Impulse für Verständnis

„Dialogtüren“ in Miesbach sollen Frieden zwischen Religionen stiften

Ausstellung „Dialogtüren“ in Miesbach
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Die Ansicht in der evangelischen Kirche zeigt Lisa Braun-Schindler, die Sprecherin des Netzwerks Integration.
  • VonFridolin Thanner
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Miesbach – Zentralen Themen der Weltreligionen widmet sich die Ausstellung „Dialogtüren“ aktuell in Miesbach.

In Miesbach ist aktuell eine Ausstellung zu sehen, die gleichermaßen zum Nachdenken und miteinander Reden anregen soll. Die „Dialogtüren“ sind an vier Orten der Kreisstadt zu sehen. Mit nicht weniger als zentralen Themen der Weltreligionen sollen sich die Betrachter beschäftigen.

„Kein Frieden unter den Nationen ohne Frieden unter den Religionen. Kein Frieden unter den Religionen ohne Dialog zwischen den Religionen.“ Mit dem Zitat des vor Kurzem verstorbenen katholischen Theologen Hans Küng beschreibt Roger Schmidt, Leiter des evangelischen Studienzentrums in Josefsthal, die Motivation zu der interreligiösen Ausstellung „Dialogtüren“. Konzipiert wurde sie von Occurso, einem Institut für interreligiöse und interkulturelle Begegnungen.

  • Wer im Eingangsbereich des Miesbacher Rathauses seine Ausstellungsrunde beginnt, kann sich mit dem Thema „Freiheit“ auseinandersetzen. Die Religionsfreiheit ist in unserem Grundgesetz verankert und gehört zu den Menschenrechten – aber in vielen Ländern können die Menschen nicht mit dieser Sicherheit leben.
  • In der evangelischen Kirche befinden sich zwei Türen: Geschichte und Ziele des Dialogs stehen im Mittelpunkt beim Thema „Positionen“. Die Tür mit dem Titel „Lernen“ zeigt, wie interreligiöse Begegnung heute und in Zukunft aussehen kann.
  • An der dritten Station in der katholischen Pfarrkirche geht es um „Lebenswege“ und Rituale bei Geburt, Erwachsenwerden, Partnerschaft, Krankheit und Tod. Eine zweite Tür befasst sich dort mit dem Prinzip „Hoffnung“ – Anregungen zur Dialogpraxis.
  • Besonders freut die Initiatoren, dass sich auch die türkisch-islamische Gemeinde an der Ausstellung beteiligt. In der Moschee geht es um das „Gebet“ in seinen vielfältigen Formen.
  • Das Kulturzentrum Waitzinger Keller zeigt an den Glasfronten des Hauses begleitend zu den Dialogtüren die Ausstellung „Namen“ von Georg Brinkies.

Die Ausstellung lädt bis Mittwoch, 30. Juni, ein, sich auf einen Spaziergang zu begeben oder einfach an einem Ort inne zu halten. Eingebettet ist sie in das zentrale Thema „Rassismus“, das mit dem „Gebet der Religionen“ im März begann und im Laufe des Jahres bei weiteren Veranstaltungen ins Gedächtnis gerufen wird. In Kürze erscheint auch eine von Inge Jooß, der Miesbacher Integrationsreferentin, konzipierte Broschüre mit dem Titel „Wir müssen über Rassismus reden“.

Jooß gehört zum Kreis der Veranstalter der „Dialogtüren“-Ausstellung. Mit dabei sind der Förderverein PIA, das Netzwerk Integration, die evangelische Kirchengemeinde Miesbach, die katholische Pfarrei Miesbach, die türkisch-islamische Gemeinde Miesbach, das Studienzentrum für evangelische Jugendarbeit in Josefsthal und das Kulturamt der Stadt Miesbach. ft

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