwesend ist." Zudem sind alle Ausschusssitzungen des Gemeinderates im März abgesagt. Ob auch reguläre Sitzungstermine des Gemeinderates im April verschoben werden, werde rechtzeitig entschieden.

Auch die Gemeindebücherei Holzkirchen wird wegen der aktuellen Lage voraussichtlich bis zum 20. April geschlossen bleiben, teilt Monika Hollweck-Kraus mit. "Medien, die in dieser Schließungszeit ablaufen sollten, werden bis nach den Osterferien verlängert", heißt es. "Für Medien, deren Leihfrist abgelaufen war, wird es keine zusätzlichen Mahngebühren geben, sie werden aber auch nicht verlängert und bleiben überfällig." Wer Medien zurückgeben möchte, kann die Rückgabebox der Bücherei nutzen, die täglich kontrolliert wird. Wer neuen Lesestoff braucht, kann sich an einer Kiste mit Flohmarktbüchern bedienen, die vor dem Haus steht und jeden Tag aufgefüllt wird. Zudem weist die Bücherei auf das digitale Angebot der Onleihe hin. Nähere Infos unter gb-holzkirchen.lmscloud.net.

Update, 18. März, 7.30 Uhr: Zahl der Corona-Fälle stabil

Mittlerweile gibt es 40 Personen im Landkreis Miesbach, die offiziell mit dem Coronavirus infiziert sind. Darüber hat das Landratsamt am Dienstag berichtet. Weit über 100 Kontaktpersonen sind ermittelt worden. "Die Stagnation der Zahlen bedeutet allerdings nicht, dass sich nicht weitere Bürger infiziert hätten", heißt es weiter. Die Labore kommen kaum hinterher angesichts der enormen Zahl der Abstriche. "Seit Samstag hat das Gesundheitsamt keine neuen Befunde vom Labor des Landesamtes für Gesundheit erhalten", heißt es. "Es ist also davon auszugehen, dass die Zahl der Infizierten im Landkreis Miesbach in den nächsten Tagen sprunghaft ansteigt, wenn die ausstehenden Laborergebnisse eintreffen."

Die Koordinierungsgruppe Corona tagt mittlerweile jeden Tag. „Wir machen alles, damit wir vorbereitet sind, wenn sich die Lage verschärft“, erklärt Landrat Wolfgang Rzehak. „Ich möchte mich ausdrücklich bei meinen Mitarbeitern und allen, die helfen, diese Krise zu bewältigen, bedanken. Im Landkreis Miesbach halten wir zusammen!“ Die größte Herausforderung – sowohl für die Koordinierungsgruppe als wahrscheinlich auch für die Bürger –  sei die Allgemeinverfügung des Gesundheitsministeriums zu Veranstaltungsverboten und Betriebsuntersagungen anlässlich der Corona-Pandemie.

So haben seit Mittwoch (18. März) denn auch fast alle Geschäfte der Innenstadt geschlossen. Vorerst bis Ende März, also zirka zwei Wochen, soll dieser Zustand anhalten, um der Situation mit dem Coronavirus Herr zu werden. Wie es im April weitergeht, muss sich zeigen. Fest steht bereits jetzt, dass Schulen und Kindergärten bis nach den Osterferien geschlossen bleiben.

Update, 14.55 Uhr: Weitere Gemeinden machen dicht

"Die Gemeinde Weyarn ist mittlerweile ebenfalls von Corona-Fällen betroffen", teilt Bürgermeister Leonhard Wöhr mit. "Es gilt, weitere Anstrengungen zu unternehmen, um die weitere Ausbreitung der Infektionen zu verlangsamen und die medizinische Versorgung von Erkrankten sicherzustellen." Daher wird darum gebeten, derzeit auf persönliche Vorsprachen im Rathaus weitestgehend zu verzichten, um den öffentlichen Dienst aufrecht erhalten zu können.

"Der Erhalt der Einsatzfähigkeit der Feuerwehren ist essenziell", erläutert der Bürgermeister weiter. "Die Kontakte im Feuerwehrhaus sollen sich auf die notwendigen Einsatztätigkeiten beschränken. Die Kommandanten haben bereits entsprechende Anweisungen erlassen." Auch die Gemeindebücherei bleibt vorläufig bis zum 24. April geschlossen. Die im Mai geplante Reise nach Italien zur Partnergemeinde Terre del Reno wird verschoben. Die gemeindlichen Seniorenveranstaltungen im Bürgergewölbe werden ausgesetzt, die Leistungen der Nachbarschaftshilfe weiter angeboten.

"Sollten Sie erkrankt sein oder das Haus aus anderen Gründen nicht verlassen können oder wollen, gibt es ein ehrenamtliches Angebot, Einkäufe zu erledigen und an Ihre Haustür zu bringen", teilt Leonhard Wöhr mit. "Die Anforderung kann erfolgen bei Gemeinwesenarbeiterin Ute Haury unter Telefon 08020/188725 und der Seniorenbeauftragten Betty Mehrer unter Telefon 08020/295." Freiwillige Helfer für Einkaufsdienste können sich ebenfalls dort melden.

Weiterhin werden der Erste und der Zweite Bürgermeister Geburtstagsbesuche ab dem 80. Geburtstag und zu Ehejubiläen sofort einstellen. Die Jubilare erhalten schriftliche Glückwünsche des Bürgermeisters sowie einen Gutschein der Gemeinde mit der Post.

Coronavirus: Rathaus Bayrischzell geschlossen

Auch das Rathaus in Bayrischzell bleibt ab sofort vorerst bis zum 3. April (Beginn der Osterferien) geschlossen, teilt die Gemeinde mit. Die Ansprechpartner in der Gemeindeverwaltung können von Montag bis Freitag während der üblichen Öffnungszeiten, die Mitarbeiter der Tourist-Info von 8 bis 14 Uhr telefonisch und per E-Mail erreicht werden. Persönliche Vorsprachen sind nur in dringenden Fällen und nach telefonischer Terminvereinbarung möglich. Geschlossen sind auch die Leseräume im Wendelstein-Salettl, die Gemeindebücherei und die Kegelbahnen im Haus des Gastes.

Die Gemeindeverwaltung ist erreichbar unter Telefon 08023/90760, sowie E-Mail an verwaltung@bayrischzell.de und die Tourist-Info unter Telefon 08023/648 sowie E-Mail an tourist-info@bayrischzell.de. Aktuelle Informationen gibt es auch auf der Internetseite gemeinde.bayrischzell.de.

Coronavirus: Rathaus in Kreuth bleibt zu

"Aufgrund der Coronavirus-Epidemie ist im Rathaus Kreuth bis auf weiteres kein Publikumsverkehr mehr möglich", berichtet auch Bürgermeister Josef Bierschneider. Telefonisch sind die Mitarbeiter der Verwaltung weiterhin über die Telefonzentrale 08029/180 oder direkt erreichbar, auch über die Mail-Adresse Rathaus@Kreuth.de.

Update, 11.55 Uhr: Telefonnetz bei Arbeitsagentur und Jobcenter überlastet

Aufgrund des hohen Anrufaufkommens sind die Arbeitsagenturen und Jobcenter derzeit telefonisch nur eingeschränkt erreichbar, teilt Sprecherin Silke Stichaner mit. "Das Telefonnetz unseres Providers ist derzeit überlastet. Wir bitten darum, Anrufe auf Notfälle zu beschränken." Das Anrufaufkommen sei in den vergangenen Tagen auf das Zehnfache des üblichen Niveaus gestiegen.

  • Für alle Termine gilt: Kunden müssen den Termin NICHT absagen. Es gibt keine Nachteile, Rechtsfolgen und Sanktionen.
  • Fristen in Leistungsfragen werden vorerst ausgesetzt. Die Kunden erhalten rechtzeitig eine Nachricht, wenn sich diese Regelungen ändern.
  • Die Arbeitsagenturen und Jobcenter schalten derzeit auch lokale Rufnummern. Diese werden örtlich bekannt gemacht.

Zudem bleibt das Rathaus in Otterfing ebenfalls bis 19. April für Publikumsverkehr geschlossen. Die Ansprechpartner im Rathaus sind während der momentanen Geschäftszeiten (Montag bis Freitag, 8.30 bis 12 Uhr) per E-Mail und telefonisch erreichbar. "Wir bitten darum, wirklich dringende Belange, Fragen und Rückrufanfragen in diesem Zeitraum vorrangig per E-Mail an uns zu richten", heißt es in einer Mitteilung. "Soweit eine persönliche Vorsprache zwingend erforderlich ist, werden nach vorheriger schriftlicher Vereinbarung mit der zuständigen Abteilung persönliche Termine im Rathaus möglich gemacht."

