Sperre am Batusa-Parkplatz?

Diese neue Idee gibt es für die Baumgartenstraße in Holzkirchen

Baumgartenstraße in Holzkirchen
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Statt die Baumgartenstraße in Holzkirchen mit einer Ampel und 30er-Zonen zu beruhigen, schlägt der Orts- und Verkehrsausschuss vor, sie auf Höhe des Batusa-Parkplatzes zu sperren.

Holzkirchen – Ausweichverkehr nutzt oft die Baumgartenstraße in Holzkirchen. Nun hat die Gemeinde einen Plan, um Anwohner vom Verkehr zu entlasten.

In der jüngsten Sitzung des Orts- und Verkehrs­planungsausschusses (OVA) stand auf der Tagesordnung, wie Baumgarten-, Burgstaller- und Holzstraße in Holzkirchen in Sachen Verkehr entlastet werden können. Nachdem das Thema erneut ausgiebig diskutiert wurde, hob der OVA gegen die Stimmen der CSU seinen Beschluss vom Juni auf, wonach der Verkehr mittels einer Art aufgepeppter 30er-Zone beruhigt werden sollte. Stattdessen empfiehlt das Gremium dem Marktgemeinderat nun, Abhilfe mittels einer etwa 45 Meter langen Durchfahrtssperre auf Höhe des Batusa-Parkplatzes zu schaffen.

Nachdem im Juni eine Durchfahrtssperre an einem formell schriftlich eingegangenen Veto der Freiwilligen Feuerwehr scheiterte, entschied sich das Gremium für den als Variante C bezeichneten Vorschlag, den Verkehr auf der Baumgartenstraße mit verschiedenen Maßnahmen zu beruhigen. „So recht gefallen hat mir das schon damals nicht“, gab Bürgermeister Christoph Schmid zu. Auch störte es ihn, weil dadurch der Feuerwehr der Makel angeheftet werden könnte, eine Entlastung der Bürger zu verhindern. Nach einem erneuten Gespräch mit den Blaulichtorganisationen vor Ort kam heraus, dass diese eine Sperre nicht grundsätzlich ablehnen, berichtete er. Wichtig sei nur, dass die Kameraden im Alarmierungsfall die Straße trotzdem nutzen können. Dies sei notwendig, damit die Feuerwehr ihre gesetzlich vorgeschriebenen Alarmierungszeiten einhalten kann.

Wie Marktbaumeister Florens Hintler erklärte, gebe die StVO eine solche Ausnahmegenehmigung mit dem Zusatzzeichen „Einsatzfahrzeuge frei“ auch her. Er erläuterte dem Gremium nochmals die sogenannte Variante B, bei welcher der Bereich zwischen dem südlichen Rand des Batusa-Pakplatzes bis zur Ecke Wilhelm-Leibl-Straße gesperrt werde. Eine Durchfahrt wäre nur noch für Radverkehr ohne Einschränkung möglich. Der einrückenden Freiwilligen Feuerwehr und den Schulbussen würden mittels Schildern Sonderrechte eingeräumt.

Ein erstes Veto dagegen kam von Albert Kraml (CSU): „Damit werden Anwohner der Baumgartenstraße ausgesperrt. Sie müssen dann über die Tölzer Straße fahren und werden diese zusätzlich belasten.“ Die einzige wirkliche Abhilfe wäre die Südumgehung, wie Kraml feststellte. Josef Sappl junior (CSU) prophezeite: „Damit kommt es zu einem noch größeren Verkehrskollaps am Marktplatz. Ich halte nichts von der Sperrung.“ Auch Simon Ammer (SPD) bewegten die Anwohner: „Wir alle wollen eine Entlastung, aber haben wir ein Stimmungsbild, welche Variante von den Anwohnern bevorzugt wird?“ Bürgermeister Schmid meinte, die Tendenz sei 50:50. Er könne die Sperre auch nur als Idee anbieten: „Das ist ein gordischer Knoten, der nicht zu durchschlagen ist, alles hat sein Für und Wider.“

Torsten Hensel (FWG) erinnerte daran, dass es von einigen Ausschussmitgliedern durchaus schon den Wunsch gab, die Sperre auszuprobieren: „Vielleicht müssen wir noch etwas Überzeugungsarbeit leisten, aber ich halte das für einen guten Vorschlag und ein wichtiges Signal an die Feuerwehr.“ Wie Bürgermeister Christoph Schmid versicherte, ist auch nichts in Stein gemeißelt. Die Sperre sollte aber bis zum Abschluss der Baumaßnahmen der neuen Mittelschule – also voraussichtlich die nächsten drei Jahre – bestehen bleiben. Gegen die Stimmen der CSU hob der OVA schließlich seinen Beschluss vom Juni auf und empfahl dem Marktgemeinderat, die Sperre umzusetzen. hac

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