Nachhaltige Lösungen

Diese Probleme sehen die Grünen aktuell im Landkreis Miesbach

Eike Hallitzky
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Eike Hallitzky ist Landesvorsitzender der Grünen in Bayern.
  • vonKatja Schlenker
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Landkreis – Online haben die Mitglieder des Grünen-Kreisverbands Miesbach vor Kurzem mit dem Landesvorsitzenden Eike Hallitzky über aktuelle Themen diskutiert.

Zirka 50 Grüne haben im Online-Format mit ihrem Landesvorsitzenden Eike Hallitzky darüber diskutiert, wie sich der Landkreis Miesbach sozial und ökologisch weiterentwickeln kann. „Ein überaus gelungener Versuch“, resümiert der Kreisvorsitzende Georg Kammholz.

Im Jahresrückblick gratulierte der Landesvorsitzende Eike Hallitzky dem Kreisverband zum guten Ergebnis bei der Kommunalwahl 2020 und zum starken Mitgliederzuwachs. In 16 von 17 Gemeinden seien nun Grünen-Mandatsträger in den Gemeinde- und Stadträten des Landkreises Miesbach vertreten. Mit mehr als 80 Prozent Mitgliederzuwachs im Jahr 2019 gehöre Miesbach bayernweit zu den acht am stärksten wachsenden Landkreisen. Dies sei wichtig, denn Umwelt- und Klimaschutz brauchen die konkrete grüne Politik vor Ort.

„Wir Grüne unterstützen den Kampf gegen das Coronavirus, begleiten im Landtag die Maßnahmen positiv kritisch. Bayern ist jedoch keineswegs Spitze in seiner Bekämpfung“, sagte Hallitzky und kritisierte, dass es im Freistaat an der Umsetzung durchdachter Maßnahmen fehle. Zum Beispiel sei Hilfe für Künstler viel zu spät oder noch gar nicht angekommen und in den Vorschriften für Schulen gebe es ein ständiges Hin und Her.

Die Pandemie zeige, wie störanfällig die Strukturen seien und dass bestehende Ungerechtigkeiten verstärkt würden. „Klimaschutz und die Bewahrung der Lebensgrundlagen sind und bleiben die Kernkompetenz der Grünen. Für den dafür notwendigen Umbau von Wirtschaft und Gesellschaft ist soziale Stabilität Voraussetzung“, erklärte der Landesvorsitzende.

Angeregt diskutierten die Teilnehmer auch über aktuelle Themen im Landkreis Miesbach: den ausufernden Autoverkehr sowie den dringend notwendigen Ausbau von Bus- und Bahnangeboten, nachhaltigen Tourismus im Alpenvorland, ungebremsten Flächenfraß. Bisher sei Bayern trauriges Schlusslicht bei umweltfreundlicher Mobilität, stellte ein Teilnehmer fest. Es werde zu wenig für Verkehrslenkung getan. Die Kreis-Grünen setzen sich für nachhaltige Lösungen ein und arbeiten an konkreten Maßnahmen für saubere Mobilität und sanften Tourismus.

Kreisvorsitzende Ulrike Küster wies auf den politischen Eckpfeiler 2021 hin: die Bundestagswahl. Derzeit könnten Parteien keine Aufstellungsversammlungen durchführen und Direktkandidaten bestimmen. Dazu sei eine Präsenzveranstaltung gesetzlich vorgeschrieben. Weitere Online-Treffen mit Vorträgen und Diskussionen zu bestimmten Themen soll es aber weiter geben. ksl

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