Kontakt ins Rathaus:

  • E-Mail: gemeinde@otterfing.de
  • Telefon: 08024/90630

Auch die evangelisch-lutherische Kirchengemeinde Bad Wiessee sagt bis auf Weiteres alle Gottesdienste ab, teilt Pfarrer Martin Voß mit. Das Gemeindezentrum bleibt weiterhin geschlossen, bereits angekündigte Konzerte und Veranstaltungen fallen ebenfalls aus. Die Friedenskirche ist aber für Stille und Gebet jederzeit geöffnet.

Um direkte Kontakte zu vermeiden und damit die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen, hat sich auch die Verwaltung des Vivo-Kommunalunternehmens im Wertstoffzentrum Warngau dazu entschlossen, persönliche Kundenberatungen auszusetzen. Bis vorläufig 19. April gibt es keine allgemeinen Öffnungszeiten. Davon betroffen ist insbesondere das Service-Büro. Abfallbehälter können telefonisch unter Telefon 08024/903850 oder auf dem elektronischen Weg an info@vivowarngau.de an- oder umgemeldet werden. In begründeten Einzelfällen bleibt die Möglichkeit bestehen, Besuche telefonisch oder per E-Mail zu vereinbaren.

Aufgrund der aktuellen Lage findet des Weiteren der monatliche Infoabend zur Geburtsvorbereitung im Krankenhaus Agatharied zunächst nicht statt. "Wir werden Sie informieren, sobald die Veranstaltung wieder aufgenommen werden kann", berichtet Melanie Neumayr, Referentin Unternehmenskommunikation im Krankenhaus Agatharied.

Update, 10.50 Uhr: 

Die Tegernseer Tal Tourismus GmbH (TTT) hat für Gastgeber wie Gäste alles Wichtige tagesaktuell auf der folgenden Seite zusammengetragen: www.tegernsee.com/coronavirus. "Unter Aktuelles finden Sie die neuesten Informationen des bayerischen Staatsministeriums", erklärt Thomas Baumgartner von der TTT. "Bitte beachten Sie darüber hinaus auch, das durch die Deutsche Zentrale für Tourismus (DZT) veröffentlichte Merkblatt Stornierung im Krisenfall."

Zu beachten für Übernachtungs- und Gastronomiebetriebe ist Folgendes:

„Untersagt werden Gastronomiebetriebe jeder Art. Ausgenommen hiervon sind in der Zeit von 6 bis 15 Uhr Betriebskantinen sowie Speiselokale und Betriebe, in denen überwiegend Speisen zum Verzehr an Ort und Stelle abgegeben werden. Ausgenommen sind zudem die Abgabe von Speisen zum Mitnehmen beziehungsweise die Auslieferung; dies ist jederzeit zulässig. Es muss sichergestellt sein, dass der Abstand zwischen den Gästen mindestens anderthalb Meter beträgt und dass sich in den Räumen nicht mehr als 30 Personen aufhalten. Weiter ausgenommen sind Hotels, soweit ausschließlich Übernachtungsgäste bewirtet werden. Dies gilt ab 18. März bis einschließlich 30. März.“

Wichtiger Hinweis zu allen Tourist-Informationen rund um den Tegernsee:

Alle Tourist-Informationen werden ab Dienstag (17. März) bis einschließlich 19. April für den Publikumsverkehr geschlossen, sind dafür jedoch telefonisch als auch per Mail länger erreichbar. Persönliche Termine vor Ort zu den Telefondienstzeiten sind nach vorheriger Absprache selbstverständlich möglich. Die Telefonzeiten werden wie folgt erweitert: Montag bis Freitag, 8 bis 18 Uhr, Samstag, 9 bis 13 Uhr. Persönliche Termine in der Zentrale sind nach vorheriger Absprache ebenfalls möglich, die Telefonzeiten bleiben wie gewohnt bestehen.

Zudem bleibt das Markus-Wasmeier-Freilichtmuseum in Schliersee vorerst geschlossen. Geplant ist derzeit, die Saisoneröffnung auf den 21. April zu verschieben. „Ich sehe es aufgrund der derzeitigen Situation als absolut richtige Maßnahme, das öffentliche Leben und alle Sozialkontakte auf ein Mindestmaß zu reduzieren. Jetzt ist es angebracht Solidarität zu zeigen und niemanden unnötig zu gefährden“, erklärt Markus Wasmeier.

Update, 8.05 Uhr: Agentur für Arbeit und Jobcenter schließen

Um in der Corona-Krise persönliche Kontakte auf ein minimales Maß zu reduzieren, bleiben die Agentur für Arbeit Rosenheim mit der Hauptagentur in Rosenheim sowie den Geschäftsstellen in Holzkirchen, Bad Tölz und Wolfratshausen sowie die Jobcenter für Stadt und Landkreis Rosenheim und Bad Tölz-Wolfratshausen ab Mittwoch (18. März) für Publikumsverkehr geschlossen, teilt Sprecherin Silke Stichaner mit.

Die Mitarbeiter der Jobcenter und Arbeitsagenturen sind weiter für die Kunden da, Telefon- und Online-Zugang werden intensiviert und ausgebaut, persönliche Kontakte reduziert. Bei Anliegen gegenüber der Agentur für Arbeit können Arbeitnehmer die kostenlose Servicenummer 0800/4555500 und Arbeitgeber die 0800/4555520 nutzen. Für Fragen rund um Kindergeld und -zuschlag gibt es die kostenlose Servicenummer 0800/4555530. Die Agentur für Arbeit in Rosenheim und Holzkirchen ist zudem unter Telefon 08031/202555 zu erreichen.

"Um in der aktuellen Lage die wichtigsten Dienstleistungen erbringen zu können, konzentrieren sich die Arbeitsagenturen und Jobcenter auf die Bearbeitung und Bewilligung von Geldleistungen", heißt es weiter.

Folgendes ist zu beachten:

  1. Persönliche Vorsprachen: Eine Arbeitslosmeldung kann auch telefonisch erfolgen, ein Antrag auf Grundsicherung formlos in den Hausbriefkasten der Dienststelle eingeworfen werden. Alle persönlichen Gesprächstermine entfallen ohne Rechtsfolgen und müssen dafür nicht extra abgesagt werden. Anträge können formlos per Mail oder über die eServices unter www.arbeitsagentur.de/eServices gestellt oder in den Hausbriefkasten eingeworfen werden. Es entstehen keine Nachteile, wenn jemand nicht persönlich vorspricht.
  2. Anliegen telefonisch klären: Die persönliche Vorsprache bei Arbeitslosmeldung in den Arbeitsagenturen entfällt vorläufig. Die Meldungen können telefonisch vorgenommen werden. Auch andere Formulare gibt es Online wie Anträge auf Arbeitslosengeld I unter den eServices und Weiterbewilligungsanträge für die Grundsicherung unter www.arbeitsagentur.de/arbeitslos-arbeit-finden/arbeitslosengeld-2. "Da wir unsere telefonischen Kapazitäten aufgrund des erwarteten sehr hohen Anrufaufkommens auch technisch verstärken müssen und dies einige Tage in Anspruch nehmen wird, kann unsere Erreichbarkeit vereinzelt eingeschränkt sein", heißt es weiter.
  3. Keine finanziellen Nachteile, die Leistungsgewährung wird sichergestellt: Wenn jetzt Termine entfallen oder persönlicher Kontakt nicht möglich ist, entstehen für Kunden keine finanziellen Nachteile. "Wir agieren so gut es geht in diesen schwierigen Zeiten unbürokratisch und flexibel, sodass die Versorgung aller Menschen sichergestellt ist, die auf die Geldleistungen von Jobcenter oder Arbeitsagentur angewiesen sind", heißt es zudem. Dies gelte auch für das Auszahlen von Kindergeld und -zuschlag. "Unsere Arbeitsfähigkeit ist sichergestellt", erklärt Sprecherin Silke Stichaner. "Die sichere Auszahlung von Geldleistungen hat für uns oberste Priorität."

Update, 17. März, 7.10 Uhr: Rathaus Holzkirchen bleibt geschlossen

Auch das Rathaus in Holzkirchen bleibt für den Publikumsverkehr ab sofort bis zum Beginn der Osterferien (bis einschließlich Freitag, 3. April) geschlossen, wie Cornelia Weber vom Bereich Öffentlichkeitsarbeit mitteilt. Die Ansprechpartner im Rathaus sind während der Öffnungszeiten per E-Mail beziehungsweise telefonisch erreichbar. Die Sitzungen des Marktgemeinderats am Dienstag (17. März) und Donnerstag (19. März) sind abgesagt.

