Deutliche Mehrheit für die Pläne / 3,1 Millionen Euro Zuschuss sind sicher

Gemeinde baut Badehaus

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Das Modell des geplanten Badehauses präsentierte die Gemeinde im Rathaus, es ist künftig im Foyer des Badeparks zu sehen.

Bad Wiessee – Am Ende gab‘s Applaus von den Zuhörern. Der Gemeinderat von Bad Wiessee hat mit zehn zu drei Stimmen den Bau des Badehauses beschlossen. Zuvor war die CSU-Fraktion mit ihrem Antrag, die Planung zu unterbrechen und zu ändern, gescheitert.

Mehrere Stunden hatte sich der Gemeinderat vor der öffentlichen Sitzung am Donnerstagabend in Klausur begeben und über den Bau sowie die Finanzierung des neuen Jodschwefelbades diskutiert. Dafür sahen die Mitglieder dann am Ratstisch keine Notwendigkeit mehr. Georg Erlacher – sowohl Fraktionssprecher Kurt Sareiter als auch sein Neffe und Ortsvorsitzender Florian Sareiter waren verhindert – begründete für die CSU nochmal ihr Plädoyer dafür, die von Matteo Thun entworfenen Pläne „auf den Prüfstand“ zu stellen. Lediglich die drei anwesenden CSU-Räte stimmten dafür. Mit demselben Ergebnis beschloss das Gremium danach den umgehenden Neubau durch die Gemeinde, die Fertigstellung bis Herbst 2018 ist das Ziel. Geklärt ist inzwischen auch die Frage nach einer Förderung. „Ich habe den vorläufigen Bewilligungsbescheid erhalten“, berichtete Bürgermeister Peter Höß. Rechtzeitig zur Klausur ist das Schreiben eingegangen, 3,1 Millionen Euro sind demnach sicher. „Der Betrag könnte noch nach oben korrigiert werden, aber keinesfalls nach unten“, gab Höß einen Zusatz in dem Bescheid der Regierung von Oberbayern wieder. Um die Gesamtkosten von 7,8 Millionen Euro zu stemmen, wird die Gemeinde einen Kredit in Höhe von 4,5 Millionen Euro aufnehmen. Neben den Baukosten stand auch das Betriebsdefizit in der Kritik. „Ich sehe realistische Chancen, in die Nähe eines Nullergebnisses zu kommen“, machte Helmut Karg Hoffnung. Der Chef der HKH Management GmbH sieht zwar großen Handlungsbedarf, aber auch eine Bereicherung für den Ort und empfiehlt ein Gesamtkonzept für das neue Badehaus und den Badepark, der ein „Facelifting“ nötig habe. Bad Wiessee möchte Karg als „Gesundheits-Gemeinde im Tal“ etablieren. Den Weg, den Karg aufzeigte, um erfolgreich zu werden, möchte nun auch die Gemeinde gehen. Auch die CSU unterstützt das. Einstimmig beschloss der Rat, den „Unternehmensarchitekten“, wie Karg sich bezeichnete, mit der Entwicklung von Badehaus und Badepark zu beauftragen.

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