Lob vom Gemeinderat

Diakonie Rosenheim eröffnet Sozialkaufhaus in Hausham

Sozialkaufhaus in Hausham
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Am Eröffnungstag haben Sozialkaufhausleiter Jasmin Smajlovic (l.) und Günther Stranzinger von der Diakonie Rosenheim bereits viele interessierte Kunden begrüßt.

Hausham – In Hausham gibt es nun auch ein Sozialkaufhaus. Dort kann jeder günstig und nachhaltig einkaufen. Dafür hat die Diakonie Rosenheim viel Lob erhalten.

Die Diakonie Rosenheim hat nun an der Alten Tegernseer Straße in Hausham ihr inzwischen viertes Sozialkaufhaus eröffnet. Was dahinter steckt, erklärte Diakonie-Geschäftsbereichsleiter Sebastian Kurz jüngst in der Sitzung des Gemeinderats. Von dem Gremium gab es dafür einhellig Lob. Bietet doch das Sozialkaufhaus Arbeitsmöglichkeiten für Langzeitarbeitslose, günstige Einkaufsmöglichkeiten für Bürger und sorgt auch noch für Nachhaltigkeit.

„Es ist so eine Art gut sortierter und schöner Flohmarkt mit einer dreifachen Win-win-win-Situation“, fasste Kurz die Geschäftsidee Sozialkaufhaus zusammen. So finden dort künftig sechs langzeitarbeitslose Menschen, die aufgrund psychischer Erkrankungen oder Behinderungen auf dem Arbeitsmarkt kaum mehr eine Stelle finden, eine Beschäftigung. „Es geht darum, diesen Menschen wieder soziale Einbindung zu ermöglichen und so ihre Lebensqualität zu steigern“, warb Kurz für das Projekt. Wobei die Beschäftigung maximal drei Stunden pro Tag dauern darf. Dafür gibt es als Wertschätzung, wie Kurz sagte, eine Motivationspauschale von 2,60 Euro pro Stunde, die kürzungsfrei ausbezahlt wird.

Als fester Mitarbeiter ist Jasmin Smajlovic vor Ort für das Sozialkaufhaus und die rund 200 Quadratmeter große Ladenfläche verantwortlich. Zusammen mit Günther Stranzinger, Bereichsleiter bei der Diakonie Rosenheim, hat er am Eröffnungstag bereits corona-konform viele Kunden begrüßt. „Wir haben uns riesig gefreut, dass die Leute zur Eröffnung schon vor der Tür standen und so viel Interesse hatten“, meinten Smajlovic und Stranzinger übereinstimmend.

Tatsächlich können alle Bürger von dem Sozialkaufhaus profitieren, die auf der Suche nach guten gebrauchten Gegenständen sind. Grundsätzlich kann dort jeder einkaufen. Für bedürftige Menschen gibt es sogar noch 20 Prozent Rabatt. „Wobei wir da kulant sein werden, ein Tafelausweis oder ähnliches genügt“, versprach Kurz. Im Angebot des Sozialkaufhauses ist alles Mögliche – von Elektro- und Haushaltsgeräten, Geschirr und Besteck bis hin zu Spiel- und Schulsachen sowie aktuell Weihnachtsdeko. Bezüglich des Verkaufs von Secondhand-Kleidung besteht keine Konkurrenz zum BRK-Kleiderladen. Wie Kurz berichtete, habe man sich gut abgestimmt: „Wir sehen uns als Kooperationspartner.“ Als dritter Vorteil des Sozialkaufhauses zieht schließlich noch die nachhaltige Verwendung von Gegenständen. „Wir bringen einwandfreie Ware in einen zweiten Kreislauf, die sonst in der Entsorgung landen würde“, sagte Kurz.

Dafür gab es vom Gemeinderat rundherum viel Lob. So meinte Marlies Fellermeier-Liebl (FWG): „Als AWO-Vorsitzende weiß ich nur zu gut, wie dringend solche Angebote gebraucht werden.“ Bürgermeister Jens Zangenfeind freut sich darüber, dass das Sozialkaufhaus in Hausham eröffnet hat: „Das passt zu uns als sozial eingestellte Gemeinde und ist für alle Haushamer sehr wertvoll.“

Als besonderen Kundenservice bietet das Sozialkaufhaus sogar eine Abholung von Waren an. Dies erfolgt aufgrund der Corona-Lage kontaktlos. Es wird um Terminvereinbarung und nach Möglichkeit um Übersendung eines Bildes gebeten. Wer brauchbare Gegenstände oder Kleidung spenden oder sich über die Zuverdienstmöglichkeiten informieren möchten, kann sich telefonisch unter 08026/9288425 und per E-Mail an zak@sd-obb.de wenden. Geöffnet hat das Sozialkaufhaus an der Alten Tegernseer Straße 2 am Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag, jeweils von 11 bis 17.30 Uhr. hac

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