"In begründeten Fällen und soweit eine persönliche Vorsprache zwingend erforderlich ist, werden nach vorheriger schriftlicher Vereinbarung mit der zuständigen Abteilung persönliche Termine im Rathaus möglich gemacht", heißt es. "Eine Übersicht der Ansprechpartner im Rathaus mit den jeweiligen Kontaktdaten ist auf der Webseite der Gemeindeverwaltung unter www.holzkirchen.de/mitarbeiter zu finden." Bei allgemeinen Fragen oder Unklarheiten zur Zuständigkeit ist das Rathaus innerhalb der Öffnungszeiten unter der zentralen Rufnummer 08024/6420 erreichbar.

„Die aktuellen Entwicklungen zeigen, dass wir als kommunalpolitische Entscheidungsträger mit Vorbildfunktion auch alles tun müssen, um die Ausbreitung des Coronavirus so gut wie möglich einzudämmen", erklärt Bürgermeister Olaf von Löwis. "Dabei muss die Bedeutung der in den Sitzungen zu behandelnden Tagesordnungspunkte in den Hintergrund treten.“ Wann die Sitzungen nachgeholt werden, kann zum jetzigen Zeitpunkt nicht abgeschätzt werden.

Update, 15.10 Uhr: Polizei informiert zu Coronavirus

Um Infektionsrisiken in Bezug auf das Coronavirus zu vermindern, bittet die Polizei im südlichen Oberbayern alle Bürger, die folgenden Hinweise zu beachten:

  • Wenn Sie eine Polizeidienststelle aufsuchen, folgen Sie bitte den Anweisungen, die Ihnen an der Sprechanlage mitgeteilt werden.
  • Der Polizeinotruf 110 ist selbstverständlich nach wie vor rund um die Uhr ohne Einschränkungen für Sie erreichbar.
  • Wenn Sie den Polizeinotruf 110 oder den Notruf 112 wählen und selbst durch das Coronavirus erkrankt sind oder Kontakt zu einem bestätigten Infektionsfall hatten, bitten wir Sie, diese wichtige Information gleich bei ihrem Anruf mitzuteilen. Informieren Sie bitte auch mögliche Zeugen, andere Personen vor Ort und zusätzlich nochmals die ankommenden Polizeibeamten, damit der Einsatzablauf im Einzelfall an ein erhöhtes Infektionsrisiko angepasst werden kann.
  • Sollten Sie eine der folgenden Straftaten anzeigen wollen, nutzen Sie bitte die Möglichkeit der Online-Anzeigenerstattung: Betrug mittels Online-Auktion, Fahrraddiebstahl, Fahrradunterschlagung oder Sachbeschädigung an einem Fahrrad sowie Diebstahl von Teilen an einem Fahrzeug, Diebstahl von Gegenständen aus einem unversperrten Kraftfahrzeug und Sachbeschädigung an einem Kraftfahrzeug. Die Anzeigenerstattung Online erreichen Sie über www.polizei.bayern.de.

"Der Schutz der Bevölkerung steht für die Polizei an erster Stelle", erklärt Sprecher Alexander Huber vom Polizeipräsidium Oberbayern-Süd. "Sie können sich auch in diesen schwierigen Zeiten rund um die Uhr auf Ihre Polizei verlassen."

Update, 14.05 Uhr: Fischbachau will Lieferdienst bereitstellen

Aufgrund der aktuellen Corona-Entwicklung gibt die Gemeinde Fischbachau folgendes bekannt:

  • Die Gemeinde ist zunächst bis einschließlich Sonntag, 22. März, geschlossen. Alle Ämter sind besetzt und können telefonisch oder über E-Mail erreicht werden. Nur in dringenden Notfällen können persönliche Termine vereinbart werden.
  • "Wir konnten eine Reihe von Unternehmen gewinnen, auf telefonischen Auftrag hin Lieferungen bereitzustellen", teilt Bürgermeister Josef Lechner mit. Die Gemeinde möchte unter Nutzung des eigenen E-Mobils einen Lieferservice anbieten. Ebenso einen Service für dringliche Besorgungen. "Um diesen Service anbieten zu können, benötigen wir freiwillige Bürger, die diese Fahrten mit unserem E-Bus übernehmen." Je mehr sich unter Telefon 08028/90660 melden, desto geringer wird die Belastung für den Einzelnen ausfallen.
  • Es bleiben bis Ende April alle Veranstaltungen in gemeindlichen Räumen untersagt. "Veranstaltungen außerhalb der Gemeinde bitten wir ebenfalls dringend nicht abzuhalten", sagt der Bürgermeister.
  • Für Rückfragen steht neben der Hotline des Landratsamtes unter Telefon 08025/7044444 in gemeindlichen Angelegenheiten die Hotline der Gemeinde unter /90660 zur Verfügung.
  • "Es besteht kein Grund zur Panik", erklärt Bürgermeister Lechner. "Alle unsere Maßnahmen dienen der Vorsorge, um die Ausbreitung des Virus so gering und so langsam wie möglich zu halten."

Update, 12.35 Uhr: Kreissparkasse und Verwaltungen schließen

Zum Schutz der Öffentlichkeit und der Mitarbeiter ist Publikumsverkehr bei der Kreissparkasse Miesbach-Tegernsee ab sofort nur noch an den Standorten Miesbach, Holzkirchen, Schliersee und Rottach-Egern möglich. "Alle anderen Filialen bleiben bis vorerst 19. April für den Publikumsverkehr geschlossen", teilt Babette Eberhardt vom Unternehmen mit.

Auch das Landratsamt in Miesbach bittet darum, auf persönliche Vorsprachen zu verzichten. Bis vorläufig zum 19. April gibt es keine allgemeinen Öffnungszeiten des Landratsamtes, teilt Sprecher Birger Nemitz mit. "Bitte kontaktieren Sie uns telefonisch oder elektronisch." Nur für die Zulassungs- und Führerscheinstelle gelten diese Öffnungszeiten:

  • Montag bis Donnerstag, 7.30 bis 12.30 Uhr.
  • Montag und Dienstag, 13.30 bis 15 Uhr.
  • Donnerstag, 13.30 bis 17 Uhr.
  • Freitag, 7.30 bis 11.30 Uhr.

Darüber hinaus bleibe das Kundencenter der Fachbereiche Arbeit und Soziales sowie Ausländer- und Asylangelegenheiten ebenso geöffnet wie der Bürgerservice. Öffnungszeiten: Montag bis Freitag, 7.30 bis 12.30 Uhr und Donnerstag, 13.30 bis 18 Uhr.

Auch das Rathaus Irschenberg hat für den Publikumsverkehr ab sofort bis zu den Osterferien geschlossen, teilt die Verwaltung mit. Bürger können mit den Mitarbeitern telefonisch oder per E-Mail Kontakt aufnehmen. Die Kontaktdaten stehen auf der Homepage der Gemeinde Irschenberg.

Des Weiteren ist auch das Rathaus der Gemeinde Gmund bis zum 19. April für den allgemeinen Besucherverkehr geschlossen. "Es ist wichtig, einen krankheitsbedingten Ausfall der Mitarbeiter zu minimieren, um die Leistungsfähigkeit des öffentlichen Dienstes an sich aufrechtzuerhalten", teilt Geschäftsleiter Florian Ruml mit. Die Gemeinderatssitzung am 17. März, 19 Uhr, finde wie geplant statt.

Mit sofortiger Wirkung verfügt auch der Bürgermeister der Gemeinde Bad Wiessee, Peter Höß, dass das Rathaus bis auf Weiteres für den Publikumsverkehr geschlossen bleibt. Die Kontaktaufnahme zum Rathaus beziehungsweise zu den entsprechenden Mitarbeitern wird in dieser Zeit während der Öffnungszeiten ausschließlich per E-Mail oder Telefon angeboten.

Zudem sagt der Pfarrverband Tegernsee-Egern-Kreuth bis auf Weiteres alle Gottesdienste ab, wie Monsignore Walter Waldschütz berichtet. In Bad Wiessee finden die Sonntagsgottesdienste bis auf Weiteres statt, erklärt Pfarrer Martin Voß. "Alle anderen Veranstaltungen wie Konzerte, Chorproben, Seniorenkreise, Gruppen und Kreise im evangelischen Gemeindehaus Bad Wiessee finden bis auf Weiteres nicht statt."

Update, 16. März, 7.30 Uhr: Söder ruft Katastrophenfall aus 

Ab Montag (16. März) wird sich das Leben im Landkreis Miesbach gravierend ändern: Für die nächsten fünf Wochen bleiben Schulen, Kindertagesstätten und Krippen geschlossen. Zudem gibt es strenge Auflagen für Besuche in Krankenhäusern, Alten- und Pflegeheimen.

