EU fördert Kampagne der SMG

Mit Coworkation-Projekt soll Netzwerk im Landkreis Miesbach entstehen

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Der Verein Coworkation Alps beim Gründungstreffen auf dem Hasenöhrhof in Bayrischzell.

Landkreis – Die SMG Standortmarketing-Gesellschaft Landkreis Miesbach mbH hat in Zusammenarbeit mit der Standortagentur Tirol GmbH EU-Fördergelder des europäischen Fonds für regionale Entwicklung (Interreg) gewonnen. Eingesetzt werden die Mittel für den Aufbau eines Netzwerks aus Experten und Anbietern sowie die zielgerichtete Projektberatung potenzieller Anbieter und Regionen. Durch die Fördermittel werden außerdem zwei Personalstellen innerhalb der beiden Wirtschaftsentwicklungsgesellschaften und die wissenschaftliche Begleitung für drei Jahre finanziert.

„Mittlerweile gibt es überall im Alpenraum Coworking Spaces, also Arbeitsplätze, an denen sich Gleichgesinnte unterschiedlicher Unternehmen Räumlichkeiten teilen“, erklärt Veronika Müller, Projektleiterin Coworkation bei der SMG Standortmarketing-Gesellschaft. „Für die Nutzer solcher Räume ist ortsunabhängiges Arbeiten die Norm – und damit ist die Idee auch mal aus der Ferne zu arbeiten gar nicht so weit weg. Diesen Trend wollen wir auch für unsere Region nutzen.“ Verbindet man Coworking mit dem englischen Wort „vacation“ für Urlaub, wird daraus Coworkation. Diese besteht aus einer Mischung aus Freizeit, Arbeit und Gemeinschaft. Durch diese Kombination entsprechen Coworkations den Bedürfnissen der heutigen global und digital vernetzten Gesellschaft.

Um die Region als potenten Wirtschaftsstandort auch außerhalb des Tourismus und der Landwirtschaft zu positionieren, sollen überall im Landkreis Orte geschaffen werden, um Gründer und innovative Macher in die Region zu holen und die bereits hier lebenden kreativen Köpfe zum Bleiben zu bewegen. Auf diese Weise sollen auch jungen Bürgern berufliche Perspektiven geboten werden, wie sie momentan überwiegend in Städten zu finden sind. Um einen Austausch zwischen regionalen Unternehmern und Bürgern und den Teilnehmern einer Coworkation zu gewährleisten, sollen unter anderem Themenabende und Foren stattfinden. Als Auftakt dazu wird am 28. und 29. Oktober die erste Coworkation im Wendelstein-Salettl in Bayrischzell stattfinden.

Der interregionale Verein Coworkation Alps engagiert sich ebenfalls für ein starkes Coworkation-Netzwerk in der Alpenregion. Ihm beigetreten sind bereits 30 Mitglieder aus Oberbayern, Tirol und Südtirol – acht davon allein aus dem Landkreis Miesbach. „Wir liegen nicht nur räumlich, sozial und wirtschaftlich nah beieinander, wir teilen auch die gleichen Herausforderungen – und die machen nun mal nicht an Grenzen halt“, erklärt Müller, die ebenfalls Vorstandsvorsitzende des Vereins ist.

Vom 17. bis 19. Oktober hat bereits ein Coworkation-Alps-Forum bei Basis Vinschgau Venosta in Schlanders in Südtirol stattgefunden. Dort wurde über die Chancen durch neue Formen der Arbeit wie Coworkation und Coworking informiert. Mehr Informationen zum Thema gibt es hier. ksl

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