Aber das ist noch nicht alles: Ab Dienstag sollen Bars, Kinos und Schwimmbäder geschlossen werden, bevor ab Mittwoch auch ausgewählte Geschäfte dicht machen müssen, wie Ministerpräsident Markus Söder am Sonntagabend angekündigt hat. Lediglich Lebensmittelgeschäfte, Apotheken, Drogeriemärkte, Banken und Tankstellen dürfen geöffnet bleiben, heißt es.

Zudem kündigte Söder an, den Katastrophenfall auszurufen. Dadurch könne zum Beispiel die Bundeswehr mit ihren Krankenhäusern in die Krisenpläne einbezogen werden. Ausgangssperren wie in anderen europäischen Ländern soll es jedoch (vorerst) nicht geben.

Update, 19 Uhr: Deutschland schottet sich ab

Um das weitere Verbreiten des Coronavirus einzudämmen, wird Deutschland laut Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) ab Montagmorgen (16. März) an den Grenzen zu Frankreich, Österreich, Schweiz, Luxemburg und Dänemark wieder Grenzkontrollen an den Innengrenzen einführen. Das hat der 70-Jährige am Sonntagabend erklärt.

Die Bayerische Oberlandbahn teilt aus diesem Anlass mit, dass damit auch kein Zugverkehr nach Salzburg und Kufstein mehr möglich sein wird. Das Bahnunternehmen schreibt: "Wie die Bundesregierung erklärte, sollen ab Montagmorgen die Grenzen zwischen Deutschland und Österreich geschlossen werden. Für die Bayerische Oberlandbahn bedeutet dies, dass die Meridian-Züge mit Beginn des Betriebs am Montag, 16. März, nicht mehr nach Salzburg beziehungsweise Kufstein fahren können. Alle Fahrten enden von Deutschland kommend in Freilassing beziehungsweise Kiefersfelden. Von dort aus wenden die Züge zurück in Richtung München. Aufgrund der Grenzschließung ist auch die Einrichtung eines Schienenersatzverkehrs (SEV) mit Bussen nicht möglich."

Da weitere Einschränkungen im Bahnverkehr in den nächsten Tagen nicht ausgeschlossen werden können, werden Fahrgäste gebeten, sich vor Reiseantritt auf der Website www.meridian-bob-brb.de zu informieren, ob ihre Fahrt stattfindet.

Update, 15. März, 9 Uhr: SMG sagt Ausbildungstour ab

Die Ausbildungstour 2020 der SMG Standortmarketing-Gesellschaft Landkreis Miesbach mbH wird aufgrund des aktuell grassierenden Coronavirus nicht stattfinden. „Über 500 Schüler aus 17 Schulen sollten 70 regionale Betriebe besichtigen und mit der BOB und 15 Bussen quer durch den Landkreis Miesbach fahren. Das Risiko im Falle einer Verbreitung durch einen Beteiligten ist schlicht untragbar“, erklärt Johann Holzinger, Regionalmanager und Verantwortlicher für die Ausbildungstour bei der SMG.

Ein Nachholtermin ist aufgrund der komplexen Planungen und Ressourcen sowie der nicht absehbaren Gesamtentwicklung der Corona-Pandemie nicht möglich, weshalb die Ausbildungstour erst wieder im nächsten Jahr stattfinden wird. Die Entscheidung gegen die Veranstaltung wurde in Absprache mit den teilnehmenden Schulen und Betrieben getroffen und folgt der Empfehlung des Gesundheitsamtes Landkreis Miesbach.

Update, 18 Uhr: Gesundheitsamt veröffentlicht Verhaltensregeln

Die Zahl der Infizierten mit dem Coronavirus steigt weiter: Inzwischen sind 23 Fälle bekannt. Die Zahl der Kontaktpersonen liegt bei mehr als 100. Das Gesundheitsamt geht von einem "erhöhten Infektionsrisiko und einer Ausweitung der Infektionsketten im Landkreis Miesbach aus".

Das Landratsamt veröffentlicht daher Verhaltensregeln:

  • Wer Kontakt mit einem gesicherten Infizierten hatte, soll sich für 14 Tage in häusliche Quarantäne begeben.
  • Wer sich in den vergangenen 14 Tagen in einem vom Robert-Koch-Institut festgelegten Risikogebiet aufgehalten hat, soll ebenfalls für 14 Tage in häuslicher Quarantäne begeben. Eine aktualisierte Liste der Risikogebiete, inzwischen gehört auch Tirol dazu, ist auf der Homepage des Landratsamtes unter www.landkreis-miesbach.de/coronavirus zu finden.
  • Wer Kontakt zu einer Kontaktperson oder zu einem Reiserückkehrer aus den Risikogebieten hatte, soll, falls er Krankheitssymptome entwickelt, telefonisch seinen Hausarzt kontaktieren oder den kassenärztlichen Bereitschaftsdienst unter 116117 anrufen und, falls er keine Krankheitsanzeichen entwickelt, seine sozialen Kontakte auf das unbedingt erforderliche Maß minimieren und sich besonders von älteren Personen, Kranken oder Personen mit geschwächtem Immunsystem fernhalten. Das Gesundheitsamt empfiehlt darüber hinaus dringlichst, Versammlungsstätten wie Kinos, Fitnessstudios, Spielhallen, Bäder oder Saunaeinrichtungen nicht aufzusuchen. 

Neben der Schließung von Schulen und Kitas in Bayern wurden Besuchsrechte für Krankenhäuser, Pflege- und Behinderteneinrichtungen eingeschränkt. Die entsprechenden Allgemeinverfügungen sind auch auf der Homepage des Landratsamtes veröffentlicht.

Update, 16 Uhr: Absagen und Ende der Skisaison

Aufgrund der aktuellen Situation und auf Empfehlung der zuständigen Behörden stellen die Alpen-Plus-Gebiete Brauneck, Wallberg, Spitzingsee und Sudelfeld den Betrieb aller Bahnen und Lifte als Vorsichtsmaßnahme ab Montag, 16. März, vollständig ein. Am Sonntag ist somit der letzte Skitag der Saison. „Auch wenn wir bedauern, die Saison vorzeitig beenden zu müssen, sehen wir unsere Entscheidung als notwendige Vorsichtsmaßnahme zur Eindämmung und Bekämpfung des Coronavirus“, erklärt Peter Lorenz, Sprecher der Alpen-Plus-Partnergebiete.

Normalerweise sollte die Wallbergbahn bereits zu Ostern wieder den Betrieb aufnehmen. Für die Brauneck-Bergbahn in Lenggries und die Taubensteinbahn am Spitzingsee war der Start in die Sommersaison für Mai geplant. Wann der Betrieb tatsächlich wieder aufgenommen werden kann, steht zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht fest. Aktuelle Infos gibt es auf alpenplus.com.

Auch die Kleinkunstbühne Waakirchen hat inzwischen alle ihre Veranstaltungen bis Ende April abgesagt. Im Musik-Café Weyhalla finden vorerst ebenso keine Konzerte und Veranstaltungen statt, bis Ende März ist alles abgesagt.

Update, 14. März, 10.30 Uhr: Gastrogewerbe leidet unter Corona-Sperren

Die allgegenwärtige Situation betrifft auch die Tegernseer Gastro GmbH, zu der Voitlhof, Cafe Gäuwagerl – beide in Rottach-Egern – sowie Siebenhütten in Kreuth gehören. Und diese wollen in dieser betrüblichen Zeit für eine positive Nachricht sorgen. "Wir werden das Ausflugsziel Siebenhütten in Kreuth fast vier Wochen früher als geplant öffnen, denn wir glauben, dass die Menschen gerade jetzt das Bedürfnis haben, sich an frischer Luft und in freier Natur zu bewegen und dabei nicht ganz auf angebotene Verköstigungen verzichten zu müssen", teilt Josef Bogner senior mit. "Die untere Straße zu Siebenhütten ab der Fischzucht Kreuth wurde bereits mit schwerem Gerät vom Schnee befreit, sodass bald Lieferungen möglich werden." Der Weg von Wildbad über den Kiem-Pauli-Weg, der oberhalb der Hofbauern-Weissach führt, ist wegen der Wintersperre zum Wildschutz noch bis zum 31. März geschlossen. Dies sollten Wanderer auf ihrem Weg auch beachten.

Des Weiteren bietet der Voitlhof zum Zotzn ab sofort die Möglichkeit, für kleine Feiern zu Hause das Essen zu bestellen, das dann auch geliefert werden kann. "Denn viele private Reservierungen sind kurzfristig wegen des Coronavirus storniert worden und die betroffenen Betriebe stehen nun vor schwierigen Entscheidungen – auch gegenüber deren Mitarbeitern", erklärt Josef Bogner senior. Diese Maßnahmen sollen auch dazu beitragen, Arbeitsplätze zu sichern. In so einer Lage seien Wirtschaft, insbesondere Hotelerie und Gastronomie noch nie gewesen.

Unterdessen haben zahlreiche Einrichtungen und Attraktionen im Landkreis geschlossen. So hat zum Beispiel Bürgermeister Peter Höß in Bad Wiesssee angeordnet, den Badepark, die Schulsporthalle an der Grundschule und das Sportzentrum an der Hagngasse bis zum 19. April zu schließen. Auch das Caritas-Mehrgenerationenhaus und Begegnungszentrum im Tegernseer Talin Rottach-Egern ist bis einschließlich 20. April geschlossen.

Zudem gibt das erzbischöfliche Jugendamt München und Freising bekannt, dass sämtliche durch das erzbischöfliche Jugendamt und seiner katholischen Jugendstellen verantworteten Jugendveranstaltungen bis einschließlich 20. April abgesagt sind. Des Weiteren ist das Jugendhaus Josefstal in Schliersee ebenfalls geschlossen. "Dort vorgesehene Veranstaltungen wie „Music to go“ vom 20. bis 22. März finden nicht statt", teilt Domvikar Richard Greul mit. Fortlaufend aktualisierte Informationen gibt es unter: www.erzbistum-muenchen.de/coronavirus.

Update, 14.05 Uhr: Landkreis mit drastischem Schritt wegen Coronavirus

Alle Schulen, Kindergärten und Kitas in Bayern sollen geschlossen bleiben – auch die im Landkreis Miesbach. Dies gilt ab Montag, 16. März, bis zum Beginn der Osterferien am 6. April. "Es wird Ausnahmen für Kinder geben, wenn die Erziehungsberechtigten in Bereichen der kritischen Infrastruktur tätig sind", erklärt Sprecher Birger Nemitz vom Landratsamt in Miesbach. "Im Landkreis Miesbach sind die Laborergebnisse von drei weiteren Personen positiv auf das Coronavirus getestet worden."

Bei den drei neuen Fällen liegt zweimal eine Reiseanamnese vor. In einem Fall ist von einer Ansteckung in einem Betrieb auszugehen. Die Zahl der bestätigten Infizierten im Landkreis Miesbach erhöht sich damit auf 16. Eine Person ist im Krankenhaus, die anderen 15 sind in häuslicher Quarantäne in acht Orten im Landkreis.

Die Landkreisverwaltung richtet nun auch am Wochenende eine zentrale Telefon-Hotline zu allen Fragen rund um die Infektionskrankheit ein. Von 8 bis 16 Uhr sind Mitarbeiter am Samstag und Sonntag erreichbar, die auch auf medizinisches Personal zurückgreifen können. Die Telefonnummer lautet 08025/7044444.

Das Landratsamt Miesbach hat außerdem eine eigene Allgemeinverfügung erlassen. Diese gilt ab Samstag, 14. März. Besuche in den Seniorenheimen im Landkreis werden bis auf Weiteres untersagt. Gerade bei Personen über 60 Jahren steigt das Risiko einer Ansteckung und eines kritischen Verlaufs der Krankheit stark an. "Zum Schutz der Bewohner muss daher diese Regelung getroffen werden", erklärt Birger Nemitz.

Das Gesundheitsamt rät außerdem dazu, alle Freizeitbäder, Spielcasinos, Vergnügungs- und Versammlungsstätten zu schließen. Große Menschenansammlungen sind zu meiden. In den Asylbewerberunterkünften sollen die Besuchsrechte eingeschränkt werden. Die Einhaltung wird durch den Sicherheitsdienst überprüft. Märkte wie einen Ostermarkt sollten ebenfalls nicht durchgeführt werden. Ambulante Pflegedienste müssen einen Hygieneplan vorweisen.

"Den Sportvereinen im Landkreis Miesbach wird geraten, die Notwendigkeit von Veranstaltungen genau zu überprüfen", heißt es weiter. "Eine Nutzung der schulischen Hallen zum Zwecke des Sport- und Vereinsbetriebs ist derzeit ebenfalls nicht möglich."

Update, 12.55 Uhr: Kultur im Oberbräu und Pfarrverband machen dicht

Das Kultur im Oberbräu in Holzkirchen sagt als Vorsichtsmaßnahme alle Veranstaltungen in Festsaal und Fools-Theater bis Samstag, 11. April, ab. "Wir bedauern dies sehr, da sich viele Kulturfreunde – und wir ebenso – schon sehr auf diese Veranstaltungen gefreut haben", erklärt Sprecher Alexander Harlander. "Wir bemühen uns um Ausweichtermine für die betroffenen Veranstaltungen." Bereits gekaufte Eintrittskarten behalten ihre Gültigkeit. Sollte sich kein Ausweichtermin finden, werden die Tickets erstattet.

Unterdessen wird die aktuelle Ausstellung von Werken des ehemaligen Holzkirchner Pfarrers Dekan Josef Imminger ("Holzkirchner Karikaturen") im Foyer des Kulturhauses bis zum 30. April verlängert. Sie ist Dienstag bis Sonntag, von 17 bis 23 Uhr, sowie Mittwoch, von 10 bis 12 Uhr, geöffnet. Die ab Sonntag, 15. März, geplante Ausstellung von Inge Zuck wird verschoben.

Wie der Pfarrverband Waakirchen-Schaftlach informiert, sind alle Veranstaltungen im Pfarrsaal Schaftlach und im Pfarrheim Waakirchen bis einschließlich Ende März abgesagt. Taufen werden bis auf Weiteres verschoben. Sie dürfen in Ausnahmefällen unter Berücksichtigung bestimmter Hygienevorschriften gespendet werden. Die Gottesdienste finden in den Kirchen statt. Um den Abstand zueinander zu gewährleisten, bittet Pfarrer Stephan Fischbacher, dass während der Zeit, in der versucht wird, im öffentlichen Raum die Infektion zu verhindern, nur noch drei Personen pro Kirchenbank Platz nehmen.

Update, 10.30 Uhr: Landratsamt bündelt Corona-Informationen

Das Landratsamt Miesbach bündelt nun auf seiner Homepage die Informationen zum Thema Coronavirus. Unter www.landkreis-miesbach.de/Coronavirus werden auch wichtige Informationen von anderen Behörden von Bund und Land angezeigt. Auf der Homepage des Landratsamtes sind ausführliche Tipps zur Vorbeugung und Hygiene veröffentlicht, die von der Seite „Infektionsschutz“ kommen. Vom bayerischen Staatsministerium für Unterricht und Kultus kommen die Hinweise „Alle Informationen für Eltern und Schulen auf einen Blick“. Außerdem wird über Schulschließungen informiert.

Das bayerische Staatsministerium für Gesundheit und Pflege hat eine Allgemeinverfügung erlassen, wonach Großveranstaltungen mit mehr als 1.000 Personen bis zum 19. April in ganz Bayern untersagt sind. Die Allgemeinverfügung steht als Volltext zur Verfügung. Außerdem hat das Ministerium ein Punktesystem zur Bewertung von Veranstaltungen veröffentlicht. Auch dies ist auf der Homepage verlinkt.

Die Bundesbehörde Robert-Koch-Institut veröffentlicht regelmäßig eine Liste der Risikogebiete. Neben ganz Italien und Iran sind nun auch Gebiete in Frankreich aufgeführt, die Region Grand Est mit dem Elsass, Lothringen und Champagne-Ardenne. Diese aktualisierte Liste ist verlinkt.

Die Alpenregion Tegernsee Schliersee (ATS) bietet einige Informationen für Touristen, unter anderem über die Möglichkeit von Stornierungen. Dieses Angebot kann man nun auch über die Homepage des Landratsamtes Miesbach erreichen. Das Angebot wird laufend ergänzt und aktualisiert.

Update, 13. März, 7.45 Uhr: Zahl der Infizierten steigt erneut

Im Landratsamt Miesbach hat sich erneut der Koordinierungsstab Corona getroffen. Dabei wurde bekannt, dass verschiedene Laborergebnisse eingegangen sind. Die Zahl der mit dem Coronavirus infizierten Personen im Landkreis ist auf 13 gestiegen. Dem Stab gehören Vertreter des Krankenhauses Agatharied, der Notärzte, der niedergelassenen Ärzte und des Landratsamtes Miesbach an – etwa aus dem Katastrophenschutz oder dem Gesundheitsamt.

Der Koordinierungsstab Corona hat sich im Gesundheitsamt in Miesbach getroffen. Ärzte und Behördenmitarbeiter tauschen sich aus.

Das Gesundheitsamt hat nun die Ergebnisse von verschiedenen Proben auf das Virus erhalten – sowohl aus dem Labor des bayerischen Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL), als auch drei anderen Laboren. Bisher hat die Zahl der infizierten Personen im Landkreis Miesbach bei sechs gelegen. Nach diesen Labortests ist diese Zahl nun auf 13 Personen gestiegen. Damit hat sich deren Zahl innerhalb kurzer Zeit mehr als verdoppelt. "Eine erkrankte Person befindet sich zur Behandlung im Krankenhaus Agatharied", berichtet Sprecher Birger Nemitz vom Landratsamt in Miesbach. "Aus der nun neu bekannten Gruppe der positiv Getesteten waren vier Skifahrer aus Ischgl in Tirol. Die Erkrankten sind nun in häuslicher Quarantäne in verschiedenen Orten im Landkreis."

Zudem sind im Landkreis mittlerweile vier Schulen betroffen:

  • Die Grundschule Wall bleibt bis Freitag (13. März) geschlossen. Dort steht noch das Untersuchungsergebnis einer Lehrkraft mit Erkältungssymptomen aus, die sich vorher in einem Risikogebiet aufgehalten hat. Der Abstrich wurde am Dienstagmorgen (10. März) genommen und per Fahrer ins Labor transportiert.
  • Die Grundschule Gmund schließt bis Freitag, 27. März. Alle Lehrkräfte der Schule sind in häuslicher Quarantäne. In Gmund wurden außerdem die kommunalen Kindertageseinrichtungen vorsorglich geschlossen. Es sind dies die Kinderkrippe Zwergenburg und der Pius-Kindergarten mit Hortgruppe. Es gibt dort keinen bestätigten Fall.
  • Im Markt Holzkirchen bleiben das private Gymnasium und die private Grundschule des Betreibers Private Volksschule GmbH bis auf Weiteres geschlossen.
  • An der Mittelschule Miesbach sind zwei Klassen der 5. und 6. Jahrgangsstufe vom Unterricht befreit.

Hinweise an (vermeintlich) Betroffene:

Das Gesundheitsamt steht in engem Kontakt mit dem Staatlichen Schulamt und den Schulleitungen. Das Krankenhaus hat außerdem einen eigenen Stab begründet. Das Landratsamt Miesbach hat vor einer Woche – zusammen mit dem Bayerischen Roten Kreuz – ein Zelt vor dem Gesundheitsamt aufstellen lassen. In diesem Zelt nimmt medizinisches Personal in Schutzausrüstung Proben. Diese werden dann zur Untersuchung in ein Labor geschickt.

Das Gesundheitsamt bittet darum, dass sich Bürger dort nicht eigenständig und ohne Absprache einfinden und sich untersuchen lassen wollen. In dem Zelt werden Proben von Kontaktpersonen der Kategorie I genommen. Dies sind Personen mit einem höheren Infektionsrisiko. Diese Personen werden vom Amt ermittelt und dann in das Zelt geschickt. Zur Kategorie I gehören Personen, die zusammengefasst mindesten 15 Minuten von Angesicht zu Angesicht zu einem Erkrankten hatten. Sie müssen direkten Kontakt zu Sekreten oder Körperflüssigkeiten von Kranken gehabt haben oder es handelt sich um medizinisches Personal, welches im Rahmen von Pflege oder medizinischer Untersuchung ohne Schutzausrüstung Kontakt hatte.

Am Nachmittag wird das Zelt von niedergelassenen Ärzten genutzt. Falls ein Bürger glaubt, sich mit dem Coronavirus infiziert zu haben, solle sie den Hausarzt telefonisch kontaktieren. Oder der kassenärztliche Bereitschaftsdienst ist telefonisch unter 116117 zu erreichen. Bei nur leichten Krankheitsanzeichen sollten Patienten nicht die Notaufnahme eines Krankenhauses aufsuchen.

Update, 14.55 Uhr: Fischbachau sperrt alle Veranstaltungen

Auch die Gemeinde Fischbachau hat sich zu einer drastischen Maßnahme entschlossen, um gegen das Coronavirus vorzugehen. "In gemeindeeigenen Räumlichkeiten finden bis auf weiteres keine öffentlichen Veranstaltungen statt", teilt Bürgermeister Josef Lechner mit, der wegen der Corona-Krise extra seinen Urlaub unterbrochen hat. "Dies gilt auch für bereits vereinbarte Termine." Die dort geplanten Veranstaltungen müssen von den jeweiligen Veranstaltern abgesagt beziehungsweise bis auf weiteres verschoben werden.

Zudem werden alle Bürger gebeten, Besuche im Rathaus nur bei besonders wichtigen und dringlichen Fällen vorzunehmen. Es wird gebeten, Telefon und E-Mail zu nutzen.

Bei der Kommunalwahl am Sonntag (15. März) werden alle Wähler gebeten, die in den Wahllokalen veröffentlichten Hygienevorschriften zu beachten. Zur Stimmabgabe können eigene Stifte verwendet werden. "Wir weisen darauf hin, dass Briefwahlunterlagen noch bis Freitag, 13. März, 15 Uhr, beantragt werden können", erklärt der Bürgermeister und empfiehlt, dies Online zu tun.

"Die Gemeinde empfiehlt allen Vereinen und Organisationen bis auf weiteres keine Veranstaltungen durchzuführen", rät Josef Lechner. "Die damit verbundenen Auflagen sind sehr schwer zu erfüllen, zumindest das moralische Risiko trägt der Veranstalter."

Update, 13.50 Uhr: Gmund schließt Krippe, Kindergarten und Hort 

Nach Bekanntwerden eines Corona-Falls an der Grundschule Gmund bleiben auf Empfehlung des Gesundheitsamtes Miesbach alle Kinderbetreuungseinrichtungen geschlossen, teilt die Verwaltung mit. Dies betrifft die Kinderkrippe Zwergenburg, das Pius-Kinderhaus (Kindergarten und Hort), die Mittagsbetreuung und die Spielgruppe. Zeitraum der Schließung ist von Freitag, 13. März, zunächst bis einschließlich Freitag, 27. März.

Aufgrund der Verknüpfung der Schule und der Kindereinrichtungen miteinander sieht sich die Gemeinde zu diesem Schritt gezwungen. Aus der betroffenen Grundschulklasse, in der der Corona-Fall aufgetreten war, besuchen sieben Kinder den Pius-Kinderhort, der sich Räume und Material mit dem Kindergarten teilt. Zudem gibt es einige Geschwisterkinder der Grundschüler im Kindergarten und wiederum eine Vielzahl an Geschwisterkindern der Kindergartenkinder in der Kinderkrippe Zwergenburg.

Informationen für Eltern, die ihr Kind neu anmelden möchten

Auf der Website der Gemeinde Gmund stehen ab Montag, 16. März, die Anmeldeformulare der Kinderbetreuungseinrichtungen zum Download bereit. Die Anmeldung erfolgt dann aufgrund der aktuellen Situation auf dem Postweg. Der Tag der offenen Tür wird vorerst nicht nachgeholt.

Update, 12.50 Uhr: Arbeitnehmer in Oberbayern verunsichert

Von der leeren Zugspitzbahn bis zum Auftragsstau in der Backwarenindustrie: Das neuartige Coronavirus könnte massive Auswirkungen für die Beschäftigten im oberbayerischen Gastgewerbe und in der Lebensmittelindustrie haben. Davor warnt die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG). „Wegbleibende Hotelgäste auf der einen, Hamsterkäufe auf der anderen Seite – Corona wirkt sich sehr unterschiedlich auf die Branchen aus“, erklärt Manuel Halbmeier von der NGG Rosenheim-Oberbayern. „Aber die Beschäftigten sind extrem verunsichert. Viele Hotelangestellte treibt die Sorge um, wegen Umsatzeinbrüchen vom Chef in unbezahlten Urlaub geschickt zu werden. In der Ernährungsindustrie geht es um die plötzliche Anordnung von Überstunden bis hin zu fehlender Schutzkleidung.“

Dabei sei die Informationslage für Arbeitnehmer sehr dünn. Zwar informierten die Gesundheitsbehörden regelmäßig über die aktuelle Situation, auch der Zugang zum Kurzarbeitergeld sei von der Bundesregierung für Betriebe auf den Weg gebracht worden. „Aber für die betroffenen Beschäftigten gibt es vor Ort meist kein konkretes Hilfsangebot“, kritisiert Halbmeier. Der Gewerkschafter ruft die Beschäftigten im Lebensmittel- und Gastgewerbe dazu auf, sich Rat bei der NGG zu holen. „Vom Kündigungsschutz bis hin zu Regeln für Nachtarbeit – trotz Epidemie gelten Arbeitnehmerrechte, um die sich niemand bringen lassen sollte.“

Nach Informationen der NGG Rosenheim-Oberbayern kommt es im heimischen Hotel- und Gaststättengewerbe häufiger zu Einschüchterungsversuchen. So sollten Beschäftigte etwa einer Arbeitszeit- und damit Lohnkürzung zustimmen. In der Ernährungsindustrie hingegen stünden die Mitarbeiter vor Extra-Schichten. „In der Sorge vor weiteren Hamsterkäufen stocken die Unternehmen ihre Lager bis unter die Decke auf. Teilweise sind keine Staubmasken mehr zu bekommen, wie man sie etwa in der Herstellung von Schimmelkäse braucht“, berichtet Halbmeier.

Update, 11.30 Uhr: Landratsamt informiert zu sechstem Corona-Fall

Wie Sprecher Birger Nemitz vom Landratsamt in Miesbach mitteilt, handelt es sich bei dem sechsten Corona-Fall im Landkreis nicht um die Grundschullehrerin in Wall. "Wir warten noch auf das Testergebnis", heißt es. "Falls das Ergebnis positiv ist, wird die Schule geschlossen. Schulleitung, Staatliches Schulamt und Gesundheitsamt sprechen sich hier ab."

Der sechste Fall ist eine erwachsene Frau, die sich beim Skifahren in Seefeld infiziert hat.

Update, 12. März, 7.20 Uhr: Eigene Info-Website wegen Corona-Krise

Die allgegenwärtige Corona-Krise hat auch negative Auswirkungen auf den Tourismus in der Alpenregion Tegernsee Schliersee. "Mittlerweile werden zahlreiche Reisen storniert, die Buchungszurückhaltung ist deutlich zu spüren, zahlreiche Veranstaltungen müssen abgesagt werden", berichtet Geschäftsleiter Thorsten Schär von der Alpenregion Tegernsee Schliersee (ATS). "Als Landkreis-Tourismusorganisation nehmen wir dieses Thema sehr ernst und sehen es als unsere Verantwortung, unsere Gastgeber bestmöglich über alle relevanten Neuigkeiten zu diesem Thema zu informieren."

Aus diesem Grund gibt es unter www.tourismus-kompetenz.de/corona-update eine neue Landingpage mit aktuellen Informationen zusammengefasst. "Dort erhalten unsere Gastgeber einen einfachen Überblick über die rechtlichen Rahmenbedingungen, wichtige Bekanntgaben übergeordneter Verbände und Interessensgruppen sowie aktuelle Veranstaltungsänderungen". erklärt Thorsten Schär.

Update, 13.25 Uhr: Sechster Infizierter im Landkreis Miesbach

Wie im Rahmen einer Sitzung des Kreisausschusses am Mittwochmittag bekannt geworden ist, hat sich die Zahl der Infizierten im Landkreis Miesbach auf sechs Personen erhöht. Nähere Informationen, in welchem Umfang die neuen Fälle erkrankt sind und wo sie sich angesteckt haben, sind derzeit nicht bekannt. Das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit bestätigt den sechsten Corona-Fall im Landkreis Miesbach unterdessen auf seiner Internetseite.

Update, 12.50 Uhr: Hinweise für Veranstalter

Die Zahl der Corona-Erkrankungen steigt auch in Deutschland. Auch für viele Veranstalter wirft dies Fragen auf. Können Veranstaltungen nun noch stattfinden? Der Bundesgesundheitsminister hat nun angekündigt, dass Veranstaltungen mit mehr als 1.000 Teilnehmern nicht mehr stattfinden sollen. "Der Freistaat Bayern will dieser Regelung folgen", berichtet Sprecher Birger Nemitz vom Landratsamt. "Auch im Landkreis Miesbach haben viele Veranstalter dazu Fragen."

Eine Veranstaltung – gleich welcher Größe – berge momentan das Risiko der Entstehung von Infektionsketten. Ob eine Veranstaltung durchgeführt werden soll, müsse jeder Veranstalter verantwortungsvoll selbst entscheiden. Die Bundesbehörde Robert-Koch-Institut habe dazu Empfehlungen veröffentlicht. Als wesentliche Risikofaktoren gelten dabei geschlossene Räume, ein längeres Zusammensein, schlechte Belüftung und ein Teilnehmerkreis, dessen Kontaktdaten später nicht mehr bekannt sind. Außerdem zählen dazu Teilnehmer aus anderen Regionen, besonders Reiserückkehrer aus Risikogebieten.

Aus diesem Grund wurde vom bayerische Staatsministerium für Gesundheit und Pflege eine Allgemeinverfügung für Schulen erlassen. Die gesamte Allgemeinverfügung des Staatsministeriums findet sich im Wortlaut hier.

"Das Gesundheitsamt empfiehlt dringend, Veranstaltungen abzusagen oder in die zweite Jahreshälfte zu verschieben", erklärt Birger Nemitz. "Auf eine Entspannung der Lage in der zweiten Jahreshälfte 2020 ist zu hoffen." Aus diesem Grunde sollte bei jeder Versammlung oder Veranstaltung momentan an eine Verschiebung gedacht werden. Das Robert-Koch-Institut gibt bestimmte Empfehlungen für den privaten Bereich, die sich auch auf kleinere Veranstaltungen anwenden lassen. Außerdem gibt das Institut Ratschläge für die Durchführung von Veranstaltungen.

Update, 11. März, 7.15 Uhr: Klasse an Grundschule Wall bleibt zu Hause

Eine Schulklasse der Grundschule Wall ist am Dienstag (10. März) vom Unterricht befreit worden. Die Schüler der 1. Klasse durften zu Hause bleiben. Eine Lehrkraft hatte nach einer Reise nach Südtirol Symptome einer Erkältung entwickelt. Die Entscheidung hat das Gesundheitsamt in Absprache mit dem bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) getroffen.

"Die Kinder sollen nun vorerst für zwei Tage zu Hause bleiben, am Dienstag (10. März) und Mittwoch (11. März)", erklärt Sprecher Birger Nemitz vom Landratsamt in Miesbach. "Das Staatliche Schulamt und das Gesundheitsamt stimmen sich über das weitere Vorgehen ab."

Die Lehrkraft ist vom Gesundheitsamt mittels Abstrich bereits getestet worden. Der Laborbefund steht noch aus. Die Lehrkraft hatte eine Reise nach Südtirol (Provinz Bozen) unternommen und danach Anzeichen einer Erkältung entwickelt. Somit gilt die Lehrkraft als begründeter Verdachtsfall. In diesem Falle muss eine Klasse zu Hause bleiben. Falls der Labortest positiv auf das Coronavirus ausfällt, gilt die Lehrkraft als bestätigte Erkrankte. In diesem Falle wird die Schule geschlossen und alle Kontaktpersonen des Erkrankten werden ermittelt. Als Kontaktperson gelten Personen, die mindestens 15 Minuten von Angesicht zu Angesicht Kontakt zu einer an COVID-19 erkrankten Person hatten.

Die Grundschule Wall wird von der Schulleitung der Grundschule Warngau mitverwaltet.

Update, 10. März: Fünf Corona-Fälle im Landkreis Miesbach

Die Zahl der am Coronavirus erkrankten Personen im Landkreis Miesbach ist erneut gestiegen und beträgt nun fünf Fälle, wie das bayerische Gesundheitsministerium bestätigt.

Ein Ministeriumssprecher teilte in München mit, dass bis Montagmittag (Stand 12 Uhr) nach Angaben des Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) weitere 39 Coronavirus-Fälle in Bayern bestätigt wurden. Damit gibt es derzeit seit Donnerstag, 27. Februar, insgesamt 239 bestätigte Coronavirus-Fälle in Bayern.

"Die Gesundheitsbehörden ermitteln aktuell sowohl mögliche Kontaktpersonen als auch Zusammenhänge zu bislang bekannten Fällen", teilt die Behörde mit. Aktuelle Zahlen zu Coronavirusinfektionen in Bayern können künftig über die Homepage des LGL abgerufen werden.

Fünf Corona-Fälle gibt es aktuell im Landkreis Miesbach.

In der neuen Liste sind auch die 14 bayerischen Coronavirus-Fälle enthalten, die bereits vor einiger Zeit wieder das Krankenhaus verlassen konnten. Außerdem enthält diese drei bayerische Fälle, die außerhalb Bayerns positiv getestet worden sind. Deshalb steht aktuell bei dieser Liste als Gesamtzahl 256 Fälle.

Das LGL listet zudem ausschließlich Fälle auf, die über den offiziellen Meldeweg durch die bayerischen Gesundheitsämter mitgeteilt wurden. "Da es sich um eine sehr dynamische Situation handelt, kann es zu Abweichungen zwischen regionalen Zahlen und der LGL-Tabelle kommen", heißt es weiter. "Das LGL wiederum meldet die bayerischen Fälle an das Robert-Koch-Institut – auch dort kann es zum Beispiel durch unterschiedliche Aktualisierungszeitpunkte zu abweichenden Daten kommen."

Update, 7. März: Vier bestätigte Fälle im Landkreis Miesbach

Die Zahl der mit dem Coronavirus Infizierten im Landkreis Miesbach ist gestiegen. Mittlerweile hat das bayerische Gesundheitsministerium vier Fälle bestätigt. In ganz Bayern gibt es damit seit Donnerstag (5. März) 133 bestätigte Coronavirus-Fälle.

Die bayerischen Ministerien für Gesund, Unterricht und Kultus sowie Familie, Arbeit und Soziales haben eine Coronavirus-Allgemeinverfügung zum Besuch von Schulen, Kindertagesstätten, Kindertagespflegestellen und heilpädagogischen Tagesstätten für Reiserückkehrer aus Risikogebieten erlassen. Demzufolge dürfen Schüler und Kindergartenkinder zum Beispiel nach ihrer Rückkehr aus Südtirol für 14 Tage nicht in die Schule beziehungsweise Einrichtung.

Die Bundesbehörde Robert-Koch-Institut (RKI) hat die Risikogebiete für eine Infektion mit dem Coronavirus um Südtirol am Donnerstagabend erweitert. Als Risikogebiete gelten Gebiete, in denen eine fortgesetzte Übertragung von Mensch zu Mensch vermutet werden kann.

Als Risikogebiete gelten

  • in Italien: Südtirol, die Region Emilia-Romagna, die Region Lombardei und die Stadt Vo in der Provinz Padua in der Region Venetien,
  • in China: die Provinz Hubei mit der Stadt Wuhan
  • im Iran: die Provinz Ghom und Teheran
  • in Südkorea: die Provinz Gyeongsangbuk-do (Nord-Gyeongsang).

"Alle Personen, die sich in den vergangenen 14 Tagen in diesen Gebieten aufgehalten haben, werden gebeten, bei grippalen Krankheitssymptomen zu Hause zu bleiben", teilt das Landratsamt Miesbach mit. "Sie sollten ihren Hausarzt unbedingt vorab telefonisch konsultieren oder sich an den Bereitschaftsdienst unter Telefon 116117 wenden.".

Update, 6. März: Landkreis rechnet mit weiteren Fällen

Auch im Landkreis Miesbach sind nun erstmals zwei bestätigte Erkrankungen mit dem Coronavirus (SARS-CoV-2) gemeldet worden. Laboruntersuchungen bestätigten das Auftreten des Virus, wie Sprecher Birger Nemitz vom Landratsamt in Miesbach mitteilt.

Die beiden Erkrankten aus dem Landkreis Miesbach befinden sich im Krankenhaus Agatharied und werden weiter beobachtet und untersucht. Sie haben leichte Krankheitssymtome. Das Gesundheitsamt hat bereits Kontaktpersonen der Erkrankten ermittelt und Abstriche genommen. Diese werden nun in einem Labor des bayerischen Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit untersucht. Weitere Kontaktpersonen werden ermittelt.

Beide Erkrankte stammen aus einer Reisegemeinschaft aus dem Landkreis Miesbach. Sie waren während der Ferien zum Skifahren in Südtirol. Der Vater aus der einen Familie hatte sich mit leichten Krankheitsanzeichen Anfang der Woche an seinen Hausarzt gewandt. Eine Laboruntersuchung bestätigte eine Erkrankung mit dem Coronavirus (SARS-CoV-2).

Gesundheitsamt rechnet mit weiteren Fällen

Der Mann wurde daraufhin stationär im Krankenhaus Agatharied aufgenommen. Das Kind aus einer anderen Familie hatte ebenfalls leichte Symptome. Nach einer häuslichen Quarantäne wurde es nun ebenfalls im Krankenhaus aufgenommen und wird dort beobachtet. Das Kind besucht keine Schule im Landkreis Miesbach.

Landrat Wolfgang Rzehak meinte zum Auftreten der ersten Fälle: „Es war leider damit zu rechnen, dass auch unser Landkreis Miesbach nicht verschont bleibt, nach dem in den benachbarten Landkreisen schon Fälle gemeldet wurden. Unser Personal hat sich schon lange auf diesen Fall vorbereitet, der jetzt eingetroffen ist. Das Gesundheitsamt arbeitet mit Hochdruck. Wir stehen in engem Kontakt mit allen anderen beteiligten Behörden."

Die Leiterin des Gesundheitsamtes, Margarita Mühlenfeld, sagte: „Bis jetzt haben wir die Erkenntnis, dass beide Erkrankte nur milde Symptome zeigen. Wir werden weiter Kontaktpersonen ermitteln, testen und nach den Vorgaben des Robert-Koch-Instituts vorgehen. Ehrlicherweise muss man sagen, dass wir mit weiteren Fällen im Landkreis Miesbach rechnen müssen."

Gesundheitsamt rät zum Verschieben von Veranstaltungen

Das Gesundheitsamt rät Veranstaltern, ihre Events zu verschieben. Dies unabhängig von der Anzahl der beteiligten Personen. Falls Veranstaltungen doch durchgeführt werden sollen, müssen die Veranstalter garantieren, dass es keinen Einlass für Personen mit Krankheitsanzeichen gibt. Sie müssen auf ausreichende Lüftung und Handhygiene achten. Auch gelten gewisse Regeln für Reiserückkehrer.

Antworten auf häufig gestellte Fragen zum Corona-Virus finden Sie hier: www.infektionsschutz.de/coronavirus-sars-cov-2.html

Informationen zur Risikobewertung des Robert-Koch-Instituts finden Sie hier: www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Risikobewertung.html

Vorbericht vom 5. März:

Die beiden Erkrankten befinden sich im Kreiskrankenhaus in Agatharied. "Sie haben leichte Krankheitssymptome", teilt das Landratsamt mit. Die beiden, ein Mann und ein Kind einer anderen Familie, waren in einer zwölfköpfigen Gruppe bis vergangenen Samstag in Südtirol beim Skifahren.

Am Montag ging der Mann dann mit leichten Krankheitssymptomen zum Arzt, eine Laboruntersuchung bestätigte eine Erkrankung mit dem Corona-Virus (SARS-CoV-2.) Der Mann wurde daraufhin stationär im Krankenhaus Agatharied aufgenommen, wo sich mittlerweile auch das Kind befindet. Das Gesundheitsamt hat bereits Kontaktpersonen der Erkrankten ermittelt und Abstriche genommen.

Als Vorsichtsmaßnahme gegen die Ausbreitung des Coronavirus hat das Krankenhaus den Besucherverkehr eingeschränkt. Laut einer Mitteilung sind nur noch Besuche von direkten Familienmitgliedern, zum Beispiel Ehepartner, gestattet. Besucher mit Erkältungssymptomen wie Husten, Schnupfen, Durchfall und Fieber sollen dem Krankenhaus ausdrücklich fernbleiben.

„Wir haben uns für diese Vorsichtsmaßnahme entschieden, um unsere Patienten und Mitarbeiter zu schützen“, erklärt Geschäftsführer Michael Kelbel. „Uns ist bewusst, dass die Situation sehr belastend sein kann. Viele unserer Patienten haben ein angeschlagenes Immunsystem. Um sie zu schützen, haben wir uns dafür entschieden, den Zutritt für Besucher einzuschränken.“

Außerdem müsse alles dafür getan werden, um alle Patienten weiterhin vollumfänglich behandeln zu können – vom möglichen Coronavirus-Patienten bis hin zum Herzinfarkt-Patienten oder der werdenden Mutter. Die größte Gefahr gehe momentan von bisher unerkannten Erkrankten aus, die das Coronavirus unwissentlich weiterverbreiten.

Das Robert-Koch-Institut rechnet mit weiteren Fällen, Infektionsketten und Ausbrüchen in Deutschland. Diese Einschätzung teilt auch die Krankenhaus-Taskforce, die aus Geschäftsführung, ärztlicher und Pflegedirektion, Hygieneabteilung, zentraler Notaufnahme und weiteren Disziplinen besteht.

Als weitere Vorsichtsmaßnahme finden bis vorerst Ende März keine Veranstaltungen mit extern Beteiligten am Krankenhaus Agatharied statt. Darunter fallen alle Vorträge und Fortbildungen, die nicht zwingend notwendig sind. Sprechstunden finden weiterhin statt. ft; ksl

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